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Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil II

Guten Morgen- Wie fühlst Du Dich zum Beginn dieser zweiten Woche im neuen Jahr? Bist Du schon angekommen? Brauchst Du noch Zeit? Egal wie- nimm Dir Zeit, denn es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um ANKOMMEN… und dabei hilft Dir vielleicht dies zu lesen 🙂 – es geht um die Esche:

Die Esche gilt seit Jahrtausenden als Schwellenbaum zwischen den Welten und als Trägerin einer besonders klaren, aufrichtenden Kraft. In der Naturheilkunde, der Klassischen Chinesischen Medizin(CM) und im schamanischen Weltbild verkörpert ihr Baumgeist Heilung, Verbindung und innere Ordnung. Dieser Beitrag beleuchtet die Esche ganzheitlich – als Heilpflanze, energetisches Wesen und spirituelle Lehrerin.

Die Esche im mythologischen und schamanischen Verständnis

In vielen alten Kulturen wurde die Esche als Weltenbaum verehrt. Ihr Geist steht für die Verbindung von Unterwelt, Mittelwelt und Himmel. In schamanischer Wahrnehmung wirkt die Esche als Vermittlerin zwischen Bewusstseinsebenen und unterstützt Reisen in feinstoffliche Räume.

Der Baumgeist der Esche zeigt sich ruhig, klar und aufrecht. Er lehrt Standhaftigkeit ohne Starrheit und Beweglichkeit ohne Verlust der eigenen Mitte. Schamanisch arbeitende Menschen nutzen die Esche, um Orientierung zu finden, alte Gelübde zu lösen und die eigene Lebensachse neu auszurichten.

Botanische und energetische Signatur der Esche

Die Esche wächst hoch, mit einer lichten Krone und tief reichenden Wurzeln. Diese äußere Form spiegelt ihre energetische Signatur wider: Weite nach oben, Tiefe nach unten, Durchlässigkeit im Zentrum.

Energetisch lässt sich die Esche folgenden Qualitäten zuordnen:

  • Element: Luft mit starkem Erdbezug
  • Energiebewegung: aufsteigend und klärend
  • Grundqualität: Ordnung, Durchlässigkeit, Wahrhaftigkeit
  • Seelenwirkung: Stärkung der inneren Achse und der Entscheidungsfähigkeit

Die Esche in der europäischen Naturheilkunde

Erkennst Du den Geist der Esche?

In der traditionellen europäischen Pflanzenheilkunde werden Blätter, Rinde und Samen der Esche verwendet. Sie gilt als kühlend, entgiftend und bewegend.

Typische Anwendungen sind:

  • Unterstützung bei rheumatischen Beschwerden
  • Förderung der Ausleitung über Nieren und Schutz für die Gelenke
  • Begleitung bei Gicht und Stoffwechselträgheit
  • Klärung bei „innerer Hitze“ und Entzündungsneigung

Auf energetischer Ebene wirkt die Esche ordnend auf Prozesse, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, besonders wenn Stagnation und Überladung zusammenkommen.

Die Esche in der Chinesischen Medizin

Obwohl die Esche kein klassisches chinesisches Arzneimittel ist, lässt sich ihre Wirkung gut in die Denkweise der CM übersetzen. Ihre Energie wirkt auf den Leber- und Nierenfunktionskreis.

Zuordnungen im Verständnis der CM:

  • Leber: Förderung des freien Qi-Flusses, Lösung von Stagnation
  • Niere: Stärkung der aufrichtenden Lebensachse und der Essenz
  • Wind-Hitze: ausleitend und klärend

Der Baumgeist der Esche unterstützt Prozesse, bei denen alte Spannungen gelöst werden sollen, ohne die innere Stabilität zu verlieren.

Ich setze die Esche immer dann als Einzelmittel im Verständnis der CM gleichzeitig zur Akupunktur- davor oder danach- ein:

Punkt Leber 3- aus Handbuch Akupunktur von Deadman, Al-Khafaji und Baker- bei autoagressiven Prozessen wie Hitze-Bi(Rheuma mit Hitze)

Der Baumgeist der Esche als spirituelle Lehrerin

Im schamanischen Kontakt zeigt sich der Geist der Esche als klare, manchmal strenge, aber wohlwollende Meisterin. Sie fordert Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst und duldet keine Selbsttäuschung. Gleichzeitig schenkt sie Schutz und Führung, wenn Entscheidungen anstehen.

