QiGong

PARA-Sympatisch Teil1

Guten Morgen 🙂 … bist Du auch der Meinung, dass Entspannung im Yoga, QiGong/ Taiji und der Meditation zu finden ist? Recht so… aber wusstest DU, dass oft eher die kleinen, feinen Sequenzen tatsächlich zur Entspannung führen. So ist es mit der Atemlenkung, aber auch den Übungen für Deinen Vagusnerv, der den größten Anteil am parasympatischen System einnimmt. In den nächsten Wochen lade ich Dich zu einigen einfachen Übungen ein, die DU einzeln, aber auch in Kombination praktizieren kannst… für Ruhe, innere Balance und Resilenz 🙂

Der Vagus-Nerv entspringt dem Hirnstamm, nimmt seinen beidseitigen Verlauf entlang der Arteria carotis(Halsarterie) und verästelt sich dann im Rumpf und in/um die Organe- er begleitet aus Sicht der Chinesischen Medizin den Verlauf des RenMai und der Yin-Meridiane Niere, Milz, Leber und Pericard in Deinem Körper. Ist das parasympatische Nervensystem und mit ihm dieser größte Nerv ausbalanciert und aktiv, dann gehen wir mit Ruhe und Gelassenheit auch durch stressige Zeiten, unser Blutdruck, der Puls und Atem sind ruhig, die Verdauung läuft entspannt ab und wir fühlen uns tatsächlich ausbalanciert und ruhig. Du kannst Deine innere Heilung ankurbeln, indem Du den Vagus gezielt ansprichst und damit den Sympatikus in eine normale Funktion bringst, Stressoren milderst- damit hilfst Du dir selbst bspw. bei nervösen Zuständen, Ängsten, Nebennierenschwäche, Auto-Immun-Erkrankungen…

Was Du benötigst?

  • Nimm Dir bewußt einige Minuten Zeit- auch gerne verteilt über den Tag
  • Nimm eine entspannte Sitzhaltung ein- öffne bspw. auch gerne den Hosenbund, damit Du gut und frei atmen kannst und Dich nicht eingezwängt fühlst.
  • Optimal ist ein ruhiger Bereich ohne Telefon, Geräusche… bzw.
  • … schließe im Sitzen die Augen, zieh Dich in Deinen Stirn- oder Herzraum zurück und „verschließe“ Dein Gehör…
  • … oder praktiziere nach Deiner Yoga/QiGong-Praxis- die Übungen sind ebenfalls ein optimaler Abschluss Deiner täglichen, körperlichen Praxis 🙂
Im Sitzen und in Gedanken am Platz der Ruhe und Übung 1 praktizieren 🙂

Übung 1:

  • Im entspannten Sitz(auch gerne in der Natur) schließt Du die Augen, spürst für 14-weiblich-/16-männlich- Atemzüge in Dich hinein…
  • … rollst dann bewußt die Schultern hoch zu den Ohren und nach hinten unten- ebenfalls 14/16…
  • … in der Einatmung hoch… in der Ausatmung nach hinten-unten…
  • … nimm Dir dabei Zeit; EA/AA sind etwa gleichmäßig in der Länge… bewußt verlangsamen und vertiefen…
  • …das ist eine wunderbare Vorbereitung für die Aktivierung des Vagus…
  • … und reicht oft schon als erste Übung aus, um den Sympatikus ruhiger zu stellen.
  • Du darfst selbstverständlich auch länger praktizieren- nutze dazu den 7er(weiblich) bzw. den 8er(männlich)-Rhythmus… also 7-14-21… 8-16-24… für die Wiederholungen und beende die Übung mit einer tiefen Bauchatmung und kräftigen Ausatmung über den leicht geöffneten Mund…
  • … danach stehe auf und schüttlee Deinen Körper gut aus oder praktiziere „Gurgeln“ mit Melissentee… auch Gurgeln entspannt den Vagusnerv.

Praktiziere diese Übung täglich, wenn Du:

  • …Dich immer angespannt fühlst,
  • gefühlt schlecht schläfst;
  • einen vollgepackten Tag hast;
  • Deine Arbeit sehr nervenaufreibend ist;
  • Du in Doppel- und Dreifachbelastung bist;
  • Du einen zu hohen Cortisolspiegel hast;
  • Deine Haut zu Rötungen… neigt;
  • Deine Verdauung unregelmäßig ist;
  • Du im Gedankenkreisen steckst;
  • Dich Ängste und Panik bestimmen;
  • ….
So kannst Du spüren, wie sich Atmung und Herzschlag verändern

In der nächsten Woche nehme ich Dich weiter mit- und jetzt wünsche ich Dir gutes Gelingen mit der einfachen Übung!

