Kira Schwarzrock

Nordisches Gold …

 

Jetzt blüht er wieder- gelb und duftend steht der Raps in meiner Heimat auf den Feldern. Es ist schön anzusehen; leider habe ich Sorge, dass Raps zur Monokultur wird. Allerdings- in biologischer Anbauform kann aus Raps ein wertvolles und gesundes Öl gewonnen werden:

  • Rapsöl gehört in die „kalte“ Küche- kaltgepresst und in Bioqualität kann es für Salate oder kalte Speisen genutzt werden;
  • Gemäß der chinesischen Medizin und Ernährungslehre ist es neutral vom Temperaturverhalten und süß vom Geschmack- wirkt positiv auf die Meridiane Nieren und Gedärm.
  • Wie alle Pflanzenöle und Fette tonisiert Rapsöl das Yin- schützt hier vor Rachitis und Schleimhautschäden, befeuchtet bei Trockenheit und befeuchtet insbesondere den Darm bei Trockenheit dort(trockene Verstopfung).
  • Rapsöl kann eingesetzt werden bei: Auszehrung und Erschöpfung, Gewichtsverlust, trockenem Husten, trockener Haut und Verstopfung mit trockenem Stuhl
  • Auch wenn das Rapsöl nicht ein so optimales Verhältnis zwischen Omega3- und Omega6- Fettsäuren hat wie Leinöl ist seine Wirkung auf den Organismus positiv: cardioprotektiv, antioxidativ und die  Zellmembran vor oxydativem Stress schützend.
  • Rapsöl wirkt- wie oben bereits beschrieben- befeuchtend auf den Darm und macht den Stuhl gleitfähiger; allerdings transformiert es auch Hitze/Feuchtigkeit z.B. bei zu hohem Cholesterin und zu hohen Triglyzeriden, schützt vor Arteriosklerose und vorzeitiger Zellalterung; kann zur Thrombose-Prophylaxe eingesetzt werden und hat hier eine ähnliche Wirkung wie die Avocado.
  • Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Wind-Kälte/Hitze-Nässe – Ausleitung (Rheuma/Bi-Syndrom) z.B. bei rheumatischen Schmerzen, Rheuma, Gelenkschmerzen und Arthritis.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass es dabei nur um das kaltgepresste und biologisch einwandfrei hergestellte Rapsöl geht- alle anderen, minderwertigen Rapsöle zum Braten enthalten Transfette und sind hier nicht gemeint!

Rapsöl enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die humane Ernährung sehr wertvoll sind. Durch den Verzehr kann damit die Zusammensetzung des Rapsöls auf die menschliche Gesundheit einen positiven Einfluss nehmen(Studie Prof. Dr. Christian A. Barth).

Was ist noch wissenswert?

  • Rapsöl enthält ungesättigte Fettsäuren- insbesondere diese sind für den Körper von großer Bedeutung. Sie sorgen nämlich dafür, dass der LDL-Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird und beeinflussen das Herz-Kreislauf-System positiv. Sie können vom Körper nicht selbst produziert werden, sondern müssen z.B. mit gutem Rapsöl in der Nahrung zugeführt werden. Weiterhin sind im Rapsöl Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten, und zwar in einer perfekten Zusammensetzung. Hierbei ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren entscheidend. Nimmt man zu viel Omega-6-Fettsäure auf, wirkt sich dies womöglich schlecht auf den Cholesterinspiegel aus. Daher sollte das Verhältnis 2:1 (Omega-6-/Omega-3-Fettsäuren), wie es im Rapsöl vorhanden ist, betragen. Mit einem Esslöffel Rapsöl kann so der Großteil des Omega-3-Fettsäuren Gehalts gedeckt werden. Diese Menge kann bspw. unter den Quark für die Pellkartoffeln oder den Salat gegeben werden. Rapsöl enthält auch Vitamin E sowie Karotinoiden – Vitamin E ist ein äußerst wichtiger Radikalfänger, der die Zellen des Körpers vor Schäden durch diesen oxydativen Stress schützt. Karotinoide sind wichtig, da diese die Hautalterung verlangsamen und sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.
  • Einige Studien aus 2014 und 2015 belegen, dass der regelmäßige Konsum von qualitativ hochwertigem Rapsöl eine positive Wirkung auf die Leberwerte, Blutfettwerte und Entzündungswerte hat; ebenso als Prophylaxemittel gegen Krebs(Schutz vor oxydativem Stress) genutzt werden kann.

Unser heimisches Gold hat also durchaus positive Eigenschaften- wenn es entsprechend hergestellt und genutzt wird! Also- nicht nur den Blick über die quittegelben Felder genießen, sondern auch täglich etwas Rapsöl zu sich nehmen.

Keine Angst vor gesunden Fetten 😉

 

 

Guter Helfer nicht nur für Frau und Kind ist…

 

Die Küchenschelle oder Pulsatilla vulgaris/pratensis blüht jetzt in vielen Gärten oder auch auf den Wiesen. Ganz typisch sind die an Kuhschellen erinnernden Blüten und die fedrigen Fruchtstände. Mit den typischen Merkmalen zeigt dieses ausdauernde Kräutlein an,  dass es sich trotz seiner Zartheit und scheinbaren Schutzbedürftigkeit in Wirklichkeit  mutig den Einflüssen von Kälte und Stürmen aussetzen kann. Pulsatilla ist nämlich vor allem in der nördlichen Halbkugel beheimatet. Neben ihrer Schönheit besitzt sie vor allem die Durchsetzungsfähigkeit, um den Fortbestand zu sichern:

  • Die Heilpflanze ist unter die giftigen Kräuter einzustufen, weshalb sich ihre Biografie erst durch die Homöopathie erschließt. Hahnemann hat die Tugenden der Heilpflanze sehr differenziert ergründet und so die typischen Leitsymptome körperlicher und seelischer Art ermittelt. Insgesamt sind durch ihn durch Arzneimittelprüfungen und therapeutische Erfahrungen 1153 Symptome verzeichnet. Die Priorität der Anwendung betrifft das weibliche Geschlecht. Es sind Schüchternheit, leichte Kränkbarkeit und zugleich Nachgiebigkeit, die die Gemütsverfassung prägen. Es besteht die Neigung, den Kopf in den Sand zu stecken und eine Auseinandersetzung mit der Lebensrealität zu vermeiden. Pulsatilla hilft auch, wenn eine weinerliche depressive Verstimmung besteht, die sich durch Zuwendung und guten Zuspruch bessern lässt. Besonders passend ist Pulsatilla, wenn die psychische Schwäche sich im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus zeigt.
  • In der Kräuterheilkunde der chinesischen Medizin wird sie als kalt eingestuft, hat einen  bitteren Geschmack und wirkt auf die Funktionskreise Herz, Niere, Leber, Magen und Gedärm.
  • Da die Küchenschelle eine gewisse Toxizität besitzt, wird sie auch in der CM nur spagyrisch eingesetzt; in der Homöopathie ab einer Potenz D4.
  • Gemäß ihrer Inhaltsstoffe und Wirkrichtung(absenkend) wirkt sie…- positiv auf Shen(den Geist) z.B. bei Angst, Unruhe, Nervosität, Menopausensyndrom, Wechseljahresbeschwerden, Hitzewallungen, Insomnia, Unruhe, Hyperaktivität, Schock, Panikattacken, Herzerkrankungen mit starken mentalen Symptomen, Angst vor drohender Gefahr oder Krankheit; Blut bewegend bei Menstruationsstörungen unterschiedlicher Art und Genese; Qi regulierend und bewegend bei klassischer Leber-Qi-stase, Menstruationsstörungen, PMS, Kopfschmerzen, Prostataerkrankungen, Problemen der Fortpflanzungsorgane, Stagnation durch Schock oder Kraftlosigkeit; Hitze eliminierend und Toxine ausleitend z.B. bei Atemwegsentzündung, Iritis, Skleritis, Augenentzündungen, Katarakt, Glaukom, Otitis media, Magenentzündung, Darmentzündung, Uterusentzündung, Zystitis, Neuralgie, Zahn-schmerzen, Obstipation, Durchfall oder bei abwechselnd Verstopfung und Durchfall, Schmerzen allgemein, Mumps und Masern.

  • Achtung!!! Pulsatilla darf n i e  in der Schwangerschaft eingesetzt werden!!! Nebenwirkungen bei Anwendung in Kräutermischungen- bei längerem Hautkontakt mit der frischen, verletzten Pflanze kann es durch das entstehende, stark haut- und schleimhautreizende Protoanemonin zu Bläschenbildung und schwer heilenden Verätzungen kommen, bei innerlicher Aufnahme des frischen Krautes sind starke Reizungen des Magendarmtraktes mit Koliken und Diarrhö sowie Reizungen der ableitenden Harnwege möglich. Daher erfolgt immer eine vorbehandlung des Krautes, bevor es in Mischungen eingesetzt wird!! Pulsatilla gehört in die Hände von Fachleuten!!!
  • Der Einsatz in der homöopatischen Behandlung ist ebenfalls sehr vielfältig: z.B. bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen, Gallenschäche, Leberschwäche, Gicht, Rheuma, Nierenschwäche,
    Blasenschwäche, Kopfschmerzen,  Migräne, Depressionen, unregelmässige Periode, Menstruationsbeschwerden,
    Nesselsucht und Ekzemen- immer getreu dem Prinzip nach Hahnemann “ Heile Gleiches mit Gleichem“

Die Kuhschelle zählt zu den geschützten Wildpflanzen und sollte in der Natur unser Auge erfreuen. Möchten Sie deren Heilwirkung nutzen, wenden Sie sich an Ihren naturheilkundlich arbeitenden Arzt bzw. an einen in Kräutermedizin/ und – oder Homöopathie ausgebildeten Heilpraktiker/ eine Heilpraktikerin.

Mit einem Gedicht von Eduard Mörike wünsche ich eine schöne Frühlingszeit – und es passt so wunderbar zu den Farben der Kuhschelle:

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
– Horch von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s
Dich hab ich vernommen!

Nahrungsmittel, die der Gesundheit förderlich sind

 

In der CM gibt es keine generellen Verbote zu bestimmten Nahrungsmitteln/ Genussmitteln- alles hat seine Wirkung für den Körper; immer bestimmt die Dosierung über Gesundheit oder schädigende Einflüsse. Allerdings gibt es ein paar Nahrungsmittel/ Lebensmittel, die besonders zu empfehlen sind- es sind 12 Lebensmittel bzw. deren Gruppe, die imstande sind, Krankheiten der zivilisierten Welt zu verhindern, zu behandeln oder umzukehren:

  • Vorweg- integriere jedes dieser Lebensmittel täglich in deinen Speiseplan- es ist nicht schwer, da die Mengen oft gar nicht groß sind 😉 ; die Portionen beziehen sich immer auf die Größe der jeweiligen Hand- also ganz einfach abzumessen;
  • Hülsenfrüchte– alles, was die Farben gelb, rot, schwarz, blau an Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen u.s.w. trägt sollte möglichst mit einer halben Tasse gekocht und einer Tasse gekeimt täglich auf dem Speiseplan stehen- also ein Eintopf mit ein paar Sprossen dekoriert deckt den Bedarf; Eiweiß, Eisen, Zink, Folsäure, Kalium und Ballaststoffe fördern ein gesundes Leben(z.B. Studie 2007 American Institute of Cancer Research).

  • Beerenfrüchte und Trauben mit Kernen– auch gefriergetrocknet oder getrocknet möglich- und dort besonders die Sorten Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Maulbeeren… täglich eine Portion aus einer halben Tasse frisch und einer viertel Tasse getrocknet werten sie bspw. jedes Porridge zum Frühstück auf und auch als Nachtisch zum Mittag sind sie ein frischer  und gesunder Abschluss der Mahlzeit 🙂 ; sie enthalten Antioxydantien, Vitamine, Spurenelemente und Mineralien, die für alle Stoffwechselvorgänge wichtig sind und bspw. antikarzenogene Wirkungen haben(Himbeeren…).

