Vegan

Self-Care mit Suppenglück

Es dürfte mittlerweile ein offenes Geheimnis sein, dass ich Suppen liebe und eine Suppe auch gerne als einfache, leicht zuzubereitende und verfügbare, gesunde Mahlzeit empfehle.

Der Herbst ist die Fürsorgezeit- Zeit, in der man sich besonders auch um sich selbst kümmern sollte- Zeit für die Stärkung des Immunsystems, Zeit für Ruhe und Entspannung, Zeit um zu reflektieren…und mehr…

Ein sehr einfaches, schmackvolles und gesundes Rezept ist eine KITCHARI:

  • Kokosöl zum Anrösten, Zwiebel, Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander, Fenchel, Gewürznelken, Kardamom- alles frisch oder als Samen(leicht anmörsern), Zimtrinde, Lorbeerblatt als Gewürze- jeweils 2 Gramm oder eine Msp, Saft einer halben Zitrone und frischer Koriander für das Topping…
  • eingeweichte Mungobohnen(24 Stunden- MungDhal), BasmatiReis, Möhren, Kürbis(Hokkaido)- jeweils eine Innenhand voll…
  • Wasser…

Die Gewürze werden im Kokosöl angeröstet, bis sie duften; dann kommen Reis und MungDhal dazu- alles zusammen kurz weiterrösten und dann mit Wasser aufgießen, bis es gut bedeckt ist und im offenen Topf köcheln lassen; gewürfelte Möhren und Kürbis kommen hinzu und das Kitschari gart dann mit wenig Hitze weiter; gar ist es, wenn sich die Mungobohnen auflösen und die Möhren nur noch eine leichte Festigkeit aufweisen. Das Wasser muss ggf. immer etwas nachgefüllt werden, auch das zwischenzeitliche Umrühren verhindert ein Ansetzen.

Zum Abschluss werden Zimtrinde und das Lorbeerblatt entfernt; mit Salz, Zitronensaft und Koriander abgeschmeckt und dann lasst das SOUL-FOOD wirken 🙂

Wem noch etwas Frische fehlt, der gibt etwas süße Sahne dazu- nur maximal einen Esslöffel; das nährt das Yin etwas stärker 🙂

Wärmend, umhüllend, weich und ein Seelenschmeichler; wird von allen Energietypen sehr gut vertragen, da die Gewürze fein aufeinander abgestimmt sind. Gleichzeitig sorgen die heilenden Aspekte von Mungo, den Gemüsesorten und Gewürzen dafür, dass eine Reinigung und Stärkung eintritt.

Kochen und das Essen dieses Kitschari wirken wie eine reinigende und stärkende Meditation- die Affirmation „Ich werde mir bewusst, wie ich mit Lebensmitteln umgehe und diese dann zu mir nehme“- lasst Euch diese Erfahrung nicht entgehen!

Alles Liebe und guten Appetit wünscht Euch

Kira

Leicht, lecker, luftig, frisch…

…Sommerfrische pur- das ist diese kleine Leckerei. Ich habe anstelle der heimischen Himbeeren die chinesische Himbeere

Zu den chinesischen Himbeeren passt auch die Erdbeere 😉

(http://spiritandbalance.de/suesse-fruechtchen-nummer-zwei-in-hellrot/) im Garten 😉 ganz einfach, um dem immer mehr wuchernden Geäst zu entgehen. In diesem Jahr- nach drei Jahren Wartezeit- haben wir die erste große Ernte gehabt und das über drei Wochen- kleiner zwar als unsere Himbeeren, aber so süß- säuerlich mit feinem Aroma und einfach perfekt für ein Frühstück oder diese sahnig- frische Köstlichkeit mit Gesundheitsfaktor:

  • Cashewquark- ganz einfach selbst herzustellen aus Cashewkernen, Wasser, Vanille, Rohrohrzucker und Probiotischen Kulturen…

Ich bin zwar keine Veganerin, nein soweit würde ich nicht gehen, aber ich/wir ernähren uns an mindestens 5 Tagen in der Woche eher vegan; zum anderen kommt hinzu, dass Milchprodukte nun wahrlich nicht zu den ausgesprochen gesunden Produkten zählen- Milch als Nahrung für den tierischen Nachwuchs ist gespickt mit natürlichen Wachstumshormonen (ich als ehemalige Veterinärin weiß das ganz sicher), um eben die tierischen Nachkommen entsprechend der Art schneller wachsen zu lassen. Hinzu kommt die Belastung durch Zusatzstoffe und Zucker; wovor auch Bioprodukte nicht unbedingt frei sind. Letztendlich entsteht beim Stoffwechselabbau der Milchprodukte Phosphorsäure, die zum einen zu einer „Übersäuerung“ führt, zum anderen den Knochen eher Kalzium entzieht, als ihm damit Gutes zu tun- aber das ist ein anderes Thema- zurück zum Cashewquark…

  • Zutaten- 200 Gramm Bio-Cashewkerne grob hacken, dann mit 340 ml lauwarmem Wasser, einer Prise Vanille und Rohrohrzucker in einen Hochleistungsmixer geben und gut 2-4 Minuten pürieren lassen; dann kommt ein Päckchen-2 Gramm- Probiotika dazu- ich nehme SymbioLact com – nochmals gut durchmischen lassen.
  • Die Mischung in zwei saubere, ausgekochte Schraubgläser füllen, mit je einem dünnen Tuch und einem Gummiband verschließen und 13 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen; die Tücher dann entfernen und die Gläser mit den Deckeln verschließen- ab damit in den Kühlschrank 😉
  • Am nächsten Tag…Ein Sieb wird mit einem feinmaschigen, sauberen Tuch oder einem noch feineren Sieb ausgelegt und über eine größere Schüssel geben- den durchgekühlten probiotischen Cashew- „Ghurt“ hineingeben, das Tuch darüber zusammenlegen und die Cashewmasse über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Bei zwei Sieben sollte ein sauberes Tuch darüber gelegt werden- am nächsten Morgen kann der frische Quark bereits genutzt werden; ohne das Abtropfen ergibt sich eine joghurtähnliche Masse, die ebenfalls sofort verzehrfertig ist.

Für diesen Himbeerquark habe ich den „Cashewquark“ wie eine normale Quarkspeise aufgerührt- ein Schuss Sprudelwasser, Vanille, Zimt, Ahornsirup werden mit dem Cashewquark zügig verrührt bis eine angenehme Cremigkeit entsteht, dann einfach die gut gespülten Himbeeren untergeben und fertig ist ein Dessert, ein Frühstück einfach eine gesunde Mahlzeit für den Sommer.

Cashewcreme als Grundlage für eine Frühstücksmahlzeit mit Haferflocken- als OverNightMeal

Die Masse kann auch für „Quark“-Kuchen oder Ähnliches genutzt und dabei wie gewohnt verarbeitet werden.

Cashewcremekuchen ohne Backen

Viel Spaß und Freude beim Probieren und eine schöne Zeit- alles Liebe

Kira

Bilder 2-4 mit lieben Dank an Download Free Pictures

EINFACH mal VEGAN

Vegan kochen- ist nicht kompliziert; ist sehr schmackhaft und wirklich für jeden/jede geeignet. Ich möchte hier nicht missionieren und in der Ernährung gemäß der chinesischen Ernährungslehre gibt es keinen Verzicht- was mir aber wichtig ist, dass ist der Umgang mit den Lebensmitteln. Dazu zählt für mich auch der Verzicht auf massenproduziertes Fleisch, Eier aus industrieller Produktion oder Fisch aus konventionellen Kulturzüchtungen. Ich setze auf Bio, ggf. Weideschlachtung und nachhaltig gefangenem/produziertem Fisch und… 1-2x/Monat nur Fleisch; 1x/ Fisch und gerne mal 2-4x/Woche Eier- je nach Belastung und Bedarf. In der restlichen Zeit wird vegetarisch/ vegan gegessen und das sehr lecker zum Bsp. mit diesem Curry:

Zutaten:

  • 2 Möhren, zwei junge Kartoffeln, Gemüsebrühe(300ml), 200ml Kokosmilch oder zwei Esslöffel Cashewmus, ein Glas weiße Bohnen, 4 Esslöffel Linsen-wie-Reis; zwei Handvoll Cashewkerne, je einen halben Teelöffel Liebstöckel, Curry, Galgant, Bertram und etwas frische Petersilie für das Tüpfelchen; Gemüse gut schrubben…
  • …und dann geht alles in den Reiskocher- außer die frische Petersilie- im Standardprogramm wird es gegart;
  • Im Topf könnt Ihr auch alles auf einmal garen- ein One-Pot-Curry sozusagen 😉 – da braucht es etwa 20-30 Minuten, bis alles gegart ist.
  • Vor dem Servieren gebt Ihr die frische Petersilie oder andere frische Kräuter darüber.

