Rheuma

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Hörsturz in der Chinesischen Medizin diskutiert…

Vorab: Vielen Dank für Eure Zuschriften und Anfragen- ich bin überrascht, wie groß das Interesse ist!

Ein Hörsturz erwischt Dich kalt- aus dem Nichts heraus- so ist die Situation aus der Empfindung der Betroffenen. Während in der modernen Medizin mittlerweile auch Stress und Durchblutungsstörungen als Ursache anerkannt sind, wissen wir in der Chinesischen Medizin, dass es für den Hörsturz und allgemein „Ohren-Symptome“ wesentliche auslösende Faktoren gibt, die extrem vielfältig sind:

  • Das Ohr wird von verschiedenen Funktionskreisen innerviert- verstehe das Ohr aus Sicht der Chinesischen Medizin und du verstehst den „Hörsturz“; es sind die Gallenblasen-, Dünndarm(Verstehen im engeren und weiteren Sinn)-, SanJiao(Stoffwechsel)- und Magen- Meridiane, dann eine spezielle Abzweigung des Dickdarms- der Dickdarm- Luo-Mai-, die das Ohr „versorgen“ und zusätzlich hat das Ohr über die Luo(kleine Verbindungsmeridiane) einen direkten Bezug zum Ren- und Du-Mai; über das Ohr öffnet sich der Funktionskreis der Nieren(Hören im eigentlichen Sinn mit Yin und Jing) und auch der Leber-Funktionskreis kann sich über das Ohr „äußern“(Leber-Feuer).
  • Alle diese Meridiansysteme wirken auch bei weiteren Erkrankungen mit; Hörsturz und „Ohren-Symptome“ sind oft Begleitphänome anderer Erkrankungen wie z.B. von chronischen Nebenhöhlenprozessen, Zahn- und Kieferproblemen, Bluthochdruck, Rückenproblemen aller Wirbelsäulenabschnitte, Panik und Ängsten, chronischen Entzündungen oder auch Fibromyalgie…
  • … andererseits werden „Ohren-Symptome“ und der Hörsturz selbst auch durch eine schwere- berufliche- Stressphase ausgelöst und kann sich nicht mehr zurückbilden, obwohl der Betroffene ansonsten vollkommen gesund erscheint. In den meisten Fällen ist der Organismus viele Jahre überfordert; konnte er in der Vergangenheit vielleicht noch eine gewisse Balance halten, so bringt jetzt ein akutes Ereignis- wie Stress, eine Erkältung oder ein emotionales Trauma- das „Baumhaus zum Einsturz“.
  • Als Ursachen nach den Kriterien der Chinesischen Medizin kommen sowohl biographisch erworbene Spannungsdysbalancen im ShaoYang, in der Skelettmuskulatur(Qi- und Blut-Stasis) in Frage, aber auch Verschlackungstendenzen(Feuchtigkeit und Schleim Tan), Kälte-Invasionen(Wind-Kälte) oder Bluthitze(Wind-Hitze, Yin-Mangel mit Schädigung der Essenz, aufsteigendes Feuer) dominieren; es herrscht in vielen Fällen eine Dysbalance zwischen Holz- und Wasserelement.
Meditation; Yoga mit MUDRA’S

Behandlungsmöglichkeiten- immer individuell:

  • Stressreduktion und lösen von Spannungsfeldern im Lebensalltag- YangShen(Lebenspflege) im Alltag;
  • Kräutermedizin mit westlichen und/oder chinesischen Kräutern;
  • Akupunktur- unentbehrlich, Schröpfen, Moxa-Therapie;
  • Aderlass;
  • Ernährungstherapie und/oder Fasten;
  • TuiNa; Shiatsu
  • QiGong und Yoga; Walking; Atemtherapie;
TuiNa oder Shiatsu

Mein Tipp:

  • Massiere täglich beide Ohrmuscheln; dies wirkt als Prävention, aber auch bei „Ohr-Symptomen“- beginne an der Ohrspitze, massiere das Ohr außen bis zu den Ohrläppchen, ebenfalls innen und auch den Übergang zum Gesicht- wiederhole die Massage drei- bis viermal oder auch öfter- einfach bis zur merklichen guten Durchlutung des Ohres.

Sehr wichtig ist, dass die/der Betroffene wieder richtig gut und erholsam den Schlaf erlernen und auch praktizieren.

Ernährungshinweise:

  • Bei Ohrproblemen verbieten sich Knoblauch, Zwiebeln und andere Lauchgewächse, Alkohol, Scharfes, keine Fertigprodukte, bei Schleim keine Milchprodukte und kein Brot

Noch eine Anmerkung: Hören und Verstehen sind zwei Paar Schuhe- allerdings lässt sich beides mit den oben genannten Möglichkeiten behandeln.

