Vitamine

Portulak- das vergessene Kräutlein

Hallo an Dich und guten Morgen! Danke für Dein Interesse an diesem Beitrag und am PORTULAK 🙂

Portulak ist ein sehr altbekanntes Gewürzkraut bzw. eine Salatpflanze; es gibt sie in zwei verschiedenen Ausführungen:

Portulak in meinem Garten… auch die Blüten enthalten wertvolle Bitterstoffe
  • Sommerportulak- deutlich „fleischiger“- eher frisch- säuerlich- nussig und leicht salzig…
  • Winterportulak- feineres Blattgemüse mit einem ähnlichen Geschmack wie Feldsalat…
  • In der Chinesischen Ernährungsmedizin schätzen wir Portulak auf Grund seiner verdauungsfördernden, blutreinigenden sowie blutstärkenden Wirkung.
  • Beide Sorten Portulak unterstützt die Verdauung, indem das Blut gestärkt und der Stuhl weicher geformt wird(Ballaststoffe, Bitterstoffe); auch bei Sodbrennen und Magenentzündungen lohnt sich der Einsatz. Durch seine kühlende Wirkung kann er Einfluss auf Shen nehmen und wirkt beruhigend- als Salat, Aufguss oder in einer Kräutermedizin.
Sommer-Portulak
  • Portulak liefert jede Menge Vitamin C und Folsäure. Er enthält außerdem wertvolle Omega-3-Fettsäuren und zahlreiche Mineralstoffe; sehr bemerkenswert sind der hohe Anteil an Vitamin K(2)- 100 Gramm enthalten davon 0,2 mg, dies deckt bereits den Tagesbedarf und Magnesium mit 150 Milligramm je100 Gramm… dazu kommen bspw. Vitamin C, Folsäure, EISEN, Zink, Kalium und Calzium… er ist ein perfektes Kraut für Frauen und Sportler. Besonders wertvoll ist er als Smoothie z.B. nach dem Mittagessen oder nach dem Training, da er Blut aufbaut.
  • Durch seine Inhaltsstoffe tritt Portulak energetisch in die Funktionskreise Dickdarm, Leber, Magen, Herz, Niere, Blase und Milz ein- er ist sehr wertvoll für Xue-Blut-, Qi, WeiQi, Yin und Jing.
  • Portulak ist ein Gemüse und „Heilkraut“- ein Aufguss kann gegen Blasen- und Nierenleiden helfen, die Produktion von Serotonin im Gehirn anregen und die Gefäße schützen; beide Sorten gelten als blutreinigende und entzündungshemmende Kräuter 🙂
  • In der Chinesischen Kräutermedizin wird Portulak als Ma Chi Xian bezeichnet, gehört zum Holzelement, wirkt kühlend- kalt, sauer im Geschmack und wird zum Ausleiten von Hitze in allen drei Jiao genutzt.
  • Ganz besonders wichtig- Portulak enthält sehr viel mehr Alpha-Linolensäure als andere Blattgemüse- diese wirkt entzündungshemmend; mittlerweile wird versucht, diese Omege-3-Fettsäure auch in Kapseln zu verkaufen… am besten wirksam ist sie aber in den grünen Blattgemüsen/Salaten!

Salatrezept mit gefüllten Paprika:

  • kleine Spitzpaprika säubern, den „Deckel“ abschneiden und mit Schabefleisch- gewürzt mit Gewürzen und Kräutern nach gusto- füllen; in eine Ofenform geben, etwas Olivenöl darüber träufeln und bei 160 Grad Umluft für ca. 30 Minuten backen…
  • … in dieser Zeit Portulak zupfen; Romanesco und Portulak waschen und schneiden; Gurke schälen und mit einem Sparschäler in Streifen schneiden- die Salate in eine Schüssel geben, die Gurke unterheben und mit frischen Kräutern und Hildegard-Gewürzmischung abschmecken- dazu kommt noch ein Esslöffel Zitronen-Olivenöl und ein Esslöffel Soja-Sauce… als Topping Sesam darüber geben oder auch gehackte Walnüsse… alles gut vermengen und durchziehen lassen…
  • … mit den warmen, gefüllten Paprika servieren und genießen 🙂
  • Den Salat kannst Du noch zusätzlich mit dem „Bratensaft“ der Paprika verfeinern.
  • Du ernährst Dich vegetarisch oder vegan? Kein Problem- schreddere Räuchertofu und mariniere diesen für mind. eine Stunde mit Gewürzen und Olivenöl- dann die Paprika damit füllen- verfahre weiter wie oben 🙂

