Kira Schwarzrock

Misses Sunshine – endlich ist sie da

 

Mit dem Frühling bekommen wir- hoffentlich- an jedem Tag willkommenen Besuch – die Sonne. Sie lacht uns morgens bereits an und steht immer früher vor der Tür- nach Herbst und Winter ein wunderbarer Anblick und eine Seelentrösterin.

Damit wir diese aber ohne Reue genießen können, empfehlen sich einige Tipps aus der Natur als Sonnenschutz- denn die Sonne ist zwar eine “ gute Laune -Bringerin“, ihre Strahlung kommt aber immer stärker zu uns, was für Haut, Haare und Augen nicht immer( um die Mittagszeit) zuträglich ist:

  • Sonne ohne Reue- in den Morgen- und Abendstunden kein Problem, von 11 Uhr bis 15 Uhr sollte die Sonne gemieden werden; auch mit Sonnenschutz.
  • Das Sonnenlicht hilft unserem Vitamin- D-Spiegel auf die Sprünge- genießen Sie die Vormittags- oder Nachmittagssonne für 10- 15 Minuten bei einem sinnigen Spaziergang, beim Yoga oder QiGong im Freien auch mal ohne Sonnenschutzcreme und Sonnenbrille, damit die Vitamin-D-Produktion angeregt wird- Vitamin D entsteht nun einmal hauptsächlich nur durch Sonnenlich in unserem Körper.

  • In Indien wächst der Neem-Baum, dieser wiederum spendet ein wunderbares Öl, welches als leichter Sonnenschutz geeignet ist. Es wikt gegen 35 % der Sonnenstrahlung, gleichzeitig aber auch als natürliches Insektizid und bietet so Schutz gegen Mücken, Fliegen und Zecken- bei längerer Sonneneinwirkung sollte aber ein höhrer Sonnenschutzfaktor genommen werden- z.B. mit einer selbst hergestellten Sonnencreme …
  • …mit Lichtschutzfaktor 20: im Wasserbad  werden 5 Gramm Tegomuls, 2 Gramm Kakaobutter, 10 Gramm Jojobaöl, 4 Gramm Sonnenblumenöl und 3 Gramm Fluid Lecithin Super auf 65 Grad erwärmt, dazu kommen dann 5 Messlöffel eines mineralischen Filters z.B. SoFiTIX und 70ml 65 Grad warmes Wasser; alles gut vermischen. Es entsteht eine Lotion, die bis auf Handwärme abkühlt und dann mit 5 Tropfem eines favorisierten ätherischen Öls, 15 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl und einer Messerspitze Vitamin-E-Pulver angereichert wird. Diese Lotion steril abfüllen und kühl aufbewahren- so haben Sie einen wunderbaren und individuellen Sonnenschutz.
  • Sonnenschutz von innen- alle Nahrungsmittel(siehe Bild oben), die viel Betacarotin enthalten, bereiten unsere Haut natürlich auf die Sonnenzeit vor- also Möhren jeglicher Coleur, Süßkartoffeln, rote Bete, Aprikosen und die Grüngemüse Spinat, Grünkohl und Brokkoli haben davon jede Menge- täglich 3 Portionen davon essen. Betacarotine verringern die Lichtempfindlichkeit der menschlichen Haut und können so- vier Wochen vor der Saison beginnend- uns recht gut einen Schutz bieten. Gleichzeitig verringern die Carotinoide die Empfindlichkeit zur „Sonnenallergie“( unangenehme rote Pusteln, die bei ersten und längeren Kontakten mit der Sonne entstehen können).
  • Kokosöl- wunderbar als leichter Schutzfilter, wenn 2 Milligramm/ Quadratzentimeter auf die Haut aufgetragen werden- damit werden 20 5 der Sonnenstrahlung absorbiert. Für die Unempfindlichen unter uns ist es eine gute Altrnative zu chemischen Produkten. Nebenbei bemerkt, wer duftet nicht gerne nach Kokos- es riecht nach Sonne und ist Aromatherapie pur 😉
  • Hanföl- hat einen LSF 5 und kann auch sehr gut als Mittel für kurze Aufenthaltszeiten genutzt werden- außerdem ist es ein tolles Öl für die Haare zum Schutz und zur Pflege im Sommer- einfach in das Haar einmassieren, 20 Minuten wirken lassen und dann mit einem milden Shampoo auswaschen.
  • Schüssler Salze- eine Kur vor dem Sommerurlaub oder jetzt im Frühjahr hilft dem Körper, die geballte Kraft der Sonne besser zu verarbeiten: Nummer 3 Ferrum phosphoricum – das Salz des Immunsystems, Nummer 6 Kalium sulfuricum-das Salz der Entschlackung, Nummer 8 Natrium chloratum- das Salz des Flüssigkeitshaushaltes und Nummer 10 Natrium sulfuricum- das Salz der inneren Reinigung helfen mit 3x täglich je 3 Pastillen- die Pastillen können auch in einem Liter abgekochten, heißen Wasser aufgelöst und dann über den Tag getrunken werden.

  • Und nach der Sonne? Stellen Sie sich ein After-Sun-Gel selbst her: 40 ml AloeVera- Gel mit 10 Tropfen Bisabolol(ist der Schutzstoff aus der Kamille) werden auf 40 ml abgekochtes und abgekühltes Wasser gegeb, gut verrühren und fertig ist eine kühlende und pflegende Lotion.

Genießen Sie die Sonne ohne Reue – ich wünsche eine schöne Zeit!

„Bleibe nicht am Boden heften, frisch gewagt und frisch hinaus! Kopf und Arm mit heiteren Kräften, überall sind sie zu Haus; Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los. Dass wir uns in ihr zerstreuen, darum ist die Welt so groß“– J.W.v.Goethe

 

 

Yoga für jeden Tag…

 

…ist manchmal gar nicht so einfach zu finden- keine Zeit, keine Lust 😉 , keine Ideen- Schluss damit- hier kommt ein Yoga-Early-Day-Spezial mit Back to the roots(zurück zu den Wurzeln) für Anfänger und Fortgeschrittene:

  1. Begib dich auf Deine Matte/ Decke, setze dich in eine bequeme Sitzhaltung, schließe die Augen und komme an zu Deiner Early-Day-Yogapraxis- atme in deinem Atemrhythmus 7-14x tief ein und aus. Sprich laut das Mantra für das Duchhalten, Erreichen, für Stärke und Kraft: Om Gam Ganayataye Namaha “ drei mal und konzentriere dich ganz auf dich! Es ist das Ganesha-Mantra, welches dich dabei unterstützt, Hindernisse zu überwinden, Vorhaben zu verwirklichen und dir Erfolg zu bescheren.
  2. Aus deinem bequemen Sitz heraus komme in den Schneider- oder Lotossitz, wenn du bereits darin sitzt, dann lockere dich kurz auf, lege die Hände auf die Knie führe nun im Uhrzeigersinn kreisende Bewegungen aus dem Becken heraus mit dem Oberkörper aus- 7x in der Einatmung nach vorne(Schultern nach hinten), 7x in der Ausatmung nach hinten(erst nach rechts, dann nach hinten, Kinn leicht zur Brust, Rücken rund)…; ziehe Kriese von klein zu groß zu klein, dann wechsele die Richtung…
  3. Löse Deinen Sitz auf- spüre nach, ggf. lege dich in Rückenlage und spüre, was sich verändert hat; danach setze dich wieder auf, greife mit beiden Händen jeweils das rechte/linke Knie, bring die Knie zusammen- um die Energie im Körper gut zu verteilen, beginne vor- und zurück zu schaukeln; hole dabei mit den Beinen Schwung und bring dich am Boden in diese wunderbare Schaukel- spüre wie bei den Schaukelbewegungen dein Rücken massiert wird- der Blasenmeridian wird richtig gut befreit- führe dieses Körperschaukeln- Jhulana-Lurhakanasana- etwa eine Minute aus; bleibe dabei locker und befreit; sollte es keine große Amplitude geben, nimm es hin, dann lass deinen Rücken in kleinen Bewegungen schaukeln…
  4. Setze dich wieder aufrecht auf- Lotos- oder Schneidersitz- und spüre nach; komme nun in den einfachen Drehsitz- Parivrtta Sughasana- wie folgt: hebe mit der Einatmung beide Arme über den Kopf, in der Ausatmung drehe den Oberkörper und erst dann den Kopf nach rechts, setze die rechte Hand hinter dem Gesäß auf, bringe die linke Hand an die Außenseite des rechten Knie; nun erst dreht der Kopf mit Blick über die rechte Schulter, die Wirbelsäule bleibt aufrecht, schau, dass du nicht einsinkst. Das Schambein richtet sich zum Bauchnabel, bleibe aufrecht und genieße die Dehnung etwa 7 Atemzüge- dann löse auf wie gekommen- Seitenwechsel…Wiederhole jede Seite 2-3 mal und dann beginnt die zweite Sequenz…

