Blut

Naturheilkunde mit feinen, kleinen NADELN- AKUPUNKTUR

Guten Morgen und HALLO an Dich- heute mit dem Bereich aus der Naturheilkunde, die mein persönlicher Favorit ist- der Bereich, in dem ich täglich mehrfach arbeite- der Akupunktur. Kleine Nadeln- große Wirkung…

Akupunktur ist eine der ältesten und zugleich lebendigsten Behandlungsmethoden in der asiatischen/chinesischen Medizin. Sie verbindet präzise Beobachtung des Körpers mit einem energetischen Verständnis von Gesundheit, Regeneration und innerem Gleichgewicht. Aus schamanischer Sicht berührt sie zudem etwas sehr Ursprüngliches: den Menschen nicht nur als Körper, sondern als durchlässiges Wesen zwischen Erde, Atem, Emotion, Geist und Lebenskraft.

Die Entstehung der Akupunktur

Die Wurzeln der Akupunktur reichen mehrere dreitausend Jahre zurück. Sie entstanden in einem kulturellen Umfeld, in dem Naturbeobachtung, Medizin, Philosophie und Spiritualität nicht getrennt voneinander gedacht wurden. In China und auch anderen asiatischen Ländern entwickelte sich früh die Vorstellung, dass im Körper Lebensenergie, das Qi, durch Leitbahnen, die Meridiane, fließt. Gesundheit bedeutete, dass diese Bewegung frei, harmonisch und ausreichend vorhanden ist.

Die ersten therapeutischen Techniken waren vermutlich deutlich einfacher als die heutige Akupunktur. Die ersten Anwender/Behandler nutzten spitze Steine, später Metallnadeln von enormer Dicke und Größe, um auf Schmerzen, Spannungen und Funktionsstörungen einzuwirken. Über die Jahrhunderte wurden diese Erfahrungen systematisiert, mit der Lehre von Yin und Yang, den fünf Wandlungsphasen und den Organbezügen verbunden und in klassischen, medizinischen Texten wie dem Su Wen festgehalten.

Besonders prägend war die Vorstellung, dass Beschwerden nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts im gesamten System. Akupunktur ist deshalb keine rein symptomorientierte Methode, sondern Teil einer ganzheitlichen Diagnose- und Behandlungsweise.

Wie Akupunktur wirkt

Akupunktur reguliert und balanciert den Fluss von Qi und Blut, löst Stagnationen, harmonisiert innere Prozesse und unterstützt die Selbstregulation des Organismus. Je nach Punktauswahl kann sie beruhigen, aktivieren, schmerzstillend, ausleitend oder stärkend wirken.

Moderne medizinische Erklärungsmodelle beschreiben zusätzliche Wirkmechanismen. Dazu gehören die Beeinflussung von Nervensystem, Schmerzverarbeitung, Muskeltonus, Entzündungsreaktionen und vegetativer Regulation. Viele Patientinnen und Patienten erleben Akupunktur als tief entspannend, strukturierend und klärend.

Typische Wirkbereiche sind:

  • Schmerzreduktion
  • Muskelentspannung
  • Stressregulation
  • Unterstützung bei Schlafstörungen
  • Begleitung bei funktionellen Beschwerden
  • Regulation von Verdauung, Zyklus und vegetativer Übererregung

Die Wirkung ist nicht nur lokal, sondern systemisch. Eine Nadel an einem Punkt kann eine ganz andere Region, ein Organmuster oder einen emotionalen Zustand beeinflussen.

Grenzen der Akupunktur

Akupunktur ist wirksam, aber nicht grenzenlos. Sie ersetzt keine Notfallmedizin, keine operative Versorgung und keine notwendige schulmedizinische Abklärung bei schweren oder unklaren Beschwerden.

Ihre Grenzen liegen vor allem dort, wo:

  • akute lebensbedrohliche Zustände vorliegen
  • strukturelle Schäden eine andere Behandlung erfordern
  • starke Infektionen, Blutungen oder neurologische Ausfälle abgeklärt werden müssen
  • psychische oder körperliche Krisen eine multimodale Versorgung brauchen

Auch innerhalb der asiatischen Heilkunde ist Akupunktur nicht das alleinige Mittel der Wahl. Je nach Muster braucht es zusätzlich Kräutertherapie, Ernährung, Bewegung, Moxibustion, Tuina, Lebensstilarbeit oder emotionale Stabilisierung.

Akupunktur ist besonders stark in funktionellen und regulativen Feldern. Dort, wo der Organismus noch antworten kann, kann sie sehr viel bewegen. Dort, wo Gewebe, Struktur oder Vitalität stark beeinträchtigt sind, braucht es oft ein erweitertes therapeutisches Konzept.

Akupunktur IST Energiearbeit

In der Energiearbeit wird Akupunktur oft als präzise Form der Information und Regulation verstanden. Die Nadeln setzen an Punkten an, die wie Zugänge oder Schaltstellen wirken. Über sie kann man Spannungen lösen, Energie verteilen, blockierte Bereiche öffnen und das Gesamtsystem neu ordnen.

Aus dieser Sicht ist Akupunktur nicht nur eine Technik, sondern eine Art Dialog mit dem Energiefeld des Menschen. Sie kann helfen:

  • festgehaltene Muster in Bewegung zu bringen
  • den Kontakt zum Körper wiederherzustellen
  • innere Polaritäten zu harmonisieren
  • das Nervensystem zu beruhigen
  • die Mitte zu stärken

Gerade bei Menschen, die sich „auseinandergezogen“, erschöpft oder innerlich zersplittert fühlen, kann Akupunktur wie eine Einladung sein, wieder in die eigene Ordnung zurückzufinden.

Die Schamanische Sichtweise auf Akupunktur

Schamanisch, aber auch generell in der Natur betrachtet, ist Gesundheit mehr als funktionierende Biologie. Sie bedeutet Verbundenheit: mit dem Körper, mit der Seele, mit den Ahnen, mit der Natur und mit dem eigenen inneren Rhythmus. Krankheit oder Beschwerde können als Zeichen gelesen werden, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, dass etwas verloren ging, festhielt oder nicht mehr fließen konnte.

In dieser Perspektive ist Akupunktur eine Form der feinen Rückverbindung. Die Nadeln markieren Punkte, an denen der Mensch wieder „angesprochen“ wird. Nicht grob, sondern präzise. Nicht dominant, sondern lauschend.

Schamanisch könnte man sagen:

  • Akupunktur bringt das, was fest geworden ist, wieder in Bewegung
  • sie erinnert den Körper an seine innere Weisheit
  • sie öffnet Räume, in denen Heilung geschehen kann
  • sie unterstützt die Rückkehr von Präsenz, Erdung und Ordnung

Dabei liegt die Kraft nicht allein in der Nadel, sondern in der Beziehung, in der Intention und im Raum, der gehalten wird. Wie bei schamanischer Arbeit ist auch in der Akupunktur die Qualität des Feldes entscheidend: Ruhe, Klarheit, Präsenz und Respekt für den Menschen an und mit dem gearbeitet wird.

Akupunktur ist eine jahrtausendealte Methode mit tiefen Wurzeln in der chinesischen Medizin und einem breiten Wirkfeld auf Körper, Psyche und vegetatives Nervensystem. Ihre Stärke liegt in der Regulation, nicht im schnellen Überdecken von Symptomen. Ihre Grenzen liegen dort, wo andere medizinische Verfahren notwendig sind.

Im energetischen und schamanischen Verständnis ist Akupunktur eine Kunst der feinen Korrektur: Sie unterstützt das Fließen, das Ordnen und das Wiederverbinden. Gerade darin liegt ihre besondere Tiefe.

Heilung beginnt oft dort, wo etwas wieder in Fluss kommt- und in diesem Sinne wünsche ich Dir:

„Lass es fließen!“

Herzlichst-Kira

Spagyrik…die sehr praktikable Form der Kräuter-Heilkunde

Hallo an DICH und sei WILLKOMMEN im Mai. Ich starte heute mit einer neuen, kleinen Serie hier auf meinem Blog- in den nächsten Wochen- wie immer am Montag- erfährst Du Neues oder Bekanntes zu Methoden in der Naturheilkunde aus einer anderen Sichtweise.

In der ursprünglichen Naturheilkunde, so wie ich sie praktiziere, ging es NIE NUR um Symptome, sondern dem Menschen die Gesundheit in erster Linie zu erhalten und im Falle einer Erkrankung erst die Symptome zu lindern, die Heilung anzukurbeln und dann an die Wurzel des Übels heranzugehen.

Dabei gibt es für den Einsatz der Kräuterheilkunde verschiedene Möglichkeiten; eine ist die Form der Spagyrik:

Spagyrik ist eine besondere Art, Pflanzen nicht nur als Kräuterextrakt, sondern in ihrer ganzen geordneten Wirkweise zu betrachten. In der spagyrischen Aufbereitung werden Pflanze, Mineralisches und der feine, ausgleichende Anteil in ein harmonisches Mittel überführt, das traditionell für körperliche und seelische Themen genutzt wird.

Im Alltag ist Spagyrik besonders praktisch, weil sie einfach anzuwendengut dosierbar und oft sehr alltagstauglich ist. Tropfen oder ein Pump-Spray lassen sich leicht in den Tagesablauf integrieren, ohne dass man aufwendige Tees, Tinkturen oder Zubereitungen braucht. Gerade für Menschen, die Kräuter sanft und regelmäßig nutzen möchten, ist das ein großer Vorteil. Damit ist diese Form eine Brücke zwischen klassischer Pflanzenkunde und moderner, unkomplizierter Anwendung. Sie eignet sich gut, wenn man Kräuter nicht nur punktuell, sondern als kleine tägliche Begleitung einsetzen möchte- individuell, klar strukturiert, handlich und einfach in der Praxis.

Einzelkräuter für eine spagyrische Mischung- Foto mit Hilfe von KI bearbeitet

Im Folgenden findest Du eine praxisnahe, genaue Spagyrik-Mischung zur Unterstützung bei Anspannung, die sich besonders im oberen Körperbereich durch einseitige Belastung, Stress, Trauer oder auch Wut manifestiert( Schulter-Starre, wie „erfroren“, kann Gefühle nicht zeigen, ist „hart“ zu sich selbst, Schmerzen im oberen Rücken…). Sie ist aus den unten aufgeführten Pflanzen zusammengesetzt. Ich halte die Mischung bewusst harmonisierend und nicht zu „scharf“, weil mehrere kräftige Wirkprinzipien kombiniert werden: Schafgarbe, Wacholder, Johanniskraut, Angelika und Teufelskralle sind alle wirksam und sollten in einer Einzeldosierung klar austariert werden.

Der Inhalt

auf 50-ml-Mischung:

  • Schafgarbe – 20 %
  • Wacholderbeeren – 15 %
  • Lavendel – 15 %
  • Johanniskraut – 20 %
  • Angelikawurzel – 10 %
  • Spitzwegerich – 10 %
  • Teufelskralle – 10 %

Einordnung der Mischung

  • Schafgarbe: regulierend, krampflösend, ausgleichend auf Verdauung und Zyklus.
  • Wacholderbeeren: bewegend, ausleitend, stark wärmend; in der Mischung nur moderat dosiert.
  • Lavendel: beruhigend, spannungslösend, nervlich ausgleichend.
  • Johanniskraut: nervenstärkend, stimmungsaufhellend, regulierend bei Spannung und innerer Unruhe.
  • Angelikawurzel: wärmend, aufbauend, bewegend für „Verdauung“- mental wie körperlich- und umwandelnd bei innerer Kälte.
  • Spitzwegerich: mild, schützend, schleimhautberuhigend.
  • Teufelskralle: klassisch für Bewegungsapparat, Schmerzen, Steifigkeit und entzündliche Reizzustände.
Kraftvoll in der Wirkung; Foto mit KI bearbeitet

Wie erfolgt die Einnahme einer Spagyrik?

  • 10 Tropfen 3-mal täglich in lauwarmem Wasser- langsam trinken und einspeicheln
  • bei Bedarf zusätzlich 10 Tropfen abends
  • am besten vor dem Essen oder zwischen den Mahlzeiten
  • als Testphase zunächst 5–7 Tage, dann Wirkung und Verträglichkeit beurteilen lassen
  • als Spray werden 1-3x zwei Sprühstöße unter die Zunge gegeben, langsam einspeicheln

Diese Mischung muss zwingend angepasst werden…

  • Bei empfindlichem Magen: Wacholder und Angelika reduzieren
  • Bei starker Nervosität oder Schlafproblemen: Lavendel erhöhen
  • Bei deutlicher Schmerzsymptomatik am Bewegungsapparat: Teufelskralle etwas stärker wichten
  • Bei trockenen Schleimhäuten: Spitzwegerich leicht erhöhen
  • Bei sehr warmer, gereizter Konstitution: Johanniskraut und Angelika eher vorsichtig dosieren

Wichtige fachliche Hinweise

  • Johanniskraut kann mit vielen Medikamenten interagieren, vor allem mit hormonellen Präparaten, Antikoagulanzien, Immunsuppressiva, Antidepressiva und weiteren Arzneien- daher immer Rücksprache halten
  • Wacholderbeeren sind bei Nierenerkrankungen, Schwangerschaft und starker Reizung der Harnwege nicht geeignet.
  • Teufelskralle wird bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren vorsichtig eingesetzt oder ersetzt
  • Achtung! Dieser Beitrag enthält kein Heilversprechen und ich verweise eindrücklich auf eine Rücksprache mit Deiner Kompetenzperson!
unbezahlte Werbung für eine meiner Fachapotheken des Vertrauens

Deine individuellen Spagyrischen Mischungen kannst Du in den Fachapotheken herstellen lassen oder Du bekommst einige allgemeine Mischungen bereits fertig zu kaufen. Lass Dir zur Sicherheit ein Rezept ausstellen, damit Du die richtige Zusammenstellung erhälst!

Frage doch mal bei Deine(r)m AnsprechpartnerIN gezielt nach- Spagyrik lässt sich wunderbar auch in der Arbeitszeit oder im Urlaub anwenden 😉 – da gibt es dann keine „Ausreden“ mehr ; ;

Alles Liebe und eine sonnige Zeit wüncht Dir von herzen

Kira

Auch Nadelgehölze finden in der Fachrichtung Spagyrik ihre Anwendung 🙂

Das große Fest des Übergangs…

…wird in dieser Woche besonders kraftvoll- zum 30.04.2026 steht das Fest BELTAINE/ Walpurgisnacht an und in der Nacht zum 1.Mai bzw. am 1.Mai kommt auch noch der Vollmond dazu.

Wie kraftvoll wird dieser Übergang in den Frühsommer- um Dich zu unterstützen, lade ich Dich ein, Dir diesen Beitrag bei einer Tasse Tee oder Kaffee, so ganz gemütlich, zu lesen:

Schau Dir den geist des Baumes an 🙂

Beltaine markiert den Übergang in die sehr kraftvolle, feurige Jahreshälfte: Feuer, Blüte, Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit und Lebenskraft treten in den Vordergrund. Im nordischen Schamanismus lässt sich dieses Fest als Schwellenritual verstehen — verwandt mit Walpurgisnacht, Maifeuer, Ahnenkontakt, Seiðr-Arbeit und der Verehrung von Erde, Wachstum und schöpferischer Kraft. Die Kräuter dieser Zeit tragen besonders viel junges Grün, ätherische Frische und aufsteigende, sich ausbreitende Pflanzenkraft in sich.

Beltaine im nordischen Schamanismus

Beltaine ist ursprünglich dem keltischen Jahreskreis zugeordnet und wurde/wirdrd traditionell um den 30. April bis 1. Mai/erstes Maiwochenende gefeier- der Mondlauf war hier der Zeitbringer. Im nordischen Kontext verbindet sich diese Schwellenzeit mit der Walpurgisnacht/ Nacht der heiligen Walburga, Maifeuern, Frühlingsopfern, Fruchtbarkeitsritualen und der Rückkehr der starken, vitalen Naturkräfte.

Während Samhain in die Tiefe, zu den Ahnen und in die Dunkelheit führt, öffnet Beltaine das Tor nach außen: in Blüte, Begegnung, Körperlichkeit, Wachstum und Lebenslust. Es ist ein Fest der lodernden Mitte — zwischen Erde und Himmel, zwischen Wurzel und Blüte, zwischen altem Winter-Atem und jungem Sommerlicht.

Im nordischen Schamanismus können zu Beltaine besondere, alte Kräfte/ kraftvolle Göttinnen und Götter angerufen werden:

Gottheit/WesenBedeutung zu Beltaine
FreyjaLiebe, Sinnlichkeit, weibliche Kraft, Seiðr, Magie, Schönheit, Selbstwert
FreyrFruchtbarkeit, Wachstum, Fülle, Sonnenkraft, Erdensegen
JördErde, nährender Boden, Verwurzelung, Schutz, Mutterkraft
SólLicht, Lebenskraft, Wärme, Erneuerung
Die Disenweibliche Ahnenkräfte, Schutz, intuitive Führung
Die LandvættirNaturgeister, Hüter von Land, Wald, Quellen und Feldern

Beltaine ist damit nicht nur ein Fest der äußeren Fruchtbarkeit, sondern auch der inneren: Welche Vision möchte wachsen? Welche Kraft darf zurückkehren? Welcher Wille/ Wunsch möchte wieder lebendig werden?

Die schamanische Bedeutung des Beltaine-Feuers

Das Feuer ist eines der zentralen Symbole dieser Zeit. Es reinigt, stärkt, schützt und entfacht. In alten Bräuchen wurden Feuer entzündet, um Vieh, Felder, Häuser und Menschen symbolisch zu segnen. Im schamanischen Erleben ist das Beltaine-Feuer ein Tor: Es verwandelt Schwere in Kraft, Müdigkeit in Bewegung und alte Bindungen- geprüft- in neue Lebendigkeit.

Ein einfaches Ritual kann so aussehen:

  • Entzünde am Abend eine Kerze oder ein kleines Feuer.
  • Lege frische Kräuter wie Gundermann, Birke, Giersch oder Schafgarbe bereit.
  • Sprich laut aus, was du in die helle Zeit tragen möchtest.
  • Übergib dem Feuer symbolisch einen alten Gedanken, eine Sorge oder eine Erschöpfung.
  • Berühre anschließend die Erde mit beiden Händen und bitte Jörd um Halt.
  • Lege ein Kraut als Dank an einen Baum, eine Quelle oder an den Rand deines Gartens.
  • Formuliere im Herzen oder in der Sprache: „Was in mir schlief, darf erwachen. Was in mir glimmt, darf lodern. Was in mir wurzelt, darf blühen.“

Kräuter zu Beltaine und ihre Wirkung

Knoblauch-Rauke

Die Kräuter um Beltaine sind geprägt von aufsteigender Pflanzenkraft. Viele sind gerade gekeimt und frisch-grün der Erde „entsprungen“, mineralstoffreich, aromatisch, oft bitter (Bezug zum Holzeelement in der CM). Sie unterstützen symbolisch und naturheilkundlich Reinigung, Leber, Stoffwechsel, Kreislauf, Verdauung, Lebenskraft und emotionale Öffnung.