Ich liebe meinen Reiskocher; er ist multifunktionell, spart Zeit und die Energie der Lebensmittel bleibt durch die schonende Garung erhalten. Es gibt sehr gute Geräte auf dem Markt, mit denen Ihr auch Frühstück, Congee und sogar Backwaren(Brot, Kuchen) zubereiten könnt.

Wertigkeit der Mahlzeit:

  • …punktet mit einem hohen Anteil an leicht verdaulichem, pflanzlichem Eiweiß; guten Kohlenhydraten und jeder Menge Vitamine und Spurenelementen; ebenfalls leicht verdaulichem Fett und guten Fettsäuren.
  • Es ist ein absolutes Superfood für Sportler nach dem Training und zur Erhaltung der Muskelmassen- und nicht nur für Sportler 😉
  • Ihr haltet damit den Blutzuckerspiegel konstant- positiv eben auch bei Stoffwechselproblemen.
  • Aus chinesischer Sicht baut es Qi und Blut auf; leitet Feuchtigkeit aus; stärkt die Mitte und sorgt für einen ruhigen Geist!!!

Viel Spaß und gutes Gelingen und nun „Guten Appetit“- esst mal wieder vegan!

Alles Liebe- Kira

Picknick im Frühling mit…

einem leckeren Frühlingsbrot, welches sehr einfach zuzubereiten ist:

  • je 250 Gramm Dinkelmehl Typ 630 und Dinkelvollkornmehl
  • ein TL Natur-Granulatbrühe ohne Zusatzstoffe
  • ein Pck. Trockenhefe
  • 5 EL Olivenöl
  • 600 Gramm bunte Bio-Möhren; Mohrmöhren oder auch als Variante grünen Spargel
  • 20 Gramm oder zwei Hände voll Kürbiskerne; gehackte Mandeln oder Cashewkerne- je nach gusto
  • gehackte frische Kräuter und Kresse – soviel man möchte
  • etwas Parmesan- gerieben-
  • mit Mehl, 3 EL Öl, der Hefe, der Granulatbrühe und 300ml lauwarmem Wasser(alternativ 300ml lauwarme Gemüsebrühe) einen Hefeteig zubereiten- er muss ordentlich geknetet und „geschlagen“ werden- etwa 10 Minuten und den dann abgedeckt mindestens 20 Minuten „ruhen/gehen“ lassen- ich bereite den Teig immer zwei-drei Stunden vorher zu; dann hat er mehr Ruhe zum gehen; der Teig kann auch direkt ausgerollt werden und auf einem bemehlten Backblech zugedeckt ruhen 😉
  • die Bio-Möhren putzen und halbieren; die Kerne grob hacken; ebenso die frischen Kräuter und die Kresse- zur Seite stellen
  • die Möhren auf dem Teig verteilen, die Kerne und Gewürze nach gusto darauf geben und alles mit dem restlichen Olivenöl beträufeln- ich bin da auch gerne etwas grosszügiger; da die Möhren das Öl unterschiedlich aufnehmen;
  • Eine Empfehlung: …der Teig sollte geschmeidig sein; ist er zu fest(Vollkornmehl), dann einen Schuss Buttermilch oder Kefir dazu geben; dann gelingt er sicher…;
  • …das Ganze dann in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen geben und bei Umluft/180Grad ca. 20-30 Minuten abbacken; etwa 5 Minuten vor dem Ende den Parmesan über das Brot geben- er schmilzt dann leicht an und gibt dem Ganzen das gewisse Etwas; leicht abkühlen lassen und vor dem Servieren das gehackte Grün darauf verteilen und nun…

“ Guten Appetit“

Wirkung nach CM:

  • Möhren, Mehl und Hefe sind neutral vom Temperaturverhalten und stärken die Mitte;
  • Olivenöl ist ebenfalls neutral vom Temperaturverhalten, stärkt Yin und Blut; befeuchtet und sollte daher bei Schleimpoblematik nicht zu grosszügig eingesetzt werden;
  • Kresse und Kräuter- die Grünlinge bewegen Qi, tonisieren Blut und wirken positiv auf die Funktionskreise Niere, Blase, Leber, Gallenblase, Magen, Milz und Lunge; sie leiten Leber-Hitze aus und sorgen für einen Ausgleich im Körper;
  • Kürbiskerne sind ebenfalls neutral im Temperaturverhalten und haben in allen Bereichen einen positiven Effekt auf das Qi; außerdem leiten sie Hitze/Nässe aus und tonisieren den Darm.

Also auf in den Frühling mit dieser norddeutschen Variante eine Pizza 😉 – gutes Gelingen und Freude beim Zubereiten!

Eure/Ihre Kira Schwarzrock

Frühstück für gute und schlechte Zeiten

Wir stehen alle vor Herausforderungen – gerade in dieser Pandemiezeit benötigen Körper und Geist gute, einfache und leicht verdauliche Nahrung.

Das Frühstück mit Buchweizen ist schnell zubereitet; stellt keinen großen Anspruch in der Vorbereitung dar und schmeckt Kindern wie Erwachsenen:

  • vorgegarter Buchweizen- eine Tasse; Buchweizen wird wie Reis gekocht; er ist gemäß der chinesischen Ernährungslehre thermisch neutral, süß-bitter vom Geschmack, tonisiert das Milz-Qi (Verdauung) und reguliert allgemein das Qi (z.b. bei Durchblutungsstörungen); wirkt positiv auf die Funktionskreise/ Meridiane Milz, Magen, Gedärme und Herz; transformiert Feuchtigkeit und Schleim, leitet diese aus; gleichzeitig eliminiert er Hitze und Toxine aus dem gesamten Körper; stärkt die Säfte, ist glutenfrei, reich am Bioflafonoid Rutin (stärkt die Kapillaren und Blutgefässe) – Kupfer – Lysin – Lecithin und ungesättigten Fettsäuren;
  • Ein Teelöffel Kokosöl wird in der Pfanne erhitzt; der gesäuberte und gewürfelte Apfel(ein bis zwei mittelgroße Bio-Äpfel) wird dazu gegeben; mit mittlerer Hitze anbraten; dazu den gegarten Buchweizen und die gerösteten Mandeln(eine Hand voll) geben- immer wieder umschwenken oder umrühren bis die Apfelstücken weich sind…
  • …dann den Herd abschalten; dazu kommen dann die Gewürze Zimt, Kardamom, Koriander, Muskat und Nelke- je eine Messerspitze bzw. eine Prise- wenn es nicht zu stark gewürzt werden soll. Möglich ist natürlich auch nur das Würzen mit Vanille und Zimt.
  • Ganz zum Schluss den Honig(Bio oder direkt vom Imker)- ein bis zwei Teelöffel- unterrühren und warm servieren.
  • Das Frühstück ist auch abgekühlt schmackhaft; kann also auch in’s Büro, die Praxis… oder zur Arbeit im Betrieb mitgenommen werden- einfach in ein Schraubglas füllen und daraus löffeln 😉

Das Buchweizenfrühstück ist sehr gut geeignet für:

  • Menschen mit schwachem Milz-Qi(Verdauungsprobleme, Unverträglichkeiten),
  • Hitze-Typen- dann die Gewürze auf Vanille und Zimt beschränken bzw. nur mit Honig beträufeln,
  • bei Schwäche
  • für Sportler
  • für Menschen in Stresssituationen….

für J e d e r m a n n 🙂

Natürlich ist die Zubereitung mit jedem saisonalen Obst möglich und…

wer eher auf herzhaft steht; mit Gewürzen, Kräutern und bspw. Möhren lässt sich diese Buchweizenpfanne auch herzhaft zubereiten 🙂

Guten Appetit- bleiben Sie- bleibt Ihr- gesund und alles Liebe!

Kira Schwarzrock

Gefüllte Paprika und Zucchini- leicht und lecker…

 

… im Frühjahr- passend zur Jahreszeit ohne Fleischfüllung- diese würde das Yang zu stark aufsteigen lassen- Schlafstörungen, Migräne, Unruhe… wären die Folge.