Bleib entspannt- alles Liebe

Kira

ER-leben…Ideen für Lebendigkeit im Alltag

1872… ja Du hast richtig gelesen… sagte Emily Dickinson(amerikanische Dichterin) über das Leben:“Zu leben ist so umwerfend, dass für andere Beschäftigungen fast kein Raum mehr bleibt.“ …Was für eine schöne Beschreibung für das ER-leben des Lebens; für die Lebendigkeit, die gerade jetzt im Frühjahr so unmittelbar und voller Kraft zu spüren ist.

An diesem und den nächsten 6 Montagen möchte ich Dir kleine Empfehlungen an die Hand geben, die ganz viel Lebendigkeit in den Alltag bringen und die Vorstellung der Life-Work-Balance realer gestalten.

Ich liebe diese Frühlingstage, an denen die Sonne schon morgens blinzelt und die Temperaturen wunderbar mild sind; als Nordkind sind die Frühlingstemperaturen um 16-18 Grad für mich ideal- Bewegung, Aktivität in der Natur- alles fällt leichter, als bei drückenden Sommertemperaturen über 25 Grad(für mich 😉 )

Das aufstrebende Yang-Frühling-Lebendigkeit

Aber es gibt so Tage, da fühlt es sich an, wie unter einer Glocke, auch wenn ich mit Herz und Freude in den Tag starte oder meine Praxisarbeit verrichte… und da helfen auch mir einige Ideen für diese leichte Lebendigkeit; diese möchte ich mit Dir teilen:

  1. Empfehlung- Prana-Pausen:
  • Atmen, Aufstehen, ein Glas Wasser trinken, sich recken und strecken, das Fenster öffnen und den Blick schweifen lassen… kleine bewusste Pausen lassen Dich im wahrsten Sinn des Wortes „DURCHATMEN“.
  • Stell Dir einen Timer bspw. alle 60/90 Minuten und baue eine 5-minütige Pause in den Arbeitsprozeß ein… ich bspw. mache nach jeder Behandlung in der Praxis eine 5-Minuten-Pause; trinke ein Glas Wasser, wasche mir die Hände, lüfte den Praxisraum durch und praktiziere eine Reinigungsübung aus dem QiGong.
  • Zieh Dich in dieser Pause für einen kurzen Moment in Deinen Stirnraum zurück- werde Dir bewußt, dass alles mit Dir und um Dich herum in Verbindung ist; spüre die Verbundenheit von Körper und Geist, Innen-Außen; rechts-links, oben-unten…

Eine wunderbare Übung- sie „reinigt“/klärt Dich augenblicklich- ist diese aus dem QiGong:

  • Stell Dich hüftbreit hin, erde Dich über die Füße und praktiziere für sieben(Frau)/acht(Mann) Atemzüge „Das Qi wecken“…
Das Qi wecken
  • … dann lass die Arme sinken und drehe Deine inneren Handflächen nach hinten/unten- atme gezielt vom Kopf in den Bauch und von dort über die Innenflächen Deiner Hand und die Füße aus- sieben/acht Mal…
  • … dann hebe das Qi zum Abschluss und verschließe es durch das Auflegen Deine Handinnenflächen auf den unteren Bauch(7/8 Atmzüge).

Diese Übung reicht aus, um Dich wieder mit Energie, aber auch Ruhe, Konzentration und einer tatsächlichen Lebendigkeit zu erfüllen 🙂

Solltest Du Mittags einen Kaffee oder Tee nach der Mahlzeit trinken, dann nutze diese Zeit, um kurz die Augen zu schließen, eine „Geschmacks-Meditation“ zu praktizieren und damit wieder zurück in DEINE Lebendigkeit zu kommen… viel Freude beim Praktizieren!

Alles Liebe und eine wunderbare Frühlingswoche wünscht Dir

Kira

Wenn sich das Auge ausschaltet

Guten Morgen- aus gegegbenem Anlass schreibe ich heute über einen „Infarkt“ im Auge.

