ernährungstherapie

Herzlich Willkommen in der ersten Advent-Woche und damit geht es weiter in der absoluten Yin-Zeit des Jahres

Die Frage, die mir in der jetzigen Zeit immer wieder gestellt wird:“ Wie kann ich mein Yin aufbauen und nähren?“

Der Winter ist dazu gedacht das Yin aufzufüllen. Dunkelheit und Kälte laden , der Natur entsprechend, dazu ein, sich zurückzuziehen, viel zu schlafen und im Warmen zu sitzen. So füllen sich die Yin-Reserven von selbst wieder auf.

Unser modernes Leben sieht, besonders in der Adventzeit, meist anders aus.

Wenn ein Übermaß an Aktivität zur Gewohnheit wird, wird mehr Lebens-Energie verbraucht als wieder hergestellt. Das Yin wird schwächer.

So hat es nicht mehr die Kraft, aus sich selbst heraus, ausreichend Ruhe und damit Regeneration zu verursachen. Ein ausreichend starkes Yin fordert , die Ruhe und den Schlaf zu bekommen, welche zur Regeneration nötig sind. Bei Kindern und jungen Tieren sieht man noch gut dieses Einfordern; sie schlafen in allen Lebenslagen.

Auffüllung der Yin Reserven

Da Stress ein Lebensenergieräuber ersten Ranges ist, steht an erster Stelle, Stress abzubauen. Zum Beispiel durch Meditation, sanfte Sportarten, Yoga oder Genusswanderungen. Manchmal müssen auch unliebsame Lebensentscheidungen getroffen werden. Meditation bzw. das Erlernen der Meditation ist besonders sinnvoll, denn Meditation fühlt die Yin-Reserven und erweitert das Bewusstsein; Schweigezeiten sind ebenfalls dafür bestens geeignet- gut ist, die Dinge langsam und bewusst zu tun.

Tuina mit warmem Öl- AntiStress und Yin-nährend

Auch gut zu wissen: Das Yin füllt sich langsam wieder auf. Es kann Wochen oder Monate dauern. Wirksam ist eine Kombination aus Meditation, Ernährung, Akupunktur und Kräutern; Kräuter für das Yin sind bspw. Hopfen, Odemenning, Ockergelber Hohlzahn, Vogelmiere, Ackerschachtelhalm, Melisse… 🙂

Ernährung

Das Yin stärken: Suppen, Brühen, leichte Speisen, Gedünstetes, Muscheln, Sushi, Trauben und Beerenfrüchte, Nüsse und schwarzer Sesam, sowie Wurzeln verschiedenster Art. Alle Yang-stimulierende Speisen, besonders am Abend, sind auf jeden Fall zu meiden- die da sind: scharfe Gerichte, rotes Fleisch, Ingwer, Rotwein, Alkohol, Chili. Kaffee, sowie Tee (Schwarz und Grün) ab nachmittags meiden (ausprobieren); Abends wenig essen und relativ früh- eben im Lauf des Tageslichtes- möglichst zwischen 16:30 und 17:30 Uhr.

Feigen für das Yin

Auch Yang-Aktivitäten am Abend sollten nicht durchgeführt werden: Krimis gucken, im Internet surfen, lange Telefonate führen, Arbeiten, sich Sorgen machen, yang-lastiger Sport am Abend… Dafür sorge für ausreichende Yin-Aktivitäten am Abend: Meditieren, Yoga, in die Dunkelheit schauen, Kerzenlicht statt Festbeleuchtung, Wanderung unter Sternen…

Yin-Yoga 🙂

Vielleicht helfen Dir diese Hinweise weiter; bei Fragen für DEIN Yin vereinbare gerne einen Termin in der Praxis.

