Kräuterheilkunde

Neue Woche, neue Frage- wie wird Orthorexia nervosa in der chinesischen Medizin diskutiert?

Viele werden sich jetzt fragen, was das wohl ist… es ist keine Magersucht, sondern das z w a n g ha f te und v e r s t ä r k t e Beschäftigen mit ausschließlich „gesunden“ Lebensmitteln und dessen Konsum.

Krankhafte Gesundesser weisen ein sehr strenges Essverhalten auf. Hierzu zählen neben der Fixierung auf das ausschließlich gesunde Essen und dem Vermeiden von ungesunden Lebensmitteln eine ständige (gedankliche) Auseinandersetzung mit gesunder Ernährung sowie das Aufstellen von Ernährungsregeln und deren strikte Einhaltung von Zeit, Lebensmitteln, Getränken…. Die Qualität der Lebensmittel ist dabei das entscheidende Auswahlkriterium. Hierbei ist nicht das „Bio-Siegel“ gemeint, sondern bspw. ausschließlich Rohkost, ausschließlich pflanzlich basierte Nahrung…

„Krankhaftes Gesundessen“ widmet sich weniger dem Zählen der Kalorien, dem Abnehmen und dem Körpergewicht, wie es bei anderen Essstörungen zu beobachten ist. Die Gedanken kreisen vielmehr ständig und auch in jeder Lebenslage um den Gesundheitszustand und den Verzehr nur vermeintlich „gesunder“, natürlicher und unveränderter Lebensmittel (ernährungsphysiologischer Wert). Genuss oder ehemalige persönliche Vorlieben, z.B. Lieblingsspeisen, bleiben dabei auf der Strecke. Das Essverhalten verändert sich über einen längeren Zeitraum. Nach und nach werden die Betroffenen immer unflexibler und orientieren sich nur noch zwanghaft an gesunden Nahrungsmitteln- die oft fatale Folge sind soziale Isolation und auch gesundheitliche Schäden- eine Mangelsituation ist dadurch oft vorprogrammiert; oft werden die unter Umständen notwendigen Substitutionen von Vitaminen und Spurenelementen – da nicht unbedingt natürlich- abgelehnt.

Bitte nicht falsch verstehen- es geht nicht darum, sich sinnvoll mit der eigenen Ernährung auseinanderzusetzen und ggf. kritisch das eigene Essverhalten zu überprüfen, besonders wenn Krankheiten oder Symptome bestehen(Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gicht, Rheuma…)- schließlich wissen wir aus der Naturheilkunde, dass typgerechtes Essen tatsächlich Medizin ein kann 🙂

Symptome, die auf eine Orthorexia nervosa hinweisen können :

  • Die Gedanken drehen sich ständig um – aus der eigenen Sicht- gesundes Essen und Ernährung;
  • Die eigene Ernährungsweise wird als die einzig richtige gesehen- die Betroffenen fühlen sich anderen moralisch überlegen und „belehren“ ständig;
  • Steigerung des Selbstwertgefühls durch gesunde Ernährung- „Ich tue alles, um gesund zu bleiben…“;
  • Gefühl der Reinheit und Kontrolle, wenn alle Regeln eingehalten werden- „Ich bestimme, was mir gut tut und habe alles im Griff“;
  • Versagens- oder Schuldgefühle, wenn die Ernährungsregeln gebrochen werden- „Schon wieder schaffe ich es nicht, etwas wirklich einzuhalten“;
  • Belehrendes und missionarisches Bevormunden gegenüber Familie, Freunden, Bekannten und teilweise Ignoranz und Arroganz gegenüber anderen;
  • Viele Nahrungsmittel werden als tabu eingeschätzt, weil sie möglicherweise als „ungesund“ bewertet werden bzw. wurden(Magazine, Social Media…) und nicht der eigenen Vorstellung von „gesund“ entsprechen;
  • Die Liste „verbotener“ Nahrungsmittel wird ständig größer, selbst tatsächlich gesunde Lebensmittel- in Maßen konsumiert- werden verteufelt;
Flammkuchen mit viel Gemüse; aber der Käse wird als „ungesund“ eingestuft
  • Strafen, „Bestrafen“ (Fasten oder bspw. reine Rohkosttage) werden als sinnvoll angesehen, um vermeintliche Fehler auszumerzen;
  • Genuss und Vorlieben werden immer mehr vermieden,alles was zählt ist „gesunde Nahrung“
  • Soziale Vereinsamung bis hin zur Isolation, z.B. keine gemeinsamen Essen, Ablehnen von Einladungen, das Vermeiden von Essen bei Feierlichkeiten oder auch hier die zwanghafte Kontrolle beim Essen
Einsamkeit- gefangen im Gedankenkarussell

Die chinesische Medizin sieht dies folgerdermaßen:

  • Emotionen werden kompensiert; es besteht häufig eine langanhaltende Leber-Qi-Stase, die sich aus Unzufriedenheit oder Traurigkeit/ Ärger… ergeben hat;
  • Das Herz als Sitz des Geistes wird häufig nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt(Mangelernährung); immer dann wenn bspw. der Anteil an Kohlenhydraten in der täglichen Nahrung zu niedrig ist- Herz-Blut-Mangel entsteht;
  • Das Leber-Yang kann unkontrolliert aufsteigen- die Folge sind bspw. öfter auftretende Kopfschmerzen; Schlafstörungen…
  • Es erfolgt oft ein massiver Gewichtsverlust- viel zu schnell und zu stark; dadurch entstehen Müdigkeit, Mangel an Muskulatur und Kraft/Energie- auch dies eine Folge von Blut-Mangel und Schwäche im Milz- Qi

Behandlungsmöglichkeiten:

Den Geist beruhigen- Akupunktur an YinTang
  • Akupunktur- hier besonders mit SHEN- Akupunktur; aber auch mit Punkten, die dem Blutaufbau und der Auflösung der Qi-Stase dienen;
  • Kräutermedizin, um den Geist zu beruhigen und das Blut auszubauen
Kräutermdizin zum Blutaufbau
  • sinnvolle Gesprächs- und Verhaltenstherapie…
  • Meditation
  • Qi Gong- und Yogatherapie
  • …….

Eine sinnvolle und typgerechte Ernährungstherapie darf nicht fehlen, da im Rahmen der Behandlungen ein gesundes Verhältnis zur Ernährung entsteht und Genuss und Freude wieder in den Vordergrund rücken- vom Betroffenen/ der Betroffenen wird erkannt, dass bsp. ein ayurvedisches oder asiatisches Ernährungsprinzip nicht auf generellen Verboten, sondern auf einer typgerechten Ernährung mit sehr gut geeigneten Lebensmitteln bzw. Lebensmitteln, die nur sehr maßvoll auf Grund der eigenen Energetik konsumiert werden sollten, besteht…

Ein geschätzter Kollege von mir hat es mal ganz treffend formuliert:“ Lieber eine Bratwurst aus guten Zutaten mit Genuss und Ruhe verzehrt, als ein Rohkost-Salat in Hektik und mit Widerwillen.“

….und dem ist nichts weiter hinzuzufügen- warum aber nicht beides miteinander verbinden 😉 – denn es geht beides!!!

Habt Freude und Genuss beim Essen! Achtet auf ein gutes Maß an regionalen und saisonalen biologischen Lebensmitteln und genießt auch maßvoll Süßes oder Herzhaftes!

Alles Liebe und einen guten Wochenstart wünscht Euch

Kira

Herzlich Willkommen zur neuen Woche und der kleinen Fragerunde… Wie wird eine posttraumatische Belastungsstörung in der chinesischen Medizin diskutiert?

Was für ein schweres Thema- Betroffene erwischt es oft nach sehr starken, mentalen Belastungen. Sie können nicht mehr fühlen, ihre Empfindungen sind wie eingefroren, da sind Flash-Back’s, sie fühlen sich erschöpft und trotzdem unruhig- da sind Bilder im Kopf, die sie ängstigen, die sie nicht schlafen lassen; sie fühlen sich gereizt und wissen nicht warum; alles was mal Freude gemacht hat verliert sich in Gleichgültigkeit- Familie, Freunde, ParterIn, Arbeit…Situationen werden gemieden; Tätigkeiten werden nicht mehr ausgeführt- alles, was an das Ereignis erinnert, möglichst vermieden.

Wo ist die Helligkeit/ Leichtigkeit des SEIN’s?

Diese SHEN-Störung- Shen- der Geist- tritt häufig nach Auslandseinsätzen in Kriegsregionen, nach schweren Erkrankungen, Unfällen, nach der Konfrontation mit dem Tod, nach starken mentalen Belastungen, Straftaten… auf- die Diagnose ist nicht immer leicht zu stellen- und wenn sie dann feststeht- was dann?

In der chinesischen Medizin werden die Symptome mit dem „Wind“ verglichen- eher ein Sturm, der den Körper heimsucht und aus dem Gleichgewicht bringt. Stellen Sie/ stellt Ihr Euch vor, dass sich aus heiterem Himmel eine Gewitterzelle und ein Sturm plötzlich direkt über Euch entlädt- Ihr könnt nirgendwo hin, seit dem schutzlos ausgeliefert- der Körper pumpt sich mit Adrenalin voll und trotzdem fühlt Ihr Euch machtlos, hilflos, voller Angst- und Ihr müsst da trotzdem durch… und da es kein HERAUS aus der Situation gibt, kommt es in der Endkonsequenz zu einer massiven Stagnation des Qi- die Lebensenergie kann nicht mehr frei fließen… dies ist neben innerem, aufsteigenden Wind und Yang das dritte Hauptsymptom.

Alle Emotionen werden mehr oder weniger unterdrückt bzw. gewinnen die Oberhand und irgendwann- oft sehr schleichend- stellt sich ein körperliches und mentales Ungleichgewicht ein- es sind vor allem die Emotionen Angst- Niere-Wasser; Freude-Herz-Feuer; Traurigkeit/Trauer-Lunge-Metall und Wurt/Zorn-Leber- Holz, die diesem Ungleichgewicht das Gesicht geben.

In der ganzheitlichen Medizin und hier der asiatischen Heilkunde/ chinesischen Medizin wissen wir, dass die konstitutionelle Prägung der Persönlichkeit eine wesentliche Rolle spielt. Beobachtungen und auch Studien haben ergeben, dass manche Menschen so etwas wie einen „Notfall-Besteck“ für das Verarbeiten traumatischer Erlebnisse bei sich tragen. Die Instrumente dieses wurden vordem, meist unbewusst, „parat gelegt“. Hierzu zählen: Meditation, Atemtechniken, Glaubensbekenntnisse und Gebet, Sinnfindung, mentale Stabilität durch Sicherheit in der Ausbildung, der Familie.

„Innerer Wind“ führt häufig zum unkontrollierten Aufsteigen von Leber-Yang oder Gallenblasen-Yang- es treten Schlafstörungen auf (Zeit 1-3 Uhr in der Nacht), Herzrasen; Magenschmerzen- Leber greift den Magen an/ Qi-Stagnation, unspezifische Ängste, unspezifische Schmerzen- Qi-Stagnation- im oberen Körper… und Vieles mehr.

Nicht-Aushalten

Die Trauma-Therapie in der asiatischen Heilkunde und chinesischen Medizin basiert auf einem Grundsatz von Albert Einstein: „Ein Problem kann nicht auf der Ebene gelöst werden, auf der es entstanden ist“- ergo… wir müssen zwingend die Wurzel mitbehandeln.

Ich arbeite mit den Betroffenen, indem ich mit dem „Herzen höre“, mit Methoden aus der Akupunktur – hier der speziellen SHEN-Akupunktur, mit individueller Kräutermedizin, dem Heilatmen, der Meditation, dem speziellen Yoga und/oder QiGong und … dank meiner Ausbildung in der Forensik und psychologischen Beratung auch mit Gesprächstherapie.

Kräutermedizin bei PTBS- individuell, Hilfe zur Selbstregulation

In der Akupunktur wähle ich bewußt die Ein-Nadel-Technik auf den Ebenen: Himmel- Mensch-Erde;

…ganz besonders werden Akupunkturpunkte genutzt, die einen direkten Bezug zur Seele, dem Herzen, dem Tor zum MENSCHEN haben:

Herz 3 – ShaoHai- lebe Dein Leben und genieße Freude
  • lässt die echte Emotion des Herzens – die Freude und Liebe – wieder erblühen. ShaoHai ist der Wasserpunkt des Herzens, aktiviert den Kontrollzyklus vom Wasser zum Herzen (Feuer), er wird nicht umsonst die „Vitalachse des Lebens“ genannt. Das Feuer wird somit auf eine gesunde „Flamme“ eingestellt, die lodernd genug ist, um mit Freude und Energie zu leben, aber keine „Hochschlgen“ durch Öl oder Benzin und damit Ängste und Schmerzen verursacht.
Gallenblase 15 – TouLinQi- Tränen-Treppe oder der Abstieg der Tränen
  • aktiviert sowohl den notwendigen Tränenfluss, aber stoppt auch den unaufhörlichen sichtbaren oder inneren Fluss der Tränen; wie immer in der Chinesischen Medizin geht es um ein gesundes Gleichgewicht, d. h. jedes Extrem (zu viel oder zu wenig Tränen) kann behandelt werden. Emotionen sollen gefühlt werden, dies ist beim Wegdrücken (keine Tränen) genauso wenig möglich, wie beim unaufhörlichen Weinen.
Lunge 10 -ShaoShang– Raum des SEINS/ WESENS
  • ergibt das (WIEDER)-Herstellen der eigenen Identität, das Finden seines authentischen Platzes, lässt den Betroffenen seinen Raum aus- und erfüllen.
RenMai 8 -ShenQue– das goldene Tor zum Palast des SEINS
  • ist unser emotionalster Punkt- der Bauchnabel; der aber nicht mit Nadeln behandelt wird, sondern mit Moxa oder Kräuterkompressen. Die Behandlung lässt häufig emotionale Ausbrüche entstehen, die eine reinigende und somit heilende Wirkung haben; es wird hier mit Salz-Moxa gearbeitet, um die überbordende Emotion Feuer durch die Stärkung der Nierenenergie in ein normales Maß zu bringen.
DuMai 11-ShenDao – Göttlicher Weg, Sinn, Richtung
  • liegend unter dem 5. Brustwirbelkörper; hat über die austretenden Nerven einen direkten Bezug zum Zwerchfell und dem Herzraum; hilft dabei, den eigenen Sinn des persönlichen Lebensweges zu erkennen; gibt dem Betroffenen/ der Betroffenen die Hoffnung und das Bewusstsein, dass alles seinen Sinn hat und macht.
Magen 36 -ZuSanLi– Gleichmut, Kretives des Göttlichen und der Weiler des Menschen

. ist der wahrscheinlich am häufigsten benutzte Punkt für das seelische Gleichgewicht; er gibt Entspannung und Gleichmütigkeit, besitzt dennoch viel Kraft als Oase des Qi; er aktiviert und bringt uns in unsere Mitte, zentriert und erdet- vor allem, wenn der Boden unter den Füßen weggerissen wurde.

Dazu werden die Shen-Punkte auf dem Blasen-Meridian am Rücken genadelt, gemoxt oder mit GuaShaFa behandelt; es sind Bereiche, die speziell unsere Seele ansprechen.

