ernährungsberatung

Ein herzliches Willkommen in der neuen Woche und dem Thema: Wie wird Wildfleisch in der Chinesischen Medizin diskutiert?

Fleisch steht bei uns nur ein- bis zweimal/ Woche auf dem Speiseplan; denn schließlich reichen 300 Gramm Fleisch/ Woche, um mit den darin enthaltenen Nährstoffen versorgt zu werden. Dabei spielt natürlich die Qualität an erster Stelle- in bio oder eben Wildfleisch- das beste Muskelfleisch überhaupt, denn Wildtiere ernähren sich mit physiologischem Futter und bewegen sich den gesamten Tag 🙂

Wildfleisch hat besonders wertvolle Aspekte zu bieten:

Wildfleischeintopf mit getrockneten Tomaten und Nüssen
  • es ist warm vom Temperaturverhalten, im Geschmack süss und wirkt positiv auf die Funktionskreise Niere, Milz und Leber.
  • Wildfleisch enthält jede Menge gut verdauliches Eiweiß- ca. 22% bei 100 Gramm und dabei nur etwa 3% Fett; zusätlich Vitamine und Spurenelemente wie bspw. B12, Eisen, Zink, Kalium und weiteres.
  • Das Fleisch unserer heimischen Wildtiere ist d a s absolute Yang-Tonicum– es wirkt bspw. bei Kälteaversion, Schmerzen im Bewegungsapparat, kalten Extremitäten, kaltem unterem Rücken und kaltem Gesäß, kalten Gelenken, Schüttelfrost, Wirbelsäulenschwäche, Lumbalschwäche, Schwäche in den Beinen und großen Muskelgruppen, rheumatischen Kälte-Schmerzen, beugt vorzeitiger Alterung vor und wird gegen Unfruchtbarkeit und Impotenz eingesetzt- hierbei ist besonders Wildfleischsuppe mit Walnüssen und Cranberrys als Rezept zu empfehlen.
  • Der zweite Aspekt ist das Qi- tonisierend wirkt Wildfleisch es bei Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Gewichtsverlust – es tonisiert des Qi aller ZhangFu und hier besonders das Nieren-Qi.
  • Als drittes wichtiges Merkmal gilt der Blut(Xue)-Aufbau- jede Sorte Wildfleisch tonisiert Leber-Blut zum Bsp. bei Anämie, Milchbildungsmangel, wirkt nährend auf die Jing Luo, aktiviert die Muskulatur vor allem bei „Steifheit“ , wirkt positiv bei Sehnenversteifung, Gelenkabnutzung und -degeneration.
  • Vorsicht! Wildfleisch sollte nicht oder nur sehr maßvoll bei Hitze, Fieber, feuchter Hitze, Yin-Mangel und Leere-Hitze gegessen werden!

Mein absolutes Lieblingsrezept im Herbst und Winter für Wildfleisch ist Rehrücken(ohne Knochen):

  • in einem Schmortopf geputztes Wurzelgemüse, ein Teelöffel Tomatenmark und Senf, zwei Schalotten, Rosmarinzweig und Wacholderbeeren in Ghee anschwitzen;
  • dann das Rehfleisch dazugeben und scharf von allen Seiten anbraten;
  • die Temperatur runterregeln und mit 200 ml Saft-Gemisch aus Apfel-, Orangen- und rote Beete-Saft ablöschen; mit Gewürzen wie Nelke, Lorbeer, Galgant, Bertram, einem Teelöffel dunkler Schokolade, Pfeffer und Salz sparsam würzen…das unterstützt den Eigengeschmack der Zutaten…
  • …den Deckel auflegen und alles mit niedriger Temperatur ca. 20-30 Minuten garen…
  • … dann das Fleisch aufgeschnitten mit dem Wurzelgemüse servieren- dazu passen Bohnen, Wintersalat oder Ofengemüse; natürlich auch cross gebackene Ofenkartoffeln 🙂 – zum Schluss bei Bedarf Pfeffer und Salz aus der Mühle darüber geben.
  • Mein Tipp: Das Fleisch morgens in Buttermilch mit Wacholderbeeren einlegen und durchziehen lassen- das macht es besonders zart.

