kiefer

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil IX

Herzlich Willkommen im März- und welch sonniger Beginn.

Sonne im März am Strand von Trassenheide/Usedom

Vor knapp einer Woche noch Schnee und Eis und jetzt können wir schon sagen „…Vom Eise befreit…“

Und so zeigen sich, dank der schon ordentlich wärmenden Märzsonne, bereits die ersten kleinen Knospen an unseren heimischen Bäumen, die Schneeglöckchen und Märzbecher.

Ein ganz wunderbarer Baum findet sich recht häufig in unserer Heimat- die Kiefer:

Die Kiefer ist in der europäischen wie auch in der asiatischen Heiltradition ein kraftvoller Baumgeist, der für Reinigung, Standhaftigkeit und Regeneration steht. In der Verbindung von CM (Chinesischer Medizin)TEM (Traditioneller Europäischer Medizin)Runenmagie und schamanischer Pflanzenarbeit offenbart sie sich als Brücke zwischen Himmel und Erde – ein Symbol für Lebensenergie (Qi), Schutz und geistige Klarheit.

Die Kiefer – Baumgeist und Symbolik

Die Kiefer (Pinus sylvestris) gilt als Baum des Nordens, tief verwurzelt im Boden/häufig im Sand und doch aufstrebend zum Licht. Ihr Geist wird in der schamanischen Arbeit als Hüterin der Klarheit und Reinigung wahrgenommen. Sie hilft, alte Energien loszulassen, stärkt die Lungenkraft und öffnet den Geist für Inspiration.

Energetische Zuordnungen:

  • Element: Holz (nach CM) und Luft/Feuer (nach TEM)
  • Organe (CM): Lunge, Leber, Herz
  • Emotion: Trauer und Wut transformierend in Mut und Lebensfreude
  • Runische Entsprechung: Eihwaz (Verbindung zwischen Leben und Tod, Schutz, Transformation)

Wirkung aus Sicht verschiedener Heiltraditionen

TraditionWirkung der Kiefer
CMWärmend, Qi-bewegend, Schleim transformierend, öffnet die Lungen, löst Stagnationen, stärkt Abwehrenergie (Wei Qi)
TEMDesinfizierend, auswurffördernd, durchblutungssteigernd, reinigend für Atemwege und Haut
Schamanische SichtReinigend auf energetischer Ebene, bringt Klarheit, stärkt den inneren Schutzkreis, verbindet mit Ahnenkraft
Runische ArbeitMit Eihwaz oder Algizkombiniert: Schutzritual, Erdung, innere Stärke

Ein wunderbares norddeutsches Rezept: Kiefernnadel-Oxymel zur Gesunderhaltung

Ein traditionelles Hausmittel aus Norddeutschland, das die Kraft der Kiefer mit Honig und Apfelessig verbindet – ideal zur Stärkung der Lunge, des Immunsystems und zur Reinigung des Qi.

Zutaten:

  • 2 Handvoll frische junge Kiefernnadeln (im Frühjahr gesammelt)
  • 250 ml roher Honig
  • 250 ml naturtrüber Apfelessig

Zubereitung:

  1. Nadeln fein schneiden oder leicht anquetschen, um die ätherischen Öle freizusetzen.
  2. In ein Glas geben und mit Honig und Apfelessig übergießen.
  3. Gut verschließen und 3 Wochen an einem dunklen, warmen Ort ziehen lassen.
  4. Abseihen und in dunkle Flaschen füllen.

Anwendung:
Täglich 1–2 Teelöffel pur oder in warmem Wasser einnehmen, besonders in der kalten Jahreszeit oder bei beginnenden Erkältungen.

