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Kräuterlexikon

Johanniskraut

Um den Johannistag am 24. Juni blüht es leuchtend gelb. Zwischen den Fingern zerrieben färben die Blüten rot.

Hypericum perforatum

Familie
Johanniskrautgewächse
Auch genannt
Tüpfel-Johanniskraut, Herrgottsblut
Verwendet
Blühendes Kraut, Blüten
Standort
Sonnige Wegränder, Böschungen, magere Wiesen
Sammelzeit
Juni bis August
  1. Januar
  2. Februar
  3. März
  4. April
  5. Mai
  6. Juni: Sammelzeit
  7. Juli: Sammelzeit
  8. August: Sammelzeit
  9. September
  10. Oktober
  11. November
  12. Dezember

Erkennen

Hält man ein Blatt gegen das Licht, sieht man viele durchscheinende Punkte, als wäre es durchlöchert. Der Stängel hat zwei feine Längsleisten. Die gelben Blüten haben fünf Blätter mit schwarzen Pünktchen am Rand und färben beim Zerreiben die Finger rot.

Sammeln

Gesammelt werden die oberen, blühenden Triebe von Juni bis August, traditionell um den Johannistag. Für Rotöl nimmt man nur die Blüten und Knospen.

In der Hausapotheke

Johanniskrautöl, das Rotöl, wird traditionell äußerlich bei kleinen Hautverletzungen, leichten Verbrennungen und Muskelschmerzen verwendet. Innerlich wird Johanniskraut traditionell bei vorübergehender seelischer Erschöpfung genommen, wegen der Wechselwirkungen aber nur nach Rücksprache.

Rezept: Rotöl

Das brauchen Sie

  • Frische Johanniskrautblüten und Knospen
  • Olivenöl
  • ein sauberes, helles Schraubglas

So geht es

  1. Die Blüten locker ins Glas füllen und vollständig mit Öl bedecken.
  2. Das Glas etwa sechs Wochen an einen sonnigen Platz stellen und täglich schwenken. Das Öl färbt sich nach und nach tiefrot.
  3. Durch ein Tuch abseihen und in einer dunklen Flasche kühl lagern.

Gut zu wissen

  • Johanniskraut kann die Wirkung vieler Medikamente abschwächen, darunter die Pille, Blutverdünner, Herzmittel und manche Antidepressiva. Innerlich deshalb nur nach Rücksprache.
  • Johanniskraut macht die Haut lichtempfindlicher. Nach dem Einreiben mit Rotöl die behandelte Haut nicht in die Sonne halten.

Die Angaben beschreiben, wie die Pflanze traditionell verwendet wird. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung und keine persönliche Beratung. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Pflanze zu Ihnen passt, sprechen Sie mich gern an: Termin anfragen.

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