Der Eschengeist arbeitet besonders mit bzw. für Menschen, die:

  • zwischen mehreren Lebenswegen stehen
  • Verantwortung tragen oder übernehmen sollen
  • ihre innere Wahrheit klarer ausdrücken möchten
  • sich nach spiritueller Erdung sehnen

Rituale und bewusste Verbindung mit der Esche

Die Verbindung mit dem Baumgeist der Esche gelingt am besten in stiller Präsenz. Rituale dürfen schlicht sein, denn die Esche reagiert auf Klarheit, nicht auf äußeren Aufwand.

Geeignete Formen der Annäherung:

  • Anlehnen an den Stamm mit aufrechter Wirbelsäule
  • Meditative Atmung entlang der eigenen Körperachse
  • Stilles und klares Formulieren und „Sprechen“ einer inneren Frage
  • Dankgabe in Form von Wasser oder Atem

Die Esche antwortet oft nicht sofort in Bildern, sondern in einer neu gewonnenen inneren Ordnung, mit einem Rauschen; mit einem leisen Ächzen 🙂

Die Esche als Begleiterin in Zeiten des Wandels

Wenn alte Strukturen zerfallen und neue noch nicht sichtbar sind, wirkt der Baumgeist der Esche stabilisierend. Er begleitet Übergänge, ohne sie zu beschleunigen, und stärkt die Fähigkeit, Unsicherheit zu tragen.

In Wandlungsphasen schenkt die Esche:

  • innere Aufrichtung
  • Klarheit im Denken
  • Ruhe im Nervensystem
  • Vertrauen in den eigenen Weg

Die Esche verbindet Himmel und Erde im Menschen und erinnert daran, dass wahre Stärke aus Durchlässigkeit entsteht. Als Heilbaum, Lehrerin und geistige Verbündete lädt sie dazu ein, den eigenen Platz im großen Gefüge des Lebens bewusst einzunehmen.

Eingelegte Eschenrinde für einen Sud

Ein Eschensud gehört zu den klassischen, kraftvollen Zubereitungen der europäischen Naturheilkunde. Er wirkt vor allem klärend, ausleitend und ordnend auf körperlicher wie energetischer Ebene und wird traditionell bei Stagnation, innerer Hitze und Übergangsprozessen eingesetzt.

Eschensud – Klärender Heil- und Ritualsud

Der Sud kann sowohl körperlich angewendet als auch rituell genutzt werden. Verwendet werden bevorzugt Eschblätter oder junge Rinde, idealerweise aus achtsamer Wildsammlung.

Zutaten

  • 1 Esslöffel getrocknete Eschenblätter
    oder
  • 1 Teelöffel fein geschnittene Eschenrinde
  • 500 ml kaltes Wasser

Zubereitung

  • Die Pflanzenteile mit dem kalten Wasser ansetzen.
  • Langsam zum Kochen bringen.
  • Blätter: 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Rinde: 15–20 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  • Abseihen und warm oder handwarm verwenden.

Wirkung auf körperlicher Ebene

Der Eschensud wirkt:

  • ausleitend über Nieren, Gelenke und Haut
  • entzündungshemmend bei innerer Hitze
  • bewegend bei Stoffwechsel- und Qi-Stagnation
  • unterstützend bei rheumatischen Beschwerden und Gichtneigung

Er fördert das „In-Fluss-Kommen“ dort, wo Prozesse festgefahren sind.

Wirkung auf energetischer und schamanischer Ebene

Energetisch stärkt der Eschensud die innere Achse und klärt das Energiefeld. Er wird genutzt zur:

  • Lösung alter energetischer Spannungen
  • Erdung bei gleichzeitiger geistiger Klarheit
  • Unterstützung in Übergangs- und Entscheidungsphasen
  • Reinigung nach intensiver innerer Arbeit

Der Geist der Esche wirkt dabei ordnend und aufrichtend.

