Kräuterheilkunde

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume VII

Herzlich Willkommen zum Tag so kurz vor Neumond und dem Übergang in das Yang-Feuer-Pferd-Jahr am 17.2.2026. Zu solch einer energetisch kraftvollen Zeit liegt es nahe, sich mit einem unserer stärksten heimischen Bäume zu beschäftigen- der Eiche:

Die Eiche ist nicht zart oder still- sie ist mächtig, kraftvoll und sehr präsent. Sie ist eine kraftvolle Hüterin- eine, die bleibt, wenn Stürme kommen. In der schamanischen Wahrnehmung trägt sie die Frequenz von Standhaftigkeit, Schutz und besonders geerdeter Energie. Mehr noch- wer sich mit der Eiche verbindet, tritt in ein Feld von Kraft, Klarheit, innerer Autorität und uralter Weisheit.

Eiche-Symbol von Kraft und Energie(Foto mit KI bearbeitet)

Die spirituelle Signatur der Eiche

Die Eiche steht für:

  • Erdung und Verwurzelung
  • Schutz und Abgrenzung
  • Integrität und innere Stärke
  • Verbindung zwischen Himmel und Erde
  • Ahnenkraft

Ihr mächtiger Stamm symbolisiert Stabilität, ihre tiefen Wurzeln reichen in das Unsichtbare, ihre Krone öffnet sich dem Licht. In vielen europäischen Traditionen galt sie als heiliger Baum – ein Ort der Orakel, der Schwüre und der Kraftübertragung.

Eiche im Winter am Tollensesee- Foto mit KI bearbeitet

Energetisch wirkt sie auf das Wurzelchakra und stärkt die Fähigkeit, im eigenen Feld zu bleiben.

Die Eiche und die Runen

In der nordischen Symbolik wird die Eiche besonders mit folgenden Runen verbunden:

RuneBedeutungVerbindung zur Eiche
UruzUrkraft, LebensenergieVerkörpert rohe, natürliche Stärke und körperliche Vitalität
ThurisazSchutz, Abwehr, GrenzsetzungEntspricht der schützenden, wehrhaften Qualität der Eiche
AlgizSchutz, höhere FührungWie die Krone der Eiche: Verbindung zwischen Erde und Himmel
EihwazWeltenachse, TransformationSymbolisiert den Baum als Brücke zwischen den Ebenen

Für eine schamanische Praxis kannst du eine dieser Runen auf ein kleines Stück Eichenholz ritzen und es als Schutzamulett tragen.

Die Runen sind nicht nur abstrakte Symbole – sie sind lebendige Kraftzeichen. Wenn du mit der Eiche arbeitest, kannst du bestimmte Runenzeichen bewusst einsetzen, um ihre Qualität zu verstärken. Hier findest du die passenden Zeichen in ihrer klassischen Form (Älteres Futhark).

Uruz ᚢ- Urkraft – unbearbeitete Lebensenergie

ᚢ Diese Rune steht für ursprüngliche Stärke, körperliche Vitalität und natürliche Autorität.
In Verbindung mit der Eiche verkörpert sie den kraftvollen Stamm – standfest, unbeirrbar, lebendig.

Thurisaz ᚦ- Schutz – Abwehr – klare Grenze

ᚦ Thurisaz ist die Rune der wehrhaften Kraft. Sie schützt dein energetisches Feld und hilft dir, klare Grenzen zu setzen.
Wie die raue Rinde der Eiche wirkt sie abschirmend und stabilisierend.

Algiz ᛉ- Schutz – Anbindung an höhere Führung

ᛉ Algiz erinnert in ihrer Form an ein Geweih oder einen Baum mit ausgebreiteter Krone.
Sie verbindet dich mit dem Schutz aus der geistigen Welt – wie die Eiche, die Himmel und Erde verbindet.

Eihwaz ᛇ- Weltenachse – Transformation – innere Stabilität

ᛇ Eihwaz symbolisiert den Weltenbaum, die Achse zwischen den Ebenen.
Sie steht für tiefe spirituelle Kraft, Übergänge und innere Unerschütterlichkeit.

Anwendungsmöglichkeiten für deine Praxis

  • Zeichne eine Rune auf ein Stück Eichenholz
  • Male sie mit Naturfarbe oder ritze sie achtsam ein
  • Lege sie während der Meditation auf dein Wurzelchakra
  • Nutze sie im Räucherritual als Kraftanker

Runen wirken durch Bewusstsein, Wiederholung und Intention- die Eiche gibt ihnen Substanz.

Die Eiche in der westlichen Heilkunde

In der europäischen Pflanzenheilkunde wird vor allem die Eichenrinde verwendet. Sie enthält viele Gerbstoffe, die stark zusammenziehend wirken.

Traditionelle Anwendungen:

  • Unterstützung bei Hautirritationen
  • Stärkende Sitzbäder
  • Gurgellösungen für Mund und Rachen
  • Kräftigung bei feuchter, entzündlicher Symptomatik
Es gibt mehrere Eichenarten- hier eine Stileiche

Energetisch entspricht die zusammenziehende Wirkung dem Prinzip der Sammlung: Energie wird gebündelt, Zerstreuung gestoppt.

Die Eiche wirkt strukturierend – körperlich wie seelisch.

Die Eiche in der Chinesischen Medizin

In der Chinesischen Medizin lässt sich die Eiche dem Element Holz zuordnen. Dieses Element steht für:

  • Wachstum
  • Entschlossenheit
  • Vision
  • Leber- und Gallenblasenenergie

Wenn das Holz‑Element geschwächt ist, zeigen sich:

  • Reizbarkeit
  • Frustration
  • Energetische Stagnation

Die Eichenkraft wirkt hier wie ein aufrechter Stamm: Sie fördert Standhaftigkeit ohne Härte und unterstützt eine klare Ausrichtung. Symbolisch stärkt sie das aufrechte Qi – die Fähigkeit, den eigenen Weg entschlossen zu gehen.

Räucherpraxis mit Eiche

Das Räuchern mit Eiche – meist mit kleinen Rindenstücken oder getrocknetem Holz – ist eine kraftvolle Schutz‑ und Erdungszeremonie.

Wirkung des Eichenrauchs:

  • Raumklärung
  • Stärkung des persönlichen Feldes
  • Unterstützung bei Übergangsritualen
  • Verbindung zu Ahnen

Schamanisches Räucherritual

Du brauchst:

  • Getrocknete Eichenrinde oder kleine Holzstücke
  • Räucherkohle oder Stövchen
  • Eine feuerfeste Schale
  • Optional: Beifuß oder Wacholder zur Ergänzung

Ablauf:

  • Entzünde die Kohle und lege etwas Eichenrinde darauf.
  • Stelle dich bewusst aufrecht hin.
  • Führe den Rauch von den Füßen über deinen Körper bis zur Krone.
  • Visualisiere starke Wurzeln, die tief in die Erde wachsen.
  • Sprich innerlich: „Ich stehe in meiner Kraft.“

Der Rauch der Eiche ist herb, klar und direkt- genau darin liegt seine Medizin.

Die Botschaft der Eiche

Die Eiche lehrt nicht Flexibilität um jeden Preis. Sie lehrt Verwurzelung. Sie zeigt, dass wahre Stärke aus Tiefe entsteht – nicht aus schreiender Präsenz.

Wenn du dich verloren fühlst, lehne dich an eine Eiche. Wenn du Klarheit brauchst, setze dich unter ihre Krone. Wenn du Schutz suchst, arbeite mit ihrem Holz.

Die Eiche lehrt- Stärke ist nicht immer nur Kampf- Stärke besticht durch Standhaftigkeit, zu gegebener Zeit Flexibilität und Wurzeln in die Tiefe.

Da der Winter die Zeit der Rinden ist, nutze doch ein wenig Eichenrinde, um morgen in das Jahr des Yang-Feuer-Pferdes zu starten.

Eiche- der „Baum“ im Yoga

Alles Liebe und eine kraftvolle Woche wünscht Dir

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil VI

Oh- wie ich diese Disting-Tied liebe- so ein bisschen noch heimilig bei Kerzenlicht und doch schon die leise Ahnung vom Frühjahr UND das neue Jahr des Yang-Feuer-Pferdes sendet schon ein bisschen seine Energie.

Was liegt da näher, sich auch in dieser Woche wieder mit den Baumgeistern, die jetzt noch schlafen, aber bald Ihre sprudelnde Kraft zeigen, zu beschäftigen- diesmal betrachten wir den GEIST des AHORN:

Der Ahorn trägt eine sanfte, ordnende Kraft in sich. Als Baumgeist steht er für Ausgleich, innere Klarheit und das harmonische Fließen von Lebensenergie. In schamanischer wie auch in der Chinesischen Medizin wirkt Ahorn subtil, sehr tief und ordnend– besonders im Frühling, wenn Knospen und aufsteigende Kräfte den Neubeginn verkörpern.

Der Baumgeist des Ahorns

Der Ahorngeist wird als vermittelnd und ausgleichend wahrgenommen. Er hilft dabei, innere Gegensätze zu versöhnen und Entscheidungen aus dem Herzen heraus zu treffen. In schamanischer Arbeit unterstützt Ahorn bei geistiger Überforderung, innerer Zerrissenheit und in- so wie jetzt-Übergangsphasen:

  • Verbindung zu Herz und Geist
  • Förderung von Klarheit, Milde- besonders zu sich selbst- und innerer Ordnung
  • Begleiter bei Neubeginn, Richtungswechsel und seelischer Reinigung

Heilwirkung aus naturheilkundlicher Sicht/CM:

In der CM werden junge Ahornteile den Holz‑Element‑Qualitäten zugeordnet und wirken besonders auf Leber und Gallenblase.

  • Geschmack: mild, leicht süß
  • Thermik: kühlend bis neutral
  • Wirkung: Qi bewegend, leicht entgiftend, harmonisierend

Ahornknospen unterstützen das freie Fließen des Leber‑Qi, lindern innere Hitze aus Stagnation und wirken sanft klärend auf Emotionen wie Ärger oder innere Unruhe. Energetisch helfen sie, alte Spannungen loszulassen und neue Lebenskraft aufzunehmen. Im frühen Frühjahr sind die kleinen Knospen besonders wertvoll, nicht nur für ein Mazerat sond auch als Frischkost- nebenbei egsagt mit ganz viel Eiweiß. UND so habe ich dieses Rezept für Dich…

Salat aus frischen Ahornknospen

Frühlingsrezept mit Leber‑Qi‑harmonisierender Wirkung

Wirkung gemäß CM:

  • bewegt Leber‑Qi
  • klärt aufgestaute Hitze
  • stärkt die Frühlingsenergie des Holz‑Elements

Zutaten

  • 1 Handvoll frische, junge Ahornknospen
  • 1 kleine Handvoll Feldsalat oder junge Löwenzahnblätter
  • 1-2 frische Pellkartoffeln- ohne Schale, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 TL kaltgepresstes Sesam‑ oder Hanföl
  • 1 TL Apfelessig oder milder Reisessig
  • 1 Prise Salz
  • optional: einige Blüten (Gänseblümchen, Löwenzahn…)
Ahornknospen geben Energie und enthalten viel Eiweiß

Zubereitung

  • Ahornknospen frisch sammeln, nur von unbelasteten Bäumen, und kurz mit kaltem Wasser abspülen.
  • Knospen vorsichtig öffnen oder ganz belassen und mit dem Grün mischen; gepellte Kartoffeln in Scheiben dazu geben…
  • Öl, Essig und Salz verrühren und behutsam unterheben.
  • mit den gezupften Blüten garnieren und bewusst, langsam genießen.

Iss diesen Salat idealerweise im Frühling oder bei Neumond. Vor dem Essen einen Moment innehalten und innerlich um Klarheit, Leichtigkeit und Erneuerung bitten. Der Ahorngeist wirkt besonders, wenn du ihm Aufmerksamkeit schenkst.

Zum Abschluss…der Ahorn ist ein stiller Heiler: Er bringt Ordnung ins Innere, löst Stagnation und unterstützt dich dabei, mit klarem Herzen und ruhigem Geist in neue Zyklen zu gehen.

Mein Tipp: Bevor Du die Knospen oder auch andere Baumteile nimmst, lege eine Hand an den Stamm, danke ich Gedanken und nimm nur wenig- hier ist weniger MEHR 🙂

Alles Liebe und eine gute Woche wünscht Dir

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil V…

UND schon sind wir im Februar; der Tag nach Vollmond und heute habe ich Dir die BUCHE „mitgebracht“- der Baum, der in meiner jetzigen Heimatregion eine große Rolle spielt- die Buchenwälder um Seran sind nicht nur Weltkulturerbe; die meisten Buchen hier sind uralt und so beeindruckend- jede für sich ein besonderer Kraftort mit einer unglaublichen Präsenz und Aura.

So widme ich der Buche und ihrem Geist diese Worte…

Als Heilpraktikerin und Schamanin begegne ich der Buche in einer ganz ruhigen und bedachten Weise; diese wirkt als weiser Hüterin des Gleichgewichts, einer stillen Lehrmeisterin zwischen Himmel und Erde. Ihr Geist wirkt ordnend, klärend und stärkend – im Körper wie im Geist. In diesem Beitrag verbinde ich schamanisches Wissen mit europäischer Heiltradition und der Sichtweise der CM, lade zu einer kurzen Begegnung mit dem Baumgeist ein und teile ein einfaches Teerezept für eine sanfte medizinische Anwendung.

Vollmond im winterlichen Buchenwald in Bornmühle

Der Baumgeist der Buche – sein Wesen und die Botschaft

Die Buche steht für Klarheit, innere Ordnung und geistige Sammlung. In schamanischer Wahrnehmung wirkt ihr Geist kühlend, ausgleichend und Struktur gebend. Sie unterstützt dabei, zerstreute Gedanken zu bündeln, emotionale Überlastung zu beruhigen und den eigenen inneren Standpunkt wiederzufinden.

Energetisch wirkt die Buche wie ein stiller Spiegel: Sie zeigt, was wesentlich ist, und hilft, Überflüssiges loszulassen. Ihr Geist wird oft als ruhig, wach und sehr präsent wahrgenommen. Lege Deine linke Hand an die Buche, steh ganz still und Du spürst, was ich meine 🙂

Heilmedizinische Bedeutung der Buche

In der traditionellen und schamanischen europäischen Volksheilkunde wurde die Buche vor allem indirekt genutzt, etwa über Buchenrinde, Knospen oder Holzkohle.

In der energetischen Zuordnung wirkt sie:

  • klärend und zusammenziehend– Rinde
  • unterstützend für Nerven und Geist– Bucheckern
  • regulierend bei innerer Hitze und Unruhe-Blätter

Schamanisch gesehen wirkt die Buche besonders auf das Nervensystem und auf Zustände von mentaler Erschöpfung, Reizüberflutung und innerem Chaos.

Die Buche in der Klassischen Chinesischen Medizin

Aus Sicht der CM lässt sich die Buche dem Metall-Element zuordnen, mit Bezug zu Lunge und Dickdarm. Dieses Element steht für Ordnung, Abgrenzung und das Loslassen.

Entsprechend dem Verständnis in der CM wirkt sie:

  • Unterstützend auf Shen (Geist) durch Beruhigung und Klarheit
  • Kühlend bei aufsteigendem Leber-Qi
  • Fördernd auf die innerer Struktur bei Qi-Zerstreuung

Die Buche hilft, wenn Gedanken kreisen, Grenzen verschwimmen oder innere Spannung sich im Atem oder im Kopf zeigt.

Kurze Meditation mit dem Geist der Buche:

„Stelle Dich an eine alte Buche. Ihr Stamm ist teilweise glatt, teilweise rau, in unterschiedlichen Farben und breit/sehr umfänglich.
Lege Deine Stirn an ihre Rinde. Atme ruhig ein und aus.
Spüre, wie mit jedem Ausatmen Unruhe, Überdenken und innere Hitze in den Stamm abfließen.
Mit jedem Einatmen steigt kühle Klarheit aus den Wurzeln der Buche in dich auf.
Verweile einige Atemzüge in dieser Verbindung.
Löse dich langsam, wenn Du das Gefühl des „Genug seins“ hast und danke dem Baumgeist still.“

Buche im Winter im Bornmühler Wald- KI bearbeitetes Foto

Medizinisch wirkendes Teerezept – Buchenknospen-Tee

Dieser Tee wirkt sanft beruhigend, kühlend und strukturierend und eignet sich bei mentaler Erschöpfung oder nervöser Unruhe (halte vorher aber Rücksprache mit der Kompetenzperson Deiner Wahl- kein Heilversprechen)

Zutaten

  • 1 Teelöffel getrocknete Buchenknospen oder junge Buchenblätter
  • 250 ml heißes Wasser

Zubereitung

  • Die Knospen oder Blätter mit heißem, nicht kochendem Wasser übergießen
  • Zugedeckt 8–10 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und in kleinen Schlucken trinken

Anwendung

  • 1 Tasse am Nachmittag oder frühen Abend
  • Kurweise über 5–7 Tage

Energetisch wirkt dieser Tee ordnend auf den Geist und unterstützt einen klaren, ruhigen Übergang in die Nacht.

Buchentee- tut einfach gut- Foto mit KI bearbeitet

Die Essenz

Die Buche lehrt innere Aufrichtigkeit und geistige Disziplin ohne Härte und Starrheit. Sie zeigt, dass wahre Stärke aus Klarheit entsteht und dass Ruhe eine aktive Kraft ist. Wer sich regelmäßig mit ihrem Geist verbindet, findet leichter zurück in die eigene Mitte und erkennt, was wirklich getragen werden will.

So bleibt mir ein letzter Satz- die Buche bleibt – still, wach und gegenwärtig – eine Verbündete für alle, die Ordnung im Inneren suchen und dem Geist wieder Raum zum Atmen geben möchten und sie ist und bleibt eine starke Verbindung zwischen Vergangenheit- Gegenwart- Zukunft.

Herzlichst mit Grüßen für eine kraftvolle Woche- Kira

köstliches Buchweizen-Bucheckern-Brot

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil IV

Herzlich Willkommen zu meinem Beitrag an diesem Montag… schon wieder der letzte Montag des Januar… und immer stetig geht die Zeit- mal ruhig, mal stark, mal sehr inspirierend und mal sehr verhalten.

UND mit diesem Gedanken rückt die BIRKE in mein Blickfeld. Wir haben bei uns in Bornmühle in Richtung Tollensesee- übrigens eine wunderbare, eiszeitliche Region mit vielen Sagen- eine starke, hochgewachsene Birke auf einer Anhöhe stehen- direkt im Blickfeld unseres Häuschens und diese strahlt so eine Schönheit aus- Schönheit die so ganz selbstverständlich aus der Natur kommt.

Die Birke tritt eher mit Leichtigkeit und Ruhe in den Kreis, doch ihre Kraft ist klar und unmissverständlich. Im norddeutschen schamanischen Verständnis ist sie eine Hüterin, eine Begleiterin von Neubeginn, Reinigung und innerer Aufrichtung. Als Schamanin begegne ich dem Geist der Birke wie einer weisen Alten: sanft, wach und doch so liebevoll-kompromisslos und ehrlich.