  1. Komm in die Rückenlage, richte dich bequem- aber stabil- ein- es folgt Urdhva-Prasarita-Padasana- eine Variation mit nach oben gestreckten Beinen im Wechsel… strecke nun beide Beine nach oben, wenn du Hilfe benötigst, nimm ein stabiles Tuch oder den Gurt…die Fußsohlen zeigen zur Decke, die Großzehen zur Nase(Füße flexen); schiebe die Hände unter dein Gesäß, richte die Sitzbeinhöcker aus und aktiviere den Beckenboden; führe nun abwechselnd in der Ausatmung das jeweilige Bein zum Boden, in der Einatmung hebe es wieder; die Beine werden nicht ganz abgelegt, der Rücken bleibt im Kontakt zur Matte, dein Hals bleibt lang, die Schultern weg von den Ohren 😉 ; wiederhole jede Seite mindestens 7x…- danach lege dich entspannt hin, spüre nach, wie dein Körper auf diese Asana reagiert…
  2. Komm in den Vierfüßlerstand- richte dich aus und schiebe dein linkes Bein nach hinten/ Fußrücken auf den Boden pressen, setze deinen rechten Fuß so nach vorne, dass das Knie über dem Fußknöchel zum Stehen kommt- aktiviere das Schambein/ den Beckenboden, richte den Oberkörper auf und komme in eine sanfte oder für Fortgeschrittene in eine stärkere Rückbeuge- führe die Arme über die Seite dabei über den Kopf und bringe die Hände zum Kshepana-Mudra über dem Kopf zusammen- das Mudra löst Negatives auf und löst Spannungen im Körper- dein Becken sinkt zum Boden, dein Blick geht mehr nach oben, lass aber den Nacken möglichst lang- halte hier etwa 7 Atemzüge in der Ujai-Atmung und gehe dann zurück wie gekommen- wiederhole zur anderen Seite, ruhe dich aber durchaus dazwischen in der Katze aus…
  3. Nach der letzten Wiederholung komm aus der Katze in die Kobra- schwing dazu wie eine Schlange über dem Boden, lege das Becken zum Schluss ab und richte dich mit am Rippenbogen aufgestützten Armen- die Ellenbogen zeigen nach hinten- sanft zur Königskobra auf- lass den Nacken lang und wenn du magst kannst du auch in den heraufschauenden Hund kommen- halte hier für sieben Atemzüge, bring dich zurück wie gekommen und wiederhole dies 3 bis 7 x…danach…
  4. Begib dich in die Rückenlage- Shavasana; spüre, was sich verändert hat; bleibe hier für 10 Atemzüge, danach setze dich auf wie zum Anfang, führe die Hände zum Namaste und bedanke dich für Deine Praxis mit einem klangvollen Om und dem Ganesha-Mantra „Om Gam Ganayataye Namaha“

Hinweis: Du kannst zwischen jeder Asana eine Pause einlegen- komm zur Katze, der Kindstellung oder auch in den herabschauenden Hund- so kannst du dich erholen; übe nur, wenn du dir sicher bist bei den Übungen, sprich sonst vorher mit deinem Yogalehrer/deiner Yogalehrerin- Ich habe die Übungen nach bestem Wissen zusammen gestellt; das Üben jedoch erfolgt auf deine eigene Verantwortung.

Ich danke Dir für Dein Interesse- Hab einen wunderbaren, sinnvollen, erfolgreichen, schönen…-und was du dir immer noch vorstellst- Tag- NAMASTE!

“ Strenge dich an. Gehe weiter. Entzünde das Feuer. Verwirkliche! Swami Sivananda

Vor dem Tore…

 

…oder der „Osterspaziergang“ aus Faust Teil 1- Johann Wolfgang von Goethe:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Ich wünsche Ihnen allen erholsame und freudvolle Feiertage- Auferstehung aus Dunkelheit, Ruhe und Streben zum Licht!

Mit einem basischen Trunk…

…den Tag beginnen- das geht relativ einfach:

  1. Man kann es sich einfach machen und den Saft einer halben bis ganzen Biozitrone direkt morgens auf nüchternen Magen trinken- mit warmem Wasser verdünnt natürlich(50-60 Grad)- Zitronen wirken basisch, sobald sie mit den Enzymen des Mundes in Verbindung kommen.
  2. Eine weitere- für mich deutlich verträglichere- Möglichkeit ist ein Trank aus Urdinkel und Hildegardgewürzen- es ist ein milchsaures Getränk, welches mit den Kräutern gemäß der Hildegardmedizin ein wunderbarer Morgentrank ist- bestehend aus: Brottrunk- aus Demeter Ur(Oberkulmer Rotkorn)-Dinkelvollkornbrot gewonnen- mit Birkenblättern, Brennnessel, Galgant, Süßholzwurzel, Ysop, Selleriekraut, Bertram, Edelkastanie und Wermut, dazu der Saft aus alten Apfelsorten und Quitte- durch mehrwöchige Fermentation entsteht dann dieser leicht säuerliche Trank.
  3. Bereits 15 ml morgens mit warmem Wasser verdünnt nüchtern getrunken sorgen für einen gesunden Darm, die Entgiftung über den Stoffwechsel funktioniert deutlich besser und das Immunsystem profitiert ebenfalls davon.
  4. Den Trunk gibt es sicher bei verschiedenen Anbietern, auf Nachfrage bin ich gerne bereit, den Lieferanten, dem ich seit mehreren Jahren bzgl. Hildegardprodukten vertraue, zu nennen.

Diese Basen-Kraft ist auch sehr hilfreich gegen die „Frühjahrsmüdigkeit“- der Darm wird „geputzt“ und damit haben „saure“ Ablagerungen keine Chance- die Dosierung: 1 halber bis ein Esslöffel in ein Glas lauwarmes Wasser geben, langsam einspeicheln und trinken. Für die Sportler unter uns- der Trank sorgt nach dem Training für eine schnellere Regeneration.

“ Begegne jeder Lebensphase mit einem Lächeln“– unbekannt

Salz ist mehr als ein Gewürz…

…so, werden sich Einige fragen- Salz wird in der TCM vielfältig eingesetzt:

  • Wie auf dem Beitragsbild zu sehen, wird Salzmoxa angewandt- Salz ist dem Element Wasser und somit den Meridianen Blase und Niere zugeordnet. Über den Akupunkturpunkt RenMai8(ShenQue, Palast des Geistes, der Bauchnabel) – es ist der Wachturm des Geistes, bezieht sich aber auch auf die Nieren, da diese direkt und indirekt den Geist beeinflussen- kann das Yang besonders stark beeinflusst werden. Salzmoxa verstärkt diesen Effekt auf die Nieren. RenMai 8 wird in manchen Quellen auch QiShe genannt- Wohnung des Qi; oder auch QiHe- Kreuzungspunkt des Qi. Wir wissen alle, dass der Bauchnabel die Stelle ist/war, an der der Fötus mit der Mutter verbunden ist und damit einen direkten Bezug zur Nährung im engen und weiteren Sinn hat. Salzmoxa an diesem Punkt nährt also besonders das Qi und Yang der Nieren, somit aber auch die Essenz und stärkt das untere Energiezentrum.
  • Salzmoxa kann außerdem im Bereich von DuMai 4 MingMen, Blase 23 ShenShu, Blase 52 ZhiShi als funktionale Linie zur Stärkung der Nieren eingesetzt werden- hier kommt besonders der Aspekt der konstellierenden Kraft der Nieren in der TCM zum Tragen.
  • Salz in der Kräutermedizin eingesetzt bewirkt eine starke Abkühlung, ein starkes Absenken und Aufweichen von starren Strukturen- die Zielmeridiane sind Lunge/Dickdarm; Magen/Milz;Blase/Nieren; Dünndarm/Herz- hier spiegelt sich der enge Zusammenhang zwischen diesen Meridianen wieder- die Niere wird auch als kleines Herz bezeichnet, Milz und Magen versorgen alles mit Nahrungs-Qi, die Lunge versorgt mit Atem-Qi und der Dickdarm trennt Wichtiges vom Unwichtigen… ein einfaches Hausmittel ist eine Meersalzinhalation bei Schnupfen und Husten jeglicher Ursache.

Ein anderes Einsatzgebiet kommt aus der Mineralstofftherapie- das Schüssler-Salz- Natrium chloratum – die Nummer 8- findet Anwendung bei:

  • wässrigem Fließschnupfen
  • trockener Haut und Schleimhäute, besonders auch der Augen
  • plötzlicher Tränenfluss (z. B. bei Wind)
  • häufiger Durchfall oder häufiges Erbrechen zur Unterstützung der ärztlichen Behandlung
  • Hautausschlag mit Bläschen (mit wässrigem Inhalt)
  • Gelenkknacken (mangels Gelenkschmiere)
  • Schmerzen der Zähne mit starkem Speichelfluss
  • sehr schleimigem und wässrigen Durchfall
  • Milchstau (bei Stillenden)
  • Magenkatarrh mit wässrig Erbrochenem
  • allgemeiner Schwäche
  • Verstopfung auf Grund von Schleim(absenkende Wirkung gemäß TCM)
  • rheumatischen Beschwerden…..

Diese Darstellung ist nur ein kleiner Aspekt des Einsatzes von Salz in der Naturheilkunde- begegnem wir dem Salz also weiterhin mit großem Respekt- maßvoll und zielgerichtet eine Würze der Speisen, gewußt wie eine Würze für das Leben!