Portulak als Aufguss z.B. bei Unruhe, Hitzegefühl oder Verdauungsproblemen…:

  • nimm eine Handvoll frische Blättchen und gieße diese mit abgekochten, etwa 70 Grad heißen Wasser auf- 10 Minuten ziehen lassen und dann trinken… bei Verstopfung gib etwas Kandiszucker dazu

Das „vergessene“ Kräutlein Portulak kannst Du ganz leicht auch in einem Balkonbeet(Halbschatten) oder in Töpfen ziehen- so hast Du ihn für Dich immer parat- und damit wünsche ich Dir einen guten Wochenstart und sende Dir liebe Grüße…

Kira

Rote Bete-Cremesuppe mit Äpfeln

Winterzeit ist bei uns Suppenzeit- Suppen sind so köstlich, wärmend und einfach zuzubereiten. Gerade in der Adventzeit ist die Erinnerung an meine Kinderzeit sehr präsent; ich stöbere in alten Fotos und auch im Rezeptbuch… 🙂

Heute teile ich dieses Rezept aus Masuren mit Euch… es stammt wieder aus den Überlieferungen meiner Oma Alwine 🙂

Was benötigst Du?

  • 2-3 Kartoffeln- schälen und fein würfeln
  • 4 rote Bete Knollen- gare sie selbst wie Pellkartoffeln vor- die Schale dann erntfernen- oder nimm vorgegarte Bete- diese gibt es vakuumverpackt in Bio-Qualität im Markt- würfeln- eine gewürfelte Knolle zur Seite stellen
  • 2 rote Boskop-Äpfel- mit Wasser reinigen, entkernen und würfeln
  • 400ml Gemüsebrühe
  • eine rote Zwiebel- abputzen und fein würfeln
  • einen Teelöffel Ghee oder Sonnenblumenkernöl
  • ein Esslöffel Frischkäse
  • ein Esslöffel Kräutermix(frische Kräuter oder aus dem Froster)
  • Galgant, Salz, Pfeffer und etwas Liebstöckel nach gusto

Ghee/Öl im Topf erhitzen und schmelzen, die Zwiebel dazu geben und mit einem Schuss Wasser glasig werden lassen; die Kartoffeln dazu geben… mit der Brühe ablöschen und leicht köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind; dann die Bete dazu geben und gemeinsam mit den Kartoffeln weiter köcheln… dann pürieren; die Temperatur am Herd auf die niedrigste Stufe stellen- die Äpfel dazu geben und weiter garen, mit den Gewürzen abschmecken, den Frischkäse und die Kräuter unterheben und gut verrühren- fertig 🙂

Vor dem Servieren gib die restlichen Würfel der roten Bete dazu und serviere die Suppe mit krossem Roggenbrot.

Verwendest Du einen Schnellkochtopf- so wie ich- dann gib bereits alle Zutaten, außer den Frischkäse, die Apfel-Würfel und die einen Knolle rote Bete- zusammen zum Kochen hinein- nach dem Garprozess dann die Äpfel in der heißem Suppe nach dem Pürieren durchziehen lassen.

Der gesundheitliche Aspekt dieser Suppe:

  • Sie versorgt Dich mit Vitaminen, Mineralstoffen und allen Makronährstoffen in einem ausgewogenen Verhältnis, ist hilfreich bei Eisenmangel und für das Immunsystem.
  • Rote bete und auch der Boskop wirken positiv auf den Blutdruck und das Cholesterin.
  • Aus Sicht der Chinesischen Medizin baut diese Mahlzeit Blut und Qi auf, bewegt Blut, fördert das Yang; putzt die Gefäße bei feuchter Hitze und reguliert die Verdauung.

