Leber

Hibiskus trifft Ringelblume

Voller Harmonie verbinden sich die Eigenschaften von Ringelblume und Hibiskus in diesem Blüten-Tee.

Blüten haben generell die Eigenschaft, ganz mild und eher aufsteigend zu wirken- also auch eher oberflächlich- damit sind bspw. auch die Haut oder Schleimhäute gemeint. Die milde Wirkung macht Blüten zu wunderbaren Kräutern für Kinder, sehr sensible Menschen und Frauen 🙂

Die Kombination dieser beiden wunderbaren Sommerblüten können wir allerdings das gesamte Jahr für uns nutzen, da sie:

  • eine positive Unterstützung zur Senkung des LDL-Cholesterins;
  • einer Hypertonie (erhöhter Blutdruck) geben;
  • unterstützend bei Haut- und Schleimhautproblemen wirkt;
  • die Funktion von Lunge und Leber unterstützt

Wirkung der Ringelblume im Speziellen:

  • löst Leber-Blut-Stagnationen auf- bspw. bei Schmerzen
  • nährt das Herz-Yin bei Herz-Yin-Mangel- bspw. bei Unruhe
  • wirkt entzündungshemmend- bspw. bei Verletzungen
  • stoppt Blutungen- bspw. innerliche Blutungen
  • löst Leber-Qi-Stagnationen auf- bspw. hoher Blutdruck
  • klärt Wind-Hitze- besonders bei Haut- und Schleimhaut-Reizungen
  • klärt toxische Hitze- bspw. bei Hauterkrankungen

Wirkung Hibiskus im Speziellen:

  • hemmt Entzündungen
  • leitet toxische und sommerliche Hitze aus
  • tonisiert das Yin
  • eliminiert Yin-Hitze bei Fieber, Hitze-Infekten, Appetitlosigkeit, Magenerkrankungen, Darmerkrankungen, Gürtelrose, erhöhten LDL/Cholesterinwerten, Kreislaufschwäche und auch bei Stuhltrockenheit.

Am Abend getrunken sorgt der Tee für eine leichte Senkung des Leber-Yang, was für eine Entspannung sorgt; auch führt dies zu einer besseren Schlafqualität 🙂

Dosierung:

  • je ein Teelöffel der Blüten mit ca. 200ml 75-80 Grad heißem Wasserübergießen- 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen und trinken- die Menge reicht für eine Tasse- ein bis drei Tassen täglich trinken und immer frisch zubereiten 🙂

Ansonsten ist die Kombination ein wohlschmeckender Tee für Jung und Alt; auch Kinder mögen in im Sommer bspw. als „Eistee“- er ist ein perfekter Durstlöscher bei großer Hitze 🙂

Lasst den Tag gut beginnen oder ausklingen… und vielleicht mit einer Tasse dieses Tee’s.

Gute Gesundheit und alles Liebe-

Kira

Der Baum des Donnergottes

Die Eberesche erfreut uns nicht nur mit buntgefärbtem Laub und den roten Früchtchen- sie erfreut auch unseren Körper und wirkt positiv auf unsere Gesundheit- hier der Faktencheck:

  • Die Früchte der Eberesche sind nicht giftig, nur roh schwer verdaulich- gekocht jedoch ein Gedicht…siehe Rezept unten- meine Oma Alwine hat als Wolgadeutsche viele Rezepte zum Einkochen gekannt- angefangen mit herkömmlicher Herbstmarmelade bis hin zu verschiedenen Teesorten für die Gesundheit 🙂
  • Gemäß der chinesischen Kräutermedizin wirken die Blätter auf den Leber-, Nieren- und Herzfunktionskreis; die Früchte wirken unter anderem auf Grund ihres hohen Gehaltes an Phenolen und Antioxidantien auf die Funktionskreise Magen, Leber, Lunge, Gedärm und auf die Nieren-Essenz.
  • Kombiniert man Ebereschenbeeren mit der Aronia-Beere ist diese Liaison positiv für Menschen mit Blutgerinnungsstörungen und Krampfadern. Gleichzeitig werden die Nebennieren regeneriert- diese erschöpfen sich ja bei Stress und dauerhafter mentaler Belastung besonders schnell.
  • Die Blüten der Eberesche haben ihre Wirkrichtung besonders auf den Lungen-, Leber- und ChongMai-Meridian ausgerichtet- bei allen Arten von Bronchitis und Lungenentzündungen wirkt ein Dekokt aus den Blüten lindernd und positiv… dies liegt an den schleimlösenden Verbindungen in den Blüten. Ebenfalls wirkungsvoll ist ein Blüten-Tee bei Menstruationsbeschwerden, Ödemen und erhöhtem Augeninnendruck(hier auch die Tinktur nutzen).
  • Die Beeren sind vielfälltig nutzbar- 5 Beeren über den Tag frisch genossen regulieren ähnlich wie WuWeiZhi- die Beere der 5 Geschmäcker- die Funktionsweise des Herzens als Sitz des Geistes; wirken positiv auf die Herztätigkeit, durstlöschend und stützen das WeiQi(vermindern Schwitzen).
  • Auch Rheumatiker profitieren von der Heilwirkung der Ebersche- sie wirkt blutreinigend, Nieren-Yin- und Essenz- stärkend und hat eine entzündungshemmende Eigenschaft in der Zusammensetzung in allen oberirdischen Baumteilen- besonders in den Blättern!
  • Vorsicht! Die Eberesche ist ein typischer Heil-Baum n u r für ERWACHSENE… Kinder reagieren häufig mit Übelkeit und Erbrechen auf die enthaltene Parasorbinsäure der Beeren und anderen Pflanzenteile!
  • Für die Verwendung als Mus oder Marmelade- bitte den ersten Frost abwarten, dann sind die Früchte bekömmlicher!
  • Auf Grund der Bitterstoffe wirken die Beeren auch als natürlicher Appetitzügler bei Heißhunger auf Süßes- die Beeren etwa 12 Stunden in Apfelessig einlegen, dann gut abspülen und trocknen- bei Heißhunger gerne ein bis zwei Beeren langsam im Mund zergehen lassen.
  • Ebereschentee oder Beeren wirken positiv auf die Verdauung- können auch bei Durchfall eingesetzt werden; sie besitzen eine adstringierende Wirkung auf die Schleimhäute 🙂

Ebereschentinktur zur Behandlung von erhöhtem Augeninnendruck/ Glaukom aus Beeren:

  • Die Beeren gut reinigen, dann abtropfen lassen und in ein Braunglas geben- dazu wird medizinisher Alkohol bzw. ein Korn mit mind. 60% Alkohol gegeben- gut auffüllen, bis die Beeren komplett bedeckt sind…
  • … verschlossen etwa 8 Wochen warm stehen lassen, immer mal wieder schütteln und dann abfiltern…
  • … in Tropffläschchen füllen und 3x täglich kurmäßig 20 Tropfen einnehmen- günstig in Löwenzahntee oder heißem Wasser 🙂
Granatapfel- Ebereschen-Smoothie mit Thymian für die Lunge bei Yin-Mangel

Beeren-Creme aus den Früchten der Eberesche:

  • wir benötigen 250 ml süße Sahne, einen Esslöffel Puderzucker, 10 Gramm Gelatine, Vanille und etwas Zimt und eine gute Handvoll Ebereschenbeeren…
  • …die Beeren reinigen und passieren, dann mit dem Puderzucker vermengen, bis sie eine milde Süße entwickeln…
  • Die süße Sahne aufschlagen, mit den Gewürzen abschmecken, mit der Sahne vermengen und dann die gelöste Gelantine hinzugeben…
  • alles gut vermengen und in Formen abfüllen- kalt stellen und dann als Dessert servieren.
  • Die Creme kann selbstverständlich auch für Torten oder andere Kuchen genutzt werden.
Ebereschenfrüchte in Kombination mit den späten Himbeeren, Johannisbeeren, dunkler Schokolade und Kokos 🙂
  • Mein Tipp: Vermenge zusätzlich andere Herbstfrüchte wie Brombeeren oder Himbeeren…oder auch Granatapfel- das gibt einen besonderen Geschmack und lässt den Herbst wahrlich “ auf die Zunge springen“ 😉
Der Powermix- Eberesche und Granatapfel als Tee

Egal ob man sie Vogelbeere, Germanenfrucht, Rosenbaum oder Donnerbaum nennt- für unsere Gesundheit und Heilmittel aus der Natur ist die Ebersche sehr wertvoll- nutzen wir sie!

Habt einen guten Wochenstart- alles Liebe wünscht Euch

Kira

Herzlich Willkommen zur kleinen Fragerunde- Wie wirken Aroniabeeren und…

…was ist dran am Mytos Powerfood?

Die Aroniabeere ist mittlerweile auch in unseren Breiten heimisch geworden. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika; ist aber auch in Mittel- und Nordeuropa und Asien zu finden. Baum und/oder Sträucher dieser „Apfelbeeren“ gehören zu den Rosengewächsen, finden sich in vielen Gärten und sind wunderbare Fruchtspender. In den letzten Jahrzehnten ist die Wirkung von Beeren- hier jetzt besonders der Aronia- gut erforscht worden; sie bietet aber immer noch ein riesiges Forschungspotential.

Generell ist zu sagen, dass gemäß der Chinesischen Medizin und Ernährungslehre alle Beeren eine positive Wirkung auf das Yin von Leber und Nieren und speziell auf das Blut Xue haben.

Blutmangel macht sich wie folgt bemerkbar:

  • Blässe
  • verschwommenes Sehen
  • Lichtempfindlichkeit und Nachtblindheit
  • Schwindel, benommenes Gefühl
  • niedriger Blutdruck
  • chronische Müdigkeit
  • innere Unruhe, Nervosität, „dünne“ Nerven
  • Albträume, unruhiger Schlaf
  • Taubheitsgefühl in den Fingern 
  • Muskelzittern und -schwäche
  • brüchige Nägel und Haare
  • Haarausfall (vorübergehend)
  • Probleme mit Sehnen und Bändern
  • Anämie, Eisenmangel
  • spärliche Menstruation, Zwischenblutungen

Das ist aber noch lange nicht das Wichtigste…Aroniabeeren wirken…

  • blutdruckregulierend,
  • durchblutungsfördernd,
  • entkrampfend,
  • entzündungshemmend,
  • herzschützend und
  • immunstimulierend

…durch die Inhaltsstoffe…

  • Vitamin C,
  • Flavonoide, Polyphenole,
  • Anthocyanfarbstoffe,
  • Gerbstoffe ,
  • Eisen,
  • Jod,
  • Folsäure und
  • Magnesium

Es sind vor allem die Flavonoide und Phenole, die die Aronia-Beere zu einem „Superfood“ machen; allerdings ähnlich wie unsere Heidelbeeren oder Weißdorn, Holunder und Schlehen.

