Leber

Das weiße Gold von Rügen und die Naturheilkunde

Hallo an Dich und sei WILKOMMEN – in der neuen Woche und hier auf meinem Blog. In der zweiten Urlaubswoche war ich mal wieder auf Rügen und habe mir die Kreidefelsen im Nationalpark angesehen. So wunderbar, dass dies jetzt über einen SkyWalk möglich ist; aber auch ein wenig Wehmut, weil sie nicht mehr so sind, wie in meiner Kinderzeit. Dieser Besuch hat mich inspiriert, Dir Kreide und Heilerde als Anwendungen in der Naturheilkunde vorzustellen:

Heilerde und Heilkreide sind zwei klassische Helfer aus der Naturapotheke: Heilerde wird meist als „innerer“ Verdauungs- und Regulationsbegleiter genutzt, während Heilkreide vor allem dort eingesetzt wird, wo es um „Entlasten und Binden“ geht. In diesem Beitrag bekommst Du von mir sowohl eine schamanische, als auch naturheilkundliche Orientierung dazu, wie beides genutzt werden kann- auch für Dich zu Hause 🙂

Heilerde und Heilkreide …

Heilerde (meist Tonmineralien aus speziellen Lagerstätten) wirkt über ihre Bindekräfte und ihre Fähigkeit, den Darm/ die Verdauung zu „beruhigen“ und überschüssige Stoffe zu binden. Sie wird häufig bei Magen-Darm-Beschwerden und bei „Reiz“-Phasen verwendet.

Heilkreide wird fast ausschließlich äußerlich eingesetzt, wirkt besonders als Auflage und dann über die Haut; es gibt auch die Möglichkeit der innerlichen Anwendung, die aber in die Hände der Kompetenzperson gehört

Schamanisch betrachtet geht es dabei um etwas sehr Ursprüngliches: binden, sammeln, sortieren. Als wäre dein innerer Raum plötzlich aufgeräumt; Dein inneres und äußeres System darf sich neu ausrichten.

Wann Heilerde sinnvoll ist

Typische Anwendungen bei:

  • Magen-Darm-„Themen“ durch Fehlernährung/ falsche Ernährung/LM-„Vergiftungen“
  • Durchfall-/Reizphasen (unterstützend, nicht als alleinige Therapie bei schweren Verläufen)
  • Blähungen/ „Bauch-Völle“
  • „Aufräumen“ nach Ernährungs- oder Belastungsphasen
  • Haut-Themen

Wann Heilkreide sinnvoll ist

Typische Anwendungsmöglichkeiten sind…

  • Haut-Themen jeglicher Art
  • Sodbrennen/ „Sauer“-gefühl ( akute Entlastung)
  • Reizungen im Oberbauch- sowohl innerlich als auch äußerlich
  • …wenn etwas „schnell“ gebunden werden soll- bspw. bei Akne

Heilerde (innerlich):

Grundregel: kleine Menge starten, nur ausgewiesene Heilerde „Innerlich“

  • 30 Minuten vor der Mahlzeit oder 1–2 Stunden Abstand zu Mahlzeiten und auf jeden Fall im Abstand zu Medikamenten (s.u.)
  • Zubereitung: Pulver in Wasser einrühren – gut ist lauwarmes Wasser; verträglicher und löst die Heilerde besser

Für eine genaue Dosierung halte dich am besten an die Herstellerangaben oder ein therapeutisches Dosierschema, weil Heilerde je nach Mineralzusammensetzung und Produkt variiert.

Anwendung Heilkreide (innerlich):

Auch hier gilt alles wie oben

  • Als Auflage im Gesicht oder auf dem Körper etwas „cremiger“ anrühren und dünn auf die Haut auftragen; einwirken lassen; mit lauwarmem Wasser abspülen

Achtung bei innerlicher Anwendung!!! Wenn du zu viel auf einmal nimmst, kann der Effekt kippen- Verstopfung ist eine Nebenwirkung!

Schamanisches Mini-Ritual „Binden & Ordnen“ … nimm Dir zwei Minuten Zeit für Dich:

  1. Setz dich bequem hin. Hand auf den Bauch oder in Richtung Solarplexus.
  2. Atme einmal tief ein und aus.
  3. Sag innerlich (oder flüsternd):
    Ich sammle, was heute zu viel ist. Ich lasse das, was ist, ausheilen.
  4. Dann nimm deine Heilerde/ Heilkreide nach Plan ein.
  5. Hast Du Hautthemen, dann lege eine Hand- links- auf die Lungenzone und rechts auf den Unterbauch

Dieses Ritual hilft, das „Tun“ im Körper zu verankern: Du gibst deinem System das Signal Sortieren statt Kämpfen.

Wichtig!!!

Heilerde und Heilkreide können Wirkstoffe im Darm binden. Deshalb gilt immer:

  • Medikamente mit Abstand einnehmen(Herstellerangaben beachten; häufig mehrere Stunden Abstand je nach Präparat).
  • Wenn du schwanger biststillstchronische Darmerkrankungen hast oder regelmäßig Medikamente nimmst: vorher ärztlich/therapeutisch abklären.
  • Bei anhaltendem Durchfall, Blut im Stuhl, starken Schmerzen, Fieber, Austrocknungszeichen: medizinische Abklärung statt Selbstbehandlung.

Begleitung mit Ernährung und Trinken

Während der Behandlungs-Phase:

  • eher mildes Essen (leicht verdaulich)
  • genug trinken (Wasser/ ungesüßter Tee), damit dein Körper ausreichend Flüssigkeit halten kann
  • Zucker, Alkohol und „Trigger“-Lebensmittel gar nicht konsumieren

Wann du die Anwendung beendest

  • Sobald die akute Phase abklingt
  • oder nach einem kurzen, klar begrenzten- therapeutisch festgelegten- Zeitraum
  • KEINE „Dauer-Einnahme“, sondern als gezielte Unterstützung

Heilerde und Heilkreide sind in der Naturheilpraxis vor allem eine regulierende Unterstützung für die Verdauung und die Haut. Schamanisch gesehen wirken beide wie ein inneres „Aufräumen“: Du bittest dein System, das Überflüssige zu sammeln und dem Heilsamen Platz zu machen.

Eine Legende aus der Region:

Zwischen Wald und Wasser, dort wo die Kreidefelsen auf Rügen weiß im Morgenlicht stehen, sagt man: Nicht nur das Land hat Geschichten…und wenn die Welt zu viel von dir will, dann schickt dir diese Insel etwas Weißes, das ordnet und reguliert…

Die Legende von der weißen Helferin

Früher, als die Fischer noch vor der Sonne aufs Meer hinausfuhren und die Wege im Winter knirschten wie altes Holz, lebte eine Frau am Rand des Waldes, dort wo das Meer an die Küste spült. Ihr Name wurde nicht laut durch die Dörfer getragen- man nannte sie schlicht die Weise, die zuhört.

Eines Tages kam ein Streit in die Häuser; nicht mit Worten, sondern mit Unruhe. In manchen Nächten wachte die ganze Familie auf, als hätte man ein Feuer unter die Rippen gelegt. Der Magen wurde schwer, gierig nach Erleichterung, doch jedes „ dat wat schon“ half nicht.

Da ging die Frau zur See, dorthin, wo das Wasser die steile Küste küsst. Sie kniete nieder, legte beide Hände an die Erde und sprach:
„Wenn es innen zu Völle neigt, dann bring mir eine Hilfe, die nicht hart wirkt, sondern eine, die bindet und Ruhe schafft.“

Am nächsten Morgen fand sie am Ufer etwas, das aussah wie Mondlicht, zerfallen zu feinem Staub. Weiß wie Schnee und doch erdig, wie ein Stück Heimat. Sie brachte es heim, verrührte es mit warmem Wasser und gab der Familie kleine Portionen. Kein Wunder mit Trommeln und Pfeifen, sondern „nur“ eine spürbare Entlastung. Nach und nach wurde aus dem Brennen ein leichtes Ziehen und aus diesem wurde Ruhe.

Seitdem erzählen die Alten: Die Heilkreide sei ein Geschenk des Küstenbodens, um das Übervolle im Inneren zu binden und es dann wieder loszulassen, wenn es nicht mehr gebraucht wird oder einfach stört.

Wer auf Rügen die Kreide sieht, der darf gerne verstehen:

  • nicht alles muss immer hart „weggearbeitet“ werden
  • manchmal darf etwas „gebunden“ werden, damit sich Körper und auch Seele neu sortieren können
  • Hilfe kann einfach sein und genau darin liegt ihre Kraft.

Heilkreide bekommst Du auf Rügen fast überall zu kaufen; Heilerde gibt es in sehr guter Qualität in unseren Drogeriemärkten- halte Rücksprache, wenn Du Dir unsicher bist.

Ich wünsche Dir eine schöne Woche; sei achtsam bei der Wärme und bleib gesund- alles Liebe

Kira

Wickel… alles andere als altbacken

Hallo an DICH und herzlich WILLKOMMEN im Sommer! Bei uns hat das „Feuer-Element“ richtig Fahrt aufgenommen und somit habe ich mir gestern einen kühlenden Wickel gegönnt. Wickel sind traditionsreich in der Naturheilkunde… und sie sind häufig ein unterschätztes Werkzeug: Sie arbeiten nicht „nur“ mit Wärme oder Kälte, sondern nutzen das Zusammenspiel aus Hautreizen, Durchblutung, vegetativem Nervensystem und gezielter Pflanzensignatur; auch ergänzt durch ätherische Öle. In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Wickel in der Praxis eingesetzt werden (inklusive Sicherheitsregeln) und gehe bspw. auf den Leberwickel näher ein. Außerdem stelle ich Dir fünf ätherische Öle vor, die sich im Kontext der fünf Elemente für Wickel sehr gut eignen können.

Wickel in der Naturheilkunde- was sie im Körper „tun“

Wickel gelten als lokale wie auch als systemische Unterstützung: Die Körperregion wird sanft stimuliert, während gleichzeitig Wärme/Feuchtigkeit/Kühle/Frische und ein Duftreiz über die Haut wirken können.

Typische Effekte, die man in der Naturheilkunde kennt:

  • Beruhigung oder Aktivierung über das vegetative Nervensystem
  • Förderung der Durchblutung v. a. bei Wärme oder Wechselwickel
  • Unterstützung von Entspannung und auch Muskeltonus-Regulation
  • Gezielte Reiztherapie– gemäß den Prinzipien der Chinesischen Medizin wird die Region gewählt, die dem Muster entspricht

Sicherheit zuerst- so „wickelst“ du richtig

  • Nie heiß direkt auf die Haut: Wärme immer so dosieren, dass es angenehm bleibt.
  • Richtig verdünnen: Ätherische Öle werden nicht pur angewendet. Für Wickel zu Hause empfhele/nehme ich niedrige Konzentrationen(siehe „Öle und Verdünnung“ unten).
  • Hautcheck: Vor allem bei empfindlicher Haut, Allergieneigung oder Neigung zu Kontaktreaktionen erst testen.
  • Nicht über offene Stellen und nicht auf Schleimhäute.
  • Abbrechen bei Brennen/Quaddeln/Atembeschwerden.
  • Schwangerschaft, Epilepsie in der Vorgeschichte, Kinder, bestimmte Erkrankungen oder Dauertherapie: vorher ärztlich/heilpraktisch abklären.

Leberwickel…wann er gemäß CM sinnvoll ist:

Der Leberwickel wird traditionell eingesetzt, wenn du in der CM typischerweise Muster erkennst wie:

  • Spannung/Stau-Gefühl (z. B. „alles drückt“, innerer Druck)
  • Reizbarkeit, schnelle Stimmungsschwankungen
  • Spannung im Seitenbereich/unter dem Rippenbogen (je nach Konstitution)
  • „Kopf ist schneller als der Körper“: Leber-Qi-Stagnation kann sich über Unruhe zeigen

Ziel des Leberwickels: Leber-Qi sanft bewegen, Stagnation lösen, Spannung lösen, ohne die Mitte zusätzlich zu stressen.

Praxisanleitung (Grundform)

  1. Vorbereitung: Handtuch/Leinen in warmem (nicht heißem) Wasser tränken, gut auswringen.
  2. Auflegen: Über die Leberregion (rechte Seite unter den Rippen bzw. je nach Muster auch beidseitig flankierend) auflegen; dann eine mild- warme Wärmequelle darüber legen- bspw. eine Wärmflasche, ein Wärmekissen…
  3. Abdecken: mit einem trockenem Tuch; dann den Körper mit einem Laken abdecken
  4. Dauer: ca. 20 Minuten.
  5. Danach: Haut kurz abtupfen,
  6. Mein Tipp- arbeite mit dem Lebrwickel am Abend vor dem Schlafen, dann kannst Du direkt im Bett liegen bleiben 😉
  7. Du kannst den Leberwickel mit passenden ätherischen Ölen kombinieren.

Fünf ätherische Öle für Wickel im Kontext der fünf Elemente

Weihrauchöl

Im Elementesystem wird nicht „ein Öl = ein Organ“ gedacht, sondern: Du wählst Öl + Region + Muster. Für Wickel eignen sich besonders Öle, die

  • das Element-Thema unterstützen (Bewegung, Wärme, Feuchtigkeit, Klärung, Beruhigung),
  • sich gut verdünnen lassen,
  • und in der Praxis zuverlässig als Begleitduft „fungieren“

Öle, Zuordnung und Wickel“einsatz“

ElementThema (CM)Ätherisches Öl (Beispiel)Wofür/MusterHinweise!!!
HolzBewegung/Spannung lösen, „Stau entknoten“GrapefruitLeber-Qi-Stagnation (klassisch: Spannungsgefühl, gereizte Stimmung)Sehr dosiert: max. wenige Tropfen in Träger/Schale; immer verdünnt
FeuerWärme/Herz beruhigen, „Hitze sabft aber nachhaltig regulieren“Lavendel (Lavandula angustifolia)Unruhe/Anspannung, „zu viel Aktivierung“Gerade bei Wärmewickeln beliebt, sanft und mild
ErdeMitte stärken, Umwandlung unterstützen, „nicht zu leer/zu nass“Fenchel (Foeniculum vulgare, äth.)Verdauung stützend bei Mitte-Schwäche/Blähneigung als BegleitungNicht überdosieren; lieber sehr wenig und mit kurzer Zeit testen
MetallKlärung, Weite, Atem-/Schleim-Themen regulierenRavintsaraAtemwege; als Begleittherapie (nicht als alleinige Behandlung)Verdünnung sehr streng einhalten; bei empfindlichen Menschen unbedingt vorher testen
WasserTiefe Beruhigung, „Wurzel“ stärken, Stress aus dem System nehmenZitrone oder Weihrauch(hier als Option)Nervensystem beruhigen + Klarheit, wenn „Kopf zu schnell denkt“Bei Weihrauch oft gut zum „Erden“; Zitrone eher „klärend“

Holz: Grapefruit – für Leberwickel & „Stau lösen“

Grapefruit passt im Element Holz häufig, wenn du Leber-Qi-Stagnation als Muster vermutest: Druck, Spannung, Reizbarkeit, inneres „Feststecken“. Im Wickel kann der Duft wie ein sanfter „Reset“ für die Bewegung wirken.

So kannst du ihn einsetzen

  • Wickel nach Grundform vorbereiten
  • Öl nicht pur auf die Haut
  • Eine sehr niedrige Dosierung in einem geeigneten Träger/auf ein Tuch geben und dann in den Wickel integrieren

Feuer: Lavendel – für Wärme und ein Umfeld ohne Überdrehen

Lavendel wird in der Praxis gern für Entspannung genutzt, insbesondere wenn du merkst: „Es ist warm, aber ich werde nicht ruhig.“ Feuer-Thema kann zu viel Anspannung oder „innere Hitze“ bedeuten; Lavendel kann hier die Regulation unterstützen.

Praktisch

  • besonders geeignet abends oder nach Stressphasen
  • als Duft-Unterstützung bei Wärmewickeln, ohne die Mitte zu überfordern
  • Kombiniere mit Rose- dann wirkt es milder und nicht so präsent im Duft

Erde: Fenchel – Mitte unterstützen, wenn die körperliche und mentale „Verdauung“ aus dem Ruder läuft

Erde ist die Mitte: Wenn Milz/Magen aus dem Takt kommen, fühlt sich alles „schwer“, aufgebläht oder unruhig an – und auch Wickel sollen dann nicht nur „kühlen/aktivieren“, sondern die Umwandlung begleiten.

Wickel mit…

  • Fenchel als Begleiter, wenn Deine Verdauung im engen und weiten Sinn Unterstützung benötigt
  • eher mild dosieren, weil ätherische Öle in der Wärme schneller zu „präsent“ werden
  • Mein Tipp: gib etwas verdünntes Öl(5:1) in den Bauchnabel und lege nur ein mild-warmes Tuch darüber- 20 Minuten wirken lassen 🙂

Metall: Ravintsara – klärend/beruhigend für die oberen „Zonen“

Metall korrespondiert mit Struktur, Atmung und dem „Klaren“. In Wickelkonzepten wird Metall häufig eingesetzt, wenn das System „zu dicht“, „zu eng“ oder atembezogen unruhig ist.

Ravintsara

  • kann als Begleitduft für Wickel am Brust-/Rückenbereich genutzt werden (je nach Muster und Verträglichkeit)
  • wichtig: sehr niedrige Dosierung und Hauttest- hier tatsächlich 1:8 oder 10

Wasser: Weihrauch oder Zitrone – beruhigen, vertiefen, ordnen

Wasser steht für Tiefe, Ruhe, Regeneration. In Wickeltherapien wird das oft genutzt, wenn Stress „in der Tiefe festhängt“ und der Körper nicht in die Erholung kommt.

  • Weihrauch: eher „erdend/zentrierend“ und beruhigend auf Systemebene
  • Zitrone: eher „klar machend“, wenn der Kopf überdreht, aber du gleichzeitig Klrheit/Focus/Frische willst
  • Tipp von mir- gib immer etwas Minze- 1-2 Tropfen dazu; dann klärt es noch mehr

Wichtig: „Wasser“-Öle wählst du nach dem Gefühl, das du als Ziel definierst: Tiefe Ruhe vs. klares Runterkommen.

Wie du einen Wickel konzipierst:

Für Deine Wickel nutze diese Logik:

  • Schritt 1: Muster erkennen (Spannung? Hitze? Trockenheit? Schleim? Erschöpfung?)
  • Schritt 2: Element wählen(Holz/Feuer/Erde/Metall/Wasser)
  • Schritt 3: Region wählen (z. B. Leber- unter dem rechten Rippenbogen)
  • Schritt 4: Öl passend zum Element in niedriger Verdünnung- 1:4
  • Schritt 5: Nachreaktion beobachten(Wird es ruhiger? Wird die Mitte aktiv? Brennt die Haut?…)

Für Deine Praxis zu Hause…

Wenn du in der Naturheilkunde Wickel einsetzt, sind Konstanz und Dosierung entscheidend: lieber 1–2 Wochen regelmäßig mit guter Verträglichkeit als „zu intensiv und dann „Och ne- ist mir zu aufwendig“ 😉

Wie bei allem in der Naturheilkunde- Wirkungen bauen sich langsam auf und es lohnt sich, dran zu bleiben.

Hier noch einige bekannte Krankheitsbilder, bei denen Du Wickel gut einsetzen kannst:

  • Darmbeschwerden inkl. Reizdarm
  • Migräne
  • Lip- und Lymphödem
  • Schmerzen in den großen Gelenken
  • Lunge/ Bronchien- alle Krankeitsbilder
  • zur Entspannung
  • ….

Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal betonen, dass es hier nicht um Heilversprechen geht, sondern um eine Anleitung, um Dich zu Hause zu unterstützen- vorher bitte mit mir Rücksprache halten, wenn Du PatientIn bei mir bist.