Nun aber zum Rezept:

  • Paprika vom „Dach“ befreien, innen säubern und gut abtrofen lassen; genau so mit den Zucchini verfahren- diese noch zusätzlich halbieren und das Innere ausschälen, so dass ein Schiffchen übrig bleibt ggf. schälen, die Gemüsereste ganz fein würfeln/schneiden
  • In eine Schüssel etwas zwei Hand voll Haferflocken geben, dazu eine Hand voll geschrotete Haferflocken, einen Esslöffel Olivenöl, etwas handwarmes Wasser, Gewürze nach gusto- ich nehme die bewährten Drei- Galgant, Bertram und Quendel(je einen halben Teelöffel)-, dazu noch Pfeffer und Bärlauchsalz nach Geschmack; eine halbe weiße Zwiebel fein gehackt- diese Zutaten gut verrühren; sollte die Masse sehr trocken sein , dann noch etwas handwarmes Wasser dazu geben; dann kommen Kräuter(TK Bio-Anbieter oder frisch Schnittlauch, Petersilie, Kerbel,…) und die feinen Gemüsereste(siehe oben)dazu, ganz zum Schluss etwas geriebenen Parmesan mit unterrühren- das gibt einen würzigen Geschmack und bindet die Masse ab;
  • diese Masse dann in die Paprike und Zucchini füllen, etwas Parmesan darüber geben und in einer leicht geölten Form etwa 30-45 Minuten im Backofen bei 150-180 Grad garen lassen; die Reste der Masse können mit Parmesan überstreut auch separat garen- es ist wie ein kleiner Hackbraten ohne Hack 😉

  • Paprika– frisch/ leicht kühl; süss, bitter, scharf; Meridiane Milz, Magen, Dickdarm, Herz; Schleim auflösend, Qi tonisierend, Hitze ausleitend; antioxidativ;
  • Zucchini– frisch/kühl; süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Lunge, Niere; Hitze ausleitetnd, Qi aufbauend, Stuhlgang fördernd, Schleim transformierend, entzündungshemmend, Diurese fördernd,
  • Haferflocken– neutral, süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Herz, Lunge, Gedärme, Niere, Qi tonisierend, Shen beruhigend, Yin und Yang tonisierend, Nässe/Schleim transformierend und ausscheidend, Hitze und Toxine ausleitend;
  • Kräuter frisch– frisch- kühl- neutral, Meridiane wie oben; entlasten die Leber, ansonsten wie oben…
  • Parmesan– süß, sauer, salzig, neutral, Meridiane Lunge, Milz, Qi und Yin tonisierend

Für die Hitzigen reicht man gerne noch einen marinierten Feldsalat dazu- einfach mit Avocadoöl leicht durchkneten und mit Kresse/ frischen Kräutern würzen.

Mit diesem Rezept ist das Mittag- oder Abendessen gesichert und Man(n)/Frau schläft danach gut- guten Appetit!

Vegane Kuchenliebe

Zugegeben- auch ich liebe die bekannten Kuchenrezepte. Allerdings bin ich seit einigen Jahren sehr experimentierfreudig geworden und probiere auch vegane Rezepte aus. Die herkömmlichen Brownierezepte sind sehr lecker- allerdings auch sehr mächtig und daher habe ich ein bisschen geblättert, im Internet gelesen und mir meinen Reim daraus gebildet- ein fluffig leckerer Brownie vegan ist es geworden:

  • Als ‚Tassenkuchen“ ganz einfach abzumessen und Frau/ Man(n) benötigt nicht viele Zutaten- eine Tasse Hafermehl bzw. Haferflocken mahlen, so dass eine Tasse Hafermehl entsteht; dazu kommen eine Tasse entsteinte Datteln, eine Tasse Kidneybohnen(gekocht bzw. aus dem Glas/ der Dose), eine halbe Tasse Mandeldrink, ein Teelöffel echtes Vanillepulver, zwei bis drei Esslöffel richtig guten Kakao, ein bis zwei Teelöffel Kakaonibs, je einen halben Teelöffel Weinsteinbackpulver und Natron- das Ganze gut verarbeiten, so dass ein geschmeidiger Teig entsteht- dann den Teig 3-5 cm dick auf Backpapier geben(Blech oder Auflaufform) und im vorgeheizten Backofen(180Grad) ca. 30-35 Minuten durchbacken(Stäbchenprobe).

Danach kann diese fluffig- schokoladige kleine Sünde noch mit einem Belag versehen werden; wie mögen ihn am liebsten solo oder mit Pekanüssen.

Ich probiere den Teig immer geschmacklich- tut es auch ruhig, bei Bedarf einfach einige Datteln mehr oder etwas mehr Vanille bzw. Wintergewürze wie Zimt dazu geben- schon ist es wieder eine andere Kreation.

Der Brownie bleibt fluffig- soft- wenn er nicht vorher aufgegessen wird- auch für einige Tage.

Ersetzt Ihr den Kakao z.B. durch Zitronenabrieb, noch ein bisschen mehr Vanille und nehmt anstatt der Kidneybohnen weiße Bohnen(gegart), dann entsteht ein fluffig- lockerer Zitronenkuchen.

Beiden ist jedoch eins gemeinsam- durch die Bohnen ist es ein proteinreicher Kuchen(auch LowCarb)- außerdem mit der gesunden Süße von Datteln und ohne irgendwelche Zusatzstoffe/ Konservierungsstoffe.

Nicht nur für Veganer ein Leckerbissen- auch für Sportler oder Abnehmwillige eine gute Alternative zum herkömmlichen Backwerk 🙂 😉

Herbstliche Genüsse

Für mich ist das Wochenende und insbesondere der Sonntag schon noch etwas Besonderes- mein Liebster ist zu Hause und nach mittlerweile zwei Jahren Trennung unter der Woche genießen wir die Zeit zu zweit an den Wochenenden. Da möchte ich nicht viel in der Küche stehen und greife immer gerne auf gesunde, vor allem aber „schnelle“ Mahlzeiten zurück- wie bspw. gefüllte Paprika:

  • Für zwei Personen reichen drei Paprika, bunt oder einfarbig, wie man möchte; diese werden gut gewaschen(Bioqualität), dann vorsichtig das Häubchen abtrennen und das Innere entfernen; etwas mit Olivenöl beträufeln, Gewürze nach gusto hinein geben und zur Seite stellen; ich nehme nur etwa 1 Gramm Salz, dafür aber Majoran, Pfeffer, Paprikapulver und Selleriegewürz;
  • Für die Füllung kann Hackfleisch(wie für Bouletten zubereiten) genommen werden, ich bevorzuge seit vielen Jahren eine Füllung aus gewürfeltem Suppengemüse- auch mal in TK-Bio-Qualität – und eine Mischung aus Hafer- Quinoa-und Dinkelflocken- das gewürfelte Gemüse(100- 150 Gramm) und die Flockenmischung(jeweils 20-25 Gramm) werden mit 150ml kochendem Wasser übergossen, dann mit Galgant, Quendel, Bertram, weißem Pfeffer, Paprikapulver, Selleriepulver, Liebstöckel und Majoran gewürzt, die Masse gut durcharbeiten und abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen;
  • …dann wird noch ein Ei unter die Masse gegeben- für Veganer nimmt man etwas Semmelbrösel aus Vollkornbrot- und ab damit in die Paprika, zum Schluss etwas geriebenen Mozzarella oder Parmesan darauf geben, auf jede Schote noch ein Paar tropfen Olivenöl geben, die „Deckelchen“ aufsetzen und die gefüllten Schoten in einer feuerfesten Form bei 200 Grad im Ofen etwa 30-40 Minuten vor sich hin garen lassen lassen…

  • Die Schoten sind gar, wenn die Hülle eine gute Bräunung bekommen hat, die Haut „schrumpelig“ wird und die obere Schicht schön knusprig aussieht- serviert wird mit einer Mischung aus körnigem Frischkäse und Pesto rosso oder einfach auch mit Kartoffelstampf oder Salat(im Sommer).

So wie abgebildet ist es auch eine perfekte Mahlzeit für Sportler nach dem Training- jede Menge Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und eine gehörige Menge an Spurenelementen, denn Paprika sind ein absolutes Superfood:

  • Aus Sicht der TCM ist Paprika neutral bis leicht frisch im Temperaturverhalten, weißt einen bitter- süßen Geschmack auf, wirkt auf die Meridiane Milz, Magen, Leber und Gedärm…
  • …baut Körpersäfte, Qi und Yang auf, was besonders nach dem Training wichtig für die Regeneration ist;
  • Paprika kann zusätzlich Schleim auflösen und wird bei Arteriosklerose und erhöhtem Cholesterin empfohlen.
  • Das wunderbare Gemüse besitzt außerdem einen großen Anteil an Kalium, Kalzium, Magnesium, Kupfer, Mangan, Eisen und Zink, liefert Vitamin C, Vitamin A(Beta-Carotin), die Vitamine B1- B3, B5-B7, B9 und B12, Vitamin D, E und K- dabei hat das bunte Gemüse nur etwa 37 kcal/ 100 Gramm.

Die Heilwirkung :

Paprika wurden bereits von den amerikanischen Ureinwohnern als Heilmittel verwendet. Hier kamen sie unter anderem als Mittel gegen Arthrose zum Einsatz. Das Capsaicin der Paprika kann gegen rheumatische Schmerzen aber auch bei Problemen wie Hexenschuß oder Migräne eingesetzt werden- wichtig ist vorher die Musterbestimmung gemäß der TCM. Wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C helfen Paprika außerdem Herzinfarkten vorzubeugen und Durchblutungs-störungen zu verbessern.