Anwendungsmöglichkeiten und Dosierung

  • Innerliche Anwendung: als Trinkkur; möglich ist auch eine Urtinktur- in Wasser gelöst
  • Äußerliche Anwendung: als Umschlag oder Waschung
  • Rituelle Anwendung: zum Reinigen von Händen, Füßen oder Gegenständen

Für rituelle Zwecke kann der Sud vor der Anwendung kurz bewusst angerufen oder mit einem klaren inneren Anliegen verbunden werden.

  • Innerlich:
    • 1 Tasse (150–200 ml)
    • 1–2 Mal täglich
    • Kurweise über 7–14 Tage
  • Äußerlich:
    • Umschläge 1 Mal täglich
    • Waschungen nach Bedarf
  • Rituell:
    • Kleine Menge genügt, achtsam und bewusst angewendet

Der Sud eignet sich besonders für Zeiten des inneren Aufräumens und der Neuordnung.

Hinweise aus naturheilkundlicher Sicht !!

  • Nicht anwenden bei bekannter Salicylat-Unverträglichkeit
  • Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit einsetzen
  • Pausen zwischen den Kuren einhalten

Der Eschensud verbindet pflanzliche Heilkraft mit spiritueller Klarheit. Er wirkt nicht polterig, aber tief und unterstützt Menschen dabei, körperliche und energetische Lasten loszulassen und sich neu auszurichten. In seiner Wirkung spiegelt sich der Baumgeist der Esche selbst: aufrecht, klärend und verbindend zwischen den Ebenen.

Räuchermischung „Atem der Esche“

Diese Räuchermischung ist dem norddeutschen schamanischen Verständnis verpflichtet, in dem die Esche als Schwellenbaum, Ahnenvermittlerin und Hüterin der inneren Achse wirkt. Die Mischung dient der Klärung, Aufrichtung und Verbindung mit dem Baumgeist der Esche und eignet sich besonders für Übergangszeiten, Rituale der Neuordnung und Ahnenarbeit.

Sie wirkt klar, herb und erdend mit einer lichten, luftigen Spitze- ist aber bewusst schlicht gehalten, da im norddeutschen Schamanismus die Kraft aus der Wesentlichkeit und nicht mit strebender Aufmerksamkeit entsteht.

Bestandteile und Mischungsverhältnis:

  • Eschenholz oder Eschenrinde – Basis und Träger des Baumgeistes
  • Beifuß – Schwellenkraut, öffnet die Wahrnehmung
  • Wacholderbeeren oder -holz – Schutz, Klärung, Nordkraft
  • Birkenrinde – Neubeginn, Reinigung, Übergang
  • Fichtennadeln oder -harz – Erdung und Stabilisierung
  • 3 Teile Esche
  • 2 Teile Beifuß
  • 2 Teile Wacholder
  • 1 Teil Birke
  • 1 Teil Fichte

Alle Bestandteile grob mörsern, nicht pulverisieren. Die Mischung soll atmen können.

Energetische Wirkung

Diese Räucherung wirkt:

  • klärend auf Räume und Energiefelder
  • aufrichtend auf die innere Haltung
  • schützend bei Übergängen und Entscheidungen
  • verbindend zwischen Ahnenlinie, Gegenwart und innerer Führung

Der Rauch trägt die Signatur der Esche: ruhig, ordnend, zeigend und echt.

Anwendung im norddeutschen schamanischen Kontext

  • Räuchern auf glühender Holzkohle oder im Eisengefäß
  • Langsam, ohne Eile, mit offenem Fenster oder Tür
  • Rauch bewusst mit der Hand oder einer Feder lenken

Typische Anwendungen:

  • Vor schamanischer Arbeit oder Visionssuche
  • Bei Haus- oder Hofreinigung
  • Zum Abschluss eines Lebensabschnitts
  • Zur Klärung nach emotionaler oder geistiger Überlastung

Rituelle Ausrichtung

Vor dem Räuchern kurz innehalten und innerlich ausrichten. Ein klarer, einfacher Satz genügt, zum Beispiel: „Geist der Esche, ich danke Dir für Dein SEIN- richte, was aus der Ordnung gefallen ist und gib mir Klarheit“

Der Rauch wird nicht „gemacht“, sondern entsteht frei und begleitet- Pausen sind Teil des Rituals.