Generell haben alle Beeren eine immunstimulierende, blutaufbauende, herzprotektive und schützende Wirkung- Aronia auf ihre ganz eigene Weise.

So lässt sich der Einsatz bei folgenden Beschwerden erklären:

  • Abwehrschwäche, Allergien, Arteriosklerose, Arthrose
  • Darmentzündungen, Diabetes,
  • Gallenbeschwerde, Gelenkbeschwerden
  • Harnwegserkrankungen
  • Harnwegserkrankungen, Hautproblemen
  • Krebs – zur unterstützenden Behandlung
  • Schwäche in Leber und Milz
  • Magenschleimhautentzündungen und Magenschwäche
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Schilddrüsenbeschwerden
  • Thromboseneigung

Anwendung:

  • Die Anwendung der Blüten und Blätter ist hier bei uns nicht verbreitet; die Verwendung in Mischungen als Kräutermedizin ist allerdings möglich- gehört aber in fachliche Hände!
  • Aroniabeeren können als Saft, Mus, Marmelade, aber auch als Tee genutzt werden.

Aronia-Tee: Ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Aronia-Beeren mit einer Tasse abgekochtes, heißes Wasser (250ml) übergießen und dann 15 Minuten ziehen lassen- abseihen und in kleinen Schlucken trinken- ein bis drei Tassen täglich trinken

Aronia-Saft: täglich 50-100 ml Saft mit abgekochtem, lauwarmen Wasser trinken- für eine Kur etwa 6 Wochen anwenden; danach tritt die gewünschte Wirkung nachhaltig ein!

Den Saft verordne ich gerne bei bestimmten Arten von Herz-Kreislauferkrankungen(Herzinsuffizenz) und Durchblutungsstörungen. Er unterstützt die Behndlung von Bluthochdruck, aber auch von niedrigem Blutdruck, da er ähnlich wie Weißdorn regulierend wirkt. Die Durchblutung wird verbessert und die Gefahren für Herzinfarkt oder Schlaganfall werden- natürlich nur im Zusammenhang mit einer veränderten Ernährung und Lebenshygiene- verringert.

Außerdem hilft Aroniasaft (oder Tee) gegen die unangenehmen Folgen einer Chemotherapie- erfahrungsgemäß wird die Chemotherapie besser verkraftet.

Mein Tipp: Der Saft verdünnt und mit einem Trinkhalm getrunken hilft, die Verfärbungen durch den stark färbenden Saft zu mildern 😉

Besonders alle Frauen und Mädchen sollten dies ab dem ersten Tag der Regelblutung zum Ritual werden lassen- morgens oder am Vormittag 50- 100ml verdünnten Aroniasaft trinken!!

Der rohe Verzehr größerer Mengen wird nicht empfohlen, denn Apfelbeeren enthalten den Stoff Amygdalin, der Blausäure freisetzt und erst durch Erhitzen unbedenklich wird. Geringe Mengen roher Beeren und verarbeitete Aronia-Produkte gelten hingegen als unproblematischdaher getrocknete Beeren, Saft oder Tee nutzen!

Und nun noch etwas für die Skeptiker:

Laut einer zweimonatigen polnische Studie zur Wirkung der Aronia-Beere beim metabolischen Syndrom(Übergewicht, KHK, Diabetes…) im Rahmen einer fettreduzierten Diät, die bereits drei Monate vor Beginn der Studie einzuhalten war, zweigte im Ergebnis, dass drei mal täglich 100 mg Aronia-Extrakt dazu beitrugen, die Auflösung von Blutgerinnseln anzuzeigen,den Gesamtcholesterin-Spiegel sowie den LDL-Cholesterin deutlich zu senken; auch stelle sich heraus, dass die Verklumpung der Blutplättchen gehemmt wurde!

Übrigens- es braucht keinen garten für die Aronia- der Strauch lässt sich auch ineinem großen Kübel ziehen; nur die Ernte ist dann nicht ganz so ergiebig.

Aronia- in gewisser Weise schon ein Superfood- allerdings sind auch Blaubeeren, Heidelbeeren und Mossbeeren ähnlich wertvoll!!!

Einen guten und gesunden Start in die Woche wünscht Euch

Kira

Die kleine Fragerunde… Wie wird Neurodermitis in der CM diskutiert?

Neurodermitis ist ein weites Feld- wie alles, was im Bereich Hauterkrankungen diskutiert wird. Quälend sind oft die Symptome für die Betroffenen:

Allgemein:

Als Erkrankungen des atopischen Formenkreises haben Neurodermitis wie auch Nahrungsmittelallergien, Heuschnupfen und allergisches Asthma einen engen Bezug zueinander.  Atopische Erkrankungen sind anlagebedingte allergische Erkrankungen, bei denen das Immunsystem überempfindlich gegen ursprünglich harmlose Substanzen wie zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel reagiert.

  • Neurodermitis gehört gemäß neuesten Erkenntnissen und der westlichen Naturheilkunde zu den Autoaggressionserkrankungen- Auslöser können Nahrungsmittel, Chemikalien, Medikamente, Kosmetika, Bekleidung, genetische Dispositionen… sein.
  • In der Chinesischen Medizin unterscheiden wir innere und äußere Ursachen sowie solche, die weder innen noch außen sind.Innere Faktoren sind Emotionen wie Zorn, Angst, Grübeln/Sorgen, Freude und Trauer- alles was uns auf die eine oder andere Weise unter Stress setzt. Die äußeren Ursachen beziehen sich auf klimatische Faktoren wie Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Hitze und Trockenheit. Diese Beschreibungen werden auch verwendet, um Zustände im Körper zu bezeichnen. Weder zu den inneren noch zu den äußeren Faktoren sind bspw. Insektenstiche oder auch Impfinjektionen zu zählen, aber auch Lebensmittel. Außerdem spielt- wie auch in der modernen Betrachtungsweise- die angeborene Konstitution eine Rolle.

Die drei Hauptursachen in der CM werden wie folgt benannt:

  • Milz-Qi-Schwäche- primär besteht eine angeborene oder erworbene Schwäche von Milz und Magen, die zu einer Entstehung von feuchter Hitze führt. Ein schwaches Milz-Qi bedeutet nichts anderes als eine mangelhafte Kraft zu Umwandlung von körperfremden in körpereigene Stoffe…der Stoffwechsel funktioniert nicht optimal. Kommt dann noch eine unpassende Ernährungs hinzu, entwickeln sich die typischen Symptome.
  • Äußere Faktoren- diese führen zu einer Akkumulation von feuchter Hitze unter der Haut, die potenziert dann zusätzlich die innere Hitze. Der äußere Wind kann den inneren Wind, der durch extreme Leere von Körpersäften entsteht, verstärken(Juckreiz, Unruhe)- Leere entsteht immer, wenn durch eine lang andauernde Ansammlung von feuchter Hitze im Körper die Umwandlungsfunktion von Milz und Lunge im energetischen Sinn so sehr behindert wird, dass zu wenig Säfte/Blut aus der Nahrung gewonnen werden könnn. Desweiteren „verkocht“ starke Hitze die Säfte – die Folge- die Haut dann zu wenig genährt wird, es entsteht Trockenheit – ein typisches Zeichen einer chronischen Neurodermitis.
  • Haben wir die Symptome besonders in der Beuge der Arme, dann sind der SanJio und Herz und Leber an dem typischen Neurodermitis-Kreislauf beteiligt. Die Leber als General des Körpers ist gleichzeitig der Blut-Speicher; dieser erscheint leider beim Betroffenen nicht so kräftig und rein, wie es sein sollte, um den Körper und die Haut zu nähren. Kratzen entspricht hier zwar dem „Sedieren“ und ist eine natürliche Reaktion des Körpers, aber ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss und schädigt zusätzlich. Das Herz wiederum ist für einen ruhigen Schlaf und Geist zuständig, welcher durch den Juckreiz und die Unruhe häufig gestört ist. Durch die fehlende Regeneration wird das Blut hitzig, es kommt zu toxischer Bluthitze, die bei chronischem Zustand zu Blutstagnation führt (fleckige Haut).
Kräuter- und Basenbäder sind hilfreich bei Neurodermitis
  • Befinden sich die Symptome eher im Bereich der Kniekehle, dann haben wir Blase und Leber beteiligt; ebenfalls wie oben beschrieben, finden wir toxische Hitze in den Meridianen.
  • Die Funktionen von Lunge und Dickdarm sind ebenfalls zu diskutieren- hier geht es in erster Linie um die Ausscheidung und die Funktion des Wei-Qi… angesiedelt in der Lunge.
  • Die Stadien der Neurodermitis sind Blut-Hitze mit Rötungen und Entzündungen- der Juckreiz ist stark ausgeprägt, die Haut sehr trocken; feuchte Hitze– mit nässenden Ausschlägen und mit gelblichem, zähflüssigem Sekret; die Haut zeigt keine starken Entzündungen und der Juckreiz ist mäßig stark ausgeprägt; Blut-Mangel– vor allem bei der chronischen Form; die Haut ist weniger rot als bei Blut-Hitze und feuchter Hitze und eher trocken; durch das lange Bestehen der Krankheit kommt es zu Verdickung der Haut, sie wird grob(Elefantenhaut); der Juckreiz tritt verstärkt am Nachmittag und Abend auf- ist sehr quälend.

Was nun tun?

Die Therapie mit den Methoden der chinesischen Medizin zielt auf die Behandlung der Ursachen – im Vordergrund steht dabei insbesondere die chinesische Arzneimitteltherapie– Magisterrezepturen oder individuelle Rezepte, die oft nur wenige Tage eingesetzt werden bzw. abwechselnd gegeben werden. Die begleitende Akupunktur ist bei der Neurodermitis vor allem zur Linderung des Juckreizes und Ausleitung der Hitze sehr hilfreich.

Ähnlich wie beim Heuschnupfen und Allergien sind auch bei der Neurodermitis Empfehlungen zur Ernährung/ Diätetik ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes für eine nachhaltige Therapie. So führt das Meiden zum Beispiel von Milchprodukten, Weizenmehl und Zucker oftmals zu einer sichtbaren Verbesserung der Hautveränderungen; heiße Gewürze, Lauchgewächse und Kaffee sollten ebenfalls gemieden werden.

kühlende Tee’s anstelle Kaffee

Hinzu kommt die Veränderung in einigen Lebensbereichen, die unabdingbar sind- Stressreduktionen, Reduktion der emotionealen Belastung über geeignete Entspannungsverfahren und Medikation.

Neurodermitis ist eine Geißel- wer sie loswerden möchte muss sich zwingend umorientieren; es ist ein Marathon und kein Sprint, der vor den Betroffenen liegt.

Einen guten Start in die Woche und gute Gesundheit für alle!

