gesund

Was ist resistente Stärke?

Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff „resistente Stärken“ gelesen, gehört… und sich gefragt, was das eigentlich ist?

Resistente Stärken sind Stärkeverbindungen, die unser Körper nicht zu Zucker verarbeiten kann. Unsere Darmbakterien fermentieren sie und erzeugen dabei neben Futter für sich selbst kurzkettige Fettsäuren, die einen (kleinen) Teil unseres Kalorienbedarfs decken können- diese sind extrem wichtig für die Darmzellen- das sind ihre Energiequellen.

Man bekommt resistente Stärke am einfachsten, wenn man die Reste der stärkehaltigen Speisen, zum Beispiel  Kartoffeln oder Reis, kalt werden und etwa 12 bis 24 Stunden ruhen lässt. Je häufiger man bspw. Kartoffeln(Pellkartoffeln) erhitzt und wieder abkühlen lässt, umso mehr resistente Stärken entstehen (nach sechsmaliger Wiederholung dieses Vorgangs ist zwar der Anteil an resistenter Stärke optimal- allerdings kein Genuss mehr.

Wir benötigen für einen gesunden Darm Ballaststoffe- anders als die Bezeichnung vermuten lässt, sind diese Stoffe kein negativer Ballast, sondern wichtig für die Darmgesundheit- möglich sind eben resistente Stären oder Pektine( z.B. im Apfel…).

Was sicher nicht nur für die Gewichtsreduktion interessant ist- diese resistenten Stärken wandern nicht generell auf die Hüften, sondern sorgen für eine gesunde Verdauung- wenn sie in Kombination mit frisch zubereitetem Gemüse oder bspw. fermentiertem Gemüse gegessen werden. In Saucen und mit Fertigprodukten versagen sie ihren Dienst und man hat wieder nichts gewonnen 🙁

Einfache Möglichkeiten ohne auf Kapseln und Pulver zurückzugreifen:

  • Reis vorkochen, im Kühlschrank aufbewahren; nach bereits acht Stunden ist ein perfekter Ballaststoff und zudem noch wertvoller Makronährstofflieferant fertig; Reissalat- ähnlich wie Kartoffelsalat- ist eine perfekte Mitnahmemahlzeit;
  • Pellkartoffeln auf Vorrat kochen- als Kartoffelsalat mit frischem Gemüse ebenfalls perfekt- zudem eine gesunde, einfache Mahlzeit für die Arbeit als Lunch;
  • Alte Apfelsorten liefern besonders viel Pektion und haben deutlich weniger Fruchzucker als die modernen- “ One apple a day…“ 😉

 

Mal etwas Unbekanntes ausprobieren…

…so bin ich an ein PILAW herangegangen- sehr lecker und ganz einfach nachzukochen. Ein Pilaw kommt traditionell aus dem arabischen Raum und ist ein Reisgericht:

  • Pilaw aus gekochtem Reis ist nicht nur einfacher zubereitet als mit der klassischen Methode, sondern hat auch gesundheitliche Vorteile (Stichwort resistente Stärke). Dazu gibt es marinierte und gebratene Jack-Fruit(siehe Artikel hier auf meinem BLOG) und ein Kräuter-Joghurt mit frischer Minze und Koriander.
  • Für das Pilaw nehme ich etwa zwei bis drei Tassen vorgekochten Reis(Vollkorn), etwa 30-50 Gramm gehackte Mandeln, getrocknete Rosinen und Cranberrys(getrocknet), eine Knoblauchzehe, vier Esslöffel Olivenöl, ein bis zwei Teelöffel Ras el Hanout oder die daran enthaltenen Kräuter auch lose, wer sie hat; eine Msp. Salz- Knoblauch(fein gehackt) wird im Olivenöl angeschwitzt, dazu kommen die Gewürze, Mandeln und Trockenfrüchte, etwas schärfer anbraten;
  • wenn alles eine schöne Bräune bekommen hat kommt der Reis dazu; ggf. dann noch einmal nachwürzen und gut bräunen lassen; immer wieder umrühren und bei kleiner Hitze durchziehen lassen;
  • die Jackfruit( gestückelt und vakuumiert in Bio-Qualität gekauft) wird etwa eine Stunde vor dem Braten mit einem Esslöffel Olivenöl, Salz, Pfeffer und Majoran mariniert und dann mit einer halben Knoblauchzehe und einer viertel Zwiebel scharf angebraten und so lange gebraten( immer wieder umschwenken), bis die Stückchen kräftig braun sind- wie gegrillt aussehen 😉 ;
  • etwa 150 Gramm Naturjoghurt(Bio) mit einem Teelöffel Olivenöl aufrühren, frische Minze und Koriander, eine Prise Salz und ggf. Petersilie dazu geben, gut aufschlagen und dann…
  • mit dem Reis, der Jackfruit zusammen servieren.

