Akupunktur

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie werden Emotionen in der Chinesischen Medizin diskutiert…

…spannende Frage- danke dafür; Emotionen haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, auf unsere Gesundheit, auf unser Leben:

  • Emotionen wie Lebensfreude, maßvoller Genuss, Liebe und Frohsinn beeinflussen unser WeiQi- das Immunsystem- und unsere innere Balance positiv- wir fühlen uns wohl, sind leistungsfähig und in der Lage, dem Leben aufmerksam, aufgeschlossen und positiv zu begegnen.

Was uns krank werden lässt, sind die negativen Emotionen, die im Übermaß auftreten können und die so genannten Geistesgifte sind:

Angst lähmt
  • Angst ist den Nieren zugeordnet und führt im Übermaß zur Auflösung des Nieren Qi; das MingMen-Feuer wird geschwächt- Yang und Yin werden instabil; das unkontrollierte, nicht mehr verankerte Yang steigt nach oben und führt zu muskulärer Anspannung und Stauung; und das schwache Yin kann das Qi nicht halten- es kommt zu einer Schwäche bspw. im Yang-Organ Blase und dies führt zu Blasenschwäche oder Inkontinenz. Das zu starke Yang im oberen Jiao führt zu einem pathologischen Herz-Feuer… der Mund wird trocken, es stellt sich ggf. ein bitterer Mundgeschmack ein und es kann zu Störungen in der Sprache kommen- Angst, eine Symptomatik, die mir im letzten Jahr in zahlreichen Facetten sehr oft in der Praxis begegnet.
  • Zorn führt zu einem aufsteigenden Yang der Leber/ Gallenblase und führt zu innerem Wind und Qi-Stase bspw. zu Migräne und Neuralgien…
  • Trauer führt zu einem „Zusammenbruch“ des Lungen-Qi; die Zukunft wird in Frage gestellt; Haut, Funktionen des Dickdarm’s, der Lunge und Lebensfreude verändern sich bzw. schwinden-Astma, Luftnot, Husten stellen sich ein; Akne, Neurodermitis u.a. mehr verstärken sich…
  • Nachdenklichkeit und Grübeln stören die Energie von Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse; deren Energie staut sich, kann nicht mehr absteigen und es stellen sich verschiedenste Beschwerden ein die sich im Bereich von Akne bis Zysten bewegen können; chronische Gastritis bspw. ist typisch für den „Dauergrübler“ ohne Resultat…
  • Begierde und „Dauerfreude“ zerstreuen das Herz-Qi; es stellen sich Unruhe, Schlafstörungen, Sprachstörungen und Herzschwäche im engeren und weiteren Sinn ein…

…und die schlimmsten der Emotionen sind…

Agression kann mit Neid/Eifersucht einher gehen
  • Eifersucht und Neid/ böser Tratsch– es ist hier dieses obzessive Verhalten gemeint; das Verhaften in der Vergangenheit ohne die Gegenwart oder Zukunft zu focussieren; es ist eine vorherrschende Dysbalance zwischen dem Wasser- und Holzelement, welche zu einer zentralen Störung im Körper führen kann…
  • …zum einen kann diese Emotion zur Aggression mit aufsteigendem Leber-Yang und stauendem Qi führen(häufig bei Männern)- am Ende der Kette stehen dann nachtragenden Vorwürfe, Verlustangst und Depressionen; zum anderen steht zuerst die Verlustangst(Frauen), die ggf. in Agressivität, Hass, Grübeln und dem verhaftet sein in der Vergangenheit mündet;
  • … beides- sowohl die Qi-Stase, als auch die Angst im Rahmen von Eifersucht/Neid/Tratsch führen zu feuchter Hitze, die das Ansammeln von Toxinen im Körper als Substanz und dem Blut begünstigen.

Diese feuchte Hitze, die Toxine, die Blut-Hitze macht den Betroffenen angreifbar für alle äußeren Einflüsse, die Meridiane sind dann bereits komplett gestört und die Organe(ZhangFu) werden geschädigt… es treten solche Symptome wie Ausfluss, Leberprobleme, Entzündungen, Asthma, verstärkte Akne im Bereich des Rückens, der Genitalien aber auch Uterus- oder Prostata-Entzündungen auf…

Migräne als Zustand einer unverarbeiteten Emotion

Diese feuchte Hitze-Symptome sind so vielfältig und müssen vom Therapeuten/ der Therapeutin sorgfältig eroiert werden; die Behandlung ist sehr langwierig- neben der Akupunktur kommen als notwendige und unabdingbare Behandlungsmethoden Meditation, Ernährungstherapie und Kräutermedizin zum Einsatz.

Die Assoziationen zwischen Emotionen und Krankheiten sind in allen ganzheitlichen Medizinrichtungen bekannt- in der Chinesischen Medizin, der Medizin aus Tibet, dem Ayurveda und der Klostermedizin in Europa(Hildegard von Bingen)- so ganzheitlich ist dann auch der Behandlungsansatz.

Aderlass nach Hildegard von Bingen

Emotionen und Krankheiten- ja, der Zusammenhang ist erkennbar- unsere Aufgabe in der Therapie… wir müssen unvoreingenommen und genau hinschauen und mit dem Herzen zuhören- dann erkennen wir “ des Pudels Kern“

Welche Möglichkeiten gibt es bei mir in der Praxisarbeit:

  • Yogatherapie
  • Kräutermedizin
  • Meditation
  • Ernährungstherapie
  • Akupunktur, TuiNa, Aderlass nach Hildegard von Bingen
Meditation

Emotionen spiegeln unseren Zustand, unsere Seele- wichtig ist, dass wie uns von ihnen nicht beherrschen lassen, sondern wir sie für uns und unser Wohlbefinden nutzen.

Alles Liebe und einen guten Start in die neue Woche wünscht Euch

Kira

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Hörsturz in der Chinesischen Medizin diskutiert…

Vorab: Vielen Dank für Eure Zuschriften und Anfragen- ich bin überrascht, wie groß das Interesse ist!

Ein Hörsturz erwischt Dich kalt- aus dem Nichts heraus- so ist die Situation aus der Empfindung der Betroffenen. Während in der modernen Medizin mittlerweile auch Stress und Durchblutungsstörungen als Ursache anerkannt sind, wissen wir in der Chinesischen Medizin, dass es für den Hörsturz und allgemein „Ohren-Symptome“ wesentliche auslösende Faktoren gibt, die extrem vielfältig sind:

  • Das Ohr wird von verschiedenen Funktionskreisen innerviert- verstehe das Ohr aus Sicht der Chinesischen Medizin und du verstehst den „Hörsturz“; es sind die Gallenblasen-, Dünndarm(Verstehen im engeren und weiteren Sinn)-, SanJiao(Stoffwechsel)- und Magen- Meridiane, dann eine spezielle Abzweigung des Dickdarms- der Dickdarm- Luo-Mai-, die das Ohr „versorgen“ und zusätzlich hat das Ohr über die Luo(kleine Verbindungsmeridiane) einen direkten Bezug zum Ren- und Du-Mai; über das Ohr öffnet sich der Funktionskreis der Nieren(Hören im eigentlichen Sinn mit Yin und Jing) und auch der Leber-Funktionskreis kann sich über das Ohr „äußern“(Leber-Feuer).
  • Alle diese Meridiansysteme wirken auch bei weiteren Erkrankungen mit; Hörsturz und „Ohren-Symptome“ sind oft Begleitphänome anderer Erkrankungen wie z.B. von chronischen Nebenhöhlenprozessen, Zahn- und Kieferproblemen, Bluthochdruck, Rückenproblemen aller Wirbelsäulenabschnitte, Panik und Ängsten, chronischen Entzündungen oder auch Fibromyalgie…
  • … andererseits werden „Ohren-Symptome“ und der Hörsturz selbst auch durch eine schwere- berufliche- Stressphase ausgelöst und kann sich nicht mehr zurückbilden, obwohl der Betroffene ansonsten vollkommen gesund erscheint. In den meisten Fällen ist der Organismus viele Jahre überfordert; konnte er in der Vergangenheit vielleicht noch eine gewisse Balance halten, so bringt jetzt ein akutes Ereignis- wie Stress, eine Erkältung oder ein emotionales Trauma- das „Baumhaus zum Einsturz“.
  • Als Ursachen nach den Kriterien der Chinesischen Medizin kommen sowohl biographisch erworbene Spannungsdysbalancen im ShaoYang, in der Skelettmuskulatur(Qi- und Blut-Stasis) in Frage, aber auch Verschlackungstendenzen(Feuchtigkeit und Schleim Tan), Kälte-Invasionen(Wind-Kälte) oder Bluthitze(Wind-Hitze, Yin-Mangel mit Schädigung der Essenz, aufsteigendes Feuer) dominieren; es herrscht in vielen Fällen eine Dysbalance zwischen Holz- und Wasserelement.
Meditation; Yoga mit MUDRA’S

Behandlungsmöglichkeiten- immer individuell:

  • Stressreduktion und lösen von Spannungsfeldern im Lebensalltag- YangShen(Lebenspflege) im Alltag;
  • Kräutermedizin mit westlichen und/oder chinesischen Kräutern;
  • Akupunktur- unentbehrlich, Schröpfen, Moxa-Therapie;
  • Aderlass;
  • Ernährungstherapie und/oder Fasten;
  • TuiNa; Shiatsu
  • QiGong und Yoga; Walking; Atemtherapie;
TuiNa oder Shiatsu

Mein Tipp:

  • Massiere täglich beide Ohrmuscheln; dies wirkt als Prävention, aber auch bei „Ohr-Symptomen“- beginne an der Ohrspitze, massiere das Ohr außen bis zu den Ohrläppchen, ebenfalls innen und auch den Übergang zum Gesicht- wiederhole die Massage drei- bis viermal oder auch öfter- einfach bis zur merklichen guten Durchlutung des Ohres.

Sehr wichtig ist, dass die/der Betroffene wieder richtig gut und erholsam den Schlaf erlernen und auch praktizieren.

Ernährungshinweise:

  • Bei Ohrproblemen verbieten sich Knoblauch, Zwiebeln und andere Lauchgewächse, Alkohol, Scharfes, keine Fertigprodukte, bei Schleim keine Milchprodukte und kein Brot

Noch eine Anmerkung: Hören und Verstehen sind zwei Paar Schuhe- allerdings lässt sich beides mit den oben genannten Möglichkeiten behandeln.

Die Behandlung von „Ohr-Symptomen“ ist langwierig; die Erkrankung baut sich oft über Jahre auf- daher benötigt es Monate bis zur Linderung oder Gesundung- und auch hier gilt:

Nur zusammen ist es zu schaffen- gemeinsam für Dich/Euch- nutze die Möglichkeiten… alles Liebe

Kira

QiGong und TaiJiChuan als Unterstützung

… beschreiben Faktoren, die gemäß der chinesischen und tibetanischen Medizin unser Körpergefühl, das Wohlbefinden und die Gesundheit negativ beeinflussen:

  • zu viel Sitzen– schwächt die Milz, damit die Bereitstellung und Transformation des Nahrungs-Qi und schädigt auf lange Sicht das Gewebe im Körper und dessen Funktionsweise; dabei sind das Bindegewebe, das Gewebe der Organe und auch die Funktionsweise der Organe gemeint;
  • zu viel Liegen– schwächt die Lunge und damit die Funktionsweisen von Haut und Schleimhäuten; daher sollten auch Kranke möglichst oft aufstehen oder zumindest zum Sitzen kommen( denken wir an Lungenentzündungen u.s.w….);
  • zu viel Stehen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Nieren und damit das gesamte Skelettsystem/ Zähne und Haarstruktur; die Nieren mit ihrem Nieren-Yang sind bspw. für einen schmerzfreien unteren Rücken zuständig- zu viel an Stehen schwächt dieses…;
  • zu viel Laufen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Leber und deren zugeordnete Strukturen wie Sehnen/Bänder/Muskeln und Faszien; Beispiel siehe unten;
  • zu viel an „Augenarbeit“/ Lesen/Denkarbeit- schädigt sowohl das Herz als Sitz des Geistes und Kaiser des Körpers, als auch die Augen und unser Gehirn auf lange Sicht; das Herz hat im Rahmen der Meridianstruktur eine direkte Verbindung zu den Augen, daher diese besondere Funktionskette;

Das Fazit dieser Empfehlungen- alles sollte im Gleichmaß und mit Maß und Ziel erfolgen- ein Beispiel:

  • Das Training eines Leistungssportlers… ohne Regeneration in Form eines guten und ausreichenden Schlaf’s und ohne Ausgleichtraining drohen Verletzungen und/oder die Leistung kann nicht punktgenau abgerufen werden

Ein weiteres Beispiel ist das Symptombild der Erschöpfung bzw. des BurnOut:

  • zu viel an Arbeit schädigt sowohl den Geist/ das Herz als auch das Blut…
  • zu wenig an Struktur und zu viel an „Verzetteln“; Perfektionismus… führen zur Erschöpfung- ein Automotor kann auch nicht 1000 km bis zum Anschlag gefahren werden…

Wir benötigen alles- Bewegung, Ruhe, geistige und körperliche Herausforderungen, gute Ziele und Meditation- dann bleiben Körper und Geist im Gleichgewicht und Gesundheit steht nicht’s im Weg.

Unterstützung in der Naturheilkunde geben bspw. :

  • Akupunktur, Tuina, Moxa, GuaShaFa, BaGuanFa,
  • Ernährungstherapie
  • Kräutermedizin
  • QiGong und Yoga
Tuina zur Stärkung der Nierenenergie
Meditatives Gehen aus dem QiGong- wirkt Geist beruhigend und bewegt Qi

Einen guten Start in die Woche und genießt den Frühling- alles Liebe

Kira

https://spiritandbalance.de/6595-2/

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil VII…

stellt die TuiNa- die manuelle Therapie in der KCM- vor:

  • TuiNa- besteht aus mehreren Behandlungsbereichen… manueller Therapie, Chiropraktik und Massage; dazu kommt noch die Behandlungstechnik für die Kinder AnMo;
  • TuiNa heißt in etwa „Schieben und Greifen“; AnMo- „Drücken und Reiben“… beides gehört zu den Behandlungssäulen der Chinesischen Medizin- sowohl bei den Klassikern, als auch in der TCM sind es Standardbehandlungen.
  • …ist die älteste Therapieform in der Chinesischen Medizin; aus der reinen Massage hat sich im Verlauf mehrerer tausend Jahre eine umfassende manuelle Therapie entwickelt, die unter dem Begriff Tuina heute verschiedenste traditionelle Behandlungstechniken vereint. Gemeinsam ist diesen Techniken, dass „Hand anlegt“ wird – nicht nur, wenn es um Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenke und deren Zusammenspiel geht- der freie Fluss der Lebensenergie Qi lässt sich über die verschiedenen Techniken beeinflussen.
  • Tuina und AnMo können am bekleideten und unbekleideten Körper durchgeführt werden.
Tuina bei Rückenschmerzen

Tuina bei Gelenkbeschwerden

Was bewirkt Tuina:

  • Freilegen der Leitbahnen oder Auflösung der Blockade (gegen Schmerzen).
  • Freies Durchströmen des Qi und Aktivierung des Blutes (Verbesserung der Durchblutung und der körperlichen Dynamik).
  • Mobilisierung der Gelenke (Verbesserung der Bewegung)- die Diagnose wird nach Richtlinien der schulmedizinischen Orthopädie und Klassischen Chinesischen Medizin gestellt;
  • Regulation des Zustandes zwischen Yin und Yang bzw. Kälte und Hitze im ganzen Körper (Behandlung und prophylaktische Maßnahme zur besonders durch Stress bedingte Störungen)
  • Unterstützung der Energie im Funktionskreis Nieren (Stärkung der Knochen und Sehnen)
  • Unterstützung des Funktionskreises Milz (Verbesserung des allgemeinen Zustandes)
  • Verschönern und Pflegen der Haut (Kosmetische Anwendungen )
  • Harmonisierung des Gesundheitszustandes.

