kiefer

Ganz alt und doch hoch aktuell…

… sind Abklatschungen/ Ab- und Einreibungen verschiedenster Art in der Naturheilkunde. Ich erlebe es zur Zeit auch zu Hause; durch den Unfall meines Mannes- Schlüsselbein gebrochen(3x/OP), Rippen angebrochen, Muskelfaserrisse- bekommt er jeden Tag eine „Abklatschung“ des Rückens und Einreibungen an der OP-Narbe und den betroffenen Muskelregionen… und siehe da; die Beweglichkeit kommt zurück, Schmerzen reduzieren sich, er kann seine Übungen viel besser ausführen und der Schlaf ist erholsamer. Doch der Reihe nach…

Sicherlich kennst Du Bilder aus der Sauna Skandinaviens oder des Baltikums- Birkenreisig wird auf den heißen Rücken, die Arme und Beine „geschlagen“- eine wunderbare Urform der genannten Heilanwendungen.

Sauna in Lettland

Abklatschungen und Abreibungen sind eine traditionelle Heilmethode, bei der die Haut bewusst „angesprochen“ wird: über Kontakt, Wärme, Rhythmus und Pflanzenwirkstoffe. Gerade der bekannte „Franzbrandwein“ wird häufig genutzt, um betroffene Körperzonen zu erwärmen, durchblutungstechnisch zu unterstützen und ein entspanntes und regeneriertes Körpergefühl zu erzeugen.

Abklatschung und Ein-/Abreibung – was passiert dabei?

Abklatschung (kurze, rhythmische Impulse mit den Händen auf die Haut) und Ein-/Abreibung (oft mit Ölen/Auszügen/Hydrolaten) wirken in der Praxis über mehrere Ebenen:

  • Körperthermik und Durchblutung– Wärme und Reiz führen dazu, dass Gewebe „aufwacht“ und besser durchblutet wird.
  • Hautreiz → Signal ans Nervensystem: Viele Menschen spüren danach mehr Beweglichkeit oder Entspannung in der Körperregion/Muskulatur und ggf. einen erholsameren Schlaf
  • Pflanzenwirkstoffe (transdermal/über Hautkontakt): besonders ölige/harzige Bestandteile und alkoholbasierte Auszüge gelangen besser über die Haut in die angesteuerte Region
  • Ritual und Aufmerksamkeit: Der bewusste Ablauf- oft in ruhenden Positionen- macht die Behandlung für das Nervensystem „wahrnehmbar“- die gewünschten Effekte treten oft unmittelbar ein

Achtung!!

  • Nicht auf offene Wunden, stark gereizte Haut oder direkt nach Rasur oder auf einem akutem Ekzem.
  • Teste jede neue Mischung an einer kleinen Stelle, wenn Du zu Hause etwas anwenden möchtest.
  • Vorsicht bei empfindlicher Haut, Schwangerschaft, Kleinkindern und bei bekannten Allergien gegen Pflanzen/Kräuter.
  • Bei starker Hautreaktion sofort stoppen.

Franzbrandwein- das Bekannte in typische Zusammensetzung und wofür er eingesetzt wird

Franzbrandwein ist eine alkoholische Kräuter- und/oder Pflanzenmischung zum Einreiben. Die genaue Rezeptur unterscheidet sich regional und von Anbieter zu Anbieter, aber häufig findest du folgende Komponenten bzw. Charakter:

  • Alkohol als Auszugsmittel (trägt Pflanzenwirkstoffe in die Haut)
  • Kräuter/Wurzeln mit wärmendem Effekt
  • oft aktivierende Pflanzenanteile (je nach Rezept), deren Wirkung stark wärmend ist- bspw. Auszug aus Chili
  • ätherische Öle für den besonderen Duft 😉

Da „Franzbrandwein“ kein einheitlich normiertes Produkt ist, ist die einzig sichere Quelle für die exakte Zusammensetzung die jeweilige Etikettangabe oder Rezeptur, die du vor dir hast. Wenn du magst, schick mir die Zutatenliste (Foto oder Text), dann ordne ich sie Dir heilpraktisch ein.