  • Obst mit seinen aktiven Pflanzenfasern, Vitaminen, Spurenelementen- saisonal und regional am besten; aber auch überregional in Maßen z.B. im Sommer die Wassermelone mit Kernen oder auch Zitrusfrüchte(auch die Schale z.B. als Abrieb im Smoothie) im Sommer- sie leisten Reparaturarbeiten an den Zellen und bekämpfen Zellentartungen. die empfohlene Menge besteht z.B. aus einer Frucht oder einer Tasse aufgeschnittener Frucht bzw. einer viertel Tasse getrockneten Früchten- greift ruhig 3x täglich zu- der Fruchtzucker in den ganzen Früchten, besonders den frischen, ist zu vernachlässigen(anders als im Saft).
  • Kohlgemüse, Rettiche und Kressen jeglicher Coleur- Blumenkohl, Brokkoli, Kresse, Meerrettich, heimische Kohlsorten, aber auch PakChoi und Chinakohl; mindestens eine Portion täglich sollte es sein und es reichen eine halbe Tasse frisch, eine viertel Tasse Sprossen und ein Teelöffel Meerrettich;
  • Blattgemüse- möglichst grünes– auch das Grün von roter Bete, Möhren u.s.w. nutzen- sie enthalten teilweise mehr Vitamine und Spurenelemente als das Gemüse selber und können als Salat, Deko 😉 oder in Smoothies verarbeitet werden- eine Tasse roh oder eine halbe Tasse gedünstet reichen schon aus, um davon zu profitieren,
  • Gemüse generell- ob jetzt Möhren oder Zwiebel, Süßkartoffeln oder Zucchini…- 2 Portionen täglich sind schnell gegessen; dabei sind z.B. eine halbe Tasse Gemüsesaft, eine halbe Tasse gedünstetes und eine Tasse rohes Gemüse möglich(roh für die robuste Natur, wer Rohes nicht verträgt, dünstet es an);
  • Pilze- in der asiatischen Heilkunde bereits seit Jahrtausenden bekannt- enthalten viele gute Eiweißverbindungen, Aminosäuren und aktive Gesundheitssubstanzen; stärken das Immunsystem und haben antikarzenogene Eigenschaften- 2 Portionen wären sinnvoll- frisch oder getrocknet; dabei sind Shiitake und Austernpilze eine sehr gute Wahl, aber auch Champignons punkten; der wichtigste Bestandteil in den Pilzen ist die Aminosäure Ergothionein- diese wirkt positiv auf unsere Mitochondrien und schützt uns vor Schäden durch freie Radikale.
  • Leinsamen– vergessen Sie Chia; Leinsaat mit einem Esslöffel/Tag bindet Giftstoffe und sorgt für eine gesunde Darmflora- mal abgesehen davon, enthält er Omega-3-Fettsäuren in einem gesunden Maß;
  • Samen und Nüsse– in Maßen und täglich eine Portion an Walnüssen, Pekanüssen, Mandeln, Cashew, sonnenblumenkeren, Pinienkernen- der Mix macht es und versorgt uns mit gesunden Fettsäuren, die für die Gesundheit der einzelnen Zelle, unsere Gehirnarbeit u.s.w. so wichtig sind,
  • Kräuter und Gewürze– machen nicht nur das Essen schmackhaft, sondern haben antientzündliche, zellreinigende und präventiv- gesundheitsfördernde Wirkungen; es sind besonders Kurkuma, Ingwer, Galgant, Betram, Ysop, grüne Kräuter jeglicher Art und die Lauche(Bärlauch, Knoblauch…), die auf Darm, Pankreas, Magen…ja jede einzelne Zelle im Körper gesundheitsfördernd wirken- besonders auch bei Patienten, die bereits erkrankt waren(zahlreiche Studien seit 1990), zeigte der einsatz von Kurkuma und Co, dass sich die Organe erholen und die Erkrankungen rückläufig sind; ein viertel Teelöffel aller möglichen Gewürze pro Tag ist hilfreich und ausreichend;

  • Vollkorn- bzw. Pseudogetreide in Form von Buchweizen, Reis, Hirse, Quinoa, Gerste, Hafer, Roggen- hier empfehlen sich eine halbe Tasse Porridge, eine Scheibe Brot zur Suppe, ein halbes Brötchen zum Gemüse… 3 Portionen täglich sollten es sein- dabei bestechen Buchweizen, Hirse und Hafer besonders.
  • Getränke- klares Wasser(warm), Jasmintee, grüner Tee(in Maßen), Oolong-Tee, Rooibush, Pfefferminz- und Melissentee- aber auch ab und zu eine Tasse echtenr Kakao(mit Mandeldrink) oder schwarzer Tee sorgen mit ihren Inhaltsstoffen für Gesundheit im Körper- Wasser 5 Gläser/Tag(ca. 200ml/Glas) und ansonsten 2-3 Tassen vom Tee; dabei sollten Minze und Melisse abends getrunken werden, die anderen Teesorten eher am Vormittag und frühen Nachmittag- durch eine ausreichende Trinkmenge halten wir nicht nur den Darm in Schwung, auch unsere Funktion der Harnorgane wird verbessert; das Herz kann besser arbeiten und ausreichend „Wasser“ dämpft ein zu stark aufloderndes Leber-Yang ein!

Zu diesen gesunden Nahrungsmitteln kommt dann „nur“ noch die Bewegung- schwitze eine halbe Stunde täglich mit Bewegung- das kann ein forscher Spaziergang genauso sein wie Yoga oder Fitness- wichtig ist nur, dass man intensiv gefordert wird- in seinem- berechneten- Belastungspuls und danach auch Wasser getrunken wird- ansonsten netsteht oxidativer Stress und das ist wieder nicht so gut für die Zellen des Körpers.

Viel Erfolg beim Umsetzen und… bleiben Sie/ bleibt  gesund!

 

Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen,
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
Die Lerchen jubeln: Wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken,
Das Grün aus allen Gräbern bricht,
Die Ströme hell durchs Land sich strecken,
Der Wald ernst wie in Träumen spricht,
Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
Soweit ins Land man schauen mag,
Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
Als wie ein Auferstehungstag.

Joseph von Eichendorff

Haben Sie alle eine besinnliche, gesunde und schöne Osterzeit- lassen wir den Konsum ruhen und richten uns auf die Besinnung in diesen Tagen- egal ob als Christ, Buddhist oder Atheist

Wunderbar in Magenta…

 

…blüht zur Zeit die Taubnessel- ein unscheinbares Kräutlein mit großer Wirkung. Sowohl in der westlichen Kräutermedizin als auch aus Sicht der Chinesischen Medizin hat Lamium album- die Taubnessel- eine große Wirkbreite:

  • Diese Pflanze aus der Familie der Lippenblütler ist von neutralem Temperaturverhalten, leicht scharf- süsslich vom Geschmack und wirkt auf die Meridiane Lunge, Niere, Blase, Gedärme und das Sonderorgan Uterus als Haus des Blutes.

  • Durch die Inhaltsstoffe Triterpensaponine, Secoiridoidglykoside wie Lamalbid, Flavonoide, Lamiaceen-Gerbstoffe, Schleimstoffe und ätherische Öle wirkt sie unter anderem adstringierend, aber auch Schleim transformierend, Nässe und Hitze ausleitend und Qi tonisierend(damit auch indirekt auf das Blut Xue).
  • Aber die Wirkung geht noch weiter- als mildes Kräutlein und somit auch für Kinder geeignet, ist eine antibakterielle, beruhigende, blutreinigende, blutstillende, harntreibende und krampflösende Wirkweise nachweisbar.
  • Somit findet die Taubnessel Einsatz bei allen Atemwegserkrankungen, bei Erkältung, Fieber, Verdauungsschwäche, Magenentzündung, Darmstörungen, Hämorrhoiden, Blasenleiden, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Weissfluss, Wechseljahresbeschwerden,  gutartigen Prostatavergrößerungen, Krampfadern, leichten Brandwunden, Furunkel, Ekzemen, und schlecht heilende Wunden zum Beispiel bei Diabetes… das ist nur ein kleiner Auszug der Einsatzmöglichkeiten.
  • Einzigartig ist die Wirkung als Helferkraut in Mischungen zur Reinigung des Uterus gerade bei Kinderwunsch- Kräutermischungen.

Da die Taubnessel ein Frühlingskraut ist, hat sie vor allem auch eine reinigende Wirkung- hier eine wunderbare Kräuterrezptur zur Reinigung des Blutes im Frühling:

  • Alle Kräuter werden zu gleichen Teilen gemischt: Ehrenpreis, Taubnessel-Blüten, Veilchen-Blätter, Schlüsselblumen-Blüten, Birken-Blätter und Hufflattich-Blüten- für eine größere Menge Tee sollten die Kräuter zu gleichen Teilen abgewogen werden(bspw. jeweils 15 Gramm…), ist es nur eine kleine Menge, reicht es, die Kräuter einfach zwischen drei Fingern als Prise zu nehmen. Das sind dann gleiche Teile nach Volumen, macht aber bei diesem Rezept nur einen relativ geringen Unterschied.
  • Ein Esslöffel der Mischung wird mit abgekochtem, nicht mehr kochenden Wasser übergossen, 10-15 Minuten ziehen lassen, abseihen und genießen- ggf. etwas Honig vor dem Trinken dazu geben. Die Kräuter können auch noch als Kompresse(in sterile Gaze legen) genommen werden. Drei Tassen am Tag reinigen den Körper sanft.

Frauenmittel Taubnesselblüten-  Außer bei Weissfluss setze ich  die Taubnessel auch gerne begleitend bei Frauenbeschwerden ein, seien es schmerzhafte Menstruationsblutungen oder Wechseljahrsbeschwerden.

Die Taubnessel kann bei konsequenter und längerer Anwendung die Stärke der Blutungen regulieren, starke Blutungen werden abgeschwächt, schwache gestärkt.

Äußerliche Anwendung:

  • Tee aus den Taubnesselblüten kann man als Waschung, Bad oder Umschlag gegen verschiedene Hautunreinheiten einsetzen.
  • Als Kompresse eingesetzt erweicht er Furunkel und lässt sie reifen; Ekzeme werden gelindert und schlecht heilende Wunden können abheilen. Immer mit einer sterilen Kompresse verwenden!!!

Die Taubnessel blüht in verschiedenen Farben- magenta ist sehr weit verbreitet, die golden-weißen Blüten sind selten geworden- selten aber am wirkungsvollsten. Lassen Sie ruhig eine Ecke im Garten für die Taubnessel- sie hat es  verdient 🙂 🙂

Was ist resistente Stärke?

Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff „resistente Stärken“ gelesen, gehört… und sich gefragt, was das eigentlich ist?

Resistente Stärken sind Stärkeverbindungen, die unser Körper nicht zu Zucker verarbeiten kann. Unsere Darmbakterien fermentieren sie und erzeugen dabei neben Futter für sich selbst kurzkettige Fettsäuren, die einen (kleinen) Teil unseres Kalorienbedarfs decken können- diese sind extrem wichtig für die Darmzellen- das sind ihre Energiequellen.

Man bekommt resistente Stärke am einfachsten, wenn man die Reste der stärkehaltigen Speisen, zum Beispiel  Kartoffeln oder Reis, kalt werden und etwa 12 bis 24 Stunden ruhen lässt. Je häufiger man bspw. Kartoffeln(Pellkartoffeln) erhitzt und wieder abkühlen lässt, umso mehr resistente Stärken entstehen (nach sechsmaliger Wiederholung dieses Vorgangs ist zwar der Anteil an resistenter Stärke optimal- allerdings kein Genuss mehr.

Wir benötigen für einen gesunden Darm Ballaststoffe- anders als die Bezeichnung vermuten lässt, sind diese Stoffe kein negativer Ballast, sondern wichtig für die Darmgesundheit- möglich sind eben resistente Stären oder Pektine( z.B. im Apfel…).