Ich wünsche Dir einen „Guten Appetit“ und ein schönes drittes Adventwochenende

Alles Liebe- Kira

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Obst in der chinesischen Medizin diskutiert

…danke für diese Anfrage- wie spannend, da ja landläufig die Meinung besteht, dass Obst immer nur gesund sein kann 😉

Erdbeere und chinesische Himbeeren 🙂

Generell wird Obst als ein wertvolles Lebensmittl angesehen; Obst ist so wichtig für die Tonisierung von Yin, den Säften, vom Blut- gleichzeitig so wertvoll zur Ausleitung von Nässe und Hitze; es sind allerdings ein paar Empfehlungen wichtig, damit uns die gute Energie von Obst auch tatsächlich zur Verfügung steht:

  • Verwende generell Bio-Obst
  • Nutze das regionale und saisonale Obst- dementsprechend werden die entsprechenden Elemente tonisiert… bspw. ein Apfel reift im Spätsommer/Herbst- er tonisiert das Metallelement mit Lunge und Dickdarm- hat einen positiven Einfluss besonders auf das Lungen-Qi und die „Arbeit“ des Dickdarm’s
  • Obst ist generell frisch vom Temperaturverhalten- bei gutem Willen auch neutral 😉 ; d.h. Obst wirkt immer auch frisch im Körper, wenn es roh verzehrt wird- daher ist die beste Zeit der Nachmittag für den Obstkonsum- vielleicht nimmst Du anstatt eines Kuchens eher mal eine Portion Obst am Nachmittag zu Dir 🙂
Zitrusfrüchte wirken frisch-kühl, eignen sich besonders im Sommer für eine Erfrischung am Nachmittag
  • Jegliche Form von Obst ist bekömmlicher, wenn es als leichtes Kompott gegessen wird- dann ist es auch zum Frühstück perfekt…
  • Sommerobst ist tendentiell frischer und kühlender als Obst, das im Herbst heranreift…
  • Südfrüchte sind immer kühl in der Qualität und wirken daher sehr abkühlend; sind bspw. gut gegen Hitze geeignet… also im Sommer als frischer Drink oder Smoothie gut und erfrischend gegen die Sommerhitze- allerdings … maßvoll genossen und mit ein paar Gewürzen wie Zimt oder Kardamom deutlich bekömmlicher; hier besonders für Menschen mit Yang-Mangel(frieren, blass…) oder mit Milz-Qi-Schwäche(blass, wenig Appetit, viel Feuchtigkeit und sehr dünner Stuhlgang/ häufiger, eher dünnerer Stuhlgang);
  • Südfrüchte können in Massen gegessen sehr stark Feuchtigkeit produzieren- hier sei stellvertretend die Banane genannt; Bananen sind sehr wertvoll, allerdings besteht die Gefahr des Entstehens von Feuchtigkeit- daher sind Bananen für Menschen mit geschwollener Zunge, Schweregefühl, Aufgedunsenheit, Ödemen, benebeltem Kopf, verzögerter Sprache… nicht geeignet;
  • Regionales Obst zeichnet sich dadurch aus, dass je nach Saison eine sehr starke- positive wie auch negative- Wirkung auf die jeweiligen Elemente, Meridiane und Organe ausgeübt werden kann- zuviel an Erdbeeren bspw. löst Allergien, Durchfall, Blähungen aus; maßvoll gegessen tonisieren sie die Säfte und erfrischen, leiten Hitze aus und wirken vitalisierend; Beerenfrüchte des Sommers erfrischen, wirken gegen toxische Hitze und Entzündungen- bspw. Blaubeeren im Juli/ August sind exzellent gegen Hitze-Rheuma oder auch Sommer-„Entzündungen“…
Feigen tonisieren sehr stark Blut und Yin allgemein

Obst sollte immer nach einer warmen Mahlzeit genossen werden bzw. mit einem wärmenden Getränk oder einer Brühe- dann ist es leichter verdaulich; als Kompott kann es im Zusammenhang mit anderen Lebensmitteln aber auch allein verzehrt werden.