Kontraindikationen:

Neben diesen positiven Wirkungen stehen die schärferen Sorten der Paprika aber auch im Verdacht, Auslöser von Magenschmerzen, Durchfällen und Übelkeit zu sein. auch kann es bei Unverträglichkeit zu Blasenirritationen oder Inkontinenz kommen. Besonders vorsichtig sollten Birkenpollenallergiker sein- es können bei häufigem Genuss oder beim Verzehr größerer Mengen Paprika allergische Reaktionen auftreten- verantwortlich ist eine Eiweißverbindung, die sowohl in Birkenpollen als auch in der Paprika vorkommt.

Paprika- ein wunderbares Gemüse des Sommers und Spätsommers bis in den Oktober- gegart auf jeden Fall ein Genuss, roh mit Maß einzusetzen.

                                                                             mit körnigem Frischkäse angerichtet

 

                                                                                hier mit Feldsalat und Radieschen

 

…unser Quell für geistige und körperliche Gesundheit

Dazu trägt auch Sanddorn- der Vitamin-Booster des Nordens- bei. Sanddorn hatte als Nahrungs- und Heilpflanze bereits in der Antike eine Bedeutung. Besonders in weiten Teilen Asiens und im Mittelmeerraum werden seine Früchte als Nahrungs- und Heilpflanze seit alten Zeiten und bis heute gesammelt. Die Früchte werden frisch verzehrt oder zu vitaminreichen Säften, Sirup, Kompott, Gelee, Liköre und Weine verarbeitet. Er ist einer der wenigen Ölsträucher, der auf reinen Sandböden gedeiht. Mit seinen schmalen, silbrigen Blättern und den leuchtend orangenen Früchten sieht der Sanddorn sehr attraktiv aus und bereichert die Landschaften- schützen wir ihn, denn er ist ein kompaktes Heilmittel aus der Natur:

  • Die Inhaltsstoffe des Sanddorn sind so vielfältig(Quelle therapeutica.ch)- Vitamin C, B1,2,B12, Niacin, Pantothensäure, B6, Folsäure E, P, Provitamin A, Apfelsäure, Quercitin, Mannit, Wein- und Buttersäure, Fette- ges.FS (Myristin-, Stearin-, Palmitin-, Arachidon-), einf.unges.FS (Öl-, Palmitolein-), mehrf.unges.FS (Linolsäure, Linolensäure), Polyphenole, Symbiose mit einem Aktinomyceten, wodurch mit der Leber vergleichbare B12-Konzentrationen in der Samenschale entstehen können, biogene Amine, Mineralstoffe und Spurenelemente: Fe, Zn, Cu, Mg, K, Ca, Kobald und Phytosterine- diese geballte Kraft macht den Sanddorn zu einem heimischen Superfood und
  • …er wirkt adstringierend und tonisierend, dazu aus Sicht der TCM auf die Funktionskreise Leber, Lunge, Gedärme und  Niere.
  • In der Volksmedizin/ westlichen Naturheilkunde findet er Einsatz bei Erkältung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Darmentzündung, Vitamin-C-Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, geschwächtem Immunsystem, Gicht, Herzschwäche, Müdigkeit, Hautprobleme, Dekubitus und auch nach Bestrahlungen und bei Strahlenschäden.

Sanddorn ist weiltweit verbreitet und daher auch im asiatischen Raum bekannt- die Wirkung aus Sicht der TCM ist wie folgt:

  • Hitze eliminieren und Feuer reduzieren- bei Fieber, Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür, Gastritis, Ösophagitis, Darmentzündung, Colitis, Entzündungen allgemein, chronischen Infekten, Leber-Feuer, Reizbarkeit, Jähzorn, Wutanfälle, Migräne
  • Adstringieren- bei Jing- Verlust, Skorbut, körperlicher und geistiger Schwäche, Wachstumsstörungen, Rachitis, Zahnfleischbluten, Diarrhö, Durchfall, Sommerdiarrhö, Hyperhidrosis, Säfteverlust, vorzeitiger Alterung,
  • Hitze eliminieren und Blut kühlen- bei Blutung, geröteten und juckenden Ekzemen, begleitend zur Radiotherapie (Sanddornfruchtfleischöl), Furunkel, Karbunkel, Zahnfleischbluten,
  • Blut tonisierend- bei Leber-Blut-Mangel, Anämie, Nachtblindheit, Sehschwäche, trockener Haut, Schleimhaut-trockenheit
  • Qi tonisierend- bei geschwächtem Wei-Qi, tonisiert Herz-Qi, Abwehrschwäche, Immunschwäche, Infektanfälligkeit, Rekonvaleszenz, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Frühjahrsmüdigkeit,Untergewicht, Appetitlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Knochenwachstumsstörungen, Bindegewebeschwäche, begleitend zur Digitalis-Therapie, Herzschwäche, Kreislaufschwäche,
  • Nässe/Feuchtigkeit auflösend/transformierend- bei erhöhten Blutfettwerten(Cholesterin) und Arteriosklerose-Prophylaxe
  • Schleim auflösend und transformierend- zur Prophylaxe von augenkrankheiten(Grauer Star, Katarakt), Augen-linsentrübung, Atemwegsverschleimung, Magentumore, Speiseröhrentumore, Hauttumore, Melanome, Sarkome, Krebs und Krebsprophylaxe
  • Kontraindikationen: Bei Kälte der Mitte sollte Sanddorn mit Milz-Qi tonsierenden Nahrungsmittteln ergänzt werden.

Neben zahlreichen Rezepturen für Gelee, Liköre, Weine … schätze ich besonders das Sanddornfruchtfleischöl- es ist ein wunderbares Heilmittel bei Hautproblemen, besonders bei geschädigten Schleimhäutern- hier eine Rezeptur:

  • Entsaften Sie frische Beeren vom Sanddorn und trennen den Saft ab. Den trockenen Rückstand aus Fruchtfleisch und Samenkernen zermahlen Sie in einer Mühle zu einem Brei, geben ihn in eine Thermoskanne und übergießen die Masse im Verhältnis von 1 zu 2 (1 Teil Brei und 2 Teile Pflanzenöl) mit auf 60 °C erwärmten Bio-Pflanzenöl. Die fest verschlossene Kanne lassen Sie etwa 1 Woche stehen und sieben dann das Öl vorsichtig ab.
    Den Rückstand übergießen sie wieder mit Pflanzenöl und verwenden den zweiten Abguss als Zusatz zu Salaten, für Gesichtsmasken und Cremes.

Bei Magenerkrankungen ist diese Rezeptur hilfreich:

  • Sud aus Sanddornbeeren- Übergießen Sie 3 EL Beeren mit 0,5 Liter heißem Wasser, lassen den Aufguss aufkochen, noch für 10 Minuten unter schwacher Hitze köcheln und dann abkühlen. Vom Sud trinken Sie 2 bis 3-mal täglich 200 ml.

Bei Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren ist dieses Rezept möglich:

  • Sanddornfruchtfleischöl – 2 bis 3-mal täglich 1 TL 30 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen

Generell empfehle ich ab September die Einnahme von 100ml Frischsaft nach dem Frühstück oder gleich nüchtern verdünnt mit 200ml handwarmem Wasser- deutlich verträglicher als Zitrusfrüchte ist der heimische Sanddorn für uns besser geeignet.

Sanddornfruchtfleischöl ist ein einzigartigen Multivitamin-Präparat. Es besitzt unter anderen antibakterielle Eigenschaften, fördert die Epithelisierung des Gewebes, heilt gut Wunden, wie oben bereits beschrieben auch Verletzungen der Schleimhäute, der Haut und lindert den Schmerz. Dieses Öl von rötlich-oranger Farbe, seinem charakteristischen Geruch und Geschmack, ist reich an Karotin und Carotinoide, Vitamin E und Vitamin F, die den Stoffwechsel der Haut regeln, sowie Sterole, Mineralstoffe und Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Silber, Silizium, Mangan, Kobalt, Nickel, Vanadium, etc.), sowie Glyceride der Oel-, Linol-, Palmitin-und Stearinsäure. Auch das Öl- bereits oben genannt- kann innerlich und äußerlich angewandt werden.

“ Warum in die Ferne schweifen- sieh das Gute ist so nah…“- heimisches Superfood ist saisonal, reginonal und viel besser verträglich, als importierte- auch für die Nachhaltigkeit!

Gute Gesundheit!