Wirkung aus Sicht der CM:

  • Reis- neutral, süss, wirkt auf die Meridiane Milz und Magen, indirekt auf Lunge und Dickdarm; da es Reis ist, der „geruht“ hat, wurde die Stärke zu resistenter Stärke umgewandelt und steht somit dem Körper als nicht auf die Hüften wandernder Ballaststoff zur Verfügung, der Reis tonisiert Qi , transformiert Schleim und leitet Nässe aus;
  • Knoblauch- warm/ heiß, scharf vom Geschmack, wirkt auf die Meridiane Lunge, Niere, Milz, Magen und Dickdarm, tonisiert Yang und Qi, löst Schleim und Feuchtigkeit auf, wärmt ds Innere, hat eine wunderbar entgiftende Wirkung( siehe Beitrag hier auf meinem BLOG)…;
  • Trockenfrüchte- wirken auf das Yin(die Säfte), tonisieren Qi und Blut, leiten Nässe aus und bewegen das Blut; insgesamt eher neutral und süß wirken sie in dieser Mahlzeit harmonisierend und ausgleichend ob der vielen wärmenden bis heißen Gewürze;
  • Mandeln- süss, bitter und wirken auf die Meridiane Lunge, Gedärme, Magen, Milz und Herz, sind ein Yin- Tonicum, wirken positiv auf das Qi und Blut, transformieren Schleim und leiten Nässe aus;
  • Gewürze im Ras el Hanout- sehr wärmend, wirken auf die Mitte, vertreiben Kälte und tonisieren Qi und Yang;
  • Jackfruit- neutral/süß- weiteres hier auf meinem BLOG(http://spiritandbalance.de/mal-ausprobiert/)
  • Joghurt(Kuhmilch)- leicht frisch/kühl, süss-sauer und wirkt auf die Meridiane Lunge, Magen und Gedärme- er wirkt sehr stark Yin- tonisierend und eliminiert Hitze durch Yin-Mangel- zu dieser Mahlzeit schafft er den willkommenen Ausgleich zu den wärmenden und heißen Komponenten.

Dieses Gericht ist für jeden geeignet; besonders durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen wirkt es positiv bei zahlreichen Krankheitsbildern im Bereich Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und bei Übergewicht und Diabetes.

Ich wünsche gutes Gelingen und dann guten Appetit!

Theodor Fontane:

Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben“

Gefüllte Paprika und Zucchini- leicht und lecker…

 

… im Frühjahr- passend zur Jahreszeit ohne Fleischfüllung- diese würde das Yang zu stark aufsteigen lassen- Schlafstörungen, Migräne, Unruhe… wären die Folge.

Nun aber zum Rezept:

  • Paprika vom „Dach“ befreien, innen säubern und gut abtrofen lassen; genau so mit den Zucchini verfahren- diese noch zusätzlich halbieren und das Innere ausschälen, so dass ein Schiffchen übrig bleibt ggf. schälen, die Gemüsereste ganz fein würfeln/schneiden
  • In eine Schüssel etwas zwei Hand voll Haferflocken geben, dazu eine Hand voll geschrotete Haferflocken, einen Esslöffel Olivenöl, etwas handwarmes Wasser, Gewürze nach gusto- ich nehme die bewährten Drei- Galgant, Bertram und Quendel(je einen halben Teelöffel)-, dazu noch Pfeffer und Bärlauchsalz nach Geschmack; eine halbe weiße Zwiebel fein gehackt- diese Zutaten gut verrühren; sollte die Masse sehr trocken sein , dann noch etwas handwarmes Wasser dazu geben; dann kommen Kräuter(TK Bio-Anbieter oder frisch Schnittlauch, Petersilie, Kerbel,…) und die feinen Gemüsereste(siehe oben)dazu, ganz zum Schluss etwas geriebenen Parmesan mit unterrühren- das gibt einen würzigen Geschmack und bindet die Masse ab;
  • diese Masse dann in die Paprike und Zucchini füllen, etwas Parmesan darüber geben und in einer leicht geölten Form etwa 30-45 Minuten im Backofen bei 150-180 Grad garen lassen; die Reste der Masse können mit Parmesan überstreut auch separat garen- es ist wie ein kleiner Hackbraten ohne Hack 😉

