Mandeln

Mandeln… die Kraft im Kern oder doch nicht?

Hallo an Dich und liebe Grüße zum Ostermontag… gab es in Deinem Osternest auch die gesunden Kerne wie Mandeln und Cashew?

Für eine Vielzahl von uns Menschen sind diese Kerne tatsächlich gesund- maßvoll in die Ernährung integriert liefern sie wertvolle Fette, Eiweiß und eine Vielzahl von Mikronährstoffen.

ABER… was ist mit den Menschen, die darauf reagieren- und dazu kann ich Dir sowohl aus Sicht der modernen Dermatologie als auch der chinesischen Medizin folgendes berichten:

Mandeln gelten sowohl aus Sicht der Dermatologie (indirekt über Nährstoffe) als auch der Chinesischen Medizin (CM) als besonders wertvoll für die Haut. Ihre Wirkung entsteht durch eine Kombination aus entzündungshemmenden, nährenden und regulierenden Eigenschaften.

Mandeln- kleine Kraftpakete

Dermatologische Perspektive:

1. Essenzielle Fettsäuren für die Hautbarriere
Mandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega‑9. Diese stärken die Lipidbarriere der Haut, was entscheidend ist bei:

  • trockener Haut
  • Neurodermitis
  • gestörter Hautschutzfunktion

Eine stabile Hautbarriere reduziert Feuchtigkeitsverlust und schützt vor Reizstoffen.

2. Vitamin E als Antioxidans
Mandeln sind reich an Vitamin E, das:

  • freie Radikale neutralisiert
  • Hautalterung verlangsamt
  • entzündliche Prozesse (z. B. bei Akne) abschwächen kann

3. Zink und Biotin für Regeneration
Diese Mikronährstoffe unterstützen:

  • Wundheilung
  • Zellneubildung
  • Talgregulation

Dieser Fakt ist besonders relevant bei unreiner Haut oder Akne.

4. Blutzuckerregulation
Mandeln stabilisieren den Blutzucker. Schwankungen im Insulinspiegel können Akne und entzündliche Hautprobleme verstärken – Mandeln wirken hier indirekt regulierend.

Mandeldrink/ Mandelöl

Perspektive CM

Gemäß der CM werden Mandeln (insbesondere süße Mandeln, Xing Ren) folgendermaßen eingeordnet:

1. Befeuchten die Lunge → nähren die Haut
In der CM gilt: Die Lunge kontrolliert die Haut.
Mandeln:

  • befeuchten die Lunge
  • lindern Trockenheit
  • verbessern trockene, schuppige Haut

2. Nähren Yin und Säfte
Bei Hautproblemen durch „Yin-Mangel“ (z. B. trockene, empfindliche Haut, frühzeitige Falten) wirken Mandeln:

  • aufbauend
  • kühlend
  • regenerierend

3. Reduzieren innere Trockenheit und Hitze
Bei Zuständen wie:

  • entzündlicher Akne
  • geröteter Haut
  • Hitzezeichen

…können Mandeln helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

4. Unterstützen den Darm (Feuchtigkeit und Stuhlgang)
Gemäß der komplexen Sichtweise in der CM besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darm und Haut. Mandeln fördern:

  • sanfte Befeuchtung des Darms
  • bessere Ausscheidung

Das kann Hautunreinheiten positiv beeinflussen.

Mandeldrink und Beeren- Power für die Haut

Wann Mandeln besonders sinnvoll sind: bei…

  • trockener, schuppiger Haut
  • empfindlicher oder gereizter Haut
  • leichter bis moderater Akne (nicht entzündlich-exzessiv)
  • Hautalterung
  • Hautproblemen durch Stress oder Erschöpfung

Wann Vorsicht sinnvoll ist:

  • bei starker Akne mit viel „Hitze“ (entzündlich, eitrig) nur in Maßen
  • bei Nussallergien selbstverständlich vermeiden- hier spielt das Eiweiß eine besondere Rolle- mehr dazu weiter unten…
  • Bittermandeln sind nicht für den Verzehr geeignet, da sie einen hohen Anteil an Blausäure enthalten