Aus schulmedizinischer Sicht enthält Obst sehr viel Zucker- logisch; bei Beerenfrüchten ist es etwas weniger… daher sollte Obst maßvoll täglich mit einer Portion genossen werden. Eine Portion entspricht (d)einer Innenhand voll; d.h. dass ein kleiner oder mittelgroßer Apfel bspw. eine Portion darstellt; und auch aus dieser „modernen“ Sicht hift viel nicht viel…Diabetes bspw. ist eine Störung im Kohlenhydratstoffwechsel- daher hierbei das Obst auf jeden Fall zum Abend meiden und tatsächlich nur eine Portion am Tag nehmen- bei diesem Kranheitsbild(Feuchte Hitze) eher zu grünem Gemüse und Gemüse mit wenig Zuckeranteil greifen(Sellerie, Kohl, helle Wurzeln, grüne Gemüsesorten…) und heimischem Obst mit wenig Zucker- alte Apfelsorten- greifen 🙂

Was wichtig zu wissen ist, dass unser heutiges Obst- besonders die neuen Züchtungen- weniger Bitterstoffe enthalten, dafür mehr Zucker und durch die Formen der Haltbarmachung leider auch weniger Mikronährstoffe. Selbst wenn wir täglich einen Apfel essen 😉 „One apple a day…“ oder anderes Obst kann es sein, dass wir ein Defizit an Vitaminen und Spurenelementen haben/ entwickeln. Daher kann es wichtig sein, dass die Blutwerte wenigstens einmal/ Jahr dahingehend überprüft werden.

Obst ist wertvoll- mit der gebotenen Ehrfurcht vor diesem energetisch wichtigen Nahrungsmittel ist es wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden 🙂

Backäpfel mit Zimt- hervorragend für ein Frühstück oder zum Mittag

Genießt Obst und habt eine gute Woche- zur Gesundheit und liebe Grüße

Kira

Die Naturapotheke des Winters Teil 5…

widmet sich roten Früchtchen und dunkler Rinde- der Berberitze.

Sie ist eine Strauchpflanze, die weltweit verbreitet ist; bei uns vielfach auch als Heckenstrauch Gärten umgrenzt…und es werden tatsächlich alle Pflanzenteile in der Heilkunde verwendet:

Früchte der Berberitze- voller Antioxidantien und Vitamin C
  • Früchte– sind sowohl in der asiatischen als auch europäischen Heilkunde fest verankert; wirken antibakteriell, die Atmung anregend, schleimlösend, adstringierend, schweisstreibend und tonisierend durch die Inhaltsstoffe Vitamin C, Capsanthin, Gerbsäure Carotinoide, Anthocyane, Zuckerverbindungen und Pektin- daher erklärt sich auch der Einsatz der Früchte bspw. bei Zahnfleischbluten, gegen Frühjahrsmüdigkeit, bei Schwäche und Vitaminmangel, bei schwachem Immunsystem, zur Rekonvaleszenz, zur Unterstützung bei Atemwegserkrankungen, zur Unterstützung von Blase und Nieren(Kräftigung bei Schwäche)… sie wirken auf die Funktionskreise Magen, Lunge, Gedärme, Milz, Niere und Blase; bauen Qi auf, eliminieren Hitze/Feuer/Toxine besonders im oberen Erwärmer;
  • Wurzeln, Rinde der Wurzel und Rinde des Strauches wirkt adstringierend, antibakteriell, Blutgefäße erweiternd, harntreibend, förderlich auf Kreislauf und Gefäße, Leber unterstützend, ausscheidend, reinigend, antiallergisch, unterstützt die Zhi(Nieren oder Essenz Jing)- Seele durch die Inhaltsstoffe Isochinolinalkaloide wie Berberin, Berbamin, Oxyacanthin, Palmatin, Gerbstoffe und werden daher bspw. bei Appetitlosigkeit, zur Beruhigung der Pulsfrequenz, bei bzw. gegen Hypertonie, bei Blähungen, zum Anregen des Gallefluss, gegen Gallenblasenbeschwerden, bei Gallegries, Hepatits(Gelbsucht), gegen Juckreiz, bei Leberstauungen, gegen Mens-Beschwerden, Ödeme, Verstopfung durch Hitze und auch Wassersucht/Aszitis/Ödeme eingesetzt. In der chinesischen Kräutermedizin ist auch der Einsatz zum Bewegen von Qi bei aufsteigendem Leber-Yang in Kombination mit Leber-Qi-Stase(Zorn, Migräne, „Platzen“ vor Wut) und bei Rheuma(Kälte wie Hitze-Bi) erprobt und bekannt. Diese Pflanzenteile wirken vor allem auf den mittleren und unteren Erwärmer und auf die Funktionskreise Herz, Leber, Galle, Gedärm, Niere, Blase und den Sonderfunktionskreis ChongMai und Uterus.
  • Sehr effektiv ist auch das Auflösen und Ausleiten von Schleim zum Beispiel bei Adipositas- verschiedene Studien in China und Russland belegen die Wirkung.