KrautPflanzenkraft zu BeltaineVerwendung
GierschMineralstoffreiches Frühlingsgrün, Symbol für Erneuerung und FülleFür Suppen, Pesto, Oxymel, Kräutersalz
BrennnesselStarke Mars-Pflanze, aktiviert, reinigt, kräftigtFür Tee, Suppe, Spinat, Frühlingskur
GundermannSchutzkraut, Schwellenpflanze, traditionell für Haus- und HofmagieFür Kräuterbutter, Tee, Räucherung, Suppe
SchafgarbeFrauenkraut, Grenz- und Schutzpflanze, harmonisierendFür Tee, Räucherung, Bittertonic
BirkenblätterLicht, Neubeginn, Reinigung, junge FrühlingskraftFür Tee, Bad, Räucherung, Ritualkranz
LöwenzahnSonnenkraft, Leber-Galle-Unterstützung, Erdung und MutFür Salat, Tee, Sirup, Suppe
WaldmeisterDuft, Herzöffnung, Leichtigkeit, MaienmagieFür Maibowle, Sirup, Duftbündel
SpitzwegerichSchutz, Heilhaut, Atemwege, BodenständigkeitFür Tee, Sirup, Kräutersuppe
Sauerampfer/Wald-SauerkleeFrische, Waldkraft; Glück, feine Säure, LebendigkeitFür Limonade, Suppe, kleine Ritualgabe
FrauenmantelWeibliche Hülle, Schutz, Zyklus, Venus-KraftFür Tee, Ritualbad, Frauenkräutermischung
Holunderblätter und junge HolunderkraftSchwellenbaum, Ahnenkontakt, SchutzFür Rituale und Räucherwerk, Blüten später für Tee/Sirup

Besonders kraftvolle Beltaine-Kräuter

Löwenzahn, Brennnessel, Giersch

Giersch — die grüne Fülle

Giersch ist eines der stärksten Beltaine-Kräuter für den Alltag. Er wächst üppig, ausdauernd und fast unaufhaltsam. Schamanisch steht er für die Kraft, die sich nicht länger zurückhalten lässt. Naturheilkundlich wird er traditionell als mineralstoffreiches Wildgemüse geschätzt und gerne in Frühjahrskuren verwendet.

Brennnessel — das Feuer im Blut

Die Brennnessel trägt eine klare, durchsetzende Kraft. Sie brennt, weckt, bewegt und klärt. Zu Beltaine passt sie besonders, weil sie das innere Feuer anspricht: Kreislauf, Stoffwechsel, Mut und Handlungskraft. Als Tee oder Suppe ist sie ein klassisches Frühlingskraut.

Gundermann — der Hüter der Schwelle

Gundermann rankt am Boden entlang und verbindet Orte miteinander. Er gilt traditionell als Schutz- und Hauskraut. In der Beltaine-Zeit kann er für Rituale verwendet werden, die Übergänge begleiten: vom Rückzug zur Begegnung, von Müdigkeit zu Bewegung, von Schutz zu Öffnung.

Birke — die weiße Erneuerin

Die Birke ist im nordischen Raum ein Baum des Neubeginns. Ihr helles Wesen, ihre junge Blattkraft und ihre Verbindung zur Reinigung machen sie zu einer wunderbaren Beltaine-Pflanze. Birkenzweige können als Ritualschmuck, für einen kleinen Haussegen oder als Symbol für den Eintritt in die helle Zeit genutzt werden.

Waldmeister — der Duft des Mai

Waldmeister trägt die feine, fast elfenhafte Qualität des Maienwaldes. Sein Duft öffnet die Sinne und erinnert an Leichtigkeit, Tanz und Freude. Er sollte sparsam verwendet und vor der Verarbeitung kurz angewelkt werden, damit sich sein typisches Aroma entfaltet.

UND… natürlich darf der BÄRLAUCH nicht fehlen- alles in einem Kraut vereint mit der kraftvollsten Energie, um DIR „Bärenkräfte“ zu verleihen 😉

Schamanisches Beltaine-Ritual mit Kräutern

Birke mit jungem Grün 🙂

Dieses Ritual eignet sich für den Abend des 30. April oder den Morgen des 1. Mai.

Du brauchst:

ZutatBedeutung
Eine Kerze oder FeuerstelleLebenskraft, Reinigung, Schutz
Giersch oder BrennnesselWachstum und Aktivierung
GundermannSchutz und Schwellenkraft
BirkenzweigNeubeginn
Eine Schale WasserGefühl, Intuition, Fluss
Eine kleine Gabe wie Hafer, Honig oder BrotDank an Erde und Naturkräfte

Ablauf:

  • Setze dich an einen ruhigen Ort im Garten, am Waldrand oder an ein geöffnetes Fenster.
  • Entzünde die Kerze.
  • Lege die Kräuter vor dich.
  • Tauche die Fingerspitzen in das Wasser und berühre Stirn, Herz und Bauch.
  • Sprich: „Ich trete ein in die helle Zeit. Meine Wurzeln sind stark. Mein Feuer ist wach. Mein Herz darf blühen.“
  • Halte einen Birken- oder Haselzweig in den Händen und benenne eine Kraft, die du in den kommenden Wochen nähren möchtest.
  • Lege die Kräuter später in die Suppe, trockne sie für Tee oder gib einen kleinen Teil als Dank zurück an die Erde.

Beltaine-Suppe mit Wildkräutern

Diese Suppe ist wärmend, leicht, nährend und sie verkörpert die „grüne Kraft“- verbindet die Frische der jungen Wildkräuter mit der erdenden Kraft von Kartoffel, Lauch und Wurzelgemüse. Aus Sicht der CM stärkt sie sanft die Mitte, bewegt durch die grünen Kräuter das Qi und bringt frische Frühlingskraft in den Körper.

Rezept: Grüne Beltaine-Suppe mit Giersch, Brennnessel und Gundermann

Für 4 Portionen

ZutatMenge
Frischer Giersch2 Handvoll
Junge Brennnesselspitzen1 Handvoll
Gundermann1 kleine Handvoll
Junge Löwenzahnblätter4–6 Blätter
Kartoffeln3 mittelgroße
Lauch1 Stange
Möhre1 Stück
Zwiebel1 Stück
Knoblauch1 kleine Zehe
Gemüsebrühe900 ml
Hafer- oder Sahnealternative100 ml
Olivenöl oder Ghee1–2 EL
Zitronensaft1–2 TL
Muskat1 Prise
Fenchel- oder Kümmelsamen½ TL
Salz und Pfeffernach Geschmack
Optional: frischer Sauerampfer oder Sauerkleeeinige Blättchen als Topping
Optional: geröstete Haferflocken oder Kerne2 EL

Zubereitung:

  • Die Wildkräuter sorgfältig verlesen, kurz waschen und trocken schütteln.
  • Brennnesseln am besten mit Handschuhen sammeln und verarbeiten.
  • Kartoffeln, Möhre und Zwiebel schälen und würfeln.
  • Lauch waschen und in feine Ringe schneiden.
  • Öl oder Ghee in einem Topf erwärmen.
  • Zwiebel, Lauch, Möhre, Knoblauch und Fenchel- oder Kümmelsamen sanft anschwitzen.
  • Kartoffeln dazugeben und kurz mitdünsten.
  • Mit Gemüsebrühe aufgießen.
  • Die Suppe etwa 15–20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
  • Giersch, Brennnessel, Gundermann und Löwenzahn erst in den letzten 3–5 Minuten dazugeben.
  • Hafer- oder Sahnealternative einrühren.
  • Die Suppe fein pürieren.
  • Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft/Abrieb einer Zitrone abschmecken.
  • Mit Sauerampfer, Sauerklee, gerösteten Haferflocken oder Kernen- fein gehackt oder gerebelt- servieren.
Beltaine-Suppen

Schamanische Betrachtung zu dieser einfachen Köstlichkeit:

Diese Suppe ist mehr als eine Mahlzeit. Sie ist ein kleines, erdendes Beltaine-Ritual.

BestandteilSymbolische Bedeutung
KartoffelErdung, Sättigung, Schutz
LauchReinigung, Durchlässigkeit, Bewegung
GierschFülle, Wachstum, grüne Lebenskraft
BrennnesselFeuer, Mut, Aktivierung
GundermannSchwelle, Schutz, Verbindung
LöwenzahnSonnenkraft, Leber-Qi, Aufrichtung
Zitrone/SauerampferFrische, Klarheit, Erwachen
HaferMilde, Mitte, Nährung

Vor dem Essen kann ein kurzer Segen gesprochen werden: „Grünes Feuer, junge Erde,Licht im Blatt und Kraft im Herd- Was mich nährt, darf in mir blühen. Was mich ruft, darf nun erglühen.“

Hinweise und achtsame Anwendung

Wildkräuter sollten nur gesammelt werden, wenn Du sie sicher bestimmen kannst. Besonders bei jungen Blättern kann es zu Verwechslungen kommen. Sammle an unbelasteten Orten, fern von stark befahrenen Straßen, gedüngten Feldern und Hundewiesen.

Achtsames Sammeln
KrautHinweis
BrennnesselBei Neigung zu Wassereinlagerungen durch Herz- oder Nierenerkrankungen nur fachkundig einsetzen
WaldmeisterSparsam verwenden; nicht in großen Mengen oder dauerhaft
Sauerampfer/Wald-SauerkleeEnthält Oxalsäure; bei Nierensteinen oder Oxalatproblematik nur sehr zurückhaltend
SchafgarbeBei Korbblütler-Allergie meiden
BirkenblätterBei Birkenpollenallergie vorsichtig testen
Wildkräuter allgemeinIn Schwangerschaft, Stillzeit, bei schweren Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme individuell prüfen

Beltaine als inneres Jahreskreisfest

Beltaine ist eine Erinnerung und Fest des Moment’s- Lebendigkeit muss nicht erzwungen werden- sie steigt auf, wenn Natur und Boden bereit sind. Als nordische Schamanin höre ich in dieser Zeit auf die Erde, auf die Bäume, auf die Ahnen und auf das leise Knistern und Flüstern des eigenen inneren Feuers, aber auch den 4 Himmelsrichtungen und den Winden.

Kraftvoll besonders im Mai- die „Maiwipfel“ für Lunge und Geist

Die Kräuter Ende April/ Anfang Mai sind zarte und trotzdem kraftvolle grüne Boten dieser Rückkehr. Sie nähren, klären, bewegen und bringen die Erinnerung in den Körper zurück, dass dieser Teil des großen Kreislaufs ist. Eine einfache Beltaine-Suppe kann so zum Ritual werden: wärmend für im Deine Mitte, grün für Leber und Herz; aber auch erhellend für unseren Geist.

Hab eine wunderbare Zeit und genieße die aufstrebende Kraft- alles Liebe…

Kira

Beltainerituale 🙂

Hinweis: Einige Fotos wurden durch KI bearbeitet bzw. erstellt.

BRÖTCHEN??? Bei dem Thema hast Du auch große Augen, weil…

… Dir mal gesagt wurde, dass Brot und Brötchen gemäß der Ernährungsprinzipien der Chinesischen Medizin und eine gesunden, modernen Ernährung generell schlecht sind??

UND damit willkommen in der neuen Woche.

Erst mal vorweg; auf Brot/ Brötchen verzichte nur, wenn diese aus schlechten Zutaten sind; also Zutaten, die für Dich nicht geeignet sind ODER Du ein massives „Feuchtigkeits“- Thema hast (dicke Zunge, Schweregefühl, Ödeme…)- und natürlich nur auf Zeit.

Ich habe da was Für Dich: ein einfaches Brötchenrezept- mit Hirse-Buchweizen-Haferflocken- Mischung, Dinkelmehl, Kefir und Weinsteinbackpulver gelingt ein schneller Teig ohne Hefe, also eher Kefir-Brötchen als ein klassische Sauerteig- oder Hefe-Brötchen.

Prinzip dieses Rezept’s:

  • Dinkelmehl gibt Struktur
  • Flockenmischung sorgt für Biss und Saftigkeit
  • Kefir bringt Feuchtigkeit und leichte Säure
  • Weinsteinbackpulver übernimmt das Aufgehen
  • Gewürze kannst du je nach Geschmack süß oder herzhaft einsetzen

Einfaches Rezept für Deine Brötchen:

Zutaten

  • 250 g Dinkelmehl
  • 100 g Flocken-Mischung
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 200–250 ml Kefir
  • 1 Prise Salz
  • Gewürze nach Wunsch

Zubereitung

  • Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitzevorheizen.
  • Mehl, Flocken, Backpulver, Salz und Gewürze mischen.
  • Kefir nach und nach zugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten.
  • Wenn der Teig zu klebrig ist, etwas mehr Flocken und Mehl zugeben.
  • Kleine Brötchen formen und auf ein Backblech setzen.
  • Nach Wunsch mit Kernen oder Flocken bestreuen.
  • 18–25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Tipps für gutes Gelingen

  • Mehr Flocken machen die Brötchen rustikaler, aber auch etwas kompakter.
  • Mehr Kefir macht den Teig weicher, dann brauchst du etwas mehr Mehl.
  • Für bessere Formstabilität den Teig 10 Minuten ruhen lassen.
  • Falls vorhanden, hilft ein Esslöffel Öl– hier ein Nuss- oder Kern-Öl für eine etwas weichere Krume.

Gewürze für die Bekömmlichkeit

  • Herzhaft und für die Bekömmlichkeit: Kümmel, Fenchel, Kräuter, Paprika
  • Mild: nur Salz
  • Süßlicher: Zimt, etwas Vanille

Diese Brötchen werden eher:

  • locker
  • saftig
  • leicht rustikal

Sie werden nicht ganz so luftig wie Hefebrötchen- aber dafür deutlich bekömmlicher.

Süppchen zum Brötchen- macht diese noch bekömmlicher

Aus Sicht der Chinesischen Medizin passen diese Brötchen gut in eine eher milde und bekömmliche Ernährung. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn du etwas Wärmendes, Sättigendes und Verträgliches suchst.

Einordnung der Zutaten

  • Dinkelmehl: gilt in der CM als eher mild, leicht nährend und für viele Menschen gut verträglich
  • Flocken: stärken die Mitte, machen satt und unterstützen Qi
  • Kefir: eher kühl bis leicht erfrischend, durch Fermentation leichter verdaulich als viele andere Milchprodukte
  • Weinsteinbackpulver: neutral, eher technischer Backbestandteil ohne eigene CM-Wirkung
  • Gewürze: können je nach Auswahl wärmend, bewegend oder beruhigend wirken

Diese Brötchen sind aus Sicht der Chinesischen Medizin besonders passend bei:

  • Qi-Schwäche der Mitte
  • Appetitlosigkeit
  • Erschöpfung mit Bedarf an einfacher, sättigender Kost
  • Dampfigem Gefühl, wenn die Zutaten nicht zu feucht oder zu süß werden

Sie sind etwas weniger geeignet bei:

  • ausgeprägter Kälte in Milz und Magen
  • starker Verschleimung, wenn zu viel Kefir verwendet wird
  • sehr schwacher Verdauung, falls die Brötchen zu schwer oder zu groß ausfallen

Optimierung/Anpassung:

Wenn du die Brötchen „freundlicher“ aus Sicht der CM machen willst, kannst du:

  • wärmende Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder etwas Anis stärker hinzufügen
  • den Kefir sparsamer einsetzen
  • die Brötchen frisch und warm essen
  • dazu einen warmen Tee trinken, zum Beispiel Fenchel- oder Ingwertee in milder Form oder eine leichte Suppe dazu essen
Gwürze sorgen für Harmonie im Brötchen

Für welche Konstitution sind sie geeignet:

Besonders passend sind sie für Menschen mit:

  • eher schwacher Mitte
  • Bedarf an sanfter Stärkung
  • Wunsch nach rustikaler, einfacher Hausmannskost
  • Tendenz zu kalter Verdauung, wenn wärmende Gewürze ergänzt werden

Für eine bessere Mitte-Verträglichkeit würde ich die Brötchen eher:

  • nicht zu süß
  • nicht zu fettig/ feucht
  • leicht gewürzt
  • warm und frisch

zubereiten.

„Guten Appetit“ und eine schöne Woche wünscht Dir

Kira

Mandeln… die Kraft im Kern oder doch nicht?

Hallo an Dich und liebe Grüße zum Ostermontag… gab es in Deinem Osternest auch die gesunden Kerne wie Mandeln und Cashew?

Für eine Vielzahl von uns Menschen sind diese Kerne tatsächlich gesund- maßvoll in die Ernährung integriert liefern sie wertvolle Fette, Eiweiß und eine Vielzahl von Mikronährstoffen.

ABER… was ist mit den Menschen, die darauf reagieren- und dazu kann ich Dir sowohl aus Sicht der modernen Dermatologie als auch der chinesischen Medizin folgendes berichten:

Mandeln gelten sowohl aus Sicht der Dermatologie (indirekt über Nährstoffe) als auch der Chinesischen Medizin (CM) als besonders wertvoll für die Haut. Ihre Wirkung entsteht durch eine Kombination aus entzündungshemmenden, nährenden und regulierenden Eigenschaften.

Mandeln- kleine Kraftpakete

Dermatologische Perspektive:

1. Essenzielle Fettsäuren für die Hautbarriere
Mandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega‑9. Diese stärken die Lipidbarriere der Haut, was entscheidend ist bei:

  • trockener Haut
  • Neurodermitis
  • gestörter Hautschutzfunktion

Eine stabile Hautbarriere reduziert Feuchtigkeitsverlust und schützt vor Reizstoffen.

2. Vitamin E als Antioxidans
Mandeln sind reich an Vitamin E, das:

  • freie Radikale neutralisiert
  • Hautalterung verlangsamt
  • entzündliche Prozesse (z. B. bei Akne) abschwächen kann

3. Zink und Biotin für Regeneration
Diese Mikronährstoffe unterstützen:

  • Wundheilung
  • Zellneubildung
  • Talgregulation

Dieser Fakt ist besonders relevant bei unreiner Haut oder Akne.

4. Blutzuckerregulation
Mandeln stabilisieren den Blutzucker. Schwankungen im Insulinspiegel können Akne und entzündliche Hautprobleme verstärken – Mandeln wirken hier indirekt regulierend.