Mal ausprobiert…

…und für gut befunden- neues am Veganhimmel- die Jackfruit:

  • Die Jackfruit stammt aus den Tropen- na ja, die Ökobilanz bei Dauergebrauch ist sicher nicht so gut; aber „Bade mich, aber mach mich nicht nass“ geht nun mal nicht. Die Frage ist ja immer, wie oft ich von einem Lebensmittel esse und wie es produziert wird- auch hier ist gegen Bio nichts einzuwenden und lieber eine leckere Jackfruit gut zubereitet als ein Filet aus der Massentierhaltung…
  • Diese pieksigen, grünen Tropenfrüchte weisen eine Fülle an gesunden Inhaltsstoffen, wie B-Vitaminen, Calcium, Eisen oder Magnesium auf, ähneln aber von den Inhaltsstoffen eher der Marone und Kartoffel- haben also eher einen geringen Eiweißanteil.
  • Als „Fleisch“ wird die unreife Frucht verwendet- von Gulasch bis Burger ist alles möglich, gut mariniert macht es Tofu und Soja auf jeden Fall den Platz streitig.
  • Die reife Frucht erobert so langsam die Obstkörbe, das liegt am natürlich süßen Geschmack , der an einen Mix aus Mango, Ananas und Banane erinnert.
  • Die Kerne der verschiedenen Fruchtstücke innerhalb einer Jackfruit sind ebenfalls essbar- aber nur gegart- ihr Geschmack ähnelt dem von Maronen. In Asien werden die Kerne geröstet und gesalzen als Knabberei angeboten. In weiten Teilen Südostasiens verarbeitet man sie auch zu Mehl und hat damit eine wunderbare Alternative zu Weizen und anderen Getreiden.

Die Verarbeitung ist einfach, ich kaufe allerdings vakuumierte Bioprodukte, da diese naturell verschweißt werden- Dosenprodukte sind oft nicht aus biologischer Landwirtschaft. Mein Rezept ist eine Süßkartoffel- Jackfruit – Pfanne mit Gurkensalat/ Tomatensalat:

  • Die Jackfruit aus der Packung nehmen und mit 1 TL Cayenne-Pfeffer, 1 TL Paprikapulver, 1 Knoblauchzehe, gehackt, 1 Prise Chiliflocken und 1 Prise Salz + Olivenöl marinieren- für mindestens zwei Stunden durchziehen lassen, dazu nehme ich gerne noch je eine Messerspitze Galgant, Betram und Quendel 🙂 ,
  • Süsskartoffel raspeln oder in Spiralen schneiden, leicht salzen; die Pfanne oder den Wok erhitzen…
  • die marinierten Jackfruit-Stücke darin anbraten, dann kommen fein geschnittene Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln und die Süßkartoffeln-Spiralen/-Raspeln dazu; alles mit etwa 50 ml Gemüsebrühe ablöschen und garen lassen- ruck zuck steht eine schmackhafte und fleischlose Variante auf dem Tisch 🙂

Die Energiebilanz für unseren Körper ist sehr positiv- gerade mal 70 kcal/ 100 Gramm und dazu kommen bemerkenswerte Inhaltsstoffe- 1,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 24 g Kohlenhydrate und 1,6 g Ballaststoffe- sehr groß ist der Anteil an Calcium (27 mg), Kalium (407mg) und Phosphor (38mg). Die Kerne enthalten große Mengen B-Vitamine, Magnesium, Eisen und Schwefel. Aus Sicht der TCM wirkt die Frucht positiv auf Milz, Magen, Nieren(besonders Nieren-Jing) und Leber, die Kerne zusätzlich auf das Gedärm. Durch die Zusammensetzung ist die thermische Wirkung eher neutral- leicht frisch, der Geschmack ist süß- mild. die Jackfruit kann sehr gut eingesetzt werden, wenn es gilt, den Körper zu entlasten und bspw. feuchte Hitze auszuleiten(rote, dick geschwollene Zunge mit Zahneindrücken und gelblich- dickem Belag).

Gerade für Sportler ist die Verwendung interessant- nicht so sehr wegen des Eiweißgehaltes, sondern wegen der Spurenelemente und der B-Vitamine!!! Jackfruit als Frucht oder Mahlzeit nach dem Training dient der Regeneration!

Mein Fazit: eine gute Alternative zu Fleisch, da die Konsistenz an Hühnchenfleisch erinnert, sehr gut zuzubereiten und durchaus schmackhaft. Der Ökobilanz geschuldet sollte man unbedingt auf Bioprodukte zurück greifen. Den Transport zu uns werden wir nicht vermeiden können- es ist eben eine Tropenfrucht.

 

Vieleitige Haferflocken

Wer meine Beiträge schon gelesen hat, weiß, dass ich Haferflocken sehr schätze- nicht altbacken, äußerst vielseitig zu verwenden und ein Nahrungsmittel mit Kraft für das Leben:

  • Wir essen sehr gerne gefülltes Gemüse- es ist einfach klasse, Mittag- oder Abendessen sehr lecker und dazu noch komplikationslos im Backofen zuzubereiten. Aber immer mit Hackfleisch und dann auch noch im Sommer? Nein- und so kam ich auf die Idee, mal eine vegetarische/ vegane Variante zu probieren. Die Idee ist nicht so neu- bei diversen Anbietern gibt es ja bereits vollwertige Bio-Mischungen für Bratlinge- aber es geht auch ohne Mischungen…
  • Gemüse der Wahl- hier sind es Zucchini und Paprika- putzen, aushöhlen und mit etwas Olivenöl massieren, dazu kommen frische Kräuter in das Gemüse; es werden 50 bis 100 Gramm Haferflocken mit kochend heißem Wasser überbrüht und diese Mischung dann etwa 30 Minuten quellen lassen- mehrfach umrühren und ggf, Wasser nachgießen- es wird ein geschmeidiger Brei… je nachdem, wieviel Gemüse gefüllt werden soll, ist es natürlich wichtig, die Menge an Haferflocken anzupassen 😉

  • Wenn alles gut aufgequollen ist werden frische Kräuter, drei- vier Stängel Frühlingszwiebeln(in feine Streifen schneiden) und Gemüsereste(vom zu füllenden Gemüse oder auch Reste aus dem Gemüsevorrat- fein hacken), ein Gramm Salz und Hildegard-Gewürze(Betram, Galgant, Quendel, Kerbel…) unter den Haferflockenbrei gegeben- gut durchmengen.
  • Für die Würze nehme ich dann geriebenen Parmesan(zwei Esslöffel), die vegane Variante enthält Pinienkerne und ggf. andere Gewürze, auch dies wird noch untergemengt und dann werden die „Gemüsebehälter“ damit gefüllt, etwas Olivenöl darauf träufeln ggf. noch mit etwas Parmesan bestreuen und ab…
  • …für 20- 30 Minuten in den Backofen bei 180 Grad Umluft(vorgeheizt bei 200 Grad)- natürlich in einer feuerfesten Form(mit etwas Olivenöl ausgepinselt).
  • Sollte etwas von der Haferflocken-Gemüse-Masse übrig bleiben, kann diese mit etwas Parmesan in einer Pfanne oder auch im Ofen in einer kleinen Form als „Bratling“ zubereitet werden.
  • Dazu passt ein sommerfrischer Salat aus Feldsalat, Radieschen und Mairübchen mit Kräutern und etwas Nussöl.

Die TCM-Wirkung der Nahrungsmittel habe ich hier an dieser Stelle schon öfter beschrieben- nur soviel- es macht gesund satt, belastet nicht die Leber- im Gegenteil- und ist auch als Abendmahlzeit nicht zu mächtig.

Guten Appetit und viel Freude beim „Nachbasteln“- alles Liebe!

Es muss nicht immer Fleisch sein…

…was auf den Grill kommt. Fleisch ist generell eher wärmend und sollte jetzt im Frühjahr und Sommer nur sehr maßvoll gegessen werden- die Alternative zu Fleisch und langweiligen Gemüsespießen sind gegrillte Süßßkartoffeln mit einer pikanten Salsa aus grobem Gemüse und Feta:

  • Die Süßkartoffeln(möglichst Bio-Qualität) werden mit der Gemüsebürste und Wasser etwas geschrubbt und dann in etwa 1,5- 2 cm dicke Scheiben geschnitten; mit etwas Olivenöl und ganz wenig Salz marinieren und zur Seite stellen;
  • Für die Salsa werden gereinigte Tomaten, Zwiebeln(Frühlingszwiebeln),Paprika, Zucchini, Pilze….  und der Feta in ganz feine Würfel geschnitten, mit Öl, Knoblauch, Galgant, Bertram, weißem Pfeffer und ggf. einer Prise Chili ebenfalls mariniert- etwa 10 Minuten- und dann auf die Süßkartoffelscheiben gegeben…
  • …diese kommen dann auf den Grill(Gasgrill direkt), Holzkohlegrill auf eine Grillschale ; dann langsam bei nicht zu starker Hitze garen lassen, bis die Süßkartoffelscheiben weich sind und dann…

genießen. Dazu passen natürlich alle Sommersalate, anderes gegrilltes Gemüse und auch Fleisch 😉

Für die Mengenangaben gibt es kein Maß- alles nach Gusto und für drei bis vier Personen reichen zwei mittelgroße Süßkartoffeln , eine große Tomate, eine halbe Paprika, Zucchini und zwei Stängel Frühlingszwiebeln- einfach mal ausprobieren. Sollte etwas übrig bleiben, dann kann man die Reste als Salat auch mit zur Arbeit nehmen und am nächsten Tag essen.