Einsatz finden:

  • Früchte als Mus oder getrocknet, in Konfitüren oder Gelees; man kann sie sehr gut unter ein Porridge mischen 🙂 ; der Saft der Früchte kann direkt auf entzündetes Zahnfleisch „gepinselt“ werden;
  • Wurzel, Wurzelrinde, Rinde- als Einzelkomponenten-Tee, in Mischungen(chinesische Medizin) oder als Tinktur
Reiche Ernte in diesem Jahr

Tee: ein Esslöffel der Rinde/Wurzel/Wurzelrinde als Gemisch wird 15 Minuten mit ca. 300ml Wasser sanft geköchelt- dann abseihen; nochmals mit 300ml kochendem Wasser verdünnen und über den Tag trinken- Achtung! Chinesische Dosierung- daher etwas bitter!!

Tinktur: selbst zubereiten- siehe Beitrag hier unter http://spiritandbalance.de/?s=tinktur – diese wird ähnlich wie der Tee eingesetzt, zusätzlich leistet sie bei allen Fieberarten(Kälte-Fieber bis 38,5 Grad; Hitze-Fieber ab 38,5 Grad bis…) gute Dienste- Dosierung: Erwachsene nehmen 1-3x tgl. 15-20 Tropfen; Kinder von 6-12 Jahren: 1-3x tgl. 5-12 Tropfen- die Tinktur ist für Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet!!!

Berberitzenmus: als Dessert, als Brotaufstrich, als „Medizin“ 3x täglich einen Teelöffel-

  • 250 g Berberitzenmark
  • 10 cl Berberitzenlikör oder Waldbeeren
  • 5 Stck Eigelb
  • 40 g Kokosblütenzucker
  • 3 Blatt Gelantine oder entsprechende Menge AgarAgar
  • 250 g Sahne/Hafersahne- ggf. Puderzucker dazu geben
  • 2 Stck Eiweiß- aufgeschlagen
  • Vanille nach gusto

Zubereitung- Das Berberitzenmark, Likör, Zucker und Eigelb verrühren und im Wasserbad auf 72°erhitzen, eingeweichte Gelantine hinzugeben und erkalten lassen. Masse anziehen lassen, dann die geschlagene Sahne und das geschlagene Eiweiß unterheben, in Portionsförmchen füllen und im Kühlschrank erkalten lassen- vor dem Servieren „stürzen“ und ggf.

Ich ersetze den Zucker durch kokosblütenzucker oder fein gehackte Datteln und rühre diese unter die Masse; nur zum Aufschlagen von Sahne/Eiweiß nehme ich Zucker- der hat in diesem Rezept eine Yin- tonisierende Wirkung!