Alle Akupunktur-Punkte, die den „inneren Wind“ beruhigen, Ängste lösen, Unruhe abbauen ergänzen und vervollständigen die Rezepturen in der Behandlung.

…bei innerer Unruhe und Angst

Das Symptom-Bild der posttraumatischen Belastungsstörung ist sehr umfangreich- wichtig ist hier keine standardtisierte, sondern eine individuelle Behandlung- mit dem Ziel- Raus aus dem Teufelskreis...

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bei der emotionalen Behandlung von Trauma-Patienten so wichtig ist, die Selbstliebe zu (re)-aktivieren. Dieses Recht ist für viele der Betroffenen nicht selbstverständlich. Der freie Fluss des Qi und eine Ruhe im Herzen sind dafür unabdingbar!

Auch die Wahrnehmung von Grenzen – sowohl auf körperlicher als auch emotionaler Ebene – ist wichtig. Nur wer die Grenzen wahrnehmen und akzeptieren lernt, kann sie auch beachten, seinen eigenen Raum ausfüllen und sich davor schützen, dass jemand anderes oder ein Ereignis in den eigenen Raum eindringt.

Erst wenn dieser Aspekt wieder vorhanden ist, wird es wieder einfacher und möglich, die Lebensfreude zu erlangen und zu steigern.

Begleiten- Auffangen und gemeinsam den Weg gehen, um bspw. an einem Kreuzweg wieder die richtige Richtung zu bekommen.

PTBS- ein ernstes Thema in dieser Zeit!

Bleibt gesund und alles Liebe wünscht Euch

Kira

Willkommen zur neuen Woche und dieser kleinen Fragerunde… Männergesundheit…

…wie sieht die chinesische Medizin den Mann im Wandel der Jahre, die männlichen Wechseljahre und was kann m a n (n) tun, um gesund und vital zu bleiben?

In der Praxis treffe ich in der Mehrzahl auf Männer um die 45+, die sich mit unterschiedlichen Beschwerden an mich wenden- männerspezifisch sind da die Gesundheit rund um die Prostata,Krebserkrankungen, aber auch Fragen zu Vitalität, Kraft und Sexualität.

Erst einmal Grundsätzliches:

  • …während Frauen im 7-er Rhythmus schwingen, geschieht dies bei den Männern im 8-er Rhythmus- alle 8 Jahre ändern sich im Leben eines Mannes mehr oder weniger wichtige Dinge… mit 16 bringt „Mann“ seine Pubertät zum Ende, zwischen 24 und 32 wird vielleicht das erste Kind gezeugt; bis zum 48. Lebensjahr lebt mAN(N) im Überfluss des YANG.
  • Ab dem 48. Lebensjahr schwindet die Yang-Kraft; d.h. dass die Männer eher „kälter“ werden; die Frauen wechseln eher in das innere Yang- werden „heißer“… die „kühle“ Schönheit wandelt sich in eine hitzige 😉
  • Die Yang-Kraft wird durch viele Einflüsse begründet- Ernährung, Bewegung, Arbeit, körperliche Belastung, geistige Forderungen, Sexualität und Veranlagung… während Mann sich bis zum 48./56. Lebensjahr eher zurückhaltend bzw. maßvoll von yangigen Lebensmitteln ernähren sollte, ist dies ab dem „Wechsel“ umgekehrt. Nun dürfen Yang-Tonics öfter auf dem Speise- oder Genuss-Plan stehen.
  • Wenn Mann nicht will, dass er vom kraftvollen „Tiger“ zum handzahmen „Kater“ motiert, dann darf eine ausgewogene, gut zubereitete Nahrung nicht fehlen; maßvoll in der Arbeit sein, nicht mit dem Sport übertreiben- alles mit Maß und Ziel.
  • Kräutermedizin ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um die Gesundheit und Vitalität zu erhalten- hier kommen maßvoll Yang-tonisierende Kräuter zum Einsatz.
  • Ein gezieltes Ausdauer- und Krafttraining, Yoga oder QiGong oder auch moderates Kampfsporttraining bauen die Muskulatur auf und/oder sorgen für ein gesundes Herz-Kreislauf-System; außerdem wirkt sich Sport positiv auf die Funktionalität der Prostata und der männlichen Geschlechtsorgane aus- durch eine erhöhte Sauerstoffbindung im Blut ist Vitalität in und mit allen Facetten garantiert.
  • Empfehlung zu den Nahrungsmittel: schwarzer Sesam, dunkle Hülsenfrüchte wie schwarze und rote Bohnen, Kerne und Nüsse, mild gegartes Gemüse(grünes) und Wurzelgemüse, maßvoll- d.h. ein- bis zweimal/Woche- Wildfleisch und Fisch, ab und an eine Kraftsuppe, Ei, wärmende Getränke und gerne auch mal ein Rotwein oder ein milder Whiskey 😉 – Alkohol in Maßen oder beim Kochen verwendet bewegt Qi und wirkt tonisierend.
Schwarze Bohnen, Pistazien und Sesam für das Yang
  • Genußmittel zum Tonisieren: Rotwein, Sake, milder, reiner Whiskey oder ein guter Gin- maßvoll und nur in geringen Mengen tonisiert ein Genussmittel das Yang… oder es wird ein guter Sherry zum Kochen verwendet- siehe Rezept unten; Zigaretten gehören nicht dazu- im Gegenteil, sie wirken wie Öl im Feuer und lassen den Körper „austrocknen“.
Sauberer, reiner Rotwein ist ein gutes Yang-Tonic
  • Kräuter zum Tonisieren: sollten nur nach Rücksprache mit einem Therapeuten/ einer Therapeutin eingesetzt werden- eine wichtige Rezeptur ist bspw. Jin Gui Shen Qi Wan, auch Pille der Nieren aus dem goldenen Kabinett genannt; Einzelkräuter sind u.a. ShengDiHuang, ShanZuYu, ShanYao, GuiZhi aber auch Fu Ling und Fu Zi… bei den westlichen Kräutern sind es bsp. Fenchel, Rosmarin, Kardamom, Galgant, Zimt, Paprikapulver…

Rezept für ein Yang-Tonicum:

  • Es werden Mandeln, Sesam, schwarze Bohnen und eine Handvoll gewürfeltes Hirschfleisch in Ghee angebraten, mit etwas Sherry und Gemüsefond abgelöscht und dann mit kleiner, gleichmäßiger Hitze gegart- würze mit einem guten Salz, geröstetem Paprika und etwas Rosmarin…. mhhh wärmend und tonisierend, besonders, wenn Du Dich schwach und müde fühlst.

Wie äußert sich ein Mangel an Yang: unter anderem in…

  • Schmerzen im unteren Rückenbereich
  • Schwäche in den unteren Extremitäten
  • Kältegefühl im Unterkörper, Schwäche in der Muskulatur,
  • gespanntes Abdomen
  • erleichterte Atmung im Liegen
  • Miktionsstörungen, heller Urin
  • übermäßige Miktion
  • Inkontinenz, Libidoverlust, Erektionsstörungen,
  • Ödeme
  • Zunge- Zungenkörper:  blass, geschwollen, Zungenbelag:  dünn, weiß, Zunge kann nicht weit ohne Anstrengung herausgestreckt werden,
  • Pulse: tief,leer, zart, langsam

Was kann MAN(N) noch tun:

  • regelmäßige Akupunktur zum Tonisieren und Ausgleichen- wichtige Akupunkturpunkte sind dabei bspw. Niere 7- „Wiederkehr des Flusses“; RenMai 4- „Tor des Yuan-Qi“- dabei kann die Akupunktur mit Moxa kombiniert werden;
  • Qi Gong zur Stärkung des Ursprungs-Qi und Yang
  • Yoga bzw. Stretching für flexible Muskulatur
  • Meditation zur Stärkung und „Kraft in der Ruhe“ finden 🙂
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen inklusive Blutbild- und Stuhluntersuchungen; Belastungs-EKG

… und MAN(N) darf gerne erkennen, dass er sich Ruhe, Gelassenheit und eine gehörige Portion Selbstbewusstsein gegen Perfektionismus leisten darf!

Dieses Thema ließe sich noch beliebig fortführen… und sicher wird es in absehbarer Zeit einen Workshop „Was MAN(N) für seine Gesundheit tun kann“ geben 🙂

Bleiben Sie gesund und einen guten Start in die neue Woche!

Kira

„Man kann nicht immer ein Held sein, aber man kann immer ein Mann sein“– J.W.v.Goethe

Herzlich Willkommen zur kleinen Fragerunde… Wie werden Öle in der chinesischen Ernährungslehre und Medizin diskutiert?

Es ist Sommer… es ist Zeit für die leichte Küche oder das Grillen 🙂 …und dazu gehört auch Öl. Da kam doch die Frage auf, wie Öl in der chinesischen Ernährungsmedizin einzuordnen ist:

  • Öl ist nur dann wirklich gesund und unbedenklich- natürlich in Maßen- wenn es sauber hergestellt wird und nur natürliche Zutaten enthalten sind; genutzt werden die Kerne bzw. Ölfrüchte; daher stellt Öl immer ein JING-Tonic dar. Es ist die Essenz aus den Samen und daher sehr wertvoll für unsere Ernährung… wenn es biologisch- natives Öl ist.
  • Das wertvollste Öl in der CM ist das Sesamöl aus schwarzem Sesam– schwarzer Sesam ist das beste Tonicum für das Nieren-Jing; auch in der täglichen Ernährung sollte schwarzer Sesam als Kern immer integriert werden. Sesamöl entgiftet und ist sehr wertvoll- es ist frisch/kühl im Temperaturverhalten, süß im Geschmack und wirkt positiv auf die Meridiane Leber, Niere, Milz, Dickdarm und Dünndarm; es befeuchtet die Trockenheit und wirkt leicht abführend. Anwendung findet es u.a. bei vorzeitig ergrautem Haar oder zur Prävention gegen vorzeitiges Ergrauen, Kraftlosigkeit aufgrund Qi-Leere in Niere, Leber und Milz; bei Verstopfung, trockenem Stuhl (auch aufgrund von Askariden/Würmern); zur äußeren Anwendung bei Geschwüren, rissiger Haut, Ekzemen und anderen Hautproblemen; es wirkt schützend auf das Herz und die Cholesterinwerte regulierend.

Anwendung Sesamöl:

  • Zum Anbraten oder gar Frittieren ist Sesamöl zu wertvoll und bei guter Herstellung gar nicht geeignet. Es ist als Würzmittel bestens verwertbar und wird auf fertige Gerichte (z.B. Nudeln) oder auf frische Speisen- zum Beispiel Gemüse, Salate, Fisch, Fleisch gegeben. Zu äußeren Anwendung wird Sesamöl direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen.
  • Sesamöl eignet sich übrigens hervorragend für die kosmetische Behandlung mittels GuaSha 🙂 , da es extrem pflegend für die Haut ist.
Wertvoll- schwarzer Sesam
Sesamöl für die Haut 🙂
  • Der zweite Favorit in der CM ist Olivenöl– kaltgepresst und biologisch ohne „Panscherei“ ist echtes und gutes Olivenöl am Duft und an einer grünlich-bräunlichen Farbe erkennbar.
  • Im besten Fall enthält echtes, gutes natives Olivenöl zwischen 55 – und 83% einfach ungesättigte Fettsäuren, die als „Omega 9“ Fettsäuren bezeichnet werden. Diese wirken entzündungshemmend, immunstimulierend und positiv auf das Gesamtcholesterin (Schutz vor Herz- Kreislauferkrankungen). In geringerem Maße enthält Olivenöl auch ungesättigte Fettsäuren, in Form von „Omega 6“ und „Omega 3“ Fettsäuren; auch diese sind im optimalen Verhältnis wichtig zur Senkung des Cholesterinspiegels.
Olivenöl lässt sich gut für Kräuteröle nutzen 🙂
  • Olivenöle der höchsten Qualitätsstufe und in Bio- Qualität enthalten unter anderem Vitamin E, Chlorophyll, Carotinide, Vitamin A und Polyphenole- wichtigstes Mittel gegen oxidative Prozesse und für die antioxidative und krebshemmende Wirkung. Übrigens verantworten sie das fruchtige Aroma und den Geschmack des Olivenöls.
  • Olivenöl ist vom Temperaturverhalten her neutral und gehört zum Erdelement- wir übrigens alle Kernöle 🙂 ; es nährt Yin und Blut, befeuchtet das Gedärm. Außerdem wirkt gutes Olivenöl gegen Trockenheit der Haut und der Schleimhäute(Stichwort Ölziehen) und beruhigt Leber Feuer/ Leber-Wind.

Der dritte Favorit ist das Kernöl aus Sonnenblumen und Walnüssen:

  • Die Wirkung der Öle ist immer ähnlich; daher können auch diese Kernöle sehr gut in der Gesundheits-Küche der chinesischen Ernährungslehre eingesetzt werden.Auch bei diesen beiden Ölen haben wir ein hervorragendes Tonicum für die Yin-Organe und das Jing(Qi, Blut Xue und JinYe).
Sonnenblumenkerne für das hervorragende Öl

Öle in der Küche:

Natürlich haben alle Öle ganz unterschiedliche Siedepunkte/Rauchpunkte- von 120 Grad bis 220 Grad- ich empfehle allerdings, diese wertvollen Öle

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zum Braten oder Frittieren zu nutzen- damit gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren und außerdem kann „verbranntes“ Öl Krankheiten verursachen…

Nutzt das Öl zur Geschmacksexplosion als Würzmittel; immer erst auf die fertigen Speisen geben oder zum marinieren nutzen- das gibt Würze und erhält die Speisen saftig.

Eine gute Methode ist folgende:

  • Gib etwas Wasser in die Pfanne- lass es aufkochen; dann füge erst die Gewürze dazu- lass alles etwas einreduzieren und dann kommt erst der Schuss Öl dazu- dann gare wie gewohnt weiter und nimm nur mittlere Hitze.

Für das hervorragende Olivenöl gibt es ein einfaches Rezept:

  • …nimm ein biologisch hochwertiges Stück Brot, röste dieses doppelt und lass dann einen Strahl des Olivenöl’s darauf träufeln- iss dazu Gemüse, vielleicht auch etwas Frischkäse wie auf dem Bild und trinke einen Schluck Wein- traumhafte Sommerküche ganz einfach und mild 🙂

Übrigens- auch alle wunderbar wertvollen Öle wirken positiv auf das Herz-Kreislauf-System und die Gefäße- sie helfen, dass positive HDL-Cholesterin zu stabilisieren und das schlechte LDL-Cholesterin zu senken!

Nutzt die Wirkung der Jing-Tonic in Form der guten Kernöle… wertvolle Natur zu unserem Nutzen 🙂

Alles Liebe und einen guten Start in die neue Woche wünscht Euch

Kira

Sonnenblumenkern-Öl als Würzmittel für eine Suppe 🙂

MagisterKräuter-Ausbildung für die Hausapotheke und zur Anwendung in der Praxis

Ab November ist es soweit- in meiner Praxis startet die erste einjährige Magisterkräuterausbildung.

Diese wendet sich sowohl an Interessierte als auch Ärzte/Ärztinnen und Therapeuten/Therapeutinnen mit Heilbefähigung.

