wickel

Wickel… alles andere als altbacken

Hallo an DICH und herzlich WILLKOMMEN im Sommer! Bei uns hat das „Feuer-Element“ richtig Fahrt aufgenommen und somit habe ich mir gestern einen kühlenden Wickel gegönnt. Wickel sind traditionsreich in der Naturheilkunde… und sie sind häufig ein unterschätztes Werkzeug: Sie arbeiten nicht „nur“ mit Wärme oder Kälte, sondern nutzen das Zusammenspiel aus Hautreizen, Durchblutung, vegetativem Nervensystem und gezielter Pflanzensignatur; auch ergänzt durch ätherische Öle. In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Wickel in der Praxis eingesetzt werden (inklusive Sicherheitsregeln) und gehe bspw. auf den Leberwickel näher ein. Außerdem stelle ich Dir fünf ätherische Öle vor, die sich im Kontext der fünf Elemente für Wickel sehr gut eignen können.

Wickel in der Naturheilkunde- was sie im Körper „tun“

Wickel gelten als lokale wie auch als systemische Unterstützung: Die Körperregion wird sanft stimuliert, während gleichzeitig Wärme/Feuchtigkeit/Kühle/Frische und ein Duftreiz über die Haut wirken können.

Typische Effekte, die man in der Naturheilkunde kennt:

  • Beruhigung oder Aktivierung über das vegetative Nervensystem
  • Förderung der Durchblutung v. a. bei Wärme oder Wechselwickel
  • Unterstützung von Entspannung und auch Muskeltonus-Regulation
  • Gezielte Reiztherapie– gemäß den Prinzipien der Chinesischen Medizin wird die Region gewählt, die dem Muster entspricht

Sicherheit zuerst- so „wickelst“ du richtig

  • Nie heiß direkt auf die Haut: Wärme immer so dosieren, dass es angenehm bleibt.
  • Richtig verdünnen: Ätherische Öle werden nicht pur angewendet. Für Wickel zu Hause empfhele/nehme ich niedrige Konzentrationen(siehe „Öle und Verdünnung“ unten).
  • Hautcheck: Vor allem bei empfindlicher Haut, Allergieneigung oder Neigung zu Kontaktreaktionen erst testen.
  • Nicht über offene Stellen und nicht auf Schleimhäute.
  • Abbrechen bei Brennen/Quaddeln/Atembeschwerden.
  • Schwangerschaft, Epilepsie in der Vorgeschichte, Kinder, bestimmte Erkrankungen oder Dauertherapie: vorher ärztlich/heilpraktisch abklären.

Leberwickel…wann er gemäß CM sinnvoll ist:

Der Leberwickel wird traditionell eingesetzt, wenn du in der CM typischerweise Muster erkennst wie:

  • Spannung/Stau-Gefühl (z. B. „alles drückt“, innerer Druck)
  • Reizbarkeit, schnelle Stimmungsschwankungen
  • Spannung im Seitenbereich/unter dem Rippenbogen (je nach Konstitution)
  • „Kopf ist schneller als der Körper“: Leber-Qi-Stagnation kann sich über Unruhe zeigen

Ziel des Leberwickels: Leber-Qi sanft bewegen, Stagnation lösen, Spannung lösen, ohne die Mitte zusätzlich zu stressen.

Praxisanleitung (Grundform)

  1. Vorbereitung: Handtuch/Leinen in warmem (nicht heißem) Wasser tränken, gut auswringen.
  2. Auflegen: Über die Leberregion (rechte Seite unter den Rippen bzw. je nach Muster auch beidseitig flankierend) auflegen; dann eine mild- warme Wärmequelle darüber legen- bspw. eine Wärmflasche, ein Wärmekissen…
  3. Abdecken: mit einem trockenem Tuch; dann den Körper mit einem Laken abdecken
  4. Dauer: ca. 20 Minuten.
  5. Danach: Haut kurz abtupfen,
  6. Mein Tipp- arbeite mit dem Lebrwickel am Abend vor dem Schlafen, dann kannst Du direkt im Bett liegen bleiben 😉
  7. Du kannst den Leberwickel mit passenden ätherischen Ölen kombinieren.