Salz ist von den reinsten Eltern geboren, der Sonne und dem Meer „- Pythagoras

OSTARA- Frühjahrs- Tag und Nachtgleiche

 

Es ist die Zeit des Aufbruchs und der Wiedergeburt- in der Zeit vom 20.-23.3. begehen wir OSTARA- die Tag und Nachtgleiche im Frühjahr. Nicht nur im Christentum ist diese Zeit eine wundervolle Zeit- schon seit alten Zeiten begehen die Menschen dieser Tage besondere Rituale- Frühjahrskräuter sammeln, Reinigungsfeuer, es wird Rauchwerk verbrannt…. und viele Bräuche mehr. Diese Rituale und diese Zeit führt uns aus der dunklen Zeit des Jahres in das Licht- alles und jedes strebt zum Licht- die Erde bricht auf und lässt ihre Schätze an die Luft- Blüten, Knospen, Gräser…die Tiere sind in Paarungslaune, alle aufsteigenden Säfte lassen sich nicht mehr unterdrücken.

Mit OSTARA- die Sonne wird im Osten begrüßt- enden die Zeiten der Dunkelheit, aber auch des Versteckens, der Scham und Schuld- lassen wir uns ein auf dieses Licht, welches uns nun begleiten wird und unserem Körper mit der Seele neue Kraft und neuen Raum gibt.

OSTARA- die Zeit für Projekte, Vorhaben, Erneuerungen, Veränderung und Wachstum- du, wir, man hatte Ruhe im Winter, um solche Veränderungen anzukurbeln, zu durchdenken- nun ist es an der Zeit, sie wachsen zu lassen.

Sammeln wir die Kraftkräuter und Knospen, die jetzt direkt vor unserer Nase zu sprießen beginnen- binde dir Kräutersträuße und trockne diese- sie geben Kraft für das ganze Jahr – lasst sie uns gemeinsam segnen in Dankbarkeit für ihre Kräfte- habt Dank ihr lichtvollen Kräuter, habt Dank für eure Führung und Energie!!!

Reinigungsfeuer- überall kann man jetzt schon Osterfeuer entdecken- OSTARA-Feuer sind es richtiger Weise, denn sie stellen die alten Riten dar – nimm die „Schachtel“ mit den alten Lasten und trage sie zum Feuer- verbrenne alles, was dich behindert, einengt und der Kraft beraubt, die jetzt gebraucht wird. So, wie Haus, Hof, Wohnung und Zimmer gereinigt werden, ist es Zeit, die Seele zu reinigen- Fasten, Meditationen, Altes beenden und Neues beginnen- das ist OSTARA.

In manchen Ländern ist es Brauch, die Osterfeuer hoch brennen zu lassen und dann darüber zu springen oder auf den ausglühenden Kohlen/Holzscheiten zu laufen- nun ja, wer das möchte und für die innere Stärke benötigt- es ist manchmal wichtig, einen klaren Schnitt/ Schritt zu tun, auch wenn es Schmerzen bereitet.

Brennen wir uns frei- mit einem richtigen Maß und ohne zu verletzen- ein altes Gebet dafür wäre: „Brinna ta kam- brinna ta kam- brinna ta kam“.

Da war noch was- ja- die Sache mit den Ostereiern bzw. Eiern an sich- entstanden aus der Zeit der keltischen und germanischen Bräuche. Das Ei diente als Symbol der Fruchtbarkeit und Fülle. Nach der Christianisierung war während der Fastenzeit der Verzehr von Eiern verboten- erst an Karfreitag wieder erlaubt, galt es für besonders männlich, sehr viele Eier verzehren zu können- na ja…

Viel schöner fand ich als Kind den Brauch, vor Ostern die eier auszupusten, sie bunt zu bemalen und dann, mit Streichholz und Faden versehen, an das Birkengrün zu hängen. Auch ging ich sehr gerne mit meinem Opa in den Hühnerstall, um dann ein Wettsuchen zu veranstalten- die Hühner legten was das Zeug hielt und wer die meisten Eier gefunden hatte, durfte zwei Frühstückseier bekommen ;)- schön, dass es glückliche Hühner waren- aber es wurden auch immer Eier zurück behalten, um so für die flauschigen Köüken zu Ostern zu sorgen. Ich erinnere noch ganz genau, dass Oma immer rechtzeitig eine Henne zum „Glucken“ gebracht hat und so war es eine Freude zu Ostern die kleinen Flauschknäule zu sehen.

Egal wie, egal wo- erinnern wir uns der alten Zeiten und tragen diese schönen Bräuche in die neue- Aufbruch, Zuversicht und Freude Ihnen und uns allen!

Osterspaziergang- J.W. Goethe- Vor dem Tore(aus FaustI)

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh- wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

 

Das Yin stärken

Unser Yin- das Tiefe, Verborgene, Weibliche- in dieser hektischen Zeit manchmal sehr schwer zu finden. Möglichkeiten bieten da Sequenzen aus dem Yoga:

  • Durch besondere Atem- und Haltetechniken- das Sinken in den Atem und die Asana- gelangt der Körper stärker in Ruhe.
  • Der Atem trägt uns in die Technik hinein- der Körper folgt dem Atem. Dadurch werden Spannungen gelöst und die Erholung und Regeneration kann viel schneller erfolgen als sonst üblich.
  • Es geht generell beim Yoga nicht um Akrobatik oder schneller, weiter , höher- sondern um das Erkennen des im Moment individuell Machbaren.
  • Über Yin- Sequenzen, d.h. es sind Techniken die in der möglichen Endposition besonders lange gehalten und mit der Atmung vertieft werden, lassen sich Spannungen lösen, Verklebungen lösen und der Stoffwechsel lässt ein Ausschleusen von Giftstoffen zu.
  • Dadurch kann gerade am Abend ein positives Gefühl erreicht werden, welches dann zu Ruhe und Ausgeglichenheit führt- besserer Schlaf, tieferer Schlaf, erholsamer Schlaf sind bereits nach einigen Übungstagen bemerkbar.

Mögliche Asanas sind:

  • Der Drehsitz in verschiedenen- immer für den Jeweiligen machbaren- Positionen,
  • die Taube- besonders die liegende Taube dehnt verspannte Muskeln, die aufrechte Taube sorgt für die Öffnung des Brustkorbes und befreit Herz und Lunge, gleichzeitig baut diese Position Spannungen im Nervensystem ab,
  • der Schmetterling befreit die Meridiane Leber und Gallenblase…,
  • der Fisch dehnt die Bauchmeridiane und sorgt für eine positive Stimulanz der Schilddrüse- Hormonausgleich zur Stärkung des Yin- Pols im Körper,
  • die Rückenlage mit beiden Knien zum Bauch befreit von innerem Wind(Unruhe, Magengrummeln) und das Vegetativum,
  • die tiefe Vorbeuge ist ein Ritual des Loslassens, Dankens und Abschließens mit dem Tagesgeschehen,
  • das Kind lässt Dankbarkeit, Demut und Ruhe einkehren.

Achten Sie, wenn Sie Ihre Yogapraxis am Abend ausführen darauf, dass alle Asanas ruhig und mit langem Ausatmen durchgeführt werden.

Schließen Sie Ihre Yogapraxis mit der Luna-Atmung(ohne Verharren im Atem), welche besonders die Yin-Seite stimuliert und den Körper etwas kühlt und beruhigt.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Liebe trägt uns durch Raum und Zeit- nimm die Liebe mit zu dem, was Du tust oder zum Ort, wohin Du gehst!

Die Niere und die Wirbelsäule

Unsere Wirbelsäule bzw. der Rücken melden sich oft im ungünstigen Moment- Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder einfach nur ein dumpfes Gefühl im Rücken- die Ursachen sind sehr vielfältig:

  • muskuläre Dysbalancen- bei fast allen Betroffenen, da sich oft zu wenig gezielt bewegt wird;
  • rheumatische Erkrankungen
  • Osteoporose
  • Fehlbildungen der Wirbelsäule wie Skoliosen…
  • angeborene Schwäche- gemäß TCM oft eine Essenzschwäche der Nieren- sowohl mit Blick auf das Yang, als auch auf das Yin

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Beschwerden zu Leibe zu rücken:

  • Leben Sie ein bewegtes Leben, behalten Sie Flexibilität- Sport ist gut und wichtig- aber es muss immer auch ein Ausgleichsport dazu kommen z.B. Yoga- es gibt hervorragende Übungen, die die Wirbelsäule flexibel und gesund erhalten- siehe Beitragsbild(eine der acht Wirbelsäulenbewegungen)
  • Gehen Sie zu Einzelstunden bei einem Trainer Ihres Vertrauens, der bitte möglichst eine sporttherapeutische oder therapeutische Ausbildung besitzt- so können gezielt Übungen für Sie persönlich gefunden werden.
  • Gehen Sie regelmäßig zum TCM-Praktiker- Akupunktur sorgt für einen Ausgleich, behandelt bestehende Dysbalancen und reguliert das Yang und Yin der Nieren- ein besonderer Punkt dabei ist Niere 1- der Anfangspunkt des Nierenmeridians…

Sowohl der Hauptmeridian, das Meridianpaar Niere und Blase, wie auch der Tendinomuskuläre Nierenmeridian beeinflussen die Wirbelsäule und den Rücken- der Nierenhauptmeridian beginnt direkt unter unseren Füßen an Niere 1- YongQuan- die sprudelnde Quelle:

  • Er ist als einziger Punkt an der Fußsohle der am tiefsten gelegene Punkt aller Meridiane- er führt als Holzpunkt und „Kind“-Punkt das Unverwurzelte zu seinem Ursprung zurück.
  • Das Holz- Leber und Galle- sorgen für das Yang, steigt dieses unkontrolliert auf, kommt es es zu Erkrankungen im oberen Körperbereich, aber auch generell im Bereich der Organe, die bspw. eine wesentliche Wirkung auf unsere Knochen haben; steigt es zu wenig auf, können wir unseren Rücken nicht aufrichten 😉
  • Niere 1 findet entsprechend Einsatz bei allen Erkrankungen mit Bweußtseinstrübung, er beruhigt den Geist und rettet das Yang… aber eben auch zusätzlich bei “ einem krummen Rücken“ oder zu wenig Substanz/ Struktur…
  • Wenn das Qi zu Niere 1 gelenkt wird, dann wird damit das untere Energiefeld gestärkt und gleichzeitig die Wurzel verankert- in Verbindung z.B. mit BaiHui(DuMai20) gibt das eine Aufrichtung in der Wirbelsäule- unserer Achse.
  • Somit kann eine Akupunktur/ Moxabehandlung als Begleitbehandlung bei Wirbelsäuölenbeschwerden an Niere 1 plus geeignete Punkte sehr sinnvoll sein.
  • Die Niere kontrolliert alles, was knöcherne oder gefügte Substanz im Körper ist- laut chinesischer Medizin gehört die Wirbelsäule, bestehend aus Wirbelknochen und Bandscheiben, zum Element Wasser. Ebenso gehören das Gehirn, die Knochen, Geschlechtsorgane, Hormone, Haar, die Zähne und die Ohren(Niere öffnet sich über die Ohren) ebenfalls dazu. Eine Disharmonie der genannten Körperteile (Blockade, Schmerz, Schwächegefühl) gibt dem  Therapeuten einen Hinweis , wie und wo mit der Therapie ganzheitlich anzusetzen ist. Gerade beim Element Wasser geht es gemäß TCM um eine der wichtigsten Elemente, denn dieses kann im Gegensatz zu den anderen Elementen – Holz, Feuer, Erde, Metall – schwer mit Energie aufzufüllen sein und sollte stets geschützt werden.
  • Übrigens- die gleichen Ursachen, die aus der Sicht der chinesischen Medizin für Rückenschmerzen sorgen, können auch Migräne, Nackenverspannungen, Stress, chronische Verdauungsprobleme und sogar Menstruationsbeschwerden auslösen. Daher kann eine Behandlung nach den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin in manchen Fällen auch gleich mehrere scheinbar nicht zusammenhängende Beschwerdebilder lindern.
  • Gerade bei Frauen sind oft Rückenschmerzen zu Zeiten der monatlichen Blutung präsent- das weist auf eine Dysharmonie zwischen Nieren Yang- Yin und Essenz hin- dort setzt die TCM an.
  • Niere 1 sorgt für Struktur und Rückgrat im Sinne und übertragenen Sinne des Wortes- siehe unten.

Warten Sie nicht zu lange- Akupunktur und andere Formen der TCM können hilfreich bei Beschwerden sein(kein Heilversprechen).

“ Eine Wirbelsäule hat jeder Mensch, ein Rückgrat nur sehr wenige“- für mich unbekannter Verfasser- aber sehr treffend

The bright side oder warum sollten wir auf der linken Seite schlafen

Ja warum? Manchmal rätselt man ja, welche Seite zum Schlafen die beste ist- warum also links:

  • Die linke Seite ist unsere Luna- Seite- die Mond- oder Yin-Seite- somit ist sie für unsere Ruhe, Erholung, das tiefe Absinken in einen erholsamen Schlaf unverzichtbar- im Yoga beginnt man die Wechselatmung/ Lunaatmung und alle reinigenden Atemübungen mit links.
  • Die Milz kann effektiver arbeiten- sie ist ein Yin-Organ und nicht nur für unser Nahrungs-Qi verantwortlich, sondern auch für Erholung und Regeneration.
  • Unser Gedärm kann effektiver arbeiten, entgiften und unser Immunsysthem pflegen, wenn wir uns des Nachts auf links legen- schließlich verankert ein kräftiges Yin das Yang und holt es zur Wurzel zurück 😉
  • Links entlastet die Yang- Organe, so auch den Magen- es gibt einfach kein aufsteigend- rebellierendes Magen- Qi(Sodbrennen…) mehr.
  • Unsere Lymphe(Niere ist Yin, Milz ist Yin) können besser arbeiten und so Stauungen entgegen wirken und auch das Herz entlasten…
  • …somit kann unser Herz sich auch besser erholen und deutlich effektiver arbeiten(gehört auch zum Yin). Der sanfte Druck auf die linke Seite aktiviert den Herzmuskel und lässt erst gar keine Stauungen entstehen.
  • Der General- die Leber- erholt sich ebenfalls deutlich besser, kräftigt sich in der Nacht(Yin-Zeit) und entgiftet- das trägt dazu bei, dass wir einen effektiveren Schlaf haben. Schlafen wir rechts, wird permanent Druck auf die Leber ausgeübt und welcher General kann schon gut mit Druck umgehen 😉

Soweit dazu- links kommt von Herzen und somit empfehle ich “ Schlafen Sie mal links „

Extrapunkte in der Akupunktur Teil 4

ShiXuan- Zehn Erklärungen- es sind die Spitzen der Fingerkuppen, die diese Extrapunkte bilden- der Name ist Programm:

  • Die Fingerkuppen haben einen direkten Bezug zu allen Sinnen- sie öffnen die Sinnesorgane Auge, Nase, Mund, Ohr und die Haut und können das Bewußtsein beleben.
  • Diese Extrapunkte sind der Erwähnung des berühmten SunSiMiao aus dem 7. Jahrhundert(Tausend Dukaten Formeln) zu verdanken- die Literatur erwähnt sie als Akutpunkte.
  • Durch die absolute Endposition an den oberen Extremitäten leiten sie Hitze aus und beruhigen Wind.
  • Nicht nur in der Praxis leisten ShiXuan gute Dienste bei Bewußtseinsverlust, Wind-Apoplex, Sommer-Hitzschlag, fieberhaften Erkrankungen, Halserkrankungen, klonischen Spasmen, kindlicher Epilepsie, Epilepsie allgemein, Erbrechen, Durchfall durch Hitze und Wind, Taubheit…
  • …sondern auch für die Akupressur sind sie bestens geeignet- nacheinander die Fingerkuppen zwicken macht den Kopf klar, öffnet die Augen und Ohren und leitet Hitze aus.
  • Beim QiGong ist es Standard zum Abschluss die Fingerkuppen zu zwicken, auch in der TuiNa- oder Shiatsu-Behandlung ist das eine abschließende Handlung.
  • In der Praxis setze ich ggf. einen Mikroaderlass, da dann die Hitze zuverlässig ausgeleitet wird.

Bei uns kennt man das kräftige Ausschütteln der Hände, die Schwingbewegungen beim Yoga, um alles zu lockern- bei allen diesen Bewegungen wird Hitze aus dem Körper abgeleitet und das Bewußtsein geweckt- also… öfter mal die Hände kräftig ausschütteln 😉

“ Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest“– Konfuzius

Alte Rezepte…

…neu aufgelegt- man kann Hausmannskost so abwandeln, dass diese gesund wird und sehr schmackhaft bleibt- ohne die Extraportion Fett oder sonstige „Schlechtigkeiten“ 😉

Eins dieser alten Rezepte ist von meiner Oma- Roulade mit Rotkohl… da meine Oma auch eine Gesundköchin war, habe ich das Rezept einfach übernommen, denn auch bei ihr gab es diese schmackhafte Mittagsmahlzeit ohne Kartoffeln oder Klöße und ohne Sahne…:

  • Die Rouladen kommen vom Handwerksfleischer oder noch besser direkt vom Bauernhof, der Bio-Fleisch verkauft; sie werden etwas mit den Händen geklopft, das macht das Fleisch zart und aufnahmefähig für die Gewürze. Dann werden die Rouladen mit Senf bestrichen, darauf kommt je eine Scheibe magerer Schinken und eine Gewürzgurke, dann wird gerollt und die Enden mit einem Zahnstocher festgesteckt, ggf. auch die Seiten. Ich teile sehr große Rouladen immer durch, das lässt sich einfacher zubereiten.
  • In einer Pfanne einen Esslöffel Ghee einschmelzen und die Rouladen scharf anbraten(von allen Seiten), herausnehmen und zur Seite stellen, dann Tomatenmark(Teelöffel), Zwiebel, etwas Knoblauch und gewürfeltes Suppengemüse in dem Ghee ebenfalls anbraten, mit einem Schuss Rotwein ablöschen und das Ganze in den gewässerten Römertopf geben. Die Rouladen kommen auf das Gemüse, den Deckel aufsetzen und dann…
  • …ab in den vorgeheizten Ofen und bei 90 bis 100 Grad garen(etwa 3 bis 4 Stunden). Das Niedriggaren hat den Vorteil, dass das Fleisch sehr zart wird und das Gemüse durch das sanfte Garen seine Inhaltsstoffe behält.
  • Ich würze die Rouladen mit je einer Prise Galgant, Bertram, Quendel, weißem Pfeffer und Salz, das Gemüse mit Bertrammischpulver.
  • In der Zeit kann der Rotkohl wir bekannt vorbereitet werden und dann kann zum Mittag serviert werden- wie auf dem Beitragsbild zu sehen.
  • Angerichtet wird mit Rotkohl und dem Suppengemüse, welches einen außergewöhnlich guten Geschmack durch das Fleisch erhält.