Was sicher nicht nur für die Gewichtsreduktion interessant ist- diese resistenten Stärken wandern nicht generell auf die Hüften, sondern sorgen für eine gesunde Verdauung- wenn sie in Kombination mit frisch zubereitetem Gemüse oder bspw. fermentiertem Gemüse gegessen werden. In Saucen und mit Fertigprodukten versagen sie ihren Dienst und man hat wieder nichts gewonnen 🙁

Einfache Möglichkeiten ohne auf Kapseln und Pulver zurückzugreifen:

  • Reis vorkochen, im Kühlschrank aufbewahren; nach bereits acht Stunden ist ein perfekter Ballaststoff und zudem noch wertvoller Makronährstofflieferant fertig; Reissalat- ähnlich wie Kartoffelsalat- ist eine perfekte Mitnahmemahlzeit;
  • Pellkartoffeln auf Vorrat kochen- als Kartoffelsalat mit frischem Gemüse ebenfalls perfekt- zudem eine gesunde, einfache Mahlzeit für die Arbeit als Lunch;
  • Alte Apfelsorten liefern besonders viel Pektion und haben deutlich weniger Fruchzucker als die modernen- “ One apple a day…“ 😉

 

Wer hat an der Uhr gedreht…

…alle Jahre wieder- die Zeitumstellung. Sommerzeit- Winterzeit- Sommerzeit- einige sind genervt, andere freut es. Ich bin zwar mehr der Typ Sommerzeit 😉 , allerdings habe auch ich einen kleinen Jetlag- wie so viele von uns.

Mal ein paar Fakten- nachzulesen in diversen Studien:

  • Der Biorhythmus steuert alle physiologischen Vorgänge, den Stoffwechsel, den Hormonhaushalt, den Schlaf- und Wach-Rhythmus…
  • Fehlt uns jetzt eine Stunde oder gewinnen wir eine Stunde, muss sich der Körper daran erst gewöhnen- wie nach einem Flug… bei dem einen geht es schneller, ein anderer braucht eine Woche, wieder andere gewöhnen sich gar nicht um und…
  • … es können sich unbestimmte Dysbalancen einstellen- Aufmerksamkeitsstörungen, Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden…
  • Erwiesen ist gemäß einiger bekannter Studien aus Finnland, Amerika und Frankreich, dass sowohl das Risiko für Herzinfarkte als auch Schlaganfälle nach Zeitumstellungen steigt; auch die Rate für Verkehrsunfälle nimmt nach den Zeitumstellungen für eine kurze Zeit zu.

Was also tun? Es gibt leider kein Patentrezept, allerdings können einige der nachfolgenden Hinweise helfen:

  • Bewegung an frischer Luft- Walking, Jogging, Spaziergänge, Outdoorsport wirken sich positiv auf den Stoffwechsel und den Schlaf- Wach-Rhythmus aus. Der Körper ist dankbar für einen Spaziergang am Abend- er kommt schneller zur Ruhe und dankbar für Bewegung am Morgen- er wird schneller wach.
  • Yoga und Meditation- einige Asanas sorgen für einen erholsamen und tieferen Schlaf; damit ist das morgendliche Aufstehen dann auch einfacher.
  • Langsame Anpassung- jeden Tag 10 Minuten den neuen Tagesrhythmus anpassen; dass kann helfen.
  • Den Tag entrümpeln- gerade nach Zeitumstellungen haben wir oft das Gefühl, nicht mehr alles zu schaffen… entrümpeln wir den Tag; unwichtige Aufgaben und Termine einfach um ein paar Tage verschieben und schon können wir uns besser um uns kümmern.
  • Wirf den vor Tagen gefassten Plan über Bord und kümmere Dich um Dich und die Familie- Vorkochen, Vorbereiten, Umstellen…alles macht die Zeitumstellung einfacher 😉 ; Was spricht dagegen, das Frühstück am Abend vorzubereiten, die Abendmahlzeiten vorzukochen und die Ernährung auf leichte Kost umzustellen…
  • … leichte Kost ist ein weiterer Helfer- Suppen am Abend, gedünstetes Gemüse und nicht zu spätes Essen helfen ebenfalls bei der Eingewöhnung.
  • Eine kleine Hilfe aus der Naturheilkunde sind Schüssler Salze: Die Nummer 3 Ferrum phosphoricum sorgt für eine bessere Sauerstoffbindung und holt abends das Yang zum Anker zurück(5 Pastillen abends vor dem Schlafen); die Nummer 7 Magnesium phosphoricum sorgt morgens mit 10 Pastillen in heißem Wasser für einen munteren Start und die Nummer 5 Kalium phosphoricum für den Ausgleich mit 3x 2 Pastillen.

Für einen guten Schlaf, der ein erholtes und munteres Aufstehen ermöglicht, wäre dieser Yofgaflow geeignet:

 

Spruch des Konfuzius- von Friedrich Schiller
Dreifach ist des Raumes Maß:
Rastlos fort ohn Unterlaß
Strebt die Länge, fort ins Weite
Endlos gießet sich die Breite,
Grundlos senkt die Tiefe sich.
Dir ein Bild sind sie gegeben:
Rastlos vorwärts mußt du streben,
Nie ermüdet stille stehn,
Willst du die Vollendung sehn;
Mußt ins Breite dich entfalten,
Soll sich dir die Welt gestalten;
In die Tiefe mußt du steigen,
Soll sich dir das Wesen zeigen.
Nur Beharrung führt zum Ziel,
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

Mal etwas Unbekanntes ausprobieren…

…so bin ich an ein PILAW herangegangen- sehr lecker und ganz einfach nachzukochen. Ein Pilaw kommt traditionell aus dem arabischen Raum und ist ein Reisgericht:

  • Pilaw aus gekochtem Reis ist nicht nur einfacher zubereitet als mit der klassischen Methode, sondern hat auch gesundheitliche Vorteile (Stichwort resistente Stärke). Dazu gibt es marinierte und gebratene Jack-Fruit(siehe Artikel hier auf meinem BLOG) und ein Kräuter-Joghurt mit frischer Minze und Koriander.
  • Für das Pilaw nehme ich etwa zwei bis drei Tassen vorgekochten Reis(Vollkorn), etwa 30-50 Gramm gehackte Mandeln, getrocknete Rosinen und Cranberrys(getrocknet), eine Knoblauchzehe, vier Esslöffel Olivenöl, ein bis zwei Teelöffel Ras el Hanout oder die daran enthaltenen Kräuter auch lose, wer sie hat; eine Msp. Salz- Knoblauch(fein gehackt) wird im Olivenöl angeschwitzt, dazu kommen die Gewürze, Mandeln und Trockenfrüchte, etwas schärfer anbraten;
  • wenn alles eine schöne Bräune bekommen hat kommt der Reis dazu; ggf. dann noch einmal nachwürzen und gut bräunen lassen; immer wieder umrühren und bei kleiner Hitze durchziehen lassen;
  • die Jackfruit( gestückelt und vakuumiert in Bio-Qualität gekauft) wird etwa eine Stunde vor dem Braten mit einem Esslöffel Olivenöl, Salz, Pfeffer und Majoran mariniert und dann mit einer halben Knoblauchzehe und einer viertel Zwiebel scharf angebraten und so lange gebraten( immer wieder umschwenken), bis die Stückchen kräftig braun sind- wie gegrillt aussehen 😉 ;
  • etwa 150 Gramm Naturjoghurt(Bio) mit einem Teelöffel Olivenöl aufrühren, frische Minze und Koriander, eine Prise Salz und ggf. Petersilie dazu geben, gut aufschlagen und dann…
  • mit dem Reis, der Jackfruit zusammen servieren.

Wirkung aus Sicht der CM:

  • Reis- neutral, süss, wirkt auf die Meridiane Milz und Magen, indirekt auf Lunge und Dickdarm; da es Reis ist, der „geruht“ hat, wurde die Stärke zu resistenter Stärke umgewandelt und steht somit dem Körper als nicht auf die Hüften wandernder Ballaststoff zur Verfügung, der Reis tonisiert Qi , transformiert Schleim und leitet Nässe aus;
  • Knoblauch- warm/ heiß, scharf vom Geschmack, wirkt auf die Meridiane Lunge, Niere, Milz, Magen und Dickdarm, tonisiert Yang und Qi, löst Schleim und Feuchtigkeit auf, wärmt ds Innere, hat eine wunderbar entgiftende Wirkung( siehe Beitrag hier auf meinem BLOG)…;
  • Trockenfrüchte- wirken auf das Yin(die Säfte), tonisieren Qi und Blut, leiten Nässe aus und bewegen das Blut; insgesamt eher neutral und süß wirken sie in dieser Mahlzeit harmonisierend und ausgleichend ob der vielen wärmenden bis heißen Gewürze;
  • Mandeln- süss, bitter und wirken auf die Meridiane Lunge, Gedärme, Magen, Milz und Herz, sind ein Yin- Tonicum, wirken positiv auf das Qi und Blut, transformieren Schleim und leiten Nässe aus;
  • Gewürze im Ras el Hanout- sehr wärmend, wirken auf die Mitte, vertreiben Kälte und tonisieren Qi und Yang;
  • Jackfruit- neutral/süß- weiteres hier auf meinem BLOG(http://spiritandbalance.de/mal-ausprobiert/)
  • Joghurt(Kuhmilch)- leicht frisch/kühl, süss-sauer und wirkt auf die Meridiane Lunge, Magen und Gedärme- er wirkt sehr stark Yin- tonisierend und eliminiert Hitze durch Yin-Mangel- zu dieser Mahlzeit schafft er den willkommenen Ausgleich zu den wärmenden und heißen Komponenten.

Dieses Gericht ist für jeden geeignet; besonders durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen wirkt es positiv bei zahlreichen Krankheitsbildern im Bereich Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und bei Übergewicht und Diabetes.

Ich wünsche gutes Gelingen und dann guten Appetit!

Theodor Fontane:

Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben“

Der Meister für das Loslassen- Kümmel

 

ist aus Sicht der Chinesischen Kräutermedizin von unseren Kräutern  d a s Mittel für den Dickdarm als Yang-Organ im Funktionskreis Lunge-Dickdarm:

  • Er ist vom Geschmack her scharf- bitter, von heißer/ wärmender Temperatur und ist das einfachste Mittel, um den Darm zu entkrampfen und Keime abzutöten.
  • Durch seine Inhaltsstoffe Carvon, Carveol, Limonen, Myrcen, Pinen; Fettsäuren, Gerbstoffe, Flavonoide, Kaffeesäure, Cumarine und Harze wirkt er anregend, antibakteriell, appetitanregend, auswurffördernd, gegen Blähungen, durchblutungsfördernd, entspannend, durch seine Schärfe erfrischend, gegen Pilze, galletreibend, keimhemmend, krampflösend, menstruationsfördernd- besonders auch bei jungen Mädchen, milchbildungsfördend nach der Entbindung- besonders nach schweren Entbindungen und Kaiserschnitten und er ist d a s Kraut für eine gute und gesunde Verdauung.
  • Durch dieses breite Wirkspektrum ist auch der Einsatz vielfältig- bei allen Verdauungsstörungen, Blähungen, Unverträglichkeiten von Speisen, krankmachenden Keimen und Pilzen im Magen-Darm-Trakt über Husten/ Krampfhusten, Rheumatische Beschwerden, Leberbeschwerden,Römhild-Syndrom, nervösen-Herz-Magen-Beschwerden bis hin zu Beschwerden während der Menstruation und zur Bildung von Muttermilch kann Kümmel sehr hilfreich sein. Gemäß der CM wirkt Kümmel bei Milz – Yang – Mangel, Leber – Qi – Stagnation, Kälte des Dickdarms, Lungen- und Milz – Qi – Mangel- er wirkt insgesamt im Körper ausgleichend auf die Meridiane Magen, Milz, Gedärme, Lunge und Niere.
  • Die Anwendung ist denkbar einfach- Kümmel kann man wahlweise als Tee, Tinktur, Kräuterwein oder Pulver zum Einnehmen anwenden. Man kann die Samen auch einfach kauen. Natürlich ist Kümmel in der Küche als verdauungsförderndes Gewürz einsetzbar- wenn man mag 😉
  • Emotionale Wirkung– auf der emotionalen Ebene hilft der Kümmel, Situationen besser zu verarbeiten und sie dann endgültig loszulassen. Es geht darum loszulassen, sich abzugrenzen, eine Sache zu beenden und sich mental davon zu lösen. Der Kümmel hilft Kummer loszulassen. Zu viele Sorgen und Kummer mit sich herumzutragen macht schwach, träge, gereizt, und depressiv. Manchmal haben wir das Gefühl, die Anspannung um den Mund und im Gesäß nicht mehr loszuwerden… dann hilft Kümmel- er nimmt Ängste und sorgt für eine entspannte Sicht auf die Dinge.
  • In der CM wird Kümmel ob seiner Qi- bewegenden und gegen inneren Wind bekannten Wirkung auch als Schlaganfallprophylaxe-Mittel eingesetzt.
  • Kontraindikationen: bei absoluten Hitzesymptomen besteht eine relative Kontraindikation; ebenfalls bei Geschwüren, die durch Östrogene verursacht werden.