Mandeln sind kein „Wundermittel“, aber eine der effektivsten natürlichen Ergänzungen für die Haut, weil sie gleichzeitig Barriere, Entzündungsregulation und Zellschutz unterstützen. Gemäß CM verstärken sie zusätzlich die Befeuchtung und das energetische Gleichgewicht beim Pathogen „Trockenheit“, was sie besonders bei trockenen und stressbedingten Hautproblemen wertvoll macht.

UND jetzt schauen wir uns den Aspekt Eiweißverbindung- Allergie- negative Aspekte näher an:

Botanisch sind Mandeln zwar Samen (Kerne einer Steinfrucht), aber für das Immunsystem zählt nicht die botanische Kategorie, sondern die Eiweißstruktur:

Warum Mandeln trotzdem Allergien auslösen können?

Dinkel-Mandeldrink ganz einfach selbst hergestellt

1. Allergien sind Reaktionen auf Protein-Strukturen, nicht auf „Nuss vs. Kern“
Das Immunsystem erkennt bestimmte Eiweiße als „fremd“. Mandeln enthalten eigene Allergene (z. B. Speicherproteine), die:

  • direkt eine Mandelallergie auslösen können
  • strukturelle Ähnlichkeiten zu anderen „Baumnüssen“ haben

2. „Baumnussallergie“ ist ein Sammelbegriff
In der Medizin werden Mandeln oft mit „Nüssen“ gruppiert, obwohl sie botanisch keine sind. Dazu zählen u. a.:

  • Haselnuss
  • Walnuss
  • Cashew
  • Mandel

Das liegt daran, dass sie ähnliche allergene Proteine besitzen.

3. Kreuzreaktionen sind möglich
Wer z. B. auf:

  • Birkenpollen
  • Haselnuss

reagiert, kann auch auf Mandeln reagieren (oft als ein mildes orales Allergiesyndrom wie Juckreiz im Mund…)

Einordnung aus Praxis-Sicht

  • Manche Menschen mit Nussallergie vertragen Mandeln problemlos
  • …andere reagieren gezielt auf Mandeln– nicht unbedingt bei zwei bis drei; aber dann kann die vierte schon zuviel sein…
  • wieder andere reagieren auf mehrere „Nuss“-Proteine gleichzeitig– also bspw. bei Nuss- und Kern-Mischungen

Man kann also nicht pauschal sagen, dass Mandeln „keine Nussallergie auslösen“; Mandeln sind zwar botanisch Kerne, aber allergologisch relevant wie Nüsse, weil die Immunreaktion von den enthaltenen Proteinen abhängt – nicht von der botanischen Einordnung… und genau 😉 darauf kommt’s an. Das Immunsystem „sieht“ keine Kategorien wie Kern oder Nuss, sondern nur bestimmte Proteinstrukturen. Wenn diese Strukturen denen aus klassischen Nüssen ähneln, kann es zu ähnlichen Reaktionen kommen.

Für die Praxis heißt das ganz simpel:

  • Verträglichkeit ist individuell, nicht logisch aus der Pflanzenklasse ableitbar
  • Testen (oder Allergietest) ist verlässlicher als Einordnungen
  • Viele Menschen vertragen Mandeln gut – aber eben nicht alle UND bei bestimmten Symptomen wie „Brennen auf der Zunge“, rote Zungen nach Genuss… MUSS genau hingeschaut werden!