Der Gesundeffekt für diese Wintermahlzeit:

  • Das gute Fleisch ist vom Geschmack her süßlich, baut das Blut(Xue), Qi und Yin auf, wirkt auf die Meridiane Milz, Magen und Niere.
  • Es hat so wertvolle Inhaltsstoffe(Quelle therapeutika.ch): Protein ,Arginin, Tryptophan , Fett 5-8%, Mineralien und Spurenelemente: K, Fe, Zn, Vitamine: B1, B2, Niacin, Vit.B6, Vit.B12, Pantothensäure, Biotin und ist damit ein sehr wertvolles Nahrungsmittel- in Maßen gegessen!
  • Ganz besonders baut es schwache Menschen und Personen mit Qi-Mangel auf, wenn es in einer Kraftbrühe zubereitet wird.

Versuchen Sie es einmal- Sie werden merken- die Kartoffeln fehlen nicht ein bisschen! Guten Appetit!

Extrapunkte in der Akupunktur Teil 3

Notfälle in meiner Praxis sind jetzt nicht so dramatisch, wie in der Notaufnahme im Krankenhaus- aber oft sehr schmerzhaft für die Betroffenen- da ist eine zügige Behandlung wichtig:

  • Sehr unangenehm sind Nackenschmerzen, ein „steifer Hals“- also typische Symptome, die durch Wind- Kälte eintreten- Zugluft, „Verliegen“, ruckartige Bewegungen und dann die Blockade in der Halswirbelsäule…
  • …da leistet der Extrapunkt LuoZhen(M-WE24) sehr gute Dienste- er heißt übersetzt “ Steifer Nacken“; aber selbst die chinesische Bezeichnung zeigt die Wirkweise an „Luo“- kleine Leitbahnen… „Zhen“- befreien…
  • Mit Akupunktur wird nur die betroffene Seite des „steifen Halses “ behandelt, dabei wird der Punkt sehr stark manipuliert und der Patient muss dabei den Hals bewegen- strecken, routieren und beugen- dabei werden die Bewegungen langsam und kontrolliert ausgeführt.
  • Für die Akupressur: der Punkt liegt auf dem Handrücken, in einer deutlich spürbaren Vertiefung hinter dem dritten Zeigefinger- und Mittelfingerglied- genau zwischen beiden Fingern- man könnte auch sagen, er liegt genau gegenüber des Punktes Pericard 8(Laogong)- er wird auch mit Akupressur(Daumennagel) sehr stark manipuliert und dabei der Kopf bewegt…
  • Weitere Indikationen sind Schmerzen im Bauchbereich, Durchfall und auch akuter oder chronischer kindlicher Schreck-Wind(Epilepsie, Schiefhals…)…
  • …allerdings auch Kopfschmerzen durch Wind und Schulter- und Armschmerzen, welche durch ein geschwächtes Qi und zu wenig Xue auftreten.
  • Die Eigenschaften von LuoZhen: er kräftigt das Qi und das Blut- sorgt somit für eine kräftige Halsregion
  • Besonders Kampfsportler profitieren sowohl vor als auch nach dem Wettkampf von der Akupunktur dieses Punktes- er wirkt Blockaden im Hals vor und baut diese ab.

Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und Kraft, etwas für Ihre Gesundheit zu tun- denn:

“ Verantwortlich ist man nicht nur, für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“- Laotse

Wildschweinbraten aus dem Römertopf

 

Wie wohl bekannt esse ich nach der 6:1 Regel- an sechs Tagen in der Woche vegetarisch oder vegan, an einem Tag gibt es Fleisch- das ist am Sonntag. In Erinnerung an meine Kinder- und Jugendzeit habe ich diese Essensweise für mich schon länger wieder aufleben lassen. Ich fühle mich damit wohler und habe die Alters 😉 – und Alltagswehwehchen damit gut im Griff.

Am letzten Sonntag gab es Wildschweinbraten- geschossen von einer Jägerin meines Vertrauens. Wichtig ist bei Wild das Einlegen und Vorbereiten. Das Rückenstück habe ich vom Knochen und den Sehnen/Fett befreit und dann 2 Tage in einem Sud aus Buttermilch, Rotwein, Wacholderbeeren und Majoran eingelegt(im Kühlschrank).

Das Rezept:

  • Der Römertopf wird vorher gewässert…
  • Die Wildschweinfilets werden mit etwas Ghee in einer Pfanne scharf angebraten, mit einem Schuss Rotwein und etwas Gemüsebrühe abgelöscht, danach heraus genommen und mit Salz, Pfeffer, Galgant, Bertram, Thymian, Majoran, Beifuß, weißem Pfeffer und etwas Knoblauch(eine Prise) gewürzt, dann…
  • Das Suppengemüse wird gewürfelt in den Römertopf gegeben, darauf die Filets platziert, etwas vom Bratensatz darüber gegeben, den Topf mit dem Deckel verschließen…
  • …und dann bei 80 bis 100 Grad- Niedertemperaturgaren- ab in den Ofen- für ca. 1,5 bis 2 Stunden.
  • In der Zwischenzeit wird ein frischer Rotkohl gesäubert, klein geschnitten, mit einer Zwiebel und zwei Äpfeln(klein gewürfelt) in einem Topf mit etwas Ghee angebraten, mit etwas Bratensatz + Rotwein(ca. 150 ml) abgelöscht und gegart, erst zum Schluss Salz, Zucker und Balsamico nach Geschmack dazu geben- der Rotkohl sollte nicht zerkochen aber auch nicht mehr zu fest sein;
  • Fleisch und Kohl sind zur selben Zeit gar, der Rotkohl lässt sich auch gut einen oder zwei Tage vorher vorbereiten…
  • …und voila- fertig ist eine gesunde Mahlzeit und man braucht keine anderen Beilagen dazu, da das Wurzelgemüse aus dem Römertopf sehr schmackhaft ist und ausgezeichnet mit dem Rotkohl harmoniert.
  • Das Rezept lässt sich auch mit Pilzen abwandeln- einfach Pfifferlinge oder andere Pilze zum Suppengemüse dazu geben und mitgaren(dann muss es aber extra gewürzt werden).

Warum ist das Gericht so gesund?

  • Es enthält frische Zutaten, Rotkohl ist saisonal, wirkt auf die Meridiane Magen, Milz und Dickdarm- tonisiert Qi und Blut, bewegt Qi, reduziert Hitze und reinigt die Därme;  das Wurzelgemüse wirkt auf den Nierenfunktionskreis.
  • Wildschwein- das Fleisch- tonisiert Qi und Yang, stabilisiert die Mitte und wirkt anders als das Fleisch vom Hausschwein nicht so süß und feuchtigkeitsbildend; aber es baut die Säfte auf. Das Fleisch vom Wildschwein ist eines der besten Fleischsorten, da ein Wildschwein natürlich aufwächst und oft nur sehr gute Nahrungsmittel(Eicheln, Waldfrüchte…) aufnimmt. Man sollte darauf achten, dass es nicht in der Treibjagd geschossen wird, sondern vom „Ansatz“- das ist stressfreier und das Fleisch ist deutlich zarter.
  • Wildschweinfleisch ist ausgesprochen mager, dadurch ist es auch für Menschen mit Zivilisationskrankheiten geeignet. Da es Blut aufbaut, profitieren Sportler, Frauen und besonders schwangere Frauen davon( auf gute Qualität achten).

Wildfleisch ist eine der besten Fleischarten und mit Sicherheit mehr Bio als anderswo 😉 – nutzen Sie für Ihre Gesundheit diese guten Eigenschaften!

Extrapunkte in der Akupunktur Teil 2

 

Heute möchte ich Ihnen/Euch Extrapunkte näher bringen, die sehr gut zur Selbsthilfe bei Kniebeschwerden eingesetzt werden können- sie sind leicht zu lokalisieren und mit Akupressur oder Moxa(n u r  bei Kälte!!! ) zu behandeln:

  • HeDing- liegt direkt in einer Vertiefung über der Patella/ auf dem Mittelpunkt am Oberrand der Patella- beidseitig- und ist häufig ein recht schmerzhafter Punkt bei Kniebeschwerden; er aktiviert Qi und Blut und kann bei allen Kniebeschwerden eingesetzt werden; besonders wirkungsvoll ist Moxa an diesem Punkt, wenn es sich um Kälte-Feuchtigkeit/Schleim handelt; beim Taping wird der Punkt frei gelassen, damit ggf. eine Akupressur oder Moxa angewendet werden kann…

  • XiYan- oder die s.g. Knieaugen liegen auf dem Knie, in einer Vertiefung, die bei der leichten Beugung des Knies unterhalb der Patella entstehen und jeweils rechts/links neben dem Patella-Band liegen, der äußere Punkt dieses Extra-Punktepaares ist DuBi-Magen 35-; das Punkte-Paar reduziert Schwellungen, lindert Schmerzen und vertreilt Wind-Feuchtigkeit, sind keine entzündlichen Prozesse vorhanden, ist Moxa hier die erste Wahl; das Tape wird direkt über die Punkte geführt; die Kombination mit Leber 7- XiGuan(Song of the Jade-Dragon, liegt hinter und unterhalb des medialen Tibia-Kondylus) ergibt die beste Kombination bei Knieschmerzen, die ein Gehen unmöglich machen

 

Bei Kniebeschwerden können diese Punkte nacheinander oder zeitgleich mehrere Sekunden gedrückt gehalten oder mit dem PainGone®(fragen Sie gezielt bei mir nach oder Sie bekommen diesen Akupunkturstick bei diversen Anbietern) „gestickt“ werden; das Taping ist eine wirkungsvolle Methode auch für zu Hause- meinen Patienten erkläre ich dieses Tape immer für die Eigentherapie und zur Unterstützung beim Sport.