Mein Wickel bei Hitze: Nimm ein Leinentuch, feuchte es unter Wasser an, welches etwas kühler als Deine Haut ist, gut auswringen und dann gib drei bis vier Tropfen Minz- und Orangenöl darauf- leg den Wickel auf/um das rechte Handgelenk und lass ihn etwa 5-10 Minuten wirken- wiederhole es links; dazu praktiziere die kühlende Sitali-Atmung aus dem Yoga- das Sankalpa dazu: Mein Körper reguliert- mich erreicht Frische und ein klarer Kopf. Danach trinke einen Tee aus Minze, Rosenblüten, Zitrone und Frauenmantel- der unterstützt Dein „Kühlsystem“ :

UND nun wünsche ich Dir eine zauberhafte Woche- genieße die Sonne, wann immer möglich… ich beginne meine zweite Urlaubswoche und freue mich auf die freie Zeit- alles Liebe…

Kira

Kräuter und Wasser- perfekt für Wickel

Ernährungstherapie in der Naturheilkunde

Guten Morgen an Dich und danke für’s Lesen hier… heute stelle ich Dir in einem kleinen Abriss die Ernährungstherapie in der Naturheilkunde vor.

Ohne Ernährungstherapie und langfristige Ernährungsumstellung ist keine Gesundung möglich- frei nach “ Gesundheit geht nicht über die Apotheke sondern durch und mit der Küche“ 🙂

Die Therapie mit Lebensmitteln hat eine tausende Jahre alte Tradition- egal ob unsere heimischen Lebensmittel mit Überlieferungen aus den Familien(jede familie hat DAS spezielle Suppenrezept 😉 ), die Ernährung gemäß der Klosterheilkunde; Ernährung im Ayurveda und der asiatischen Heilkunde- alles hat seine Daseinsberechtigung und individuellen Ansätze.

Ich gehe für DICH näher auf die klösterliche und asiatische Ernährungstherapie ein- denn damit arbeite ich täglich; Ernährungstherapie in diesem Kontext ist eine „Küchenstrategie“, die Symptome nicht „wegdiäten“ will, sondern das Muster im Körper beeinflusst: Verdauung (Mitte), Wärme/Kälte-Balance, Nässe/Schleim, Qi- und Blutfluss, ggf. auch Hitze/Entzündungsumfeld. Wenn diese Grundmechanik stabil ist, werden viele Beschwerden deutlich weniger oder „verschwinden“; auch dann, wenn die Diagnose komplett unterschiedlich ist.

Was Ernährungstherapie grundsätzlich anders macht…

  • Die Mitte stärken (Milz/Magen-Funktion): Wenn die Mitte schwach ist, entsteht leichter „Nässe/Schleim“ und alles wird schwerer: Antrieb, Verdauung, Immunsituation, Regeneration. Ernährungstherapie setzt daher bei warm, regelmäßig, gut verdaulich und nährend an.
  • Kälte/Hitze ausbalancieren: Viele chronische Muster reagieren auf „zu kalt“, „zu roh“, „zu lange unregelmäßig“ oder auf stark reizende Kost. Naturheilkundeliche Ernährungstherapie nutzt dafür besonders häufig warme und gegarte Mahlzeiten und natürlich gezielt eingesetzte Kräuter und Gewürze.
  • Nässe transformieren statt nur zu „entziehen“: Gemäß der CM aber auch bspw. bei Hildegard von Bingen ist Nässe nicht nur Flüssigkeit, sondern auch „Trübes/Schweres“ im System: Schwellung, Müdigkeit, Benommenheit, Brain Fog, zähe Verdauung, Schleimgefühl… Transformieren heißt: erwärmen, strukturieren, regelmäßig essen, weniger schwer/fettig/schleimfördernd; je nach Person und Muster.
  • Bewegung in den „Stau“ bringen (Qi- & Blutfluss): Wenn etwas „fest sitzt“ (Schmerzen, Verspannung, Zyklus-/Stoffwechselthemen, schlechte Durchblutungsempfinden), kombiniert Ernährungstherapie häufig eine „Küche“, die nicht noch mehr bremst, sondern sanft aktiviert: passende Gewürze, bessere Essensrhythmen, ausreichend Eiweiß und „bewegende“ Zutaten.
  • Entzündungsumfeld modulieren (ohne Superdiät): Je nach Muster (z. B. mit Hitzezeichen) wird die Küche leichter, weniger süß/stark verarbeitet, mehr sanft/mild gekocht, mit passenden Kräutern/ Gewürzen und einer sauberen „Süß“-Strategie.
Pastinaken-Möhrengemüse mit Pinienkernen

Die 5 entscheidenden Hebel im Alltag

HebelZielTypische TCM-Ausrichtung in der Praxis
Warm + gekochttransformieren & entlastenSuppen, Eintöpfe, gedünstetes Gemüse, Congee/Grütze
Regelmäßigkeitweniger Stau/Schwankungenfeste Essenszeiten, nicht „durchhungern“
Mitte/Verträglichkeitbessere Verdauungmilde, gut verdauliche Kombinationen; nicht zu schwer auf einmal
Sanfte „Wärmung“Kälte-Anteile ausgleichenIngwer/Fenchel/Kreuzkümmel (je nach Verträglichkeit), eher abends warm
Ein Muster statt Standardindividuell wirkenEssen richtet sich nach Symptommuster (z. B. schwer/schleimig vs. hitzig vs. kältegetriggert)

Wie du Ernährungstherapie konkret „richtig machst“ (nicht nur Lebensmittel wählen)…

  • Muster beobachten (1–2 Wochen): Nicht nur „was“ du isst zählt, sondern auch wannwie warmwie groß die Portionwie kombiniert und wie regelmäßig. Viele Veränderungen sieht man eher in Rhythmus und Verdauung als in einzelnen Superfoods.
  • Küchenstruktur“ vor Supplements: Für den Alltag ist die Basis meist: warm und gegart, gute Proteine, Gemüse in passender Garform, gesunde Fette moderat, Zucker/Industrieprodukte zurückfahren (besonders abends und in Schubphasen).
  • Kräuter gezielt statt wild mischen:Kräuter (auch Wildkräuter) sind „aktive“ Bausteine. In der Praxis kommen sie dosiert in die Suppe/den Tee, statt täglich große Mengen in roher/nicht definierter Form(Life-Style-Produkte…)
  • Verträglichkeit ist das Qualitätskriterium: Wenn etwas die Mitte belastet (Blähungen, Völlegefühl, „schwere Verdauung“), muss die „Küche“ angepasst werden; nicht durchhalten und aushalten… Veränderung- auch in KLEIN- bringt den Durchbruch!

Beispiele für „Küchenrichtungen“ nach typischen Dysbalancen…

  • Wenn es sich eher schwer/schleimig/feucht anfühlt: mehr warm und gekocht, weniger roh, weniger zu fettig/schwer, mehr klare, leichte Brühen & Gemüse-Struktur integrieren;
  • Wenn Kälte triggert (steife, kalte Gelenke, Durchfrieren): wärmende Zubereitung (Eintopf/Suppe), weniger Kaltes, Rohes, Eis/Kaltgetränke, maßvoll Gewürze;
  • Wenn es eher hitzig/aktiv entzündet wirkt: leichter, gut gegart, weniger süß und zu stark verarbeitet(zu heiße Zubereitung durch Backofen, Grill…), Zuckerlast und große Fettmengen reduzieren; passende Kräuter/ Gewürze eher mild halten einsetzen;
  • Wenn Stagnation/„Festhalten“ dominiert: „Küche“, die den Kreislauf/die Bewegung unterstützt: ausreichend Eiweiß, regelmäßig essen, Gewürze, die „bewegen“ und etwas mehr Bewegung im Alltag.

Ein einfacher Einstieg (ohne Overload)…

  • Jeden Tag eine warme Mahlzeit: Suppe, Eintopf, Congee oder ein warm gegartes Gemüsegericht.
  • Jede Mahlzeit mit Protein-Baustein: so unterstützt du Gewebe & Regeneration (auch bei vielen „chronischen“ Mustern ein Schlüssel).
  • Abends eher mild & warm: damit die Mitte nachts nicht überfordert ist und sich ein Hitze-Kessel bildet
  • 1–2 Gewürz-/Kräuter konstant integrieren: z. B. Ingwer/Fenchel oder Ingwer/Kreuzkümmel (verträglich dosiert), statt täglich alles zu wechseln

Allgemein ist Ernährungstherapie in der Naturheilkunde vor allem „Küchenarbeit an der Steuerzentrale“ 😉 : Verdauung, Wärmebalance, Nässe/Schleim-Umfeld und Energiefluss. Wenn du warm, regelmäßig und verträglich isst und die Mahlzeiten nach deinem Muster ausrichtest, verändert sich nicht nur die Symptomlast, sondern auch deine Energie, Schlafqualität und Regenerationsfähigkeit.

Ich selbst habe erblich bedingtes Rheuma und lebe sehr gut damit: ohne „moderne“ Medikamente, mit Kräutern, die zu meinem Rheuma-Typ passen, Bewegung, Ernährung… und so zeige ich Dir an meinem Beispiel, wie Ernährungstherapie die Gesundheit beeinflusst:

Rheuma aus Sicht von CM & Ernährungstherapie

In der CM werden „rheumatische“ Beschwerden nicht als eine einzelne Krankheit verstanden, sondern als Muster. Häufige Kombi-Mechanismen sind:

  • Wind-Kälte / Wind-Nässe: Beschwerden sind wechselhaft, ziehen/kribbeln, werden durch Kälte oder feuchte Witterung verstärkt.
  • Nässe- und Schleimbelastung: Schwellungen, „Schweregefühl“, steife Gelenke, träge Beweglichkeit.
  • Stagnation: Schmerzen, die „fest sitzen“ – Bewegung bringt oft Erleichterung, aber der Körper bleibt blockiert.
  • (Sekundär) Hitze: bei stärkerer Entzündungsneigung können Rötung/Überwärmung dazukommen.

Ernährungstherapie zielt daher in der Regel auf drei Dinge:
Wärme auf- bzw. abbauenNässe/Schleim reduzierenBewegung fördern und dabei den Körper konstitutionell unterstützen(damit Entzündung nicht ständig „nachgefüttert“ wird).

Ernährungstrategie anhand einer Suppe- was diese Suppe ernährungstherapeutisch bewirkt…

Diese Suppe ist als warmes, gekochtes Gericht angelegt (statt roh/„kalt“), weil warm und gegart aus Sicht der Naturheilkunde/CM hilft, Nässe zu transformieren und „Kälte-Faktoren“ abzupuffern.

  • Ackerhornkraut (Wildpflanze): wird in der CM als regulierendes Wildkraut eingesetzt, das Nässe/„Trübes“ nicht einfach nur „wegdrückt“, sondern das System wieder in Bewegung bringen kann.
  • Brennnessel: unterstützt aus Sicht der CM die Nässe-Ausleitung und kann das „Schwere“ aus dem System nehmen.
  • Löwenzahn: wird häufig genutzt, um die Funktion von Leber/Magen-Dynamik(Verdauung & Bewegung) zu fördern.
  • Gundermann: passt als Wildkräuter-Baustein gut in „leichter öffnende“ Ernährungssysteme.
  • Möhre/Pastinake/Lauch/Kartoffel: liefern „milde Basis“ für die Mitte und machen das Gericht verträglich und sättigend.
  • Ingwer + Knoblauch (frisch und sehr zurückhaltend dosiert): wirken wärmend und unterstützen „Gegenkälte“ und Bewegungsimpuls.
  • Kurkuma (optional): ergänzt die antientzündliche Küche, ohne die Suppe „zu schwer“ zu machen.

Rezept: Antientzündliche Rheuma-Suppe mit Ackerhornkraut:

Zutaten (ca. 4 Portionen)

  • 1 EL Olivenöl oder Ghee
  • 1 Zwiebel (klein gewürfelt)
  • 1–2 Stangen Lauch (in Ringe geschnitten)
  • 1 Stück Ingwer (ca. 1–2 cm), fein gerieben
  • 1 Knoblauchzehe (optional, fein gehackt)
  • 1 Möhre (gewürfelt)
  • 1 Pastinake (gewürfelt, optional)
  • 1 Kartoffel (würfeln, macht die Suppe „milder“)
  • 800–1000 ml Gemüsebrühe (oder Wasser + Algen/Salz nach Wahl)
  • 1–2 TL Kurkuma (optional)
  • 1/2 TL Kreuzkümmel oder Fenchel (hilft, Nässe leichter zu transformieren)
  • Salz & frisch gemahlener Pfeffer

Wildkräuter (frisch oder tiefgekühlt, Menge insgesamt ca. 250–350 g):

  • Ackerhornkraut (ca. 80–120 g)
  • Brennnessel (ca. 80–120 g, blanchiert)
  • Gundermann (ca. 30–60 g, fein gehackt)
  • Löwenzahn (ca. 30–60 g, kleingeschnitten; Blätter statt viel Blüten, je nach Geschmack)

Optional zum Abrunden:

  • 1–2 TL Zitronensaft am Ende (nicht mitkochen, wenn du sehr empfindlich reagierst)
  • 1–2 EL Apfelessig ganz am Schluss (nur wenn Du ihn gut verträgst)

Zubereitung

  1. Basis ansetzen: Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Lauch 5–7 Minuten anschwitzen. Ingwer (und optional Knoblauch) 30–60 Sekunden mit anrösten.
  2. Gemüse & Gewürze: Möhre, Pastinake (optional) und Kartoffel zugeben. Kurkuma und Kreuzkümmel/Fenchel dazugeben und kurz mitrösten.
  3. Kochen: Mit Gemüsebrühe auffüllen und alles 20–25 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  4. Wildkräuter „zum richtigen Zeitpunkt“:
    • Brennnessel kurz blanchieren oder bereits blanchiert verwenden.
    • Ackerhornkraut, Gundermann und Löwenzahn erst in den letzten 5–7 Minuten einrühren, damit Aroma und Vitalität erhalten bleiben.
Ackerhornkraut- wächst da, wo anderes nicht bestehen kann
  1. Abschmecken & optional verfeinern: Mit Salz/Pfeffer abschmecken. Optional am Ende ganz wenig Zitronensaft oder Essig zugeben (nur wenn verträglich).
  2. Optional cremiger: Wenn du es mehr „wärmend und Mitte regulierend“ möchtest, kannst du einen Teil der Suppe pürieren und den Rest stückig lassen.

Anwendung:

  • 2–4x/Woche als warmes Gericht für einen Zeitraum von 1–2 Wochen testen, dabei beobachten: Werden Steifigkeit/Schweregefühl besser? Wird die Verdauung optimaler?

Konkrete Hinweise (kurz & praxisnah und für Deine Sicherheit)…

  • Wildkräuter nur sammeln, wenn die Art sicher identifiziert werden kann oder aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.
  • Bei Medikamenten oder starken Entzündungs-/Schub-Symptomen dieses Muster ergänzend betrachten (Ernährung ersetzt keine ärztliche Behandlung).

Diese Suppe arbeitet nicht „gegen“ deinen Körper, sondern mit einer naturheilkundlichen Logik: warm, gekocht, kräuterreich, mit Wildpflanzen, die das System wieder in Bewegung bringen sollen.

UND nun? Schau genau hin- integriere die Ernährungshinweise, die Du bspw. von mir bekommst, langsam und ohne Stress in Deine Mahlzeiten- beginne mit der wichtigsten Mahlzeit- der ersten des Tages zwischen 6-11 Uhr 🙂

Nimm den „Druck“ und Deinen Perfektionismus aus der Umsetzung- erinnere Dich bspw. an die Ernährung von früher- oft reichen 3-5 Zutaten für eine nährende und „heilende“ Ernährung.

Du benötigst Hilfe- dann melde Dich für einen termin gerne über das Kontaktformular; diese Termine sind auch per Video-Call möglich.

Ich wünsche Dir eine gute Woche; bleib gesund… herzlichst

Kira

Wildkräuter- einwunderbarer Ersatz für zu starke Gewürze 🙂

Das große Fest des Übergangs…

…wird in dieser Woche besonders kraftvoll- zum 30.04.2026 steht das Fest BELTAINE/ Walpurgisnacht an und in der Nacht zum 1.Mai bzw. am 1.Mai kommt auch noch der Vollmond dazu.

Wie kraftvoll wird dieser Übergang in den Frühsommer- um Dich zu unterstützen, lade ich Dich ein, Dir diesen Beitrag bei einer Tasse Tee oder Kaffee, so ganz gemütlich, zu lesen:

Schau Dir den geist des Baumes an 🙂

Beltaine markiert den Übergang in die sehr kraftvolle, feurige Jahreshälfte: Feuer, Blüte, Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit und Lebenskraft treten in den Vordergrund. Im nordischen Schamanismus lässt sich dieses Fest als Schwellenritual verstehen — verwandt mit Walpurgisnacht, Maifeuer, Ahnenkontakt, Seiðr-Arbeit und der Verehrung von Erde, Wachstum und schöpferischer Kraft. Die Kräuter dieser Zeit tragen besonders viel junges Grün, ätherische Frische und aufsteigende, sich ausbreitende Pflanzenkraft in sich.

Beltaine im nordischen Schamanismus

Beltaine ist ursprünglich dem keltischen Jahreskreis zugeordnet und wurde/wirdrd traditionell um den 30. April bis 1. Mai/erstes Maiwochenende gefeier- der Mondlauf war hier der Zeitbringer. Im nordischen Kontext verbindet sich diese Schwellenzeit mit der Walpurgisnacht/ Nacht der heiligen Walburga, Maifeuern, Frühlingsopfern, Fruchtbarkeitsritualen und der Rückkehr der starken, vitalen Naturkräfte.

Während Samhain in die Tiefe, zu den Ahnen und in die Dunkelheit führt, öffnet Beltaine das Tor nach außen: in Blüte, Begegnung, Körperlichkeit, Wachstum und Lebenslust. Es ist ein Fest der lodernden Mitte — zwischen Erde und Himmel, zwischen Wurzel und Blüte, zwischen altem Winter-Atem und jungem Sommerlicht.

Im nordischen Schamanismus können zu Beltaine besondere, alte Kräfte/ kraftvolle Göttinnen und Götter angerufen werden:

Gottheit/WesenBedeutung zu Beltaine
FreyjaLiebe, Sinnlichkeit, weibliche Kraft, Seiðr, Magie, Schönheit, Selbstwert
FreyrFruchtbarkeit, Wachstum, Fülle, Sonnenkraft, Erdensegen
JördErde, nährender Boden, Verwurzelung, Schutz, Mutterkraft
SólLicht, Lebenskraft, Wärme, Erneuerung
Die Disenweibliche Ahnenkräfte, Schutz, intuitive Führung
Die LandvættirNaturgeister, Hüter von Land, Wald, Quellen und Feldern

Beltaine ist damit nicht nur ein Fest der äußeren Fruchtbarkeit, sondern auch der inneren: Welche Vision möchte wachsen? Welche Kraft darf zurückkehren? Welcher Wille/ Wunsch möchte wieder lebendig werden?

Die schamanische Bedeutung des Beltaine-Feuers

Das Feuer ist eines der zentralen Symbole dieser Zeit. Es reinigt, stärkt, schützt und entfacht. In alten Bräuchen wurden Feuer entzündet, um Vieh, Felder, Häuser und Menschen symbolisch zu segnen. Im schamanischen Erleben ist das Beltaine-Feuer ein Tor: Es verwandelt Schwere in Kraft, Müdigkeit in Bewegung und alte Bindungen- geprüft- in neue Lebendigkeit.

Ein einfaches Ritual kann so aussehen:

  • Entzünde am Abend eine Kerze oder ein kleines Feuer.
  • Lege frische Kräuter wie Gundermann, Birke, Giersch oder Schafgarbe bereit.
  • Sprich laut aus, was du in die helle Zeit tragen möchtest.
  • Übergib dem Feuer symbolisch einen alten Gedanken, eine Sorge oder eine Erschöpfung.
  • Berühre anschließend die Erde mit beiden Händen und bitte Jörd um Halt.
  • Lege ein Kraut als Dank an einen Baum, eine Quelle oder an den Rand deines Gartens.
  • Formuliere im Herzen oder in der Sprache: „Was in mir schlief, darf erwachen. Was in mir glimmt, darf lodern. Was in mir wurzelt, darf blühen.“

Kräuter zu Beltaine und ihre Wirkung

Knoblauch-Rauke

Die Kräuter um Beltaine sind geprägt von aufsteigender Pflanzenkraft. Viele sind gerade gekeimt und frisch-grün der Erde „entsprungen“, mineralstoffreich, aromatisch, oft bitter (Bezug zum Holzeelement in der CM). Sie unterstützen symbolisch und naturheilkundlich Reinigung, Leber, Stoffwechsel, Kreislauf, Verdauung, Lebenskraft und emotionale Öffnung.

