atem

Power und ein „Nap“ für DEIN Immunsystem

Guten Morgen und herzlich Willkommen zur neuen Woche- lehne Dich zurück, genieße eine Tasse Tee und lass Dich inspirieren- es geht heute um die Stille im Yoga, Deine innere Balance und das WeiQi- das Immunsystem:

Gefühlt hast Du die zwanzigste Erkältung hinter Dir; irgendwie fehlt die Balance; Du stolperst ständig über jede Teppichkante 😉 ; alles fällt Dir runter… JA- Dein Immunsystem arbeitet und zwar gut- es zeigt Dir an, dass Du eine andere Form der Balance benötigst. Das Immunsystem ist in der CM(Chinesischen Medizin) viel umfangreicher zu sehen, als „nur“ kein Schnupfen zu haben- es umfasst die innere und äußere Balance, umgibt Dich wie ein Mantel- nicht schwer oder undurchlässig, sondern eher leicht und subtil UND reagiert mit Symptomen- auch Fieber- wenn es arbeitet. Daher ist es sinnvoll, es machen zu lassen und nicht gleich mit „Paracetamol“ oder gar AB dagegen zu arbeiten.

Was Du benötigst, ist keine Stärkung, Du benötigst Balance, Ruhe, Zeit, Dich um Dich selbst zu kümmern.

Da habe ich etwas ganz Wunderbares für Dich… lies selbst 🙂

Yogapraxis für den Atem, die Mitte und das Immunsystem

Diese Praxis ist ruhig, regulierend und stärkend. Sie unterstützt den Körper dabei, Stress zu senken, die Atmung zu vertiefen und die innere Mitte zu stabilisieren. Aus Sicht CM stärkt dies vor allem das Zusammenspiel von Qi, Atmung, Verdauung und Regeneration und balanciert damit Dein Immunsystem.

Einige Worte vorab- wie oben schon beschrieben: Dein Immunsystem ist genau dann stark, wenn es gegen Infekte arbeitet; Dein Körper sich damit auseinandersetzt. Allerdings- wenn Du ständig Infekte hast, dann arbeitet es nicht effektiv und nicht gezielt. Dann hilft es, genau hinzuschauen- was macht Deine Mitte; Dein Darm… und dazu darfst Du Dich mit Folgendem harmonisieren:

1. Ankommen im Sitz mit bewusster Atmung

Setze Dich bequem hin, richte die Wirbelsäule lang auf und lege die Hände locker auf Bauch oder Oberschenkel.

  • Atme 4 Sekunden ein
  • Atme 6 Sekunden aus
  • Wiederhole das für 3 bis 5 Minuten

Das verlängerte Ausatmen beruhigt das Nervensystem und unterstützt aus yogischer Sicht den Übergang in einen regenerativen Zustand- dies hilft das, das Qi zu sammeln und die Mitte zu harmonisieren.

2. Katze-Kuh im Vierfüßlerstand, im Sitzen/Fersensitz oder auch im Stand

Diese Bewegung mobilisiert die Wirbelsäule und verbindet Atem und Bewegung sanft miteinander- besonders wichtig nach Infekten, bei Schwäche…

  • Beim Einatmen: Brustbein nach vorne, Herzraum öffnen
  • Beim Ausatmen: Rücken sanft runden, Nabel leicht nach innen

Mache das 8 bis 10 Atemzüge lang.
Bleibe weich und ruhig im Atem. Nicht über die Bewegung gehen, sondern den Atem führen lassen.

Diese Asana fördert aus yogischer Sicht die Beweglichkeit des Brustkorbs, damit den Atemfluss und die Funktionalität von Lunge/Bronchien; aus CM-Sicht den freien Fluss von Qi im Brust- und Bauchraum.