Denken Sie daran- Kniebeschwerden haben oft etwas mit Fuß- oder Beckenfehlstellungen zu tun, kommen durch mangelnde oder falsche Bewegung und/oder durch Übergewicht zustande; auch Falsch- oder Fehlernährung kann zu Kniebeschwerden führen. Natürlich sind auch Verletzungen, Abnutzung, das Alter oder Fehlstellungen der Beine für Schmerzen an den Knien verantwortlich- allerdings gibt es auch immer Lösungsansätze für jede Form.

Bei Fragen stellen Sie diese bei der nächsten Konsultation oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin zur Beratung(kostenpflichtig).

Erschöpft? Und nun…

 

stellt sich natürlich die Frage, was Man(N)/Frau dagegen tun kann:

  • Aus Sicht der chinesischen Medizin gibt es verschiedene, oft sehr tiefsitzende Ursachen für eine Erschöpfung- manifestierte pathologische Faktoren wie Hitze und Feuchtigkeit, aber auch Qi- und Xue(Blut)-Mangel in verschiedenster Form…, Yin-Mangel in den Funktionskreisen Niere und Herz und Mangel-Hitze, Yang-Mangel der Nieren…
  • …führen zu den unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Erschöpfung.
  • Ursachen sind oft falsche Ernährung, Mineralstoff- und Vitaminmangel, Dauerstress, Perfektionismus, zu langes Arbeiten und ein schlechtes Work- Balance-Verhältnis, aber auch schleichende Erkrankungen, Schlafstörungen, Hormonschwankungen…. die Liste ließe sich noch beliebig fortführen.
  • Möglichkeiten der Behandlung sind: Ernährungsumstellung auf eine individuelle Ernährung, Änderungen im Alltag wie Arbeitszeiten überdenken, Zeitmanagment überprüfen, Entspannungszeiten einlegen, Schlaf überprüfen, Akupunktur, Kräutermedizin, ggf. Nahrungsergänzung z.B. bei Sportlern, Vegetariern und Veganern…
  • Aber auch hier gilt es, konsequent zu sein.
  • Sinnlose Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bringt häufig nicht den Erfolg und/oder ist sogar gefährlich

Meine Tipps aus der Erfahrung heraus:

  • Essen Sie morgens warm bzw. gegart- Porridge mit Obst, Suppe, Pfannkuchen, Rührei- Brot wird schlecht verdaut, Milchprodukte und Obst ersticken das Vedauungsfeuer und machen müde, Smoothies sind gesund, werden aber häufig nicht gut verwertet, da sie aus Rohkost bestehen- das ist eher etwas für die Mittags/Luch-Zeit…

Haferporrigde mit Kirschgrütze, Cashewkernen und Gojibeeren

  • Achten Sie auf eine gute Schlafhygiene- vor dem Schlafen mindestens 10 Minuten lüften oder besser noch einen kurzen, entspannten Spaziergang machen; ggf. einen Leberwickel anlegen und möglichst kein Fernsehen bis in die Puppen- Konstantes auch hier- gleiche Zeiten, alle E-Geräte raus aus dem Schlafzimmer, ggf. kann WLAN stören…
  • Halten Sie Pausen ein- Frühstück muss nicht um 6 Uhr sein(siehe Beitrag hier über die Organuhr), aber Frühstück ist wichtig… Mittag zwischen 12 und 14 Uhr, Abendessen zwischen 17 und 19 Uhr- danach nicht mehr essen, nur noch trinken…
  • Gehen Sie regelmäßig zu Präventivbehandlungen- Akupunktur, Shiatsu, TuiNa, Kräutermedizin wirken bei bereits bestehender Erschöpfung oder präventiv
  • Atmen Sie- führen Sie Atem- oder Meditationsübungen durch- das baut Stress ab.
  • Bewegung- regelmäßige Bewegung täglich für 30 bis 60 Minuten versorgt den Körper mit Sauerstoff und erhöht die Eisenbindung und -bildung; Eisen ist wichtig für Energie und Kraft.
  • Nutzen Sie frische Nahrungsmittel und kochen Sie selbt- Fertignahrung, TK-Nahrung, verarbeitete Nahrung machen schlapp und müde!

Banane und GoJi- versorgen mit Vitaminen und Spurenelementen gegen Erschöpfung

  • Trinken Sie wenig Kaffee- irgendwann führt Kaffee eher zu Erschöpfung als zum Aufbau!
  • Krafttraining- baut Muskeln auf und sorgt somit für einen ausgeglichenen Energiehaushalt- und es stärkt alle Muskeln, auch oder gerade das Herz!
  • Yoga und QiGong- es gibt Übungen, die Erschöpfung entgegen wirken- fragen Sie gezielt nach!

  • Nutzen Sie frische oder getrocknete Kräuter für die Mahlzeiten und beim Kochen.

Teerezept:

  • Gojibeeren(5-10)+ zwei Teelöffel Rosmarin+ ein Gramm Süßholz(bei Hypertonie weglassen) mit 250 ml Wasser kochend überbrühen und 5-8 Minuten ziehen lassen- ersetzt langfristig den Kaffee morgens und kann bis 15 Uhr unbedenklich getrunken werden ; das ist ein toller Energiegeber und besser als Kaffee
  • Schüssler Salze allgemein: Schüssler Salz Nummer 5(D12) Kalium phosphoricum- 3x täglich 2 Pastillen auf der Zunge zergehen lassen und morgens Schüssler Salz Nummer 7 Magnesium phosphoricum(D12) als heiße 7 mit 12 Pastillen trinken
  • Morgens nüchtern mit warmem Wasser den Saft einer halben- ganzen Zitrone trinken(Wasser maximal 60 Grad)- Erschöpfungen können durch latente Entzündungen entstehen, diese werden durch die basisch wirkende Zitrone abgebaut

Ich wünsche einen kraftvollen Tag und Ihnen allen gute Energie!

 

Extrapunkte in der Akupunktur Teil 1

 

Sie wissen ja mittlerweile, dass es 12 Hauptmeridiane, Sondermeridiane und deren Akupunkturpunkte gibt- aber das ist längst nicht alles. Die TCM entwickelt sich weiter und neue Punkte mit unterschiedlichen Wirkmechanismen werden „entdeckt“; erforscht, alte- sehr alte- Punkte neu diskutiert und in die Behandlungsmöglichkeiten integriert:

  • Die Extrapunkte befinden sich außerhalb der aus der Tradition heraus festgelegten Meridiane, die als Einzelpunkte und nicht immer paarig auftreten, oder…
  • … es sind Punkte von Meridianen, die als Punktegruppe Extrapunkte darstellen wie bspw. die acht Ausleitenden/ Acht Winde- BaFeng

  • Die BaFeng- Extrapunkte vereinigen u.a. an beiden Füßen die vorletzten bzw. zweiten Punkte auf der Leber,-Magen- und Gallenblasenleitbahn- diese Punktegruppe setze ich bspw. immer dann ein, wenn der Körper Zeichen von innerem Wind, Hitze, aufsteigendem Leber-Yang und auch stagnierendem Qi aufweist…
  • …eine ähnliche Punktegruppe gibt es an den Händen- es sind die BaXie oder acht pathogene Faktoren; beiden Punktegruppen ist gemein, dass sie direkt in den Zwischenräumen der Finger bzw. Zehe liegen und bei Schmerzen jeglicher Art eingesetzt werden können;
  • Einer der bekanntesten Extrapunkte ist YinTang oder große Siegelhalle- der Name beschreibt recht gut die Wirkweise bei körperlichen und mentalen Beschwerden- er beruhigt den pathogenen Faktor Wind und besänftigt SHEN(den Geist)- er ist der klassische Punkt bei Schlaf- und mentalen- Störungen, lindert Ängstlichkeit und Agitiertheit, YinTang ist ein wirksamer Punkt bei Stirnkopfschmerz und befreit die Nase bspw. bei Erkältungen; außerdem hat er die beste Wirkung bei Spasmen(s.g. kindlichen Schreck-Wind).

  • SiShenCong- die vier wachsamen Geister- diese wachen um den höchsten Akupunkturpunkt BaiHui herum- sie liegen jeweils 1 Cun posterior/anterior und lateral um diesen herum-  und wurden erstmals im 10. Jahrhundert erwähnt bzw. von Ärzten besprochen. Die vier wachsamen Geister beschreiben schon das Einsatzgebiet: sie beruhigen den Geist, besänftigen besonders inneren Wind und unterstützen die Sinnesorgane Augen und Ohren. Anwendung finden sie bei Schlafstörungen, einseitigem Kopfschmerz…, Schwindel, Taubheit, aber auch bei Aapoplex, Epilepsie und Depressionen- eine Patientin hat es einmal sehr schön beschrieben“… es war, als wenn eine Blume in meinem Kopf aufgeht und ich habe wieder Farmen gesehen…“

Die Extrapunkte haben oft eine erstaunliche Wirkung- manchmal stärker als die „eigentlichen“ Akupunkturpunkte, außerdem oftmals gerade bei akuten Beschwerden eine besonders schnelle und intensiv- anhaltende, wie bspw.