KrautPflanzenkraft zu BeltaineVerwendung
GierschMineralstoffreiches Frühlingsgrün, Symbol für Erneuerung und FülleFür Suppen, Pesto, Oxymel, Kräutersalz
BrennnesselStarke Mars-Pflanze, aktiviert, reinigt, kräftigtFür Tee, Suppe, Spinat, Frühlingskur
GundermannSchutzkraut, Schwellenpflanze, traditionell für Haus- und HofmagieFür Kräuterbutter, Tee, Räucherung, Suppe
SchafgarbeFrauenkraut, Grenz- und Schutzpflanze, harmonisierendFür Tee, Räucherung, Bittertonic
BirkenblätterLicht, Neubeginn, Reinigung, junge FrühlingskraftFür Tee, Bad, Räucherung, Ritualkranz
LöwenzahnSonnenkraft, Leber-Galle-Unterstützung, Erdung und MutFür Salat, Tee, Sirup, Suppe
WaldmeisterDuft, Herzöffnung, Leichtigkeit, MaienmagieFür Maibowle, Sirup, Duftbündel
SpitzwegerichSchutz, Heilhaut, Atemwege, BodenständigkeitFür Tee, Sirup, Kräutersuppe
Sauerampfer/Wald-SauerkleeFrische, Waldkraft; Glück, feine Säure, LebendigkeitFür Limonade, Suppe, kleine Ritualgabe
FrauenmantelWeibliche Hülle, Schutz, Zyklus, Venus-KraftFür Tee, Ritualbad, Frauenkräutermischung
Holunderblätter und junge HolunderkraftSchwellenbaum, Ahnenkontakt, SchutzFür Rituale und Räucherwerk, Blüten später für Tee/Sirup

Besonders kraftvolle Beltaine-Kräuter

Löwenzahn, Brennnessel, Giersch

Giersch — die grüne Fülle

Giersch ist eines der stärksten Beltaine-Kräuter für den Alltag. Er wächst üppig, ausdauernd und fast unaufhaltsam. Schamanisch steht er für die Kraft, die sich nicht länger zurückhalten lässt. Naturheilkundlich wird er traditionell als mineralstoffreiches Wildgemüse geschätzt und gerne in Frühjahrskuren verwendet.

Brennnessel — das Feuer im Blut

Die Brennnessel trägt eine klare, durchsetzende Kraft. Sie brennt, weckt, bewegt und klärt. Zu Beltaine passt sie besonders, weil sie das innere Feuer anspricht: Kreislauf, Stoffwechsel, Mut und Handlungskraft. Als Tee oder Suppe ist sie ein klassisches Frühlingskraut.

Gundermann — der Hüter der Schwelle

Gundermann rankt am Boden entlang und verbindet Orte miteinander. Er gilt traditionell als Schutz- und Hauskraut. In der Beltaine-Zeit kann er für Rituale verwendet werden, die Übergänge begleiten: vom Rückzug zur Begegnung, von Müdigkeit zu Bewegung, von Schutz zu Öffnung.

Birke — die weiße Erneuerin

Die Birke ist im nordischen Raum ein Baum des Neubeginns. Ihr helles Wesen, ihre junge Blattkraft und ihre Verbindung zur Reinigung machen sie zu einer wunderbaren Beltaine-Pflanze. Birkenzweige können als Ritualschmuck, für einen kleinen Haussegen oder als Symbol für den Eintritt in die helle Zeit genutzt werden.

Waldmeister — der Duft des Mai

Waldmeister trägt die feine, fast elfenhafte Qualität des Maienwaldes. Sein Duft öffnet die Sinne und erinnert an Leichtigkeit, Tanz und Freude. Er sollte sparsam verwendet und vor der Verarbeitung kurz angewelkt werden, damit sich sein typisches Aroma entfaltet.

UND… natürlich darf der BÄRLAUCH nicht fehlen- alles in einem Kraut vereint mit der kraftvollsten Energie, um DIR „Bärenkräfte“ zu verleihen 😉

Schamanisches Beltaine-Ritual mit Kräutern

Birke mit jungem Grün 🙂

Dieses Ritual eignet sich für den Abend des 30. April oder den Morgen des 1. Mai.

Du brauchst:

ZutatBedeutung
Eine Kerze oder FeuerstelleLebenskraft, Reinigung, Schutz
Giersch oder BrennnesselWachstum und Aktivierung
GundermannSchutz und Schwellenkraft
BirkenzweigNeubeginn
Eine Schale WasserGefühl, Intuition, Fluss
Eine kleine Gabe wie Hafer, Honig oder BrotDank an Erde und Naturkräfte

Ablauf:

  • Setze dich an einen ruhigen Ort im Garten, am Waldrand oder an ein geöffnetes Fenster.
  • Entzünde die Kerze.
  • Lege die Kräuter vor dich.
  • Tauche die Fingerspitzen in das Wasser und berühre Stirn, Herz und Bauch.
  • Sprich: „Ich trete ein in die helle Zeit. Meine Wurzeln sind stark. Mein Feuer ist wach. Mein Herz darf blühen.“
  • Halte einen Birken- oder Haselzweig in den Händen und benenne eine Kraft, die du in den kommenden Wochen nähren möchtest.
  • Lege die Kräuter später in die Suppe, trockne sie für Tee oder gib einen kleinen Teil als Dank zurück an die Erde.

Beltaine-Suppe mit Wildkräutern

Diese Suppe ist wärmend, leicht, nährend und sie verkörpert die „grüne Kraft“- verbindet die Frische der jungen Wildkräuter mit der erdenden Kraft von Kartoffel, Lauch und Wurzelgemüse. Aus Sicht der CM stärkt sie sanft die Mitte, bewegt durch die grünen Kräuter das Qi und bringt frische Frühlingskraft in den Körper.

Rezept: Grüne Beltaine-Suppe mit Giersch, Brennnessel und Gundermann

Für 4 Portionen

ZutatMenge
Frischer Giersch2 Handvoll
Junge Brennnesselspitzen1 Handvoll
Gundermann1 kleine Handvoll
Junge Löwenzahnblätter4–6 Blätter
Kartoffeln3 mittelgroße
Lauch1 Stange
Möhre1 Stück
Zwiebel1 Stück
Knoblauch1 kleine Zehe
Gemüsebrühe900 ml
Hafer- oder Sahnealternative100 ml
Olivenöl oder Ghee1–2 EL
Zitronensaft1–2 TL
Muskat1 Prise
Fenchel- oder Kümmelsamen½ TL
Salz und Pfeffernach Geschmack
Optional: frischer Sauerampfer oder Sauerkleeeinige Blättchen als Topping
Optional: geröstete Haferflocken oder Kerne2 EL

Zubereitung:

  • Die Wildkräuter sorgfältig verlesen, kurz waschen und trocken schütteln.
  • Brennnesseln am besten mit Handschuhen sammeln und verarbeiten.
  • Kartoffeln, Möhre und Zwiebel schälen und würfeln.
  • Lauch waschen und in feine Ringe schneiden.
  • Öl oder Ghee in einem Topf erwärmen.
  • Zwiebel, Lauch, Möhre, Knoblauch und Fenchel- oder Kümmelsamen sanft anschwitzen.
  • Kartoffeln dazugeben und kurz mitdünsten.
  • Mit Gemüsebrühe aufgießen.
  • Die Suppe etwa 15–20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
  • Giersch, Brennnessel, Gundermann und Löwenzahn erst in den letzten 3–5 Minuten dazugeben.
  • Hafer- oder Sahnealternative einrühren.
  • Die Suppe fein pürieren.
  • Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft/Abrieb einer Zitrone abschmecken.
  • Mit Sauerampfer, Sauerklee, gerösteten Haferflocken oder Kernen- fein gehackt oder gerebelt- servieren.
Beltaine-Suppen

Schamanische Betrachtung zu dieser einfachen Köstlichkeit:

Diese Suppe ist mehr als eine Mahlzeit. Sie ist ein kleines, erdendes Beltaine-Ritual.

BestandteilSymbolische Bedeutung
KartoffelErdung, Sättigung, Schutz
LauchReinigung, Durchlässigkeit, Bewegung
GierschFülle, Wachstum, grüne Lebenskraft
BrennnesselFeuer, Mut, Aktivierung
GundermannSchwelle, Schutz, Verbindung
LöwenzahnSonnenkraft, Leber-Qi, Aufrichtung
Zitrone/SauerampferFrische, Klarheit, Erwachen
HaferMilde, Mitte, Nährung

Vor dem Essen kann ein kurzer Segen gesprochen werden: „Grünes Feuer, junge Erde,Licht im Blatt und Kraft im Herd- Was mich nährt, darf in mir blühen. Was mich ruft, darf nun erglühen.“

Hinweise und achtsame Anwendung

Wildkräuter sollten nur gesammelt werden, wenn Du sie sicher bestimmen kannst. Besonders bei jungen Blättern kann es zu Verwechslungen kommen. Sammle an unbelasteten Orten, fern von stark befahrenen Straßen, gedüngten Feldern und Hundewiesen.

Achtsames Sammeln
KrautHinweis
BrennnesselBei Neigung zu Wassereinlagerungen durch Herz- oder Nierenerkrankungen nur fachkundig einsetzen
WaldmeisterSparsam verwenden; nicht in großen Mengen oder dauerhaft
Sauerampfer/Wald-SauerkleeEnthält Oxalsäure; bei Nierensteinen oder Oxalatproblematik nur sehr zurückhaltend
SchafgarbeBei Korbblütler-Allergie meiden
BirkenblätterBei Birkenpollenallergie vorsichtig testen
Wildkräuter allgemeinIn Schwangerschaft, Stillzeit, bei schweren Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme individuell prüfen

Beltaine als inneres Jahreskreisfest

Beltaine ist eine Erinnerung und Fest des Moment’s- Lebendigkeit muss nicht erzwungen werden- sie steigt auf, wenn Natur und Boden bereit sind. Als nordische Schamanin höre ich in dieser Zeit auf die Erde, auf die Bäume, auf die Ahnen und auf das leise Knistern und Flüstern des eigenen inneren Feuers, aber auch den 4 Himmelsrichtungen und den Winden.

Kraftvoll besonders im Mai- die „Maiwipfel“ für Lunge und Geist

Die Kräuter Ende April/ Anfang Mai sind zarte und trotzdem kraftvolle grüne Boten dieser Rückkehr. Sie nähren, klären, bewegen und bringen die Erinnerung in den Körper zurück, dass dieser Teil des großen Kreislaufs ist. Eine einfache Beltaine-Suppe kann so zum Ritual werden: wärmend für im Deine Mitte, grün für Leber und Herz; aber auch erhellend für unseren Geist.

Hab eine wunderbare Zeit und genieße die aufstrebende Kraft- alles Liebe…

Kira

Beltainerituale 🙂

Hinweis: Einige Fotos wurden durch KI bearbeitet bzw. erstellt.

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil VIII

Was für eine Disablot-Zeit- der Übergang in’s Frühjahr und tatsächlich beginnt in einer Woche bereits der März… „Wenn im Märzen der Bauer die Rösslein…“ 🙂

Bei uns sind die Temeperaturunterschiede von tiefen minus 12 Grad bis mittlerweile plus 10 Grad innerhalb einer Woche so stark, dass wir für unser Immunsystem schon ein paar Hausmittel benötigen- vor allem dann, wenn Dein Körper mit Schmerzen auf diesen Wechsel reagiert.

Kannst Du es erkennen 🙂 ?

Der Baumgeist der Weide (Salix) ist der Baum der Mondkräfte, des Wassers und der inneren Wandlung; bringt uns bei diesen Herausforderungen weiter.

Als Heilpraktikerin und schamanisch Praktizierende begegne ich ihr achtsam als Hüterin zwischen Schmerz und Heilung, zwischen Loslassen und Neubeginn. Sie steht oft in der Nähe oder am Wasser, biegsam und doch tief verwurzelt – ein Sinnbild für Regeneration nach Belastung, für Trauerarbeit und für die Kühlung überschießender Hitze.

Der Baumgeist der Weide

Die Weide trägt eine weiblich‑lunare Qualität. Ihr Geist wirkt:

  • kühlend und schmerzlindernd
  • bewegend bei innerer Stagnation
  • reinigend auf emotionaler Ebene
  • lösend bei festgehaltenem Kummer
  • klärend bei innerer Hitze

Schamanisch steht sie für das Element Wasser, für das Fließen von Gefühlen und für die Fähigkeit, sich zu beugen ohne zu brechen. Ihre Rinde enthält Salicin – eine natürliche Vorstufe der Salicylsäure – wodurch sich ihre traditionelle Anwendung bei Schmerz und Fieber erklärt.

Passende Runen zur Weide

Die energetische Signatur der Weide korrespondiert besonders mit folgenden Runen:

RuneNameBedeutungBezug zur Weide
LaguzWasser, Intuition, FlussElement Wasser, emotionale Reinigung
BerkanaWeiblichkeit, NeubeginnRegeneration, Heilung nach Krankheit
IsaEis, KonzentrationKühlung von Fieber und Entzündung
KenazTransformierendes FeuerWandlung von Hitze in Bewusstsein

Ritualempfehlung: Laguz und Berkana gemeinsam zeichnen bei Themen wie fiebrige Infekte nach emotionaler Belastung.

Erkennst Du die Baumgeister dieser alten Weide? Alte Weide in Bornmühle -Nähe Tollensesee

UND da habe ich nachfolgend zwei Rezepte aus meinen persönlichen Aufzeichnungen, die ich sehr gerne mit Dir teile… 🙂

Kopfweide am Wanderweg zwischen Häschendorf und Mönchhagen

Kräutermischung mit Weide gegen zwei Fieberarten

In der naturheilkundlichen Betrachtung unterscheiden wir energetisch zwischen:

  • Heißem, entzündlichem Fieber mit Rötung, Durst, Unruhe
  • Wechsel- oder „Kältefieber“ mit Frösteln, Gliederschmerz, Kopf- und Nackenspannung

Die Mischungen sind jeweils als Tee gedacht.

1. Mischung bei „heißem“ Fieber (entzündlich, trocken)

Ziel: Hitze klären, Entzündung senken, Flüssigkeiten bewahren

Rezeptur (Teemischung)

  • 30 g Weidenrinde
  • 25 g Mädesüß
  • 20 g Holunderblüten
  • 15 g Lindenblüten
  • 10 g Pfefferminze

Zubereitung

  • 1 EL Mischung mit 250 ml heißem Wasser übergießen
  • 10–15 Minuten ziehen lassen
  • 3–4 Tassen täglich

Wirkprinzip

  • Weide und Mädesüß: salicylathaltig, antipyretisch
  • Holunder und Linde: schweißtreibend
  • Pfefferminze: kühlend, klärend

2. Mischung bei „Kältefieber“ (Frösteln, Gliederschmerz)

Ziel: Oberfläche öffnen, Wärme mobilisieren, Schmerz lindern

Rezeptur (Teemischung)

  • 25 g Weidenrinde
  • 25 g Ingwerwurzel
  • 20 g Holunderblüten
  • 15 g Schafgarbe
  • 15 g Thymian

Zubereitung

  • 1 EL Mischung 5 Minuten sanft köcheln
  • Danach 10 Minuten ziehen lassen
  • 2–3 Tassen täglich heiß trinken

Wirkprinzip

  • Weide: schmerzlindernd
  • Ingwer: wärmend, zirkulationsfördernd
  • Holunder: schweißtreibend
  • Schafgarbe: regulierend
  • Thymian: antimikrobiell
Dekokt mit Weidenrinde bei rheumatischen Beschwerden

Wirkungsweise gemäß Klassischer Chinesischer Medizin (CM)

In der chinesischen Medizin entspricht die Weide energetisch dem Geschmack bitter und kühl. Sie wirkt vor allem auf:

  • Leber-Meridian
  • Herz-Meridian
  • teilweise Blasen-Meridian

Bei heißem Fieber- Pathogen: Wind-Hitze

Wirkung:

  • Klärt Hitze
  • Kühlt das Blut
  • Senkt aufsteigendes Leber-Yang
  • Lindert Schmerz durch Entspannung stagnierender Qi-Hitze

Energetisch: Ableitung von überschüssigem Yang.

Bei Kältefieber- Pathogen: Wind-Kälte mit nachfolgender Stagnation

Hier dient Weide nicht primär zur Kühlung, sondern zur Schmerzlinderung bei blockiertem Qi, während wärmende Kräuter das Yang mobilisieren.

Energetisch:

  • Bewegt blockiertes Qi
  • Löst Meridianspannung
  • Unterstützt die Öffnung der Oberfläche

Spirituell‑energetische Essenz

Diese Weide ist für mich eine große Inspiration 🙂

Die Weide wirkt auf drei Ebenen:

  • Körper: Schmerz und Fieber regulierend
  • Seele: Trauer lösend
  • Geist: Flexibilität und Anpassung stärkend

Sie erinnert daran, dass Heilung nicht im Widerstand entsteht, sondern im bewussten Mitfließen.

Die Weide ist damit ein Brückenbaum – zwischen Hitze und Kühle, zwischen Schmerz und Erkenntnis, zwischen Festhalten und Loslassen. In der Verbindung von Pflanzenheilkunde, Runenarbeit und energetischem Verständnis entsteht ein ganzheitlicher Zugang, der Körper und Seele gleichermaßen einbezieht.

Die Weide nimmt die Hitze des Körpers auf wie das Ufer das Hochwasser – und gibt dem System Ruhe zurück.“

In diesem Sinn wünsche ich Dir einen wunderbaren, gesunden und kraftvollen Übergang in den März.

Alles Liebe- Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume VII

Herzlich Willkommen zum Tag so kurz vor Neumond und dem Übergang in das Yang-Feuer-Pferd-Jahr am 17.2.2026. Zu solch einer energetisch kraftvollen Zeit liegt es nahe, sich mit einem unserer stärksten heimischen Bäume zu beschäftigen- der Eiche:

Die Eiche ist nicht zart oder still- sie ist mächtig, kraftvoll und sehr präsent. Sie ist eine kraftvolle Hüterin- eine, die bleibt, wenn Stürme kommen. In der schamanischen Wahrnehmung trägt sie die Frequenz von Standhaftigkeit, Schutz und besonders geerdeter Energie. Mehr noch- wer sich mit der Eiche verbindet, tritt in ein Feld von Kraft, Klarheit, innerer Autorität und uralter Weisheit.

Eiche-Symbol von Kraft und Energie(Foto mit KI bearbeitet)

Die spirituelle Signatur der Eiche

Die Eiche steht für:

  • Erdung und Verwurzelung
  • Schutz und Abgrenzung
  • Integrität und innere Stärke
  • Verbindung zwischen Himmel und Erde
  • Ahnenkraft

Ihr mächtiger Stamm symbolisiert Stabilität, ihre tiefen Wurzeln reichen in das Unsichtbare, ihre Krone öffnet sich dem Licht. In vielen europäischen Traditionen galt sie als heiliger Baum – ein Ort der Orakel, der Schwüre und der Kraftübertragung.

Eiche im Winter am Tollensesee- Foto mit KI bearbeitet

Energetisch wirkt sie auf das Wurzelchakra und stärkt die Fähigkeit, im eigenen Feld zu bleiben.

Die Eiche und die Runen

In der nordischen Symbolik wird die Eiche besonders mit folgenden Runen verbunden:

RuneBedeutungVerbindung zur Eiche
UruzUrkraft, LebensenergieVerkörpert rohe, natürliche Stärke und körperliche Vitalität
ThurisazSchutz, Abwehr, GrenzsetzungEntspricht der schützenden, wehrhaften Qualität der Eiche
AlgizSchutz, höhere FührungWie die Krone der Eiche: Verbindung zwischen Erde und Himmel
EihwazWeltenachse, TransformationSymbolisiert den Baum als Brücke zwischen den Ebenen

Für eine schamanische Praxis kannst du eine dieser Runen auf ein kleines Stück Eichenholz ritzen und es als Schutzamulett tragen.

Die Runen sind nicht nur abstrakte Symbole – sie sind lebendige Kraftzeichen. Wenn du mit der Eiche arbeitest, kannst du bestimmte Runenzeichen bewusst einsetzen, um ihre Qualität zu verstärken. Hier findest du die passenden Zeichen in ihrer klassischen Form (Älteres Futhark).