Kira

Exotisch in gelb…

…kommt sie daher- die Ananas. Zugegeben- es ist keine regionale Frucht 😉 und mit sicher nicht ganzjährig saisonal- aber ein wunderbares Nahrungsmittel und ein Lebensmittel mit einer gewissen gesundheitlichen Wirkung:

  • Die Ananas wird dem Erde-Element zugeordnet; wirkt thermisch neutral bis erfrischend auf unseren Körper- damit ist sie so ganz anders als alle Südfrüchte-denn fast alle Südfrüchte sind thermisch frisch/kühl bis kalt!
  • Geschmacklich besticht sie mit einem süß-saueren Geschmack- sauer macht nicht nur lustig, sondern entspannt die Leber, und der süße Geschmack stärkt die Mitte.
  • Ananas wirken positiv auf die Funktionskreise Leber (indirekt), Lunge, Magen und Milz.
  • Die mit Bromelain gespickten Früchte aus der Familie der Bromelien 😊 wirken auswurffördernd, entzündungshemmend, leicht diuretisch (harntreibend) und sogar stimmungsaufhellend.
  • Abgesehen von Biotin und den Vitaminen B12 und E enthält die Ananas sämtliche Vitamine und 16 Mineralstoffe. Besonders hoch ist ihr Gehalt am Enzym Bromelain(Eiweißverdauung)- dieses zerstört Eiweiße der Membranen von Bakterien im Darm , hemmt die Blutgerinnung, verbessert die Fließfähigkeit des Blutes, wirkt entzündungshemmend und wirkt entspannend bei Muskelspasmen . Gleichzeitig ist dieser Enzymkomplex verdauungsfördernd und blutreinigend- die Wirkung ist ähnlich dem der Säfte aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Erstaunlich ist die Wirkung bei Wurmbefall im Darm.
  • Tryptophan ist übrigens auch enthalten- daher auch die positve Wirkung auf das Leber-Qi, d.h. unsere Stimmung 😊

TCM Wirkungen

  • Yin-Mangel-Hitze: zum Bsp. bei Gastritis, Magenschleimhautentzündung chronisch, Magenkrebs-Prophylaxe, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Brechreiz trocken, Hypertonie, Bluthochdruck
  • Feuer/Hitze reduzierend- zum Bsp. bei Hypertonie, Bluthochdruck, Diarrhö, Durchfall, Fieber, Entzündung
  • Sommerhitze eliminieren- zum bsp. bei Schlaflosigkeit, Unruhe, Nervosität, Durst, Sonnenstich (1/3 Ananassaft mit 2/3 kaltem Wasser einnehmen)
  • Verdauungsblockaden auflösend- bspw. bei verlangsamter Verdauung, erschwerter Eiweiß-Verdauung, Appetitlosigkeit, Adipositas, Übergewicht, Untergewicht, Übelkeit, Brechreiz
  • Yin tonisierend bei Trockenheit, Durst, Halstrockenheit, Mundtrockenheit, Unruhe, Lungentrockenheit…
  • Qi tonisierend- bspw. bei Magen- und Milz-Qi-Schwäche, Magenschwäche und eingeschränktem Magen-Tonus, Gastroptose, Magensenkung, Eiweiß-Verdauungsschwäche, Adipositas, Übergewicht
  • Nässe ausleitend- bspw. bei Ödemen, Aufgedunsenheit, Adipositas, Übergewicht- fördert die Diurese
  • Schleim transformierend- bspw. bei Husten, zähem Schleim, zur Unterstützung in der Krebstherapie, bei Thrombosen
  • Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminieren- bspw. bei Rheuma/Bi-Syndrom, akuten Entzündungen, Arthritis- Ananas wirkt trotz der Säure basisch 😊
  • Blut Xue bewegend- bspw. bei/nach Verletzungen zur Unterstützung der Wundheilung, nach chirurgischen Eingriffen, Durchblutungsstörungen und auch bei Angina pectoris- der Vitamin C-Gehalt spielt hier eine bedeutende Rolle, wie auch die Mineralstoffe und Spurenelemente z.B. der relativ hohe Eisengehalt 😊

Tipp bei Sonnenbrand/Sonnenstich oder Hitze auf der Haut/ im Kopf: 1/3 Ananassaft mit 2/3 lauwarmem Wasser vermischen und trinken; dazu dann Schüssler Salz Nummer 3 in der Potenz D6 mit 5-8 Pastillen im Mund zergehen lassen.

Kältetypen: Ananas in Maßen gegessen, stabilisiert dich- auch die Zubereitung ist entscheidend- vielleicht probierst Du folgendes…

Rezept:

Frische Ananas mit etwas Chili würzen und dann grillen oder im Backofen mit Straußenfleisch backen 😊

Ich liebe Ananas pur- so wie auf den Foto’s oder auch mal herzhaft mit Rettich, Radieschen, Staudensellerie, Kernen und Avocado… und dann natürlich in Bio-Qualität!

Es ist wie immer- schau, ob die Ananas in DEIN Ernährungsprofil passt und dann entscheide, wie oft oder weniger oft Du diese leckere und gesunde Frucht konsumierts.

Gute Gesundheit und alles Liebe-

Kira

Zeit für Grünkohl

…ist für mich immer- denn ich liebe dieses so typisch nordische Gemüse. Allerdings muss auch ich mich auf den Winter beschränken… denn j e t z t ist Saison für die „grüne nordische Palme“.

Die meisten von uns kennen Grünkohl mit Kassler und einer ordentlichen Knacker- spricht ja auch nichts dagegen so ab und zu… ich sage allerdings, da geht noch mehr und zwar deutlich gesünder:

  • Wie alle Gemüsesorten, die so typisch in unseren Breiten und im Winter sind, wirkt der Grünkohl warm vom Temperaturverhalten, vom Geschmack her süss-bitter-scharf und hat eine besondere Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Magen, Gedärme und Leber- das macht ihn nämlich zu einem heimischen Superfood in Bezug auf Prävention und Behandlung von Zivilisationskrankheiten.
  • Neben seinen allgemeinen verdauungsanregenden und antioxidativen Eigenschaften weißt er unter anderem in erheblicher Menge die Inhaltsstoffe Chlorophyll(basisch wirkend), Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und Vitamine A(Betacarotin), B, C, Senföle(besonders hoch beim heimisch- nordischen), Flavonoide (u.a. Quercetin) auf.

In der chinesischen Ernährungslehre setzen wir den Grünkohl gerne ein, da er:

  • Blut tonisiert- hier vor allem das Leber-Blut bspw. bei Anämie, rauer Haut, Haarausfall und Sehschwäche;
  • Qi reguliert und bewegt bspw. bei Qi-Stagnation im Brustbereich, herabgesetzten Muskeltonus, Verdauungsschwäche mit Nahrungsstau und verlangsamter Darmperistaltik;
  • Hitze eliminiert und toxisches Feuer reduziert bspw. bei Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür (hier wird frischer Saft oder Frischpresssaft genommen);
  • Qi tonisierend wirkt- bspw. bei schwachem Lungen-Qi(schwache Stimme, schwache Atmung, Wassereinlagerungen) und schwachem Magen-Qi(allgemeiner Verdauungsschwäche und Appetitlosigkeit);
  • Nässe auflöst und Schleim transformiert bspw. wichtig in der Krebs-Prophylaxe besonders hier durch seine Wirkung auf das Lungen Qi und Darm-Qi zur Lungenkrebs-Prophylaxe und Dickdarmkrebs-Prophylaxe, aber bspw. auch bei zu hohem Cholesterin, zu hohen Blutfettwerten und bei/ gegen Arteriosklerose positiv wirkt.
Genuss in GRÜN- in einer Frittata

Tipp:
Füge pro Liter Kochwasser 1 TL Natron hinzu- das macht den Kohl weicher und somit bekömmlicher, außerdem behält er seine Farbe 🙂

Dein Grünkohl-Süßkartoffel-Curry:

  • 200 Gramm Süßßkartoffel, 300-400 Gramm Grünkohl, eine Hand voll rote Linsen, je eine rote und eine weiße Schalotte, eine kleine Knolle Ingwer, ein Bund Andenknoblauch/Schnittknoblauch, ein Teelöffel Kurkuma oder etwa 10 Gramm frische Kurkumawurzel(raspeln), je eine Msp. Kreuzkümmel, Muskat und Zimt, 250 ml frische Gemüsebrühe, 250-300 ml Kokosmilch, 3-4 El Sesamöl oder einen Esslöffel Kokosöl, Saft von einer kleinen Limone, 50 Gramm gerösteten Cashewbruch, für den Kältetyp(ständig kalt, blass, extrem kälteempfindlich) kommt ein Teelöffel Chiliflocken dazu, ansonsten bunten Pfeffer und ein gutes Steinsalz zum Würzen dazu geben…
  • Das Gemüse säubern/schälen und zerkleinern;
  • Das Öl im Topf schmelzen, die Gewürze(Zwiebeln, Schnittknobi und Kurkuma) anrösten, rote Linsen und Süßkartoffelwürfel dazu geben- alles mit der Brühe ablöschen, langsam dann die Kokosmilch dazu gießen- einkochen lassen, bis alles gegart ist- dann erst mit gemörstem Pfeffer und Steinsalz abschmecken…
  • ganz zum Schluss den grob gehackten Grünkohl mit durchziehen lassen…
  • vor dem Servieren kommen der Cashewbruch, der Limonensaft und- so gewünscht- die Chiliflocken über das Curry

… und dann mmhhh- den Duft und diese Grünkohl-Variante genießen- bewegt Qi, lässt Dich gut durchatmen, schützt Dein Herz, wärmt Dich durch und macht gute Laune 🙂

Ich habe für diesen Beitrag das Curry allerdings püriert und als Suppe zum Essen serviert- ebenfalls sehr lecker.

Für Sportler und Low-Carb-Fans gibt es eine Grünkohl-Frittata:

  • 500 Gramm Grünkohl säubern und grob hacken; mit der Gewürzmühle Steinsalz und bunten Pfeffer darüber geben- kurz die Gewürze einziehen lassen; eine kleine weiße Schlotte würfeln
  • 2 Vollei und vier reine Eiweiß verquirlen
  • eine Pfanne heiß werden lassen, einen Teelöffel Ghee schmelzen- die Schalottenwürfel und den Grünkohl dazu geben- anschwitzen; dann darüber die Ei-Flüssigkeit geben- die Hitze runterregulieren und mit einem perforierten Deckel abgedeckt alles einstocken lassen; mit frischen gehackten Kräutern servieren…

Bei dieser Mahlzeit profitierst Du von jeder Menge Chlorophyll, Eisen und natürlich einer guten Portion Proteine- perfekt nach dem Training!

unser Frühstück heute- und dazu neben Schnittlauch… noch mehr grün 😉 ein Dinkel-Roggen-Brötchen ohne alles nur mit dem Guten aus Vollkorn und Kürbiskernen 🙂

Grünkohl kann- leicht vorher in der Pfanne angeschwenkt- mit Apfelsaft/Wasser, Kiwi, grünem Apfel, Datteln und Banane auch hervorragend zu einem Green-Smothie verarbeitet werden- super gut, um die Leber zu harmonisieren 😉 :

Also- ran an die grüne nordische Palme und eine gute Portion „Immunsystem“ getankt- alles Liebe und viel Freude beim Zubereiten- Eure

Kira

Die Naturapotheke des Winters Teil 5…

widmet sich roten Früchtchen und dunkler Rinde- der Berberitze.