Mandeldrink/ Mandelöl

Perspektive CM

Gemäß der CM werden Mandeln (insbesondere süße Mandeln, Xing Ren) folgendermaßen eingeordnet:

1. Befeuchten die Lunge → nähren die Haut
In der CM gilt: Die Lunge kontrolliert die Haut.
Mandeln:

  • befeuchten die Lunge
  • lindern Trockenheit
  • verbessern trockene, schuppige Haut

2. Nähren Yin und Säfte
Bei Hautproblemen durch „Yin-Mangel“ (z. B. trockene, empfindliche Haut, frühzeitige Falten) wirken Mandeln:

  • aufbauend
  • kühlend
  • regenerierend

3. Reduzieren innere Trockenheit und Hitze
Bei Zuständen wie:

  • entzündlicher Akne
  • geröteter Haut
  • Hitzezeichen

…können Mandeln helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

4. Unterstützen den Darm (Feuchtigkeit und Stuhlgang)
Gemäß der komplexen Sichtweise in der CM besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darm und Haut. Mandeln fördern:

  • sanfte Befeuchtung des Darms
  • bessere Ausscheidung

Das kann Hautunreinheiten positiv beeinflussen.

Mandeldrink und Beeren- Power für die Haut

Wann Mandeln besonders sinnvoll sind: bei…

  • trockener, schuppiger Haut
  • empfindlicher oder gereizter Haut
  • leichter bis moderater Akne (nicht entzündlich-exzessiv)
  • Hautalterung
  • Hautproblemen durch Stress oder Erschöpfung

Wann Vorsicht sinnvoll ist:

  • bei starker Akne mit viel „Hitze“ (entzündlich, eitrig) nur in Maßen
  • bei Nussallergien selbstverständlich vermeiden- hier spielt das Eiweiß eine besondere Rolle- mehr dazu weiter unten…
  • Bittermandeln sind nicht für den Verzehr geeignet, da sie einen hohen Anteil an Blausäure enthalten

Mandeln sind kein „Wundermittel“, aber eine der effektivsten natürlichen Ergänzungen für die Haut, weil sie gleichzeitig Barriere, Entzündungsregulation und Zellschutz unterstützen. Gemäß CM verstärken sie zusätzlich die Befeuchtung und das energetische Gleichgewicht beim Pathogen „Trockenheit“, was sie besonders bei trockenen und stressbedingten Hautproblemen wertvoll macht.

UND jetzt schauen wir uns den Aspekt Eiweißverbindung- Allergie- negative Aspekte näher an:

Botanisch sind Mandeln zwar Samen (Kerne einer Steinfrucht), aber für das Immunsystem zählt nicht die botanische Kategorie, sondern die Eiweißstruktur:

Warum Mandeln trotzdem Allergien auslösen können?

Dinkel-Mandeldrink ganz einfach selbst hergestellt

1. Allergien sind Reaktionen auf Protein-Strukturen, nicht auf „Nuss vs. Kern“
Das Immunsystem erkennt bestimmte Eiweiße als „fremd“. Mandeln enthalten eigene Allergene (z. B. Speicherproteine), die:

  • direkt eine Mandelallergie auslösen können
  • strukturelle Ähnlichkeiten zu anderen „Baumnüssen“ haben

2. „Baumnussallergie“ ist ein Sammelbegriff
In der Medizin werden Mandeln oft mit „Nüssen“ gruppiert, obwohl sie botanisch keine sind. Dazu zählen u. a.:

  • Haselnuss
  • Walnuss
  • Cashew
  • Mandel

Das liegt daran, dass sie ähnliche allergene Proteine besitzen.

3. Kreuzreaktionen sind möglich
Wer z. B. auf:

  • Birkenpollen
  • Haselnuss

reagiert, kann auch auf Mandeln reagieren (oft als ein mildes orales Allergiesyndrom wie Juckreiz im Mund…)

Einordnung aus Praxis-Sicht

  • Manche Menschen mit Nussallergie vertragen Mandeln problemlos
  • …andere reagieren gezielt auf Mandeln– nicht unbedingt bei zwei bis drei; aber dann kann die vierte schon zuviel sein…
  • wieder andere reagieren auf mehrere „Nuss“-Proteine gleichzeitig– also bspw. bei Nuss- und Kern-Mischungen

Man kann also nicht pauschal sagen, dass Mandeln „keine Nussallergie auslösen“; Mandeln sind zwar botanisch Kerne, aber allergologisch relevant wie Nüsse, weil die Immunreaktion von den enthaltenen Proteinen abhängt – nicht von der botanischen Einordnung… und genau 😉 darauf kommt’s an. Das Immunsystem „sieht“ keine Kategorien wie Kern oder Nuss, sondern nur bestimmte Proteinstrukturen. Wenn diese Strukturen denen aus klassischen Nüssen ähneln, kann es zu ähnlichen Reaktionen kommen.

Für die Praxis heißt das ganz simpel:

  • Verträglichkeit ist individuell, nicht logisch aus der Pflanzenklasse ableitbar
  • Testen (oder Allergietest) ist verlässlicher als Einordnungen
  • Viele Menschen vertragen Mandeln gut – aber eben nicht alle UND bei bestimmten Symptomen wie „Brennen auf der Zunge“, rote Zungen nach Genuss… MUSS genau hingeschaut werden!

Jetzt wird es noch einmal spannend…Wann Mandeln die Haut verbessern- hier überschneiden sich moderne Dermatologie und CM teilweise, wichten aber unterschiedlich:

Trockene, schuppige Haut (Dermatologie + CM deckungsgleich)
Mandeln wirken stark aufbauend und befeuchtend:

  • stärken die Hautbarriere (Fettsäuren)
  • reduzieren Spannungsgefühl und Rauigkeit
  • in der TCM: nähren Yin und Körpersäfte

Typische Symptom-Bilder:

  • Neurodermitis (nicht akut entzündet)
  • trockene Winterhaut
  • fahle, „ausgelaugte“ Haut

Empfindliche, reaktive Haut

  • Vitamin E wirkt beruhigend
  • weniger oxidative Reizung
  • TCM: harmonisieren Lunge → stabilere Hautoberfläche

Frühe Hautalterung / feine Linien

  • antioxidativer Schutz
  • leichte Unterstützung der Regeneration
  • CM: Substanzaufbau/Yin/Blut Xue statt „Austrocknung von innen“

Wann Mandeln neutral bis vorsichtig einzusetzen sind:

Mittelschwere bis schwere Akne; aber auch bei Mischhaut
Hier kommt es auf die Menge an:

  • kleine Mengen → stabilisieren Blutzucker, können helfen
  • große Mengen → können „zu reich“ sein

CM-Sicht:

  • leicht befeuchtend → ok, solange keine ausgeprägte „Hitze“ da ist- das sind entzündliche, rote, gelbe Akne-Pusteln…

Wann Mandeln die Haut verschlechtern:

Entzündliche Akne (rote, eitrige schmerzhafte Pickel)
Dermatologisch:

  • sehr fettreiche Ernährung verstärkt Akne verstärken

Gemäß CM:

  • Mandeln sind befeuchtend + leicht wärmend
  • bei „Hitze + Feuchtigkeit“ (typisch bei schwerer Akne) kann dies zusätzlich verstärken

Typische Zeichen:

  • große, entzündete Pickel
  • fettige Haut + Rötung
  • ggf. Verdauung träge, Völlegefühl

Seborrhoische Haut / „Ölige“ Hauttypen

  • zu viele Mandeln → können das „Schwere/Feuchte“ verstärken
  • Haut wirkt dann eher glänzend statt klar

Unklare Unreinheiten + Verdauungsthema/immer beachten:

  • Blähungen
  • weicher Stuhl
  • Müdigkeit nach dem Essen

→ Mandeln reduzieren, weil sie die „Feuchtigkeit“ im System verstärken können

Empfehlung aus der Praxis:

Gut verträglich / hilfreich:

  • 5–10 Mandeln täglich
  • ideal: einweichen, mitkochen, lange kauen
  • kombiniert mit „leichteren“ Lebensmitteln

Mandeln sind ideal bei Trockenheit, Sensibilität und Substanzmangel.
Bei entzündlicher, hitziger, fettiger oder „gestauter“ Haut sind sie – vor allem in größeren Mengen – eher kontraproduktiv.

Der Schlüssel ist weniger ob, sondern für wen und wie viel.

Mandeln- mit gegart sind sie verträglicher 🙂

Du bist Dir unsicher, ob Kerne und Nüsse für Dich geeignet sind? Vereinbare einen Beratungstermin in meiner Praxis- dann analysieren wir gemeinsam Deine Möglichkeiten 🙂 ! Solche Termine sind auch als Video-Call möglich, wenn Du weiter weg wohnst oder keine andere Möglichkeit hast.

Ich hoffe sehr, dass dieser Exkurs für Dich hilfreich war und wünsche Dir ALLES LIEBE-

Kira

Wenn Dir dieser Beitrag oder mein Blog gefällt, dann abonniere dorch meine NEWS und/oder empfehle meinen Blog weiter- DANKE!

Warum Quinoa unbedingt auf den Tisch gehört…

Guten Morgen und willkommen im Frühling. Was liegt beim Neuanfang näher, auch mal genauer auf die Ernährung zu schauen. NEIN- ich meine keine Diäten oder extremes Fasten, sondern einfach nur mal rechts und links auf wertvolle Lebensmittel schauen, die Du vielleicht noch nicht kennst:

Quinoa- ein Pseudogetreide- gilt heute als modernes Superfood, doch aus Sicht der Chinesischer Medizin (CM) und dem Ayurveda ist vor allem seine energetische Qualität spannend. Das kleine Pseudogetreide vereint eine seltene Kombination aus hohem pflanzlichem Eiweiß, guter Verträglichkeit und nährender Wirkung. Gerade für Frauen kann Quinoa eine wertvolle Unterstützung sein – für Hormongleichgewicht, Energie und Regeneration.

Quinoa – das nährstoffreiche Kraftkorn

Quinoa stammt ursprünglich aus den Anden und gehört botanisch nicht zu den klassischen Getreiden, sondern zu den Fuchsschwanzgewächsen. In der modernen Ernährung wird es dennoch wie ein Getreide verwendet.

Seine besondere Stärke liegt im hohen Eiweißgehalt.

  • etwa 14–16 % Protein
  • enthält alle neun essenziellen Aminosäuren
  • besonders reich an Lysin, einer Aminosäure, die in vielen Getreiden fehlt
  • liefert Magnesium, Eisen, Zink und B‑Vitamine
  • von Natur aus glutenfrei

Durch diese Nährstoffdichte gilt Quinoa als hervorragende pflanzliche Proteinquelle, insbesondere für Menschen, die sich überwiegend pflanzlich ernähren.

Quinoa aus Sicht der Chinesischen Ernährungslehre

In der CM werden Lebensmittel nach ihrer thermischen Wirkung und ihrer energetischen Funktion im Körperbetrachtet.

Quinoa dabei als:

  • neutral bis leicht wärmend
  • süß im Geschmack
  • Milz- und Nieren stärkend

eingestuft.

Diese Eigenschaften haben mehrere Effekte.

Stärkung von Qi und Blut Xue

Die Kombination aus komplexen Kohlenhydraten, Mineralstoffen und Eiweiß unterstützt die Bildung von Qi (Lebensenergie) und Blut Xue. Gerade Frauen profitieren davon, da Blut in der TCM eine zentrale Rolle für:

  • Menstruation
  • Fruchtbarkeit
  • Haut und Haare
  • emotionale Stabilität

spielt.

Unterstützung der Mitte

Quinoa ist leicht verdaulich und stärkt die Milzenergie, die in der CM für Verdauung und Nährstoffaufnahme verantwortlich ist. Eine starke Mitte bedeutet:

  • stabile Energie
  • weniger Heißhunger
  • bessere Nährstoffverwertung.

Bedeutung für die Frauengesundheit

Viele Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Eisen, Eiweiß und Mineralstoffen, besonders in bestimmten Lebensphasen:

  • während der Menstruation
  • bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft
  • nach der Geburt
  • in Phasen hoher Belastung
  • in den Wechseljahren und u.U. auch danach
  • nach dem Sport.

Quinoa kann hier auf natürliche Weise unterstützen.

Stabilisierung der Energie

Der hohe Eiweißanteil sorgt für langanhaltende Sättigung und stabile Blutzuckerwerte. Das hilft besonders bei:

  • hormonell bedingten Energieeinbrüchen
  • Müdigkeit während der Menstruation
  • Stress und mentaler Belastung.

Unterstützung der Blutbildung

Durch seinen Gehalt an Eisen, Magnesium und Aminosäuren kann Quinoa die Blutbildung fördern. In der CM spricht man davon, dass nährende Lebensmittel helfen, Blut aufzubauen und zu bewegen.

Nährstoffversorgung für Haare, Haut und Hormone

Proteine sind Bausteine für:

  • Hormone
  • Enzyme
  • Haut
  • Haare
  • Muskeln.

Gerade Frauen, die wenig tierisches Eiweiß essen, profitieren von Quinoa als hochwertiger pflanzlicher Proteinquelle.

Quinoa im Ayurveda

Auch im Ayurveda wird Quinoa zunehmend verwendet, obwohl es keine traditionelle indische Pflanze ist.

Seine Eigenschaften lassen sich gut einordnen:

  • leicht verdaulich
  • nährend
  • balanciert Kapha und Vata
  • in moderaten Mengen auch für Pitta geeignet

Besonders vorteilhaft ist Quinoa für Menschen mit schwacher Verdauung oder wechselnder Energie, da es sättigt, ohne schwer im Magen zu liegen.

In Kombination mit Gewürzen wie Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel oder Koriander wird es noch besser verträglich.

Zubereitung für bessere Verträglichkeit

Sowohl die CM als auch die Ayurveda-Ernährung legen großen Wert auf die Zubereitung von Lebensmitteln.

Bei Quinoa empfiehlt sich:

  • vor dem Kochen gründlich waschen, um gg. Schadstoffe zu entfernen
  • kurz anrösten, um Aroma und Bekömmlichkeit zu verbessern
  • mit Gewürzen und warmen Speisenkombinieren.

Ein einfaches Verhältnis beim Kochen:

  • 1 Teil Quinoa
  • 2 Teile Wasser
  • etwa 12–15 Minuten köcheln lassen

Meine Inspiration für eine nährende Frauen‑Bowl:

Eine besonders ausgleichende Kombination für Frauen ist:

  • warm gekochter Quinoa
  • gedünstetes grünes Gemüse (z. B. Brokkoli oder Mangold)
  • Ofengemüse wie Süßkartoffel
  • etwas Sesam oder Kürbiskerne
  • Dressing aus Tahini, Zitronensaft und Olivenöl

Diese Mischung liefert:

  • pflanzliches Eiweiß
  • Eisen und Mineralstoffe
  • gesunde Fette
  • stabilisierende Energie.

Und der Konsenz:

Quinoa verbindet moderne Ernährungswissenschaft mit traditionellen Gesundheitslehren. Durch seinen hohen Eiweißgehalt, seine Mineralstoffe und seine gute Bekömmlichkeit ist er besonders wertvoll für Frauen.

Aus Sicht von CM und Ayurveda stärkt Quinoa die Lebensenergie, unterstützt die Blutbildung und nährt den Körper nachhaltig. Regelmäßig in warme, ausgewogene Mahlzeiten integriert, kann dieses kleine Korn einen großen Beitrag zu Energie, hormoneller Balance und allgemeinem Wohlbefinden leisten.

UND… Quinoa ist ein absoluter Gamechanger für Sporttreibende.

Bei uns zu Haue steht Quinoa regelmäßig auf dem Tisch; ich gebe immer zwei Esslöffel mit in jeden Eintop oder die Suppe; es ist ein sättigendes Frühstück oder leichtes Abendessen- probiere es unbedingt aus!(im Bio-Laden kaufen für die unbedenkliche Qualität 🙂 )

Ich wünsche Dir eine angenehme und schöne erste Frühlingswoche- bkeib gesund!

Herzlichst-Kira

Hirsebrei zum Frühstück- gekocht aus Hirse, Quinoa + Reis-Drink, gestifteten Mandeln und Blaubeeren

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil VI

Oh- wie ich diese Disting-Tied liebe- so ein bisschen noch heimilig bei Kerzenlicht und doch schon die leise Ahnung vom Frühjahr UND das neue Jahr des Yang-Feuer-Pferdes sendet schon ein bisschen seine Energie.

Was liegt da näher, sich auch in dieser Woche wieder mit den Baumgeistern, die jetzt noch schlafen, aber bald Ihre sprudelnde Kraft zeigen, zu beschäftigen- diesmal betrachten wir den GEIST des AHORN:

Der Ahorn trägt eine sanfte, ordnende Kraft in sich. Als Baumgeist steht er für Ausgleich, innere Klarheit und das harmonische Fließen von Lebensenergie. In schamanischer wie auch in der Chinesischen Medizin wirkt Ahorn subtil, sehr tief und ordnend– besonders im Frühling, wenn Knospen und aufsteigende Kräfte den Neubeginn verkörpern.

Der Baumgeist des Ahorns

Der Ahorngeist wird als vermittelnd und ausgleichend wahrgenommen. Er hilft dabei, innere Gegensätze zu versöhnen und Entscheidungen aus dem Herzen heraus zu treffen. In schamanischer Arbeit unterstützt Ahorn bei geistiger Überforderung, innerer Zerrissenheit und in- so wie jetzt-Übergangsphasen:

  • Verbindung zu Herz und Geist
  • Förderung von Klarheit, Milde- besonders zu sich selbst- und innerer Ordnung
  • Begleiter bei Neubeginn, Richtungswechsel und seelischer Reinigung

Heilwirkung aus naturheilkundlicher Sicht/CM:

In der CM werden junge Ahornteile den Holz‑Element‑Qualitäten zugeordnet und wirken besonders auf Leber und Gallenblase.

  • Geschmack: mild, leicht süß
  • Thermik: kühlend bis neutral
  • Wirkung: Qi bewegend, leicht entgiftend, harmonisierend

Ahornknospen unterstützen das freie Fließen des Leber‑Qi, lindern innere Hitze aus Stagnation und wirken sanft klärend auf Emotionen wie Ärger oder innere Unruhe. Energetisch helfen sie, alte Spannungen loszulassen und neue Lebenskraft aufzunehmen. Im frühen Frühjahr sind die kleinen Knospen besonders wertvoll, nicht nur für ein Mazerat sond auch als Frischkost- nebenbei egsagt mit ganz viel Eiweiß. UND so habe ich dieses Rezept für Dich…

Salat aus frischen Ahornknospen

Frühlingsrezept mit Leber‑Qi‑harmonisierender Wirkung

Wirkung gemäß CM:

  • bewegt Leber‑Qi
  • klärt aufgestaute Hitze
  • stärkt die Frühlingsenergie des Holz‑Elements

Zutaten

  • 1 Handvoll frische, junge Ahornknospen
  • 1 kleine Handvoll Feldsalat oder junge Löwenzahnblätter
  • 1-2 frische Pellkartoffeln- ohne Schale, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 TL kaltgepresstes Sesam‑ oder Hanföl
  • 1 TL Apfelessig oder milder Reisessig
  • 1 Prise Salz
  • optional: einige Blüten (Gänseblümchen, Löwenzahn…)
Ahornknospen geben Energie und enthalten viel Eiweiß

Zubereitung

  • Ahornknospen frisch sammeln, nur von unbelasteten Bäumen, und kurz mit kaltem Wasser abspülen.
  • Knospen vorsichtig öffnen oder ganz belassen und mit dem Grün mischen; gepellte Kartoffeln in Scheiben dazu geben…
  • Öl, Essig und Salz verrühren und behutsam unterheben.
  • mit den gezupften Blüten garnieren und bewusst, langsam genießen.