Magisterkräuter sind 24 wichtige heimische Kräuter, die allein oder durch ein Zusammenspiel bei einer großen Anzahl an Beschwerden eingesetzt werden können bzw. die Ursachen behandeln.

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind nach Abschluss befähigt, Symptome zu erkennen und die Kräuter entsprechend ein- und zusammenzusetzen.

Thymian

Für den Interessierten: Nutzen Sie die Kraft der Magisterkräuter für Ihre persönliche Hausapotheke! Sie können leichte Beschwerden in Eigenverantwortung lindern und/oder die ärztlichen/therapeutischen Behandlungen unterstützen.

Für den Arzt/Ärztin/ Therapeuten/Therapeutin: Die Arbeit mit den Magisterkräutern sorgt für eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Ursachen und Symptomen- Sie bereichern damit die Behandlungskonzepte in Ihrer Praxis!

An jedem Seminar-Tag werden zwei der Magisterkräuter ausführlich in der Wirkweise, Anwendung und den Nebenwirkungen besprochen; gleichzeitig besteht die Möglichkeit, selbst Tinkturen oder Mischungen für Dekokte herzustellen.

Es wird sowohl die Sichtweise der chinesischen Medizin als auch die westliche Sichtweise auf die Kräuter und ihre Wirkung analysiert.

Frauenmantel

Die Teilnehmer*innen- Zahl ist auf 8(acht) beschränkt- bei Interesse können Sie sich / Ihr Euch gerne bereits anmelden. Anmeldung unter: kiraschwarzrock@gmail.com. Das Seminar wird ab einer Teilnehmer*innen-Zahl von 3 Personen durchgeführt.

Kosten inklusive Material/Script/Mittagsmahlzeit und Getränke: 195,- Euro/ Seminar; die Gesamtkosten belaufen sich auf 2200,- Euro (mit Rabatt) bei kompletter Buchung.

Ich freue mich auf dieses Projekt und auf Sie/ Euch! Lassen Sie uns gemeinsam die heilende Kraft und magische Welt der Magisterkräuter in die Welt tragen!

Mit Wünschen für eine gute Zeit!

Kira

Herzlich Willkommen zur neuen Woche und der kleinen Fragerunde zur Chinesischen Medizin…

Puhh- was für eine Hitze in den letzten Tagen; und dabei gehen wir gerade mal auf die Midsommar- Zeit zu- unsere Sommersonnenwende am 21.6. läutet ja den Hochsommer erst ein. Die Frage nach der Hitze und wie diese diskutiert wird finde ich sehr spannend:

  • Hitze entspricht dem Feuerelement in seiner stärksten Form- so weit so gut. Sie stellt das höchste Yang dar, was wir uns vorstellen können… wie ein Lagerfeuer, das hochauflodert und starke Wärme- manchmal sogar starke Hitze bringt.
  • Es sind die Meridiane Herz, Dünndarm, SanJiao und Herz als Meister(Pericard), die das Feuerelement in unserem Körper darstellen; ebenso wie die Blutbahnen(Gefäße); das Tasten als Sinn klassifiziert das Feuerlement; Freude oder Freudlosigkeit stellen die Emotionen dar.
  • Das Bewußtsein, glücklich zu sein und erfüllt hat ebenso den Bezug zum Feuerelement- und da darf es gerne ein wenig mehr an Wärme sein 😉 – wie gelegentliches Herzklopfen und ein unter Umständen empfundener bitterer Geschmack.
  • Nimmt die Hitze überhand- so, als wenn wir Öl in’s Feuer gießen- dann können sich Verbitterung, Liebeskummer, Schlafstörungen, sogar Hass und Selbsthass, Freudlosigkeit, mangelnde Dankbarkeit, „Rededurchfall“, fehlendes Zeitmanagment(Zeitdruck, ständig in Hast sein) einstellen.
  • Symptome wie Tinnitus, Zungengeschwüre, Palpitationen, Engegefühl im Brustraum, Herzprobleme sind ebenfalls ein Zeichen dafür, dass Hitze im Körper nicht reguliert werden kann
  • Das Feuer; die Hitze werden durch das Wasserelement kontrolliert; das Holzelement nährt das Feuer/die Hitze; die Erde als Element behindert ein zu stark aufloderndes Feuer/ behindert es und das Metallelement steht mit dem Feuer auf Kriegsfuß/“verachtet“ das Feuer. Somit lässt sich ein Übermaß oder auch ein Mangel erklären; wenn eins der Elemente nicht im Ausgleich ist, dann bewirkt es immer eine Schwäche oder ein Auflodern im anderen.
  • Hitze entspricht einem wütenden Kaiser/ Fürsten- denn das Feuerelement ist der Fürst unter den Elementen, der eine Koordinationsfunktion im Körper auf körperlicher und seelischer/ mentaler Ebene einnimmt…
  • … daher hat das Feuerlement zwei mächtige Helfer- den SanJiao und das Herz als Meister/ Pericard; beide regulieren oder schützen den Fürsten; haben aber nicht nur Regulierungs- und Schutzfunktionen, sondern wirken auch eigenständig.

Es gibt spezielle Herzkräuter; Kräuter die gegen Hitze wirken; das Feuerlement regulieren:

blühender Rosmarin
  • Weißdorn ist die Meisterin für das Herz-Yin; stärkt das Blut und wirkt schützend;
Weissdorn in voller Blüte
  • Baldrian als Meister des Shen/ Hirns und für das Herz-Yang, ist der, der Dir die Augen öffnet und Shen beruhigt;
  • Tausendgüldenkraut ist Dein Meister für das Selbstwertgefühl und das Yin des Dünndarm’s; der, der das Unreine vom Reinen trennt;
  • die Meisterin des Vertrauens und für das Dünndarm-Yang ist die Kamille; sie entspannt „Mutter und Kind“;
  • das allerheiligste Kraut für das Pericard/ das Herz als Meister und „Mutter der Allheilung“ ist die Mistel;
  • Rosmarin als Meister der Leichtigkeit wirkt auf den oberen Jiao und das Yang- er löst Liebeskummer im engeren und weiteren Sinn;
  • Fenchel erneuert und verjüngt, ist der Meister des „Bauchgefühls/des Vegetativums“ und für den mittleren Jiao(Yang)…
  • … und für den unteren Jiao im Yang nutzen wir den Meister des freien Energie-Flusses, den Beifuss- dieser ist auch das Kraut für den magischen Sonnengürtel.

Wenn Du Dich fragst „WANN“ „Wann kommt das Glück; wann darf ich glücklich sein“, dann antwortet Dir das ausgeglichene Feuer „JETZT“ und Du bist tatsächlich glücklich- bei zuviel Hitze bist Du im Zweifel- hast Deine Kommunikation mit Dir selbst verloren.

J.W. Goethe: „Der Augenblick ist der Repräsentant der Ewigkeit“

Was kannst Du gegen Hitze und für ein ausgeglichenes Feuer tun?

  • Meditation und eine geführte Ping-Shen-Übung erleichtern Dir die Ruhe für Shen und Herz.
Meditatives Gehen mit Klopfmassage auf DuMai20
  • Akupunktur leitet Hitze aus und beruhigt Shen- zum Bsp. an den Akupunkturpunkten YinTang und ShenMen; DaLing, DuMai24-ShenTing als Hof des Geistes- sind auch sehr gut geeignet.
  • Yoga und Qi Gong als Bewegungsformen leiten Hitze aus, wirken beruhigend auf Shen und halten das Feuer im Zaum; besonders die Yogische Atmung der Kühlung aus dem PranaYama ist hierbei hilfreich.
Herzöffner 🙂

Ein wichtiger Aspekt zur Kontrolle von Feuer/Hitze ist die Kräutermedizin:

  • Das Grundrezept für ein ausgeglichenes Feuerelement besteht aus Mistel– muss immer kalt angesetzt werden; dieser Kaltauszug wird nach 24 Stunden dann zum Dekokt gegeben…
Das Wesen zwischen Erde und Himmel- die Mistel
  • …Baldrian, Tausendgüldenkraut, Weißdorn, Rosmarin, Fenchel, Kamille und Beifuß…
Kamille
  • … sie wirkt öffnend auf das Bewußtsein, aktiviert und beruhigt gleichzeitig Shen und das Gehirn, das Rückenmark und die Peripherie, entspannt Gallenblase und Schilddrüse,stärkt und reguliert das Herz als Fürst, wärmt, entspannt, entkrampft und schaft Raum im Körper. Aus Gründen der Sicherheit darf ich das Rezept hier nicht komplett veröffentlichen- Du bekommst es in der Sprechstunde verordnet.

Du bist nicht sicher, ob Dein Feuerelement zu schwach oder überbordend ist- nach einem Gespräch und der umfassenden Anamnese kann ich Dir sagen, ob diese Kräuter im Zusammenhang oder nur einige Kräuter für Dich geeignet sind.

Eine weitere Möglichkeit gegen Hitze und für ein ausgeglichenes Feuerelement ist die angepasste, individuelle Ernährung:

  • Vermeide alles, was zu bitter und zu hitzig ist: Kaffee, Chili, getrocknete und hitzige Kräuter, Lamm- und Wild-Fleisch; zuviel an Genussmitteln, stark Gebratenes, Gegrilltes oder Geräuchertes…
  • Nimm mehr von Frischem, Obst, Gemüse, frischen Kräuteren, grünem Tee, Wasser- alles lauwarm/ nicht zu heiß und nicht zu kalt;
  • Vermeide Eisgekühltes- es erfrischt zwar im Moment, sorgt aber dafür, dass die Hitze im Inneren stärker wird… einfache Physik- der Magen entwickelt Hitze, um das Eiskalte zu erwärmen.

Ich danke DIR, dass DU diesen Beitrag gelesen hast, hier bist und Dich interessierst- bleib in Deinem Herzen, lass Dich von der Hitze nicht aus der Ruhe bringen und… wenn Du meinst, dass Du für Dich entwas tun möchtest, dann melde Dich gerne bei mir… die Bandbreite der chinesischen Medizin und Yoga/Meditation sind für DICH da.

Solltest Du Lust bekommen haben, mehr über die Kräuter zu lernen; diese für Dich zu nutzen, verweise ich auf die im November in meiner Praxis beginnende Ausbildung „Die magistralen Kräuter unserer Heimat für Deine Gesundheit“.

Alles Liebe und einen guten Start in die neue Woche wünscht Dir

Kira

„Das Geheimnis? Es gibt kein Geheimnis- es gibt nur Liebe“

Meine Artikel enthalten keine Heilversprechen; dienen lediglich der Information und Aufklärung.

Herzlich Willkommen zur kleinen Fragerunde- Wie wirken Aroniabeeren und…

…was ist dran am Mytos Powerfood?

Die Aroniabeere ist mittlerweile auch in unseren Breiten heimisch geworden. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika; ist aber auch in Mittel- und Nordeuropa und Asien zu finden. Baum und/oder Sträucher dieser „Apfelbeeren“ gehören zu den Rosengewächsen, finden sich in vielen Gärten und sind wunderbare Fruchtspender. In den letzten Jahrzehnten ist die Wirkung von Beeren- hier jetzt besonders der Aronia- gut erforscht worden; sie bietet aber immer noch ein riesiges Forschungspotential.

Generell ist zu sagen, dass gemäß der Chinesischen Medizin und Ernährungslehre alle Beeren eine positive Wirkung auf das Yin von Leber und Nieren und speziell auf das Blut Xue haben.

Blutmangel macht sich wie folgt bemerkbar:

  • Blässe
  • verschwommenes Sehen
  • Lichtempfindlichkeit und Nachtblindheit
  • Schwindel, benommenes Gefühl
  • niedriger Blutdruck
  • chronische Müdigkeit
  • innere Unruhe, Nervosität, „dünne“ Nerven
  • Albträume, unruhiger Schlaf
  • Taubheitsgefühl in den Fingern 
  • Muskelzittern und -schwäche
  • brüchige Nägel und Haare
  • Haarausfall (vorübergehend)
  • Probleme mit Sehnen und Bändern
  • Anämie, Eisenmangel
  • spärliche Menstruation, Zwischenblutungen

Das ist aber noch lange nicht das Wichtigste…Aroniabeeren wirken…

  • blutdruckregulierend,
  • durchblutungsfördernd,
  • entkrampfend,
  • entzündungshemmend,
  • herzschützend und
  • immunstimulierend

…durch die Inhaltsstoffe…

  • Vitamin C,
  • Flavonoide, Polyphenole,
  • Anthocyanfarbstoffe,
  • Gerbstoffe ,
  • Eisen,
  • Jod,
  • Folsäure und
  • Magnesium

Es sind vor allem die Flavonoide und Phenole, die die Aronia-Beere zu einem „Superfood“ machen; allerdings ähnlich wie unsere Heidelbeeren oder Weißdorn, Holunder und Schlehen.

Generell haben alle Beeren eine immunstimulierende, blutaufbauende, herzprotektive und schützende Wirkung- Aronia auf ihre ganz eigene Weise.

So lässt sich der Einsatz bei folgenden Beschwerden erklären:

  • Abwehrschwäche, Allergien, Arteriosklerose, Arthrose
  • Darmentzündungen, Diabetes,
  • Gallenbeschwerde, Gelenkbeschwerden
  • Harnwegserkrankungen
  • Harnwegserkrankungen, Hautproblemen
  • Krebs – zur unterstützenden Behandlung
  • Schwäche in Leber und Milz
  • Magenschleimhautentzündungen und Magenschwäche
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Schilddrüsenbeschwerden
  • Thromboseneigung

Anwendung:

  • Die Anwendung der Blüten und Blätter ist hier bei uns nicht verbreitet; die Verwendung in Mischungen als Kräutermedizin ist allerdings möglich- gehört aber in fachliche Hände!
  • Aroniabeeren können als Saft, Mus, Marmelade, aber auch als Tee genutzt werden.

Aronia-Tee: Ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Aronia-Beeren mit einer Tasse abgekochtes, heißes Wasser (250ml) übergießen und dann 15 Minuten ziehen lassen- abseihen und in kleinen Schlucken trinken- ein bis drei Tassen täglich trinken

Aronia-Saft: täglich 50-100 ml Saft mit abgekochtem, lauwarmen Wasser trinken- für eine Kur etwa 6 Wochen anwenden; danach tritt die gewünschte Wirkung nachhaltig ein!

Den Saft verordne ich gerne bei bestimmten Arten von Herz-Kreislauferkrankungen(Herzinsuffizenz) und Durchblutungsstörungen. Er unterstützt die Behndlung von Bluthochdruck, aber auch von niedrigem Blutdruck, da er ähnlich wie Weißdorn regulierend wirkt. Die Durchblutung wird verbessert und die Gefahren für Herzinfarkt oder Schlaganfall werden- natürlich nur im Zusammenhang mit einer veränderten Ernährung und Lebenshygiene- verringert.

Außerdem hilft Aroniasaft (oder Tee) gegen die unangenehmen Folgen einer Chemotherapie- erfahrungsgemäß wird die Chemotherapie besser verkraftet.

Mein Tipp: Der Saft verdünnt und mit einem Trinkhalm getrunken hilft, die Verfärbungen durch den stark färbenden Saft zu mildern 😉

Besonders alle Frauen und Mädchen sollten dies ab dem ersten Tag der Regelblutung zum Ritual werden lassen- morgens oder am Vormittag 50- 100ml verdünnten Aroniasaft trinken!!