Fünf ätherische Öle für Wickel im Kontext der fünf Elemente

Weihrauchöl

Im Elementesystem wird nicht „ein Öl = ein Organ“ gedacht, sondern: Du wählst Öl + Region + Muster. Für Wickel eignen sich besonders Öle, die

  • das Element-Thema unterstützen (Bewegung, Wärme, Feuchtigkeit, Klärung, Beruhigung),
  • sich gut verdünnen lassen,
  • und in der Praxis zuverlässig als Begleitduft „fungieren“

Öle, Zuordnung und Wickel“einsatz“

ElementThema (CM)Ätherisches Öl (Beispiel)Wofür/MusterHinweise!!!
HolzBewegung/Spannung lösen, „Stau entknoten“GrapefruitLeber-Qi-Stagnation (klassisch: Spannungsgefühl, gereizte Stimmung)Sehr dosiert: max. wenige Tropfen in Träger/Schale; immer verdünnt
FeuerWärme/Herz beruhigen, „Hitze sabft aber nachhaltig regulieren“Lavendel (Lavandula angustifolia)Unruhe/Anspannung, „zu viel Aktivierung“Gerade bei Wärmewickeln beliebt, sanft und mild
ErdeMitte stärken, Umwandlung unterstützen, „nicht zu leer/zu nass“Fenchel (Foeniculum vulgare, äth.)Verdauung stützend bei Mitte-Schwäche/Blähneigung als BegleitungNicht überdosieren; lieber sehr wenig und mit kurzer Zeit testen
MetallKlärung, Weite, Atem-/Schleim-Themen regulierenRavintsaraAtemwege; als Begleittherapie (nicht als alleinige Behandlung)Verdünnung sehr streng einhalten; bei empfindlichen Menschen unbedingt vorher testen
WasserTiefe Beruhigung, „Wurzel“ stärken, Stress aus dem System nehmenZitrone oder Weihrauch(hier als Option)Nervensystem beruhigen + Klarheit, wenn „Kopf zu schnell denkt“Bei Weihrauch oft gut zum „Erden“; Zitrone eher „klärend“

Holz: Grapefruit – für Leberwickel & „Stau lösen“

Grapefruit passt im Element Holz häufig, wenn du Leber-Qi-Stagnation als Muster vermutest: Druck, Spannung, Reizbarkeit, inneres „Feststecken“. Im Wickel kann der Duft wie ein sanfter „Reset“ für die Bewegung wirken.

So kannst du ihn einsetzen

  • Wickel nach Grundform vorbereiten
  • Öl nicht pur auf die Haut
  • Eine sehr niedrige Dosierung in einem geeigneten Träger/auf ein Tuch geben und dann in den Wickel integrieren

Feuer: Lavendel – für Wärme und ein Umfeld ohne Überdrehen

Lavendel wird in der Praxis gern für Entspannung genutzt, insbesondere wenn du merkst: „Es ist warm, aber ich werde nicht ruhig.“ Feuer-Thema kann zu viel Anspannung oder „innere Hitze“ bedeuten; Lavendel kann hier die Regulation unterstützen.

Praktisch

  • besonders geeignet abends oder nach Stressphasen
  • als Duft-Unterstützung bei Wärmewickeln, ohne die Mitte zu überfordern
  • Kombiniere mit Rose- dann wirkt es milder und nicht so präsent im Duft

Erde: Fenchel – Mitte unterstützen, wenn die körperliche und mentale „Verdauung“ aus dem Ruder läuft

Erde ist die Mitte: Wenn Milz/Magen aus dem Takt kommen, fühlt sich alles „schwer“, aufgebläht oder unruhig an – und auch Wickel sollen dann nicht nur „kühlen/aktivieren“, sondern die Umwandlung begleiten.

Wickel mit…

  • Fenchel als Begleiter, wenn Deine Verdauung im engen und weiten Sinn Unterstützung benötigt
  • eher mild dosieren, weil ätherische Öle in der Wärme schneller zu „präsent“ werden
  • Mein Tipp: gib etwas verdünntes Öl(5:1) in den Bauchnabel und lege nur ein mild-warmes Tuch darüber- 20 Minuten wirken lassen 🙂

Metall: Ravintsara – klärend/beruhigend für die oberen „Zonen“

Metall korrespondiert mit Struktur, Atmung und dem „Klaren“. In Wickelkonzepten wird Metall häufig eingesetzt, wenn das System „zu dicht“, „zu eng“ oder atembezogen unruhig ist.

Ravintsara

  • kann als Begleitduft für Wickel am Brust-/Rückenbereich genutzt werden (je nach Muster und Verträglichkeit)
  • wichtig: sehr niedrige Dosierung und Hauttest- hier tatsächlich 1:8 oder 10

Wasser: Weihrauch oder Zitrone – beruhigen, vertiefen, ordnen

Wasser steht für Tiefe, Ruhe, Regeneration. In Wickeltherapien wird das oft genutzt, wenn Stress „in der Tiefe festhängt“ und der Körper nicht in die Erholung kommt.