Wirkung: Qi und Blut aufbauend, Yin- tonisierend

Berberitzenhonig: als Medizin- 3x tgl. einen Teelöffel- einfach 150 Gramm Früchte reinigen und in einen Bio-Honig(500 Gramm) geben- 1 Woche ziehen lassen; die Früchte können auch verbleiben 🙂

Wirkung: tonisiert Lungen-Yin und hilft bei trockenem Husten; bei unproduktiver- eher trockener Bronchitis, bei Verstopfung

Berberitzenhonig 🙂

Viel Freude und Erfolg beim Ausprobieren der Rezepte- ich verabschiede mich jetzt aus dieser kleinen Serie mit Wünschen für eine gute Gesundheit- alles Liebe!

Kira

Brokkoli mal ganz anders

An sich ist der Winter nicht unbedingt Salatzeit- mit ein paar Ausnahmen 😉 – wie bspw. mit dem folgenden:

  • ein kleiner Brokkoli-Kopf- reinigen,vom Strunk befreien; Röschen abschneiden;
  • eine Paprika- waschen, vom Kerngehäude befreien; grob zerkleinern;
  • ein mittelsüßer Apfel- waschen, vom Kerngehäuse befreien, grob zerkleinern;
  • je einen Teelöffel Borretschöl, Zitronenöl, Sanddornsenf oder mittelscharfen Senf mit je einer Msp. Steinsalz, Kräutern nach gusto und einem Teelöffel Schnittlauch mischen- diese „Sauce“ durchziehen lassen;
  • Gemüse und Obst in der Küchenmaschine zerkleinern; mit der „Sauce“ vermischen und…
  • …dann dazu Ei oder Fisch reichen; der Salat passt auch zu Wildfleisch oder gegartem Pseudogetreide 🙂

Die Idee für dieses Rezept entwickelte sich übrigens bei Tee und einem Gespräch mit einer Freundin 🙂 – danke Sigrun für diese Inspiration.

Generell wird in der chinesischen Ernährungslehre empfohlen, Rohkost nicht zum Abend und eher von Frühjahr-frühem Herbst zu essen; in Maßen und im Zusammenhang mit Gegartem oder Warmem darf aber gerne auch das ganze Jahr über Rohkost gegessen werden:

  • Brokkolie- frisch-kühl; Geschmack-süss-scharf-bitter, wirkt auf die Funktionskreise Leber, Lunge, Milz und Gedärme; tonisiert Blut und Qi, leitet Hitze-Nässe aus, bewegt Qi, fördert die Ausscheidung von Harn- punktet durch Pantothensäure und Vitamine A, B, C, K, Sulfur, Eisen, Magnesium, Kalium, er hat mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte, enthält Chlorophyll, Polyphenole, Glucosinolate und Flavonoide (bspw. Querecetin);
  • Paprika– frisch, Geschmack- bitter-süß und scharf, wirkend auf die Funktionskreise Milz, Magen, Dickdarm und Herz; löst und transformiert Schleim, bewegt und tonisiert Qi und leitet Hitze/Hitze-Toxine aus; Vitamin- und Spurenelementebuster per exellance;
  • Apfel- frisch-kühl, Geschmack-süss-sauer, wirkt auf die Funktionskreise Lunge, Milz, Magen, Gedärme und Gallenblase, tonisiert Yin, leitet Hitze/Toxine, Feuchtigkeit/Schleim aus, wirkt regulierend auf den mittleren und unteren Erwärmer; zusätzlich und natürlich mit Schale verzehrt sind sie eine Quelle für die Vitamine A, B6 und C sowie für die Mineralstoffe unter anderem Kalzium und Kalium und mehr; das Kerngehäuse ist unter anderem ein Jodlieferant- und der Spruch“ One apple a day keeps the doctor away“ 😉 hat sehr viel für sich.
  • Die Gewürze, Öle und der Senf harmonisieren das Temperaturverhalten etwas, trotzdem eignet sich dieser Salat besonders oder in erster Linie für die Heißblüter und Menschen mit Schleimproblematik- jeder mit Qi-Schwäche und/oder Kälte sollte immer eine Suppe und/oder Gegartes dazu essen.