Heilpraktische Zielsetzung für die Anwendung:

  • lokales Wärmegefühl, „Spannung und/oder Kälte lösen“
  • Unterstützung bei Muskel-/Gewebebeschwerden
  • „Körperregion ankommen lassen“ über Reiz und Rhythmus- bei der Abklatschung bspw., die in einem bestimmten Rhythmus erfolgt

Kräuterrezept für eine Abklatschung: „Mitte-Wärme Abklatschung“

Ergibt: ca. 250–300 ml Kräuter-Abklatschbasis (je nach Ansatz)- NICHT für Kinder unter 12 Jahren geeignet

Zutaten

  • 250 ml klarer Alkohol (z. B. Doppelkorn oder Korn, mindestens 35–40% vol)
  • 1 EL Schafgarbe (getrocknet)
  • 1 EL Johanniskraut (Blüten, getrocknet)
  • 1 EL Salbei (am besten getrocknet)
  • 1 TL Ingwer (optional, getrocknet)
  • 1 TL Kampfer
  • optional: 1/4 TL Zimt- für noch mehr Wärme
  • optional: etwas Orangenschale 

Zubereitung

  1. Kräuter in ein sauberes Glas geben.
  2. Alkohol darüber gießen, so dass alles bedeckt ist.
  3. 10–14 Tage an einem dunklen Ort ziehen lassen, 1x täglich schütteln.
  4. Durch ein feines Sieb/Filtrierpapier abseihen.
  5. In eine dunkle Flasche füllen.

Anwendung:

  • Zuerst Haut prüfen- nicht auf offene Stellen!!!
  • 5–10 Tropfen auf die Hände geben (oder auf ein sauberes Tuch), leicht erwärmen (zwischen den Handflächen reiben).
  • Dann die Zone mit kurzen, rhythmischen Abklatschungen mit einer oder beiden Händen- zu Hohlhand geformt- bearbeiten:
    30 Sekunden, kurze Pause, danach wiederholen.
  • Maximal 1–3 Durchgänge pro Sitzung
  • Nach dem Abklatschen warm halten (z. B. Schal/Decke), damit das Wärmegefühl „bleibt“

Wichtig zur Johanniskraut

  • Johanniskraut kann lichtsensibilisierend wirken; also nicht direkt vor intensiver Sonne/UV anwenden und Hautverlauf beobachten.

Abklatschung mit Birkenbündeln in der Sauna inkl. schamanische Wirkung

frische Birkenbündel in alter Tradition 🙂

Birke ist im nordeuropäischen Kontext ein starkes Symbol für Erneuerung, Klarheit und „Neustart über den Körperkontakt“. In der Sauna wird aus dieser Symbolkraft ein sehr konkreter Reiz: Wärme + Rhythmus + Pflanzendüfte + Hautkontakt.

Anwendung

Wichtig: Die Bündel dürfen nicht zu stark „geschlagen“ werden; nur sehr sanft, in einem kurzen, flachen Rhythmus

Ablauf

  • Birkenbündel vorbereiten: gründlich anfeuchten (damit es geschmeidiger ist).
  • In der Sauna:
  • eine kurze Aufwärm-Runde (ohne starkes Klatschen)…danach in einem Rhythmus arbeiten:
  • 10–20 Abklatschungen auf Rücken/Nierenzone
  • 10–20 auf Beine/Oberschenkel (je nach Spannung)
  • 5–10 auf Schultern/Halsansatz (sehr mild)
  • danach kurz abkühlen, dann ggf. die nächste Runde.

Schamanische Wirkung

es passiert dabei Folgendes:

  • Birkenbündel entspricht der Erneuerung: Nicht nur „Schlagen“, sondern „Wecken“; Zellen und Energiefelder bekommen ein Signal
  • Hitze ist eine Pforte: die Wärme der Sauna öffnet einen „Deckel“ im System; das, was vorher fest war, kann sich lösen.
  • Rhythmus entspricht einer Ordnung: der gleichmäßige Takt bringt Klarheit zurück; fast wie ein Trommelschlag für den Körper.
  • Kontakt erfordert Grenze & Haltung: Du entscheidest über Intensität und Bereich; das ist nicht nur Behandlung, sondern Grenz-Kommunikation.