Der rohe Verzehr größerer Mengen wird nicht empfohlen, denn Apfelbeeren enthalten den Stoff Amygdalin, der Blausäure freisetzt und erst durch Erhitzen unbedenklich wird. Geringe Mengen roher Beeren und verarbeitete Aronia-Produkte gelten hingegen als unproblematischdaher getrocknete Beeren, Saft oder Tee nutzen!

Und nun noch etwas für die Skeptiker:

Laut einer zweimonatigen polnische Studie zur Wirkung der Aronia-Beere beim metabolischen Syndrom(Übergewicht, KHK, Diabetes…) im Rahmen einer fettreduzierten Diät, die bereits drei Monate vor Beginn der Studie einzuhalten war, zweigte im Ergebnis, dass drei mal täglich 100 mg Aronia-Extrakt dazu beitrugen, die Auflösung von Blutgerinnseln anzuzeigen,den Gesamtcholesterin-Spiegel sowie den LDL-Cholesterin deutlich zu senken; auch stelle sich heraus, dass die Verklumpung der Blutplättchen gehemmt wurde!

Übrigens- es braucht keinen garten für die Aronia- der Strauch lässt sich auch ineinem großen Kübel ziehen; nur die Ernte ist dann nicht ganz so ergiebig.

Aronia- in gewisser Weise schon ein Superfood- allerdings sind auch Blaubeeren, Heidelbeeren und Mossbeeren ähnlich wertvoll!!!

Einen guten und gesunden Start in die Woche wünscht Euch

Kira

Die kleine Fragerunde… Wie wird Neurodermitis in der CM diskutiert?

Neurodermitis ist ein weites Feld- wie alles, was im Bereich Hauterkrankungen diskutiert wird. Quälend sind oft die Symptome für die Betroffenen:

Allgemein:

Als Erkrankungen des atopischen Formenkreises haben Neurodermitis wie auch Nahrungsmittelallergien, Heuschnupfen und allergisches Asthma einen engen Bezug zueinander.  Atopische Erkrankungen sind anlagebedingte allergische Erkrankungen, bei denen das Immunsystem überempfindlich gegen ursprünglich harmlose Substanzen wie zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel reagiert.

  • Neurodermitis gehört gemäß neuesten Erkenntnissen und der westlichen Naturheilkunde zu den Autoaggressionserkrankungen- Auslöser können Nahrungsmittel, Chemikalien, Medikamente, Kosmetika, Bekleidung, genetische Dispositionen… sein.
  • In der Chinesischen Medizin unterscheiden wir innere und äußere Ursachen sowie solche, die weder innen noch außen sind.Innere Faktoren sind Emotionen wie Zorn, Angst, Grübeln/Sorgen, Freude und Trauer- alles was uns auf die eine oder andere Weise unter Stress setzt. Die äußeren Ursachen beziehen sich auf klimatische Faktoren wie Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Hitze und Trockenheit. Diese Beschreibungen werden auch verwendet, um Zustände im Körper zu bezeichnen. Weder zu den inneren noch zu den äußeren Faktoren sind bspw. Insektenstiche oder auch Impfinjektionen zu zählen, aber auch Lebensmittel. Außerdem spielt- wie auch in der modernen Betrachtungsweise- die angeborene Konstitution eine Rolle.

Die drei Hauptursachen in der CM werden wie folgt benannt:

  • Milz-Qi-Schwäche- primär besteht eine angeborene oder erworbene Schwäche von Milz und Magen, die zu einer Entstehung von feuchter Hitze führt. Ein schwaches Milz-Qi bedeutet nichts anderes als eine mangelhafte Kraft zu Umwandlung von körperfremden in körpereigene Stoffe…der Stoffwechsel funktioniert nicht optimal. Kommt dann noch eine unpassende Ernährungs hinzu, entwickeln sich die typischen Symptome.
  • Äußere Faktoren- diese führen zu einer Akkumulation von feuchter Hitze unter der Haut, die potenziert dann zusätzlich die innere Hitze. Der äußere Wind kann den inneren Wind, der durch extreme Leere von Körpersäften entsteht, verstärken(Juckreiz, Unruhe)- Leere entsteht immer, wenn durch eine lang andauernde Ansammlung von feuchter Hitze im Körper die Umwandlungsfunktion von Milz und Lunge im energetischen Sinn so sehr behindert wird, dass zu wenig Säfte/Blut aus der Nahrung gewonnen werden könnn. Desweiteren „verkocht“ starke Hitze die Säfte – die Folge- die Haut dann zu wenig genährt wird, es entsteht Trockenheit – ein typisches Zeichen einer chronischen Neurodermitis.
  • Haben wir die Symptome besonders in der Beuge der Arme, dann sind der SanJio und Herz und Leber an dem typischen Neurodermitis-Kreislauf beteiligt. Die Leber als General des Körpers ist gleichzeitig der Blut-Speicher; dieser erscheint leider beim Betroffenen nicht so kräftig und rein, wie es sein sollte, um den Körper und die Haut zu nähren. Kratzen entspricht hier zwar dem „Sedieren“ und ist eine natürliche Reaktion des Körpers, aber ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss und schädigt zusätzlich. Das Herz wiederum ist für einen ruhigen Schlaf und Geist zuständig, welcher durch den Juckreiz und die Unruhe häufig gestört ist. Durch die fehlende Regeneration wird das Blut hitzig, es kommt zu toxischer Bluthitze, die bei chronischem Zustand zu Blutstagnation führt (fleckige Haut).
Kräuter- und Basenbäder sind hilfreich bei Neurodermitis
  • Befinden sich die Symptome eher im Bereich der Kniekehle, dann haben wir Blase und Leber beteiligt; ebenfalls wie oben beschrieben, finden wir toxische Hitze in den Meridianen.
  • Die Funktionen von Lunge und Dickdarm sind ebenfalls zu diskutieren- hier geht es in erster Linie um die Ausscheidung und die Funktion des Wei-Qi… angesiedelt in der Lunge.
  • Die Stadien der Neurodermitis sind Blut-Hitze mit Rötungen und Entzündungen- der Juckreiz ist stark ausgeprägt, die Haut sehr trocken; feuchte Hitze– mit nässenden Ausschlägen und mit gelblichem, zähflüssigem Sekret; die Haut zeigt keine starken Entzündungen und der Juckreiz ist mäßig stark ausgeprägt; Blut-Mangel– vor allem bei der chronischen Form; die Haut ist weniger rot als bei Blut-Hitze und feuchter Hitze und eher trocken; durch das lange Bestehen der Krankheit kommt es zu Verdickung der Haut, sie wird grob(Elefantenhaut); der Juckreiz tritt verstärkt am Nachmittag und Abend auf- ist sehr quälend.

Was nun tun?

Die Therapie mit den Methoden der chinesischen Medizin zielt auf die Behandlung der Ursachen – im Vordergrund steht dabei insbesondere die chinesische Arzneimitteltherapie– Magisterrezepturen oder individuelle Rezepte, die oft nur wenige Tage eingesetzt werden bzw. abwechselnd gegeben werden. Die begleitende Akupunktur ist bei der Neurodermitis vor allem zur Linderung des Juckreizes und Ausleitung der Hitze sehr hilfreich.

Ähnlich wie beim Heuschnupfen und Allergien sind auch bei der Neurodermitis Empfehlungen zur Ernährung/ Diätetik ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes für eine nachhaltige Therapie. So führt das Meiden zum Beispiel von Milchprodukten, Weizenmehl und Zucker oftmals zu einer sichtbaren Verbesserung der Hautveränderungen; heiße Gewürze, Lauchgewächse und Kaffee sollten ebenfalls gemieden werden.

kühlende Tee’s anstelle Kaffee

Hinzu kommt die Veränderung in einigen Lebensbereichen, die unabdingbar sind- Stressreduktionen, Reduktion der emotionealen Belastung über geeignete Entspannungsverfahren und Medikation.

Neurodermitis ist eine Geißel- wer sie loswerden möchte muss sich zwingend umorientieren; es ist ein Marathon und kein Sprint, der vor den Betroffenen liegt.

Einen guten Start in die Woche und gute Gesundheit für alle!

Kira

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie werden Emotionen in der Chinesischen Medizin diskutiert…

…spannende Frage- danke dafür; Emotionen haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, auf unsere Gesundheit, auf unser Leben:

  • Emotionen wie Lebensfreude, maßvoller Genuss, Liebe und Frohsinn beeinflussen unser WeiQi- das Immunsystem- und unsere innere Balance positiv- wir fühlen uns wohl, sind leistungsfähig und in der Lage, dem Leben aufmerksam, aufgeschlossen und positiv zu begegnen.

Was uns krank werden lässt, sind die negativen Emotionen, die im Übermaß auftreten können und die so genannten Geistesgifte sind:

Angst lähmt
  • Angst ist den Nieren zugeordnet und führt im Übermaß zur Auflösung des Nieren Qi; das MingMen-Feuer wird geschwächt- Yang und Yin werden instabil; das unkontrollierte, nicht mehr verankerte Yang steigt nach oben und führt zu muskulärer Anspannung und Stauung; und das schwache Yin kann das Qi nicht halten- es kommt zu einer Schwäche bspw. im Yang-Organ Blase und dies führt zu Blasenschwäche oder Inkontinenz. Das zu starke Yang im oberen Jiao führt zu einem pathologischen Herz-Feuer… der Mund wird trocken, es stellt sich ggf. ein bitterer Mundgeschmack ein und es kann zu Störungen in der Sprache kommen- Angst, eine Symptomatik, die mir im letzten Jahr in zahlreichen Facetten sehr oft in der Praxis begegnet.
  • Zorn führt zu einem aufsteigenden Yang der Leber/ Gallenblase und führt zu innerem Wind und Qi-Stase bspw. zu Migräne und Neuralgien…
  • Trauer führt zu einem „Zusammenbruch“ des Lungen-Qi; die Zukunft wird in Frage gestellt; Haut, Funktionen des Dickdarm’s, der Lunge und Lebensfreude verändern sich bzw. schwinden-Astma, Luftnot, Husten stellen sich ein; Akne, Neurodermitis u.a. mehr verstärken sich…
  • Nachdenklichkeit und Grübeln stören die Energie von Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse; deren Energie staut sich, kann nicht mehr absteigen und es stellen sich verschiedenste Beschwerden ein die sich im Bereich von Akne bis Zysten bewegen können; chronische Gastritis bspw. ist typisch für den „Dauergrübler“ ohne Resultat…
  • Begierde und „Dauerfreude“ zerstreuen das Herz-Qi; es stellen sich Unruhe, Schlafstörungen, Sprachstörungen und Herzschwäche im engeren und weiteren Sinn ein…

…und die schlimmsten der Emotionen sind…

Agression kann mit Neid/Eifersucht einher gehen
  • Eifersucht und Neid/ böser Tratsch– es ist hier dieses obzessive Verhalten gemeint; das Verhaften in der Vergangenheit ohne die Gegenwart oder Zukunft zu focussieren; es ist eine vorherrschende Dysbalance zwischen dem Wasser- und Holzelement, welche zu einer zentralen Störung im Körper führen kann…
  • …zum einen kann diese Emotion zur Aggression mit aufsteigendem Leber-Yang und stauendem Qi führen(häufig bei Männern)- am Ende der Kette stehen dann nachtragenden Vorwürfe, Verlustangst und Depressionen; zum anderen steht zuerst die Verlustangst(Frauen), die ggf. in Agressivität, Hass, Grübeln und dem verhaftet sein in der Vergangenheit mündet;
  • … beides- sowohl die Qi-Stase, als auch die Angst im Rahmen von Eifersucht/Neid/Tratsch führen zu feuchter Hitze, die das Ansammeln von Toxinen im Körper als Substanz und dem Blut begünstigen.

Diese feuchte Hitze, die Toxine, die Blut-Hitze macht den Betroffenen angreifbar für alle äußeren Einflüsse, die Meridiane sind dann bereits komplett gestört und die Organe(ZhangFu) werden geschädigt… es treten solche Symptome wie Ausfluss, Leberprobleme, Entzündungen, Asthma, verstärkte Akne im Bereich des Rückens, der Genitalien aber auch Uterus- oder Prostata-Entzündungen auf…

Migräne als Zustand einer unverarbeiteten Emotion

Diese feuchte Hitze-Symptome sind so vielfältig und müssen vom Therapeuten/ der Therapeutin sorgfältig eroiert werden; die Behandlung ist sehr langwierig- neben der Akupunktur kommen als notwendige und unabdingbare Behandlungsmethoden Meditation, Ernährungstherapie und Kräutermedizin zum Einsatz.

Die Assoziationen zwischen Emotionen und Krankheiten sind in allen ganzheitlichen Medizinrichtungen bekannt- in der Chinesischen Medizin, der Medizin aus Tibet, dem Ayurveda und der Klostermedizin in Europa(Hildegard von Bingen)- so ganzheitlich ist dann auch der Behandlungsansatz.

Aderlass nach Hildegard von Bingen

Emotionen und Krankheiten- ja, der Zusammenhang ist erkennbar- unsere Aufgabe in der Therapie… wir müssen unvoreingenommen und genau hinschauen und mit dem Herzen zuhören- dann erkennen wir “ des Pudels Kern“

Welche Möglichkeiten gibt es bei mir in der Praxisarbeit:

  • Yogatherapie
  • Kräutermedizin
  • Meditation
  • Ernährungstherapie
  • Akupunktur, TuiNa, Aderlass nach Hildegard von Bingen
Meditation

Emotionen spiegeln unseren Zustand, unsere Seele- wichtig ist, dass wie uns von ihnen nicht beherrschen lassen, sondern wir sie für uns und unser Wohlbefinden nutzen.

Alles Liebe und einen guten Start in die neue Woche wünscht Euch

Kira

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Hörsturz in der Chinesischen Medizin diskutiert…

Vorab: Vielen Dank für Eure Zuschriften und Anfragen- ich bin überrascht, wie groß das Interesse ist!