Kiefern rund um die Bornmühle

Interpretation des Rezept’s im Kontext CM

In der CM wirkt dieses Oxymel:

  • Lungen-Qi stärkend – durch die harzigen ätherischen Öle der Kiefer
  • Feuchtigkeit transformierend – Apfelessig bewegt stagnierendes Qi
  • Milde Yang-Tonisierung – Honig nährt das Yin, während die Kiefer Wärme und Bewegung bringt

Diese Kombination harmonisiert Yin und Yang, stärkt die Abwehrenergie (Wei Qi) und reinigt die Leitbahnen von Schleim und stagnierender Energie. Besonders geeignet bei FrühjahrsmüdigkeitAtemwegsbeschwerden und emotionaler Schwere.

Schamanische Anwendung

In der schamanischen Praxis kann man während der Zubereitung die Rune Eihwaz in das Glas ritzen oder visualisieren, um die transformierende Kraft der Kiefer zu aktivieren. Beim Einnehmen des Oxymels kann ein kurzer Atemzug mit der Intention:“ Ich atme Klarheit und Lebenskraft – der Geist der Kiefer reinigt mich.“ gesprochen werden.

Die Kiefer vereint in sich die Stärke des Nordens, die Weisheit der Erde und die Leichtigkeit des Atems. In der Verbindung von CM, TEM und schamanischer Arbeit wird sie zu einer tiefen Lehrerin für Reinigung, Schutz und innere Balance.

Vertiefende Bedeutung der Runen für die Arbeit mit der Kiefer

RuneNameBedeutungBezug zur Kiefer
EihwazAchse zwischen Leben und Tod, Schutz, TransformationEntspricht dem Stamm der Kiefer – aufrecht, tief verwurzelt, verbindet Himmel und Erde. Unterstützt beim Loslassen alter Energien und dem Aufbau innerer Stärke.
AlgizSchutz, Verbindung zu höheren Kräften, spirituelle FührungWie die Äste der Kiefer, die sich zum Himmel öffnen. Aktiviert Schutzfelder und stärkt das Wei Qi(Abwehrenergie) auf energetischer Ebene.
ThurisazReinigung, Abwehr, DurchbruchEntspricht der reinigenden, harzigen Kraft der Kiefer. Unterstützt bei der Auflösung stagnierender Energien und beim energetischen „Durchatmen“.
UruzUrkraft, Lebenskraft, körperliche StärkeSymbol für die vitale Energie, die durch die Kiefer fließt. Fördert Regeneration und Erdung.

Anwendung in der Praxis

1. Runenritual für Kiefer-Oxymel

  • Zeichne die Rune Eihwaz oder Algiz mit einem Holzstab oder Messer in das Glas oder auf ein Stück Rinde, das du daneben legst.
  • Sprich dabei eine Intention, z. B.:„Möge der Geist der Kiefer mich reinigen, schützen und stärken. Eihwaz – ich stehe fest zwischen Himmel und Erde.“
  • Lass die Rune während der Reifezeit des Oxymels am Gefäß, um die energetische Schwingung zu halten.

2. Räucherung und Meditation

  • Kiefernharz oder Nadeln räuchern, während du die Rune Thurisazvisualisierst, um Räume oder Energiefelder zu klären.
  • In Meditation kann Uruz als Symbol über dem Herzraum vorgestellt werden, um Lebensenergie und Mut zu aktivieren.

Verbindung zur Chinesischen Medizin

In der CM korrespondieren diese Runen mit bestimmten Funktionskreisen:

RuneCM-EntsprechungWirkung
EihwazLeber und NierenStabilisiert das Wurzel-Yang, fördert Entgiftung und Wandlungsprozesse
AlgizLungeStärkt das Wei Qi, schützt vor äußeren Pathogenen
ThurisazDickdarmUnterstützt die Ausleitung von Feuchtigkeit und Schleim
UruzMilzTonisiert Qi und Blut, stärkt körperliche Vitalität

Die Kombination von Kiefer und Runenarbeit vereint die Heilkräfte der Natur mit den archetypischen Energien der nordischen Weisheit. So entsteht eine tiefe, ganzheitliche Praxis, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt – verwurzelt in der Erde, offen zum Himmel.

