Herzliche Grüße aus meinem Urlaub…-Willkommen in der neuen Woche- Wie wird Bier in der chinesischen Medizin diskutiert?

Die Frage treibt natürlich in erster Linie meine männlichen Patienten 😉 um- Bier darf ich wohl gar nicht mehr trinken??? Immer dann, wenn es um Ernährungstherapie geht, sind die Vorurteile arg vertreten- hier noch einmal- es gibt kaum Verbote- nur Getränke oder Lebensmittel, die mehr oder weniger für den Betroffenen geeignet sind 🙂

Reines Bier wie bspw. Pils hat gemäß der chinesischen Lehre folgenden Effekt:

  • es wirkt vom Temperaturverhalten her frisch bis kühl; ist vom Geschmack bitter bis lieblich und wirkt in Maßen genossen positiv auf die Funktionskreise Leber, Niere, Herz und Milz.
  • Tatsächlich enthält ein mildes, reines Bier B-Vitamine bspw. aus der Gerste, Mineralien und Spurenelemente (isotonisches Getränk), auch Eiweiße und Bitterstoffe; es wirkt dank der Inhaltsstoffe positiv auf den Hirnstoffwechsel, regt den gesamten Stoffwechsel an, wirkt energetisierend; ca. 85% des verdaubaren Proteins aus der Gerste bleiben erhalten, ebenso alle Mineralien und Vitamine aus diesem wertvollen Getreide und diese werden durch den Brauprozess nicht beeinträchtigt, es wirkt appetitanregend, entzündungshemmend, sanft beruhigend und sogar schützend auf das Herz- und Kreislauf-System… natürlich maßvoll getrunken und nur die leichten, frischen und reinen Biere.

Als Therpeutikum eingesetzt wirkt Bier:

  • Hitze eliminierend und toxisches Feuer reduzierend bei Leber-Hitze, Reizbarkeit, Unruhe und Hitzegefühl; gleichzeitig kühlt es das Blut zum Bsp. bei Entzündungen, Blasenreizung und -entzündung, Blut im Urin und hilft beim verminderten Harnfluss… man kann sagen, dass es die Nieren und die Blase „durchspült“,
  • Shen/Geist beruhigend bei Schlaflosigkeit, Anspannung, Nervosität, Angst und Unruhe,
  • Blut tonisierend bspw. bei Milchbildungsmangel oder vermindertem Fluss der Muttermilch;
  • Yin tonisierend und hier besonders tonisierend auf das Nieren-Yin bei Trockenheit, Durst und starker Unruhe;
  • Qi tonisierend auf das Milz- und Leber-Qi bei Appetitlosigkeit, Magensäuremangel, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Rekonvaleszenz (Biersuppe) und auch bei verminderter Gallensaftproduktion;
  • Qi regulierend und bewegend bei Leber-Qi Stagnation,- jeder Form der Reizbarkeit und bei Spannungsgefühl.

Für den therapeutischen Konsum reichen oft schon 200 ml reines, frisches und leichtes(wenig bis kein Alkoholgehalt) Bier- dieses sollte jedoch nicht aus dem Kühlschrank kommen und es sollte nicht mit Zucker versetzt oder ein Mix-Bier sein. Auch sollte Bier nicht täglich konsumiert werden; in Muße und genussvoll- so entfaltet es seine Wirkung!

Sportler kennen Bier sehr gut als isotonisches Getränk- bspw. kann ein frisches Pils durchaus nach dem Ausdauersport getrunken werden- es füllt dank des Kalium-, Magnesium-, Natrium-Gehaltes die Speicher wieder auf und der Eiweißanteil und Anteil an leicht verdaulichen Kohlenhydraten ist auch nicht zu verachten 🙂

So heißt es dann „Prost- auf die Gesundheit“ mit dem einen oder auch zweiten Bier- denn… „Die Dosis macht das Gift“… 🙂

Bleibt gesund und habt einen guten Start in die Woche- dies wünscht Euch

Kira

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