blühender Kümmel in meinem Kräuterbeet 2018

Teemischung gegen Verdaungsschwäche und Blähungen:

Von dieser Mischung nimmt man ein bis zwei Teelöffel für eine große Tasse Tee. Dann macht man damit eine sanfte Abkochung- in dieser Mischung ist der Kümmel die Heilpflanze mit der stärksten Wirkung- das Meisterkraut gemäß der CM. Fenchel und Anis fördern den besseren Geschmack des Tee’s… trinken Sie zwei bis drei Tassen täglich oder die Tagesdosis von 8 Teelöffeln auf 1,2 Liter Wasser über den Tag vertreilt…

  • 40 gr Kümmel-Samen
  • 20 gr Koriander-Samen (Früchte)
  • 20 gr Fenchel-Samen
  • 20 gr Anis-Samen

Heilmetidation für Lunge und Dickdarm- für das Loslassen und gegen Ängste: Es ist eine eher dynamische Meditation, die das Leber-Qi befreit und für eine Entspannung im Bauchraum sorgt…

„Stell dich hin und wippe mit dem Körper hoch und runter. Dabei entspanne den Unterleib ganz bewusst. Bei jedem Wippen nach unten entspanne dich bewusst. Unterstütze- wenn gewünscht- mit einer Musik deiner Wahl- …durch den Rhythmus und die Größe der Bewegungen, kannst du die Intensität der Übung immer mehr steigern. Sofern die Kondition vorhanden ist, führe diese Übung ca. 10 Minuten aus. Danach bleib still stehen und spüre, wie es im Körper pulsiert und arbeitet.“

Danach genießen Sie noch eine kleine Weile das Gefühl der Entspannung!

Täglich üben, besonders dann, wenn sich der Darm verkrampft, Schmerzen oder Blähungen auftreten- es sind alte und festgefahrene Muster, die sich nur langsam lösen lassen. Danach eine Tasse Kümmeltee trinken und die Widrigkeiten des Alltags neu angehen 😉

Lassen wir uns beim Darmputzen von der Kraft und Energie des Kümmels helfen. Weg mit dem alten, verpestenden Ballast. Schaffen wir Platz für  Neues und lassen uns überraschen, was es im Einzelnen sein wird!

Gefüllte Paprika und Zucchini- leicht und lecker…

 

… im Frühjahr- passend zur Jahreszeit ohne Fleischfüllung- diese würde das Yang zu stark aufsteigen lassen- Schlafstörungen, Migräne, Unruhe… wären die Folge.

Nun aber zum Rezept:

  • Paprika vom „Dach“ befreien, innen säubern und gut abtrofen lassen; genau so mit den Zucchini verfahren- diese noch zusätzlich halbieren und das Innere ausschälen, so dass ein Schiffchen übrig bleibt ggf. schälen, die Gemüsereste ganz fein würfeln/schneiden
  • In eine Schüssel etwas zwei Hand voll Haferflocken geben, dazu eine Hand voll geschrotete Haferflocken, einen Esslöffel Olivenöl, etwas handwarmes Wasser, Gewürze nach gusto- ich nehme die bewährten Drei- Galgant, Bertram und Quendel(je einen halben Teelöffel)-, dazu noch Pfeffer und Bärlauchsalz nach Geschmack; eine halbe weiße Zwiebel fein gehackt- diese Zutaten gut verrühren; sollte die Masse sehr trocken sein , dann noch etwas handwarmes Wasser dazu geben; dann kommen Kräuter(TK Bio-Anbieter oder frisch Schnittlauch, Petersilie, Kerbel,…) und die feinen Gemüsereste(siehe oben)dazu, ganz zum Schluss etwas geriebenen Parmesan mit unterrühren- das gibt einen würzigen Geschmack und bindet die Masse ab;
  • diese Masse dann in die Paprike und Zucchini füllen, etwas Parmesan darüber geben und in einer leicht geölten Form etwa 30-45 Minuten im Backofen bei 150-180 Grad garen lassen; die Reste der Masse können mit Parmesan überstreut auch separat garen- es ist wie ein kleiner Hackbraten ohne Hack 😉

  • Paprika– frisch/ leicht kühl; süss, bitter, scharf; Meridiane Milz, Magen, Dickdarm, Herz; Schleim auflösend, Qi tonisierend, Hitze ausleitend; antioxidativ;
  • Zucchini– frisch/kühl; süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Lunge, Niere; Hitze ausleitetnd, Qi aufbauend, Stuhlgang fördernd, Schleim transformierend, entzündungshemmend, Diurese fördernd,
  • Haferflocken– neutral, süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Herz, Lunge, Gedärme, Niere, Qi tonisierend, Shen beruhigend, Yin und Yang tonisierend, Nässe/Schleim transformierend und ausscheidend, Hitze und Toxine ausleitend;
  • Kräuter frisch– frisch- kühl- neutral, Meridiane wie oben; entlasten die Leber, ansonsten wie oben…
  • Parmesan– süß, sauer, salzig, neutral, Meridiane Lunge, Milz, Qi und Yin tonisierend

Für die Hitzigen reicht man gerne noch einen marinierten Feldsalat dazu- einfach mit Avocadoöl leicht durchkneten und mit Kresse/ frischen Kräutern würzen.

Mit diesem Rezept ist das Mittag- oder Abendessen gesichert und Man(n)/Frau schläft danach gut- guten Appetit!

Wärmendes in der Dojo-Zeit

 

Zugegeben- der Beitrag kommt einige Tage zu spät- aber die Temperaturen lassen so ein wärmendes Curry durchaus zu- schließlich sollen wir uns auch bei den Mahlzeiten vom Wetter leiten lassen 😉

Ein Curry stärkt unsere Mitte(Milz/Magen und damit das Milz-Qi)- besonders wenn es aus den folgenden Zutaten zubereitet wurde(für zwei bis drei Personen):

  • 2-3 Möhren(süß, neutral, Mitte tonisierend…), 2 Petersilienwurzeln(Qi und Yang aufbauend, Blut bewegend- Vorsicht in der Schwangerschaft…), drei bis vier Stängel Staudensellerie(Qi tonisierend, bewegend, Feuer ausleitend…), eine mittlere helle Zwiebel(Qi tonisierend, Blut bewegend…)- alles in einem Teelöffel Ghee nach einander andünsten; mit der Zwiebel beginnen; vorher wird das Gemüse natürlich gesäubert und in Würfel bzw. Scheiben geschnitten; ruhig etwas grober;
  • …dann das angedünstete Gemüse mit 100 ml Gemüsefond und 150 ml Kokosmilch(Qi und Blut tonisierend, Hitze kühlend…) ablöschen; dazu kommen dann je ein viertel Teelöffel Kurkuma und Liebstöckel, je eine Messerspitze Salz, Kubebenpfeffer, Galgant oder Ingwer, Kreuzkümmel, Zitronengras und eine Prise Chili(wer mag)- dann das Ganze ca. 20-30 Minuten garen lassen- danach noch einmal abschmecken.
  • Das Curry wärmt, durch die Zutaten Kokosmilch und Staudensellerie- beide wirken auch Säfte aufbauend und erfrischend/kühlend- wirkt es aber nicht heiß, sondern neutral bis wärmend. Die Gewürze sorgen für eine gute Bekömmlichkeit und gerade Kurkuma wirkt entzündungshemmend.
  • Das Curry kann gut während einer echten Erkältung gegessen werden, da es die Kälte aus den Knochen vertreibt, gegen Gliederschmerzen(kalte Gelenke) angeht und das Immunsystem auf Trab bringt.

Noch etwas zur Petersielienwurzel- da diese sehr stark Blut bewegend wirkt, kann das Curry bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein. Allerdings sollte in der Schwangerschaft auf die Petersilienwurzel verzichtet und durch Pastinaken(Blut tonisierend…) ersetzt werden. Petersilie allgemein und dazu zählt die gesamte Pflanze wirkt in größeren Mengen abortiv.

Ich koche übrigens alle Eintöpfe und dazu zählt auch das Curry im Schnellkochtopf(sehr Energie zuführend, da mit großem Druck gearbeitet wird) und verzichte daher meistens auf Chili. Das spart Zeit und die Mahlzeiten stehen bereits nach 10-15 Minuten auf dem Tisch 😉

Zu den Mengen- meine Oma, von der ich das Kochen gelernt habe, kam immer ohne Kochbuch aus- „Deern, dat brucken wi nich, dat geit nah Geschmack-“ Mädchen, das brauchen wir nicht, das geht nach Geschmack“ 😉 ; ich werde bei den nächsten Rezepten alles genau abwiegen- versprochen!

Viel Freude und gutes Gelingen beim Nachkochen und dann- guten Appetit!

Avocado, Avocado…

 

… ist eins der Lebensmittel, die man entweder liebt oder „hasst“ 😉 .

Ich mag Avocado in Maßen gerne, auch wenn ich manchmal im Zwiespalt mit dem ökologischen Fußabdruck bin- allerdings kaufe ich generell Bioqualität bei den grünen oder dunklen „Früchtchen“.

Was macht den Hype um die Avocado aus? Sie stammt aus Spanien, Israel, Zentralamerika oder Afrika und wichtig für uns als Verbraucher sollte sein, dass dieses wertvolle Lebensmittel in BioQualität erzeugt wird.

    Frühstück mit Avocado, Ei, Pesto aus Avocado, Hanf und Spinat, Cashewkernen, dazu ein Einweißdrink aus Mandelprotein, Kokosdrink und Vanile/Zimt

Maßvoller Verzehr- etwa eine bis drei Avocados/ Woche- sorgen für eine Bereicherung im Speiseplan; wer den Geschmack nicht mag, kann auf ein Bio-Avocadoöl zurück greifen.

Wirkung gemäß TCM:

  • …vom Geschmack her süß, thermisch frisch/kühl und mit Wirkung auf die Funktionskreise Leber, Lunge und Gedärme ist sie herzschützend und generell gut für die Schleimhäute;
  • Die Wirkungen sind sehr zahlreich, damit ist die Avocado in der Ernährungstherapie ein wichtiges Lebensmittel- siehe unten.