Jetzt wird es noch einmal spannend…Wann Mandeln die Haut verbessern- hier überschneiden sich moderne Dermatologie und CM teilweise, wichten aber unterschiedlich:

Trockene, schuppige Haut (Dermatologie + CM deckungsgleich)
Mandeln wirken stark aufbauend und befeuchtend:

  • stärken die Hautbarriere (Fettsäuren)
  • reduzieren Spannungsgefühl und Rauigkeit
  • in der TCM: nähren Yin und Körpersäfte

Typische Symptom-Bilder:

  • Neurodermitis (nicht akut entzündet)
  • trockene Winterhaut
  • fahle, „ausgelaugte“ Haut

Empfindliche, reaktive Haut

  • Vitamin E wirkt beruhigend
  • weniger oxidative Reizung
  • TCM: harmonisieren Lunge → stabilere Hautoberfläche

Frühe Hautalterung / feine Linien

  • antioxidativer Schutz
  • leichte Unterstützung der Regeneration
  • CM: Substanzaufbau/Yin/Blut Xue statt „Austrocknung von innen“

Wann Mandeln neutral bis vorsichtig einzusetzen sind:

Mittelschwere bis schwere Akne; aber auch bei Mischhaut
Hier kommt es auf die Menge an:

  • kleine Mengen → stabilisieren Blutzucker, können helfen
  • große Mengen → können „zu reich“ sein

CM-Sicht:

  • leicht befeuchtend → ok, solange keine ausgeprägte „Hitze“ da ist- das sind entzündliche, rote, gelbe Akne-Pusteln…

Wann Mandeln die Haut verschlechtern:

Entzündliche Akne (rote, eitrige schmerzhafte Pickel)
Dermatologisch:

  • sehr fettreiche Ernährung verstärkt Akne verstärken

Gemäß CM:

  • Mandeln sind befeuchtend + leicht wärmend
  • bei „Hitze + Feuchtigkeit“ (typisch bei schwerer Akne) kann dies zusätzlich verstärken

Typische Zeichen:

  • große, entzündete Pickel
  • fettige Haut + Rötung
  • ggf. Verdauung träge, Völlegefühl

Seborrhoische Haut / „Ölige“ Hauttypen

  • zu viele Mandeln → können das „Schwere/Feuchte“ verstärken
  • Haut wirkt dann eher glänzend statt klar

Unklare Unreinheiten + Verdauungsthema/immer beachten:

  • Blähungen
  • weicher Stuhl
  • Müdigkeit nach dem Essen

→ Mandeln reduzieren, weil sie die „Feuchtigkeit“ im System verstärken können

Empfehlung aus der Praxis:

Gut verträglich / hilfreich:

  • 5–10 Mandeln täglich
  • ideal: einweichen, mitkochen, lange kauen
  • kombiniert mit „leichteren“ Lebensmitteln

Mandeln sind ideal bei Trockenheit, Sensibilität und Substanzmangel.
Bei entzündlicher, hitziger, fettiger oder „gestauter“ Haut sind sie – vor allem in größeren Mengen – eher kontraproduktiv.

Der Schlüssel ist weniger ob, sondern für wen und wie viel.

Mandeln- mit gegart sind sie verträglicher 🙂

Du bist Dir unsicher, ob Kerne und Nüsse für Dich geeignet sind? Vereinbare einen Beratungstermin in meiner Praxis- dann analysieren wir gemeinsam Deine Möglichkeiten 🙂 ! Solche Termine sind auch als Video-Call möglich, wenn Du weiter weg wohnst oder keine andere Möglichkeit hast.

Ich hoffe sehr, dass dieser Exkurs für Dich hilfreich war und wünsche Dir ALLES LIEBE-

Kira

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Herzlich Willkommen zum Mittwoch- Warum ist Mandelöl gesund und wie wird es in der chinesischen Medizin diskutiert?