Sie ist eine Strauchpflanze, die weltweit verbreitet ist; bei uns vielfach auch als Heckenstrauch Gärten umgrenzt…und es werden tatsächlich alle Pflanzenteile in der Heilkunde verwendet:

Früchte der Berberitze- voller Antioxidantien und Vitamin C
  • Früchte– sind sowohl in der asiatischen als auch europäischen Heilkunde fest verankert; wirken antibakteriell, die Atmung anregend, schleimlösend, adstringierend, schweisstreibend und tonisierend durch die Inhaltsstoffe Vitamin C, Capsanthin, Gerbsäure Carotinoide, Anthocyane, Zuckerverbindungen und Pektin- daher erklärt sich auch der Einsatz der Früchte bspw. bei Zahnfleischbluten, gegen Frühjahrsmüdigkeit, bei Schwäche und Vitaminmangel, bei schwachem Immunsystem, zur Rekonvaleszenz, zur Unterstützung bei Atemwegserkrankungen, zur Unterstützung von Blase und Nieren(Kräftigung bei Schwäche)… sie wirken auf die Funktionskreise Magen, Lunge, Gedärme, Milz, Niere und Blase; bauen Qi auf, eliminieren Hitze/Feuer/Toxine besonders im oberen Erwärmer;
  • Wurzeln, Rinde der Wurzel und Rinde des Strauches wirkt adstringierend, antibakteriell, Blutgefäße erweiternd, harntreibend, förderlich auf Kreislauf und Gefäße, Leber unterstützend, ausscheidend, reinigend, antiallergisch, unterstützt die Zhi(Nieren oder Essenz Jing)- Seele durch die Inhaltsstoffe Isochinolinalkaloide wie Berberin, Berbamin, Oxyacanthin, Palmatin, Gerbstoffe und werden daher bspw. bei Appetitlosigkeit, zur Beruhigung der Pulsfrequenz, bei bzw. gegen Hypertonie, bei Blähungen, zum Anregen des Gallefluss, gegen Gallenblasenbeschwerden, bei Gallegries, Hepatits(Gelbsucht), gegen Juckreiz, bei Leberstauungen, gegen Mens-Beschwerden, Ödeme, Verstopfung durch Hitze und auch Wassersucht/Aszitis/Ödeme eingesetzt. In der chinesischen Kräutermedizin ist auch der Einsatz zum Bewegen von Qi bei aufsteigendem Leber-Yang in Kombination mit Leber-Qi-Stase(Zorn, Migräne, „Platzen“ vor Wut) und bei Rheuma(Kälte wie Hitze-Bi) erprobt und bekannt. Diese Pflanzenteile wirken vor allem auf den mittleren und unteren Erwärmer und auf die Funktionskreise Herz, Leber, Galle, Gedärm, Niere, Blase und den Sonderfunktionskreis ChongMai und Uterus.
  • Sehr effektiv ist auch das Auflösen und Ausleiten von Schleim zum Beispiel bei Adipositas- verschiedene Studien in China und Russland belegen die Wirkung.

Einsatz finden:

  • Früchte als Mus oder getrocknet, in Konfitüren oder Gelees; man kann sie sehr gut unter ein Porridge mischen 🙂 ; der Saft der Früchte kann direkt auf entzündetes Zahnfleisch „gepinselt“ werden;
  • Wurzel, Wurzelrinde, Rinde- als Einzelkomponenten-Tee, in Mischungen(chinesische Medizin) oder als Tinktur
Reiche Ernte in diesem Jahr

Tee: ein Esslöffel der Rinde/Wurzel/Wurzelrinde als Gemisch wird 15 Minuten mit ca. 300ml Wasser sanft geköchelt- dann abseihen; nochmals mit 300ml kochendem Wasser verdünnen und über den Tag trinken- Achtung! Chinesische Dosierung- daher etwas bitter!!

Tinktur: selbst zubereiten- siehe Beitrag hier unter http://spiritandbalance.de/?s=tinktur – diese wird ähnlich wie der Tee eingesetzt, zusätzlich leistet sie bei allen Fieberarten(Kälte-Fieber bis 38,5 Grad; Hitze-Fieber ab 38,5 Grad bis…) gute Dienste- Dosierung: Erwachsene nehmen 1-3x tgl. 15-20 Tropfen; Kinder von 6-12 Jahren: 1-3x tgl. 5-12 Tropfen- die Tinktur ist für Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet!!!

Berberitzenmus: als Dessert, als Brotaufstrich, als „Medizin“ 3x täglich einen Teelöffel-

  • 250 g Berberitzenmark
  • 10 cl Berberitzenlikör oder Waldbeeren
  • 5 Stck Eigelb
  • 40 g Kokosblütenzucker
  • 3 Blatt Gelantine oder entsprechende Menge AgarAgar
  • 250 g Sahne/Hafersahne- ggf. Puderzucker dazu geben
  • 2 Stck Eiweiß- aufgeschlagen
  • Vanille nach gusto

Zubereitung- Das Berberitzenmark, Likör, Zucker und Eigelb verrühren und im Wasserbad auf 72°erhitzen, eingeweichte Gelantine hinzugeben und erkalten lassen. Masse anziehen lassen, dann die geschlagene Sahne und das geschlagene Eiweiß unterheben, in Portionsförmchen füllen und im Kühlschrank erkalten lassen- vor dem Servieren „stürzen“ und ggf.

Ich ersetze den Zucker durch kokosblütenzucker oder fein gehackte Datteln und rühre diese unter die Masse; nur zum Aufschlagen von Sahne/Eiweiß nehme ich Zucker- der hat in diesem Rezept eine Yin- tonisierende Wirkung!

Wirkung: Qi und Blut aufbauend, Yin- tonisierend

Berberitzenhonig: als Medizin- 3x tgl. einen Teelöffel- einfach 150 Gramm Früchte reinigen und in einen Bio-Honig(500 Gramm) geben- 1 Woche ziehen lassen; die Früchte können auch verbleiben 🙂

Wirkung: tonisiert Lungen-Yin und hilft bei trockenem Husten; bei unproduktiver- eher trockener Bronchitis, bei Verstopfung

Berberitzenhonig 🙂

Viel Freude und Erfolg beim Ausprobieren der Rezepte- ich verabschiede mich jetzt aus dieser kleinen Serie mit Wünschen für eine gute Gesundheit- alles Liebe!

Kira

Kräuter; Tinkturen und Elixiere…

…altes Wissen in neuem Format; oder Kräuter und Tinkturen für die Hausapotheke- altes Wissen neu entdeckt- so das Motto unseres Workshops am heutigen Samstag:

Wir, dass sind HPin Psych. Jeanette Runge von meinselbsterleben.com und ich-HPin Kira Schwarzrock und das hier ist mein BLOG 😉

Altes Wissen um Kräuter, die heute kaum noch jemand kennt bzw. deren Wirkungsumfang nicht bekannt sind, darum geht es heute und eines dieser Kräuter ist der

Hirschzungenfarn:

Bild aus „Das große Buch der Kräuter“
  • …der gehört zur Familie der Streifenfarngewächse; diese Farne enthalten immunstimulierende Polysaccharide (Vielfachzucker, wichtige Rolle beim Speichern der Nahrung), Schleim- und Gerbstoffe zum Schutz vor mikrobieller Zersetzung und Fäulnis sowie Bioflavonoide(Antioxidanz). Die Stoffe des Hirschzungenfarns sorgen für die Beseitigung der „Freien Radikalen“, eine Art von Molekülen die vor allem bei erhöhtem Stress entstehen, Krankheiten begünstigen und den Alterungsprozess beschleunigen.
  • Vorkommen: vorwiegend in gemäßigten Zonen im östlichen Nordamerika, Ostasien und Europa – hier in gemäßigten, atlantisch geprägten Zonen, in Deutschlands wächst der Hirschzungenfarn hauptsächlich im Südwesten und dort eher in Gebirgswäldern.
  • Die mehrjährige Pflanze hat einen ganzrandigem Blattwedel und ist dadurch leicht von allen anderen europäischen Farnen zu unterscheiden, steht unter Naturschutz; Hirschzungenfarn gilt als „besonders geschützt“ nach der Bundesartenschutzverordnung. Da uns die Erhaltung der Fauna und Flora als Naturheilkundler sehr wichtig ist, wird auch dieses Kräutlein zur Verwendung in der Kräutermedizin in Gärten kultiviert 🙂

Das Hirschzungenelixier enthält außerdem noch „Langen Pfeffer“ und Ceylon-Zimtstange- beides wärmende Kräuter/Gewürze, die eine besondere Wirkung auf zartes Gewebe haben- Lunge/Leber/Milz/Drüsen- also eher auf das Yin des Körpers wirken.

Einsatz des Elixiers- Achtung! KEIN Heilversprechen- aus der Erfahrung:

  • Zitat der Meisterin Herselfe- Hildegard von Bingen: „Die Hirschzunge hilft der Leber, der Lunge und bei schmerhaften Eingeweideleiden. (…) Das Hirschzungen-Elixier hilft der Leber, reinigt die Lunge und heilt die schmerzenden Eingeweideleiden, beseitigt innere Eiterungen und Verschleimung. (…) Trinke davon oft vor und nach dem Essen.“
  • … effektiv bei Bronchitis und Diabetes, kann aber auch als Lebermittel (bei chronischem Leber-Lungen-Husten) eingesetzt werden; Unterstützunge für sämtliche Hormondrüsen (Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse), entgiftet den Magen-Darm-Trakt und kann wirksam vor/beiBurn-out-Syndrom und dem Chronic-Fatigue-Syndrom, bei Hormonmangel, Schlaflosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung durch Stress schützen. Weiterhin ist es ein traditionelle Mittel bei Eileiter-, Eierstock-, Hoden-, Prostata- und Samenleiterentzündungen, sowie Blasen-, Gallenblasen und Adnexentzündung, ist erprobt bei bei Ausfluss und Kinderwunsch.

Das Hirschzungenelixier gibt es bei verschiedenen Anbietern fertig zu kauf; wer es selbst herstellen möchte benötigt:

  • Hirschzungenpulver, Langer Pfeffer, Ceylonzimtrinde- gibt es Fertigpulver zu kaufen ;); dazu 2 Liter Weißwein(Bio) und 200 Gramm Bio-Honig oder Honig vom Imker des Vertrauens;
  • …das Hirschzungenfarnkrautpulver-60 Gramm- in 2 Liter Wein 5 Minuten köcheln, 200 Gramm (10 Esslöffel) Bienenhonig zufügen und aufschäumen, anschließend abfiltern und heiß in -sterile-Flaschen abfüllen.