Dosierung

  • Räume: 1 kleiner Teelöffel der Mischung
  • Personenräucherung: ½ Teelöffel
  • Gegenstände oder Plätze: wenige Krümel genügen

Weniger ist wirksamer- so, wie unsere norddeutsche Natur- manchmal karg, aber trotzdem so reich.

Diese Räuchermischung trägt die Handschrift des Nordens: klar, rau und still. Sie wirkt nicht über Intensität, sondern über Präsenz. In Verbindung mit dem Baumgeist der Esche unterstützt sie dabei, die eigene Mitte wiederzufinden und den nächsten Schritt auf festem innerem Grund zu setzen.

Nutze die Esche für Dich… die Urtinktur Fraxinus excelsior, wenn Du keine Möglichkeit des Findens dieses kraftvollen Baumes hast- ich wünsche Dir gute Erfahrungen und Gesundheit- alles Liebe

Kira

Ein Weltenbaum- die Esche

Wichtig: Dieser Artikel ist keine Aufforderung, alleine Krankheiten zu behandeln und beinhaltet kein Heilversprechen. Suche eine Kompetenzperson Deines Vertrauens auf, wenn Du die Esche als Medizin nutzen möchtest!

Einige Fotos sind mit Hilfe von KI optimiert/ erstellt.

Die Kraft in der Erdung finden

Es ist immer wieder verblüffend, wie intensiv eine konzentrierte Yogapraxis, in der es „nur“ um eine oder zwei Asanas geht, nachwirken kann. Das ist es- Yoga ist ein Weg zur Wurzel, zu einem Fundament für den Alltag, für einen ruhevollen Geist trotz Anstrengung und Herausforderung.

Wenn ich in der Yogapraxis meinen Focus auf die Bewegungsrichtung der Asana lenke, werde ich feststellen, dass dies deutlich mehr Einfühlungsvermögen, Verständnis für meinen Körper, Tiefgründigkeit, Genauigkeit für eine unvorstellbare Tiefe erfordert.

Ganz besonders eindrucksvoll passierte es mir am Wochenende bei meiner Yogapraxis. Nach einem wundervoll inspirierenden Workshop im iYoga-Rostock wollte ich für mich noch ein bisschen in den Eindrücken verweilen und habe mir „Vrkshasana- den Baum“ vorgenommen- zugegeben eine meiner verbesserungswürdigen Asanas  😉 . Da ich in beiden Sprunggelenken verletzte Bänder habe, ist es eine Herausforderung, diese auf den ersten Blick sehr statische Asana zu bewerkstelligen:

  • Mit Focus und extrem langsamer, konzentrierter Ausführung kommt die Bewegungsrichtung der Übung zum Vorschein- ein Bewegung sowohl nach unten- in die Tiefe; aber auch nach oben- in die Aufrichtung.
  • Alle stehenden Gleichgewichtsübungen geben eine besondere Herausforderung an die körperliche und mentale Balance, sie kräftigen Muskeln und Bänder; in energetischer Sicht fördern sie die Fähigkeit, sich konzentriert, zielorientiert aber auch selbstbestimmt durch das Leben zu „bewegen“.
  • Stehende Asanas mit Focus auf das Gleichgewicht unterstützen uns dabei, das Wechselspiel des Lebens mit einer gewissen Leichtigkeit und doch vorhandenen Stabilität zu meistern
  • Bei diesen Asanas ist es hilfreich sich vor dem inneren Auge Pfähle oder Wurzeln vorzustellen, alles was geeignet ist, sich im Boden zu verankern- gib dem Standbein Zeit, sich eine Position zu suchen, in der es stabil aber leicht und flexibel reagieren, stehen und sich verankern kann. Es soll ruhig spüren, dass es allein für DEIN Gleichgewicht verantwortlich ist.
  • Gehe beim „Baum“ vielleicht nicht sofort und vor allem nicht mit Schwung in die Endposition- stelle dir vor, wie ein Baum anfängt zu wachsen- ganz langsam bilden sich Wurzeln, die kräftiger werden, um dann irgendwann einen großen Baum zu tragen; ganz langsam entfalten sich Äste und Blätter(eingewinkeltes Bein, die Arme und Hände).
  • Erkenne, was eine stehende Gelichgewichtsstellung wirklich ist- deren Stabilität ist ein ständiges Spannungsfeld zwischen Fundament(Wurzel) und Aufrichtung(Verbindung zum Himmel).
  • Konzentriere dich nicht auf das Standbein, konzentriere dich auf den Bereich zwischen Wurzel/Erde und Aufrichtung/Himmel- lass dem Standfuß in Gedanken Wurzeln wachsen- lass den Schultern eine Aufrichtung aus der Mitte und dem Brustbein zuteil werden und lass dieses Spannungsfeld zwischen Erde und Himmel zu- dann gewinnst Du für Dich DEINE Stabilität.
  • Eine weitere Asana für diese Stabilität im Leben ist Krieger 3(Virabhadrasana 3- letzte Übung auf dem Bild)- hier geht es zwar nicht um die Ausrichtung nach oben; es geht aber um Stabilität im Fundament und im ganzen Körper – die Integration der Gliedmaßen zu einem balancierten Ganzen- Krieger 3 ist förderlich für Stärke, Stabilität und Konzentration , für die Verbesserung von Balance und Gedächtnis.