Mandelöl ist eines der wertvollsten Öle, die wir für die Ernährung und medizinischen Anwendung zur Verfügung haben:

  • Generell sind Öle ein starkes Blut-Tonicum und bauen das Yin auf; das heißt, sie sind sehr nährreich, sollten allerdings maßvoll eingesetzt werden und von hervorragender Bio-Qualität sein. Öle sollten- und das trifft für Mandelöl ebenfalls zu- kaltgepresst verwendet werden, nur dann sind alle Nährstoffe und wichtigen Fettsäuren enthalten und für uns verwertbar.
  • Mandelöl wird durch Kaltpressung aus den reifen Samen des Mandelbaums- der süßen Mandel Prunus dulcis- gewonnen, hat eine leicht gelbliche Farbe und ist geruch- und geschmacklos.
  • Es führt der Haut die fettlöslichen Vitamine A, E, und D; einige B-Vitamine sowie die Mineralien Kalium, Magnesium und Calcium zu.
  • Eine ausreichende Versorgung vor allem mit dem Vitamin E lässt die Haut Feuchtigkeit besser speichern; dies schützt vor oxidativem Stress und gegen freie Radikale.
  • Mandelöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren; bspw. bei einer Massage gelangen sie tief in die Haut und machen diese weich und geschmeidig.
  • Linolsäure stärkt die Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber Infektionen und schützt sie vor UV-Strahlen; außerdem versorgt sie die Haut mit Feuchtigkeit und wirkt Hautreizungen entgegen.
  • Palmitinsäure als ungesättigte Fettsäure sorgt dafür, dass das Öl gut in die Haut eindringt und unterstützt die feuchtigkeitsspendende und glättende Wirkung.
  • Mandelöl ist eine hervorragende Haarkur für trockenes Haar und/oder trockene Kopfhaut- einfach einmassieren, über Nacht wirken lassen und morgens mit einem milden Shampoo auswaschen 🙂
Mandelöl für die Ernährung und den Körper
  • Für die Verwendung in der Küche: kaltgepresstes Bio-Mandel-Öl für Salate und zum Anreichern von Mandel-Drink’s oder auch in Smoothies 🙂

Was kann Mandelöl:

  • … verbessert den Teint
  • …hilft bei Augenringen
  • …verbessert die Sehfähigkeit
  • …hilft bei trockenen Lippen und generell bei Trockenheit
  • …aktiviert die Zellteilung

… dazu einfach einen Teelöffel Mandelöl bspw. in den Bauchnabel geben, einwirken lassen und einmassieren- der Bauchnabel entspricht dem Akupunkturpunkt RenMai 8- ShenQue- hat den stärksten Bezug zu unserem Inneren- unserer Essenz und trägt alle Wirkstoffe- egal ob in Öl, als Kräuterpad… in unseren Körper 🙂

Alle anderen Wirkweisen können Sie/ könnt Ihr in meinem Beitrag: http://spiritandbalance.de/?s=%C3%B6le nachlesen/ erschienen am 28.06.2021 hier.

Mandeln- nicht nur als Kern gut für unsere Gesundheit und geschmackvoll lecker- auch das Öl hilft uns, in Balance zu bleiben 🙂

Alles Liebe-einen guten Start in die neue Woche wünscht Euch/Ihnen

Kira

Herbstzeit- Birnen und das Yin

Birnen sind das absolute Herbstobst- süß, herb, säuerlich…alle Geschmacksrichtungen sind vertreten- ich selbst bevorzuge alte Birnensorten, da diese nicht „hochgezüchtet“ und noch deutlich verträglicher sind.

Birnen lassen sich vielfältig als Nahrung- siehe mein Rezept für einen Birnen-Mandel-Crumble- und Heilmittel einsetzen:

  • Sie sind leicht frisch bis kühlend, süß- herb säuerlich und wirken auf die Meridiane Lunge, Gedärme, Gallenblase, Milz.
  • Gemäß der Ernährungstherapie in der CM wirken sie Yin tonisierend, Hitze eliminierend, die durch Yin-Mangel verursacht wird(z.B. bei Unruhe, Schlaflosigkeit/Schlafstörungen, Nervosität, Fieber), Leber-Blut tonisierend( z.b. bei Anämie- ganze Dörrbirnen in Rotwein), Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend, Schleim auflösend und transformierend( bspw. bei Schleim Hitze Birnensaft mit Zitronensaft mischen täglich 200 – 700 ml trinken), Stuhlgang regulierend/abführend, Nässe ausleitend und Diurese fördernd- ein hervorragendes Mittel bei Hypertonie im Zusammenhang mit Ödemen… und Nässe/Feuchtigkeit auflösend, transformierend und ausscheidend- Birnen können die Harnsäurewerte normalisieren.