  • DingChuan- es ist ein Extrapunkt im Bereich des 7. Halswirbels im Nackenbereich und heißt übersetzt „Beenden von Asthma“- damit ist die Wirkrichtung beschrieben; er liegt etwa 0,5 bis 1 Cun lateral/rechts zur Vertiefung des 7. Halswirbels und ist recht gut zu tasten- unschlagbar bei Asthma, Bronchitis, aber auch bei Urtikaria(Wind-Phänomene)

Soweit für heute- am nächsten Montag stelle ich Ihnen/Euch Extrapunkte vor, die man sehr gut gegen Kniebeschwerden oder Kreuzschmerzen einsetzen kann/ auch zur Selbsthilfe.

Übrigens die Akupressur von YinTang oder das Beklopfen der vier Geister ist eine Möglichkeit der Selbstbehandlung bei Schlafstörungen und Kopfschmerzen- es muss nur regelmäßig gemacht werden 😉

“ Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. Nur der Liebende ist mutig, nur der Genügsame ist großzügig, nur der Demütige ist fähig zu herrschen.“- Laotse

 

Powerdrinks im Winter und…

 

… für die gute Laune sind alle Drinks, die man z. B. aus Zitrusfrüchten oder sehr farbigen Früchten herstellen kann.

Dazu wirken diese nicht nur mental aufbauend, sondern auch therapeutisch wie folgt:

  • Powerdrinks aus Zitrusfrüchten wirken basisch- besonders die Zitrone. Bei latenten Entzündungen im Körper kann ein regelmäßig- maßvoller Genuss eine deutliche Linderung bzw. sogar das Ausheilen bewirken.
  • Zitrone: Geschmack- sauer; Funktionskreise- Leber, Lunge, Magen, Gedärme, Gallenblase, Milz und Niere, antibakteriell, antioxidativ, alkalisierend, blutreinigend und eines der wenigen Lebensmittel, welches konsequent Darmgifte bindet, Yin und Qi tonisierend, Hitze ausleitend(besonders Sommerhitze), Wind-Hitze und Wind-Kälte ausleitend, Xue(Blut) bewegend und tonisierend, Qi regulierend und bewegend, adstringierend, Schleim transformierend und Feuchtigkeit/Nässe auskeitend wirkt- mein Tip- morgens etwa 60 Grad warmes Wasser mit dem Saft einer frischen Bio-Zitrone mischen und nüchtern trinken- t ä g l i c h
  • Grapefruit oder Pampelmuse: das Fruchtfleisch hat einen bitter- sauer- süßen Geschmack,die  Schale eher bitter- scharf; Funktionskreise: das Fruchtfleisch wirkt auf Magen und Lunge, die Schale auf Magen, Niere, Blase; die Schale wirkt bei Nahrungsstagnation- Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen  die Schale einer Bio-Frucht getrocknet oder frisch 20 Minuten kochen- dann den Sud trinken; die Frucht wirkt- Qi regulierend und bewegend, Yin tonisierend, Blut bewegend, Toxine und Hitze auskeitend, Schleim transformierend und dann ableitend- bei Schleim in der Lunge/Bronchien, d.h. bei Husten mit profusem Auswurf, Hypertonie, Bluthochdruck, Arteriosklerose- es sollte die Schale zum Einsatz kommen/ getrocknete oder frische Schale 20 Minuten kochen und den Sud trinken(siehe oben), bei Nephrolithiasis, Nierensteine, Nierengriess  täglich 1-2 Grapefruit essen; steigernd bis zu 5 Stück; dann wieder täglich um 1 Frucht reduzieren; eine zeitlang( bis zu drei Monate) täglich 1-2 Früchte beibehalten, bei Gallensteinen und  Leberschwäche  sollte die Leberreinigungskur mit Grapefruit und Olivenöl zur Anwendung kommen;

  • Die Grapefruit hat auf Grund der Eigenschaft zur Ausleitung von Toxinen noch einen besonderen Einsatz in der Krebsprophylaxe und bei allen Erkrankungen mit Toxinbelastung- 1 Glas Grapefruitsaft morgens nüchtern für einen Monat, ähnlich wie bei der Zitrone- zur Verträglichkeit mit warmem Wasser mischen; Grapefruit tonisiert das Wei-Qi(Abwehr-Qi)
  • Mandarine: das Fruchtfleisch ist geschmacklich süss- säuerlich einzuordnen und wirkt auf die Funktionskreise Magen und Lunge; die Wirkungen auf Qi, Blut und Yin sind ähnlich der Grapefruit, allerdings etwas milder; die Mandarine hat aber zwei besonders hervorzuhebende Eigenschaften- zum einen wirkt sie Hitze eliminierend und Feuer reduzierend bei Leber-Hitze, Herz-Hitze, Fieber, Durst, Unruhe, Entzündungen, Bluthochdruck und hier nimmt man das Fruchtfleisch und den Saft und zweitens wirkt sie Schleim auflösend/transformierend besonders bei Kälteschleim, Husten mit zähem Schleim- hier kommt allerdings die (Bio)Schale zum Einsatz- das Rezept wie oben bei der Grapefruit beschrieben.
  • Achtung! Bei Menschen mit Milz-Qi-Schwäche(mehrfacher und durchfallartiger Stuhl täglich, Schwäche…) sollten Zitrusfrüchte nur sehr maßvoll eingestzt werden bzw. die Schale in Rezepturen verwendet werden.

Rezepte: immer Biofrüchte nutzen

  • Eine Zitrone, Grapefruit und Mandarine auspressen, den Saft mit einem auf 60 Grad abgekühlten Roibushtee mischen, ggf. etwas Honig(ein Teelöffel) dazu geben und trinken
  • Für den Sommer: je eine ganze Frucht mit Schale in Scheiben schneiden, in lauwarmes Wasser geben(einen Liter) und nach zwei Stunden haben Sie einen perfekten Durstlöscher…
  • Mandarine, Grapefruit auspressen, mit zwei größeren Stücken Wassermelone mischen(pürieren) und dazu lauwarmen Pfefferminztee(marokkanische Minze oder Hybridminzen mit Zitronen-, Erdbeer- oder Schokoduft nehmen) geben- ein wunderbares Getränk im Frühjahr und Sommer…

Also ruhig ran an die Zitrusfrüchte- besonders wenn man eher der „Dampfkessel“ ist, dann sind die orange und gelben Früchte perfekt! Außerdem geben Sie mit ein paar Cashewkernen eine perfekt- leichte Mittagsmahlzeit ab- sommers wie im Winter(für die Hitzköpfe unter uns 😉 )

Rote Versuchung im Winter…

…sind die Kirschen, die ich im Sommer eingeweckt bzw. zu Kirschgrütze eingekocht habe. Es ist ein Highlight im trüben nordischen Winterwetter, mit einem roten Tupfer im Frühstück in den Tag zu starten. Außerdem sind Kirschen aus Sicht der chinesischen Medizin mit zahlreichen Segnungen für den Körper ausgestattet:

  • Die Kirsche wird vom Geschmack her süss bis leicht sauer- je nach Sorte- und vom Temperaturverhalten wärmend eingeordnet.
  • Aus dieser Einordnung ergibt sich die positive Wirkung auf die Funktionskreise Milz, Leber und Niere.

Das Wirkspektrum aller Kirschsorten ist sehr vielfältig:

  • Die Haupteigenschaft- die Kirschen tonisieren das Blut, besonders Leber-und Herz-Blut, somit kann der Einsatz von Kirschen in der Ernährungstherapie positiv bei Anämie, Taubheitsgefühl der Extremitäten, Schwindel, Schlaflosigkeit, Palpitationen, Herzklopfen, Mundtrockenheit, Zungentrockenheit und bei trockerner Haut sein.
  • Gegen trockene Haut bzw. generell bei Leber- und Herz-Blut-Mangel könnte das nachfolgende Rezept positiv wirken: 40 Gramm getrocknete Kirschen in 1 Liter Rotwein ansetzen- nach täglichem Schütteln ist nach einer Woche der Stärkungswein fertig- morgens täglich ein Likörglas einnehmen…
  • Kirschen transformieren Schleim und lösen Feuchtigkeit auf- leiten diese aus dem Körper aus- sie wirken einer Übersäuerung des Körpers entgegen, wirken Blut reinigend und können erhöhte Cholesterinwert senken;
  • Kirschen sind ein besonderes Therapeutikum bei Rheuma und Gicht- leiten also Wind-Kälte und Nässe-Hitze(Bi-Syndrom) aus: bei Gicht, Rheuma, Arthritis, Muskelschwäche, Sehnenschwäche, Knochenschwäche, Hüftschmerzen, Knieschmerzen, Gliederschwäche mit Bewegungseinschränkung, Taubheit, Paralyse und auch bei Lähmung der Extremitäten kann folgende Rezeptur Linderung verschaffen: 250 g Kirschen in 1 Liter klarem Branntwein 1-2 Wochen einlegen- täglich 1/2 Tasse auf 3 Portionen verteilt einnehmen;
  • Kirschen tonisieren das Qi- besondersLeber-, Milz- und Nieren-Qi- d.h. sie wirken bei Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung und bei vorzeitiger Ejakulation;
  • Bei Harnwegsentzündung wirken eher die Stiele- ein Tee aus Kirschenstielen kennt man auch in der Klostermedizin/ Medizin nach Hildegard von Bingen, bei einem ständig kalten unterer Rücken hilft ein angewärmtes Kirschkernsäckchen 😉 und täglich ein wenig Kirschenkompott
  • Achtung! Frische Kirschen und kaltes Wasser können unter Umständen sehr starke Blähungen und Koliken auslösen!