Viel Spaß beim Ausprobieren !

Rosenkohl; oh wie…

…ich ihn liebe- meine Familie leider gar nicht. Somit nutze ich die Zeit, wenn meine Familie nicht da ist und esse Rosenkohl 😉 … nun nicht jeden Tag, aber öfter:

  • Das Rezept zu meinem Rosenkohl- Möhren- Topf ist einfach: eine Zwiebel und etwas mageren Schinken in einem Teelöffel Kokosöl anschwitzen, dann etwa 300 Gramm geputzten Rosenkohl, drei gewürfelte Möhren, zwei Kartoffeln oder Süßsskartoffeln, eine Hand voll gewürfelten Sellerie, Majoran, Liebstöckel, Bertram, Galgant, Quendel und Steinsalz(Kräuter 4 Gramm, Salz 1 Gramm) dazu geben, etwas anbräunen lassen und dann mit 250ml Gemüsebrühe ablöschen und köcheln, bis das Gemüse weich, aber nicht labberig ist(ich nehme wie gewohnt den Schnellkochtopf, da reichen 2 Minuten 😉 )…dazu passen alle herzhaften Knackwürste und Fleischsorten, ich bin ja eher nur der Sonntags- Fleischesser, also mir reicht der magere Schinken…vegan- also ohne Schinken schmeckt es auch
  • Mein Tipp- Nehmen Sie generell BioGemüse- das spart das Putzen und hat durch die verbleibende Schale deutlich mehr Ballast- und Bitterstoffe!

Was macht nun den Rosenkohl so interessant für den Winter und aus Sicht der chinesischen Medizin?

  • Rosenkohl wärmt, im Winter wichtig; er bedient die Geschmäcker süß und bitter- also absolut perfekt für die Meridiane Milz, Magen, Leber, Därme und auch Herz;
  • Seine Hauptwirkungen sind sedierend / beruhigend, entgiftend, antioxidativ, blutbildend und er zerstört Krebsvorläuferzellen im Darm – also kann auch präventiv gegen Darmkrebs eingesetzt werden. Wissenschaftlich hat er folgende Inhaltsstoffe: Vitamin C -110 mg decken den Tagesbedarf, A, Folsäure, Vit. B1 125 Microgramm decken 10% des Tagesbedarfs, Kalium, Eisen, Kalzium, Schwefel / Glucosinolate (Sinigrin macht den leicht bitteren Geschmack) Zitronensäure 200 mg Apfelsäure 350 mg, hoher Gehalt an Zellulose, Oxalsäuregehalt 6 mg- bisschen vorsichtig bei Steinleiden, Methionin(Angaben aus therapeutika.ch)- also ein wahres Kraftpaket für die kalten Jahreszeiten.
  • Gemäß der TCM tonisiert, reguliert und bewegt er das Qi(Leber, Herz, Magen. Milz, Därme), löst Nässe auf und transformiert Schleim(Schlankmacher- Milz ansprechend 😉 , er tonisiert das Blut(Herz und Leber), reguliert die Därme(Peristaltik) und dient der Dickdarmprophylaxe

Ein wesentlicher Vorteil aus meiner Sicht ist die saisonale und regionale Verfügbarkeit- manchmal ist es nur ein kleiner Schritt, um wieder zu Altbewährtem zurück zufinden.

Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen!

Kartoffelgulasch- wie das?

Ja, das gute, alte Gulasch- einfach und lecker auch ohne Fleisch und d a s  Mitnahmegericht für die Arbeit oder für Unterwegs:

  • Sie benötigen 3- 4 verschiedene Sorten Kartoffeln(je eine Innenhand voll)- je bunter, um so besser(Bio)- diese werden geschält, bei Bio-Ware einfach nur gut abschrubben- alles würfeln, eine Süßkartoffel- schälen und würfeln-, eine Möhre-Bioware nur abschrubben und würfeln, eine rote Zwiebel, 1-2 Teelöffel Gulaschgewürz ohne Zusatzstoffe (Bioanbieter), 1 TL Liebstöckel und 1 EL Majoran, 1 EL Tomatenmark und 5 getrocknete Tomaten, Kokosöl, Bio-Currypaste, Stein- oder Meersalz, einen halben Liter Gemüsebrühe…
  • Das Kokosöl in einen Topf geben, erhitzen, die Zwiebel(feingehackt) und das Tomatenmark + getrocknete Tomaten(klein schneiden) darin anschmoren, nach und nach das Gemüse und die Kartoffeln dazu geben und mit anschmoren, dazu dann die Gewürze geben, mit der Currypaste vorsichtig sein, ich nehme immer nur einen viertel Eierlöffel davon- die Gemüsebrühe aufgießen und bei geschlossenem Deckel vor sich hin köcheln lassen, bis die Kartoffeln und das Gemüse weich- aber nicht zerkocht- sind- im Schnellkochtopf genauso verfahren, da ist das Ganze nach 4 Minuten fertig- gut umrühren, so bekommt es eine schön sämige Konsistenz.

beim Kochen- mit viel Majoran

Die Wirkung gemäß der TCM:

  • Die Kartoffeln und das Gemüse bauen Qi und Blut auf, gleichzeitig wird ein Zuviel an Hitze und Feuchtigkeit eleminiert, alles tonisiert die Mitte(Milz, Magen)…,
  • Tomatenmark und getrocknete Tomaten wirken neutral und geben einen mild- scharfen Geschmack…
  • Gulaschgewürz(Pfeffer und Paprika) wirken auf das Qi und wärmen sanft, die Currypaste wirkt ebenfalls Qi- bewegend und lässt etwas mehr Yang in den Körper- ein absolutes Muss in dieser Jahreszeit für Menschen mit Kältegefühl und Qi-Stagnation
  • Auf Grund der vielfältigen Wirkung auf Qi(Regeneration) und Blut(Muskeln, Sehnen und Bänder) ist diese Mahlzeit besonders interessant für Sportler!

Diese Mahlzeit ist so einfach zu kochen, dabei schmackhaft und sehr gut im Alltag mitzunehmen oder als Abendessen vorzukochen. Es beweist wieder- gesunde Ernährung muss nicht teuer, kompliziert oder unansehnlich sein 😉

Eine Ernährungsumstellung ist jederzeit möglich – “ Wer nicht will, findet Gründe…wer will, findet Lösungen“

 

Einfach und lecker…

…muss es auch bei mir im Alltag oder am Samstag sein. Wie oft höre ich- gerade wenn es um das warme Essen geht-:“ach, das ist ja so kompliziert“, „ach nein, jeden Tag kochen, wie aufwendig“… bei allem Verständnis, aber hier kommt ein Rezept, welches einfach, lecker und gesund ist:

der Rohzustand im Schnellkochtopf- schon mit Gewürzen und Kräutern

  • ein Bund Möhren(Bio, dann müssen sie nicht geschält werden 😉 ), 8 Rispentomaten- Gemüse waschen bzw. mit einem Gemüsebürstchen abbürsten-, Gewürze nach Gusto- ich nehme Bertram, Quendel, Salz, Pfeffer, Knoblauch(pulverisiert, man kann auch frischen nehmen),Liebstöckel und Basilikum, die Möhren in Scheiben schneiden, die Tomaten halbieren und den Strunk entfernen, zwei Zwiebeln etwas feiner würfeln, dann würze ich noch mit einer echten ungarischen Paprikacreme, es kann auch etwas Currypaste oder Sambalolek genommen werden…
  • Kokosöl(1EL) im Schnellkochtopf erhitzen(es geht natürlich auch jeder andere Topf, nur dann dauert es länger mit dem Kochen), ein EL Tomatenmark dazu geben- wenn es leicht gebräunt ist, die gewürfelten Zwiebeln dazu geben und noch einmal dünsten lassen, dazu kommt das Gemüse und die Gewürze/Kräuter, ebenfalls andünsten lassen…ggf. mit einer halben Tasse Wasser oder Tomatensaft aufgießen, dann den Schnellkochtopf schließen und nach dem vollen Druckaufbau 4 Minuten garen, dann vom Herd nehmen und abwarten, bis der Druck abgebaut ist. Mit einem normalen Topf dauert der Garprozess etwa 15 bis 20 Minuten(bei mittlerer Hitze und mit Deckel).
  • Gegebenfalls wird nach dem Kochen noch etwas nachgewürzt und dann kann auch schon serviert werden.
  • Dieses Gericht schmeckt allein als „One-Pott- Mahlzeit“, aber auch mit Nudeln, Reis oder Fleisch dazu.
  • Möhren bauen die Mitte auf, stabiliseren das Milz- Qi und wirken positiv auf Magen, Milz und Därme, durch den Garprozess und die Gewürzcreme sind Tomaten nicht mehr kühlend, die Gewürze wirken leicht wärmend und ausgleichend auf Dickdarm, Leber, Magen und Milz.