Unser Auge ist ein empfindliches Sinnesorgan. Gemäß der Chinesischen Medizin öffnet sich die Leber über die Augen… und tatsächlich führen verschiedene Faktoren, die für den Körper im weiteren und engeren Sinne STRESS bedeuten, zu einem „AugenINFARKT“ :

  • erbliche Disposition
  • Coronainfektionen- oft innerhalb der ersten 4 Wochen danach; ggf. auch nach einer entsprechenden Impfung im Zusmammenhang mit anderen Risikofaktoren
  • zu „dickes“ Blut- bei schlechtem Trinkverhalten… zu wenig Flüssigkeit in Form von Wasser und/oder Tee über den Tag
  • Diabetes
  • zu hohe Blutfettwerte
  • zu hohes LDL-Cholesterin
  • Übergewicht
  • Überantrengung der Augen
  • Stress allgemeinerer Art
  • ….
Erkennbare Auflagerungen

Wenn irgendwo im Körper ein Gerinnsel (Thrombus) entsteht, kann dieser durch den Blutkreislauf in alle Bereiche des Körpers gelangen und dort „stecken bleiben“; das Gefäß verschließt sich. Durch diesen Verschluß kann kein Blut mehr hindurch strömen; dadurch wird das umliegende Gewebe nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, welches in Folge dessen abstirbt. Je größer das Gerinnsel und somit der Verschluß ist, desto größer ist die Durchblutungsstörung. Im Gehirn verursacht dieses einen Schlaganfall, im Herz einen Herzinfarkt, in der Lunge eine Embolie; gelangt ein Thrombus ins Auge, so kann er auch dort zu einem Verschluß der Gefäße und zum Absterben von Sehzellen führen. Verschlüsse von Arterien sind selten, Venenverschlüsse kommen viel häufiger vor.

Die Symptome unterscheiden sich je nachdem eine Arterien oder eine Vene verschlossen ist.

Ein Venenverschluß äußert sich durch eine Sehverschlechterung (Schleier), insbesondere wenn die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut (Makula) oder die Durchtrittstelle des Sehnervs (Papille) betroffen ist. Der Verschluß kann dabei die Zentralvene oder kleinere Venenäste betreffen.

Bei einem Arterienverschluß kommt es zu einem plötzlichen Sehverlust (von einem Moment auf den anderen) im betroffenen Auge (einseitig). Auch hier können entweder die Zentralarterie oder kleine Arterienäste betroffen sein

Die moderne Medizin arbeitet mit Blutverdünnern und anderen Medikamenten, um bspw. den Verschluss eines Gefäßes aufzulösen; das Auge ist relativ „schlecht“ mit Gefäßen ausgerüstet- es gibt nur eine Haupt-Arterie und eine -Vene; ansonsten ebenfalls kleinste Gefäße, die das Auge versorgen. Daher ist die Therapie langfristig, also nicht innerhalb eines Tages abgeschlossen.

Naturheilkundliche Behandlung:

  • Eins vorweg- diese Problematik gehört auf jeden Fall zuerst in die Hand eines erfahrenen Arztes oder- so wie bei meinem Mann- es muss sogar eine Behandlung im Krankenhaus(Augenklinik) erfolgen!
  • Die Chinesische Medizin klassifiziert hier eine Qi-Stase mit Schleim; ggf. Hitze-Schleim; dazu kommen Blut-Stase und ggf. Blut-Hitze (bspw. nach einer Corona-Infektion)- die Leber öffnet sich über die Augen; daher muss eine umfassende Diagnostik gerade in Bezug auf die Wurzel der Behandlung erfolgen!
  • Begleitend kann die naturheilkundliche Behandlung erfolgen; bspw. mit…
  • …Akupunktur- spezielle Augenakupunktur; d.h. die Nadeln werden n i c h t in’s Auge gesetzt, sondern an spezielle Punkte, die einen direkten Bezug zum Auge, zum Blut und zum Qi haben.
  • …Kräutermedizin- gerade im Bereich der Kräuter gibt es bis zu acht Kombinationen, die in diesem Fall eingesetzt werden können; ein Kräutlein ist Euphrasia- Augentrost, welches übrigens bei jeglicher Art von Augenproblemen eingesetzt werden kann(Tropfen von der Fa. Wala oder Weleda- unbezahlte Werbung).
Augentrost in Blüte
  • …Ernährungtherapie/ Trinkkur- alle grünen Gemüse haben einen Bezug zur Leber; daher hat sich Staudensellerie bspw. bei Thrombosen im Auge bewährt; weiterhin eine Kur mit Wasserlinsenelixier nach Hildegard von Bingen; der Verzicht auf künstliche Fette/ Schweinefleisch/einfache Kohlenhydrate wie Weißmehl…aber bspw. auch Laucharten(Hitze), JunkFood…
  • Augen-QiGong … die Übungen können bei mir in der Praxis erlernt werden.
  • Leberwickel und Augenbäder; aber auch die Pause für die Augen bei Computerarbeit und/oder langen Autofahrten.