Mit der folgenden fernöstliche Weisheit wünsche ich Dir eine schöne Woche mit Zeit für Besinnlichkeit und Ruhe:

„In allen, was du tust, lass einen Rest. Gelingt dir etwas, treib es nicht zu weit“- Dschu Hsi

Alles Liebe- Kira

Ein herzliches Willkommen in der neuen Woche und dem Thema: Wie wird Wildfleisch in der Chinesischen Medizin diskutiert?

Fleisch steht bei uns nur ein- bis zweimal/ Woche auf dem Speiseplan; denn schließlich reichen 300 Gramm Fleisch/ Woche, um mit den darin enthaltenen Nährstoffen versorgt zu werden. Dabei spielt natürlich die Qualität an erster Stelle- in bio oder eben Wildfleisch- das beste Muskelfleisch überhaupt, denn Wildtiere ernähren sich mit physiologischem Futter und bewegen sich den gesamten Tag 🙂

Wildfleisch hat besonders wertvolle Aspekte zu bieten:

Wildfleischeintopf mit getrockneten Tomaten und Nüssen
  • es ist warm vom Temperaturverhalten, im Geschmack süss und wirkt positiv auf die Funktionskreise Niere, Milz und Leber.
  • Wildfleisch enthält jede Menge gut verdauliches Eiweiß- ca. 22% bei 100 Gramm und dabei nur etwa 3% Fett; zusätlich Vitamine und Spurenelemente wie bspw. B12, Eisen, Zink, Kalium und weiteres.
  • Das Fleisch unserer heimischen Wildtiere ist d a s absolute Yang-Tonicum– es wirkt bspw. bei Kälteaversion, Schmerzen im Bewegungsapparat, kalten Extremitäten, kaltem unterem Rücken und kaltem Gesäß, kalten Gelenken, Schüttelfrost, Wirbelsäulenschwäche, Lumbalschwäche, Schwäche in den Beinen und großen Muskelgruppen, rheumatischen Kälte-Schmerzen, beugt vorzeitiger Alterung vor und wird gegen Unfruchtbarkeit und Impotenz eingesetzt- hierbei ist besonders Wildfleischsuppe mit Walnüssen und Cranberrys als Rezept zu empfehlen.
  • Der zweite Aspekt ist das Qi- tonisierend wirkt Wildfleisch es bei Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Gewichtsverlust – es tonisiert des Qi aller ZhangFu und hier besonders das Nieren-Qi.
  • Als drittes wichtiges Merkmal gilt der Blut(Xue)-Aufbau- jede Sorte Wildfleisch tonisiert Leber-Blut zum Bsp. bei Anämie, Milchbildungsmangel, wirkt nährend auf die Jing Luo, aktiviert die Muskulatur vor allem bei „Steifheit“ , wirkt positiv bei Sehnenversteifung, Gelenkabnutzung und -degeneration.
  • Vorsicht! Wildfleisch sollte nicht oder nur sehr maßvoll bei Hitze, Fieber, feuchter Hitze, Yin-Mangel und Leere-Hitze gegessen werden!

Mein absolutes Lieblingsrezept im Herbst und Winter für Wildfleisch ist Rehrücken(ohne Knochen):

  • in einem Schmortopf geputztes Wurzelgemüse, ein Teelöffel Tomatenmark und Senf, zwei Schalotten, Rosmarinzweig und Wacholderbeeren in Ghee anschwitzen;
  • dann das Rehfleisch dazugeben und scharf von allen Seiten anbraten;
  • die Temperatur runterregeln und mit 200 ml Saft-Gemisch aus Apfel-, Orangen- und rote Beete-Saft ablöschen; mit Gewürzen wie Nelke, Lorbeer, Galgant, Bertram, einem Teelöffel dunkler Schokolade, Pfeffer und Salz sparsam würzen…das unterstützt den Eigengeschmack der Zutaten…
  • …den Deckel auflegen und alles mit niedriger Temperatur ca. 20-30 Minuten garen…
  • … dann das Fleisch aufgeschnitten mit dem Wurzelgemüse servieren- dazu passen Bohnen, Wintersalat oder Ofengemüse; natürlich auch cross gebackene Ofenkartoffeln 🙂 – zum Schluss bei Bedarf Pfeffer und Salz aus der Mühle darüber geben.
  • Mein Tipp: Das Fleisch morgens in Buttermilch mit Wacholderbeeren einlegen und durchziehen lassen- das macht es besonders zart.

