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Etwas Leckeres zum Advent

Guten Morgen… heute mal kurz und knapp ;

Wenn du Schokolade liebst, aber auf natürliche Zutaten und gute Nährstoffe achten möchtest, wirst du diese smarten Riegel lieben. Sie sind cremig, saftig, schokoladig – und gleichzeitig darmfreundlich dank probiotischem Kokosjoghurt und weißen Bohnen.

Klingt ungewöhnlich? Schmeckt fantastisch!

Zutaten

  • 1 Becher Kokos-Joghurtalternative (ca. 400 g, probiotisch)
  • 1 Glas gekochte weiße Bohnen
  • 5 entsteinte Medjool-Datteln
  • 1 Prise Salz
  • 1 Messerspitze Vanillepulver
  • 200 g Kokosraspeln
  • 2–3 Tafeln dunkle Schokolade (mit Kokosblütenzucker gesüßt)
  • Etwas Kokosöl oder Kakaobutter für eine flüssigere Schokoladenkonsistenz

Zubereitung

  1. Kokosjoghurt, Bohnen, Datteln, Salz und Vanille im Mixer cremig pürieren.
  2. Kokosraspeln unterrühren, bis eine formbare Masse entsteht.
  3. Die Mischung in Riegelformen füllen und einfrieren.
  4. Die gefrorenen Riegel in geschmolzene Schokolade tauchen.
  5. Aushärten lassen und im Kühlschrank oder – für längere Haltbarkeit – im Gefrierfach aufbewahren.

Tipp

Die Riegel schmecken direkt aus dem Kühlschrank herrlich frisch und sind eine perfekte Alternative zu Kuchen & Co. 😉

Durch die Kombination aus Ballaststoffen, pflanzlichem Eiweiß und gesunden Fetten halten sie lange satt – ohne „schlechtes Gewissen“


Guter Kakao für das Topping

Dieses Rezept – eine süße, nährende Kombination aus Kokos, Bohnen, Datteln und dunkler Schokolade – hat insgesamt eine stärkende, befeuchtende und leicht kühlende Wirkung, die besonders bei Trockenheit oder Erschöpfung wohltuend sein kann.

Wirkung gemäß CM der Zutaten

Kokos-Joghurtalternative (probiotisch)

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Magen, Lunge
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet Trockenheit (z. B. trockene Haut, Schleimhäute), stärkt Flüssigkeiten.
  • Hinweis: In größeren Mengen kann Kokos kühlend wirken – bei Kältegefühl oder schwacher Verdauung lieber mit wärmenden Gewürzen kombinieren.

Weiße Bohnen (gekocht)

  • Thermik: neutral bis leicht kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Niere
  • Wirkung: stärken Qi und Blut, entwässern sanft, unterstützen die Mitte (Verdauung).
  • Hinweis: Durch das Kochen werden sie leichter verdaulich und harmonisieren die Milz.

Medjool-Datteln

  • Thermik: neutral
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Lunge, Herz
  • Wirkung: tonisieren Qi und Blut, beruhigen den Geist (Shen), befeuchten Trockenheit.
  • Ideal bei: Erschöpfung, Nervosität, Trockenheit oder leichtem Blutmangel.

Salz (Prise)

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: salzig
  • Wirkt auf: Niere
  • Wirkung: leitet nach unten, unterstützt die Nierenenergie, harmonisiert Süßes.
  • Hinweis: In kleiner Menge ausgleichend, in zu großer Menge schwächt es das Blut.

Vanillepulver

  • Thermik: warm
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: harmonisiert die Mitte, beruhigt den Geist, fördert Wohlgefühl.
  • Energetisch: bringt Wärme und Ausgleich in das eher kühlende Rezept.

Kokosraspeln

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Magen, Lunge
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet und stärkt Körperflüssigkeiten, unterstützt Haut und Schleimhäute.

Dunkle Schokolade (mit Kokosblütenzucker)

  • Thermik: leicht warm
  • Geschmack: bitter, süß
  • Wirkt auf: Herz, Milz
  • Wirkung: bewegt das Herz-Qi, hebt die Stimmung, stärkt das Blut leicht.
  • Kokosblütenzucker: milder für Milz und Blutzucker als raffinierter Zucker.

Kokosöl oder Kakaobutter

  • Thermik: neutral bis kühl (Kokosöl), neutral bis leicht warm (Kakaobutter)
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Lunge
  • Wirkung: befeuchtet Trockenheit, nährt Yin, gibt Geschmeidigkeit.

Gesamtwirkung des Rezepts

  • Tonisiert Milz- und Nieren-Qi
  • Nährt Yin und befeuchtet Trockenheit(besonders Haut, Lunge, Schleimhäute)
  • Beruhigt den Geist (Shen) durch süßen Geschmack und Vanille-Duft
  • Leicht kühlend, daher ideal bei innerer Hitze, Trockenheit oder nach geistiger Anstrengung
  • Nicht ideal bei: Kältegefühl, schwacher Verdauung oder Feuchtigkeit in der Mitte.
Zutaten, die über die Thermik und Elemente-Einordnung wirken 🙂

CM-Tipp zur Balance

Wenn du zu Kälte oder Verdauungsschwäche neigst, füge etwas Zimt, Kardamom oder Ingwer hinzu. Diese wärmenden Gewürze harmonisieren die Rezeptur und gleichen die kühlende Wirkung der Kokosprodukte aus.

Zusammengefasst:
Dieses Rezept ergibt ein nährendes, YIN-stärkendes „Dessert„, das Körper und Geist erdet, Trockenheit ausgleicht und sanft Energie schenkt – perfekt für ruhige, introspektive Phasen oder nach Zeiten intensiver Aktivität.

Diese Riegel sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie man gesunde Ernährung mit Genuss verbinden kann. Probiere sie und Du wirst diese Leckerei öfter herstellen– einfach, lecker und voller guter Energie- lass sie Dir schmecken!

Alles Liebe- Kira

Was ist ein Dekokt?

Guten Morgen zum letzten November-Montag- unglaublich, wie die Zeit vergeht- wir sind bereits in der ersten Advent-Woche 😉 .

In den vergangenen Wochen tauchte immer wieder die Frage auf, was ein DEKOKT sei…

Ein Dekokt (Abkochung) ist eine klassische Zubereitungsform in der Chinesischen Medizin, bei der Heilpflanzen, Wurzeln und auch Mineralien in Wasser ausgekocht werden, um ihre wärmenden, bewegenden und harmonisierenden Eigenschaften noch stärker zu aktivieren.

Eine besondere Kombination ist diese:

Lorbeer, Zimt und Oregano ergeben in Kombination ein kraftvolles, aromatisches Dekokt, das den Qi-Fluss stärktKälte vertreibt und Feuchtigkeit transformiert.


Wärmendes Dekokt aus Lorbeer, Zimt und Oregano- für Verdauung, Immunsystem und innere Balance

Dieses Rezept wirkt besonders bei Kältegefühl im Bauchlangsamer VerdauungVöllegefühlleichter Erkältungoder Müdigkeit nach dem Essen. In der CM wird es eingesetzt, um die Mitte zu stärken (Milz und Magen) und Wind-Kälte aus dem Körper zu vertreiben.


Zutaten:

  • 3 Lorbeerblätter – bewegen das Qi, fördern die Verdauung, lösen Stagnation
  • 1 Stück Zimtstange (ca. 5 cm) – wärmt das Innere, stärkt das Yang, harmonisiert den Magen
  • 1 TL getrockneter Oregano – wirkt antibakteriell, transformiert Feuchtigkeit, klärt Schleim und Hitze im oberen Erwärmer
  • 500 ml Wasser

Optional:

  • 1–2 Scheiben frischer Ingwer für zusätzliche Wärme
  • 1 TL Honig (nach dem Abkühlen) zur Harmonisierung des Geschmacks

Zubereitung

  1. Wasser in einen kleinen Topf geben und alle Kräuter hinzufügen.
  2. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren.
  3. 15–20 Minuten sanft köcheln lassen, bis etwa ein Drittel der Flüssigkeit verdampft ist.
  4. Durch ein feines Sieb abseihen.
  5. Das Dekokt warm trinken – am besten morgens auf nüchternen Magen oder nach einer Mahlzeit.

TCM-Wirkung:

ZutatTCM-WirkungFunktionskreis
LorbeerBewegt Qi, löst Stagnation, wärmt die MitteMilz, Magen
Zimt (Rou Gui / Gui Zhi)Wärmt das Innere, stärkt Nieren-Yang, bewegt BlutHerz, Milz, Niere
Oregano (Ye Gan Lan)Transformiert Feuchtigkeit, klärt Hitze, wirkt antimikrobiellLunge, Magen, Milz

Diese Kombination harmonisiert das Mittlere Jiaovertreibt innere Kälte und unterstützt das Immunsystem. Sie ist besonders geeignet bei kältebedingten VerdauungsbeschwerdenAppetitlosigkeitleichter Übelkeit oder beginnender Erkältung mit Frösteln.


Anwendung

  • 1–2 Tassen täglich, über 3–5 Tage.
  • ACHTUNG! Nicht bei starker innerer HitzeFieber oder Yin-Mangel mit Hitzesymptomen(z. B. Nachtschweiß, trockener Mund) anwenden.

Dieses Dekokt ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Hausmittel aus der Perspektive der CM. Es verbindet die wärmende Kraft des Zimts, die Qi-bewegende Wirkung des Lorbeers und die reinigende Energie des Oreganos zu einer harmonischen, stärkenden Mischung für Körper und Geist.

Varianten:

  • bei Husten durch Kälte- Thymian anstatt Oregano
  • bei Fieber durch Kälte bis maximal 38,5 Grad- Holunder anstatt Oregano
  • bei Halsschmerzen durch Kälte- Salbei oder Isländisch Moos anstatt Oregano

Mit den einfachen Gewürzen- vielen dieser- kannst Du Dir bei allen Kälte-Themen relativ schnell helfen.

Genieße diese Woche zum Übergang in den Advent und erinnere Dich an dies:

„Om Jyotith Antaratma Namaha“- „Ich ehre das Licht meines inneren SELBST“

Es ist ein Mantra für den Advent- es erinnert daran, dass wahres Licht nicht vom Außen kommt, sondern in uns selbst leuchtet. Es kann helfen, Ruhe zu finden und Vertrauen kultivieren.

Möge DEIN inneres Licht in dieser Zeit des Wandels ruhig und klar leuchten– alles Liebe

Kira

Mit der Tradition aus Nord und Ost…

… begrüße ich Dich zur dritten November-Woche.

Ich habe es ja bereits öfter anklingen lassen- ich habe Wurzeln, die sowohl aus den östlichen Regionen Europas, als auch hier aus unserem Norden stammen. Und was liegt da näher, um ein Traditions“Getränk“ mal näher zu beleuchten:

K I S S E L

Kissel ist ein klassisches nord- und osteuropäisches Getränk, das aus Beeren, Wasser, Zucker und Stärke hergestellt wird.

Es hat eine lange, faszinierende Geschichte, die tief in der nord- und osteuropäischen Kultur verwurzelt ist. Ursprünglich war es kein Dessert, sondern ein nahrhaftes Heil- und Alltagsgericht, das Generationen überdauerte – von den Bewohnern unsere norddeutschen Regionen, den skandinavischen Bewohnern und Slawen bis in die moderne Naturheilkunde. Meine Oma- ehemalige Wolgedeutsche- hat mir oft davon erzählt, wie Kissel im Herbst als Stärkungsmittel getrunken wurde- gerade in Vorbereitung auf den Winter.

Ursprung und frühe Geschichte

Die ersten Erwähnungen von Kissel stammen aus dem 10. Jahrhundert in den Chroniken der Kiewer Rus. Damals war Kissel ein Getreidebrei, meist aus Hafer, Roggen oder Erbsen, der durch natürliche Fermentation leicht säuerlich schmeckte. Er galt als Grundnahrungsmittel, vor allem in Zeiten des Mangels, da er sättigend, einfach herzustellen und lange haltbar war.

Eine bekannte Legende erzählt, dass während einer Belagerung der Stadt Belgorod (um 997 n. Chr.) die Einwohner aus Getreidekissel und Honig einen „Wunderbrunnen“ zubereiteten, um die Feinde zu täuschen, sie hätten unerschöpfliche Vorräte. So rettete Kissel symbolisch die Stadt – und wurde zum Sinnbild für Einfallsreichtum und Lebenswillen.

Kissel ist auch ein traditionelles, leicht verdauliches Naturheilmittel. In der Naturheilkunde wird Kissel wegen seiner beruhigenden, entzündungshemmenden und regenerierenden Eigenschaften für Magen, Darm und Schleimhäute geschätzt.

Gesundheitliche Aspekte von Kissel

1. Schutz der Schleimhäute
Kissel bildet beim Verzehr eine sanfte Schutzschicht über den Schleimhäuten des Verdauungstrakts. Diese Schleimstoffe können Reizungen lindern, z. B. bei Gastritis, Reflux oder Darmentzündungen.

2. Unterstützung der Verdauung
Durch seine milde Konsistenz und leicht verdaulichen Inhaltsstoffe ist Kissel ideal bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit oder nach Magen-Darm-Infekten. Er beruhigt den Verdauungstrakt und fördert eine gesunde Darmflora.

3. Entzündungshemmende Wirkung
Je nach verwendeten Früchten (z. B. Heidelbeeren, Preiselbeeren oder Sanddorn) enthält Kissel viele Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die Entzündungen hemmen und das Immunsystem stärken.

4. Energie- und Mineralstoffquelle
Kissel liefert durch Fruchtzucker und Stärke schnell verfügbare Energie sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Spurenelemente. Er eignet sich daher auch für Rekonvaleszenzphasen oder als sanfte Aufbaukost.

5. Glutenfreie und vegane Variante
Mit Kartoffel- oder Maisstärke zubereitet, ist Kissel glutenfrei und vegan, was ihn auch für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet macht.

Anwendung in der Naturheilkunde

  • Bei Magenbeschwerden: 1–2 Tassen täglich lauwarm trinken.
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum: leicht abgekühlt in kleinen Schlucken genießen.
  • Zur Regeneration: als sanfte Aufbaukost nach Erkrankungen oder Fastenkuren.