Holen wir uns ein bisschen Wärme in das Grau- im Sommer also nicht nur Kirschen naschen, sondern auch fleißig einkochen- dann hat man länger was davon.

Xiao Huan Gong- das QiGong der kleinen Verjüngung…

 

…so nennt man die Übung “ Der schwimmende Drache“:

  • Das Qigong des schwimmenden Drachen erzeugt eine innere Leichtigkeit, Lebendigkeit und Vitalität. Xiao Huan Gong – das Qigong der kleinen Verjüngung – war zu alten Zeiten daoistisches Qigong für die Kaiser. Der Zellstoffwechsel wird angeregt- die Zellen „verjüngen“ sich, es entgiftet den Körper und die Nieren, stärkt die Sexualkraft und wirkt positiv auf den Stoffwechsel, die inneren Organe und kann bei der Gewichtsreduktion helfen. Besonders für Männer ist dieses Qigong ein echtes Highlight- da es so ganz anders als andere daoistische Übungen ist!
  • Das Besondere für Frauen- es wirkt sehr harmonisierend bei Unterleibs- und Menstruationsbeschwerden. Bei einem Kinderwunschwunsch wird dieses Qigong gerne gewählt, da die Übungen den Unterleib wärmen und harmonisieren.
  • Generell kann „Der schwimmende Drache“ aber auch bei Beschwerden im Verlauf aller Meridiane eingesetzt werden- die Übung hat eine tiefe Wirkung auf alle Funktionskreise und kann bei Schmerzen, in den Wechseljahren, bei Bewegungseinschränkungen… sehr gut helfen…
  • …regt die Hormonproduktion an(körpereigene Schmerz- und Sexualhormone), erzeugt eine innere Lebendigkeit und Vitalität, formt eine schöne Figur, baut Muskulatur auf, schafft Beweglichkeit – vor allem in der Wirbelsäule, stärkt die Sexualenergie und wärmt den Unterleib, baut eine leichte und subtile Yangenergie auf, ohne dass das Yang zu stark nach oben strebt.
  • Qigong des „Schwimmenden Drachen“ bringt nicht nur Schwung und Freude beim Training, sondern lockert und stärkt auch ganz sanft die Rückenmuskulatur. Die Wirbelsäule wird geschmeidig und in alle Richtungen beweglicher.
  • Die Übung wirkt sehr entspannend und gleichzeitig auch vitalisierend. Dieses Qigong ist eine weiche, schlängelnde Bewegung. Sie imitiert den sagenumwobenen chinesischen Drachen, Symbol für Macht, Stärke, Kaisertum und Vitalität. In der Bewegung wird der Drache imitiert, wie er durch das Meer schwimmt oder am Himmel mit einer Leichtigkeit fliegt. Er bewegt sich dabei in großzügigen und weichen Bwegungen und visualisiert eine Perle, die geschmeidig an seinem langen Körper entlang gleitet.
  • Der schwimmende Drache ist eine wichtige daoistischen Übung, die aus der Überlieferung heraus in Klöstern als erste Übung ausgeführt wurde, damit die Mönche von Anfang an gesund und fit wurden-…
  • …Qigong ist eine ganzheitliche Praxis der Körper- und Geistesübungen.Dabei wird die Funktion des Geistes als die höhere Instanz gesehen. Es istgenerell sehr wichtig, dass der Körper fit ist, bevor verstärkt auf der Ebene des Geistes gearbeitet wird. Daher sind Übungen zu Beginn zu bevorzugen, die den Körper in Ordnung bringen kann. Der schwimmende Drache ist solch eine Basisübung des Qigong, welche an unserer Achse- der Wirbelsäule- ansetzt. Neben der Wirbelsäule verlaufen die Blasenmeridiane mit den Zustimmungspunkten zu den ZangFu(den inneren Organen)- die Übung stimuliert durch schlängelnde Bewegung der Wirbelsäule diese Punkte und wirkt so ausgleichend auf den gesamten Körper- insbesondere bei Schmerz- und Entzündungszuständen(Migräne, Rückenschmerzen, Arthrotische Veränderungen…).

Die Bilder( Quelle: Bian Zhizong-Daoistische Übungen zur Gesundheitsvorsorge und Unterlagen QiGong-Ausbildung)zeigen die Reihenfolge der Schwingungen an:

Auch wenn die TCM weiß, dass es eine vollkommene Gesundheit nicht gibt- „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ schrieb der Philosoph Artur Schopenhauer- mit dieser kleinen Übung können Sie Ihrer/ könnt Ihr Eurer ausgewogenen Gesundheit ein kleines Stückchen näher kommen.

 

Gesundheits- und Urlaubstagebuch Teil 7

Letzter regulärer Urlaubstag- und wieder so herrliches Wetter … da werde ich die Abschlussrunde heute ganz besonders genießen:

  • Bevor ich heute auf die Piste gehe ist ein bisschen Zeit für Kräftigung und Dehnung- das Yogatraining und die Übungen mit den Loopbändern oder Rubberbändern sind perfekt für alle, die Wintersport betreiben(möchten)- es ist auch schon im Vorfeld eine gute Vorbereitung:

 

Die Bänder gibt es in verschiedenen Stärken und von verschiedenen Anbietern, mittlerweile gibt es sogar schon Schlaufenbänder von 5 bis 20 kg in einem- damit sind die Muskeln gut in Trab zu bringen und einige Yoga-Asanas eignen sich hervorragend, um die Gelenke(besonders die Knie) gut vorzubereiten:

  • Schneeschuhwandern ist in unseren Breiten eine relativ moderne Art des Wintersports und kommt ganz ursprünglich von den Ureinwohnern Nordamerikas… sicherlich gab es bei den europäischen Bergbewohnern ähnliche Möglichkeiten.
  • Es ist eine wunderbare Art des Trainings, gelenkschonend und mit viel Blick für die Natur- noch etwas besser als beim Skilanglauf, da man mit den Schneeschuhen auch unwegsame Wanderwege abseits der gespurten Loipen erkunden kann- siehe auch mein Beitrag „Meditation im Schnee“.
  • Für alle, die jetzt denken, dass diese Art der Fortbewegung nur was für Alte ist, der sei eines besseren belehrt- Schneeschuhwandern trainiert alle großen Muskelgruppen, besonders die Beine. Das Wandern durch den Tiefschnee erfordert viel Kraft und trainiert gleichzeitig das Gleichgewicht.
  • In einer Stunde verbraucht man bei einem mittleren Tempo ca. 380 bis 450 kcal, was also durchaus mit einem Krafttraining oder anderen Sportarten vergleichbar ist.
  • Durch die gleichmäßigen Bewegungen und das Gehen an frischer Luft wird das Blut optimal mit Sauerstoff versorgt, das Herz arbeitet gleichmäßig, wird aber gut gefordert; bei Anstiegen kann der Trainingspuls auch schon mal bis 148-152 Schläge/Minute erreichen.
  • Schneeschuhwandern ist eine prima Alternative für alle, die auf Grund von Beschwerden im Bereich der Fußgelenke, andere Gelenke (Instabilität, alte Verletzungen…)oder auch im Bereich der koronaren Herzerkrankungen nicht mehr die Pisten runter jagen können oder auch die Loipen(weil verharscht, vereist) meiden müssen.
  • Ich kann es nur jedem empfehlen mal auszuprobieren, es ist herrlich, wenn man die Natur so ohne Hast erfahren darf und dabei für zwei oder drei Stunden problemlos trainiert.
  • Wichtig danach: Dehnen der Muskeln und Bänder, eine warme Dusche und ggf. eine Massage, Schüssler Salz Nummer 3 mit 5 Pastillen und Schüssler Salz Nummer 7 mit 10 Pastillen in heißem Wasser auflösen und langsm trinken- das sorgt für einen nachhaltigen Trainingseffekt.
  • Bekleidung: gute Wanderschuhe, die den Knöcheln Halt geben, Thermounterwäsche, ein leichter Fleecepulli oder ein Winterlaufshirt und dann ggf. nur eine Fleecejacke oder eine leichte Softshelljacke, bei der Hose reicht eine Lauftight oder Sporthose, die etwas gefüttert ist- für den Kopf die Mütze, Handschuhe müssen nicht unbedingt sein, wenn die Shirts oder Jacken über Stulpen verfügen. Bei den Schneeschuhen sollte auf eine gewisse Leichtigkeit, Schnellspannverschlüsse und „Krallen“ für die Steigungen und das Laufen auf vereisten/ verharschten Flächen geachtet werden. Für den besseren Halt kann man Nordic-Walking-Stöcker nutzen(Skistöcke sind nicht so gut geeignet, da sie entweder zu lang oder zu nachgiebig sind).

Meine ersten Schneeschuhe(aus 2003)

  • Ich wünsche gutes Gelingen- nur ran an das Neue… und hier noch ein paar Impressionen:

18 Uhr- Zeit für das Abendessen: Der letzte Abend bringt mir einen echten bayrischen Genuss- nach dem ganzen Sport in der Woche darf es ruhig mal ein Kaiserschmarrn sein- aber vorher Suppe und Salat 😉 …

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