Anwendung im Detail bei:

  • Spannungszuständen
  • Schmerzen jeglicher Art
  • bei sehr sensiblen Patienten, die Akupunktur nicht tolerieren
  • Erschöpfung
  • in der Schwangerschaft
  • bei Kindern mit den verschiedensten Beschwerden…
AnMo bei Babys- besonders wirkungsvoll bei „Schreikindern“ z.B. beim KISS-Syndrom

Kontraindikationen:

  • offene Wunden
  • starke Krampfadern( in dem Bereich wird keine TuiNa durchgeführt)
  • Risikoschwangerschaften
  • akute Schübe von schweren geistigen Erkrankungen

Die Wirkung einer Tuina- Behandlung hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab: zum einen die manuelle Technik die zur Anwendung kommt; zum anderen die zu behandelnde Stelle. Die manuelle Technik ist der wichtigste Faktor bei der Tuina Massage. Die Kraft, die der Behandelnde aufbringt sollte stetig, regelmäßig, kräftig- sanft sein. Dadurch kann die angestrebte Energetik in die Tiefe des Gewebes eindringen.
Stetig bedeutet, dass die Behandlungszeit bei Tuina ausreichend (nicht zu kurz; aber auch nicht zu lang) nach dem Zustand der Patienten sein soll, während „kräftig“ bedeutet, dass die manuelle Arbeit die richtig Kraft je nach energetischem Zustand und nach den Beschwerden geben soll.

Energetik:

  • schwache Konstitution mit Leere- leichte Kraft; eher auch mit Ölen und sehr oberflächliche energetische Arbeit(himmlische oder menschliche Ebene)
  • starke Konstitution mit Fülle- kräftige Arbeit bis hin zu starker Manipulation mit ausleitenden Techniken(Mensch- und Erdebene)

Reaktionen auf eine Behandlungen sind erwünscht und möglich; diese können sein:

  • „Wohlgefühl“ – Entspannung, Ruhe
  • „leichtes“ und „bewegliches“ Gefühl
  • verbesserte Durchblutung und Schmerzlinderung
  • Beschwerden verschieben sich von „tief“ zu „oberflächlich“- das ist ein Zeichen der Verbesserung;
  • Bei einer Schmerztherapie ist die Prognose optimal, wenn nach der Tuina Behandlung eine Art „Muskelkater“, eine Art „Schweregefühl“ oder sogar Schmerzen auftreten; auch kann es nach einer Behandlung der HWS bei Blockaden kurzzeitig zu einem „Nebelgefühl“ im Kopf oder auch zu Kopfschmerzen kommen(starke Durchblutung des Bereiches)- hier wird die TuiNa auf jeden Fall in meiner Praxis mit Akupunktur kombiniert, um diese „Nebenwirkungen“ zu mildern.
Behandlung an den Füßen z.B. bei Stress oder Migräne

Bei der TuiNa/AnMo wird Eure Gesundheit im wahrsten Sinn des Wortes in die Hand genommen 🙂 – eine Behandlung dauert 20 bis 60 Minuten(inklusive Nachruhen und Inhalation)- je nach dem energetischen Zustand…

TuiNa- eine Wohltat für den Körper mit MEHRWERT…

…alles Liebe und gute Gesundheit wünscht

Kira

Termine für die Tuina bitte langfristig vereinbaren; auch Gutscheine zum Osterfest sind möglich!

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil VI…

… bringt Euch heute das Pathogen „Wind“ näher- und wie passend; bei uns im Norden an der Ostseeküste hat es nämlich heute in der Nacht schon ein ordentliches Frühjahrsstürmchen gegeben.

Wind als Pathogen äußert sich als innerer oder äußerer Wind.

Innerer Wind:

  • …kann sich aus einem Leber-Blut- sowie Leber- und Nieren-Yin-Mangel entwickeln; auch kann der äußere „pathogene Faktor“ Wind in den Körper eindringen und dort zu der Entwicklung eines inneren Windes beitragen; doch die Veranlagung dazu, ein Leber-Blut-,Leber- und Nieren-Yin-Mangel, muss vorhanden sein;
  • …äußert sich über Kopfschmerzen oder Migräne;
  • Vertigo(Schwindel),
  • Tinnitus;
  • und in schweren Fällen… Unruhezustände, Brechreiz, Palpitationen mit Angstzuständen; unkontrollierbare Muskelkrämpfe und auch Schlaganfall oder Epilepsie können auftreten.
  • Typisch für inneren Wind ist, dass die Beschwerden und die Lokalisation sich mehr oder weniger regelmäßig ändern- sowohl von der Stärke als auch von der Lokalisation.
Migräneattacken durch äußeren oder inneren Wind- auch beim Mann oft vertreten (:

Behandlung innerer Wind:

  • Kräutermedizin
  • Akupunktur
  • Moxa
  • Ernährungstherapie, um die Wurzel zu behandeln
  • Lebenshygiene YangShen- besonders Stressoren abbauen und den Umgang mit Stress ändern

Äußerer Wind:

  • …ist die Speerspitze aller Erkrankungen
  • … tritt häufig über die Bereiche von Akupunkturpunkten, die tatsächlich kleine Fenster darstellen, ein…bspw. Gallenblase 20/ FengChi heißt übersetzt Wind-Teich oder Wind-Fenster; oder auch SanJiao 17/ YiFeng- der übersetzt Wind-Schirmchen oder Wind-Schild heißt… alle Akupunkturpunkte, die die Bezeichnung FENG(Wind) im Namen haben, sind auch Bereiche, über die äußerer Wind „angreifen“ kann.
  • …äußert sich bspw. durch plötzliche Erkältungszeichen; schnelles Niesen in Abfolge, Unruhe, Nackensteifigkeit, eventuell Frösteln, Schüttelfrost, auch Kopfschmerzen oder Juckreiz in den Augen und auf der Haut…
Ungeschützt dem Wind ausgesetzt- der steife Nacken ist vorprogrammiert; auch Kopfschmerzen und Unruhe sind möglich (:

Behandlung bei Wind-Angriff durch äußeren Wind:

  • Kräutermedizin
  • Akupunktur
  • Schutz durch geeignete Kleidung
  • Wei-Qi stärken
  • Stress reduzieren

Die Pulse sind bei beiden Windarten beschleunigt und oft oberflächlich, die Zunge zittrig und oft sind die Ränder der Zunge ungesund gerötet.

Es gibt eine QiGong/ Yoga-Übung, die bei „Wind“ sehr gut hilft:

  • Nimm dir einen ruhigen Platz und setze oder lege dich bequem hin.
  • Schließe die Augen und nimm sieben bis acht Atemzüge tief in den Bauch- lass dabei den Atem fließen, erzwinge ihn nicht.
  • Bring deine Gedanken zum Kopf und stell dir vor, dass dein Kopf sich öffnet- nach oben, unten, rechts, links und stell dir vor, dass der „Wind“- diese „schlechte“ Energie über diese Öffnungen den Körper verlässt…
  • …gehe in der Atmung weiter nach unten in deinen oberen Brustkorb und a t m e dann weiter über deinen rechten Arm- Finger aus…
  • …dann weiter über das rechte Bein- die Zehen…
  • … dann zurück zum Oberkörper… und weiter über den linken Arm- die linken Finger… das linke Bein- die linken Zehen…
  • …dann lass deinen Atem und die Aufmerksamkeit zum Hinterkopf- Übergang zwischen Schädelbasis und Halswirbelsäule- wandern und atme deine Wirbelsäule hinab bis zum Bereich zwischen Anus und Geschlecht… dort bleib für einige Atemzüge, bis du merkst, dass du ruhiger wirst.
  • Sobald du innere Ruhe spürst, atme noch einmal sieben- bis achtmal tief in den Bauch…
  • …dann reibe deine Hände aneinander und „wasche“ dich vom Scheitel bis zu den Zehen trocken 🙂 – streiche dabei ganz bewusst deinen Körper aus.
  • Führe diese Übung ruhig täglich oder öfter in der Woche durch- das macht dich weniger anfällig für äußeren und inneren Wind.

Auch die Lunar- oder Löwenatmung kann „Wind“ besänftigen.

Löwenatmung im Yoga

Kräutermedizin für „windige“ Tage- im wahrsten Sinn des Wortes… also präventiv gegen äußeren Wind:

  • BoHe und FangFeng(je 30% von 100) werden mit YeJuHua und LianQiao(je 15% von 100) gemischt- trinke von dieser Mischung jeweils morgens und nach Bedarf noch einmal am Tag eine Tasse mit je einem Esslöffel bei den Rohdrogen und mit 2-4 Gramm beim Granulat.
Tee mit Minze und Mutterkrautblüten

Diese Mischung ist sehr harmonisch; aromatisch und auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr geeignet.

Wem das zu kompliziert ist:

  • je ein Teelöffel Minze und Mutterkrautblüten mischen und dann mit 250 ml heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und bei Bedarf 2-5 Tassen täglich trinken.

Wind- bei uns an der Küste der tägliche Begleiter… daher sind gerade in Regionen, die ständig damit konfrontiert werden, entsprechende Symptome oft vertreten… lies gerne auch meinen Beitrag „Das Gewitter im Kopf“ – http://spiritandbalance.de/?s=gewitter+im+kopf

Ich mag den Wind- besonders, wenn er wild die Ostsee peitscht… aber ich kann ihn nicht gut vertragen, muss mich immer schützen; wenn DU weißt, was „Wind“ mit dir anstellt, dann kannst du reagieren und dich gut schützen 🙂

Bleibt gesund, habt einen guten Start in die neue Woche und seid lieb gegrüßt von

Kira

Ingo Baumgartner- Wie das Schilf im Wind

Lass dich nicht von Stürmen brechen,
sei so wie das Schilf im Wind!
Böen beugen ganze Flächen,
die nicht buckeln vor Gewalten,
nein, sich an das Wissen halten,
dass sie Teil des Ganzen sind.

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil V…

…stellt euch heute das Pathogen Trockenheit vor. Trockene Haare, Haut, Augen… das alles können Symptome für Trockenheit sein; ja… auch parallel zu Feuchtigkeit und den anderen Pathogenen. Ganz häufig existieren mehrere Pathogene gleichzeitig im Körper; allerdings tritt Trockenheit oft erst in späteren Lebensjahren auf bzw. ist abhängig von den wärmeren Jahreszeiten und natürlich dem Typ Mensch:

  • An sich gehört die Trockenheit zu den Spätsommer- oder Herbst-Krankheiten; die entsprechenden Organe sind die Lungen, der Dickdarm, die Haut, Nase und die Oberfläche- unser modernes Leben lässt Trockenheit aber in jeder Jahreszeit auftreten 🙁
  • Die Lunge kontrolliert die Zerstreuung und das Absinken vom Qi; unser großes Atmungsorgan regiert das Qi und natürlich die Atmung. Externe Pathogene können die Lunge über Nase und Haut attackieren ; dies äußert sich bspw. durch Erkältungsanfälligkeit; Kehlkopfreizungen… allerdings entsteht innere Trockenheit bspw. durch Trauer/ Traurigkeit.
  • Trockenheit bewirkt, dass das Lungen-Qi „verschlammt“ und sich nicht ausbreiten kann. Die Absenkung des Qi ist gestört, daher bewegt sich das Lungen-Qi in umgekehrte Richtung nach oben. Entsprechende Krankheitssymptome wären Husten, Atemgeräusche oder Atemnot; Lungenkrankheiten beinhalten allerdings auch häufig eine chronische Schleimproblematik- Schleim wird in der Mitte von Milz und Magen produziert, aber leider in der Lunge gespeichert- daher kommt es irrtümlich zur Diagnose Schleim… ist aber in Wirklichkeit Trockenheit bzw. der Lösungsansatz sitzt im blockierten Qi.

Symptome:

  • Kurztmigkeit und Atemnot; schweres Atmen, Husten; gestörte Ausatmung wie beim Asthma… Schwäche im Lungen-Qi
  • äußere Trockenheit provoziert einen gereizten und trockenen Hals, trockene Schleimhäute, trockene Haut, trockenes Haar und mündet oft in…
  • …innere Trockenheit mit Juckreiz, Verstopfung, Lustlosigkeit, Erschöpfung mit einer unbestimmten Trauer
  • Unspezifischer wirken sich die täglichen Überforderungen,  stundenlange Bildschirmarbeit, Klimaanlagen, Heizungen und ungeeignetes Essen, Trinken, zuviel an Genussmitteln aus- all das  „trocknet“ uns aus…
  • … und führt zum Yin-Mangel- dem Fehlen oder Mangel an Säften, Blut und guter Feuchtigkeit- mit zunehmendem Alter, bei starker, körperlicher Beanspruchung(—Leistungs—Sport; Geburten…); mentaler Belastung; häufigem oder Dauergenuss von Genuss- und Suchtmitteln wie Kaffee, Nikotin, schwarzem Tee… tritt Trockenheit vermehrt auf.