Die Behandlungen in meiner Naturheilpraxis sind immer sehr individuell, daher kann ich hier keine allgemeinen Rezepturen oder Behandlungsstrategien beschreiben.

Ich wünsche Dir immer eine gute Sicht mit Deinen Augen und natürlich eine gute Woche… alles Liebe

Kira

ZEN- bALANCE- dYnamisch, kRaftvoll, gEschmeidig… Teil 2…

Hej- schön, dass Du wieder hier bist! Wie haben Dir die ersten Übungen des ZEN-bALANCE gefallen?

Widmen wir uns heute dem inneren Drachen 😉 – den hat jeder von uns…

  • Beginne wieder mit der Übung „Das Qi wecken“- siehe Teil 1- praktiziere diese voller Konzentration; Du kannst gerne auch die ersten ZEN-Übungen danach praktizieren- um so geschmeidiger wird Dir die „Drachen-Übung“ gelingen 🙂
  • Gehe in den Stand- die Knie leicht gebeugt; Schultern tief- aufrecht wie ein Berg 🙂 … den BO halte mit beiden Händen so, dass die Ellenbogen nur leicht gebeugt sind und er den Boden berührt…
  • … dann hebe den BO schräg in Richtung Kopf an; gleichzeitig hebe das linke Bein im Knie gebeugt an- stabilisiere Dich…
  • … setze dann ruhig und konzentriert das linke Bein nach vorne und hebe die rechte Ferse, so dass sich das rechte Bein streckt- Dein Oberkörper ist leicht nach vorne gebeugt, der BO berührt wieder den Boden…
  • … praktiziere im Gehen oder im Stand- das überlasse ich Dir… im Gehen wird es ein meditatives Gehen- noch anspruchsvoller in der Koordination und Kondition;
  • … wenn Du im Stand übst, dann setze „wie gekommen zurück“ und wechsele die Seite.
  • Wiederhole jede Seite mindestens 8x- lass Deinen Atem die Übung tragen 🙂
  • Die Drachenübung stärkt in erster Linie Deine Beinmuskulatur; die Taille; Deine Balance und wirkt durch die langsame Ausführung auf den gesamten Körper!

Ich wünsche Dir viel Freude mit DEINEM Drachen 😉 – hab einen guten Wochenstart und … bleib in Balance!

Kira

Dein Gefühl nach der Übung 🙂

ZEN- Balance- dYnamisch, kRaftvoll, gEschmeidig… Teil1

Im sanften ZEN-Balance kannst Du Kraft für Körper und Geist aufbauen.

In vielen Kampfsportarten kennen wir den „BO“- den Kampfstock- Kurz- und Langstock-Training bspw. gibt es im KungFu, im TaiJiChuan, im WingTsun… Der BambusBO liegt leicht in der Hand und eröffnet Dir im ZEN-Balance neue Möglichkeiten für Deine körperliche und geistige Vitalität. Ich stelle Dir in dieser kleinen Serie einige Übungen vor, die Du in meiner Praxis erlernen, dank der Anleitung aber auch alleine für Dich entdecken kannst.

  • ZEN- erlange mit Disziplin und regelmäßigem Training Geschmeidigkeit für Körper und Geist- alle Übungen bauen Kraft in den Muskelgruppen auf, fördern Konzentration und Koordination und lassen Dein Energielevel mit Freude an den Bewegungen in neue Höhen starten 🙂
  • Die Übungen lassen sich einzeln und in Kombination durchführen; Du kannst auch einen Besenstil oder RosenholzStock verwenden; führe alle Übungen langsam aus; halte für 10 Atemzüge… 3x 15 Wiederholungen.
  • Genieße nach allen Übungen eine Tasse milden grünen Tee, um den Effekt für Körper und Geist zu verstärken.

Zu Beginn Deiner ZEN-Reihe führe eine kurze Meditation und die Übung „Das Qi wecken“ durch:

Qigong: Wecken des Qi » mobilesport.ch

Beginnen wir mit den Übungen:

  1. “ Die Flügel weiten sich- der Atem fließt“- Stand hüftschmal, Knie leicht gebeugt, den Stab(BO) schulterbreit greifen- vor der Hüfte halten; in der Einatmung den BO über den Kopf führen- ausatmend dicht am Körper hinter dem Rücken nach unten führen und dann am Ende der Übung die Arme zur Seite strecken- der BO liegt locker in den Handflächen. Achte bei dieser Übung darauf, dass Du nicht im Hohlkreuz stehst und den Kopf nicht nach vorne streckst. Diese Übung öffnet den Brust- und Herzraum, vertieft die Atmung, lockert den Nacken und mobilisiert die Schultern.