Ein Hörsturz erwischt Dich kalt- aus dem Nichts heraus- so ist die Situation aus der Empfindung der Betroffenen. Während in der modernen Medizin mittlerweile auch Stress und Durchblutungsstörungen als Ursache anerkannt sind, wissen wir in der Chinesischen Medizin, dass es für den Hörsturz und allgemein „Ohren-Symptome“ wesentliche auslösende Faktoren gibt, die extrem vielfältig sind:

  • Das Ohr wird von verschiedenen Funktionskreisen innerviert- verstehe das Ohr aus Sicht der Chinesischen Medizin und du verstehst den „Hörsturz“; es sind die Gallenblasen-, Dünndarm(Verstehen im engeren und weiteren Sinn)-, SanJiao(Stoffwechsel)- und Magen- Meridiane, dann eine spezielle Abzweigung des Dickdarms- der Dickdarm- Luo-Mai-, die das Ohr „versorgen“ und zusätzlich hat das Ohr über die Luo(kleine Verbindungsmeridiane) einen direkten Bezug zum Ren- und Du-Mai; über das Ohr öffnet sich der Funktionskreis der Nieren(Hören im eigentlichen Sinn mit Yin und Jing) und auch der Leber-Funktionskreis kann sich über das Ohr „äußern“(Leber-Feuer).
  • Alle diese Meridiansysteme wirken auch bei weiteren Erkrankungen mit; Hörsturz und „Ohren-Symptome“ sind oft Begleitphänome anderer Erkrankungen wie z.B. von chronischen Nebenhöhlenprozessen, Zahn- und Kieferproblemen, Bluthochdruck, Rückenproblemen aller Wirbelsäulenabschnitte, Panik und Ängsten, chronischen Entzündungen oder auch Fibromyalgie…
  • … andererseits werden „Ohren-Symptome“ und der Hörsturz selbst auch durch eine schwere- berufliche- Stressphase ausgelöst und kann sich nicht mehr zurückbilden, obwohl der Betroffene ansonsten vollkommen gesund erscheint. In den meisten Fällen ist der Organismus viele Jahre überfordert; konnte er in der Vergangenheit vielleicht noch eine gewisse Balance halten, so bringt jetzt ein akutes Ereignis- wie Stress, eine Erkältung oder ein emotionales Trauma- das „Baumhaus zum Einsturz“.
  • Als Ursachen nach den Kriterien der Chinesischen Medizin kommen sowohl biographisch erworbene Spannungsdysbalancen im ShaoYang, in der Skelettmuskulatur(Qi- und Blut-Stasis) in Frage, aber auch Verschlackungstendenzen(Feuchtigkeit und Schleim Tan), Kälte-Invasionen(Wind-Kälte) oder Bluthitze(Wind-Hitze, Yin-Mangel mit Schädigung der Essenz, aufsteigendes Feuer) dominieren; es herrscht in vielen Fällen eine Dysbalance zwischen Holz- und Wasserelement.
Meditation; Yoga mit MUDRA’S

Behandlungsmöglichkeiten- immer individuell:

  • Stressreduktion und lösen von Spannungsfeldern im Lebensalltag- YangShen(Lebenspflege) im Alltag;
  • Kräutermedizin mit westlichen und/oder chinesischen Kräutern;
  • Akupunktur- unentbehrlich, Schröpfen, Moxa-Therapie;
  • Aderlass;
  • Ernährungstherapie und/oder Fasten;
  • TuiNa; Shiatsu
  • QiGong und Yoga; Walking; Atemtherapie;
TuiNa oder Shiatsu

Mein Tipp:

  • Massiere täglich beide Ohrmuscheln; dies wirkt als Prävention, aber auch bei „Ohr-Symptomen“- beginne an der Ohrspitze, massiere das Ohr außen bis zu den Ohrläppchen, ebenfalls innen und auch den Übergang zum Gesicht- wiederhole die Massage drei- bis viermal oder auch öfter- einfach bis zur merklichen guten Durchlutung des Ohres.

Sehr wichtig ist, dass die/der Betroffene wieder richtig gut und erholsam den Schlaf erlernen und auch praktizieren.

Ernährungshinweise:

  • Bei Ohrproblemen verbieten sich Knoblauch, Zwiebeln und andere Lauchgewächse, Alkohol, Scharfes, keine Fertigprodukte, bei Schleim keine Milchprodukte und kein Brot

Noch eine Anmerkung: Hören und Verstehen sind zwei Paar Schuhe- allerdings lässt sich beides mit den oben genannten Möglichkeiten behandeln.

Die Behandlung von „Ohr-Symptomen“ ist langwierig; die Erkrankung baut sich oft über Jahre auf- daher benötigt es Monate bis zur Linderung oder Gesundung- und auch hier gilt:

Nur zusammen ist es zu schaffen- gemeinsam für Dich/Euch- nutze die Möglichkeiten… alles Liebe

Kira

QiGong und TaiJiChuan als Unterstützung

Die Fünf „Müdigkeiten“…

… beschreiben Faktoren, die gemäß der chinesischen und tibetanischen Medizin unser Körpergefühl, das Wohlbefinden und die Gesundheit negativ beeinflussen:

  • zu viel Sitzen– schwächt die Milz, damit die Bereitstellung und Transformation des Nahrungs-Qi und schädigt auf lange Sicht das Gewebe im Körper und dessen Funktionsweise; dabei sind das Bindegewebe, das Gewebe der Organe und auch die Funktionsweise der Organe gemeint;
  • zu viel Liegen– schwächt die Lunge und damit die Funktionsweisen von Haut und Schleimhäuten; daher sollten auch Kranke möglichst oft aufstehen oder zumindest zum Sitzen kommen( denken wir an Lungenentzündungen u.s.w….);
  • zu viel Stehen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Nieren und damit das gesamte Skelettsystem/ Zähne und Haarstruktur; die Nieren mit ihrem Nieren-Yang sind bspw. für einen schmerzfreien unteren Rücken zuständig- zu viel an Stehen schwächt dieses…;
  • zu viel Laufen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Leber und deren zugeordnete Strukturen wie Sehnen/Bänder/Muskeln und Faszien; Beispiel siehe unten;
  • zu viel an „Augenarbeit“/ Lesen/Denkarbeit- schädigt sowohl das Herz als Sitz des Geistes und Kaiser des Körpers, als auch die Augen und unser Gehirn auf lange Sicht; das Herz hat im Rahmen der Meridianstruktur eine direkte Verbindung zu den Augen, daher diese besondere Funktionskette;

Das Fazit dieser Empfehlungen- alles sollte im Gleichmaß und mit Maß und Ziel erfolgen- ein Beispiel:

  • Das Training eines Leistungssportlers… ohne Regeneration in Form eines guten und ausreichenden Schlaf’s und ohne Ausgleichtraining drohen Verletzungen und/oder die Leistung kann nicht punktgenau abgerufen werden

Ein weiteres Beispiel ist das Symptombild der Erschöpfung bzw. des BurnOut:

  • zu viel an Arbeit schädigt sowohl den Geist/ das Herz als auch das Blut…
  • zu wenig an Struktur und zu viel an „Verzetteln“; Perfektionismus… führen zur Erschöpfung- ein Automotor kann auch nicht 1000 km bis zum Anschlag gefahren werden…

Wir benötigen alles- Bewegung, Ruhe, geistige und körperliche Herausforderungen, gute Ziele und Meditation- dann bleiben Körper und Geist im Gleichgewicht und Gesundheit steht nicht’s im Weg.

Unterstützung in der Naturheilkunde geben bspw. :

  • Akupunktur, Tuina, Moxa, GuaShaFa, BaGuanFa,
  • Ernährungstherapie
  • Kräutermedizin
  • QiGong und Yoga
Tuina zur Stärkung der Nierenenergie
Meditatives Gehen aus dem QiGong- wirkt Geist beruhigend und bewegt Qi

Einen guten Start in die Woche und genießt den Frühling- alles Liebe

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil VIII…

…bringt ein wenig Nähe zur Kräutermedizin mit chinesischen Kräutern. Der Stellenwert ist in meiner Praxisarbeit sehr hoch- die Kräutermedizin macht etwa 70 % der Behandlungen aus; in den asiatischen Ländern werden traditionell 90 % aller Behandlungen mit der Kräutermedizin durchgeführt.

Die korrekte Diagnosestellung ist die Grundvoraussetzung für die Auswahl der richtigen und damit optimal wirksamen Kräuter und Rezepturen. Das gilt ebenfalls für eine Behandlung mittels konstitutioneller Akupunktur und/oder chinesischer Diätetik. Nach der genauen Diagnoseformulierung, dem Zusammenstellen und Auswahl der Therapie, dem Feststellen des energetischen Zustands, werden die Therapieprinzipien und deren Behandlung mit Akupunktur, Diätetik und chinesischer Kräutertherapie (Rezepturen) definiert. Ich arbeite sowohl mit klassischen Rezepturen als auch mit sehr individuellen Mixturen- jede Rezeptur ein exaktes Abbild des physiologischen und psychologischen Zustandes des Patienten/ der Patientin dar.

In der abendländischen Phytotherapie wird oft mit Einzelkräutern gearbeitet; in der chinesischen Phytotherapie fast immer eine komplexe Rezeptur verabreicht. Die Erstellung einer Rezeptur erfolgt nach festen Regeln- ähnlich wie in den asiatischen Ländern und im Buddhismus einer festgelegten Struktur gefolgt wird; der Aufbau einer Arzneimittelrezeptur enthält vier Positionen, die allerdings nicht immer vorhanden sein müssen- im Gegenzug können mehrere Arzneien in einer Funktion eingesetzt werden. Oft enthalten die Rezepte sechs oder auch acht Rohdrogen; es gibt aber auch wirksame Rezepturen mit nur zwei oder drei Inhaltsstoffen- der Aufbau ist allerdings immer ähnlich:

  • Herrscher/Kaiser -Hauptarznei mit der Hauptwirkrichtung auf den Hauptbefund z.B. Nieren-Yang-Mangel;
  • Minister – Ministerarznei, verstärkt Hauptarznei, richtet sich auf die Nebenbefunde z B. Kälte;
  • Assistent/Helfer – Hilfsarznei, richtet sich auf Nebenbefunde und gleicht unerwünschte Wirkungen aus wie bspw. eine Schwächung der Milz;
  • Adjutant/Bote – Ausgleichsarznei, harmonisiert, puffert, konzentriert die Wirkrichtung wie bspw. die Süßholzwurzel, welche fast immer in großen Rezepturen als harmonisierender Bestandteil enthalten ist.

Je nach Befund oder Verlauf des Heilungsprozesses werden Drogen weggelassen oder hinzugefügt- es gibt zahlreiche Modifikationen zu den klassichen Rezepturen bzw. die klassische Rezeptur selbst muss zwingend modifiziert werden.

Nicht unterschätzt werden sollte die Wirkung einer Dosisänderung in einem klassischen vorgegebenen Rezept. Auch damit kann die Wirkrichtung der Rezeptur in verschiedene Richtungen gelenkt werden. So kann durch eine Dosisreduzierung aus einer Kaiser-Droge eine weniger zentrale Arznei in einer Rezeptur werden. Durch Dosiserhöhung einer sehr kalt wirkenden Arznei wird das Temperaturverhalten des gesamten Rezeptes kühler… u.s.w.

Die drei wichtigsten Hauptinformationen zu jeder Arzneidroge sind:

  • Temperatur
  • Geschmack
  • Wirkort

Hauptgeschmacksrichtungen sind:

  • scharf- nach außen öffnend, ausleitend- zielt auf den Lungenfunktionskreis
  • süß- befeuchtend, stärkend, beruhigend- zielt auf den Milzfunktionskreis
  • neutral
  • sauer- adstringierend mit Wirkrichtungen auf die Funktionskreise Leber, Lunge und Niere
  • bitter- eliminierend, drainierend, hinabführend, trocknend mit Wirkung auf Herz und Dünndarm
  • salzig- sammelnd, verankernd, erweichend, laxierend mit Wirkung besonders auf die Nieren- Funktionen im Sinne der chinesischen Medizin

Gruppeneinteilung der Kräuter:

  • Die Oberfläche befreiende Kräuter; warme, scharfe oder kühle, scharfe Kräuter
  • Hitze klärende Kräuter– Feuer ableitende, Blut kühlende Hitze klärende, Nässe trocknende Kräuter oder Hitze klärende, Toxine mildernde Kräuter
  • Nässe ausleitende Kräuter
  • Wind-Nässe vertreibende Kräuter
  • Schleim transformierende und Husten stillende Kräuter mit warme Schleim-Kälte; kühlende Schleim-Hitze; Husten stillende; Keuchen lindernde Drogen
  • Aromatische Nässe transformierende Kräuter
  • Nahrungsstagnation lindernde Kräuter
  • Qi regulierende Kräuter
  • Blut regulierende Kräuter mit Blut belebenden und Blutungen stoppenden Kräuter
  • Das Innen wärmende, Kälte austreibende Kräuter
  • Tonisierende Kräuter mit Qi, Blut, Yang oder Yin tonisierenden Kräutern
  • Stabilisierende und haltende Kräuter
  • Geist beruhigende Kräuter mit absenkenden, den Geist beruhigenden Kräutern und/ oder das Herz nährende, den Geist beruhigenen Kräutern;
  • Aromatische, die Sinne öffnende Kräuter
  • Wind beseitigende und krampflösende Kräuter
Kräutergranulat zum Auflösen in heißem Wasser

Entscheidend ist zusätzlich natürlich die Wirkung auf eine bestimmte Region- der Wirkort beschreibt, wo die Eigenschaften der Arznei wirken sollen. Die heiße Zimtrinde bspw. hat unter anderem als Wirkort den Funktionskreis Niere. Zimtrinde stärkt und wärmt besonders das Yang der Nieren – also setzt seine Wirkung besonders im unteren Jiao (Erwärmer) frei. Zusätzlich zum angepeilten Funktionskreis haben die Drogen fast immer auch eine Affinität zu einer bestimmten Körperregion oder zu einem spezifischen Gewebe(bspw. der Knochenstruktur…).

Dosierungen:

  • hängt ab vom Lebensalter und vom Körpergewicht;
  • Fülle- oder Leere-Typ
  • Stärke des pathogenen Faktors… in der westlichen Medizin würde man „Virulenz“ sagen
  • Fülle- kurze Einnahme mit hoher Dosis- Leere- lange Einnahme mit niedrigerer Dosierung… bei einer Leere muss vorsichtig aufgebaut werden

Zum Einsatz kommen:

  • Dekokt
  • Pille/ Tablette
  • Pulver
  • Arzneitrunk oder Tropfen
  • Umschläge oder Auflagen
  • Granulat- setze ich sehr viel ein; da es sehr praktisch und einfach einzunehmen ist
  • Hydrophile Konzentrate
  • Alkoholische Tinkturen
  • Salben, Cremes, Lotionen
Rohdrogen als Pulver oder im Ganzen; zum Einsatz kommen Wurzeln, Rinden, Früchte, Kerne…

Ein Dekokt ist oft am wirkungsvollsten, allerdings mit einem höheren Aufwand verbunden, als einfach nur einen „Tee“ zu kochen.

Die asiatischen/ chinesischen und auch westlichen Kräuter, wenn man sie „chinesisch“ zubereitet, sind sehr wirkungsvoll- es ist eine Medizin und nicht einfach nur ein Tee; daher sind Dosieranleitung und Zubereitungsform unbedingt zu beachten. Die Kombination mit modernen Arzneien ist unter Beachtung von Wechselwirkungen möglich- sollte aber immer nur nach Rücksprache bzw. auf Verordnung einer Fachfrau/ eines Fachmannes erfolgen. Bitte nehmen Sie Kräuter nie eigenständig ein- diese sind k e i n Lifestyleprodukt !!

Dekokt; oft über Stunden geköchelt

Wirkungsvoll und effektiv- das ist die chinesische Kräutermedizin als ein Bausstein in der KlassischenChinesischenMedizin und im Behandungskonzept…

Gute Gesundheit- einen guten Wochenstart und erholsamen Ostermontag wünscht Euch/ Ihnen

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil VI…

… bringt Euch heute das Pathogen „Wind“ näher- und wie passend; bei uns im Norden an der Ostseeküste hat es nämlich heute in der Nacht schon ein ordentliches Frühjahrsstürmchen gegeben.

Wind als Pathogen äußert sich als innerer oder äußerer Wind.