3. unterstützte Kindhaltung

Komme in die Kindhaltung(mit Bolster, Decke oder Kissen) und lege Stirn(Block)und Arme(Kissen) entspannt ab- weite Knie und Schultern, abgelegte Unterarme

  • Atme ruhig und tief in den Rücken
  • Spüre, wie sich die Flanken und der untere Rücken(unteres Energiezentrum) beim Einatmen weiten
  • Bleibe 1 bis 3 Minuten in der Haltung

Die Kindhaltung wirkt beruhigend, nährend und erdend. Sie unterstützt Regeneration, Entspannung und ein Gefühl von Sicherheit. Genau dieses innere Runterfahren ist oft die beste Grundlage für ein starkes Immunsystem.

Atemfokus für die ganze Praxis

Nutze während der gesamten Sequenz diese einfache Atemtechnik:

  • Einatmen durch die Nase
  • langsam und ruhig ausatmen
  • das Ausatmen ist etwas länger als das Einatmen

Das stärkt die Selbstregulation, beruhigt das sympatische System(Stress) und unterstützt den Körper darin, Kraft zu sparen statt sie zu verlieren.

Impuls

In der CM wird das Immunsystem eng mit dem Konzept von Wei-Qi verbunden, also der schützenden Abwehrenergie. Diese wird besonders dann gut gebildet und gehalten, wenn der Körper:

  • ausreichend ruht- Ruhepausen und effektiver Schlaf
  • warm gehalten wird- angepasste Kleidung
  • regelmäßig genährt wird- nur warm essen und trinken
  • nicht dauerhaft unter Stress steht- Stressregulation über Atmung und Digital Detox

Deshalb ist diese Praxis bewusst sanft aufgebaut: nicht aktivierend, sondern stärkend.

Praktiziere im Sitzen, wenn Du sehr stark hustest oder schlecht im Liegen atmen kannst

Empfehlung

  • Am besten morgens oder am frühen Abend
  • In einer warmen, ruhigen Umgebung
  • Nach der Praxis eine Tasse warmes Wasser oder einen milden Tee trinken

Teerezeptur für das Immunsystem

Zutaten für 1 Kanne

  • 2 TL Holunderblüten
  • 2 TL Lindenblüten
  • 1 TL Zitronenmelisse
  • 1 TL Thymian
  • ein paar dünne Scheiben frischer Ingwer

Zubereitung

  • Kräuter in eine Kanne geben.
  • Mit 500 ml heißem Wasser aufgießen.
  • 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  • Abseihen und warm trinken.

Warum diese Kräuter?

  • Holunderblüten unterstützen die Begleitung bei innerer Wärme und regen sanft an
  • Lindenblüten wirken beruhigend und ausgleichend
  • Zitronenmelisse harmonisiert Nervensystem und Verdauung
  • Thymian ist klassisch stärkend für die Atemwege
  • Ingwer wärmt die Mitte und unterstützt die Verdauungskraft

Diese Mischung harmonisiert Dein Immunsystem vor allem dann, wenn Qi, Mitte und Wärme gut versorgt sind. Wenn Du Dich zusätzlich sehr unruhig fühlst gib drei bis vier Rosenknospen zur Mischung.
Dieser Tee unterstützt genau diese Qualität: sanft, wärmend, regulierend.

Anwendung

  • 1 bis 2 Tassen täglich
  • am besten warm und in Ruhe trinken
  • besonders passend in Übergangszeiten oder bei erhöhter Belastung

Hinweis: Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Fieber oder Vorerkrankungen sollte die Auswahl der Kräuter individuell geprüft werden.

UND jetzt kommen wir zu meinem absoluten Favoriten bei Erschöpfung UND Infekten…

30 Minuten Yoga Nidra für Dein Wei-Qi/ eine balanciertes ImmunsystemDAS ist mehr als „Schlaf“- DAS ist Regeneration und Balance der höchsten Qualität:

Ankommen

Lege Dich bequem auf den Rücken oder setze Dich angelehnt an eine Wand(bei erschwerter Atmung/Husten…)
Wenn Du möchtest, decke Dich warm zu.
Spüre, wie der Körper vom Boden gehalten wird.

Lass die Füße locker nach außen fallen.
Die Arme ruhen seitlich neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben oder unten.
Schließe sanft die Augen.