Kissel ist somit ein einfaches, aber wirkungsvolles Naturheilmittel, das sowohl ernährungsphysiologisch als auch therapeutisch wertvoll ist. Seine sanfte Wirkung auf Magen und Darm macht ihn zu einem idealen Bestandteil einer naturheilkundlich orientierten Ernährung.

Die Kombination bspw.aus Schlehen (Schwarzdornfrüchten) und Moosbeeren (Preiselbeeren)– besonders passend zu dieser Jahreszeit- ergibt ein angenehm herbes, fruchtig-säuerliches Aroma. Unten findest du ein vollständiges, traditionelles Rezept.

Kissel aus Schlehen und Moosbeeren

Zutaten (für ca. 4 Portionen)

  • 300 g Schlehen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 200 g Moosbeeren (Preiselbeeren oder Cranberries)
  • 1 Liter Wasser
  • 120–150 g Zucker (je nach gewünschter Süße)
  • 2–3 EL Kartoffelstärke oder Maisstärke
  • 1 TL Zitronensaft (optional, für mehr Frische)
  • 1 Prise Vanillezucker (optional)

Zubereitung

  • Beeren vorbereiten
    Schlehen und Moosbeeren waschen. Wenn Schlehen frisch sind, empfiehlt es sich, sie nach dem ersten Frost zu verwenden oder kurz einzufrieren, um die Bitterstoffe zu mildern.
  • Beeren kochen
    Wasser in einen Topf geben, die Beeren hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 10–15 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind und Saft abgeben.
  • Abseihen
    Die Masse durch ein feines Sieb oder ein Tuch passieren, um Kerne und Schalen zu entfernen. Den klaren Beerensaft auffangen.
  • Süßen
    Den Saft zurück in den Topf geben, Zucker und optional Vanillezucker hinzufügen. Kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
  • Stärke anrühren
    Stärke in etwa 100 ml kaltem Wasser glatt rühren. Dann langsam in den heißen Beerensaft einrühren, dabei ständig rühren, um Klumpen zu vermeiden.
  • Andicken
    Noch einmal kurz aufkochen, bis der Kissel leicht eindickt. Dann vom Herd nehmen und Zitronensaft hinzufügen.
  • Abkühlen lassen
    Kissel kann warm als Dessert serviert oder kalt im Kühlschrank geliert genossen werden.

Serviervorschläge

  • Warm mit Vanillesauce oder Schlagsahne.
  • Kalt mit Milch, Grießbrei oder Haferflocken.
  • In Gläser gefüllt und leicht gekühlt als erfrischendes Dessert/ Kraftbooster nach dem Sport 🙂

Dieser Schlehen-Moosbeeren-Kissel verbindet die herbe Note der Schlehen mit der fruchtigen Frische der Moosbeeren und ergibt ein wunderbar aromatisches, natürliches Dessert.

Kissel aus Schlehen und Moosbeeren ist nicht nur ein aromatisches Dessert, sondern auch ein Getränk mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Beide Beerenarten enthalten wertvolle bioaktive Stoffe, die das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel unterstützen.

Gesundheitliche Wirkung von Schlehen

1. Reich an Antioxidantien
Schlehen enthalten hohe Mengen an Polyphenolen, Flavonoiden und Anthocyanen. Diese wirken antioxidativ und schützen Zellen vor oxidativem Stress, der durch freie Radikale verursacht wird.

2. Unterstützung der Verdauung
Die leicht adstringierende Wirkung der Schlehenfrüchte kann bei Magen-Darm-Beschwerden helfen. Schlehenaufgüsse werden traditionell bei Durchfall und Reizdarm eingesetzt.

3. Immunstärkend
Durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen unterstützen Schlehen die Abwehrkräfte, besonders in der Erkältungssaison.

4. Entzündungshemmend
Die in Schlehen enthaltenen Tannine und Flavonoide wirken entzündungshemmend und können die Heilung bei Schleimhautreizungen fördern.

Gesundheitliche Wirkung von Moosbeeren (Preiselbeeren)

1. Schutz der Harnwege
Preiselbeeren enthalten Proanthocyanidine, die verhindern, dass Bakterien (insbesondere E. coli) an die Blasenwand haften. Dadurch können sie Harnwegsinfektionen vorbeugen.

2. Herz-Kreislauf-Schutz
Die antioxidativen Verbindungen in Moosbeeren können helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und die Gefäßelastizität zu verbessern.

3. Antibakterielle Wirkung
Moosbeeren hemmen das Wachstum bestimmter Bakterienarten im Mund- und Verdauungstrakt, was zur Verbesserung der Mund- und Darmgesundheit beitragen kann.

4. Unterstützung der Leberfunktion
Studien deuten darauf hin, dass Preiselbeeren die Leber vor oxidativen Schäden schützen und die Entgiftungsprozesse fördern können.

In der Chinesischen Medizin (CM) werden Lebensmittel nach ihren energetischen Eigenschaften, ihrem Temperaturverhalten und ihrem Einfluss auf die Organsysteme bewertet. Kissel aus Schlehen (Prunus spinosa) und Moosbeeren (Preiselbeeren) hat in diesem Kontext eine ausgleichende, reinigende und stärkende Wirkung, besonders auf die Leber-, Milz- und Nierenfunktionskreise.


Energetische Einordnung des Kissels

AspektWirkung in der TCM
TemperaturverhaltenKühl bis neutral
GeschmackSauer, leicht herb, süß (durch Zucker oder Stärke)
WirkrichtungZusammenziehend, klärend, befeuchtend
HauptmeridianeLeber, Milz, Niere, Blase

Wirkung der Schlehen (Prunus spinosa)

1. Stärkung der Leber und Blutregulation
Schlehen wirken leicht zusammenziehend und fördern die Leberfunktion, indem sie Leber-Qi-Stagnation lösen. Das hilft bei innerer Anspannung, Reizbarkeit oder Kopfschmerzen, die durch blockiertes Qi entstehen.

2. Klärung von Hitze und Entgiftung
Ihre kühlende und reinigende Wirkung unterstützt den Körper beim Ausleiten von „innerer Hitze“ und Toxinen, besonders bei Hautunreinheiten oder Entzündungen.

3. Unterstützung bei Durchfall und Schwäche
In kleinen Mengen stärken Schlehen die Milz und stabilisieren den unteren Erwärmer, wodurch sie bei weichem Stuhl oder leichtem Durchfall hilfreich sind.

Wirkung der Moosbeeren (Preiselbeeren)

1. Ausleitung von Feuchtigkeit und Hitze aus der Blase
Preiselbeeren werden in der TCM ähnlich wie Cranberries eingesetzt, um Feuchte-Hitze im unteren Erwärmer zu klären – typischerweise bei Blasenentzündungen oder trübem Urin.

2. Kühlende Wirkung auf Blut und Yin
Sie nähren Yin-Flüssigkeiten und kühlen das Blut, was bei innerer Hitze, leichtem Fieber oder Reizbarkeit ausgleichend wirkt.

3. Unterstützung der Nierenenergie
Durch ihre adstringierende Natur stabilisieren sie die Essenz (Jing) und können bei leichter Erschöpfung oder Schwäche nach Infekten stärkend wirken.

Wirkung des Kissels als Ganzes

1. Harmonisierung von Milz und Magen
Die leicht süße, weiche Konsistenz des Kissels nährt die Milz und beruhigt den Magen. Das macht ihn besonders geeignet bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl oder nach längerer Krankheit.

2. Yin-nährend und befeuchtend
Kissel befeuchtet die Schleimhäute und unterstützt Yin, was bei Trockenheit (z. B. trockener Husten, trockene Haut) wohltuend ist.

3. Klärend und entgiftend
Durch die Kombination aus Schlehen und Moosbeeren wirkt das Getränk reinigend, leitet überschüssige Hitze aus und unterstützt die Leber bei der Entgiftung.


Anwendungsempfehlung nach CM

  • Ideal bei: innerer Hitze, Reizbarkeit, Harnwegsbeschwerden, schwacher Verdauung, Trockenheit oder Erschöpfung nach Infekten.
  • Nicht empfohlen bei: starkem Kältegefühl, Durchfall durch Kälte oder Milz-Yang-Schwäche (da die Früchte leicht kühlend wirken).
  • Empfohlene Zubereitung: warm oder zimmerwarm trinken, um die Milz zu schonen.

Fazit:
Nach CM stärkt Kissel aus Schlehen und Moosbeeren das Yin, klärt Hitze, harmonisiert die Verdauung und unterstützt die Leber- und Blasenfunktion. Er ist ein sanftes, ausgleichendes Heilnahrungsmittel, das besonders in Übergangszeiten (Herbst, Frühling) das innere Gleichgewicht fördert.

Winterlandschaft rund um unser Bornmühle

Du bist inspiriert? Wie schön- dann stärke Dich doch mit einem Kissel für die kalte Jahreszeit; gerade jetzt sind die Schlehen genau richtig- nach dem ersten leichten Frost 🙂

Ich wünsche Dir eine gesunde, angenehme Woche und bis bald- alles Liebe

Kira

DAS ist kein einfacher SHAKE…

Dieser Proteinshake ist speziell darauf abgestimmt, die Leberregeneration zu unterstützen und gleichzeitig eine pflanzliche Proteinquelle zu liefern. Die Kombination aus Brokkoli, Spinat, Hanfsamen und Haferkleie liefert schwefelhaltige Aminosäuren, Antioxidantien und Ballaststoffe, die die Entgiftungsleistung der Leber fördern…

UND damit herzlich Willkommen in der ersten November-Woche.


Dein Rezept- Leberregenerierender Proteinshake (1 Portion)

Zutaten

  • 150 g Brokkoli (frisch oder tiefgekühlt)
  • 150 g Blattspinat (frisch oder tiefgekühlt)
  • 30 g Haferkleie
  • 20 g geschälte Hanfsamen
  • 200 ml Wasser (oder ungesüßte Mandelmilch für cremigere Konsistenz)
  • 1 EL frische Petersilie
  • Optional: ½ Zitrone (Saft) und 1 TL natives Olivenöl extra

Zubereitung

  1. Vorbereitung:
    Wenn du tiefgekühltes Gemüse verwendest, kurz antauen lassen oder 1–2 Minuten in heißem Wasser blanchieren, um die Zellstruktur aufzulockern und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
  2. Mixen:
    Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben.
    Auf höchster Stufe 45–60 Sekunden mixen, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht.
  3. Abschmecken:
    Mit Zitronensaft und Olivenöl verfeinern – das sorgt für eine bessere Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, E, K) und unterstützt die Gallensäureproduktion.
  4. Servieren:
    Sofort trinken, um den maximalen Gehalt an Antioxidantien und Chlorophyll zu erhalten.

Ernährungsphysiologischer Nutzen

ZutatHauptwirkung auf die Leber
BrokkoliEnthält Sulforaphan, das die Aktivität von Phase-II-Entgiftungsenzymen steigert.
BlattspinatReich an Chlorophyll, das Toxine bindet und die Leberzellen schützt.
HaferkleieLiefert lösliche Ballaststoffe (Beta-Glucane), die Cholesterin binden und die Fettverarbeitung der Leber entlasten.
HanfsamenHochwertige pflanzliche Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, besonders Methionin und Cystein für die Glutathionbildung.
PetersilieUnterstützt die Harnausscheidung und hilft, Stoffwechselendprodukte auszuleiten.
Zitrone (optional)Fördert die Gallensekretion und den pH-Ausgleich im Verdauungssystem.

Nährwert (ca. pro Portion)

  • Kalorien: ~280 kcal
  • Protein: ~18 g
  • Ballaststoffe: ~10 g
  • Fett: ~10 g (davon viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)
  • Kohlenhydrate: ~20 g

Mein Spezial-Tipp:

Trinke den Shake bspw. nach einer morgendlichen Möhrensuppe- so hast Du ein vollwertiges Frühstück und die Zutaten des Shake lassen sich noch besser verdauen 🙂

Gemäß der Chinesischer Medizin:

  • ist dieser grüne Proteinshake ein sanft „entgiftendes“, Qi- und Blut-nährendes Getränk, das besonders Leber und Milz unterstützt. Er wirkt leicht kühlendreinigend und ausleitend, wodurch er ideal für Menschen mit Leber-Hitze (Fett-Leber oder „stillen Entzündungen“), innerer Stagnation oder bei Herbstblues und Frühjahrsmüdigkeit ist.

Brokkoli

  • Geschmack & Temperatur: leicht bitter, süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: leitet Hitze aus der Leber, transformiert Schleim, fördert den Qi-Fluss und unterstützt die Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: ideal bei Leber-Qi-Stagnation, Reizbarkeit oder Hautunreinheiten durch Hitze.

Blattspinat

  • Geschmack & Temperatur: süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Blut
  • Wirkung: nährt das Blut, befeuchtet Trockenheit, kühlt das Blut und harmonisiert die Leber.
  • TCM-Aspekt: stärkt Leber-Blut, besonders bei Müdigkeit, trockenen Augen oder Menstruationsbeschwerden.

Haferkleie

  • Geschmack & Temperatur: süß, warm
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: stärkt das Milz-Qi, beruhigt den Geist (Shen) und reguliert den Blutzucker.
  • TCM-Aspekt: balanciert die kühlenden Zutaten, um die Mitte zu schützen.

Hanfsamen (geschält)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Milz, Dickdarm
  • Wirkung: befeuchtet den Darm, nährt Yin und fördert eine sanfte Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: harmonisiert den Verdauungstrakt, unterstützt die Ausleitung von Toxinen.

Petersilie

  • Geschmack & Temperatur: scharf, warm
  • Wirkt auf: Blase, Magen
  • Wirkung: bewegt Qi, fördert die Harnausscheidung und leitet Feuchtigkeit aus.
  • TCM-Aspekt: verhindert, dass sich zu viel Kälte oder Feuchtigkeit durch die grünen Zutaten ansammelt.

Zitrone (optional)

  • Geschmack & Temperatur: sauer, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: bewegt Leber-Qi, löst Stagnationen und klärt Hitze.
  • TCM-Aspekt: stärkt die Leberfunktion und harmonisiert den Geschmack des Shakes.

