Mabon

Herbst… Mabon… Ernte und Abschied

Hallo an Dich- es wird ein kurzer Beitrag. Ich nehme gerade Abschied von meiner Mama, die Ihren letzten Weg gegangen ist. UND trotzdem möchte ich Dir so kurz vor der Herbst- TagUNDNacht-Gleiche eine ganz wunderbare Mischung aus ätherischen Ölen zu Mabon, aber auch eine zur Begleitung auf dem letzten Weg vorstellen:

Mabon als Jahreskreisfest markiert die herbstliche Tagundnachtgleiche: Licht und Dunkelheit stehen für einen Moment im Gleichgewicht. Im schamanischen Erleben ist es eine Schwellenzeit, in der wir innehalten, danken und bewusst auswählen, was uns durch die dunklere Jahreshälfte begleiten darf. Es ist auch die Zeit, in der Loslassen, Gehenlassen und Abschiede einen großen Stellenwert einnehmen- das Metallelement mit Lunge und Dickdarm regiert.

Die folgenden Mischungen verbinden erdige, wärmende und klärende Pflanzenaromen mit einer einfachen Mabon-Intention: Dankbarkeit, Ausgleich und bewusstes Loslassen.

Mabon – die Zeit der Ernte und des Gleichgewichts

Mabon wird im Jahreskreis auch häufig als Erntefest gefeiert. Die Natur zieht ihre Kräfte langsam nach innen, Blätter verfärben sich, Früchte reifen und die Tage werden kürzer. Schamanisch betrachtet ist es eine Einladung an uns alle, die eigene Ernte zu würdigen…Erfahrungen, Erkenntnisse, Beziehungen und Fähigkeiten.

Eine Frage in dieser Zeit lautet: „Was habe ich in diesem Jahr genährt – und was darf nun zurück zur Erde?“

Mabon ist keine Zeit des Festhaltens- Reife bedeutet in diesem Kontext, etwas weiterzugeben, abzuschließen und Raum für die nächste Wandlung zu schaffen.

„Ernte und innere Mitte“- eine Ölmischung zur Begleitung

Für 10 Milliliter fraktioniertes Kokos-,Jojoba- oder Mandelöl:

  • 2 Tropfen Weihrauch
  • 2 Tropfen Süßorange
  • 1 Tropfen Zedernholz
  • 1 Tropfen Muskatellersalbei

Diese Mischung verbindet die warme Süße der Erntezeit mit erdender Tiefe. Weihrauch steht für Sammlung und Übergang, Orange für Dankbarkeit und Lebensfreude, Zedernholz für Verwurzelung und Muskatellersalbei für Loslassen und innere Weite.

Anwendung

Vermische die ätherischen Öle mit dem Trägeröl und gib eine kleine Menge auf Handgelenke, Brustbein oder Fußsohlen. Atme den Duft ruhig ein und verbinde ihn mit der Intention: „Ich ehre meine Ernte. Ich lasse los, was vollendet ist, und vertraue dem nächsten Wandel.“

Wenn Du keine ätherischen Öle magst, ist vielleicht diese Räuchermischung eher etwas für Dich.

Räuchermischung „Mabons Erntefeuer“

Zutaten:

  • 2 Teile Wacholderbeeren
  • 1 Teil Beifuß
  • 1 Teil Schafgarbe
  • 1 Teil getrocknete Apfelschale
  • 1 Teil Fichtennadeln
  • 1 kleines Stück Weihrauchharz

Schamanische Bedeutung

  • Wacholder klärt und schützt den Übergang.
  • Beifuß begleitet Schwellenzeiten und stärkt die Verbindung zur inneren Wahrnehmung.
  • Schafgarbe symbolisiert Abgrenzung und Integrität.
  • Apfelschale erinnert an Fülle, Reife und die Gaben der Erde.
  • Fichtennadeln schenken Aufrichtung und Waldverbundenheit.
  • Weihrauch hebt die persönliche Intention und schafft einen feierlichen Raum.

Zerkleinere die getrockneten Zutaten leicht und mische sie in einer feuerfesten Schale. Gib eine kleine Menge auf Räucherkohle oder verwende ein Räuchersieb. Während der Rauch aufsteigt, benenne drei Dinge, für die du dankbar bist; anschließend sprich bewusst aus, was Du nicht mit in die dunklere Jahreszeit nehmen möchtest.

Ein Ritual für Ernte und Dankbarkeit:

Lege einen Apfel, ein Blatt, eine Nuss oder eine andere Gabe aus der Natur in die Erde oder vor Dich. Entzünde die Räuchermischung und sprich: „Ich danke für die Früchte meines Weges; ich ehre, was gewachsen ist; ich gebe zurück, was vollendet ist und gehe nun verwurzelt in die kommende Zeit.“

Äpfel sind wunderbare Ritual-Begleiter

Spüre danach…einige Minuten in Stille; den Atem, den Boden unter dir und den Wechsel der Jahreszeit. Mabon wird so zu einem persönlichen Moment des Gleichgewichts: zwischen Tun und Ruhen, Fülle und Verzicht, Licht und Dunkelheit. Dieses Fest des Jahreskreises gibt Dir die Erinnerung, dass jede Ernte auch eine Einladung zum Teilen und Loslassen ist. In Duft und Rauch darf spürbar werden…Du musst nicht alles bewahren. Was wirklich zu dir gehört, geht mit dir in die nächste Jahreszeit.

UND so ist es auch im Abschied nehmen, wenn ein Mensch, der Dir nahe steht, seinen letzten Weg geht:

Die Traurigkeit ist da; es ist oft nicht fassbar… aber was viele Menschen unterschätzen oder nicht wahrnehmen ist, dass der Mensch, der gehen muss, Ängste hat und oft nicht loslassen kann, weil WIR nicht loslassen wollen oder können- egal ob aus Angst, Trauer… dabei ist folgende Ölmischung hilfreich:

„Dein letzter Weg“- Mischung zur Sterbebegleitung:

Diese Mischung wirkt umhüllend, angstlösend und tröstend…

Mische wie oben mit 50 ml eines Trägeröl’s: je einen Tropfen Benzoe, Champaca, Jasmin, Tolu, Ylang Ylang, Lavendel und 2 Tropfen Zedernholz… diese Mischung ist für Einreibungen geeignet; je näher der Betroffene dem Übergang ist, um so dichter sollte auf dem Brustbein oder der Wirbelsäule sanft eingerieben werden.

Sicherheit: Achte darauf, dass bei Kräutern und Ölen keine Allergien vorliegen; für Säuglinge sind die Öle nicht geeignet; ebenso sollte bei Schwangerschaft auf die verträglichkeit geachtet werden- hier immer Rücksprache halten. Selbstverständlich gilt die Pflicht, sorgfältig auch eine medizinische Abklärung vorzunehmen!!

Ich wünsche Dir eine gute ERNTE!!

Alles Liebe- Kira

Ernte-Suppe 🙂
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