Uruz ᚢ- Urkraft – unbearbeitete Lebensenergie

ᚢ Diese Rune steht für ursprüngliche Stärke, körperliche Vitalität und natürliche Autorität.
In Verbindung mit der Eiche verkörpert sie den kraftvollen Stamm – standfest, unbeirrbar, lebendig.

Thurisaz ᚦ- Schutz – Abwehr – klare Grenze

ᚦ Thurisaz ist die Rune der wehrhaften Kraft. Sie schützt dein energetisches Feld und hilft dir, klare Grenzen zu setzen.
Wie die raue Rinde der Eiche wirkt sie abschirmend und stabilisierend.

Algiz ᛉ- Schutz – Anbindung an höhere Führung

ᛉ Algiz erinnert in ihrer Form an ein Geweih oder einen Baum mit ausgebreiteter Krone.
Sie verbindet dich mit dem Schutz aus der geistigen Welt – wie die Eiche, die Himmel und Erde verbindet.

Eihwaz ᛇ- Weltenachse – Transformation – innere Stabilität

ᛇ Eihwaz symbolisiert den Weltenbaum, die Achse zwischen den Ebenen.
Sie steht für tiefe spirituelle Kraft, Übergänge und innere Unerschütterlichkeit.

Anwendungsmöglichkeiten für deine Praxis

  • Zeichne eine Rune auf ein Stück Eichenholz
  • Male sie mit Naturfarbe oder ritze sie achtsam ein
  • Lege sie während der Meditation auf dein Wurzelchakra
  • Nutze sie im Räucherritual als Kraftanker

Runen wirken durch Bewusstsein, Wiederholung und Intention- die Eiche gibt ihnen Substanz.

Die Eiche in der westlichen Heilkunde

In der europäischen Pflanzenheilkunde wird vor allem die Eichenrinde verwendet. Sie enthält viele Gerbstoffe, die stark zusammenziehend wirken.

Traditionelle Anwendungen:

  • Unterstützung bei Hautirritationen
  • Stärkende Sitzbäder
  • Gurgellösungen für Mund und Rachen
  • Kräftigung bei feuchter, entzündlicher Symptomatik
Es gibt mehrere Eichenarten- hier eine Stileiche

Energetisch entspricht die zusammenziehende Wirkung dem Prinzip der Sammlung: Energie wird gebündelt, Zerstreuung gestoppt.

Die Eiche wirkt strukturierend – körperlich wie seelisch.

Die Eiche in der Chinesischen Medizin

In der Chinesischen Medizin lässt sich die Eiche dem Element Holz zuordnen. Dieses Element steht für:

  • Wachstum
  • Entschlossenheit
  • Vision
  • Leber- und Gallenblasenenergie

Wenn das Holz‑Element geschwächt ist, zeigen sich:

  • Reizbarkeit
  • Frustration
  • Energetische Stagnation

Die Eichenkraft wirkt hier wie ein aufrechter Stamm: Sie fördert Standhaftigkeit ohne Härte und unterstützt eine klare Ausrichtung. Symbolisch stärkt sie das aufrechte Qi – die Fähigkeit, den eigenen Weg entschlossen zu gehen.

Räucherpraxis mit Eiche

Das Räuchern mit Eiche – meist mit kleinen Rindenstücken oder getrocknetem Holz – ist eine kraftvolle Schutz‑ und Erdungszeremonie.

Wirkung des Eichenrauchs:

  • Raumklärung
  • Stärkung des persönlichen Feldes
  • Unterstützung bei Übergangsritualen
  • Verbindung zu Ahnen

Schamanisches Räucherritual

Du brauchst:

  • Getrocknete Eichenrinde oder kleine Holzstücke
  • Räucherkohle oder Stövchen
  • Eine feuerfeste Schale
  • Optional: Beifuß oder Wacholder zur Ergänzung

Ablauf:

  • Entzünde die Kohle und lege etwas Eichenrinde darauf.
  • Stelle dich bewusst aufrecht hin.
  • Führe den Rauch von den Füßen über deinen Körper bis zur Krone.
  • Visualisiere starke Wurzeln, die tief in die Erde wachsen.
  • Sprich innerlich: „Ich stehe in meiner Kraft.“

Der Rauch der Eiche ist herb, klar und direkt- genau darin liegt seine Medizin.

Die Botschaft der Eiche

Die Eiche lehrt nicht Flexibilität um jeden Preis. Sie lehrt Verwurzelung. Sie zeigt, dass wahre Stärke aus Tiefe entsteht – nicht aus schreiender Präsenz.

Wenn du dich verloren fühlst, lehne dich an eine Eiche. Wenn du Klarheit brauchst, setze dich unter ihre Krone. Wenn du Schutz suchst, arbeite mit ihrem Holz.

Die Eiche lehrt- Stärke ist nicht immer nur Kampf- Stärke besticht durch Standhaftigkeit, zu gegebener Zeit Flexibilität und Wurzeln in die Tiefe.

Da der Winter die Zeit der Rinden ist, nutze doch ein wenig Eichenrinde, um morgen in das Jahr des Yang-Feuer-Pferdes zu starten.

Eiche- der „Baum“ im Yoga

Alles Liebe und eine kraftvolle Woche wünscht Dir

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil VI

Oh- wie ich diese Disting-Tied liebe- so ein bisschen noch heimilig bei Kerzenlicht und doch schon die leise Ahnung vom Frühjahr UND das neue Jahr des Yang-Feuer-Pferdes sendet schon ein bisschen seine Energie.

Was liegt da näher, sich auch in dieser Woche wieder mit den Baumgeistern, die jetzt noch schlafen, aber bald Ihre sprudelnde Kraft zeigen, zu beschäftigen- diesmal betrachten wir den GEIST des AHORN:

Der Ahorn trägt eine sanfte, ordnende Kraft in sich. Als Baumgeist steht er für Ausgleich, innere Klarheit und das harmonische Fließen von Lebensenergie. In schamanischer wie auch in der Chinesischen Medizin wirkt Ahorn subtil, sehr tief und ordnend– besonders im Frühling, wenn Knospen und aufsteigende Kräfte den Neubeginn verkörpern.

Der Baumgeist des Ahorns

Der Ahorngeist wird als vermittelnd und ausgleichend wahrgenommen. Er hilft dabei, innere Gegensätze zu versöhnen und Entscheidungen aus dem Herzen heraus zu treffen. In schamanischer Arbeit unterstützt Ahorn bei geistiger Überforderung, innerer Zerrissenheit und in- so wie jetzt-Übergangsphasen:

  • Verbindung zu Herz und Geist
  • Förderung von Klarheit, Milde- besonders zu sich selbst- und innerer Ordnung
  • Begleiter bei Neubeginn, Richtungswechsel und seelischer Reinigung

Heilwirkung aus naturheilkundlicher Sicht/CM:

In der CM werden junge Ahornteile den Holz‑Element‑Qualitäten zugeordnet und wirken besonders auf Leber und Gallenblase.

  • Geschmack: mild, leicht süß
  • Thermik: kühlend bis neutral
  • Wirkung: Qi bewegend, leicht entgiftend, harmonisierend

Ahornknospen unterstützen das freie Fließen des Leber‑Qi, lindern innere Hitze aus Stagnation und wirken sanft klärend auf Emotionen wie Ärger oder innere Unruhe. Energetisch helfen sie, alte Spannungen loszulassen und neue Lebenskraft aufzunehmen. Im frühen Frühjahr sind die kleinen Knospen besonders wertvoll, nicht nur für ein Mazerat sond auch als Frischkost- nebenbei egsagt mit ganz viel Eiweiß. UND so habe ich dieses Rezept für Dich…

Salat aus frischen Ahornknospen

Frühlingsrezept mit Leber‑Qi‑harmonisierender Wirkung

Wirkung gemäß CM:

  • bewegt Leber‑Qi
  • klärt aufgestaute Hitze
  • stärkt die Frühlingsenergie des Holz‑Elements

Zutaten

  • 1 Handvoll frische, junge Ahornknospen
  • 1 kleine Handvoll Feldsalat oder junge Löwenzahnblätter
  • 1-2 frische Pellkartoffeln- ohne Schale, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 TL kaltgepresstes Sesam‑ oder Hanföl
  • 1 TL Apfelessig oder milder Reisessig
  • 1 Prise Salz
  • optional: einige Blüten (Gänseblümchen, Löwenzahn…)
Ahornknospen geben Energie und enthalten viel Eiweiß

Zubereitung

  • Ahornknospen frisch sammeln, nur von unbelasteten Bäumen, und kurz mit kaltem Wasser abspülen.
  • Knospen vorsichtig öffnen oder ganz belassen und mit dem Grün mischen; gepellte Kartoffeln in Scheiben dazu geben…
  • Öl, Essig und Salz verrühren und behutsam unterheben.
  • mit den gezupften Blüten garnieren und bewusst, langsam genießen.

Iss diesen Salat idealerweise im Frühling oder bei Neumond. Vor dem Essen einen Moment innehalten und innerlich um Klarheit, Leichtigkeit und Erneuerung bitten. Der Ahorngeist wirkt besonders, wenn du ihm Aufmerksamkeit schenkst.

Zum Abschluss…der Ahorn ist ein stiller Heiler: Er bringt Ordnung ins Innere, löst Stagnation und unterstützt dich dabei, mit klarem Herzen und ruhigem Geist in neue Zyklen zu gehen.

Mein Tipp: Bevor Du die Knospen oder auch andere Baumteile nimmst, lege eine Hand an den Stamm, danke ich Gedanken und nimm nur wenig- hier ist weniger MEHR 🙂

Alles Liebe und eine gute Woche wünscht Dir

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil IV

Herzlich Willkommen zu meinem Beitrag an diesem Montag… schon wieder der letzte Montag des Januar… und immer stetig geht die Zeit- mal ruhig, mal stark, mal sehr inspirierend und mal sehr verhalten.

UND mit diesem Gedanken rückt die BIRKE in mein Blickfeld. Wir haben bei uns in Bornmühle in Richtung Tollensesee- übrigens eine wunderbare, eiszeitliche Region mit vielen Sagen- eine starke, hochgewachsene Birke auf einer Anhöhe stehen- direkt im Blickfeld unseres Häuschens und diese strahlt so eine Schönheit aus- Schönheit die so ganz selbstverständlich aus der Natur kommt.

Die Birke tritt eher mit Leichtigkeit und Ruhe in den Kreis, doch ihre Kraft ist klar und unmissverständlich. Im norddeutschen schamanischen Verständnis ist sie eine Hüterin, eine Begleiterin von Neubeginn, Reinigung und innerer Aufrichtung. Als Schamanin begegne ich dem Geist der Birke wie einer weisen Alten: sanft, wach und doch so liebevoll-kompromisslos und ehrlich.

Die Birke im norddeutschen Schamanismus

Die Birke ist einer der ersten Bäume, die nach Sturm, Brand oder Winter zurückkehren. In den alten Landschaften Norddeutschlands galt sie als Baum des Anfangs, als Wesen, das zwischen den unterschiedlichen Welten steht. Sie wächst an Übergängen: Waldrändern, Mooren, Lichtungen- immer genau dort, wo Wandel und Entwicklung geschieht.

In meiner schamanischen Arbeit rufe ich den Geist der Birke, wenn:

  • ein neuer (Lebens)-Abschnitt beginnt
  • alte energetische Anhaftungen gelöst werden sollen
  • Klarheit, Leichtigkeit und Schutz gebraucht werden

Ihr Geist wirkt nicht (auf-)drängend. Er klärt, indem er Vieles vereinfacht, die Dramatik nimmt.

Runenenergie der Birke

Die Birke ist eng verbunden mit der Rune Berkano.

Berkano – ᛒ :

  • Geburt, Erneuerung, nährende Weiblichkeit
  • im Element Erde mit aufsteigendem Wasser- Frühling/Frühsommer je nach Region
  • mit Kraft für Schutz, Heilung, Neubeginn

Berkano steht für den Schoß der Mutter Erde, für Regeneration nach Erschöpfung und für sanftes, nachhaltiges Wachstum. In der- so auch meiner- schamanischen Praxis wird diese Rune genutzt, um Prozesse nicht zu beschleunigen, sondern ganz natürlich- im eigenen Zeit-Rhythmus- reifen zu lassen.

Anwendung der Rune:

  • als Zeichen mit Kreide oder Kohle auf Birkenrinde malen
  • in der Meditation visualisieren, weiß-zart grün leuchtend
  • vor einem Neubeginn in den Boden ritzen und diesen wieder schließen

Die Rune wirkt, wenn sie mit Respekt gerufen wird, nicht mit Hast oder dem Willen der absoluten Kontrolle.

Teezubereitung aus Birken-Chaga- Pulver

Heilwirkung des Baumgeistes Birke

Die Birke heilt über Ausleitung und Glanz/Licht/Helligkeit und Leuchten. Sie zieht ab, was stagniert, und bringt Bewegung ins Feine/Tiefe.

Körperlich

  • Unterstützt Ausleitung über Haut und Nieren
  • Wirkt reinigend bei Frühjahrsmüdigkeit
  • Klärend bei schweren, trägen Zuständen

Energetisch

  • Löst fremde Energien aus dem Feld
  • Stärkt die Aura nach Umbruchphasen
  • Reinigt nach Konflikten oder Trauer

Seelisch

  • Fördert Mut für neue Wege
  • Unterstützt sanfte Abgrenzung
  • Bringt innere Aufrichtung nach Krisen

Im schamanischen Verständnis heilt nicht der Stoff allein, sondern die Begegnung mit dem Geist des Baumes.

Die rituelle Begegnung mit dem Birkengeist

Für eine bewusste Verbindung empfehle ich Dir:

  • Lege deine Hand an den Stamm
  • Atme ruhig – als Frau sieben; als Mann acht- Atemzüge
  • Sprich innerlich deinen Wunsch nach Klärung/Reinigung/Leichtigkeit
  • Lausche der Birke, Ihren Zweigen oder auch Blättern ohne Erwartung– vielleicht legst Du auch Dein linkes Ohr(Herzseite) an den Stamm und spürst/ hörst die Antwort im Rauschen 🙂

Die Birke antwortet oft eher über Körperempfindung, nicht immer über Bilder- manchmal flüstert sie mit dem Wind und manchmal rauscht es richtig.

Rezept: Schamanischer Birken‑Saunaaufguss

Dieser Aufguss dient der energetischen Reinigung und dem Gehen lassen nicht mehr Sinnvollem; aber auch der Aktivierung der frühen Jahresenergie

Zutaten

  • 1 Handvoll frische oder getrocknete Birkenblätter
  • 1 Liter heißes Wasser
  • 3 Tropfen ätherisches Birkenöl oder alternativ Fichte/Zitrone/Weißfichte/Kiefer
  • ein kleines Stück Birkenrinde oder zermahlenes Birkenholz und eine Prise zermahlener Bernstein

Zubereitung

  • Birkenblätter mit heißem Wasser übergießen
  • 10–15 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und ätherisches Öl, zermahlenes Holz/Rinde/Bernstein hinzufügen

Rituelle Aktivierung

  • Zeichne mit dem Finger die Rune Berkano ᛒ über das Gefäß
  • Sprich leise:
    „Was nicht mehr zu mir gehört, darf gehen- ich öffne mich dem Frischen, Neuen“

Anwendung

  • Kelleweise auf die heißen Steine geben
  • Während des Aufgusses bewusst ausatmen
  • danach halte Ruhe und trinke (Birken)-Wasser

Dieser Aufguss wirkt nicht anregend, sondern klärend und ordnend, erfrischt und weckt Deinen Geist.

Wenn Du keine Möglichkeit für das Saunieren hast, dann nimm ein Sitz- oder Kopf-Dampfbad mit dieser Mischung.

Die Birke als Lehrerin

Der Baumgeist der Birke erinnert uns daran, dass Reinheit, Frische, Neues nichts mit Härte/Unnachgiebigkeit zu tun hat. Sie zeigt, wie man loslässt, ohne zu kämpfen, und neu beginnt, ohne sich selbst zu verlieren. Interessant ist auch, dass sich bspw. der Heilpilz CHAGA – siehe Artikel hier: https://spiritandbalance.de/?s=dunkler+unbekannter – oft an einer Birke ansiedelt; neben dem Birkenporling natürlich 🙂

Kurtee bei Harnwegsinfekt- Hitze- Birke, Brennnessel, Goldrute

Im Kontext mit der Chinesischen Medizin wird die Birke (Betula) aufgrund ihrer kühlenden Eigenschaft und des bitter- aromatischen Geschmacks primär genutzt, um Feuchtigkeit (Nässe) auszuleiten und die Nieren- sowie Leberfunktion zu stärken. Sie wird der Wandlungsphase Holz zugeordnet und gilt als Mittel zur Entgiftung, Förderung des Harnflusses sowie zur Linderung von entzündlichen Haut- und Gelenkbeschwerden. 

Wirkungen der Birke gemäß CM:

  • Ausleitung von Feuchtigkeit: Birke ist bekannt dafür, Nässe-Hitze aus der Blase auszuleiten, was bspw. bei Harnwegsinfektionen hilfreich ist.
  • Stärkung von Leber und Niere: Die energetische Zuordnung betrifft Leber, Niere, Blase und Herz, wobei Qi-Stagnationen aufzulösen eine primäre Aufgabe ist.
  • Thermische Wirkung: Das Temperaturverhalten wird als frisch bis kühl eingestuft.
  • Indikationen: Typisch sind Anwendungen bei Hitze-Bi-Syndrom, Ödemen und entzündlichen Hautproblemen- alles eher durch Hitze verursacht.

Verwendete Teile und Anwendung:

  • Blätter- hauptsächlich als Tee zur Durchspülungstherapie- Einzeldroge oder in Kombination mit: Löwenzahn, Brennnessel, Goldrute, Stiefmütterchen…
  • Saft/Wasser der Birke- wird als Tonikum genutzt- nach Hitze-Erkrankungen oder nach starker körperlicher Belastung mit Hitze.
  • Rinde- enthält Betulin und wird in der Kräuterheilkunde, teils auch bei Hautleiden, verwendet; bspw. in Salben oder für Kompressen.

In der Phytotherapie der CM ist die Birke ein wertvolles Mittel zur Aktivierung der Autophagie (DETOX) und zur Unterstützung des Körpers, um Hitze-Nässe und Toxine über den Urin/ den Stuhl auszuleiten.

Birke bei uns in Bornmühle

Wenn Du mit der Birke gehst, lernst Du:
Leichtigkeit ist eine Entscheidung-Neubeginn beginnt im Inneren.

So spricht die Birke zu Dir- ruhig, weiß(se) und mit einer ruhigen Präsenz und liebevollen Kompromisslosigkeit.

Wenn Du möchtest komm mit mir auf eine schamanische „Baumwanderung“ rund um die Bornmühle- vereinbare dazu per Mail über das Kontaktformular einen Termin- alleine oder auch mit anderen Personen, als Geschenk an Dich selbst oder für Mutter, Vater, Familie, Freunde- unsere Baumgeister und ich- wir freuen uns auf Dich!

ODER- lass die beseelten bäume einfach in DEIN Leben- so wie DU es möchtest und empfindest- alles Liebe an Dich!

Kira

Ufer Tollensesee(KI-bearbeitet)

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil III

Willkommen in der neuen Woche- so mitten im Januar. Gestern war bei uns das beste Winterwetter- Sonne, klare Luft und Frost… und trotzdem spürte ich eine leichte Wärme, als ich an unserem „Haus“-Haselbusch war. Unter der flachen Hand- aufgelegt auf dem Stamm- war es zu spüren- so ein leises Ahnen vom nahenden Frühjahr und da war auf einmal dieses Sprudeln da; meine Gedanken zum Haselstrauch und die Erinnerung, was mir zum Geist des Hasel vermittelt wurde.

Der Haselstrauch ist auch einer der heimischen, stillen Hüter alter Weisheiten. In der schamanischen Tradition Norddeutschlands gilt sein Baumgeist als Wächter der Schwelle zwischen den verschiedenen Welten – klärend, schützend und heilend. Seine Kraft wirkt sehr subtil, aber tief- besonders dort, wo innere Ordnung, Ausrichtung und Schutz gebraucht werden.

Der Baumgeist des Hasel – schamanische Bedeutung

Die Hasel steht für Erkenntnis, Intuition und energetische Klarheit. Dieser Geist hilft, Wahrheit zu erkennen, mentale Unruhe zu sammeln und die eigenen Grenzen zu stärken. Seit alten Zeiten wird Haselholz für Wünschelruten genutzt – als Zeichen ihrer Fähigkeit, Verborgenes sichtbar zu machen.