Dosierung:

  • erste Woche: 3 x täglich 1 Likörglas (25 ml) nach dem Essen einnehmen, danach vor und nach jedem Essen 1 Likörglas bis eine Besserung eintritt.
  • Empfehlenswert ist eine Kur über 6 Wochen.
  • Vor der Hirschzungen-Kur bietet sich eine Entgiftung des Körpers an- zum Bsp. mit einer Bärwurz-Birnen-Honig Kur(hier auf meiner Seite nachzulesen unter http://spiritandbalance.de/baerwurz-birnen-honig/).
Elixiere wurden und werden generell mit Wein hergestellt

Wenn ich das Interesse geweckt habe, besuche doch ab und zu meine Seite- dort erfährts Du immer unter „Aktuelles“ wann es wieder Workshops zu Kräutern und Tinkturen gibt- aber auch alle anderen Themen können interessant sein 🙂 und dann würde ich mich- wir uns- natürlich sehr freuen, DICH begrüßen zu dürfen.

Nun bleibt nur noch danke zu sagen an alle Teilnehmerinnen und danke an unsere Natur, die so viel Wertvolles für uns bereit hält!

Alles Liebe- Kira!

Zusatz: Alle Informationen zu diesem Thema beruhen ausschließlich auf Überlieferung und langjährigen Erfahrung. Sie vermitteln somit nur einen allgemeinen Überblick mit Hinweisen auf traditionelle Anwendungsmöglichkeiten und können keinesfalls eine Beratung durch Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/-in ersetzen. Es werden ausdrücklich k e i n e Heilversprechen gegeben!

Werde nicht sauer- Teil 2…

…- und hier- wie versprochen- der „saure“ Teil dieser kleinen Reihe:

Relativ unabhängig vom Säuregehalt werden alle Lebensmittel sauer oder basisch verstoffwechselt. Dauerhaft zu viele Säuregeber allerdings können unseren Körper richtig „sauer“ werden lassen- die Leber und Nieren schaffen den Abtransport nicht mehr und die bekannten Beschwerdebilder wie:

  • chronische Müdigkeit
  • diffuse Schmerzen
  • Erschöpfung
  • Immunschwäche…
starke Faltenbildung- negative Folge einer säuregeprägten Ernährung

können sich mit der Zeit einstellen. Das heißt nicht, dass diese Lebensmittel automatisch ungesund sind- wie immer macht die Dosis das Gift 😉 – Und hier kommen jetzt die stärksten Säuregeber der Nahrungsmittel:

  • Milchprodukte wie Quark, Käse, Butter und Ghee, Joghurt- vor allem auch stark verarbeitet 🙁
  • Süßigkeiten mit raffiniertem Zucker- Vollmilchschokolade, Gummibärchen und Co.
  • Eier und Produkte aus Eiern
  • Wurst und Aufschnitt
  • Fleisch und Fettgeflügel
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Brot aus Auszugsmehlen und stark verarbeites Brot und Gebäck
  • Fertignahrung, Konserven
  • Essigprodukte außer Apfelessig
  • Erdnüsse
  • Chips, Pommes und Co.
  • weißer Reis
  • Früchtetees
  • Softdrinks
  • Alkohol
  • Kaffee aus der Kaffeebohne, Getreidekaffee
Hier stimmt das Verhältnis zwischen Basischem und sauer Wirkendem

Für jeden von uns ist sicher klar, dass einige dieser Nahrungsmittel/Genussmittel generell nur selten bis gar nicht konsumiert werden sollten. Bei den anderen- wie Eier und Milchprodukte- gehören dann einfach zwei Drittel basisch wirkende Nahrungsmittel dazu z.B. Pellkartoffeln mit Kräuterquark oder Gemüse mit Kräuterquark 😉

Ab der nächsten Woche stelle ich einige Rezepte vor, die sehr lecker sind und zudem noch eher eine basische Grundlage haben und vielleicht den einen oder anderen/ die eine oder andere dazu inspirieren, öfter mal basisch zu essen 😉

Eine schöne Weihnachtszeit- vielleicht auch eher basisch geprägt 😉 und alles Liebe wünscht Ihnen/ Euch Kira!

Weihnachtswunder von Ch. Falke
Durch den Flockenfall
klingt süßer Glockenschall,
ist in der Winternacht
ein süßer Mund erwacht.

Herz, was zitterst du
den süßen Glocken zu?
Was rührt den tiefen Grund
dir auf der süße Mund?

Was verloren war,
du meintest, immerdar,
das kehrt nun all zurück,
ein selig Kinderglück.

O du Nacht des Herrn
mit deinem Liebesstern,
aus deinem reinen Schoß
ringt sich ein Wunder los.

Die kleinen und großen Radieschen…

Wer kennt sie nicht- spätestens ab dem Frühjahr sind sie in den Gärten im Freiland zu ernten- die Rettiche oder Radieschen in den verschiedenen Formen, Größen und Schärfen:

  • Die Radieschen sind gemäß der Ernährungstherapie in der chinesischen Medizin leicht frisch- kühl im Temperaturverhalten, vom Geschmack scharf, süss und wirken auf die Funktionskreise Lunge und Magen; dank der enthaltenen Vitamin B9,C und K, der Elemente Kalium, Kupfer und Eisen sowie Senfölglycoside, Anthocyane, Phenole, Zimtsäuren und Indole wirken sie antientzündlich, gegen Pilze und sogar präventiv gegen bestimmte Krebszellen- die Senföle habe eine bis zu 90%ige Bioverfügbarkeit.
  • Achtung Diabetiker Typ 2 und 3– profitieren Sie von einem verstärkten Radieschen-Verzehr. So unterdrückt zum Beispiel das Sulforaphan laut neuesten Erkenntnissen eine erhöhte Zuckerproduktion in den Leberzellen und verbessert die Glukosetoleranz. Dies hat zur positiven Folge, dass der Körper auf Kohlenhydratverzehr nicht mehr so stark mit Blutzuckerschwankungen reagiert und den Zucker besser verarbeiten kann. Die gegen die typischen Diabetes-Symptome gerichtete Wirkung lässt sich laut einer Studie an der Jordan University of Science and Technology auf verschiedene Wirkmechanismen zurückzuführen: die enthaltenen Antioxidantien erhöhen zunächst die körpereigenen Abwehrmechanismen und reduzieren den oxidativen Stress- beides mindert das Diabetesrisiko. Darüber hinaus wird der Blutzuckerspiegel reguliert, indem die Glukoseaufnahme in die Zelle gefördert und gleichzeitig die Glukoseresorption im Darm gesenkt wird. Wenn dann dazu noch ausreichende, gezielte Bewegung und eine maßvoll- individuelle Ernährung kommt, dann ist Diabetes Typ 2 und 3 gut zu behandeln bzw. sogar zu eleminieren.
  • Die Heilwirkung auf einen Blick: hustenstillend, entgiftend, antibiotisch, diuretisch, appetitanregend, antiviral, galletreibend und lebergallefördernd.

Weitere Wirkung gemäß CM:

  • Schleim auflösend/transformierend- Erkältungen mit Schleimbildung, aber auch Halsschmerzen-zum Beispiel den Rettich mit Vollrohrzucker ansetzen und Saft ziehen lassen oder Saft aus 350 g Rettich; 30 g frischen Ingwer auspressen; mehrmals täglich trinken- auch einsetzbar bei Stoffwechselschlacken infolge von zuviel Fleischkonsum, Gallensteine, Nephrolithiasis, Nierensteine, Krebs-Prophylaxe und Fettleber;
  • Feuchtigkeit und Hitze ausleitend- zum Beispiel bei Gallensteinen, Nephrolithiasis, Nierensteinen (täglich 1 Esslöffel klein geschnittenen Rettich während mehreren Wochen einnehmen), Leberentzündung (roh essen, die kühlende Wirkung bringt die Hitze und Nässe aus dem Körper;)
  • Hitze eliminierend und Blut kühlend, Toxine ausleitend- zum Beispiel bei Blut im Sputum, Toxine im Körper, Blut im Stuhl u.s.w.
  • Nässe ausleitend und Diurese fördernd bei Ödemen(roh) und Wasseransammlungen,
  • Qi regulierend und bewegend- zum Beispiel bei Übelkeit und Brechreiz- senkt das Qi ab (gegart), bei verminderter Gallenproduktion roh essen,
  • Nahrungsretention auflösend- bei Verdauungsblockade (gegart), Magenschmerzen, Spannungsgefühl, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Blähungen (Rettich garen oder Rettichsaft mit in heißem Wasser aufgelöstem Kandiszucker vermischen; vor dem Schlafengehen an 3 bis 5 Abende einnehmen);
  • Yin tonisierend- vor allem in der Lunge bei Lungentrockenheit, Säftemangel (roh), begleitend zur Therapie bei Leberzirrhose
  • Qi tonisierend- bei Appetitlosigkeit, tonisiert das Wei-Qi bei Abwehrschwäche/Infektanfälligkeit/ Immunschwäche

Somit haben diese roten oder weißen, kleinen oder größeren- mild-scharfen Knollen eine so große Wirkung für unsere Gesundheit- perfekt, um ohne großen Aufwand gesund zu werden oder/und zu bleiben.

Übrigens- mein Favorit zum Mittag oder Abendessen ist tatsächlich ein Vollkorn-Dinkelbrot einfach mit Butter und Radieschen.

Guten Appetit und gute Gesundheit- alles Liebe!

Kraft mit Wurzelgemüse

Novemberzeit- die Wurzelzeit hat schon längst begonnen. Herbst und Winter sind die Zeit, um sich zu regenerieren und Kraft für den Frühling zu schöpfen. Ruhe, Meditation und eine ausgewogene Ernährung können die Balance wiederherstellen zu unserem oftmals hektischen und schnell ablaufenden Leben. Wenn wir also diese Rückzugszeiten zum Auftanken nutzen, werden wir in Phasen der Aktivität erfahren, dass wir voll in unserer Kraft stehen. Anders gesagt: Sind Metall- und Wasser-Element im Gleichgewicht, wirkt sich dies stabilisierend auf unser ganzes Leben aus. Dazu dienen vor allem Gemüsesorten, die ihre Kraft tief aus dem Boden schöpfen wie bspw. die Schwarzwurzel:

  • Die Schwarzwurzel hat gemäß der chinesischen Ernährungslehre eine leicht kühlende Thermik und sollte immer mit neutralen oder leicht wärmenden Nahrungsmitteln/ Gewürzen kombiniert werden; vom Geschmack her bitter- süß wirken die tollen Wurzeln auf die Meridiane Milz und Leber- indirekt damit auch auf den Nierenfunktionskreis.
  • Durch ihre Inhaltsstoffe Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Mangan, Kupfer, Eisen, alle B-Vitamine, alle fettlöslichen Vitamine, Folsäure, Inulin, Bitter- und Ballaststoffe stellen sie ein hohes Potential in der Ernährung dar; wirken anregend auf den Leberstoffwechsel- das ist besonders für Menschen mit Stoffwechselstörungen wichtig.
  • Im Einzelnen wirkt die Schwarzwurzel gemäß der TCM tonisierend auf das Blut(Anämie, mangelndes Herz-und Leber-Blut), tonisierend auf das Qi im Allgemeinen und speziell auf das Milz-Qi bspw. bei Diabetes Mellitus Typ 2 und Magenempfindlichkeit und…
  • …Schwarzwurzeln leiten Hitze/Nässe aus, was besonders bei Patienten mit einer Übersäuerung des Magens und des gesamten Körpers wichtig ist.
  • Da Schwarzwurzeln sehr viele Ballaststoffe und auch schwer verdauliche Kohlenhydrate enthalten(können Blähungen verursachen) sollte immer Kombualge mitgekocht werden- diese macht die Wurzeln bekömmlicher.