Ein Salat im Winter- einfach, lecker und auch als Beilage im Alltag oder zum Festessen geeignet- guten Appetit wünscht Euch/Ihnen

Kira

Sonnenfrüchte Trauben

In dieser sonnendurchfluteten Zeit reifen die Trauben heran und bescheren uns eine wunderbare Ergänzung in der Ernährung. Reif, voller Kraft des Sommers und mit noch mehr positiven Inhaltsstoffen prall gefüllt, sind Weintrauben ein saisonales Obst für eine kurze Zeit:

  • Trauben bestehen zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser, liefern daher einen guten Anteil der nötigen Flüssigkeit für uns pro Tag.
  • Sie punkten mit guten Kohlenhydraten(Fruchtzucker), immerhin 3 Prozent Eiweiss(Proteine) und 9% positver Fette(Kerne).
  • Die Traube selbst ist ein Mulitalent in Bezug auf sekundäre Pflanzenstoffe und Radikalfänger- enthält zum Beispiel Resveratrole, Procyanidine, Catechine, Quercetin, Flavonoide, Pflanzensäuren und ihre Salze, unter anderem die Vitamine B1,2,5,6, C und E; in ausgewogenem Maße die Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor.
  • Resveratrol ist eine Unterstützung gegen Tumorerkrankungen, wirkt gegen degenerative Hirnerkrankungen; Catechine sind Arterienputzer.
  • Gemäß der chinesischen Medizin und in der Ernährungslehre gehören die Trauben zu den neutralen Lebensmittel- sind also für jeden Typ geeignet. Vom Geschmack her süss- sauer wirken sie auf die Funktionskreise Leber, Milz, Lunge und Niere.
  • Trauben sind ein absolutes Yin- Tonicum; bauen Qi und Blut auf, bewegen Xue(z.B. bei Arteriosklerose, Angina pectoris…), leiten Feuchtigkeit aus, können positiv auf Kälte-Feuchtigkeits-Bi(Kälte-Rheuma) wirken.
frischer Traubensaft mit Honig

Rezept bei extrem dunklem Urin- Typ Hitze:

  • frische, blaue Trauben auspressen, so dass 500 ml Frischsaft entstehen; diesen dickflüssig einkochen; dann etwa einen Esslöffel Honig der Flüssigkeit zusetzen- gut umrühren und nochmals kurz aufschäumen- abfüllen- 3x täglich einen Esslöffel mit gut warmem(so heiß, wie es vertragen wird) Wasser einnehmen.

Die Traubenkur aus alter Zeit- auch Hildegard von Bingen schwörte darauf- ist eine gute Möglichkeit, den Körper auf den Herbst vorzubereiten und das Immunsystem zu stärken- ich habe sie für mich „chinesisch und TCM- like“ abgewandelt 😉 :

  • Zu jeder Mahlzeit wird ein Teller Reiscongee gegessen; dieses wird mit etwas Kurkuma und Zimt gewürzt;
  • Für diese Kur verwendet man dunkle Trauben und natürlich mit Kernen wegen des OPC- die dunklen Sorten enthalten mehr von den wertvollen Inhaltsstoffen und als einzige Anthocyane und Proanthocyanidine.
  • Nach dem wärmenden Reiscongee gibt es dann zum Frühstück und Mittag jeweils 750 Gramm Trauben; zum Abendessen 500 Gramm; über den Tag werden zusätzlich 1 Liter ungesüsster, möglichst frischer , mit Wasser verdünnter Traubensaft getrunken.
  • Die Kur sollte mindestens zwei, maximal 14 Tage durchgeführt werden- darüber entscheidet der Zungenbefund und der Typ des Durchführenden.
  • Die gesundheitfördernden Ergebnisse sind: Reduktion der Säuren und besonders Harnsäuren, Senkung der Rheumawerte, Stärkung von Leber und Galle, Aufbau der Eisenspeicher, Reinigung aller Organe und des Blutes, Normalisierung der Darmtätigkeit durch den hohen Anteil an Ballaststoffen, Erholung der Gefäße und Stärkung des Herzens.
  • Achtung!!! Kaufen und nutzen Sie nur reife Trauben; diese reifen nämlich nicht nach. Nutzen Sie Bio- Trauben und reinigen Sie diese bspw. mit einer Lösung aus einem Teil Essig und neun Teilen Wasser- die Trauben darin für 15 Minuten einlegen und dann abspülen.
  • Diabetiker können ebenfalls profitieren- halbieren Sie die Menge der Trauben, nehmen mehr Reiscongee und nutzen nur dunkle, saure Früchte.
Trauben in Mecklenburg-Vorpommern