2. „Die Kraft spüren und den Focus vertiefen“ – Stand hüftschmal, Knie leicht gebeugt, den BO mit beiden Händen umschließen, senkrecht vor dem Körper aufstellen, die Arme sind im Ellenbogen gebeugt, die Schultern entspannen(EA)- strecke nun im Ellenbogen die Arme und strecke die Finger; der BO wird nur noch mit den Handinnenflächen gehalten; führe das Gesäß bei geradem Rücken nach hinten unten; lasse dabei die Schultern entspannt, ziehe das Kinn leicht in Richtung Kehlkopf und schiebe den Hinterkopf leicht nach hinten(AA). Achte darauf, dass die Knie immer hinter den Fußgelenken bleiben und schiebe nicht die Knie nach vorne- die Bewegung kommt aus den Ellenbogen, Oberschenkeln und führt das Gesäß- daher werden Beine, Gesäß und Rücken trainiert; die Meridiane an den Armen werden befreit; der Focus liegt auf der Atmung- dies führt zu einer tiefen Konzentration 🙂

Freue Dich auf die neue Woche und auf das Probieren dieser beiden Übungen- ich wünsche Dir einen guten Wochenstart … gutes Gelingen!

Kira

Emotion Angst in diesen Zeiten

In diesen Zeiten begegnet mir in der Praxis im Umgang mit meinen Patienten/Patientinnen immer wieder eine Emotion- die Angst.

Angst engt ein; Angst schwächt das Immunsystem; Angst schaltet den realen Verstand aus. Es gibt in unserer Gegenwart Quellen für Ängste, die im Bereich alte und neue Medien immer wieder genährt werden- daraus ergeben sich dann vielfältige Symptombilder, die sich im Körper festsetzen:

Angst ist ein wichtiger Überlebensmechanismus und von Natur in uns gespeichert. Sie hat die Aufgabe, kurzfristig viel Energie zur Verfügung zu stellen, so dass wir entweder kämpfen oder flüchten können. Die Alternative- nicht wirklich- wäre der Schock “ Starr sein vor Angst“…

Diese und jede Energie können und sollten wir positiv- egal bei welcher Angst- und in vollem Umfang nutzen:

  • Bewegung– um aus dem blockierten Zustand heraus zu kommen; Bewegung löst stagnierendes Qi und Blut; es hilft schon wenig- tanzen, gehen, lachen und sich gegenseitig umarmen(Familie 😉 )- alles und viel mehr bewegt Qi;
  • Aufmerksamkeit/Meditation– auf den Moment; Atme und lass ganz bewusst die Schultern locker; den Atem bewusst spüren- spüren wie die reine Luft einströmt und wie das Verbrauchte- in allen Facetten-ausströmt- so entsteht deine Meditation. Deine Konzentration auf deinen Atem ist sehr heilsam und erweitert sich zur Meditation- das hilft dir, innerlich frei zu bleiben oder zu werden 🙂
  • Bewusstsein– nimm die Position des Betrachters oder Beobachters ein- dir selbst aber auch deiner Außenwelt gegenüber; ziehe die Möglichkeit in Betracht, dass du und alle gerade mitten in einem Wandlungsprozesses sind- zur Wandlung gehört das jeder darin ist und nicht weiß wohin diese führt. Das ist Transformation- der Ausgang ist nicht vorhersehbar und offen- vieles kommt in das BEWUSSTSEIN- vieles bleibt außen vor- spannend und natürlich auch voller Skepsis und ggf. Angst
  • Energetische Unterstützung- Akupunktur für Herz und Nieren, für Leber und Lunge- und Kräutermedizin mit nierenstärkenden Kräuteren kann dich vor übertriebener, diffuser Angst bewahren/ befreien- stärke die Nieren zum Beispiel auch durch Yoga oder QiGong- Angst ist die Emotion der Nieren.
  • Statistik für deinen geschärften Blick- informiere dich breit gefächert; nutze nie- egal zu welchem Thema- nur ein und dieselbe Quelle; nutze auch deine Lebenserfahrung und deine gesunde Intuition
  • Mut– sei mutig; lass dich nicht wie ein Lemming mitziehen- mein Papa hat immer gesagt:“ Wenn alle in den Brunnen springen, musst du das nicht auch machen“- es kann sein, dass du erst einmal allein bist; bald aber nicht mehr- MUT wird immer belohnt; schätze aber richtig ein, wo es sich lohnt, mutig zu sein- Mut sollte immer dir, deiner Familie, deiner Gesundheit und deiner Energetik dienen- es bringt Nichts, auf Teufel komm raus, mutig zu sein- manchmal ist es mutiger wegzulaufen 😉
  • Trost– lass dich trösten und nimm Trost an- das ist kein Zeichen von Schwäche; zieh dich zurück, wenn es dich tröstet; iss ein Stück Schokolade, wenn es dich tröstet; gehe in die Natur, wenn es dich tröstet; tausche dich aus, wenn es dich tröstet… Trost ist eine universelle Kraft!!!
  • YangShen– Lebenshygiene in allen Bereichen; alles im Mangel oder Übermaß schwächt dich- stärkt aber negative Emotionen, also auch die Angst. Für dich bedeutet es: ernähre dich deinem Typ entsprechend; achte auf ausreichende Ruhe/ Schlaf; bewege dich maßvoll aber regelmäßig; halte dich warm- nicht kalt oder heiß; nutze deine spirituelle Kraft- nutze die Liebe mit allen Facetten für dich! Liebe ist eine Kraft, die selbst stärkste Ängste vertreiben kann!
Stärke über gute Nahrung deine Nieren