Weitere Bestandteile im Crumble sind Vollkorn-Haferflocken, Erdmandeln(gemahlen), gestiftete Mandeln, Sonnenblumenkerne und Butter(1,5 Esslöffel, weich), dazu Vanille, Zimt, Kardamom(je eine Messerspitze voll)- die Birnen werden gewürfelt(mit Schale), in eine hitzebeständige Form gegeben, die Butter mit den Zutaten verkneten(es sollte gut krümelig sein) und dann über die Birnen krümeln- ab in den Backofen bei 180 Grad- bis es köstlich duftet und alles leicht cross und bräunlich wird.

  • Hafer ist wärmend- tonisierend für das Milz-Qi und die Nerven(Nieren-Jing), stärkt die Mitte, Mandeln stärken Qi und Leberblut, tonisieren Yin und transformieren Feuchtigkeit, Edmandeln sind süß-scharf und sorgen für eine gute Darmgesundheit, Sonnenblumenkerne wirken ähnlich den Mandeln, zusätzlich noch Blut bewegend und gegen Parasiten(Madenwürmer, 250 Gramm abends vor dem Schlafen nehmen), Butter wirkt auf die Funktionskreise Milz, Lunge, Niere, Leber, Gedärme, ist süss und baut Qi, Blut und Yin auf, die Gewürze wirken leicht wärmend und entspannend, aus westlicher Sicht stabiliseren sie den Blutzucker.

Das Video ist hier:  IMG_3666

Dieses Frühstück ist vor allem für Frauen ab 35+ super geeignet, da es das Yin- Defizit ausgleicht und Blut aufbaut.

Probieren Sie es aus- auch am Nachmittag oder Abend gut zu genießen!

 

Alternativen ?

Voller Freude habe ich Ende April meinen Studenten in der Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin- leider waren diesmal keine Männer dabei( sehr schade )-die Zertifikate nach der bestandenen Prüfung( Hausarbeit, praktischer Teil und Gespräch) überreichen können. Sie starten jetzt als ganzheitliche Ernährungsberaterin durch- alle mit einer Kombination bspw. Yogalehrerin, Heilpraktikerin für Ernährungsmedizin und Psychologie, Gesundheitsberaterin, Köchin für ganzheitliche Ernährung und auch als Sprechstundenschwester in einer internistischen und ganzheitlich arbeitenden Hausarztpraxis(Diabetikerschulung). Spannend- ich wünsche allen viel Erfolg!

Das brachte mich auf die Idee, denn auch alternative Ernährungsformen werden in der Ausbildung „beleuchtet“ und gelehrt, Alternativen für Milchprodukte vorzustellen. Nicht jeder Mensch verträgt Milch/ Milchprodukte, nicht jeder möchte aus ethischen Gründen Tiermilchprodukte zu sich nehmen, manch einer möchte neue Geschmacksvarianten probieren… hier also einige echte Alternativen:

Milch: Mandeldrink, Dinkeldrink, Haferdrink, Sojadrink, Reisdrink- kann man auch selbst herstellen- einfach aus Wasser und den Kernen bspw. oder den Getreideflocken/-kernen: 1 Handvoll Mandeln, 0,5 Liter Wasser, 5 – 12 entsteinte Datteln, mahlen Sie die Mandeln in einem starken Mixer. Fügen Sie dann das Wasser hinzu und pürieren Sie die Mischung, bis sich eine milchige Flüssigkeit bildet. Je nach gewünschtem Süße-Grad geben Sie 5 bis 12 entsteinte Datteln dazu und mixen einige Minuten lang, bis eine homogene, schaumige „Milch“ entsteht.