Rituelle Worte:

  • „Ich rühre mit Wärme an Festem und ich löse, was nicht mehr getragen werden soll“

Latschenkiefer…

… passt in diesem Kontext besonders gut, weil sie Wärme, Duft und „Durchatmen“ über Körper und Sinne verbindet, also genau die Achse, die Abklatschung/Abreibung (Reiz + Kontakt + Rhythmus + Pflanzenaroma) sowieso schon nutzt.

Tinktur selber ansetzen- das gibt Sicherheit in den Zutaten

Wirkung (heilpraktisch + energetisch)

  • Wärme- und Durchblutung
  • Aromatische Ebene (Atem & Nervensystem): Der Duft wird beim Einreiben/Einatmen oft als „frei machend“ erlebt; dadurch kann die Spannung im System leichter abgebaut werden
  • Aktivierung über Reize: wie ein kleines „Reset“: Rhythmus + Wärmegefühl + Pflanzenaroma geben dem Gewebe ein Signal, weniger „FEST“ zu „Halten“
  • Gewebe-/Muskel: wird traditionell häufig für Bereiche genutzt, die sich schwer, steif oder verkrampft anfühlen (z. B. Rücken, Schultern, Beine).
  • Schamanisch: Latschenkiefer gilt als Pflanze, die „Klarheit in die Tiefe“ bringt: sie ordnet, stabilisiert und macht Raum für Bewegung, nachdem Wärme und Kontakt etwas lösen dürfen.

Rezeptur: als Kräuteranteil im Ansatz (alkoholische Basis):

  • 1–2 TL Latschenkiefer (Harz/Nadeln, getrocknet) auf ca. 250 ml Alkohol
  • 10–14 Tage ziehen lassen, dann abfiltrieren.

Als Anwendung in der Sitzung:

  • erst mit den Händen kurz anwärmen,
  • dann die Zone rhythmisch abklatschen,
  • anschließend warm halten

in der Sauna-Latschenkiefer + Birkenbündel

  • Birke bringt „Erneuerung über Kontakt“ (Grenze, Erwecken, Neu-Ordnung).
  • Latschenkiefer bringt „Atem/Schwere wird leichter“ über Duftreiz und Wärme
  • Kombiniert wirkt das wie: Birke weckt;Latschenkiefer klärt; Wärme verteilt und du gehst freier aus der Sitzung.

Rezeptur- Latschenkiefer-Harz Franzbrandwein:

Ergibt: ca. 250 ml

Zutaten

  • 250 ml klarer Alkohol (mind. 35–40% vol)
  • 1–2 TL Latschenkiefer-Harz (grob geschnitten/gerieben)
  • optional: 1 TL Ingwer (noch mehr wärmender Einstieg, wenn du es magst)

Zubereitung

  1. Harz in ein sauberes Glas geben.
  2. Alkohol darüber gießen, optional Ingwer dazu.
  3. 10–14 Tage dunkel ziehen lassen, täglich kurz schütteln.
  4. Abseihen (am besten durch ein sehr feines Sieb + Filtrierpapier).
  5. In eine dunkle Flasche füllen.

Anwendung (Abklatschung)

  • Start: 5–8 Tropfen auf die Hände/Tuch, leicht erwärmen…
  • dann die Zone(n) kurz rhythmisch abklatschen– siehe oben
  • … warm halten.
  • Du kannst das gleiche Rezept auch für die Nadeln verwenden- 3-4 Esslöffel Nadeln anstelle des Harz.
Latschenkiefer- so wohltuend

In meiner Praxisarbeit nutze ich sowohl für Abklatschungen als auch für Ein.-/Abreibungen öfter auch ein Öl , welches zusätzlich noch schmerzstillende Wirkung enthält; es ist das „DiDaWan“ Öl- eine Rezeptur aus dem alten China „Große Verletzungspille-Dekokt“.