Erkenne für Dich, dass eine konzentrierte und langsame Ausführung in Verbindung mit Pranayama Dich weiter bringen kann, als schnell und unkonzentriert ausgeführte- zum Teil akrobatische- Übungen.

Nächste Woche geht es um Aus- und Aufrichtung- seid gespannt und danke für Euer Interesse- Namaste!

Rauhnacht-Yoga Teil 11

Die Weisheit kommt mit dem Alter sagt man- warum haben dann Kinder manchmal solche Weisheit in ihren Aussagen?

Ganz einfach; die Weisheit unserer Ahnen ist an uns weiter gegeben. In uns ruht das Wissen von Jahrhunderten, Intuition, Visionen, Erkenntnisse und Eingebungen, all das wartet nur darauf, zum richtigen Zeitpunkt abgerufen zu werden. Die Waage als Tierkreiszeichen im Monat Oktober- das spiegelt die Rauhnacht vom 2.zum 3.Januar wieder- arbeitet mit den Aspekten der alten Weisheiten, altem Wissen; aber auch Toleranz, Selbsterkenntnis und Selbstoffenbarung, führt zu Zufriedenheit, Gelassenheit, Verbundenheit und Lebensreife. Aber nicht nur das, auch Initiation, Schattenarbeit und Schicksal gehören zu wesentlichen Aspekten der „alten Weisen“/ dem „alten Weisen“ in uns.

In alten Erzählungen und in unserem Leben gibt oder gab es die Weisheit der Alten- im Märchen führen häufig alte und weise Feen oder Frauen die Heldin oder den Held zum glücklichen Ende; bei mir war es meine Großmutter- geboren 1889(ja richtig gelesen), die mich mit auf Kräuterpfade nahm und mir beibrachte, wie man Kräuter erkennt, sammelt und verwendet. Wertfreies Wahrnehmen, Raum schaffen für die Entwicklung, den Blick immer auf die Gesamtheit gerichtet lässt die „Weise“ in uns immer wieder Wege finden, die zu einem guten Ende führen.

Es ist das bedächtige, nicht ungefragt helfende, was uns zur Reife bringt- unsere versteckte Weise tritt nur dann zu uns, wenn wir darum bitten- erst gilt es aber auch, aus eigenen Erfahrungen Lehren zu ziehen und dann mit der alten Weisheit in Konsenz zu bringen. Du begegnest der Weisen in Dir, wenn es gilt Schattenanteile(das Negative) an Situationen, Projekten oder Menschen zu erkennen und hilft Dir, eine andere Sicht auf die Dinge/Menschen einzunehmen- sie ist etwas, das wir gesunden Menschenverstand, Bauchgefühl oder Intuition nennen. Dieses beschützt uns auch, wenn wir auf dem Weg der Selbsterkenntnis sind und uns dabei verzetteln, verlieren. Sei dankbar für dieses alte Wissen und gib es in Dankbarkeit weiter. Allerdings lasse Deiner nachfolgenden Generation die Wahl, ob sie Wissen annehmen wollen, denn altes Wissen kommt nur dann an, wenn es wirklich angenommen werden möchte.