Innerer Wind:

  • …kann sich aus einem Leber-Blut- sowie Leber- und Nieren-Yin-Mangel entwickeln; auch kann der äußere „pathogene Faktor“ Wind in den Körper eindringen und dort zu der Entwicklung eines inneren Windes beitragen; doch die Veranlagung dazu, ein Leber-Blut-,Leber- und Nieren-Yin-Mangel, muss vorhanden sein;
  • …äußert sich über Kopfschmerzen oder Migräne;
  • Vertigo(Schwindel),
  • Tinnitus;
  • und in schweren Fällen… Unruhezustände, Brechreiz, Palpitationen mit Angstzuständen; unkontrollierbare Muskelkrämpfe und auch Schlaganfall oder Epilepsie können auftreten.
  • Typisch für inneren Wind ist, dass die Beschwerden und die Lokalisation sich mehr oder weniger regelmäßig ändern- sowohl von der Stärke als auch von der Lokalisation.
Migräneattacken durch äußeren oder inneren Wind- auch beim Mann oft vertreten (:

Behandlung innerer Wind:

  • Kräutermedizin
  • Akupunktur
  • Moxa
  • Ernährungstherapie, um die Wurzel zu behandeln
  • Lebenshygiene YangShen- besonders Stressoren abbauen und den Umgang mit Stress ändern

Äußerer Wind:

  • …ist die Speerspitze aller Erkrankungen
  • … tritt häufig über die Bereiche von Akupunkturpunkten, die tatsächlich kleine Fenster darstellen, ein…bspw. Gallenblase 20/ FengChi heißt übersetzt Wind-Teich oder Wind-Fenster; oder auch SanJiao 17/ YiFeng- der übersetzt Wind-Schirmchen oder Wind-Schild heißt… alle Akupunkturpunkte, die die Bezeichnung FENG(Wind) im Namen haben, sind auch Bereiche, über die äußerer Wind „angreifen“ kann.
  • …äußert sich bspw. durch plötzliche Erkältungszeichen; schnelles Niesen in Abfolge, Unruhe, Nackensteifigkeit, eventuell Frösteln, Schüttelfrost, auch Kopfschmerzen oder Juckreiz in den Augen und auf der Haut…
Ungeschützt dem Wind ausgesetzt- der steife Nacken ist vorprogrammiert; auch Kopfschmerzen und Unruhe sind möglich (:

Behandlung bei Wind-Angriff durch äußeren Wind:

  • Kräutermedizin
  • Akupunktur
  • Schutz durch geeignete Kleidung
  • Wei-Qi stärken
  • Stress reduzieren

Die Pulse sind bei beiden Windarten beschleunigt und oft oberflächlich, die Zunge zittrig und oft sind die Ränder der Zunge ungesund gerötet.

Es gibt eine QiGong/ Yoga-Übung, die bei „Wind“ sehr gut hilft:

  • Nimm dir einen ruhigen Platz und setze oder lege dich bequem hin.
  • Schließe die Augen und nimm sieben bis acht Atemzüge tief in den Bauch- lass dabei den Atem fließen, erzwinge ihn nicht.
  • Bring deine Gedanken zum Kopf und stell dir vor, dass dein Kopf sich öffnet- nach oben, unten, rechts, links und stell dir vor, dass der „Wind“- diese „schlechte“ Energie über diese Öffnungen den Körper verlässt…
  • …gehe in der Atmung weiter nach unten in deinen oberen Brustkorb und a t m e dann weiter über deinen rechten Arm- Finger aus…
  • …dann weiter über das rechte Bein- die Zehen…
  • … dann zurück zum Oberkörper… und weiter über den linken Arm- die linken Finger… das linke Bein- die linken Zehen…
  • …dann lass deinen Atem und die Aufmerksamkeit zum Hinterkopf- Übergang zwischen Schädelbasis und Halswirbelsäule- wandern und atme deine Wirbelsäule hinab bis zum Bereich zwischen Anus und Geschlecht… dort bleib für einige Atemzüge, bis du merkst, dass du ruhiger wirst.
  • Sobald du innere Ruhe spürst, atme noch einmal sieben- bis achtmal tief in den Bauch…
  • …dann reibe deine Hände aneinander und „wasche“ dich vom Scheitel bis zu den Zehen trocken 🙂 – streiche dabei ganz bewusst deinen Körper aus.
  • Führe diese Übung ruhig täglich oder öfter in der Woche durch- das macht dich weniger anfällig für äußeren und inneren Wind.

Auch die Lunar- oder Löwenatmung kann „Wind“ besänftigen.

Löwenatmung im Yoga

Kräutermedizin für „windige“ Tage- im wahrsten Sinn des Wortes… also präventiv gegen äußeren Wind:

  • BoHe und FangFeng(je 30% von 100) werden mit YeJuHua und LianQiao(je 15% von 100) gemischt- trinke von dieser Mischung jeweils morgens und nach Bedarf noch einmal am Tag eine Tasse mit je einem Esslöffel bei den Rohdrogen und mit 2-4 Gramm beim Granulat.
Tee mit Minze und Mutterkrautblüten

Diese Mischung ist sehr harmonisch; aromatisch und auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr geeignet.

Wem das zu kompliziert ist:

  • je ein Teelöffel Minze und Mutterkrautblüten mischen und dann mit 250 ml heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und bei Bedarf 2-5 Tassen täglich trinken.

Wind- bei uns an der Küste der tägliche Begleiter… daher sind gerade in Regionen, die ständig damit konfrontiert werden, entsprechende Symptome oft vertreten… lies gerne auch meinen Beitrag „Das Gewitter im Kopf“ – http://spiritandbalance.de/?s=gewitter+im+kopf

Ich mag den Wind- besonders, wenn er wild die Ostsee peitscht… aber ich kann ihn nicht gut vertragen, muss mich immer schützen; wenn DU weißt, was „Wind“ mit dir anstellt, dann kannst du reagieren und dich gut schützen 🙂

Bleibt gesund, habt einen guten Start in die neue Woche und seid lieb gegrüßt von

Kira

Ingo Baumgartner- Wie das Schilf im Wind

Lass dich nicht von Stürmen brechen,
sei so wie das Schilf im Wind!
Böen beugen ganze Flächen,
die nicht buckeln vor Gewalten,
nein, sich an das Wissen halten,
dass sie Teil des Ganzen sind.

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil V…

…stellt euch heute das Pathogen Trockenheit vor. Trockene Haare, Haut, Augen… das alles können Symptome für Trockenheit sein; ja… auch parallel zu Feuchtigkeit und den anderen Pathogenen. Ganz häufig existieren mehrere Pathogene gleichzeitig im Körper; allerdings tritt Trockenheit oft erst in späteren Lebensjahren auf bzw. ist abhängig von den wärmeren Jahreszeiten und natürlich dem Typ Mensch:

  • An sich gehört die Trockenheit zu den Spätsommer- oder Herbst-Krankheiten; die entsprechenden Organe sind die Lungen, der Dickdarm, die Haut, Nase und die Oberfläche- unser modernes Leben lässt Trockenheit aber in jeder Jahreszeit auftreten 🙁
  • Die Lunge kontrolliert die Zerstreuung und das Absinken vom Qi; unser großes Atmungsorgan regiert das Qi und natürlich die Atmung. Externe Pathogene können die Lunge über Nase und Haut attackieren ; dies äußert sich bspw. durch Erkältungsanfälligkeit; Kehlkopfreizungen… allerdings entsteht innere Trockenheit bspw. durch Trauer/ Traurigkeit.
  • Trockenheit bewirkt, dass das Lungen-Qi „verschlammt“ und sich nicht ausbreiten kann. Die Absenkung des Qi ist gestört, daher bewegt sich das Lungen-Qi in umgekehrte Richtung nach oben. Entsprechende Krankheitssymptome wären Husten, Atemgeräusche oder Atemnot; Lungenkrankheiten beinhalten allerdings auch häufig eine chronische Schleimproblematik- Schleim wird in der Mitte von Milz und Magen produziert, aber leider in der Lunge gespeichert- daher kommt es irrtümlich zur Diagnose Schleim… ist aber in Wirklichkeit Trockenheit bzw. der Lösungsansatz sitzt im blockierten Qi.

Symptome:

  • Kurztmigkeit und Atemnot; schweres Atmen, Husten; gestörte Ausatmung wie beim Asthma… Schwäche im Lungen-Qi
  • äußere Trockenheit provoziert einen gereizten und trockenen Hals, trockene Schleimhäute, trockene Haut, trockenes Haar und mündet oft in…
  • …innere Trockenheit mit Juckreiz, Verstopfung, Lustlosigkeit, Erschöpfung mit einer unbestimmten Trauer
  • Unspezifischer wirken sich die täglichen Überforderungen,  stundenlange Bildschirmarbeit, Klimaanlagen, Heizungen und ungeeignetes Essen, Trinken, zuviel an Genussmitteln aus- all das  „trocknet“ uns aus…
  • … und führt zum Yin-Mangel- dem Fehlen oder Mangel an Säften, Blut und guter Feuchtigkeit- mit zunehmendem Alter, bei starker, körperlicher Beanspruchung(—Leistungs—Sport; Geburten…); mentaler Belastung; häufigem oder Dauergenuss von Genuss- und Suchtmitteln wie Kaffee, Nikotin, schwarzem Tee… tritt Trockenheit vermehrt auf.

Wie wird Trockenheit behandelt:

  • Akupunktur und Kräutermedizin behandeln sowohl die akuten Symptome als auch die Ursachen
  • Ernährungstherapie ist am wirkungsvollsten…
  • Lebenshygiene

Ernährung und Genuss- zu empfehlen:

  • ein warmes, gekochtes Frühstück, z.B: Congee oder warmer Gersten- oder Reisbrei
  • drei warme oder gegarte Mahlzeiten am Tag
  • Hühnerkraftsuppe, so lange es geht gekocht (sehr blutbildend), Hühnerfleisch hier generell bevorzugen, da es sehr gut für die Säftebildung ist;
  • regelmäßig dunkelgrünes Blattgemüse auf den Speiseplan setzen (Spinat, Endiviensalat, Petersilie), auch Maulbeeren, Datteln, rote Bete (gekocht als Salat), rote Obstsorten (und Säfte daraus) wie z.B.Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren…
  • saftige Kochmethoden bevorzugen (dünsten, blanchieren, mit Wasser kochen, klare Suppen, Eintöpfe, Currys, mit Deckel kochen)
  • Hochwertige Öle verwenden- wie Algenöle, Leinöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl verwenden;
  • Kochen mit kleinen Saaten (Sesam, Sonnenblumen, Mohn etc.)
  • weich gekochtes Ei
  • Kokosmilch für Eintöpfe, cremige Suppen
  • Birnen, Weintrauben, Mandeln (Mandelmus, Marzipan) sind typische Lungen-Lebensmittel gegen Trockenheit
Biren-Reis mit Honig hilft gegen Trockenheit
  • Milch-Reis mit Birnen- oder Pflaumenkompott als Frühstücksvariante oder zum Mittag; genommen wird Mandeldrink und dann etwas Butter und/oder süße Sahne dazu gegeben

V e r m e i d e:

  • Süßigkeiten, Schokolade, Kuchen/Torte & Co
  • Rohkost (rohes Obst und Gemüse)
  • Trocknendes- wie Kaffee, schwarzer/grüner Tee, Nikotin; rotes Fleisch…
  • Knäckebrot, Brotmahlzeiten generell- da der entstehende Schleim das Lungen-Qi blockiert,
  • Rotbuschtee
  • Scharfes- getrocknete Gewürze wie Chili, Pfeffer, getrockneten Ingwer, Curry, Knoblauch, Lauch,
Maßvoll getrocknete Gewürze- eher meiden
  • hochprozentiger Alkohol
  • abendliches Fernsehen, Computerarbeit bis zum späten Abend und ohne Pausen, nächtliches Lernen
  • Nachtarbeit, spätes Schlafengehen
  • starkes Schwitzen (Sauna, Hitze)- dabei ist ein Durchgang in der Feuchtsauna(Biosauna) ggf. gut, um Schleim zu transformieren 😉
Kaffee maßvoll und selten…Bitteres trocknet aus

Fazit- Trockenheit und Feuchtigkeit können zusammen im Körper auftreten– irgendwann kann Feuchtigkeit zu Trockenheit führen bspw. bei Neurodermitis…:

  • Die Antwort ist, dass der Körper ein weites Feld ist; der eine Landschaft- Stelle dir vor, dass es verschiedene Bereiche in dieser Landschaft gibt…
  • …an einem Ort befindet sich ein Moor oder Sumpf (die pathogene Feuchtigkeit zum bsp. im Darm), an einem anderen Ort ein klarer, ruhig dahinfließendes Gewässer- Deine guten Körpersäfte und Blut bspw. in Deinen Augen, Mund oder Muskeln und an einem dritten Ort ist es zu trocken und der „Boden“ rissig und schrundig ( die Trockenheit) zum Bsp. Deine Haut oder die Haare
Ei und Grünes für Säfte und Blut 🙂

Achte gut auf Dich- Mäßigung im Genuss; ein gutes Maß an Belastung und Ruhe kann Trockenheit vermeiden- und wenn sie Dich doch erwischt, dann überprüfe als Erstes Deine Nahrung und stelle Deine Kost um; streiche Kaffee und andere Genussmittel… und wenn das nicht hilft, lass Dich beraten!

Gute Gesundheit und eine schöne Woche wünscht Dir

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil IV…

stellt heute das Pathogen Feuchtigkeit/Schleim vor. Leider zeigt sich Feuchtigkeit in unserem Körper nicht so schön wie auf dem Beitragsbild.

Feuchtigkeit und Schleim sind in unserer Lebenswelt weit verbreitet- häufig gepaart mit Hitze oder Kälte. Shi und Tan- so die chinesischen Bezeichnungen- entstehen in erster Linie durch falsche und einseitige Ernährung:

  • Kohlenhydratreiche Kost mit leicht verfügbaren Kohlenhydraten aus Mehlerzeugnissen, raffiniertem Zucker, Kaltem, Milchprodukten, Eis, nicht-saisonaler Kost,
  • mangelnde Bewegung,
  • geistige Überbelastung durch zu viel an Computerarbeit, Konsum neuer Medien, „geistige Vermüllung“,
Lecker- ja; aber Schleimproduzenten per se (:

Das perfide ist, dass Feuchtigkeit und Schleim träge und unbeweglich in jeder Hinsicht machen, sich aber auch an den Organen anlagern und so in einen Teufeldskreis führen.

Entstehung von Schleim- einfach erklärt:

Stelle dir vor, deine Verdauung verwandelt alles, was du isst, in eine heiße, wärmende Suppe- der Dampf, der aus der Suppe aufsteigt, ist Dein Qi- Deine Energie- die Du aus D e i n e r Nahrung gewinnst.

Wenn Deine „Suppe“ so köchelt, entsteht selten Feuchtigkeit/Schleim 🙂

Doch was passiert, wenn die Suppe zu kalt wird?

Sie kann nicht mehr verdampfen (kein „Qi“) und steht jetzt in deinem Magen- der in diesem Fall wie ein Kochtopf ohne Wärme wirkt.

