wacholder

Düfte… ätherische Öle und die Kunst der Zusammenstellung…die schamanische Sicht auf diese Naturgeschenke

Guten Morgen und Hej an Dich… während ich heute- bereits am Samstag- meinen Blog-Beitrag schreibe, sitze ich in dem gemütlichen Appartment unter dem Dach, den Blick durch’s Fenster auf den Deich und die Nordsee.

Wie versprochen widme ich mich für DICH und Dein Wohlbefinden den ätherischen Ölen- oh- was für ein spannendes Thema.

Und für heute habe ich mich vom Meer inspirieren lassen- die Nord- und Ostsee- beide verschieden, aber doch irgendwie ähnlich- Weite- Kraft- Sehnsucht- herbe Düfte…

Das Meer lässt sich nicht in eine Flasche füllen; aber dieses Gefühl von Salzluft, Wind, Klarheit und weitem Horizont kann uns über Düfte begleiten. Ich habe Dir eine Mischung kreiert, die für Dich als Impuls, als Gruß von der Küste gedacht ist-für Momente, in denen du innerlich Raum schaffen und wieder freier atmen möchtest.

Es ist…

Der Duft von Weite und Meer

Wer am Meer oder auch in den Dünen, am Deich… steht, spürt oft unmittelbar eine Veränderung; der Blick wird weiter, der Atem tiefer, Gedanken bewegen sich nicht mehr fordernd oder sprunghaft, sonder sanft wie Wellen. Aus schamanischer Sicht ist das Meer ein uraltes Bild für Übergang, Reinigung und die Kraft, sich dem Wandel anzuvertrauen.

Das Wasser trägt, löst starre Formen und zeigt zugleich eine klare Grenze- es kommt und geht in seinem eigenen Rhythmus. Die Möwe über den Wellen ist ein zusätzlicher Impuls an Wachheit, Freiheit und den Mut, der eigenen Stimme zu folgen.

Ätherische Öle können dieses Erleben nicht ersetzen. Sie können jedoch über ihren Duft einen bewussten Anker setzen und eine Pause, einen Atemzug, einen Moment von „innerer Küste“ einläuten.

Naturheilkundliche, heilpraktische Sicht auf ätherische Öle

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte, flüchtige Pflanzenextrakte. Ihr Duft wird über die Nase wahrgenommen und ist eng mit Emotionen, Erinnerungen und vegetativer Regulation verbunden. Ein angenehmer Duft kann deshalb ein persönliches Ritual für Entspannung, Orientierung und Selbstwahrnehmung unterstützen.

Typisch für Fischerhäuser- die Stockrose/Bauernrose

In der äußeren Anwendung gehören ätherische Öle immer in eine ausreichende Verdünnung. Unverdünnt auf der Haut, innerlich eingenommen-bis auf wenige Ausnahmen- oder als Ersatz für die Abklärung anhaltender Beschwerden sind sie nicht geeignet. Hautreizungen, Sensibilisierungen und phototoxische Reaktionen gehören zu den möglichen Risiken; besonders kaltgepresste Zitrusöle wie Bergamotte, Zitrone, Limette und Grapefruit brauchen bei Sonnenexposition besondere Aufmerksamkeit.

Schamanische Sicht- die Küste als Schwelle und kraftvolle Weite

Die Küste ist kein starrer, fester Ort. Sie verändert sich mit Wind, Wetter und Gezeiten- oft über Jahrhunderte- aber stetig. Genau darin liegt ihre „Medizin“; die Küsten unserer Meere geben Dir die Information, dass Stabilität relativ ist, aber auf keinen Fall bedeutet, starr zu sein oder zu werden.

Für (d)ein maritimes Dufterlebnis/ eine kraftvoll- inspirierende Mischung wähle ich drei archetypische Ebenen:

  • Wacholder steht für die nordische Küste, Schutz, Klärung und die Kraft, bei sich zu bleiben.
  • Kiefer bringt die aufrechte, windfeste Qualität der Küstenbäume: Sammlung, Ausrichtung und einen klaren inneren Rand.
  • Weihrauch verbindet Himmel und Erde, Atem und Stille. Er schenkt Tiefe, ohne die Weite zu beschweren.
  • Bergamotte bringt Licht, wie das Glitzern auf den Wellen: eine helle, zitrische Frische ohne die klassische phototoxische Problematik herkömmlicher kaltgepresster Bergamotte.
  • Eukalyptus radiata öffnet das Duftbild kühl und klar – wie ein tiefer Atemzug morgens am Meer- eventuell nach Sturm und Regen 😉
  • Strandrose steht für die Landschaft, ein ruhiges Herz, Widerstandskraft und Schönheit auf den zweiten Blick 🙂