Wie wird Trockenheit behandelt:

  • Akupunktur und Kräutermedizin behandeln sowohl die akuten Symptome als auch die Ursachen
  • Ernährungstherapie ist am wirkungsvollsten…
  • Lebenshygiene

Ernährung und Genuss- zu empfehlen:

  • ein warmes, gekochtes Frühstück, z.B: Congee oder warmer Gersten- oder Reisbrei
  • drei warme oder gegarte Mahlzeiten am Tag
  • Hühnerkraftsuppe, so lange es geht gekocht (sehr blutbildend), Hühnerfleisch hier generell bevorzugen, da es sehr gut für die Säftebildung ist;
  • regelmäßig dunkelgrünes Blattgemüse auf den Speiseplan setzen (Spinat, Endiviensalat, Petersilie), auch Maulbeeren, Datteln, rote Bete (gekocht als Salat), rote Obstsorten (und Säfte daraus) wie z.B.Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren…
  • saftige Kochmethoden bevorzugen (dünsten, blanchieren, mit Wasser kochen, klare Suppen, Eintöpfe, Currys, mit Deckel kochen)
  • Hochwertige Öle verwenden- wie Algenöle, Leinöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl verwenden;
  • Kochen mit kleinen Saaten (Sesam, Sonnenblumen, Mohn etc.)
  • weich gekochtes Ei
  • Kokosmilch für Eintöpfe, cremige Suppen
  • Birnen, Weintrauben, Mandeln (Mandelmus, Marzipan) sind typische Lungen-Lebensmittel gegen Trockenheit
Biren-Reis mit Honig hilft gegen Trockenheit
  • Milch-Reis mit Birnen- oder Pflaumenkompott als Frühstücksvariante oder zum Mittag; genommen wird Mandeldrink und dann etwas Butter und/oder süße Sahne dazu gegeben

V e r m e i d e:

  • Süßigkeiten, Schokolade, Kuchen/Torte & Co
  • Rohkost (rohes Obst und Gemüse)
  • Trocknendes- wie Kaffee, schwarzer/grüner Tee, Nikotin; rotes Fleisch…
  • Knäckebrot, Brotmahlzeiten generell- da der entstehende Schleim das Lungen-Qi blockiert,
  • Rotbuschtee
  • Scharfes- getrocknete Gewürze wie Chili, Pfeffer, getrockneten Ingwer, Curry, Knoblauch, Lauch,
Maßvoll getrocknete Gewürze- eher meiden
  • hochprozentiger Alkohol
  • abendliches Fernsehen, Computerarbeit bis zum späten Abend und ohne Pausen, nächtliches Lernen
  • Nachtarbeit, spätes Schlafengehen
  • starkes Schwitzen (Sauna, Hitze)- dabei ist ein Durchgang in der Feuchtsauna(Biosauna) ggf. gut, um Schleim zu transformieren 😉
Kaffee maßvoll und selten…Bitteres trocknet aus

Fazit- Trockenheit und Feuchtigkeit können zusammen im Körper auftreten– irgendwann kann Feuchtigkeit zu Trockenheit führen bspw. bei Neurodermitis…:

  • Die Antwort ist, dass der Körper ein weites Feld ist; der eine Landschaft- Stelle dir vor, dass es verschiedene Bereiche in dieser Landschaft gibt…
  • …an einem Ort befindet sich ein Moor oder Sumpf (die pathogene Feuchtigkeit zum bsp. im Darm), an einem anderen Ort ein klarer, ruhig dahinfließendes Gewässer- Deine guten Körpersäfte und Blut bspw. in Deinen Augen, Mund oder Muskeln und an einem dritten Ort ist es zu trocken und der „Boden“ rissig und schrundig ( die Trockenheit) zum Bsp. Deine Haut oder die Haare
Ei und Grünes für Säfte und Blut 🙂

Achte gut auf Dich- Mäßigung im Genuss; ein gutes Maß an Belastung und Ruhe kann Trockenheit vermeiden- und wenn sie Dich doch erwischt, dann überprüfe als Erstes Deine Nahrung und stelle Deine Kost um; streiche Kaffee und andere Genussmittel… und wenn das nicht hilft, lass Dich beraten!

Gute Gesundheit und eine schöne Woche wünscht Dir

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil IV…

stellt heute das Pathogen Feuchtigkeit/Schleim vor. Leider zeigt sich Feuchtigkeit in unserem Körper nicht so schön wie auf dem Beitragsbild.

Feuchtigkeit und Schleim sind in unserer Lebenswelt weit verbreitet- häufig gepaart mit Hitze oder Kälte. Shi und Tan- so die chinesischen Bezeichnungen- entstehen in erster Linie durch falsche und einseitige Ernährung:

  • Kohlenhydratreiche Kost mit leicht verfügbaren Kohlenhydraten aus Mehlerzeugnissen, raffiniertem Zucker, Kaltem, Milchprodukten, Eis, nicht-saisonaler Kost,
  • mangelnde Bewegung,
  • geistige Überbelastung durch zu viel an Computerarbeit, Konsum neuer Medien, „geistige Vermüllung“,
Lecker- ja; aber Schleimproduzenten per se (:

Das perfide ist, dass Feuchtigkeit und Schleim träge und unbeweglich in jeder Hinsicht machen, sich aber auch an den Organen anlagern und so in einen Teufeldskreis führen.

Entstehung von Schleim- einfach erklärt:

Stelle dir vor, deine Verdauung verwandelt alles, was du isst, in eine heiße, wärmende Suppe- der Dampf, der aus der Suppe aufsteigt, ist Dein Qi- Deine Energie- die Du aus D e i n e r Nahrung gewinnst.

Wenn Deine „Suppe“ so köchelt, entsteht selten Feuchtigkeit/Schleim 🙂

Doch was passiert, wenn die Suppe zu kalt wird?

Sie kann nicht mehr verdampfen (kein „Qi“) und steht jetzt in deinem Magen- der in diesem Fall wie ein Kochtopf ohne Wärme wirkt.

Was macht die kalte Suppe? Sie sucht sich andere „Wege“- sie wird nicht richtig verdaut; es bilden sich „Entzündungen“, die Leber speichert sie als Fett, leider erfolgt bspw. eine Umwandlung zu sichtbarem Fett in Form von Übergewicht… oder sie sinkt in die Beine hinunter und du bekommst Ödeme (geschwollene Beine und Füße). Auch eine Anlagerung in den Lungenfunktionskreis ist möglich, was Du als ständig rinnende Nase oder Schleim im Rachen merkst.

So lecker der Kaffe-Latte ist- er produziert Schleim im Körper 🙁

Die kalte Suppe ist die Feuchtigkeit– die sich wie folgt bemerkbar macht:

  • Die Zunge zeigt sich oft dicker, geschwollen, mit weißem oder auch gelblichen Belag(bis quarkig) und mit Zahneindrücken; die Haut wirkt aufgepufft bis ödematös; es können Lip-Ödeme auftreten, aber auch Lipome…;
  • …die Pulse sind tief, sehr langsam, der Betroffene fühlt sich müde, träge, unbeholfen, aufgedunsen, neigt zu Übergewicht oder Wasseransammlungen…
  • …die Konzentration kann gestört sein; insgesamt fällt die Arbeit schwer…
  • …weitere Symptome können Hautunreinheiten, Ausfluss, Durchfall oder puffiger, fettiger Stuhl, erhöhte Blutfettwerte, erhöhte Cholesterinwerte, dumpfe Kopfschmerzen, Fatique… sein…
  • …aber auch mangelndes Durstgefühl, wenig Trinkverlangen, ständige schleimige Infekte, Ohren, Rachen…

Was tun, wenn Schleim sich in unserem Körper festsetzt?

Als erstes muss klar sein- ohne Änderungen der Ernährung und der Lebensgewohnheiten wird man den Unruhestifter nicht los.

Anti-Schleim-Leben:

  • Bewegung und Detox bei den modernen Medien
  • Iss zwei bis drei gegarte/ warme Mahlzeiten
  • Lass für mindestens sechs Monate Käse, Milchprodukte, Schweinefleisch, raffinierte Zucker/Zuckerprodukte, hochverarbeitete Mehle und Fertigprodukte und frittierte Speisen aus Deinen Speiseplan weg.
  • Führe eine Hirse-Reis-Kur durch: 3-5x täglich ein Congee aus Hirse und Reis- damit leitest Du Feuchtigkeit aus und stärkst das Verdauungs-Qi…
Gewürze, die Schleim eleminieren 🙂

Rezept:

  • Koche eine Tasse Reis und eine Tasse Hirse(beides im Topf trocken anrösten) mit 3-4 Liter Wasser etwa 3 Stunden bei kleiner Hitze- gieß alle Stunde etwas Wasser nach; von diesem Congee iss vor jeder Mahlzeit eine Schale.

Du kannst das Congee auch als Hauptbestandteil Deiner Mahlzeiten nutzen, iss dazu gegartes Obst, Gemüse oder auch Fisch oder Fleisch. Für einen besseren Effekt empfehle ich, das Congee für drei Tage nur mit Gemüsesuppe zu essen; besonders bei starken Wassereinlagerungen und Durchfall.

Reis-Sellerie-Suppe

Alles andere wäre über eine individuelle Ernährungsplanung zu klären- denn nur über eine umfassende Diagnostik und Anamnese kann die genaue Ursache gefunden und die individuelle Ernährungs-Therapie erstellt werden.

Therapiemöglichkeiten:

  • Ernährungsumstellung und -therapie,
  • Kräutermedizin und warmes Wasser zum Trinken
  • Akupunktur
  • Moxabehandlung- auch in der Häuslichkeit nach Einweisung und Absprache
  • Bewegungstherapie
  • Lebenshygiene
Schleim bei Gelenkbeschwerden- mit Moxa behandelt

Schleim und Feuchtigkeit belasten den Körper und können zu ernsten Erkrankungen führen- Arteriosklerose, Trombosen, Herzerkrankungen, Fettleber… anhand eine Mikroblutuntersuchung kann die Diagnostik unterstützt werden.

Arbeite selbst präventiv und lass Dir Deine individuelle Ernährungstherapie zusammenstellen- mit dieser kannst Du selbst aktiv etwas für eine gute Gesundheit tun…. und keine Sorge- Du verzichtest auf das, was Dich krank machen kann aber nimmst leckere Speisen zu Dir, die gut für Dich sind 🙂

Möhrenfrittata mit Feldsalat 🙂

Gutes Gelingen und hab Mut- eine gute Woche wünscht Dir/Ihnen

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil III…

befasst sich mit Hitze und Kälte- zwei der Pathogene, die eine Reihe von Krankheiten/Symptomen mit sich bringen.

Hitze:

  • Hitze-Muster sind in der CM durch ein Überwiegen des Yang im Verhältnis zu Yin definiert. Es kommt zu pathologischer Wärme und Trockenheit, die Körpertemperatur ist aber nicht zwingend erhöht. Wichtige Hitze-Muster sind: Fieber- oder toxische Hitze, Blut-Hitze, Leber-Qi-Stagnation, Leere-Hitze sowie Herz- und Nieren-Yin-Leere-Hitze.
  • Hitze-Erkrankungen in der CM sind nicht zwingend mit einem Anstieg der Körpertemperatur verbunden – Ursache ist ein Ungleichgewicht von Yin und Yang, das mit pathologischer Wärme und Trockenheit einhergeht
  • Der Begriff Hitze bezieht sich, wie auch der Begriff Kälte, in der Klassischen Chinesischen Medizin (KCM) auf die Relation von Yin und Yang im Körper. Yang steht für folgende Eigenschaften: Antriebskraft für Aktivitäten, Wärme, Rötung, Trockenheit; Yin steht für Kraft zur Ruhe, Kälte, Blässe, Feuchtigkeit. Überwiegt Yang im Verhältnis zu Yin, resultiert daraus ein Hitze-Muster mit pathologischer Wärme und Trockenheit.
  • In der CM kennt man unterschiedliche Arten von Hitze-Krankheiten. Das Sich-heiß-fühlen ist ein wichtiges Symptom, welches aber nicht zwingend mit erhöhter Körpertemperatur bzw. Fieber einhergeht; so kann bspw. das Symptom „heiße, brennende Füße“ oder „heißer, roter Kopf“ ein Hitzezeichen sein, ebenso „roter Kopf mit Fieber“- aber auch Beschwerden, wie man sie nach zu langer Hitze- so wie im Sommer in der Sonne- entwickeln würde, gehören in der CM zu Hitze-Zeichen, z. B. Rötung der Haut, brennendes Gefühl, schneller Puls, dunkler Urin, Durst, heißer Kopf, Schwitzen, Unruhe usw.
  • Aber es gibt auch die Hitze auf Grund eines Mangels an Yin- an Säften. Durch Trockenheit entsteht ein Hitzegefühl, dass mit einem leeren Kochtopf auf einer heißen Herdplatte zu vergleichen ist. Der Körper glüht von innen aus- die Säfte sind geschädigt und der Körper erschöpft.

Kälte:

  • Kälte in der CM ist genau das Gegenteil…
  • Frieren, Erschöpfung, kalte Gliedmaßen, ein gesamt kalter Körper…
  • Energiemangel, Blässe, ggf. Untertemperatur, langsamer Puls…
  • Die Kälte entsteht in erster Linie durch einen Mangel an Yang, aber auch Mangel an Blut.
  • Die Kälte zeigt sich blass- weiß, oft auch mit Appetitmangel, Kältegefühl im Bauch, ggf. nicht riechendem Durchfall oder spärlichem Stuhl, ganz klarem Urin und Kraftlosigkeit im Rücken…

Das Erstaunliche- Kälte kann im Körper zu Hitze führen…da Kälte bspw. auch durch Blutmangel entsteht, führt dies irgendwann zu einem Yin-Mangel mit Leere-Hitze.

Daher ist es wichtig, beide Pathogene gut zu unterscheiden und aus dem Körper auszuleiten:

  • Kälte: weißer Belag auf der Zunge, diese ist eher blass, ggf. kurz, dünn oder auch geschwollen- wenn Feuchtigkeit dazu kommt;
  • Hitze: die Zunge ist ggf. belaglos, rot bis dunkelrot oder nur die Ränder sind rot; kommt Feuchtigkeit dazu, dann erscheint ein gelber Zungenbelag(manchmal auch schmutzig weiß bis gelb).
Moxa bei Kälte

Therapie:

  • Akupunktur
  • Diätetik
Diätetik bei Hitze
  • Kräutermedizin
Berberitzentinktur bei Erschöpfung durch Kälteund Yang-Mangel
  • Moxa bei Kälte
  • Schröpfen bei Hitze
  • GuaSha bei oberflächlichen Symptomen zu Beginn bei Kälte und Hitze
Schröpfen

Sollten Sie, solltest Du Symptome dieser Art feststellen, lohnt sich eine Präventivkonsultation in der Praxis mit Zungen- und Pulsdiagnose- so könne SIE/ kannst DU wertvolle Hinweise für deine Gesundheit erhalten.

Gute Gesundheit und einen schönen Wochenstart wünscht Euch/Ihnen

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin- Teil 2…

bringt allen geschätzten LeserInnen die Akupunktur und Moxatherapie ein wenig näher.

Wie sagte eine Patient:“ Schon merkwürdig, so kleine Nadeln im Körper zu haben, aber ich fühle mich danach so gut“. 🙂

Das freut mich natürlich sehr- Akupunktur und die Wärmebehandlung mit Moxa beschreiben „Zhen Jiao Fa“ – die Arbei mit „Stechen“ und „Brennen“.

Bei der Akupunktur werden sterile Einwegnadeln in ein Areal gesetzt, welches von einem oder mehreren Akupunkturpunkten- energetischen Punkten- innerviert wird. Dabei ist die Art der Atmung des Patienten/ der Patientin entscheidend, die Tiefe der Nadelung, die Richtung und noch Etliches mehr.

Akupunktur bei Schlafstörungen

Beim Setzen der Nadeln reagieren die Nerven, die die Hautschichten durchziehen. ein kleines Pieksen entsteht- im Areal der Energie angekommen, regt die Nadel das DeQi an- ein Kribbeln, Drücken, Ziehen, unter Umständen etwas unangenehmen- dann ist das Qi angekommen- entweder bleibt dann die Nadel ohne Manipulation „liegen“; manchmal muss manipuliert werden:

  • tonisierend- bspw. im Verlauf des Meridians oder bei Einatmung manipulieren
  • sedieren- entgegen des Meridianverlaufes oder bei Ausatmung
  • harmonisierend- ohne Manipulation…
  • …oft wird harmonisch auf beiden Körperseiten akupunktiert.