Die Birke im norddeutschen Schamanismus

Die Birke ist einer der ersten Bäume, die nach Sturm, Brand oder Winter zurückkehren. In den alten Landschaften Norddeutschlands galt sie als Baum des Anfangs, als Wesen, das zwischen den unterschiedlichen Welten steht. Sie wächst an Übergängen: Waldrändern, Mooren, Lichtungen- immer genau dort, wo Wandel und Entwicklung geschieht.

In meiner schamanischen Arbeit rufe ich den Geist der Birke, wenn:

  • ein neuer (Lebens)-Abschnitt beginnt
  • alte energetische Anhaftungen gelöst werden sollen
  • Klarheit, Leichtigkeit und Schutz gebraucht werden

Ihr Geist wirkt nicht (auf-)drängend. Er klärt, indem er Vieles vereinfacht, die Dramatik nimmt.

Runenenergie der Birke

Die Birke ist eng verbunden mit der Rune Berkano.

Berkano – ᛒ :

  • Geburt, Erneuerung, nährende Weiblichkeit
  • im Element Erde mit aufsteigendem Wasser- Frühling/Frühsommer je nach Region
  • mit Kraft für Schutz, Heilung, Neubeginn

Berkano steht für den Schoß der Mutter Erde, für Regeneration nach Erschöpfung und für sanftes, nachhaltiges Wachstum. In der- so auch meiner- schamanischen Praxis wird diese Rune genutzt, um Prozesse nicht zu beschleunigen, sondern ganz natürlich- im eigenen Zeit-Rhythmus- reifen zu lassen.

Anwendung der Rune:

  • als Zeichen mit Kreide oder Kohle auf Birkenrinde malen
  • in der Meditation visualisieren, weiß-zart grün leuchtend
  • vor einem Neubeginn in den Boden ritzen und diesen wieder schließen

Die Rune wirkt, wenn sie mit Respekt gerufen wird, nicht mit Hast oder dem Willen der absoluten Kontrolle.

Teezubereitung aus Birken-Chaga- Pulver

Heilwirkung des Baumgeistes Birke

Die Birke heilt über Ausleitung und Glanz/Licht/Helligkeit und Leuchten. Sie zieht ab, was stagniert, und bringt Bewegung ins Feine/Tiefe.

Körperlich

  • Unterstützt Ausleitung über Haut und Nieren
  • Wirkt reinigend bei Frühjahrsmüdigkeit
  • Klärend bei schweren, trägen Zuständen

Energetisch

  • Löst fremde Energien aus dem Feld
  • Stärkt die Aura nach Umbruchphasen
  • Reinigt nach Konflikten oder Trauer

Seelisch

  • Fördert Mut für neue Wege
  • Unterstützt sanfte Abgrenzung
  • Bringt innere Aufrichtung nach Krisen

Im schamanischen Verständnis heilt nicht der Stoff allein, sondern die Begegnung mit dem Geist des Baumes.

Die rituelle Begegnung mit dem Birkengeist

Für eine bewusste Verbindung empfehle ich Dir:

  • Lege deine Hand an den Stamm
  • Atme ruhig – als Frau sieben; als Mann acht- Atemzüge
  • Sprich innerlich deinen Wunsch nach Klärung/Reinigung/Leichtigkeit
  • Lausche der Birke, Ihren Zweigen oder auch Blättern ohne Erwartung– vielleicht legst Du auch Dein linkes Ohr(Herzseite) an den Stamm und spürst/ hörst die Antwort im Rauschen 🙂

Die Birke antwortet oft eher über Körperempfindung, nicht immer über Bilder- manchmal flüstert sie mit dem Wind und manchmal rauscht es richtig.

Rezept: Schamanischer Birken‑Saunaaufguss

Dieser Aufguss dient der energetischen Reinigung und dem Gehen lassen nicht mehr Sinnvollem; aber auch der Aktivierung der frühen Jahresenergie

Zutaten

  • 1 Handvoll frische oder getrocknete Birkenblätter
  • 1 Liter heißes Wasser
  • 3 Tropfen ätherisches Birkenöl oder alternativ Fichte/Zitrone/Weißfichte/Kiefer
  • ein kleines Stück Birkenrinde oder zermahlenes Birkenholz und eine Prise zermahlener Bernstein

Zubereitung

  • Birkenblätter mit heißem Wasser übergießen
  • 10–15 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und ätherisches Öl, zermahlenes Holz/Rinde/Bernstein hinzufügen

Rituelle Aktivierung

  • Zeichne mit dem Finger die Rune Berkano ᛒ über das Gefäß
  • Sprich leise:
    „Was nicht mehr zu mir gehört, darf gehen- ich öffne mich dem Frischen, Neuen“

Anwendung

  • Kelleweise auf die heißen Steine geben
  • Während des Aufgusses bewusst ausatmen
  • danach halte Ruhe und trinke (Birken)-Wasser

Dieser Aufguss wirkt nicht anregend, sondern klärend und ordnend, erfrischt und weckt Deinen Geist.

Wenn Du keine Möglichkeit für das Saunieren hast, dann nimm ein Sitz- oder Kopf-Dampfbad mit dieser Mischung.

Die Birke als Lehrerin

Der Baumgeist der Birke erinnert uns daran, dass Reinheit, Frische, Neues nichts mit Härte/Unnachgiebigkeit zu tun hat. Sie zeigt, wie man loslässt, ohne zu kämpfen, und neu beginnt, ohne sich selbst zu verlieren. Interessant ist auch, dass sich bspw. der Heilpilz CHAGA – siehe Artikel hier: https://spiritandbalance.de/?s=dunkler+unbekannter – oft an einer Birke ansiedelt; neben dem Birkenporling natürlich 🙂

Kurtee bei Harnwegsinfekt- Hitze- Birke, Brennnessel, Goldrute

Im Kontext mit der Chinesischen Medizin wird die Birke (Betula) aufgrund ihrer kühlenden Eigenschaft und des bitter- aromatischen Geschmacks primär genutzt, um Feuchtigkeit (Nässe) auszuleiten und die Nieren- sowie Leberfunktion zu stärken. Sie wird der Wandlungsphase Holz zugeordnet und gilt als Mittel zur Entgiftung, Förderung des Harnflusses sowie zur Linderung von entzündlichen Haut- und Gelenkbeschwerden. 

Wirkungen der Birke gemäß CM:

  • Ausleitung von Feuchtigkeit: Birke ist bekannt dafür, Nässe-Hitze aus der Blase auszuleiten, was bspw. bei Harnwegsinfektionen hilfreich ist.
  • Stärkung von Leber und Niere: Die energetische Zuordnung betrifft Leber, Niere, Blase und Herz, wobei Qi-Stagnationen aufzulösen eine primäre Aufgabe ist.
  • Thermische Wirkung: Das Temperaturverhalten wird als frisch bis kühl eingestuft.
  • Indikationen: Typisch sind Anwendungen bei Hitze-Bi-Syndrom, Ödemen und entzündlichen Hautproblemen- alles eher durch Hitze verursacht.

Verwendete Teile und Anwendung:

  • Blätter- hauptsächlich als Tee zur Durchspülungstherapie- Einzeldroge oder in Kombination mit: Löwenzahn, Brennnessel, Goldrute, Stiefmütterchen…
  • Saft/Wasser der Birke- wird als Tonikum genutzt- nach Hitze-Erkrankungen oder nach starker körperlicher Belastung mit Hitze.
  • Rinde- enthält Betulin und wird in der Kräuterheilkunde, teils auch bei Hautleiden, verwendet; bspw. in Salben oder für Kompressen.

In der Phytotherapie der CM ist die Birke ein wertvolles Mittel zur Aktivierung der Autophagie (DETOX) und zur Unterstützung des Körpers, um Hitze-Nässe und Toxine über den Urin/ den Stuhl auszuleiten.

Birke bei uns in Bornmühle

Wenn Du mit der Birke gehst, lernst Du:
Leichtigkeit ist eine Entscheidung-Neubeginn beginnt im Inneren.

So spricht die Birke zu Dir- ruhig, weiß(se) und mit einer ruhigen Präsenz und liebevollen Kompromisslosigkeit.

Wenn Du möchtest komm mit mir auf eine schamanische „Baumwanderung“ rund um die Bornmühle- vereinbare dazu per Mail über das Kontaktformular einen Termin- alleine oder auch mit anderen Personen, als Geschenk an Dich selbst oder für Mutter, Vater, Familie, Freunde- unsere Baumgeister und ich- wir freuen uns auf Dich!

ODER- lass die beseelten bäume einfach in DEIN Leben- so wie DU es möchtest und empfindest- alles Liebe an Dich!

Kira

Ufer Tollensesee(KI-bearbeitet)

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil III

Willkommen in der neuen Woche- so mitten im Januar. Gestern war bei uns das beste Winterwetter- Sonne, klare Luft und Frost… und trotzdem spürte ich eine leichte Wärme, als ich an unserem „Haus“-Haselbusch war. Unter der flachen Hand- aufgelegt auf dem Stamm- war es zu spüren- so ein leises Ahnen vom nahenden Frühjahr und da war auf einmal dieses Sprudeln da; meine Gedanken zum Haselstrauch und die Erinnerung, was mir zum Geist des Hasel vermittelt wurde.

Der Haselstrauch ist auch einer der heimischen, stillen Hüter alter Weisheiten. In der schamanischen Tradition Norddeutschlands gilt sein Baumgeist als Wächter der Schwelle zwischen den verschiedenen Welten – klärend, schützend und heilend. Seine Kraft wirkt sehr subtil, aber tief- besonders dort, wo innere Ordnung, Ausrichtung und Schutz gebraucht werden.

Der Baumgeist des Hasel – schamanische Bedeutung

Die Hasel steht für Erkenntnis, Intuition und energetische Klarheit. Dieser Geist hilft, Wahrheit zu erkennen, mentale Unruhe zu sammeln und die eigenen Grenzen zu stärken. Seit alten Zeiten wird Haselholz für Wünschelruten genutzt – als Zeichen ihrer Fähigkeit, Verborgenes sichtbar zu machen.

Heilwirkung und Räucherpraxis

Geräuchert wirkt Hasel ordnend und schützend; klärend für den Raum, stärkend auf das Energiefeld und öffnend für den Geist zur innere Führung. Verwendet werden getrocknete Zweige, Rinde oder Kätzchen, pur oder in Kombination mit Beifuß oder Wacholder- ideal vor der Meditation, einer schamanischer Reise, der Herstellung Deiner inneren Ordnung oder in Übergangsphasen.

Rufe und danke dem Geist des Hasel:

„Baumgeist des Hasel, danke, dass Du mich erhörst; Du Hüterin aller Schwellen webe einen Kreis des Schutzes um mich; steh mir bei mit Algiz und wahre meinen Raum; heile mit Berkano- erneuere und stärke mich; mit Laguz lass Heilung durch Körper, Herz und Seele fließen und mit Hilfe von Ansuz öffne mein inneres Hören und lass meine innere Weisheit klärend sein- ich rufe Dich in Achtung und empfange mit Dank Deine Kraft- so sei es für immer“

Die Runenzeichen der Hasel

  • ᛉ Algiz – Schutz
  • ᛒ Berkano – Heilung & Erneuerung
  • ᛚ Laguz – Fluss & Intuition
  • ᚨ Ansuz – Weisheit & Erkenntnis

Im norddeutschen Raum, in der ursprünglichen Kultur wird Hasel als Baum der Weisheit, der Wahrnehmung und der inneren Führung verstanden. Dieser Baum-Geist ist wach, subtil und durchdringend. Er hilft, Wahrheit von Täuschung zu unterscheiden und verborgene Zusammenhänge zu erkennen.

Die Hasel steht energetisch für:

  • Grenzen und Übergänge zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt
  • Schutz vor fremden Energien
  • Klärung des Geistes und Stärkung der Intuition
  • Ausrichtung auf den eigenen Seelenweg

Heilwirkung auf seelischer und energetischer Ebene

Wie oben beschrieben wirkt der Baumgeist Hasel ordnend und sammelnd. Er unterstützt Menschen, die zerstreut sind, innerlich schwanken oder sich energetisch ausgelaugt fühlen- erkennbar bspw. an der Allergie gegen Hasel.

Naturheilkundlich- mentale und schamanisch zugeschriebene Wirkungen:

  • Zentrierung bei mentaler Überforderung
  • Stärkung der eigenen energetischen Grenzen
  • Lösung von Verwirrung und innerem Nebel
  • Förderung von Klarheit bei Entscheidungen

Die Hasel hilft, den eigenen inneren Kompass neu auszurichten und die Stimme der Seele wieder hörbar zu machen.

nicht nur drei Haselnüsse für Aschenbrödel- Heilkraft im Mentalen und Körperlichen

Die zarten Haselkätzchen – pflanzliche Medizin unserer europäischen Heilkunde und die Sicht der Chinesischen Medizin darauf

In der europäischen Naturheilkunde werden Haselkätzchen seit Jahrhunderten als mildes Heilmittel eingesetzt, besonders im Übergang vom Winter zum Frühling. Sie stehen symbolisch für Bewegung, Erwachen und Entlastung.

Aus Sicht der CM lassen sich Haselkätzchen energetisch dem Holz-Element zuordnen, das eng mit Leber und Gallenblase verbunden ist. Diese Organe stehen für Fluss, Entscheidungskraft und emotionale Flexibilität.

Wirkung aus europäisch-naturheilkundlicher Sicht

Haselkätzchen wirken vor allem über ihre feinen Pflanzenstoffe wie Gerbstoffe und Flavonoide. Traditionell werden sie eingesetzt zur Unterstützung von:

  • Ausleitung und sanfter Entgiftung
  • Linderung von Heuschnupfen und allergischen Reaktionen
  • Stärkung von Schleimhäuten der Atemwege
  • Regulation des vegetativen Nervensystems
  • Unterstützung bei Frühjahrsmüdigkeit
Unterstützung der Kraft des Hasel mit Akupunktur- hier besonders an Lieque- Lunge 7, der die Funktionalität der Lunge unterstützt, aber auch Abgrenzung, Kraft und inneren Wandel

Energetische Wirkung gemäß der CM

Übertragen auf die CM-Prinzipien fördern Haselkätzchen:

  • Bewegung von Leber-Qi
  • Lösung von innerer Stagnation
  • Abbau von Wind und Feuchtigkeit
  • Harmonisierung bei Reizbarkeit, Kopfdruck und Spannungsgefühlen

Besonders geeignet sind sie bei Menschen, die im Frühling unter innerer Unruhe, allergischen Symptomen oder emotionaler Spannung leiden.

Teerezeptur mit Haselkätzchen

Zutaten

  • 1–2 Teelöffel getrocknete Haselkätzchen
  • 250 ml heißes, nicht kochendes Wasser

Zubereitung

  • Haselkätzchen mit heißem Wasser übergießen
  • Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und schluckweise trinken

Anwendung

  • 1 Tasse täglich über 2–3 Wochen
  • Ideal am Vormittag, um den energetischen Fluß des Tages zu unterstützen

Hinweis zur Anwendung

Haselkätzchen wirken mild, sollten jedoch nicht dauerhaft ohne Pause eingenommen werden. Bei bestehender Pollenallergie empfiehlt sich eine vorsichtige erste Anwendung in kleiner Menge nach Rücksprache mit der Kompetenzperson.

Zum Abschluss einige zusammenfassende Worte:

Haselkätzchen verbinden europäische Pflanzenheilkunde mit den Prinzipien der CM auf besondere Weise. Als Tee unterstützen sie Reinigung, Fluss und innere Balance und eignen sich ideal als sanfter Begleiter durch die Frühlingszeit. Sie erinnern daran, dass Heilung oft sehr klein, leise beginnt – mit Bewegung, Klarheit und frischer Energie.

Die Hasel wirkt ohne laute Bühne, aber wahrhaftig und in der Tiefe. Wer ihm/ihr lauscht, findet Klarheit, Schutz und den Weg zurück zur eigenen Mitte. Der Haselstrauch ist kein Baum der großen Gesten, sondern der einfachen und stillen Erkenntnis. In der schamanischen und naturheilkundlichen Arbeit in unseren Regionen begleitet er jene, die bereit sind, nach innen zu lauschen, Wahrheit tatsächlich und ehrlich zu erkennen und ihren Weg mit klarem Geist zu gehen. Seine Medizin wirkt subtil aber tief – und genau darin liegt die Kraft.

Hab eine gute Woche- suche und spüre den Schutz des Hasel in Deiner Umgebung- alles Liebe

Kira

Anrufunf der Baumgeister

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil II

Guten Morgen- Wie fühlst Du Dich zum Beginn dieser zweiten Woche im neuen Jahr? Bist Du schon angekommen? Brauchst Du noch Zeit? Egal wie- nimm Dir Zeit, denn es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um ANKOMMEN… und dabei hilft Dir vielleicht dies zu lesen 🙂 – es geht um die Esche:

Die Esche gilt seit Jahrtausenden als Schwellenbaum zwischen den Welten und als Trägerin einer besonders klaren, aufrichtenden Kraft. In der Naturheilkunde, der Klassischen Chinesischen Medizin(CM) und im schamanischen Weltbild verkörpert ihr Baumgeist Heilung, Verbindung und innere Ordnung. Dieser Beitrag beleuchtet die Esche ganzheitlich – als Heilpflanze, energetisches Wesen und spirituelle Lehrerin.

Die Esche im mythologischen und schamanischen Verständnis

In vielen alten Kulturen wurde die Esche als Weltenbaum verehrt. Ihr Geist steht für die Verbindung von Unterwelt, Mittelwelt und Himmel. In schamanischer Wahrnehmung wirkt die Esche als Vermittlerin zwischen Bewusstseinsebenen und unterstützt Reisen in feinstoffliche Räume.

Der Baumgeist der Esche zeigt sich ruhig, klar und aufrecht. Er lehrt Standhaftigkeit ohne Starrheit und Beweglichkeit ohne Verlust der eigenen Mitte. Schamanisch arbeitende Menschen nutzen die Esche, um Orientierung zu finden, alte Gelübde zu lösen und die eigene Lebensachse neu auszurichten.

Botanische und energetische Signatur der Esche

Die Esche wächst hoch, mit einer lichten Krone und tief reichenden Wurzeln. Diese äußere Form spiegelt ihre energetische Signatur wider: Weite nach oben, Tiefe nach unten, Durchlässigkeit im Zentrum.

Energetisch lässt sich die Esche folgenden Qualitäten zuordnen:

  • Element: Luft mit starkem Erdbezug
  • Energiebewegung: aufsteigend und klärend
  • Grundqualität: Ordnung, Durchlässigkeit, Wahrhaftigkeit
  • Seelenwirkung: Stärkung der inneren Achse und der Entscheidungsfähigkeit

Die Esche in der europäischen Naturheilkunde

Erkennst Du den Geist der Esche?

In der traditionellen europäischen Pflanzenheilkunde werden Blätter, Rinde und Samen der Esche verwendet. Sie gilt als kühlend, entgiftend und bewegend.

Typische Anwendungen sind:

  • Unterstützung bei rheumatischen Beschwerden
  • Förderung der Ausleitung über Nieren und Schutz für die Gelenke
  • Begleitung bei Gicht und Stoffwechselträgheit
  • Klärung bei „innerer Hitze“ und Entzündungsneigung

Auf energetischer Ebene wirkt die Esche ordnend auf Prozesse, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, besonders wenn Stagnation und Überladung zusammenkommen.