Ölmischung „Weite des Nordens“

Diese Mischung ist so konzipiert, dass du sie in einen Diffuser/auf einen Stein oder in ein Trägeröl geben kannst. Sie duftet nach kühler Luft, harziger Küste und lichtem Wind- eine Inspiration für Weite und Vertrauen in deine eigene, innere Kraft.

  • 3 Tropfen Wacholderbeere, Juniperus communis
  • 2 Tropfen Kiefer
  • 2 Tropfen Weihrauch, Boswellia carteriioder Boswellia sacra
  • 2 Tropfen Bergamotte FCF, Citrus bergamia
  • 1 Tropfen Eukalyptus radiata, Eucalyptus radiata
  • 1 Tropfen Rosa rugosa oder eine andere Rosenart

Gib die Öle in einen Diffuser mit Wasser nach Herstellerangabe. Lass den Duft zunächst für etwa 15 bis 30 Minuten in einem gut gelüfteten Raum oder auch bei leicht geöffnetem Fenster wirken.

Diese Mischung gib in ein Trägeröl- fraktioniertes Kokosöl und in eine Sprayflasche- bei Bedarf sprühe es mit zwei Sprühstößen in den Raum, lass es auf Dich wirken.

Für ein Ritual…

Setze dich für einen Moment ans offene Fenster oder stelle dich bewusst aufrecht hin. Lass die Schultern sinken und beide Füße den Boden spüren; sprühe etwas vom Duft in die Luft… lass den Duft sich „setzen“.

Eine Variante- sprühe die Mischung in eine Schale mit Meersalz und stelle diese dicht neben dich 🙂

Atme langsam ein und verlängere das Ausatmen. Stell dir vor, mit jedem Ausatmen zieht eine Welle zurück ins Meer: Druck, Enge und das, was heute nicht bei dir bleiben muss.

Denke oder sprich:“Ich stehe fest verwurzelt wie die Kiefer, der Wacholder; mein Atem ist frei mit Weihrauch, Bergamotte und Eukalyptus; die Rose macht mein Herz weit und ruhig. Die Welle trägt davon, was nicht mehr zu mir gehört und bringt Neues und Frisches zu mir.“

Drei bewusste Atemzüge können reichen- wiederhole so oft, wie es für Dich passt- ohne Druck oder Leistungsgedanken. Auch das einfache Konzentrieren auf die Atmung reicht schon; Du MUSST keine Worte finden.

Alternative als Körperöl

Für eine sehr sanfte Einreibung von Nacken, Schultern oder Brustkorb eignet sich diese verdünnte Variante.

Für 30 ml Jojoba- oder Mandelöl

  • 2 Tropfen Wacholderbeere- Wärme und Kraft
  • 2 Tropfen Kiefer- stärkt Lunge und Atem
  • 2 Tropfen Weihrauch- schmerzlindernd
  • 2 Tropfen Bergamotte FCF- erfrischt
  • 1 Tropfen Eukalyptus radiata- für den Atem
  • 1 Tropfen Rose- für Ruhe und Herz/Geist

Das entspricht einer hautverträglichen Verdünnung. Trage eine kleine Menge auf Nacken und Schultern auf und vermeide Gesicht, Schleimhäute sowie die unmittelbare Nähe der Augen. Mit einem „Roll on“-Fläschchen ist es am einfachsten.

Für DEINE Sicherheit !!!