Nimm wahr, dass Du jetzt nichts leisten musst.
Nichts tun, nichts verändern, nichts erreichen.
Nur da sein.
Nur empfangen.

Atme ruhig durch die Nase ein und aus.
Der Atem darf weich werden.
Das Ausatmen darf länger sein als das Einatmen

Sankalpa

Forme nun innerlich einen stillen Satz.
Eine einfache, klare Absicht.

Zum Beispiel:

Ich bin geschützt und genährt.
oder
Meine Energie ist ruhig und klar.
oder
Mein Wei-Qi ist stark und stabil.

Wähle einen Satz, der sich für Dich stimmig anfühlt.
Wiederhole ihn dreimal innerlich, langsam und bewusst.

Körperreise

Lenke Deine Aufmerksamkeit nun durch den Körper.
Spüre, ohne zu bewerten.

Rechte Seite…

Rechter Daumen.
Zeigefinger.
Mittelfinger.
Ringfinger.
Kleiner Finger.
Handfläche.
Handrücken.
Rechter Unterarm.
Rechter Oberarm.
Rechte Schulter.

Linke Seite:

Linker Daumen.
Zeigefinger.
Mittelfinger.
Ringfinger.
Kleiner Finger.
Handfläche.
Handrücken.
Linker Unterarm.
Linker Oberarm.
Linke Schulter.

Beide Arme schwer und ruhig.

Spüre den Hinterkopf.
Den Scheitel.
Die Stirn.
Die Schläfen.
Die Augen.
Die Wangen.
Den Kiefer.

Löse bewusst Spannung aus dem Gesicht.
Der Raum um Augen und Mund darf weich werden.

Spüre den Hals.
Die Kehle.
Das Brustbein.
Den Herzraum

Mit jedem Ausatmen darf der Brustraum weiter werden.
Still.
Weit.
Geschützt.

Spüre den Bauch…
Die Mitte.
Den Nabelraum.
Den unteren Bauch.

Aus Sicht der CM ist die Mitte ein wichtiger Ort für Kraft, Verdauung und Stabilität.
Lass diesen Raum warm und ruhig werden.

Spüre das Becken…
Das Gesäß.
Die Oberschenkel.
Die Knie.
Die Unterschenkel.
Die Knöchel.
Die Füße.
Alle Zehen.

Der ganze Körper ruht.

Atem und Wei-Qi

Lenke nun die Aufmerksamkeit auf den Atemraum.

Stell Dir vor, dass mit jedem Einatmen frische, klare Energie aufgenommen wird.
Nicht hektisch.
Nicht stark.
Sondern sanft und gleichmäßig.

Mit jedem Ausatmen sinkt der Körper tiefer in die Unterlage.
Der Atem nährt.
Der Atem schützt.
Der Atem sammelt.

Stell Dir Wei-Qi vor wie eine sanfte, wärmende Hülle um den Körper.
Wie ein schützender Mantel aus Ruhe, Klarheit und Stabilität.

Mit jedem Atemzug wird dieser Mantel dichter, wärmer und stabiler.
Nicht eng.
Nicht fest.
Sondern lebendig und sicher.

Bildsprache für Dein Wei-Qi

Stell Dir nun vor, Du stehst an einem klaren Morgen in weichem Licht.
Die Luft ist frisch, mild und weich.
Um Deinen Körper liegt ein sanfter Schutzraum.
Wie ein warmes Feld um Dich herum.

Dieses Feld ist Wei-Qi.
Es umgibt Dich.
Es grenzt Dich ab.
Es bewahrt Deine Kraft.

Mit jeder Einatmung wird dieses Feld klarer.
Mit jeder Ausatmung wird es ruhiger.

Vertiefung

Wiederhole innerlich einige Male:

Ich bin geschützt.
Ich bin genährt.
Meine Energie ist ruhig.
Mein Wei-Qi ist stark.

Lass die Worte nachklingen, ohne sie zu erzwingen.
Wie Wellen, die sich ausbreiten und wieder zurückziehen.