Und somit wünsche ich Dir für Diese Zeit Anfang März die Kraft der Kiefer- für die Klarheit in Lunge und Geist- alles Liebe…

Kira

Kieferduft nicht nur im Winter

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von Ihnen noch an die Kinderzeit, wenn aus der Badewanne ein intensiver Duft nach Wald und Kiefernadeln strömte- oder Sie nehmen heute noch bei Erkältungen ein Bad mit einem Badezusatz, der diesen intensiven Duft verströmt. Die Kiefer gehört zu den ältesten Heilmitteln der Welt- schließlich gibt es sie ja auch schon einige Milliarden Jahre 😉 …

  • Die Kiefer wirkt durch ihre ätherischen Öle( Camphen, Fenchol, Pinene, Sabinene, Terpene, Terpineol)antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, schleimlösend und schmerzstillend, auf seelischer Ebene sowohl anregend als auch entspannend und entfaltet die Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Gedärm, Leber und Niere.
  • Das Einsatzgebiet für einen Tee oder das ätherische Öl sind sämtliche Infekte der oberen Luftwege- auch bei Bronchitis und Asthma-, bei Blutungen und Blutergüssen, bei Hautproblemen, Harnwegsinfektionen, Muskelschmerzen, Gicht und Rheuma.
  • Die heilenden und nervenstärkenden Eigenschaften der Triebe kommen in Auszügen zum Inhalieren, für Tee, als Badezusatz und als Tinktur zum Einsatz. Man kann selbst im Frühjahr die frischen, jungen Triebe ernten, diese sollten aber gründlich gereinigt werden.
  • Der Tee: Besonders bekömmlich wird der Tee mit Honig oder Agavensirup. Mit antibakteriellen, schweißtreibenden, beruhigenden und erfrischenden Eigenschaften hilft das heiß-aromatische Getränk bei Erkältung mit Husten oder auch bei Asthma, außerdem ist er mit seinem Vitamin-C-Gehalt bei Frühjahrsmüdigkeit hilfreich. Für eine Tasse Tee benötigt man: 3 ganze Triebe oder 1 TL kleingeschnittene Nadeln 150 ml Wasser – die Ästchen werden mit den Spitzen nach unten in die Tasse gesteckt und mit heißem Wasser aufgegossen. Alternativ die geschnittenen Nadelstückchen übergießen. Nach fünf Minuten die Triebe bzw. Nadeln entfernen.
  • Die schleimlösenden ätherischen Öle der Fichte und Kiefer eignen sich hervorragend zum Inhalieren bei Bronchitis, Stirnhöhlenentzündung und verstopfter Nase- für ein ätherisches Salz(Meersalz) werden 250 g frische Zweigspitzen kleingeschnitten und schichtweise mit 500 g Meersalz oder Himalajasalz in ein Schraubglas gegeben. Das Gefäß mit einem Deckel verschließen und durchschütteln- je länger es steht(immer wieder aufschütteln), um so intensiver wird das Salz. Für eine 20-minütige Inhalation werden 2-3 TL Nadelsalz mit ein paar Tropfen Olivenöl mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen- nehmen Sie alt hergebracht eine Schüssel+Handtuch über dem Kopf oder ein modernes Inhalationsgefäß.
  • Auch Badezusätze gegen Rheuma, Muskelschmerzen oder Gicht lassen sich aus den Nadeln bzw. Trieben herstellen…

Nutzen Sie die Kiefer/Fichte für Ihre Gesundheit und nicht nur zum Abdecken der Pflanzen- übrigens hier lässt sich ein guter Zusammenhang erkennen- die Pflanzen werden schützend umhüllt- das macht das ätherische Öl der Kiefer auch mit uns! Übrigens gibt es bei verschiedenen Anbietern noch Tannenhoniglutschbonbons- nach alten Rezepten hergestellt- hilfreich bei Husten und Erkältung.

Alles Liebe und bleiben Sie gesund!

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