Die Esche in der Chinesischen Medizin

Obwohl die Esche kein klassisches chinesisches Arzneimittel ist, lässt sich ihre Wirkung gut in die Denkweise der CM übersetzen. Ihre Energie wirkt auf den Leber- und Nierenfunktionskreis.

Zuordnungen im Verständnis der CM:

  • Leber: Förderung des freien Qi-Flusses, Lösung von Stagnation
  • Niere: Stärkung der aufrichtenden Lebensachse und der Essenz
  • Wind-Hitze: ausleitend und klärend

Der Baumgeist der Esche unterstützt Prozesse, bei denen alte Spannungen gelöst werden sollen, ohne die innere Stabilität zu verlieren.

Ich setze die Esche immer dann als Einzelmittel im Verständnis der CM gleichzeitig zur Akupunktur- davor oder danach- ein:

Punkt Leber 3- aus Handbuch Akupunktur von Deadman, Al-Khafaji und Baker- bei autoagressiven Prozessen wie Hitze-Bi(Rheuma mit Hitze)

Der Baumgeist der Esche als spirituelle Lehrerin

Im schamanischen Kontakt zeigt sich der Geist der Esche als klare, manchmal strenge, aber wohlwollende Meisterin. Sie fordert Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst und duldet keine Selbsttäuschung. Gleichzeitig schenkt sie Schutz und Führung, wenn Entscheidungen anstehen.

Der Eschengeist arbeitet besonders mit bzw. für Menschen, die:

  • zwischen mehreren Lebenswegen stehen
  • Verantwortung tragen oder übernehmen sollen
  • ihre innere Wahrheit klarer ausdrücken möchten
  • sich nach spiritueller Erdung sehnen

Rituale und bewusste Verbindung mit der Esche

Die Verbindung mit dem Baumgeist der Esche gelingt am besten in stiller Präsenz. Rituale dürfen schlicht sein, denn die Esche reagiert auf Klarheit, nicht auf äußeren Aufwand.

Geeignete Formen der Annäherung:

  • Anlehnen an den Stamm mit aufrechter Wirbelsäule
  • Meditative Atmung entlang der eigenen Körperachse
  • Stilles und klares Formulieren und „Sprechen“ einer inneren Frage
  • Dankgabe in Form von Wasser oder Atem

Die Esche antwortet oft nicht sofort in Bildern, sondern in einer neu gewonnenen inneren Ordnung, mit einem Rauschen; mit einem leisen Ächzen 🙂

Die Esche als Begleiterin in Zeiten des Wandels

Wenn alte Strukturen zerfallen und neue noch nicht sichtbar sind, wirkt der Baumgeist der Esche stabilisierend. Er begleitet Übergänge, ohne sie zu beschleunigen, und stärkt die Fähigkeit, Unsicherheit zu tragen.

In Wandlungsphasen schenkt die Esche:

  • innere Aufrichtung
  • Klarheit im Denken
  • Ruhe im Nervensystem
  • Vertrauen in den eigenen Weg

Die Esche verbindet Himmel und Erde im Menschen und erinnert daran, dass wahre Stärke aus Durchlässigkeit entsteht. Als Heilbaum, Lehrerin und geistige Verbündete lädt sie dazu ein, den eigenen Platz im großen Gefüge des Lebens bewusst einzunehmen.

Eingelegte Eschenrinde für einen Sud

Ein Eschensud gehört zu den klassischen, kraftvollen Zubereitungen der europäischen Naturheilkunde. Er wirkt vor allem klärend, ausleitend und ordnend auf körperlicher wie energetischer Ebene und wird traditionell bei Stagnation, innerer Hitze und Übergangsprozessen eingesetzt.

Eschensud – Klärender Heil- und Ritualsud

Der Sud kann sowohl körperlich angewendet als auch rituell genutzt werden. Verwendet werden bevorzugt Eschblätter oder junge Rinde, idealerweise aus achtsamer Wildsammlung.

Zutaten

  • 1 Esslöffel getrocknete Eschenblätter
    oder
  • 1 Teelöffel fein geschnittene Eschenrinde
  • 500 ml kaltes Wasser

Zubereitung

  • Die Pflanzenteile mit dem kalten Wasser ansetzen.
  • Langsam zum Kochen bringen.
  • Blätter: 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Rinde: 15–20 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  • Abseihen und warm oder handwarm verwenden.

Wirkung auf körperlicher Ebene

Der Eschensud wirkt:

  • ausleitend über Nieren, Gelenke und Haut
  • entzündungshemmend bei innerer Hitze
  • bewegend bei Stoffwechsel- und Qi-Stagnation
  • unterstützend bei rheumatischen Beschwerden und Gichtneigung

Er fördert das „In-Fluss-Kommen“ dort, wo Prozesse festgefahren sind.

Wirkung auf energetischer und schamanischer Ebene

Energetisch stärkt der Eschensud die innere Achse und klärt das Energiefeld. Er wird genutzt zur:

  • Lösung alter energetischer Spannungen
  • Erdung bei gleichzeitiger geistiger Klarheit
  • Unterstützung in Übergangs- und Entscheidungsphasen
  • Reinigung nach intensiver innerer Arbeit

Der Geist der Esche wirkt dabei ordnend und aufrichtend.

Anwendungsmöglichkeiten und Dosierung

  • Innerliche Anwendung: als Trinkkur; möglich ist auch eine Urtinktur- in Wasser gelöst
  • Äußerliche Anwendung: als Umschlag oder Waschung
  • Rituelle Anwendung: zum Reinigen von Händen, Füßen oder Gegenständen

Für rituelle Zwecke kann der Sud vor der Anwendung kurz bewusst angerufen oder mit einem klaren inneren Anliegen verbunden werden.

  • Innerlich:
    • 1 Tasse (150–200 ml)
    • 1–2 Mal täglich
    • Kurweise über 7–14 Tage
  • Äußerlich:
    • Umschläge 1 Mal täglich
    • Waschungen nach Bedarf
  • Rituell:
    • Kleine Menge genügt, achtsam und bewusst angewendet

Der Sud eignet sich besonders für Zeiten des inneren Aufräumens und der Neuordnung.

Hinweise aus naturheilkundlicher Sicht !!

  • Nicht anwenden bei bekannter Salicylat-Unverträglichkeit
  • Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit einsetzen
  • Pausen zwischen den Kuren einhalten

Der Eschensud verbindet pflanzliche Heilkraft mit spiritueller Klarheit. Er wirkt nicht polterig, aber tief und unterstützt Menschen dabei, körperliche und energetische Lasten loszulassen und sich neu auszurichten. In seiner Wirkung spiegelt sich der Baumgeist der Esche selbst: aufrecht, klärend und verbindend zwischen den Ebenen.

Räuchermischung „Atem der Esche“

Diese Räuchermischung ist dem norddeutschen schamanischen Verständnis verpflichtet, in dem die Esche als Schwellenbaum, Ahnenvermittlerin und Hüterin der inneren Achse wirkt. Die Mischung dient der Klärung, Aufrichtung und Verbindung mit dem Baumgeist der Esche und eignet sich besonders für Übergangszeiten, Rituale der Neuordnung und Ahnenarbeit.

Sie wirkt klar, herb und erdend mit einer lichten, luftigen Spitze- ist aber bewusst schlicht gehalten, da im norddeutschen Schamanismus die Kraft aus der Wesentlichkeit und nicht mit strebender Aufmerksamkeit entsteht.

Bestandteile und Mischungsverhältnis:

  • Eschenholz oder Eschenrinde – Basis und Träger des Baumgeistes
  • Beifuß – Schwellenkraut, öffnet die Wahrnehmung
  • Wacholderbeeren oder -holz – Schutz, Klärung, Nordkraft
  • Birkenrinde – Neubeginn, Reinigung, Übergang
  • Fichtennadeln oder -harz – Erdung und Stabilisierung
  • 3 Teile Esche
  • 2 Teile Beifuß
  • 2 Teile Wacholder
  • 1 Teil Birke
  • 1 Teil Fichte

Alle Bestandteile grob mörsern, nicht pulverisieren. Die Mischung soll atmen können.

Energetische Wirkung

Diese Räucherung wirkt:

  • klärend auf Räume und Energiefelder
  • aufrichtend auf die innere Haltung
  • schützend bei Übergängen und Entscheidungen
  • verbindend zwischen Ahnenlinie, Gegenwart und innerer Führung

Der Rauch trägt die Signatur der Esche: ruhig, ordnend, zeigend und echt.

Anwendung im norddeutschen schamanischen Kontext

  • Räuchern auf glühender Holzkohle oder im Eisengefäß
  • Langsam, ohne Eile, mit offenem Fenster oder Tür
  • Rauch bewusst mit der Hand oder einer Feder lenken

Typische Anwendungen:

  • Vor schamanischer Arbeit oder Visionssuche
  • Bei Haus- oder Hofreinigung
  • Zum Abschluss eines Lebensabschnitts
  • Zur Klärung nach emotionaler oder geistiger Überlastung

Rituelle Ausrichtung

Vor dem Räuchern kurz innehalten und innerlich ausrichten. Ein klarer, einfacher Satz genügt, zum Beispiel: „Geist der Esche, ich danke Dir für Dein SEIN- richte, was aus der Ordnung gefallen ist und gib mir Klarheit“

Der Rauch wird nicht „gemacht“, sondern entsteht frei und begleitet- Pausen sind Teil des Rituals.

Dosierung

  • Räume: 1 kleiner Teelöffel der Mischung
  • Personenräucherung: ½ Teelöffel
  • Gegenstände oder Plätze: wenige Krümel genügen

Weniger ist wirksamer- so, wie unsere norddeutsche Natur- manchmal karg, aber trotzdem so reich.

Diese Räuchermischung trägt die Handschrift des Nordens: klar, rau und still. Sie wirkt nicht über Intensität, sondern über Präsenz. In Verbindung mit dem Baumgeist der Esche unterstützt sie dabei, die eigene Mitte wiederzufinden und den nächsten Schritt auf festem innerem Grund zu setzen.

Nutze die Esche für Dich… die Urtinktur Fraxinus excelsior, wenn Du keine Möglichkeit des Findens dieses kraftvollen Baumes hast- ich wünsche Dir gute Erfahrungen und Gesundheit- alles Liebe

Kira

Ein Weltenbaum- die Esche

Wichtig: Dieser Artikel ist keine Aufforderung, alleine Krankheiten zu behandeln und beinhaltet kein Heilversprechen. Suche eine Kompetenzperson Deines Vertrauens auf, wenn Du die Esche als Medizin nutzen möchtest!

Einige Fotos sind mit Hilfe von KI optimiert/ erstellt.

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil 1

Herzlich Willkommen in diesem kraftvollen Jahr 2026- auch wenn das Yang-Feuer-Pferd erst am 17.2. seine volle Energie entfaltet, ist diese schon sehr zu spüren- Gewitter im Winter, starke Emotionen und noch viel mehr lassen die Wildheit dieses Jahres erahnen.

Winterlandschaft Mecklenburger Seenplatte

Und ganz passend dazu gibt es von mir eine kleine Blog-Reihe zu unseren heimischen Bäumen- etwas mehr aus schamanisch- naturheilkundlicher Sicht.

Seit einigen Jahren schon gehe ich meinen schamanischen Weg und dieser lässt mich die Kraft der Natur und der daraus hervorgehenden Heilkunde noch viel besser verstehen und anwenden.

Lass Dich also mitnehmen auf diese kleine Reise 🙂

Baumgeister im norddeutschen Schamanismus sind leise Hüter zwischen den Welten, verwurzelt in Wind, Nebel und salziger Erde. Sie gelten als beseelte Wesen, die Erinnerung tragen, Schutz gewähren und den Rhythmus von Werden und Vergehen bewahren.

Schau Dir die Rinde an 🙂

In alten Überlieferungen der Küsten- und Moorlandschaften zeigen sie sich nicht laut, sondern durch Zeichen: knarrende Äste, kreisende Krähen, knorrige Rinden, die Gebilde oder Gesichter erkennen lassen, plötzliches Innehalten der Luft. Besonders Eichen, Eschen, Buchen und Erlen werden als Träger starker Geisterkraft gesehen – verbunden mit unseren Generationen von Ahnen, Heilwissen und Zeitenwandel.

Wenn ich ihnen begegne, geschieht dies mit Achtung. Ein stiller Gruß, ein Moment der Dankbarkeit, ein Lauschen ohne Forderung. Denn Baumgeister lehren nicht durch Worte, sondern durch Geduld, Standhaftigkeit und tiefe Verbundenheit mit dem Land.

Allgemeines– besonders zu unserer Mecklenburger Heimat:

Die Baumgeister des norddeutschen Schamanismus sind still, weit und wettergeprägt. Besonders in Mecklenburg und entlang der Ostseeküste tragen sie das Gedächtnis von Wind, Salz und alten Übergängen zwischen Land, Meer und Himmel in sich. Hier wirken keine lauten Waldwesen, sondern Hüter, die Geduld, Standhaftigkeit und innere Weite lehren.

Steilküsten-Baum

Baumgeister im norddeutschen Schamanismus

Im norddeutschen Raum gelten Bäume nicht als getrennte Wesen, sondern als Mittler zwischen den Elementen. Ihre Geister sind eng mit Ort, Boden und Klima verbunden.

  • Verbindung von Erde, Wasser, Wind und Licht
  • Schutz von Siedlungsräumen, Wegen und Küstenlinien
  • Träger von Ahnenwissen und Landschaftserinnerung

Der schamanische Zugang ist geprägt vom Lauschen, nicht von lauten Beschwörungen.

Mecklenburg-Vorpommern – ein Land der Übergänge

Erkennst Du den Geist des Baumes?

Unser Land ist durchzogen von Seen, Mooren, flüsternden Wäldern und alten Küstenlinien. Die Baumgeister hier gelten als Wächter von Schwellen und Wandel.

  • Erle: Hüterin von Mooren, Seenrändern und seelischen Übergängen
  • Birke: Lichtbringerin auf sandigen Böden, verbunden mit Neubeginn und Reinigung
  • Eiche: Trägerin von Beständigkeit, Recht und Ahnenkraft

Diese Bäume wurden traditionell an Dorfgrenzen, Quellen und alten Wegen gesetzt und voller Achtung und Wertschätzung betrachtet..

Die Baumgeister der Ostseeküste

An der Ostseeküste wirken Bäume unter ständigem Einfluss von Salz, Wind und wechselndem Licht. Ihre Geister gelten als klar, nüchtern und tief oder weit verwurzelt.

  • Kiefer: Schutzbaum der Dünen, steht für Ausdauer und klare Ausrichtung
  • Buche: Hüterin der Küstenwälder, besonders auf Kreide- und Lehmböden, verbunden mit innerer Ordnung
  • Weide: Begleiterin der Bodden und Haffe, wirkt auf Gefühle und Anpassungsfähigkeit
Erle am Tollensesee

Diese Baumgeister lehren, sich zu beugen, ohne zu brechen.

Schamanische Praxis an der Küste, an den Seen und im Hinterland

Norddeutscher Schamanismus kennt keine Trennung zwischen Alltag und Ritual. Die Begegnung mit Baumgeistern geschieht im Gehen, Sitzen, Schweigen.

  • Verweilen bei Wind und wechselndem Wetter
  • Wahrnehmen von Geräuschen, Salzluft und Bodenfeuchte
  • Dank und Achtsamkeit statt Forderung

Der Baumgeist zeigt sich nicht als Vision, sondern als innere Haltung.

Baumwurzel in Bornmühle

Fazit

Die Baumgeister Mecklenburgs und der Ostseeküste sind Lehrer der Stille. Sie wirken nicht durch Dramatik, sondern durch Beständigkeit. Wer ihnen begegnet, lernt, in offenen Landschaften verwurzelt zu bleiben und im Wandel der Jahreszeiten und auch des Meeres den eigenen inneren Rhythmus zu finden.

Es gibt eine kurze Legende zum Baumgeist der Erle, voller Ruhe und Dankbarkeit erzählt und tief mit Wasser, Erde und Erinnerung verwobendie Legende vom Erlengeist:

Dort, wo Moorwasser still schwingt und Nebel die Grenzen verwischt, steht die Erle mit nassen Füßen in der Welt. Man sagt, in ihrem Stamm wohnt ein Geist, älter als Wege und Namen.

Als die Menschen immer mehr vergaßen, wie man den Sümpfen zuhört, trat der Erlengeist hervor. Nicht als Gestalt, sondern als Rauschen im Blattwerk und als rotes Leuchten im frisch geschnittenen Holz. Er erinnerte daran, dass alles Leben aus Übergängen entsteht – aus Wasser zu Land, aus Schatten zu Licht.

Wer in der Dämmerung an der Erle verweilt, nichts fordert und mit dem Herzen hört, dem hütet der Erlen-Geist die Seele vor dem Versinken. Er schenkt Stand im Weichen, Schutz im Wandel und die Gabe, zwischen den Welten zu gehen, ohne sich zu verlieren.

Darum gilt die Erle bis heute als Baum der Schwelle, und ihr Geist wacht schweigend über alle, die den Mut haben, auch mal im Ungewissen zu verweilen und den Weg daraus selbst zu finden.

Aus schamanischer Sicht und aus der Erfahrungsheilkunde gesprochen, wirkt die Erle nicht gleichförmig über das Jahr hinweg. Sie wandelt ihre Kraft mit dem Rhythmus der Jahreszeiten und begleitet den Menschen dabei auf körperlicher, seelischer und energetischer Ebene.

Frühling – Reinigung und Neubeginn

Im Frühling erwacht die Erle früh und kraftvoll aus der Winterruhe. Ihre Energie wirkt klärend und lösend.

  • Unterstützung bei innerer und äußerer Reinigung
  • Förderung von Erneuerung nach Erschöpfung oder langen Übergangsphasen
  • Stärkung der Fähigkeit, alte Lasten loszulassen

In der Naturheilkunde wird diese Zeit der Erle traditionell mit Entgiftung, Ausleitung und dem Wiederfinden des eigenen Flusses verbunden- die Urtinktur unterstützt dabei die Gefäße und Organe wie Leber und Nieren.

Sommer – Stabilität im Wandel

Im Sommer steht die Erle fest im Wasser und trotzt Hitze wie Feuchtigkeit. Ihre Wirkung ist ausgleichend und schützend.

  • Erdung bei emotionaler Unruhe
  • Stärkung der inneren Stabilität in bewegten Zeiten
  • Unterstützung bei Grenzthemen und Abgrenzung

Schamanisch gesehen lehrt der Sommerzustand der Erle, im Wandel standhaft zu bleiben, ohne zu verhärten. Hier kann die Urtinktur oder auch eine Erlen-Salbe zu viel Starre in Flexibilität umwandeln.

Herbst – Übergang und Ahnenkraft

Im Herbst vertieft sich die spirituelle Kraft der Erle. Sie wird zum Baum der Schwelle zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.

  • Begleitung bei Abschieden und innerem Rückzug
  • Verbindung zu Ahnenwissen und Erinnerung
  • Förderung von Intuition und Traumwahrnehmung

In dieser Zeit wird die Erle häufig für Rituale des Loslassens und der inneren Einkehr genutzt- Rinde und Früchte im Räucherwerk unterstützen dies.