Beachte:

  • Wildfleisch immer vom Jäger des Vertrauens kaufen oder in einem Bio-Wildhandel; dort wird das Wildfleisch geprüft und sorgfältig behandelt.
  • Wildfleisch immer in Buttermilch oder Kefir einlegen- damit verliert es den strengen Wild-Geruch und wird sehr zart.
  • Wildfleisch nur regional kaufen und nie als Importware!

Fleisch maßvoll konsumiert ist ein wertvolles Nahrungsmittel- wählen wir es mit Bedacht 🙂

Einen guten Start in die neue Woche und viel Freude beim Ausprobieren des Rezeptes! Alles Liebe…

Kira

Die kleine Reihe der Klassischen Chinesischen Medizin Teil IX…

…räumt ein bisschen mit dem Mytos der chinesischen Ernährungslehre auf- denn es ist kein Hexenwerk:

  • Die Ernährungstherapie war und ist einer der wichtigsten Pfeiler in der chinesischen Medizin. Es gibt viele Parallelen zu unserer abendländischen Erfahrungsheilkunde und Ernährungstherapie bspw. der Ernährung in der Klosterheilkunde.
  • Ernährungstherapie ist preiswert und ohne Risiko, anders wie dies etwa bei einseitigen Diäten sein kann. Dabei ist sie sehr effektiv in ihrer Anwendung, denn schon im Altertum wusste man: „Lass deine Nahrung dein Heilmittel sein“.
  • Die Ernährungstherapie in der chinesischen Medizin beinhaltet eine gründliche, individuelle Diagnostik, auch wenn sicherlich nicht alle Krankheiten „nur“ mit Ernährungstherapie zu heilen sind. Allerdings- ohne eine typgerechte Ernährung ist es schwierig, Gesundheit zu erhalten oder neu zu gewinnen.
  • Die Ernährungstherapie unterstützt zu 80 % die Gesundung, denn viele Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter haben in ihrer Ursprünglichkeit tatsächlich „Heilwirkung“… als Beispiel nenne ich hier Galgant- ein Gewürz bspw. eine Wurzel ähnlich dem Ingwer; Galgant ist hilfreich bei einem kalten und schwachen Magen; oder Möhren- eine reine Möhrensuppe kuriert Verdauungsstörungen und wirkt diätetisch bei schweren Erkrankungen oder lindert die Beschwerden bei einer Chemotherapie.

Die Ernährung in der KCM beruht auf dem Prinzip der 5-Elemente; diese fünf Elemente sind Holz mit dem Geschmack sauer, Feuer mit dem Geschmack scharf, Erde mit dem Geschmack süß, Metall mit dem Geschmack scharf und Wasser mit dem Geschmack salzig. Sie beeinflussen die Körperfunktionen in unterschiedlicher Weise und sind den verschiedenen Organen zugeordnet- ähnlich auch wie in der Kräutermedizin in der KCM- siehe mein Beitrag hier unter ….http://spiritandbalance.de/die-kleine-reihe-zur-klassischen-chinesischen-medizin-teil-viii/

Die Tradition der Ernährungstherapie ist wohl eine der ältesten in der asiatischen Welt- wie generell in der chinesischen bzw. asiatischen Medizin geht es um die Harmonisierung der „sich gegenseitig anziehenden Gegensätze“, Yin (Materie) und Yang (Energie)- denn nur wenn zwischen diesen ein harmonisches Gleichgewicht herrscht, kann die Lebensenergie Qi ungestört fließen- Gesundheit, Wohlbefinden und seelische Ausgeglichenheit werden gestärkt und können sich entfalten 🙂