Schnell und einfach…und nicht teuer- probieren Sie es aus!

Alternativen ?

Voller Freude habe ich Ende April meinen Studenten in der Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin- leider waren diesmal keine Männer dabei( sehr schade )-die Zertifikate nach der bestandenen Prüfung( Hausarbeit, praktischer Teil und Gespräch) überreichen können. Sie starten jetzt als ganzheitliche Ernährungsberaterin durch- alle mit einer Kombination bspw. Yogalehrerin, Heilpraktikerin für Ernährungsmedizin und Psychologie, Gesundheitsberaterin, Köchin für ganzheitliche Ernährung und auch als Sprechstundenschwester in einer internistischen und ganzheitlich arbeitenden Hausarztpraxis(Diabetikerschulung). Spannend- ich wünsche allen viel Erfolg!

Das brachte mich auf die Idee, denn auch alternative Ernährungsformen werden in der Ausbildung „beleuchtet“ und gelehrt, Alternativen für Milchprodukte vorzustellen. Nicht jeder Mensch verträgt Milch/ Milchprodukte, nicht jeder möchte aus ethischen Gründen Tiermilchprodukte zu sich nehmen, manch einer möchte neue Geschmacksvarianten probieren… hier also einige echte Alternativen:

Milch: Mandeldrink, Dinkeldrink, Haferdrink, Sojadrink, Reisdrink- kann man auch selbst herstellen- einfach aus Wasser und den Kernen bspw. oder den Getreideflocken/-kernen: 1 Handvoll Mandeln, 0,5 Liter Wasser, 5 – 12 entsteinte Datteln, mahlen Sie die Mandeln in einem starken Mixer. Fügen Sie dann das Wasser hinzu und pürieren Sie die Mischung, bis sich eine milchige Flüssigkeit bildet. Je nach gewünschtem Süße-Grad geben Sie 5 bis 12 entsteinte Datteln dazu und mixen einige Minuten lang, bis eine homogene, schaumige „Milch“ entsteht.

Dinkeldrink oder Mandeldrink ganz einfach

Dinkeldrink oder Mandeldrink ganz einfach

Bei empfindlichem Verdauungssystem oder wenn Sie die Mandeln leichter verdaulich machen möchten, weichen Sie diese über Nacht oder auch bis zu 48 Stunden lang in gefiltertem Wasser ein. Wechseln Sie das Wasser alle 12 Stunden und spülen Sie die Mandeln vor Verwendung gut ab- aber Sie müssen wissen, eingeweichte Mandeln sind nicht mehr sehr intensiv im Geschmack/ in der Süße- dann lieber die Menge erhöhen.

Joghurt: aus 500ml Sojamilch(Bio) und 2 Esslöffeln Brottrunk(z. Bsp. beim Drogeriemarkt DM zu kaufen)- Die Sojamilch im Topf auf maximal 42 °C erhitzen (nicht heißer- ggf. Kochthermometer benutzen) und Brottrunk einrühren. Das Gemisch in eine Thermoskanne füllen und diese warm einpacken, damit die Wärme gut hält. Über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag den fertigen Joghurt kühl stellen.

Quark: Quark- Alternativen werden auf der Basis von Mandeln oder Cashewkernen hergestellt. Damit liefert der Quarkersatz gesunde Fettsäuren und kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Manche Sorten werden noch mit einem Probiotikum versetzt und bekommen dadurch den typisch säuerlichen Geschmack. Die Alternative zu Kuhmilchquark ist in den meisten Biomärkten und Reformhäusern sowie in veganen Supermärkten erhältlich- oder man stellt ihn selbst her:

Aus: 200 Gramm Cashewkernen und insgesamt ca. 600 ml Wasser(still oder aus der Leitung- abgekocht und abgekühlt) + Probiotikapulver 1,5- 2 TL- Cashews in Wasser für mindestens 4 Stunden einfachen, Wasser abgießen, die Kerne in den Mixer geben, stilles Wasser dazu geben, so lange Mixen bis sich eine sämige Creme, die eine sahnige Konsistenz hat, gebildet hat. Es dürfen keinesfalls mehr Stückchen drin sein. Den Mixer auf kleiner Stufe schalten und über die Deckelöffnung das Probiotukum-Pulver einrieseln lassen. Alles gut durchmixen, auf gleicher Stufe weiter mixen. Die Masse in Gläser füllen, abdecken, so dass die Luft gut zirkulieren kann(Leinenhandtuch oder Ähnliches-netzartiger Stoff). An einem warmem, ruhigen Ort für ca. 15-16 Stunden stehen lassen. Der Quark braucht etwas länger Zeit zum Fermentieren als der Joghurt.

Sahne:

Selbst hergestellt aus:     2 TL Kokosfett, 100 g Cashewkernen, 0,5 TL Vanillepulver, Wasser– Kokosfett vorsichtig über dem Wasserbad schmelzen, Cashewkerne fein mahlen, Vanillepulver dazugeben und vermischen. Mit dem oder in dem Mixer so viel Wasser zu der Kernmischung geben, dass eine cremige Konsistenz entsteht, noch Kokosfett dazugeben und gut verrühren- die Mengen hängen von der gewünschten Konsistenz ab, möglich sind aber auch Hafersahne zum Kochen zu nehmen- die gibt es in guter Qualität auch schon in den Supermärkten, ähnlich ist es bei Sauerrahm- die Kuhmilchalternativen gibt es in gut sortierten Supermärkten oder in den veganen Märkten oder alternativ:

Mandelsahne aus:  3 EL weißes Mandelmus (Bio-Mandelpüree), 1 TL Zitronensaft oder Bio-Apfelessig, 1 Prise Meersalz, alle Zutaten  verrühren, bis sich eine feste Masse ergibt.

Buttermilch:

Für ein Glas werden einfach 200 ml Mandeldrink(Haferdrink) mit einem Esslöffel Apfelessig vermischt- ggf. noch Früchte mit pürieren.

Pudding und Breie: alle mit Milchalternativen herzustellen + Stärkepulver + Früchte, Vanille oder Kakaopulver + Rohrohrzucker oder Erythrit+ Mandeln oder Cashews- bitte keine Reismilch nehmen, damit wird es kein Pudding bzw. es gibt einen unangenehmen Nebengeschmack

Eis: aus Früchten, Kakao und alternativem Joghurt- z.B.     500 g Erdbeeren, 1 Vanillestange, 300 g (Soja-) alternativer Joghurt , 2 EL Agavendicksaft: Erdbeeren putzen und waschen. 5 Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen. Vanillestange längs aufschneiden und das Mark herausschaben, alle Zutaten, außer die Erdbeerwürfel, in einen Mixer geben und mixen. Danach die Würfel unterheben. Die Eismasse in ein Gefäß füllen und in den Tiefkühler stellen. Das Eis sollte etwa 5 Stunden gefroren werden, die Masse jede Stunde kräftig durchrühren, damit das Eis cremig wird. Kurz vor dem Servieren etwas antauen und mit frischen Erdbeeren garnieren.

Eine Alternative sind Sorbet- alle Früchte/ Säfte sind verwendbar und man muss nicht erst Alternativen für Milchprodukte nehmen + Rohrohrzucker und ggf. etwas Minze.

Frischkäse: selbst herstellen oder im Bio/ Vegan- Markt kaufen:

150 g Cashewkerne, 100 ml Wasser, getrocknete Tomaten, Gewürze nach Geschmack und etwas Salz- und einen Teelöffel Hefeflocken— Cashewkerne über Nacht in Wasser einweichen, am nächsten Tag im Mixer zu einer Creme verarbeiten, die restlichen Zutaten hinzufügen und erneut gut mixen.

Selbst herstellbar sind auch Käsearten wie „Mozarella“ oder „Feta bzw. Grillkäse“: z. B. aus 2 l Sojamilch, 1 TL Salz, 0,5 TL Garam masala , Saft von 2 Zitronen, 2 Bund grüne Kräuter nach GeschmackFür den Käse: Sojamilch in einem großen Topf mit Salz und Garam masala zum Kochen bringen. Zitronensaft in die leicht kochende Sojamilch einrühren, dann beginnt die Sojamilch auszuflocken. Unter ständigem Rühren ca. 3-4 Minuten köcheln lassen. Anschließend alles durch ein mit einem Geschirrtuch ausgelegtes Sieb gießen und den Käse gut abtropfen lassen. Das Tuch über der Käsemischung zusammenschlagen und den Käse gut ausdrücken. Kräuter klein hacken und unter den Käsebruch mischen. Frischhaltefolie auf der Arbeitsfläche auslegen und den Käsebruch gleichmäßig darauf verteilen. Mithilfe der Folie kompakte Käseblöcke formen. Diese, eingeschlagen in der Folie, in eine Auflaufform legen und mit einem Schneidebrett oder einer Platte belegen. Darauf eine Schüssel mit Wasser stellen und den Käse über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Den Käse aus der Verpackung nehmen, auf 2 Seiten dünn mit Olivenöl bestreichen und auf der Grillplatte auf beiden Seiten ca. 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze grillen.