Iss diesen Salat idealerweise im Frühling oder bei Neumond. Vor dem Essen einen Moment innehalten und innerlich um Klarheit, Leichtigkeit und Erneuerung bitten. Der Ahorngeist wirkt besonders, wenn du ihm Aufmerksamkeit schenkst.

Zum Abschluss…der Ahorn ist ein stiller Heiler: Er bringt Ordnung ins Innere, löst Stagnation und unterstützt dich dabei, mit klarem Herzen und ruhigem Geist in neue Zyklen zu gehen.

Mein Tipp: Bevor Du die Knospen oder auch andere Baumteile nimmst, lege eine Hand an den Stamm, danke ich Gedanken und nimm nur wenig- hier ist weniger MEHR 🙂

Alles Liebe und eine gute Woche wünscht Dir

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil IV

Herzlich Willkommen zu meinem Beitrag an diesem Montag… schon wieder der letzte Montag des Januar… und immer stetig geht die Zeit- mal ruhig, mal stark, mal sehr inspirierend und mal sehr verhalten.

UND mit diesem Gedanken rückt die BIRKE in mein Blickfeld. Wir haben bei uns in Bornmühle in Richtung Tollensesee- übrigens eine wunderbare, eiszeitliche Region mit vielen Sagen- eine starke, hochgewachsene Birke auf einer Anhöhe stehen- direkt im Blickfeld unseres Häuschens und diese strahlt so eine Schönheit aus- Schönheit die so ganz selbstverständlich aus der Natur kommt.

Die Birke tritt eher mit Leichtigkeit und Ruhe in den Kreis, doch ihre Kraft ist klar und unmissverständlich. Im norddeutschen schamanischen Verständnis ist sie eine Hüterin, eine Begleiterin von Neubeginn, Reinigung und innerer Aufrichtung. Als Schamanin begegne ich dem Geist der Birke wie einer weisen Alten: sanft, wach und doch so liebevoll-kompromisslos und ehrlich.

Die Birke im norddeutschen Schamanismus

Die Birke ist einer der ersten Bäume, die nach Sturm, Brand oder Winter zurückkehren. In den alten Landschaften Norddeutschlands galt sie als Baum des Anfangs, als Wesen, das zwischen den unterschiedlichen Welten steht. Sie wächst an Übergängen: Waldrändern, Mooren, Lichtungen- immer genau dort, wo Wandel und Entwicklung geschieht.

In meiner schamanischen Arbeit rufe ich den Geist der Birke, wenn:

  • ein neuer (Lebens)-Abschnitt beginnt
  • alte energetische Anhaftungen gelöst werden sollen
  • Klarheit, Leichtigkeit und Schutz gebraucht werden

Ihr Geist wirkt nicht (auf-)drängend. Er klärt, indem er Vieles vereinfacht, die Dramatik nimmt.

Runenenergie der Birke

Die Birke ist eng verbunden mit der Rune Berkano.

Berkano – ᛒ :

  • Geburt, Erneuerung, nährende Weiblichkeit
  • im Element Erde mit aufsteigendem Wasser- Frühling/Frühsommer je nach Region
  • mit Kraft für Schutz, Heilung, Neubeginn

Berkano steht für den Schoß der Mutter Erde, für Regeneration nach Erschöpfung und für sanftes, nachhaltiges Wachstum. In der- so auch meiner- schamanischen Praxis wird diese Rune genutzt, um Prozesse nicht zu beschleunigen, sondern ganz natürlich- im eigenen Zeit-Rhythmus- reifen zu lassen.

Anwendung der Rune:

  • als Zeichen mit Kreide oder Kohle auf Birkenrinde malen
  • in der Meditation visualisieren, weiß-zart grün leuchtend
  • vor einem Neubeginn in den Boden ritzen und diesen wieder schließen

Die Rune wirkt, wenn sie mit Respekt gerufen wird, nicht mit Hast oder dem Willen der absoluten Kontrolle.

Teezubereitung aus Birken-Chaga- Pulver

Heilwirkung des Baumgeistes Birke

Die Birke heilt über Ausleitung und Glanz/Licht/Helligkeit und Leuchten. Sie zieht ab, was stagniert, und bringt Bewegung ins Feine/Tiefe.

Körperlich

  • Unterstützt Ausleitung über Haut und Nieren
  • Wirkt reinigend bei Frühjahrsmüdigkeit
  • Klärend bei schweren, trägen Zuständen

Energetisch

  • Löst fremde Energien aus dem Feld
  • Stärkt die Aura nach Umbruchphasen
  • Reinigt nach Konflikten oder Trauer

Seelisch

  • Fördert Mut für neue Wege
  • Unterstützt sanfte Abgrenzung
  • Bringt innere Aufrichtung nach Krisen

Im schamanischen Verständnis heilt nicht der Stoff allein, sondern die Begegnung mit dem Geist des Baumes.

Die rituelle Begegnung mit dem Birkengeist

Für eine bewusste Verbindung empfehle ich Dir:

  • Lege deine Hand an den Stamm
  • Atme ruhig – als Frau sieben; als Mann acht- Atemzüge
  • Sprich innerlich deinen Wunsch nach Klärung/Reinigung/Leichtigkeit
  • Lausche der Birke, Ihren Zweigen oder auch Blättern ohne Erwartung– vielleicht legst Du auch Dein linkes Ohr(Herzseite) an den Stamm und spürst/ hörst die Antwort im Rauschen 🙂

Die Birke antwortet oft eher über Körperempfindung, nicht immer über Bilder- manchmal flüstert sie mit dem Wind und manchmal rauscht es richtig.

Rezept: Schamanischer Birken‑Saunaaufguss

Dieser Aufguss dient der energetischen Reinigung und dem Gehen lassen nicht mehr Sinnvollem; aber auch der Aktivierung der frühen Jahresenergie

Zutaten

  • 1 Handvoll frische oder getrocknete Birkenblätter
  • 1 Liter heißes Wasser
  • 3 Tropfen ätherisches Birkenöl oder alternativ Fichte/Zitrone/Weißfichte/Kiefer
  • ein kleines Stück Birkenrinde oder zermahlenes Birkenholz und eine Prise zermahlener Bernstein

Zubereitung

  • Birkenblätter mit heißem Wasser übergießen
  • 10–15 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und ätherisches Öl, zermahlenes Holz/Rinde/Bernstein hinzufügen

Rituelle Aktivierung

  • Zeichne mit dem Finger die Rune Berkano ᛒ über das Gefäß
  • Sprich leise:
    „Was nicht mehr zu mir gehört, darf gehen- ich öffne mich dem Frischen, Neuen“

Anwendung

  • Kelleweise auf die heißen Steine geben
  • Während des Aufgusses bewusst ausatmen
  • danach halte Ruhe und trinke (Birken)-Wasser

Dieser Aufguss wirkt nicht anregend, sondern klärend und ordnend, erfrischt und weckt Deinen Geist.

Wenn Du keine Möglichkeit für das Saunieren hast, dann nimm ein Sitz- oder Kopf-Dampfbad mit dieser Mischung.

Die Birke als Lehrerin

Der Baumgeist der Birke erinnert uns daran, dass Reinheit, Frische, Neues nichts mit Härte/Unnachgiebigkeit zu tun hat. Sie zeigt, wie man loslässt, ohne zu kämpfen, und neu beginnt, ohne sich selbst zu verlieren. Interessant ist auch, dass sich bspw. der Heilpilz CHAGA – siehe Artikel hier: https://spiritandbalance.de/?s=dunkler+unbekannter – oft an einer Birke ansiedelt; neben dem Birkenporling natürlich 🙂

Kurtee bei Harnwegsinfekt- Hitze- Birke, Brennnessel, Goldrute

Im Kontext mit der Chinesischen Medizin wird die Birke (Betula) aufgrund ihrer kühlenden Eigenschaft und des bitter- aromatischen Geschmacks primär genutzt, um Feuchtigkeit (Nässe) auszuleiten und die Nieren- sowie Leberfunktion zu stärken. Sie wird der Wandlungsphase Holz zugeordnet und gilt als Mittel zur Entgiftung, Förderung des Harnflusses sowie zur Linderung von entzündlichen Haut- und Gelenkbeschwerden. 

Wirkungen der Birke gemäß CM:

  • Ausleitung von Feuchtigkeit: Birke ist bekannt dafür, Nässe-Hitze aus der Blase auszuleiten, was bspw. bei Harnwegsinfektionen hilfreich ist.
  • Stärkung von Leber und Niere: Die energetische Zuordnung betrifft Leber, Niere, Blase und Herz, wobei Qi-Stagnationen aufzulösen eine primäre Aufgabe ist.
  • Thermische Wirkung: Das Temperaturverhalten wird als frisch bis kühl eingestuft.
  • Indikationen: Typisch sind Anwendungen bei Hitze-Bi-Syndrom, Ödemen und entzündlichen Hautproblemen- alles eher durch Hitze verursacht.

Verwendete Teile und Anwendung:

  • Blätter- hauptsächlich als Tee zur Durchspülungstherapie- Einzeldroge oder in Kombination mit: Löwenzahn, Brennnessel, Goldrute, Stiefmütterchen…
  • Saft/Wasser der Birke- wird als Tonikum genutzt- nach Hitze-Erkrankungen oder nach starker körperlicher Belastung mit Hitze.
  • Rinde- enthält Betulin und wird in der Kräuterheilkunde, teils auch bei Hautleiden, verwendet; bspw. in Salben oder für Kompressen.

In der Phytotherapie der CM ist die Birke ein wertvolles Mittel zur Aktivierung der Autophagie (DETOX) und zur Unterstützung des Körpers, um Hitze-Nässe und Toxine über den Urin/ den Stuhl auszuleiten.

Birke bei uns in Bornmühle

Wenn Du mit der Birke gehst, lernst Du:
Leichtigkeit ist eine Entscheidung-Neubeginn beginnt im Inneren.

So spricht die Birke zu Dir- ruhig, weiß(se) und mit einer ruhigen Präsenz und liebevollen Kompromisslosigkeit.

Wenn Du möchtest komm mit mir auf eine schamanische „Baumwanderung“ rund um die Bornmühle- vereinbare dazu per Mail über das Kontaktformular einen Termin- alleine oder auch mit anderen Personen, als Geschenk an Dich selbst oder für Mutter, Vater, Familie, Freunde- unsere Baumgeister und ich- wir freuen uns auf Dich!

ODER- lass die beseelten bäume einfach in DEIN Leben- so wie DU es möchtest und empfindest- alles Liebe an Dich!

Kira

Ufer Tollensesee(KI-bearbeitet)

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil 1

Herzlich Willkommen in diesem kraftvollen Jahr 2026- auch wenn das Yang-Feuer-Pferd erst am 17.2. seine volle Energie entfaltet, ist diese schon sehr zu spüren- Gewitter im Winter, starke Emotionen und noch viel mehr lassen die Wildheit dieses Jahres erahnen.

Winterlandschaft Mecklenburger Seenplatte

Und ganz passend dazu gibt es von mir eine kleine Blog-Reihe zu unseren heimischen Bäumen- etwas mehr aus schamanisch- naturheilkundlicher Sicht.

Seit einigen Jahren schon gehe ich meinen schamanischen Weg und dieser lässt mich die Kraft der Natur und der daraus hervorgehenden Heilkunde noch viel besser verstehen und anwenden.

Lass Dich also mitnehmen auf diese kleine Reise 🙂

Baumgeister im norddeutschen Schamanismus sind leise Hüter zwischen den Welten, verwurzelt in Wind, Nebel und salziger Erde. Sie gelten als beseelte Wesen, die Erinnerung tragen, Schutz gewähren und den Rhythmus von Werden und Vergehen bewahren.

Schau Dir die Rinde an 🙂

In alten Überlieferungen der Küsten- und Moorlandschaften zeigen sie sich nicht laut, sondern durch Zeichen: knarrende Äste, kreisende Krähen, knorrige Rinden, die Gebilde oder Gesichter erkennen lassen, plötzliches Innehalten der Luft. Besonders Eichen, Eschen, Buchen und Erlen werden als Träger starker Geisterkraft gesehen – verbunden mit unseren Generationen von Ahnen, Heilwissen und Zeitenwandel.

Wenn ich ihnen begegne, geschieht dies mit Achtung. Ein stiller Gruß, ein Moment der Dankbarkeit, ein Lauschen ohne Forderung. Denn Baumgeister lehren nicht durch Worte, sondern durch Geduld, Standhaftigkeit und tiefe Verbundenheit mit dem Land.

Allgemeines– besonders zu unserer Mecklenburger Heimat:

Die Baumgeister des norddeutschen Schamanismus sind still, weit und wettergeprägt. Besonders in Mecklenburg und entlang der Ostseeküste tragen sie das Gedächtnis von Wind, Salz und alten Übergängen zwischen Land, Meer und Himmel in sich. Hier wirken keine lauten Waldwesen, sondern Hüter, die Geduld, Standhaftigkeit und innere Weite lehren.

Steilküsten-Baum

Baumgeister im norddeutschen Schamanismus

Im norddeutschen Raum gelten Bäume nicht als getrennte Wesen, sondern als Mittler zwischen den Elementen. Ihre Geister sind eng mit Ort, Boden und Klima verbunden.

  • Verbindung von Erde, Wasser, Wind und Licht
  • Schutz von Siedlungsräumen, Wegen und Küstenlinien
  • Träger von Ahnenwissen und Landschaftserinnerung

Der schamanische Zugang ist geprägt vom Lauschen, nicht von lauten Beschwörungen.

Mecklenburg-Vorpommern – ein Land der Übergänge

Erkennst Du den Geist des Baumes?

Unser Land ist durchzogen von Seen, Mooren, flüsternden Wäldern und alten Küstenlinien. Die Baumgeister hier gelten als Wächter von Schwellen und Wandel.

  • Erle: Hüterin von Mooren, Seenrändern und seelischen Übergängen
  • Birke: Lichtbringerin auf sandigen Böden, verbunden mit Neubeginn und Reinigung
  • Eiche: Trägerin von Beständigkeit, Recht und Ahnenkraft

Diese Bäume wurden traditionell an Dorfgrenzen, Quellen und alten Wegen gesetzt und voller Achtung und Wertschätzung betrachtet..

Die Baumgeister der Ostseeküste

An der Ostseeküste wirken Bäume unter ständigem Einfluss von Salz, Wind und wechselndem Licht. Ihre Geister gelten als klar, nüchtern und tief oder weit verwurzelt.

  • Kiefer: Schutzbaum der Dünen, steht für Ausdauer und klare Ausrichtung
  • Buche: Hüterin der Küstenwälder, besonders auf Kreide- und Lehmböden, verbunden mit innerer Ordnung
  • Weide: Begleiterin der Bodden und Haffe, wirkt auf Gefühle und Anpassungsfähigkeit
Erle am Tollensesee

Diese Baumgeister lehren, sich zu beugen, ohne zu brechen.

Schamanische Praxis an der Küste, an den Seen und im Hinterland

Norddeutscher Schamanismus kennt keine Trennung zwischen Alltag und Ritual. Die Begegnung mit Baumgeistern geschieht im Gehen, Sitzen, Schweigen.

  • Verweilen bei Wind und wechselndem Wetter
  • Wahrnehmen von Geräuschen, Salzluft und Bodenfeuchte
  • Dank und Achtsamkeit statt Forderung

Der Baumgeist zeigt sich nicht als Vision, sondern als innere Haltung.

Baumwurzel in Bornmühle

Fazit

Die Baumgeister Mecklenburgs und der Ostseeküste sind Lehrer der Stille. Sie wirken nicht durch Dramatik, sondern durch Beständigkeit. Wer ihnen begegnet, lernt, in offenen Landschaften verwurzelt zu bleiben und im Wandel der Jahreszeiten und auch des Meeres den eigenen inneren Rhythmus zu finden.

Es gibt eine kurze Legende zum Baumgeist der Erle, voller Ruhe und Dankbarkeit erzählt und tief mit Wasser, Erde und Erinnerung verwobendie Legende vom Erlengeist:

Dort, wo Moorwasser still schwingt und Nebel die Grenzen verwischt, steht die Erle mit nassen Füßen in der Welt. Man sagt, in ihrem Stamm wohnt ein Geist, älter als Wege und Namen.

Als die Menschen immer mehr vergaßen, wie man den Sümpfen zuhört, trat der Erlengeist hervor. Nicht als Gestalt, sondern als Rauschen im Blattwerk und als rotes Leuchten im frisch geschnittenen Holz. Er erinnerte daran, dass alles Leben aus Übergängen entsteht – aus Wasser zu Land, aus Schatten zu Licht.

Wer in der Dämmerung an der Erle verweilt, nichts fordert und mit dem Herzen hört, dem hütet der Erlen-Geist die Seele vor dem Versinken. Er schenkt Stand im Weichen, Schutz im Wandel und die Gabe, zwischen den Welten zu gehen, ohne sich zu verlieren.

Darum gilt die Erle bis heute als Baum der Schwelle, und ihr Geist wacht schweigend über alle, die den Mut haben, auch mal im Ungewissen zu verweilen und den Weg daraus selbst zu finden.

Aus schamanischer Sicht und aus der Erfahrungsheilkunde gesprochen, wirkt die Erle nicht gleichförmig über das Jahr hinweg. Sie wandelt ihre Kraft mit dem Rhythmus der Jahreszeiten und begleitet den Menschen dabei auf körperlicher, seelischer und energetischer Ebene.

Frühling – Reinigung und Neubeginn

Im Frühling erwacht die Erle früh und kraftvoll aus der Winterruhe. Ihre Energie wirkt klärend und lösend.

  • Unterstützung bei innerer und äußerer Reinigung
  • Förderung von Erneuerung nach Erschöpfung oder langen Übergangsphasen
  • Stärkung der Fähigkeit, alte Lasten loszulassen

In der Naturheilkunde wird diese Zeit der Erle traditionell mit Entgiftung, Ausleitung und dem Wiederfinden des eigenen Flusses verbunden- die Urtinktur unterstützt dabei die Gefäße und Organe wie Leber und Nieren.

Sommer – Stabilität im Wandel

Im Sommer steht die Erle fest im Wasser und trotzt Hitze wie Feuchtigkeit. Ihre Wirkung ist ausgleichend und schützend.

  • Erdung bei emotionaler Unruhe
  • Stärkung der inneren Stabilität in bewegten Zeiten
  • Unterstützung bei Grenzthemen und Abgrenzung

Schamanisch gesehen lehrt der Sommerzustand der Erle, im Wandel standhaft zu bleiben, ohne zu verhärten. Hier kann die Urtinktur oder auch eine Erlen-Salbe zu viel Starre in Flexibilität umwandeln.