Generell vereinigen wir alle fünf Meridiansysteme, alle Geschmäcker und auch alle Temperaturen in unserer Nahrung- das eine oder andere überwiegt- ist uns deutlich zuträglicher… haben wir für einen bestimmten Geschmack oder eine bestimmte Temperatur eine Vorliebe, kann dies schon ein Hinweis auf eine Dysbalance sein- auch wenn keine Symptome von Krankheiten vorliegen. Hilfreich wäre hier die folgende Auflistung, um selbst eine Vorab-Einschätzung vornehmen zu können:

Erde-Milz/Magen-süß:

  • baut Qi auf
  • befeuchtet und entspannt
  • wirkt kräftigend
  • wirkt sättigend
  • die zugeordneten Nahrungsmittel machen bzw. sollten den Hauptteil der Ernährung ausmachen

Holz-Leber/Gallenbalse/sauer:

  • wirkt zusammenziehend und bewahrt die Säfte
  • wirkt kühlend
  • stärkt die Substanz

Feuer-Herz/Dünndarm/SanJiao/Herz als Meister(Pericard)- bitter:

  • trocknet aus
  • leitet nach unten
  • wirkt kühlend
  • verdauungsfördernd
  • reinigend
  • austrocknend
  • ist maßvoll hilfreich bei Übergewicht

Metall-Lunge/Dickdarm/scharf:

  • bewegt das Qi stark nach oben
  • löst Stagnationen und verteilt die Energie
  • wirkt wärmend und trocknend

Wasser-Niere/Blase/salzig:

  • leitet Qi nach unten
  • wirkt aufweichend bei Schleimansammlungen oder Geschwüren
  • bindet Wasser im Körper
  • ausleitende Wirkung
  • übermäßiger Salzkonsum führt zu Verhärtung, bspw. zu Arteriosklerose

Die thermische Wirkung- hierbei geht es mehr um die energetische Wirkung(Yang, Yin…)- dabei entspricht die energetische Temperatur eines Lebensmittels eher selten der tatsächlichen Temperatur- ein warmes Lebensmittel muss nicht warm sein, aber es wird dem Körper Wärme zuführen usw.:

  • kalte Nahrungsmittel wie bspw. Algen oder das kälteste- die Wassermelone- verlangsamen den Stoffwechsel, kühlen den Körper stark ab
  • erfrischende Lebensmittel wie bspw. Birnen oder Gerste- bauen die Körpersäfte (Körperflüssigkeiten) auf, tonisieren (stärken) das Blut, halten das Yin zusammen
  • neutral wirkende LM wie bspw. Reis, Amarath, Quinoa, Wurzelgemüse und vor allem gekochte Speisen- sorgen für Ausgewogenheit, stärken den gesamten Organismus und gleichen aus
  • warme LM wie bspw. Hafer, Kirschen, Ingwer…- stärken Yang und Qi, wärmen die Mitte und schützen den Körper vor äußeren Einflüssen,
  • heiße LM wie bspw. getrocknete Gewürze, Lamm und Wild, starke alkoholische Getränke…- bewegen das Qi, führen verstärkt Wärme zu und können schnell zu Überhitzung führen

Neben diesen Eigenschaften spielt die Zubereitung und der Reifezustand eine wesentliche Rolle zur Wirkung auf den menschlichen Körper:

  • Erwärmen– kochen, dünsten, dampfgaren, schmoren, blanchieren, backen, zerreiben, reiben, pürieren, in Essig einlegen, trocknen;
  • Erhitzen– grillen, rösten, braten, frittieren, mit oder in Alkohol zubereiten, scharfe Gewürze verwenden
  • Kühlen bzw. als Erfrischung– keimen lassen, in Wasser einlegen, in Sojasauce einlegen oder marinieren;
  • Kalt– in Salz einlegen oder tiefkühlen

