akzeptanz

Akzeptanz praktizieren, heißt nicht…

Sei willkommen hier und mittlerweile schon im spürbaren Übergang… der August ist nicht nur der leicht spürbare Übergang in den Spätsommer/ Frühherbst sondern in diesem Jahr für mich eine besondere, mentale Herausforderung- Akzeptanz, dass die Eltern tatsächlich „ALT“ sind; dass geliebte Menschen ihren Weg alleine voran gehen- alles Ereignisse, die meine ganz persönliche Möglichkeit der Akzeptanz an Grenzen bringen. Und vielleicht geht es Dir auch so- es gibt Momente, da ist Akzeptanz ganz einfach und dann wiederum…

Akzeptanz bedeutet nicht, alles gutzuheißen. Sie bedeutet eher, den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen, ohne ihn innerlich weiter zu bekämpfen. Frieden und eine andere Sichtweise auf Dinge/Momente entsteht dort, wo wir aufhören, uns gegen das Unveränderliche zu stemmen- unsere Kraft wieder dem zuzuwenden, was in unserem Einfluss liegt.

bewegter Focus beim Qi Gong

Akzeptanz = löse den inneren Widerstand

Viele von uns verbinden Akzeptanz mit Aufgeben. Aus schamanischer Sicht ist sie jedoch kein passives Erdulden, sondern ein bewusster Schritt zurück in die eigene Kraft.

Akzeptanz heißt:

  • anzuerkennen, zu spüren, was gerade da ist
  • Gefühle wahrzunehmen, ohne von ihnen beherrscht und gelähmt zu werden
  • die Vergangenheit nicht länger verändern zu wollen
  • die Gegenwart als Ausgangspunkt zu wählen
  • zwischen dem Unveränderlichen und dem Gestaltbaren zu unterscheiden

Manchmal entsteht innerer Druck nicht allein durch eine Situation, sondern durch den ständigen Gedanken: Es sollte/dürfte nicht so sein. Dieser Widerstand bindet Energie. Wenn wir dagegen anerkennen: „So ist es im Moment“ öffnet sich ein Raum. In diesem Raum kann eine neue Entscheidung entstehen.

Annehmen heißt dabei nicht, Schmerz, Ungerechtigkeit oder Grenzverletzungen zu leugnen. Es heißt, die Realität klar und bewusst zu SEHEN. Erst aus dieser Klarheit heraus können wir handeln, Grenzen setzen, Abschied nehmen oder einen neuen Weg wählen.

Frieden beginnt im Inneren

Frieden ist nicht immer die Abwesenheit von Konflikten. Oft ist Frieden die Fähigkeit, mitten in widersprüchlichen Gefühlen bei sich zu bleiben.

Vielleicht gibt es Trauer und dennoch Dankbarkeit. Vielleicht existiert Angst, während gleichzeitig Mut wächst. Vielleicht ist eine Entscheidung noch nicht abgeschlossen, aber der innere Kampf darum darf für einen Moment ruhen.

In der schamanischen Arbeit wird Frieden nicht erzwungen. Er wird eingeladen- durch den fleißenden Atem, bewusste Körperwahrnehmung, Naturverbundenheit und kleine Rituale ist es erspürbar, dass wir mehr sind als die aktuelle Herausforderung.

Auch ein Blick zum Horizont kann Akzeptant, Focus und inneren Frieden stärken

Ein einfacher Satz fasst dies zusammen: „Ich SEHE was ist, ich erlaube mir zu fühlen; die Lösung muss nicht heute und sofort beginnen- ich bleibe in meinem Focus und entscheide in der richtigen Zeit“

Annehmen heißt, sich selbst nicht länger zu verlassen

Häufig versuchen Menschen, bestimmte Anteile von sich wegzudrängen: Wut, Erschöpfung, Unsicherheit, Bedürftigkeit oder Enttäuschung. Doch was wir innerlich ausschließen, bindet weiterhin Aufmerksamkeit.

Annehmen bedeutet, auch den eigenen verletzlichen Seiten zuzuhören. Nicht jede Emotion verlangt sofort eine Handlung. Manche Gefühle möchten zunächst nur gesehen werden ohne sie zu bewerten:

Eine hilfreiche innere Haltung lautet:

  • Ich darf müde sein, ohne meinen WERT zu verlieren.
  • Ich darf traurig sein, ohne den Frieden zu verlieren.
  • Ich darf meine Meinung ändern.
  • Ich darf Grenzen setzen und trotzdem liebevoll bleiben.
  • Ich darf meinen eigenen Weg wählen.

Akzeptanz und Selbstannahme machen nicht unbeweglich- sie schaffen einen sicheren inneren Boden, von dem aus Veränderung möglich wird.

Was verdient heute meine Energie?

Focus bedeutet nicht, alles gleichzeitig unter Kontrolle zu haben. Focus bedeutet, die eigene Aufmerksamkeit bewusst zu lenken.