Beachte:

  • Wildfleisch immer vom Jäger des Vertrauens kaufen oder in einem Bio-Wildhandel; dort wird das Wildfleisch geprüft und sorgfältig behandelt.
  • Wildfleisch immer in Buttermilch oder Kefir einlegen- damit verliert es den strengen Wild-Geruch und wird sehr zart.
  • Wildfleisch nur regional kaufen und nie als Importware!

Fleisch maßvoll konsumiert ist ein wertvolles Nahrungsmittel- wählen wir es mit Bedacht 🙂

Einen guten Start in die neue Woche und viel Freude beim Ausprobieren des Rezeptes! Alles Liebe…

Kira

Porridge aus dem Backofen…

…ist als Früh- oder Spätstück so unfassbar lecker; bestens geeignet für alle, die bis weit in die Mittagszeit hinein satt bleiben müssen, nach dem Sport einen gesunden Teil an Eiweiss benötigen oder einfach nur gesund essen möchten.

Für mich ist es ein Favorit, weil es einfach vorzubereiten und auch mal als „Kuchen“ zu nutzen ist 🙂

Und so geht es:

  • Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen
  • 100 Gramm Haferflocken- alternativ Gerstenflocken oder Dinkelflocken- mit 200 ml heißem Wasser in einer Auflaufform einweichen(5-10 Minuten);
  • darüber 20 Gramm Walnüsse(eine Innenhand voll)- alternativ andere Nüsse- Kürbiskerne, Leinsaat und Sesam(jeweils einen Esslöffel) geben;
  • dazu kommen 5 Datteln, zwei Esslöffel Goji-Beeren, möglich sind auch andere Trockenfrüchte und 100 bis 200 Gramm Heidelbeeren/Himbeeren/Birnen/Äpfel…
  • … Zimt (ein Teelöffel) und Ahornsirup (1-2 Esslöffel)…
  • …separat werden 100 ml ungesüßter Getreide- oder Nussdrink- ich habe Haferdrink genutzt- und 1,5 Teelöffel Weinsteinbackpulver vermischt und dann über die Flocken-Obst-Masse gegeben und
  • dann ab in den Ofen für 15-20 Minuten- wenn eine gute Bräune erreicht ist, den Ofen ausschalten und alles etwas nachruhen lassen.

Vor dem Servieren dann mit Obst oder Ahornsirup, eventuell mit Hafersahne verfeinern 🙂

Ich habe auch schon die Variante mit Banane ausprobiert- diese ist mir allerdings zu süß… dann die Getreide- oder Nussmilk mit dem Backpulver und der Banane vermischen und dann wie oben beschrieben verfahren; eine zweite Banane kann noch mit unter die Mischung gegeben werden(in Scheiben).

Eine dritte Variante: Übrig gebliebene Reste von Müslimischungen für ein „Baked Porridge“ nutzen- manchmal bleiben nur 5 oder 10 Gramm in der Packung übrig- diese einfach zusammenmischen und dann wie oben verfahren.

Dieses Porridge kann kalt und warm gegessen werden; auch am nächsten Tag … einfach für eine kurze Zeit bei 100 Grad erwärmen oder die Grillfunktion für einen Knuspergenuss kurz einschalten- dabei etwas aufpassen, dass die obere Schicht nicht verbrennt.

Ein besonderer Genuss– das Baked Porridge ist mit einer Kugel Vanilleeis eine gesunde „Nascherei“ mit MEHRWERT!

…und nun- viel Spaß beim Zubereiten und guten Appetit!

Alles Liebe!