Olivenöl (optional)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Leber, Magen, Dickdarm
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet den Darm, unterstützt die Leber bei der Regeneration.

Energetische Gesamtwirkung

  • Temperatur: leicht kühlend
  • Geschmack: süß-bitter mit frischer Note
  • Wirkt auf: Leber, Milz, Magen, Dickdarm
  • Hauptwirkung:
    • Klärt Leber-Hitze und bewegt Leber-Qi
    • Nährt Blut und Yin
    • Unterstützt die Entgiftung über Leber und Darm
    • Harmonisiert die Mitte durch Haferkleie und Hanfsamen

Empfehlung nach CM

  • Ideal im Frühling oder bei Leber-Qi-Stagnation (z. B. Gereiztheit, Spannungsgefühl, Kopfschmerzen, Hautprobleme).
  • Wenn Du innerer KälteMilz-Qi-Schwäche mit Durchfall oder Yang-Mangel hast/spürst – füge Ingwer und weißen Pfeffer hinzu, um die Mitte zu schützen und diesen Shake ebenfalls nutzen zu können!

Zusammenfassung:
Dieser Shake kühlt, reinigt und harmonisiert die Leber, stärkt gleichzeitig Milz und Blut – ein perfekter Begleiter für sanfte Detox-Phasen und emotionale Balance, aber auch nach körperlicher Belastung 🙂

Mit den „Greens“ und allen anderen Zutaten kannst Du nicht nur Deine Leber auf Vordermann bringen; auch alle anderen Körperzellen freuen sich über diesen Autophagie- Aktivator- dieser Shake eignet sich ideal als morgendlicher Leber-Booster oder Regenerationsdrink nach körperlicher Belastung. Durch die Kombination aus schwefelhaltigen Pflanzenstoffen, Antioxidantien und pflanzlichem Eiweiß wird die Glutathionproduktion der Leber gefördert – ein zentraler Mechanismus für die Zellregeneration und Entgiftung.

Ich wünsche Dir eine gute Woche, bleib gesund und genieße Kerzenschein und ruhige Abende- alles Liebe…

Kira

Frühstück nach Plan- ganz einfach

Herbstzeit… und spätestens jetzt macht es Sinn, wieder auf ein warmes Frühstück bzw. auf eine warme Morgenmahlzeit zwischen 6-11 Uhr zurückzugreifen. Ein gegartes/warmes Frühstück ist leicht verdaulich, stärkt die Funktionalität von Magen und Gedärm, aktiviert den Stoffwechsel und gleicht Dein Hormonsystem aus 🙂

Hier kommt DEIN 7-Tage-CM-Frühstücksplan, basierend auf dem Kürbis-Hirse-Porridge, aber mit abwechslungsreichen Zutaten, die alle im Herbst besonders gut tun. So bleibt es spannend, nährend und im Einklang mit der CM.

7-Tage-CM-Frühstücksplan (Herbst):

Tag 1 – Kürbis-Hirse-Porridge klassisch

  • Hirse mit Kürbis, Rosinen, Zimt und etwas Ingwer kochen(komplettes Rezept unten)
  • Mit gehackten Mandeln bestreuen.
  • Wirkung: stärkt Milz/Magen, befeuchtet Lunge, wärmt sanft.

Tag 2 – Hirse-Porridge mit Apfel & Sesam

  • Hirse mit Apfelstücken, etwas Zitronenschale und Zimt kochen.
  • Mit schwarzem Sesam bestreuen.
  • Wirkung: Apfel befeuchtet Lunge, Sesam nährt Yin und befeuchtet Trockenheit.

Tag 3 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Birne & Walnüssen

  • Hirse mit Kürbiswürfeln und Birnenstücken kochen.
  • Mit gehackten Walnüssen garnieren.
  • Wirkung: Birne befeuchtet Lunge und lindert Trockenheit, Walnüsse stärken Nieren und Gehirn.

Tag 4 – Hirse-Porridge mit Maronen & Datteln

  • Hirse mit klein geschnittenen, vorgegarten Maronen und Datteln kochen.
  • Mit etwas Zimt verfeinern.
  • Wirkung: Maronen stärken Nieren & Milz, Datteln nähren Blut und Qi.

Tag 5 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Karotten & Ingwer

  • Hirse mit Kürbis und Karottenwürfeln kochen.
  • Mit frischem Ingwer und einem Tropfen Sesamöl verfeinern.
  • Wirkung: stärkt Mitte, wärmt, unterstützt Verdauungskraft.
Maßvoll Honig 🙂

Tag 6 – Hirse-Porridge mit Birne & Mandeln

  • Hirse mit Birnenstücken kochen.
  • Mit gehackten Mandeln und etwas Honig abrunden.
  • Wirkung: befeuchtet Lunge, stärkt Qi, lindert trockenen Husten.

Tag 7 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Feigen & Zimt

  • Hirse mit Kürbiswürfeln und frischen oder getrockneten Feigen kochen.
  • Mit Zimt und Muskat würzen.
  • Wirkung: Feigen befeuchten Lunge und Darm, Zimt wärmt und bewegt Qi.
Maßvoll Quarkcreme 🙂 auf dem Porridge für extra Eiweiß

Allgemeine Tipps

  • Immer warm und frisch zubereiten – kalte Speisen schwächen die Mitte; Meal-Preap funktioniert natürlich trotzdem 😉
  • Mit der Flüssigkeitsmenge spielen, je nachdem ob du es cremig oder eher fest magst.
  • Süßen am besten nur mit Honig, Reissirup oder Trockenfrüchten – diese nähren Qi und sind CM-gerecht- Yakon-Sirup wäre die beste Wahl.
  • Gewürze wie Zimt, Ingwer oder Muskat je nach Konstitution variieren: mehr Wärme bei Kältegefühl, weniger bei innerer Hitze.

Dieser 7-Tage-Plan sorgt für Abwechslung, Balance und Stärkung von Qi und Yin im Herbst. Er unterstützt dich optimal beim Übergang in die kalte Jahreszeit.

Mit dem Basis- Porridge kannst Du alle erdenklichen Varianten ausprobieren- so einfach und das Gute- Du kannst es in größeren Mengen vorbereiten, in Schraubgläser einfüllen und so länger aufbewahren, als Basis für DEINE Varianten nutzen.

Basisrezept:

Zutaten (für 2 Portionen)

  • 80 g Hirse (wirkt stärkend auf Milz und Magen, trocknet Feuchtigkeit)
  • 200 g Hokkaido-Kürbis (wärmt, tonisiert Qi und Blut, stärkt Milz und Magen)
  • 500 ml Wasser (nach Bedarf mehr, je nach gewünschter Konsistenz)
  • 1 TL Ghee oder Sesamöl (nährt Yin, befeuchtet und unterstützt die Verdauung)
  • 1 Prise Meersalz
  • Optional:
    • 1 TL getrocknete Goji-Beeren (nährt Blut und Leber)
    • ½ TL Zimt (wärmt das Yang, harmonisiert Mitte)
    • 1 TL Honig oder Reissirup; Yakon-Sirup… (nach dem Kochen, stärkt Qi und beruhigt)

Zubereitung

  1. Hirse waschen:
    Die Hirse gründlich mit heißem Wasser abspülen, um Bitterstoffe zu entfernen.
  2. Kürbis vorbereiten:
    Den Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden (Schale kann mitgekocht werden).
  3. Kochen:
    Hirse, Kürbis und Wasser in einen Topf geben, aufkochen und dann bei kleiner Hitze ca. 25–30 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich und die Hirse cremig ist.
  4. Verfeinern:
    Ghee oder Sesamöl, Salz und ggf. Zimt oder Goji-Beeren hinzufügen; kurz umrühren und 5 Minuten nachquellen lassen.
  5. Abschmecken:
    Nach dem Kochen optional mit etwas Honig, Yakon- oder Reissirup süßen.

Wirkung nach der CM

ZutatThermische WirkungOrganzuordnungHauptwirkung
Hirseleicht kühlend bis neutralMilz, Magenstärkt Mitte, trocknet Feuchtigkeit
KürbiswarmMilz, Magenstärkt Qi, transformiert Feuchtigkeit
ZimtwarmHerz, Milz, Nierefördert Yang, bewegt Qi
Goji-BeerenneutralLeber, Nierenährt Blut und Jing
Ghee/SesamölneutralMilz, Lungebefeuchtet, harmonisiert Verdauung

Anwendungsempfehlung

  • Ideal als Frühstück oder leichtes Abendessen.
  • Besonders geeignet bei Erschöpfung, Verdauungsschwäche, kalten Händen und Füßen oder Feuchtigkeitsansammlungen.
  • Im Sommer kann das Gericht etwas dünnflüssiger und ohne Zimt zubereitet werden, um es leichter zu machen.

Das Kürbis-Hirse-Porridge stärkt die Mitte, fördert sanft die Transformation von Feuchtigkeit und bringt innere Stabilität und Wärme – eine harmonische Mahlzeit für Körper und Geist.

Solltest Du Eiweiß vermissen oder als Eiweiß-Typ mehr Eiweiß benötigen, dann gib immer ein bis zwei Esslöffel Quark, eine Hand voll Cashewkerne dazu oder bei allen Varianten fünf Esslöffel gegarte rote Linsen(relativ neutral im Geschmack). Natürlich kannst Du die herzhaften varianten auch mit Rührei oder gekochtem Ei toppen 🙂

Guten Appetit und eine gute Zeit Dir- alles Liebe

Kira

Grundporridge mit KakaoNibs, schwarzem Sesam als gebackene Variante

Die Fünf Seelen in Dir

Guten Morgen und willkommen in der letzten Augustwoche- oh, wie wunderbar ist doch diese Spätsommerzeit mit der Fülle und Reife der Früchte. Selbst der Holunder nimmt seine reife- schwarz/rote Färbung schon an- ein sicheres Zeichen, dass wir bereits im Herbst ankommen und mit ihm im Metallelement 🙂 … aber was so interessant war- Eure Rückmeldungen zum letzten Blog-Beitrag und der immer wieder aufkeimenden Frage: „Wieso gibt es fünf Seelen“.

5 Seelen in der klassischen Darstellung(Foto:KI- bearbeitet)

In der Chinesischen Medizin sprechen wir von den „fünf Seelen“ oder den „Fünf Geistwesen; den fünf verschiedenen Aspekten von SHEN; die jeweils auch den fünf YIN-Aspekten der Elemente zugeordnet sind. Diese „Geistwesen“ sind nicht unabhängig voneinander, sondern stehen in enger Wechselbeziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig.

bringt Dich in Ruhe

Die fünf Geistwesen und ihre Zuordnungen:

  • HUN Wanderseele: ist dem Element Holz zugeordnet, beheimatet in der Leber. Der Hun ist verantwortlich für Kreativität, Visionen, Pläne und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. 
  • SHEN als Geist/Bewusstsein: ist dem Element Feuer zugeordnet, beheimatet im Herzen. Der Shen ist der Sitz des Bewusstseins, der Intelligenz, der Emotionen und der Erinnerungen. 
  • YI-Intellekt/Denken: ist dem Element Erde zugeordnet, beheimatet in der Milz. Der Yi ist verantwortlich für Denken, Konzentration und das Erinnerungsvermögen. 
  • PO- Körperseele/Reflexe: ist dem Element Metall zugeordnet, beheimatet in der Lunge. Der Po ist zuständig für körperliche Reflexe, Instinkte und die Verbindung zum Körper. 
  • ZhiLebens-/Willenskraft: ist dem Element Wasser zugeordnet, beheimatet in der Niere. Der Zhi ist verantwortlich für den Willen, die Entschlossenheit und die Lebenskraft. 

Aus Sicht der CM, aber auch der Gedankenwelt des Buddhismus, betrachten wir die fünf Geistwesen als untrennbar mit dem Körper und der Gesundheit verbunden. Eine Disharmonie eines Geistwesens kann sich sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene äußern. So kann z.B. eine Störung des Hun (Leber/Holzelement) zu Unruhe, Reizbarkeit oder Schlafstörungen führen, während eine Störung des Shen (Herz/Feuer) sich in Stimmungsschwankungen oder Angstzuständen zeigen kann. Die Behandlung von psychischen Problemen in der CM zielt darauf ab, die Harmonie zwischen den fünf Geistwesen wiederherzustellen und den freien Fluss der Energie zu gewährleisten- noch viel mehr aber, die Beziehungen des Betroffenen in Erkenntnis zu bringen.

Akupunktur an den Shen-Punkten des Rücken

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Gespräche mit Focus auf behutsame Analyse der Beziehungen im Innen und Außen
  • Akupunktur und Kräutermedizin zur Harmonisiserung
  • Akupunktur und Kräuztermedizin zur Kräftigung der eignen Potentiale
  • Übungen zur Harmonisierung

Entscheidend ist für die Harmonisierung, dass DU selbst tatsächlich willst- wie immer; UND DAS IST IMMER „schmerzhaft“- weil es mit ERKENNEN, LOSLASSEN und noch so viel mehr einher geht.

Was ich Dir dazu anbieten kann und Dir meine begleitende und Raum gebende Hand reiche:

  • Gespräche auf Augenhöhe
  • Kräutermedizin
  • Beziehungsanalyse für Innen und Außen
  • Akupunktur bei akuten Störungen(Schlaf, Panik, Schmerzen…) und Gua Sha Fa
  • Akupunktur zur Harmonisisrung(SHEN-Akupunktur) und Gua Sha Fa
  • Bewegungstherapie
  • Chakren-Harmonisierung
  • Meditation
  • Zeremonien(Kakao-Z.; Räucher-Z….)
Auch ein guter Kakao kann helfen, Dich in Harmonie zu bringen

Ach und… es gibt zwar Workshop’s bei mir- zum Lernen und Raum geben; aber es wird ganz bewusst

KEINE Frauen- oder Männer-Kreise geben– nach meiner Ansicht/ aus meiner Erfahrung ist es wertvoller, den Menschen erst einmal alleine zu begleiten und JA- auch wenn sich DAS für Dich nicht gleicht erschließt- eine Kakao-Zeremonie für ein bestimmtes Ziel des Einzelnen bspw. benötigt RAUM für das Individuum, das DU nun einmal bist 🙂

Mit diesem kleinen Exkurs fällt es Dir vielleicht leichter, den Einstieg zu finden und selbst Einiges zu erkennen- ich wünsche Dir einen wunderbaren Übergang in den Herbst und damit in das Metall-Element- alles Liebe!