Gegensätze wahrnehmen

Spüre nun bewusst den Unterschied zwischen:

  • schwer und leicht
  • warm und kühl
  • ruhig und unruhig
  • weit und eng

Wähle immer wieder die Qualität von Ruhe, Wärme und Weite.
Diese innere Wahl unterstützt Regeneration.

Stille Phase

Lass alles los.
Keine Technik.
Keine Anleitung.
Nur Ruhe.

Der Körper darf in der Stille auftanken.
Die Atmung geschieht von selbst.
Wei-Qi sammelt sich.
Die Mitte ordnet sich.

Rückkehr

Beginne, die Aufmerksamkeit wieder mehr in Deinen Stirnraum und nach außen zu bringen.
Spüre die Unterlage.
Spüre den Raum um Dich herum.
Wackle sanft mit den Fingern und Zehen.

Nimm einen tieferen Atemzug.
Bewege Hände und Füße.
Wenn es sich gut anfühlt, strecke Dich lang.

Bevor Du aufstehst, wiederhole innerlich Deinen Sankalpa-Satz noch einmal.

Ich bin geschützt und genährt.

Dann komm langsam und ruhig zurück in den Raum.

Eine kurze Info für die Begleitung:

Diese Yoga Nidra-Form unterstützt aus CM-Sicht vor allem:

  • Wei-Qi
  • Mitte und Milz-Qi
  • Regeneration
  • innere Wärme und Stabilität
  • Stressabbau und besseres Abgrenzen

Praktiziere es täglich in herausfordernden Zeiten; nach Infekten, in der Winterzeit… oder wenn Du das Gefühl hast, Du benötigst mehr Balance.

Ich wünsche Dir mit diesen Impulsen eine gute und gesunde Woche- viel Erfolg und Vergnügen beim Praktizieren- alles Liebe

Kira

🙂

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil IX

Herzlich Willkommen im März- und welch sonniger Beginn.

Sonne im März am Strand von Trassenheide/Usedom

Vor knapp einer Woche noch Schnee und Eis und jetzt können wir schon sagen „…Vom Eise befreit…“

Und so zeigen sich, dank der schon ordentlich wärmenden Märzsonne, bereits die ersten kleinen Knospen an unseren heimischen Bäumen, die Schneeglöckchen und Märzbecher.

Ein ganz wunderbarer Baum findet sich recht häufig in unserer Heimat- die Kiefer:

Die Kiefer ist in der europäischen wie auch in der asiatischen Heiltradition ein kraftvoller Baumgeist, der für Reinigung, Standhaftigkeit und Regeneration steht. In der Verbindung von CM (Chinesischer Medizin)TEM (Traditioneller Europäischer Medizin)Runenmagie und schamanischer Pflanzenarbeit offenbart sie sich als Brücke zwischen Himmel und Erde – ein Symbol für Lebensenergie (Qi), Schutz und geistige Klarheit.

Die Kiefer – Baumgeist und Symbolik

Die Kiefer (Pinus sylvestris) gilt als Baum des Nordens, tief verwurzelt im Boden/häufig im Sand und doch aufstrebend zum Licht. Ihr Geist wird in der schamanischen Arbeit als Hüterin der Klarheit und Reinigung wahrgenommen. Sie hilft, alte Energien loszulassen, stärkt die Lungenkraft und öffnet den Geist für Inspiration.

Energetische Zuordnungen:

  • Element: Holz (nach CM) und Luft/Feuer (nach TEM)
  • Organe (CM): Lunge, Leber, Herz
  • Emotion: Trauer und Wut transformierend in Mut und Lebensfreude
  • Runische Entsprechung: Eihwaz (Verbindung zwischen Leben und Tod, Schutz, Transformation)