  • Verwende ausschließlich naturreine, korrekt deklarierte ätherische Öle und halte dich an die Angaben des Herstellers.
  • Führe bei Hautanwendung vorab einen Patch-Test durch und verwende die Öle stets verdünnt.
  • Verwende für die Haut ausschließlich Bergamotte in FCF-Qualität; herkömmliche, kaltgepresste Bergamotte kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.
  • Bei Asthma, Epilepsie, Allergien, Schwangerschaft, Stillzeit, relevanter Medikation oder chronischen Erkrankungen sollte die Mischung individuell abgeklärt werden- frage mich im nächsten Termin gerne!
  • Für Babys und kleinen Kindern bis 6 Jahre ist diese Mischung NICHT geeignet!!!
  • Bei Kopfschmerz, Übelkeit, Hustenreiz, Brennen oder Hautreaktionen Anwendung sofort beenden, Raum lüften, die Haut mit Pflanzenöl abwischen und danach gut abwaschen
  • Ätherische Öle niemals einnehmen und außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufbewahren.
  • Ätherische Öle sind kein Spielzeug oder ein Nice to have- sie wirken über Haut und Sinne- sei daher achtsam.
  • Mit aller Deutlichkeit!!! Bei ätherischen Ölen reicht keine BeraterInnen-Wochenendausbildung- ja- Du darfst ätherische Öle verkaufen und ggf. Hinweise geben- halte Dich mit Heilversprechen oder Hinweisen für eine innere Anwendung zurück- dafür fehlt Dir die biochemische und medizinische Fachkompetenz! Das ist kein persönlicher Angriff oder ein in Zweifel setzen Deines Wissens.

„Weite des Nordens“ ist eine Duftmischung für klare Grenzen, einen ruhigen Atem und ein inneres Gefühl von Horizont. Wacholder, Kiefer und Weihrauch geben ihr Tiefe und Standkraft; Bergamotte FCF und Eukalyptus lassen Wind und Licht durchscheinen; Rose integriert das Herz mit der Freude und Ruhe.

Ätherische Öle – sie sind eine wunderbare Ergänzung zur bekannten schamanischen und naturheilkundlichen Praxis- die Mischung, die ich heute mit Dir geteilt habe ist Weite, die nicht nur draußen am Horizont ist; im Gegenteil-sie beginnt dort, wo du wieder bewusst atmest, den Blick richtest und einen frischen Wind im Leben spürst.

Alles Liebe und eine inspirierende Woche zum Vollmond am 29.7.2026 und dem ersten Schnitterfest des Jahres- Lughnasa/ Freysblot am 1.August 🙂 …

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil X

Hallo an Dich- in dieser Woche- in dieser kurzen Zeit vor der Frühlings- Tag-und Nachtgleiche. Während ich diese Zeilen schreibe, steht die Sonne tief über dem Tollensesee. Der Horizont leuchtet orange-rot, der Himmel hat ein subtiles BLAU und die Vögel zwitschern leiser im Wald und in den Hecken. Und wieder stelle ich fest, dass sie diesen großen Rhythmus des Lebens doch so viel besser kennen als wir… den Rhythmus von Vergehen und Neubeginn… von Rückzug und Aufbruch.

Dieses Wochenende war wiede mal ein großes Geschenk an Zeit… ein paar Tage innehalten.. dem Körper zuhören… und manchmal erkennen, welche „Züge“ im eigenen Leben gerade sinnvoll und wichtig sind… einer wahr dieser wunderbare Workshop zum 8.März- dem Weltfrauentag- nicht laut mit Sekt und Singen, sondern angefüllt mit tatsächlich nährenden Begegnungen für Körper, Geist und Seele.

UND… mit der bewußten Entscheidung, Dich einzuladen- einzuladen, dieser jetzt letzten Reise durch die Baumgeister zu folgen und zwar zum WACHOLDER:

Natürlich ist der Wacholder nicht ein typischer Baum, eher so ein DAZWISCHEN, so wertvoll, dass Du die „Knie beugen“ darfst…

Mein kleiner Wacholder 🙂

Der Wacholder (Juniperus communis) gehört zu den ältesten Heil‑ und Ritualpflanzen Europas. In schamanischen Traditionen kennen wir ihn als starken Schutz- und Reinigungsbaum, während er in der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM)und der Klassischen Chinesischen Medizin (CM) vor allem mit Verdauungskraft, Wärme und der Bewegung stagnierender Energie verbunden wird. Sein aromatischer Duft, seine Beeren und sein Rauch werden seit Jahrtausenden genutzt, um Körper, Geist und Räume zu klären.

Der Baumgeist des Wacholders im Schamanismus

Der Wacholder wird als Hüter der Schwelle und Reiniger der Energiefelder betrachtet.