  • Paprika– frisch/ leicht kühl; süss, bitter, scharf; Meridiane Milz, Magen, Dickdarm, Herz; Schleim auflösend, Qi tonisierend, Hitze ausleitend; antioxidativ;
  • Zucchini– frisch/kühl; süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Lunge, Niere; Hitze ausleitetnd, Qi aufbauend, Stuhlgang fördernd, Schleim transformierend, entzündungshemmend, Diurese fördernd,
  • Haferflocken– neutral, süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Herz, Lunge, Gedärme, Niere, Qi tonisierend, Shen beruhigend, Yin und Yang tonisierend, Nässe/Schleim transformierend und ausscheidend, Hitze und Toxine ausleitend;
  • Kräuter frisch– frisch- kühl- neutral, Meridiane wie oben; entlasten die Leber, ansonsten wie oben…
  • Parmesan– süß, sauer, salzig, neutral, Meridiane Lunge, Milz, Qi und Yin tonisierend

Für die Hitzigen reicht man gerne noch einen marinierten Feldsalat dazu- einfach mit Avocadoöl leicht durchkneten und mit Kresse/ frischen Kräutern würzen.

Mit diesem Rezept ist das Mittag- oder Abendessen gesichert und Man(n)/Frau schläft danach gut- guten Appetit!

Wärmendes in der Dojo-Zeit

 

Zugegeben- der Beitrag kommt einige Tage zu spät- aber die Temperaturen lassen so ein wärmendes Curry durchaus zu- schließlich sollen wir uns auch bei den Mahlzeiten vom Wetter leiten lassen 😉

Ein Curry stärkt unsere Mitte(Milz/Magen und damit das Milz-Qi)- besonders wenn es aus den folgenden Zutaten zubereitet wurde(für zwei bis drei Personen):

  • 2-3 Möhren(süß, neutral, Mitte tonisierend…), 2 Petersilienwurzeln(Qi und Yang aufbauend, Blut bewegend- Vorsicht in der Schwangerschaft…), drei bis vier Stängel Staudensellerie(Qi tonisierend, bewegend, Feuer ausleitend…), eine mittlere helle Zwiebel(Qi tonisierend, Blut bewegend…)- alles in einem Teelöffel Ghee nach einander andünsten; mit der Zwiebel beginnen; vorher wird das Gemüse natürlich gesäubert und in Würfel bzw. Scheiben geschnitten; ruhig etwas grober;
  • …dann das angedünstete Gemüse mit 100 ml Gemüsefond und 150 ml Kokosmilch(Qi und Blut tonisierend, Hitze kühlend…) ablöschen; dazu kommen dann je ein viertel Teelöffel Kurkuma und Liebstöckel, je eine Messerspitze Salz, Kubebenpfeffer, Galgant oder Ingwer, Kreuzkümmel, Zitronengras und eine Prise Chili(wer mag)- dann das Ganze ca. 20-30 Minuten garen lassen- danach noch einmal abschmecken.
  • Das Curry wärmt, durch die Zutaten Kokosmilch und Staudensellerie- beide wirken auch Säfte aufbauend und erfrischend/kühlend- wirkt es aber nicht heiß, sondern neutral bis wärmend. Die Gewürze sorgen für eine gute Bekömmlichkeit und gerade Kurkuma wirkt entzündungshemmend.
  • Das Curry kann gut während einer echten Erkältung gegessen werden, da es die Kälte aus den Knochen vertreibt, gegen Gliederschmerzen(kalte Gelenke) angeht und das Immunsystem auf Trab bringt.