Wirkung aus Sicht verschiedener Heiltraditionen

TraditionWirkung der Kiefer
CMWärmend, Qi-bewegend, Schleim transformierend, öffnet die Lungen, löst Stagnationen, stärkt Abwehrenergie (Wei Qi)
TEMDesinfizierend, auswurffördernd, durchblutungssteigernd, reinigend für Atemwege und Haut
Schamanische SichtReinigend auf energetischer Ebene, bringt Klarheit, stärkt den inneren Schutzkreis, verbindet mit Ahnenkraft
Runische ArbeitMit Eihwaz oder Algizkombiniert: Schutzritual, Erdung, innere Stärke

Ein wunderbares norddeutsches Rezept: Kiefernnadel-Oxymel zur Gesunderhaltung

Ein traditionelles Hausmittel aus Norddeutschland, das die Kraft der Kiefer mit Honig und Apfelessig verbindet – ideal zur Stärkung der Lunge, des Immunsystems und zur Reinigung des Qi.

Zutaten:

  • 2 Handvoll frische junge Kiefernnadeln (im Frühjahr gesammelt)
  • 250 ml roher Honig
  • 250 ml naturtrüber Apfelessig

Zubereitung:

  1. Nadeln fein schneiden oder leicht anquetschen, um die ätherischen Öle freizusetzen.
  2. In ein Glas geben und mit Honig und Apfelessig übergießen.
  3. Gut verschließen und 3 Wochen an einem dunklen, warmen Ort ziehen lassen.
  4. Abseihen und in dunkle Flaschen füllen.

Anwendung:
Täglich 1–2 Teelöffel pur oder in warmem Wasser einnehmen, besonders in der kalten Jahreszeit oder bei beginnenden Erkältungen.

Kiefern rund um die Bornmühle

Interpretation des Rezept’s im Kontext CM

In der CM wirkt dieses Oxymel:

  • Lungen-Qi stärkend – durch die harzigen ätherischen Öle der Kiefer
  • Feuchtigkeit transformierend – Apfelessig bewegt stagnierendes Qi
  • Milde Yang-Tonisierung – Honig nährt das Yin, während die Kiefer Wärme und Bewegung bringt

Diese Kombination harmonisiert Yin und Yang, stärkt die Abwehrenergie (Wei Qi) und reinigt die Leitbahnen von Schleim und stagnierender Energie. Besonders geeignet bei FrühjahrsmüdigkeitAtemwegsbeschwerden und emotionaler Schwere.

Schamanische Anwendung

In der schamanischen Praxis kann man während der Zubereitung die Rune Eihwaz in das Glas ritzen oder visualisieren, um die transformierende Kraft der Kiefer zu aktivieren. Beim Einnehmen des Oxymels kann ein kurzer Atemzug mit der Intention:“ Ich atme Klarheit und Lebenskraft – der Geist der Kiefer reinigt mich.“ gesprochen werden.

Die Kiefer vereint in sich die Stärke des Nordens, die Weisheit der Erde und die Leichtigkeit des Atems. In der Verbindung von CM, TEM und schamanischer Arbeit wird sie zu einer tiefen Lehrerin für Reinigung, Schutz und innere Balance.

Vertiefende Bedeutung der Runen für die Arbeit mit der Kiefer

RuneNameBedeutungBezug zur Kiefer
EihwazAchse zwischen Leben und Tod, Schutz, TransformationEntspricht dem Stamm der Kiefer – aufrecht, tief verwurzelt, verbindet Himmel und Erde. Unterstützt beim Loslassen alter Energien und dem Aufbau innerer Stärke.
AlgizSchutz, Verbindung zu höheren Kräften, spirituelle FührungWie die Äste der Kiefer, die sich zum Himmel öffnen. Aktiviert Schutzfelder und stärkt das Wei Qi(Abwehrenergie) auf energetischer Ebene.
ThurisazReinigung, Abwehr, DurchbruchEntspricht der reinigenden, harzigen Kraft der Kiefer. Unterstützt bei der Auflösung stagnierender Energien und beim energetischen „Durchatmen“.
UruzUrkraft, Lebenskraft, körperliche StärkeSymbol für die vitale Energie, die durch die Kiefer fließt. Fördert Regeneration und Erdung.