Kira

5 Seelen mit Bezug zu den 5 Elementen (Foto: KI bearbeitet)

Schottische Tradition trifft auf asiatische Ernährungslehre

Herzlich Willkommen im August- herzlich Willkommen zur neuen Woche und mit einem unschlagbar vielseitigen und leckeren Rezept.

Kennst Du Bannock? Das ist ein leckeres Pfannenbrot, welches in der schottischen Tradition eine wichtige Rolle spielt; sehr einfach in der Herstellung und dabei so vielseitig:

  • Du benötigst 250 Gramm Mehl Deiner Wahl- traditionell wird Hafermehl genutzt; Du kannst aber entsprechend Deinem Typ(Kälte, Hitze, Mangel, Fülle…) auch andere Mehlsorten wie Gerste, Dinkel, Weizen… nutzen.
  • Das Mehl gib in eine Schüssel, krümel und ziehe etwa 30-50 Gramm Butter unter dieses; dann kommen eine Prise Salz und ein Teelöffel Weinsteinbackpulver dazu- alles gut vermengen; es entsteht ein krümliger Teig- ähnlich wie Streusel 😉 .
  • Zum Schluss gib 200-250 ml Buttermilch nach und nach zum Teig, verrühre alles langsam und lass dabei einen ebenen Teig entstehen- nicht klebrig und nicht flüssig.
  • In der Zeit hast Du eine Pfanne auf mittlere Hitze aufgeheizt; forme den Teig in mehrere, flache Fladen- etwa 1,5-2 cm dick. Deute auf jedem Fladen mit einem Löffelstiel und der Schneidenrückseite eines Messers ein Kreuz an- das wird nach dem Backen die Bruchstelle.
  • Gib den oder die Fladen in die Pfanne; bei mittlerer Hitze 10-12 Minuten backen, immer mal die Pfanne rütteln. Danach die Fladen umdrehen und weitere acht Minuten backen- der Duft verrät, dass die Bannock fertig sind 🙂
  • Alles wird ohne Deckel gebacken- bestimme den Bräunungsgrad nach Deinem Geschmack.
  • Bannocks passen zu Gemüse, Fleisch, Suppe, Kräuterquark oder Kräuter-Sauerrahm.
  • Tipp: ich würze den Teig mit fein gehackten, frischen Kräutern oder auch Gewürzen nach gusto- das macht das Bannock immer mal anders im Geschmack- und warm schmeckt es sooo unfassbar lecker.

Wie wirkt es denn jetzt gemäß der asiatischen Ernährungslehre?

  • Mehlprodukte wirken immer leicht befeuchtend- besonders gut bei Yin-Mangel(Leere-Hitze) und Trockenheit.
Gerste wirkt erfrischend-kühl
  • Die unterschiedlichen Mehle bewirken ein anderes Temperaturverhalten- Dinkel wirkt ausgleichend, Gerste und Weizen eher frisch- kühl und Hafer deutlich wärmend.
Hafer als Grundlage wirkt wärmend
  • Somit kannst Du bspw. im Winter eher Hafer nutzen; im Sommer Weizen oder Gerste.

Nutze für den Mehrwert Vollkornmehl und nimm dann etwas mehr Buttermilch.

Buttermilch:

  • Kühlend (kann Hitze reduzieren)
  • Geschmack– etwas säuerlich, was in der CM mit dem Element Holz und der Leber-Energie assoziiert wird. 
  • Funktionskreise: Lunge, Magen und Nieren werden durch Buttermilch genährt, besonders das Yin dieser Organe.
  • Wirkung– kann Hitze im Körper reduzieren, das Yin nähren und Säfte nähren. 
Buttermilch mit frischen Kräutern- unfassbar frisch und lecker im Sommer; gerade wenn Du keinen Appetit auf eine große Mahlzeit hast

Anwendungsbereiche in der CM:

  • Bei Hitze im Körper: Buttermilch kann helfen, innere Hitze zu reduzieren, wie sie beispielsweise bei Hitzewallungen oder Magen-Feuer (Sodbrennen, Magenschmerzen) auftreten kann.
  • Bei Yin-Mangel: Ein Yin-Mangel kann zu Hitzeerscheinungen und starker Trockenheit- auch z.B. nach einer Radio/Chemo-Therapi- führen. Buttermilch kann hier das Yin von Lunge, Magen und Nieren stärken und die Hitze ausgleichen.
  • Zur Erfrischung im Sommer: Aufgrund ihrer kühlenden Wirkung ist Buttermilch ein beliebtes Lebensmittel für heiße Tage.
  • Bei Verdauungsbeschwerden: Buttermilch kann bei Verdauungsbeschwerden helfen, die mit Hitze oder innerer Trockenheit einhergehen. 
  • Bei starker Kälte solltest Du keine Buttermilch trinken oder ständig verwenden bzw. wärmende Gewürze dazu geben 🙂 – in mein Bannock gebe ich z.B. immer eine Prise Chili oder Kubeben-Pfeffer.
  • Bei Durchfall und starker Schwäche ersetze die Buttermilch durch Wasser bzw. verzichte auf den Konsum von „gesäuertem“ Brot.

Probiere das Rezept- lass es Dir schmecken und vielleicht servierst Du Dir und Deinen Gästen zum nächsten Treffen BANNOCK- guten Appetit!

UND damit sage ich Tschüss- hab einen guten Start heute- alles Liebe

Kira

Der Blick auf die Natur…

…zeigt uns, dass schon bald ein neuer Abschnitt im Verlauf des Jahres beginnt; sei WILLKOMMEN zu den letzten Tagen im Juli; in der Dojo-Zeit zwischen Feuer- und Metallelement; in der Zeit um Lughnasa bzw. Lughnasadh(Lammas)- dem – ersten Ernte- und Mondfest im Jahreskreis.

Es ist die Zeit, in der die Bauern die ersten Ernten eingebracht haben(daher auch Schnitterfest), die Kräuterwelt in der Natur sich ändert, das Licht anders wird und auch die eigene „Saat“ die ersten Früchte trägt. Das, was Du genährt hast, wird reif; dass was zu Ende gebracht wurde, darf jetzt in Liebe und Frieden gehen.

Es ist allerdings eine ganz magische Zeit- das Löwen-Portal ist offen und es ist die Zeit der Frauen…

Gemäß der christlichen Religion wird im August auch Maria Himmelfahrt begangen; aber bereits mit Lughnasa begann das Sammeln der kraftvollsten Kräuter für die Winterzeit.

Die Zeit vom 15.8. bis zum 8.9. war auch als Frauen-Dreißiger-Zeit oder „Hexenzeit“ bekannt; entstanden aus der Legende, dass die Jungfrau Maria zu dieser Zeit neun besondere Kräuter als heilenden Segen hinterlassen habe: Beinwell; Kamille, Thymian; Johanniskraut; Salbei; Basilikum; Oregano(Dost), Minze und Wermut. Sie dienten schon in alten Zeit, weit vor der Christianisierung, als magische Heilkräuter und wurden zu Salben, Tränken, Suden und Räucherwerk genutzt- gaben Schutz, Trost, Energie und Heilung.

Was macht die Kräuter denn nun so besonders?

Wermut als Frischkraut
  1. Sie stecken voller Sonnenkraft; reifen oft in starker Wärme und geben so im Winter diese Energie zurück; erhellen den Geist, wärmen den Körper, beugen Erschöpfung vor.
  2. Sie geben als Räuchermischung den Duft der REIFE; unterstützen Dich beim Loslassen, Danken, im Rückblick und in der Neuausrichtung.
  3. Als Mischung für einen Tee wirken sie ausgleichd auf Yang und Yin, denn es sind sowohl frische als auch wärmende Kräuter enthalten- sie machen das Herz leicht, den Geist wach und unterstützen Dich im Tagwerk 🙂

Aus Sicht der CM wirken diese Kräuter energetisch alle auf die Meridiane Herz als Kaiser; aber auch auf den Magen und die Nieren… aber nun zu den Einzelkräutern:

  • Wermut- leicht warm bis frisch im Temperaturverhalten, im Geschmack bitter- aromatisch, wirkt er energetisch auf die Funktionskreise Milz, Leber, Gallenblase, Uterus und Magen; aktiviert und bewegt Qi, leitet Hitze und feuchtigkeit aus; ist eine „Mitte“ Kraut 🙂
  • Beinwell- ist kühlend, im Geschmack bitter-süß und wirkt energetisch auf die Funktionskreise Lunge, Magen und Niere; ist ein wichtiges Yin-Tonic, löst Schleim-Hitze auf, bewegt Qi.
  • Kamille– ist kühlend, im Geschmack leicht bitter-süß, aromatisch und wirkt energetisch auf die Funktionskreise Leber, Magen, Lunge, Gedärme und Herz; ist eines der wichtigsten Kräuter des Sommers mit der Wirkung auf Qi, ein Tonic von Qi, Hitze ausleitend, Toxine ausleitend und so wertvoll für den Geist Shen. Außerdem leitet Kamille den Wind aus und beruhigt inneren Wind Feng.
  • Thymian– leicht warm- leicht kühl, im Geschmack aromatisch, scharf, leicht bitter und energetisch wirkend auf die Funktionskreise Lunge, Niere, Herz, Milz, Magen, Gedärme und Uterus; eleminiert Pathogene, wirkt auf Geist Shen, wärmt und vertreibt Kälte.
  • Johanniskraut– der Lichtbringer; ist neutral im Temperaturverhalten, im Geschmack bitter, sauer, leicht süß; wirkt adstringierend und energetisch auf die Funktionskreise Herz, Niere, Milz, Magen, Perikard, Leber und Gallenblase; wirkt tonisierend und bewegend auf Qi und Blut Xue, beruhigt Shen, ist ein Yin-Tonic, elemiminiert sowohl Hitze als auch Kälte.
  • Salbei– der Reiniger und Klärer schlechthin; im Tempersaturverhalten warm- leicht frisch; im Geschmack aromatisch, bitter, scharf, wirkt er auf die Funktionskreise Lunge, Herz, Leber, Uterus, Gallenblase, Niere und Gedärme als Qi -Tonic, Qi bewegend, eliminiert Pathogene Wind, Hitze und Kälte 🙂
  • Basilikum und Oregano- beide wärmend, scharf- süß und wirken auf die Funktionskreise Lunge, Gedärme, Magen, Milz, Herz und den Sondermeridian Chong Mai- sie dürfen nur wohldosiert eingesetzt werden, sind stark wirkende Kräuter auf Blut Xue und Qi; leiten Pathogene aus; wirken sehr wärmend und dürfen in der Schwangerschaft nur sehr abwägend eingesetzt werden!
  • Minze- ist ein frisches Kraut mit aromatisch, scharfem Geschmack und der Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Milz, Gedärme, Magen, Leber, Gallenblase, Niere, Blase und Uterus- nährend, bewegend, ausleitend- multifunktional; daher auch so wertvoll für die häusliche Apotheke, aber nicht anzuwenden bei Gallenverschluss und Leberschäden!

Pflücke Dir Sträuße dieser Kräuter, trockne sie an der Luft und mische Dir Deinen Tee oder Dein Räucherwerk selbst- die magische Zahl 9 wirkt auch noch ganz wunderbar dazu.

Nutze den nächsten Freitag- den 1.8.- denn da wird das Fest Lughnasa/Schnitterfest gefeiert- halte inner, bevor diese magische Zeit zwischen Sommer und Herbst vorbei ist; wertschätze Deine Kraft; gehe achtsam und nährend mit Dir und Deiner Umgebung um; verbinde Dich mit Deiner Weisheit und Kräuterkraft; lass los, was Dir als negativ die Kraft raubt.

Vielleicht mit einem Räucherbündel aus den o.g. neun Kräutern oder DEINEN neun Kräutern, die Dir vertraut sind in dieser Zeit!

Alles Liebe- eine inspirierende Zeit und bis demnächst!

Kira

Mein Tipp- solltest Du keine Kräuter sammeln können, dann findest Du auf ZoaZen: https://zoazen.de/?ref=lhtsnmio die passenden Stäbchen oder das Räucherpapier; mit dem Code : KIRASCHWARZROCK kannst Du Dir 10 % gutschreiben. Die Stäbchen bestehen aus natürlichen Kräutern; das Papier duftet ganz sanft nach ätherischen Ölen zum Thema 🙂

Juliabend am Tollensesee

Burger… ja GERNE

Oh, was für ein Schaukel-Sommer in diesem Jahr… der Juli zeigt sich wie ein April in „WARM“ 😉 … und ich liebe unseren norddeutschen Sommer 🙂 … es ist dieses ganz besondee Licht am Abend; die teilweise sehr lauen Abende und dann gehört auch ab und zu ein guter „Burger“ dazu.

Für mich als Yang-Frau(nie kalte Füße, kennt keine kalten Hände…) und als Sportlerin bietet sich da gerne ein vegetarischer Burger-Patty auf der Basis von schwarzen Bohnen an und hier kommt das Rezept:

  • 400 Gramm vorgegarte schwarze Bohnen(bspw. von HAK/Vakuumiert); eine kleine feingehackte Zwiebel, Gewürzmischung nach Wahl(ich nehme Bio- Burgergewürz vom Achterhof… unbezahlte Werbung, weil es gut ist), vier junge Möhren, eine kleine Paprika, einige Datteltomaten, je ein Teelöffel Senf und Tomatenmark, ein Ei, ein kleiner Schuss Whiskey, drei bis vier Esslöffel Dinkelflocken;
  • Zwiebel, Senf, Tomatenmark, Gewürzmischung in der Pfanne kurz anrösten, mit Whiskey ablöschen und das fein geschnippelte Gemüse kurz angaren… abkühlen lassen,…
  • alle Zutaten in einen Mixer geben und kurz durchrühren; Du kannst auch mit einem Pürierstab arbeiten,…
  • … dann aus der Masse Pattys formen und in Ghee knusprig braten; ich forme die Pattys dünn, damit sie gut durchgaren 🙂
  • … Du kannst auch Reste vom Ofengemüse oder der Gemüsepfanne vom Vortag nutzen.
  • …wenn Du das Ei weglassen möchtest(veg an), dann nutze etwas Tofu und mehr Dinkelflocken 🙂

BBQ-Sauce:

  • 1 EL. Tomatenmark und eine kleine, rote, sehr fein gewürfelte Zwiebel kurz in der Pfanne anrösten; Senf dazu geben und dann mit passierten Tomaten und einem halben Teelöffel Whiskey ablöschen; BBQ- Gewürz zum Abschmecken nutzen( wichtig mit rauchigem Aroma und Rosenharissa)…
  • …fein pürieren…
  • … abkühlen lassen und dann für den Burger nutzen.