Zwischen den fünf Elementen und allem, was zu ihnen gehört, bestehen zyklische Wechselwirkungen, die in Form von zwei Kreisläufen dargestellt werden, dem sogenannten erzeugenden oder nährenden und dem destruktiven Zyklus. Beim erzeugenden Zyklus nähren sich die Elemente gegenseitig: Das Holz nährt beim Verbrennen das Feuer, die dabei entstehende Asche wird zu Erde; in der Erde bilden sich Metalle, die das Wasser anziehen, und dieses ernährt wiederum die Pflanzen und Bäume. (Diese Reihenfolge der fünf Elemente wird oder sollte auch beim Kochen beachtet werden, damit die fertigen Speisen in energetischer Hinsicht möglichst harmonisch sind- allerdings sollte es im Alltag nicht ganz so streng gesehen werden 😉 )

Bei der Ernährung nach den fünf Elementen geht es nicht um die Einhaltung einer strikten Diät, sondern um die schrittweise Entwicklung einer gesunden Ernährungsweise. Im Rahmen der chinesischen Ernährungstherapie wird besonders auf die Verwendung von frischen und gehaltvollen Nahrungsmitteln aus regionalem und saisonalem Anbau geachtet. Das Verwenden von verarbeiteten Lebensmittel, wie bspw. Milchprodukten, sollte auf ein Mindestmaß beschränkt werden und Fast Food, raffinierte Lebensmittel … sollten gar nicht gegessen werden.

Hilfreich sind diese allgemeinen Hinweise:

  • frisch, saisonal, regional
  • zwei warme Mahlzeiten
  • regelmäßige Mahlzeiten ggf. intuitiv gegessen wie Frühstück zwischen 6-11; Mittagsmahl zwischen 12-15 Uhr ggf. das Abendessen dann vor 19 Uhr und alles maßvoll
  • warme Getränke
  • frische Kräuter und maßvoll getrocknete Gewürze
  • wenig Fleisch und Fisch, überwiegend pflanzenbasierte Nahrung
  • Suppen, Eintöpfe und Brühen sind prima als dritte Mahlzeit des Tages oder zum Frühstück
  • Rohkost immer nach einer gegarten Nahrung bzw. dazu bspw. Pellkartoffeln mit Ruccola und Ei…

Ernährungstherapie- kein Mysterium, sondern auch in der modernen Medizin mittlerweile sehr geschätzt…

Die individuellen Pläne erstelle ich immer nach einer umfassenden Anamnese- Rezepte gibt es dazu auch immer mal wieder hier auf meinem BLOG und jeder Patient/jede Patientin bekommt entsprechende Rezeptempfehlungen/ Buchempfehlungen.

Mein Tipp: Schritt für Schritt die empfohlenen Maßnahmen umsetzen und langsam sich an die größeren Unternehmen wagen; nicht stressen lassen- wenn mal das eine oder andere nicht gleich gelingt 😉 Nehmen Sie doch einfach mal an einem der Workshop’s in meiner Praxis teil- da sehen Sie, dass es tatsächlich kein Hexenwerk und sehr einfach umzusetzen ist.

Alles Liebe und eine gute Woche…vielleicht mit einem frischen Frühstück jeden Morgen 😉

Spinat-Frittata mit Vollkornbrot und frischen Kräutern

Kira

Der Magenschmeichler…

…in der Ernährung ist die gekochte Möhre:

  • süss im Geschmack, neutral vom Temperaturverhalten
  • positiv wirkend auf die Meridiane Milz, Magen, Därme, Leber, Lunge und Niere
  • antioxidativ, darmschleimhautpflegende Eigenschaften, Blut alkalisierend, Darmflora regulierend und Lunge reinigend …

Somit ist sie perfekt für diese Heilsuppe bei:

  • Magenschmerzen
  • Darmbeschwerden
  • Übelkeit
  • Durchfall / Verstopfung
  • Darmentzündungen
  • Schleimhautreizungen
  • positiv auf die Lunge wirkend bei Bronchitis, Lungenentzündungen und Asthma

Aber was wäre sie ohne den zweiten Bestandteil- Dinkel; vielgerühmt und das zu Recht in der Klosterheilkunde der ehrwürdigen Hildegrad von Bingen:

  • neutral im Temperaturverhalten, vom Geschmack süss und positiv auf die Funktionskreise Magen, Milz, Gedärme, Leber und Herz wirkend;
  • tonisiert er ähnlich wir die Möhre Qi und Blut; zusätzlich noch das Yin und…
  • so wie die Möhre leitet er toxische Hitze aus dem Körper

Somit sind die beiden das Dreamteam für eine Heilkost.

Zubereitung:

  • 5-6 Bio-Möhren werden mit einer Gemüsebürste geschrubbt und in grobe Stücke geschnitten;
  • in einem größeren Topf etwa 3 Liter Wasser geben, dazu kommen dann die Möhrenstücke und etwa drei Innenhände voll Dinkel wie Reis(Bio-Dinkel);
  • …nun die Gewürze dazu geben- jeweils ein Gramm gemahlen oder gemörst- Galgant, Fenchelsaat, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Senfsaat, Kardamom, Bockshornkleesaat und das Pulver vom IGELSTACHELBART – einem „Heilpilz“- diese Gewürzmischung wirkt mild-scharf und bitter; schmeichelt Magen und Darm;
  • …dann alles einmal aufkochen und bei milder Hitze weiter garen bis die Möhren und der Dinkel weich sind(etwa 20-30 Minuten)- im Schnellkochtop geht es natürlich schneller/ 5 Minuten 🙂 🙂 ;
  • …zum Abschluss alles mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern oder mit einem Pürierstab grob pürrieren und etwa ein Gramm Butter und Salz(sparsam) hinzufügen.

Vor dem Servieren kann gehackte Petersilie und ein viertel Teelöffel Liebstöckel untergerührt werden- das gibt eine schöne Frische.

Der Igelstachelbart:

  • auch Affenkopfpilz, Löwenmähne… bzw. Hericium erinaceus gehört zu den Vital- oder Heilpilzen, wächst in asiatischen, amerikanischen und auch europäischen Laubwäldern und ist in Asien ein beliebter Speisepilz.
  • Einsatz findet er in der chinesischen, japanischen bzw. allgemein asiatischen Medizin bei Magenleiden, Sodbrennen, Hitzewallungen, Speiseröhrenschleimhauterkrankungen, Morbus Crohn und anderen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Krebs im Verdauungstrakt- Magen-, Dickdarm- und Speiseröhre, auch gegen Übergewicht, Polyneuropathie, Morbus Alzheimer, Nervenerkrankungen…; er ist verdauungsfördernd, wirkt gegen Unruhe, Angstzuständen und stärkend auf das Immunsystem.
  • Die Wirkung beruht auf den Inhaltsstoffen- er ist reich an Kalium, Zink, Eisen, Germanium, Selen, Phosphor und enthält alle essentiellen Aminosäuren sowie Polysaccharide und Polypeptide.
  • Beim Sammeln fällt seine korallenartige, wirklich stark an eine Löwenmähne erinnernde Form auf; beim Kochen entwickelt er kein typisches Pilzaroma, sondern eher ein Aroma, welches an Hummer erinnert- er ist sehr schmackhaft.

Durch seine Inhaltsstoffe kann er gerade bei dieser Suppe zusätzlich für eine Linderung der oben genannten Beschwerden sorgen.

Natürlich kann die Suppe auch einfach so als Frühstück, Mittag- oder Abendessen gegessen werden 😉 .