Nun wäre es an der Zeit, Dich auf die Reise zu Deiner alten Weisheit zu begeben- bist Du bereit? Dann komm:

  • Setze Dich an Deinen Kraftort, zünde eine Salbeikerze oder einen Räucherduft mit Salbei(für die Ahnen) an, sitze bequem aber fest, atme tief ein und mit einem „OM“ aus- schließe die Augen- atme ruhig und tief bis in das SolarplexusChakra, bis tief in Deinen Bauch, stell Dir vor, wie dort das Wissen Deiner Ahnen ruht- wie sieht es aus? Wie Deine geliebte Großmutter, alte Tante, alte Nachbarin oder mütterliche Freundin? Oder sieht Dein altes Wissen, Deine alte Weise aus wie eine geheimnissvolle Schamanin oder Zauberin aus Deinen Kindertagen? Was für eine Helligkeit oder Dunkelheit nimmst Du wahr- Licht oder Dunkelheit zweigen an, in welcher Stimmung und Phase Deines Lebens Du dich gerade befindest. Werde Dir bewusst, dass Du Dich nur allein für Licht(Liebe, Freude…Schöpfung) oder Dunkelheit(Sorge, Zerstörung…) entscheiden kannst- nur Du kannst jederzeit Neues für Dich und Dein Leben erschaffen, allerdings werde Dir dann auch bewußt, dass ggf. Altes, Vertrautes, Routine und Beständigkeit verloren gehen können. Höre genau hin, Deine alte Weise spricht nicht viel, sie trifft mit wenigen Worten genau auf des „Pudels Kern“. Atme tief die Energie voller Liebe, Urvertrauen und Quelle allen Seins ein und lege vertrauensvoll Deine Seele und Dein Sein in die Hände D E I N E R alten Weisen- mit dem Wissen, dass sie dich hält und trägt, stelle ihr die Fragen, die Dich bewegen… Bin ich auf dem richtigen Weg zu meinen Zielen? Was ist noch wichtig dafür? Was sollte ich dafür ändern? Was bin ich bereit dafür zu geben, zu fordern, zu lernen? Manipuliere ich andere für meine Zwecke oder lasse ich mich selbst manipulieren? Was/Wer gibt mir für mich und meine Familie die Kraft, was oder wer ist ein Krafträuber? Was muss ich loslassen, um in das Leben zu gelangen, was ich führen möchte? Was bringt mich immer wieder in Situationen oder Menschen, die mir Kraft rauben bzw. nicht guttun? Atme weiter- lass Dich nicht aus Deinem Atemrhythmus bringen und die Antworten kommen zu Dir- lasse sie zu, lasse auch die Gefühle zu, die diese Antworten in Dir auslösen- spüre die Weisheit in Dir und spüre, wie Deine Seele sich davon nährt. Atme tief durch, verneige Dich mit den Händen vor dem Herzen vor D e i n e r alten Weisen mit dem Wissen, jederzeit mit ihr in Kontakt treten zu können und erlaube Dir, dass diese Weisheit voller Energie und Magie Dich auf der tiefen seelischen Ebene trifft und heilt!
  • Öffne nun langsam die Auge, schüttle Dich gut durch und wärme Dich für die weitere körperliche Praxis auf- Sonnengruß, Mondgruß- was Du möchtest, lass es intuitiv geschehen…

Für die alte Weise gibt es für mich nur zwei Asanas, die die Weisheit des Alters perfekt darstellen- den Baum(Vrksasana) und die Schildkröte(Kurmasana); der Baum mit seiner alten Kraft, mit starken Wurzeln und kräftigen Ästen- der Lebensbaum oder Stammbaum, den jeder von uns hat und die Schildkröte, uralt und seit ewigen Zeiten auf der Erde zu Hause, trägt sie die Weisheit von Leben und Vergehen, von Jahrhunderten und dem Jetzt…