Kira

Die kleine Reihe der Klassischen Chinesischen Medizin Teil IX…

…räumt ein bisschen mit dem Mytos der chinesischen Ernährungslehre auf- denn es ist kein Hexenwerk:

  • Die Ernährungstherapie war und ist einer der wichtigsten Pfeiler in der chinesischen Medizin. Es gibt viele Parallelen zu unserer abendländischen Erfahrungsheilkunde und Ernährungstherapie bspw. der Ernährung in der Klosterheilkunde.
  • Ernährungstherapie ist preiswert und ohne Risiko, anders wie dies etwa bei einseitigen Diäten sein kann. Dabei ist sie sehr effektiv in ihrer Anwendung, denn schon im Altertum wusste man: „Lass deine Nahrung dein Heilmittel sein“.
  • Die Ernährungstherapie in der chinesischen Medizin beinhaltet eine gründliche, individuelle Diagnostik, auch wenn sicherlich nicht alle Krankheiten „nur“ mit Ernährungstherapie zu heilen sind. Allerdings- ohne eine typgerechte Ernährung ist es schwierig, Gesundheit zu erhalten oder neu zu gewinnen.
  • Die Ernährungstherapie unterstützt zu 80 % die Gesundung, denn viele Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter haben in ihrer Ursprünglichkeit tatsächlich „Heilwirkung“… als Beispiel nenne ich hier Galgant- ein Gewürz bspw. eine Wurzel ähnlich dem Ingwer; Galgant ist hilfreich bei einem kalten und schwachen Magen; oder Möhren- eine reine Möhrensuppe kuriert Verdauungsstörungen und wirkt diätetisch bei schweren Erkrankungen oder lindert die Beschwerden bei einer Chemotherapie.

Die Ernährung in der KCM beruht auf dem Prinzip der 5-Elemente; diese fünf Elemente sind Holz mit dem Geschmack sauer, Feuer mit dem Geschmack scharf, Erde mit dem Geschmack süß, Metall mit dem Geschmack scharf und Wasser mit dem Geschmack salzig. Sie beeinflussen die Körperfunktionen in unterschiedlicher Weise und sind den verschiedenen Organen zugeordnet- ähnlich auch wie in der Kräutermedizin in der KCM- siehe mein Beitrag hier unter ….http://spiritandbalance.de/die-kleine-reihe-zur-klassischen-chinesischen-medizin-teil-viii/

Die Tradition der Ernährungstherapie ist wohl eine der ältesten in der asiatischen Welt- wie generell in der chinesischen bzw. asiatischen Medizin geht es um die Harmonisierung der „sich gegenseitig anziehenden Gegensätze“, Yin (Materie) und Yang (Energie)- denn nur wenn zwischen diesen ein harmonisches Gleichgewicht herrscht, kann die Lebensenergie Qi ungestört fließen- Gesundheit, Wohlbefinden und seelische Ausgeglichenheit werden gestärkt und können sich entfalten 🙂

Generell vereinigen wir alle fünf Meridiansysteme, alle Geschmäcker und auch alle Temperaturen in unserer Nahrung- das eine oder andere überwiegt- ist uns deutlich zuträglicher… haben wir für einen bestimmten Geschmack oder eine bestimmte Temperatur eine Vorliebe, kann dies schon ein Hinweis auf eine Dysbalance sein- auch wenn keine Symptome von Krankheiten vorliegen. Hilfreich wäre hier die folgende Auflistung, um selbst eine Vorab-Einschätzung vornehmen zu können:

Erde-Milz/Magen-süß:

  • baut Qi auf
  • befeuchtet und entspannt
  • wirkt kräftigend
  • wirkt sättigend
  • die zugeordneten Nahrungsmittel machen bzw. sollten den Hauptteil der Ernährung ausmachen

Holz-Leber/Gallenbalse/sauer:

  • wirkt zusammenziehend und bewahrt die Säfte
  • wirkt kühlend
  • stärkt die Substanz

Feuer-Herz/Dünndarm/SanJiao/Herz als Meister(Pericard)- bitter:

  • trocknet aus
  • leitet nach unten
  • wirkt kühlend
  • verdauungsfördernd
  • reinigend
  • austrocknend
  • ist maßvoll hilfreich bei Übergewicht

Metall-Lunge/Dickdarm/scharf:

  • bewegt das Qi stark nach oben
  • löst Stagnationen und verteilt die Energie
  • wirkt wärmend und trocknend

Wasser-Niere/Blase/salzig:

  • leitet Qi nach unten
  • wirkt aufweichend bei Schleimansammlungen oder Geschwüren
  • bindet Wasser im Körper
  • ausleitende Wirkung
  • übermäßiger Salzkonsum führt zu Verhärtung, bspw. zu Arteriosklerose

Die thermische Wirkung- hierbei geht es mehr um die energetische Wirkung(Yang, Yin…)- dabei entspricht die energetische Temperatur eines Lebensmittels eher selten der tatsächlichen Temperatur- ein warmes Lebensmittel muss nicht warm sein, aber es wird dem Körper Wärme zuführen usw.:

  • kalte Nahrungsmittel wie bspw. Algen oder das kälteste- die Wassermelone- verlangsamen den Stoffwechsel, kühlen den Körper stark ab
  • erfrischende Lebensmittel wie bspw. Birnen oder Gerste- bauen die Körpersäfte (Körperflüssigkeiten) auf, tonisieren (stärken) das Blut, halten das Yin zusammen
  • neutral wirkende LM wie bspw. Reis, Amarath, Quinoa, Wurzelgemüse und vor allem gekochte Speisen- sorgen für Ausgewogenheit, stärken den gesamten Organismus und gleichen aus
  • warme LM wie bspw. Hafer, Kirschen, Ingwer…- stärken Yang und Qi, wärmen die Mitte und schützen den Körper vor äußeren Einflüssen,
  • heiße LM wie bspw. getrocknete Gewürze, Lamm und Wild, starke alkoholische Getränke…- bewegen das Qi, führen verstärkt Wärme zu und können schnell zu Überhitzung führen

Neben diesen Eigenschaften spielt die Zubereitung und der Reifezustand eine wesentliche Rolle zur Wirkung auf den menschlichen Körper:

  • Erwärmen– kochen, dünsten, dampfgaren, schmoren, blanchieren, backen, zerreiben, reiben, pürieren, in Essig einlegen, trocknen;
  • Erhitzen– grillen, rösten, braten, frittieren, mit oder in Alkohol zubereiten, scharfe Gewürze verwenden
  • Kühlen bzw. als Erfrischung– keimen lassen, in Wasser einlegen, in Sojasauce einlegen oder marinieren;
  • Kalt– in Salz einlegen oder tiefkühlen

Zwischen den fünf Elementen und allem, was zu ihnen gehört, bestehen zyklische Wechselwirkungen, die in Form von zwei Kreisläufen dargestellt werden, dem sogenannten erzeugenden oder nährenden und dem destruktiven Zyklus. Beim erzeugenden Zyklus nähren sich die Elemente gegenseitig: Das Holz nährt beim Verbrennen das Feuer, die dabei entstehende Asche wird zu Erde; in der Erde bilden sich Metalle, die das Wasser anziehen, und dieses ernährt wiederum die Pflanzen und Bäume. (Diese Reihenfolge der fünf Elemente wird oder sollte auch beim Kochen beachtet werden, damit die fertigen Speisen in energetischer Hinsicht möglichst harmonisch sind- allerdings sollte es im Alltag nicht ganz so streng gesehen werden 😉 )

Bei der Ernährung nach den fünf Elementen geht es nicht um die Einhaltung einer strikten Diät, sondern um die schrittweise Entwicklung einer gesunden Ernährungsweise. Im Rahmen der chinesischen Ernährungstherapie wird besonders auf die Verwendung von frischen und gehaltvollen Nahrungsmitteln aus regionalem und saisonalem Anbau geachtet. Das Verwenden von verarbeiteten Lebensmittel, wie bspw. Milchprodukten, sollte auf ein Mindestmaß beschränkt werden und Fast Food, raffinierte Lebensmittel … sollten gar nicht gegessen werden.