Dinkeldrink oder Mandeldrink ganz einfach

Dinkeldrink oder Mandeldrink ganz einfach

Bei empfindlichem Verdauungssystem oder wenn Sie die Mandeln leichter verdaulich machen möchten, weichen Sie diese über Nacht oder auch bis zu 48 Stunden lang in gefiltertem Wasser ein. Wechseln Sie das Wasser alle 12 Stunden und spülen Sie die Mandeln vor Verwendung gut ab- aber Sie müssen wissen, eingeweichte Mandeln sind nicht mehr sehr intensiv im Geschmack/ in der Süße- dann lieber die Menge erhöhen.

Joghurt: aus 500ml Sojamilch(Bio) und 2 Esslöffeln Brottrunk(z. Bsp. beim Drogeriemarkt DM zu kaufen)- Die Sojamilch im Topf auf maximal 42 °C erhitzen (nicht heißer- ggf. Kochthermometer benutzen) und Brottrunk einrühren. Das Gemisch in eine Thermoskanne füllen und diese warm einpacken, damit die Wärme gut hält. Über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag den fertigen Joghurt kühl stellen.

Quark: Quark- Alternativen werden auf der Basis von Mandeln oder Cashewkernen hergestellt. Damit liefert der Quarkersatz gesunde Fettsäuren und kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Manche Sorten werden noch mit einem Probiotikum versetzt und bekommen dadurch den typisch säuerlichen Geschmack. Die Alternative zu Kuhmilchquark ist in den meisten Biomärkten und Reformhäusern sowie in veganen Supermärkten erhältlich- oder man stellt ihn selbst her:

Aus: 200 Gramm Cashewkernen und insgesamt ca. 600 ml Wasser(still oder aus der Leitung- abgekocht und abgekühlt) + Probiotikapulver 1,5- 2 TL- Cashews in Wasser für mindestens 4 Stunden einfachen, Wasser abgießen, die Kerne in den Mixer geben, stilles Wasser dazu geben, so lange Mixen bis sich eine sämige Creme, die eine sahnige Konsistenz hat, gebildet hat. Es dürfen keinesfalls mehr Stückchen drin sein. Den Mixer auf kleiner Stufe schalten und über die Deckelöffnung das Probiotukum-Pulver einrieseln lassen. Alles gut durchmixen, auf gleicher Stufe weiter mixen. Die Masse in Gläser füllen, abdecken, so dass die Luft gut zirkulieren kann(Leinenhandtuch oder Ähnliches-netzartiger Stoff). An einem warmem, ruhigen Ort für ca. 15-16 Stunden stehen lassen. Der Quark braucht etwas länger Zeit zum Fermentieren als der Joghurt.

Sahne:

Selbst hergestellt aus:     2 TL Kokosfett, 100 g Cashewkernen, 0,5 TL Vanillepulver, Wasser– Kokosfett vorsichtig über dem Wasserbad schmelzen, Cashewkerne fein mahlen, Vanillepulver dazugeben und vermischen. Mit dem oder in dem Mixer so viel Wasser zu der Kernmischung geben, dass eine cremige Konsistenz entsteht, noch Kokosfett dazugeben und gut verrühren- die Mengen hängen von der gewünschten Konsistenz ab, möglich sind aber auch Hafersahne zum Kochen zu nehmen- die gibt es in guter Qualität auch schon in den Supermärkten, ähnlich ist es bei Sauerrahm- die Kuhmilchalternativen gibt es in gut sortierten Supermärkten oder in den veganen Märkten oder alternativ:

Mandelsahne aus:  3 EL weißes Mandelmus (Bio-Mandelpüree), 1 TL Zitronensaft oder Bio-Apfelessig, 1 Prise Meersalz, alle Zutaten  verrühren, bis sich eine feste Masse ergibt.