  • Sein Rauch wurde traditionell zum Ausräuchern von Häusern, Ställen und Heilräumen verwendet.
  • In schamanischen Ritualen symbolisiert er Schutz, Klarheit und geistige Reinigung.
  • Der Baumgeist des Wacholders gilt als Wächter gegen fremde Energien und als Begleiter auf spirituellen Reisen.
  • Seine nadelige Struktur steht für Wachsamkeit und klare Grenzen.
Wacholder-Räuchern in der norddeutschen Heidelandschaft- mit KI bearbeitet

Runen und Wacholder

Energetisch wird der Wacholder häufig mit der Rune Algiz (ᛉ) verbunden.

Rune ᛉ – Algiz

  • Bedeutung: Schutz, Verbindung zum Höheren
  • Symbolik: Geweih oder erhobene Arme zum Himmel
  • Energie: Schutzschild, spirituelle Wachsamkeit

Algiz steht für Schutz des Energiefeldes und spirituelle Ausrichtung, ähnlich wie der Wacholder, der in vielen Kulturen als Schutzpflanze am Haus gepflanzt wurde.

Alles verwendbar- Holz, Nadeln, Beeren

Wirkung in der Traditionellen Europäischen Medizin

In der europäischen Kräuterheilkunde ist Wacholder eine klassische wärmende und reinigende Heilpflanze.

  • fördert Verdauung und Stoffwechsel
  • wirkt harntreibend und entschlackend
  • unterstützt Leber, Nieren und Blase
  • regt die Durchblutung an
  • wird traditionell bei Völlegefühl, Rheuma und Müdigkeit eingesetzt

Seine Beeren enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe und Harze, die stark anregend auf die Verdauungsorgane wirken.

Wirkung im Kontext der CM

Energetisch lässt sich Wacholder gut in das System der CM integrieren…

Energetische Qualität

  • Temperatur: warm bis heiß
  • Geschmack: scharf, aromatisch, leicht bitter
  • Wirkrichtung: bewegend und trocknend

Zuordnung der Organe

  • Milz und Magen – stärkt die Verdauung und transformiert Feuchtigkeit
  • Niere und Blase – bewegt Wasser und unterstützt die Ausscheidung
  • Leber – löst stagnierendes Qi

Der Wacholder bewegt stagnierendes Qi und Feuchtigkeit, zwei häufige Ursachen für Schweregefühl, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, rheumatische Beschwerden…

Norddeutsches Gesundheitsrezept: Wacholder‑Heide‑Trunk

Wacholder und Weihrauch- unschlagbar mit Honig

In unseren norddeutschen Regionen wurde Wacholder traditionell in Getränken und Speisen genutzt, besonders in den heimischen Heide‑ und Küstenlandschaften.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 1 TL zerdrückte Wacholderbeeren
  • 1 kleines Stück frischer Ingwer
  • 1 TL Heidehonig
  • etwas Zitronenschale

Zubereitung

  • Wasser aufkochen.
  • Wacholderbeeren und Ingwer hinzufügen.
  • 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Abseihen und mit Heidehonig und Zitronenschale verfeinern.

Dieses Getränk wird nach schweren Mahlzeiten oder im Frühjahr getrunken, um den Stoffwechsel anzuregen und den Körper zu klären. Bei Kälte in den Gelenken ist dieser Trank ebenfalls sinnvoll 🙂

Interpretation des Rezepts -CM

ZutatEnergetische Wirkung in der CM
Wacholderbewegt Qi, trocknet Feuchtigkeit
Ingwerwärmt Milz und Magen
Honigharmonisiert und stärkt Qi
Zitronebewegt Leber‑Qi

Die Kombination stärkt besonders die Mitte (Milz und Magen), fördert die Verdauung und bewegt stagnierende Energie. Dadurch kann sich der Shen, der Geist des Herzens, klarer entfalten.

Was bleibt- die Essenz für den Alltag

Der Wacholder verbindet Schutz, Reinigung und Vitalität. Schamanisch klärt er Energiefelder und schützt Räume, während TEM und CM seine wärmende und bewegende Kraft für Verdauung und Stoffwechsel schätzen. Als Ritualpflanze und Heilgewürz gibt er Dir die Erinnerung, dass echte Gesundheit erst beginnt, wenn Blockaden gelöst und Lebensenergie wieder in Bewegung gebracht werden.

Pflanze einen Wacholder- er bleibt in deinem Leben und selbst im Topf- klein bleibend- spürst Du seine Kraft, seine Energie, seine reinigende Wirkung- alles Liebe und am Freitag dann voller Freude in die letzte Woche vor der Frühlings-Tag-und Nacht-Gleiche!