Es gibt sicher noch Vieles- für den einen oder anderen auch einen ganz anderen Weg.

Wichtig ist nur- bleibt in eurer Mitte, bleibt gesund und geht euren Weg durch diese Zeit!

Alles Liebe und gute Gesundheit wünscht euch Kira

“ Möge dein Tag durch viele kleine und schöne Dinge groß werden“

aus Irland

Gesund älter werden mit Hilfe der klassischen chinesischen Medizin

Das YangShen- die Lebensführung für ein gesundes und langes Leben ist mehr als eine Prävention von Krankheiten- es ist eine Einstellung zum Leben und zur Gesundheit- sie beginnt im Kindesalter und selbst das Gehen des letzten Weges ist davon bestimmt. Es ist so schade, dass in unserem Kulturkreis das alte Wissen dazu bei einem Großteil der Menschen wenig oder gar keine Resonanz findet. Nicht nur im asiatischen Kulturkreis gibt es diese tiefe Achtung, den Respekt vor dem Leben; auch bei uns kennen wir dies- bspw. in den überlieferten Lehren Hildegard von Bingens. Nach Studien der letzten Jahrzehnte ist mittlerweile erforscht, dass etwa 40 % der Krankheiten auf Veranlagungen und ererbte Konstitutionen zurückzuführen sind; 60% der Gesundheit beruhen jedoch auf Lebensführung und Einstellung zum Leben.

Sauer vom Geschmack+grün in der Farbe= positiv für die Leber und Gallenblase

Die Praktiken des YangShen oder auch nach den Lehren Hildegard von Bingens sind:

  • Kultivierung des Geistes und der Emotionen- zum Beispiel duch regelmäßige Meditation
  • Regulierung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme- in Achtsamkeit wann, wie, wieviel, was…
  • Balance des Körpers in Ruhe und Bewegung/Belastung-Entlastung; regelmäßige Bewegung an j e d e m Tag des Lebens
moderates Krafttraining- „…in einem gesunder Körper wohnt ein gesunder Geist…“
  • ausreichender und guter/erholsamer Schlaf- variierend von Mensch zu Mensch…
  • Achtsamkeit und Liebe/Aufmerksamkeit zu sich selbst….
  • …und Liebe zu Natur, den Lebewesen, der Kultur(Musik, Tanz, Kunst)
  • eine erfüllende und erfüllte Sexualität

Die klassische chinesische Medizin bietet dem Nutzer eine Vielzahl an Möglichkeiten, denn unsere Dysbalancen gehen nicht auf einen Mangel, sondern auf einen Überfluss und eine Vernachlässigung des Notwendigen zurück:

  • Ernährungsmedizin- Typ entsprechend als eine lebenslange Möglichkeit für eine gesunde Ernährung
  • Konstituionsakupunktur zur Stärkung der Essenz/ des JING
  • Kräutermedizin entsprechend der Konstitution
  • TuiNa
  • TaiJiChuan und QiGong oder Yoga- mit den Möglichkeiten der Meditation und Körperübungen
  • Leben im Einklang mit den Tageszeiten/ Jahreszeiten
  • Nutzen der Moderne für die Gesundheit
  • Anerkennen, dass das Altern ein physiologischer Prozess ist, der zum Leben gehört- wir entstehen aus Yin und Yang und sofort altern wir- nach der Geburt im besten Fall erst innerhalb von 70-100 Jahren

Das Entscheidende ist das Maß halten- Ausleiten oder Zuführen, Wärme oder Kälte, Bewegung oder Ruhe… und das jeweils immer zu hinterfragen, welches Ausmaß die Handlung haben muss!