Heilwirkung und Räucherpraxis

Geräuchert wirkt Hasel ordnend und schützend; klärend für den Raum, stärkend auf das Energiefeld und öffnend für den Geist zur innere Führung. Verwendet werden getrocknete Zweige, Rinde oder Kätzchen, pur oder in Kombination mit Beifuß oder Wacholder- ideal vor der Meditation, einer schamanischer Reise, der Herstellung Deiner inneren Ordnung oder in Übergangsphasen.

Rufe und danke dem Geist des Hasel:

„Baumgeist des Hasel, danke, dass Du mich erhörst; Du Hüterin aller Schwellen webe einen Kreis des Schutzes um mich; steh mir bei mit Algiz und wahre meinen Raum; heile mit Berkano- erneuere und stärke mich; mit Laguz lass Heilung durch Körper, Herz und Seele fließen und mit Hilfe von Ansuz öffne mein inneres Hören und lass meine innere Weisheit klärend sein- ich rufe Dich in Achtung und empfange mit Dank Deine Kraft- so sei es für immer“

Die Runenzeichen der Hasel

  • ᛉ Algiz – Schutz
  • ᛒ Berkano – Heilung & Erneuerung
  • ᛚ Laguz – Fluss & Intuition
  • ᚨ Ansuz – Weisheit & Erkenntnis

Im norddeutschen Raum, in der ursprünglichen Kultur wird Hasel als Baum der Weisheit, der Wahrnehmung und der inneren Führung verstanden. Dieser Baum-Geist ist wach, subtil und durchdringend. Er hilft, Wahrheit von Täuschung zu unterscheiden und verborgene Zusammenhänge zu erkennen.

Die Hasel steht energetisch für:

  • Grenzen und Übergänge zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt
  • Schutz vor fremden Energien
  • Klärung des Geistes und Stärkung der Intuition
  • Ausrichtung auf den eigenen Seelenweg

Heilwirkung auf seelischer und energetischer Ebene

Wie oben beschrieben wirkt der Baumgeist Hasel ordnend und sammelnd. Er unterstützt Menschen, die zerstreut sind, innerlich schwanken oder sich energetisch ausgelaugt fühlen- erkennbar bspw. an der Allergie gegen Hasel.

Naturheilkundlich- mentale und schamanisch zugeschriebene Wirkungen:

  • Zentrierung bei mentaler Überforderung
  • Stärkung der eigenen energetischen Grenzen
  • Lösung von Verwirrung und innerem Nebel
  • Förderung von Klarheit bei Entscheidungen

Die Hasel hilft, den eigenen inneren Kompass neu auszurichten und die Stimme der Seele wieder hörbar zu machen.

nicht nur drei Haselnüsse für Aschenbrödel- Heilkraft im Mentalen und Körperlichen

Die zarten Haselkätzchen – pflanzliche Medizin unserer europäischen Heilkunde und die Sicht der Chinesischen Medizin darauf

In der europäischen Naturheilkunde werden Haselkätzchen seit Jahrhunderten als mildes Heilmittel eingesetzt, besonders im Übergang vom Winter zum Frühling. Sie stehen symbolisch für Bewegung, Erwachen und Entlastung.

Aus Sicht der CM lassen sich Haselkätzchen energetisch dem Holz-Element zuordnen, das eng mit Leber und Gallenblase verbunden ist. Diese Organe stehen für Fluss, Entscheidungskraft und emotionale Flexibilität.

Wirkung aus europäisch-naturheilkundlicher Sicht

Haselkätzchen wirken vor allem über ihre feinen Pflanzenstoffe wie Gerbstoffe und Flavonoide. Traditionell werden sie eingesetzt zur Unterstützung von:

  • Ausleitung und sanfter Entgiftung
  • Linderung von Heuschnupfen und allergischen Reaktionen
  • Stärkung von Schleimhäuten der Atemwege
  • Regulation des vegetativen Nervensystems
  • Unterstützung bei Frühjahrsmüdigkeit
Unterstützung der Kraft des Hasel mit Akupunktur- hier besonders an Lieque- Lunge 7, der die Funktionalität der Lunge unterstützt, aber auch Abgrenzung, Kraft und inneren Wandel

Energetische Wirkung gemäß der CM

Übertragen auf die CM-Prinzipien fördern Haselkätzchen:

  • Bewegung von Leber-Qi
  • Lösung von innerer Stagnation
  • Abbau von Wind und Feuchtigkeit
  • Harmonisierung bei Reizbarkeit, Kopfdruck und Spannungsgefühlen

Besonders geeignet sind sie bei Menschen, die im Frühling unter innerer Unruhe, allergischen Symptomen oder emotionaler Spannung leiden.

Teerezeptur mit Haselkätzchen

Zutaten

  • 1–2 Teelöffel getrocknete Haselkätzchen
  • 250 ml heißes, nicht kochendes Wasser

Zubereitung

  • Haselkätzchen mit heißem Wasser übergießen
  • Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und schluckweise trinken

Anwendung

  • 1 Tasse täglich über 2–3 Wochen
  • Ideal am Vormittag, um den energetischen Fluß des Tages zu unterstützen

Hinweis zur Anwendung

Haselkätzchen wirken mild, sollten jedoch nicht dauerhaft ohne Pause eingenommen werden. Bei bestehender Pollenallergie empfiehlt sich eine vorsichtige erste Anwendung in kleiner Menge nach Rücksprache mit der Kompetenzperson.

Zum Abschluss einige zusammenfassende Worte:

Haselkätzchen verbinden europäische Pflanzenheilkunde mit den Prinzipien der CM auf besondere Weise. Als Tee unterstützen sie Reinigung, Fluss und innere Balance und eignen sich ideal als sanfter Begleiter durch die Frühlingszeit. Sie erinnern daran, dass Heilung oft sehr klein, leise beginnt – mit Bewegung, Klarheit und frischer Energie.

Die Hasel wirkt ohne laute Bühne, aber wahrhaftig und in der Tiefe. Wer ihm/ihr lauscht, findet Klarheit, Schutz und den Weg zurück zur eigenen Mitte. Der Haselstrauch ist kein Baum der großen Gesten, sondern der einfachen und stillen Erkenntnis. In der schamanischen und naturheilkundlichen Arbeit in unseren Regionen begleitet er jene, die bereit sind, nach innen zu lauschen, Wahrheit tatsächlich und ehrlich zu erkennen und ihren Weg mit klarem Geist zu gehen. Seine Medizin wirkt subtil aber tief – und genau darin liegt die Kraft.

Hab eine gute Woche- suche und spüre den Schutz des Hasel in Deiner Umgebung- alles Liebe

Kira

Anrufunf der Baumgeister

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil II

Guten Morgen- Wie fühlst Du Dich zum Beginn dieser zweiten Woche im neuen Jahr? Bist Du schon angekommen? Brauchst Du noch Zeit? Egal wie- nimm Dir Zeit, denn es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um ANKOMMEN… und dabei hilft Dir vielleicht dies zu lesen 🙂 – es geht um die Esche:

Die Esche gilt seit Jahrtausenden als Schwellenbaum zwischen den Welten und als Trägerin einer besonders klaren, aufrichtenden Kraft. In der Naturheilkunde, der Klassischen Chinesischen Medizin(CM) und im schamanischen Weltbild verkörpert ihr Baumgeist Heilung, Verbindung und innere Ordnung. Dieser Beitrag beleuchtet die Esche ganzheitlich – als Heilpflanze, energetisches Wesen und spirituelle Lehrerin.

Die Esche im mythologischen und schamanischen Verständnis

In vielen alten Kulturen wurde die Esche als Weltenbaum verehrt. Ihr Geist steht für die Verbindung von Unterwelt, Mittelwelt und Himmel. In schamanischer Wahrnehmung wirkt die Esche als Vermittlerin zwischen Bewusstseinsebenen und unterstützt Reisen in feinstoffliche Räume.

Der Baumgeist der Esche zeigt sich ruhig, klar und aufrecht. Er lehrt Standhaftigkeit ohne Starrheit und Beweglichkeit ohne Verlust der eigenen Mitte. Schamanisch arbeitende Menschen nutzen die Esche, um Orientierung zu finden, alte Gelübde zu lösen und die eigene Lebensachse neu auszurichten.

Botanische und energetische Signatur der Esche

Die Esche wächst hoch, mit einer lichten Krone und tief reichenden Wurzeln. Diese äußere Form spiegelt ihre energetische Signatur wider: Weite nach oben, Tiefe nach unten, Durchlässigkeit im Zentrum.

Energetisch lässt sich die Esche folgenden Qualitäten zuordnen:

  • Element: Luft mit starkem Erdbezug
  • Energiebewegung: aufsteigend und klärend
  • Grundqualität: Ordnung, Durchlässigkeit, Wahrhaftigkeit
  • Seelenwirkung: Stärkung der inneren Achse und der Entscheidungsfähigkeit

Die Esche in der europäischen Naturheilkunde

Erkennst Du den Geist der Esche?

In der traditionellen europäischen Pflanzenheilkunde werden Blätter, Rinde und Samen der Esche verwendet. Sie gilt als kühlend, entgiftend und bewegend.

Typische Anwendungen sind:

  • Unterstützung bei rheumatischen Beschwerden
  • Förderung der Ausleitung über Nieren und Schutz für die Gelenke
  • Begleitung bei Gicht und Stoffwechselträgheit
  • Klärung bei „innerer Hitze“ und Entzündungsneigung

Auf energetischer Ebene wirkt die Esche ordnend auf Prozesse, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, besonders wenn Stagnation und Überladung zusammenkommen.

Die Esche in der Chinesischen Medizin

Obwohl die Esche kein klassisches chinesisches Arzneimittel ist, lässt sich ihre Wirkung gut in die Denkweise der CM übersetzen. Ihre Energie wirkt auf den Leber- und Nierenfunktionskreis.

Zuordnungen im Verständnis der CM:

  • Leber: Förderung des freien Qi-Flusses, Lösung von Stagnation
  • Niere: Stärkung der aufrichtenden Lebensachse und der Essenz
  • Wind-Hitze: ausleitend und klärend

Der Baumgeist der Esche unterstützt Prozesse, bei denen alte Spannungen gelöst werden sollen, ohne die innere Stabilität zu verlieren.

Ich setze die Esche immer dann als Einzelmittel im Verständnis der CM gleichzeitig zur Akupunktur- davor oder danach- ein:

Punkt Leber 3- aus Handbuch Akupunktur von Deadman, Al-Khafaji und Baker- bei autoagressiven Prozessen wie Hitze-Bi(Rheuma mit Hitze)

Der Baumgeist der Esche als spirituelle Lehrerin

Im schamanischen Kontakt zeigt sich der Geist der Esche als klare, manchmal strenge, aber wohlwollende Meisterin. Sie fordert Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst und duldet keine Selbsttäuschung. Gleichzeitig schenkt sie Schutz und Führung, wenn Entscheidungen anstehen.

Der Eschengeist arbeitet besonders mit bzw. für Menschen, die:

  • zwischen mehreren Lebenswegen stehen
  • Verantwortung tragen oder übernehmen sollen
  • ihre innere Wahrheit klarer ausdrücken möchten
  • sich nach spiritueller Erdung sehnen

Rituale und bewusste Verbindung mit der Esche

Die Verbindung mit dem Baumgeist der Esche gelingt am besten in stiller Präsenz. Rituale dürfen schlicht sein, denn die Esche reagiert auf Klarheit, nicht auf äußeren Aufwand.

Geeignete Formen der Annäherung:

  • Anlehnen an den Stamm mit aufrechter Wirbelsäule
  • Meditative Atmung entlang der eigenen Körperachse
  • Stilles und klares Formulieren und „Sprechen“ einer inneren Frage
  • Dankgabe in Form von Wasser oder Atem

Die Esche antwortet oft nicht sofort in Bildern, sondern in einer neu gewonnenen inneren Ordnung, mit einem Rauschen; mit einem leisen Ächzen 🙂

Die Esche als Begleiterin in Zeiten des Wandels

Wenn alte Strukturen zerfallen und neue noch nicht sichtbar sind, wirkt der Baumgeist der Esche stabilisierend. Er begleitet Übergänge, ohne sie zu beschleunigen, und stärkt die Fähigkeit, Unsicherheit zu tragen.

In Wandlungsphasen schenkt die Esche:

  • innere Aufrichtung
  • Klarheit im Denken
  • Ruhe im Nervensystem
  • Vertrauen in den eigenen Weg

Die Esche verbindet Himmel und Erde im Menschen und erinnert daran, dass wahre Stärke aus Durchlässigkeit entsteht. Als Heilbaum, Lehrerin und geistige Verbündete lädt sie dazu ein, den eigenen Platz im großen Gefüge des Lebens bewusst einzunehmen.

Eingelegte Eschenrinde für einen Sud

Ein Eschensud gehört zu den klassischen, kraftvollen Zubereitungen der europäischen Naturheilkunde. Er wirkt vor allem klärend, ausleitend und ordnend auf körperlicher wie energetischer Ebene und wird traditionell bei Stagnation, innerer Hitze und Übergangsprozessen eingesetzt.

Eschensud – Klärender Heil- und Ritualsud

Der Sud kann sowohl körperlich angewendet als auch rituell genutzt werden. Verwendet werden bevorzugt Eschblätter oder junge Rinde, idealerweise aus achtsamer Wildsammlung.

Zutaten

  • 1 Esslöffel getrocknete Eschenblätter
    oder
  • 1 Teelöffel fein geschnittene Eschenrinde
  • 500 ml kaltes Wasser

Zubereitung

  • Die Pflanzenteile mit dem kalten Wasser ansetzen.
  • Langsam zum Kochen bringen.
  • Blätter: 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Rinde: 15–20 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  • Abseihen und warm oder handwarm verwenden.

Wirkung auf körperlicher Ebene

Der Eschensud wirkt:

  • ausleitend über Nieren, Gelenke und Haut
  • entzündungshemmend bei innerer Hitze
  • bewegend bei Stoffwechsel- und Qi-Stagnation
  • unterstützend bei rheumatischen Beschwerden und Gichtneigung

Er fördert das „In-Fluss-Kommen“ dort, wo Prozesse festgefahren sind.

Wirkung auf energetischer und schamanischer Ebene

Energetisch stärkt der Eschensud die innere Achse und klärt das Energiefeld. Er wird genutzt zur:

  • Lösung alter energetischer Spannungen
  • Erdung bei gleichzeitiger geistiger Klarheit
  • Unterstützung in Übergangs- und Entscheidungsphasen
  • Reinigung nach intensiver innerer Arbeit

Der Geist der Esche wirkt dabei ordnend und aufrichtend.

Anwendungsmöglichkeiten und Dosierung

  • Innerliche Anwendung: als Trinkkur; möglich ist auch eine Urtinktur- in Wasser gelöst
  • Äußerliche Anwendung: als Umschlag oder Waschung
  • Rituelle Anwendung: zum Reinigen von Händen, Füßen oder Gegenständen

Für rituelle Zwecke kann der Sud vor der Anwendung kurz bewusst angerufen oder mit einem klaren inneren Anliegen verbunden werden.

  • Innerlich:
    • 1 Tasse (150–200 ml)
    • 1–2 Mal täglich
    • Kurweise über 7–14 Tage
  • Äußerlich:
    • Umschläge 1 Mal täglich
    • Waschungen nach Bedarf
  • Rituell:
    • Kleine Menge genügt, achtsam und bewusst angewendet

Der Sud eignet sich besonders für Zeiten des inneren Aufräumens und der Neuordnung.

Hinweise aus naturheilkundlicher Sicht !!

  • Nicht anwenden bei bekannter Salicylat-Unverträglichkeit
  • Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit einsetzen
  • Pausen zwischen den Kuren einhalten

Der Eschensud verbindet pflanzliche Heilkraft mit spiritueller Klarheit. Er wirkt nicht polterig, aber tief und unterstützt Menschen dabei, körperliche und energetische Lasten loszulassen und sich neu auszurichten. In seiner Wirkung spiegelt sich der Baumgeist der Esche selbst: aufrecht, klärend und verbindend zwischen den Ebenen.

Räuchermischung „Atem der Esche“

Diese Räuchermischung ist dem norddeutschen schamanischen Verständnis verpflichtet, in dem die Esche als Schwellenbaum, Ahnenvermittlerin und Hüterin der inneren Achse wirkt. Die Mischung dient der Klärung, Aufrichtung und Verbindung mit dem Baumgeist der Esche und eignet sich besonders für Übergangszeiten, Rituale der Neuordnung und Ahnenarbeit.

Sie wirkt klar, herb und erdend mit einer lichten, luftigen Spitze- ist aber bewusst schlicht gehalten, da im norddeutschen Schamanismus die Kraft aus der Wesentlichkeit und nicht mit strebender Aufmerksamkeit entsteht.

Bestandteile und Mischungsverhältnis:

  • Eschenholz oder Eschenrinde – Basis und Träger des Baumgeistes
  • Beifuß – Schwellenkraut, öffnet die Wahrnehmung
  • Wacholderbeeren oder -holz – Schutz, Klärung, Nordkraft
  • Birkenrinde – Neubeginn, Reinigung, Übergang
  • Fichtennadeln oder -harz – Erdung und Stabilisierung
  • 3 Teile Esche
  • 2 Teile Beifuß
  • 2 Teile Wacholder
  • 1 Teil Birke
  • 1 Teil Fichte

Alle Bestandteile grob mörsern, nicht pulverisieren. Die Mischung soll atmen können.

Energetische Wirkung

Diese Räucherung wirkt:

  • klärend auf Räume und Energiefelder
  • aufrichtend auf die innere Haltung
  • schützend bei Übergängen und Entscheidungen
  • verbindend zwischen Ahnenlinie, Gegenwart und innerer Führung

Der Rauch trägt die Signatur der Esche: ruhig, ordnend, zeigend und echt.

Anwendung im norddeutschen schamanischen Kontext

  • Räuchern auf glühender Holzkohle oder im Eisengefäß
  • Langsam, ohne Eile, mit offenem Fenster oder Tür
  • Rauch bewusst mit der Hand oder einer Feder lenken

Typische Anwendungen:

  • Vor schamanischer Arbeit oder Visionssuche
  • Bei Haus- oder Hofreinigung
  • Zum Abschluss eines Lebensabschnitts
  • Zur Klärung nach emotionaler oder geistiger Überlastung

Rituelle Ausrichtung

Vor dem Räuchern kurz innehalten und innerlich ausrichten. Ein klarer, einfacher Satz genügt, zum Beispiel: „Geist der Esche, ich danke Dir für Dein SEIN- richte, was aus der Ordnung gefallen ist und gib mir Klarheit“

Der Rauch wird nicht „gemacht“, sondern entsteht frei und begleitet- Pausen sind Teil des Rituals.

Dosierung

  • Räume: 1 kleiner Teelöffel der Mischung
  • Personenräucherung: ½ Teelöffel
  • Gegenstände oder Plätze: wenige Krümel genügen

Weniger ist wirksamer- so, wie unsere norddeutsche Natur- manchmal karg, aber trotzdem so reich.

Diese Räuchermischung trägt die Handschrift des Nordens: klar, rau und still. Sie wirkt nicht über Intensität, sondern über Präsenz. In Verbindung mit dem Baumgeist der Esche unterstützt sie dabei, die eigene Mitte wiederzufinden und den nächsten Schritt auf festem innerem Grund zu setzen.

Nutze die Esche für Dich… die Urtinktur Fraxinus excelsior, wenn Du keine Möglichkeit des Findens dieses kraftvollen Baumes hast- ich wünsche Dir gute Erfahrungen und Gesundheit- alles Liebe

Kira

Ein Weltenbaum- die Esche

Wichtig: Dieser Artikel ist keine Aufforderung, alleine Krankheiten zu behandeln und beinhaltet kein Heilversprechen. Suche eine Kompetenzperson Deines Vertrauens auf, wenn Du die Esche als Medizin nutzen möchtest!

Einige Fotos sind mit Hilfe von KI optimiert/ erstellt.

Yoga für die Wintersonnenwende

Guten Morgen zur vierten Adventswoche. Auch wenn der Winter bei uns erst so richtig „Fahrt“ aufnimmt, ist es gut, sich mit den Möglichkeiten der Gesundheitspflege gerade für solche Übergangszeiten, aber auch DOJO-Zeiten, zu beschäftigen.