Kira

Der Wacholder reinigt den Weg, damit Geist und Herz klar sehen können.“

Was vier Räuber mit Deiner Gesundheit zu tun haben?

Hallo zur letzten Juni-Woche… der Sommer nimmt so richtig Fahrt auf und damit steht unser Immunsystem schon wieder vor der nächsten Herausforderung 😉

Eis, Grillpartys, Baden im See oder Meer, Wind, Sonne… so schön, aber eben auch herrausfordernd für die Immunsabwehr.

Da habe ich ein wunderbares, schon sehr altes Rezept für Dich- ein Oxymel, den Sauerhonig, der sich wunderbar wie Kräuterlimonade trinken lässt und so ganz einfach eine positive Wirkung für das Wei-Qi hat:

Zutaten für das Immunstärkende Oxymel:

  • je 1 EL Wacholderbeeren, Minze, Salbei, Rosmarin, Quendel oder Thymian, Beifuß, Wermutblätter, Engelwurz(frisch oder getrocknet), Hagebutten(getrocknet)
  • 1/2 TL Muskat gerieben
  • 5-6 Gewürznelken
  • 4 Knoblauchzehen grob geschnitten
  • 1 Zimtrinde- Ceylon-Zimt
  • 300 g Wald-Honig
  • 100 g Apfelessig

Wenn Du nur Essig ansetzen möchtest, dann nimm 400g Apfelessig und lasse den Honig weg.

Wermut
  • Alle Zutaten reinigen und grob zerkleinern; in ein verschließbares Glas geben;
  • den Honig und den Apfelessig miteinander verrühren und über die Kräutermischung gießen,
  • das Glas verschließen und etwa 2-3 Wochen an einem leicht abgedunkelten, kühlen Ort ziehen lassen;
  • anschließend abseihen und in sterile Flaschen füllen.

Oxymel hat eine lange Geschichte; in vielen Regionen Europas kennt man die positive Wirkung und viele Rezepte 🙂

Die Legende vom Vier-Räuber-Essig:

„Das Rezept des Vierräuberessigs oder auch Pestessig genannt geht schon weit zurück. Es entstand wohl im Jahr 1720, als sich in Südfrankreich die Pest verbreitete und viele Menschenleben forderte. Die Bevölkerung blieb zu Hause, um sich der Ansteckungsgefahr nicht auszusetzen. Nur vier Räubern schien dies egal zu sein. Sie zogen umher und plünderten verlassene Häuser von Pestopfern. Als sie schließlich gefasst wurden, bot man ihnen Strafmilderung an, wenn sie das Geheimnis verrieten, warum sie scheinbar immun gegen die Pest waren. Schließlich gaben sie das Rezept preis und es war eine Mischung aus verschiedenen Kräutern, die insbesondere auch viele ätherische Öle enthielten. Dazu zählen Rosmarin, Pfefferminz, Lavendel, Engelwurz, Kampfer, Muskat, Gewürznelken, Wermut, Wacholderbeeren und Knoblauch. Die Pflanzen wurden in Essig ausgezogen und so entstand eine duftende und wirksame Mischung.“

Das Rezept und die Geschichte verbreiteten sich schnell in ganz Europa, so ist es nicht verwunderlich, dass jede Region die Geschichte etwas anders erzählt. So ist sie auch in England unter „The four Thieves Vinegar“ bekannt. Man spülte sich mit dem Essigansatz Mund und Rachen, nahm einige Löffel davon ein und wusch sich sogar damit.

Du kannst den Essig tatsächlich gut für die Mundgesundheit nutzen; das Oxymel ist auch innerlich gut anzuwenden- wie oben geschrieben:

  • ein Esslöffel des Oxymel mit 300 ml Wasser verdünnen und trinken; 1x täglich reicht
  • Du kannst es aber auch über den Tag als feine Kräuterlimonade trinken- gib dann noch frische Zitrone dazu 🙂
Oxymel

Genieße die letzte Juniwoche- genieße vielleicht ein paar freie Tage und lass Dich inspirieren von

Sonne- Licht- Lebensfreue und allem, was Dich erfreut!

Alles Liebe-

Kira

Räucherhausapotheke 2.0- Teil 7

Herzlich Willkommen in den Rauhnächten und zum letzten Teil der Räucher-Hausapotheke 2.0.