Burger anrichten:

  • ich nutze frisches Gemüse als Auflagen, welches kurz in Ghee angedünstet wird- siehe Foto; und dann auch gerne eingelegte Gurken…
  • … als Brötchen nehme ich die Toast- Finnbrötchen(bio), getoastetes Roggenbrot/Fladenbrot…
  • … die Burger-Sauce darauf geben, Salat, Patty, Bio-Käse Deiner Wahl und Gemüse schichten…
  • … zum Käse- ich nehme sehr gerne den würzigeren Schaf- oder Ziegenkäse.

GUTEN APPETIT 🙂

Diese Burger strotzen vor Eiweiß, sind leichter verdaulich in der Hitze des Sommers als Fleisch-Burger und natürlich haben sie noch mehr gesundheitliche Vorteile aus Sicht der Asiatischen Ernährungslehre:

  • wirken energetisch auf die Elemente Erde, Wasser und Metall;
  • bauen Energie nicht zu stark aufstrebend auf, dafür lang anhaltend- daher bspw. auch für ein Eiweiß-Frühstück geeignet
  • wirken stärkend auf das Blut Xue
  • erfrischende Wirkung auf das Gedärm

Ihr fragt Euch, warum Alkohol zum Ablöschen genommen wird? Alkohol in geringen Mengen bewegt Deine Energie Qi und beugt so Qi-Stagnation vor; außerdem ist es hier auch eine geschmackliche Komponente. Du kannst Whiskey optional weglassen; müsstest dann aber das Gemüse mit höherer Hitze und länger anbraten… probiere Dich da ruhig aus 🙂 ; ansonsten nutze Gewürzmischungen mit „Rauch-Aroma“

Ich bin keine Vegetarierin/ Veganerin, aber in der Sommerzeit verzichte ich weitestgehend auf Fleisch, da es für mich zu stark erhitzend wirkt. Auch ist es immer mal eine gute Alternative, um sich bewusst zu machen, dass wir Fleisch nur in geringen Mengen benötigen oder es auch mal für eine Zeit gar nicht notwendig ist.

Schreib mir gerne, wie es Dir geschmeckt hat… ich freue mich auf Deine Post…

Eine schöne Sommerwoche; wenn Du Urlaub hast- einen schönen Urlaub!

Herzlichst-Kira

„Auf der Wiese habe ich gelegen…“

… und ich habe kein Gras gekaut 😉 , sondern das weiße Labkraut, das Wiesenlabkraut für einen „Leichtigkeits-Tee“ gepflückt… UND damit sei herzlich eingeladen, hier wieder zu lesen.

Die Gesundheit von der Wiese, aus dem Garten… ich stelle fest, dass Sie so wunderbar greifbar ist, wenn wir es zulassen, uns einlassen.

Das weiße Wiesenlabkraut – da steckt schon das gewisse ETWAS im Namen… LAB… Laben:

  • Das Kräutlein gehört zu den ältesten und wirksamsten Heilkräutern der Wiese, wird allerdings unterschätzt, weil es kaum gekannt/ erkannt wird. Schau Dir die filigranen Blüten, Blätter, Stengel an; schau Dir an, wie es rankt und wächst- dann kannst Du die Wirkung; die Wirktiefe im Körper erkennen.

Wirkungen gemäß der Traditionellen Europäischen Heilkunde:

  • Entzündungshemmend– kann bei der Linderung von Entzündungen im Körper helfen bspw. mit Tropfen oder als Tee; bei unterschiedlichen Ödemen…
  • Harntreibend– unterstützt die Ausscheidung über die Nieren und kann bei Blasen- und Nierenproblemen eingesetzt werden; aktiviert die Autophagie bspw. mit einem Tee im Zusammenhang mit Schafgarbe, Goldrute…
  • Wundheilend– kann bei der Behandlung von Hautausschlägen und kleinen Wunden unterstützend wirken bspw. mit Waschungen aus einem Sud.
  • Beruhigend– wird zur Beruhigung bei Unruhezuständen, leichten Depressionen und Nervenstärkung eingesetzt… als Tee bspw. mit Passionsblume und Hopfen.
  • Krampflösend– kann bei Magen-Darm-Krämpfen und anderen krampfartigen Beschwerden helfen bspw. als Tropfen. 
  • Blutstillend– kann bei kleineren Blutungen unterstützend wirken z.B. als Auflagen, Kompressen.
  • Lymphe anregend– unterstützt das Lymphsystem bei der „Arbeit“ des Körpers z.B. als Tee.

Wirkung gemäß der Chinesischen Kräutermedizin:

  • Leber, Lunge, Galle, Blase- die Energetik dieser Funktionskreise wird unterstützt und Disharmonien ausgeglichen. 
  • Blutreinigung- wirkt bewegend und klärend auf Blut Xue und kann somit bei verschiedenen Hautproblemen und anderen Erkrankungen helfen, die mit verunreinigtem Blut in Verbindung stehen. 
  • Ausscheidung und Transformation von Schleim/Feuchtigkeit- kann bei gestörtem Lymphfluss unterschiedlicher Genese, bei Ödemen oder anderen Feuchtigkeits- und Schleim-Problemen helfend wirken.

Mein persönlicher Favorit gegen schwere Beine im heißen Sommer:

  • Mit dem Alter 😉 braucht die Funktionalität neben Yoga und Bewegung … eben auch ein MEHR an Kräutern; ich als echtes Nord- und Winter-„Kind“ habe ein Thema mit Hitze; ab 23 Grad Celsius neige ich dazu, „schwere“ Beine zu bekommen… mir hilft ein Tee aus Wiesenlabkraut, FuLing(Poria, Kokospilz) und ChenPi(getrocknete Zitrusschale)- diese Kombination sorgt für eine Harmonie im Erd- und Wasserelement und natürlich für „leichte“ Beine
Fu Ling/Kieferschwamm- starkes Mittel gegen Feuchtigkeit
Chen Pi- getrocknete Zitrus/Mandarinen-Schale- stärkt das Erdelement

Meine Empfehlung- lege Dich mal wieder auf eine Wiese und suche nach den kleinen, zarten, weißen Blüten… Wiesenlabkraut ist nicht nur ein Heilmittel- es ist auch eine Wohltat für die Augen- innerlich, wie äußerlich 🙂 … alles Liebe wünscht Dir

Kira

Kuchen mal anders

Herzlich Willkommen zur Mitsommer-Woche und zu diesem Rezept…

Es geht um Bananen; die gelben Früchte liefern nicht nur jede Menge Spurenelemente. Sie sind führend im Makronährstoff Kohlenhydrate, welche relativ schnell verfügbar sind. Daher sind sie unverzichtbar in der Sportler-Ernährung, bei Fahrradtouren oder einfach im Alltag.

Bananen gemäß der Chinesischen Ernährungsmedizin:

  • sind kühl/frisch im Temperaturverhalten, im Geschmack süß und wirken energetisch positiv auf die Funktionskreise Milz, Magen, Gedärme und Herz.
  • Qi- tonisierend auf Magen, Milz und Herz bspw. bei: Durchfall, Zöliakie, Sprue, Colitis, Dickdarmentzündung (Kochbanane oder gekochte Dessertbanane), Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Konzentrationsstörungen
  • Stuhlgang regulierend/abführend bei trockener Verstopfung
  • Yin tonisierend bei: Trockenheit, Lungentrockenheit, trockenem Husten (geschnitten und zu dicker Suppe verkocht)
  • Adstringierend bei: Durchfall, blutenden Hämorrhoiden (die teilweise gereifte Bio-Banane mit der Schale oder Kochbanane mit Schale sehr weich kochen und 2 Mal täglich mit der Schale auf leeren Magen essen)
  • Hitze eliminierend und Toxine ausleitend bspw. bei: Umwelttoxinen, Drogenentzug, Alkoholabusus, Geschwüren, Warzen (Bananenschale auflegen)
  • Hitze eliminierend und toxisches Feuer reduzierend bspw. bei: Magen-Hitze, Magenübersäuerung, Magenschleimhautreizung, Bluthochdruck…
  • Shen/Geist beruhigend bspw. bei Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung, Stress, nervlicher Unruhe, Nervosität(3 Schalen auskochen/ Sud trinken)
  • Nässe/Feuchtigkeit auflösend/transformierend bspw. bei: erhöhtem LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin erhöhend (Kochbanane), Ödeme, Herzerkrankungen, Kreislauferkrankungen
  • Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend (Rheuma/Bi-Syndrom) bspw. bei: rheumatischen Beschwerden der Gelenke, Muskeln, bei Gicht…

Achtung! Bananen sind sehr reich an Fruchtzucker; d.h. in Maßen konsumiert, sind sie hilfreich; mit einem glykämischen Index von 77 sind sie jedoch für Personen mit starkem Übergewicht, Diabetes… nur bedingt geeignet- hier bitte bei Eurer Kompetenzperson nachfragen!

Bananen in diesem Rezept sind ein wunderbarer Ersatz für Industriezucker und so auch für Nicht-Bananenliebhaber zugänglich:

  • drei sehr reife Bananen von der Schale befreien und fein zerdrücken
  • 2 große Eier kräftig darunter schlagen; es entsteht eine sehr sämige Masse
  • gib 150- 200 Gramm Dinkelmehl 812 dazu, ebenso einen Teelöffel Weinstein-Backpulver und verrühre alles zu einem glatten Teig…
  • … dann gib noch Abrieb einer Bio-Zitrone und einen Teelöffel Vanille-Extrakt flüssig dazu…
  • …den Teig in eine gefettete Form geben, etwas Granola Deiner Wahl mittig darauf streuen und eindrücken…
  • … dies dann bei 185 Grad Umluft ca. 20-30 Minuten backen.
  • Abwandlung: Nüsse und Kerne unter den Teig geben oder mit Nüssen bestreuen

Dieser Kuchen/ dieses „Brot“ ist nicht sehr süß, eignet sich auch als Frühmahlzeit für den Kohlenhydrattyp und kann sehr gut ins Büro mitgenommen werden.

UND… er passt ganz wundebar auf den Tisch zu jeder Mitsommer-Party 🙂

Ich wünsche Dir eine sommerlich- schöne Woche; genieße Deinen MITSOMMER und bleib gesund!

Herzlichst-Kira

Mitsommer…

Weihrauch- mehr als nur Kirchenduft

Guten Morgen zur neuen Woche und ein herzliches WILLKOMMEN an Dich hier auf meinem Blog.

In der letzten Woche habe ich für die Praxisarbeit neues Weihrauchöl angesetzt; schauen wir uns das Harz- Boswelia oder Olibanum- doch mal genauer an:

  • Boswelia wird vom Weihrauchbaum gewonnen und ist unglaublich wertvoll in der Chinesischen Medizin, traditionellen europäischen und arabischen Heilkunde. Schon Seneca und Hildegard von Bingen schwörten auf das Harz.
  • Olibanum ist warm vom Temperaturverhalten, im Geschmack scharf-bitter, wirkt unter anderem adstringierend und sehr wirksam auf die Energetik der Funktionskreise Herz, Leber, Gallenblase, Lunge, Gedärme und das Haus des Blutes den Uterus.
  • Durch die ätherieschen Öle und wertvollen Schleimstoffe besteht eine schmerzstillende, menstruationsfördernde, antiseptische, keimtötende, krampflösende, fiebersenkende, beruhigende, trocknende, auswurffördernde und auch galletreibende Wirkung.

Einsatz gemäß der Chinesischen Heilkunde:

  1. Blut bewegend bei: Dysmenorrhö, Palpitationen, äusserlich als Auflage bei: Verletzungen, Wunden, Hämatomen, Kälte-Bi(Kälte-Rheuma), Hautblutung, Geschwür, Furunkel, Verhärtung, Schwellungen
  2. Hitze eliminierend und Toxine ausleitend bei: Gastritis mit Erbrechen, Magenschleimhautentzündung, Abszess- durchbruchfördernd-, Karbunkel- und Furunkel-Reifung
  3. Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend (Rheuma/Bi-Syndrom) bei: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  4. Qi regulierend und bewegend bei: Verschlossenheit, Geschlagenheit, Unruhe, Konzentrations-störungen (Räucherung), Obstipation, Verstopfung, Tumor-Prophylaxe, Krebstherapie-Begleitung
  5. Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend bei: Durchfall, Darmblutung, Hämaturie-Blut im Urin, Enteritis-Darmentzündung, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Darmmykosen, Lungenerkrankungen wie bspw. Husten, Bronchitis, Asthma bronchiale, Laryngitis, Pharyngitis, Psoriasis, Schuppenflechte, Morbus Basedow, Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion- bei vielen chronisch verlaufenden Erkrankungen

Weihrauch ist wunderbar in Mischungen für den Bereich Schmerz- und Sporttherapie; bspw. fördert er nach dem Training die Regeneration; Verletzungen heilen deutlich besser aus!

ACHTUNG!!– Kontraindiziert ist Boswelia während der Schwangerschaft, da er sehr stark Blut bewegt und dadurch Wehen auslösen kann.