Herbst – Übergang und Ahnenkraft

Im Herbst vertieft sich die spirituelle Kraft der Erle. Sie wird zum Baum der Schwelle zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.

  • Begleitung bei Abschieden und innerem Rückzug
  • Verbindung zu Ahnenwissen und Erinnerung
  • Förderung von Intuition und Traumwahrnehmung

In dieser Zeit wird die Erle häufig für Rituale des Loslassens und der inneren Einkehr genutzt- Rinde und Früchte im Räucherwerk unterstützen dies.

Winter – Schutz und tiefe Heilruhe

Im Winter wirkt die Erle still, aber wachsam. Ihre Energie ist schützend und bewahrend.

  • Stärkung der seelischen Widerstandskraft
  • Schutz in Zeiten von Dunkelheit und Erschöpfung
  • Förderung von Regeneration und innerer Sammlung

Als schamanische Begleiterin gilt der Winterzustand der Erle als Hüterin der Seele, die durch die Dunkelzeit trägt, ohne zu drängen- nutze hier Salbe, Urtinktur oder Räucherwerk zur Unterstützung.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Erle über das Jahr hinweg eine Lehrerin des Übergangs ist. Sie heilt nicht durch und mit Eile, sondern durch Anpassung, Tiefe und die Erinnerung daran, dass selbst im weichen Boden fester Halt gefunden werden kann.

Erlenrinden‑Salbe bei rheumatischen Beschwerden

Diese Salbe wird äußerlich angewendet und verbindet die entzündungsberuhigende Volksheilkunde der Erle mit wärmenden Pflanzenkräften.

Zutaten

  • 2 Esslöffel frische oder getrocknete Erlenrinde, fein geschnitten oder ein Teelöffel Esche-Urtinktur
  • 200 ml hochwertiges Olivenöl
  • 20 g Bienenwachs
  • 5 Tropfen ätherisches Wacholderöl
  • 5 Tropfen ätherisches Fichtennadelöl

Zubereitung

  1. Erlenrinde und Olivenöl in ein hitzefestes Glas geben.
  2. Das Glas im Wasserbad bei niedriger Hitze etwa 60 Minuten ziehen lassen, ohne zu kochen.
  3. Den Ölauszug durch ein feines Tuch abseihen.
  4. Den warmen Auszug erneut ins Wasserbad stellen und das Bienenwachs darin schmelzen.
  5. Vom Herd nehmen, ätherische Öle einrühren und gut vermengen.
  6. In saubere Gläser füllen und vollständig abkühlen lassen.
Erlensalbe (Foto mit KI bearbeitet)

Anwendung

  • Die Salbe 1–2‑mal täglich sanft in die betroffenen Gelenke einmassieren
  • Besonders wohltuend nach Wärmebehandlungen oder vor dem Schlafengehen
  • Begleitend ruhig atmen und die wärmende, erdende Kraft der Erle bewusst wahrnehmen
  • Massiere mit der Salbe den Nacken, die Schultern oder auch ganz leicht die Fußsohlen ein- Starrheit und Festgefahrenes wird sich lösen

Naturheilkundliche und schamanische Einordnung

Die Erle wirkt hier als Grenzgängerin zwischen Wasser und Erde. Sie hilft, gestaute Prozesse zu lösen, ohne den Körper zu überfordern. In der Arbeit mit Rheuma oder verhärteten Zuständen steht sie für Nachgiebigkeit, Durchlässigkeit und das Wiederfinden des inneren Flusses.

Es lässt sich sagen, dass diese Rezeptur nicht nur den Körper anspricht, sondern auch eine Einladung ist, dem eigenen Rhythmus wieder Raum zu geben. Die Erle heilt leise, stetig und mit der Weisheit des Übergangs.

Entdeckst Du den kleinen Baumgeist am Stamm?

Und nun wünsche ich Dir eine inspirierende und wunderbare Woche … schau Dir mal die Bäume in Deiner Umgebung näher an- vielleicht erkennst Du den Geist darin und die Weisheit…

Alles Liebe-Kira

Baumwurzeln sind so beseelt- in dieser findest Du gleich mehrere Wesen 🙂

Zitrone trifft Fichte

Wir sind mitten in der Raunächte-Zeit… Jul-Tied… und da habe ich ein ganz wunderbares Rezept in zwei Varianten für eine besondere Verbindung mit der Natur auch auf dem Tisch 🙂

Klassisch- Variante 1:

Fichten-Zitronen-Butter verbindet heimische Wildpflanzen mit den Prinzipien der Klassischen Chinesischen Medizin und eignet sich sowohl als Genussmittel als auch zur gezielten Unterstützung von Lunge und Abwehr-Qi. Das Rezept ist einfach, alltagstauglich und ganz wunderbar über die Mahlzeiten zu integrieren :

Fichten-Zitronen-Butter

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich- ich nehme immer Süßmolke-Butter
  • 2–3 EL frische Fichtenspitzen, fein gehackt
  • 1 Bio-Zitrone, Abrieb der Schale und 1–2 TL Saft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig oder Birkenzucker (Xylit)

Zubereitung

  1. Die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem Holzlöffel cremig rühren.
  2. Die frisch gehackten Fichtenspitzen gleichmäßig unter die Butter mischen.
  3. Zitronenabrieb und Zitronensaft hinzufügen und sorgfältig einarbeiten.
  4. Mit Salz abschmecken. Optional Honig oder Birkenzucker unterrühren, um die herbe Waldnote abzurunden.
  5. Die Butter in Backpapier oder ein Glas füllen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Wie verwenden

  • Dünn auf frischem, getoastetem Sauerteig- oder Dinkelbrot
  • Zu gedämpftem Gemüse oder Ofenkartoffeln
  • Als aromatische Butter zu Fisch oder Pilzgerichten
  • In kleinen Mengen pur, z. B. morgens in einer Frühstückssuppe mit getoastetem Brot

Wirkung gemäß Chinesischer Medizin

Thermische Wirkung und Geschmack

  • Fichtenspitzen: warm, aromatisch, leicht bitter
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Diese Kombination wirkt ausgleichend, tonisierend und leicht bewegend.

Organzuordnung und energetische Effekte

  • Lunge:
    • Fichtenspitzen öffnen die Lunge, transformieren Schleim und stärken das Wei-Qi
    • Unterstützend bei Kälte-Schleim, feuchtem Husten und Rekonvaleszenz
  • Leber:
    • Die Zitrone bewegt das Leber-Qi und verhindert Stagnation
    • Hilfreich bei Spannung, Reizbarkeit und Frühjahrsmüdigkeit
  • Milz:
    • Butter nährt Yin und Blut, ohne stark zu belasten
    • In kleinen Mengen gut verträglich bei Milz-Qi-Schwäche

Gesamtwirkung

  • Stärkt das Abwehr-Qi (Wei-Qi)
  • Unterstützt die Atemwege, besonders in der kalten Jahreszeit
  • Bewegt Qi sanft, ohne auszutrocknen
  • Nährt Yin, ideal bei trockener Konstitution

Geeignet für

  • Menschen mit Kältegefühl, Infektanfälligkeit oder trockenem Husten
  • Übergangszeiten wie Frühling und Herbst
  • Erschöpfung nach Krankheit

NICHT geeignet bei

  • Ausgeprägter Hitze, Fieber oder innerer Trockenheit mit starker Hitze
  • Akutem Durchfall oder starker Milz-Schwäche mit Feuchtigkeit

Diese Fichten-Zitronen-Butter vereint regionale Naturheilkunde mit der Wirkweise in der CM und eignet sich hervorragend als funktionelles Lebensmittel mit klarer energetischer Ausrichtung. Sie wirkt am besten regelmäßig, aber in kleinen Mengen genossen.

Variante 2…

Diese Variante der Fichten-Zitronen-Butter nutzt einen selbst hergestellten Fichten‑Extrakt in Form eines starken Tees und verstärkt dadurch gezielt die CM‑Wirkung auf Lunge, Wei‑Qi und Qi‑Bewegung. Die Rezeptur ist bewusst mild dosiert, damit die Butter energetisch wirksam bleibt, ohne die Milz zu belasten.

Fichten-Zitronen-Butter mit Fichten-Extrakt (starker Tee)

Fichten-Extrakt herstellen

Zutaten

  • 2 gehäufte EL frische Fichtenspitzen
  • 200 ml Wasser

Zubereitung

  1. Fichtenspitzen grob zerkleinern und in einen kleinen Topf geben.
  2. Mit Wasser übergießen, aufkochen und 10–15 Minuten sanft köcheln lassen.
  3. Vom Herd ziehen, weitere 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  4. Abseihen und den Sud ohne Deckel und bei sehr wenig Hitze auf ca. 2–3 EL reduzieren.
  5. Vollständig abkühlen lassen.

Ergebnis ist ein hochkonzentrierter, aromatischer Fichten-Extrakt.

Fichten-Zitronen-Butter mit dem Dekokt zubereiten- ähnlich wie Variante 1

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich
  • 2–3 EL Fichten-Extrakt, vollständig abgekühlt
  • 1 Bio-Zitrone, fein abgeriebene Schale
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig

Zubereitung

  1. Weiche Butter cremig rühren, bis sie luftig wird.
  2. Den Fichten-Extrakt tröpfchenweise unterrühren, dabei ständig rühren, damit die Butter nicht gerinnt.
  3. Zitronenabrieb, Zitronensaft und Salz einarbeiten.
  4. Optional Honig hinzufügen.
  5. Die Butter in ein Glas oder Backpapier füllen und mindestens 2 Stunden kühl stellen, damit sie wieder fest wird.

Haltbarkeit

  • Im Kühlschrank: 5–7 Tage
  • Portionsweise einfrieren möglich

Wirkung nach Traditioneller Chinesischer Medizin

Thermik und Geschmack mit dem Dekokt

  • Fichten-Extrakt: warm, aromatisch, verstärkt bitter-scharf
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Das Dekokt macht die Wirkung der Fichte tiefer, klarer und stärker schleimtransformierend als bei frischen Spitzen.

Energetische Hauptwirkungen

  • Öffnet die Lunge in ihrer Funktionalität und senkt rebellierendes Lungen-Qi
  • Transformiert Schleim und Feuchtigkeit
  • Stärkt das Wei-Qi, besonders bei Kälte- und Windanfälligkeit
  • Bewegt Leber-Qi, ohne Yin zu verletzen

Organbezug

  • Lunge: Klärung, Öffnung, Stärkung
  • Milz: Butter schützt vor zu starker Austrocknung
  • Leber: Zitrone verhindert Qi-Stagnation

Besonders geeignet bei

  • Infektanfälligkeit, Frösteln
  • Feuchtem oder kaltem Husten
  • Rekonvaleszenz nach Erkältungen
  • Frühjahrsmüdigkeit mit Schleimgefühl

empfohlene Dosierung bei therapeutischem Einsatz

  • 1–2 TL täglich, vorzugsweise morgens oder mittags
  • in leicht gewärmten Speisen- niemals direkt aus dem Kühlschrank essen

Hinweis: Durch den flüssigen Extrakt wird die Butter energetisch bewegender. Bei ausgeprägter Milz-Qi-Schwäche oder Neigung zu Durchfall die Menge halbieren oder die Butter nur gelegentlich verwenden.

Diese Version verbindet eine klassische Abkochung (Dekokt) mit westlicher Küche und ist aus Sicht der CM dadurch besonders wirksam- für alle Menschen, die die Kraft der Fichte gezielt und sanft in den Alltag integrieren möchten.

Hole Dir den Duft des Waldes auf den Tisch!

Alle guten Wünsche und eine wunderbare Jul-Woche; inspirierende Raunächte und eine Zeit voller Spirit und Liebe!

Kira

Was gefragt wurde…

…in unzähligen Mails und persönlichen Nachrichten: Kann in der Chinesischen Medizin mit Akupunktur und Kräutermedizin Dopamin gepusht werden?

UND damit WILLKOMMEN in dieser Novemberwoche so kurz nach dem fulminanten Vollmond 🙂

Gerade in der dunklen Jahreszeit geht es etwa 20% der Menschen bei uns in den nördlicheren Regionen Deutschlands mental nicht so gut- Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Trägheit… machen sich breit, obwohl Betroffene aktiv und fröhlich die Tage verbringen möchten- es liegt also nicht am Wollen, sondern mehr am Können und dies ist ganz eng mit dem JING verbunden. Dann schauen wir uns doch das DOPAMIN mal näher an 😉

Dopamin steht sinnbildlich für Lebensfreude, Motivation und inneren Antrieb.
In der CM werden diese Qualitäten vor allem durch das Leber-Qi, das Herz-Shen und ein ausgewogenes Verhältnis von Qi, Blut und Essenz (Jing) reguliert.

Akupunktur bspw. an den Punkten des äußeren Blasenmeridians stimulieren Dopamin

Energetische Zuordnung

Westlicher AspektTCM-EntsprechungBeschreibung
DopaminBewegung und Fluss des Leber-QiMotivation, Kreativität, Entscheidungsfreude
Belohnung & FreudeHerz-ShenEmotionale Offenheit, Begeisterung, Lebenslust
Antrieb & EnergieQi und Nieren-JingWillenskraft, Ausdauer, Vitalität
Regulation & BalanceMilz-QiStabilität, Konzentration, klare Gedanken

Wenn Dopamin „niedrig“ ist – CM-Betrachtung

Ein Mangel an Dopamin äußert sich oft als:

  • Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Gefühl von innerer Leere oder Gleichgültigkeit

In der CM entspricht das meist einer Kombination aus:

  • Leber-Qi-Stagnation → Frustration, Reizbarkeit, Blockaden
  • Milz-Qi-Schwäche → Energiemangel, Grübeln, Erschöpfung
  • Herz-Blut- oder Shen-Schwäche → Freudlosigkeit, Schlafprobleme
  • Nieren-Essenz-Mangel → Willensschwäche, Burnout, tiefe Erschöpfung

Wenn Dopamin „zu hoch“ ist – CM-Betrachtung

Bewegungsdrang, ohne das Ruhe eintritt 🙁

Ein Übermaß an Dopamin (z. B. durch ständige Reizüberflutung, Social Media, Zucker, Koffein) kann sich zeigen als:

  • Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit, Hyperaktivität
  • Übermäßige Stimulation des Geistes

Energetisch entspricht das:

  • Leber-Yang-Aufstieg
  • Herz-Feuer
  • Yin-Mangel mit innerer Hitze

Harmonisierung des „Dopamin-Flusses“ nach CM

herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

1. Ernährung

  • Qi-stärkend: Hirse, Hafer, Süßkartoffeln, Datteln, Karotten
  • Leber-Qi bewegend: Zitrusfrüchte, Minze, grünes Gemüse, kleine Mengen Essig
  • Blut- und Shen-nährend: Beeren, rote Datteln, Walnüsse, Sesam, Kakao (in Maßen)

2. Kräuter & Tees

  • Leber-Qi regulierend: Chai Hu (Bupleurum), Xiang Fu (Cyperus)
  • Shen beruhigend: Suan Zao Ren (Ziziphus), He Huan Pi (Albizia)
  • Qi stärkend: Ren Shen (Ginseng), Huang Qi (Astragalus)

3. Lebensstil & Emotionen

  • Bewegung in der Natur → fördert Leber-Qi-Fluss
  • Meditation, Atemübungen → beruhigen Herz-Shen
  • Kreative Tätigkeiten → nähren Leber und Herz
  • Regelmäßiger Schlaf → regeneriert Nieren-Jing
  • Präventive bzw. regelmäßige Akupunktur

Kurz gesagt: Dopamin entspricht in der CM dem freien Fluss von Leber-Qi, der Klarheit des Herz-Shen und der Stärke von Qi und Jing.
Ein harmonischer Dopaminspiegel bedeutet also:

  • freies, lebendiges Qi
  • zentrierte Mitte
  • ruhigen, klaren Geist

Wenn diese Ebenen im Gleichgewicht sind, entsteht das, was die CM als innere Freude und Lebenslust bezeichnet – die natürliche Entfaltung des Shen.

Während Akupunktur über feine Impulse das Nervensystem harmonisiert, können westliche Heilpflanzen denselben Weg von innen heraus unterstützen – sanft, kraftvoll und tiefgreifend.

Pflanzen, aus West und Ost, die dein Dopamin zum Tanzen bringen

  • Rhodiola rosea (Rosenwurz)- der Energiebooster aus dem Norden – hilft dir, Stress zu transformieren und neue Lebenskraft zu spüren.
  • Mucuna pruriens (Juckbohne)- reich an natürlichem L-Dopa, der Vorstufe von Dopamin – schenkt Fokus, Motivation und Lebensfreude.
  • Ginkgo biloba- fördert die Durchblutung des Gehirns, klärt den Geist und schützt deine Nervenzellen.
  • Panax ginseng- ein uraltes Adaptogen, das Energie, Vitalität und mentale Stärke in Einklang bringt.
  • Bacopa monnieri (Brahmi)- der Pflanzenfreund für dein Nervensystem – beruhigt, stärkt und schärft den Geist.
  • Curcuma longa (Kurkuma)- die „Goldene Wurzel der Sonne“ – wirkt entzündungshemmend und hebt die Stimmung von innen heraus.
  • Hypericum perforatum (Johanniskraut)- Licht in Pflanzenform – bringt Balance, wenn die Seele nach Wärme und Klarheit ruft.

Kurz gesagt:
Diese Pflanzen sind wie kleine Anker für dein Nervensystem – sie erinnern dich daran, dass Heilung immer von innen beginnt. Ob als Tee, Tinktur oder Extrakt: Sie schenken deinem Körper das, was er braucht, um wieder in seine natürliche Schwingung zu kommen.

Kombiniert mit Akupunktur entsteht daraus eine kraftvolle Symphonie aus Tradition, Natur und Neurobiologie – für mehr Leichtigkeit, Fokus und Lebensfreude.

Ich wünsche Dir mit diesem Exkurs einen freudvollen Start in die neue Woche- bleib gesund und achtsam- alles Liebe

Kira

PS: Wenn Dir dieser Beitrag oder auch generell mein Blog mit den zahlreichen Artikeln gefällt, dann abonniere den Newsletter für montags oder empfehle meinen Blog weiter- Danke dafür und Herzensgrüße!

DAS ist kein einfacher SHAKE…

Dieser Proteinshake ist speziell darauf abgestimmt, die Leberregeneration zu unterstützen und gleichzeitig eine pflanzliche Proteinquelle zu liefern. Die Kombination aus Brokkoli, Spinat, Hanfsamen und Haferkleie liefert schwefelhaltige Aminosäuren, Antioxidantien und Ballaststoffe, die die Entgiftungsleistung der Leber fördern…

UND damit herzlich Willkommen in der ersten November-Woche.