Noch etwas zur Petersielienwurzel- da diese sehr stark Blut bewegend wirkt, kann das Curry bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein. Allerdings sollte in der Schwangerschaft auf die Petersilienwurzel verzichtet und durch Pastinaken(Blut tonisierend…) ersetzt werden. Petersilie allgemein und dazu zählt die gesamte Pflanze wirkt in größeren Mengen abortiv.

Ich koche übrigens alle Eintöpfe und dazu zählt auch das Curry im Schnellkochtopf(sehr Energie zuführend, da mit großem Druck gearbeitet wird) und verzichte daher meistens auf Chili. Das spart Zeit und die Mahlzeiten stehen bereits nach 10-15 Minuten auf dem Tisch 😉

Zu den Mengen- meine Oma, von der ich das Kochen gelernt habe, kam immer ohne Kochbuch aus- „Deern, dat brucken wi nich, dat geit nah Geschmack-“ Mädchen, das brauchen wir nicht, das geht nach Geschmack“ 😉 ; ich werde bei den nächsten Rezepten alles genau abwiegen- versprochen!

Viel Freude und gutes Gelingen beim Nachkochen und dann- guten Appetit!

Kraft mit Wurzelgemüse

Novemberzeit- die Wurzelzeit hat schon längst begonnen. Herbst und Winter sind die Zeit, um sich zu regenerieren und Kraft für den Frühling zu schöpfen. Ruhe, Meditation und eine ausgewogene Ernährung können die Balance wiederherstellen zu unserem oftmals hektischen und schnell ablaufenden Leben. Wenn wir also diese Rückzugszeiten zum Auftanken nutzen, werden wir in Phasen der Aktivität erfahren, dass wir voll in unserer Kraft stehen. Anders gesagt: Sind Metall- und Wasser-Element im Gleichgewicht, wirkt sich dies stabilisierend auf unser ganzes Leben aus. Dazu dienen vor allem Gemüsesorten, die ihre Kraft tief aus dem Boden schöpfen wie bspw. die Schwarzwurzel:

  • Die Schwarzwurzel hat gemäß der chinesischen Ernährungslehre eine leicht kühlende Thermik und sollte immer mit neutralen oder leicht wärmenden Nahrungsmitteln/ Gewürzen kombiniert werden; vom Geschmack her bitter- süß wirken die tollen Wurzeln auf die Meridiane Milz und Leber- indirekt damit auch auf den Nierenfunktionskreis.
  • Durch ihre Inhaltsstoffe Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Mangan, Kupfer, Eisen, alle B-Vitamine, alle fettlöslichen Vitamine, Folsäure, Inulin, Bitter- und Ballaststoffe stellen sie ein hohes Potential in der Ernährung dar; wirken anregend auf den Leberstoffwechsel- das ist besonders für Menschen mit Stoffwechselstörungen wichtig.
  • Im Einzelnen wirkt die Schwarzwurzel gemäß der TCM tonisierend auf das Blut(Anämie, mangelndes Herz-und Leber-Blut), tonisierend auf das Qi im Allgemeinen und speziell auf das Milz-Qi bspw. bei Diabetes Mellitus Typ 2 und Magenempfindlichkeit und…
  • …Schwarzwurzeln leiten Hitze/Nässe aus, was besonders bei Patienten mit einer Übersäuerung des Magens und des gesamten Körpers wichtig ist.
  • Da Schwarzwurzeln sehr viele Ballaststoffe und auch schwer verdauliche Kohlenhydrate enthalten(können Blähungen verursachen) sollte immer Kombualge mitgekocht werden- diese macht die Wurzeln bekömmlicher.

Alle Wurzeln, die so tief in das Erdreich ragen, sind hervorragende Spender für Vitamine und Spurenelemente/ Mineralstoffe. Der „Winterspargel“ oder „Bauernspargel“ ist das beste Beispiel dafür, dass wir nicht immer zu chemischen Präparaten greifen müssen. Ihre neutralisierende Wirkung bei Übersäuerung macht sie für Sportler sehr interessant- die Regeneration nach dem Training kann durch einen Konsum von Schwarzwurzeln positiv beeinflusst werden.