Ab- oder Einreibungen: sie folgen einem ähnlichen Prinzip wie oben beschrieben; auch die Wirkungen sind ähnlich; bei der „Abreibung“ verwende ich vorher ein sehr grobes Gewebe, um die Durchblutung- so nötig- zu stimulieren und die Haut gleichzeitg von verhornter Schicht zu befreien- so können die Wirkstoffe viel besser aufgenommen werden. Es sind grobe Leinentücher oder auch ein grobes Frottee- Tuch; danach kommt dann die Einreibung. Ein Trockenbürsten entspricht einer „Abreibung“ 😉

Diese Anwendungen können fü Dich ein Tagesritual werden- besonders für stark beanspruchte Körperbereiche 🙂 – praktische Hilfe zur Selbsthilfe- Probiere es unbedingt aus!

Alles Liebe und eine angenehme Woche wünscht Dir

Kira

Einreibungen nach einem Fußbad- besonders wirksam vor dem Schlafen 🙂

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil IX

Herzlich Willkommen im März- und welch sonniger Beginn.

Sonne im März am Strand von Trassenheide/Usedom

Vor knapp einer Woche noch Schnee und Eis und jetzt können wir schon sagen „…Vom Eise befreit…“

Und so zeigen sich, dank der schon ordentlich wärmenden Märzsonne, bereits die ersten kleinen Knospen an unseren heimischen Bäumen, die Schneeglöckchen und Märzbecher.

Ein ganz wunderbarer Baum findet sich recht häufig in unserer Heimat- die Kiefer:

Die Kiefer ist in der europäischen wie auch in der asiatischen Heiltradition ein kraftvoller Baumgeist, der für Reinigung, Standhaftigkeit und Regeneration steht. In der Verbindung von CM (Chinesischer Medizin)TEM (Traditioneller Europäischer Medizin)Runenmagie und schamanischer Pflanzenarbeit offenbart sie sich als Brücke zwischen Himmel und Erde – ein Symbol für Lebensenergie (Qi), Schutz und geistige Klarheit.

Die Kiefer – Baumgeist und Symbolik

Die Kiefer (Pinus sylvestris) gilt als Baum des Nordens, tief verwurzelt im Boden/häufig im Sand und doch aufstrebend zum Licht. Ihr Geist wird in der schamanischen Arbeit als Hüterin der Klarheit und Reinigung wahrgenommen. Sie hilft, alte Energien loszulassen, stärkt die Lungenkraft und öffnet den Geist für Inspiration.

Energetische Zuordnungen:

  • Element: Holz (nach CM) und Luft/Feuer (nach TEM)
  • Organe (CM): Lunge, Leber, Herz
  • Emotion: Trauer und Wut transformierend in Mut und Lebensfreude
  • Runische Entsprechung: Eihwaz (Verbindung zwischen Leben und Tod, Schutz, Transformation)

Wirkung aus Sicht verschiedener Heiltraditionen

TraditionWirkung der Kiefer
CMWärmend, Qi-bewegend, Schleim transformierend, öffnet die Lungen, löst Stagnationen, stärkt Abwehrenergie (Wei Qi)
TEMDesinfizierend, auswurffördernd, durchblutungssteigernd, reinigend für Atemwege und Haut
Schamanische SichtReinigend auf energetischer Ebene, bringt Klarheit, stärkt den inneren Schutzkreis, verbindet mit Ahnenkraft
Runische ArbeitMit Eihwaz oder Algizkombiniert: Schutzritual, Erdung, innere Stärke

Ein wunderbares norddeutsches Rezept: Kiefernnadel-Oxymel zur Gesunderhaltung

Ein traditionelles Hausmittel aus Norddeutschland, das die Kraft der Kiefer mit Honig und Apfelessig verbindet – ideal zur Stärkung der Lunge, des Immunsystems und zur Reinigung des Qi.

Zutaten:

  • 2 Handvoll frische junge Kiefernnadeln (im Frühjahr gesammelt)
  • 250 ml roher Honig
  • 250 ml naturtrüber Apfelessig

Zubereitung:

  1. Nadeln fein schneiden oder leicht anquetschen, um die ätherischen Öle freizusetzen.
  2. In ein Glas geben und mit Honig und Apfelessig übergießen.
  3. Gut verschließen und 3 Wochen an einem dunklen, warmen Ort ziehen lassen.
  4. Abseihen und in dunkle Flaschen füllen.