So ein Tag vor dem Heiligen Abend möchte ich Dir einige Gewürze vorstellen, die Du verräuchern und somit von den gesundheitlichen Aspekten dieser profitieren kannst.

Das Räuchern bzw. eher Verglühen von aromatischen Pflanzen begleitet die Menschheit seit jeher. Allen Kulturen und Völkern diente das Räuchern neben sakralen Zwecken auch ganz irdischen Angelegenheiten, zum Beispiel um Wohnräume und Ställe zu reinigen, Kranke zu heilen oder Böses von Haus und Hof fern zu halten. Heute ist die Kunst des Räucherns vielfach in Vergessenheit geraten, doch die Hektik unserer Zeit bringt uns diesen ruhigen, besonnenen Ritualen wieder näher- und hier ganz besonders auch das Verräuchern der folgenden Gewürze:

Wacholder… ich habe ihn im Topf in meinem Garten
  • Wacholder- das Zypressengewächs hat eine außerordentliche Schutz- und Desinfektionswirkung. Der Rauch von Wacholder-Beeren, -Nadeln und -Zweigen öffnet aber auch den Geist für spirituelle Erfahrungen und vertreibt das Böse; beim Verräuchern entsteht ein „Schutzschild“- das Immunsystem wird gestärkt; der Seelenfrieden wieder hergestellt und das ICH wieder aufgebaut. Beeren, Nadeln und Holz dieses Kraftgewächses helfen dir, deine Lebensenergie neu aufzuladen. Es macht deinen Geist frei und stärkt deine Aufmerksamkeit; der Rauch unterstützt deine Aura und gibt dir wieder neue Kraft und Sicherheit. Er wirkt gegen Angstzustände und holt dich aus emotionalen Tiefen zurück ins Leben. Spirituell hilft Wacholderrauch Klarheit und Visionen zu empfangen. Aus diesem Grund kann dir die Räucherung mit Wacholder helfen, deine Lebensaufgabe oder Lebensweg zu finden und deine Intuition zu stärken.

Mischung mit Wacholder: Salbei, Beifuß, Lavendel, Wacholder und Weihrauch- klärend, reinigend, desinfizierend, beruhigend, stärkend, schützend…

Gewürznelke
  • Gewürznelken- verströmen beim Räuchern ihr typisches, feines, aromatisch-würziges Aroma. Sie wirken desinfizierend und klärend, ausgleichend auf das seelische Gleichgewicht, erzeugen einen klaren Geist und stärken das Gedächtnis. Nelken können Wohlstand und Glück fördern und leicht aphrodisierend wirken. Nelken verräuchert können schmerzlindernd wirken- ähnlich auch wie das ätherische Öl.

Mischung mit Nelke: Eine Mischung bspw. aus Rose, Tannen-, Fichten- oder Kiefernadeln, Nelken und den Schalen von Mandarine und Orange hebt auch an trüben Tagen die Stimmung; dazu noch Holunder, Königskerze und Johanniskraut und schon wird die Mischung noch stärker ausgleichend und baut Spannungen ab.

Zimt und Sternanis 🙂
  • Sternanis– duftet ähnlich wie der echte Anis- warm-würzig, süßlich und etwas holzig; er wirkt ausgleichend und entspannend; gibt ein gutes Bauchgefühl – sowohl körperlich als auch geistig; seine Affirmation ist Wärme, Ausgleich, Entspannung. Als Räucherwerk eingesetz wirkt er antiviral, für einen Ausgleich bei der Verdauung und bei Infekten der oberen Luftwege.
  • Zimt- wird gerne bei Magen-Darm-Beschwerden oder Erkältungskrankheiten genutzt. Es gibt zwei Arten: den Ceylon-Zimt und den Cassia-Zimt . Als Gewürz wird hauptsächlich der Ceylon-Zimt verwendet. Zum Räuchern kommen beide Arten zur Anwendung- als gemahlenes Pulver, in ganzen Zimtstangen oder als Zimtblüten; Zimt wirkt erwärmend, ausgleichend und leicht aphrodisierend; zusätzlich schleimlösend, antioxidativ, entzündungshemmend, krebshemmend, antidiabetisch, gegen Insekten… u n d Zimt bringt Glück ins Haus. Das Verräuchern ist hilfreich bei Infekten, seelischen Tiefs, wirkt gegen Heißhunger, bei Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und bei hartnäckigem Husten.