Zubereitungen:

  • Öl ansetzen- einfach eine Hand voll Knollen in ein Trägeröl geben bspw. Jojoba- oder franktioniertes Kokosöl, 4 Wochen stehen lassen, gut schütteln und dann für Einreibungen nutzen
  • Tinktur– 10-Weihrauchknollen in med. Alkohol oder 60%en einlegen; 1/3 Harz und 2/3 Alkohol, 6 Wochen stehen lassen; dann 30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.
  • Einfaches Weihrauchwasser- zwei-drei Knollen abends in Wasser einlegen und am nächsten Tag ist Dein Weihrauch-Trank fertig 🙂

Ein befreiendes Ritual für Körper und Geist:

  • Weihrauch, der Harz des Weihrauchbaumes mit dem Namen Boswellia, wird seit Jahrtausenden von Jahren für rituelle und religiöse Zeremonien eingesetzt. Sein markanter Duft wirkt intensiv reinigend – innerlich wie äußerlich. So befreit er nicht nur von negativen Gedanken und Gefühlen, wirkt beruhigend und fördert einen erholsamen Schlaf, sondern klärt auch Räume nach Streit und unerfreulichen Besuchen.
  • Mische Fichtennadeln, Weihrauch, weißen Salbei und Holunder zu gleichen Teilen- verräuchere diese Mischung auf einem Stövchen- Du spürst sofort eine prickelnd-frische und gereinigte Atmosphäre.
  • Nutze diese Räuchermischung auch für ein Räucher-Sitzbad- einfach das Stövchen in einer Schale in die Toiletten-Schüssel stellen und dann darüber setzen- den Rauch etwa 10 Minuten aufnehmen- sehr gut bei Beschwerden im unteren Körper (Mann und Frau gleichermaßen).

Weihrauch ist noch so viel mehr- nutze ihn für Deine persönliche Zentrierung, Reinigung- gerade auch als therapeutisch wirkender Mensch; und natürlich einfach für Dein Wohlbefinden 🙂

Alles Liebe und eine gute Zeit wünscht Dir

Kira

Willkommen im Wonnemonat Mai

Guten Morgen und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Dir- jetzt im Mai morgens schon deutlich hell, oft mit Sonne und natürlich herrlich warme Tage.

Damit es Dir nicht zu heiß wird 😉 habe ich heute ein wunderbares Rezept für Dich:

  • Grün ist der Schlüssel für Frische. WARUM? Grünes Gemüse und grüne Kräuter wirken meistens frisch und senken ein zu starkes Yang nach unten ab.
  • Du benötigst: den Saft einer Zitrone, eine kleine Salatgurke, etwa 150 Gramm Wassermelone mit Schale, frische Minze und eine handvoll medizinische Chrysanthemenblüten oder Kamillenblüten; dazu nimm einen grünen Tee(250 ml), der nur maximal eine Minute Ziehzeit hatte oder einen Teelöffel Matcha-Pulver/ 200 ml Wasser…optional mit Kiwi, Spinat…dazu(siehe Foto)…
  • … gib alle Zutaten in einen Mixer, gut aufmischen, ggf. etwas Honig dazu geben, die festen Substanzen abseihen und dann langsam genießen.

Wirkung:

  • Wassermelone und Gurke sind mit die „kältesten“ Lebensmittel und daher bei Hitze wirksamer als Eiswürfel oder geeiste Speisen/ Getränke.
  • Gleichzeitig leiten sie die Hitze vom Kopf über den Urin aus und sorgen so für einen „kühlen“ Kopf, klare Augen und eine angenehme Frische im Körper.
  • Alle Zutaten versorgen Dich mit Spurenelementen und sorgen für einen super Zellstoffwechsel; das Getränk wirkt basisch und versorgt Dich elektrolytisch.
  • Alle Zutaten stecken voller Antioxydantien und beugen der Zellalterung vor.
  • Du kannst diesen Smoothie auch bei Allergien im Kopfbereich(Augen, Nase, Haut) einsetzen; aber auch bei Fieber, eitrigem Schnupfen und Halsschmerzen- sozusagen bei allen Erkrankungen, die auf Wind-Hitze zurückzuführen sind(Kaltes lindert, Heißes macht alles schlimmer).
Aber bitte mit Kernen 😉

Steckbrief Wassermelone:

  • führt Flüssigkeit zu, gehört zum Element Erde, ist im Geschmack süß, wirkt von der Temperatur her kalt/kühl;
  • kühlt Hitze, toxische Hitze, leitet nach unten aus, wirkt harntreibend; aktiviert energetisch die Funktionskreise: Herz, Leber, Blase, Niere und Gedärme
  • enthält die Spurenelemente: Kalium, Eisen, Mangan und Magnesium; die Vitamine: B3, B6, Folsäure, C, Karotinoide (Provit.A) und Lycopin
  • ist ein TOP-Yin-Tonicum gegen Yin-Hitze und baut Säfte auf
  • Schale der Wassermelone: wirkt mehr ausleitend; bitter und noch stärker auf Leber und Herz-Energetik; ansonsten ähnlich wie die Frucht; enthält noch mehr an Spurenelementen

Was besonders interessant ist:

  • Die kühlende Eigenschaft der Wassermelone kann auch eine beruhigende Wirkung auf den Geist haben und hilft, Reizbarkeit oder Nervosität zu lindern, die durch übermäßige Hitze entstehen können.
So ein kleines Stück reicht völlig für dieses Rezept

ACHTUNG:

  • Obwohl die Wassermelone viele gesundheitliche Vorteile bietet, gibt es auch einige Vorsichtsmaßnahmen, die in der CM berücksichtigt werden. Menschen mit einer sogenannten „kalten Konstitution“ oder diejenigen, die häufig unter Kälteempfindlichkeit, Durchfall oder Magenbeschwerden leiden, sollten den Verzehr von Wassermelone einschränken, da die kühlende Wirkung die Symptome verschlimmern könnte.
Letztes Jahr im Garten 🙂

Die Kerne:

Die Kerne der Wassermelone sind sehr gesund und haben viele wertvolle Nährstoffe. Sie werden in vielen Kulturen als nahrhafter Snack geschätzt. Einige der gesundheitlichen Vorteile von Wassermelonenkernen sind:

  • Reich an Nährstoffen: Eisen, Zink, Magnesium, Proteine, B-Vitamine
  • Gesunde Fettsäuren
  • Antioxidantien
  • Ballaststoffe
  • Die Kerne können roh mit der Wassermelone gegessen werden, aber sie müssen gut gekaut und nicht als Ganzes geschluckt werden. Sie sind allerdings manchmal schwer zu kauen und zu verdauen. Eine beliebte Methode, um die Nährstoffe zu nutzen, ist das Rösten der Kerne. Geröstete Wassermelonenkernen haben einen nussigen Geschmack und können als Snack, auf Salaten oder in Müslis verwendet werden.
  • Vermahle die Kerne zu einem feinen Pulver und füge dies zu in Smoothies oder Backrezepten, um von den Nährstoffen zu profitieren. Das Pulver kannst Du auch in Joghurt, Haferflocken oder als Zutat in Proteinshakes verwenden.

Meine Empfehlung: Achte unbedingt auf die Qualität der Zutaten bei der Verwendung in dieser Form- es sollte zumindest Bio-Qualität sein; bei den Chrysanthemenblüten empfehle ich sogar Apotheken-Qualität.

Soweit mein kleiner Exkurs und die Empfehlung – ich wünsche Dir eine schöne, inspirierende, sonnige und einfach fantastisch- gesunde Woche- alles Liebe…

Kira

Die Vogelmiere passt auch gut in den Smoothie 🙂

Zart-Blau blüht der Ehrenpreis

So kurz vor Ostern, noch mit der wunderbaren Pink-Moon-Energie im Rücken, kann ich zur Zeit aus dem Vollen schöpfen- der Ehrenpreis in seinen verschiedenen Formen blüht gerade so schön und ruft mir zu:“Pflück mich, nutze mich, verarbeite mich…“:

Persischer Ehrenpreis bei uns an der Gartenmauer 🙂
  • Ehrenpreis in allen Arten ist ein frisch- kühles Leberkraut; wirkt aber auch positiv auf Lungen-, Magen- und Milz-Energie.
  • Seine Inhaltsstoffe Bitter- und Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Iridoide, Saponine, Mannitol, Chlorogen- und Kaffeesäure sorgen für die entzündungshemmende, schleimlösende, adstringierende und beruhigende Wirkung.
  • Er ist ein perfektes Frühlingskraut, da es bspw. das zu stark aufsteigende Leber-Yang wieder im unteren Erwärmer verankert- daher nutze das Pflänzchen für Smoothies und Säfte.
  • Ehrenpreis heißt nicht umsonst „Shen-Kraut“ des Westens; durch seine Hitze- ableitende Wirkung kann er für Ruhe und Focus in Herz und Hirn sorgen.
  • Zusammengefasst- Du kannst Ehrenpreis einsetzen bei: Atemwegsbeschwerden, Asthma, Rheuma, Arthritis, Gicht, Hautproblemen, Kleine Wunden, Jucken, Magenverstimmung, Verdauungsprobleme, zur Blutreinigung, Blasenentzündung und nervösen Zuständen.
  • Nimm frisches Kraut oder getrocknetes für Aufgüsse, Tee’s, Kompressen, Oxymel, Auszüge und Tropfen.

Ein bisschen Magie:

  • Mit dem Räuchern von Ehrenpreis kannst Du leichter eine Verbindung zu den Naturgeistern herstellen.
  • Die Räucherung sollte immer im Freien stattfinden- das fördert die verbindung zur Natur 🙂
  • Der Ehrenpreis soll den Geist öffnen und die Fähigkeit fördern, die eigenen Gefühle klarer zu sehen.
  • Die trügerischen Illusionen können weichen, der Mut, auch einmal Nein zu sagen, wird gestärkt.
  • Mit dem Echten Ehrenpreis tritt man schwachen Augenblicken im Leben entgegen. Die Räucherung schützt vor Flüchen und schlechter Energie anderer Menschen.
  • Mische den Echten Ehrenpreis für die Räucherung gerne mit Wermut oder Myrrhe für noch mehr Klarheit und Kraft gegen Widrigkeiten 🙂

Keine Sorge- wenn Du keinen „Echten Ehrenpreis“ findest- alle Arten haben die gleichen Eigenschaften in etwas veränderter Form; dosiere die Wildarten einfach ein wenig stärker… Ehrenpreis ist sehr mild wirkend 🙂

Geh doch mal ganz aufmerksam über den Rasen- die bläulichen, hell-blauen Blüten sind dann nicht zu übersehen- nutze dies als kleine Achtsamkeitsübung im Alltag.

Alles Liebe und eine schöne Vorbereitung für die anstehenden Ostertage wünscht Dir

Kira

Das vierte kaiserliche Kräutlein

Herzlich Willkommen in dieser ganz besondere Zeit des Jahres.
Irgendwie riecht die Luft morgens anders, das Licht wird weicher und farbenfroher. Ich trinke meinen MoonBrew morgens bereits auf der Terasse, noch mit dickem Pulli, aber laufe schon wieder Barfuß über unseren Waldrasen- Moos und frisches, junges Gras unter meinen Füßen 🙂 … denn wir sind bereits rausgezogen aus der Stadt, rein in unser Naturrefugium- ähnlich wie beim Osterspaziergang :“…

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht….“


Mit und bei diesem leisen, jedoch so kraftvollen Neubeginn greife ich gerne und immer auf das vierte kaiserliche Kräutlein zurück- die VOGELMIERE:

  • Dieses, oft so verachtete, Kräutlein ist die sanfte Helferin gegen Entzündungen, die Frühjahrsmüdigkeit, für Deine Gefäße, den Hormonhaushalt(Schilddrüse)…
  • Neben Vitamin C enthält sie Kalium, Eisen, Kieselsäure, Flavonoide, Saponine, Vitamin A und die B-Reihe, Magnesium, Selen und Phosphor.
  • Durch die Inhaltsstoffe wirkt das kleine, weißblühende Kraut schleimlösend und hustenstillend, verdauungsfördernd, harntreibend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, abführend und leicht frisch-kühlend; aus Sicht der Chinesischen Medizin energetisch auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Herz, Leber, Nieren und auch den Uterus; somit Hitze ausleitend, Blut aufbauend, aktivierend bei Adipositas, löst Hitze aus der Hautschicht(Akne, Rosacea…) und…
  • Stellaria media- Weißsternchen oder Mittelsternchen- ist ein ganz wunderbares YIN-Tonicum.

Möglichkeiten der Anwendung:

  • als Tee– zwei Handvoll des frischen Kraut’s mit 250 ml 70 Grad heißem Wasser übergießen, 6-8 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.
  • Frisches Kraut als Salat oder gehackt als Kräuter-Streu 😉 auf Brot oder Ei nutzen
  • Oxymel– mit dem Mixer Apfelessig, Honig, frisches Kraut und etwas frisch gepressten Möhrensaft gut aufmixen, abseihen und mit Wasser verdünnt täglich trinken; möglich ist es auch, ein Oxymel aus allen vier kaiserlichen Kräutern anzusetzen und dann täglich trinken- dazu das Oxymel mit je einem Drittel Kraut, Apfelessig und Honig ansetzen- 4 Wochen ruhen lassen(zwischendurch aufschütteln) und danach ist dieses Oxymel auch täglich trinkbar(in Wasser)- Dosis bei beiden: 1-3 Esslöffel täglich.
  • Vogelmieren-Balsam: der zusätzlich zum Kräuterauszug mit Bienenwachs und Olivenöl hergestellt wird(z.B. bei: https://www.kleine-abtei.de/abtei-severin-leinauer-vogelmierenbalsam/a-1/?ReferrerID=7&ReferrerID=7&gad_source=1&gclid=CjwKCAjwzMi_BhACEiwAX4YZULUNWCw_Bp697JH6xUltNXE_OaPu2UoztiWV9ojYnzVA5t6CwlvO4xoCRoMQAvD_BwE ) – dieser wird bei Hautkrankheiten eingesetzt und hilft Deiner Haut, sich zu regenerieren bei Neurodermitis, Furunkel, schuppiger Haut, Akne, Pusteln…
  • Vogelmieren-Sitzbad: gegen Fissuren, Hämorrhoiden, Entzündungen im Analbereich/der Geschlechtsteile(bei Männern als Tauchbad)
  • Smoothie: Kiwi und Traubensaft mit Vogelmiere gut aufmixen- nach dem Frühstück oder der Mittagssuppe trinken- Booster für eine strahlende Haut und viel Nachmittags-Energie 🙂

Ein bisschen Magie:

Die Vogelmiere ist sehr wuchsfroh und dadurch zeigt sie ihre Signatur; ihre Wirkstoffe dringen tief in den Körper ein und wirken gesundheitsfördernd. Weise Frauen haben sie daher immer schon für die Gesundung genutzt, aber auch für Wettervorhersagen und als Räuchermittel für stärkeres Durchhaltevermögen, Hartnäckigkeit und Selbstvertrauen. Vogelmiere hilft, unter widrigen Umständen den Mut zu bewahren, der Lebensaufgabe zu folgen. Sie ist eine Heilpflanze zur Verjüngung.