Buttermilch:

Für ein Glas werden einfach 200 ml Mandeldrink(Haferdrink) mit einem Esslöffel Apfelessig vermischt- ggf. noch Früchte mit pürieren.

Pudding und Breie: alle mit Milchalternativen herzustellen + Stärkepulver + Früchte, Vanille oder Kakaopulver + Rohrohrzucker oder Erythrit+ Mandeln oder Cashews- bitte keine Reismilch nehmen, damit wird es kein Pudding bzw. es gibt einen unangenehmen Nebengeschmack

Eis: aus Früchten, Kakao und alternativem Joghurt- z.B.     500 g Erdbeeren, 1 Vanillestange, 300 g (Soja-) alternativer Joghurt , 2 EL Agavendicksaft: Erdbeeren putzen und waschen. 5 Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen. Vanillestange längs aufschneiden und das Mark herausschaben, alle Zutaten, außer die Erdbeerwürfel, in einen Mixer geben und mixen. Danach die Würfel unterheben. Die Eismasse in ein Gefäß füllen und in den Tiefkühler stellen. Das Eis sollte etwa 5 Stunden gefroren werden, die Masse jede Stunde kräftig durchrühren, damit das Eis cremig wird. Kurz vor dem Servieren etwas antauen und mit frischen Erdbeeren garnieren.

Eine Alternative sind Sorbet- alle Früchte/ Säfte sind verwendbar und man muss nicht erst Alternativen für Milchprodukte nehmen + Rohrohrzucker und ggf. etwas Minze.

Frischkäse: selbst herstellen oder im Bio/ Vegan- Markt kaufen:

150 g Cashewkerne, 100 ml Wasser, getrocknete Tomaten, Gewürze nach Geschmack und etwas Salz- und einen Teelöffel Hefeflocken— Cashewkerne über Nacht in Wasser einweichen, am nächsten Tag im Mixer zu einer Creme verarbeiten, die restlichen Zutaten hinzufügen und erneut gut mixen.

Selbst herstellbar sind auch Käsearten wie „Mozarella“ oder „Feta bzw. Grillkäse“: z. B. aus 2 l Sojamilch, 1 TL Salz, 0,5 TL Garam masala , Saft von 2 Zitronen, 2 Bund grüne Kräuter nach GeschmackFür den Käse: Sojamilch in einem großen Topf mit Salz und Garam masala zum Kochen bringen. Zitronensaft in die leicht kochende Sojamilch einrühren, dann beginnt die Sojamilch auszuflocken. Unter ständigem Rühren ca. 3-4 Minuten köcheln lassen. Anschließend alles durch ein mit einem Geschirrtuch ausgelegtes Sieb gießen und den Käse gut abtropfen lassen. Das Tuch über der Käsemischung zusammenschlagen und den Käse gut ausdrücken. Kräuter klein hacken und unter den Käsebruch mischen. Frischhaltefolie auf der Arbeitsfläche auslegen und den Käsebruch gleichmäßig darauf verteilen. Mithilfe der Folie kompakte Käseblöcke formen. Diese, eingeschlagen in der Folie, in eine Auflaufform legen und mit einem Schneidebrett oder einer Platte belegen. Darauf eine Schüssel mit Wasser stellen und den Käse über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Den Käse aus der Verpackung nehmen, auf 2 Seiten dünn mit Olivenöl bestreichen und auf der Grillplatte auf beiden Seiten ca. 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze grillen.

Dinkelkörner eignen sich sehr gut für die "Milch" Alternative Dinkeldrink

Dinkelkörner eignen sich sehr gut für die „Milch“ Alternative Dinkeldrink

In der Ernährung gemäß den Richtlinien der CM gibt es keine reine vegane Küche- aber es ist im Interesse unserer Gesundheit und der Umwelt/ unserer Tiere, dass wie ruhig ab und zu zu solchen Alternativen greifen sollten- nicht zu veganen Fertigprodukten aus dem „Chemielabor“

Wissenswertes über Nüsse

Nüsse und Mandeln haben gerade jetzt in der Yin- Zeit des Jahres Hochkonjunktur. Sie stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe, die unsere Abwehr stärken, die Mitte nähren und dafür Sorge tragen, dass wir uns auch an dunklen Tagen glücklich fühlen!