Dein Rezept- Leberregenerierender Proteinshake (1 Portion)

Zutaten

  • 150 g Brokkoli (frisch oder tiefgekühlt)
  • 150 g Blattspinat (frisch oder tiefgekühlt)
  • 30 g Haferkleie
  • 20 g geschälte Hanfsamen
  • 200 ml Wasser (oder ungesüßte Mandelmilch für cremigere Konsistenz)
  • 1 EL frische Petersilie
  • Optional: ½ Zitrone (Saft) und 1 TL natives Olivenöl extra

Zubereitung

  1. Vorbereitung:
    Wenn du tiefgekühltes Gemüse verwendest, kurz antauen lassen oder 1–2 Minuten in heißem Wasser blanchieren, um die Zellstruktur aufzulockern und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
  2. Mixen:
    Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben.
    Auf höchster Stufe 45–60 Sekunden mixen, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht.
  3. Abschmecken:
    Mit Zitronensaft und Olivenöl verfeinern – das sorgt für eine bessere Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, E, K) und unterstützt die Gallensäureproduktion.
  4. Servieren:
    Sofort trinken, um den maximalen Gehalt an Antioxidantien und Chlorophyll zu erhalten.

Ernährungsphysiologischer Nutzen

ZutatHauptwirkung auf die Leber
BrokkoliEnthält Sulforaphan, das die Aktivität von Phase-II-Entgiftungsenzymen steigert.
BlattspinatReich an Chlorophyll, das Toxine bindet und die Leberzellen schützt.
HaferkleieLiefert lösliche Ballaststoffe (Beta-Glucane), die Cholesterin binden und die Fettverarbeitung der Leber entlasten.
HanfsamenHochwertige pflanzliche Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, besonders Methionin und Cystein für die Glutathionbildung.
PetersilieUnterstützt die Harnausscheidung und hilft, Stoffwechselendprodukte auszuleiten.
Zitrone (optional)Fördert die Gallensekretion und den pH-Ausgleich im Verdauungssystem.

Nährwert (ca. pro Portion)

  • Kalorien: ~280 kcal
  • Protein: ~18 g
  • Ballaststoffe: ~10 g
  • Fett: ~10 g (davon viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)
  • Kohlenhydrate: ~20 g

Mein Spezial-Tipp:

Trinke den Shake bspw. nach einer morgendlichen Möhrensuppe- so hast Du ein vollwertiges Frühstück und die Zutaten des Shake lassen sich noch besser verdauen 🙂

Gemäß der Chinesischer Medizin:

  • ist dieser grüne Proteinshake ein sanft „entgiftendes“, Qi- und Blut-nährendes Getränk, das besonders Leber und Milz unterstützt. Er wirkt leicht kühlendreinigend und ausleitend, wodurch er ideal für Menschen mit Leber-Hitze (Fett-Leber oder „stillen Entzündungen“), innerer Stagnation oder bei Herbstblues und Frühjahrsmüdigkeit ist.

Brokkoli

  • Geschmack & Temperatur: leicht bitter, süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: leitet Hitze aus der Leber, transformiert Schleim, fördert den Qi-Fluss und unterstützt die Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: ideal bei Leber-Qi-Stagnation, Reizbarkeit oder Hautunreinheiten durch Hitze.

Blattspinat

  • Geschmack & Temperatur: süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Blut
  • Wirkung: nährt das Blut, befeuchtet Trockenheit, kühlt das Blut und harmonisiert die Leber.
  • TCM-Aspekt: stärkt Leber-Blut, besonders bei Müdigkeit, trockenen Augen oder Menstruationsbeschwerden.

Haferkleie

  • Geschmack & Temperatur: süß, warm
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: stärkt das Milz-Qi, beruhigt den Geist (Shen) und reguliert den Blutzucker.
  • TCM-Aspekt: balanciert die kühlenden Zutaten, um die Mitte zu schützen.

Hanfsamen (geschält)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Milz, Dickdarm
  • Wirkung: befeuchtet den Darm, nährt Yin und fördert eine sanfte Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: harmonisiert den Verdauungstrakt, unterstützt die Ausleitung von Toxinen.

Petersilie

  • Geschmack & Temperatur: scharf, warm
  • Wirkt auf: Blase, Magen
  • Wirkung: bewegt Qi, fördert die Harnausscheidung und leitet Feuchtigkeit aus.
  • TCM-Aspekt: verhindert, dass sich zu viel Kälte oder Feuchtigkeit durch die grünen Zutaten ansammelt.

Zitrone (optional)

  • Geschmack & Temperatur: sauer, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: bewegt Leber-Qi, löst Stagnationen und klärt Hitze.
  • TCM-Aspekt: stärkt die Leberfunktion und harmonisiert den Geschmack des Shakes.

Olivenöl (optional)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Leber, Magen, Dickdarm
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet den Darm, unterstützt die Leber bei der Regeneration.

Energetische Gesamtwirkung

  • Temperatur: leicht kühlend
  • Geschmack: süß-bitter mit frischer Note
  • Wirkt auf: Leber, Milz, Magen, Dickdarm
  • Hauptwirkung:
    • Klärt Leber-Hitze und bewegt Leber-Qi
    • Nährt Blut und Yin
    • Unterstützt die Entgiftung über Leber und Darm
    • Harmonisiert die Mitte durch Haferkleie und Hanfsamen

Empfehlung nach CM

  • Ideal im Frühling oder bei Leber-Qi-Stagnation (z. B. Gereiztheit, Spannungsgefühl, Kopfschmerzen, Hautprobleme).
  • Wenn Du innerer KälteMilz-Qi-Schwäche mit Durchfall oder Yang-Mangel hast/spürst – füge Ingwer und weißen Pfeffer hinzu, um die Mitte zu schützen und diesen Shake ebenfalls nutzen zu können!

Zusammenfassung:
Dieser Shake kühlt, reinigt und harmonisiert die Leber, stärkt gleichzeitig Milz und Blut – ein perfekter Begleiter für sanfte Detox-Phasen und emotionale Balance, aber auch nach körperlicher Belastung 🙂

Mit den „Greens“ und allen anderen Zutaten kannst Du nicht nur Deine Leber auf Vordermann bringen; auch alle anderen Körperzellen freuen sich über diesen Autophagie- Aktivator- dieser Shake eignet sich ideal als morgendlicher Leber-Booster oder Regenerationsdrink nach körperlicher Belastung. Durch die Kombination aus schwefelhaltigen Pflanzenstoffen, Antioxidantien und pflanzlichem Eiweiß wird die Glutathionproduktion der Leber gefördert – ein zentraler Mechanismus für die Zellregeneration und Entgiftung.

Ich wünsche Dir eine gute Woche, bleib gesund und genieße Kerzenschein und ruhige Abende- alles Liebe…

Kira

15 Minuten- diese Zeit findest DU auch :)

Guten Morgen zur neuen Woche. Ich bin in dieser für einige Tage in der Urlaubs-Auszeit- für den einen oder anderen/ die eine oder andere ja auch gerne mal Pause von der täglichen Sport-Routine 😉 – ich nicht- egal wo, mein Training ist mir einfach wichtig- egal, ob viel oder wenig Zeit.

Ich teile heute hier mit DIR einen Trainingsplan der:

…ein professionell strukturierter 15‑minütiger Trainingsplan mit Fokus auf Kettlebell‑Deadliftsund Kurzhantel‑Schulterheben ist, ergänzt durch funktionelle Ganzkörperübungen. Der Plan ist für ein kurzes, intensives Krafttraining konzipiert und eignet sich für Fortgeschrittene und ambitionierte Einsteiger.

Zielsetzung

  • Dauer: 15 Minuten
  • Ziel: Ganzkörperkräftigung mit Fokus auf Rücken, Schultern, Core und Beinmuskulatur
  • Equipment: 1 Kettlebell (mittleres Gewicht), 2 Kurzhanteln (leicht bis mittel)
  • Struktur: 3 Phasen – Warm‑up, Hauptteil, Cool‑down

1. Warm-up (3 Minuten)

Aktiviert Muskeln und Gelenke, bereitet auf die Belastung vor.

  • 30 Sek. Jumping Jacks – Kreislauf aktivieren
  • 30 Sek. Air Squats – Beinmuskulatur aufwärmen
  • 30 Sek. Armkreisen (vor/zurück) – Schultergelenke mobilisieren
  • 30 Sek. Hüftkreisen – Mobilität der Hüfte
  • 1 Min. Kettlebell Deadlift (leichtes Gewicht) – Technik vorbereiten

2. Hauptteil (10 Minuten)

Zirkeltraining mit 5 Übungen. Jede Übung 40 Sekunden Belastung, 20 Sekunden Pause.
Nach einer Runde (5 Übungen) 1 Minute Pause, dann zweite Runde.

ÜbungEquipmentZielmuskelnBeschreibung
1. Kettlebell DeadliftKettlebellBeinbeuger, Rücken, CoreRücken gerade, Hüfte nach hinten, Kettlebell kontrolliert heben und senken
2. Kurzhantel Schulterheben (Shrugs)KurzhantelnTrapezmuskel, NackenArme gestreckt, Schultern nach oben ziehen, kurz halten, langsam absenken
3. Kettlebell SwingKettlebellGesäß, Core, SchulternHüftdominante Bewegung, Schwung aus der Hüfte, kein Armheben
4. Kurzhantel FronthebenKurzhantelnSchultern (vordere Deltas)Arme gestreckt vor den Körper anheben bis Schulterhöhe
5. Kettlebell Goblet SquatKettlebellBeine, CoreKettlebell vor der Brust halten, tief in die Kniebeuge gehen

Runden: 2
Gesamtdauer Hauptteil: 10 Minuten

😉 … Deadlift mit Kettlebell und Schuhdeko im Hintergrund

3. Cool-down (2 Minuten)

Fördert Regeneration und Beweglichkeit.

  • 30 Sek. Vorbeuge mit hängenden Armen – Dehnung Rücken/Beine
  • 30 Sek. Schulterdehnung (Arm quer vor Brust)
  • 30 Sek. Hüftbeuger‑Stretch (Ausfallschrittposition)
  • 30 Sek. tiefe Atmung im Stand

Tipps zur Ausführung

  • Atmung: Beim Heben ausatmen, beim Absenken einatmen.
  • Tempo: Kontrolliert, keine Schwungbewegungen bei Isolationsübungen.
  • Progression: Nach 2–3 Wochen Gewicht leicht steigern oder Belastungszeit auf 45 Sek. erhöhen.
  • Variation: In späteren Einheiten Kettlebell‑High‑Pull oder Kurzhantel‑Seitheben ergänzen.

Dieser 15‑minütige Plan kombiniert funktionelle KraftStabilität und Muskeldefinition und kann 3–4 × pro Woche als eigenständiges Workout oder als Teil eines Ganzkörpertrainings durchgeführt werden.

Übrigens: Du benötigst nicht unbedingt das Sport-Equitment; nutze 1,5 kg-Wasserflaschen; einen Kartoffelbeutel oder andere Haushaltgegenstände mit Gewicht, die sich gut für die Übungen händeln lassen 🙂

Zur Info- wie wirkt Krafttraining gemäß der CM:

Krafttraining hat aus Sicht der Chinesischen Medizin (CM) eine tiefgreifende Wirkung auf Körper, Geist und Energiehaushalt. Während die westliche Medizin vor allem auf Muskelaufbau, Stoffwechsel und hormonelle Anpassungen fokussiert, betrachtet die CM Krafttraining als eine Methode, um Qi (Lebensenergie)Blut (Xue) und die Essenz (Jing) zu stärken und zu harmonisieren.

Qi und Blut:
Krafttraining fördert die Zirkulation von Qi und Blut. Durch die körperliche Anstrengung wird stagnierendes Qi in Bewegung gebracht, was Spannungen und Blockaden löst. Gleichzeitig wird die Blutbildung angeregt, was die Versorgung der Muskeln, Sehnen und Organe verbessert.

Jing (Essenz):
Die Essenz, die in den Nieren gespeichert ist, gilt als Grundlage für Kraft, Ausdauer und Regeneration. Moderates, regelmäßiges Krafttraining stärkt Jing, während übermäßiges oder zu intensives Training Jing schwächen kann. Daher ist Balance entscheidend.

Yin und Yang:
Krafttraining wird als Yang-fördernde Aktivität betrachtet, da es Wärme, Dynamik und Aktivität erzeugt. Um ein Gleichgewicht zu wahren, sollte es mit Yin-fördernden Praktiken wie Qi Gong, Meditation oder ausreichend Ruhe kombiniert werden.

Wirkung auf die Organsysteme (Zang-Fu)

OrgansystemWirkung des KrafttrainingsCM-Erklärung
MilzStärkung der Muskelkraft und VerdauungsenergieDie Milz kontrolliert Muskeln und Umwandlung von Nahrung in Qi
LeberFörderung des freien Qi-FlussesTraining löst Qi-Stagnationen und verbessert emotionale Stabilität
NierenAufbau von Grundkraft und AusdauerDie Nieren speichern Jing und kontrollieren Knochen und Willenskraft (Zhi)
HerzVerbesserung der Durchblutung und psychischen StabilitätDas Herz regiert das Blut und beherbergt den Geist (Shen)

Trainingsprinzipien nach CM

  • Maß und Rhythmus: Übermäßiges Training führt zu Qi- und Blut-Mangel, während zu wenig Aktivität Qi-Stagnation begünstigt.
  • Atmung: Bewusste Atmung während des Trainings unterstützt den Qi-Fluss.
  • Ernährung: Nach dem Training sollte nährende Kost eingenommen werden, um Qi und Blut wieder aufzubauen (z. B. warme Mahlzeiten, Suppen, Hirse, Wurzelgemüse).
  • Regeneration: Ausreichender Schlaf und Ruhezeiten sind notwendig, um Jing zu bewahren.

Letztendlich…

Aus Sicht der CM stärkt Krafttraining den Körper, wenn es maßvoll, rhythmisch und bewusst ausgeführt wird. Es fördert den Fluss von Qi und Blut, kräftigt die Nieren-Essenz und harmonisiert Yin und Yang. Übermäßige Belastung hingegen kann Qi- und Jing-Mangel verursachen, was langfristig zu Erschöpfung und innerem Ungleichgewicht führt. Ein ausgewogenes Training, kombiniert mit Ruhe, Ernährung und Achtsamkeit, gilt daher als optimaler Weg zur ganzheitlichen Stärkung.

Viel Erfolg und Freude beim Training; eine wunderbare Woche und bis bald!

Kira

Kribbeln im Gesicht oder an den Lippen- oh NEIN

… und oft sind sie so schnell da- die kleinen, juckenden und brennenden Bläschen an der Lippe oder im Gesicht 🙁

Lippenherpes ist so weit verbreitet- wie sieht es die Chinesische Medizin?

Lippenherpes (Herpes labialis) wird in der Chinesischen Medizin (CM) nicht als isolierte Viruserkrankung betrachtet, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts von Qi, Blut und den Funktionskreisen der Organe. Die Ursachen werden differenziert nach inneren und äußeren Faktoren, die das Auftreten der Bläschen begünstigen.

In der CM gilt Lippenherpes als eine Manifestation von Wind, Hitze und Feuchtigkeit, die sich an der Oberfläche des Körpers, insbesondere im Bereich der Lippen, ansiedeln. Die Lippen stehen in enger Beziehung zum Milz- und Magen-Funktionskreis, weshalb Störungen in diesen Organen häufig als Grundlage gesehen werden.

Hauptursachen nach CM:

1. Eindringen von Wind-Hitze

  • Akute Lippenbläschen mit Rötung, Brennen und Schmerzen deuten auf einen Befall durch Wind-Hitze hin.
  • Oft ausgelöst durch äußere Faktoren wie Sonne, Wind oder plötzliche Temperaturwechsel.

2. Stagnation von Leber-Qi und aufsteigende Leber-Hitze

  • Stress, Ärger oder emotionale Anspannung führen zu einer Stauung von Leber-Qi.
  • Diese Stauung wandelt sich in Hitze, die nach oben steigt und die Lippen befällt.
  • Typisch: wiederkehrende Herpes-Episoden bei Stress.

3. Milz- und Magen-Hitze

  • Ungesunde Ernährung (scharf, fettig, Alkohol, Zucker) erzeugt innere Hitze und Feuchtigkeit.
  • Diese Hitze steigt nach oben und manifestiert sich an den Lippen.

4. Schwäche von Qi und Yin

  • Häufige Rückfälle oder langanhaltende Verläufe deuten auf eine Schwäche von Milz-Qi oder Nieren-Yin hin.
  • Das Immunsystem ist geschwächt, wodurch pathogene Faktoren leichter eindringen können.

Typische Muster und Symptome:

MusterHauptsymptomeTCM-Erklärung
Wind-HitzePlötzliches Auftreten, Rötung, Brennen, FiebergefühlAkuter Befall durch äußere Hitze
Leber-HitzeStressauslöser, Reizbarkeit, rote Augen, trockener MundAufsteigende Hitze durch Leber-Qi-Stagnation
Magen-HitzeHeißhunger, Mundgeruch, Bläschen nach scharfem EssenÜberschüssige Hitze im Verdauungssystem
Qi-/Yin-MangelHäufige Rückfälle, Müdigkeit, trockene LippenSchwache Abwehrkräfte, unzureichende Kühlung

Therapieansätze in der CM:

  • Akut: Kühlende Kräuter (z. B. Lonicera, Forsythia), Ausleitung von Wind-Hitze.
  • Chronisch: Stärkung von Qi und Yin (z. B. Astragalus, Rehmannia), Regulierung von Leber und Milz.
  • Akupunkturpunkte: Dickdarm 4 (Hegu), Magen 36 (Zusanli), Leber 3 (Taichong), DuMai14 (Dazhui) – je nach Muster.
  • Lebensstil: Stressabbau, ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Übermaß an Alkohol, Zucker und scharfen Speisen.

Die CM als ganzheitlich arbeitende Medizin- sieht Lippenherpes als ein Zusammenspiel von äußeren pathogenen Faktoren (Wind-Hitze) und inneren Ungleichgewichten (Leber-Hitze, Magen-Hitze oder Qi-/Yin-Schwäche). Die Behandlung richtet sich daher nicht nur auf die akuten Bläschen, sondern auf die langfristige Harmonisierung von Körper und Geist.

Was kannst DU zu Hause tun?

Ein Kräuterdampfbad kann die Heilung von Lippenherpes unterstützen, indem es die Durchblutung fördert, die Haut beruhigt und antivirale Pflanzenstoffe direkt an die betroffene Stelle bringt. Es ersetzt keine medizinische Behandlung, kann aber eine wohltuende Ergänzung sein.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 1 EL getrocknete Melissenblätter (wirkt antiviral)
  • 1 EL getrocknete Salbeiblätter(entzündungshemmend)
  • 1 EL getrocknete Kamillenblüten(beruhigend, wundheilungsfördernd)
  • Optional: 3 Tropfen Teebaumöl oder Lavendelöl (antiviral, antiseptisch)

Zubereitung

  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Die Kräuter in eine hitzebeständige Schüssel geben.
  3. Das kochende Wasser über die Kräuter gießen.
  4. Kurz umrühren und 2 Minuten ziehen lassen.
  5. Optional die ätherischen Öle hinzufügen.