  • Setze Dich nach dem Aufwärmen achtsam mit ausgestreckten Beinen auf Deine Matte, richte Dich aus, die Sitzbeinhöcker noch einmal anheben und absenken, die WS aufrichten, der Kopf ruht in Ausrichtung der HWS auf dieser, die Arme sind locker auf den Oberschenkeln abgelegt- Setze Dich nun mit gegrätschten Beinen hin, deine Füße sind geflext und sollten etwa einen Meter auseinander sein; lehne Dich etwas zurück und winkle die Knie an; mit der Ausatmung beugst du dich nach vorne und schiebst nacheinander deine Arme seitlich unter Deine Beine- gehst dann achtsam in die Vorbeuge- übe nach Deinen Möglichkeiten; lass die Beine gebeugt, komme nicht so tief mit dem Rumpf nach vorne…; halte die Position einige Atemzüge und komme dann zurück, wie gekommen- übe 9 x- spüre die Weisheit des Alters in Dir

  • Begebe Dich in den Vierfüsslerstand und übe einige Sequenzen Katze/ Katzenbuckel…

       

  • Komm nun in den Stand- verwurzele Dich achtsam mit DEINER Erde- sei wie Dein Lieblingsbaum- bist Du eine Buche, Eiche, Ahorn, Esche…?? Tiefe Wurzeln bringen Dich zuerst in eine stabile Berghaltung…

  • Mit beiden Füßen stehst du stabil, aber entspannt auf der Yogamatte, deine Arme hängen locker neben deinem Körper. Achte darauf, deine Beine und Knie zu strecken und dass deine Fußspitzen nach vorne zeigen. Deine Fußsohle liegt jeweils flach auf dem Boden, damit sich dein Körpergewicht verteilt und dein Körper geerdet ist. Deine Wirbelsäule ist ganz gerade, dein Blick nach vorne fokussiert. Atme ruhig und gleichmäßig, ohne deine Schultern zu heben. Bleib entspannt einige Sekunden in dieser Asana.
  • Spanne nun deine Beinmuskulatur und deine Bauchmuskulatur an und zieh deine Schulterblätter zusammen. Leg die Hände in die Hüfte oder streck sie nach außen weg. Bei der nächsten Ausatmung kannst du dein linkes Bein nach oben heben. Öffne dabei deine Hüfte und deinen linken Oberschenkel, so dass dein Knie im 90 Grad-Winkel von dir wegzeigt. Lehne deinen Fuß flach gegen die rechte Wade oder den rechten Oberschenkel knapp über dem Knie. Wähle eine Position, die D U  ohne große Anstrengung halten kannst, mehr kannst Du immer noch erreichen…
  • Führe nun Deine Hände auf Höhe deiner Brust zusammen, deinen Blick richtest du ruhig und konzentriert geradeaus. Dein Körper ist angespannt und gestreckt: von den Knöcheln über die Waden, Oberschenkel, Knie und Hüfte bis zur Wirbelsäule, Schultern, Nacken und Halswirbel.
  • Atme weiterhin ruhig und bewusst ein und aus- nimm das Meeresrauschen als Atmung. Deine Gesichtsmuskeln sind entspannt. Wenn du dich stabil fühlst, strecke deine Arme und Hände über den Kopf.

  • Halte die Position für einige Atemzüge- stelle Dir vor, wie die alte Weisheit der Bäume in Dich übergeht- dann senkst du das Bein langsam wieder ab, setzt deinen Fuß gerade auf und beendest mit Tadasana-  wechsel auf die andere Seite…. übe 9 x jede Seite- spüre die Verwurzelung immer stärker.

Komme in Tadasana- führe die Hände vor dem Herzen zusammen- verneige Dich in einer Ausatmung “ Mit tiefer Verbundenheit fühle ich die Weisheit in mir und erlaube, mein Wissen mit den Menschen, die mich fragen zu teilen“- NAMASTE!