Anwendung in der Praxis

1. Runenritual für Kiefer-Oxymel

  • Zeichne die Rune Eihwaz oder Algiz mit einem Holzstab oder Messer in das Glas oder auf ein Stück Rinde, das du daneben legst.
  • Sprich dabei eine Intention, z. B.:„Möge der Geist der Kiefer mich reinigen, schützen und stärken. Eihwaz – ich stehe fest zwischen Himmel und Erde.“
  • Lass die Rune während der Reifezeit des Oxymels am Gefäß, um die energetische Schwingung zu halten.

2. Räucherung und Meditation

  • Kiefernharz oder Nadeln räuchern, während du die Rune Thurisazvisualisierst, um Räume oder Energiefelder zu klären.
  • In Meditation kann Uruz als Symbol über dem Herzraum vorgestellt werden, um Lebensenergie und Mut zu aktivieren.

Verbindung zur Chinesischen Medizin

In der CM korrespondieren diese Runen mit bestimmten Funktionskreisen:

RuneCM-EntsprechungWirkung
EihwazLeber und NierenStabilisiert das Wurzel-Yang, fördert Entgiftung und Wandlungsprozesse
AlgizLungeStärkt das Wei Qi, schützt vor äußeren Pathogenen
ThurisazDickdarmUnterstützt die Ausleitung von Feuchtigkeit und Schleim
UruzMilzTonisiert Qi und Blut, stärkt körperliche Vitalität

Die Kombination von Kiefer und Runenarbeit vereint die Heilkräfte der Natur mit den archetypischen Energien der nordischen Weisheit. So entsteht eine tiefe, ganzheitliche Praxis, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt – verwurzelt in der Erde, offen zum Himmel.

Und somit wünsche ich Dir für Diese Zeit Anfang März die Kraft der Kiefer- für die Klarheit in Lunge und Geist- alles Liebe…

Kira

Dein Atem als Verbindung zwischen Körper und Shen

Guten Morgen! Hast Du heute schon einmal tief durchgeatmet oder bist sogar mit einer Atemlenkung gestartet?

Die Art,wie Du atmest, hat einen direkten Einfluss auf Deine körperliche Gesundheit und natürlich auf Deinen mentalen Zustand. Beobachte doch einmal…: Fühlst Du Stress/Anspannung oder bist Du verärgert, atmest Du eher kurz und flach- nur in den Brustraum;Deine Atmung ist jedoch relativ langsam und tief , wenn Du Dich ruhig, entspannt oder glücklich fühlst. Probiere es einfach mal aus: In einem Moment, in dem Du Ärger oder Anspannung spürst, nimm ein paar tiefe, lange und konzentrierte Atemzüge in den Bauch hinein – spüre/beobachte, was mit Deiner Emotion passiert 😉 .

Die Atemlenkung und Achtsamkeitsübung, die ich Dir heute mitgebracht habe, kannst Du vielfältig einsetzen- bei…:

  • Wechseljahresbeschwerden
  • Schmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • …“den Boden unter den Füßen verlieren“
  • Schlafstörungen
  • Erkältung
  • Gedankenkarussell…

Übung:

  • Nimm eine beliebige Sitzhaltung ein, den Kopf gerade, entspannt- Du kannst diese Übung auch im Liegen ausführen 🙂 … besonders selbstverständlich vor dem (Nacht)Schlafen.
  • Schließe die Augen- atme im eigenen Atemrhythmus ein paar mal tief ein und aus.
  • Bei der nächsten Einatmung bringe deine Aufmerksamkeit auf den einfließenden Atem, fühle wie er deine Nasenwand berührt und langsam durch deinen Körper fließt, bis tief in den Bauch hinein. Spüre wie er die Bauchdecke hebt- die Rippenbögen sich ausdehnen.
  • Dann verfolge wie der Atem langsam den Körper über die Füße/Zehen verlässt.
  • Lass die Atmung geschehen, erzwinge nichts, eile dem Atem nicht voran oder hinterher.
  • Nimm nun bewußt die Pause wahr, die entsteht, nachdem du ausgeatmet hast… sobald die Luft deinen Körper verlassen hat, gibt es eine kurze Pause bevor du wieder einatmest… ein zenzrierender,wunderbarer Rhythmus entsteht- Einatmen, ausatmen, Pause.
  • In dieser Pause findet keine Bewegung statt. In dieser Pause hält DEINE Welt für einen Moment an – und du kannst einfach SEIN.  
  • WERDE dir bewusst über diesen Moment der Pause nach der Ausatmung- sie i s t ist ein Moment des puren Seins. Wenn Du in Gedanken abdriftest, bringe deine Aufmerksamkeit einfach wieder zurück zu Deiner Atmung, zu der Pause nach dem Ausatmen.
  • Fahre mit dieser Lenkung so lange fort wie es dir gut tut.
  • Spürst Du Ruhe/Zentrierung/Frische…-dann öffne die Augen langsam und achtsam.
  • Lass Dir Zeit zum Nachspüren… wenn Du die Übung zum Einschlafen nutzen möchtest, lass die Augen geschlossen; führe ggf. die Übung länger aus 🙂
  • Diese Übung kannst du selbstverständlich jederzeit im Alltag anwenden, besonders wenn du dich mehr spüren möchtest und Dein SELBST „verloren“ scheint.

Viel Freude und Erfolg dabei- alles Liebe und eine angenehme Woche…

Kira

Heilsteine- Mythos oder Physik?

„Heilsteine“ in der Naturheilkunde sind kein Hokuspokus- Mineralien und Steine haben ihre eigenen Frequenzen und Schwingungen- Hildegard von Bingen – und natürlich auch andere Heilkundige- erkannte durch Ausprobieren und Beobachtung, dass Edelsteine und Halbedelsteine bestimmte Wirkungen erzielen. Ich nutze bspw. den roten Jaspis für die Atemmeditation, welche den Geist zur Ruhe kommen lässt, bei Schmerzen lindernd wirkt und zu mehr Konzentration, innerlichen Ruhe und Gleichmut führt.

Roter Jaspis:

  • …sorgt für innere Harmonie, Zufriedenheit und Verständnis. Er befreit von Blockaden und äußeren Einflüssen. Zudem verleiht er mehr Mut sowie Willenskraft und in Problemsituationen stärkt er die Konfliktbereitschaft. Der rote Jaspis schenkt wieder Energie und regt dazu an, mit Tatkraft an der Umsetzung der eigenen Ziele oder Ideen zu arbeiten.
  • …er beruhigt den Shen und das Herz als Kaiser, schützt das Herz als Meister und leitet Hitze vom Herzen ab- den kühlen Stein direkt auf den Akupunkturpunkt RenMai17 oder RenMai 15 auflegen bzw. in die linke Hand nehmen und damit LaoGong(Pericard 8) aktivieren- Sie können förmlich spüren, wie Hitze, Druck und Unruhe abgeleitet werden- der Stein ist danach richtig heiß,
  • Bei Hypertonie, die mit Kopfschmerzen verbunden ist oder auch Migräne und anderen kopflastigen Beschwerden kann der rote Jaspis begleitend mit der Atmung zur Linderung und Behandlung genutzt werden- üben Sie regelmäßig damit- nur die Konstanz bringt den Erfolg
  • … muss regelmäßig gereinig und aufgeladen werden- spülen Sie ihn mit klar- fließendem Wasser ab und legen ihn acht Stunden/ oder über Nacht in eine Bergkristalldruse zum Aufladen- danach kann er wieder benutzt werden.
  • Laut der Chakrenlehre wirkt er besonders gut auf das Wurzelchakra.

Jaspis in der Bergkristalldruse

Sie wissen ja, probieren geht über studieren… “ Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit“ oder „Wer heilt, hat Recht“… testen Sie es selbst und … man muss nicht immer alles ergründen “ Es ist wie es ist“- die Atemmeditation können sie bei mir erlernen.

Alles Liebe!

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