Schauen wir uns die Wirkung einmal näher an:

  • Yin tonisierend z.B. bei Lungentrockenheit, Schleimhautschädigung, bei trockener und welker Haut(auch äußerlich), in der Stillzeit, wirkt Gehirn nährend bei Neurasthenie, Nervenschwäche, Nervosität;
  • Blut tonisierend bei Anämie, Blutmangel, in der Schwangerschaft;
  • Darm befeuchtend bei Obstipation- besonders trockener Verstopfung, Dickdarmtrockenheit, verlangsamter Darmperistaltik;
  • Qi regulierend und bewegend z.B. bei Leber-Qi Stagnation, Reizbarkeit, depressive Verstimmung;
  • Essenz/Jing tonisierend bei Unfruchtbarkeit, vorzeitiger Alterung;
  • Hitze eliminierend, die durch Yin-Mangel(rote, belaglose, trockene Zunge, oft mit Rissen, heiße Hände, Füße und Sternum, Nachtschweiß) verursacht wird z.b. bei Magengeschwür, Gastritis, äußerlichen Geschwüren;
  • Nässe/Feuchtigkeit auflösend/transformierend– z.B. bei erhöhten Cholesterinwerten- wirkt LDL-senkend, Einsatz zur Arteriosklerose-Prophylaxe;
  • Qi tonisierend bei Hyperglykämie, Hypoglykämie und generell bei Blutzuckerschwankungen.
  • Nährwerte: 100 g 170-230 kcal je nach Sorte, 1,9 g Eiweiss, 23,5 g Fett, 1,9 g Kohlenhydrate; Avocado sind reich an Vitamin B1 und B2 sowie Vitamin E und an Mineralstoffen; ebenso Kupfer. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren der Avocado senken den Cholesterinspiegel und die enthaltenen Öle sind im wahrsten Sinn des Wortes flüssiges Gold für das Herz und unsere Gefäße- man kann wirklich sagen, dass hier Fett nicht fett macht; dieses Fette sind gesund!

Als Lunch oder Dinner mit Gemüse

Avocados lassen sich sehr vielfältig in der Küche verwenden; als Einzelnahrungsmittel mit etwas Pfeffer, Salz und Zitrone; im Salat, als Salat, zur Herstellung einer Avonaise, für Süßspeisen…. eine Variante, die ich liebe, ist mit Ei…

Lassen Sie sich inspirieren- uns manchmal kommt der Geschmack und die Liebe auf den zweiten Biss 😉

Bronchitis aus Sicht der Chinesischen Medizin

Aus gegebenem Anlass – einige Patienten/ Patientinnen in meiner Praxis kommen mit einem hartnäckigen Husten; bei genauer Untersuchung stellt sich dieser als Bronchitis heraus. Was ist aber Bronchitis aus Sicht der chinesischen Medizin:

  • Erst einmal ist es wichtig, dass der Betroffene versteht, dass sein Wei-Qi- die Abwehrenergie- geschwächt ist! Das Wei-Qi dient dazu, die Pathogene vom Körper fernzuhalten; so wie früher die Wachsoldaten einer Stadt auf den Stadtmauern patroulliert sind, verläuft das Wei-Qi direkt in und unter unserer Haut, um dort seine Dienste zu verrichten. Schwitzen wir unkontrolliert am Tag oder sogar in der Nacht, ist das unter anderem ein Zeichen dafür, dass das Wei-Qi geschwächt ist.
  • Das ganze Leben ist im Prinzip ein ständiger Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen der guten (gesunden) Körperenergie ZHEN QI und der schädlichen Energie XIE QI, also der Kampf zwischen unserer natürlichen Abwehrkraft und dem Pathogen- bei einer Bronchitis erst einmal ganz allgemein mit dem Außenwind FENG; Laut TCM werden alle akuten Respirationserkrankungen unterteilt in… – zum einen der Angriff durch den kühlen Außenwind FENG HAN , zum zweiten der Angriff durch den heißen Außenwind FENG RE
  • Dringt dann dieser Wind, im Schlepptau mit Kälte oder Hitze, in die zweite Schicht, also in die konstruktive Schicht Qi/ Organe, ein, dann verbindet er sich dort mit Feuchtigkeit und es kommt zu den bekannten Symptomen wie rasselnder Husten, Pfeifen oder Giemen, Krämpfe beim Husten, weißlicher oder gelb-grüner Auswurf, differenzierter wie folgt:
  • Bei Wind-Kälte-Feuchtigkeit mildert alles Wärmende bis Heiße die Symptome; es besteht meistens kein oder nur sehr leichtes Fieber, eher frösteln und zittern, kalte Gliedmaßen, Verlangen nach wärmenden Getränken, das Sputum ist oft glasig oder hell; das Krankheitsgefühl ist nicht so stark ausgeprägt- hier helfen feucht- wärmende Wickel und ein Tee, der Wind-Kälte und Feuchtigkeit über die Haut aus dem Körper leiten.
  • Ist es jedoch Wind-Hitze-Feuchtigkeit besteht ein starkes Krankheitsgefühl, alles Heiße ist zuwider, das Verlangen nach Kühle ist vorhanden, es kann zu psychische Unruhe, stärkeres „dampfendes“ Schwitzen, Husten (sowohl trocken, als auch feucht), Atemnot, unruhiger Schlaf und Druckgefühl auf der Brust kommen- hier werden die Pathogene- da sowohl innen als auch außen vorhanden- über die Haut und den Darm mit entsprechenden Kräutern ausgeleitet- dabei kann es zu starkem Stuhlabgang mit unangenehmem Geruch kommen.

Maßnahmen:

  • Akupunktur lindert sowohl akute als auch chronische Beschwerden; damit wird das Lungen-Qi beruhigt, man kann besser abhusten, der Brustkorb entspannt sich- tägliche Akupunktur wäre sinnvoll; im Zusammenhang mit der…
  • Kräutermedizin reicht es auch 2-3x/Woche; die Kräutermedizin richtet sich nach dem pathogenen Faktor und leitet entweder Schleim-Wind-Kälte oder Schleim-Wind-Hitze aus; sie wird individuell zusammen gestellt.
  • Inhalationen mit Thymian, Spitzwegerich und Fenchel belüften die Bronchien, lösen den Schleim und können bei beiden Arten eingesetzt werden. Einfach je eine Innenhand voll der Kräuter(Schüssel) mit kochendem Wasser übergießen(Fenchel aufmörsern) und dann o h n e Handtuch an oder über der Schüssel sitzen und die Dämpfe inhalieren. Nehmen Sie keine Inhaltionsgeräte, da setzen sich Keime fest!!!
  • Schüssler Salze Nummer 3- immer und sofort bei Beginn eines entzündlichen Prozesses; Nummer 4 dazu, da das Sekret häufig erst einmal weißlich ist; bei gelblichem/grünlichem/bräunlichem  oder sehr festem Sputum Nummer 6- akut alle Stunde ein- bis zwei Pastillen, chronisch Nummer 4 und 6 mit 3x 3 Pastillen.
  • Brustwickel- einfach ein kleines Handtuch mit heißem Wasser tränken, gut auswringen und eine Bronchialsalbe, Tannensalbe oder ähnlich darauf geben, auf die Brust legen, ein Wärmepad darauf geben(oder kleine Wärmflasche), mit einem großen Handtusch fest umwickeln und dann mit einer dünneren Decke abdecken; ca. 10-20 Minuten wirken lassen. Es muss immer feuchte Wärme sein, denn nur diese „verdünnt“ den Schleim und lindert die „Entzündung“.
  • Es gibt sehr gute antroposophische und homöopatische Fertigpräparate, die ebenfalls einsetzbar sind- ich berate Sie in diesem Fall sehr individuell; wenden Sie sich aber auf jeden Fall an einen Arzt/Ärztin für Naturheilverfahren oder Heilpraktikerin/Heilpraktiker!!
  • Ein Sirup aus Honig + entweder Zwiebel, Rettich oder Fichtennadeln ist ebenfalls ein sehr gutes Mittel, um den Husten zu lindern und Schleim aufzulösen- siehe hier auf meiner Seite unter: http://spiritandbalance.de/rettichrezeptur-gegen/; die Zwiebel einfach grob schneiden und dann für mindestens 8 Stunden in Honig(etwa 200ml) einlegen, dann ist er schon wirkungsvoll dieser Sirup.
  • Einreibungen mit Tannensalbe nach Hildegard von Bingen- und am besten leicht angewärmt- bringen ebenfalls Linderung; möglich sind auch Zirbensalbe oder Fertigpräparate.
  • Aus der Yogatherapie kommt die Wechselatmung(ohne Atemverharren) und reinigende Löwenatmung- diese Atemformen treiben ebenfalls Pathogene aus dem Körper und sind leicht zu erlernen(Anleitung gibt es bei mir in der Sprechstunde- auch als Einzelstunde Yogatherapie buchbar).

Ein allgemeiner Hustentee ohne Individualität, aber recht hilfreich für die ersten Maßnahmen:- Mische zu einer Teemischung:

  • 30 Gramm Myrthe
  • 20 Gramm Thymian
  • 10 Gramm Eibisch
  • 10 Gramm Königskerze
  • 10 Gramm Fenchel
  • 10 Gramm Eukalyptus- diesen nur, wenn es eher Hitze ist… und
  • 10 Gramm Fichtennadeln

Von der Mischung einen Esslöffel auf 300ml Wasser langsam zum köcheln bringen, 10- 15 Minuten sieden- nicht kochen- lassen, abseihen und mehrfach am Tag trinken; diese Kräuter können dann noch einmal kochend überbrüht werden und als Inhaltion zum Nutzen sein 😉

Sollte ein Husten länger als drei Tage bestehen, muss es abgeklärt werden. Dann lassen Sie sich von Ihrem Naturkundearzt oder Heilpraktiker/Heilpraktikerin beraten und eine Individuelmischung zusammen stellen- übrigens- mit einer Bronchitis sollte man zwingend zu Hause bleiben!!! Der Körper benötigt in diesem Fall sehr viel Ruhe, um wieder gesund zu werden!

Ich wünsche den Betroffenen gute Genesung und Ihnen allen gute Gesundheit!

Übergangszeiten… Dojo- Zeiten

In der chinesischen Ernährungs- und Elementelehre gibt es zwischen den einzelnen Elementen und Jahreszeiten die Dojos- das sind die Übergangszeiten:

  • Sie beschreiben eine Zeit von 18- 20 Tage im jeweiligen Wechsel zwischen Winter- Frühjahr- Sommer- Spätsommer/Herbst…
  • Es  ist die chinesische Variante des Fastens. Da diese Zeit im Zeichen der Erde steht, werden vor allem die Funktionskreise der Mitte- Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse- angesprochen.
  • In dieser Zeit sollte ganz bewußt gegessen werden- wenn wir uns also richtig und bewusst ernähren, stärkt das unsere „Mitte“, Yin und Yang kommen ins Gleichgewicht und neue Energie kann geschöpft werden- es sind die Zeiten für eine innere und äußere Reinigung.
  • Essen Sie am besten 3x täglich warm
  • Verzehren Sie nur eine Getreidesorte – am besten Reis oder die für Sie geeignete(erfahren Sie in meiner Sprechstunde)
  • Obst und Gemüse soll gedünstet werden, dann ist es besonders bekömmlich
  • Verzichten Sie auf Zucker, Alkohol und Tabak und jegliche Fertigprodukte.
  • Essen Sie weniger und trinken Sie ausreichend- günstig sind spezielle Tee’s dem Typ entsprechend(erfahren Sie in der Sprechstunde) und/oder einfach heißes, abgekochtes Wasser.
  • Verzichten Sie in dieser Zeit ganz bewußt auf Kosmetik und MakeUp- leichte Kompressen reinigen die Haut und als Creme empfehle ich eine Mineralstoffcreme(naturbelassen) und für den Körper ein entgiftendes Sesamöl(Naturprodukt, Bio, im Handel zu kaufen).

Anleitung für eine Fastenzeit– nur für Gesunde; bei Dysbalancen und Erkrankungen halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt(in)/Heilpraktiker(in):

Die im Folgenden beschriebenen Reiskuren entlasten den Organismus und geben einen Anreiz zum Entschlacken und Entgiften. Gleichzeitig unterstützen sie die natürlichen Ressourcen und festigen das innere Gleichgewicht. Wie alles in der TCM so sollte auch die gewählte Kur zur eigenen energetischen Verfassung passen: von A bis C werden drei verschiedene Varianten vorgestellt. Gerne bin ich Ihnen im Rahmen einer Ernährungsberatung dabei behilflich, die für Sie beste zu wählen oder zusammenzustellen.