Winter – Schutz und tiefe Heilruhe

Im Winter wirkt die Erle still, aber wachsam. Ihre Energie ist schützend und bewahrend.

  • Stärkung der seelischen Widerstandskraft
  • Schutz in Zeiten von Dunkelheit und Erschöpfung
  • Förderung von Regeneration und innerer Sammlung

Als schamanische Begleiterin gilt der Winterzustand der Erle als Hüterin der Seele, die durch die Dunkelzeit trägt, ohne zu drängen- nutze hier Salbe, Urtinktur oder Räucherwerk zur Unterstützung.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Erle über das Jahr hinweg eine Lehrerin des Übergangs ist. Sie heilt nicht durch und mit Eile, sondern durch Anpassung, Tiefe und die Erinnerung daran, dass selbst im weichen Boden fester Halt gefunden werden kann.

Erlenrinden‑Salbe bei rheumatischen Beschwerden

Diese Salbe wird äußerlich angewendet und verbindet die entzündungsberuhigende Volksheilkunde der Erle mit wärmenden Pflanzenkräften.

Zutaten

  • 2 Esslöffel frische oder getrocknete Erlenrinde, fein geschnitten oder ein Teelöffel Esche-Urtinktur
  • 200 ml hochwertiges Olivenöl
  • 20 g Bienenwachs
  • 5 Tropfen ätherisches Wacholderöl
  • 5 Tropfen ätherisches Fichtennadelöl

Zubereitung

  1. Erlenrinde und Olivenöl in ein hitzefestes Glas geben.
  2. Das Glas im Wasserbad bei niedriger Hitze etwa 60 Minuten ziehen lassen, ohne zu kochen.
  3. Den Ölauszug durch ein feines Tuch abseihen.
  4. Den warmen Auszug erneut ins Wasserbad stellen und das Bienenwachs darin schmelzen.
  5. Vom Herd nehmen, ätherische Öle einrühren und gut vermengen.
  6. In saubere Gläser füllen und vollständig abkühlen lassen.
Erlensalbe (Foto mit KI bearbeitet)

Anwendung

  • Die Salbe 1–2‑mal täglich sanft in die betroffenen Gelenke einmassieren
  • Besonders wohltuend nach Wärmebehandlungen oder vor dem Schlafengehen
  • Begleitend ruhig atmen und die wärmende, erdende Kraft der Erle bewusst wahrnehmen
  • Massiere mit der Salbe den Nacken, die Schultern oder auch ganz leicht die Fußsohlen ein- Starrheit und Festgefahrenes wird sich lösen

Naturheilkundliche und schamanische Einordnung

Die Erle wirkt hier als Grenzgängerin zwischen Wasser und Erde. Sie hilft, gestaute Prozesse zu lösen, ohne den Körper zu überfordern. In der Arbeit mit Rheuma oder verhärteten Zuständen steht sie für Nachgiebigkeit, Durchlässigkeit und das Wiederfinden des inneren Flusses.

Es lässt sich sagen, dass diese Rezeptur nicht nur den Körper anspricht, sondern auch eine Einladung ist, dem eigenen Rhythmus wieder Raum zu geben. Die Erle heilt leise, stetig und mit der Weisheit des Übergangs.

Entdeckst Du den kleinen Baumgeist am Stamm?

Und nun wünsche ich Dir eine inspirierende und wunderbare Woche … schau Dir mal die Bäume in Deiner Umgebung näher an- vielleicht erkennst Du den Geist darin und die Weisheit…

Alles Liebe-Kira

Baumwurzeln sind so beseelt- in dieser findest Du gleich mehrere Wesen 🙂

Das neue Jahr blinzelt schon

Guten Morgen in der letzten Woche des Jahres 2025- in dieser stillen Zeit der Raunächte.

Ich bin intuitiv viel in der Natur und nutze gerade jetzt zum Räuchern natürliche Materialien wie Fichte, aber auch Gewürze. Gewürze haben gerade jetzt- zum Jahreswechsel- eine so unglaublich kraftvolle Wirkung für Körper und Seele.

UND- ich teile heute mit Dir meine liebste Räuchermischung für den Übergang ins Jahr 2026; erzähle Dir etwas zur Wirkung gemäß der traditionellen europäischen und der klassischen chinesischen Medizin.

Der Jahreswechsel ist aus Sicht der Naturheilkunde ein besonders kraftvoller Übergang. Eine selbst hergestellte Gewürzräuchermischung verbindet Ritual, Duft und energetische Ausrichtung und unterstützt dabei, das alte Jahr bewusst abzuschließen und das neue Jahr 2026 klar, gestärkt und zentriert zu beginnen.

Bedeutung des Räucherns zu Silvester und Neujahr in der Naturheilkunde

Der Jahreswechsel markiert eine Phase zwischen altem Yin und neuem Yang, zwischen Ruhe und Aufbruch. Räuchern wirkt dabei wie eine energetische Reinigung und Ausrichtung.

  • Löst stagnierendes Qi, das sich im Laufe des Jahres angesammelt hat
  • Vertreibt Kälte und Feuchtigkeit, typische pathogene Faktoren des Winters
  • Stärkt das Wei-Qi, die schützende Energie des Körpers
  • Beruhigt den Shen, den Geist und die emotionale Ebene

Für 2026 liegt der Fokus besonders auf Wärme, Klarheit und innerer Stabilität; auch wichtig für Übergangszeiten, da diese energetisch als bewegter/herausfordernder empfunden werden.

Grundprinzip der Gewürzräuchermischung

Eine ausgewogene Räuchermischung folgt in der Naturheilkunde/chinesichen Medizin dem Prinzip der fünf Wandlungsphasen.

  • Holz: Bewegung, Neubeginn
  • Feuer: Freude, Herzöffnung
  • Erde: Stabilität, Zentrierung
  • Metall/Luft: Loslassen, Klarheit
  • Wasser: Ruhe, Tiefe, Regeneration

Die ausgewählten Gewürze wirken wärmend, bewegend und klärend, ohne das Yin zu erschöpfen.

Zutaten für die Silvester- und Neujahrsräucherung 2026

Alle Zutaten sollten möglichst bio, naturbelassen und ungemahlen sein.

  • Zimtstangen, 2 Stück
  • Sternanis, 3 Stück
  • Nelken, 1 Teelöffel
  • Kardamomkapseln, 1 Teelöffel
  • Getrocknete Orangenschalen, 2 Esslöffel
  • Weihrauchharz, 1 Esslöffel
  • Myrrhe, 1 Teelöffel

Wirkung der einzelnen Gewürze

GewürzThermik & GeschmackCM-Wirkung
Zimtheiß, süß-scharfErwärmt Nieren-Yang, bewegt Blut und Qi
Sternaniswarm, süß-scharfLöst Kälte, stärkt Mitte und Verdauung
Nelkenheiß, scharfVertreibt Kälte, klärt Geist
Kardamomwarm, aromatischTransformiert Feuchtigkeit, klärt Kopf
Orangenschalewarm, bitter-süßBewegt Leber-Qi, löst emotionale Stagnation
Weihrauchwarm, bitterKlärt Räume, beruhigt Shen
Myrrhewarm, bitterUnterstützt Loslassen, erdend

Herstellung der Räuchermischung

Vorbereitung

  • Zimtstangen grob zerbrechen
  • Kardamomkapseln leicht andrücken
  • Orangenschalen in kleine Stücke schneiden

Mischen

  • Alle Zutaten in einer Schale gut vermengen
  • Mischung in einem dunklen Glas mindestens 3 Tage ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden

Anwendung

  • Eine feuerfeste Schale mit Räuchersand füllen oder ein Stövchen vorbereiten
  • Räucherkohle entzünden/ ein Teelicht platzieren
  • ein Blatt Lorbeer unterlegen und dann darauf ½ bis 1 Teelöffel der Mischung auflegen
  • Fenster öffnen-lüften, dann Räume mit dem Räucherutensil langsam durchgehen, Fenster anschließend noch einmal kurz öffnen

Ritualempfehlung für Silvester und Neujahr

Für Silvester eignet sich das Räuchern zwischen 23:30 und 00:30 Uhr, um den Übergang bewusst zu markieren. Für Neujahr empfehle ich ein zweites, sanfteres Räuchern am Morgen des 1. Januars.

  • Vor dem Räuchern drei ruhige Atemzüge nehmen
  • Innerlich das Alte verabschieden
  • Eine klare Ausrichtung für 2026 formulieren

Für wen diese Mischung besonders geeignet ist

  • Menschen mit Kältegefühl, innerer Unruhe oder mentaler Erschöpfung
  • Bei emotionalem Ballast und dem Wunsch nach Neubeginn
  • Zur Stärkung in der dunklen Jahreszeit

Diese Gewürzräuchermischung wirkt nicht nur auf der sinnlichen Ebene, sondern tief im energetischen System. Sie verbindet Wärme, Klarheit und Stabilität und schafft einen kraftvollen Übergang in das Jahr 2026 – getragen von Bewusstsein, sanftem Duft, Ruhe und innerer Ausrichtung.

Ich wünsche Dir von Herzen einen guten Übergang in das Jahr 2026 und sende Dir liebe Grüße

Kira

Grün trifft Grün…

So ganz abweichend im Rhythmus sende ich Dir heute- zum 24.12.2025- herzliche Grüße für einen gesegneten Tag und Abend.

Jetzt- in dieser Jul-Tied- habe ich mir die Frage gestellt, ob es immer nur das GRÜN der traditionellen Tanne oder auch das GRÜN des Eukalyptus sein darf- ich habe mich zu Hause für beides entschieden- denn manchmal darf es gerne BEIDES sein.

Eukalyptus anstelle von Tanne im Advent und zu Weihnachten verändert die Atmosphäre deutlich – energetisch, emotional und symbolisch. Während die Tanne für Erdung und Beständigkeit steht, bringt Eukalyptus eine leichtere, klärende und bewusstseinsöffnende Qualität in diese Zeit.

Spirituelle Wirkung von Eukalyptus

65-jährige traditionelle Pyramide und frischer Eukalyptus-Kranz- ich liebe es sehr

Eukalyptus wird spirituell mit Reinigung, Klarheit und Schutz verbunden. Sein frischer, durchdringender Duft wirkt wie ein energetischer Schnitt durch Altes und Stagnierendes.

  • Energetische Klärung: Eukalyptus gilt als Pflanze, die mentale und emotionale „Nebel“ löst.
  • Schutzsymbolik: In vielen Traditionen wird er genutzt, um negative Einflüsse fernzuhalten.
  • Bewusstseinsöffnung: Unterstützt innere Wachheit, Wahrheitssuche und klare Entscheidungen.
  • Atem & Lebensenergie: Spirituell dem Atem gleichgesetzt – Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele.

Unterschied zur Tanne im Advent

Die Wirkung von Eukalyptus unterscheidet sich deutlich von klassischen Nadelgehölzen.

AspektTanneEukalyptus
GrundenergieErdend, stabilisierendKlärend, erhebend
SymbolikBeständigkeit, Schutz, TraditionNeubeginn, Wahrheit, Loslassen
Emotionale WirkungGeborgenheit, RuheFrische, innere Freiheit
Spiritueller FokusVerwurzelung im Hier & JetztBewusste Ausrichtung nach innen

Spirituelle Bedeutung im Advent

Der Advent ist energetisch eine Zeit des Innehaltens, Reinigens und Vorbereitens. Eukalyptus unterstützt diesen inneren Prozess besonders gut.

  • Fördert Loslassen alter Themen vor dem Jahreswechsel.
  • Unterstützt innere Ordnung und klare Ausrichtung.
  • Hilft, die Adventszeit bewusster und weniger reizüberflutet zu erleben.
  • Ideal für Menschen, die Weihnachten eher als stille, reflektierende Zeit gestalten möchten.

Eukalyptus zu Weihnachten

Zu Weihnachten steht Eukalyptus für ein Fest der Klarheit und Wahrhaftigkeit statt reiner Tradition.

  • Symbolisiert ehrliche Verbindung statt äußerlicher Rituale.
  • Unterstützt bewusste Gespräche und authentisches Zusammensein.
  • Wirkt ausgleichend bei emotionaler Überforderung oder familiären Spannungen.
  • Besonders passend für moderne, minimalistische oder naturspirituelle Weihnachtskonzepte.

Praktische spirituelle Anwendungen

  • Eukalyptuszweige im Raum: Für energetische Frische und Schutz.
  • Eukalyptuskranz: Symbol für Reinigung und Neubeginn.
  • Räucherung oder ätherisches Öl: Zur Meditation, Atemarbeit oder abendlichen Reflexion.
  • Ritual im Advent: Beim Anzünden einer Kerze bewusst ein Thema loslassen.

Ein kleines Fazit

Eukalyptus anstelle von Tanne bringt im Advent und zu Weihnachten eine klare, luftige und transformierende Energie. Er unterstützt innere Reinigung, bewusste Ausrichtung und einen spirituellen Neubeginn.

Für Menschen, die Weihnachten weniger im klassischen Traditionellen, aber ein wenig mehr als Zeit der Wahrheit, Stille und inneren Klarheit erleben möchten, ist Eukalyptus eine kraftvolle und stimmige Wahl.

Eine kurze naturheilkundliche Betrachtung…

Die Tanne – Ruhe, Erdung und Herzqualität

Die Tanne gilt in der Naturheilkunde als wärmend, stärkend und stabilisierend. Ihr harzig-frischer Duft wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem und wird mit innerer Ruhe und Zentrierung verbunden.

  • Wirkung auf die Atemwege: Mild schleimlösend und vertiefend für die Atmung
  • Psychische Wirkung: Fördert Geborgenheit, Erdung und emotionale Stabilität
  • Weihnachtlicher Bezug: Symbol für Beständigkeit, Schutz und Herzenswärme
  • Geeignet für: Erschöpfung, innere Unruhe, winterliche Schwere

Naturheilkundlich passt die Tanne besonders gut zur traditionellen, stillen, nach innen gerichteten Zeit um Weihnachten.

Eukalyptus – Klarheit, Frische und Aktivierung

Eukalyptus wirkt deutlich frischer, klärend und anregend. Sein intensives ätherisches Öl wird traditionell zur Befreiung der Atemwege eingesetzt und fördert geistige Wachheit/ Klarheit.

  • Wirkung auf die Atemwege: Stark schleimlösend und keimreduzierend
  • Psychische Wirkung: Klärt Gedanken, fördert Fokus und Abgrenzung
  • Weihnachtlicher Bezug: Weniger traditionell, eher funktional für einen klaren Geist
  • Geeignet für: Erkältungen, geistige Müdigkeit, „dicke Luft“

Im naturheilkundlichen Sinne steht Eukalyptus mehr für Aktivität als für Besinnlichkeit- aber auch für Frische im Denken.

Naturheilkundlicher Vergleich

AspektTanneEukalyptus
TemperaturwirkungWärmendKühlend
NervensystemBeruhigendAnregend
AtemwegeSanft öffnendStark befreiend
Emotionale QualitätGeborgenheitKlarheit
WeihnachtsstimmungSehr stimmigWeniger traditionell

Aus naturheilkundlicher Sicht harmoniert die Tanne traditionell stärker mit der Weihnachtszeit: Sie unterstützt Rückzug, Wärme und innere Sammlung. Eukalyptus ist wirksam und hilfreich, passt jedoch eher in Phasen der Aktivierung oder bei akuten Beschwerden. Für eine ausgewogene Atmosphäre kann Eukalyptus punktuell genutzt werden, während die Tanne den seelischen Grundton der Weihnacht trägt.

Zusammengefasst steht die Tanne für das leise, nährende Element der Weihnachtszeit, während Eukalyptus Klarheit und funktionale Frische einbringt.

Letztendlich entscheidet Dein Gefühl… lass Dich inspirieren und verlebe einen wunderbaren 24.Dezember und erholsame Weihnachtstage

“ Frohe Weihnachten“

Herzlichst-Kira!

Zitrone trifft Fichte

Wir sind mitten in der Raunächte-Zeit… Jul-Tied… und da habe ich ein ganz wunderbares Rezept in zwei Varianten für eine besondere Verbindung mit der Natur auch auf dem Tisch 🙂

Klassisch- Variante 1:

Fichten-Zitronen-Butter verbindet heimische Wildpflanzen mit den Prinzipien der Klassischen Chinesischen Medizin und eignet sich sowohl als Genussmittel als auch zur gezielten Unterstützung von Lunge und Abwehr-Qi. Das Rezept ist einfach, alltagstauglich und ganz wunderbar über die Mahlzeiten zu integrieren :

Fichten-Zitronen-Butter

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich- ich nehme immer Süßmolke-Butter
  • 2–3 EL frische Fichtenspitzen, fein gehackt
  • 1 Bio-Zitrone, Abrieb der Schale und 1–2 TL Saft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig oder Birkenzucker (Xylit)

Zubereitung

  1. Die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem Holzlöffel cremig rühren.
  2. Die frisch gehackten Fichtenspitzen gleichmäßig unter die Butter mischen.
  3. Zitronenabrieb und Zitronensaft hinzufügen und sorgfältig einarbeiten.
  4. Mit Salz abschmecken. Optional Honig oder Birkenzucker unterrühren, um die herbe Waldnote abzurunden.
  5. Die Butter in Backpapier oder ein Glas füllen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Wie verwenden

  • Dünn auf frischem, getoastetem Sauerteig- oder Dinkelbrot
  • Zu gedämpftem Gemüse oder Ofenkartoffeln
  • Als aromatische Butter zu Fisch oder Pilzgerichten
  • In kleinen Mengen pur, z. B. morgens in einer Frühstückssuppe mit getoastetem Brot

Wirkung gemäß Chinesischer Medizin

Thermische Wirkung und Geschmack

  • Fichtenspitzen: warm, aromatisch, leicht bitter
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Diese Kombination wirkt ausgleichend, tonisierend und leicht bewegend.

Organzuordnung und energetische Effekte

  • Lunge:
    • Fichtenspitzen öffnen die Lunge, transformieren Schleim und stärken das Wei-Qi
    • Unterstützend bei Kälte-Schleim, feuchtem Husten und Rekonvaleszenz
  • Leber:
    • Die Zitrone bewegt das Leber-Qi und verhindert Stagnation
    • Hilfreich bei Spannung, Reizbarkeit und Frühjahrsmüdigkeit
  • Milz:
    • Butter nährt Yin und Blut, ohne stark zu belasten
    • In kleinen Mengen gut verträglich bei Milz-Qi-Schwäche

Gesamtwirkung

  • Stärkt das Abwehr-Qi (Wei-Qi)
  • Unterstützt die Atemwege, besonders in der kalten Jahreszeit
  • Bewegt Qi sanft, ohne auszutrocknen
  • Nährt Yin, ideal bei trockener Konstitution

Geeignet für

  • Menschen mit Kältegefühl, Infektanfälligkeit oder trockenem Husten
  • Übergangszeiten wie Frühling und Herbst
  • Erschöpfung nach Krankheit

NICHT geeignet bei

  • Ausgeprägter Hitze, Fieber oder innerer Trockenheit mit starker Hitze
  • Akutem Durchfall oder starker Milz-Schwäche mit Feuchtigkeit

Diese Fichten-Zitronen-Butter vereint regionale Naturheilkunde mit der Wirkweise in der CM und eignet sich hervorragend als funktionelles Lebensmittel mit klarer energetischer Ausrichtung. Sie wirkt am besten regelmäßig, aber in kleinen Mengen genossen.