Alle Wurzeln, die so tief in das Erdreich ragen, sind hervorragende Spender für Vitamine und Spurenelemente/ Mineralstoffe. Der „Winterspargel“ oder „Bauernspargel“ ist das beste Beispiel dafür, dass wir nicht immer zu chemischen Präparaten greifen müssen. Ihre neutralisierende Wirkung bei Übersäuerung macht sie für Sportler sehr interessant- die Regeneration nach dem Training kann durch einen Konsum von Schwarzwurzeln positiv beeinflusst werden.

In meinem Rezept habe ich die Schwarzwurzeln(Bio) mit Olivenöl und verdauungsfördernden und wärmenden Kräutern wie Fenchel, Majoran, Chili und Kubebenpfeffer mariniert(1 Stunde) und dann im Backofen auf einem Blech ca. 45 Minuten bei 180 Grad gegart- auch das führt Wärme zu und lässt dadurch den kühlen Charakter der Wurzel schwinden; dazu gab es Hühnchenfilet(Bio) aus dem Kontaktgrill.

Altes Gemüse neu aufgelegt- für dich, mich, Sportler, Kinder… saisonal und regional- mehr geht nicht!

Guten Appetit!

Essen gegen den Schmerz

 

Nun hatte es mich wieder erwischt- die Hitze der letzten Wochen wirkte als Trigger, dann kam ein bisschen Lernstress bzgl. meiner Abschlussprüfung zur Yoga-Lehrerin/ Yoga-Therapeutin dazu und schwups meldete sich mein Rheuma.

Essen gegen den Schmerz- neben zahlreichen Hilfsmitteln der Kräutermedizin und Akupunktur half eine konsequente Einhaltung der Ernährungstherapie(selbst auferlegt) mit Nahrungsmitteln, die Hitze und Feuchtigkeit ausleiten, die Nieren stärken, die Leber entlasten und somit Schmerzen lindern:

  • Obst- Melone, Aprikose, Blaubeeren, Himbeeren, Pitahaya- diese Früchte leiten Feuchtigkeit aus, eliminieren Hitze, bauen das Blut auf, bewegen Blut und wirken dadurch schmerzstillend. Gleichzeitig bewahren sie das Qi, welches ja durch ununterbrochene Schmerzen geschädigt werden kann. Neben einem Reiscongee(Feuchtig ausleiten, Qi bewahrend) kann so ein Obstcocktail ein hilfreiches Frühstück sein.
  • Die Cashewkerne und/oder Walnüsse haben eine überragende Wirkung auf Shen- wirken leicht sedierend durch ihre „Wind“ beruhigende Wirkung und haben ebenfalls eine positive Wirkung auf Qi, Xue und Yin- die Wirkung auf die Meridiane Leber, Herz, Lunge, Milz und Gedärme ist gerade bei rheumatischen Schmerzen nicht zu unterschätzen- einfach je eine Portion(Handinnenfläche) auf das Obst geben.
  • Salat aus Blattspinat, Feldsalat, Retticharten und Melone- die Kombination wirkt auf die Essenz Jing, tonisiert das Blut, eliminiert Hitze und Feuchtigkeit- gerade Spinat wirkt sehr stark entzündungshemmend mit seinen Inhaltsstoffen(Betacarotin, Vitamine B2, C und E, Folsäure, Eisen, Magnesium, Jod, Mangan, Saponine, Kalium (630mg) Flavonoide) und regt die Bildung der roten Blutkörperchen im Rückenmark an. Auch Feldsalat hat ähnliche Eigenschaften. Die Retticharten(Radieschen, weißer Rettich) sind scharf- süss und wirken auf die Funktionskreise Lunge und Magen, dadurch indirekt auch auf das Blut, Yin und Qi- sie eliminieren Hitze, transformieren Schleim und wirken teilweise gut tonisierend. Die Melone im Salat hat eine kühlende Wirkung, welche sofort heißen, schmerzenden Gelenken Linderung von innen bringt.

  • Grüner Spargel- gehört zu den süß- bitteren Gemüsearten und wirkt auf die Funktionskreise Leber, Niere und Gedärme mit seinen Feuchtigkeit ausleitenden, Nässe/Schleim transformierenden, Blut tonisierenden und Verdauung regulierenden Eigenschaften- eine sehr gute Reinigungskur gerade bei rheumatischen Schmerzen.
  • Champigons- das Beste bei rheumatischen Schmerzen, da diese und Pilze im Allgemeinen sehr gut Toxina aus dem Blut ausleiten… sie sind süß vom Geschmack und wirken auf die Funktionskreise Milz, Magen, Lunge und Gedärme. Mit den Inhaltsstoffen Eiweiße, Ballaststoffe, kaum Fett und Kohlenhydrate, B-Vitamine, Vit.K, Pro-Vit.D, Vitamin E, C, Folsäure, Mineralstoffe und Spurenelemente- Kalium, Kalcium, Phosphor, Eisen, Kupfer und Salycilsäure sind die Champigons Champion in der Ernährungstherapie bei Schmerzen und Entzündungen der Gelenke! Zusätzlich tonisieren sie Yin(wichtig für Knochen und Gelenke), wirken positiv auf das Blut und Qi und transformieren Schleim.

  • Der Blumenkohl- wirkt mit seinem süß- scharfen Gesschmack auf die Funktionskreise Lunge, Magen, Milz und Gedärme. Seine positiven Eigenschaften- antiviral, antibiotisch, anticancerogen und harntreibend- sorgen dafür, dass auch er einen festen Platz im Speiseplan bei rheumatischen Schmerzen haben sollte… nicht nur, dass Blumenkohl auch wieder Feuchtigkeit und Hitze ausleitet und die Eigenschaften der oben genannten Lebensmittel verstärkt bzw. auch aufweist, er aktiviert und tonisiert das Wei-Qi. Das Wei-Qi ist für unsere Abwehr zuständig- nicht nur gegen Virne und Bakterien… sondern auch gegen Stress. Es macht uns stabil und wer stabil ist, den triggert Stress nicht zu stark. Es schützt unseren Körper vor äusseren krank machenden Faktoren, indem es Haut und Muskeln beschützt und das Eindringen von Faktoren verhindert. Wenn die Schutzfunktion des Qi stark genug ist, können die pathogenen (krankmachenden) Energien nicht in den Körper eindringen und man bleibt gesund. De Facto sollte Blumenkohl auf keinem Speiseplan fehlen!!!

Es gibt noch viel mehr Lebensmittel, die sich positiv bei rheumatischen Beschwerden auswirken- gerade für Frauen jenseits der 42- der Zeitpunkt, an dem laut TCM die Wandeljahre beginnen- sind rheumatische Schmerzen bei entsprechender Disposition(Familiendisposition) nicht ungewöhnlich. Mit entsprechender Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung und kleinen Veränderungen im Alltag kann „Frau“ und „Man(n)“ diesen sehr gut begegnen, ohne gleich chemische Medikamente zu nehmen.

Duftend, lecker und voller Kraft…

…kommt sie daher- eine der Südfrüchte, die trotz aller Regionalität im Sommer ruhig ab und zu einmal auf dem Speiseplan stehen darf- die Papaya oder MuGua:

  • Ein bisschen süß, ein bisschen scharf und auch bitter wirkt sie- das Fruchtfleisch- ausgleichend auf den Körper und reguliert sowohl Hitze als auch Kälte, die Samen, die essbar sind, wirken eher scharf…
  • MuGua wirkt auf die Meridiane Milz, Magen, Leber, Därme und Gallenblase und entzündungshemmend, bakteriostatisch, antioxidativ und blutverdünnend.
  • Die Papaya lässt sich bei vielfältigen Syndromen einsetzen- als Qi- Tonicum, gegen Nässe, Hitze, Schleim, als Yin- Tonicum, zur Blut- Regulation, um Blut-Stasen aufzulösen und zu verhindern, bei Stagnationen im Darm(Kerne, abführend), kann bei Parasiten im Darm eingesetzt werden und sie ist ein hervorragendes Nahrungsmittel bei Kälte-Bi-Syndromen(Rheumatische Erkrankungen).
  • Besonders Sportler und Personen, die viel tierisches Eiweiß zu sich nehmen, sollten regelmäßig Papaya essen, da diese die Eiweißschlacken im Darm beseitigt und generell bei Stoffwechselschwäche, Verdauungsschwäche, Eiweiss-verdauungsschwäche, Fettverdauungsschwäche und Kohlehydratverdauungsschwäche stimulierend wirkt.
  • Durch das Enzym Papain, zahlreiche Mineralien und Spurenelemente, eine große Anzahl an Vitaminen und Flavonoiden gehört die Papaya zu den Nahrungsmittel für eine Krebsprävention, aber auch auf den Speiseplan während einer Krebsbehandlung- sie wirkt antientzündlich und wundheilend.
  • Cave! Da die Papaya über eine absenkende Eigenschaft verfügt, sollte sie während der Schwangerschaft nicht oder nur sehr maßvoll gegessen werden!!! Auch Allergiker auf Kernobst sollten maßvoll mit dieser hilfreichen Frucht umgehen.
  • MuGua ist eine Frucht, die sehr hilfreich bei der Gewichtsregulation unterstützt- allerdings sollten Menschen mit einem eher dünnen Stuhlgang die Kerne nicht mitessen!

Südfrüchte sollten trotz aller positiven Wirkungen sehr maßvoll und möglichst nur im Sommer gegessen werden- in den Heimatländern haben sie bestimmte Funktionen(kühlend…), diese Funktion ist bei uns unter Umständen nur zu bestimmten Jahreszeiten nützlich. Übrigens…die Kerne sind eine Delikatesse- doch auch nur in Maßen. Wie man sieht, dekorieren sie wunderbar einen leckeren Sommersalat aus Papaya, gelber Melone und Heidelbeeren.