Was also macht Nuss und Mandel so wertvoll:

  • Nüsse und Mandeln sind der Stresskiller schlechthin- sie stecken voll mit Magnesium, welches die Ausschüttung des Müdigkeitshormons Melatonin verhindert. Damit bleibt dann die Konzentration nicht auf der Strecke.
  • Die enthaltenen Vitamine B1 und B6 stärken die Nerven.
  • Macadamianuss- mmhh… lecker, am besten ungeröstet und ungesalzen! Sie ist zwar die fettreichste Nuss, aber es sind die ungesättigten Fettsäuren, die für einen niedrigen Cholesterinspiegel des „schlechten“ Cholesterins LDL sorgen.
  • Mandeln enthalten viel  Vitamin E- bieten so Schutz vor freien Radikalen und außerdem senken Mandeln(ungeschält) den Blutdruck und kurbeln die Verdauung an.
  • Walnüsse spenden sehr viel Selen, enthalten außerdem alpha- Linolensäure und Ellagsäure, gute Gerbstoffe, welche in Kombination mit dem Selen die Immunabwehr stärken.
  • Die exotische Kokosnuss hat viele Vorzüge. Sie hat zwar eher gesättigte Fettsäuren, aber stellt uns Mangan und Biotin zur Verfügung. Mal abgesehen von der Nuss- das Kokoswasser hat kaum Fett, aber viele Spurenelemente und kann gut als Getränk- auch im Winter- genossen werden.
  • Pistazien und andere Kerne stecken voller Kalium und auch Eiweißverbindungen- unentbehrlich für die Fettverbrennung und den Muskelaufbau.
  • Pekannüsse- Diese Nussart ist mit unseren Walnüssen verwandt, hat aber einen milderen und lieblicheren Geschmack. Sie sind kraftvolle Nährpakete: Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen wirken sich günstig auf die Knochen und auf verschiedene Stoffwechselvorgänge aus. Der hohe Proteingehalt und verschiedene B-Vitamine tun den Nerven, dem Gehirn und den Muskeln gut-  das ebenfalls reichlich enthaltene Vitamin A schützt Augen und Schleimhäute. Die vielen ungesättigten Fettsäuren in Pekannüssen sind eine Wohltat und sehr wichtig für Herz, Gefäße und Kreislauf. Der mäßige, aber regelmäßige Verzehr von Pekannüssen bringt positive Effekte bei einem erhöhten Blutdruck und Cholesterinspiegel. Positiv sind die Ballaststoffe für Darm und Figur.

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Kaufen Sie heimische Nüsse und achten Sie bei Importware auf ein Bio-Zertifikat. Nüsse und Kerne sollten nicht behandelt/ begast sein, also nicht gesalzen oder gebrannt. Lose Ware in der Schale ist geschützter vor Pilzbefall und außerdem ist das Nüsse knacken manchmal auch herrlich entspannend.

Nüsse gehören in der chinesischen Ernährung/ Ernährungstherapie immer dazu- ein warmer Frühstücksbrei wird damit nicht nur knackig, sondern liefert wertvolle Fette und wertvolles Eiweiß. Der „kleine Hunger “ kommt kaum vor, wenn Nüsse und Kerne maßvoll täglich auf dem Speiseplan stehen.

Probieren Sie es aus- nehmen sie sich täglich eine Hand voll Kerne mit und verzehren diese zur Mittagsmahlzeit- sie werden bald kein „Nachmittagstief“ mehr spüren.

Fröhliches Knacken und Knabbern! Genießen Sie Nüsse und Kerne für Ihre Gesundheit!

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