Einfach und schmackhaft- heilsam und wärmend… so darf Medizin gerne sein 🙂

Bleibt gesund- alles Liebe wünscht Euch

Kira

Guten Appetit

Das Yin nähren…

…und das gerade jetzt, nachdem der heiße August uns mehr als genug Trockenheit gebracht hat- sowohl im Äußeren als auch für unsere Körper.

Die Saison bietet uns gerade jetzt die Fülle der Natur und für das Nähren der Säfte(Yin) ist dieses einfache Rezept perfekt:

  • eine reife Birne, drei reife Feigen waschen/putzen; die Birne würfeln, die Feigen von der Hülle befreien und vierteln; die Früchte in ein Schälchen geben und mit einem Esslöffel Sesam und Ahornsirup toppen;
  • Diese Fruchtkombination kann als Dessert oder zur Abendmahlzeit gegessen werden.
  • Für alle, deren Qi eher schwach ist, sollten die Birnen und Feigen in etwas Butter kurz angeschwenkt werden.

Was macht die Kombination jetzt so besonders?

  • Frische Feigen sind leicht kühl vom Temperaturverhalten; süss vom Geschmack und wirken positiv auf die Funktionskreise Gedärme, Milz und Lunge. Neben B-Vitaminen und jeder Menge Spurenelementen enthalten Feigen Tryptophan und wirken zudem auch gegen ungewollte Bakterien. Sie tonisieren Yin und Qi, leiten Toxine und Hitze aus und aktivieren den Darm.
  • Birnen sind ebenfalls frisch vom Temperaturverhalten, süss- säuerlich im Geschmack und wirken auf die Funktionskreise Lunge, Gallenblase, Gedärm und Milz; durch die Inhaltsstoffe tonisieren sie Yin und Blut, leiten Hitze und Toxine aus, transformieren Schleim und bringen pathogene Feuchtigkeit aus dem Körper. Am Abend gegessen, sorgen sie für eine ruhige Nacht 😉 und senken ggf. einen erhöhten Blutdruck bspw. in den Wechseljahren.
  • Ahornsirup ist neutral vom Temperaturverhalten und süß vom Geschmack; er wirkt Yin,Qi und Blut- tonisierend und ebenfalls auf die Funktionskreise Milz, Magen, Lunge und Leber.
  • Sesam ist ein absolutes Nierentonicum- neutral im Temperaturverhalten, süss im Geschmack wirkt er auf die Funktionskreise Niere, Leber, Lunge, Herz, Milz und Gedärme; tonisiert alle Yin- Organe; wirkt Jing- bewahrend(Essenz), tonisiert Blut und Qi.

Einfach mal ausprobieren- es lohnt sich !!

Alles Liebe und gute Gesundheit – habt eine schöne und gute Woche!

Kira

Pfifferlingzeit…

 

…. bedeutet Herbstzeit- die Zeit der reichen Ernte in den Gärten, den Wiesen und im Wald. Auch wenn es in diesem Jahr einfach zu trocken war- auf dem Markt gibt es wunderbare Pfifferlinge zu kaufen und ich habe mal dieses Rezept ausprobiert- Pfifferling- Vollkornpasta:

  • Vollkornpasta kochen- ich koche Pasta immer in etwas Gemüsebrühe- das macht sie würziger; alle Sorten sind möglich – von Spaghetti bis Fussili; möglich sind natürlich auch die veganen Varianten aus Kichererbsen oder Linsen…
  • In der Zeit, in der die „Nudeln“ kochen, Pfifferlinge ausputzen und abtropfen lassen, Kräuterbutter(etwa 10 Gramm) oder Öl in den Wok oder eine hohe Pfanne geben, etwas Thymian und Pinienkerne im geschmolzenen Fett „anrösten“, dann die Pfifferlinge bei hoher Temperatur anbraten und sofort runter schalten, mit 150 ml Gemüsebrühe ablöschen…
  • Gwürze dazu geben: Bertram, Quendel, Galgant, weißer Pfeffer, eine Prise Chilipulver und wenn Ihr habt etwas Trüffelpulver ; Salz ist in der Gemüsebrühe enthalten 🙂 …
  • … die Pilze immer mal wieder schwenken und dann die Pasta dazu geben- noch einmal 2 Minuten sanft köcheln lassen und dann mit frischen Kräutern servieren
  • Eine Variante: Gebt zu den Kernen und dem Fett eine Portion magere Schinkenwürfel, das gibt einen rauchigen Geschmack, es sollte aber eine gute Qualität sein und natürlich Bio; ein Schuss Sahne oder Creme fresh zum Abschluss ist natürlich auch möglich…(für mich zu deftig, ich liebe die Lightvariante, da der Geschmack der Pfifferlinge dann besonders gut hervor kommt).