Was macht die kalte Suppe? Sie sucht sich andere „Wege“- sie wird nicht richtig verdaut; es bilden sich „Entzündungen“, die Leber speichert sie als Fett, leider erfolgt bspw. eine Umwandlung zu sichtbarem Fett in Form von Übergewicht… oder sie sinkt in die Beine hinunter und du bekommst Ödeme (geschwollene Beine und Füße). Auch eine Anlagerung in den Lungenfunktionskreis ist möglich, was Du als ständig rinnende Nase oder Schleim im Rachen merkst.

So lecker der Kaffe-Latte ist- er produziert Schleim im Körper 🙁

Die kalte Suppe ist die Feuchtigkeit– die sich wie folgt bemerkbar macht:

  • Die Zunge zeigt sich oft dicker, geschwollen, mit weißem oder auch gelblichen Belag(bis quarkig) und mit Zahneindrücken; die Haut wirkt aufgepufft bis ödematös; es können Lip-Ödeme auftreten, aber auch Lipome…;
  • …die Pulse sind tief, sehr langsam, der Betroffene fühlt sich müde, träge, unbeholfen, aufgedunsen, neigt zu Übergewicht oder Wasseransammlungen…
  • …die Konzentration kann gestört sein; insgesamt fällt die Arbeit schwer…
  • …weitere Symptome können Hautunreinheiten, Ausfluss, Durchfall oder puffiger, fettiger Stuhl, erhöhte Blutfettwerte, erhöhte Cholesterinwerte, dumpfe Kopfschmerzen, Fatique… sein…
  • …aber auch mangelndes Durstgefühl, wenig Trinkverlangen, ständige schleimige Infekte, Ohren, Rachen…

Was tun, wenn Schleim sich in unserem Körper festsetzt?

Als erstes muss klar sein- ohne Änderungen der Ernährung und der Lebensgewohnheiten wird man den Unruhestifter nicht los.

Anti-Schleim-Leben:

  • Bewegung und Detox bei den modernen Medien
  • Iss zwei bis drei gegarte/ warme Mahlzeiten
  • Lass für mindestens sechs Monate Käse, Milchprodukte, Schweinefleisch, raffinierte Zucker/Zuckerprodukte, hochverarbeitete Mehle und Fertigprodukte und frittierte Speisen aus Deinen Speiseplan weg.
  • Führe eine Hirse-Reis-Kur durch: 3-5x täglich ein Congee aus Hirse und Reis- damit leitest Du Feuchtigkeit aus und stärkst das Verdauungs-Qi…
Gewürze, die Schleim eleminieren 🙂

Rezept:

  • Koche eine Tasse Reis und eine Tasse Hirse(beides im Topf trocken anrösten) mit 3-4 Liter Wasser etwa 3 Stunden bei kleiner Hitze- gieß alle Stunde etwas Wasser nach; von diesem Congee iss vor jeder Mahlzeit eine Schale.

Du kannst das Congee auch als Hauptbestandteil Deiner Mahlzeiten nutzen, iss dazu gegartes Obst, Gemüse oder auch Fisch oder Fleisch. Für einen besseren Effekt empfehle ich, das Congee für drei Tage nur mit Gemüsesuppe zu essen; besonders bei starken Wassereinlagerungen und Durchfall.

Reis-Sellerie-Suppe

Alles andere wäre über eine individuelle Ernährungsplanung zu klären- denn nur über eine umfassende Diagnostik und Anamnese kann die genaue Ursache gefunden und die individuelle Ernährungs-Therapie erstellt werden.

Therapiemöglichkeiten:

  • Ernährungsumstellung und -therapie,
  • Kräutermedizin und warmes Wasser zum Trinken
  • Akupunktur
  • Moxabehandlung- auch in der Häuslichkeit nach Einweisung und Absprache
  • Bewegungstherapie
  • Lebenshygiene
Schleim bei Gelenkbeschwerden- mit Moxa behandelt

Schleim und Feuchtigkeit belasten den Körper und können zu ernsten Erkrankungen führen- Arteriosklerose, Trombosen, Herzerkrankungen, Fettleber… anhand eine Mikroblutuntersuchung kann die Diagnostik unterstützt werden.

Arbeite selbst präventiv und lass Dir Deine individuelle Ernährungstherapie zusammenstellen- mit dieser kannst Du selbst aktiv etwas für eine gute Gesundheit tun…. und keine Sorge- Du verzichtest auf das, was Dich krank machen kann aber nimmst leckere Speisen zu Dir, die gut für Dich sind 🙂

Möhrenfrittata mit Feldsalat 🙂

Gutes Gelingen und hab Mut- eine gute Woche wünscht Dir/Ihnen

Kira

Putz Dich mit Zitrone und Knoblauch…

… und zwar von innen. Sicher wird der eine oder andere jetzt die Augen rollen und „What“ sagen- ja… für unsere Gesundheit gehen die beiden Lebensmittel Zitrone und Knoblauch gerne eine Liason ein:

  • Die Kur mit Zitronen und Knoblauch stammt sowohl aus der Russischen Volksmedizin als auch aus der Volksheilkunde verschiedenster Länder; sie wird teilweise im Ursprung Europa(Süden) als auch Asien zugesprochen- ursprünglich stammt die Zitrone tatsächlich aus Asien und wurde erst vor ca. 800 Jahren nach Europa „importiert“- somit kann diese Kur auch aus Indien, China oder eben auch bspw. Griechenland stammen.
  • Letztendlich egal- es ist ein wertvolles Rezept, welches in seiner Wirkung- zumindest für die einzelnen Bestandteile- sogar wissenschaftlich belegt wurde.
  • Zitronen haben allgemein eine beachtliche Wirkung- sie werden in dieser Kur komlett mit Schale verarbeitet und punkten dabei nicht nur mit dem enthaltenen Vitamin C, sondern auch mit den Flavonoiden Naringenin und Hesperitin- oxidativer Stress hat damit kaum eine Chance, was natürlich besonders die Gefäße freut 🙂
  • Die Flavonoide in der Zitronenschale halten außerdem den Blutzuckerspiegel im Rahmen, der ab pthologischer Höhe ebenfalls den Blutgefässen schaden würde. Auch hier wirkt die Zitronen-Knoblauch-Kur auf diese- ihre – Weise einer Verkalkung der Blutgefässe entgegen. Chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Arteriosklerose beim Menschen allgemein und bei Diabetikern im besonderen.
  • Hinzu kommt bei der Zitrone noch eine blutverdünnende Wirkung; sie fördern die Durchblutung und entspannen die Blutgefässe- also erfolgt auch damit eine Prävention zur „Silent Inflammation“ und Arteriosklerose.
  • Knoblauch- der Tausendsassa schlechthin, wenn es um gesunde Gefäße, gesunden Blutdruck und „saubere Arterien“ geht- und die gute Nachricht- belegt durch eine Studie von 1999 an der Berliner Charite- bildet sich eine bestehende Verkalkung sogar in einem gewissen Maß zurück.
  • Etwas aktueller- nämlich 2016- untersuchten Forschungsgruppen in den USA und Kanada die Auswirkungen des Knoblauchs auf verschiedene Parameter wie Blutdruck, Cholesterinspiegel, Entzündungswerte und Koronarkalk (Verkalkung der Herzkranzgefässe). Der Knoblauch konnte den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel in nicht unerheblicher Weise senken. Allerdings zeigten sich die besten Effekte, wenn gereifter Knoblauchextrakt verwendet wurde. Dieser spezielle Extrakt („Aged Garlic Extract“- kurz AGE) konnte auch die Verkalkung der Herzkranzgefässe positiv beeinflussen, so dass ein solches Präparat z. B. im Anschluss an die Zitronen-Knoblauch-Kur dauerhaft eingenommen werden könnte, denn auch kalkfreie Ablagerungen können mit dem AGE reduziert werden.
  • Unterstützt werden Zitrone und Knoblauch durch Ingwer, schwarzen Pfeffer und Kurkuma- ebenfalls nachweislich Gewürze, die eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung haben.

Rezept:

  • Alle Zutaten sollten in Bio-Qualität genommen werden!
  • 5 Bio-Zitronen und 5 Gramm frischer Ingwer werden in einer Mischung aus Apfelessig und warmem Wasser gründlich gebürstet; dann grob geschnitten in einen Mixer geben- dazu kommen 2 Teelöffel Kurkuma, ein halber Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und 20-30 gereinigte Knoblauchzehen; bei Bioknoblauch muss das Häutchen nicht entfernt werden…
  • … ganz zum Schluss kommen 1300 ml abgekochtes lauwarmes Wasser dazu- dann alles gut im Mixer pürieren…
  • …die Masse in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen, dann im Topf abkühlen lassen.
  • Zum Abschluss das Gemisch mit einem Filtertuch oder feinen Sieb abfiltern und in dunkle Flaschen füllen.

Dosierung:

  • 1-3 x täglich 25 ml vom Sud einnehmen- immer zur Hauptmahlzeit; ggf. den dritten Anteil schon am Nachmittag einnehmen, da ggf. Schlafstörungen durch die erhöhte Zellreinigung auftreten können.
  • Die Kur wird 3-4 x für 20 Tage durchgeführt (Menge reicht aus)…
  • …1. Tonus 20 Tage- dann eine Woche Pause; zweiter Tonus 20 Tage…

Die Saftkur sollte immer für drei Wochen frisch hergestellt werden… UND keine Sorge; es geht nicht zuviel Vitamin C verloren- es geht in erster Linie um die Flavonoide.

Es gibt auch noch ein Rezept ohne das Aufkochen, dann ist der Sud allerdings nicht so lange haltbar:

  • 2 gewaschene Biozitronen würfeln, dazu 8 Knoblauchzehen, schwarzen Pfeffer, frischen Ingwer und Kurkuma geben- alles in den Mixer, soviel abgekochtes, lauwarmes Wasser zugeben, dass ein sehr flüssiger Brei entsteht, in ein Schraubglas abfüllen und in den Kühlschrank stellen; jeden Morgen 2 Esslöffel in einem Glas Wasser trinken.

Ach ja- wir brauche ja keinen Schutz vor Vampiren 😉 – bei der Aufkochvariante besteht kein Grund zur Sorge vor der „Knobi-Fahne“; auch „vernichtet“ die Zitrone diese; bei der Frischvariante kann es einen Knobi-Duft geben- dann frische Petersilie kauen.

In Tibet kennt man die Kur mit einer Tinktur aus frischem Knoblauch – 350 Gramm Bio- Knoblauch putzen, sehr stark zerkleiner und mit 250 ml 70% Alkohol ansetzen; möglich sind auch 40% Wodka oder Klarer- nach 10 Tagen abfiltern, in Pipettenflachen umfüllen und im Kühlschrank 3 Tage ruhen lassen. Die Einnahme wird gestaffelt durchgeführt- beginnend mit der ersten Mahlzeit 1 Tropfen, dann 2, 3,… ab Tag 6 wieder rückwärts und ab Tag 11 dann 25 Tropfen/Mahlzeit; die Tinktur immer in warmem Wasser einnehmen.

Knoblauch:

  • wirkt stark antibiotisch, antioxidativ, hilft daher bei der Bekämpfung oxidativen Stresses und freier Radikale
  • …hilft Fetteinlagerungen abzubauen, senkt den LDL-Cholesterinspiegel, erhöht das HDL-Cholesterin(„Hab Dich lieb-Cholesterin“), reduziert die Blutfettwerte (Triglyzeride),
  • … hilft bei der Thrombose-Prävention, beugt also Blutgerinnseln vor und wirkt „blutverdünnend“; erweitert die Blutgefässe und wirkt somit durchblutungsfördernd;
  • …unterstützt die Senkung eines zu hohen Blutdrucks(Systole u n d Dyastole);
  • …verbessert die Leberfunktionen und aktiviert den Pfortaderkreislauf;
  • …verbessert die Nierenfunktionen und vermindert Ödeme;
  • …stärkt das Immunsystem und aktiviert Qi und Blut;
  • …unterstützt mit antikarzinogener Wirkung die Krebstherapie,
  • … wirkt durch die Gefässerweiterung- auch im Unterleib- entspannend und damit positiv auf Libido und Erektion 😉
  • …ist hilfreich bei Entzündungen im Mund-, Hals- und Rachenraum; den Nasennebenhöhlen und auch bei Pilzinfektionen in der begleitenden Therapie.

Relative Kontraindikationen:

  • Menschen, die Blutverdünner einnehmen (Knoblauch könnte die blutverdünnende Wirkung verstärken, da er selbst auch als blutverdünnend gilt)- ggf. absprechen, ob der Blutverdünner abgesetzt werden kann;
  • Allergie bei Knoblauch und Lauch,
  • Menschen mit starken Magen-Darm-Problemen (Magengeschwüre, Darmgeschwüre, chronische Darmerkrankungen),
  • Menschen mit Alkoholproblemen
  • bei akuten Erkrankungen, einer Leberschwäche haben oder Medikamenteneinnahme

Der Trester:

  • …kann mit 200ml Apfelsaft noch einmal aufgekocht werden, kurz einreduzieren und mit Gewürzen nach gusto verfeinern- das ergibt ein scharf- saures Chutney für Fisch, Fleisch oder Ofengemüse- in Gläser heiß abfüllen, fest zuschrauben und „auf den Kopf“ gestellt abkühlen lassen 🙂
Trester wird zu Chutney 🙂

…und so wird auch diese Liason aus gelb und weiß + gelb und schwarz- zu unserem Wohl- probiert es aus- die Natur kennt die besten Wege 🙂

Auf die Gesundheit und auf Euer/Ihr Wohl!

Alles Liebe für Euch wünscht

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil III…

befasst sich mit Hitze und Kälte- zwei der Pathogene, die eine Reihe von Krankheiten/Symptomen mit sich bringen.

Hitze:

  • Hitze-Muster sind in der CM durch ein Überwiegen des Yang im Verhältnis zu Yin definiert. Es kommt zu pathologischer Wärme und Trockenheit, die Körpertemperatur ist aber nicht zwingend erhöht. Wichtige Hitze-Muster sind: Fieber- oder toxische Hitze, Blut-Hitze, Leber-Qi-Stagnation, Leere-Hitze sowie Herz- und Nieren-Yin-Leere-Hitze.
  • Hitze-Erkrankungen in der CM sind nicht zwingend mit einem Anstieg der Körpertemperatur verbunden – Ursache ist ein Ungleichgewicht von Yin und Yang, das mit pathologischer Wärme und Trockenheit einhergeht
  • Der Begriff Hitze bezieht sich, wie auch der Begriff Kälte, in der Klassischen Chinesischen Medizin (KCM) auf die Relation von Yin und Yang im Körper. Yang steht für folgende Eigenschaften: Antriebskraft für Aktivitäten, Wärme, Rötung, Trockenheit; Yin steht für Kraft zur Ruhe, Kälte, Blässe, Feuchtigkeit. Überwiegt Yang im Verhältnis zu Yin, resultiert daraus ein Hitze-Muster mit pathologischer Wärme und Trockenheit.
  • In der CM kennt man unterschiedliche Arten von Hitze-Krankheiten. Das Sich-heiß-fühlen ist ein wichtiges Symptom, welches aber nicht zwingend mit erhöhter Körpertemperatur bzw. Fieber einhergeht; so kann bspw. das Symptom „heiße, brennende Füße“ oder „heißer, roter Kopf“ ein Hitzezeichen sein, ebenso „roter Kopf mit Fieber“- aber auch Beschwerden, wie man sie nach zu langer Hitze- so wie im Sommer in der Sonne- entwickeln würde, gehören in der CM zu Hitze-Zeichen, z. B. Rötung der Haut, brennendes Gefühl, schneller Puls, dunkler Urin, Durst, heißer Kopf, Schwitzen, Unruhe usw.
  • Aber es gibt auch die Hitze auf Grund eines Mangels an Yin- an Säften. Durch Trockenheit entsteht ein Hitzegefühl, dass mit einem leeren Kochtopf auf einer heißen Herdplatte zu vergleichen ist. Der Körper glüht von innen aus- die Säfte sind geschädigt und der Körper erschöpft.