Variante 2…

Diese Variante der Fichten-Zitronen-Butter nutzt einen selbst hergestellten Fichten‑Extrakt in Form eines starken Tees und verstärkt dadurch gezielt die CM‑Wirkung auf Lunge, Wei‑Qi und Qi‑Bewegung. Die Rezeptur ist bewusst mild dosiert, damit die Butter energetisch wirksam bleibt, ohne die Milz zu belasten.

Fichten-Zitronen-Butter mit Fichten-Extrakt (starker Tee)

Fichten-Extrakt herstellen

Zutaten

  • 2 gehäufte EL frische Fichtenspitzen
  • 200 ml Wasser

Zubereitung

  1. Fichtenspitzen grob zerkleinern und in einen kleinen Topf geben.
  2. Mit Wasser übergießen, aufkochen und 10–15 Minuten sanft köcheln lassen.
  3. Vom Herd ziehen, weitere 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  4. Abseihen und den Sud ohne Deckel und bei sehr wenig Hitze auf ca. 2–3 EL reduzieren.
  5. Vollständig abkühlen lassen.

Ergebnis ist ein hochkonzentrierter, aromatischer Fichten-Extrakt.

Fichten-Zitronen-Butter mit dem Dekokt zubereiten- ähnlich wie Variante 1

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich
  • 2–3 EL Fichten-Extrakt, vollständig abgekühlt
  • 1 Bio-Zitrone, fein abgeriebene Schale
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig

Zubereitung

  1. Weiche Butter cremig rühren, bis sie luftig wird.
  2. Den Fichten-Extrakt tröpfchenweise unterrühren, dabei ständig rühren, damit die Butter nicht gerinnt.
  3. Zitronenabrieb, Zitronensaft und Salz einarbeiten.
  4. Optional Honig hinzufügen.
  5. Die Butter in ein Glas oder Backpapier füllen und mindestens 2 Stunden kühl stellen, damit sie wieder fest wird.

Haltbarkeit

  • Im Kühlschrank: 5–7 Tage
  • Portionsweise einfrieren möglich

Wirkung nach Traditioneller Chinesischer Medizin

Thermik und Geschmack mit dem Dekokt

  • Fichten-Extrakt: warm, aromatisch, verstärkt bitter-scharf
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Das Dekokt macht die Wirkung der Fichte tiefer, klarer und stärker schleimtransformierend als bei frischen Spitzen.

Energetische Hauptwirkungen

  • Öffnet die Lunge in ihrer Funktionalität und senkt rebellierendes Lungen-Qi
  • Transformiert Schleim und Feuchtigkeit
  • Stärkt das Wei-Qi, besonders bei Kälte- und Windanfälligkeit
  • Bewegt Leber-Qi, ohne Yin zu verletzen

Organbezug

  • Lunge: Klärung, Öffnung, Stärkung
  • Milz: Butter schützt vor zu starker Austrocknung
  • Leber: Zitrone verhindert Qi-Stagnation

Besonders geeignet bei

  • Infektanfälligkeit, Frösteln
  • Feuchtem oder kaltem Husten
  • Rekonvaleszenz nach Erkältungen
  • Frühjahrsmüdigkeit mit Schleimgefühl

empfohlene Dosierung bei therapeutischem Einsatz

  • 1–2 TL täglich, vorzugsweise morgens oder mittags
  • in leicht gewärmten Speisen- niemals direkt aus dem Kühlschrank essen

Hinweis: Durch den flüssigen Extrakt wird die Butter energetisch bewegender. Bei ausgeprägter Milz-Qi-Schwäche oder Neigung zu Durchfall die Menge halbieren oder die Butter nur gelegentlich verwenden.

Diese Version verbindet eine klassische Abkochung (Dekokt) mit westlicher Küche und ist aus Sicht der CM dadurch besonders wirksam- für alle Menschen, die die Kraft der Fichte gezielt und sanft in den Alltag integrieren möchten.

Hole Dir den Duft des Waldes auf den Tisch!

Alle guten Wünsche und eine wunderbare Jul-Woche; inspirierende Raunächte und eine Zeit voller Spirit und Liebe!

Kira

Yoga für die Wintersonnenwende

Guten Morgen zur vierten Adventswoche. Auch wenn der Winter bei uns erst so richtig „Fahrt“ aufnimmt, ist es gut, sich mit den Möglichkeiten der Gesundheitspflege gerade für solche Übergangszeiten, aber auch DOJO-Zeiten, zu beschäftigen.

Am 21.12.2025- dem vierten Advent- ist der Tag der Wintersonnenwende- das Sonnenkind wird wiedergeboren und da habe ich eine wunderbare Yoga-Praxis für Dich:

Diese 60‑minütige Detox‑Yogaeinheit ist darauf ausgerichtet, den Körper beim Übergang sanft zu aktivieren, das Hormonsystem zu harmonisieren und den Stoffwechsel anzuregen. Der Fokus liegt auf Leber‑ und Nierenenergie, Drehhaltungen, sanften Rückbeugen und bewusster Atmung, um stagnierte Winterenergie in fließende Kraft zu verwandeln- „DETOX“ in diesem Kontext bedeutet, die Autophagie der Zellen und insbesondere der Leber zu aktivieren 🙂


Detox-Yoga für Hormonbalance

Thema: Erneuerung, Reinigung & hormonelle Balance
Level: Mittelstufe (mit sanften Varianten für alle Level)
Hilfsmittel: Yogamatte, Block, Gurt, Decke


1. Ankommen & Atembewusstsein (10 Minuten)

Ziel: Nervensystem beruhigen, innere Reinigung einleiten

  • Sitz in Sukhasana (einfacher Schneidersitz) – Hände auf den Unterbauch legen, 5 Minuten lang tief in den Bauch atmen.
    Fokus: Verbindung zur Atmung und Wahrnehmung des hormonellen Zentrums (Solarplexus, Sakralchakra).
  • Kapalabhati (Feueratem) – 3 Runden à 30 Atemstöße, mit Pausen dazwischen.
    Wirkung: Aktiviert Stoffwechsel, reinigt die Atemwege, stimuliert Schilddrüse und Nebennieren.

2. Aufwärmen & Energiefluss (10 Minuten)

Ziel: Muskulatur aktivieren, Kreislauf anregen

  • Katzen-Kuh-Bewegung (Marjaryasana–Bitilasana) – 1–2 Minuten fließend im Atemrhythmus.
  • Dynamische Kindhaltung zu herabschauendem Hund – mehrere Male wechseln, um den Rücken zu mobilisieren.
  • Sonnengruß A (Surya Namaskar A) – 3 Runden in ruhigem, bewussten Tempo- oder „Windmühle im Ausfallschritt- rechts und links“ 50x; alternativ „Kleiner Sonnengruß“ 5 Runden in einem aktivierenden Tempo 🙂
    Fokus: Reinigung über Schweiß und Atem, Aktivierung der Drüsen.

3. Detox & Hormonbalance – Hauptsequenz (25 Minuten)

Ziel: Leber, Nieren und Schilddrüse stimulieren, hormonelle Balance fördern

  1. Drehhaltungen für Leber & Verdauung:
    • Parivrtta Utkatasana (gedrehter Stuhl) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Parivrtta Trikonasana (gedrehtes Dreieck) – 5 Atemzüge pro Seite
  1. Herzöffner & Schilddrüsenaktivierung:
    • Bhujangasana (Kobra) – 3 Runden
    • Setu Bandhasana (Schulterbrücke) – 5–8 Atemzüge
    • Matsyasana (Fisch) – 5 Atemzüge
      Wirkung: Aktiviert Schilddrüse, Thymusdrüse und Herzchakra.
  2. Beckenbalance & Nebennierenstärkung:
    • Baddha Konasana (Schmetterling) – sanftes Vorbeugen
    • Malasana (Yogahocke) – 5 Atemzüge
    • Ustrasana (Kamel) – öffnet Herz und stimuliert Nebennieren
  3. Twist & Ausleitung:
    • Ardha Matsyendrasana (halber Drehsitz) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Apanasana (Knie-zur-Brust-Pose) – zur inneren Reinigung

4. Entspannung & Integration (10 Minuten)

Ziel: Hormonelle Balance stabilisieren, Entgiftungsimpulse integrieren

  • Viparita Karani (Beine an der Wand) – 5 Minuten
    Wirkung: Entlastet Nebennieren, beruhigt das Nervensystem.
  • Savasana (Endentspannung) – 5 Minuten
    Fokus: Visualisiere, wie Frühlingsenergie durch deinen Körper fließt und jede Zelle erneuert.

5. Abschluss & Meditation (5 Minuten)

Meditation auf Erneuerung:
Sitze aufrecht, lege eine Hand auf Herz, eine auf den Unterbauch.
Atme bewusst in beide Zentren – spüre, wie Licht und Wärme in dir wachsen.
Wiederhole innerlich:

„Ich lasse Altes los und öffne mich für neue Lebenskraft.“


Wirkung der Praxis

  • Physisch: Anregung von Leber, Nieren und Verdauung; Aktivierung der Schilddrüse, Aktivierung der Autophagie
  • Energetisch: Reinigung stagnierter Winterenergie, Öffnung für das freie Fließen der neuen Energie,
  • Hormonal: Harmonisierung von Stress‑, Schilddrüsen‑ und Sexualhormonen durch bewusste Atmung, Drehungen und Rückbeugen

Diese Detox-Yogastunde unterstützt dich, Körper und Geist zu klären, hormonelle Balance zu fördern und mit Leichtigkeit in die neue (Jahres)-Zeit zu starten.

Räuchermischung „Nordlicht“ für die Wintersonnenwende und diese Woche:

Zur Wintersonnenwende, wenn die Dunkelheit ihren tiefsten Punkt erreicht und das neue Licht geboren wird, trägt eine nordische Räuchermischung die Kraft von Erneuerung, Schutz und innerem Feuer. Diese Mischung verbindet Harze, Kräuter und Wurzeln aus dem Norden, um den Übergang zwischen den Welten zu ehren und das Licht in der Seele zu entzünden.

Thema: Wiedergeburt des Lichts, Schutz, Erdung und Klarheit
Element: Feuer und Erde
Räucherart: Auf Kohle oder im Räuchergefäß mit Sand

Zutaten und Bedeutung

ZutatMengeBedeutung
Fichtenharz (Burgunderharz)2 TeileReinigend, klärt schwere Energien, öffnet den Weg zum Licht
Wacholderbeeren1 TeilSchutz, Abwehr dunkler Kräfte, stärkt Mut und Lebensgeist
Birkenrinde1 TeilSymbol für Neubeginn, Lichtbringerin des Nordens
Beifuß (Artemisia vulgaris)1 TeilÜbergangskraut, öffnet das Tor zu den Ahnen und zur inneren Schau
Mistelkraut½ TeilHeiliges Sonnenkraut, spendet Balance zwischen Licht und Schatten
Engelwurz (Angelica archangelica)½ TeilErdet und stärkt die Lebensenergie, ruft Schutzgeister
Rosmarin½ TeilKlärt den Geist, stärkt das innere Feuer
Tannennadeln (getrocknet)1 TeilDuft des Winters, reinigt und belebt den Raum

Zubereitung

  1. Zerstoße Harze und Kräuter sanft im Mörser, bis sie grob vermischt sind.
  2. Mische sie im Uhrzeigersinn, während du den Atem ruhig führst.
  3. Sprich dabei innerlich:„Aus Dunkel wird Licht, aus Nacht wird Tag.
    Ich ehre den Kreis, der sich neu entfacht.“
  4. Bewahre die Mischung in einem dunklen Glas oder Leinenbeutel auf.

Anwendung zur Wintersonnenwende

  • Zünde die Mischung in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember an.
  • Beginne im Norden deines Raumes oder Kreises und gehe im Sonnenlauf (im Uhrzeigersinn).
  • Lass den Rauch durch alle Räume ziehen, während du dich auf Dankbarkeit und Neubeginn konzentrierst.
  • Danach setze dich in Stille und spüre, wie das neue Licht in deinem Inneren erwacht.

Schamanische Bedeutung:
Diese Räucherung ruft die Geister des Nordens, die Hüter der Erde und des Winters. Sie stärkt die Verbindung zu den Ahnen, reinigt das Haus von alter Energie und öffnet das Herz für das kommende Lichtjahr.

Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche, inspirierende Stunden zur Wintersonnenwende- alles Liebe

Kira


„Wenn die Sonne ruht, ruht auch die Erde – und im stillen Rauch erwacht das neue Licht.“

Gesundheitstipp

Was ist ein Dekokt?

Guten Morgen zum letzten November-Montag- unglaublich, wie die Zeit vergeht- wir sind bereits in der ersten Advent-Woche 😉 .

In den vergangenen Wochen tauchte immer wieder die Frage auf, was ein DEKOKT sei…

Ein Dekokt (Abkochung) ist eine klassische Zubereitungsform in der Chinesischen Medizin, bei der Heilpflanzen, Wurzeln und auch Mineralien in Wasser ausgekocht werden, um ihre wärmenden, bewegenden und harmonisierenden Eigenschaften noch stärker zu aktivieren.

Eine besondere Kombination ist diese:

Lorbeer, Zimt und Oregano ergeben in Kombination ein kraftvolles, aromatisches Dekokt, das den Qi-Fluss stärktKälte vertreibt und Feuchtigkeit transformiert.


Wärmendes Dekokt aus Lorbeer, Zimt und Oregano- für Verdauung, Immunsystem und innere Balance

Dieses Rezept wirkt besonders bei Kältegefühl im Bauchlangsamer VerdauungVöllegefühlleichter Erkältungoder Müdigkeit nach dem Essen. In der CM wird es eingesetzt, um die Mitte zu stärken (Milz und Magen) und Wind-Kälte aus dem Körper zu vertreiben.


Zutaten:

  • 3 Lorbeerblätter – bewegen das Qi, fördern die Verdauung, lösen Stagnation
  • 1 Stück Zimtstange (ca. 5 cm) – wärmt das Innere, stärkt das Yang, harmonisiert den Magen
  • 1 TL getrockneter Oregano – wirkt antibakteriell, transformiert Feuchtigkeit, klärt Schleim und Hitze im oberen Erwärmer
  • 500 ml Wasser

Optional:

  • 1–2 Scheiben frischer Ingwer für zusätzliche Wärme
  • 1 TL Honig (nach dem Abkühlen) zur Harmonisierung des Geschmacks

Zubereitung

  1. Wasser in einen kleinen Topf geben und alle Kräuter hinzufügen.
  2. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren.
  3. 15–20 Minuten sanft köcheln lassen, bis etwa ein Drittel der Flüssigkeit verdampft ist.
  4. Durch ein feines Sieb abseihen.
  5. Das Dekokt warm trinken – am besten morgens auf nüchternen Magen oder nach einer Mahlzeit.

TCM-Wirkung:

ZutatTCM-WirkungFunktionskreis
LorbeerBewegt Qi, löst Stagnation, wärmt die MitteMilz, Magen
Zimt (Rou Gui / Gui Zhi)Wärmt das Innere, stärkt Nieren-Yang, bewegt BlutHerz, Milz, Niere
Oregano (Ye Gan Lan)Transformiert Feuchtigkeit, klärt Hitze, wirkt antimikrobiellLunge, Magen, Milz

Diese Kombination harmonisiert das Mittlere Jiaovertreibt innere Kälte und unterstützt das Immunsystem. Sie ist besonders geeignet bei kältebedingten VerdauungsbeschwerdenAppetitlosigkeitleichter Übelkeit oder beginnender Erkältung mit Frösteln.


Anwendung

  • 1–2 Tassen täglich, über 3–5 Tage.
  • ACHTUNG! Nicht bei starker innerer HitzeFieber oder Yin-Mangel mit Hitzesymptomen(z. B. Nachtschweiß, trockener Mund) anwenden.

Dieses Dekokt ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Hausmittel aus der Perspektive der CM. Es verbindet die wärmende Kraft des Zimts, die Qi-bewegende Wirkung des Lorbeers und die reinigende Energie des Oreganos zu einer harmonischen, stärkenden Mischung für Körper und Geist.

Varianten:

  • bei Husten durch Kälte- Thymian anstatt Oregano
  • bei Fieber durch Kälte bis maximal 38,5 Grad- Holunder anstatt Oregano
  • bei Halsschmerzen durch Kälte- Salbei oder Isländisch Moos anstatt Oregano

Mit den einfachen Gewürzen- vielen dieser- kannst Du Dir bei allen Kälte-Themen relativ schnell helfen.

Genieße diese Woche zum Übergang in den Advent und erinnere Dich an dies:

„Om Jyotith Antaratma Namaha“- „Ich ehre das Licht meines inneren SELBST“

Es ist ein Mantra für den Advent- es erinnert daran, dass wahres Licht nicht vom Außen kommt, sondern in uns selbst leuchtet. Es kann helfen, Ruhe zu finden und Vertrauen kultivieren.

Möge DEIN inneres Licht in dieser Zeit des Wandels ruhig und klar leuchten– alles Liebe

Kira

Mit der Tradition aus Nord und Ost…

… begrüße ich Dich zur dritten November-Woche.

Ich habe es ja bereits öfter anklingen lassen- ich habe Wurzeln, die sowohl aus den östlichen Regionen Europas, als auch hier aus unserem Norden stammen. Und was liegt da näher, um ein Traditions“Getränk“ mal näher zu beleuchten:

K I S S E L

Kissel ist ein klassisches nord- und osteuropäisches Getränk, das aus Beeren, Wasser, Zucker und Stärke hergestellt wird.

Es hat eine lange, faszinierende Geschichte, die tief in der nord- und osteuropäischen Kultur verwurzelt ist. Ursprünglich war es kein Dessert, sondern ein nahrhaftes Heil- und Alltagsgericht, das Generationen überdauerte – von den Bewohnern unsere norddeutschen Regionen, den skandinavischen Bewohnern und Slawen bis in die moderne Naturheilkunde. Meine Oma- ehemalige Wolgedeutsche- hat mir oft davon erzählt, wie Kissel im Herbst als Stärkungsmittel getrunken wurde- gerade in Vorbereitung auf den Winter.

Ursprung und frühe Geschichte

Die ersten Erwähnungen von Kissel stammen aus dem 10. Jahrhundert in den Chroniken der Kiewer Rus. Damals war Kissel ein Getreidebrei, meist aus Hafer, Roggen oder Erbsen, der durch natürliche Fermentation leicht säuerlich schmeckte. Er galt als Grundnahrungsmittel, vor allem in Zeiten des Mangels, da er sättigend, einfach herzustellen und lange haltbar war.

Eine bekannte Legende erzählt, dass während einer Belagerung der Stadt Belgorod (um 997 n. Chr.) die Einwohner aus Getreidekissel und Honig einen „Wunderbrunnen“ zubereiteten, um die Feinde zu täuschen, sie hätten unerschöpfliche Vorräte. So rettete Kissel symbolisch die Stadt – und wurde zum Sinnbild für Einfallsreichtum und Lebenswillen.