Kornblumen- blau…

…blüht es bereits in den Gärten- die Kornblumen haben ihre Hochzeit- die an den Ackerrändern folgen bald. Die Heilwirkung ist phänomenal:

  • adstringierend, antirheumatisch, appetitanregend, blutreinigend, entwässernd, entzündungshemmend, harntreibend, hustenstillend, schleimlösend und tonisierend- damit wirkt sie auf die Funktionskreise Niere, Leber, Blase, Magen, Milz und Lunge.
  • Eisatz findet das als Unkraut geächtete Pflänzchen bei Akne, Appetitlosigkeit, Augenentzündung, als Bittermittel, bei Darmbeschwerden, Fieber, Galle- und Leberbeschwerden, Genitalfluor, Gicht, Hornhautgeschwüren, Husten, Insektenstichen mit und ohne Juckreiz, bei Kopfschmerzen, Schuppen der Kopfhaut, bei Leberschwäche(Leber-Blut),
    Magenbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Mundschleimhautentzündung, Nierenschwäche, Ödemen, als Verletzungsmittel bei Quetschungen mit dem Gänseblümchen zusammen, bei Rheuma, bei Spinnenbissen, als Tonicum, bei Verdauungsstörungen mit und ohne Verstopfung und bei schlecht heilenden Wunden(z.B. bei Diabetes)- Sie sehen also, wie breit gefächert die Wirkrichtung ist. Die Pflanze an sich ist ja sehr robust und kommt- Dank an Mutter Natur- immer wieder.

Anwendungen:

  • Umschläge, Bäder, Gesichtswasser…

    Kompressen mit dem Tee helfen bei geschwollenen Augen, Tee-Bäder helfen bei Hauterkrankungen und juckender Haut, tägliche Fußbäder helfen gegen Ödeme- dazu mit zwei Handvoll Frischblüten einen Tee/Sud kochen..
    Ein Tee mit 3 Esslöffeln auf 250 ml Wasser kann als Gesichtswasser bei unreiner oder gereizter Haut eingesetzt werden.

  • Blüten in Wein aufgekochen und abseihen- hilft gegen Fieber, regt die inneren Organe an und eignet sich zur Mundspülung- das Rezept ist nach Hildegard von Bingen- günstig ist ein Weißwein, der nur schäumend gekocht wird.
  • Blüten-Frischbrei- die frischen Blüten werden zu einem Brei zerquetscht oder zerkaut, dieser Brei kann zur Heilung von Wunden und Geschwüren aufgetragen werden, sehr nützlich, wenn man unterwegs ist und keine anderen Heilmittel zur Verfügung hat…
  • Blüten-Saft und -Brei- der frischer saftiger Brei aus der Kornblume wird äußerlich gegen Schuppen und Kopfgrind eingesetzt, man kann auch ein Kopfwasser ansetzen..
  • Tinktur– die Kornblume ist Teil einer Tinktur aus blauen Blüten zur Konzentrationsstärkung und Vitalisierung- es sind unter anderem auch Lavendel, Storchenschnabel und andere Blüten enthalten..
  • Augentropfen– 1 Esslöffel in 250 ml Wasser geben 5-10 Minuten kochen, anschliessend noch 30 Minuten ziehen lassen und abfiltern- hilft gegen entzündete Augen. Bei der eigenen Herstellung muss absolute Sterilität eingehalten werden, da es ansonsten zu Reinfektionen oder erweiterter Keimbelastung kommen kann- greifen Sie auf Fertigprodukte zurück.

Kornblume in Knospe

Sehr lecker- ein Salat mit frischen Blüten!

  • Tee gegen Nervenreizung und Juckreiz:je 20 Gramm Sternanis, Ehrenpreis, Johanniskraut, 15 Gramm Kamillenblüten, je 10 Gramm Hauhechelwurzel und Passionsblumenkraut + 5 Gramm Kornblumenblüten- den Sternanis mörsern, dann alles gut vermischen; 1,5 Esslöffel der Mischung mit 300ml Wasser 10 Minuten sieden lassen(n i c h t kochen!!), abseihen und trinken- der Tee beruhigt gereizte Nerven, beruhigt die Haut und stärkt die Haut an sich- verschiedene Krankheiten können Juckreiz hervorrufen, beispielsweise Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaria) oder Altersjuckreiz. Auch manche innerliche Erkrankungen haben Juckreiz als Symptom, zum Beispiel Leberschäden, Nierenkrankheiten, Arzneimittelunverträglichkeiten und …..

Die Kornblume- herrlich blühend, als Unkraut verteufelt und so hilfreich bei Alltagsbeschwerden.

Schöllkraut…

…ist so ziemlich in Vergessenheit geraten. Dabei völlig zu unrecht, denn es ist eines unser Kraftkräuter:

  • …wirkt auf die Meridiane Leber, Gallenblase, Därme, Magen und Lunge- somit ergeben sich die Einsatzgebiete für bzw. gegen…
  • Lebererkrankungen jeglicher Art- Hepatitis, Ikterus, bei bitterem Mundgeschmack, gelben Skleren, Katarakt, Grauer Star, Augenlinsentrübung, Augenrötung, tränenden Augen, Kopfschmerzen hinter den Augen, Kopfschmerzen rechts, Gesichtsrötung, Cholezystitis, Gallenblasenentzündung, Ekzem, Ausschlag, Dermatitis, Hauterkrankungen, Rheuma, Gicht,Warzen, Krebs, Magenkrebs, erhöhten Cholesterinwert, Bronchitis, Pertussis…- einfach um Hitze zu elemenieren, Feuchtigkeit zu trocknen und abzuleiten.
  • eine weitere Eigenschaft ist die Qi- regulierende und bewegende- z.B. bei (chronischem)Krampfhusten, Asthma, Verspannung, Gallenblasenschmerzen, Cholelithiasis, Gallensteine, Gallenkolik, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Obstipation, Verstopfung, Schulterschmerzen, Blutdruckstörungen, Hypertonie, Hypotonie, Reizbarkeit, Depressionen, Zornausbruch, Wutausbruch und Albträumen.
  • Cave!!! Wegen der leicht toxischen Eigenschaft sollte Chelidonium majus in prozessierter Form, z.B. spagyrisch oder als Dilutation/ Urtinktur verabreicht werden. Nicht während der Schwangerschaft anwenden und nicht bei Uteruskontraktionen einsetzen. Die krampflösende Wirkung schließt nicht den Uterus mit ein, sondern verursacht Uteruskontraktionen.
  • Nebenwirkungen: Bei Überdosierung treten Brennen im Munde, Magneschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, blutige Durchfälle, Hämaturie, Schwindel und Benommenheit auf. Der Kontakt des Auges mit dem Milchsaft sollte vermieden werden. Wenn es auch bei der Anwendung in sinnvoll verordneten Mengen nicht zu Nebenwirkungen kommt, ist zu bedenken, dass die Pflanze mehrere Alkaloide enthält und somit strenggenommen zu den Giftpflanzen zu zählen ist.
  • Anwendung: Urtinktur nur nach Verordnung, der gelbe Saft der Stängel kann direkt auf Warzen, Ringelflechte oder auch Geschwüre aufgetragen werden, die Spagyrik (Sprühflasche) kann bis zu 3x täglich etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten(Galle…) mit 3-5 Sprühstößen eingenommen werden.
  • Eine Abkochung des Krautes kann als Kompresse gegen verschiedene Hauterkrankungen(Hitzezeichen) eingesetzt werden- eine Handvoll frisches Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen bzw. 5 Minuten sieden lassen, abseihen und den Sud als Kompresse verwenden; damit lässt sich auch ein Lebrwickel durchführen.
  • Die Urtinktur setze ich als Entgiftungsmittel bei Hitze in Leber und Gallenblase ein.

In wohldosierter Konzentration ist das Schöllkraut sehr hilfreich- halten Sie aber immer Rücksprache mit dem Arzt/ der Ärztin oder Heilpraktiker/ der Heilpraktikerin!

Löwenstark…

 

…der Meister der Gewebeentgiftung- er steht in voller Blüte und sagt uns „Frühling“- Zeit für das Holzelement- Leber und Gallenblase.

Der Löwenzahn, Taraxacum officinale, ist ein vor Bitterstoffen, Flavonoiden, Sterolen, Gerbstoffen, Kalium, Inulin(Wurzel), Schleimstoffen und Kalium(Kraut) nur so strotzender Tausensassa:

  • Er ist sowohl als Kraut mit Blüten, als auch mit der Wurzel verwendbar und wirkt absolut entgiftend- besonders bei den Hitzköpfen unter uns 😉
  • Die bekannten Wirkungen sind Galle treibend, appetitanregend, verdauungsfördernd, Wasser treibend, stoffwechsel anregend, Verdauungssäfte anregend und leicht abführend…
  • …die weniger bekannten Wirkungen aus Sicht der TCM sind ebenso weitgreifend- Löwenzahn beseitigt Leber-Qi-Stagnation, leitet feuchte Hitze aus Leber und Gallenblase aus, zieht  aufsteigendes Leber-Feuer und Leber-Yang wieder nach unten, bewegt die Säfte, leitet Feuchtigkeit und auch Hitze von Niere und Blase aus, wirkt generell kühlend auf Yang-Hitze und kann trotzdem bei Milz-Qi-Mangel eingesetzt werden.
  • Die Wirkung auf emotionaler Ebene ist enorm- er sorgt für Kritikhaftigkeit und lehrt uns, mit den Umständen zurecht zukommen; Löwenzahn bringt uns dazu, andere gut so zu sein, wie sie sind… Schwäche des Holzelementes ist ja das ständige kritteln und sich über andere aufregen
  • Im Frühjahr- der Zeit des Holzelementes(Leber/Galle)- macht es Sinn, täglich über den Tag hinweg einen Löwenzahntee aus Kraut und Wurzel zu trinken; drei gehäufte Teelöffel mit einem Liter Wasser 6-8 Minuten leicht unterhalb der Kochtemperatur sieden lassen, abseihen, den Sud in eine Thermoskanne füllen und zu beliebigen Zeiten(am günstigsten sind die Vormittagsstunden) ungesüßt trinken.
  • Die Blätter des Löwenzahn können den Frühlingssalat bereichern- einfach einige dieser säubern und fein gehackt mit unter den Salat mischen- die Bitterstoffe sind besonders gut gegen Heisshunger.
  • Achtung!!! Bei Darmverschluss und Entzündungen bzw. Verschluss der Gallenwege sollte der Laie keinen Löwenzahntee zu sich nehmen!

gefüllte Zucchini mit Löwenzahnkräuterstreu

  • Eine Heilmeditation, die wunderbar zum „Löwenzahn“ passt: „Ich bin stark, unbezwingbar und kann mich immer entscheiden“- so hilft uns das Kräutlein über Widrigkeiten hinweg, sorgt für Kraft, nimmt Unzufriedenheit und Pedanterie, hift bei Übererregung und gibt uns Flexibilität…
  • Die Blüten lassen sich übrigens wunderbar zu einem Löwenzahn“honig“ verarbeiten.