Während der Akupunktur werden zur Erfolgskontrolle die Zunge und die Pulse kontrolliert und dann entsprechend die Nadel mit der notwendigen Energetik gezogen- das unterscheidet die Akupunktur nach der Klassischen Chinesischen Medizin von einer modernen Akupunktur(…unvorstellbar dabei, die Nadeln von einem Helfer/ einer Helferin „ziehen“ zu lassen 🙁 )

Akupunktur bei Unruhe und Herz-Rhythmus-Störungen in der himmlischen Ebene

Bei der von mir auch praktizierten PingShen-Ein-Nadel-Technik wird entsprechend der Diagnose ein Hauptpunkt ausgewählt, die Nadel wird in einer besonderen Technik gesetzt und gezogen- dabei entscheiden die Ebenen Himmel-Mensch-Erde und der Patient wird während der Akupunktur direkt befragt, ständig die Pulse kontrolliert und dann die Nadel sofort wieder gezogen. Danach folgen ergänzende Punkte, die nach und nach stimuliert, harmonisiert oder sediert werden.

heiße Nadel

Ergänzend oder auch als Einzeltechnik ist die Moxatherapie in meiner Praxis etabliert- besonders effektiv bei Kältepathogenen, Schleim oder Feuchtigkeit und natürlich bei Yang-Mangel; aber auch zum Sedieren bzw. Absenken von zuviel Yang- zum Bsp. Moxa am Punkt Niere 1(tiefster Punkt des Körpers unter den Füßen)-

Moxa an Niere 1, um den Geist zu beruhigen

kann Moxa genutzt werden. Dabei wird Beifußkraut abgebrannt- entweder mit kleinen Kegeln direkt punktuell oder auch große Rollen; Kegel oder loses Moxa in der Box, in der Moxa-Pfeife oder eben auf der Nadel.

Kombination aus Akupunktur und Moxatherapie bei altersbedingten Schmerzen

Beide Techniken sind unabdingbar für eine erfolgreiche Behandlung; es entscheiden der Zustand der Patienten*innen; die Jahreszeit, der Zustand der Zunge und die Pulse; aber auch der Zustand der Haut, der Haare und mehr.

Beides kann auch einfach zum Entspannen und Wohlfühlen genutzt werden- um gut in den Feierabend zu kommen 🙂

Moxa lasse ich auch als „Hausaufgabe“ von den Patienten*innen zu Hause selbst durchführen- die Punkte werden genau festgelegt und beschrieben- effektive Unterstützung für die eigene Genesung 🙂

Nutzen Sie die Kraft der asiatischen Medizin zur Prävention, Behandlung oder einfach nur zum Wohlfühlen!!!

Einen gesunden und guten Start in die neue Woche wünscht

Kira

Akupunktur am Punkt Lunge 10 z.B. bei Bronchitis

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin- Teil 1…

Vielen Dank für Euer Interesse- ich beginne mit dem Metal-Büffel-Jahr eine kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin.

Grundlagen dafür sind die klassischen Texte des SuWen und LingShu- aber keine Sorge… es ist für Sie/Euch geschrieben- einfach zum besseren Verständnis 🙂

Ich arbeite in meiner Praxis mit:

  • Befragung, Zungen- und Pulsdiagnostik
  • modern- Auskultation, mit der Kapillarblut-Analyse, EKG und bei Notwendigkeit mit den Möglichkeiten des MRT; Röntgen; Sonografie…- über die Hausarztpraxen der Patienten
  • Ping-Shen-Technik
  • Akupunktur
  • Moxa-Therapie
  • Gua-Sha-Techniken
  • TuiNa/Shiatsu
  • Kräutermedizin

Ich möchte Euch heute die Zungen- und Pulsdiagnostik ein wenig näher bringen.

Bei beiden Techniken kann ich als Therapeutin den Zustand der Meridiane aber auch der Organe erkennen- dabei sind Zungendiagnose und Pulsdiagnose gleich schwer… einer meiner Lehrer sagte einmal:“Lerne dein Leben lang in Puls- und Zungendiagnose an mehr als 20000 Zungen und Händen, dann bekommst du eine Ahnung vom Zustand des Menschen“ 😉 – ich bin jetzt bei ca. 3000… also noch Potential nach oben 😉 😉 .

Die Akupunktur bei einer dunkelroten Zungenspitze

Die Zunge- ein Organ mit vielen Aufgaben und Funktionen- so hilft sie uns bspw. beim Sprechen und Singen, mit ihr „Betasten“ und spüren wir beim Essen die Nahrung, prüfen, ob ausreichend gekaut wurde oder uns nicht zuträgliche Bestandteile entfernt werden müssen; wir reinigen damit die Schleimhauttaschen, Mundboden, Gaumen und Zahnzwischenräume. Ohne Zunge könnten wir die Geschmäcker süß, sauer, bitter und salzig nicht schmecken oder unterscheiden. Sie ist ein kräftiger, äußerst beweglicher Muskel, der „Putzer“ des Mundes, aber auch Spiegel des Körpers. Sämtliche Veränderungen in Farbe, Form und Belag können auf Störungen im Organismus hinweisen. Grund für diese Vielseitigkeit und Wichtigkeit ist die absolut vielschichtige organische und nervale Vernetzung von Mundhöhle und Zunge mit dem Gehirn. Die Zunge ist über vier Nerven sowohl mit dem Gehirn als auch mit inneren Organen verbunden- es sind… motorisch der Nervus(N.) hypoglossus, sensorisch die Chorda tympani, N. glossopharyngeus, N. vagus, sensibel die N. lingualis, N. glossopharyngeus, N. vagus. Diese sind für die Empfindung von Hitze, Kälte, Schmerz und Geschmack verantwortlich.

Zungendiagnose- nur ein kleiner Exkurs:

  • …an der Zungenspitze erkenne ich den Zustand von Herz und Geist und dem Pericard(Herz als Meister);
  • … direkt dahinter befindet sich die Zone der Lunge;
  • … es folgen mittig Magen und Milz;
  • …im Zungengrund dann die Därme, Niere und Blase…
  • … die Seiten geben Aufschluss über den Zustand von Leber und Gallenblase.

Die Farben:

  • hell- Mangel, Leere, Schwäche
  • blassrosa, leicht feucht glänzend, oft mit einem weißlich-klaren Belag überzogen- normal
  • rot oder dunkelrot- Hitze, oft Fülle
  • blau- Blutstase
  • weiß- Kälte
  • gelb-Hitze

Beispiele:

Ist die Zunge geschwollen, weißt das auf Feuchtigkeit und Schleim hin- zum Beispiel bei Übergewicht, Gelenkschmerzen, hohen Cholesterinwerten…

Ist die Zunge an den Rändern geschwollen, rot und aufgeworfen deutet das auf eine Leber-Gallenblasenproblematik hin z.B. bei Fettleber, Migräne, Fettstoffwechselstörungen…

Hast du Schwierigkeiten, die Zunge entspannt heraus zustrecken deutet das auf eine grundlegende Schwäche hin; weicht die Zunge seitlich ab, deutet das auf inneren Wind hin- ein Hinweis auf ernstere Zustände wie extreme Hypertonie, Arteriosklerose bis hin zu TIAS oder auch Vorzeichen für Erkrankungen des Zentralen Nervensystems.

Die Pulsdiagnostik:

  • kennt in der Klassischen Chinesischen Medizin wesentlich mehr Pulse als die westliche Medizin. Es gibt 28 verschiedene Pulse, die an drei Stellen und in drei  Tiefen an den beiden Handgelenken getastet werden können.

Den verschiedenen Pulspositionen werden die unterschiedlichen Organe zugeordnet.

Rechte Hand:

  • Cun: Lunge
  • Guan: Milz
  • Chi: Nieren-Yang

Linke Hand:

  • Cun: Herz
  • Guan: Leber
  • Chi: Nieren-Yin
Artischocke in der Ernährungstherapie bei einem gespannten, vollen und schnellen Puls in der Leberregion/ Zungenränder rot und geschwollen- die moderne Diagnose lautet Hypertonie mit erhöhten LDL-Cholesterinwerten

Die Art des Pulses wird in drei Tiefen (Hautoberfläche, mittlere und tiefe Ebene) ermittelt. Erfasst werden Frequenz, Volumen, Rhythmus und Form der Pulse. Damit werden  Mangel, Fülle oder verschiedene Disharmonien in den entsprechenden Organen unterschieden- gleichzeitig zeigt der Puls bei den unterschiedlichen Meridianen auch unterschiedliche Qualitäten bei Störungen an…

  • bspw. bei Störungen im Sondermeridian DuMai(direkt auf der Wirbelsäule vom Bereich zwischen Anus und Geschlecht bis zum Inneren der Oberlippe) sind Cun, Guan und Chi oberflächlich(Fu), können aber auch eine drahtige Qualität(Xian) oder volle(Shi) aufweisen.
Pulse und Zungenbefund weisen eine Leere im Nierenfunktionskreis auf- Schwäche im unteren Rücken, Kälte, der Urin ist sehr hell und muss laufend abgesetzt werden- Moxa auf DuMai 8

An beiden Handgelenken wird der Puls jeweils an drei Stellen getastet. Von distal (zur Hand hin) nach proximal (weiter zur Schulter): Cun, Guan, Chi- diese Positionen entsprechen in etwa der Lage der Punkte Lu9,8,7 auf dem Lungenmeridian.

An allen drei Stellen werden beim Betasten je drei Druckstärken ausgeübt: oberflächlich, mittel, tief…

… und daraus ergeb sich dann die 28 Hauptqualitäten in den Pulsen und die zahlreichen Differenzierungen.

Mit diesen diagnostischen Methoden habe ich in der Praxis die Möglichkeit, weiterführende Diagnostik zu empfehlen bzw. selbst durchzuführen.

Die Klassische Chinesische Medizin würde ohne diese beiden Komponenten der Diagnose nicht so effektiv und vollständig sein- an einer ausführlichen diagnose in beiden Bereichen erkennt ihr auf jeden Fall einen geschulten Therapeuten/ eine geschulte Therapeutin 🙂

Beim nächsten Beitrag in dieser Reihe nehme ich Euch mit auf einen Exkurs zur Akupunktur.

Bleibt gesund- bleibt in Eurer Mitte und lasst es Fließen- alles Liebe…

Kira

Unsere Hände…

…lassen uns nicht nur seit der Kindheit die Welt „BEGREIFEN“- sie stehen uns zur Seite, um den Sinn „Tasten“ voll zu entfalten, Gegenstände einfach in die Hand zu nehmen… und im Yoga?? Ja- da sind sie dazu da, uns mit „Sonnenfingern“ durch die Asanas zu führen; uns ggf. direkt mit den Chakren zu verbinden. Aber das ist noch längst nicht alles:

  • …mit ihnen haben wir Vieles im Griff
  • …mit ihnen erfassen wir Vieles
  • …wir entwickeln Fingerspitzengefühl
  • …mit ihnen sind wir Handlungsfähig
  • …..

Unsere Hände bestehen aus Handwurzel, Mittelhand und Fingern- in der Handwurzel sorgen 8 kleine Knöchelchen für Ordnung und Funktion; 5 röhrenförmige Knöchel bilden die Mittelhand an denen die Finger mit je 3 Knochenabschnitten befestigt sind; der Daumen bildet die Ausnahme mit 2 Knöchelchen und seinem Sattelgrundgelenk; dazu kommen Gelenke(Kugelgelenk), Gelenkkapseln, Muskeln, Sehnen und Bänder- ein komplexes System mit gut durchdachter Funktionalität, aber auch Anfälligkeit und Verletzungspotential wenn, ja wenn wir diesen unseren Greifwerkzeugen keine Aufmerksamkeit schenken.

Von Natur aus können wir unsere Hände/Finger sehr gut bewegen- die Vitalität und Frische der Jugend manifestiert sich darin- es sind MARMAS; Vitalitätszentren im Körper, die eine besonderen Aufmerksamkeit bekommen sollten; denn dort stagniert die Energie gerne bzw. sie sind Hauptorte, an denen Qi oder Prana besonders gut fließt. Marmas haben oft eine starke Verbindung zu anderen Körperbereichen; bspw. Handgelenk-Nase; Kleinfinger-Herz; Daumen-Bronchien… usw.

Besonders anfällig sind unsere Hände/Finger für Kälte- oder Hitze-Bi- rheumatische Erkrankungen nterschiedlicher Genese- um ganzheitlich zu arbeiten, stellt sich dann die Frage:

Gesund-Krank?

“ Warum entzünde ich immer wieder innerlich; was stellt den Reiz dar?“

„Der Schmerz ereilt mich immer wieder- welches Thema schleicht sich immer wieder in mein Leben?“

Es gibt viele Erkrankungen, die zur „Hand“-lungseinschränkung führen- vor allem der Stoffwechsel spielt dabei eine große Rolle- unsere Hände sind immer so gesund, wie wir uns ernähren, bewegen, leben- Gicht, Sehnenentzündungen, Karpaltunnelsyndrom, Durchblutungsstörungen… viele Erkrankungen manifestieren sich bei einer entsprechenden Disposition in den Händen.

In der Chinesischen Medizin arbeiten wir mit den Jing-Points der Finger; im Yoga haben die Hände und Finger den besonderen Bezug zum 2. Chakra- dem Svadhisthana/ Sakral- oder Sexual-Chakra- hier wohnt unser SELBST mit Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Sexualität, Intuition, Kreativität, Selbstakzeptanz- es wird vom Unterbewusstsein gesteuert/beeinflusst.

Wir kennen alle solche Redewendungen „Es gleitet mir aus den Händen“ oder „Ich bekomme es/dies/… nicht in den Griff“ , „Es rinnt mir durch die Finger“…- ein Defizit im Sakral-Chakra, im Dantian zeigt sich in mangelndem Selbstbewusstsein und in der Endkosequenz in Angst- wir können auch noch die Klassiker der alten Chinesischen zu Rate ziehen: die Nierenenrgie manifestiert sich in gesunder Fülle in Mut- im Mangel in der Angst. Ist die Angst sehr stark- schwächelt das Svadhisthana- dann erfolgen Rückzug, der Verlust der Lebensqualität- das Leben „rinnt durch die Hände“.

Wie können Sakralchakra und Hände gestärkt werden:

  • Mani Bandha Shakti Vikasaka
  • Asanas wie Krähe, herabschauender Hund, Hahn, einfacher Pfau(Mayurasana), die einfache Schlange(Sarpasana) oder auch die Berghaltung(Tadasana) mit verschiedenen Handhaltungen; die Handhaltungen im QiGong-Ball oder „Himmel stemmen und die Erde drücken“ führen zu Flexibilität und Hand/Finger-Vitalität
  • Mula-Bandha stärkt das Sakralchakra-
  • Anjali-Mudra
  • Sambodhini-Mudra
  • Meditation und Affirmation von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen
Krieger III mit AnjaliMudra

Alle Varianten sollten immer durch eine(n) QiGong- oder Yoga-Lehrer/*in angeleitet werden; später darf gerne alleine geübt werden.

Viel Erfolg und gutes Gelingen beim“Händeln“der neuen Woche- alles Liebe wünsche ich Euch🕉

Kira

Pericardmeridian…

…der Meridian “ Herz als Meister „- ist tatsächlich der Wächter des Herzens.