Räuchermischung: Wenn Körper und Geist nicht zur Ruhe kommen, hilft eine Räucherung mit Zimt, Fenchel, (Stern-)Anis und Sandelholz; diese entspannt, fördert den Schlaf und beruhigt die Gedanken 🙂

Meine Empfehlung: Gib zum Räuchern auch getrocknete, geriebene Zitronen- und Orangenschalen dazu- dies verstärkt die Wirkung der Kräuter 🙂

Gerade jetzt, in dieser magischen Zeit der Rauhnächte, des Yule, von Weihnachten wirkt das Verräuchern der Gewürze ganz besonders stark auf und für unser Wohlbefinden.

Meine Favoritenmischung in diesem Jahr: Rose 4 Teile, Johanniskraut 2 Teile, je 1 Teil Sternanis, Wacholder, Zimt, Nelke, Orangenschale, je eine Prise Hibiskus und Weihrauch- auf einem Lorbeerblatt verräuchert hast Du alle gesundheitlichen und seelischen Wirkungen vereint 🙂

Viel Gesundheit, Vergnügen; ein wunderbares Weihnachtsfest und inspirierende Zeiten in DEINEN Rauhnächten- alles Liebe…

Kira

Die Naturapotheke des Winters- Teil 2…

…widmet sich der Jachelbeere; dem Wacholder.

In der Mytologie, bei den Schamanen in Alaska und Sibirien, bei den Druiden und den Heilern unserer alten Kulturen spielte der Wacholder bereits eine große Rolle- die Bäume wurden als heilig verehrt und mal ehrlich- wenn man sich den knorrigen Wacholder so anschaut…bis zu 600 Jahre alt werden Wacholderbäume- und das spiegelt sich natürlich auch in der Heilwirkung der Früchte wieder…

Viele von Euch kennen den Wacholder aus der Küche zu Wildbraten oder einem geistreichen Getränk, dem Gin 😉 – aber wer kennt die Heilwirkung der dunklen Beeren oder der anderen Pflanzenteile?

Alle Teile des Wacholderbaums sind wirksam für verschiedene Beschwerden- in vergangenen Zeiten gehörte eine Wacholderbaum/-strauch auch in jeden Garten. Heute werden hauptsächlich die Wacholderbeeren in der Heilkunde und Küche verwendet, aber auch die Nadeln, das Holz und sogar die Wurzeln können verwertet werden. Die Heilwirkung des Wacholders, allen voran der Wacholderbeere, ist sehr vielfältig und betrifft fast alle gängigen Krankheiten- das macht ihn so wertvoll:

  • Die Inhaltsstoffe wie den Bitterstoff Juniperin aber auch Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Gallussäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Linolensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink und das ätherisches Öl erklären die adstringierend, antibakterielle, antivirale, blutbildende, blutreinigende, antifungizide, durchblutungsfördernd, Kreislauf stärkende, harntreibende, schleimlösende, schmerzlindernde, schweisstreibende, Stoffwechsel anregende und tonisierende Wirkung- Wacholder ist gemäß etlicher Studien hochwirksam bei bakteriellen Infektionen(gehören in die Behndlung von Arzt/Heilpraktiker!!!).
  • In der Klosterheilkunde und heimischen Heilkunde setzt man den Wacholder und hier vor allem die Beeren bei Beschwerden des Magen- Darm-Traktes, der oberen Luftwege und der Lunge, der Harnwege und der Nieren/Harnorgane, bei Beschwerden des Bewegungsapparates, im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane, der Haut…ein; aber auch bei Appetitlosigkeit, in der Rekonvalseszenz und bei nervösen Beschwerden(Nerven und Herz) leistet Wacholder gute Dienste.
  • Gemäß der chinesischen Lehre wirkt Wacholder wärmend, jedoch nicht heiß- so kann er auch für den Hitzetyp Anwendung finden; vom Geschmack her ist der Knorrige aromatisch- scharf, sauer, süss und bitter, wirkt positiv auf die Funktionskreise Niere, Blase, Milz, Magen, Gedärme, Lunge, Leber und Herz – das sagt doch schon alles…
  • … er wird eingesetzt gegen Kälte-Bi(Rheuma), Arthrose, Kälte-Nässe; bei Qi-Mangel, zum tonisieren von Qi und Yang, zum Ausleiten von Nässe, Kälte und auch feuchter Hitze, zum Wärmen des Inneren, zum regulieren und bewegen von Qi- man sieht daran schon, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten sind.
  • Selbst gegen Mundgeruch und Sodbrennen- beim „kalten“ Magen- lässt sich Wacholder einsetzen.