So- nun nicht nur ausstechen und vernichten, sondern fleißig sammeln und trocknen… den Teevorrat für das Jahr auffüllen!

Pusteblume- von H.Kahlau

Dem Löwenzahn zum Ruhme
Gibt es die Pusteblume.
Die Pusteblume ist sein Kind.
Wenn ihr nicht pustet,
Kommt der Wind

Und pustet ihre Sterne.
Sie fliegen in die Ferne,
Und wo sie landen, seht’s euch an
Da wächst ein neuer Löwenzahn.

The bright side oder warum sollten wir auf der linken Seite schlafen

Ja warum? Manchmal rätselt man ja, welche Seite zum Schlafen die beste ist- warum also links:

  • Die linke Seite ist unsere Luna- Seite- die Mond- oder Yin-Seite- somit ist sie für unsere Ruhe, Erholung, das tiefe Absinken in einen erholsamen Schlaf unverzichtbar- im Yoga beginnt man die Wechselatmung/ Lunaatmung und alle reinigenden Atemübungen mit links.
  • Die Milz kann effektiver arbeiten- sie ist ein Yin-Organ und nicht nur für unser Nahrungs-Qi verantwortlich, sondern auch für Erholung und Regeneration.
  • Unser Gedärm kann effektiver arbeiten, entgiften und unser Immunsysthem pflegen, wenn wir uns des Nachts auf links legen- schließlich verankert ein kräftiges Yin das Yang und holt es zur Wurzel zurück 😉
  • Links entlastet die Yang- Organe, so auch den Magen- es gibt einfach kein aufsteigend- rebellierendes Magen- Qi(Sodbrennen…) mehr.
  • Unsere Lymphe(Niere ist Yin, Milz ist Yin) können besser arbeiten und so Stauungen entgegen wirken und auch das Herz entlasten…
  • …somit kann unser Herz sich auch besser erholen und deutlich effektiver arbeiten(gehört auch zum Yin). Der sanfte Druck auf die linke Seite aktiviert den Herzmuskel und lässt erst gar keine Stauungen entstehen.
  • Der General- die Leber- erholt sich ebenfalls deutlich besser, kräftigt sich in der Nacht(Yin-Zeit) und entgiftet- das trägt dazu bei, dass wir einen effektiveren Schlaf haben. Schlafen wir rechts, wird permanent Druck auf die Leber ausgeübt und welcher General kann schon gut mit Druck umgehen 😉

Soweit dazu- links kommt von Herzen und somit empfehle ich “ Schlafen Sie mal links „

Orange- Gelb- Sauer und süß…

…kommen sie daher- die Physalis. Eine exotische Frucht- auch Inka-Beere, Goldbeere oder peruanische Kirsche- mit großer Heilwirkung:

  • Die Physalis stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet, ist aber mittlerweile auch in Asien beheimatet- demzufolge wirken sie gemäß TCM frisch- kühlend und können so sehr gut gegen Hitze- Symptome eingesetzt werden.
  • Sie gehören in die Kategorie des Holzelemente- bauen mit Ihrer Wirkung Säfte auf, stärken das Yin, halten die Organe an ihrem Platz, wirken teilweise adstringierend(zusammenziehend) – durch die Zugehörigkeit zum „Holz“- Leber- und Gallenblasen-Meridiane, wirkt Physalis besonders gut bei Diabetes Typ II.
  • Die kleinen Samen im inneren wirken gegen Verstopfung- leicht abführend und schleusen so auch Toxine aus dem Körper- vor allem Hitze-Toxine, die sich im Darm befinden.
  • Die süß- sauren, auch leicht bitteren Früchtchen stecken voll mit Vitaminen wie Beta-Carotin, Vitamin C aber auch Thianin, Niacin, Phosphor und pflanzlichem Eiweiß(16%).
  • Durch die Inhaltsstoffe begründet sich das Einsatzspektrum- Sportler-Superfood, Einsatz bei allen Erkrankungen, die in der TCM in irgend einem Zusammenhang mit der Leber zu sehen sind und allgemein bei Rheuma, Diabetes, Darmstörungen, Abwehrschwäche, Problemen mit den Knochen und Zähnen(Phosphor) und sie stimulieren das Zellwachstum/ wirken antioxidativ.
  • Dank des hohen Anteils an spezifischem Pektin senken die frechen Früchtchen den Blutzuckerspiegel und wirken positiv auf den Cholesterinspiegel.
  • Die Bioflavonoide verhindern Plaques in den Gefäßen, verbessern die geschmeidige Festigkeit der Gefäße, sie sorgen für eine bessere Sauerstoffbindung und wirken sehr stark auf das Wei-Qi(Immunsystem, natürliches Antihistaminikum).
  • Die zwei wesentlichen essentiellen Fettsäuren Linol- und Ölsäure sind maßgeblich, um eine Insulinresistenz zu vermeiden und schützen vor Oxidationen der Fette- dazu kommt noch, dass der glykämische Index sehr niedrig ist- 100 Gramm enthalten mal gerade 53 kcal und das sind gesundheitsfördernde Ballaststoffe.
  • 30 Gramm decken 45 % des Tagesbedarfes an Vit.A, weiterhin haben wir Vit. B1,2,6,, Vit. C und zahlreiche Spurenelemente.

Gerade jetzt gibt es die gelb- orangen- in einer kleinen Lampionhülle verpackten- kugligen Früchte. Sie passen sehr gut zum Abendessen(siehe Bild mit Frittata+ Avocado+Kräuter)- roh oder getrocknet sind sie schmackhaft und sie stoppen Heißhungerattacken ;)- auch als Smoothie-Frucht ist Physalis sehr gut geeignet!

 

Fisch zum Abend…

…ja, unbedingt- zum Beispiel Doradenfilet mit roter Bete, frischem Apfelmeerrettich und Roggenvollkornbrot:

  • Das Doradenfilet(oder jedes andere beliebige Fischfilet) einfach mit fließendem Wasser reinigen, leicht säuern und dann mit dem Kontaktgrill garen; es kann auch in Backpapier und mit etwas Weißwein im Ofen gedünstet werden… erst danach mit Kräutern und einer Prise Salz würzen, damit entfaltet sich der Geschmack besser; zwei Scheiben Roggenvollkornbrot antoasten und mit Butter einstreichen; die rote Bete als Carpaccio schneiden und dazu frischen Meerrettich und Apfel reiben, etwas Avocado- oder Arganöl darüber geben und mit etwas Pfeffer würzen; ich nehme immer roten Boskop dazu- wenn der Fisch gar ist, alles auf einem Teller nett anrichten und fertig ist ein einfaches, schmackhaftes und gesundes Abendessen…
  • …welches besonders interessant aus Sicht der TCM ist; zu den Zutaten rote Bete … habe ich ja schon mehrfach hier an dieser Stelle geschrieben; was ist aber nun mit dem Fisch? Der Fisch gilt als salzig bis süß/je nach Fischart und ist vom Temperaturverhalten her neutral bis leicht kühlend- er stärkt das Wasserelement, wirkt aber insgesamt auf die Meridiane Leber, Milz und natürlich Niere,

  • Fisch tonisiert ganz hervorragend das Nieren-Yin, daher ist er zum Abend besonders zu empfehlen; er regt die Zellneubildung an, stärkt die Säfte und kann als Therapeutikum bei zahlreichen Beschwerden, die mit einem Yin-Mangel in Verbindung stehen(Hitze am Abend, brüchige Haare, Wechseljahresbeschwerden…), eingesetzt werden,
  • Gleichzeitig wirkt Fisch aber auch Yang-, Blut- und Qi tonisierend- das heißt bei Energiemangel, Müdigkeit, Erschöpfung, Kältegefühl(da eher geräuchert und gegrillt), bei Anämie und deren Folgeerkrankungen, Hauterkrankungen… und vielem mehr sollte Fisch mindestens einmal/ Woche auf dem Speiseplan stehen oder täglich eine Fischbrühe gegessen werden;
  • Aber nicht nur als Tonicum eignet sich Fisch- er löst Schleim auf, scheidet Nässe aus(Hypertonie, Cholesterin erhöht, Rheuma…) und er wirkt Hitze ausleitend und Toxine eliminierend(BioQualität!)
  • Achtung! Fischhaut bzw. das Fett enthält viele Purine!! Daher müssen Menschen mit Gichterkrankung vorsichtig sein und gerade bei fettem Seefisch maßvoll konsumieren; viel abgekochtes, heißes Wasser dazu trinken neutralisiert!

Fisch ist nicht nur bekömmlich, sondern auch ein hervorragender Eiweißlieferant und VitaminD-Spender- also, öfter mal Fisch frisch auf den Tisch 😉 … und als Abendessen einfach unschlagbar.

Erdbeerblätter und was…

…man damit anfangen kann:

  • Erdbeeren gehören zu den Rosengewächsen und haben somit dieser Familie entsprechend auch ihre Heilwirkung- nicht nur als köstliches Obst von Juni bis in den November(Monatserdbeeren) beglücken sie uns, sondern auch getrocknet und dort besonders auch die Blätter wirken sie…
  • …adstringierend, schmerzlindernd, blutreinigend und harntreibend durch die Inhaltsstoffe Gerbstoffe, Flavonoide, Salycilsäure, Zimtsäure und Kaffeesäure
  • Die Früchte und Blätter wirken auf die Funktionskreise Blase, Niere, Leber(Kopfschmerzen, Migräne auf Grund LeberYang/Leber-Hitze) und Gedärm und werden bei Blasen- und Nierenproblemen, bei Gicht und Rheuma, zur Ausleitung von Hitze im unteren Erwärmer und gegen Leber-Hitze eingesetzt, gleichzeitig wirken Früchte und Blätter aber auch Leber-Blut(Xue) aufbauend, aber auch gegen Durchfälle auf Grund von Hitze.
  • Zur Verwendung als Adstringens 1 g (etwa 1 Teelöffel) fein geschnittene Erdbeerblätter mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 bis 10 Minuten durch ein Teesieb geben- bei leichtem Durchfall mehrmals täglich eine Tasse trinken, weiterhin können Erdbeerblätter in Tee’s gemischt werden, die bei Nieren,- Blasen- und Leberproblemen helfen.
  • Sie lassen sich besonders gut mit Lavendelblüten und anderen Blüten-Drogen mischen.
  • Erdbeerblätter sind ein idealer Schwarztee- Ersatz- einen Teelöffel an Kraut 1-3 Minuten ziehen lassen, dann entfalten sie eine ähnliche Wirkung.
  • Achtung– bei Allergieneigung gegen Erdbeeren sind auch die Blätter tabu!!

Nutzen Sie nicht nur die Früchte, geben Sie den Blättern gerade im Winter eine Chance, Ihnen zu helfen ;)!!

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