Dinkelkörner eignen sich sehr gut für die "Milch" Alternative Dinkeldrink

Dinkelkörner eignen sich sehr gut für die „Milch“ Alternative Dinkeldrink

In der Ernährung gemäß den Richtlinien der CM gibt es keine reine vegane Küche- aber es ist im Interesse unserer Gesundheit und der Umwelt/ unserer Tiere, dass wie ruhig ab und zu zu solchen Alternativen greifen sollten- nicht zu veganen Fertigprodukten aus dem „Chemielabor“

Alles Veggie oder was?

In der Chinesischen Medizin gibt es keine Empfehlungen für eine rein vegetarische oder vegane Lebensweise. Die Ernährung muss immer für eine Gesundheit ausgewogen sein und für den jeweiligen Typ besonders wichtige Nahrungsmittel enthalten, eben auch Fleisch, Fisch und andere tierische Nahrung. Aber… die Ernährungsweise sollte eher zur vegetarischen Ernährung tendieren, d.h. einmal in der Woche Fleisch oder Fleischwaren entsprechend des Typs und mindestens zweimal, besser dreimal/ Woche Fisch, Eier in Maßen, Milchprodukte in Maßen entsprechend des Typs, Wurst und Wurstwaren eher gar nicht, Schinken in Maßen. Und… einmal/ Woche empfehle ich einen rein veganen Ernährungstag, oder zweimal/ Monat, eine Woche alle drei Monate… etwa in dieser Sequenz. Vegan bezieht sich hierbei nur auf die Ernährung, eine vegane Lebensweise muss jeder für sich entscheiden. Die Tage entgiften den Körper, entlasten die inneren Organe, reinigen den Körper sanft von innen.

Für die Ernährung nach den Prinzipien der Chinesischen Medizin bzw. für eine vegetraische/ vegane Ernährung sind einige Informationen wichtig, die Beschäftigung mit bisher unbekannten Nahrungsmitteln zwingend notwendig:

  1. GetreideAmarant ist eine bereits sehr alte Getreidesorte, sehr ursprünglich und enthält wichtiges Eiweiß, eine gesunde Portion an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, einen deutlich höheren Anteil an Faserstoffen und Mineralien als die bekannten Getreidesorten. Man kann es gepoppt als Frühstückszutat verwenden oder wie Reis gekocht zu herzhaften Speisen verarbeiten. Quinoa kommt wie Amarant aus Südamerika(Anden) und hat ähnliche Eigenschaften. Als Beilage zu Gemüsegerichten, in Suppen oder gegart zu Salaten entfaltet es seine Kraft mit Eiweiß, Spurenelementen und Vitaminen. Beide Getreide sind glutenfrei und somit auch für Zöliakie- Betroffene geeignet.
  2. Mandeln und Co.- Mandelmus, Cashewmus, Erdnussmus... sind leckere und gesunde Alternativen zu herkömmlichen Brotaufstrichen und ergänzen die süße Küche als lieblicher Ersatz zu Zucker. Mandelmus kann als Eiersatz, zum Überbacken, für den Frühstücksbrei und für Süßspeisen verwendet werden, die Nussvarianten eignen sich ebenfalls zum Backen und Kochen. Die Kerne und Nüsse enthalten besonders viele Vitaminverbindungen und gute Öle, die der Körper sehr gut verwerten kann. Mandelmus als Eiersatz schont die Cholesterinbilanz, besonders wichtig für Menschen mit einer Fettstoffwechselstörung.
  3. Vitamin B12– Vitamin B12 wird von Mikroorganismen gebildet. Entscheidet sich jemand bewußt für eine vegane und vegetarische Ernährung, sollte der Vitamin B12- Haushalt stimmen. Diese Vitaminverbindung spielt eine wichtige Rolle für die Zellteilung, die Blutbildung und die Funktion des Nervensystems. Typisches Symptom des Vitamin-B12-Mangels ist eine spezielle Form der Blutarmut, bei der die roten Blutkörperchen sehr stark vergrößert sind (megaloblastäre Anämie). Typische Anzeichen sind blasse Haut und Schleimhäute, Rückbildungen der Mund-, Zungen- und Darmschleimhäute mit nachfolgender Beeinträchtigung der Nährstoffaufnahme sowie unspezifische Symptome wie allgemeine Schwäche, Ermüdbarkeit und Schwindel. Wesentlich schwerwiegender als die gestörte Blutbildung ist die zweite Symptomgruppe des Cobalaminmangels. Hier kommt es zu Schädigungen des zentralen Nervensystems, was sich in Sensibilitätsstörungen (z. B. „Ameisenkribbeln“ an Händen, Füßen und anderen Körperteilen), Appetitmangel, Schwäche von Reflexen und Bewegung, Störungen der Bewegungskoordination sowie psychiatrischen Störungen, wie Verwirrung, Halluzinationen, Gedächtnisstörungen bis hin zu Psychosen, äußern kann. Diese Symptome aus den beiden Krankheitsbildern können getrennt voneinander auftreten. Wichtig ist also, dass auf eine ausreichende Vitamin B12- Versorgung geachtet wird. Aber keine Sorge, es gibt mittlerweile gute Vitamin B12- Präparate, die beste Alternative sind aber in Maßen genossene und aus biologischer Produktion stammende Fleisch- und Milchprodukte, ein Frühstücksei frisch aus dem Hühnerstall (sinnbildlich) und der Fisch direkt beim Fische gekauft.
  4. Joghurt– ist nicht neu, aber als Naturjoghurt oder die Alternative aus gutem Soja, aufgepeppt mit frischen Kräutern, geraspeltem und leicht angedünstetem Gemüse, gepopptem Amaranth, frischen Früchten eine gesunde alternative für ein leichtes Abendbrot, vor allem bei Menschen, die zum Nachmittag und Abend Hitze verspüren. Joghurt wirkt leicht kühlend, baut aber trotzdem Blut und Yin auf. Aus Sicht der Ernährungstherapie sollte er bei Verdauungsstörungen aber immer nach einer leichten Brühe oder Suppe(kein Eintopf) gegessen werden, damit das Kühlende nicht die Mitte schwächt.
  5. Alterantiven zu Kuhmilch/ Ziegenmilch– Unsere Verdauungsfähigkeit von Laktose nimmt mit dem zunehmenden alter ab, logisch, Milch ist ja in erster Linie für Säuglinge und den tierischen Nachwuchs der Säugetiere gedacht. Milch wirkt leicht kühl, baut Blut und Yin auf, aber verschleimt auch sehr schnell den Körper. Die Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, sondern ein Symptom für eine schwache Mitte, aber die logische Konsequenz und an sich physiologisch. Die Alternativen sind wunderbar- bekannt sind ja Drinks aus Soja und Reis, aber deutlich schmackhafter und nährstofflastiger sind Drinks aus Hafer, Dinkel und Mandel. Sie können wie Milch eingesetzt werden. Wunderbar ist auch Kokosmilch, die hervorragend zu asiatischen Gerichten passt und in Smoothies oder Sommerspeisen einen guten Geschmack bringt.
  6. Tofu- ist nicht jedermans Geschmack, aber eine gute Alternative zum Hack oder Ei. Tofu sollte mariniert und gut gewürzt werden, dann schmecken Bolognese und Rührei wie dei Originale. Tofu bitte aber auch nur in Maßen essen, da es Phytohormone(Östrogen) enthält! Tofu und Co. sind hervorragend für Frauen vor und in den Wechseljahren- aber eben nur in Maßen!
    Tofu ist geronnene Sojamilch. Er ist eine gute Quelle für pflanzliches Eisen und liefert Vitamin B6, Kalzium und Folsäure. Das körnige Tempeh besteht aus mit einem Edelpilz fermentierten Sojabohnen. Am besten wird es scheibchenweise angebraten oder zum Beispiel als Tempeh-Spieß verspeist.Ein drittes Sojaprodukt ist Sojagranulat mit fleischähnlicher Faserstruktur. Alle diese Alternativen liefern eine sehr gute Proteinqualität und alle für den menschlichen Körper essentiellen Aminosäuren in einem optimalen Verhältnis.
  7. Hülsenfrüchte– sind der perfekte Proteinliferant. Näheres dazu finden Sie im Beitrag „Hülsenfrüchte“. Nur soviel… Linsen, Erbsen und Bohnen ergänzen die vegetarische oder vegane Küche optimal und schmecken sehr lecker. Selbst “ eingefleischte“ Nichtvegetarier mögen die farbenfrohen Ballaststoffe.

Das soll nur ein kleiner Einblick in die Welt der Veggie- Ernährung sein. Es gibt in jeder Ernährungsform gute und weniger gute Merkmale, wichtig ist das Finden der Balance. Alles Extreme schwächt auf Dauer den Körper.

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