Am 21.12.2025- dem vierten Advent- ist der Tag der Wintersonnenwende- das Sonnenkind wird wiedergeboren und da habe ich eine wunderbare Yoga-Praxis für Dich:

Diese 60‑minütige Detox‑Yogaeinheit ist darauf ausgerichtet, den Körper beim Übergang sanft zu aktivieren, das Hormonsystem zu harmonisieren und den Stoffwechsel anzuregen. Der Fokus liegt auf Leber‑ und Nierenenergie, Drehhaltungen, sanften Rückbeugen und bewusster Atmung, um stagnierte Winterenergie in fließende Kraft zu verwandeln- „DETOX“ in diesem Kontext bedeutet, die Autophagie der Zellen und insbesondere der Leber zu aktivieren 🙂


Detox-Yoga für Hormonbalance

Thema: Erneuerung, Reinigung & hormonelle Balance
Level: Mittelstufe (mit sanften Varianten für alle Level)
Hilfsmittel: Yogamatte, Block, Gurt, Decke


1. Ankommen & Atembewusstsein (10 Minuten)

Ziel: Nervensystem beruhigen, innere Reinigung einleiten

  • Sitz in Sukhasana (einfacher Schneidersitz) – Hände auf den Unterbauch legen, 5 Minuten lang tief in den Bauch atmen.
    Fokus: Verbindung zur Atmung und Wahrnehmung des hormonellen Zentrums (Solarplexus, Sakralchakra).
  • Kapalabhati (Feueratem) – 3 Runden à 30 Atemstöße, mit Pausen dazwischen.
    Wirkung: Aktiviert Stoffwechsel, reinigt die Atemwege, stimuliert Schilddrüse und Nebennieren.

2. Aufwärmen & Energiefluss (10 Minuten)

Ziel: Muskulatur aktivieren, Kreislauf anregen

  • Katzen-Kuh-Bewegung (Marjaryasana–Bitilasana) – 1–2 Minuten fließend im Atemrhythmus.
  • Dynamische Kindhaltung zu herabschauendem Hund – mehrere Male wechseln, um den Rücken zu mobilisieren.
  • Sonnengruß A (Surya Namaskar A) – 3 Runden in ruhigem, bewussten Tempo- oder „Windmühle im Ausfallschritt- rechts und links“ 50x; alternativ „Kleiner Sonnengruß“ 5 Runden in einem aktivierenden Tempo 🙂
    Fokus: Reinigung über Schweiß und Atem, Aktivierung der Drüsen.

3. Detox & Hormonbalance – Hauptsequenz (25 Minuten)

Ziel: Leber, Nieren und Schilddrüse stimulieren, hormonelle Balance fördern

  1. Drehhaltungen für Leber & Verdauung:
    • Parivrtta Utkatasana (gedrehter Stuhl) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Parivrtta Trikonasana (gedrehtes Dreieck) – 5 Atemzüge pro Seite
  1. Herzöffner & Schilddrüsenaktivierung:
    • Bhujangasana (Kobra) – 3 Runden
    • Setu Bandhasana (Schulterbrücke) – 5–8 Atemzüge
    • Matsyasana (Fisch) – 5 Atemzüge
      Wirkung: Aktiviert Schilddrüse, Thymusdrüse und Herzchakra.
  2. Beckenbalance & Nebennierenstärkung:
    • Baddha Konasana (Schmetterling) – sanftes Vorbeugen
    • Malasana (Yogahocke) – 5 Atemzüge
    • Ustrasana (Kamel) – öffnet Herz und stimuliert Nebennieren
  3. Twist & Ausleitung:
    • Ardha Matsyendrasana (halber Drehsitz) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Apanasana (Knie-zur-Brust-Pose) – zur inneren Reinigung

4. Entspannung & Integration (10 Minuten)

Ziel: Hormonelle Balance stabilisieren, Entgiftungsimpulse integrieren

  • Viparita Karani (Beine an der Wand) – 5 Minuten
    Wirkung: Entlastet Nebennieren, beruhigt das Nervensystem.
  • Savasana (Endentspannung) – 5 Minuten
    Fokus: Visualisiere, wie Frühlingsenergie durch deinen Körper fließt und jede Zelle erneuert.

5. Abschluss & Meditation (5 Minuten)

Meditation auf Erneuerung:
Sitze aufrecht, lege eine Hand auf Herz, eine auf den Unterbauch.
Atme bewusst in beide Zentren – spüre, wie Licht und Wärme in dir wachsen.
Wiederhole innerlich:

„Ich lasse Altes los und öffne mich für neue Lebenskraft.“


Wirkung der Praxis

  • Physisch: Anregung von Leber, Nieren und Verdauung; Aktivierung der Schilddrüse, Aktivierung der Autophagie
  • Energetisch: Reinigung stagnierter Winterenergie, Öffnung für das freie Fließen der neuen Energie,
  • Hormonal: Harmonisierung von Stress‑, Schilddrüsen‑ und Sexualhormonen durch bewusste Atmung, Drehungen und Rückbeugen

Diese Detox-Yogastunde unterstützt dich, Körper und Geist zu klären, hormonelle Balance zu fördern und mit Leichtigkeit in die neue (Jahres)-Zeit zu starten.

Räuchermischung „Nordlicht“ für die Wintersonnenwende und diese Woche:

Zur Wintersonnenwende, wenn die Dunkelheit ihren tiefsten Punkt erreicht und das neue Licht geboren wird, trägt eine nordische Räuchermischung die Kraft von Erneuerung, Schutz und innerem Feuer. Diese Mischung verbindet Harze, Kräuter und Wurzeln aus dem Norden, um den Übergang zwischen den Welten zu ehren und das Licht in der Seele zu entzünden.

Thema: Wiedergeburt des Lichts, Schutz, Erdung und Klarheit
Element: Feuer und Erde
Räucherart: Auf Kohle oder im Räuchergefäß mit Sand

Zutaten und Bedeutung

ZutatMengeBedeutung
Fichtenharz (Burgunderharz)2 TeileReinigend, klärt schwere Energien, öffnet den Weg zum Licht
Wacholderbeeren1 TeilSchutz, Abwehr dunkler Kräfte, stärkt Mut und Lebensgeist
Birkenrinde1 TeilSymbol für Neubeginn, Lichtbringerin des Nordens
Beifuß (Artemisia vulgaris)1 TeilÜbergangskraut, öffnet das Tor zu den Ahnen und zur inneren Schau
Mistelkraut½ TeilHeiliges Sonnenkraut, spendet Balance zwischen Licht und Schatten
Engelwurz (Angelica archangelica)½ TeilErdet und stärkt die Lebensenergie, ruft Schutzgeister
Rosmarin½ TeilKlärt den Geist, stärkt das innere Feuer
Tannennadeln (getrocknet)1 TeilDuft des Winters, reinigt und belebt den Raum

Zubereitung

  1. Zerstoße Harze und Kräuter sanft im Mörser, bis sie grob vermischt sind.
  2. Mische sie im Uhrzeigersinn, während du den Atem ruhig führst.
  3. Sprich dabei innerlich:„Aus Dunkel wird Licht, aus Nacht wird Tag.
    Ich ehre den Kreis, der sich neu entfacht.“
  4. Bewahre die Mischung in einem dunklen Glas oder Leinenbeutel auf.

Anwendung zur Wintersonnenwende

  • Zünde die Mischung in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember an.
  • Beginne im Norden deines Raumes oder Kreises und gehe im Sonnenlauf (im Uhrzeigersinn).
  • Lass den Rauch durch alle Räume ziehen, während du dich auf Dankbarkeit und Neubeginn konzentrierst.
  • Danach setze dich in Stille und spüre, wie das neue Licht in deinem Inneren erwacht.

Schamanische Bedeutung:
Diese Räucherung ruft die Geister des Nordens, die Hüter der Erde und des Winters. Sie stärkt die Verbindung zu den Ahnen, reinigt das Haus von alter Energie und öffnet das Herz für das kommende Lichtjahr.

Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche, inspirierende Stunden zur Wintersonnenwende- alles Liebe

Kira


„Wenn die Sonne ruht, ruht auch die Erde – und im stillen Rauch erwacht das neue Licht.“

Gesundheitstipp

DAS ist kein einfacher SHAKE…

Dieser Proteinshake ist speziell darauf abgestimmt, die Leberregeneration zu unterstützen und gleichzeitig eine pflanzliche Proteinquelle zu liefern. Die Kombination aus Brokkoli, Spinat, Hanfsamen und Haferkleie liefert schwefelhaltige Aminosäuren, Antioxidantien und Ballaststoffe, die die Entgiftungsleistung der Leber fördern…

UND damit herzlich Willkommen in der ersten November-Woche.


Dein Rezept- Leberregenerierender Proteinshake (1 Portion)

Zutaten

  • 150 g Brokkoli (frisch oder tiefgekühlt)
  • 150 g Blattspinat (frisch oder tiefgekühlt)
  • 30 g Haferkleie
  • 20 g geschälte Hanfsamen
  • 200 ml Wasser (oder ungesüßte Mandelmilch für cremigere Konsistenz)
  • 1 EL frische Petersilie
  • Optional: ½ Zitrone (Saft) und 1 TL natives Olivenöl extra

Zubereitung

  1. Vorbereitung:
    Wenn du tiefgekühltes Gemüse verwendest, kurz antauen lassen oder 1–2 Minuten in heißem Wasser blanchieren, um die Zellstruktur aufzulockern und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
  2. Mixen:
    Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben.
    Auf höchster Stufe 45–60 Sekunden mixen, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht.
  3. Abschmecken:
    Mit Zitronensaft und Olivenöl verfeinern – das sorgt für eine bessere Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, E, K) und unterstützt die Gallensäureproduktion.
  4. Servieren:
    Sofort trinken, um den maximalen Gehalt an Antioxidantien und Chlorophyll zu erhalten.

Ernährungsphysiologischer Nutzen

ZutatHauptwirkung auf die Leber
BrokkoliEnthält Sulforaphan, das die Aktivität von Phase-II-Entgiftungsenzymen steigert.
BlattspinatReich an Chlorophyll, das Toxine bindet und die Leberzellen schützt.
HaferkleieLiefert lösliche Ballaststoffe (Beta-Glucane), die Cholesterin binden und die Fettverarbeitung der Leber entlasten.
HanfsamenHochwertige pflanzliche Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, besonders Methionin und Cystein für die Glutathionbildung.
PetersilieUnterstützt die Harnausscheidung und hilft, Stoffwechselendprodukte auszuleiten.
Zitrone (optional)Fördert die Gallensekretion und den pH-Ausgleich im Verdauungssystem.

Nährwert (ca. pro Portion)

  • Kalorien: ~280 kcal
  • Protein: ~18 g
  • Ballaststoffe: ~10 g
  • Fett: ~10 g (davon viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)
  • Kohlenhydrate: ~20 g

Mein Spezial-Tipp:

Trinke den Shake bspw. nach einer morgendlichen Möhrensuppe- so hast Du ein vollwertiges Frühstück und die Zutaten des Shake lassen sich noch besser verdauen 🙂

Gemäß der Chinesischer Medizin:

  • ist dieser grüne Proteinshake ein sanft „entgiftendes“, Qi- und Blut-nährendes Getränk, das besonders Leber und Milz unterstützt. Er wirkt leicht kühlendreinigend und ausleitend, wodurch er ideal für Menschen mit Leber-Hitze (Fett-Leber oder „stillen Entzündungen“), innerer Stagnation oder bei Herbstblues und Frühjahrsmüdigkeit ist.

Brokkoli

  • Geschmack & Temperatur: leicht bitter, süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: leitet Hitze aus der Leber, transformiert Schleim, fördert den Qi-Fluss und unterstützt die Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: ideal bei Leber-Qi-Stagnation, Reizbarkeit oder Hautunreinheiten durch Hitze.

Blattspinat

  • Geschmack & Temperatur: süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Blut
  • Wirkung: nährt das Blut, befeuchtet Trockenheit, kühlt das Blut und harmonisiert die Leber.
  • TCM-Aspekt: stärkt Leber-Blut, besonders bei Müdigkeit, trockenen Augen oder Menstruationsbeschwerden.

Haferkleie

  • Geschmack & Temperatur: süß, warm
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: stärkt das Milz-Qi, beruhigt den Geist (Shen) und reguliert den Blutzucker.
  • TCM-Aspekt: balanciert die kühlenden Zutaten, um die Mitte zu schützen.

Hanfsamen (geschält)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Milz, Dickdarm
  • Wirkung: befeuchtet den Darm, nährt Yin und fördert eine sanfte Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: harmonisiert den Verdauungstrakt, unterstützt die Ausleitung von Toxinen.

Petersilie

  • Geschmack & Temperatur: scharf, warm
  • Wirkt auf: Blase, Magen
  • Wirkung: bewegt Qi, fördert die Harnausscheidung und leitet Feuchtigkeit aus.
  • TCM-Aspekt: verhindert, dass sich zu viel Kälte oder Feuchtigkeit durch die grünen Zutaten ansammelt.

Zitrone (optional)

  • Geschmack & Temperatur: sauer, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: bewegt Leber-Qi, löst Stagnationen und klärt Hitze.
  • TCM-Aspekt: stärkt die Leberfunktion und harmonisiert den Geschmack des Shakes.

Olivenöl (optional)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Leber, Magen, Dickdarm
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet den Darm, unterstützt die Leber bei der Regeneration.

Energetische Gesamtwirkung

  • Temperatur: leicht kühlend
  • Geschmack: süß-bitter mit frischer Note
  • Wirkt auf: Leber, Milz, Magen, Dickdarm
  • Hauptwirkung:
    • Klärt Leber-Hitze und bewegt Leber-Qi
    • Nährt Blut und Yin
    • Unterstützt die Entgiftung über Leber und Darm
    • Harmonisiert die Mitte durch Haferkleie und Hanfsamen

Empfehlung nach CM

  • Ideal im Frühling oder bei Leber-Qi-Stagnation (z. B. Gereiztheit, Spannungsgefühl, Kopfschmerzen, Hautprobleme).
  • Wenn Du innerer KälteMilz-Qi-Schwäche mit Durchfall oder Yang-Mangel hast/spürst – füge Ingwer und weißen Pfeffer hinzu, um die Mitte zu schützen und diesen Shake ebenfalls nutzen zu können!

Zusammenfassung:
Dieser Shake kühlt, reinigt und harmonisiert die Leber, stärkt gleichzeitig Milz und Blut – ein perfekter Begleiter für sanfte Detox-Phasen und emotionale Balance, aber auch nach körperlicher Belastung 🙂

Mit den „Greens“ und allen anderen Zutaten kannst Du nicht nur Deine Leber auf Vordermann bringen; auch alle anderen Körperzellen freuen sich über diesen Autophagie- Aktivator- dieser Shake eignet sich ideal als morgendlicher Leber-Booster oder Regenerationsdrink nach körperlicher Belastung. Durch die Kombination aus schwefelhaltigen Pflanzenstoffen, Antioxidantien und pflanzlichem Eiweiß wird die Glutathionproduktion der Leber gefördert – ein zentraler Mechanismus für die Zellregeneration und Entgiftung.

Ich wünsche Dir eine gute Woche, bleib gesund und genieße Kerzenschein und ruhige Abende- alles Liebe…

Kira

Kribbeln im Gesicht oder an den Lippen- oh NEIN

… und oft sind sie so schnell da- die kleinen, juckenden und brennenden Bläschen an der Lippe oder im Gesicht 🙁

Lippenherpes ist so weit verbreitet- wie sieht es die Chinesische Medizin?

Lippenherpes (Herpes labialis) wird in der Chinesischen Medizin (CM) nicht als isolierte Viruserkrankung betrachtet, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts von Qi, Blut und den Funktionskreisen der Organe. Die Ursachen werden differenziert nach inneren und äußeren Faktoren, die das Auftreten der Bläschen begünstigen.

In der CM gilt Lippenherpes als eine Manifestation von Wind, Hitze und Feuchtigkeit, die sich an der Oberfläche des Körpers, insbesondere im Bereich der Lippen, ansiedeln. Die Lippen stehen in enger Beziehung zum Milz- und Magen-Funktionskreis, weshalb Störungen in diesen Organen häufig als Grundlage gesehen werden.

Hauptursachen nach CM:

1. Eindringen von Wind-Hitze

  • Akute Lippenbläschen mit Rötung, Brennen und Schmerzen deuten auf einen Befall durch Wind-Hitze hin.
  • Oft ausgelöst durch äußere Faktoren wie Sonne, Wind oder plötzliche Temperaturwechsel.

2. Stagnation von Leber-Qi und aufsteigende Leber-Hitze

  • Stress, Ärger oder emotionale Anspannung führen zu einer Stauung von Leber-Qi.
  • Diese Stauung wandelt sich in Hitze, die nach oben steigt und die Lippen befällt.
  • Typisch: wiederkehrende Herpes-Episoden bei Stress.

3. Milz- und Magen-Hitze

  • Ungesunde Ernährung (scharf, fettig, Alkohol, Zucker) erzeugt innere Hitze und Feuchtigkeit.
  • Diese Hitze steigt nach oben und manifestiert sich an den Lippen.

4. Schwäche von Qi und Yin

  • Häufige Rückfälle oder langanhaltende Verläufe deuten auf eine Schwäche von Milz-Qi oder Nieren-Yin hin.
  • Das Immunsystem ist geschwächt, wodurch pathogene Faktoren leichter eindringen können.

Typische Muster und Symptome:

MusterHauptsymptomeTCM-Erklärung
Wind-HitzePlötzliches Auftreten, Rötung, Brennen, FiebergefühlAkuter Befall durch äußere Hitze
Leber-HitzeStressauslöser, Reizbarkeit, rote Augen, trockener MundAufsteigende Hitze durch Leber-Qi-Stagnation
Magen-HitzeHeißhunger, Mundgeruch, Bläschen nach scharfem EssenÜberschüssige Hitze im Verdauungssystem
Qi-/Yin-MangelHäufige Rückfälle, Müdigkeit, trockene LippenSchwache Abwehrkräfte, unzureichende Kühlung

Therapieansätze in der CM:

  • Akut: Kühlende Kräuter (z. B. Lonicera, Forsythia), Ausleitung von Wind-Hitze.
  • Chronisch: Stärkung von Qi und Yin (z. B. Astragalus, Rehmannia), Regulierung von Leber und Milz.
  • Akupunkturpunkte: Dickdarm 4 (Hegu), Magen 36 (Zusanli), Leber 3 (Taichong), DuMai14 (Dazhui) – je nach Muster.
  • Lebensstil: Stressabbau, ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Übermaß an Alkohol, Zucker und scharfen Speisen.

Die CM als ganzheitlich arbeitende Medizin- sieht Lippenherpes als ein Zusammenspiel von äußeren pathogenen Faktoren (Wind-Hitze) und inneren Ungleichgewichten (Leber-Hitze, Magen-Hitze oder Qi-/Yin-Schwäche). Die Behandlung richtet sich daher nicht nur auf die akuten Bläschen, sondern auf die langfristige Harmonisierung von Körper und Geist.

Was kannst DU zu Hause tun?

Ein Kräuterdampfbad kann die Heilung von Lippenherpes unterstützen, indem es die Durchblutung fördert, die Haut beruhigt und antivirale Pflanzenstoffe direkt an die betroffene Stelle bringt. Es ersetzt keine medizinische Behandlung, kann aber eine wohltuende Ergänzung sein.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 1 EL getrocknete Melissenblätter (wirkt antiviral)
  • 1 EL getrocknete Salbeiblätter(entzündungshemmend)
  • 1 EL getrocknete Kamillenblüten(beruhigend, wundheilungsfördernd)
  • Optional: 3 Tropfen Teebaumöl oder Lavendelöl (antiviral, antiseptisch)

Zubereitung

  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Die Kräuter in eine hitzebeständige Schüssel geben.
  3. Das kochende Wasser über die Kräuter gießen.
  4. Kurz umrühren und 2 Minuten ziehen lassen.
  5. Optional die ätherischen Öle hinzufügen.

WIE?