In der „Schulmedizin“ kennen wir das Pericard ebenfalls als Schutz für das Organ Herz.

http://kyusho.de/Pericardium.jpg
Bild aus dem Handbuch für Akupunktur

Der „Herz als Meister“ geht viel weiter- er ist es, der Shen im Herzen schützt und bewahrt. Er ist ein Yin-Meridian; wirkt also in der Tiefe und tief- seelisch und körperlich; innerviert das Elemet Feuer, erhält die Freude(Emotion), öffnet sich ebenfalls über die Zunge. Obwohl oder gerade weil 😉 dem Feuer zugeordet, hat er einen großen Einfluss auf das Vegetativum und damit auch auf die energetische Arbeit des Magens.

Ein Mangel an Energie zeigt sich durch Unruhe, Schlafstörungen, bedrückende Träume, Herzklopfen, Atemprobleme, Angina Pectoris, Blutdruckschwankungen mit Hang zum niedrigen Blutdruck, schwachen Kreislauf (man kommt nicht mehr in Schwung, läuft auf Sparflamme); die Magenfunktion kann geschwächt sein und es können Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre entstehen.

Eine Fülle an Energie zeigt sich hier in erhöhtem Blutdruck- besonders in der Dyastole-, Durchblutungsstörungen, Schwindelgefühle, Herzklopfen, hartem und oberflächlichen Puls, rascher Ermüdbarkeit, Kopf- und Magenschmerzen, die Störungen in der Durchblutung führen zu schwitzig-heißen Händen.

Einer der Akupunkturpunkte, die ich in der Praxis oft verwende, ist der siebte Punkt auf dem Meridian- auf dem Beitragsbild zu sehen:

  • Pericard 7- DaLing- heißt übersetzt etwa großer Hügel; der Name ist hier Programm; er ist ein SunSiMiao-Geistpunkt und Yuan-Punkt auf diesem Meridian.
  • Zu finden ist er direkt mittig des inneren Handgelenkes und in der Nadelsetzung eine Herausforderung für jeden Akupunkteur.
  • Seine Wirkung- er klärt Hitze aus dem Herzen und beruhigt Shen-den Geist-; harmonisiert den Magen und die Gedärme; befreit den Brustkorb und klärt das Yin, die Nährschicht und das Blut- vor allem auch in Bezug auf Hitze.

Einsatzgebiete anhand der Symptome sind bspw.:

  • Unruhe, Rastlosigkeit; Schlafstörungen, Herzenge….
  • bei Posttraumatischer Belastungsstörung; Depressionen; anhaltender Schlafstörung durch mentale Belastung- alles was durch Hitze und Qi-Stagnation im oberen und mittleren Jiao(Erwärmer) entstehen kann.
  • Er ist der Akupunkturpunkt, der bei multiplen Traumen bei Männern und Frauen einsetzbar ist.
  • Allerdings kann er auch bei starken Beschwerden im Magen- und Darmbereich eingesetzt werden, die sich auf Grund mentaler Belastungen manifestiert haben.

Der „Herz als Meister“-Meridian- eine Hilfe und ein Segen in der Akupunktur!

Alles Liebe und gute Gesundhheit, mentle Stärke und einen guten Weg- Kira!

Der Brummkreisel im Kopf…

sind Schwindelattacken oder auch mehrfach auftretender Schwindel über einen längeren Zeitraum. Schwindel kann sich sehr unterschiedlich äußern- Lagerungsschwindel; Dreh- oder Schwankschwindel; Schwindel-Migräne-Attacken; Morbus Meniere; Schwindel durch ein geschädigtes Innenohr und,und, und…

So ein Schwindel kann ganz schön verunsichern und die Ursachen sind sehr vielfältig- hier ein Auszug:

  • Schwindel im Rahmen von Erkrankungen zum Beispiel durch erhöhten oder zu niedrigen Blutdruck;
  • Schwindel durch Fehlstellungen der Halswirbelsäule;
  • Schwindel durch Schädigungen im Innenohr- dem Sitz des Gleichgewichtsorgans unseres Körpers;
  • Schwindel bei Durchblutungsstörungen;
  • Schwindel im Rahmen einer TIAS; eines Apoplex(Schlaganfalls); einer KHK…
  • Schwindel nach oder während einer aktiven Infektion mit dem Herpes- Zoster;
  • Schwindel durch Augenerkrankungen;
  • Schwindel durch geschädigte Nerven;
  • Schwindel durch Stress oder andere psychosomatische Belastungen;
  • Schwindel durch chronische (Alters-) Erkrankungen wie bspw. Diabetes Typ2 und 3; MS; Arteriosklerose…
  • Schwindel durch falsche; zu hohe oder zu niedrige Medikation
  • Altersschwindel…

Nicht selten stellen sich Patienten und Patientinnen nach einer längeren Reise durch zahlreiche Arztpraxen vor- Behandlungen haben oft nur kurze Zeit Linderung gebracht; allerdings hat die Naturheilkunde auch nicht immer den Stein der Weisen für das Phänomen Schwindel- aber einen ganzheitlichen Ansatz. Gemäß der chinesischen Medizinlehre ist Schwindel ein Symptom für inneren Wind, der durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden kann- diese sind Schleim und aufsteigendes Leber-Feuer; Qi- und Blut(Xue)-Mangel; Yin-Mangel; unkontrolliert aufsteigendes Leber-Yang…

Schwindel und seine Ursachen lassen sich sehr differenziert ergründen:

Qi- und Blut-Mangel können zu Schwindel führen– die Symptome sind:

  • oft leichterer Schwindel- „mir ist etwas düsig“
  • oft ausgelöst durch Aufstehen
  • bessert sich durch Ruhe/ Schlaf; Bewegung und Anstrengung verschlimmern den Schwindel
  • mögliche durch Unterzuckerung/Hunger/Auslassen von Mahlzeiten
  • oft von niedrigem Blutdruck begleitet
  • nach Anstrengung/ Krankheit- durch Erschöpfung
  • Betroffene sind eher blass/blasses Gesicht, blasse Lippen
  • bei Blutmangel erscheinen zusätzlich trockene Augen, brüchige Nägel, innere Unruhe, Eisenmangel (Anämie)
  • Qi-Mangel äußert sich eher durch Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Verdauungsprobleme, schwaches Bindegewebe
  • Ursachen sind oft Ernährungsfehler: zu wenig essen, Mahlzeiten auslassen, Diäten, minderwertiges Essen (Fertigprodukte), zu viel kaltes und rohes Essen, zu viel Zucker, zu viel Kaffee, zu wenig Eiweiß, außerdem zu viele und zu scharfe Gewürze und Gewürztees, Krankheiten, Alter, viele/schwere oder zu rasch hintereinander folgende Geburten, dauerhafte Überanstrengung – auch Sport/Leistungssport…
Schwindel bei Höhe

Yin-Mangel in den Funktionskreisen Niere(öffnet sich über die Ohren) und/oder Leber(öffnet sich über die Augen) führen zu Schwindel mit den Symptomen:

  • leichter bis mittelstarker Schwindel- oft verchronifiziert
  • oft ab 50+
  • trockener Stuhl und/oder Verstopfung
  • trockene Haut und Schleimhäute
  • Hitzewallungen, Nachtschweiß- Hitze an den fünf Herzen(Handinnenflächen, Fußsohlen und Brustbereich)
  • ggf. Bluthochdruck
  • ggf. Osteoporose
  • innere Unruhe, Nervosität- schwache Nerven/Neurastenie
  • Schlafstörungen
  • Sehstörungen/ verchwommene Sicht
  • Ursachen können sein: Ernährungsfehler (wie bei Qi- und Blutmangel),  Folge eines länger bestehenden Blut-Mangels, starke Menstruationsblutungen, zu häufiges Blutspenden, zu häufige Fastenkuren und Diäten, Burnout, chronische Krankheiten…

Trüber Schleim blockiert den Kopf und führt zu diesen Symptomen:

  • starker Schwindel mit oder ohne Benommenheit
  • Schweregefühl im Kopf
  • Konzentrationsstörungen/Merkstörungen
  • Völlegefühl- ggf.Übelkeit und Erbrechen
  • Neigung zu breiigem Stuhl oder Durchfall mit stärkerem Geruch
  • Gelenkbeschwerden/rheumatische Beschwerden
  • Schwellungen an Gleidmaßen; Gelenken; aufgequollenes Gewebe/ Abdomen
  • Ursachen können sein: Ernährungsfehler wie bspw. fortwährend üppiges Essen und/oder Überessen, zu viel fettiges Essen mit viel Öl/Oliven…, häufiger Fleischkonsum, Dauerkonsum von Schokolade, Kakao, Kuhmilch und deren Produkte- dazu noch die Kombination von Brot/Weißbrot; Joghurt, Smoothies, zu viel Rohkost und kalte Getränke, Fruchtsäfte, geröstete Nüsse, Chips und Knabbereien…;

Leber-Hitze, aufsteigendes Leber-Yang und Leber/innerer Wind weisen folgende Symptome auf:

Da alle Symptome den starken Bezug zur Leber haben, eins das andere bedingt und sie fließend ineinander übergehen fasse ich die Symptome zusammen…

  • starker bis sehr starker Schwindel
  • Drehschwindel/ Morbus Menière
  • plötzlich einsetzend – oft nach scharfen/ erhitzenden Speisen oder Getränken- aber auch bei Stress; Sturm; starkem Wind im Äußeren…
  • … oft einher gehend mit plötzlichen, starken Kopfschmerzen/Migräne
  • Schwindel in der Höhe- beim Hinabsehen oder auch in die Ferne sehen- im Gebirge, in hohen Etagen…
  • Bluthochdruck/ hoher Augendruck
  • rotes Gesicht/ rote Flecken im Gesicht
  • Hitzegefühle im Kopf
  • große Unruhe, Rastlosigkeit
  • gerötete, entzündete Augen, erhöhter Innendruck
  • Neigung zu Verstopfung mit hartem Stuhl oder sehr stinkendem Stuhl
  • Neigung zu trockener Haut und trockenen Schleimhäuten
  • Schlafstörungen, begleitet von Albträumen oder heftigem Träumen, Aufwachen besonders zwischen 1 und 3 Uhr- gemäß Organuhr die Zeit von Gallenblase und Leber
  • Hörsturz/ ggf. plötzlicher Tinnitus-das Ohrgeräusch ist oft ein lautes, wie Motorengeräusch
  • Neigung zu Gefühlsausbrüchen/ Hysterie, Cholerik
  • Sehstörungen
  • Zittern von Händen und Füßen, Krämpfe und taube Gliedmaßen/ Krampfanfälle- dies ist besonders typisch bei Leber-Wind, der aus großer Hitze oder starkem Blutmangel, aber auch durch starke Reaktionen auf den wetterbedingten Sturm/Fön …
  • Ursachen sind unter anderem: Ernährungsfehler wie zuviel Fleisch, Wurst, erhitzende Gewürze wie Pfeffer, Chili, Knoblauch, Zwiebel, Kaffee, Alkohol und Genussmittel/Rauschmittel, Kakao, Schokolade, Fertigprodukte, Fast Food, Überessen, Wachstum und Hormone in der Pubertät/Schwangerschaft/Wechseljahre/ Schilddrüsen- und Nebennierenrinden-Entgleisung, Yang-Überschuss bei (jungen) Männern, Leistungsdruck und Stress, hitzige Emotionen wie Wut und Zorn, die unter Umständen auch lange Zeit unterdrückt worden sind…Wetterwechsel; Wetterkapriolen; Dauerstress auf Arbeit…

Behandlung von Schwindel mit chinesischer Medizin:

  • Ursachen- und Symptomklärung anhand einer ausfühlichen Anamnese, Zungen- und Pulsdiagnostik, körperliche Untersuchung(Wirbelsäule…) und neurologischen Tests; Blutdruckmessungen;
  • Akupunktur; ggf. GuaShaFa und/oder Aderlass
Aderlass
  • TuiNa- manuelle Behandlungen ggf. auch sanfte chiropraktische
TuiNa
  • Schröpfen oder Pulsationstherapie
  • Kräutermedizin
Kräutermedizin ist sehr umfangreich und absolut individuell
  • Ernährungstherapie/ Ernährungsumstellung
  • Entspannungsverfahren aus dem QiGong/Yoga
Meditation
  • Atemtherapie
  • Bewegungstherapie

Die Naturheilkunde im Allgemeinen bietet auch aus den Bereichen Spagyrik und Homöopthie zahlreiche Lösungsmöglichkeiten.

Egal welcher Weg gewählt wird; die Therapie sollte immer individuell abgestimmt sein und kann nur in Zusammenarbeit zwischen Betroffenem/Betroffener und dem/der Therapeuten/Therapeutin Früchte tragen.

Bei Fragen stehe ich gerne per Mail oder Telefon zur Verfügung!

Bleiben Sie gesund- alles Liebe wünscht Kira

Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein – Voltaire

Nur keine Angst…

…vor der jetzigen Herausforderung- denn Herausforderungen gab und gibt es immer im Leben. Ich weiß, dass es einige von Euch momentan nicht einfach haben. Mir geht es ähnlich- die Praxis ist nur noch halb ausgefüllt; die Yogatherapie-Stunden und Workshops sind abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben… Miete und Verpflichtungen müssen weiter bedient werden (: . Meine Bitte und Aufmunterung- lasst Euch nicht von Eurer Angst beherrschen- stellt Euch Euren Ängsten und geht aktiv damit um.

Wo kommt denn diese Emotion Angst her?

  • Gemäß der chinesischen Medizin ist die Emotion Angst dem Nieren/Blasen-Funktionskreis zugeordnet.
  • Haben wir eine starke Nieren-Yin/Blasen-Yang- Energie gehen wir mutig an Herausforderungen heran; lassen uns von Ängsten nicht so leicht aus dem Konzept bringen.
  • Ein gutes Jing- ererbt von den Vorfahren; eine gute Stärke, die die Eltern unterstützt und gefördert haben, eine Ernährung zur Stärkung der Wurzelenergie und ein entsprechender Lebenswandel sorgen dafür, dass die Nierenenergie stark ist. Schwach wird sie durch Genussmittel, Raubbau an der Gesundheit, schlechte Nahrungsmittel, exzessiven Lebenswandel…
  • Ein gesundes Verhältnis zur Emotion Angst sichert Stabilität und Bewahrung des Lebens- in bestimmten Situationen kann Angst uns vor Fehlern bewahren; lässt uns Vorsicht walten, warnt uns vor Gefahr(en).

