Was für eine Disablot-Zeit- der Übergang in’s Frühjahr und tatsächlich beginnt in einer Woche bereits der März… „Wenn im Märzen der Bauer die Rösslein…“ 🙂
Bei uns sind die Temeperaturunterschiede von tiefen minus 12 Grad bis mittlerweile plus 10 Grad innerhalb einer Woche so stark, dass wir für unser Immunsystem schon ein paar Hausmittel benötigen- vor allem dann, wenn Dein Körper mit Schmerzen auf diesen Wechsel reagiert.
Der Baumgeist der Weide (Salix) ist der Baum der Mondkräfte, des Wassers und der inneren Wandlung; bringt uns bei diesen Herausforderungen weiter.
Als Heilpraktikerin und schamanisch Praktizierende begegne ich ihr achtsam als Hüterin zwischen Schmerz und Heilung, zwischen Loslassen und Neubeginn. Sie steht oft in der Nähe oder am Wasser, biegsam und doch tief verwurzelt – ein Sinnbild für Regeneration nach Belastung, für Trauerarbeit und für die Kühlung überschießender Hitze.
Der Baumgeist der Weide
Die Weide trägt eine weiblich‑lunare Qualität. Ihr Geist wirkt:
- kühlend und schmerzlindernd
- bewegend bei innerer Stagnation
- reinigend auf emotionaler Ebene
- lösend bei festgehaltenem Kummer
- klärend bei innerer Hitze
Schamanisch steht sie für das Element Wasser, für das Fließen von Gefühlen und für die Fähigkeit, sich zu beugen ohne zu brechen. Ihre Rinde enthält Salicin – eine natürliche Vorstufe der Salicylsäure – wodurch sich ihre traditionelle Anwendung bei Schmerz und Fieber erklärt.
Passende Runen zur Weide
Die energetische Signatur der Weide korrespondiert besonders mit folgenden Runen:
| Rune | Name | Bedeutung | Bezug zur Weide |
|---|---|---|---|
| ᛚ | Laguz | Wasser, Intuition, Fluss | Element Wasser, emotionale Reinigung |
| ᛒ | Berkana | Weiblichkeit, Neubeginn | Regeneration, Heilung nach Krankheit |
| ᛁ | Isa | Eis, Konzentration | Kühlung von Fieber und Entzündung |
| ᚲ | Kenaz | Transformierendes Feuer | Wandlung von Hitze in Bewusstsein |
Ritualempfehlung: Laguz und Berkana gemeinsam zeichnen bei Themen wie fiebrige Infekte nach emotionaler Belastung.
UND da habe ich nachfolgend zwei Rezepte aus meinen persönlichen Aufzeichnungen, die ich sehr gerne mit Dir teile… 🙂
Kräutermischung mit Weide gegen zwei Fieberarten
In der naturheilkundlichen Betrachtung unterscheiden wir energetisch zwischen:
- Heißem, entzündlichem Fieber mit Rötung, Durst, Unruhe
- Wechsel- oder „Kältefieber“ mit Frösteln, Gliederschmerz, Kopf- und Nackenspannung
Die Mischungen sind jeweils als Tee gedacht.
1. Mischung bei „heißem“ Fieber (entzündlich, trocken)
Ziel: Hitze klären, Entzündung senken, Flüssigkeiten bewahren
Rezeptur (Teemischung)
- 30 g Weidenrinde
- 25 g Mädesüß
- 20 g Holunderblüten
- 15 g Lindenblüten
- 10 g Pfefferminze
Zubereitung
- 1 EL Mischung mit 250 ml heißem Wasser übergießen
- 10–15 Minuten ziehen lassen
- 3–4 Tassen täglich
Wirkprinzip
- Weide und Mädesüß: salicylathaltig, antipyretisch
- Holunder und Linde: schweißtreibend
- Pfefferminze: kühlend, klärend
2. Mischung bei „Kältefieber“ (Frösteln, Gliederschmerz)
Ziel: Oberfläche öffnen, Wärme mobilisieren, Schmerz lindern
Rezeptur (Teemischung)
- 25 g Weidenrinde
- 25 g Ingwerwurzel
- 20 g Holunderblüten
- 15 g Schafgarbe
- 15 g Thymian
Zubereitung
- 1 EL Mischung 5 Minuten sanft köcheln
- Danach 10 Minuten ziehen lassen
- 2–3 Tassen täglich heiß trinken
Wirkprinzip
- Weide: schmerzlindernd
- Ingwer: wärmend, zirkulationsfördernd
- Holunder: schweißtreibend
- Schafgarbe: regulierend
- Thymian: antimikrobiell
Wirkungsweise gemäß Klassischer Chinesischer Medizin (CM)
In der chinesischen Medizin entspricht die Weide energetisch dem Geschmack bitter und kühl. Sie wirkt vor allem auf:
- Leber-Meridian
- Herz-Meridian
- teilweise Blasen-Meridian
Bei heißem Fieber- Pathogen: Wind-Hitze
Wirkung:
- Klärt Hitze
- Kühlt das Blut
- Senkt aufsteigendes Leber-Yang
- Lindert Schmerz durch Entspannung stagnierender Qi-Hitze
Energetisch: Ableitung von überschüssigem Yang.
Bei Kältefieber- Pathogen: Wind-Kälte mit nachfolgender Stagnation
Hier dient Weide nicht primär zur Kühlung, sondern zur Schmerzlinderung bei blockiertem Qi, während wärmende Kräuter das Yang mobilisieren.
Energetisch:
- Bewegt blockiertes Qi
- Löst Meridianspannung
- Unterstützt die Öffnung der Oberfläche
Spirituell‑energetische Essenz
Die Weide wirkt auf drei Ebenen:
- Körper: Schmerz und Fieber regulierend
- Seele: Trauer lösend
- Geist: Flexibilität und Anpassung stärkend
Sie erinnert daran, dass Heilung nicht im Widerstand entsteht, sondern im bewussten Mitfließen.
Die Weide ist damit ein Brückenbaum – zwischen Hitze und Kühle, zwischen Schmerz und Erkenntnis, zwischen Festhalten und Loslassen. In der Verbindung von Pflanzenheilkunde, Runenarbeit und energetischem Verständnis entsteht ein ganzheitlicher Zugang, der Körper und Seele gleichermaßen einbezieht.
„Die Weide nimmt die Hitze des Körpers auf wie das Ufer das Hochwasser – und gibt dem System Ruhe zurück.“
In diesem Sinn wünsche ich Dir einen wunderbaren, gesunden und kraftvollen Übergang in den März.
Alles Liebe- Kira










