  • Weihrauch: eher „erdend/zentrierend“ und beruhigend auf Systemebene
  • Zitrone: eher „klar machend“, wenn der Kopf überdreht, aber du gleichzeitig Klrheit/Focus/Frische willst
  • Tipp von mir- gib immer etwas Minze- 1-2 Tropfen dazu; dann klärt es noch mehr

Wichtig: „Wasser“-Öle wählst du nach dem Gefühl, das du als Ziel definierst: Tiefe Ruhe vs. klares Runterkommen.

Wie du einen Wickel konzipierst:

Für Deine Wickel nutze diese Logik:

  • Schritt 1: Muster erkennen (Spannung? Hitze? Trockenheit? Schleim? Erschöpfung?)
  • Schritt 2: Element wählen(Holz/Feuer/Erde/Metall/Wasser)
  • Schritt 3: Region wählen (z. B. Leber- unter dem rechten Rippenbogen)
  • Schritt 4: Öl passend zum Element in niedriger Verdünnung- 1:4
  • Schritt 5: Nachreaktion beobachten(Wird es ruhiger? Wird die Mitte aktiv? Brennt die Haut?…)

Für Deine Praxis zu Hause…

Wenn du in der Naturheilkunde Wickel einsetzt, sind Konstanz und Dosierung entscheidend: lieber 1–2 Wochen regelmäßig mit guter Verträglichkeit als „zu intensiv und dann „Och ne- ist mir zu aufwendig“ 😉

Wie bei allem in der Naturheilkunde- Wirkungen bauen sich langsam auf und es lohnt sich, dran zu bleiben.

Hier noch einige bekannte Krankheitsbilder, bei denen Du Wickel gut einsetzen kannst:

  • Darmbeschwerden inkl. Reizdarm
  • Migräne
  • Lip- und Lymphödem
  • Schmerzen in den großen Gelenken
  • Lunge/ Bronchien- alle Krankeitsbilder
  • zur Entspannung
  • ….

Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal betonen, dass es hier nicht um Heilversprechen geht, sondern um eine Anleitung, um Dich zu Hause zu unterstützen- vorher bitte mit mir Rücksprache halten, wenn Du PatientIn bei mir bist.

Mein Wickel bei Hitze: Nimm ein Leinentuch, feuchte es unter Wasser an, welches etwas kühler als Deine Haut ist, gut auswringen und dann gib drei bis vier Tropfen Minz- und Orangenöl darauf- leg den Wickel auf/um das rechte Handgelenk und lass ihn etwa 5-10 Minuten wirken- wiederhole es links; dazu praktiziere die kühlende Sitali-Atmung aus dem Yoga- das Sankalpa dazu: Mein Körper reguliert- mich erreicht Frische und ein klarer Kopf. Danach trinke einen Tee aus Minze, Rosenblüten, Zitrone und Frauenmantel- der unterstützt Dein „Kühlsystem“ :

UND nun wünsche ich Dir eine zauberhafte Woche- genieße die Sonne, wann immer möglich… ich beginne meine zweite Urlaubswoche und freue mich auf die freie Zeit- alles Liebe…

Kira

Kräuter und Wasser- perfekt für Wickel

Das Frühjahr und mit ihm das dritte kaiserliche Kräutlein

Herzlich Willkommen zum letzten Tag im März; oh- was für eine Woche liegt hinter mir, hinter meinem Mann und mir 🙂 … Heute ist nicht nur der letzte Tag im März 2025 sondern auch sein letzter Arbeitstag und ab morgen ist ganz viel Zeit für La Familia; Fahrrad fahren, Sport, Angeln…Unglaubliche, nicht immer einfache 48 Arbeitsjahre, sind vollendet… und natürlich auch mit Unterstützung des einen oder anderen Kräutleins 😉 – unter anderem mit diesem:

Giersch bei uns im Garten
  • Giersch– im Garten absolut unbeliebt-, haben die jungen Triebe und Blätter im Wildkräutersalat oder in „grünen“ Gemüsegerichten eine so wichtige Daseinsberechtigung. Wie viele andere Wildkräuter birgt der Giersch eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralien und trägt zur Entgiftung des Körpers bei.
  • Der Doldenblütler ist der Regent des Blutes; punktet mit Vitamin C und A; Bor, Titan, Silicea, Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Kupfer, Eisen und Proteinen, ist also auch für Sporttreibende sehr interessant.
  • Die Mineralien im Giersch neutralisieren die Harnsäure und können so nicht nur Gicht, sondern auch Gelenkschmerzen mildern; Girsch unterstützt die natürliche „Blutwäsche“
  • Das „Mit drei x drei, bist du beim Giersch dabei“- Kraut erinnert mit seinem Geschmack an den der Karotte und der Geruch zerriebener Blätter an Petersilie. Seine getrockneten Blätter kannst Du als Petersilienersatz nutzen; ihr Aroma passt gut zu Gemüsegerichten, Aufläufen und Suppen. In der Tradition des Gründonnerstag gehört Giersch in die Neun-Kräuter-Suppe 🙂
  • Der Giersch wirkt auf die Funktionskreise Leber, Magen und Blase; soll die Verdauung und den Appetit anregen, sowie den Blutfluss stillen. Dank der harntreibenden und entzündungshemmenden Wirkung ist ein Tee und/oder Sitzbad mit Giersch auch bei Blasenentzündungen und Hämorrhoiden geeignet.
Grüne Suppe mit neun Kräutern zu Gründonnerstag; u.a. mit Giersch 🙂

Giersch-Auflagen/Wickel:

  • zwei Hände voll Giersch werden mit ein wenig Wasser abgekocht, 10 Minuten ziehen lassen und dann als Wickel auf „knotig“ veränderte Gelenke geben- etwa 10 Minuten belassen; immer leicht warm halten bzw. so erneuern, dass die Wickel immer angenehm warm bleiben bei Kälte-Bi oder leicht frisch bei Hitze-Bi.

Kulinarik mit Giersch:

Smoothie mit Sellerie, Giersch und grünem Apfel- reinigt das Blut
  • Limonade- Giersch und andere, wohlschmeckende Kräuter aus dem Garten- eine Hand voll- mit zwei Litern Wasser etwa 4 Stunden kühl stehen lassen/ oder über Nacht; dann abseihen und mit 100 ml Apfelsaft oder einem Esslöffel Honig mischen; kühl genießen
  • Aufstrich zu frischem Roggenbrot oder Pellkartoffeln– 125 g Butter, 1 EL Olivenöl, 1/4 TL Salz; 1 Knoblauchzehe oder alternativ gehackten, frischen Bärlauch, 1 kleine Zwiebel, 1/2 Teelöffel Zitronensaft, 15 junge Gierschspitzen, 1 TL Brennnesselsamen, Kräuter-Blüten zum Garnieren… Butter mit Olivenöl und Salz zerdrücken, mit Knoblauchzehe und Zi­tronensaft schaumig rühren; den Giersch sehr fein hacken und mit der fein gehackten Zwiebel unter den Aufstrich mengen; in Schalen geben und zum Servieren mit Blüten von Borretsch, Gänseblümchen, Taubnessel, Ringelblumen, Veil­chen, Klee und gerne auch mit Brennnesselsamen und/oder schwarzem Sesam verzieren.
Blüten des Giersch- gut zum Verzieren und zum Backen in herzhaftem Gebäck/Flammkuchen

Ein bisschen Magie:

Giersch nimmt in der spirituellen Praxis eine recht bedeutende Rolle ein. Seine Fähigkeit, aus dem kleinsten Wurzelstück/Rhizom wieder und wieder zu sprießen, steht symbolisch für eine unglaublich starke Lebenskraft und Ausdauer. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem Sinnbild für Erneuerung und Regeneration, selbst unter widrigen Umständen. Er vermittelt uns die Botschaft, dass aus Widrigkeiten neues Wachstum entstehen kann. In der Tradition der Heiler und Schamanen wird Giersch mit seinen Schutz- und Reinigungs-Eigenschaften ebenfalls sehr geschätzt. Er soll den Geist von negativen Energien befreien und geistige Klarheit fördern. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem wertvollen Bestandteil in Ritualen, die darauf abzielen, spirituelle Blockaden zu lösen und eine tiefere Verbindung zur Natur zu schaffen.

GIERSCH- solltest Du ihn im Garten haben, dann nutze das frische Kraut, bevor Du ihn manuell entfernst- immer schön das aufgelockerte Erdreich aussammeln, damit das feine Rhizom nicht zur starken Verbreitung des Giersch führt 😉 ABER gib ihm als Wildkraut eine Chance, Dich in Deiner Gesundheit zu unterstützen 🙂 ; nutze ihn auch als eine Pflanze voller spiritueller Kraft und Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung.