 

Laotse:

„Heimkehr zur Wurzel heißt: Stille.
Stille heißt: Rückkehr zur Bestimmung.
Rückkehr zur Bestimmung heißt: Ewigkeit.
Erkennen des Ewigen heißt: Erleuchtung.“

Rauhnacht- Yoga Teil 4…

… gehört dem Archetyp der Priesterin- dem Mondmonat März, den Fischen als Tierkreiszeichen- Du bis die heilige Helferin, die mitfühlende Trösterin in wirklich schweren Zeiten:

  • In der heutigen Rauhnacht geht es um Herzheilung, Herzöffnung, Vergebeung und wirklich tiefe Gefühle- oft auch schmerzhaft oder aufwühlend…
  • Es geht um bedingungslose Liebe(nicht Selbstaufgabe), um Versöhnung, Vergebung und Urvertrauen, um die Sinnhaftigkeit des Lebens, die Intuition, Trost und Verheißung

Begebe Dich an Deinen Kraftort- bereite alles vor und setze Dich wie gewohnt… Atme und begebe Dich zu Deinem inneren Ruheort- der Ort, von dem Du alles beobachten kannst, aber ganz bei Dir bleibst- setze Dich nun, während Du weiter ruhig und gleichmäßig atmest mit folgenden Fragen auseinander:

  • Bist Du gerne allein oder in Gesellschaft?
  • Schwächt oder stärkt Dich die Gemeinschaft mit anderen?
  • Was gibst Du an die Gemeinschaft, Gesellschaft weiter?
  • Du besitzt Spiritualität- teilst Du diese mit anderen?
  • Fällt Dir Annehmen und Lieben- bedingungsloses- schwer oder leicht?
  • Bist Du in wirklichen Notsituationen mitfühlend und gibst Trost?
  • Du bist selbst in Not- an wen wendest Du dich oder wendest Du Dich überhaupt an jemanden?
  • Wen kennst Du, der selbst eine Priesterin verkörpert?

Atme nun weiter tief bis zum Herzchakra und lege eine Hand auf Dein Herz:

  • Es geht um die bedingungslose Liebe- nicht fordern, nicht aufrechnen, ohne wenn und aber lieben- es geht um Wertschätzung ohne Kritik, Annahme ohne Ausnahme, nicht um Verändern und nach unseren Wünschen formen- einfach nur Liebe um des Menschen willen, der uns begegnet- es ist eine Entwicklung, die vollzogen wird und es geht Schritt für Schritt- beginne aber sofort und heute!
  • Lerne auch dabei dich selbst zu lieben- mit Deiner Vergangenheit, der Gegenwart, mit Deinem Leben, Deiner Herkunft, Deinen Wurzeln- es kann sein, dass Du dabei anfängst zu weinen, Du tief durchatmen musst- tue es- es ist nicht wichtig, wichtig, ist, dass du Dich annimmst- bedingungslos und mit allem, was du bist, Dich ausmacht- Du bist Du!
  • Lass Die Hand auf Deinem Herzen und formuliere:“ Ich liebe- bedingungslos- mich, meinen Partner/Partnerin, Menschen die mir begegnen- ohne Bedingung lieben“… es fällt Dir vielleicht nicht gleich beim ersten Mal leicht, aber es wird von mal zu mal leichter- wiederhole diese Worte täglich- das Gefühl stellt sich ein, jeden Tag ein bisschen mehr!
  • Dein Mantra für diesen Tag“ Ich fühle Güte in meinem Herzen, bedingungslose Liebe und lasse diese zu allen Lebewesen strömen- mögen alle Lebewesen Glück, Liebe und Harmonie erfahren“- erinnert Dich das an “ Lokah samasta sukhino bhavantu“? Ja… natürlich… wir haben alle eine  Verbindung- somit gleichen sich Segnungen in irgend einer Weise!

Welche Asana gibt nun die Priesterin wieder- schwierig… aber es könnte der Baum, die Tänzerin und Shiva sein- alle drei verwurzelt, das Herz öffnend und mit der Gewissheit, dass alle Weisheit in ihnen ist- egal wie jung oder alt sie sind…

Übe die Asanas achtsam- wärme Dich vorher wie bekannt auf und erzwinge nichts! Lass Dich von der Gewissheit leiten, dass Dein Herz Dir den Weg zur Asana zeigt!

„Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.“ – Buddha

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