Eine Legende besagt, dass einst ein junges Mädchen, welches wie ein Sternchen leuchtete, von einem dunklen Magier begehrt wurde. Durch die Zurückweisung wurde er so ärgerlich, dass er das Mädchen in ein kleines, grünes, unscheinbares Kraut verwandelte. Aber die Jugend des Mädchens setzte sich durch und so erstrahlt das Blütensternchen der Vogelmiere bereits in milden Wintern und gibt uns das Zeichen für schönes Wetter: Die Blüten öffnen sich am Morgen gegen 9 Uhr nur, wenn es gutes Wetter gibt…. Den Magier zerfraß der Neid, das Sternenmädchen aber blieb uns erhalten 🙂

Ich habe eine kleine Vogelmieren-Ecke in meinem Garten; dort darf sie sich ausbreiten 😉

Vogelmiere ist auch ein bisschen ein Erinnern daran, dass das Leben immer wieder aufersteht – auch für und in uns. Gerade dann, wenn es fast vergessen wurde.

Lass es Dir gut gehen- alles Liebe sendet Dir

Kira

Das Frühjahr und mit ihm das dritte kaiserliche Kräutlein

Herzlich Willkommen zum letzten Tag im März; oh- was für eine Woche liegt hinter mir, hinter meinem Mann und mir 🙂 … Heute ist nicht nur der letzte Tag im März 2025 sondern auch sein letzter Arbeitstag und ab morgen ist ganz viel Zeit für La Familia; Fahrrad fahren, Sport, Angeln…Unglaubliche, nicht immer einfache 48 Arbeitsjahre, sind vollendet… und natürlich auch mit Unterstützung des einen oder anderen Kräutleins 😉 – unter anderem mit diesem:

Giersch bei uns im Garten
  • Giersch– im Garten absolut unbeliebt-, haben die jungen Triebe und Blätter im Wildkräutersalat oder in „grünen“ Gemüsegerichten eine so wichtige Daseinsberechtigung. Wie viele andere Wildkräuter birgt der Giersch eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralien und trägt zur Entgiftung des Körpers bei.
  • Der Doldenblütler ist der Regent des Blutes; punktet mit Vitamin C und A; Bor, Titan, Silicea, Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Kupfer, Eisen und Proteinen, ist also auch für Sporttreibende sehr interessant.
  • Die Mineralien im Giersch neutralisieren die Harnsäure und können so nicht nur Gicht, sondern auch Gelenkschmerzen mildern; Girsch unterstützt die natürliche „Blutwäsche“
  • Das „Mit drei x drei, bist du beim Giersch dabei“- Kraut erinnert mit seinem Geschmack an den der Karotte und der Geruch zerriebener Blätter an Petersilie. Seine getrockneten Blätter kannst Du als Petersilienersatz nutzen; ihr Aroma passt gut zu Gemüsegerichten, Aufläufen und Suppen. In der Tradition des Gründonnerstag gehört Giersch in die Neun-Kräuter-Suppe 🙂
  • Der Giersch wirkt auf die Funktionskreise Leber, Magen und Blase; soll die Verdauung und den Appetit anregen, sowie den Blutfluss stillen. Dank der harntreibenden und entzündungshemmenden Wirkung ist ein Tee und/oder Sitzbad mit Giersch auch bei Blasenentzündungen und Hämorrhoiden geeignet.
Grüne Suppe mit neun Kräutern zu Gründonnerstag; u.a. mit Giersch 🙂

Giersch-Auflagen/Wickel:

  • zwei Hände voll Giersch werden mit ein wenig Wasser abgekocht, 10 Minuten ziehen lassen und dann als Wickel auf „knotig“ veränderte Gelenke geben- etwa 10 Minuten belassen; immer leicht warm halten bzw. so erneuern, dass die Wickel immer angenehm warm bleiben bei Kälte-Bi oder leicht frisch bei Hitze-Bi.

Kulinarik mit Giersch:

Smoothie mit Sellerie, Giersch und grünem Apfel- reinigt das Blut
  • Limonade- Giersch und andere, wohlschmeckende Kräuter aus dem Garten- eine Hand voll- mit zwei Litern Wasser etwa 4 Stunden kühl stehen lassen/ oder über Nacht; dann abseihen und mit 100 ml Apfelsaft oder einem Esslöffel Honig mischen; kühl genießen
  • Aufstrich zu frischem Roggenbrot oder Pellkartoffeln– 125 g Butter, 1 EL Olivenöl, 1/4 TL Salz; 1 Knoblauchzehe oder alternativ gehackten, frischen Bärlauch, 1 kleine Zwiebel, 1/2 Teelöffel Zitronensaft, 15 junge Gierschspitzen, 1 TL Brennnesselsamen, Kräuter-Blüten zum Garnieren… Butter mit Olivenöl und Salz zerdrücken, mit Knoblauchzehe und Zi­tronensaft schaumig rühren; den Giersch sehr fein hacken und mit der fein gehackten Zwiebel unter den Aufstrich mengen; in Schalen geben und zum Servieren mit Blüten von Borretsch, Gänseblümchen, Taubnessel, Ringelblumen, Veil­chen, Klee und gerne auch mit Brennnesselsamen und/oder schwarzem Sesam verzieren.
Blüten des Giersch- gut zum Verzieren und zum Backen in herzhaftem Gebäck/Flammkuchen

Ein bisschen Magie:

Giersch nimmt in der spirituellen Praxis eine recht bedeutende Rolle ein. Seine Fähigkeit, aus dem kleinsten Wurzelstück/Rhizom wieder und wieder zu sprießen, steht symbolisch für eine unglaublich starke Lebenskraft und Ausdauer. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem Sinnbild für Erneuerung und Regeneration, selbst unter widrigen Umständen. Er vermittelt uns die Botschaft, dass aus Widrigkeiten neues Wachstum entstehen kann. In der Tradition der Heiler und Schamanen wird Giersch mit seinen Schutz- und Reinigungs-Eigenschaften ebenfalls sehr geschätzt. Er soll den Geist von negativen Energien befreien und geistige Klarheit fördern. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem wertvollen Bestandteil in Ritualen, die darauf abzielen, spirituelle Blockaden zu lösen und eine tiefere Verbindung zur Natur zu schaffen.

GIERSCH- solltest Du ihn im Garten haben, dann nutze das frische Kraut, bevor Du ihn manuell entfernst- immer schön das aufgelockerte Erdreich aussammeln, damit das feine Rhizom nicht zur starken Verbreitung des Giersch führt 😉 ABER gib ihm als Wildkraut eine Chance, Dich in Deiner Gesundheit zu unterstützen 🙂 ; nutze ihn auch als eine Pflanze voller spiritueller Kraft und Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung.

Alles Liebe für diesen Tag, diese erste Aprilwoche und herzliche Grüße zu Dir-

Kira

Blut-Frische-Tee mit Giersch, anderen Wildkräutern des Frühlings und Rosenblüten 🙂

Das zweite kaiserliche Kräutlein im Frühjahr

Willkommen zur letzten Märzwoche und wie schnell schreitet das Frühjahr voran- die Schneeglöckchen und Märzbecher haben schon ihre hohe Zeit gehabt; bald sind die Blüten des Löwenzahn zu sehen- das zweite der kaiserlichen Kräuter und der absolute Regent für und über die Leber im körperlichen und mentalen Sinn:

  • Löwenzahn enthält jede Menge Bitterstoffe und ist von der Wurzel bis zur Blüte verwendbar.
  • Der Korbblütler- Achtung Allergiker/-innen– zeigt jetzt schon ein sehr kräftiges Blatt; wirkt verdauungsfördernd, harntreibend und regt den Fluss der Galle an. Auch zur unterstützenden Begleittherapie von Rheuma(Bi-Syndrom) wird er von Betroffenen geschätzt. Aus Sicht der Chinesischen Medizin gehört Taraxacum officinalis sowohl zu den Kräutern, die Fülle ausleiten als auch zu denjenigen die Leere tonisieren. Im Handel sind neben der getrockneten Pflanze Presssäfte, Tinkturen und Extrakte erhältlich.
  • Ein Rezept gegen Fatique findest Du in meinem Beitrag hier: http://spiritandbalance.de/sommer-loewenzahn/

Flexibilität ist eine wichtige Eigenschaft, die der Wandlungsphase Holz zugerechnet wird:

  • Der Löwenzahn ist nicht nur eine ausgesprochen vitale, sondern auch eine sehr anpassungsfähige Pflanze. Trotzdem ist er in der Lage, die notwendige Spannung so zu halten, dass seine Blütenstängel aufrecht stehen und die Wurzeln fest verankert sind. Ist die Holz-Energie des Menschen aus Sicht der chinesischen Medizin ausgewogen, halten sich Spannung und Flexibilität die Waage. So lassen sich im Leben Visionen verwirklichen, diese aber auch immer an Veränderungen der äußeren Umstände oder neue Erkenntnisse anpassen. Festgefahrene Ideen und „Starrsinn“ dagegen können Ärger verursachen. Der zu den Frühlingsboten gehörende Löwenzahn, der nach Kälte, Erstarrung und Dunkelheit mit großer Lebenskraft die Wiesen schmückt, kann eine aus dem Gleichgewicht geratene Wandlungsphase Holz wieder harmonisieren. Er gilt daher in der chinesischen Medizin als klassische Leberpflanze. Die Leber ist dem Yin der Wandlungsphase Holz zugeordnet.
  • Das Frühlingskräutlein entwässert, daher sollte immer zusätzlich reichlich Wasser getrunken werden.

WAS ZU BEACHTEN IST:

  • Löwenzahn und Wasser- damit wird die Wirkung von entsprechender Arzneistoffen wie ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika verstärkt. Auch Antidiabetika wirken stärker, so dass es zu einer Unterzuckerung kommen kann. Kontrolliere daher regelmäßigregelmäßig den Blutzuckerspiegel und führen ggf. Traubenzucker mit , damit Du dahingehend schnell reagieren kannst- auch darf unter der Anwendung „Löwenzahn“ die Medikation gerne nach Absprache verringert oder ausgesetzt werden- besprich dies mit dem Facharzt!

Wende Löwenzahnblatt in der Küche an- wunderbar für Kräutermischungen im Salat oder für einen Wildkräuteraufstrich ist das Blatt; aus den Blüten lässt sich ein kraftspendender Sirup herstellen.

Smoothie-Rezept:

  • je eine Innenhand voll Blattspinat und Löwenzahnblatt
  • eine Kiwi und ein Teelöffel Honig
  • Saft einer halben Zitrone, Ingwer gerieben
  • 100 ml Apfelsaft und 100ml rote Bete-Saft
  • alles im Mixer vermischen und gut durchmixen
  • trinke den Smoothie nach dem Frühstück oder Lunch- Du trinkst Vitalität pur, versorgst Dich mit Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen; erhälst eine positive Wirkung auf die Gefäße, den Pfortaderkreislauf, das Herz…

Löwenzahntee trinke maßvoll- je eine Tasse am Vormittag und gegen 17 Uhr 🙂

Ein bisschen Magie- ein bisschen Legende:

  • Räuchern mit Löwenzahn wandelt negative Gedanken und Affirmationen ins Positive- in der Räucherkunde sieht man das Gelbköpfchen als beschützend, herbeirufend und auch weissagend an; als mächtigen Pflanzengeist. Begleitend zum räucherritual sollte davor ein Tee aus Löwenzahnwurzeln getrunken werden, aber auch um eine Herbeirufung von Naturgeistern zu unterstützen. Das Verräuchern bringt auch gute Energie, wenn wir eine grosse Begebenheit vorhaben oder etwas Glück dafür gebrauchen. Wusstest Du, dass das Verräuchern von Löwenzahn(alle Teile getrocknet) auch Missgunst fernhält 🙂 ? Eine umfassende Räuchermischung kannst Du aus Löwenzahn, Wermuth, Eisen- und Johanniskraut herstellen- da kommen neben Resilienz noch Ausgleich, Standhaftigkeit, Durchhaltevermögen und Energie dazu 🙂

Seit dem Mittelalter wurden die oberirdischen Teile des Löwenzahns und seine Wurzel nicht nur als Heilpflanze sondern auch als Schönheitswasser gepriesen, das Sommersprossen aufhellen sollte. Nicht immer erfolgte die Anwendung als Tee. So sollte etwa ein Amulett mit sieben am 24. August (Sankt Bartholomäus Tag) ausgegrabenen Löwenzahnwurzeln vor Augenerkrankungen schützen. Mädchen nutzten Pusteblumen dagegen, um einen Blick in die Zukunft zu werfen: Hatten sie die Samen weggeblasen, gab die Anzahl der verbliebenen Samen an, wie viele Jahre bis zu ihrer Eheschließung noch vergehen würden. Ein weißer Blütenboden bedeutet zudem, dass sie in den Himmel kommen würden, ein dunkeler, prophezeite die Hölle. Zum Glück gibt es immer viele Pusteblumen, so dass man das Orakel erneut befragen kann, wenn man mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist 😉

Vielleicht gehst Du ja demnächst ein wenig gnädiger mit dem „Unkraut“ Löwenzahn um und nutzt „ihn“ als das, was er ist- der Kaiser der Leber und unserer Gesundheit.

Alles Liebe und eine wunderbare Woche für Dich!

Kira

Vier große Heiler der Natur…

…schenken uns in diesem Monat bereits ihr Grün… und damit herzlich Willkommen in der dritten Märzwoche.