Alles Liebe für diesen Tag, diese erste Aprilwoche und herzliche Grüße zu Dir-

Kira

Blut-Frische-Tee mit Giersch, anderen Wildkräutern des Frühlings und Rosenblüten 🙂

Eukalyptus… ein Segen für die Bronchien

Herzlich Willkommen am Weihnachtsmorgen- ich wünsche Dir einen wunderbaren, entspannten und gesunden Weihnachtstag!

Eukalyptus- ein wunderbares Kräutlein für unser Lungen-Qi; aber dazu später mehr. Heute ist der Tag der 4. Rauhnacht und das Räuchern mit Eukalyptus klärt den Geist, die Gedanken und reinigt.

Weitere Anwendungen:

  • Inhalationen- reinigt die Luftwege, wirkt antiviral und antibakteriell bzgl. Erkältungsviren und bakteriellen Infektionen in den Luftwegen.
  • Aroma-Öl– als Brustöl bei Erkältungen mit einem fraktionierten Kokosöl vermischen und auf ein feucht-warmes Handtuch geben- dieses als Auflage oder Wickel auf die Brust geben;
  • Erkältungsbad– etwas Öl oder Eukalyptuskraut in das Badewasser geben und das Vollbad oder Fußbad für 10 Minuten anwenden

Rezept für Bäder:

  • 500 g Meersalz; 10 Tr. Weißtanne bio; 10 Tr. Eukalyptus globolus bio; Glastiegel (Fassungsvermögen 500 g) ggf. eine Waage- die ätherischen Öle in einen Glastiegel tropfen; das Meersalz hinzugeben, Tiegel verschließen und gut schütteln.
  • 4 EL Badesalz in das fließende, heiße Badewasser für ein Vollbad geben; für ein Fußbad nimm 2 Esslöffel und etwa 200 ml Sahne 🙂

Wirkung gemäß der chinesischen Kräuterlehre:

  • warm im Temperaturverhalten, im Geschmack aromatisch-leicht bitter bis leicht sauer und leicht scharf, wirkt auf die Funktionskreise Lunge, Blase und Leber; wirkt adstringierend, schleimlösend, auswurffördernd, stimulierend, antiseptisch, keimtötend, und hautrötend/durchblutungsfördernd;
  • Schleim-Hitze auflösend– bspw. bei Husten, Erkältung, Grippe, Krupp, Pertussis, Keuchhusten, Pneumonie, Lungenentzündung, Asthma, zähem Schleim…;
  • Wind-Hitze eliminierend- bspw. bei Husten, Wind-Hitze-Infekten und Lungenentzündung…;
  • Qi regulierend und bewegend– bspw. bei Verletzungen wird das Öl angewendet;
  • Blut Xue bewegend– bspw. bei Sportverletzungen, Muskelkater… wird ebenfalls das Öl äußerlich eingesetzt…
  • Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend– bspw. bei Blasenentzündung, Lebererkrankungen, Gallenblasenerkrankungen mit Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, äusserlich bei Wunden, Akne, schlecht heilenden Geschwüren, Zahnschmerzen, Stomatitis, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischbluten, Rheuma…
  • Kontraindikationen…bei Kinder unter 6 Jahren und keine innerliche Anwendung bei entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich und der Gallenwege!!
  • Achtung-Nebenwirkungen! In seltenen Fällen kommt es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollten Zubereitungen des ätherischen Öls nicht im Gesicht aufgetragen werden, denn Symptome wie: Glottiskrampf, Bronchospasmus bis hin zu asthmaähnlichen Anfällen oder Atemstillstand können auftreten. Eucalyptus globulus bewirkt eine Enzym-Induktion in der Leber, daher kann die Wirkung anderer Arzneimittel dadurch abgeschwächt und oder verkürzt werden und Eukalyptus kann Urtikaria/Nesselsucht auslösen.

Eukalyptus wird seit jahrhunderten in asiatischen Kräuterölen mit verwendet- es ist ein großes Heilmittel, welches wohldosiert und achtsam eingesetzt werden sollte!

gerade im Winter wunderbar wohltuend nach dem Sport und zur Prävention

Nun endet mein kleiner Exkurs … ich wünsche Dir eine gute Woche voller Inspiration und Gesundheit… vielleicht liest Du für die Inspiration meine Beiträge zu den Rauhnächten „Das Fenster ins Neuer…“ hier auf meinem Blog.

Alles Liebe…

Kira

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