Wurzelgemüse und neutrale Nahrungsmittel für die Dojo-Zeit

Im Allgemeinen sollten die Kuren über mindestens 3-4 Tage, bei Notwendigkeit auch bis 18 Tage eingehalten werden. Während dieser Tage sollte ganz auf Kaffee, alkoholische Getränke, tierische Nahrungsmittel und Süßigkeiten verzichtet werden. Außerhalb der drei Hauptmahlzeiten sollte nur getrunken werden, und zwar die jeweils angeführten warmen Getränke. Wählen Sie nach Möglichkeit Tage ohne zu viele berufliche und soziale Verpflichtungen, an denen sie ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft haben. Die Kost während der Reiskur sollte möglichst eintönig und geschmacklich relativ fade sein, denn dadurch erhöht sich die gesundheitliche Wirkung. Zum Würzen und Abschmecken können die genannten Gewürze, sparsam verwendetes unraffiniertes Meersalz und etwas kaltgepresstes Olivenöl oder Sesamöl, zum Andünsten kann Ghee oder Kokosöl, verwendet werden.

1.Variante A (für hitzige Typen- rote Zunge, alles ist zu warm- T-Shirt im Winter draußen 😉 ): morgens und mittags Reis mit Mungbohnen (Rundkornreis – auch Vollkorn – und Mungbohnen 1:1 in der doppelten Menge Wasser 45 Minuten lang auf kleinster Flamme köcheln lassen und am Ende salzen), eventuell leicht mit Kurkuma oder Koriander gewürzt, dazu kleine Mengen leicht gedünstetes Gemüse. Abends gedämpftes Gemüse, eine Gemüsesuppe oder wiederum etwas Rohkost. Über den Tag verteilt ausreichend warmes Wasser, Grüntee, Brennnesseltee, Maishaartee oder Löwenzahntee trinken.

Variante B (für Menschen mit einer regulären Verdauung und einem ausreichenden Milz-Qi): morgens und mittags Reis mit Mungo- oder Adzukibohnen (Reis und Bohnen 1:1 in der doppelten Menge Wasser 45-60 Minuten lang auf kleinster Flamme köcheln lassen und am Ende salzen), eventuell leicht mit Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel oder Ingwer gewürzt, dazu gekochtes oder gedämpftes Gemüse. Abends gedämpftes Gemüse oder eine Gemüsesuppe. Über den Tag verteilt ausreichend abgekochtes Wasser, Brennnesseltee, 1-2 Tassen Löwenzahntee, Birkenblättertee oder Maishaartee trinken.

3.Variante C (für Menschen mit einem schwachen Milz-Qi, häufigen Blähungen und weichen Stühlen, Kälte, alles ist zu kalt, nur Verlangen nach Warmem): morgens und mittags gekochter Reis (Langkornreis wie Basmati oder Thai, besser nicht Vollkorn, ausreichend lange kochen- mindestens 2 Stunden- und am Ende salzen), leicht mit Kreuzkümmel, Thymian, Petersilie oder Ingwer gewürzt, dazu gekochtes oder gedämpftes Gemüse. Abends gedämpftes Gemüse oder eine Gemüsesuppe mit Ingwer. Über den Tag verteilt ausreichend abgekochtes Wasser, Kardamomtee oder Ingwertee trinken. Um den Eiweißanteil in dieser Variante zu erhöhen, kann in die Gemüsesuppe etwas gewürfelter Tofu gegeben werden.

Rezept: Gemüsesuppe mit Miso- für Sie nur für zwei Tage:

1 große Karotte
ein paar Stücke Broccoli oder einige halbierte Brüsseler Kohlsprossen
½ Lauch oder 1 Frühlingszwiebel,

½ Rettich oder ein paar Radieschen,

einige Zuckerschoten, von Fäden befreit und schräg halbiert
ein paar Zentimeter Wakame, in kleinere Stücke geschnitten, 15 Minuten in kaltem Wasser eingeweicht und unter fließendem Wasser abgespült (damit der fischige Geschmack etwas weggeht)
1 Liter Wasser
eventuell 2-3 cm frischer Ingwer in Scheiben geschnitten
2 EL Misopaste

Achtung: kein Salz verwenden, das Miso ist selbst salzig genug. Und: das Miso sollte nie mitkochen, weil dadurch seine wertvollen Enzyme zerstört werden.

Das Gemüse in nicht zu kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Ingwer ungefähr entsprechend der Kochzeit in das kochende Wasser geben (Zuckerschoten, Lauch und Wakame ganz zum Schluss, Frühlingszwiebel eventuell auch erst beim Servieren). Das Gemüse nach Geschmack weich oder al dente kochen, vom Feuer nehmen. Das Miso in einem feinen Sieb in die Suppe hängen und langsam auflösen. Die im Sieb verbliebenen Reste in die Suppe geben. Kurz ziehen lassen und noch warm löffeln. Vor dem Essen nochmals umrühren, da das Miso sich sehr schnell absetzt.

Kräuter und Tee#s zur Unterstützung der Dojo-Zeit

In diesen Tagen sollte man sich ausreichend Zeit genehmigen, mit den vergangenen Wochen abzuschließen und sich auf die kommenden vorzubereiten- es ist immer wieder eine Zeit des Loslassens und Aufbruchs- eine ganz besondere „Ich“-Zeit!

Gutes Gelingen und bleiben Sie gesund!

Alles in Balance mit…

 

dem Schüssler Salz Nummer 1- Calcium fluoratum(Cafl), denn dieses Mineral sorgt für eine guten Ausgleich zwischen Yang und Yin:

  • Cafl finden wir in der Oberhaut, im Zahnschmelz, in allen elastischen Fasern(Faszien, Bindegewebe…), aber auch in der Knochenoberfläche.
  • Ist die Bewegung der Cafl-Moleküle gestört, kommt es zum Verlust der Elastizität, aber auch der notwendigen Spannung im Gewebe- „Cafl macht Hartes weich und Erschlaffendes fest bzw. straff“.
  • Es ist  d a s  Mittel gegen Chronizität von krankhaften Zuständen und wird über lange Zeiträume verordnet bzw. eingenommen- alles Chronische besteht über Jahre, dementsprechend ist die Einnahme von Cafl nicht nach einem Monat zu Ende 😉
  • Cafl ist neben der Nummer 11- Silicea- das zweite- sehr wichtige- Bindegewebemittel in der Mineralstofftherapie.
  • Cafl wirkt sowohl auf Yang- zusammen ziehend bei zu starker Ausdehnung- als auch auf Yin- Ausdehnung bei zu starkem Zusammenzug-; Cafl stellt auf die Elemente bezogen, die Erde für die Bewegung von Yang/Yin dar- eine Störung im Cafl-Haushalt lässt den Körper im einen oder anderen Zustand verharren.

Spaziergänge unterstützen

Cafl schafft ein geschmeidiges, gesundes, fest- elastisches Bindegewebe-Qi und kann bei den folgenden Qi-Störungen eingesetzt werden:

  • Hartes Qi– alle verhärteten Gewebe- Sehnen, Bänder, Überbeine, derbe und zu feste Haut(Neurodermitis), steife Wirbelsäule, steife Gelenke, viel Hornhaut;
  • Störung des elastischen Qi– Schmerzen jeglicher Art; alles wird durch Wärme besser, schlimmer durch Feuchtigkeit, feuchtes Wetter, Kälte. Schmerzen zu Beginn der Bewegung oder beim Übergang von Ruhe in Bewegung- die Zunge zeigt sich rissig, borkig, trocken und oft bräunlich;
  • Schlaffes Qi– Fußfehlbildungen, Schlottergelenke, Krampfadern , Hämorrhoiden;
  • Brüchiges Gewebe-Qi– Hornhaut mit tiefen Furchen an den Fersen, Risse in der Haut und an den Lippen, Schrunden;
  • Wenn das Qi seinen Platz verlässt– Organsenkungen;
  • Knochen-, Zähne- und Nägel-Qi- lockere Zähne, durchsichtige Zahnsubstanz, Karies, Knochenschwäche, schlechte Fingernägel;
  • Cafl charakterisiert den energetischen Zustand des zu harten, zu steifen und zu laschen Qi, welches auch oft nicht in der Lage ist, alles da zu halten, wo es hingehört; es wirkt ausgleichend und die energetische Wirkung zielt je nach Bedarf auf Ausdehnung oder Zusammenzug.

Leitsymptome und Lebensrhythmus:

  • Elastizität- Verlust oder zu stark(Hypermobilität…)
  • Bindegewebsschwäche
  • Gewebeverhärtungen
  • Gewebeerschlaffungen
  • Cafl ist das ausgleichende und verbindende Element zwischen Yin und Yang- es ist für den gesamten Lebensrhythmus entscheidend.
  • Als Mittel der Mitte ist es das Mittel der Wahl ab der eigenen Lebensmitte- also ab dem 35. Lebensjahr gehört es zum absoluten Muss!
  • Cafl und die Psyche- ist das Qi nicht elastisch, ist der Betroffene erstarrt oder hat keinen fixen Standpunkt- es bestehen Ängste vor dem Tagespensum- alles ohne Grund; allerdings besteht eine schwache Konzentrationsfähigkeit und geringe Arbeitslust, eventuell auch ein Mangel an Initiative

Anwendungen und Hinweise:

  • Schüssler Salz Nummer 1 Cafl in der Potenz D12 als Mittel bei chronischen Zuständen- bis zu achtmal täglich ein bis zwei Pastillen lutschen
  • Salbe Cafl – oft in Verbindung mit der Salbe Nummer 11- bei allem was Haut, Nägel, Verhärtungen, Falten im Gesicht… betrifft.
  • Cafl ist das Mittel bei allen chronischen Krankheiten, da alles Chronische das Qi erschöpft!!!
  • Das Qi kann bewegt und elastisch bleiben durch sanfte Hautbürstungen bzw. Kneippsche Anwendungen.

Ernährung unterstützt das Qi

„So wie jede Gesundheit ist auch die Krankheit immer ein Ausdruck unserer inneren Natur“– C.W.Hufeland

Wenn das Qi schläft hilft…

 

… es ist die Nummer 11 in der Mineralstofftherapie und hilft uns bei Yin-Trockenheit:

  • Silicea- Kieselerde- finden wir im gesamten menschlichen Körper. Interessant ist nicht nur das Vorkommen in der Haut, den Haaren und Nägeln… sondern besonders auch in den Nebennieren und den Lymphdrüsen;
  • Die Störung der Silicea-Moleküle führt zu einer Erschöpfung, einer Schwäche des Gewebes- zu einem vorzeitigen Altern.
  • Silicea ist das biochemische Kosmetikum- wichtig für das Bindegewebe neben Calcium Fluoratum(Elastizität); Silicea zeichnet für das aktive Leben des Bindegewebes Verantwortung.
  • Kommt es zu einer Störung der Silicea-Moleküle in ihrer Bewegung oder dem Vorkommen ist das Bindegebe im Yin(Alter, Ruhe, Schlaf, Kälte, Trockenheit…) fixiert und es herrscht ein Yang-Mangel vor. Das Gewebe wird trocken, kalt, unbeweglich, starr, faltig- alle Stoffwechsel“Schlacken“ bleiben im und mit dem Gewebe verhaftet- es erfolgt eine schnelle Alterung, die Geschmeidigkeit geht verloren, die Funktionen sind verlangsamt, die Energie(Qi) hat sich komplett nach innen gezogen.
  • Silicea-Moleküle werden durch ausreichende Bewegung(Yang), ein gesundes Maß an Aktivität und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ernährung- Bewegung-Ruhe in Aktion gehalten. Der Mangel an Yang, Wärme und Energie führt zu einer tiefen Chronizität der Krankheiten.
  • Silicea ist der Turbo für das Yang-Qi des Bindegewebes- es weckt das „schlafende“ Bindegewebe auf- somit kann es zu einer Resorption/Abtransport von Flüssigkeiten kommen(Eiter, Fistelflüssigkeit, alte Blutergüsse, abgelagerte Harnsäure).
  • Silicea erwärmt und durchfeuchtet im nötigen Maß- immer bei Kälte und Trockenheit; gekennzeichnet durch vorzeitiges Altern, Runzeln, sprödes und brüchiges Gewebe, Steifheit, bei starker Neigung zu chronischen Krankheiten, bei großer innerer Kälte(Kälte-Typ- andauernd frierend).
  • Silicea immer dann, wenn das Yang-Qi in Haut, Haaren und Nägeln fehlt- also bei chronischen Erkrankungen von Haut, Haaren, Nägeln, bei Brüchigkeit, Haarausfall, glasiger Haut und starker Faltenbildung.
  • Silicea immer dann, wenn das Wei-Qi sehr schwach ist- es dient der Anregung und Aktivierung der Immunabwehr.
  • Silicea immer dann, wenn die Symptome in der Nacht, bei Bewegung und durch Kälte schlimmer werden; d.h. Wärme und eine wärmendes Umhüllen bessert die Befindlichkeiten.
  • Den energetischen Zustand des Betroffenen kann man mit kalt, trocken, schwach beschreiben- es herrscht eher eine Kälte-Yin-Leere- nicht mehr wollen und können durch Kälte.
  • Siliceas energetische Wirkung ist wärmend, belebend, aktivierend, ausdehnend, Kälte vertreibend, verjüngend und in gesundem Maß Yang aktivierend- daher findet Silicea Einsatz bei dauernder inneren Kälte, Neigung zu chronischen Krankheiten, Eiterungen, Blutergüssen, Gewebeschwäche, Haar- und Nagel-Auffälligkeiten, stinkendem und scharfem Schweiß, Überempfindlichkeit, bei stark alterndem Gewebe, Gicht und Rheuma, chronischen Blasenproblemen und auch beim Abbau des Bindewebes(tief liegende Augen und durchscheinender Haut).Leitsymptome:
  • kalt und trocken, immer fröstelig, frühzeitige Alterung, eher unterernährte Konstitution, Schwäche der Haut, Hautanhänge und der Schleimhaut, Erschöpfung, Eiterungen;
  • Der Lebensrhythmus des Silicea zielt auf wärmend, befeuchtend, Yang aktivierend;
  • Die Psyche des Silicea-Bedürftigen zeigt sich zurückziehend, zaghaft, ängstlich, schreckhaft, sehr sanft und nachgiebig, unentschlossen- jedoch auch reizbar, hilflos mit großer Unruhe-Neigung, muskelschwach, altklug, Kinder sind oft eigensinnig, schreiende Reaktion auf sanftes Sprechen und sich versteckend hinter der Mutter.

Anwendung:

  • Silicea ist die Nummer 11 der Schüssler Salze in der Regelpotenz D12;
  • Es ist  d a s Mittel bei Chronizität.
  • Dosierung: sechs- achtmal eine bis zwei Pastillen unter der Zunge zergehen lassen
  • Akute Eiterungen: alle Stunde zwei Pastillen nehmen
  • Die D3-Verdünnung: diese wirkt besonders stark Qi- aktivierend und bringt Eiterungen in geschlossenen Höhlen in die Verstärkung- daher bei diesen die D3 Verdünnung n i c h t  anwenden!!!
  • Salben: alle Hautprobleme, Geschwüre, Abzesse, Hämorrhoiden, Krampfadern, Kreuzschmerzen. Nackenschmerzen mit knirschender Halswirbelsäule
  • Bewegung ist wichtig, um das Yang-Qi zu aktivieren- aber dosiert und immer mit Ausgleich; tägliche kurze kalte Waschungen, Luftbäder, sanfte Hautbürstungen sorgen für eine Aktivität der Silicea-Moleküle.

„Wer rastet, der rostet“- bleiben Sie in Bewegung!

 

Wenn das Qi streikt…

 

ist die Nummer 5 der Biochemie das Mittel der Wahl. Kalium Phosphoricum(Kaph) finden wir in den Zellen von Gehirn, Nerven, Muskeln und Blut, aber auch im Zwischenzellgewebe.

Eine Störung in der Bewegung von Kaph- Molekülen führt sehr schnell zu einer überaus schnell eintretenden Schwäche, Ermüdung, Melancholie bis Depression, aber auch zu Gewebezerfall und nervöser Erschütterung.

Kalium phosphoricum als Heilmittel für das ausgebrannte Feuer:

  • Sollte das Yang-Feuer und das Qi zu stark herunter gebrannt sein, dann ist Kaph das Mittel der Wahl. Als Nervenmittel der Biochemie dient es der Lebenserhaltung- es wirkt direkt auf Shen und damit auf das Herz gemäß der TCM!
  • Die Nervenzellen mit ihrer natürlichen Beschaffenheit sind im Yin fixiert- Gehirn ist Yin, den Nieren zugeordnet und somit bestimmt durch die Essenz- Yin und Yang. Vorherrschend ist die Energie des Dunklen und wenn alles grau in grau ist, fehlt das Yang-Feuer und das Qi. Kaph aktiviert das Qi und das Yang-Feuer der Nervenzellen und hat somit auch eine belebende und kräftigende Wirkung auf den gesamten Körper.
  • Kaph immer dann, wenn Farbe und Energie, Licht und Freude fehlen– bei depressivem Qi und großer Qi-Leere z.B. bei Depressionen, Melancholie, psychischen Verstimmungen, Missmut, Ängsten, Angststörungen, Weinerlichkeit, allen Beschwerden, die mit Depressionen einher gehen, Lustlosigkeit, Schlafsucht mit ggf. Fieber über 38,8(Apathie und Benommenheit), Krankheiten mit großer Schwäche der Lebensenergie.
  • Kaph immer dann, wenn das Nerven-Qi ohne Kraft ist– Gereiztheit und Nervosität bestimmen den Alltag, dazu kommen Aggressivität, Nervenschwäche, nervöse Schlaflosigkeit, Krämpfe, Gedächtnisverlust, ggf. auch Lähmungserscheinungen und Muskelschwäche; die Beschwerden verschlimmern sich zu Beginn der Bewegung, bessern sich bei fortdauernder moderater Bewegung und werden wieder schlimmer bei Anstrengungen; die Farbe des Gesichts erscheint grau und bleich.
  • Kaph immer dann, wenn Fäulnis-Qi, also die Absonderungen und Ausscheidungen stark faulig, stinkend und unangenehm sind- dazu zählen Schweiß, Urin, Stuhl, Absonderungen aus den Augen, Nase, Ohren, Mund, Mundgeruch, Scheiden- und Samenflüssigkeit.
  • Kaph immer dann, wenn es gilt das lebenserhaltende Yang-Qi zu stärken- bei Zellverfall, Magengeschwüren, Geschwüren jeglicher Art, Muskelschwäche und Muskelatrophie, größter Energieschwäche; eingefallene Schläfen, verschleierte Augen(Shen ist nicht mehr klar zu erkennen) und Zahnfleischbluten sind wesentliche Merkmale für diesen Zustand.
  • Kaph charakterisiert folgenden energetischen Zustand: Gewebe und Energie sind zusammen gezogen, sehr stark nach innen gekehrt, dunkel; das Nerven-Qi ist schwach und damit nicht mehr in der Lage sich auszudehnen; es herrscht Yin-Leere(…nicht mehr wollen und können);
  • Kaph hat die energetische Wirkung des Ausdehnens, Belebens, wirkt wärmend und kräftigend. Es öffnet das Yang-Qi und bringt „Ausstrahlung“ und Shen zurück.
  • Leitsymptome für Kaph: nervöse Schwäche und Depressionen, schlechtes Gedächtnis, Fäulnis, fehlende Ausstrahlung und Shen ist nicht oder schwach erkennbar, Schlafstörungen,
  • Ein Mensch, der Kaph benötigt, zeigt immer eine nervöse Schwäche gepaart mit Melancholie oder Depressionen- alle Beschwerden sind begleitet von Nervosität, Depressionen, Gereiztheit, Aggressionen(auch Autoaggressionen); es zeigt sich ein schlechtes Gedächtnis, geistige Überarbeitung, schnelle Ermüdung und Erschöpfung, nervöse Organbeschwerden(z.B. „Alles schlägt auf den Magen“ oder „Es zerbricht mir das Kreuz“…), Schwäche am Herzen, Muskelschwäche, Kreuzschmerzen, nervöses Kribbeln, lähmende Beschwerden; die Ausscheidungen zeigen Fäulnis an, die Ausstrahlung wirkt grau und fahl, die Augen haben den Glanz verloren, der Schlaf ist gestört, die Pulse sind leer, dünn, wechselt von schnell- fein zu langsam.

Spaziergänge unterstützen

Anwendungen:

  • Kaph ist das Schüssler Salz Nummer 5 und wird in der Regelpotenz D6 oder D12 eingesetzt.
  • Es ist das Mittel der Wahl, wenn alle anderen Künste der Behandlung nicht mehr greifen
  • akut: alle halbe Stunde eine Pastille luschen lassen; chronisch: mindestens 2x 2 Pastillen/ Tag, eher noch bis zu 8x täglich eine bis zwei Pastillen
  • Ist der Schlaf gestört muss es am Tag genommen werden; es ist die Hilfe für einen regenerierenden Schlaf- 3x 2 Pastillen, dann sehen, ob es besser wird; ggf. höher dosieren.
  • D3- bei Qi-Schwäche, D12- Qi dämpfende und regulierende Wirkung
  • Salbe und wässrige Auflagen: bei Nervenschmerzen jeglicher Art, Nervenlähmungen, hartnäckige und/oder schlecht heilende Wunden, Gewebequetschungen, alle Hautausschläge mit stinkenden Absonderungen, Überanstrengungen der Extremitäten, auch bei Wadenkrämpfen und Krämpfen durch Krampfadern,

Allgemein:

  • „Wer keinen Shen mehr hat, der stirbt“- das ist die Aussage in der TCM- für uns bedeutet es, wer seine Lebenslust verliert, muss zwingend sein Leben überdenken und überarbeiten- bei großen Erschöpfungszuständen(z.B. Burnout)ist es besonders wichtig, jeglichen Stress zu vermeiden und sich s e i n Leben zurück zuholen- mindesten 14 bis 21 Tage komplette Pause von allem- erst dann kann eine Regeneration greifen; Sonnen- und Luftbäder, Spaziergänge, Atemtherapie… unterstützen genauso wie moderate Bewegung und gute Gespräche in angenehmer Gesellschaft. Der Betroffene/ die Betroffene muss zwingend das wirklich Wichtige im eigenen Leben erkennen, sich freuen und die Schönheit des Lebens wieder entdecken. Kaph ist ein Helfer auf dem Weg!

„Die Lust am Leben, die Lebensfreude ist das wichtigste Lebensprinzip!“

Gesundes und leckeres Frühstück…

ist in keiner Weise langweilig- wie man an diesen sehr süchtig machenden Pancakes sieht.