Altern- nicht schrecklich, sondern der Lauf der Zeit- wie allerdings, dass haben wir wieder selbst in der Hand 🙂 – und das ist eine sehr gute Nachricht!

Alles Liebe und Shenti JianKang(gute Gesundheit)- Ihre Kira Schwarzrock

…nimm Ihnen die Dramatik

Krisen gehören zum Leben dazu- mal stärker, mal schwächer. Die Kunst ist es, Ihnen die absolute Dramatik zu nehmen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch- Krankheiten, die das Leben bedrohen, sind keine Krise… das sind Ausnahmesituationen. Krisen sind die alltäglichen Herausforderungen- Trennungen, der Verlust des Arbeitsplatzes, kleine Unfälle ohne bleibende Schäden, die lästernden Kollegen und Kolleginnen… und noch viel mehr- das ist Leben und niemand sagt uns, dass es einfach ist.

Annehmen- Fokussieren- Bewältigen- Stärker werden und manchmal- ja auch aufgeben.

Meine persönliche große Krise hatte ich im Jahr 2003- nach einer verbalen und körperlichen Gewaltbelästigung- ich will es nicht Überfall nennen- war nichts mehr so wie es war- Ängste, Vermeidungstaktiken, Schlafstörungen, Verlustangst- all das fing an, mein Leben zu beherrschen. Auf BurnOut behandelt- völlig daneben- brachte eine REHA nur kurzzeitige Besserung; erst die Therapie/ das Auseinandersetzen mit zwei Therapeuten/-Inn, der/die “ ans Eingemachte gingen “ brachte mich wieder ein ganzes Stück zu mir selbst. Auf einmal begriff ich, dass diese Straftat nur das Ende einer Reihe von Krisen war- die zahlreichen schweren und mittelschweren Sportunfälle, daraus resultierend die Aufgabe des geliebten Kampfsports, die Unzufriedenheit in der Arbeit… all das gipfelte in Unachtsamkeit, Unaufmerksamkeit, Krise. Natürlich habe ich gehadert, mich gefragt warum? Ja warum eigentlich- die Antwort erhielt ich durch das Annehmen und Fokussieren- Weil das Leben nicht berechenbar ist! Ich hatte meine Flexibilität verloren- die Verbindungen zu meinem Holzelemt und zum Erdelement waren mir abhanden gekommen- und…ich wollte es unbedingt alleine schaffen…

Und dann kam das Bewältigen- die Auseinandersetzung mit mir selbst, was ich will, was ich mir vorstelle.

…bringt Dich zu Dir zurück

QiGong und Yoga- besonders Meditation und Pranayama- halfen mir, um die Flexibilät und gleichzeitige Stabilität wieder zurück zubekommen- nicht gleich, nicht mit einem Fingerschnipsen- aber Stück Stück, Monat für Monat und ich gelangte zu der Erkenntnis: „Krisen können Chancen sein, schmerzhaft zwar, aber sie bedeuten nicht das Ende“…

Und eins noch war für mich wichtig- die Erkenntnis, dass Aufgeben durch Einsicht keine Schande ist; Dinge zu akzeptieren, die nicht änderbar sind…

Wichtig wurde für mich das Lernen- jeder hat seine persönlichen Krisen und keine ist schwerer oder leichter… die Herausforderung anzunehmen, ist eine Chance für Veränderung und Neues, vielleicht Besseres.

Manchmal steht das Leben Kopf- es kann so sanft- leicht wie ein wärmender Sommerwind sein, es kann stürmen und uns den Orkan des Herbstes mitten in’s Gesicht pusten, es kann uns aus dem Gleichgewicht bringen:

  • …lerne atmen- die Atmung kann keine schwere Krankheit heilen, aber Pranayama bringt uns zurück zum Ausgleich;

  • …lerne reden- Vertraute, Partner, (echte)Freunde- sind sie gute Zuhörer, dann hast du/haben Sie Verbündete;
  • …Eingeständnis und Akzeptanz
  • …Lernen und Orientieren
  • …Loslassen und Neubeginn

Es sind keine Patentrezepte- diese gibt es nicht- … aber manchmal reicht es, ein Stichwort zu bekommen.