Anwendung:
Täglich 1–2 Teelöffel pur oder in warmem Wasser einnehmen, besonders in der kalten Jahreszeit oder bei beginnenden Erkältungen.

Kiefern rund um die Bornmühle

Interpretation des Rezept’s im Kontext CM

In der CM wirkt dieses Oxymel:

  • Lungen-Qi stärkend – durch die harzigen ätherischen Öle der Kiefer
  • Feuchtigkeit transformierend – Apfelessig bewegt stagnierendes Qi
  • Milde Yang-Tonisierung – Honig nährt das Yin, während die Kiefer Wärme und Bewegung bringt

Diese Kombination harmonisiert Yin und Yang, stärkt die Abwehrenergie (Wei Qi) und reinigt die Leitbahnen von Schleim und stagnierender Energie. Besonders geeignet bei FrühjahrsmüdigkeitAtemwegsbeschwerden und emotionaler Schwere.

Schamanische Anwendung

In der schamanischen Praxis kann man während der Zubereitung die Rune Eihwaz in das Glas ritzen oder visualisieren, um die transformierende Kraft der Kiefer zu aktivieren. Beim Einnehmen des Oxymels kann ein kurzer Atemzug mit der Intention:“ Ich atme Klarheit und Lebenskraft – der Geist der Kiefer reinigt mich.“ gesprochen werden.

Die Kiefer vereint in sich die Stärke des Nordens, die Weisheit der Erde und die Leichtigkeit des Atems. In der Verbindung von CM, TEM und schamanischer Arbeit wird sie zu einer tiefen Lehrerin für Reinigung, Schutz und innere Balance.

Vertiefende Bedeutung der Runen für die Arbeit mit der Kiefer

RuneNameBedeutungBezug zur Kiefer
EihwazAchse zwischen Leben und Tod, Schutz, TransformationEntspricht dem Stamm der Kiefer – aufrecht, tief verwurzelt, verbindet Himmel und Erde. Unterstützt beim Loslassen alter Energien und dem Aufbau innerer Stärke.
AlgizSchutz, Verbindung zu höheren Kräften, spirituelle FührungWie die Äste der Kiefer, die sich zum Himmel öffnen. Aktiviert Schutzfelder und stärkt das Wei Qi(Abwehrenergie) auf energetischer Ebene.
ThurisazReinigung, Abwehr, DurchbruchEntspricht der reinigenden, harzigen Kraft der Kiefer. Unterstützt bei der Auflösung stagnierender Energien und beim energetischen „Durchatmen“.
UruzUrkraft, Lebenskraft, körperliche StärkeSymbol für die vitale Energie, die durch die Kiefer fließt. Fördert Regeneration und Erdung.

Anwendung in der Praxis

1. Runenritual für Kiefer-Oxymel

  • Zeichne die Rune Eihwaz oder Algiz mit einem Holzstab oder Messer in das Glas oder auf ein Stück Rinde, das du daneben legst.
  • Sprich dabei eine Intention, z. B.:„Möge der Geist der Kiefer mich reinigen, schützen und stärken. Eihwaz – ich stehe fest zwischen Himmel und Erde.“
  • Lass die Rune während der Reifezeit des Oxymels am Gefäß, um die energetische Schwingung zu halten.

2. Räucherung und Meditation

  • Kiefernharz oder Nadeln räuchern, während du die Rune Thurisazvisualisierst, um Räume oder Energiefelder zu klären.
  • In Meditation kann Uruz als Symbol über dem Herzraum vorgestellt werden, um Lebensenergie und Mut zu aktivieren.

Verbindung zur Chinesischen Medizin

In der CM korrespondieren diese Runen mit bestimmten Funktionskreisen:

RuneCM-EntsprechungWirkung
EihwazLeber und NierenStabilisiert das Wurzel-Yang, fördert Entgiftung und Wandlungsprozesse
AlgizLungeStärkt das Wei Qi, schützt vor äußeren Pathogenen
ThurisazDickdarmUnterstützt die Ausleitung von Feuchtigkeit und Schleim
UruzMilzTonisiert Qi und Blut, stärkt körperliche Vitalität

Die Kombination von Kiefer und Runenarbeit vereint die Heilkräfte der Natur mit den archetypischen Energien der nordischen Weisheit. So entsteht eine tiefe, ganzheitliche Praxis, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt – verwurzelt in der Erde, offen zum Himmel.