In meinem Rezept habe ich die Schwarzwurzeln(Bio) mit Olivenöl und verdauungsfördernden und wärmenden Kräutern wie Fenchel, Majoran, Chili und Kubebenpfeffer mariniert(1 Stunde) und dann im Backofen auf einem Blech ca. 45 Minuten bei 180 Grad gegart- auch das führt Wärme zu und lässt dadurch den kühlen Charakter der Wurzel schwinden; dazu gab es Hühnchenfilet(Bio) aus dem Kontaktgrill.

Altes Gemüse neu aufgelegt- für dich, mich, Sportler, Kinder… saisonal und regional- mehr geht nicht!

Guten Appetit!

Kakao…hmmm

Wer mag ihn/sie nicht- Kakao oder gute Schokolade? Eine kleine Sünde , die aber durchaus gesund sein kann:

  • Maßvoll und in der richtigen Zusammensetzung hat Schokolade positive Wirkungen auf den Körper. Das liegt an dem guten Kakao, der z.B. in einer Schokolade mit mehr als 70% Kakaoanteil enthalten ist. Diese Sorten haben sehr wenig Zucker in sich, dafür um so mehr von den guten Eigenschaften des Kakao(Bio).
  • In meiner Erinnerung war es immer ein Fest für die Sinne und den Gaumen, wenn meine Oma den guten Kakao aus dem Schrank nahm, diesen mit viel Vanille, etwas Zimt und Zucker, Sahne und Milch und v i e l Liebe Sonntags zur Nachmittagszeit für uns Kinder zubereitet hat. Heute koche ich ihn selbst:

Rezept für die Sinne und zum Wärmen:

  • 300 ml Mandeldrink oder Milch(Bio, Vollmilch) in einem Topf erhitzen, dann jeweils eine Messerspitze Zimt und Vanille, zwei Esslöffel guten Kakao(Bio) und einen Teelöffel Kakaonibs dazu geben und kurz aufkochen lassen, gut mit dem Schneebesen umrühren; etwas abkühlen lassen und vor dem Trinken mit etwas Rohrohrzucker oder Birkenzucker süßen; nehmt Ihr noch etwa einen Esslöffel Stärke verrührt in etwas kalter Milch oder Mandeldrink dazu und rührt es in den fertigen heißen Kakao, dann wird es ein leckerer Schokopudding(nur kurz aufkochen) 😉 und Ihr habt eine lecker- gesunde Nascherei

Kakao aus Sicht der TCM:

  • Kakao ist vom Temperaturverhalten eher warm, hat einen bitteren Geschmack und wirkt daher positiv auf die Funktionskreise Magen, Herz, Blase und Niere.
  • Dank seiner Inhaltsstoffe kann er zum Aufbau von Qi und Blut, zum Bewegen von Blut, zur Beruhigung von Shen(Geist- Herz) aber auch zum Ausleiten von Nässe/Feuchtigkeit in Verbindung mit Hitze genutzt werden.
  • Kakao senkt in Maßen Bluthochdruck und den LDL-Cholesterinspiegel, sorgt für eine bessere Wundheilung bei Nässe-Hitze; wirkt gegen Appetitlosigkeit und baut das Qi von Magen und Herz auf- er ist ein „Seelentröster“ im wahrsten Sinn des Wortes.

Was ist nun drin in diesen Samen eines zu den Malvengewächsen gehörenden Strauch’s? Was macht ihn zu einem natürlichen Therapeutikum bei Erschöpfung, Appetitlösigkeit, Melancholie…?