Wie fühlst Du Dich? Hast Du am Wochenende auch die Kraft der Natur durch Vollmond und so viel sprießendes Grün erfahren? Oder plagst Du Dich eher mit einer Allergie?… mit Frühjahrsmüdigkeit?

Da habe ich gute Nachrichten für Dich- jetzt sind die vier großen Heiler aus der Natur verfügbar 🙂 und diese stelle ich Dir in den nächsten Wochen-News vor:

  1. Brennnessel- die große Heilerin für den gesamten Körper

Die frischen Triebe der Brennnessel aktivieren die Nieren- und Lymphtätigkeit; helfen gegen alles, was in irgendeiner Weise mit Juckreiz zu tun hat- also auch bspw. bei Allergien/Heuschnupfen. Brennnesseln haben einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Eisen und Vitamine, vor allem an Vitamin C. In der Chinesischen Medizin gehört die Brennnessel deshalb zu den Blut-Tonics. Medizinisch werden die Brennnesselblätter (Urticae folium), das Kraut (Urticae herba) und die Wurzel (Urticae radix) sowie die Samen (Urticae semen) genutzt. Sie können als Tee, Extrakt oder Tinktur verwendet werden.

Was diese große Heilerin besonders wertvoll macht- sie kann bei Erschöpfung, Burn out, Haarausfall oder auch gegen Osteoporose eingesetzt werden- die Samen bspw. sind ein wunderbares Mittel bei Fatique jeglicher Genese.

Tradtionelle wurde der feurige Schmerz, den die Brennnessel verursacht, mit Aggression in Verbindung gebracht. Heute ist Aggression vor allem negativ besetzt, da der Fokus auf ihrem zerstörerischen Potential liegt. Doch jeder Mensch benötigt eine gesunde Portion Aggression oder Wut im Leben, damit er sein Leben gestalten und Dinge verändern kann. Ärger/Wut zeigen jedermann erst einmal , dass etwas, so wie es gerade vorhanden ist, nicht passt. Sie können die Antriebskraft für Veränderungen, aber in ihrer übersteigerten Form auch zerstörerisch wirken. Ärger, Wut und Aggression gehören in der chinesischen Medizin zur Wandlungsphase Holz. Eine ausgewogene Holz-Energie respektiert die Grenzen des anderen und findet einen kreativen Weg, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne anderen zu schaden. Diese Energie- so wie wir sie gerade jetzt im Frühjahr finden- ist ausgewogen flexibel und trotzdem zielstrebig wie ein zarter Sproß, der sich an allen Hindernissen vorbei schlängelt. Aggression in ihrem Übermaß entsteht oft, weil Menschen diese Veränderungen nicht angehen(können). Hier wirkt die Brennnessel mit der ihr eignen „Aggression“ unter Umständen unterstützend, das Alte loszulassen und somit Raum für Neues zu schaffen. Ferner kann sie eine fehlgeleitete Aggression wie Allergien korrigieren.

Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden bei Überdosierung; extreme Reaktion auf der Haut; die Inhaltsstoffe der Brennnessel können die Wirkung von Gerinnungshemmern beeinträchtigen und die Wirkung von entwässernd wirkenden Arzneistoffen wie ACE-Hemmern, Sartanen und Diuretika verstärken. Kontraindikationen: Brennnessel darf nicht bei Herz- oder Nierenschwäche und damit einhergehenden Ödemen sowie bei akuter Arthritis mit Schwellung, Rötung und Fieber eingesetzt werden!

Einsatz/Präparate: Tee, Urtiktur, Dilutationen mit anderen Kräutern, Frischkraut als Provokationsmittel(nur nach Absprache durch Kompetenzperson), Samen in der Ernährungstherapie; Frischpresssaft…

Im Garten: Brennnessel ist eine Zeigepflanze für Stickstoff; eine Jauche wird gegen Schädlinge eingesetzt; sie bereitet den „Platz“ für Schmetterlinge 🙂

Magie/Räuchern: löst energetische Stagnation und stellt den natürlichen Fluss wieder her; klärt und zeigt Blockaden direkt an

Solltest Du keine Möglichkeit haben, die Brennnessel sauber zu ernten, dann nutze den Frischpresssaft der Fa. Schoenenberger: 1-3x tgl. ein Esslöffel in Wasser für eine Woche als Kur; im Anschluss dann mit den anderen drei großen Heilern arbeiten 🙂

Brennnessel-Brokkoli-Suppe

Junge Triebe der Brennnessel lassen sich sehr gut in der Küche für eine „Grüne Suppe“ oder einen Smoothie verwenden.

Mit einem Gedicht beschließe ich diesen Beitrag… teile ihn gerne, wenn es Dir gefallen hat- alles Liebe- Kira

Brennnessel, verkanntes Kräutlein von Dr. Heinrich Hoffmann
Brennessel, verkanntes Kräutlein, Dich muß ich preisen,
Dein herrlich Grün in bester Form baut Eisen,
Kalk, Kali, Phosphor, alle hohen Werte,
entsprießend aus dem Schoß der Mutter Erde,
Nach ihnen nur brauchst Du Dich hinzubücken,
Die Sprossen für des Leibes Wohl zu pflücken,
Als Saft, Gemüse oder Tee sie zu genießen,
Das, was umsonst gedeiht in Wald, auf Pfad und Wiesen,
Selbst in noch dürft´ger Großstadt nahe Dir am Wegesrande,
Nimms hin, was rein und unverfälscht die gütige Natur
Dir heilsam liebend schenkt auf ihrer Segensspur!

Frühlingserwachen…

…so nannten wir das erste Yoga-Retreat in diesem Jahr; ich bin noch ganz beseelt von der wunderbaren Zeit mit Menschen, die sich gefunden haben- Gefunden, um zusammen Yoga zu praktizieren, Shen zur Ruhe zu bringen, sich auszutauschen, Input für die basisch basierte Ernährung zu bekommen, YogaNidra zu erfahren, zu meditieren… umsorgt, behütet und wertgeschätzt zu werden.

Zum Frühlingserwachen zählt für mich schon seit längerer Zeit eine basisch basierte Ernährung 🙂

Es ist kein Widerspruch, sich nach Empfehlungen der Asiatischen Ernährungslehre zu ernähren und diese mit der basisch basierten Ernährung zu kombinieren- ganz im Gegenteil.

Im Frühjahr regiert das Holzelement; dieses wird vom Wasserelemt genährt; nährt selber das FEUER und hat die Eigenschaft, gerne mal unkontrolliert aufzusteigen. Da bietet sich eine kleine Kur im frühen Frühjahr, immer dann, wenn es kaum noch Fröste gibt, förmlich an.

Basisch basierte Lebensmittel und gute „Säurebildner“:

  • Gemüse, Obst, Kartoffeln,
  • Pseudo-Getreide wie Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth
  • Nüsse, Kerne, Saaten
  • Sprossen
  • in Maßen Legominosen(Hülsenfrüchte)
  • in Maßen Ghee, Ei
  • frische Kräuter
  • basisch wirkender Tee aus Kräutern und Gewürzen
  • in Maßen Rohkakao
  • maßvoll Gemüse- und Obstsäfte- verdünnt mit Wasser
  • Saaten- und Körner-Brot in Maßen(ein- zwei Scheiben)
  • Flocken wie Dinkel, Reis, Buchweizen, Gerste…
Ansatz für den Fruchtpudding aus Himbeeren, Granatapfelsaft und Chia-Samen

Alles, was Säuren bildet, wird weggelassen: Kaffee, Industrieprodukte, tierische Produkte außer Ei und Ghee; Alkohol, Brot

Die basisch basierte Ernährung kannst Du auch als eine Form des Fastens für Dich nutzen 🙂

Kräuter:

  • alle heimischen Wildkräuter der Saison
  • zusätzlich eine Kräutermischung aus chinesischen Kräutern, die Dich in der Harmosisierung unterstützt; diese besteht u.a. aus Löwenzahnkraut, Orient-Froschlöffelknolle, Kokospilz, Lärchenschwamm … diese Mischung kannst Du Dir von mir verordnen lassen, da sie individuell an Deinen energetischen Zustand angepasst werden muss.

Ich möchte zwei Rezepte mit Dir teilen:

  1. Himbeer-Chia-Pudding: 250 Gramm gefrorene Himbeeren auftauen lassen, 150 ml Granatapfelsaft und 3 Gramm Vanillepulver dazu geben; drei bis vier Esslöffel Chiasamen unterrühren- alles pürieren und dann kalt stellen; etwa 10 Stunden quellen lassen- guten Appetit; dieser Pudding ist nicht nur lecker, er bewegt das Qi der Mitte, wirkt positiv auf das Blut, schützt Deine Gefäße…wie auf dem Foto zu sehen, kann der Pudding nur mit Mandeldrink angesetzt werden und dann Früchte als Topping bekommen 😉
Chia-Pudding mit Mandeldrink und einer Garnitur aus Früchten
  1. Morgen-Trank: 100 ml Apfelsaft, 150 ml Granatapfelsaft, je eine Prise Kardamom, Zimt, Vanille und Nelke mischen; dann mit ca. 40 Grad heißem Wasser aufgießen(ca. 200ml), mit etwas Honig verfeinern und warm genießen; deutlich gesünder als Bohnenkaffee, basisch, ausgleichend, aufbauend, wärmend, gefäßschützend, gut für das Blut, Energie gebend…

Viel Freude beim Ausprobieren!

…nur noch für einige Stunden kalt stellen und quellen lassen 🙂

Ich lade Dich ein, diese wunderbare frühe Frühlingszeit zu nutzen, um Dir Kraft und Vitalität aus basisch basierter Ernährung zu holen- hab einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst- Kira

Chia-Pudding zum Mittag- mit frischer Minze… soooo lecker 🙂

Traditionsreiches Frühstück…

… und damit sende ich Dir liebe Grüße in Deinen Tag!

Eine Woche Winterurlaub in den Bergen mit zahlreichen Aktivitäten liegen hinter mir- Kraft für die anstehenden Projekte getankt und ich bin voller Vorfreude auf die wieder beginnende Praxisarbeit und natürlich das Yoga-Retreat jetzt am Wochenende im Hotel Bornmühle 🙂

In der Urlaubswoche gabs für mich neben Ofengemüse und Eierspeisen auch ein BIRCHER-Müsli… ein sehr traditionsreiches Frühstück und gar nicht eingestaubt 😉 :

BIRCHER mit etwas Quark und pürierter Mango
  • Der Namensgeber- Maximilian Oskar Bircher Benner hat sich zu Lebzeiten wohl nicht gedacht, dass sein Name heutzutage vor allem mit einem Müsli- Rezept verbunden sein wird.
  • Überall auf der Welt befolgen Menschen sein Rezept und essen eingeweichte Haferflocken mit geriebenen Äpfeln, Zitronensaft und Nüssen zum Frühstück.
  • Bircher war Arzt sowie Ernährungsreformer- er lebte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und arbeitete rund um den Zürichsee. Bekannt ist er vor allem für seine Ansichten zur Ernährung. Er war ein Verfechter der Rohkost und verschrieb sie mit großem Erfolg seinen Patientinnen und Patienten. Von überall her kamen die Menschen in sein Sanatorium, um von ihm behandelt zu werden… und um „sein“ Bircher-Müsli zu essen. Aus der Geschichte heraus ist verbrieft 😉 , dass Bircher diese Speise das erste Mal auf einer Schweizer Alm kennengelernt hat; er hat es adaptiert und dann in seine Ernährungstherapie übernommen.

Das Original-Rezept:

  • 2 gestrichene Esslöffel Haferflocken, 6 Esslöffel Wasser, 2 Esslöffel Zitronensaft, 2 Esslöffel gezuckerte Kondensmilch, 2 Esslöffel geriebene Haselnüsse oder Mandeln, 4 geriebene Äpfel (säuerlich) samt Kerngehäuse
  • Die Haferflocken über Nacht im Wasser einweichen, bis sich Wasser und Haferflocken vermischt haben; kühl stellen; am nächsten Tag alle Zutaten gut miteinander vermengen; 15 Minuten ruhen lassen und dann genießen.

Zur damaligen Zeit hatte Kondensmilch und auch Zucker noch seine Daseins-Berechtigung 😉 … heute ersetze Kondensmilch bspw. durch Bio-Milch(Xue und Yin) oder Mandel-Drink; den Zucker durch Honig oder Dattelsirup; möglich ist aber auch Rohrohrzucker(ein Esslöffel).

Auch bei den Flocken darfst Du gerne nach Deine Konstitution wählen: Hirse, Dinkel. Gerste, Reis…

ACHTUNG! Bircher-Müsli solltest Du tatsächlich nur als Frühmahlzeit zu Dir nehmen, wenn Du über ein starkes Verdauungsfeuer verfügst! Ansonsten empfiehlt sich die Variante „Bircher-Porridge“ – alles garen; gerne auch vorkochen und immer daran denken, dass die Garzeit länger sein sollte, wenn Deine Verdauung geprägt ist von Schwäche, ggf. sehr weichem Stuhlgang und Du Dich erschöpft fühlst.

Toppe DEIN Bircher-Müsli gerne mit wärmenden Gewürzen wie Zimt, Vanille und Kardamom; Nelke und etwas Rohkakao 🙂

Übrigens… Rohrohrzucker ist sehr gut im Winter und Herbst, um das Lungen-Yon zu tonisieren- es reicht auf eine Portion allerdings ein Teelöffel 😉

…mit gerösteten Äpfeln, Bananen, Zimt und Vanille 🙂

Vorzüge gemäß CM:

  • Baut Xue auf, bewegt Qi(Darm), löst Stagnationen;
  • Baut Säfte auf und tonisiert Yin
  • wärmend bei der Verwendung von Gewürzen

Übrigens- das Bircher-Müsli hält sehr lange vor; spendet Energie bis weit in den Nachmittag und… Du kannst es auch als Mittagsmahlzeit im Büro/ auf der Arbeit essen 🙂 – perfekt für Meal-Prep.

Wie heißt es so schön- „Probieren geht über Studieren“… probiere es doch einfach mal aus.

Einen guten Start in die neue Woche wünscht Dir

Kira

…mit Cranberrys und Gewürzen 🙂
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