Einsatz:

  • Tinktur- einfach selber ansetzen; gegen Verdauungsbeschwerden, bei Schmerzen, Blasenbeschwerden, Migräne…- fragen Sie/ fragt bitte gezielt nach!
Tinktur- kann auch im Tee genommen werden
  • Öl- zum Einreiben bei Rheuma, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen; Blähungen oder Bauchbeschwerden
  • Creme- zum Einreiben der Füße bei Kälte- gibt es bei verschiedenen Herstellern…bitte kontaktieren Sie mich dazu- die Qualitätsunterschiede sind gravierend;
  • Dampfbad oder Inhalation des ätherischen Öl’s- die Beeren und Nadeln nutzen- bei Atemwegserkrankungen; auch bei Bronchitis und Lungenentzündungen
  • Wacholdersirup- für Kinder (und auch Erwachsene); 100 Gr Wacholderbeeren und 400 ml Wasser- Beeren zerquetschen und mit kochendem Wasser übergießen; über Nacht ziehen lassen, dann am nächsten Tag langsam erhitzen und kurz aufkochen; durch ein Sieb streichen und nochmal aufkochen, dann diesen Sud mit 2-5 EL. Honig vermengen und steril abfüllen- Dosierung- Kindern 2 TL pro Tag und Erwachsenen 4 TL. Dieser Sirup ist vor allem bei bakteriellen Lungenkrankheiten zu empfehlen, weil er nicht nur den Husten lindert, sondern auch die Bakterien eliminiert- Hitze ausleiten sagen wir in der CM dazu 🙂
  • Wacholderelixier nach Hildegard von Bingen– mit einem Bio-Wein herstellen; dazu kommen noch Alantwurzelpulver, Bertramwurzelpulver, Königskerzenblüten und Honig- dieses Elixier wird gegen Asthma eingesetzt… Die heilige Hildegard schrieb: “ Wenn diese schlechten Säfte in den Bronchien des Kranken liegen bleiben, dann infizieren sie seine Lunge mit Schmutzigem und Fauligem und Eitrigen und machen sie wund.“ – Dosierung: 30 Minuten vor und nach dem Essen ca. 20 cl des Elixiers einnehmen
Das Elixier kann mit warmem Wasser verdünnt genommen werden

…und jetzt noch ein bisschen Magie- werden die Beeren oder die Spitzen des Wacholders verräuchert, entsteht ein stark waldiger und harziger Geruch mit süßlich- wärmenden Eigenschaften. Die Wirkung- mild desinfizierend und wachmachend- also eher was für den Morgen; Räucherungen mit Wacholder dienen dazu, Räume zu reinigen und ansteckende Krankheiten zu vertreiben; zudem vertreibt der Duft schlechte Gedanken und sorgt für einen wachen und klaren Geist. Ebenfalls hilft er dabei, negative Energien zu neutralisieren. Er lässt sich gut alleine verräuchern, passt aber auch zu anderen Harz (Fichte, Tanne, Zirbe, Weihrauch) und weißem Salbei. 

Bald ist Wintersonnenwende- Zeit für ein Feuer…auch mit Wacholder 🙂

Wacholder- Magie und Heilwirkung- nutzen wir den knorrigen Strauch für uns- alles Liebe und Gesundheit wünscht Euch

Kira

Wo dunkelt ein Wacholder mir

Wo dunkelt ein Wacholder mir,
darunter Ruhe findet meine Seele?
Daß ich vergrämt mich nicht von hinnen stehle,
Herr, nimm den müden Geist zu dir.
Die große Sehnsucht ist erwacht
und möchte ihre Flügel weit ausbreiten –
Herr schick den stillen Engel mich zu leiten
aus meines Daseins Not und Nacht.
Ein Erdenglück ganz übergroß,
es hatte heimlich sich zu mir gefunden
und hat sich heimlich wieder losgebunden –
Herr, bind auch meine Seele los.

von Johanna Wolff

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