  • Kakao enthält ca. 54 % Kakaobutter, 11.5 % Eiweiß, 9 % Cellulose, 7.5 % Stärke und Pentosane, 6 % Gerbstoffe (z.B.: Tannin) und farbgebende Bestandteile, 5 % Wasser, 2.6 % Mineralstoffe und Salze, 2 % organische Säuren und Geschmackstoffe, 1.2 % Theobromin, 1 % verschiedene Zucker, 0.2 % Koffein und noch ca. weitere 300 aktive Substanzen wie Anandamid, Arginin, Dopamin (Neurotransmitter), Epicatechin (Antioxidantien), Histamin, Magnesium, Serotonin (Neurotransmitter), Tryptophan (dient dem Körper u.a. als Vorstufe für Serotonin), Phenylethylamin, Polyphenole (Antioxidanz), Tyramin und Salsolinol sowie Flavonoide( Quelle: therapeutika.ch)
  • Durch den Eiweißgehalt und die enthaltenen positiven Substanzen ist ein Kakao wie oben zubereitet ein natürliches Mittel zur Regeneration nach anstrengender Arbeit, bei Erschöpfung und auch nach dem Training. Der Körper erholt sich relativ schnell und durch die wärmende Wirkung des Kakao’s regenerieren die Muskeln deutlich schneller. Positiv ist auch, dass durch den Kakao der gewünschte „Nachbrenneffekt“ anhält und somit den Stoffwechsel positiv beeinflusst.
  • Gute Nachricht- in Maßen Kakao bremst den Heißhunger auf Süßes, denn die Bitterstoffe wirken positiv auf die Leber und somit hat „Süßhunger“ keine Chance 🙂

Also kein schlechtes Gewissen bei Kakao oder Schokolade mit viel Kakao- „… die Dosis macht das Gift“

 

Waffelliebe – Frühstück…

 

…Mittag oder zum Abendessen- Waffeln in den verschiedensten Variationen gehen immer:

  • Waffeln lassen sich lieblich und herzhaft zubereiten; für die herzhafen einfach das Süßungsmittel weglassen und  klein gewürfeltes oder gehacktes Gemüse dazu geben- sehr lecker zum Mittagessen im Büro sind Waffeln aus Erdnussmus, Ei, Buchweizenmehl und Spinat- da kommt noch einmal ein Beitrag dazu 😉
  • Auf dem Beitragsbild seht Ihr Waffeln aus Erdnussmus(zwei Esslöffel), einem großen Ei(Bio), drei Esslöffeln Erdmandeln(gemahlen), einem Esslöffel Dinkelmehl, drei Esslöffeln Haferflocken, je einer Messerspitze Vanille und Zimt und einem Esslöffel Kokosblütenzucker- alles gut miteinander vermengen, etwa fünf Minuten durchziehen lassen, dann noch einmal gut aufrühren und ab damit in das Waffeleisen( ich habe eins mit Keramikbeschichtung)- gut durchbacken lassen und dann…
  • auskühlen lassen, sie werden knusprig- dazu passen sehr gut Blau- und Brombeeren; man kann aber auch anderes Obst dazu essen.
  • Aus Sicht der TCM ist das Frühstück eine ausgewogene Mahlzeit, das Qi aufzubauen(Haferflocken, Ei), den Darm mild zu befeuchten(Erdmandeln), das Yin aufzubauen(Früchte, Haferflocken, Ei), Blut aufzubauen(Ei), Toxine und Hitze auszuleiten(Ei) und natürlich entspannt(Shen beruhigend- Haferflocken) in den Tag zu starten 🙂

Im Übrigen- so ein Keramikwaffeleisen ist so vielfältig einsetzbar- selbst Pancakes kann man damit abbacken- es spart Zeit und Strom, dazu kommt noch, dass man fettfrei damit backen kann.

Ich wünsche einen entspannten Sonntag!

 

Entspannt altern…

 

… geht das in unserer Zeit überhaupt?

In letzter Zeit habe ich in meiner Sprechstunde immer wieder festgestellt, dass meine männlichen und weiblichen Patienten das Altern nicht so wirklich annehmen können bzw. wollen. Das “ Frau/ Man(n) heute mit 60 noch nicht aussehen will wie 60 oder sich gar so fühlen möchte wie 60 kann ich ja auch ein Stück weit nachvollziehen- schließlich wollen wir alle vital und fit bleiben. Jedoch wir altern, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht… es ist eine dieser Wahrheiten, die sich nur bedingt ändern lassen:

  • Altern bedeutet nicht gleich „alt'“werden, wir altern bereits, wenn wie im Mutterleib gezeugt wurden. Das Qi von Mutter und Vater schmelzen zusammen, ein neuer Mensch entsteht und von Beginn an altern wir.
  • Altern bedeutet nicht zwangsläufig, gebrechlich und hinfällig zu werden, denn ich kann dafür sorgen, dass ich mich ausreichend bewege, gesund und ausreichend ernähre, mich entspanne und auch ausreichend schlafe- einfach darauf achte, dass Anspannung und Entspannung in Waage sind.
  • Altern bedeutet nicht, nicht mehr arbeiten zu können- aber in Maßen, denn…
  • Altern bedeutet spätestens ab dem 50. Lebensjahr, dass ich mit meinen Energieressourcen anders haushalten muss. Ab dem 49. Lebensjahr bei den Frauen(häufig Beginn der Wandeljahre) und dem 48. Lebensjahr bei den Männern(ja, ja auch Männer haben Wandeljahre ;)) schwindet unsere Essenz- das Jing- einfach stärker. Das macht sich an bestimmten Veränderungen bemerkbar und ist bei jedem anders- schnelleres Ermüden, der Schlaf ist nicht mehr so tief, die Haare werden dünner oder grauer(übrigens je eher, desto weniger Jing ist vorhanden bzw. das Yin der Nieren ist generell recht schwach), bestimmte Arbeiten dauern länger…

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Ich musste immer lächeln, wenn meine Oma früher oft sagte “ Ach meen Deern, dat Oller is ja nu komisch, de Tied vergoht so dull, ick weit nich wo dese blieft, an so’n Dag is oftiens nix dran“- heute kann ich es verstehn- je älter wir werden, um so mehr Zeit benötigen wir einfach für bestimmte Dinge- Lernen, Aufräumen, Einkaufen, bestimmte Arbeiten im Haushalt und in der Arbeit… das Lesen, Sehen, Erfassen… alles braucht seine Zeit. Das Gute aber ist:

  • wir sind heute anders alt und nicht verbraucht wie unsere Großeltern es waren- kein Krieg, keine Entbehrung, keine Sorge im Sinne des Überlebens- meine Großeltern waren mit Ende 50 alt, sie waren zwar agil, aber alt und grau, Opa war voller Lebensfalten im Gesicht- auch durch das Wetter gegerbt, denn er war Landwirt, und Oma musste manchmal ganz schön die Zähne zusammen beißen, wenn ihre Beine schmerzten von der schweren Arbeit. Sie waren lebenslustig und nahmen den Tag einfach an und eben auch das Alter. Nun ist unsere Familie mit einem relativ hohen Alter gesegnet- Großeltern, die 80, 85 oder gar 90 Jahre alt werden sind ein Segen für die Familie und besonders für die Enkel/ Urenkel- und eins hab ich gelernt- Spruch meines Opa’s: “ Deern, Du künnst öller warn un öll as ne Kauh, aver liehrst alltiet noch dortau. Wat du liehrnst is dien, dat künn di ne een afknöpen. Rögen hät Segen un blot up dei Fuulbank sitten, dat is nich gaut“- genau das ist es, was uns jünger erhält, als unsere Großeltern:
  • Wir haben heute Möglichkeiten, mit einer gewissen „Jugendlichkeit“ zu altern- Zeit, Muße, Möglichkeiten, aber was machen einige von uns damit??
  • Es muss immer alles auf einmal und schnell sein, bei Erkrankungen werden Antibiotika genommen- ob jetzt vom Arzt zu schnell verordnet oder auch gefordert vom Betroffenen sei mal nicht berücksichtigt- damit man wieder schnell in der Arbeit ist, Sport wird bis zum Exzess betrieben- auch bei Erkrankungen, die sportliche Betätigung verbieten, Stress wird ausgehalten auf Teufel komm raus, das Essen wird zwischendurch an der Tanke oder am Stand oder bei Fast Food Ketten erledigt, Frühstück ist der Kaffee und die Zigarette- mal ganz ketzerisch gesagt-, der Fernseher läuft bis nach Mitternacht, Bier oder Alkohol am Abend sollen dann Entspannung bringen… das ist leider nicht nur Übertreibung… die Liste ließe sich beliebig weiter führen- leider- alles muss noch laufen wie mit 20???