In Zeiten von Reizüberflutung und emotionaler Unruhe hilft eine einfache Frage: Was ist jetzt der nächste klare Schritt aus mir selbst heraus?

oft nur ein „Augenblick“, um sich wieder zu finden

Nicht der gesamte Weg muss sichtbar sein. Oft genügt eine Handlung, die den Körper und den Geist wieder aus der Zerstreuung führt:

  • ein Glas Wasser trinken
  • einige Minuten bewusst atmen
  • einen Gedanken niederschreiben
  • einen Raum ordnen
  • eine Grenze aussprechen
  • einen Spaziergang in der Natur machen
  • eine Aufgabe beenden, bevor die nächste beginnt

Aus schamanischer Sicht ist Focus eine Form von gesammelter Lebenskraft. Wo die Aufmerksamkeit ruht, dorthin fließt auch unsere Energie- eine ähnliche Sichtweise wie in der Klosterheilkunde und der CM. Deshalb darf und MUSS der Blick immer wieder vom Außen zurück zur eigenen Mitte wandern.

Meine empfohlene Ölmischung als Begleiterin

Es sind folgende ätherische Öle : Bergamotte, Blaue Zypresse, Davana, Deutsche Kamille, Geranie, Grapefruit, Heiliges Sandelholz, Jasmin, Kaffirlimette und Koriander- die den Zustand Deiner Akzeptanz begleiten.

Die Mischung „Akzeptanz mit Fokus und Frieden“ ist als Duftbegleiterin für Annehmen, inneren Frieden und klare Ausrichtung zu verstehen:

  • Bergamotte und Grapefruit stehen symbolisch für Helligkeit, Leichtigkeit und einen neuen Blick auf die Situation.
  • heimische Kamille und Geranie verbinden sich mit Trost, emotionalem Ausgleich und sanfter Selbstzuwendung.
  • Blaue Zypresse und Heiliges Sandelholz geben dem Ritual eine ruhige, erdende und zentrierende Qualität.
  • Davana und Jasmin öffnen einen feineren Zugang zu Gefühl, Intuition und innerer Weichheit.
  • Kaffirlimette und Koriander verleihen der Mischung eine frische, bewegende Note, die den Übergang vom Festhalten zum Loslassen begleiten kann.
  • Auf 50 ml Trägeröl wie Jojoba oder fraktioniertes Kokosöl gib je einen Tropfen der aufgeführten Öle; gut mischen und dann zur Begleitung einige Tropfen auf den herzraum, die Handgelenke oder den Nacken geben. Verreibe den rest in der Handfläche und atme einige Male bewusst den Duft ein- focussiere dabei Dein Sankalpa im Kontext Akzeptanz, Focus, Frieden.

Die Öle ersetzen keine therapeutische oder medizinische Behandlung. Ihre Wirkung kann hier vor allem als „olfaktorischer Anker“ verstanden werden…ein Duft wird mit einem inneren Entschluss verbunden und erinnert später daran, wieder in die eigene Mitte zurückzukehren.

Anker…

Anwendung und Sicherheit

Ätherische Öle sollten nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen und nicht innerlich eingenommen werden. Für eine Hautanwendung braucht es ein geeignetes Trägeröl und eine individuell passende, niedrige Verdünnung; zuvor sollte ein Verträglichkeitstest an einer kleinen Hautstelle erfolgen.

Bei Zitrusölen wie Bergamotte, Grapefruit und Kaffirlimette muss je nach Gewinnungsart auf mögliche phototoxische Reaktionen geachtet werden. Nach einer Anwendung sollte direkte UV- oder Sonnenexposition vermieden werden. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Asthma, Epilepsie, empfindlicher Haut, Allergieneigung oder laufender Medikation sollte die Anwendung fachkundig abgeklärt werden. Bei der Raumbeduftung ist eine gute Belüftung sinnvoll; Kinder, Haustiere und empfindliche Personen sollten den Duft jederzeit meiden können.

Die Rückkehr zur eigenen Mitte

Akzeptanz ist ein Weg aus dem inneren Widerstand. Frieden ist die Bereitschaft, mitten im Unvollkommenen wieder zu atmen. Annehmen bedeutet, sich selbst auch dort beizustehen, wo noch keine Lösung sichtbar ist. Focus schließlich gibt den Impuls, dass nicht jede Frage sofort beantwortet werden muss.

Die Ölmischung kann diesen Prozess als „duftender Anker“ begleiten: mit frischer Öffnung, sanfter Beruhigung, emotionaler Weite und erdender Tiefe. Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich jedoch im bewussten Moment – wenn wir innehalten, wahrnehmen und entscheiden, wohin unsere Energie von nun an fließen darf.

den Blick für den Moment schärfen

Heilung beginnt nicht immer mit einem großen Umbruch, sondern in klarer Stille: „Ich kämpfe nicht länger gegen diesen Augenblick; ich nehme ihn BEWUSST wahr und verliere mich nicht“

Mit ganz viel Herzensliebe- Kira

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