Und somit wünsche ich Dir für Diese Zeit Anfang März die Kraft der Kiefer- für die Klarheit in Lunge und Geist- alles Liebe…

Kira

Kieferduft nicht nur im Winter

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von Ihnen noch an die Kinderzeit, wenn aus der Badewanne ein intensiver Duft nach Wald und Kiefernadeln strömte- oder Sie nehmen heute noch bei Erkältungen ein Bad mit einem Badezusatz, der diesen intensiven Duft verströmt. Die Kiefer gehört zu den ältesten Heilmitteln der Welt- schließlich gibt es sie ja auch schon einige Milliarden Jahre 😉 …

  • Die Kiefer wirkt durch ihre ätherischen Öle( Camphen, Fenchol, Pinene, Sabinene, Terpene, Terpineol)antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, schleimlösend und schmerzstillend, auf seelischer Ebene sowohl anregend als auch entspannend und entfaltet die Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Gedärm, Leber und Niere.
  • Das Einsatzgebiet für einen Tee oder das ätherische Öl sind sämtliche Infekte der oberen Luftwege- auch bei Bronchitis und Asthma-, bei Blutungen und Blutergüssen, bei Hautproblemen, Harnwegsinfektionen, Muskelschmerzen, Gicht und Rheuma.
  • Die heilenden und nervenstärkenden Eigenschaften der Triebe kommen in Auszügen zum Inhalieren, für Tee, als Badezusatz und als Tinktur zum Einsatz. Man kann selbst im Frühjahr die frischen, jungen Triebe ernten, diese sollten aber gründlich gereinigt werden.
  • Der Tee: Besonders bekömmlich wird der Tee mit Honig oder Agavensirup. Mit antibakteriellen, schweißtreibenden, beruhigenden und erfrischenden Eigenschaften hilft das heiß-aromatische Getränk bei Erkältung mit Husten oder auch bei Asthma, außerdem ist er mit seinem Vitamin-C-Gehalt bei Frühjahrsmüdigkeit hilfreich. Für eine Tasse Tee benötigt man: 3 ganze Triebe oder 1 TL kleingeschnittene Nadeln 150 ml Wasser – die Ästchen werden mit den Spitzen nach unten in die Tasse gesteckt und mit heißem Wasser aufgegossen. Alternativ die geschnittenen Nadelstückchen übergießen. Nach fünf Minuten die Triebe bzw. Nadeln entfernen.
  • Die schleimlösenden ätherischen Öle der Fichte und Kiefer eignen sich hervorragend zum Inhalieren bei Bronchitis, Stirnhöhlenentzündung und verstopfter Nase- für ein ätherisches Salz(Meersalz) werden 250 g frische Zweigspitzen kleingeschnitten und schichtweise mit 500 g Meersalz oder Himalajasalz in ein Schraubglas gegeben. Das Gefäß mit einem Deckel verschließen und durchschütteln- je länger es steht(immer wieder aufschütteln), um so intensiver wird das Salz. Für eine 20-minütige Inhalation werden 2-3 TL Nadelsalz mit ein paar Tropfen Olivenöl mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen- nehmen Sie alt hergebracht eine Schüssel+Handtuch über dem Kopf oder ein modernes Inhalationsgefäß.
  • Auch Badezusätze gegen Rheuma, Muskelschmerzen oder Gicht lassen sich aus den Nadeln bzw. Trieben herstellen…

Nutzen Sie die Kiefer/Fichte für Ihre Gesundheit und nicht nur zum Abdecken der Pflanzen- übrigens hier lässt sich ein guter Zusammenhang erkennen- die Pflanzen werden schützend umhüllt- das macht das ätherische Öl der Kiefer auch mit uns! Übrigens gibt es bei verschiedenen Anbietern noch Tannenhoniglutschbonbons- nach alten Rezepten hergestellt- hilfreich bei Husten und Erkältung.

Alles Liebe und bleiben Sie gesund!

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