Kälte:

  • Kälte in der CM ist genau das Gegenteil…
  • Frieren, Erschöpfung, kalte Gliedmaßen, ein gesamt kalter Körper…
  • Energiemangel, Blässe, ggf. Untertemperatur, langsamer Puls…
  • Die Kälte entsteht in erster Linie durch einen Mangel an Yang, aber auch Mangel an Blut.
  • Die Kälte zeigt sich blass- weiß, oft auch mit Appetitmangel, Kältegefühl im Bauch, ggf. nicht riechendem Durchfall oder spärlichem Stuhl, ganz klarem Urin und Kraftlosigkeit im Rücken…

Das Erstaunliche- Kälte kann im Körper zu Hitze führen…da Kälte bspw. auch durch Blutmangel entsteht, führt dies irgendwann zu einem Yin-Mangel mit Leere-Hitze.

Daher ist es wichtig, beide Pathogene gut zu unterscheiden und aus dem Körper auszuleiten:

  • Kälte: weißer Belag auf der Zunge, diese ist eher blass, ggf. kurz, dünn oder auch geschwollen- wenn Feuchtigkeit dazu kommt;
  • Hitze: die Zunge ist ggf. belaglos, rot bis dunkelrot oder nur die Ränder sind rot; kommt Feuchtigkeit dazu, dann erscheint ein gelber Zungenbelag(manchmal auch schmutzig weiß bis gelb).
Moxa bei Kälte

Therapie:

  • Akupunktur
  • Diätetik
Diätetik bei Hitze
  • Kräutermedizin
Berberitzentinktur bei Erschöpfung durch Kälteund Yang-Mangel
  • Moxa bei Kälte
  • Schröpfen bei Hitze
  • GuaSha bei oberflächlichen Symptomen zu Beginn bei Kälte und Hitze
Schröpfen

Sollten Sie, solltest Du Symptome dieser Art feststellen, lohnt sich eine Präventivkonsultation in der Praxis mit Zungen- und Pulsdiagnose- so könne SIE/ kannst DU wertvolle Hinweise für deine Gesundheit erhalten.

Gute Gesundheit und einen schönen Wochenstart wünscht Euch/Ihnen

Kira

Knollensellerie im Winter…

…ist ja nun ein typisches Wintergemüse; bedeutet für uns in der chinesischen Ernährungslehre, dass die weiße Knolle eine wesentlichen Platz in der Behandlung des Wasserelemtes mit Niere und Blase einnimmt, aber auch auf die Meridiane Herz, Lunge, Uterus und Milz hat er einen guten Effekt:

  • er wirkt frisch und scharf, aromatisch, etwas bitter; Nieren-YANG tonisierend, Qi regulierend & bewegend,
  • Schleim auflösend/transformierend (Stichwort Immunsystem);
  • Blut bewegend (für FRAU besonders wichtig);
  • Wind-Kälte eliminierend- besonders wichtig zur jetzigen Zeit

Allgemeines:

Von den Inhaltsstoffen her unterscheidet sich der Knollensellerie nicht viel von anderen Wurzelgemüsesorten. Er enthält jedoch sehr viel Kalzium und wird daher auch präventiv zur Knochensubstanzstärkung und begleitend bei Osteoporose eingesetzt. Seine harntreibende Wirkung verdankt er den ätherischen Ölen; auch die Bitterstoffe kommen im Sellerie nicht zu kurz. Sein typischer Duft ist auf hormonähnliche Substanzen zurückzuführen, die den Sexuallockstoffen ähneln… 😉 😉 wie passend heute am Valentinstag…

gedünsteter Sellerie auf Kartoffelstampf

Sellerie ist aber nicht nur harntreibend, er regt auch den Gallenfluss und damit die Verdauung an. Ob dieser Inhaltsstoffe ist er perfekt bei schwächelnder Verdauung mit Verstopfung, aber auch bei Rheuma und Gicht. Durch seine entwässernde Wirkung (hoher Kaliumgehalt) ist die weiße Knolle hilfreich bei Bluthockdruck und Herzdysbalancen. Dank des B-Komplexes im „Scharfmacher“ stärken wir unser Nervensystem- er ist ein Klassiker unter den Anti-Stress-Gemüsen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten sind:

  • Ödeme,
  • Durchfall
  • Libidomangel, Impotenz
  • Harninkontinenz
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung
  • Halsschmerzen
  • Erkältung
  • Bronchitis
  • verschleimte Nase
  • Kältegefühl
  • Atemwegsinfekte

Ein Tee aus Knollensellerie:

Schneide gut 1/4 einer mittelgroßen Knolle in feine Stückchen, übergiesse es mit kochend-heissem Wasser- fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und abseihen, fertig. Noch besser kannst du den Tee im Topf zubereiten und noch etwas köcheln(10 Minuten) lassen. Dieser Tee spült durch und empfehle als Entgiftungskur- zum Beispiel bei zu viel Magensäure; bei ständiger Verschleimung, bei zu hohen Cholesterinwerten…

Achtung!!!Vorsicht!!! Pro Tag reichen drei Tassen. Personen mit einer Nierenentzündung bitte verzichten; Schwangere ebenso, da Sellerie stark abortiv wirkt. Bei zu lange gelagerten Knollen bitte aufpassen; sie haben viele Cumarine gebildet, um vor Pilzinfektionen geschützt zu sein. Bei Verzehr dieser Knollen kann es sein, dass die Haut lichtempfindlicher wird und es zu Rötungen und schneller zu Sonnenbrand kommt.

Eine winterliche Suppe für SIE und IHN:

  • Säubere eine mittelgroße Knolle Sellerie und drei Pastinaken, schneide sie in Würfel; dazu eine weiße Zwiebel würfeln und dann das Gemüse mit einem Esslöffel gelbe Linsen(müssen nicht eingeweicht werden) im Topf in einem Esslöffel Ghee anschwitzen; mit 150 ml Wasser ablöschen und dann 200 ml Kokosmilch dazu geben;
  • …hinzu kommen Gewürze wie Kreuzkümmel, Galgant, Bockshornklee, weißer Pfeffer und Steinsalz- je zwei Msp., bei Salz erst nach dem Kochvorgang abschmecken.
  • Es kann gut sein, dass du während des Kochens noch ein wenig Wasser dazu geben musst 😉 – Kochzeit etwa 20-30 Minuten;
  • …wenn das Gemüse und die Linsen weich sind püriere alles; schmecke mit Salz ab und gib ein Bund gehackte Petersilie dazu- lass alles gut durchziehen.
  • Röste Pinienkerne in einer Pfanne trocken an und gib diese dann vor dem Servieren über die Suppe- ich nehme eine Handvoll/Portion.

Wärmend, lecker und genau das Richtige nach einem Winterspaziergang oder langen Arbeitstag…

…viel Spaß mit der weißen Knolle- gebt ihr eine Chance 😉

Alles Liebe- Kira

…ein Schatz aus der Natur…

…dieser „BIENENSCHIET“ 🙂 .

Unsere Natur ist sehr reich an Hilfsstoffen für die Gesundheit- viele Blätter, Blüten und auch Gräser sind essbar- voll mit Gesundstoffen für den Menschen- und Propolis, entstanden aus dem Blütenstaub, ist ein ganz besonderes und wertvolles Mittel. Daher sollte es mit Bedacht und wohldosiert eingesetzt werden:

  • Feng Jiao- so heißt Propolis in der chinesischen Medizin, weißt eine bittere- leicht scharfe und frische Energie auf.
  • Die gold-gelben Körnchen wirken auf die Funktionskreise Milz Pi und Magen Wei…
  • …aktivieren das Nieren-Yin und sind positiv für das Lungen-Yin. Sie leiten die toxische Hitze Re Du aus dem Blut aus.
  • Diese sehr wertvolle Medizin stärkt den Körper, lindert auszehrenden Durst, wirkt positiv auf die Blutfette, klärt Toxine und löst Schwellungen/Gewebeansmmlungen auf.
  • Propolis fördert die Geweberegeneration und wird innerlich gegen Gedächtnisschwäche, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus Typ 1, Tonsillitis, Bronchitis, Stomatitis, Gingivitis, Enteritis, Zystitis und Arteriosklerose eingesetzt- innerhalb von bestimmten Kräutermischungen werden dann die entsprechenden Dosierungen dazu gegeben 🙂
  • FengJiao trägt zur Stärkung des Immunsystems bei.
  • Äußerlich finden Propolispräparate bei rissiger Haut, Verbrennungen und Verbrühungen Anwendung.
  • Die Dosierung beträgt 0,2 bis 0,6 Gramm/Tag.
  • Nach neuesten Studien lassen die Ergebnisse hoffen, dass Probolis gegen multiresistente Keime helfen könnte- die Wirksamkeit zeigt sich zumindest im Labor 🙂

Eine Propolis-Tinktur kannst Du selbst herstellen 🙂 :

  • Gib auf eine Flasche(steril bzw. in Wasser abgekocht) von 500 ml(Braunglasflasche nehmen) etwa 1/3 Propolis(Bio) und 2/3 70% Alkohol (z.B. Primasprit), gut verschließen und einen Monat stehen lassen- immer mal wieder schütteln.
  • Für die Stärkung oder Unterstützung zur Gesundung nimm 3 x 10 bis 20 Tropfen pro Tag mit etwas Honig und Gelee Royale, um das Yin zu nähren und Toxine zu beseitigen.

Hier ein ACHTUNG !!! Allergiker sollten Propolis nicht anwenden!!!

Nun noch etwas für den Praktiker der chinesischen Medizin und für den Interessenten als Information- wir haben vier Syndrome, bei denen Propolis allein oder in Kombination mit anderen Kräutern/Bestandteilen eingesetzt werden kann:

  • Yin-Mangel führt zu Leere Hitze; diese führt zu Blut-Hitze und Blutungen, die lokal gerinnen; daraus entsteht der heiße Schleim Tan (z.B. bei Arteriosklerose) und/oder es bilden sich Giftstoffe, die den Körper schädigen;
  • Ein Nieren-Yin-Mangel führt wieder zu einer Leere Hitze, diese setzt sich im unteren Jiao fest und führt zu Blasen-Hitze und Toxin-Belastung in den Harnwegen ( zum Beispiel bei einer Zystitis); die Yang-Meridiane, die von unten nach oben aufsteigen, können belastet werden und somit führt Magen-Hitze und daraus entstehende Blut-Toxine zum Beispiel zu Gastritis, Stomatitis oder Ulkus; aber auch ein bestehender Lungen-Yin-Mangel wie oben bereits beschrieben führt zu Leere-Hitze und es können Asthma oder auch chronische Bronchitis entstehen.
  • Wind als Speerspitze aller Erkrankungen führt bei mitgeführter Hitze zu trockener Hitze und Toxin-Belastung; es entsteht bspw. ein Lungen-Yin-Mangel und ggf. Magen-Feuer; das Magen-Qi steigt unphysiologisch auf und führt durch die Toxine zu Tonsillitis/Angina und ggf. auch zu einem Hitze- Husten mit ggf. gelbem Auswurf;
  • Extern- im Bereich der Haut und bei geschwächtem Wei-Qi entstehen Hautausschläge, Abszesse, Furunkel und Wunden/ Infektionen an der Haut- dann kann ein Extrakt aus Propolis und Honig auch zur Haut- und Wunddesinfektionen eingesetzt werden. Das gehört aber definitiv in die Hände von Fachleuten!!!

Bei allen Infektionen sollte Rücksprache mit einem (Naturheil) Arzt/Ärztin oder HeilpraktikerIn gehalten werden!! … und es gibt hier keine Heilversprechen!!!

Bienen liefern nicht nur Honig; auch Propolis ist uns zu Nutzen- danken wir dafür und nutzen die Heilkräfte der Natur sinnvoll und mit Maß und Ziel- bleibt gesund- alles Liebe

Kira

Es muss nicht immer Tee sein…

…aber es darf gerne öfter ein Bratapfeldrink im Winter sein…mmhhh gemütlich bei Lagerfeuer und Apfelpunsch/Bratapfelpunsch- das hat was. Inspiriert hat mich unsere Tochter Sarah- knusperstuebchen.net-; sie hatte zum Weihnachtsessen 2020 einen Bratapfel-Spritz vorbereitet- lecker und nach mehr schmeckend… und so entstand die Idee des Bratapfelpunsch:

  • Bratapfelgewürz lässt sich ganz leicht selbst herstellen: 1,5 EL Zimtpulver, 1 Msp. Galgantpulver und gemörsten Sternanis, ½ TL Kardamompulver, 1 TL Vanillepulver oder den Inhalt einer Vanilleschote, Abrieb einer halben Bio-Orange- getrocknet- ; je 1 Msp. Piment-, Nelken-, Fenchel- und Muskatnusspulver – dazu gebt zwei Esslöffel Rohrohrzucker oder braunen Zucker- dieser sorgt für das tonisieren des Lungen-Yin(wichtig im Winter 🙂 ); dann gebt alles in ein hübsches Glas; fest verschrauben und bei Bedarf 1-2 Gramm oder auch mehr 😉 entnehmen…
  • Nun wird erst einmal ein Sirup hergestellt: dazu 50 Gramm braunen Zucker, 1 Teelöffel des Bratapfelgewürz, 50 ml Orangensaft und 200ml Bio-Apfelsaft( sehr gut ist dazu ein naturtrüber) in einem Topf zum Kochen bringen, einreduzieren(etwa 5-8 Minuten auf kleiner Hitze) und dann mit einem Liter Bio-Apfelsaft aufgießen und etwa 8-10 Minuten ziehen lassen…
  • …in einem hübschen Glas mit einer Scheibe Apfel und Orange, einer Zimtstange und einem Sternchen vom Anis anrichten 🙂
  • Wirkung gemäß chinesischer Ernährungslehre: wärmend, Magenschmeichler, baut Qi von Magen und Milz auf, leitet Feuchtigkeit aus, tonisiert das Yin der Lunge, wirkt leicht ausleitend, eliminiert Toxine, wirkt positiv auf die Meridiane Milz, Magen, Niere, Blase, Lunge und Leber
  • Lasst diesen Punsch abkühlen und gießt ihn erst durch ein feines Sieb und dann mit Sprudelwasser 1:1 auf- schon habt Ihr ein „süffiges“ frisches Getränk- einen „Bratapfel-Spritz“ :)…Ihr könnt natürlich auch Sekt nehmen 😉
Foto by Sarah – knusperstuebchen.net mit freundlicher Genehmigung

Und jetzt lasst es Euch schmecken- auf das Leben, die Gesundheit und noch einmal auf ein hoffnungsvolles und erfolgreiches 2021- es wird anders, aber gut- alles Liebe

Kira

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