Kissel ist auch ein traditionelles, leicht verdauliches Naturheilmittel. In der Naturheilkunde wird Kissel wegen seiner beruhigenden, entzündungshemmenden und regenerierenden Eigenschaften für Magen, Darm und Schleimhäute geschätzt.

Gesundheitliche Aspekte von Kissel

1. Schutz der Schleimhäute
Kissel bildet beim Verzehr eine sanfte Schutzschicht über den Schleimhäuten des Verdauungstrakts. Diese Schleimstoffe können Reizungen lindern, z. B. bei Gastritis, Reflux oder Darmentzündungen.

2. Unterstützung der Verdauung
Durch seine milde Konsistenz und leicht verdaulichen Inhaltsstoffe ist Kissel ideal bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit oder nach Magen-Darm-Infekten. Er beruhigt den Verdauungstrakt und fördert eine gesunde Darmflora.

3. Entzündungshemmende Wirkung
Je nach verwendeten Früchten (z. B. Heidelbeeren, Preiselbeeren oder Sanddorn) enthält Kissel viele Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die Entzündungen hemmen und das Immunsystem stärken.

4. Energie- und Mineralstoffquelle
Kissel liefert durch Fruchtzucker und Stärke schnell verfügbare Energie sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Spurenelemente. Er eignet sich daher auch für Rekonvaleszenzphasen oder als sanfte Aufbaukost.

5. Glutenfreie und vegane Variante
Mit Kartoffel- oder Maisstärke zubereitet, ist Kissel glutenfrei und vegan, was ihn auch für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet macht.

Anwendung in der Naturheilkunde

  • Bei Magenbeschwerden: 1–2 Tassen täglich lauwarm trinken.
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum: leicht abgekühlt in kleinen Schlucken genießen.
  • Zur Regeneration: als sanfte Aufbaukost nach Erkrankungen oder Fastenkuren.

Kissel ist somit ein einfaches, aber wirkungsvolles Naturheilmittel, das sowohl ernährungsphysiologisch als auch therapeutisch wertvoll ist. Seine sanfte Wirkung auf Magen und Darm macht ihn zu einem idealen Bestandteil einer naturheilkundlich orientierten Ernährung.

Die Kombination bspw.aus Schlehen (Schwarzdornfrüchten) und Moosbeeren (Preiselbeeren)– besonders passend zu dieser Jahreszeit- ergibt ein angenehm herbes, fruchtig-säuerliches Aroma. Unten findest du ein vollständiges, traditionelles Rezept.

Kissel aus Schlehen und Moosbeeren

Zutaten (für ca. 4 Portionen)

  • 300 g Schlehen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 200 g Moosbeeren (Preiselbeeren oder Cranberries)
  • 1 Liter Wasser
  • 120–150 g Zucker (je nach gewünschter Süße)
  • 2–3 EL Kartoffelstärke oder Maisstärke
  • 1 TL Zitronensaft (optional, für mehr Frische)
  • 1 Prise Vanillezucker (optional)

Zubereitung

  • Beeren vorbereiten
    Schlehen und Moosbeeren waschen. Wenn Schlehen frisch sind, empfiehlt es sich, sie nach dem ersten Frost zu verwenden oder kurz einzufrieren, um die Bitterstoffe zu mildern.
  • Beeren kochen
    Wasser in einen Topf geben, die Beeren hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 10–15 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind und Saft abgeben.
  • Abseihen
    Die Masse durch ein feines Sieb oder ein Tuch passieren, um Kerne und Schalen zu entfernen. Den klaren Beerensaft auffangen.
  • Süßen
    Den Saft zurück in den Topf geben, Zucker und optional Vanillezucker hinzufügen. Kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
  • Stärke anrühren
    Stärke in etwa 100 ml kaltem Wasser glatt rühren. Dann langsam in den heißen Beerensaft einrühren, dabei ständig rühren, um Klumpen zu vermeiden.
  • Andicken
    Noch einmal kurz aufkochen, bis der Kissel leicht eindickt. Dann vom Herd nehmen und Zitronensaft hinzufügen.
  • Abkühlen lassen
    Kissel kann warm als Dessert serviert oder kalt im Kühlschrank geliert genossen werden.

Serviervorschläge

  • Warm mit Vanillesauce oder Schlagsahne.
  • Kalt mit Milch, Grießbrei oder Haferflocken.
  • In Gläser gefüllt und leicht gekühlt als erfrischendes Dessert/ Kraftbooster nach dem Sport 🙂

Dieser Schlehen-Moosbeeren-Kissel verbindet die herbe Note der Schlehen mit der fruchtigen Frische der Moosbeeren und ergibt ein wunderbar aromatisches, natürliches Dessert.

Kissel aus Schlehen und Moosbeeren ist nicht nur ein aromatisches Dessert, sondern auch ein Getränk mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Beide Beerenarten enthalten wertvolle bioaktive Stoffe, die das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel unterstützen.

Gesundheitliche Wirkung von Schlehen

1. Reich an Antioxidantien
Schlehen enthalten hohe Mengen an Polyphenolen, Flavonoiden und Anthocyanen. Diese wirken antioxidativ und schützen Zellen vor oxidativem Stress, der durch freie Radikale verursacht wird.

2. Unterstützung der Verdauung
Die leicht adstringierende Wirkung der Schlehenfrüchte kann bei Magen-Darm-Beschwerden helfen. Schlehenaufgüsse werden traditionell bei Durchfall und Reizdarm eingesetzt.

3. Immunstärkend
Durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen unterstützen Schlehen die Abwehrkräfte, besonders in der Erkältungssaison.

4. Entzündungshemmend
Die in Schlehen enthaltenen Tannine und Flavonoide wirken entzündungshemmend und können die Heilung bei Schleimhautreizungen fördern.

Gesundheitliche Wirkung von Moosbeeren (Preiselbeeren)

1. Schutz der Harnwege
Preiselbeeren enthalten Proanthocyanidine, die verhindern, dass Bakterien (insbesondere E. coli) an die Blasenwand haften. Dadurch können sie Harnwegsinfektionen vorbeugen.

2. Herz-Kreislauf-Schutz
Die antioxidativen Verbindungen in Moosbeeren können helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und die Gefäßelastizität zu verbessern.

3. Antibakterielle Wirkung
Moosbeeren hemmen das Wachstum bestimmter Bakterienarten im Mund- und Verdauungstrakt, was zur Verbesserung der Mund- und Darmgesundheit beitragen kann.

4. Unterstützung der Leberfunktion
Studien deuten darauf hin, dass Preiselbeeren die Leber vor oxidativen Schäden schützen und die Entgiftungsprozesse fördern können.

In der Chinesischen Medizin (CM) werden Lebensmittel nach ihren energetischen Eigenschaften, ihrem Temperaturverhalten und ihrem Einfluss auf die Organsysteme bewertet. Kissel aus Schlehen (Prunus spinosa) und Moosbeeren (Preiselbeeren) hat in diesem Kontext eine ausgleichende, reinigende und stärkende Wirkung, besonders auf die Leber-, Milz- und Nierenfunktionskreise.


Energetische Einordnung des Kissels

AspektWirkung in der TCM
TemperaturverhaltenKühl bis neutral
GeschmackSauer, leicht herb, süß (durch Zucker oder Stärke)
WirkrichtungZusammenziehend, klärend, befeuchtend
HauptmeridianeLeber, Milz, Niere, Blase

Wirkung der Schlehen (Prunus spinosa)

1. Stärkung der Leber und Blutregulation
Schlehen wirken leicht zusammenziehend und fördern die Leberfunktion, indem sie Leber-Qi-Stagnation lösen. Das hilft bei innerer Anspannung, Reizbarkeit oder Kopfschmerzen, die durch blockiertes Qi entstehen.

2. Klärung von Hitze und Entgiftung
Ihre kühlende und reinigende Wirkung unterstützt den Körper beim Ausleiten von „innerer Hitze“ und Toxinen, besonders bei Hautunreinheiten oder Entzündungen.

3. Unterstützung bei Durchfall und Schwäche
In kleinen Mengen stärken Schlehen die Milz und stabilisieren den unteren Erwärmer, wodurch sie bei weichem Stuhl oder leichtem Durchfall hilfreich sind.

Wirkung der Moosbeeren (Preiselbeeren)

1. Ausleitung von Feuchtigkeit und Hitze aus der Blase
Preiselbeeren werden in der TCM ähnlich wie Cranberries eingesetzt, um Feuchte-Hitze im unteren Erwärmer zu klären – typischerweise bei Blasenentzündungen oder trübem Urin.

2. Kühlende Wirkung auf Blut und Yin
Sie nähren Yin-Flüssigkeiten und kühlen das Blut, was bei innerer Hitze, leichtem Fieber oder Reizbarkeit ausgleichend wirkt.

3. Unterstützung der Nierenenergie
Durch ihre adstringierende Natur stabilisieren sie die Essenz (Jing) und können bei leichter Erschöpfung oder Schwäche nach Infekten stärkend wirken.

Wirkung des Kissels als Ganzes

1. Harmonisierung von Milz und Magen
Die leicht süße, weiche Konsistenz des Kissels nährt die Milz und beruhigt den Magen. Das macht ihn besonders geeignet bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl oder nach längerer Krankheit.

2. Yin-nährend und befeuchtend
Kissel befeuchtet die Schleimhäute und unterstützt Yin, was bei Trockenheit (z. B. trockener Husten, trockene Haut) wohltuend ist.

3. Klärend und entgiftend
Durch die Kombination aus Schlehen und Moosbeeren wirkt das Getränk reinigend, leitet überschüssige Hitze aus und unterstützt die Leber bei der Entgiftung.


Anwendungsempfehlung nach CM

  • Ideal bei: innerer Hitze, Reizbarkeit, Harnwegsbeschwerden, schwacher Verdauung, Trockenheit oder Erschöpfung nach Infekten.
  • Nicht empfohlen bei: starkem Kältegefühl, Durchfall durch Kälte oder Milz-Yang-Schwäche (da die Früchte leicht kühlend wirken).
  • Empfohlene Zubereitung: warm oder zimmerwarm trinken, um die Milz zu schonen.

Fazit:
Nach CM stärkt Kissel aus Schlehen und Moosbeeren das Yin, klärt Hitze, harmonisiert die Verdauung und unterstützt die Leber- und Blasenfunktion. Er ist ein sanftes, ausgleichendes Heilnahrungsmittel, das besonders in Übergangszeiten (Herbst, Frühling) das innere Gleichgewicht fördert.

Winterlandschaft rund um unser Bornmühle

Du bist inspiriert? Wie schön- dann stärke Dich doch mit einem Kissel für die kalte Jahreszeit; gerade jetzt sind die Schlehen genau richtig- nach dem ersten leichten Frost 🙂

Ich wünsche Dir eine gesunde, angenehme Woche und bis bald- alles Liebe

Kira

Was gefragt wurde…

…in unzähligen Mails und persönlichen Nachrichten: Kann in der Chinesischen Medizin mit Akupunktur und Kräutermedizin Dopamin gepusht werden?

UND damit WILLKOMMEN in dieser Novemberwoche so kurz nach dem fulminanten Vollmond 🙂

Gerade in der dunklen Jahreszeit geht es etwa 20% der Menschen bei uns in den nördlicheren Regionen Deutschlands mental nicht so gut- Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Trägheit… machen sich breit, obwohl Betroffene aktiv und fröhlich die Tage verbringen möchten- es liegt also nicht am Wollen, sondern mehr am Können und dies ist ganz eng mit dem JING verbunden. Dann schauen wir uns doch das DOPAMIN mal näher an 😉

Dopamin steht sinnbildlich für Lebensfreude, Motivation und inneren Antrieb.
In der CM werden diese Qualitäten vor allem durch das Leber-Qi, das Herz-Shen und ein ausgewogenes Verhältnis von Qi, Blut und Essenz (Jing) reguliert.

Akupunktur bspw. an den Punkten des äußeren Blasenmeridians stimulieren Dopamin

Energetische Zuordnung

Westlicher AspektTCM-EntsprechungBeschreibung
DopaminBewegung und Fluss des Leber-QiMotivation, Kreativität, Entscheidungsfreude
Belohnung & FreudeHerz-ShenEmotionale Offenheit, Begeisterung, Lebenslust
Antrieb & EnergieQi und Nieren-JingWillenskraft, Ausdauer, Vitalität
Regulation & BalanceMilz-QiStabilität, Konzentration, klare Gedanken

Wenn Dopamin „niedrig“ ist – CM-Betrachtung

Ein Mangel an Dopamin äußert sich oft als:

  • Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Gefühl von innerer Leere oder Gleichgültigkeit

In der CM entspricht das meist einer Kombination aus:

  • Leber-Qi-Stagnation → Frustration, Reizbarkeit, Blockaden
  • Milz-Qi-Schwäche → Energiemangel, Grübeln, Erschöpfung
  • Herz-Blut- oder Shen-Schwäche → Freudlosigkeit, Schlafprobleme
  • Nieren-Essenz-Mangel → Willensschwäche, Burnout, tiefe Erschöpfung

Wenn Dopamin „zu hoch“ ist – CM-Betrachtung

Bewegungsdrang, ohne das Ruhe eintritt 🙁

Ein Übermaß an Dopamin (z. B. durch ständige Reizüberflutung, Social Media, Zucker, Koffein) kann sich zeigen als:

  • Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit, Hyperaktivität
  • Übermäßige Stimulation des Geistes

Energetisch entspricht das:

  • Leber-Yang-Aufstieg
  • Herz-Feuer
  • Yin-Mangel mit innerer Hitze

Harmonisierung des „Dopamin-Flusses“ nach CM

herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

1. Ernährung

  • Qi-stärkend: Hirse, Hafer, Süßkartoffeln, Datteln, Karotten
  • Leber-Qi bewegend: Zitrusfrüchte, Minze, grünes Gemüse, kleine Mengen Essig
  • Blut- und Shen-nährend: Beeren, rote Datteln, Walnüsse, Sesam, Kakao (in Maßen)

2. Kräuter & Tees

  • Leber-Qi regulierend: Chai Hu (Bupleurum), Xiang Fu (Cyperus)
  • Shen beruhigend: Suan Zao Ren (Ziziphus), He Huan Pi (Albizia)
  • Qi stärkend: Ren Shen (Ginseng), Huang Qi (Astragalus)

3. Lebensstil & Emotionen

  • Bewegung in der Natur → fördert Leber-Qi-Fluss
  • Meditation, Atemübungen → beruhigen Herz-Shen
  • Kreative Tätigkeiten → nähren Leber und Herz
  • Regelmäßiger Schlaf → regeneriert Nieren-Jing
  • Präventive bzw. regelmäßige Akupunktur

Kurz gesagt: Dopamin entspricht in der CM dem freien Fluss von Leber-Qi, der Klarheit des Herz-Shen und der Stärke von Qi und Jing.
Ein harmonischer Dopaminspiegel bedeutet also:

  • freies, lebendiges Qi
  • zentrierte Mitte
  • ruhigen, klaren Geist

Wenn diese Ebenen im Gleichgewicht sind, entsteht das, was die CM als innere Freude und Lebenslust bezeichnet – die natürliche Entfaltung des Shen.

Während Akupunktur über feine Impulse das Nervensystem harmonisiert, können westliche Heilpflanzen denselben Weg von innen heraus unterstützen – sanft, kraftvoll und tiefgreifend.

Pflanzen, aus West und Ost, die dein Dopamin zum Tanzen bringen

  • Rhodiola rosea (Rosenwurz)- der Energiebooster aus dem Norden – hilft dir, Stress zu transformieren und neue Lebenskraft zu spüren.
  • Mucuna pruriens (Juckbohne)- reich an natürlichem L-Dopa, der Vorstufe von Dopamin – schenkt Fokus, Motivation und Lebensfreude.
  • Ginkgo biloba- fördert die Durchblutung des Gehirns, klärt den Geist und schützt deine Nervenzellen.
  • Panax ginseng- ein uraltes Adaptogen, das Energie, Vitalität und mentale Stärke in Einklang bringt.
  • Bacopa monnieri (Brahmi)- der Pflanzenfreund für dein Nervensystem – beruhigt, stärkt und schärft den Geist.
  • Curcuma longa (Kurkuma)- die „Goldene Wurzel der Sonne“ – wirkt entzündungshemmend und hebt die Stimmung von innen heraus.
  • Hypericum perforatum (Johanniskraut)- Licht in Pflanzenform – bringt Balance, wenn die Seele nach Wärme und Klarheit ruft.

Kurz gesagt:
Diese Pflanzen sind wie kleine Anker für dein Nervensystem – sie erinnern dich daran, dass Heilung immer von innen beginnt. Ob als Tee, Tinktur oder Extrakt: Sie schenken deinem Körper das, was er braucht, um wieder in seine natürliche Schwingung zu kommen.

Kombiniert mit Akupunktur entsteht daraus eine kraftvolle Symphonie aus Tradition, Natur und Neurobiologie – für mehr Leichtigkeit, Fokus und Lebensfreude.

Ich wünsche Dir mit diesem Exkurs einen freudvollen Start in die neue Woche- bleib gesund und achtsam- alles Liebe

Kira

PS: Wenn Dir dieser Beitrag oder auch generell mein Blog mit den zahlreichen Artikeln gefällt, dann abonniere den Newsletter für montags oder empfehle meinen Blog weiter- Danke dafür und Herzensgrüße!

Gua Sha Fa… mehr als nur ein Trend…

…Gua Sha Fa ist eine Technik in der Chinesischen Medizin, die sowohl präventiv, zur Behandlung oder für die Kosmetik eingesetzt werden kann.

Aus moderner medizinischer Perspektive lassen sich die Effekte von Gua Sha teilweise durch folgende Mechanismen erklären:

  • Mikrozirkulationssteigerung: Studien zeigen, dass Gua Sha die lokale Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gewebes deutlich erhöht.
  • Entzündungshemmung: Die Behandlung moduliert pro- und antiinflammatorische Zytokine, was eine systemische entzündungshemmende Wirkung erzeugen kann.
  • Aktivierung des Immunsystems: Durch die mechanische Reizung wird eine kontrollierte Entzündungsreaktion ausgelöst, die die Immunantwort stimuliert.
  • Schmerzlinderung: Über die Aktivierung von Mechanorezeptoren und die Freisetzung endogener Opioide kann eine analgetische Wirkung eintreten.

Heute teile ich mit Dir meine kosmetische Routine:

Ich wende Gua Sha nicht nur in der Praxis als Behandlungsmethode an, sondern auch regelmäßig für mich selbst- sowohl bei muskulären Themen als auch in der Kosmetik.

Dazu nutze ich zu Hause allerdings keine typischen Jade-Werkzeuge, sondern ein Gerät, welches zusätzlich mit Kälte/Wärme, Vibration und EMS arbeitet- diese sind mittlerweile sehr handlich(siehe Foto) und in einer guten Qualität zu erwerben.

Gua Sha und moderne Technik- Tradition trifft auf Moderne

Gua Sha fürs Gesicht ist eine traditionelle Technik der Chinesischen Medizin, die sanft an die moderne Hautpflege angepasst wurde. Sie kombiniert manuelle Massage mit gezieltem Druck, um Durchblutung, Lymphfluss und Spannungsabbau zu fördern. Regelmäßig angewendet, kann sie das Hautbild sichtbar verbessern und wirkt zugleich entspannend auf Gesichtsmuskulatur und Geist.