Und dann brechen die Betroffenen irgendwann zusammen- nicht unbedingt gleich mit Infarkt, sondern anders- Erkrankungen heilen nicht aus, Müdigkeit und Schwäche machen sich breit, man fühlt sich nur noch gestresst, Lustlosigkeit im Beruf und in der Freizeit breiten sich aus, Reizmagen und Reizdarm entstehen, bei Frauen wie auch Männern lässt die Libido nach, Männer bekommen Probleme im sexuellen Bereich…und dann kommt noch die magische 50, 60…

Ich sage „Ja“- natürlich, logisch…aber in Würde und mit dem Annehmen und mit der Chance gesund, fit, vital und entspannt alt zu werden:

  • Struktuieren Sie Ihren Tag neu- anders als mit 20.
  • Nehmen Sie sich mehr Zeit für Ihre Arbeit- Sie benötigen einfach mehr Zeit, weil alle Prozesse im Körper etwas langsamer ablaufen- so ist es nun einmal. Ihren Lieblingsoldtimer scheuchen Sie ja auch nicht mehr mit 160 über die Autobahn, sondern fahren gemächlich über die Landstraße;)
  • Nehmen Sie sich Zeit für drei ausgewogene Mahlzeiten mit deutlich weniger Kalorien als mit 20- wir benötigen ab der magischen 50 unter Umständen 300 bis 500 kcal weniger/ Tag- die Mahlzeiten sollten aus Gemüse, etwas Obst, Fisch, in Maßen Fleisch, sehr wenig Brot und Brotbelag und aus sehr, sehr wenig Süßem bestehen- Zwischenmahlzeiten streichen, denn die belasten nicht nur die Kalorienbank, sondern auch unser älter werdendes Verdauungssystem.

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  • Bewegung- beugt der Zellalterung vor, schützt in gewissem Maß vor Knochenschwund und einem zu starken Übergewicht- aber in Maßen und in Muße- gehetzt zwischendurch bringt es gar nichts, denn in der Ruhe liegt die Kraft- ideal sind zwei Einheiten Ausdauer/ Woche, ein- bis zwei Einheiten Krafttraining und eine Einheit Stretching/ Entspannung- ideale Sportarten sind Walking, leichtes Jogging für Geübte, Muskeltraining mit Freihanteln, Schwimmen, Aquafit- Kurse, Yoga oder QiGong, moderater Kampfsport wie WingTsung, Karate oder Aikido…
  • Lesen Sie, bilden Sie sich weiter- ein interessanter Vortrag, jede Woche ein kleines Sachbuch, lesen Sie über Gesundheit und Körper, absolvieren Sie nur für sich eine Ausbildung im Bereich Gesundheit oder, oder, oder… erweitern Sie einfach Ihren Horizont- das hält im Kopf rege und wer weiß, vielleicht starten Sie mit einer gewissen Gelassenheit noch einmal beruflich neu durch?
  • Gehen Sie zur Prävention- die Kasse zahlt Untersuchungen zur Früherkennung von schweren Erkrankungen und nutzen Sie die Möglichkeit, z. B. mit Hilfe der chinesischen Medizin präventiv tätig zu werden- zum Wohl einer Gesundheit, die Sie in Würde und Gelassenheit altern lässt. Akupunktur und Kräutermedizin können nämlich die Zipperlein noch ein wenig warten lassen. In der Chinesischen Medizin und auch in diesem Kulturkreis ist das Altern kein Stigma, im Gegenteil, die Weisheit des Alters wird sehr geschätzt. Jing und Yang, aber auch Yin nehmen ab, der ältere Mensch benötigt mehr Pausen…na und…dafür greift er auf einen unsagbaren Schatz an Erfahrung zurück, ist deutlich gründlicher in allem was er anpackt und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen- sollte er zumindest nicht;)
  • Lernen Sie zu meditieren- Meditation ist keine Spinnerei- Meditation ist Körperarbeit mit dem eigenen Ich, sie schult Achtsamkeit und Geduld mit sich, mit anderen und mit … dem Älterwerden;) und sie gibt uns Gelassenheit(nach R. Niebuhr):

“ Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

So sollten wir es auch mit dem Altern halten- er ist nicht aufzuhalten- des Lebens Weg, aber wir erhalten mit dem Altern die Weisheit, es gelassen zu sehen und … zu lächeln.

Kopfschmerzen2

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