  1. Den Kopf über die Schüssel beugen (etwa 30–40 cm Abstand).
  2. Ein Handtuch über Kopf und Schüssel legen, sodass der Dampf nicht entweicht.
  3. Die Dämpfe 5–10 Minuten einatmen und dabei die Lippenpartie direkt vom Dampf umhüllen lassen.
  4. Danach die Haut vorsichtig trocken tupfen, nicht reiben.
  5. Anwendung 1–2 Mal täglich wiederholen, bis die Bläschen abklingen.

Tipps:

  • Verwende das Dampfbad bei den ersten Anzeichen (Kribbeln, Spannungsgefühl), da es in frühen Stadien am wirksamsten ist.
  • Achte darauf, dass der Dampf nicht zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Nach dem Dampfbad kann eine Melissencreme oder ein antivirales Gel aufgetragen werden, um den Effekt zu verstärken.

Dieses Kräuterdampfbad ist eine sanfte, natürliche Methode, um Herpesbeschwerden zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Bei häufig wiederkehrenden oder sehr starken Ausbrüchen sollte jedoch unbedingt die Empfehlung/ Behandlung durch eine Kompetenzperson eingeholt werden.

In der CM gibt es zahlreiche Rezepturen, die je nach Krankheitsprofil eingesetzt werden- eine sehr häufige ist Yin Qiao San, die je nach individuellem Bild zusammen gestellt wird und u.a. Forsythiae und Lonicerae… enthält.

Lippenherpes ist keine Bagatelle- solltest Du öfter damit zu tun haben, liegt eine tiefe Dysbalanca vor, die auf jeden Fall begutachtet werden sollte- oft sind es Kleinigkeiten, die das Ausheilen unterstützen 🙂

Habe ich Dich angesprochen? Benötigst DU Unterstützung? Dann melde Dich gerne per Mail und vereinbare einen Termin in der Praxis.

Ich wünsche Dir eine gesunde Zeit- einen wunderbaren Übergang in den Oktober und sende Dir herzliche Grüße von Herzen…

Kira

auch Lavendel ist hilfreich- besonders als ätherisches Öl

Was Du über den Apfel SO noch nicht wusstest!

Herzlich Willkommen auf meinem BLOG- schön, dass DU hier bist!

Wie geht es Dir mit diesem lauen September? Greifst Du jetzt auch wieder öfter zu Äpfeln?

Äpfel gelten als sehr gesundes Obst- das trifft für eine Vielzahl von Menschen zu- aber eben nicht alle!

Ich habe dazu dieses Fallbeispiel und einige Informationen für Dich…

Im letzten Jahr stellte sich ein Patient vor- nennen wir ihn Fred(43 Jahre). „Fred“ hatte ständig Kopfschmerzen, fühlte sich oft aufgebläht und war mit sich selbst unzufrieden; O-Ton:“ Ich fühle mich wie ein Fass.“ Dabei war „Fred“ sehr sportlich, ein reger Arbeiter in seiner eigenen Firma; sehr gesundheitsorientiert…seine Vitalwerte waren unauffällig; ebenso die Haltung- keine muskulären Dysbalancen- in einer Arztpraxis hätte man ihm gesagt „Alles in Ordnung; es ist nichts zu finden; Sie sind gesund“

„Fred“ führte dann über eine Woche sehr akribisch ein Ernährungstagebuch und dabei stellte sich heraus, dass er am Abend nur ein bis zwei Äpfel aß und dann ab ca. 21:00 Uhr extremen Heißhunger auf Süßes entwickelte; er griff dann aus Vernunft eher zu Trockenobst und Nüssen- LONG Story Short…

Er erzählte mir, dass er das schon seit längerer Zeit- etwa 1,5 Jahre- so macht. Wir haben dann den Beginn seiner Kopfschmerzen und das „Aufblähen“ eingrenzen können- es begann etwa 4-5 Monate, nachdem er aus „Vernunft“ am Abend nur noch so aß.

„Fred“ reagierte auf die Äpfel so, wie einige andere Menschen auch- er bekam Heißhunger und der Körper reagierte auf den „Überschuss“ an Zucker und rohen Nüssen mit Kopfschmerzen- „Fred“ stellte seine Ernährung um und innerhalb von zwei-drei Monaten fühlte er sich wieder gut- außer er isst „nüchtern“ Äpfel.

WARUM? Äpfel sind doch so gesund… Die CM und moderne, intergrative Ernährung kann dieses Paradoxum erklären:

Ein Apfel gilt zwar als gesund, kann aber bei manchen Menschen tatsächlich Heißhunger auslösen. Das hängt vor allem mit seiner Zusammensetzung und der individuellen Reaktion des Körpers auf Zucker und Insulin zusammen.

Gründe:

  • Hoher Fruchtzuckergehalt (Fruktose & Glukose)– Äpfel- besonders die modernen Sorten- enthalten einen extrem hohen Anteil an schnell verfügbaren Zuckerarten. Diese gehen rasch ins Blut über und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen. Der Körper reagiert mit einer Insulinausschüttung, die den Zucker schnell in die Zellen transportiert. Bei empfindlichen Menschen fällt der Blutzuckerspiegel danach zügig wieder ab – das kann Heißhunger auslösen.
  • Geringer Eiweiß- und Fettgehalt– Ein Apfel liefert fast ausschließlich Kohlenhydrate, aber kaum Eiweiß oder Fett. Beides sind Nährstoffe, die länger sättigen. Deshalb hält die Sättigung nach einem Apfel oft nicht lange an.
  • Individuelle Insulinempfindlichkeit
    Menschen mit einer höheren Insulinempfindlichkeit oder einer Neigung zu Blutzuckerschwankungen (z. B. bei Insulinresistenz oder reaktiver Hypoglykämie) reagieren stärker auf den Zuckerschub – was den Heißhunger verstärkt.
  • Psychologische Komponente– Der süße Geschmack kann das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren. Bei manchen Menschen verstärkt das die Lust auf mehr Süßes oder lässt einen Heißhunger eintreten.
  • Sichtweise der CM– Rohes ist für Menschen, die eine „schwache“ Mitte haben, auf nüchternen Magen nicht gut zu verdauen. Dazu zählt insbesondere Obst, aber auch Nüsse oder frisches Brot.
  • Weitere Symptome können sein- ein kleiner Auszug: Müdigkeit, extreme Blähungen, Schwächegefühl, Zittern, Müdigkeit am Morgen, nächtliches Aufwachen zwischen 2-4 Uhr; Völle, im Labor zeigen sich dann oft auch Auffälligkeiten in den Leberwerten…

Tipps, um Heißhunger nach einem Apfel zu vermeiden:

  • Einen Apfel mit Eiweiß oder Fett kombinieren (z. B. mit Nüssen, Käse)- dies stabilisiert den Blutzuckerspiegel.
  • Sorten mit weniger Zucker und mehr Ballaststoffen wählen (z. B. Boskop, Elstar oder Krummstiel).
  • Den Apfel nicht auf nüchternen Magen essen, sondern als Teil einer Mahlzeit oder als Kompott.

Rezept für mehr Bekömmlichkeit der Äpfel:

  • 5 Äpfel (z. B. Boskop, Elstar oder Jonagold – je nach gewünschter Süße)
  • 100 ml ungesüßter Apfelsaft + Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Zimt und Kardamom, eine Prise Kubebenpfeffer
  • ½ TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
  • 50 g Nüsse und Kerne der Wahl, grob gehackt
  • Optional: 1 Esslöffel gehackte Rosinen oder Datteln (für zusätzliche Süße)

Zubereitung:

  • Äpfel vorbereiten– Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  • Kompott kochen-Die Apfelstücke mit Apfel- und Zitronensaft und den Gewürzen in einen Topf geben- zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 10–15 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.
    Je nach gewünschter Konsistenz die Äpfel mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken oder fein pürieren.
  • Nüsse hinzufügen– die gehackten Nüsse in einer kleinen Pfanne ohne Öl kurz anrösten, bis sie duften. Anschließend unter das Kompott rühren.
  • Verfeinern– wer es süßer mag, kann am Ende Rosinen oder fein gehackte Datteln untermischen.
  • Warm oder kalt genießen – pur, als Dessert oder als Topping für Porridge, Eierkuchen, Kartoffelpuffer oder Waffeln 🙂

Übersicht nach Zuckergehalt der Äpfel:

  • Zuckerarm (bis 7 g/100 g): Granny Smith, Boskop, Krummstiel,
  • Mittel (7–9 g/100 g): Elstar, Braeburn, Jonagold, Cox Orange
  • Zuckerreich (ab 10 g/100 g): Gala, Fuji, Golden Delicious

(Quelle: Fachbuch Ernährungstherapie)

Meine Empfehlung:

Durch den Fruchtzucker kannst Du bspw. in Waffeln und Eierkuchen/ Kartoffelpuffer den Industriezucker/Rohrohrzucker komplett weglassen- das unterstützt Dich in einer guten Funktionalität Deiner Verdauung und ist deutlich gesünder für den Stoffwechsel.

Buchweizenwaffeln mit Galaktose-Puder und dem Apfel-Nuss-Kompott

Solltest Du Dich in „Fred“ wiedererkennen, dann lass rohe Äpfel bzw. generell rohes Obst weg oder konsumiere es erst nach der Mahlzeit als „Dessert“-

… an diesem Beispiel zeigt sich wieder einmal- in der Ernährung gemäß der CM gibt es keine Verbote; es kommt auf eine vernünftige Kombination und den Zeitpunkt/Zustand des Lebensmittels an, welches ich konsumieren möchte, ohne dass es mich einschränkt 🙂

Ich wünsche Dir eine gute Bekömmlichkeit, bei dem, was Du essen möchtest- guck genau hin, wie es Dir in Deinem Wohlbefinden Unterstützung gibt oder eben nicht- alles Liebe!

Kira

Sonnengelb- mit dem Gruß der Sonne in den Herbst

Sei Willkommen im September- der Frühherbst grüßt hier am Tollensesee mit einem immer noch wärmenden Sonnenwetter. Es ist eine spannende Zeit- noch immer ein wenig Feuer vom Sommer und doch schon die frischen Morgende mit Feuchtigkeit auf dem Rasen… und natürlich der Ernte- bei uns haben wir gelbe Bete geerntet und diese natürlich gleich verarbeitet:

  • Gelbe Bete ist mit frischen Mohrrüben wunderbar für ein Kimchi geeignet- Rezept siehe unten.
  • Gelbe Bete ist ein perfektes Gemüse für den Backofen- einfach die Bete- in dünne Scheiben geschnitten- mit rohen, etwas dickeren Kartoffelscheiben in eine Form schichten, würzen und mit Öl beträufeln und bei 200 Grad Umluft im Backofen bissfest garen- mit frischen Tomaten servieren oder Fleisch dazu grillen- lecker!

Rezept für das Kimchi- es lässt sich wunderbar variieren – auch mit gelber Bete und Möhren entsteht ein aromatisches, leicht süß-scharfes Ferment, das voller probiotischer Kräfte steckt:

Zutaten (für ca. 1,5 Liter Glas)

  • 500 g gelbe Bete
  • 400 g Möhren
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Stück Ingwer (ca. 5 cm)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Apfel oder Birne (für leichte Süße)
  • 2 EL grobes Meersalz (ohne Rieselhilfen)
  • 2 EL Fischsauce oder Sojasauce (vegan)
  • 2–3 EL koreanisches Chilipulver (Gochugaru, nach Geschmack)
  • 1 TL Zucker oder Reissirup (optional, für die Fermentation)
  • 150 ml Wasser

Zubereitung:

  • Gemüse vorbereiten
    Gelbe Bete und Möhren schälen und in feine Stifte oder dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in 3–4 cm lange Stücke schneiden.
  • Salzen
    Das Gemüse in einer großen Schüssel mit dem Meersalz vermengen und gut durchkneten, bis Flüssigkeit austritt. 1 Stunde ziehen lassen, dabei gelegentlich wenden.
  • Paste herstellen
    Ingwer, Knoblauch, Apfel/Birne, Fischsauce/Sojasauce, Chilipulver, Zucker und Wasser in einem Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer glatten Paste verarbeiten.
  • Mischen
    Das Gemüse abgießen (die Flüssigkeit aufbewahren) und mit der Gewürzpaste gründlich vermengen, bis alles gleichmäßig überzogen ist.
  • Abfüllen
    In ein sauberes Bügel- oder Schraubglas füllen, dabei fest nach unten drücken, sodass möglichst wenig Luft eingeschlossen bleibt. Mit etwas von der aufgefangenen Salzlake auffüllen, bis das Gemüse vollständig bedeckt ist.
  • Fermentieren lassen
    Glas verschließen, aber nicht luftdicht (oder täglich kurz öffnen, um Gase entweichen zu lassen). Bei Zimmertemperatur 3–5 Tage fermentieren lassen. Je nach gewünschtem Geschmack kann die Fermentationszeit auch bis zu 2 Wochen betragen.
  • Lagern
    Sobald das Kimchi den gewünschten Säuregrad erreicht hat, im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält es mehrere Monate und entwickelt weiter an Tiefe im Aroma.

Servieren:

Dieses Kimchi passt hervorragend zu Reisgerichten, verschiedenen Gerichten in Schalen(Bowls), gebratenem Tofu oder als würzige Beilage zu Suppen. Durch die gelbe Bete erhält es eine schöne goldene Farbe und eine milde, erdige Süße, die sich perfekt mit der Schärfe des Chilis verbindet.

Mehrwert der Bete aus Sicht der Chinesischen Medizin:

  • Gelbe Bete wird in der CM ähnlich wie rote Bete betrachtet, jedoch mit etwas milderer, erdigerer und „wärmerer“ Wirkung. Sie gilt als ein Nahrungsmittel, das sowohl Qi als auch Blut stärkt und durch ihre gelbe Farbe zusätzlich dem Funktionskreis Milz/Magen zugeordnet wird.

Die Energetik:

  • Geschmack: süß
  • Thermische Wirkung: neutral bis leicht wärmend
  • Wirkrichtung: nach innen, stärkend und harmonisierend
  • Zugeordnete Funktionskreise/Energien: Milz, Magen(Erde), Leber(Holz), Herz(Feuer)
  • Blutaufbau und -stärkung: Gelbe Bete nährt das Blut, unterstützt die Leberfunktion und kann bei Blutmangel (z. B. Müdigkeit, fahle Haut, Schwindel) hilfreich sein.
  • Qi-Stärkung: Durch ihren süßen Geschmack kräftigt sie Milz und Magen, fördert die Verdauung und verbessert die Aufnahme von Nährstoffen.
  • Entgiftung und Leberunterstützung: Sie wirkt regulierend auf die Leber, harmonisiert den Qi-Fluss und kann Stagnationen lösen.
  • Feuchtigkeit transformierend: In Maßen eingesetzt, hilft sie Milz und Magen, Feuchtigkeit und Schleim zu transformieren, ohne die Organe zu sehr zu belasten.
  • Herzstärkung: Durch die blutnährende Wirkung wird auch das Herz unterstützt, was sich positiv auf Konzentration, Schlaf und innere Ruhe auswirkt.

Indikationen:

  • Blutmangel (z. B. blasse Haut, brüchige Nägel, Schwindel)
  • Milz-Qi-Schwäche (Müdigkeit, schwache Verdauung, weicher Stuhl)
  • Leber-Qi-Stagnation (innere Anspannung, Reizbarkeit, Verdauungsbeschwerden)
  • Rekonvaleszenz nach Krankheit oder Schwächezuständen- als Suppe mit Huhn oder Rindfleisch 🙂

Na- hast Du Appetit bekommen, es mal mit der gelben Bete zu versuchen?

Ich wünsche Dir gutes Gelingen- von Herzen alles Liebe!

Kira

„Auf der Wiese habe ich gelegen…“

… und ich habe kein Gras gekaut 😉 , sondern das weiße Labkraut, das Wiesenlabkraut für einen „Leichtigkeits-Tee“ gepflückt… UND damit sei herzlich eingeladen, hier wieder zu lesen.

Die Gesundheit von der Wiese, aus dem Garten… ich stelle fest, dass Sie so wunderbar greifbar ist, wenn wir es zulassen, uns einlassen.

Das weiße Wiesenlabkraut – da steckt schon das gewisse ETWAS im Namen… LAB… Laben:

  • Das Kräutlein gehört zu den ältesten und wirksamsten Heilkräutern der Wiese, wird allerdings unterschätzt, weil es kaum gekannt/ erkannt wird. Schau Dir die filigranen Blüten, Blätter, Stengel an; schau Dir an, wie es rankt und wächst- dann kannst Du die Wirkung; die Wirktiefe im Körper erkennen.

Wirkungen gemäß der Traditionellen Europäischen Heilkunde:

  • Entzündungshemmend– kann bei der Linderung von Entzündungen im Körper helfen bspw. mit Tropfen oder als Tee; bei unterschiedlichen Ödemen…
  • Harntreibend– unterstützt die Ausscheidung über die Nieren und kann bei Blasen- und Nierenproblemen eingesetzt werden; aktiviert die Autophagie bspw. mit einem Tee im Zusammenhang mit Schafgarbe, Goldrute…
  • Wundheilend– kann bei der Behandlung von Hautausschlägen und kleinen Wunden unterstützend wirken bspw. mit Waschungen aus einem Sud.
  • Beruhigend– wird zur Beruhigung bei Unruhezuständen, leichten Depressionen und Nervenstärkung eingesetzt… als Tee bspw. mit Passionsblume und Hopfen.
  • Krampflösend– kann bei Magen-Darm-Krämpfen und anderen krampfartigen Beschwerden helfen bspw. als Tropfen. 
  • Blutstillend– kann bei kleineren Blutungen unterstützend wirken z.B. als Auflagen, Kompressen.
  • Lymphe anregend– unterstützt das Lymphsystem bei der „Arbeit“ des Körpers z.B. als Tee.

Wirkung gemäß der Chinesischen Kräutermedizin:

  • Leber, Lunge, Galle, Blase- die Energetik dieser Funktionskreise wird unterstützt und Disharmonien ausgeglichen. 
  • Blutreinigung- wirkt bewegend und klärend auf Blut Xue und kann somit bei verschiedenen Hautproblemen und anderen Erkrankungen helfen, die mit verunreinigtem Blut in Verbindung stehen. 
  • Ausscheidung und Transformation von Schleim/Feuchtigkeit- kann bei gestörtem Lymphfluss unterschiedlicher Genese, bei Ödemen oder anderen Feuchtigkeits- und Schleim-Problemen helfend wirken.

Mein persönlicher Favorit gegen schwere Beine im heißen Sommer:

  • Mit dem Alter 😉 braucht die Funktionalität neben Yoga und Bewegung … eben auch ein MEHR an Kräutern; ich als echtes Nord- und Winter-„Kind“ habe ein Thema mit Hitze; ab 23 Grad Celsius neige ich dazu, „schwere“ Beine zu bekommen… mir hilft ein Tee aus Wiesenlabkraut, FuLing(Poria, Kokospilz) und ChenPi(getrocknete Zitrusschale)- diese Kombination sorgt für eine Harmonie im Erd- und Wasserelement und natürlich für „leichte“ Beine
Fu Ling/Kieferschwamm- starkes Mittel gegen Feuchtigkeit
Chen Pi- getrocknete Zitrus/Mandarinen-Schale- stärkt das Erdelement

Meine Empfehlung- lege Dich mal wieder auf eine Wiese und suche nach den kleinen, zarten, weißen Blüten… Wiesenlabkraut ist nicht nur ein Heilmittel- es ist auch eine Wohltat für die Augen- innerlich, wie äußerlich 🙂 … alles Liebe wünscht Dir

Kira

Innerlicher Sonnenschutz

Guten Morgen zur neuen Juli-Woche; oh- was für ein wunderbares Wetter hatten wir in unserem Schweden-Urlaub… allerdings war ich ganz froh, dass ich in den vorherigen Wochen meinen Sonnenschutz zusätzlich von innen heraus aufgebaut habe. Ja- Du liest richtig… Sonnenschutz von innen geht- wie die Gesundheit auch- über die Ernährung und heute teile ich diese Erfahrung mit Dir:

  • Ich esse seit Jahren schon ab März jeden Tag zwei Möhren und trinke je 50 ml Möhren-, Tomaten- und Rote-Bete-Saft; dazu kommen täglich zwei bis drei Esslöffel frische Kräuter und zwei Handvoll grünes Gemüse; DENN…
  • … damit kann ich einen Lichtschutzfaktor(LSF) von 4 aufbauen und benötige für 20-30 Minuten dosierte Sonneneinstrahlung keine LSF-Creme.
  • Alle roten, gelben und orangen Gemüse, aber auch grünes enthalten Beta-Carotin, eine Vorstufe des fettlöslichen Vitamin A; dies lagert sich in den Zellen ein und agiert als „Radikalfänger“, sorgt aber auch für eine „Unempfindlichkeit“ und leichte Pigmentierung.