Angst, egal ob Existenz- oder Situationsangst, lähmt die Blasen- und Nierenfunktion (Wasser Element); schwächt unsere Lebenskraft. Auf der anderen Seite neigen Menschen mit schwachen Nieren zu Überängstlichkeit. Weitere Symptome, die eine Schwäche in der Niere – Nieren-Qi-Mangel, Nieren-Yang-Mangel, Nieren-Yin-Mangel – aufgrund von Angst fördern können, sind:

  • Lendenschwäche und Lendenschmerzen
  • Herzklopfen, Unruhe, unbestimmte Rastlosigkeit, Nachtschweiß
  • Stottern
  • Muskelkrämpfe
  • Inkontinenz
  • Neigung zu Durchfall
  • Schwache/zittrige Beine
  • Schwache Menstruation
  • Potenzschwäche

Das Wasser Element (Niere als Yin und Blase als Yang) lässt sich aber auch durch positive Emotionen und Energien stärken:

  • Liebevolle Beziehungen- Frieden schließen mit Personen, Situationen…,
  • Mut- Unvermeitliches annehmen und sich Neuem stellen,
  • Gelassenheit- nicht einfach, aber sinnvoll
  • Sanftheit- mit sich selbst und anderen nicht so hart in’s Geschirr gehen;
  • Stille- ein Maß an Ruhe und Erholung ist unabdingbar- auch ein Motor läuft nicht ewig unter Dauergebrauch 😉
  • Bescheidenheit/Zufreidenheit/Maß halten
Räucherritual mit Zimt, Fichtenharz, Sternanis, Orange und Nelke gegen Ängste

Um es klar zu sagen- es geht in diesem Beitrag nicht um eine psychische Erkrankung, die mit Angst und Panik einher geht. Es geht um diese diffuse Angst, die die momentane Situation im Rahmen der Pandemie bei dem einen oder anderen hervorruft.

Was kannst Du/ können Sie gegen Ängste tun:

  • Wie real ist die Angst wirklich? Schreibe auf, was Dich bedrückt und schätze es dann realistisch ein.
  • Lass Dich nicht verunsichern- nimm den gesunden Menschenverstand und setze das um, was Dir Sicherheit geben kann.
  • Analysiere- wo kommen Deine Ängste her- womit haben sie zu tun? Ist es ein altes Muster, etwas, was Du selbst schon einmal erlebt hast…?
  • Was kannst Du selbst tun, um die Situation zu ändern?
  • Vergegenwärtige Dir, dass es eine Situation ist, die sich ändert- in den folgenden Minuten, Stunden, Tagen eventuell auch erst in einem oder mehreren Monaten.
  • Werde aktiv- orientiere Dich neu oder um- „Führt nicht der direkte Weg aus der Angst, nimm einen anderen…“
  • Gib Deinem Tag eine Struktur; auch beim Homeoffice bspw. sorgsam zuecht machen wie für das Büro; zu gleichen Zeiten aufstehen, essen, Zeit für Sport und Freizeit einplanen, den Unterricht für die Kindern planen… Struktur und Routine ist eine sehr gute Maßnahme gegen diffuse Ängste.
  • Orientiere Dich, welche finanziellen Unterstützungen für Dich möglich sind und beantrage diese- egal ob beim Vermieter, dem Arbeitgeber, der ARGE…
  • Pflege Kontakte via Telefon, WhatsApp oder Post…aber…
  • …reduziere den Nachrichtenkonsum und Kanäle des SocialMedia
  • Nimm Dir Zeit für Dich- was kommt sonst zu kurz- Lesen, Musik, Filme, Aufräumen- Sortieren- vielleicht ist jetzt die Zeit, sich auch innerlich neu zu sortieren 😉
  • Achte auf Ruhe- und Schlafzeiten; frische Luft und Bewegung!
  • Meditation und Atmung, Akupunktur, Kräutermedizin…- such Dir Hilfe bei Fachleuten- diese können Dich unterstützen und Wege aufzeigen…

….gehen musst Du diese Wege allerdings selbst.

Urtinktur zur Unterstützung

Tee für Ruhe und Gelassenheit:

  • Mische Passionsblumenkraut, Melisse und Johanniskraut(nicht in die Sonne gehen) zu gleichen Teilen; nimm für 300ml Tee einen Esslöffel der Mischung + 300ml kochendes Wasser und lass den Sud zugedeckt etwa 5-8 Minuten ziehen; abseihen und langsam trinken- ein-drei Tassen täglich ab 13 Uhr.

Nahrungsmittel, die Shen beruhigen und die Nieren stärken, denn „…die Niere ist das kleine Herz…“:

  • Cashews, Chinakohl, Endiviensalat, Hafer, Honig, Honigmelone, Kichererbsen, Kopfsalat, Maulbeerfrüchte, Mungbohnen (und -sprossen), Rosenkohl, Rosinen, rote Beete (rote Rüben), Stangensellerie, Tomate, Vollkornreis, Weintrauben, Weizen – Grieß, Couscous, gekeimter Weizen- nimm die ganzen Körner- aber Vorsicht bei Glutenunverträglichkeit, Zitrone,

Wir gehen zur Zeit alle einen gemeinsamen Weg- einen momentan sehr engen, steinigen Weg- allerdings ist die Kreuzung schon zu sehen- der Weg wird breiter und lässt bald wieder mehr Raum- alles Liebe und gute Gesundheit!

“ Das Leben beginnt dort, wo die Furcht aufhört“- OSHO

Gesund älter werden mit Hilfe der klassischen chinesischen Medizin

Das YangShen- die Lebensführung für ein gesundes und langes Leben ist mehr als eine Prävention von Krankheiten- es ist eine Einstellung zum Leben und zur Gesundheit- sie beginnt im Kindesalter und selbst das Gehen des letzten Weges ist davon bestimmt. Es ist so schade, dass in unserem Kulturkreis das alte Wissen dazu bei einem Großteil der Menschen wenig oder gar keine Resonanz findet. Nicht nur im asiatischen Kulturkreis gibt es diese tiefe Achtung, den Respekt vor dem Leben; auch bei uns kennen wir dies- bspw. in den überlieferten Lehren Hildegard von Bingens. Nach Studien der letzten Jahrzehnte ist mittlerweile erforscht, dass etwa 40 % der Krankheiten auf Veranlagungen und ererbte Konstitutionen zurückzuführen sind; 60% der Gesundheit beruhen jedoch auf Lebensführung und Einstellung zum Leben.

Sauer vom Geschmack+grün in der Farbe= positiv für die Leber und Gallenblase

Die Praktiken des YangShen oder auch nach den Lehren Hildegard von Bingens sind:

  • Kultivierung des Geistes und der Emotionen- zum Beispiel duch regelmäßige Meditation
  • Regulierung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme- in Achtsamkeit wann, wie, wieviel, was…
  • Balance des Körpers in Ruhe und Bewegung/Belastung-Entlastung; regelmäßige Bewegung an j e d e m Tag des Lebens
moderates Krafttraining- „…in einem gesunder Körper wohnt ein gesunder Geist…“
  • ausreichender und guter/erholsamer Schlaf- variierend von Mensch zu Mensch…
  • Achtsamkeit und Liebe/Aufmerksamkeit zu sich selbst….
  • …und Liebe zu Natur, den Lebewesen, der Kultur(Musik, Tanz, Kunst)
  • eine erfüllende und erfüllte Sexualität

Die klassische chinesische Medizin bietet dem Nutzer eine Vielzahl an Möglichkeiten, denn unsere Dysbalancen gehen nicht auf einen Mangel, sondern auf einen Überfluss und eine Vernachlässigung des Notwendigen zurück:

  • Ernährungsmedizin- Typ entsprechend als eine lebenslange Möglichkeit für eine gesunde Ernährung
  • Konstituionsakupunktur zur Stärkung der Essenz/ des JING
  • Kräutermedizin entsprechend der Konstitution
  • TuiNa
  • TaiJiChuan und QiGong oder Yoga- mit den Möglichkeiten der Meditation und Körperübungen
  • Leben im Einklang mit den Tageszeiten/ Jahreszeiten
  • Nutzen der Moderne für die Gesundheit
  • Anerkennen, dass das Altern ein physiologischer Prozess ist, der zum Leben gehört- wir entstehen aus Yin und Yang und sofort altern wir- nach der Geburt im besten Fall erst innerhalb von 70-100 Jahren

Das Entscheidende ist das Maß halten- Ausleiten oder Zuführen, Wärme oder Kälte, Bewegung oder Ruhe… und das jeweils immer zu hinterfragen, welches Ausmaß die Handlung haben muss!

Altern- nicht schrecklich, sondern der Lauf der Zeit- wie allerdings, dass haben wir wieder selbst in der Hand 🙂 – und das ist eine sehr gute Nachricht!

Alles Liebe und Shenti JianKang(gute Gesundheit)- Ihre Kira Schwarzrock

Alle Jahre wieder…

nur in diesem Jahr etwas intensiver- Virusinfekte- mit jedem Jahr stärker, ausufender und jetzt auch noch das Corvid-19.

Virus-Pandemien; Virus-Epidemien gibt es schon seit vielen Jahrhunderten; allerdings haben auch Viren die Möglichkeit, ihre „Stärke“ und ihr Wirken anzupassen. Es gibt einige allgemein gültige Verhaltensregeln, um Ansteckungen zu minimieren/ zu vermeiden:

  • Immunsystem stärken- Ernährung, Bewegung, frische Luft, Wechselduschen, Vitamine,
  • Hände waschen- mindestens alle Stunde; ggf. auch öfter- mit einer rückfettenden Seife und bei Notwendigkeit auch mit einer Antiviralen Lotion- danach ggf. Desinfektionslösungen benutzen
  • Bei Schnupfen und Husten- in die Armbeuge niesen/husten, sich wegdrehen von anderen Personen
  • Hände schütteln und Umarmungen einfach weglassen
  • Nicht in das Gesicht fassen- alle Keime, die an den Händen … „kleben“, gelangen sonst ganz schnell in den Körper
  • Trinken- lauwarmes, abgekochtes Wasser und zwar alle Stunde ein Glas; damit bleiben die Schleimhäute feucht, denn nur trockene bzw. ausgetrockene Schleimhäute werden „rissig“ und empfindlich
  • Veranstaltungen oder Menschenansammlungen meiden; ggf. Termine verschieben oder absagen
  • Stress meiden
  • Ausreichender Schlaf
  • Reisen absagen oder verschieben
  • Quarantäneanweisungen einhalten
  • keine Panik- keine Hyperchondrie- eine positive Einstellung zur eigenen Immunabwehr entwickeln

Was sagt die chinesische Medizin zu Corona?

  • Generell werden Infektionen nach Wind-Kälte-Schleim oder Wind-Hitze-Schleim eingeordnet; beim Corona-Virus bestehen zwei wesentliche Aspekte, wenn die Symptome auftreten: Hitze und Schleim; Corona gehört zu den WenBing-Erkrankungen(Hitze, Toxische Hitze).
  • Die Inkubationszeit liegt bei 14 bis 21 Tagen und die Symptome sind einer Grippe sehr ähnlich- der Erreger befindet sich bei Erscheinen der Symptome bereits in den tiefen Schichten des Körpers und kann nicht durch Schwitzen ausgeleitet werden- die Ausleitung muss zwingend über den Stuhlgang oder den Urin erfolgen.
  • Es gibt keine Standardrezepturen zur Behandlung, sondern die Rezepturen müssen zwingend auf den speziellen Patienten, seine Symptome, sein Alter und die klimatischen Bedingungen abgestimmt werden.
  • Bekannt ist, dass oft zuerst Symptome im Hals/Rachen-Bereich erscheinen und dann direkt die oberen Luftwege und die Lunge befallen werden- hier geht es darum, die toxische Hitze auszuleiten/ zu eleminieren und ggf. den Schleim zu transformieren und auszuleiten- dazu gibt es einige, sehr unterschiedliche Rezepturen- diese lassen sich nach der Differenzaldiagnose gut festlegen- als erste Maßnahme können hochdosiert Schüssler Salz Nummer 3- alle viertel Stunde zwei und Schüssler Salz Nummer 4- ebenso genommen werden; auch Gurgeln mit Salbei und das Trinken von Lindenblütentee sind angezeigt.
  • Die Prävention– siehe oben- und Stärkung des Immunsystems sind bei dieser Epidemie/Pandemie sehr wichtig: täglich Schüssler Salz Nummer 3- 20 Pastillen über den Tag verteilt im Mund zergehen lassen; dazu der Verzicht auf kalte und denaturierte Speisen; FastFood und Zitrusfrüchte. Es gibt eine Kräutermischung, die präventiv eingesetzt werden kann: YuPingFengSan- das JadeWindschutzPulver- dieses kann Ihnen jeder TCM-Therapuet verordnen! Allerdings ist dies keine 100%-Garantie!!! Eine weiter Möglichkeit ist der Einsatz von GlechomaHederacea Urtinktur; diese stärkt ebenfalls das Immunsystem und kann sogar während der Infektion genommen werden- bitte fragen Sie auch hier Ihren jeweiligen Therapeuten/ die Therapeutin.
  • Präventiv kann Akupunktur eingesetzt werden, zzgl. Moxa als Hausaufgabe: Akupunktur an ZuSanLi, ZhongWan und QiHai; Moxa an den gleichen Punkten für jeweils 5-10 Minuten oder mit Klebemoxa- zweimal täglich/ ZuSanLi beidseitig- allerdings muss auch gesagt werden, dass es keinen 100%en Schutz gibt.
Akupunktur an GB20- FengChi, um Wind auszuleiten
  • Nasenduschen- eine allgemeine Präventionsmaßnahme- auch für harmlose Infekte

Die Corona-Pandemie ist eine ernste Sache- allerdings helfen Panik und/oder Verharmlosung nicht; was wir brauchen ist ein gesunder Menschenverstand und ein friedliches- solidarisches Miteinander!

Bleiben Sie gesund und alle guten Wünsche- Ihre Kira Schwarzrock

Hypertonie- Hyperto-Manchmal

Ich melde mich heute mit einem kleinen Augenzwinkern- auch wenn Hypertonie als Symptom- bereits hier auf meinem Blog(http://spiritandbalance.de/?s=hypertonie) zur Genüge erläutert- ernst zu nehmen ist.

Heute geht es eher um das Phänomen des schwankenden Blutdrucks und was die Naturheilkunde dafür bereit hält:

Kräutermedizin- in der chinesischen Medizin gibt es acht Hauptrezepturen bei Hypertonie
  • Ein abgestimmtes und ineinander greifendes System aus Hormonen, Gefäß- und Nervenaktionen steuert unseren Blutdruck und passt ihn den Gegebenheiten an. Bei Stress oder auch bspw. körperlicher Anstrengung setzt der Sympathikus als Teil des vegetativen Nervensystems ein und lässt den Blutdruck in die Höhe schnellen, in Ruhephasen übernimmt der Parasympathikus- das Herz schlägt ruhiger, die Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt wieder.