Innerhalb von 20 Minuten steht eine leckere und gesunde Mahlzeit auf dem Tisch, die nach TCM folgende Wirkung hat:

  • Pfifferlinge- wie alle Pilze- sind eher süß vom Geschmack, wirken leicht kühlend bis neutral und auf die Meridiane Milz, Magen, Lunge und Gedärme.
  • Durch die Inhaltsstoffe B-Vitamine (Vit.B.1, Vit.B.2, Niacin, Pantothensäure, Biotin), Vit.K, Pro-Vit.D, Vitamin E und  C, Folsäure, Mineralstoffe und Spurenelemente Kalium, Kalcium, Phosphor, Eisen, Kupfer,  Salicylsäure (240 g) entfalten sie eine antibiotische, entgiftende und entschlackende Wirkung.
  • Für Sportler interessant- Pilze aller Art enthalten recht viel Eiweiß- zwischen 3 und 5 % auf 100 Gramm- und somit hervorragende Aminosäureverbindungen.
  • Pilze aller Art wirken Nässe/Feuchtigkeit auflösend und transformierend, Hitze eliminierend und Toxine ausleitend, Yin tonisierend( besonders gut nach dem Training und bei Hitze und Trockenheitsgefühl), Schleim auflösend und transformierend u n d sie tonisieren alle Qi-Arten.
  • Interessant aus westlicher Sicht- essbare Pilze aller Art wirken positiv bei  erhöhten Blutfettwerten, Adipositas, in der Krebs-Prophylaxe, hemmend bei Metastasen, positiv auf infektiöse Hepatits(antibiotisch, antiviral), bei trockenem Husten, leiten Stoffwechsel“schlacken“ bei zu starkem Fleischkonsum aus, wirken positiv bei Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Übelkeit, Hyperglykämie, erhöhtem Blutzuckerspiegel … und noch zahlreichen anderen Beschwerden.
  • Vollkornpasta– werden grundsätzlich eher aus Weizengries hergestellt- daher kühlend und nicht so günstig für unser Verdauungsfeuer. Wenn sie mit leichten Zutaten zubereitet(siehe oben) und in der Vollkornvariante z.B. aus Dinkel oder dem Pseudogetreide Buchweizen hergestellt sind, verändern sie ihre Wirkung auf unseren Körper- dann wirken sie eher neutral im Geschmack und in Temperatur, sind aber immer noch feuchtigkeitsbildend und sollten daher eher selten auf dem Speiseplan stehen. Buchweizennudeln sind eher süß, wirken auf die Meridiane Milz, Magen, Gedärme und Herz und damit Qi tonisierend, Nässe/Feuchtigkeit auflösend/transformierend, Qi regulierend und bewegend und Schleim auflösend/transformierend- interessant bei Hypertonie, Arteriosklerose und Diabetes.
  • Zu den Gewürzen und anderen Zutaten stöbern Sie einfach mal auf dieser- meiner- Seite, da habe ich bereits ausführlich dazu berichtet 😉

Genießen Sie die Herbstzeit vielleicht mit dem einen oder anderen Pilzgericht- ich wünsche gutes Gelingen und guten Appetit!

 

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