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

1. Zwei Eiklar aufschlagen, bis sie gut schaumig sind, dazu etwas Vanillepulver und Zimt nach Geschmack geben;

2. In das aufgeschäumte Eiklar kommen 15 Gramm Whey-Protein, 2-3 Esslöffel Mandelmehl, 1 Esslöffel gemahlene Haferflocken, nach Geschmack Birkenzucker und eine Messerspitze Weinsteinbackpulver;

3. Die Masse so lange aufschlagen, bis sie leicht cremig ist- sollte es zu trocken sein, dann etwas Mandel- oder Kokosdrink dazu geben;

4. Eine beschichtete Pfanne erhitzen, einen Teelöffel Ghee darin schmelzen und dann Stück für Stück die Pancake hellbraun von beiden Seiten garen lassen; zum Schluss die Apfelscheiben in der Pfanne „anschwitzen“ und damit die Pancakes belegen- etwas Ahornsirup darüber träufeln und voila- es ist angerichtet…

Zeit: 5 Minuten

Genießerzeit: ewig lange, da dieser mild-süße Geschmack einem auf der Zunge bleibt

Diese Mahlzeit ist für jeden geeignet- besonders aber natürlich für Genießer, die sich „Low Carb“ ernähren, für Sportler nach dem Training und für Diabetiker.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Das kalte Yin klären mit…

 

Kalium chloratum(Kcl) ist das Schüssler Salz Nummer 4 und stellt das wichtigste Schleimhautmittel der Biochemie dar:

  • Kcl kommt ebenfalls in den Körperzellen vor, regt dort den Stoffwechsel an und wird generell bei allen Erkrankungen der Schleimhäute eingesetzt.
  • Aus Sicht der TCM geht es vor allem um kalten Yin-Schleim- weißlich- grau; der innere Kälte anzeigt. Die Schleimhäute sind durch diese innere Kälte zusammen gezogen, nicht richtig durchblutet und weisen dadurch einen zähen, festsitzenden und schwer zu lösenden Schleim auf.
  • Entsteht durch Entzündungen jeglicher Art kalter Schleim im Gewebe, beginnt das Qi zu stocken; es kommt zu Schwellungen und Schmerzen, die durch Wärme und Ruhe gebessert werden…
  • Kcl löst den Yin-Schleim auf- immer als zweites Entzündungsmittel bsp. nach Ferrum phosphoricum, bei Stockschnupfen, Blutverdickung und Besenreißern; aber auch bei zähem, weißem, undurchsichtigen Schleim und wenn die Zunge weiß belegt ist.
  • Kcl immer dann, wenn Yin-Schleim zu Schwellungen und QiStau führt- z.B. bei weichen Gewebeschwellungen nach Verletzungen oder/und Entzündungen, Schmerzen, Hexenschuss, kaltem Gelenkrheumatismus und Drüsenschwellungen- alles wird durch Bewegung und Kälte (vor allem kalte Getränke) schlimmer, Besserung tritt durch Ruhe und Wärme ein.
  • Kcl immer dann, wenn das Yang-Qi der Schleimhäute aktiviert werden muss- um die Schleimhäute zu wärmen, bei chronischem Husten mit weißlichem Schleim oder weißem Zungenbelag, bei Schleimhusten, Stockschnupfen und Kälte-Bronchitis.
  • Der energetische Zustand von Kcl trifft das Kalte, Zusammengezogene und Erstarrte- es herrscht eine Fülle von Yin-Je(das Trübe des Yin) und Qi-Stau- die energetische Wirkung ist wärmend, ausdehnend, Qi lösend, Kälte und Schleim werden ausgeleitet und/oder aufgelöst.
  • Kcl ist ein Entzündungsmittel für die Yin-Kälte- nämlich nicht zu Beginn der Erkrankung einzusetzen, sondern erst, wenn die Gefahr besteht, dass die Erkrankung chronisch wird oder sich Kältezeichen zeigen- d.h. die Erkrankung ist vom heißen Yang-Stadium in das kalte Yin-Stadium übergegangen.

Indikationen:

  • Schleimhauterkrankungen, Schleimhautentzündungen mit Kältezeichen
  • Yin-Schleim-Husten- der Schleim ist zäh, dick, weiß oder grau, löst sich sehr schwer
  • Schwellungen durch Yin-Kälte oder nach Yang-Entzündungen- Wärme und Ruhe bessern!!!
  • Schmerzen durch Kälte und Bewegung
  • Blut klären- das Kcl Blut ist zäh, dick, schwarz- Durchblutungsstörungen und Gefäßzeichnungen sind typisch
  • bei kalter Verdauung- Magen-Kälte- die Zunge ist weiß belegt, der Magen schmerzt, Kälte wird gar nicht vertragen, fette Speisen werden sehr schlecht verdaut- hier wird Kcl mit Nacl, Maph, Caph zusammen eingesetzt
  • Haut-Heilmittel bei weißlich- grauen Absonderungen; vertrocknen diese bildet sich ein mehlartiger Belag, auf der Haut entstehen Reizungen, bläschenförmige Schwellungen.

Leitsymptome und Lebensrhythmus:

  • Kälte und Bewegung verschlimmern, Unverträglichkeit von kalten Getränken,
  • kalter, weißlich- grauer, festsitzender und zäher Schleim
  • Schleimhautüberempfindlichkeit
  • leicht erkältet und immer mit Husten
  • Kcl ist das Mittel nach starken hitzigen Erkrankungen- immer wenn die Gefahr besteht, dass sich die Erkrankung festsetzt.
  • Es ist das Mittel nach der Yang-Hochphase, aber auch bei Kindern besteht Bedarf, da die starken Hitze-Yang-Erkrankungen eine große Empfindlichkeit für den Yin-Schleim provozieren.
  • Die Kcl Psyche zeigt sich in Trägheit, Antriebslosigkeit- die betroffenen Menschen sind bequem, brav, entschlussscheu- sie wissen nicht, was sie wollen und neigen zu Ärger- es sind „die korpulenten Rheumatiker, die sich leicht erkälten und zur Drüsenschwellung neigen“(Zitat Dr. Schüssler).

Anwendung und Allgemeines:

  • Schüssler Salz Nummer 4 in der Regelpotenz D6
  • Mittel für chronisch werdende Erkrankungen
  • akut- alle 30 Minuten ein-zwei Pastillen; chronisch- bis zu achtmal eine bis zwei Pastillen
  • in der Potenz D3- sehr starke lösende Wirkung
  • Salbe- nach allen Verletzungen nach dem ersten Stadium der Entzündung- bei Schleimbeutelentzündungen, Blutergüssen, Muskelrheuma(Fibromyalgie)
  • Die Betroffenen sollten alle schleimbildenden Nahrungsmittel generell meiden- Milchprodukte, Süßigkeiten, Zuckerwaren, Mehlspeisen, Brot, Honig, Schweinefleisch, FastFood und Fertignahrung

„Wir sind nur so gesund wie es unsere Lebensmittel sind…“- bleiben Sie gesund!

Das Klare vom Trüben trennen…

Schüssler Salz Nummer 8- Natrium chloratum(Nacl) gehört zu den großen vier Yin-Mitteln in der Mineralstofftherapie und reguliert unter anderem das Wasserlement gemäß der TCM:

  • Wasser ist Yin- Feuer Yang; die zusammenziehende Bewegung des Yin und die ausdehnende Wirkung des Yang regulieren die natürliche Bewässerung im Organismus. Bei einer Störung im Nacl Haushalt können die Zellen das notwendige Klare nicht mehr aufnehmen und sich dadurch nicht mehr reguliert ausdehnen- alle Zellen bleiben dann im kalten Yin-Zustand fixiert.
  • Nacl- reguliert die natürliche Bewässerung, schaltet Yang ein und bewahrt/schafft eine klare und gesunde Yin-Nässe;
  • Nacl- bei Yin-Trockenheit notwendig zum klaren Bewässern- gekennzeichnet durch ein gestörtes Durstverhalten(zuviel, zuwenig), trockenen Mund und trockene Haut, aufgesprungene Lippen, ggf. Verstopfung;
  • Nacl- bei unregulierter Yin-Nässe trocknend wirkend- gekennzeichnet durch gestörtes Durstverhalten, Tränenfluss, Speichelfluss, Wassererbrechen, wässrigen Durchfall, ätzenden Schweiß, nächtliches Schwitzen, Schwellungen der Hände, Füße und des Gesichtes- oft kommt es zusätzlich zu Absonderungen von klarem, durchsichtigen Wasser und Schleim(oftmals ätzend, beißend) und salzigem Mundgeschmack; die Beschwerden verschlimmern sich durch feuchte Umgebung, Kälte und Nässe
  • Nacl- immer dann, wenn der Kälte-Typ aktiviert, Yin-Kälte aufgelöst und Yang-Wärme aktiviert werden soll- bei frostig kalten Händen/Füßen, einem Kältegefühl entlang der Wirbelsäule, Blutmangel, Mattigkeit, Schläfrigkeit, Schwäche und damit verbundenen rheumatischen Beschwerden;
  • Der energetische Zustand beschreibt ein Zusammenziehen, nass oder trocken und eine Fülle an ungewollter Yin-Nässe; die enrgetische Wirkung von Nacl ist befeuchtend und trocknend, wärmend, ausdehnend, belebend, das Yang-Feuer positiv belebend, es ist eines der wichtigsten Mittel, um Kälte auszutreiben(neben Silicea und CaP)

Nacl-Hauptanwendungen bei:

  • Hydrämie- Wasseransammlungen, wo sie nicht hingehören
  • Mattigkeit/Schläfrigkeit/Neigung zum Weinen und zur Melancholie
  • zu wässrige Schleimhäute
  • zu trockene Schleimhäute
  • bei großer Kälte im Körper
  • Blutschwäche
  • Einschlafen von Händen und Füßen
  • Hauterkrankungen- besonders mit Yin-Nässe
  • Yin-Schmerzen- d.h. Schmerzen mit Tränenfluss, viel Speichel, rinnender Nase, Durststörungen, Verstopfung und ggf. trockenen Augen
  • Durchfall- wässrig-schmleimig
  • Insektenstiche, Quaddeln, Heuschnupfen
  • Magenerkrankungen mit zuviel Magenschleim und zuwenig Magensäure-Sodbrennen mit Megenentzündungen und Schleimerbrechen + Stuhlverstopfung
  • echte Erkältungen und alle Kälte-Erkrankungen gemäß der TCM, d.h. weißer Zungenbelag, große Kälte, Unvermögen zu fiebern- immer dann wenn Wärme und Trockenheit lindert sind die großen Kältemittel zu nehmen: Nacl, Maph,Kacl
  • Gelenkmittel bei Kälte

Leitsymptome und Lebensrhythmus:

  • Kälte
  • Energiemangel
  • wässrig
  • trocken
  • Salzverlangen
  • Nacl ist das Mittel für die Endphasen im Lebensrhythmus- Winter/Kälte- immer getreu dem TCM-Prinzip : Wenn Yang den Höhepunkt überschritten hat, wird es zum Yin- hat Yin den Höhepunkt überschritten, wird es zum Yang…
  • Nacl löst Kältezustände und Winter auf, schafft ein gesundes, warmes und ausreichend feuchtes Yang-Klima- somit ist es ein Mittel in allen Lebensbereichen
  • Die Psyche des vom Mangel an Nacl Gekennzeichneten zeigt sich weinerlich und mit wenig Lebensenergie; schlecht gelaunt, ständig missgestimmt und Trost verschlimmert den Zustand- “ Es ist das Mittel für den bleichsüchtig- blutarmen Rheumatiker“ lt. Dr. Jaedicke; Angst ist die starke Emotion bei Nacl-Mangel- Angst und Kälte sind große Feinde des gesunden Lebens!

Anwendung:

  • Als Schüssler Salz Nummer 8 in der Regelpotenz D6
  • akt und chronisch
  • auch nach Kummer, Schreck und Todesnachricht
  • akut- alle 30 Minuten eine Pastille
  • chronisch-6-8x tgl. eine bis zwei Patillen
  • Salbe oder wässrige Lösungen bei nässenden Ekzemen, Gürtelrose, sprödenfingernägeln, Fließschnupfen, Brandwunden, Insektenstichen, Bläschen, dunklen Augenrändern, Gelenkergüssen, ätzendem Schweiß…

Anmerkungen:

  • Alles mit Maß- jeder Mensch hat einen individuellen Bedarf an Flüssigkeit und Wasser- ist der Urin wasserklar haben wir zuviel, ist er konzentriert dann zuwenig
  • Sparsam mit Salz umgehen- die Nahrung an sich ist salzig genug; wer viel würzt benötigt mehr Flüssigkeit!

„Das Salz ist etwas Gutes. Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt Salz in euch, und haltet Frieden untereinander (Jesus im Markusevangelium Mk 9,50)“

und

„Das Prinzip aller Dinge ist Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück“- Th.v.Milet

Achten wir beides- in diesem Sinn wünsche ich eine gute Woche!

 

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