Alle guten Wünsche!!

Xiao Huan Gong- das QiGong der kleinen Verjüngung…

 

…so nennt man die Übung “ Der schwimmende Drache“:

  • Das Qigong des schwimmenden Drachen erzeugt eine innere Leichtigkeit, Lebendigkeit und Vitalität. Xiao Huan Gong – das Qigong der kleinen Verjüngung – war zu alten Zeiten daoistisches Qigong für die Kaiser. Der Zellstoffwechsel wird angeregt- die Zellen „verjüngen“ sich, es entgiftet den Körper und die Nieren, stärkt die Sexualkraft und wirkt positiv auf den Stoffwechsel, die inneren Organe und kann bei der Gewichtsreduktion helfen. Besonders für Männer ist dieses Qigong ein echtes Highlight- da es so ganz anders als andere daoistische Übungen ist!
  • Das Besondere für Frauen- es wirkt sehr harmonisierend bei Unterleibs- und Menstruationsbeschwerden. Bei einem Kinderwunschwunsch wird dieses Qigong gerne gewählt, da die Übungen den Unterleib wärmen und harmonisieren.
  • Generell kann „Der schwimmende Drache“ aber auch bei Beschwerden im Verlauf aller Meridiane eingesetzt werden- die Übung hat eine tiefe Wirkung auf alle Funktionskreise und kann bei Schmerzen, in den Wechseljahren, bei Bewegungseinschränkungen… sehr gut helfen…
  • …regt die Hormonproduktion an(körpereigene Schmerz- und Sexualhormone), erzeugt eine innere Lebendigkeit und Vitalität, formt eine schöne Figur, baut Muskulatur auf, schafft Beweglichkeit – vor allem in der Wirbelsäule, stärkt die Sexualenergie und wärmt den Unterleib, baut eine leichte und subtile Yangenergie auf, ohne dass das Yang zu stark nach oben strebt.
  • Qigong des „Schwimmenden Drachen“ bringt nicht nur Schwung und Freude beim Training, sondern lockert und stärkt auch ganz sanft die Rückenmuskulatur. Die Wirbelsäule wird geschmeidig und in alle Richtungen beweglicher.
  • Die Übung wirkt sehr entspannend und gleichzeitig auch vitalisierend. Dieses Qigong ist eine weiche, schlängelnde Bewegung. Sie imitiert den sagenumwobenen chinesischen Drachen, Symbol für Macht, Stärke, Kaisertum und Vitalität. In der Bewegung wird der Drache imitiert, wie er durch das Meer schwimmt oder am Himmel mit einer Leichtigkeit fliegt. Er bewegt sich dabei in großzügigen und weichen Bwegungen und visualisiert eine Perle, die geschmeidig an seinem langen Körper entlang gleitet.
  • Der schwimmende Drache ist eine wichtige daoistischen Übung, die aus der Überlieferung heraus in Klöstern als erste Übung ausgeführt wurde, damit die Mönche von Anfang an gesund und fit wurden-…
  • …Qigong ist eine ganzheitliche Praxis der Körper- und Geistesübungen.Dabei wird die Funktion des Geistes als die höhere Instanz gesehen. Es istgenerell sehr wichtig, dass der Körper fit ist, bevor verstärkt auf der Ebene des Geistes gearbeitet wird. Daher sind Übungen zu Beginn zu bevorzugen, die den Körper in Ordnung bringen kann. Der schwimmende Drache ist solch eine Basisübung des Qigong, welche an unserer Achse- der Wirbelsäule- ansetzt. Neben der Wirbelsäule verlaufen die Blasenmeridiane mit den Zustimmungspunkten zu den ZangFu(den inneren Organen)- die Übung stimuliert durch schlängelnde Bewegung der Wirbelsäule diese Punkte und wirkt so ausgleichend auf den gesamten Körper- insbesondere bei Schmerz- und Entzündungszuständen(Migräne, Rückenschmerzen, Arthrotische Veränderungen…).

Die Bilder( Quelle: Bian Zhizong-Daoistische Übungen zur Gesundheitsvorsorge und Unterlagen QiGong-Ausbildung)zeigen die Reihenfolge der Schwingungen an:

Auch wenn die TCM weiß, dass es eine vollkommene Gesundheit nicht gibt- „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ schrieb der Philosoph Artur Schopenhauer- mit dieser kleinen Übung können Sie Ihrer/ könnt Ihr Eurer ausgewogenen Gesundheit ein kleines Stückchen näher kommen.

 

↑ Top of Page