Ursachen für schwankenden Blutdruck:

  • Hormonschwankungen in den Wechseljahren und der Menopause
  • Hormonschwankungen durch Schilddrüsenstörungen
  • Versteckte Alterserkrankungen– zu prüfen sind auf jeden Fall, ob ggf. Demenzhinweise vorliegen, denn auch bei Altersdemenz oder Morbus Alzheimer kann es zu stark schwankenden Blutdruckwerten kommen;
  • Hormonelle Verhütung– Pille und Co. können zu Blutdruckschwankungen- auch im jungen Alter- führen!!! Daher ist es notwendig, diese Quelle in Betracht zu ziehen und entsprechend auszuschließen bzw. abzustellen. Es gibt andere- sehr gut wirkende- Alternativen zur hormonellen Verhütung!
  • Vegetativum– der Blutdruck ist gut eingestellt- entweder besteht sonst normaler Blutdruck oder es werden bereits Medikamente genommen- durch Stress, Alkohol, Nikotin, Lakritze oder Schmerzmittel kommt es aber immer wieder/ab und zu zu Entgleisungen;
  • Non-Compliance– unzuverlässige Einnahme der Medikamente, ähnlich wirken auch schlechte Einstellung des Blutdrucks oder unzureichende Basismaßnahmen wie Ernährung, Bewegung, Stressregulation;
  • Sekundärer Bluthochdruck– Ursachen wie Schlafapnoe, hormonbildende Tumoren, Nierenerkrankungen oder Hyperaldosteronismus wurden übersehen und nicht behandelt und führen immer wieder zu Blutdruckschwankungen bis hin zu hypertonen Krisen;

Im Alltag und am Tag ist eine moderate Blutdruckschwankung normal- schließlich sorgt der Druck dafür, dass unser Herz den Ansprüchen des Alltags angepasst arbeitet. Ein dauerhaft stark schwankender Blutdruck ist jedoch in etwa so gefährlich wie dauerhafte Hypertonie- die Gefäße werden zu stark belastet, das Herz kann ermüden, das Herz-Kreislaufsystem ist extrem belastet und eine Gefahr für kardio-vaskuläre Folgeerkrankungen- auch mit letalen Folgen- besteht.

Was tun?

  • Lebensumstände e h r l i c h prüfen! Auch wenn es schwer fällt und man vielleicht einige Fakten nicht anerkennen kann/möchte- das Aufdecken und Erkennen von Stressmechanismen, schlechter/unpassender Ernährung, Bewegungsmangel… ist unter Umständen lebensnotwendig.
  • Lebensumstände umstellen- moderat und Step by Step…
  • Bewegung- besonders Ausdauertraining- regelmäßig- d.h. täglich- in den Alltag integrieren; das sind auch regelmäßige Spaziergänge, moderates Schwimmen, Walking… aber immer mit Pulskontrolle und mindestens 30- 60 Minuten/ Tag; auch gesplittet;
  • Ernährungsumstellung – immer dem Typ entsprechend; dabei helfen bspw. Stoffwechselanalysen/Gentests (auf Nachfrage auch bei mir in der Praxis möglich); die Umstellung gemäß der Diagnostik der chinesischen Medizin(Zunge,Puls, Hara);
  • Moderates Krafttraining in den Alltag integrieren- entweder mit dem eigenen Körpergewicht oder im Studio- das Herz ist ein Muskel- Muskeln müssen trainiert werden und lt. aktueller Studien(bereits seit den 80er Jahren) wirkt sich ein angepasstes Krafttraining mit 65-75% der Maximalkraft positiv auf das Herz/ Herz-Kreislauf-System aus.
Sumosquat
  • Gewichtsmanagment- Übergewicht oder stark schwankendes Körpergewicht haben sehr wohl eine Auswirkung auf den Blutdruck und kann zu Blutdruckschwankungen führen- siehe Punkte vorher.
  • Kräutermedizin entsprechend der Ursache- es gibt aber einige Kräuter, die man auch ohne Typanalyse nehmen kann: bin ich ein Hitzetyp(immer warm, oft schwitzend, T-Shirt im Winter…) regelmäßig Melissen-,Maishaar- und Löwenzahntee trinken; bin ich eher blass und ein Kältetyp dann Johanniskraut- und Passionsblumentee- aber bitte beachten- es sind Kräuter, diese haben einen Medikamentencharakter und ich empfehle immer einen genaue Diagnostik!!!
  • Akupunktur, BaGuanFa(Schröpfen), GuaChaFa und Aderlass nach Hildegard von Bingen- alles hat eine positive Wirkung auf das Vegetativum; der zu hohe oder schwankende Blutdruck wird bei regelmäßiger Anwendung reguliert und normalisiert; beim GuaShaFa wird der Muskeltonus positiv beeinflusst und dadurch indirekt eine positive Wirkung auf den Blutdruck ausgeübt;
  • Sind Medikamente notwendig, dann sollte regelmäßig- d.h. alle 4 Wochen- die Medikationsnotwendigkeit überprüft werden- ändert sich der Alltag, stellt der Betroffene sein Leben um, kann eine Reduktion der Medikamente möglich sein.

Achten wir also durchaus regelmäßig auf unseren Blutdruck- und immer daran denken- wir haben es immer selbst in der Hand!!!

Gute Gesundheit und alles Liebe- Kira Schwarzrock

Faszinierende Faszien

Sie sind mittlerweile in aller Munde- es gibt zahlreiche Gerätschaften für ihre „Behandlung“- dabei sind Faszien als Defaktum in der chinesischen Medizin schon lange bekannt. Eine Therapiemethode ist das GuaShaFa- dabei werden in erster Linie Faszien behandelt. Auch wenn die alten Ärzte den Begriff nicht kannten- bekannt war, dass sich Pathogene von außen nach innen und von innen nach außen bewegen können und GuaShaFa dient unter anderem dazu, Pathogene auszuleiten. Pathogene können auch mangelnde Bewegung, Fehlhaltung…sein.

GuaShaFa bei Schulterschmerzen

Was sind denn nun Faszien?

  • Faszien sind feine bindegewebige Häute , die Muskeln, Organe, Knochen und Nerven überziehen oder verbinden, ein zusammenhängendes Netz, dass sich durch den ganzen Körper zieht. Faszien sorgen für Gleitfähigkeit, Abgrenzung, Verbindung und Formgebung im gesamten Organismus. Es sind feine, zähe bindegewebige Häute, die bei jedem Säugetier- also auch beim Menschen- die Muskeln einhüllen und es erlauben, einzelne Muskeln voneinander abzugrenzen. Ähnliches findet sich in jeder Lebensform, nehmen wir bspw. nur eine Apfelsine(Orange) oder Pampelmuse(Grapefruit) mit ihren zahlreichen Häutchen.
  • Faszien erfüllen neben der Trennung der Muskeln voneinander weitere wichtige Aufgaben. Sie werden von Lymphbahnen durchzogen und stehen in Kontakt zum vegetativen Nervensystem, zwei Punkte, die erklären, warum Beschwerden entstehen , aber auch warum therapeutische Ansätze so tiefgreifend wirken. Verspannungen verursachen einen Lymphstau mit Fibrinbildung, dadurch verkleben die Faszien und verhärten im weiteren Verlauf, der Tonus wird erhöht, die Beweglichkeit immer mehr eingeschränkt, die Schmerzstände intensiver.
  • Die Lyphmflüssigkeit wird durch die Faszien abgeleitet. Diese Flüssigkeit transportiert sowohl Abbauprodukte aus unseren Zellen, als auch wichtige Aufbaustoffe zu den Zellen. Jede Muskelbewegung unterstützt dabei den Transport der Lymphe. Faszien können durch Verspannungen und den dadurch erfolgenden Lymphstau verkleben. Das Fibrinogen liegt in den Lymphen als gelöster Stoff vor, wird aber in Kombination mit bestimmten Substanzen zu nicht mehr löslichem Fibrin. Adenosintriphosphat und anderes werden bei Muskelanspannung freigesetzt. Durch die Fibringerinnung verkleben die Faszien intensiv miteinander- Schmerzen entstehen…
  • Die menschlichen Faszien umhüllen ausnahmslos jeden Muskel, jeden Knochen, unsere Organe und selbst die Nerven. Diese Gewebe haben im Körper- ähnlich wie das Netzt der Meridiane- keinen Anfang und kein Ende- sie sind als ein Geflecht von sich überlagernden, nahtlos ineinander übergehenden, festeren Häuten zu verstehen. Faszien können im Körper hauchdünn oder auch mehrere Millimeter stark sein, zahlreiche sympathischen Nervenendigungen durchsetzen sie. Über diese wirken die Faszien auf unser vegetatives Nervensystem- wie ein Grenzläufer unseres autonomen Nervensystems(selbsttätig, wir haben keinen Einfluss).
  • Auch die Faszienspannung wird vom autonomen Nervensystem beeinflusst. Eine innere Gelassenheit senkt unsere Körperspannung. Stress dagegen kann die Grundspannung unserer Faszien steigern. Umgekehrt- stehen unsere Faszien unter Spannung, fühlen wir uns gestresst und finden keine innere Ruhe. Diese Tonuserhöhung kann zu unserem Selbst- zum Dauerzustand- werden. Somit kann eine Spirale in Gang gesetzt werden, an deren Ende oft ein unbeweglicher, grobmotorischer, oft noch relativ junger Mensch stehen kann. In der chinesischen Medizin gehören die Faszien und ihr Wirken zum Wei-Qi, dem Abwehrsystem. Somit können- bei einem gestressten Zustand von Seele und Körper- einige heftige oder ungewohnte Bewegungen ausreichen, um Muskeln zu zerren, Sehnen und Bänder zu verletzen oder Gelenke zu stauchen.
TuiNa mit Tiefenwirkung auf die Faszien im Bereich Schulter/Nacken
  • Unsere Gesamtbeweglichkeit begründet sich durch die Faszien. Psychischer Stress, Operationen, Schonhaltungen sowie Bewegungsmangel, einseitige Belastungen verkürzen und verhärten Muskeln und Faszien- im Körper erfolgt ein negativer „Umbau“. Die gut dehnbaren Elastinanteile nehmen ab und werden innerhalb der Faszie durch das zähe, kaum dehnbare Kollagen ersetzt. Der Grundtonus erhöht sich um ein Vielfaches und alles wird starr und unbeweglich. Die Folge- die Gleitfähigkeit geht verloren und fataler Weise wird damit der Bewegungsspielraum unserer Muskulatur und unserer Gelenke dauerhaft und oft auch schmerzhaft eingegrenzt. Ein bekanntes Beispiel ist die Arthrose in den Gelenken, entstanden durch fehlerhafte Züge durch verkürzte Muskeln, Sehnen und Bänder…
Rückenfaszien
  • Auch die Krafterzeugung geht über die Faszien- sie erzeugen durch Dehnspannung Kräfte und leiten diese im Körper weiter. Muskeln verstärken die Kräfte um ein Vielfaches. Es konnte im Laufe der Forschungen bewiesen werden: Je elastischer die Faszien im Körper sind, umso mehr Kräfte werden erzeugt und übertragen. Daher ist zum Beispiel ein Mobilitätstraining für Kraftspotler sehr wichtig. Faszien dienen dabei bei diesen Vorgängen als Energiespeicher. So werden beispielsweise im Fuß die bindegewebigen Bänder und Faszien gedehnt, sobald wir mit dem kompletten Körpergewicht auf dem Fuß stehen. Sofern ein gut ausgebildetetes Fußgewölbe vorhanden ist, weichen der Ballen und Ferse durch das Gewicht leicht auseinander. Das Fußgewölbe senkt sich etwas. Die zähen und trotzdem elastischen Faszien werden gedehnt. Sie speichern diese Energie und befinden sich in einer mäßigen Vospannung. Sobald wir das Körpergewicht minimal verlagern, wird die Energie freigesetzt. Der Schritt beginnt und der Fuß kann in seine ursprüngliche Form zurückweichen, bis der Prozess wieder von vorn beginnt. Dieses Prinzip der Energiespeicherung über die Faszien findet im gesamten Körper statt.
Faszienverbindung im Schulterbereich
  • Was können sie noch…Faszien formen unseren Körper und sind maßgeblich für unser Erscheinungsbild verantwortlich; sie bilden eine veränderliche grundlegende Struktur. Diese passt sich ein Leben lang den unterschiedlichen Belastungen des Körpers an. Auch wenn alles aus einem Menschen entfernt werden würde, wäre immer noch die individuelle Gestalt erkennbar; zu sehen wäre eine weiße, milchige Hülle mit vielen Einbuchtungen und Taschen, in denen unser Inneres lag. Es sind zum größten Teil die Faszien, die uns aufrecht halten. Verändern wir nun durch manuelle Manipulation während einer Behandlung- zum Beispiel duch TuiNa oder Osteopathie- die Lage der Muskeln und die Gleitfähigkeit der Faszien, ändert sich oft spontan die Form des behandelten Körperteils und dessen Beweglichkeit, Schmerzfreiheit… nimmt unter Umständen enorm zu.
Faszienbehandlung manuell
  • Alle Faszien stehen untereinander in Verbindung und übertragen Spannungen und Unbeweglichkeiten in andere Körperteile. Deshalb kann eine verkürzte oder verklebte Fuß-Faszie über die Beine einen Zug auf unseren unteren Rücken oder sogar auf die Schulter ausüben und dort für Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und Unwohlsein sorgen. Von diesem Fakt können wir profitieren- sowohl in der Behandlung als auch im Training 🙂
eine der größten Faszienverbindungen im Körper- verantwortlich für Rückenschmerzen, Hüftschmerzen…
  • Das Gute ist- Faszien lassen sich positiv manipulieren- eine spezielle Akupunktur an den Tendinomuskulären Meridianen, tiefgreifende manuelle Behandlungen wie bspw. TuiNa, Osteopathie…, aber auch GuaShaFa und individuelles Yoga können die Verklebungen lösen und somit positiv auf diese bindegewebigen Strukturen einwirken- voausgesetzt es erfolgt regelmäßig.
  • Die Tendinomuskulären Meridiane der einzelnen Funktionskreise haben einen direkten Bezug zu den Faszien- sie verlaufen eher oberflächlicher als die bekannten Hauptmeridiane. Viele Akupunkturpunkte helfen, Verklebungen und Fehlspannungen zu lösen- daher ist auch Akupunktur eine Möglichkeit der Behandlung von Faszien.

Fazit:

  • Hier und da ein paar Verspannungen verlangen nach Selbsthilfe, also ab in den nächsten Yogakurs. Auch die Behandlung mit Tennisball oder Faszienrolle kann Linderung bringen- allerdings erst nach guter Einweisung.
  • Unklare Schmerzen, langanhaltende, immer wieder kehrende Schmerzen, auf organische Ursachen abgeklärt, sind ein Fall für Spezialisten.Mit Methoden wie Akupunktur, TuiNa, manuellen Techniken z.B. nach Bowen können Verhärtungen und Verklebungen gelöst werden. Oft sind bereits nach der ersten Behandlung eine Verbesserung des Zustandes zu verspüren, im weiteren Verlauf wird auch das Immunsystem aktiviert (der Lymphstau ist ja beseitigt) und die psychisch- emotionale Verfassung hat sich stabilisiert, die Nervenzellen können wieder ungehindert arbeiten. Die ungewöhnliche Manualtherapie aus TuiNa und Bowen-Technik wirkt minimal auf den Körper ein und aktiviert die Eigenregulation, kleinste Impulse reichen aus, um Körperareale zu entspannen, den Nervendruck und damit den Schmerz, zu reduzieren.

Faszien und Schüßler:

Folgende Schüßler Salze Kombination stärkt die Faszien- Calcium phosphoricum, Nr.1- sorgt für die Elastizität, Kalium chloratum Nr.4 hemmt die Fibrinbildung, Natrium phosphoricum Nr.9 hilft die Säurebelastung zu senken und Silicea Nr.11 stärkt das Bindegewebe und sorgt auch für einen besseren Lymphfluss.