Hilfreich sind diese allgemeinen Hinweise:

  • frisch, saisonal, regional
  • zwei warme Mahlzeiten
  • regelmäßige Mahlzeiten ggf. intuitiv gegessen wie Frühstück zwischen 6-11; Mittagsmahl zwischen 12-15 Uhr ggf. das Abendessen dann vor 19 Uhr und alles maßvoll
  • warme Getränke
  • frische Kräuter und maßvoll getrocknete Gewürze
  • wenig Fleisch und Fisch, überwiegend pflanzenbasierte Nahrung
  • Suppen, Eintöpfe und Brühen sind prima als dritte Mahlzeit des Tages oder zum Frühstück
  • Rohkost immer nach einer gegarten Nahrung bzw. dazu bspw. Pellkartoffeln mit Ruccola und Ei…

Ernährungstherapie- kein Mysterium, sondern auch in der modernen Medizin mittlerweile sehr geschätzt…

Die individuellen Pläne erstelle ich immer nach einer umfassenden Anamnese- Rezepte gibt es dazu auch immer mal wieder hier auf meinem BLOG und jeder Patient/jede Patientin bekommt entsprechende Rezeptempfehlungen/ Buchempfehlungen.

Mein Tipp: Schritt für Schritt die empfohlenen Maßnahmen umsetzen und langsam sich an die größeren Unternehmen wagen; nicht stressen lassen- wenn mal das eine oder andere nicht gleich gelingt 😉 Nehmen Sie doch einfach mal an einem der Workshop’s in meiner Praxis teil- da sehen Sie, dass es tatsächlich kein Hexenwerk und sehr einfach umzusetzen ist.

Alles Liebe und eine gute Woche…vielleicht mit einem frischen Frühstück jeden Morgen 😉

Spinat-Frittata mit Vollkornbrot und frischen Kräutern

Kira

…bedeutet einheizen; und zwar von innen…

Das Pathogen Kälte- HAN- zeichnet sich durch vielfältige Symptome aus- dazu gehören bspw. kalte Gliedmaßen und harte Verspannungen/Anspannungen/Knoten in den Muskeln, Dauerfrösteln, inneres Frieren, aber auch echte Erkältung und Durchfall(nicht riechend, wie Wasser). Kälte kannst Du Dir wie einen kalten Motor vorstellen, der langem Frost ausgesetzt war- erst das langsame Erwärmen bringt ihn wieder zum Laufen; auch darf er nicht gleich „gejagt“ werden, sonst bringt er Dich nicht weit. Oft geht Kälte mit Wind einher, denn dieser bringt die Kälte in den Körper- immer bessert Wärme die Beschwerden und so auch eine wärmende, typgerechte Ernährung. Ein wunderbares Rezept, gerade in der Winterzeit, ist das folgende vegetarische/vegane Gulasch:

  • Zutaten- 2 Innenhände voll rote Linsen, 3-5 geschrubbte Bio-Möhren, eine rote Zwiebel, zwei Innenhände voll Cashewkerne; ein Esslöffel Kokosöl oder Ghee(mein Favorit), 250-350 ml Gemüsebrühe; sich omnivor ernährende LeserInnen können natürlich Fleischbrühe nehmen(wärmt noch stärker); je ein Esslöffel Tomatenmark und Senf(Bio), so vorhanden ein Teelöffel ungarische Paprikacreme oder SambalOlek
  • wärmendes Gewürzpulver- natürlich selbstgemacht 🙂 – mische je ein Gramm gemahlene und getrocknete Kräuter edelsüßer Paprika oder Rosenpaprika, Knoblauch, Chili, Bertram, Galgant, Kubebenpfeffer, Kümmel, Majoran, Zitronenschale, Lorbeerblatt und
  • …gib nun Senf und Paprika mit dem Fett zusammen in eine gewärmte Pfanne- lass es leicht anrösten, bis es duftet; dann gib die fein gewürfelte rote Zwiebel, grob gehackte Cashew’s, die roten Linsen und die in Scheiben geschnittenen Möhren dazu- unter Rühren weiter anrösten- das bringt zusätzlich Wärme in’s Gericht…
  • …lösche alles mit der jeweils gewählten Brühe ab und lass es ca. 20-40 Minuten(Möhren sollten nicht verkochen) vor sich hin köcheln.
  • Natürlich kann das Gulasch auch traditionell mit Fleisch zubereitet werden; oder versuche es mal mit Kartoffeln und/oder Süßkartoffeln; mit Fleisch wärmt es noch stärker; mit dem Gemüse entfaltet es eine milde Wärme, die längere Zeit anhält und nicht zu stark aufheizt.
  • Solltest Du eher der Hitzetyp sein, dann kannst Du dieses Gulasch selbstverständlich auch genießen…nimm nur die Hälfte der Menge an Gewürzen und lass das Anbraten weg- bereite es eher im Reiskocher oder Slowkocher zu.
  • Alle getrockneten Gewürze bringen generell Wärme in den Körper; die Linsen geben das Eiweiß, Möhren die Kohlenhydrate und mit den Cashewkernen hast du gute Fette und hervorragendes Eiweiß.

Übrigens- einige der Gewürze, wie bspw. Kubebenpfeffer, kannst Du auch gegen die echte Erkältung einsetzen- als Tee, Badezusatz oder in einer wärmenden Suppe ist er ein guter Gehilfe zum Gesunden.

Lass es Dir schmecken- und liebe Grüße zum Wochenende sendet Dir

Kira

Flammkuchen in 35 Minuten…

…und low carb- perfekt für ein schnelles und leckeres Abendessen; wenn – in normalen Zeiten- plötzlich Gäste kommen oder der Garten lockt und bald wieder daußen gegessen werden kann 😉

Was wir für eine Portion benötigen:

  • 60 g Quark- natur
  • 1 Ei
  • 60 g Parmesan- gerieben oder geflockt
  • 5 g Mandelmehl, teilentölt; möglich ist auch Buchweizenmehl;
  • 30 g Frischkäse- darin gehackte Wiesenkräuter verrühren(Giersch und Co);
  • zwei frische Tomaten- würfeln oder vierteln(je nch Größe der Tomaten), ebenso auf Wunsch mit getrockneten Tomaten verfahren,
  • eine Hand voll Champignons- halbieren oder vierteln
  • zwei Hand voll Babyspinat und Bärlauch- säubern, auseinanderzupfen
  • gewürfelte Zwiebeln

Und so wird es gemacht:

  • Den Backofen auf ca. 170-180 °C Umluft vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen;
  • Quarkboden: Speisequark mit dem Ei und ca. 40g vom Käse in einer Schüssel miteinander verrühren. Mandelmehl dazu geben und nochmals vermengen. Die Teigmasse auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben und gut verteilen;
  • …dann für ca. 10-15 Minuten in den Backofen- eventuelle Blasenbildung ist möglich, aber nicht tragisch- einfach zerdrücken;
  • …den angebackenen Teigboden mit dem Frischkäse bestreichen, mit dem Gemüse und dem restlichen Parmesan bestreuen;
  • alles für weitere 15-20 Minuten fertig backen; danach heraus nehmen und warm servieren 🙂 🙂

Eine Portion weisst einen Proteingehalt von ca. 37 Gramm(KH ca.7; Fett ca.40) auf; gemäß der Ernährungslehre der chinesischen Medizin ist diese Variante des Flammkuchen sehr gut geeignet, um die Säfte und das Qi aufzubauen- besonders interessant für Sportler vor und nach dem Training.