Viel Freude beim Naschen oder Kuren- alles Liebe und gute Gesundheit- Ihre Kira.

Portulak- Wieder entdeckt…

 

…habe ich diesen unscheinbaren aber vielseitig einsetzbaren Wintersalat beim Anlegen meines Hochbeetes. Auf der Suche nach einer winterlichen Vitaminbombe bin ich auf das Gewächs aus Kleinasien und dem Mittelmeerraum gestoßen. Der Portulak wurde schon um 800 v.Chr. in babylonischen Schriften als Heil- und Küchenpflanze erwähnt. Begeistert von seinem breitem Einsatzgebiet habe ich ihn dann schnell in meinen Hochbeetgarten aufgenommen und bereits als Salat, wie auch als Heilpflanze eingesetzt:

  • Die Postelei, wie der Portulak auch genannt wird, wirkt antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, harntreibend und tonisierend durch die Inhaltsstoffe Vitaminkomplex- Vitamine A, B-Komplex und C- , Schleimstoffe, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Alkaloide, Flavonoide, Glutaminsäure, Cumarine, Oxalsäure, Saponine, Beta-Sitosterol und Zink . Daraus lässt sich sein Einsatzgebiet ableiten:
  • …durch den herb-leicht scharfen, aber auch leicht süßlichen Geschmack wirkt er aus Sicht der CM auf die Funktionskreise Magen/Milz, Herz/Dünndarm und Lunge/Dickdarm, indirekt aber auch auf die Leber und den Nierenfunktionskreis(Nieren-Qi).
  • Einsatz findet ein Frischpresssaft oder die frischen Blätter bei Husten, Fieber, Zahnfleischentzündung, Sodbrennen, Verdauungsschwäche, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, Verstopfung, gegen Würmer, Hämorrhoiden, Skorbut bzw. Entzündungen im Mundraum, Frühjahrsmüdigkeit, Nierenschwäche, Arteriosklerose aber auch bei Nervenleiden und Kopfschmerzen.
  • Postelei enthält für eine Grünpflanze viele Omega-3-Fettsäuren. Daher kann dieser wohlschmeckende Salat Arteriosklerose vorbeugen und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfälle verhindern helfen.

sibierischer Portulak in meinem Hochbeet- winterhart und gerade blühend

sibierischer Portulak in meinem Hochbeet- winterhart und gerade blühend

  • Die Samen enthalten Proteine und essentielle Fette und können gemahlen als Zusatz im Mehl verwendet werden.
  • Der Frischpresssaft ist ein effektives Mittel bei Wurmbefall- sowohl beim Menschen, als auch beim Tier.
  • Köstlich frisch ist ein Salat mit Portulakblättern, der im Winter(winterharte Sorten) den Speiseplan bereichert und außerdem trotz des rohen Genusses den Magen und Darm nicht zu stark belastet.
  • Ich nutze den Portulak gemeinsam mit Spinat, Kresse, Kiwi und Banane für einen „grünen Smoothie“.

Geben Sie diesem wiederentdeckten Vielkönner im Garten oder in einem großen Topf ein Plätzchen an der Sonne mit ausreichend Feuchtigkeit. Die Wildform finden Sie sogar auf anspruchslosen Böden.

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