Lebensmittel und Nährstoffe, die als Sonnenschutz von innen wirken können:

Porridge mit körnigem Frischkäse und Mandeln/Datteln- reich an Antioxidantien-Schutz von innen
  • Carotinoide– natürlichen Farbstoffe, die in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommen, können vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden und als Antioxidantien wirken; enhalten bspw. in Möhren,Tomaten, Süßkartoffeln, Aprikosen, Kürbis…- dazu müssen zwingend gute Fette aufgenommen werden, die Du in Nüssen, kaltgepressten Ölen oder auch wertvollen Milchprodukten findest
  • Lycopin– ein sehr starkes Antioxidans (fettlöslicher Pflanzenfarbstoff), das Du bspw. in Tomaten findest und dazu beitragen kann, die Haut vor Schäden durch UV-Strahlung zu schützen; unabhängig davon ist es generell ein „Schutz“ der Zellen gegen Entartung und wirkt entzündungshemmend 🙂 . Anders als bei den Vitaminen wirkt es besser, wenn die Tomaten leicht gegart werden.
  • Vitamin C– der Entzündungshemmer schlechthin und spielt auch eine positive Rolle bei der Kollagenproduktion; kann somit die Haut vor Schäden durch freie Radikale schützen, die durch UV-Strahlung entstehen. Du findest es bspw. in Hagebutten, Sanddorn, Zitrusfrüchte, Beeren, Kiwis, Paprika u.a. Gemüsen und Obst.
  • Vitamin E als weiteres fettlösliches Vitamin und wichtiges Antioxidans, das die Haut vor Zellschäden durch freie Radikale schützen kann, welches Du in Nüssen, Samen, Avocado, kaltgepressten Pflanzenölen… findest 
  • Omega-3-Fettsäuren helfen Dir, die Haut vor Entzündungen zu schützen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Sonneneinstrahlung zu erhöhen- diese hilfreichen Fettsäuren findest Du in fettreichem Fische (Lachs, Makrele), Leinsamen, Chiasamen, Walnüssen, Para-nüssen(auch noch Selen) aber auch den Ölen aus Samen und Nüssen.
  • Zink– der Allrounder zum Zellschutz und gegen Entzündungen spielt eine Rolle bei der Zellteilung und dem Schutz der Haut vor oxidativem Stress und dieses edle Spurenelement findest Du in Fleisch, Innereien, Milchprodukten, Nüssen/Samen, Vollkornprodukten und auch Legominosen(bspw. Hülsenfrüchten).
MANDELN als Kerne- reich an Radikalfängern

Für einen effektiven Schutz von „INNEN“ benötigt Dein Körper Zeit- daher fange ich spätestens im März an 😉 – etwa nach 4-6 Wochen tritt der Effekt ein und um ganz sicher zu gehen- integriere die genannten LM doch das ganze Jahr in Deinen Speiseplan. Du lebst vegetarisch/ vegan- kein Problem- nutze die breite Palette der Samen, Nüsse, Früchte, Gemüse, Legominosen, Vollkornprodukte und/oder auch Eier/ maßvoll Milchprodukte(ovo-lakto-vegetarisch).

ACHTUNG! Natürlich gehören guter Sonnenschutz und angepasste Kleidung im Sommer dazu. Für eine gute Vitamin-D-Produktion und natürlich Dein Wohlbefinden reichen 20-30 Minuten ohne Creme und Sonnenbrille in den Morgen- oder Abendstunden- ansonsten ab in den Schatten und den Strand nur mit gutem(biologischem) Schutz besuchen und auch dort Schirm und Mütze benutzen 😉

Genieße den Sommer, hab eine eine gute, gesunde, inspirierende und spannende Woche!

Herzlichst-Kira

Sonnenaufgang im Sommer am Meer

Das wahre Gesicht der Gundelrebe

Herzlich Willkommen im Juni- dem Monat mit dem längsten Tag des Jahres. UND wie schön ist es doch, dass uns ein – aus meiner Sicht- ganz besonderes Kräutlein auch im Sommer zur Seite steht- die Gundelrebe/ der Gundermann 🙂

Das blau- violett- weiß blühende, rankende Kraut ist eines unserer stärksten Kräuter, wenn es um das Immunsystem geht; gemäß der Chinesischen Kräuterlehre wirkt es sowohl wärmend als auch frisch; ist im Geschmack leicht bitter- herb und hat einen positiven energetischen Einfluss auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Nieren,Blase, Leber,Galle, Magen und Milz und… es hat sowohl einen starken Yang als auch Yin-Pol; wirkt dank der Inhaltsstoffe Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherischen Öle und Saponine entzündungshemmend, verdauungsfördernd, harntreibend, antibakteriell, antiviral, schleimlösend, hustenlindernd, schwermetallausleitend (besonders bei Blei) und kann äusserlich-auch als Blattauflage- wundheilend und entzündungshemmend wirken.

Glechoma hederacea- so der wiss. Name- ist auch als Präventiv-Mittel ganz wunderbar; einige Tropfen der Urtinktur täglich in Wasser getrunken stimulieren die Immunkompetenz Deines Körpers und Du benötigst keine teuren Life-Style-Produkte 🙂

Rezept für ein ätherischen Ölextrakt:

  • Frische Blätter im Juni-Juli sammeln, säubern (nicht waschen) und ein Schraubglas zur Hölfte mit dem frischen Kraut füllen, verschliessen und 4 Tage in die Sonne stellen. Die am Boden des Glasses gesammelte helle Flüssigkeit nach einigen Tagen vorsichtig abseihen und in ein dunkles Gefäss an einem kühlen Ort aufbewahren, zur besseren Haltbarkeit mit Alkohol (30%) mischen. Indikationen: Wunden, Hundebisse, Narben, Geschwüre andere Verletzungen.

Soweit- so gut… was aber noch interessant ist… die Signatur der Pflanze aus der traditionellen Heilkunde Europas heraus:

  • Bei der Gundelrebe geht es um Loslassen und Erneuerung, Gelassenheit und lebenerweckende Wärme.
  • Die unscheinbare, zwerghafte Gestalt der Gundelrebe trägt ein höchst lebendiges Licht- und Wärmewesen in sich. Dieses vermag die durch innere Kälte gestockten und erstarrten Prozesse wärmend zu durchdringen und neu zu beleben.
  • Sie vermittelt das lösende Vermögen, Zustände, die – bewusst oder unbewusst – festgehalten
    wurden und dadurch nicht mehr im lebendigen Prozess der fortwährenden Veränderung stehen, zu erneuern. So können seit langem erstarrte Prozesse wiederum in den Lebensfluss aufgenommen werden.
  • Glechoma hederacea beendet Winterstarre und Dunkelheit durch lösende Wärme- und Lichtkräfte und lässt so neue Lebensenergie durch die Adern fliessen.
  • Ganz wunderbar ist- Gundelrebe greift nie forcierend ein. Das Wesen der Pflanze verkörpert Gelassenheit, Geduld und innere Ruhe und das Vertrauen auf die helfenden Naturkräfte. Die Wesenskräfte dieser Heilpflanze stärken den Menschen in seinem Glauben an das Wunderbare, an das Leben selbst (Quelle CERES Heilmittel).
Gundelrebe wächst auch zwischen Steinen und auf genügsamen Böden- eine wichtige Signatur

Ich setze sehr gerne die Urtinktur ein, da diese so einfach und doch soooo wirksam ist:

  • Glechoma hederacea Urtinktur ist insbesondere bei langwierigen, hartnäckigen und zehrenden Krankheitszuständen angezeigt; bspw. bei Erkrankungen der Atmungsorgane wie Katarrh, Bronchitis, Asthma, Schnupfen, Schleimhautentzündungen, aber auch bei Nieren-Blasenbeschwerden (Reizblase) oder auch als Frühjahrs- und Stoffwechselkur; bei Stoffwechselerkrankungen.

Meine Erfahrung in der Praxis zeigt, dass entsprechend der Legende von der Gundelrebe, gerade bei verzweifelten Zuständen, bei langwierigen Erkrankungen, die so gar nicht enden wollen, Gundels Rebe ganz wunderbar wirkt.

Die Legende von der Gundelrebe:

In alter Zeit, als die Wälder noch dicht und geheimnisvoll waren, lebte in einem kleinen Dorf eine junge Frau namens Gundel. Sie war bekannt für ihre Güte und ihr Wissen um die Heilkraft der Pflanzen. Eines Tages wurde das Dorf von einer schweren Krankheit heimgesucht. Die Menschen litten, und niemand wusste Rat. Verzweifelt suchte Gundel im Wald nach einer Pflanze, die helfen könnte. Nach vielen Stunden entdeckte sie eine zarte, violett blühende Pflanze, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Als sie die Blätter berührte, flüsterte der Wind ihren Namen: „Gundelrebe, Gundermann – nimm mich mit und hilf den Deinen!“ Gundel sammelte das Kraut, bereitete daraus einen Sud und gab ihn den Kranken zu trinken. Wie durch ein Wunder wurden die Menschen gesund. Aus Dankbarkeit nannten sie die Pflanze fortan „Gundelrebe – nach der mutigen Gundel, die das Kraut fand und ihr Dorf rettete. Seither sagt man, dass die Gundelrebe(Gundermann) nicht nur Krankheiten heilt, sondern auch die Herzen der Menschen stärkt, die Gutes tun. Und wer in einer lauen Frühlingsnacht im Wald ganz genau hinhört, kann vielleicht Gundels Stimme im Wind vernehmen, wie sie den Suchenden den Weg zur Gundelrebe weist-…

UND… hoffentlich findest Du sie und DEINEN Weg ebenfalls 🙂 – alles Liebe!

Kira

Gundelrebe- und Lavendelblüten als ätherisches Öl 🙂

Weihrauch- mehr als nur Kirchenduft

Guten Morgen zur neuen Woche und ein herzliches WILLKOMMEN an Dich hier auf meinem Blog.

In der letzten Woche habe ich für die Praxisarbeit neues Weihrauchöl angesetzt; schauen wir uns das Harz- Boswelia oder Olibanum- doch mal genauer an:

  • Boswelia wird vom Weihrauchbaum gewonnen und ist unglaublich wertvoll in der Chinesischen Medizin, traditionellen europäischen und arabischen Heilkunde. Schon Seneca und Hildegard von Bingen schwörten auf das Harz.
  • Olibanum ist warm vom Temperaturverhalten, im Geschmack scharf-bitter, wirkt unter anderem adstringierend und sehr wirksam auf die Energetik der Funktionskreise Herz, Leber, Gallenblase, Lunge, Gedärme und das Haus des Blutes den Uterus.
  • Durch die ätherieschen Öle und wertvollen Schleimstoffe besteht eine schmerzstillende, menstruationsfördernde, antiseptische, keimtötende, krampflösende, fiebersenkende, beruhigende, trocknende, auswurffördernde und auch galletreibende Wirkung.

Einsatz gemäß der Chinesischen Heilkunde:

  1. Blut bewegend bei: Dysmenorrhö, Palpitationen, äusserlich als Auflage bei: Verletzungen, Wunden, Hämatomen, Kälte-Bi(Kälte-Rheuma), Hautblutung, Geschwür, Furunkel, Verhärtung, Schwellungen
  2. Hitze eliminierend und Toxine ausleitend bei: Gastritis mit Erbrechen, Magenschleimhautentzündung, Abszess- durchbruchfördernd-, Karbunkel- und Furunkel-Reifung
  3. Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend (Rheuma/Bi-Syndrom) bei: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  4. Qi regulierend und bewegend bei: Verschlossenheit, Geschlagenheit, Unruhe, Konzentrations-störungen (Räucherung), Obstipation, Verstopfung, Tumor-Prophylaxe, Krebstherapie-Begleitung
  5. Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend bei: Durchfall, Darmblutung, Hämaturie-Blut im Urin, Enteritis-Darmentzündung, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Darmmykosen, Lungenerkrankungen wie bspw. Husten, Bronchitis, Asthma bronchiale, Laryngitis, Pharyngitis, Psoriasis, Schuppenflechte, Morbus Basedow, Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion- bei vielen chronisch verlaufenden Erkrankungen

Weihrauch ist wunderbar in Mischungen für den Bereich Schmerz- und Sporttherapie; bspw. fördert er nach dem Training die Regeneration; Verletzungen heilen deutlich besser aus!

ACHTUNG!!– Kontraindiziert ist Boswelia während der Schwangerschaft, da er sehr stark Blut bewegt und dadurch Wehen auslösen kann.

Zubereitungen:

  • Öl ansetzen- einfach eine Hand voll Knollen in ein Trägeröl geben bspw. Jojoba- oder franktioniertes Kokosöl, 4 Wochen stehen lassen, gut schütteln und dann für Einreibungen nutzen
  • Tinktur– 10-Weihrauchknollen in med. Alkohol oder 60%en einlegen; 1/3 Harz und 2/3 Alkohol, 6 Wochen stehen lassen; dann 30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.
  • Einfaches Weihrauchwasser- zwei-drei Knollen abends in Wasser einlegen und am nächsten Tag ist Dein Weihrauch-Trank fertig 🙂

Ein befreiendes Ritual für Körper und Geist:

  • Weihrauch, der Harz des Weihrauchbaumes mit dem Namen Boswellia, wird seit Jahrtausenden von Jahren für rituelle und religiöse Zeremonien eingesetzt. Sein markanter Duft wirkt intensiv reinigend – innerlich wie äußerlich. So befreit er nicht nur von negativen Gedanken und Gefühlen, wirkt beruhigend und fördert einen erholsamen Schlaf, sondern klärt auch Räume nach Streit und unerfreulichen Besuchen.
  • Mische Fichtennadeln, Weihrauch, weißen Salbei und Holunder zu gleichen Teilen- verräuchere diese Mischung auf einem Stövchen- Du spürst sofort eine prickelnd-frische und gereinigte Atmosphäre.
  • Nutze diese Räuchermischung auch für ein Räucher-Sitzbad- einfach das Stövchen in einer Schale in die Toiletten-Schüssel stellen und dann darüber setzen- den Rauch etwa 10 Minuten aufnehmen- sehr gut bei Beschwerden im unteren Körper (Mann und Frau gleichermaßen).

Weihrauch ist noch so viel mehr- nutze ihn für Deine persönliche Zentrierung, Reinigung- gerade auch als therapeutisch wirkender Mensch; und natürlich einfach für Dein Wohlbefinden 🙂

Alles Liebe und eine gute Zeit wünscht Dir

Kira

Willkommen im Wonnemonat Mai

Guten Morgen und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Dir- jetzt im Mai morgens schon deutlich hell, oft mit Sonne und natürlich herrlich warme Tage.

Damit es Dir nicht zu heiß wird 😉 habe ich heute ein wunderbares Rezept für Dich:

  • Grün ist der Schlüssel für Frische. WARUM? Grünes Gemüse und grüne Kräuter wirken meistens frisch und senken ein zu starkes Yang nach unten ab.
  • Du benötigst: den Saft einer Zitrone, eine kleine Salatgurke, etwa 150 Gramm Wassermelone mit Schale, frische Minze und eine handvoll medizinische Chrysanthemenblüten oder Kamillenblüten; dazu nimm einen grünen Tee(250 ml), der nur maximal eine Minute Ziehzeit hatte oder einen Teelöffel Matcha-Pulver/ 200 ml Wasser…optional mit Kiwi, Spinat…dazu(siehe Foto)…
  • … gib alle Zutaten in einen Mixer, gut aufmischen, ggf. etwas Honig dazu geben, die festen Substanzen abseihen und dann langsam genießen.

Wirkung:

  • Wassermelone und Gurke sind mit die „kältesten“ Lebensmittel und daher bei Hitze wirksamer als Eiswürfel oder geeiste Speisen/ Getränke.
  • Gleichzeitig leiten sie die Hitze vom Kopf über den Urin aus und sorgen so für einen „kühlen“ Kopf, klare Augen und eine angenehme Frische im Körper.
  • Alle Zutaten versorgen Dich mit Spurenelementen und sorgen für einen super Zellstoffwechsel; das Getränk wirkt basisch und versorgt Dich elektrolytisch.
  • Alle Zutaten stecken voller Antioxydantien und beugen der Zellalterung vor.
  • Du kannst diesen Smoothie auch bei Allergien im Kopfbereich(Augen, Nase, Haut) einsetzen; aber auch bei Fieber, eitrigem Schnupfen und Halsschmerzen- sozusagen bei allen Erkrankungen, die auf Wind-Hitze zurückzuführen sind(Kaltes lindert, Heißes macht alles schlimmer).
Aber bitte mit Kernen 😉

Steckbrief Wassermelone:

  • führt Flüssigkeit zu, gehört zum Element Erde, ist im Geschmack süß, wirkt von der Temperatur her kalt/kühl;
  • kühlt Hitze, toxische Hitze, leitet nach unten aus, wirkt harntreibend; aktiviert energetisch die Funktionskreise: Herz, Leber, Blase, Niere und Gedärme
  • enthält die Spurenelemente: Kalium, Eisen, Mangan und Magnesium; die Vitamine: B3, B6, Folsäure, C, Karotinoide (Provit.A) und Lycopin
  • ist ein TOP-Yin-Tonicum gegen Yin-Hitze und baut Säfte auf
  • Schale der Wassermelone: wirkt mehr ausleitend; bitter und noch stärker auf Leber und Herz-Energetik; ansonsten ähnlich wie die Frucht; enthält noch mehr an Spurenelementen

Was besonders interessant ist:

  • Die kühlende Eigenschaft der Wassermelone kann auch eine beruhigende Wirkung auf den Geist haben und hilft, Reizbarkeit oder Nervosität zu lindern, die durch übermäßige Hitze entstehen können.
So ein kleines Stück reicht völlig für dieses Rezept

ACHTUNG:

  • Obwohl die Wassermelone viele gesundheitliche Vorteile bietet, gibt es auch einige Vorsichtsmaßnahmen, die in der CM berücksichtigt werden. Menschen mit einer sogenannten „kalten Konstitution“ oder diejenigen, die häufig unter Kälteempfindlichkeit, Durchfall oder Magenbeschwerden leiden, sollten den Verzehr von Wassermelone einschränken, da die kühlende Wirkung die Symptome verschlimmern könnte.
Letztes Jahr im Garten 🙂

Die Kerne:

Die Kerne der Wassermelone sind sehr gesund und haben viele wertvolle Nährstoffe. Sie werden in vielen Kulturen als nahrhafter Snack geschätzt. Einige der gesundheitlichen Vorteile von Wassermelonenkernen sind:

  • Reich an Nährstoffen: Eisen, Zink, Magnesium, Proteine, B-Vitamine
  • Gesunde Fettsäuren
  • Antioxidantien
  • Ballaststoffe
  • Die Kerne können roh mit der Wassermelone gegessen werden, aber sie müssen gut gekaut und nicht als Ganzes geschluckt werden. Sie sind allerdings manchmal schwer zu kauen und zu verdauen. Eine beliebte Methode, um die Nährstoffe zu nutzen, ist das Rösten der Kerne. Geröstete Wassermelonenkernen haben einen nussigen Geschmack und können als Snack, auf Salaten oder in Müslis verwendet werden.
  • Vermahle die Kerne zu einem feinen Pulver und füge dies zu in Smoothies oder Backrezepten, um von den Nährstoffen zu profitieren. Das Pulver kannst Du auch in Joghurt, Haferflocken oder als Zutat in Proteinshakes verwenden.

Meine Empfehlung: Achte unbedingt auf die Qualität der Zutaten bei der Verwendung in dieser Form- es sollte zumindest Bio-Qualität sein; bei den Chrysanthemenblüten empfehle ich sogar Apotheken-Qualität.

Soweit mein kleiner Exkurs und die Empfehlung – ich wünsche Dir eine schöne, inspirierende, sonnige und einfach fantastisch- gesunde Woche- alles Liebe…

Kira

Die Vogelmiere passt auch gut in den Smoothie 🙂
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