Ursprung und Prinzip

Der Begriff Gua Sha bedeutet wörtlich „Schaben von Stagnation(Sha)“. In der Tradition der asiatischen/chinesischen Medizin wird die Methode seit Jahrhunderten eingesetzt, um Qi- und Blutfluss zu harmonisieren und Stagnationenzu lösen.
In der kosmetischen Variante wird sie sanft ausgeführt – ohne Hautrötungen oder Blutergüsse, wie sie bei der medizinischen Körperanwendung vorkommen können.

Wirkung auf die Haut

1. Förderung der Mikrozirkulation

Die Massage mit dem Gua Sha-Stein steigert die Durchblutung der Haut und verbessert die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung.
→ Ergebnis: Frischeres, rosigeres Hautbild.

2. Lymphdrainage

Durch gezielte Strichrichtungen wird der Lymphfluss angeregt.
→ Reduktion von Schwellungen (z. B. unter den Augen) und Entgiftung des Gewebes.

3. Muskelentspannung

Verspannte Gesichtsmuskeln – besonders im Kiefer-, Stirn- oder Augenbereich – werden gelockert.
→ Milderung von Mimikfalten und Stressverspannungen.

4. Anregung der Kollagenproduktion

Die mechanische Stimulation aktiviert Fibroblasten in der Dermis.
→ Langfristig straffere Haut und verbesserte Elastizität.

5. Verbesserte Aufnahme von Pflegeprodukten

Nach der Anwendung werden Seren oder Öle besser absorbiert, da die Mikrozirkulation und Hautdurchlässigkeit erhöht sind.

Anwendungsschritte

  1. Vorbereitung
    • Gesicht reinigen und ein Gesichtsöl oder Serum auftragen (z. B. Jojoba-, Squalan- oder Rosenöl).
    • Der Stein soll leicht über die Haut gleiten, ohne zu ziehen.
  2. Werkzeugwahl
    • Typische Materialien: RosenquarzJadeAmethyst oder Obsidian; moderne EMS/Licht-Technik mit entsprechenden Geräten.
    • Formen: Herzförmig (für Wangen und Kiefer), flach (für Stirn und Hals).
  3. Technik
    • Immer von der Gesichtsmitte nach außen und von unten nach obenarbeiten.
    • Sanften, gleichmäßigen Druck verwenden.
    • Jede Zone 3–5 Mal bearbeiten.
  4. Beispielhafte Reihenfolge:
    • Hals: von Schlüsselbein nach Kiefer
    • Kieferlinie: vom Kinn zum Ohr
    • Wangen: von Nasenflügeln zu den Schläfen
    • Augenpartie: unter dem Auge nach außen (sehr sanft)
    • Stirn: von der Mitte zu den Schläfen
  5. Nachpflege
    • Überschüssiges Öl sanft einmassieren.
    • Optional: kühlende Kompresse oder Feuchtigkeitsmaske.

Häufigkeit

  • Anfänger: 2–3 Mal pro Woche
  • Fortgeschrittene: täglich, 5–10 Minuten
  • Morgens: abschwellend und belebend
  • Abends: entspannend und regenerierend

Mögliche Ergebnisse:

WirkungBeschreibung
SofortFrischeres Hautbild, entspannte Gesichtszüge
Nach einigen WochenStraffere Konturen, weniger Schwellungen
LangfristigVerbesserung der Hautstruktur, Reduktion feiner Linien

Hinweise:

  • Nicht anwenden bei offenen Wunden, Hautinfektionen, Rosazea-Schüben oder starker Akne.
  • Der Druck sollte immer angenehm bleiben – keine Schmerzen oder starke Rötungen.
  • Der Stein/das Gerät sollte regelmäßig gereinigt und energetisch entladen/desinfiziert werden (z. B. mit warmem Wasser und mildem Reinigungsmittel).
Gua Sha- 2x/Woche

Zusammenfassung:
Gua Sha fürs Gesicht ist eine wirksame, natürliche Methode zur Förderung von Hautgesundheit, Spannkraft und Entspannung. Durch die Kombination aus CM-Prinzipien und moderner Hautpflege bietet sie eine sanfte, aber tiefgreifende Möglichkeit, das Gesicht zu revitalisieren und die natürliche Ausstrahlung zu unterstützen.

Weihrauch-Baum im Oman- das beste Weihrauch kommt von dort

Rezept für ein wirksames Gesichts- und Pflege-Öl:

Ein selbstgemachtes Gesichtsöl aus Rose, Weihrauch und Lavendel vereint beruhigende, regenerierende und ausgleichende Eigenschaften. Es eignet sich besonders für reife, empfindliche oder trockene Haut und wirkt pflegend, entspannend und leicht antiseptisch.

Wertvolles Naturmittel- Öl der Damascener-Rose

Wirkung der Bestandteile

  • Rosenöl (Rosa damascena): Regeneriert, spendet Feuchtigkeit, verfeinert das Hautbild und wirkt harmonisierend auf die Hautbalance.
  • Weihrauchöl (Boswellia carterii): Strafft, beruhigt und unterstützt die Zellneubildung – ideal für Anti-Aging-Pflege.
  • Lavendelöl (Lavandula angustifolia):Entzündungshemmend, beruhigend und ausgleichend; fördert die Hautheilung und Entspannung.
  • Trägeröl (Basisöl): Dient als Grundlage, verdünnt die ätherischen Öle und versorgt die Haut mit Lipiden und Vitaminen.

Zutaten (für ca. 30 ml)

ZutatMengeFunktion
Jojobaöl20 mlStabil, zieht gut ein, reguliert Talgproduktion
Hagebuttenkernöl8 mlRegenerierend, reich an Vitamin A und C
Vitamin E (Tocopherol)0,5 ml (ca. 10 Tropfen)Antioxidans, verlängert Haltbarkeit
Ätherisches Rosenöl2 TropfenZellregenerierend, harmonisierend
Ätherisches Weihrauchöl2 TropfenStraffend, beruhigend
Ätherisches Lavendelöl2 TropfenEntzündungshemmend, ausgleichend

(Optional: 1 Tropfen Sandelholzöl für zusätzliche Tiefe und Wärme im Duftprofil.)

Zubereitung

  1. Vorbereitung:
    • Eine dunkle Glasflasche (30 ml) mit Pipette oder Tropfaufsatz bereitstellen.
    • Flasche mit Alkohol oder heißem Wasser desinfizieren und trocknen lassen.
  2. Mischen:
    • Jojobaöl und Hagebuttenöl in die Flasche geben.
    • Vitamin E hinzufügen.
    • Ätherische Öle nacheinander tropfenweise einfüllen.
    • Flasche verschließen und sanft schütteln, um die Inhaltsstoffe zu vermischen.
  3. Reifung (optional):
    • Das Öl 24 Stunden an einem kühlen, dunklen Ort ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Anwendung

  • Morgens oder abends nach der Reinigung 2–3 Tropfen auf die leicht feuchte Haut geben.
  • Sanft in Gesicht, Hals und Dekolleté einmassieren und/oder mit Gua Sha zusammen anwenden 🙂
  • Ideal als letzte Pflegestufe über Serum oder Hydrolat.

Haltbarkeit

  • Kühl und lichtgeschützt lagern (z. B. im Badezimmerschrank).
  • Haltbarkeit: etwa 6 Monate.
  • Bei Veränderung von Geruch oder Farbe nicht mehr verwenden.

Anpassung nach Hauttyp

HauttypEmpfohlenes BasisölAnpassung der ätherischen Öle
Trockene HautAvocadoöl, Mandelöl+1 Tropfen Rosenöl
Fettige HautTraubenkernöl, Jojobaöl+1 Tropfen Lavendelöl
Reife HautHagebuttenöl, Arganöl+1 Tropfen Weihrauchöl

Dieses Rosé-Weihrauch-Lavendel-Gesichtsöl vereint luxuriöse Pflege mit aromatherapeutischer Wirkung. Es stärkt die Hautbarriere, fördert Regeneration und verleiht einen natürlichen, gesunden Glow – ideal für eine ganzheitliche, natürliche Gesichtspflege.

reines Weihrauchöl- bereits aufbereitet für die kosmetische Anwendung

Zum Weihrauch:

Weihrauchöl (ätherisches Öl aus Boswellia-Harzen) wird bspw. in der Kosmetik für seine hautregenerierenden, entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften geschätzt. Es gehört zu den ältesten Naturwirkstoffen in der Hautpflege und wird sowohl in Anti-Aging-Produkten als auch bei empfindlicher oder unreiner Haut eingesetzt.

Herkunft und Zusammensetzung

Weihrauchöl wird durch Wasserdampfdestillation des Harzes verschiedener Boswellia-Arten (z. B. Boswellia carteriiBoswellia serrata) gewonnen.
Die wichtigsten aktiven Inhaltsstoffe sind:

  • Boswelliasäuren(entzündungshemmend, antioxidativ)
  • Monoterpene (z. B. α-Pinen, Limonen – antimikrobiell, durchblutungsfördernd)
  • Sesquiterpene (beruhigend, zellregenerierend)

Kosmetische Wirkungen

1. Anti-Aging und Hautstraffung

Weihrauchöl stimuliert die Zellregenerationund kann die Kollagensynthese fördern. Dadurch:

  • Verbesserung der Hautelastizität
  • Minderung feiner Linien und Fältchen
  • Glatteres, gleichmäßigeres Hautbild

2. Entzündungshemmung und Beruhigung

Die Boswelliasäuren hemmen Enzyme wie 5-Lipoxygenase, die an Entzündungsprozessen beteiligt sind.
Das führt zu:

  • Reduktion von Rötungen und Reizungen
  • Unterstützung bei empfindlicher, gestresster oder zu Rosazea neigender Haut

3. Antimikrobielle Wirkung

Weihrauchöl zeigt eine moderate Wirkung gegen Bakterien und Pilze der Hautflora.
Das kann hilfreich sein bei:

  • Unreiner Haut oder Akne
  • Leichten Hautirritationen

4. Antioxidativer Schutz

Die enthaltenen Terpene neutralisieren freie Radikale, die durch UV-Strahlung oder Umweltstress entstehen.
Dies trägt zur Verlangsamung der Hautalterung bei.

5. Narben- und Pigmentregulierung

Durch die Förderung der Zellneubildung kann Weihrauchöl:

  • Das Erscheinungsbild von Narben und Pigmentflecken mildern
  • Den Teint ausgleichen

Anwendung in der Hautpflege

  • Konzentration: 0,5–2 % in Gesichtsölen, Seren oder Cremes
  • Trägeröle: Jojobaöl, Mandelöl oder Squalan eignen sich gut zur Verdünnung
  • Verwendung: Abends auf gereinigte Haut auftragen, besonders bei reifer oder empfindlicher Haut

Wichtig: Weihrauchöl ist ein stark wirksames ätherisches Öl und sollte nicht unverdünntangewendet werden. Vor der ersten Anwendung empfiehlt sich ein Patch-Test, um Hautreaktionen auszuschließen.

Zusammenfassung

WirkungBeschreibung
Anti-AgingFördert Kollagenbildung, glättet feine Linien
EntzündungshemmendLindert Rötungen, beruhigt empfindliche Haut
AntimikrobiellUnterstützt bei unreiner Haut
AntioxidativSchützt vor freien Radikalen
RegenerierendFördert Heilung und Narbenrückbildung

Weihrauchöl bietet somit einen ganzheitlichen, medizinischen und kosmetischen Nutzen: Es wirkt beruhigend, regenerierend und verjüngend auf die Haut und ist besonders in der natürlichen Anti-Aging-Pflege ein geschätzter Bestandteil.

In der Praxis setze ich das Weihrauchöl auch in der Sportmedizin oder nach muskulären Verletzungen und Problemen im Bereich der Gelenke(TuiNa) ein.

Gua Sha bei der Sportmedizin/ Verletzungen im bereich des Trizeps-Muskels

Gefällt Dir, was Du liest? Es ist ein sehr umfangreicher Beitrag und ich hoffe, sehr wertvoll für DICH 🙂

Hinterlass gerne einen Kommentar- gerne auch über INSTAGRAM @spirit_and_balance – und ich freue mich, wenn ich Dir damit eine Empfehlung für die eigene kosmetische Routine geben konnte.

Hab eine wunderbare erste Oktober-Woche- alles Liebe!

Kira

klassischer GuaSha-Stein

Kribbeln im Gesicht oder an den Lippen- oh NEIN

… und oft sind sie so schnell da- die kleinen, juckenden und brennenden Bläschen an der Lippe oder im Gesicht 🙁

Lippenherpes ist so weit verbreitet- wie sieht es die Chinesische Medizin?

Lippenherpes (Herpes labialis) wird in der Chinesischen Medizin (CM) nicht als isolierte Viruserkrankung betrachtet, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts von Qi, Blut und den Funktionskreisen der Organe. Die Ursachen werden differenziert nach inneren und äußeren Faktoren, die das Auftreten der Bläschen begünstigen.

In der CM gilt Lippenherpes als eine Manifestation von Wind, Hitze und Feuchtigkeit, die sich an der Oberfläche des Körpers, insbesondere im Bereich der Lippen, ansiedeln. Die Lippen stehen in enger Beziehung zum Milz- und Magen-Funktionskreis, weshalb Störungen in diesen Organen häufig als Grundlage gesehen werden.

Hauptursachen nach CM:

1. Eindringen von Wind-Hitze

  • Akute Lippenbläschen mit Rötung, Brennen und Schmerzen deuten auf einen Befall durch Wind-Hitze hin.
  • Oft ausgelöst durch äußere Faktoren wie Sonne, Wind oder plötzliche Temperaturwechsel.

2. Stagnation von Leber-Qi und aufsteigende Leber-Hitze

  • Stress, Ärger oder emotionale Anspannung führen zu einer Stauung von Leber-Qi.
  • Diese Stauung wandelt sich in Hitze, die nach oben steigt und die Lippen befällt.
  • Typisch: wiederkehrende Herpes-Episoden bei Stress.

3. Milz- und Magen-Hitze

  • Ungesunde Ernährung (scharf, fettig, Alkohol, Zucker) erzeugt innere Hitze und Feuchtigkeit.
  • Diese Hitze steigt nach oben und manifestiert sich an den Lippen.

4. Schwäche von Qi und Yin

  • Häufige Rückfälle oder langanhaltende Verläufe deuten auf eine Schwäche von Milz-Qi oder Nieren-Yin hin.
  • Das Immunsystem ist geschwächt, wodurch pathogene Faktoren leichter eindringen können.

Typische Muster und Symptome:

MusterHauptsymptomeTCM-Erklärung
Wind-HitzePlötzliches Auftreten, Rötung, Brennen, FiebergefühlAkuter Befall durch äußere Hitze
Leber-HitzeStressauslöser, Reizbarkeit, rote Augen, trockener MundAufsteigende Hitze durch Leber-Qi-Stagnation
Magen-HitzeHeißhunger, Mundgeruch, Bläschen nach scharfem EssenÜberschüssige Hitze im Verdauungssystem
Qi-/Yin-MangelHäufige Rückfälle, Müdigkeit, trockene LippenSchwache Abwehrkräfte, unzureichende Kühlung

Therapieansätze in der CM:

  • Akut: Kühlende Kräuter (z. B. Lonicera, Forsythia), Ausleitung von Wind-Hitze.
  • Chronisch: Stärkung von Qi und Yin (z. B. Astragalus, Rehmannia), Regulierung von Leber und Milz.
  • Akupunkturpunkte: Dickdarm 4 (Hegu), Magen 36 (Zusanli), Leber 3 (Taichong), DuMai14 (Dazhui) – je nach Muster.
  • Lebensstil: Stressabbau, ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Übermaß an Alkohol, Zucker und scharfen Speisen.

Die CM als ganzheitlich arbeitende Medizin- sieht Lippenherpes als ein Zusammenspiel von äußeren pathogenen Faktoren (Wind-Hitze) und inneren Ungleichgewichten (Leber-Hitze, Magen-Hitze oder Qi-/Yin-Schwäche). Die Behandlung richtet sich daher nicht nur auf die akuten Bläschen, sondern auf die langfristige Harmonisierung von Körper und Geist.

Was kannst DU zu Hause tun?

Ein Kräuterdampfbad kann die Heilung von Lippenherpes unterstützen, indem es die Durchblutung fördert, die Haut beruhigt und antivirale Pflanzenstoffe direkt an die betroffene Stelle bringt. Es ersetzt keine medizinische Behandlung, kann aber eine wohltuende Ergänzung sein.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 1 EL getrocknete Melissenblätter (wirkt antiviral)
  • 1 EL getrocknete Salbeiblätter(entzündungshemmend)
  • 1 EL getrocknete Kamillenblüten(beruhigend, wundheilungsfördernd)
  • Optional: 3 Tropfen Teebaumöl oder Lavendelöl (antiviral, antiseptisch)

Zubereitung

  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Die Kräuter in eine hitzebeständige Schüssel geben.
  3. Das kochende Wasser über die Kräuter gießen.
  4. Kurz umrühren und 2 Minuten ziehen lassen.
  5. Optional die ätherischen Öle hinzufügen.

WIE?

  1. Den Kopf über die Schüssel beugen (etwa 30–40 cm Abstand).
  2. Ein Handtuch über Kopf und Schüssel legen, sodass der Dampf nicht entweicht.
  3. Die Dämpfe 5–10 Minuten einatmen und dabei die Lippenpartie direkt vom Dampf umhüllen lassen.
  4. Danach die Haut vorsichtig trocken tupfen, nicht reiben.
  5. Anwendung 1–2 Mal täglich wiederholen, bis die Bläschen abklingen.

Tipps:

  • Verwende das Dampfbad bei den ersten Anzeichen (Kribbeln, Spannungsgefühl), da es in frühen Stadien am wirksamsten ist.
  • Achte darauf, dass der Dampf nicht zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Nach dem Dampfbad kann eine Melissencreme oder ein antivirales Gel aufgetragen werden, um den Effekt zu verstärken.

Dieses Kräuterdampfbad ist eine sanfte, natürliche Methode, um Herpesbeschwerden zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Bei häufig wiederkehrenden oder sehr starken Ausbrüchen sollte jedoch unbedingt die Empfehlung/ Behandlung durch eine Kompetenzperson eingeholt werden.

In der CM gibt es zahlreiche Rezepturen, die je nach Krankheitsprofil eingesetzt werden- eine sehr häufige ist Yin Qiao San, die je nach individuellem Bild zusammen gestellt wird und u.a. Forsythiae und Lonicerae… enthält.

Lippenherpes ist keine Bagatelle- solltest Du öfter damit zu tun haben, liegt eine tiefe Dysbalanca vor, die auf jeden Fall begutachtet werden sollte- oft sind es Kleinigkeiten, die das Ausheilen unterstützen 🙂

Habe ich Dich angesprochen? Benötigst DU Unterstützung? Dann melde Dich gerne per Mail und vereinbare einen Termin in der Praxis.