WIE?

  1. Den Kopf über die Schüssel beugen (etwa 30–40 cm Abstand).
  2. Ein Handtuch über Kopf und Schüssel legen, sodass der Dampf nicht entweicht.
  3. Die Dämpfe 5–10 Minuten einatmen und dabei die Lippenpartie direkt vom Dampf umhüllen lassen.
  4. Danach die Haut vorsichtig trocken tupfen, nicht reiben.
  5. Anwendung 1–2 Mal täglich wiederholen, bis die Bläschen abklingen.

Tipps:

  • Verwende das Dampfbad bei den ersten Anzeichen (Kribbeln, Spannungsgefühl), da es in frühen Stadien am wirksamsten ist.
  • Achte darauf, dass der Dampf nicht zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Nach dem Dampfbad kann eine Melissencreme oder ein antivirales Gel aufgetragen werden, um den Effekt zu verstärken.

Dieses Kräuterdampfbad ist eine sanfte, natürliche Methode, um Herpesbeschwerden zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Bei häufig wiederkehrenden oder sehr starken Ausbrüchen sollte jedoch unbedingt die Empfehlung/ Behandlung durch eine Kompetenzperson eingeholt werden.

In der CM gibt es zahlreiche Rezepturen, die je nach Krankheitsprofil eingesetzt werden- eine sehr häufige ist Yin Qiao San, die je nach individuellem Bild zusammen gestellt wird und u.a. Forsythiae und Lonicerae… enthält.

Lippenherpes ist keine Bagatelle- solltest Du öfter damit zu tun haben, liegt eine tiefe Dysbalanca vor, die auf jeden Fall begutachtet werden sollte- oft sind es Kleinigkeiten, die das Ausheilen unterstützen 🙂

Habe ich Dich angesprochen? Benötigst DU Unterstützung? Dann melde Dich gerne per Mail und vereinbare einen Termin in der Praxis.

Ich wünsche Dir eine gesunde Zeit- einen wunderbaren Übergang in den Oktober und sende Dir herzliche Grüße von Herzen…

Kira

auch Lavendel ist hilfreich- besonders als ätherisches Öl

Herbstfrucht mit Aha-Effekt

Herzlich Willkommen zu DEINEN/ meinen Montags-News 🙂

Der September beschert uns hier am Tollensesee eine unglaubliche Ernte einer meiner liebsten Früchte- der Pflaume oder Zwetschge(wie sie auch genannt wird). Schon als Kind habe ich es geliebt, diese blauen, so saftigen Früchte direkt vom Baum zu naschen oder meiner Oma zuzusehen, wie sie das köstlichste Pflaumenmus in ihrem alten Backofen zubereitet hat- die Zeit, in der das ganze Haus nach Heimeligkeit, frischem Obst und ein bisschen Zimt und Vanille geduftet hat.

Der Herbst ist die Zeit, in der das Yin stärker beginnt zu dominieren- es ist das „kleine“ Yin- Rückzug und Reflektion beginnen; die Tage werden kürzer und das Obst, welches jetzt reift hat einen direkten Bezug zum Yin:

  • Pflaumen wirken Qi regulierend und bewegend, Hitze eliminierend, die durch Yin-Mangel verursacht wird und tonisieren Yin und Körperflüssigkeiten.
  • In der CM werden Pflaumen, insbesondere die Ume oder Share-Pflaume (fermentierte), hauptsächlich zur Stärkung des Darms, Förderung der Verdauung und Entgiftung eingesetzt. Sie helfen bei Verstopfung, Blähungen und unregelmäßigem Stuhlgang, indem sie den Darm reinigen und überschüssige Feuchtigkeit ausleiten.
  • Pflaumen stärken das Yin des Erdelements (Milz), regen den Appetit an und beruhigen ein zu starkes aufsteigendes Holz-Feuer(Leber), was sie zu einem wertvollen Mittel zur Förderung des Wohlbefindens und der Vitalität macht.
  • Darm: Pflaumen sind ein klassisches Mittel gegen Verstopfung und unregelmäßigen Stuhlgang. Sie unterstützen eine gesunde Darmfunktion und helfen, Abfallprodukte und Giftstoffe aus dem Verdauungstrakt auszuleiten. 
  • Milz: Sie fördern die Verdauung, regen einen gesunden Appetit an und lindern Beschwerden wie Blähungen und Übelkeit. 
  • Leber: Die fermentierte Pflaume hilft, überschüssige Feuchtigkeit und Toxine aus der Leber auszuleiten(unterstützt die Autophagie). Außerdem wird ihr eine beruhigende Wirkung auf das Leber-Qi zugeschrieben. 
  • Körperflüssigkeiten Yin Je: Pflaumen bauen generell Körperflüssigkeiten auf, was sie bspw. bei Diabetes jeglichen Typs und auf Grund von Yin-Mangel und trockener Verstopfung hilfreich macht.

Weitere Aspekte:

  • Entgiftung: Durch die Reinigung des Darms und seiner Zotten unterstützen Pflaumen den Körper bei der Ausscheidung von Giftstoffen und fördern so die Entgiftung. 
  • Stärkung: Sie tragen zur Verbesserung der allgemeinen Vitalität und des Wohlbefindens bei und können das Immunsystem stärken. 
  • Emotionale Balance: Die beruhigende Wirkung der Pflaume kann helfen, emotionale Spannungen zu reduzieren und den Energiefluss in Harmonie zu bringen. 

Anwendung:
Die fermentierte Pflaume ist ein leicht zu integrierendes Lebensmittel. Sie wird oft zur Unterstützung bei Reset-Kuren oder zur Entgiftung verwendet, um den Körper zu entlasten und die Darmgesundheit zu fördern. Die CM empfiehlt eine Frühjahrs- und Herbst-Kur über 12 Tage, an denen auf Wurst, hochverarbeitete LM, Zucker, Milchprodukte und Schweinefleisch komplett verzichtet wird- dazu gibt es Kräutermischungen und täglich 1-3 Ume/Share-Pflaumen und 3-5 Tassen Kräutertee zzgl. heißem Wasser.

Die Sichtweise der verehrten Hildegard von Bingen:

Hildegard von Bingen kannte und beschrieb die Pflaumensorte Zibarte, eine der ältesten bekannten Sorten. In ihren Rezepten werden auch Produkte aus der Pflaume verwendet, wie eine basische Pflaumenaschenlauge zur Haarpflege und eine Pflaumenkern-Kur zur Behandlung von Husten, die aus in Wein eingelegten Pflaumenkernen besteht(Rezept siehe unten).

Zibarte- alte Pflaumensorte

Pflaumenaschenlauge: Dieses basische Haarwasser wird aus Pflaumenholzasche hergestellt. Es diente zur Pflege der Kopfhaut, insbesondere bei Schuppen und Haarausfall. 

Pflaumenkern-Kur: Dies ist eine traditionelle Kur bei Husten- Pflaumenkerne werden geknackt, der innere Kern in Weißwein eingelegt- Täglich werden einige Kerne gegessen und eine Pflaumenkernsuppe aus gehackten Kernen, Wein und Dinkelgrieß verzehrt. 

Umstritten ist die Aussage, dass Pflaumen per se zu den „Küchengiften“ zählen; zu beobachten ist, dass zu viele rohe Pflaumen Bauchschmerzen verursachen bzw. zu Durchfall führen. Mit den Inhaltsstoffen der Pflaume, die uns heute bekannt sind, lässt sich dieses Phänomen leichter erklären, was natürlich zu Zeiten Hildegards nicht möglich war.

Inhaltsstoffe:

Pflaumen enthalten Vitamine (wie Provitamin A, B-Vitamine, C und E), Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink), Ballaststoffe (Pektin, Zellulose) und sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyane, Flavonoide). Diese Inhaltsstoffe fördern die Verdauung, stärken das Immunsystem, wirken antioxidativ und können entzündungshemmend sowie knochenstärkend sein. Außerdem enthalten Pflaumen SORBIT- ein Zuckeralkohol- welches bei empfindlichen Menschen oder bei zu hoher Verzehrmenge Blähungen und Verdauungsstörungen hervorruft- das erklärt die Einstufung als „Küchengift“.

Pflaumensuppe und Pflaumenmus nach unserem Rezept:

… 😉 die geheime Zutat
  • Etwa 20-30 Pflaumen waschen, entkernen und in einen Topf geben; dann gib eine gute Handvoll Datteln und ein bis zwei Kerne dazu;
  • … gieße alles mit frisch gepresstem Orangensaft(2 Orangen), Saft einer halben Zitrone und einem Liter Früchtetee auf; würze es mit je einem halben Teelöffel Zimt, Vanille, einem viertel Teelöffel Kardamom und einer Prise Kubebenpfeffer;
  • … kurz Aufkochen und dann bei mittlerer Hitze sanft köcheln lassen, bis die Früchte zerfallen;
  • … würze mit einem Esslöffel Rohrohrzucker nach.
  • Diese Suppe ist die Grundlage für die ostpreußische/vorpommersche/mecklenburgische Klieben-Suppe- in den kochenden Sud gib Teelöffel-weise einen Teig aus einem Ei, Dinkelmehl, Vanille und etwas Zucker(fester Teig)- sobald die Klieben oben schwimmen, sind sie verzehrfertig und die Suppe kann serviert werden 🙂
  • Für das Pflaumenmus eine Auflaufform mit entkernten Pflaumen und fünf-acht Datteln gut füllen; zwei bis drei geknackte Kerne dazu geben; alles mit Rohrohrzucker(1-2 Esslöffel) und Zimt bestreuen; mit einer Tasse Apfelsaft aufgießen und dann bei 180-200 Grad Umluft im Backofen garen- NICHT UMRÜHREN- das Mus ist fertig, wenn das Obst richtig eingekocht und musig ist. Heiß sofort in Schraubgläser füllen, auf den Kopf stellen und/oder dann noch einmal einkochen.

Die geheime Zutat bei Suppe und Mus ist der Kern:

Der Kern gehört ins Pflaumenmus, weil er ihm eine herbe Note, eine besondere Würze und eine tiefere Farbe verleiht, da er Gerbstoffe und Fette enthält, die das Mus unterstreichen. Es ist üblich, einen oder zwei zerstoßene Pflaumenkerne hinzuzufügen, um dem fertigen Mus eine authentische, rustikale Geschmacksnote – besonders nach etwas Bittermandel- zu geben.

In allen Gebieten Deutschlands gibt es bspw. auch die Erklärung, dass so das Mus als echtes Produkt erkannt wird- hausgemacht mit viel Liebe :). Meine Oma war da eher prakmatische- der Kern lieferte das besondere Aroma, die dunkle Farbe 😉 und so gibt es auch bei mir einen vollen Kern und einen geknackten in’s Pflaumenmus.

Pflaumen-Crumble:

  • Pflaumen in einer Auflaufform schichten(entkernt und gewaschen); grob gehackte Mandeln/Cashewkerne untermischen, mit einem Esslöffel Rohrohrzucker gemischt mit Zimt und Vanille nach Geschmack bestreuen und etwa 10 Minuten saften lassen;
  • Streusel aus 100 Gramm sehr kalter Butter, 150 Gramm Dinkelmehl, zwei Handvoll Buchweizenflocken, zwei Esslöffeln Rohrohrzucker herstellen- einfach alles grob kneten…
  • …dann die Streusel über die Pflaumen geben und bei 180 Grad Umluft backen, bis die Streusel gut Farbe annehmen und es „blubbert“
  • Crumble zum Mittag oder als Dessert/ zur Kaffeezeit am Nachmittag warm servieren und mmmhhh genießen.

Was ist denn DEIN liebstes Rezept mit Pflaumen? Oder habe ich Dich inspiriert- dann hinterlass gerne einen Kommentar 🙂 – egal, ob Du das Obst Pflaume für die Gesundheit oder den Genuss nutzt; ich finde, ohne diese herbe SÜßE wäre der Herbst ärmer.

Ich wünsche Dir eine gesunde und schöne Woche- genieße den lauen September- alles Liebe

Kira

Sonnengelb- mit dem Gruß der Sonne in den Herbst

Sei Willkommen im September- der Frühherbst grüßt hier am Tollensesee mit einem immer noch wärmenden Sonnenwetter. Es ist eine spannende Zeit- noch immer ein wenig Feuer vom Sommer und doch schon die frischen Morgende mit Feuchtigkeit auf dem Rasen… und natürlich der Ernte- bei uns haben wir gelbe Bete geerntet und diese natürlich gleich verarbeitet:

  • Gelbe Bete ist mit frischen Mohrrüben wunderbar für ein Kimchi geeignet- Rezept siehe unten.
  • Gelbe Bete ist ein perfektes Gemüse für den Backofen- einfach die Bete- in dünne Scheiben geschnitten- mit rohen, etwas dickeren Kartoffelscheiben in eine Form schichten, würzen und mit Öl beträufeln und bei 200 Grad Umluft im Backofen bissfest garen- mit frischen Tomaten servieren oder Fleisch dazu grillen- lecker!

Rezept für das Kimchi- es lässt sich wunderbar variieren – auch mit gelber Bete und Möhren entsteht ein aromatisches, leicht süß-scharfes Ferment, das voller probiotischer Kräfte steckt:

Zutaten (für ca. 1,5 Liter Glas)

  • 500 g gelbe Bete
  • 400 g Möhren
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Stück Ingwer (ca. 5 cm)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Apfel oder Birne (für leichte Süße)
  • 2 EL grobes Meersalz (ohne Rieselhilfen)
  • 2 EL Fischsauce oder Sojasauce (vegan)
  • 2–3 EL koreanisches Chilipulver (Gochugaru, nach Geschmack)
  • 1 TL Zucker oder Reissirup (optional, für die Fermentation)
  • 150 ml Wasser

Zubereitung:

  • Gemüse vorbereiten
    Gelbe Bete und Möhren schälen und in feine Stifte oder dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in 3–4 cm lange Stücke schneiden.
  • Salzen
    Das Gemüse in einer großen Schüssel mit dem Meersalz vermengen und gut durchkneten, bis Flüssigkeit austritt. 1 Stunde ziehen lassen, dabei gelegentlich wenden.
  • Paste herstellen
    Ingwer, Knoblauch, Apfel/Birne, Fischsauce/Sojasauce, Chilipulver, Zucker und Wasser in einem Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer glatten Paste verarbeiten.
  • Mischen
    Das Gemüse abgießen (die Flüssigkeit aufbewahren) und mit der Gewürzpaste gründlich vermengen, bis alles gleichmäßig überzogen ist.
  • Abfüllen
    In ein sauberes Bügel- oder Schraubglas füllen, dabei fest nach unten drücken, sodass möglichst wenig Luft eingeschlossen bleibt. Mit etwas von der aufgefangenen Salzlake auffüllen, bis das Gemüse vollständig bedeckt ist.
  • Fermentieren lassen
    Glas verschließen, aber nicht luftdicht (oder täglich kurz öffnen, um Gase entweichen zu lassen). Bei Zimmertemperatur 3–5 Tage fermentieren lassen. Je nach gewünschtem Geschmack kann die Fermentationszeit auch bis zu 2 Wochen betragen.
  • Lagern
    Sobald das Kimchi den gewünschten Säuregrad erreicht hat, im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält es mehrere Monate und entwickelt weiter an Tiefe im Aroma.

Servieren:

Dieses Kimchi passt hervorragend zu Reisgerichten, verschiedenen Gerichten in Schalen(Bowls), gebratenem Tofu oder als würzige Beilage zu Suppen. Durch die gelbe Bete erhält es eine schöne goldene Farbe und eine milde, erdige Süße, die sich perfekt mit der Schärfe des Chilis verbindet.

Mehrwert der Bete aus Sicht der Chinesischen Medizin:

  • Gelbe Bete wird in der CM ähnlich wie rote Bete betrachtet, jedoch mit etwas milderer, erdigerer und „wärmerer“ Wirkung. Sie gilt als ein Nahrungsmittel, das sowohl Qi als auch Blut stärkt und durch ihre gelbe Farbe zusätzlich dem Funktionskreis Milz/Magen zugeordnet wird.

Die Energetik:

  • Geschmack: süß
  • Thermische Wirkung: neutral bis leicht wärmend
  • Wirkrichtung: nach innen, stärkend und harmonisierend
  • Zugeordnete Funktionskreise/Energien: Milz, Magen(Erde), Leber(Holz), Herz(Feuer)
  • Blutaufbau und -stärkung: Gelbe Bete nährt das Blut, unterstützt die Leberfunktion und kann bei Blutmangel (z. B. Müdigkeit, fahle Haut, Schwindel) hilfreich sein.
  • Qi-Stärkung: Durch ihren süßen Geschmack kräftigt sie Milz und Magen, fördert die Verdauung und verbessert die Aufnahme von Nährstoffen.
  • Entgiftung und Leberunterstützung: Sie wirkt regulierend auf die Leber, harmonisiert den Qi-Fluss und kann Stagnationen lösen.
  • Feuchtigkeit transformierend: In Maßen eingesetzt, hilft sie Milz und Magen, Feuchtigkeit und Schleim zu transformieren, ohne die Organe zu sehr zu belasten.
  • Herzstärkung: Durch die blutnährende Wirkung wird auch das Herz unterstützt, was sich positiv auf Konzentration, Schlaf und innere Ruhe auswirkt.

Indikationen:

  • Blutmangel (z. B. blasse Haut, brüchige Nägel, Schwindel)
  • Milz-Qi-Schwäche (Müdigkeit, schwache Verdauung, weicher Stuhl)
  • Leber-Qi-Stagnation (innere Anspannung, Reizbarkeit, Verdauungsbeschwerden)
  • Rekonvaleszenz nach Krankheit oder Schwächezuständen- als Suppe mit Huhn oder Rindfleisch 🙂

Na- hast Du Appetit bekommen, es mal mit der gelben Bete zu versuchen?

Ich wünsche Dir gutes Gelingen- von Herzen alles Liebe!

Kira

Burger… ja GERNE

Oh, was für ein Schaukel-Sommer in diesem Jahr… der Juli zeigt sich wie ein April in „WARM“ 😉 … und ich liebe unseren norddeutschen Sommer 🙂 … es ist dieses ganz besondee Licht am Abend; die teilweise sehr lauen Abende und dann gehört auch ab und zu ein guter „Burger“ dazu.