Trotzdem sollte der Flammkuchen mehr ein Highlight sein und nicht täglich auf dem Speiseplan stehen- für alle, die zu feuchter Hitze neigen(fettige Haut/Haare, Verdauungsprobleme, Akne…) ist Maß halten angesagt.

…und jetzt wünsche ich gutes Gelingen und guten Appetit!

Mit einem Augenzwinkern 😉

Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat – G. Boccaccio

Wärmendes in der Dojo-Zeit

 

Zugegeben- der Beitrag kommt einige Tage zu spät- aber die Temperaturen lassen so ein wärmendes Curry durchaus zu- schließlich sollen wir uns auch bei den Mahlzeiten vom Wetter leiten lassen 😉

Ein Curry stärkt unsere Mitte(Milz/Magen und damit das Milz-Qi)- besonders wenn es aus den folgenden Zutaten zubereitet wurde(für zwei bis drei Personen):

  • 2-3 Möhren(süß, neutral, Mitte tonisierend…), 2 Petersilienwurzeln(Qi und Yang aufbauend, Blut bewegend- Vorsicht in der Schwangerschaft…), drei bis vier Stängel Staudensellerie(Qi tonisierend, bewegend, Feuer ausleitend…), eine mittlere helle Zwiebel(Qi tonisierend, Blut bewegend…)- alles in einem Teelöffel Ghee nach einander andünsten; mit der Zwiebel beginnen; vorher wird das Gemüse natürlich gesäubert und in Würfel bzw. Scheiben geschnitten; ruhig etwas grober;
  • …dann das angedünstete Gemüse mit 100 ml Gemüsefond und 150 ml Kokosmilch(Qi und Blut tonisierend, Hitze kühlend…) ablöschen; dazu kommen dann je ein viertel Teelöffel Kurkuma und Liebstöckel, je eine Messerspitze Salz, Kubebenpfeffer, Galgant oder Ingwer, Kreuzkümmel, Zitronengras und eine Prise Chili(wer mag)- dann das Ganze ca. 20-30 Minuten garen lassen- danach noch einmal abschmecken.
  • Das Curry wärmt, durch die Zutaten Kokosmilch und Staudensellerie- beide wirken auch Säfte aufbauend und erfrischend/kühlend- wirkt es aber nicht heiß, sondern neutral bis wärmend. Die Gewürze sorgen für eine gute Bekömmlichkeit und gerade Kurkuma wirkt entzündungshemmend.
  • Das Curry kann gut während einer echten Erkältung gegessen werden, da es die Kälte aus den Knochen vertreibt, gegen Gliederschmerzen(kalte Gelenke) angeht und das Immunsystem auf Trab bringt.

Noch etwas zur Petersielienwurzel- da diese sehr stark Blut bewegend wirkt, kann das Curry bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein. Allerdings sollte in der Schwangerschaft auf die Petersilienwurzel verzichtet und durch Pastinaken(Blut tonisierend…) ersetzt werden. Petersilie allgemein und dazu zählt die gesamte Pflanze wirkt in größeren Mengen abortiv.

Ich koche übrigens alle Eintöpfe und dazu zählt auch das Curry im Schnellkochtopf(sehr Energie zuführend, da mit großem Druck gearbeitet wird) und verzichte daher meistens auf Chili. Das spart Zeit und die Mahlzeiten stehen bereits nach 10-15 Minuten auf dem Tisch 😉

Zu den Mengen- meine Oma, von der ich das Kochen gelernt habe, kam immer ohne Kochbuch aus- „Deern, dat brucken wi nich, dat geit nah Geschmack-“ Mädchen, das brauchen wir nicht, das geht nach Geschmack“ 😉 ; ich werde bei den nächsten Rezepten alles genau abwiegen- versprochen!

Viel Freude und gutes Gelingen beim Nachkochen und dann- guten Appetit!

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