Ich wünsche Dir eine gesunde Zeit- einen wunderbaren Übergang in den Oktober und sende Dir herzliche Grüße von Herzen…

Kira

auch Lavendel ist hilfreich- besonders als ätherisches Öl

Was Dein Rücken erzählt…höre genau hin

Guten Morgen- schön, dass Du hier bist!

Der August nimmt noch einmal richtig Fahrt auf- der Sommer ist zurück und mit ihm Wärme, Sonne, Baden, Wandern… und vermehrt PatientInnen in meiner Praxis, die über Rückenschmerzen klagen.

Das hat mich dazu inspiriert, den Rücken mal aus der emotionalen Ebene heraus zu betrachten.

Stark und Flexibel- ein gesunder Rücken- gesund in Körper und Geist 🙂

Natürlich helfen Akupunktur, Moxa und Kräuter- allerdings liegt die Ursache- neben muskulärer Dysbalance, Fehlstellung, Fehlhaltung…- oft in der emotionalen Belastung durch alte Muster und neue Blockaden.

Dein Rücken spiegelt das Yang Deines Körpers; er sollte Dich gut und stark durch Dein Leben begleiten.

Gleichzeitig weist der Rücken „emotionale Bereiche“ auf- es sind Akupunkturpunkte, die einen direkten Bezug zu den Emotionen Wut/Ärger, Zorn, Sorge, Freude, Trauer, Angst… haben und damit zu den „Seelen“ in der Chinesischen Medizin wie bspw. Hun, Po…

Genau in diesen Bereichen melden sich interessanterweise im Sommer die „Rückenschmerzen“, die tatsächlich eher „Seelenschmerzen“ sind… mal abgesehen vom akuten Hexenschuss 😉

Wo manifestiert sich jetzt was:

  • Halswirbelsäule– da sitzt die überspitzte Selbstkritik in Form des ständigen inneren Dialogs; Du fühlst DICH nie genug, egal, was Du tust und leistest;
  • oberer Rücken/ obere Brustwirbelsäule/Schulterblätter: Emotionale Instabilität; alte Muster; Dir fehlt die emotionale Sicherheit und Unterstützung; dort finden wir bspw. auch wichtige Akupunkturbereiche, die emotionale Stabilität födern 🙂
  • mittlerer Rücken/ unterhalb der Schulterblätter: Du fühlst Dich innerlich schuldig; lässt ständig Schuldgefühle zu und kannst Dinge/Situationen/ Erlebtes nur sehr schlecht loslassen;
  • unterer Rücken: Dir fehlt die Sicherheit und Unterstützung; es sind alte, diffuse, oft überlieferte Ängste, die sich hier manifestieren und die DU für Dich immer wieder aufleben lässt- z.B. durch ständiges Vergleichen; Du fühlst diffuse Unsicherheit und focussierst eine vermeintliche- auch materielle- Ungewissheit
  • ISG/Steiß/Hüften: Es sind Ängste, die Dich von wichtigen Entscheidungen fernhalten; Du siehst die Veränderung, die notwendig ist, entscheidest Dich aber immer wieder dagegen bzw. traust Dir diese Entscheidungen nicht zu;

Dies ist nur eine kleine Auswahl, die Dir aber durchaus zeigen kann, wo die Wurzeln Deiner „Schmerzen“ sitzen.

Was Du machen kannst:

  • Setze Dich aktiv und selbstbewusst mit Dir auseinander
  • Nutze die Hilfe und gehe die Wege, die Dir gezeigt werden; in Deinem Tempo und lass sie zu Deinen Wegen werden, indem Du mutig die Grundlagen an Dich anpasst
  • Nutze die Kraft der Atemlenkung und Meditation; die Energie von Yoga und QiGong, von Chakren-Arbeit, Ritualen, Zeremonien, Freundeskreisen…
Kakaozeremonie mit Freunden am Feuer- Stärke und Stabilität im emotionalen Bereich durch Freude
  • Akupunktur und Kräutermedizin von der Kompetenzperson; Moxa und Übungen für Dich als Hausaufgaben 😉

… vier ganz einfache Dinge, die Dir helfen können 🙂

QiGong für einen körperlich und seelisch starken Rücken- die Acht Brokate

Ich wünsche Dir eine angenehme Woche- vielleicht mit einem bewussten Hinhören, was Dein Rücken Dir zuflüstert und genieße das Sommer-Wetter- alles Liebe!

Kira

Eine kleine Bitte- Hat Dir mein Newsletter gefallen? JA… dann sende diesen doch gerne weiter oder empfehle das Abo- danke für Deine Unterstützung und Dein Interesse!

Der Blick auf die Natur…

…zeigt uns, dass schon bald ein neuer Abschnitt im Verlauf des Jahres beginnt; sei WILLKOMMEN zu den letzten Tagen im Juli; in der Dojo-Zeit zwischen Feuer- und Metallelement; in der Zeit um Lughnasa bzw. Lughnasadh(Lammas)- dem – ersten Ernte- und Mondfest im Jahreskreis.

Es ist die Zeit, in der die Bauern die ersten Ernten eingebracht haben(daher auch Schnitterfest), die Kräuterwelt in der Natur sich ändert, das Licht anders wird und auch die eigene „Saat“ die ersten Früchte trägt. Das, was Du genährt hast, wird reif; dass was zu Ende gebracht wurde, darf jetzt in Liebe und Frieden gehen.

Es ist allerdings eine ganz magische Zeit- das Löwen-Portal ist offen und es ist die Zeit der Frauen…

Gemäß der christlichen Religion wird im August auch Maria Himmelfahrt begangen; aber bereits mit Lughnasa begann das Sammeln der kraftvollsten Kräuter für die Winterzeit.

Die Zeit vom 15.8. bis zum 8.9. war auch als Frauen-Dreißiger-Zeit oder „Hexenzeit“ bekannt; entstanden aus der Legende, dass die Jungfrau Maria zu dieser Zeit neun besondere Kräuter als heilenden Segen hinterlassen habe: Beinwell; Kamille, Thymian; Johanniskraut; Salbei; Basilikum; Oregano(Dost), Minze und Wermut. Sie dienten schon in alten Zeit, weit vor der Christianisierung, als magische Heilkräuter und wurden zu Salben, Tränken, Suden und Räucherwerk genutzt- gaben Schutz, Trost, Energie und Heilung.

Was macht die Kräuter denn nun so besonders?

Wermut als Frischkraut
  1. Sie stecken voller Sonnenkraft; reifen oft in starker Wärme und geben so im Winter diese Energie zurück; erhellen den Geist, wärmen den Körper, beugen Erschöpfung vor.
  2. Sie geben als Räuchermischung den Duft der REIFE; unterstützen Dich beim Loslassen, Danken, im Rückblick und in der Neuausrichtung.
  3. Als Mischung für einen Tee wirken sie ausgleichd auf Yang und Yin, denn es sind sowohl frische als auch wärmende Kräuter enthalten- sie machen das Herz leicht, den Geist wach und unterstützen Dich im Tagwerk 🙂

Aus Sicht der CM wirken diese Kräuter energetisch alle auf die Meridiane Herz als Kaiser; aber auch auf den Magen und die Nieren… aber nun zu den Einzelkräutern:

  • Wermut- leicht warm bis frisch im Temperaturverhalten, im Geschmack bitter- aromatisch, wirkt er energetisch auf die Funktionskreise Milz, Leber, Gallenblase, Uterus und Magen; aktiviert und bewegt Qi, leitet Hitze und feuchtigkeit aus; ist eine „Mitte“ Kraut 🙂
  • Beinwell- ist kühlend, im Geschmack bitter-süß und wirkt energetisch auf die Funktionskreise Lunge, Magen und Niere; ist ein wichtiges Yin-Tonic, löst Schleim-Hitze auf, bewegt Qi.
  • Kamille– ist kühlend, im Geschmack leicht bitter-süß, aromatisch und wirkt energetisch auf die Funktionskreise Leber, Magen, Lunge, Gedärme und Herz; ist eines der wichtigsten Kräuter des Sommers mit der Wirkung auf Qi, ein Tonic von Qi, Hitze ausleitend, Toxine ausleitend und so wertvoll für den Geist Shen. Außerdem leitet Kamille den Wind aus und beruhigt inneren Wind Feng.
  • Thymian– leicht warm- leicht kühl, im Geschmack aromatisch, scharf, leicht bitter und energetisch wirkend auf die Funktionskreise Lunge, Niere, Herz, Milz, Magen, Gedärme und Uterus; eleminiert Pathogene, wirkt auf Geist Shen, wärmt und vertreibt Kälte.
  • Johanniskraut– der Lichtbringer; ist neutral im Temperaturverhalten, im Geschmack bitter, sauer, leicht süß; wirkt adstringierend und energetisch auf die Funktionskreise Herz, Niere, Milz, Magen, Perikard, Leber und Gallenblase; wirkt tonisierend und bewegend auf Qi und Blut Xue, beruhigt Shen, ist ein Yin-Tonic, elemiminiert sowohl Hitze als auch Kälte.
  • Salbei– der Reiniger und Klärer schlechthin; im Tempersaturverhalten warm- leicht frisch; im Geschmack aromatisch, bitter, scharf, wirkt er auf die Funktionskreise Lunge, Herz, Leber, Uterus, Gallenblase, Niere und Gedärme als Qi -Tonic, Qi bewegend, eliminiert Pathogene Wind, Hitze und Kälte 🙂
  • Basilikum und Oregano- beide wärmend, scharf- süß und wirken auf die Funktionskreise Lunge, Gedärme, Magen, Milz, Herz und den Sondermeridian Chong Mai- sie dürfen nur wohldosiert eingesetzt werden, sind stark wirkende Kräuter auf Blut Xue und Qi; leiten Pathogene aus; wirken sehr wärmend und dürfen in der Schwangerschaft nur sehr abwägend eingesetzt werden!
  • Minze- ist ein frisches Kraut mit aromatisch, scharfem Geschmack und der Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Milz, Gedärme, Magen, Leber, Gallenblase, Niere, Blase und Uterus- nährend, bewegend, ausleitend- multifunktional; daher auch so wertvoll für die häusliche Apotheke, aber nicht anzuwenden bei Gallenverschluss und Leberschäden!

Pflücke Dir Sträuße dieser Kräuter, trockne sie an der Luft und mische Dir Deinen Tee oder Dein Räucherwerk selbst- die magische Zahl 9 wirkt auch noch ganz wunderbar dazu.

Nutze den nächsten Freitag- den 1.8.- denn da wird das Fest Lughnasa/Schnitterfest gefeiert- halte inner, bevor diese magische Zeit zwischen Sommer und Herbst vorbei ist; wertschätze Deine Kraft; gehe achtsam und nährend mit Dir und Deiner Umgebung um; verbinde Dich mit Deiner Weisheit und Kräuterkraft; lass los, was Dir als negativ die Kraft raubt.

Vielleicht mit einem Räucherbündel aus den o.g. neun Kräutern oder DEINEN neun Kräutern, die Dir vertraut sind in dieser Zeit!

Alles Liebe- eine inspirierende Zeit und bis demnächst!

Kira

Mein Tipp- solltest Du keine Kräuter sammeln können, dann findest Du auf ZoaZen: https://zoazen.de/?ref=lhtsnmio die passenden Stäbchen oder das Räucherpapier; mit dem Code : KIRASCHWARZROCK kannst Du Dir 10 % gutschreiben. Die Stäbchen bestehen aus natürlichen Kräutern; das Papier duftet ganz sanft nach ätherischen Ölen zum Thema 🙂

Juliabend am Tollensesee

„Auf der Wiese habe ich gelegen…“

… und ich habe kein Gras gekaut 😉 , sondern das weiße Labkraut, das Wiesenlabkraut für einen „Leichtigkeits-Tee“ gepflückt… UND damit sei herzlich eingeladen, hier wieder zu lesen.

Die Gesundheit von der Wiese, aus dem Garten… ich stelle fest, dass Sie so wunderbar greifbar ist, wenn wir es zulassen, uns einlassen.

Das weiße Wiesenlabkraut – da steckt schon das gewisse ETWAS im Namen… LAB… Laben:

  • Das Kräutlein gehört zu den ältesten und wirksamsten Heilkräutern der Wiese, wird allerdings unterschätzt, weil es kaum gekannt/ erkannt wird. Schau Dir die filigranen Blüten, Blätter, Stengel an; schau Dir an, wie es rankt und wächst- dann kannst Du die Wirkung; die Wirktiefe im Körper erkennen.

Wirkungen gemäß der Traditionellen Europäischen Heilkunde:

  • Entzündungshemmend– kann bei der Linderung von Entzündungen im Körper helfen bspw. mit Tropfen oder als Tee; bei unterschiedlichen Ödemen…
  • Harntreibend– unterstützt die Ausscheidung über die Nieren und kann bei Blasen- und Nierenproblemen eingesetzt werden; aktiviert die Autophagie bspw. mit einem Tee im Zusammenhang mit Schafgarbe, Goldrute…
  • Wundheilend– kann bei der Behandlung von Hautausschlägen und kleinen Wunden unterstützend wirken bspw. mit Waschungen aus einem Sud.
  • Beruhigend– wird zur Beruhigung bei Unruhezuständen, leichten Depressionen und Nervenstärkung eingesetzt… als Tee bspw. mit Passionsblume und Hopfen.
  • Krampflösend– kann bei Magen-Darm-Krämpfen und anderen krampfartigen Beschwerden helfen bspw. als Tropfen. 
  • Blutstillend– kann bei kleineren Blutungen unterstützend wirken z.B. als Auflagen, Kompressen.
  • Lymphe anregend– unterstützt das Lymphsystem bei der „Arbeit“ des Körpers z.B. als Tee.

Wirkung gemäß der Chinesischen Kräutermedizin:

  • Leber, Lunge, Galle, Blase- die Energetik dieser Funktionskreise wird unterstützt und Disharmonien ausgeglichen. 
  • Blutreinigung- wirkt bewegend und klärend auf Blut Xue und kann somit bei verschiedenen Hautproblemen und anderen Erkrankungen helfen, die mit verunreinigtem Blut in Verbindung stehen. 
  • Ausscheidung und Transformation von Schleim/Feuchtigkeit- kann bei gestörtem Lymphfluss unterschiedlicher Genese, bei Ödemen oder anderen Feuchtigkeits- und Schleim-Problemen helfend wirken.

Mein persönlicher Favorit gegen schwere Beine im heißen Sommer:

  • Mit dem Alter 😉 braucht die Funktionalität neben Yoga und Bewegung … eben auch ein MEHR an Kräutern; ich als echtes Nord- und Winter-„Kind“ habe ein Thema mit Hitze; ab 23 Grad Celsius neige ich dazu, „schwere“ Beine zu bekommen… mir hilft ein Tee aus Wiesenlabkraut, FuLing(Poria, Kokospilz) und ChenPi(getrocknete Zitrusschale)- diese Kombination sorgt für eine Harmonie im Erd- und Wasserelement und natürlich für „leichte“ Beine
Fu Ling/Kieferschwamm- starkes Mittel gegen Feuchtigkeit
Chen Pi- getrocknete Zitrus/Mandarinen-Schale- stärkt das Erdelement

Meine Empfehlung- lege Dich mal wieder auf eine Wiese und suche nach den kleinen, zarten, weißen Blüten… Wiesenlabkraut ist nicht nur ein Heilmittel- es ist auch eine Wohltat für die Augen- innerlich, wie äußerlich 🙂 … alles Liebe wünscht Dir

Kira

Was vier Räuber mit Deiner Gesundheit zu tun haben?

Hallo zur letzten Juni-Woche… der Sommer nimmt so richtig Fahrt auf und damit steht unser Immunsystem schon wieder vor der nächsten Herausforderung 😉

Eis, Grillpartys, Baden im See oder Meer, Wind, Sonne… so schön, aber eben auch herrausfordernd für die Immunsabwehr.

Da habe ich ein wunderbares, schon sehr altes Rezept für Dich- ein Oxymel, den Sauerhonig, der sich wunderbar wie Kräuterlimonade trinken lässt und so ganz einfach eine positive Wirkung für das Wei-Qi hat:

Zutaten für das Immunstärkende Oxymel:

  • je 1 EL Wacholderbeeren, Minze, Salbei, Rosmarin, Quendel oder Thymian, Beifuß, Wermutblätter, Engelwurz(frisch oder getrocknet), Hagebutten(getrocknet)
  • 1/2 TL Muskat gerieben
  • 5-6 Gewürznelken
  • 4 Knoblauchzehen grob geschnitten
  • 1 Zimtrinde- Ceylon-Zimt
  • 300 g Wald-Honig
  • 100 g Apfelessig

Wenn Du nur Essig ansetzen möchtest, dann nimm 400g Apfelessig und lasse den Honig weg.

Wermut
  • Alle Zutaten reinigen und grob zerkleinern; in ein verschließbares Glas geben;
  • den Honig und den Apfelessig miteinander verrühren und über die Kräutermischung gießen,
  • das Glas verschließen und etwa 2-3 Wochen an einem leicht abgedunkelten, kühlen Ort ziehen lassen;
  • anschließend abseihen und in sterile Flaschen füllen.

Oxymel hat eine lange Geschichte; in vielen Regionen Europas kennt man die positive Wirkung und viele Rezepte 🙂

Die Legende vom Vier-Räuber-Essig:

„Das Rezept des Vierräuberessigs oder auch Pestessig genannt geht schon weit zurück. Es entstand wohl im Jahr 1720, als sich in Südfrankreich die Pest verbreitete und viele Menschenleben forderte. Die Bevölkerung blieb zu Hause, um sich der Ansteckungsgefahr nicht auszusetzen. Nur vier Räubern schien dies egal zu sein. Sie zogen umher und plünderten verlassene Häuser von Pestopfern. Als sie schließlich gefasst wurden, bot man ihnen Strafmilderung an, wenn sie das Geheimnis verrieten, warum sie scheinbar immun gegen die Pest waren. Schließlich gaben sie das Rezept preis und es war eine Mischung aus verschiedenen Kräutern, die insbesondere auch viele ätherische Öle enthielten. Dazu zählen Rosmarin, Pfefferminz, Lavendel, Engelwurz, Kampfer, Muskat, Gewürznelken, Wermut, Wacholderbeeren und Knoblauch. Die Pflanzen wurden in Essig ausgezogen und so entstand eine duftende und wirksame Mischung.“

Das Rezept und die Geschichte verbreiteten sich schnell in ganz Europa, so ist es nicht verwunderlich, dass jede Region die Geschichte etwas anders erzählt. So ist sie auch in England unter „The four Thieves Vinegar“ bekannt. Man spülte sich mit dem Essigansatz Mund und Rachen, nahm einige Löffel davon ein und wusch sich sogar damit.

Du kannst den Essig tatsächlich gut für die Mundgesundheit nutzen; das Oxymel ist auch innerlich gut anzuwenden- wie oben geschrieben:

  • ein Esslöffel des Oxymel mit 300 ml Wasser verdünnen und trinken; 1x täglich reicht
  • Du kannst es aber auch über den Tag als feine Kräuterlimonade trinken- gib dann noch frische Zitrone dazu 🙂
Oxymel

Genieße die letzte Juniwoche- genieße vielleicht ein paar freie Tage und lass Dich inspirieren von

Sonne- Licht- Lebensfreue und allem, was Dich erfreut!

Alles Liebe-

Kira

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