Das Thema ist spannend und noch längst nicht allumfassend geklärt. Fakt ist aber- wir haben es in der Hand, wie unsere Faszien im Körper wirken 😉 – wie immer ist kein anderer dafür verantwortlich. Wer mehr erfahren möchte: Am 1.2.2020 findet von 10-14 Uhr(inklusive Mittagessen) in meiner Praxis ein Workshop zum Thema statt- Anmeldung gerne über mein Kontaktformular auf der Webseite oder per Mobiltelefon/WhatsApp- die TeilnehmerInnen-Anzahl ist auf 8 Personen begrenzt.

Dehnung des IT-Bandes- eine der größten Faszienansammlung im Körper

Schlaf gut- alles gut…

Gar nicht so einfach- jetzt wo an sich Rückzug angesagt ist, aber der Tag uns unter Strom stehen lässt. Termine jagen Termine- Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Einladungen annehmen… wer da nicht „NEIN“ sagen kann oder will, wartet manchmal lange auf einen erholsamen Schlaf.

In der chinesischen Medizin unterscheiden wir die Schlaflosigkeit nach vorherschendem energetischem Niveau mit:

  • Aspekt des aufsteigenden Leber-Yangs- Ärger und Stress herrschen vor; der Kopf schmerzt, ggf. fühlt sich das Gesicht oder der gesamte Kopf heiß an, die Zungenränder sind gerötet;
  • Aspekt des Yin- Mangels- es herrscht die Hitze an den 5 Herzen- Handinnenflächen, Fußsohlen und Sternum(Brustbein) sind warm/heiß bis schwitzig- heiß, Durstgefühl, die Zunge ist trocken und etwas rissig, schmal und rot
  • Aspekt der Herz-Hitze- zuviel Feuer macht Herzhitze- die Zungenspitze ist dunkelrot, es herrschen Unruhe, Hitze und ein gewisses „Aufgedreht sein“ im Körper vor; man kann nicht still sitzen, ggf. einhergehend mit starkem Durstgefühl und Herzklopfen
  • Aspekt des Blut/Qi-Mangels- das Gesicht ist blass, frieren bestimmt den Abend, der Kopf fühlt sich leer an und man schläft vor Erschöpfung im Sessel ein, kann dann aber nicht durchschlafen,
  • Aspekt der Magenhitze- falsches Essen, Völle… führen dazu, dass das Magen-Qi nicht absteigt(Sodbrennen, Aufstoßen, Völle…) und das kann zu Schlafstörungen führen;

… das sind die wesentlichsten Aspekte; im Einzelfall entscheidet der Zungen- und Pulsbefund; leider sind auch Mischmuster möglich .

Da Schlaf zu den einfachsten und wichtigsten Quellen der körperlichen und geistigen Erholung gehört, sollte Abhilfe bei Ein- und/oder Durchschlafstörungen geschaffen werden.

Ein paar einfache, allgemeingültige Hinweise:

  • Schlafzimmer ist das Schlafzimmer- dort wird geschlafen 😉 – natürlich auch gekuschelt; allerdings in erster Linie geschlafen- d.h. Fernseher und elektronische Geräte… sind dort absolut tabu- schwierig in einer ein-Raum-Wohnung; aber dann wenigstens alles abschalten.
  • Schlafenszeiten nach dem Biorhthmus regeln und immer zur selben Zeit zu Bett gehen und aufstehen
  • Mittagspause mit Powernapping- dann ist am abend die Müdigkeit nicht so schnell da; sie halten bis um 21/21:30 Uhr durch
  • Ruhige Rituale- ein Fussbad, ein Schlaftee, leichte Literatur und abendliche frische Luft sind ganz angenehm und hilfreich
  • Stress meiden; Meditation, Termine sinnvoll planen oder verschieben/absagen, Planung und Organisation helfen ebenfalls.

Alles sollte immer individuell sein- wenn jemand einen leichten Kaffee abends trinkt und dann besser schläft, warum nicht- Kaffee in homöopatischen Dosen hilft ja auch bei Schlafstörungen(Coffea D12).

Hilfe mit Mineralstoffen:

  • Schüssler Salz Nummer 11 Silicea- allgemein- 5 Pastillen in warmem Wasser auflösen und etwa 30 Minuten vor dem Schlafen langsam trinken…

dazu kommen dann Typen- entsprechend:

  • der FröstelTyp- Schüssler Salz Nummer 7- Magnesium phosphoricum- 5 Pastillen; die Nummer 7 wärmt eher durch und ist für Qi- und Blut-Mangel-Typen geeignet
  • der HitzeTyp- Schüssler Salz Nummer 3- Ferrum phosphoricum- ebenfalls 5 Pastillen; die Nummer 3 verankert das Yang, senkt dieses ab und eleminiert Hitze- dementsprechend für die Hitze/Yin-Mangel-Typen geeignet.

Die Mineralstoffe werden etwa 3-6 Wochen eingenommen; es ist wie immer- jeder reagiert anders; der eine hat bereits nach einem Tag Erfolg, andere erst nach drei Wochen…

Kräutermischung für einen guten Schlaf

Hilfe mit Kräutern und Akupunktur:

  • Akupunktur in der akuten Phase 1-2x/Woche
  • chronische Phase- einmal/Woche für 10 Sitzungen; dann entscheidet der Zustand über die Anwendungszeiten
  • Kräuter, die zum guten Schlaf helfen sind Melisse, Pfefferminze, Frauenmantel, Lavendel, Hopfen, Baldrian, Löwenzahn… die Teemischungen sollten immer individuell sein
  • Schlaftee allgemein: mische zu gleichen Teilen Melisse, Minze, Lavendel, Hopfen und Baldrian- von der Mischung einen Esslöffel auf 300 ml Wasser geben, 8 Minuten sieden lassen, abseihen und zwei Tassen ab etwa 16 Uhr davon trinken
Auch ein guter Kakao kann helfen

Hilfe mit Yoga:

  • Yoga ist ein guter Schlafbereiter; allerdings sollten keine Sonngrüße zum Abend praktiziert werden- will damit sagen- ein ruhiger Yogastil(Yin-Yoga…) zum Abend ist generell ein Segen für einen guten und erholsamen Schlaf
bringt Dich in Ruhe

Ich wünsche allen immer einen guten und erholsamen Schlaf- bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich- alles Liebe!

Ihre Kira Schwarzrock

Schlaf, den Schmerzen, Schlaf der Kümmernis,
Fremd, nahe mit lieblichem Hauch uns,
Glückspender, komm‘ glückspendender Gott!
Auf, breite die wimperdämmernde Nacht
Über das Auge rings.
Komm‘ heilender , Gott, Komm schnell.
….Sophokles…

Impfungen…

…spalten die Nation- alles nur radikal- entweder ja oder nein. Ich selbst bin k e i n e Impfgegnerin, allerdings sehr ich mir das Thema mit gebotenem Abstand und der nötigen Kritik an.Was sagt eigentlich die Klassische Chinesische Medizin und Naturheilkunde zum Thema?

Hier ein paar Fakten:

  • Ja, Impfungen können Leben retten- siehe Pocken, Kinderlähmung, Tetanus u.s.w.- die Vakzinierung ist eine der größten Entdeckungen bereits im 18.Jahrhundert.
  • Ja, ich bin der Überzeugung, dass in der heutigen Zeit das Impfen auch oder gerade gegen Kinderkrankheiten wichtig ist; allerdings mit Maß und Ziel- Kinder sollten absolut gesund sein; das Immunsystem muss in Form sein und Einzelimpfungen wären zu favorisieren.
  • Ich bin allerdings auch der Überzeugung, dass bestimmte Impfungen nicht oder nur sehr ausgewählt mit Risikoabwägung stattfinden sollten- Grippeimpfungen, Impfungen gegen FSME, Mumps, Röteln… – hierzu führe ich eine unabhängige Beratung durch.
  • Als Veterinärin habe ich den Wert von Impfungen selbst erlebt- einmal musste ich eine Impfung gegen Rabies/Tollwut vornehmen lassen; die Umstände waren einfach zu gefährlich, um es abzutun und es war gut so.
  • Gemäß der chinesischen und naturheilkundlichen Medizin stellen Impfungen ein Einbringen von Pathogenen in den Körper dar;
  • Egal in welcher Form- der Impfstoff erzeugt Hitze, Toxine, inneren Wind und durchdringt Leber und Blut(JueYin). Dadurch können unmittelbar im Zusammenhang mit der Impfung Reaktionen auftreten(Fieber, Schmerzen, Übelkeit, Abgeschlagenheit…) oder auch Spätfolgen(Schwellungen, Ergüsse, Muskelschmerzen, Hautschäden, Hauterkrankungen … bis hin zu sehr schweren Impfschäden(seltener).

Begleitung mit chinesischer Medizin und Naturheilkunde:

  • Ein Impfstoff wird in der Chinesischen Medizin als pathogener Faktor (pathogen = krankmachend) gesehen, der direkt in den Körper bis in tiefere Schichten gebracht wird. Dadurch wird das Qi (Lebensenergie) und Yin geschwächt.
  • Damit keine Komplikationen auftreten, sollte das Kind vor einer Impfung in einem guten Allgemeinzustand sein, d.h. es sollte keine laufende oder verstopfte Nase haben, keinen Husten, keine häufigen Infekte, keine Koliken, keinen weichen Stuhlgang oder Verstopfung haben; es sollte einen guten Appetit zeigen. Sollte eine Antibiose erfolgt sein, muss zwingend eine Darmsanierung erfolgen z.B. mit Bärwurzbirnenhonig oder geeigneten Präparaten( Beratung dazu erfolgt in der Sprechstunde)
  • Ist das Kind gesund und stark genug, kann der Körper sich selbst gegen den pathogenen Faktor wehren und Komplikationen durch die Impfung sind nicht zu befürchten- hier reicht eine allgemeine und einfache Impfbegleitung- siehe unten.
  • Bei Kleinkindern, schwächeren Kindern und Kindern, die vor der Impfung Beschwerden haben, können sich neue Symptome entwickeln oder alte Beschwerden verschlimmern bzw. chronisch werden.
  • Durch eine gute Vorbereitung sollten Impfschäden vermieden werden. Vor einer Impfung sollte zunächst der Gesundheitszustand überprüft und der Organismus gestärkt werden. Dieses kann mit der Akupunktur geschehen, die 2 – 3 mal durchgeführt wird. Zusätzlich werden für 3 Wochen Kräuter verordnet. Eine stärkende Ernährung unterstützt die Vorbereitung zusätzlich.
Immunsystem stärken mit natürlichen Mitteln/ Kräutermedizin
  • Für zwei Wochen wird nach einer Impfung behandelt-1 – 3 Tage nach der Impfung kann mit einer Akupunktur oder Shonishin begonnen werden- es erfolgt die Ausleitung des pathogenen Faktors und Stärkung des Körpers. Gleichzeitig wird eine Kräuterrezeptur verordnet, eine weitere Ausleitung der Nebenstoffe im Impfmittel erfolgt mit einem homöopatischen Komplexmittel.
  • Vor einer Masernimpfung sollte unbedingt eine Impfvorbereitung stattfinden, wenn die Geburt schwierig war, lange gedauert hat oder eine Saugglocke/Zange zu Hilfe genommen wurde. Bei der Impfvorbereitung werden mit der Akupunktur so weit wie möglich Blockaden gelöst, die durch das Geburtstrauma entstanden sind.
  • Vor einer Polioimpfung sollte die Wirbelsäule von Blockaden befreit werden und der Rücken sollte warm sein. Hierzu wird Akupunktur und evtl. Moxa angewendet.
  • Eine Vorbereitung auf die Keuchhustenimpfung ist wichtig, wenn die Lymphknoten im Hals-, Nacken- oder Leistenbereich geschwollen sind und/ oder das Kind zu Ekzemen neigt. Hierbei ist ggf. eine längere Impfvorbereitung nötig, je nach Schwere der Symptome und Krankheitsdauer.
  • Kinder sollten i m m e r ganz gesund sein; auch ein Schnupfen ist eine Kontraindikation für eine Impfung- bei Kindern ist das Immunsystem nocht nicht oder nur schwach entwickelt.
  • Kinder möglichst n u r mit Einzelkomponenten impfen.
  • Abwägen, welche Impfungen tatsächlich lebensnotwendig sind und welche nicht- Kinderkrankheiten verlaufen in heutiger Zeit deutlich aggressiver als noch vor 40/50 Jahren; das ist vor allem dem schwächeren Immunsystem geschuldet- warum, das würde hier zu weit führen; die Ursachen beginnen bei Dauergebrauch von Desinfektionsmitteln im häuslichen Umfeld und hören bei Miss- und Dauergebrauch von Medikamenten/ Antibiotika auf.
  • Zwei Wochen vor und zwei Wochen nach einer Impfung empfehle ich die Einnahme von Schüssler Salzen Nummer 2- abends;3- mittags;,4- morgens.
  • Bereits 12 Tage vor und nach einer Impfung ist eine spezielle chinesische Kräutermedizin empfohlen; diese ist sowohl für Schwangere, stillende Mütter als auch für Kinder geeignet und entspricht einer modernen, hochwirksamen Kräutermedizin.
  • Vor, während und nach Impfungen sollte auf folgende Nahrungsmittel verzichtet werden, da diese eine Unverträglichkeit forcieren können; Milchprodukte, Fleisch jeglicher Art, Wurst, Schinken, Gewürz- und Milchbildungstee, Fenchel, Steranis, Kümmel, alle anderen Gewürze minimieren.
  • Erste Hilfe: Ist Ihr Kind nach der Impfung unruhig, schreit es vermehrt und/oder hat es mäßiges Fieber (bis 38,5 °C), können folgende Schüßler-Salze helfen: zusätzlich- Dosis ggf. erhöhen-Kalium chloratum (Biochemie Nr. 4; wichtiges Entgiftungsmittel, wirkt gegen Entzündungen), Silicea (Biochemie Nr. 11; Nervenmittel, wirkt entgiftend und leitet Entzündungsprodukte aus), in der Potenzierung D6 jeweils 1- bis 2-stündlich 1 Tablette.
  • Ist die Impfstelle etwas gerötet, geschwollen und empfindlich, können Sie 3-mal täglich vorsichtig biochemische Salbe Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) auftragen (auf keinen Fall einmassieren).

Erwachsene:

  • Abwägen, ob eine Auffrischung nötig ist oder nicht.
  • Vorbereitung- siehe oben in höherer Dosierung.
  • Ernährungsumstellung
  • Immunsystem überprüfen- ggf. Darmsanierung mit Bärwurzbirnenhonig
  • Ausleitung- siehe oben.

Impfen, Vor- und Nachbereitung sollten so individuell wie der Mensch selbst sein.

Die Diskussion wird immer kontrovers geführt werden; ich denke aber, dass Radikalität niemandem nützt. Es gibt n i e schwarz oder weiß und eine Gewähr gibt es nie- Niemand kann voraussehen, wie eine Impfung und das Danach abläuft. Deshalb aber komplett gegen Impfungen zu sprechen ist ebenfalls blauäugig(meine persönliche Meinung).

Bleiben Sie gesund und immer eine gute und differenzierte Sicht auf das Thema!

Ihre Kira

↑ Top of Page