Für mich als Yang-Frau(nie kalte Füße, kennt keine kalten Hände…) und als Sportlerin bietet sich da gerne ein vegetarischer Burger-Patty auf der Basis von schwarzen Bohnen an und hier kommt das Rezept:

  • 400 Gramm vorgegarte schwarze Bohnen(bspw. von HAK/Vakuumiert); eine kleine feingehackte Zwiebel, Gewürzmischung nach Wahl(ich nehme Bio- Burgergewürz vom Achterhof… unbezahlte Werbung, weil es gut ist), vier junge Möhren, eine kleine Paprika, einige Datteltomaten, je ein Teelöffel Senf und Tomatenmark, ein Ei, ein kleiner Schuss Whiskey, drei bis vier Esslöffel Dinkelflocken;
  • Zwiebel, Senf, Tomatenmark, Gewürzmischung in der Pfanne kurz anrösten, mit Whiskey ablöschen und das fein geschnippelte Gemüse kurz angaren… abkühlen lassen,…
  • alle Zutaten in einen Mixer geben und kurz durchrühren; Du kannst auch mit einem Pürierstab arbeiten,…
  • … dann aus der Masse Pattys formen und in Ghee knusprig braten; ich forme die Pattys dünn, damit sie gut durchgaren 🙂
  • … Du kannst auch Reste vom Ofengemüse oder der Gemüsepfanne vom Vortag nutzen.
  • …wenn Du das Ei weglassen möchtest(veg an), dann nutze etwas Tofu und mehr Dinkelflocken 🙂

BBQ-Sauce:

  • 1 EL. Tomatenmark und eine kleine, rote, sehr fein gewürfelte Zwiebel kurz in der Pfanne anrösten; Senf dazu geben und dann mit passierten Tomaten und einem halben Teelöffel Whiskey ablöschen; BBQ- Gewürz zum Abschmecken nutzen( wichtig mit rauchigem Aroma und Rosenharissa)…
  • …fein pürieren…
  • … abkühlen lassen und dann für den Burger nutzen.

Burger anrichten:

  • ich nutze frisches Gemüse als Auflagen, welches kurz in Ghee angedünstet wird- siehe Foto; und dann auch gerne eingelegte Gurken…
  • … als Brötchen nehme ich die Toast- Finnbrötchen(bio), getoastetes Roggenbrot/Fladenbrot…
  • … die Burger-Sauce darauf geben, Salat, Patty, Bio-Käse Deiner Wahl und Gemüse schichten…
  • … zum Käse- ich nehme sehr gerne den würzigeren Schaf- oder Ziegenkäse.

GUTEN APPETIT 🙂

Diese Burger strotzen vor Eiweiß, sind leichter verdaulich in der Hitze des Sommers als Fleisch-Burger und natürlich haben sie noch mehr gesundheitliche Vorteile aus Sicht der Asiatischen Ernährungslehre:

  • wirken energetisch auf die Elemente Erde, Wasser und Metall;
  • bauen Energie nicht zu stark aufstrebend auf, dafür lang anhaltend- daher bspw. auch für ein Eiweiß-Frühstück geeignet
  • wirken stärkend auf das Blut Xue
  • erfrischende Wirkung auf das Gedärm

Ihr fragt Euch, warum Alkohol zum Ablöschen genommen wird? Alkohol in geringen Mengen bewegt Deine Energie Qi und beugt so Qi-Stagnation vor; außerdem ist es hier auch eine geschmackliche Komponente. Du kannst Whiskey optional weglassen; müsstest dann aber das Gemüse mit höherer Hitze und länger anbraten… probiere Dich da ruhig aus 🙂 ; ansonsten nutze Gewürzmischungen mit „Rauch-Aroma“

Ich bin keine Vegetarierin/ Veganerin, aber in der Sommerzeit verzichte ich weitestgehend auf Fleisch, da es für mich zu stark erhitzend wirkt. Auch ist es immer mal eine gute Alternative, um sich bewusst zu machen, dass wir Fleisch nur in geringen Mengen benötigen oder es auch mal für eine Zeit gar nicht notwendig ist.

Schreib mir gerne, wie es Dir geschmeckt hat… ich freue mich auf Deine Post…

Eine schöne Sommerwoche; wenn Du Urlaub hast- einen schönen Urlaub!

Herzlichst-Kira

„Auf der Wiese habe ich gelegen…“

… und ich habe kein Gras gekaut 😉 , sondern das weiße Labkraut, das Wiesenlabkraut für einen „Leichtigkeits-Tee“ gepflückt… UND damit sei herzlich eingeladen, hier wieder zu lesen.

Die Gesundheit von der Wiese, aus dem Garten… ich stelle fest, dass Sie so wunderbar greifbar ist, wenn wir es zulassen, uns einlassen.

Das weiße Wiesenlabkraut – da steckt schon das gewisse ETWAS im Namen… LAB… Laben:

  • Das Kräutlein gehört zu den ältesten und wirksamsten Heilkräutern der Wiese, wird allerdings unterschätzt, weil es kaum gekannt/ erkannt wird. Schau Dir die filigranen Blüten, Blätter, Stengel an; schau Dir an, wie es rankt und wächst- dann kannst Du die Wirkung; die Wirktiefe im Körper erkennen.

Wirkungen gemäß der Traditionellen Europäischen Heilkunde:

  • Entzündungshemmend– kann bei der Linderung von Entzündungen im Körper helfen bspw. mit Tropfen oder als Tee; bei unterschiedlichen Ödemen…
  • Harntreibend– unterstützt die Ausscheidung über die Nieren und kann bei Blasen- und Nierenproblemen eingesetzt werden; aktiviert die Autophagie bspw. mit einem Tee im Zusammenhang mit Schafgarbe, Goldrute…
  • Wundheilend– kann bei der Behandlung von Hautausschlägen und kleinen Wunden unterstützend wirken bspw. mit Waschungen aus einem Sud.
  • Beruhigend– wird zur Beruhigung bei Unruhezuständen, leichten Depressionen und Nervenstärkung eingesetzt… als Tee bspw. mit Passionsblume und Hopfen.
  • Krampflösend– kann bei Magen-Darm-Krämpfen und anderen krampfartigen Beschwerden helfen bspw. als Tropfen. 
  • Blutstillend– kann bei kleineren Blutungen unterstützend wirken z.B. als Auflagen, Kompressen.
  • Lymphe anregend– unterstützt das Lymphsystem bei der „Arbeit“ des Körpers z.B. als Tee.

Wirkung gemäß der Chinesischen Kräutermedizin:

  • Leber, Lunge, Galle, Blase- die Energetik dieser Funktionskreise wird unterstützt und Disharmonien ausgeglichen. 
  • Blutreinigung- wirkt bewegend und klärend auf Blut Xue und kann somit bei verschiedenen Hautproblemen und anderen Erkrankungen helfen, die mit verunreinigtem Blut in Verbindung stehen. 
  • Ausscheidung und Transformation von Schleim/Feuchtigkeit- kann bei gestörtem Lymphfluss unterschiedlicher Genese, bei Ödemen oder anderen Feuchtigkeits- und Schleim-Problemen helfend wirken.

Mein persönlicher Favorit gegen schwere Beine im heißen Sommer:

  • Mit dem Alter 😉 braucht die Funktionalität neben Yoga und Bewegung … eben auch ein MEHR an Kräutern; ich als echtes Nord- und Winter-„Kind“ habe ein Thema mit Hitze; ab 23 Grad Celsius neige ich dazu, „schwere“ Beine zu bekommen… mir hilft ein Tee aus Wiesenlabkraut, FuLing(Poria, Kokospilz) und ChenPi(getrocknete Zitrusschale)- diese Kombination sorgt für eine Harmonie im Erd- und Wasserelement und natürlich für „leichte“ Beine
Fu Ling/Kieferschwamm- starkes Mittel gegen Feuchtigkeit
Chen Pi- getrocknete Zitrus/Mandarinen-Schale- stärkt das Erdelement

Meine Empfehlung- lege Dich mal wieder auf eine Wiese und suche nach den kleinen, zarten, weißen Blüten… Wiesenlabkraut ist nicht nur ein Heilmittel- es ist auch eine Wohltat für die Augen- innerlich, wie äußerlich 🙂 … alles Liebe wünscht Dir

Kira

Rohmilch/ Milch aus Sicht der Chinesischen Medizin

Guten Morgen aus Schweden… ja, auch Heilpraktikerinnen benötigen mal eine Auszeit 😉 und trotzdem möchte ich Dich heute mit einigen Informationen zu dem Thema Rohmilch/Milch versorgen:

  • Generell empfehlen wir in der Ernährungsmedizin für Erwachsene, auf einen übermäßigen Milchkonsum zu verzichten. Nicht nur, dass wir keinen Labmagen haben 😉 wie die Kälbchen, sondern Milch ist tatsächlich nicht mehr notwendig für unsere Ernährung. Wir können Calzium und andere wichtige Bestandteile viel besser aus anderen Nahrungsmitteln gewinnen.
  • Milch ist sehr wertvoll, d.h. bei geschwächten Menschen und für Kinder kann ein maßvoller Konsum schon sinnvoll sein, denn…
  • … gemäß der Sichtweise der Chinesischen und traditionellen europäischen Medizin ist Milch ein Yin- bzw. Blut- Tonikum.
  • Milch hat einen süßen Geschmack, der in der CM als nährend und befeuchtend gilt. Ihre thermische Eigenschaft wird als leicht kühlend beschrieben; d.h. sie kann bei unphysiologischer Hitze regulierend wirken.
  • Milch wirkt energetisch auf die Funktionskreise Lunge, Herz, Nieren und Magen; kann hier besonders gut die Energie Qi und das Blut Xue ausbauen;
  • Milch in Maßen konsumiert und sie bei Bedarf mit wärmenden Gewürzen wie Ingwer, Kardamom oder Zimt zu kombinieren ist sogar recht hilfreich, wenn Du Dich schwach fühlst. Meine Empfehlung- weiche auf Schaf- oder Ziegenmilch aus, da diese als weniger kühlend und schleimbildend gilt.
  • Milch enthält jede Menge Eiweiß, hat eine gute Fettzusammensetzung und punktet mit Vitaminen und Spurenelementen; enthält sogar Tryptophan(positive Wirkung auf die Schlafqualität- Stichwort Golden Milk)

Rezept gegen Schwäche/ nach langer Krankheit, aber auch für Sportler nach Wettkämpfen…:

  • 500 ml Milch mit 25 g rote Datteln und 100 g Reis für 20- 30 Minuten bei niedriger Temperatur und langsam zu einem Brei kochen; langsam essen und gut einspeicheln.

Zur Rohmilch:

  • Rohmilch ist direkt nach dem Melken abgefüllte Milch und unbehandelt, d.h. weder homogenisiert noch pasteurisiert. Sie enthält alle natürlichen Inhaltsstoffe, darunter auch Mikroorganismen, sowohl nützliche, als auch potenziell krankheitserregende. Daher wird empfohlen, Rohmilch vor dem Verzehr abzukochen bzw. auf mindestens 70 Grad zu erhitzen, um mögliche Krankheitserreger abzutöten.
  • Rohmilch ist viel vollmundiger im Geschmack und enthält eben auch viele wirksame Vitamine und Spurenelemente, die durch eine Behandlung verloren gehen würden.
  • ACHTUNG! Es besteht die Gefahr einer Infektion mit: Salmonellen, Listerien, Colibakterien…- daher sollten Schwangere und empfindliche/kranke Menschen keine Rohmilch konsumieren; für Kinder ist sie bedingt zu empfehlen- aber nur nach einer Erhitzung.
  • Es gibt Studien, die belegen, dass der Verzehr von Rohmilch eine positive Wirkung auf den Verlauf von Allergien und Asthma bei Kindern hat.
  • Achte beim Kauf auf die Herkunft- Rohmilch sollte in Bioqualität gekauft werden und frage trotzdem gezielt nach dem Einsatz von Medikamenten.

Wichtig! Milch enthält immer auch einen gewissen Anteil an Hormonen- das ist einer der Gründe, warum ich vom täglichen und sehr starken Konsum von Milch abrate. Ein kleiner Schluck Milch im Kaffee oder mal die „Golden Milk“ oder der Milchreis- alles kein Problem- denn es ist wie immer „Die Dosis macht das Gift“ 😉

Zur Ethik:

  • Ich bin auch immer noch im Herzen Veterinärin und vertrete die Meinung, dass Tierwohl sehr wichtig ist. Milch gehört in erster Linie den Kälbern und ich bin strikt gegen eine extreme Ausbeutung der Tiere in konventioneller MASSEN-Tierhaltung.
  • Milch vom Bio-Hof mit Maß und Ziel ist erstrebenswert.
  • Milch wird viel zu günstig verkauft; es ist ein wertvolles Lebensmittel und sollte auch im Preis gerecht gehandelt werden.
  • Milch zu konsumieren sollte jeder Mensch für sich entscheiden, ohne andere zu bewerten; Du bist nicht automatisch ein besserer oder schlechterer Mensch, wenn Du Milch konsumierst oder eben nicht.

Soweit mein kleiner Exkurs- ich genieße jetzt meinen Milch-Kaffee in der Sonne und in einem kleinen Cafe irgendwo in Stockholm.

Hab eine wunderbare Sommerwoche und sei herzlich gegrüßt aus Schwedens Hauptstadt!

Kira

Das wahre Gesicht der Gundelrebe

Herzlich Willkommen im Juni- dem Monat mit dem längsten Tag des Jahres. UND wie schön ist es doch, dass uns ein – aus meiner Sicht- ganz besonderes Kräutlein auch im Sommer zur Seite steht- die Gundelrebe/ der Gundermann 🙂

Das blau- violett- weiß blühende, rankende Kraut ist eines unserer stärksten Kräuter, wenn es um das Immunsystem geht; gemäß der Chinesischen Kräuterlehre wirkt es sowohl wärmend als auch frisch; ist im Geschmack leicht bitter- herb und hat einen positiven energetischen Einfluss auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Nieren,Blase, Leber,Galle, Magen und Milz und… es hat sowohl einen starken Yang als auch Yin-Pol; wirkt dank der Inhaltsstoffe Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherischen Öle und Saponine entzündungshemmend, verdauungsfördernd, harntreibend, antibakteriell, antiviral, schleimlösend, hustenlindernd, schwermetallausleitend (besonders bei Blei) und kann äusserlich-auch als Blattauflage- wundheilend und entzündungshemmend wirken.

Glechoma hederacea- so der wiss. Name- ist auch als Präventiv-Mittel ganz wunderbar; einige Tropfen der Urtinktur täglich in Wasser getrunken stimulieren die Immunkompetenz Deines Körpers und Du benötigst keine teuren Life-Style-Produkte 🙂

Rezept für ein ätherischen Ölextrakt:

  • Frische Blätter im Juni-Juli sammeln, säubern (nicht waschen) und ein Schraubglas zur Hölfte mit dem frischen Kraut füllen, verschliessen und 4 Tage in die Sonne stellen. Die am Boden des Glasses gesammelte helle Flüssigkeit nach einigen Tagen vorsichtig abseihen und in ein dunkles Gefäss an einem kühlen Ort aufbewahren, zur besseren Haltbarkeit mit Alkohol (30%) mischen. Indikationen: Wunden, Hundebisse, Narben, Geschwüre andere Verletzungen.

Soweit- so gut… was aber noch interessant ist… die Signatur der Pflanze aus der traditionellen Heilkunde Europas heraus:

  • Bei der Gundelrebe geht es um Loslassen und Erneuerung, Gelassenheit und lebenerweckende Wärme.
  • Die unscheinbare, zwerghafte Gestalt der Gundelrebe trägt ein höchst lebendiges Licht- und Wärmewesen in sich. Dieses vermag die durch innere Kälte gestockten und erstarrten Prozesse wärmend zu durchdringen und neu zu beleben.
  • Sie vermittelt das lösende Vermögen, Zustände, die – bewusst oder unbewusst – festgehalten
    wurden und dadurch nicht mehr im lebendigen Prozess der fortwährenden Veränderung stehen, zu erneuern. So können seit langem erstarrte Prozesse wiederum in den Lebensfluss aufgenommen werden.
  • Glechoma hederacea beendet Winterstarre und Dunkelheit durch lösende Wärme- und Lichtkräfte und lässt so neue Lebensenergie durch die Adern fliessen.
  • Ganz wunderbar ist- Gundelrebe greift nie forcierend ein. Das Wesen der Pflanze verkörpert Gelassenheit, Geduld und innere Ruhe und das Vertrauen auf die helfenden Naturkräfte. Die Wesenskräfte dieser Heilpflanze stärken den Menschen in seinem Glauben an das Wunderbare, an das Leben selbst (Quelle CERES Heilmittel).
Gundelrebe wächst auch zwischen Steinen und auf genügsamen Böden- eine wichtige Signatur

Ich setze sehr gerne die Urtinktur ein, da diese so einfach und doch soooo wirksam ist:

  • Glechoma hederacea Urtinktur ist insbesondere bei langwierigen, hartnäckigen und zehrenden Krankheitszuständen angezeigt; bspw. bei Erkrankungen der Atmungsorgane wie Katarrh, Bronchitis, Asthma, Schnupfen, Schleimhautentzündungen, aber auch bei Nieren-Blasenbeschwerden (Reizblase) oder auch als Frühjahrs- und Stoffwechselkur; bei Stoffwechselerkrankungen.

Meine Erfahrung in der Praxis zeigt, dass entsprechend der Legende von der Gundelrebe, gerade bei verzweifelten Zuständen, bei langwierigen Erkrankungen, die so gar nicht enden wollen, Gundels Rebe ganz wunderbar wirkt.

Die Legende von der Gundelrebe:

In alter Zeit, als die Wälder noch dicht und geheimnisvoll waren, lebte in einem kleinen Dorf eine junge Frau namens Gundel. Sie war bekannt für ihre Güte und ihr Wissen um die Heilkraft der Pflanzen. Eines Tages wurde das Dorf von einer schweren Krankheit heimgesucht. Die Menschen litten, und niemand wusste Rat. Verzweifelt suchte Gundel im Wald nach einer Pflanze, die helfen könnte. Nach vielen Stunden entdeckte sie eine zarte, violett blühende Pflanze, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Als sie die Blätter berührte, flüsterte der Wind ihren Namen: „Gundelrebe, Gundermann – nimm mich mit und hilf den Deinen!“ Gundel sammelte das Kraut, bereitete daraus einen Sud und gab ihn den Kranken zu trinken. Wie durch ein Wunder wurden die Menschen gesund. Aus Dankbarkeit nannten sie die Pflanze fortan „Gundelrebe – nach der mutigen Gundel, die das Kraut fand und ihr Dorf rettete. Seither sagt man, dass die Gundelrebe(Gundermann) nicht nur Krankheiten heilt, sondern auch die Herzen der Menschen stärkt, die Gutes tun. Und wer in einer lauen Frühlingsnacht im Wald ganz genau hinhört, kann vielleicht Gundels Stimme im Wind vernehmen, wie sie den Suchenden den Weg zur Gundelrebe weist-…

UND… hoffentlich findest Du sie und DEINEN Weg ebenfalls 🙂 – alles Liebe!

Kira

Gundelrebe- und Lavendelblüten als ätherisches Öl 🙂
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