Die Behandlung von „Ohr-Symptomen“ ist langwierig; die Erkrankung baut sich oft über Jahre auf- daher benötigt es Monate bis zur Linderung oder Gesundung- und auch hier gilt:

Nur zusammen ist es zu schaffen- gemeinsam für Dich/Euch- nutze die Möglichkeiten… alles Liebe

Kira

QiGong und TaiJiChuan als Unterstützung

Die Naturapotheke des Winters- Teil 4…

beschreibt für Euch den Bockshornklee- wiederum ein Pflänzchen, welches aus Asien und/oder dem Mittelmeerraum stammt… Und wieder gibt es Berührungspunkte zwischen Klostermedizin und chinesischer Heilkunde:

gemahlene Bockshornklee-Samen
  • Bockshornklee- und hier insbesondere die Samen- können als Gewürz und Heilmittel eingesetzt werden; als Gewürz bringen sie eine leichte Schärfe und Wärme in die Mahlzeiten…
  • …als „Heilkraut“ genommen ist ihre Wirkung so vielfältig, dass die Samen in fester oder gemahlener Form schon als Tausendsassa bezeichnet werden können;
  • Gemäß der chinesischen Kräuterlehre ist Trigonella foenum-graecum oder auch „Griechisches Heu“ wärmend, vom Geschmack leicht bitter, leicht scharf, leicht aromatisch, leicht süss und wirkt auf die Funktionskreise Niere, Magen, Lunge, Leber, Gedärme und Milz.
  • Vom an Klee erinnernden Pflänzchen werden die Samen als Gewürz oder Heilmittel eingesetzt; sie enthaltenen Proteine und Vitamin A und B-Vitamine-B1, B2, B3, B5, B6-,Vitamin C, Kalium, Phosphor, Zink, Mangan; weiterhin Schleimstoffe, fette Öle(gesunde), Flavonoide, Saponine, dazu noch einen hohe Anteil an Eisen-, Magnesium- und Calcium.
  • Durch die Inhaltsstoffe wirken die Samen nährend, blutbildend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, mildernd bei Schleimhautreizungen, schleimlösend und entzündungshemmend- diese Eigenschaften sorgen für die tonisierende Wirkung auf Yang, Blut und Qi; Schleim wird transformiert und ausgeleitet; sie eliminieren sowohl toxische Hitze als auch Kälte…
  • …das Einsatzgebiet geht über Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege, über Magen/Darmerkrankungen, Erkrankungen der Harnorgane, sorgen für einen guten Milchfluss bei Stillenden( in der Klostermedizin umfassend beschrieben), aber auch für Linderung bei Rheuma-Erkrankten. Gute Dienste leisten sie ebenfalls bei Hautproblemen wie Akne, Abszessen und Furunkeln…
  • Aus moderner Sichtweise lassen sich die Samen gegen Zivilistionskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck einsetzen; die positive Wirkung zur Bildung von Muttermilch(durch enthaltene Phytoöstrogene) ist ebenfalls er- bzw. bewiesen; sie verbessern das Blutbild, stärken Muskeln und Nerven und tragen zur Bindung von Fettsäuren bei.
  • Achtung!!! Bockshornklee sollte nicht während der Schwangerschaft konsumiert werden; Diabetiker sollten die Samen zusammen mit ihren üblichen Medikamenten nur nach eingehender Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker(in) einnehmen. Da Bockshornklee die Blutgerinnung verlangsamt, sollte er auch bei Blutgerinnungs-störungen nur mit Vorsicht konsumiert und/oder angewendet werden. Die übermäßige Einnahme der Samen kann zu Übelkeit oder Blähungen führen. Durch die enthaltenen Phyto-Östrogene sollten Personen, die an einem hormonbegründeten Krebs erkrankt sind, ebenfalls auf den Konsum verzichten!!

Wie können wir dieses Multitalent nutzen?

  • In der Küche- gemahlen als Gewürz zu Eintöpfen, Currys, Fleischgerichten, zu Reis oder auch Fisch; für verschiedene Würzmischungen- siehe weiter unten; als wohlschmeckende Sprossen und die Blätter ebenfalls als Gewürz oder zum Salat
  • MADRAS-CURRY: je eine Msp. gemahlene Bockshornkleesamen, Koriander, Kreuzkümmel, Chili, Pfeffer, Senf, Fenchel und Mohn mischen- die Gewürze sollten alle gemahlen bzw. grob gemörst sein- wertet jedes Reis- oder Eintopf- Gericht auf; wirkt allerdings sehr wärmend und ist für jemanden mit starken Hitzesymptomen nicht oder -nur sehr sparsam verwendet- geeignet.
  • Anwendung in der Hausapotheke- innerlich als Tinktur und Tee, Gurgellösungen und Kapseln; bei rheumatischen Beschwerden oder leichteren Entzündungen der Gelenke und Muskeln finden Wickel und Auflagen Anwendung.

Tee: bei inneren Beschwerden eingenommen- für einen Aufguss (250 ml kochendes Wasser) werden etwa 2 bis 3 g ungemahlene oder 2 g gemahlene Bockshornkleesamen genommen. In der Zubereitungsempfehlung der CM sollten die Samen etwa 5 Minuten sanft köcheln. Der Tee kann bei leichteren bis mittleren Magen/Darmbeschwerden, bei echten Kälte-Infekten, zur Linderung von Fieberzuständen(ab 38,8 Grad) mit einher gehenden Schmerzen sowie bei Hypertonie und Kreislaufschwankungen Anwendung finden. Achtung- der curryähnliche Geschmack wird nicht unbedingt gemocht, aber… „Medizin soll helfen und nicht schmecken“ 😉

Äußerliche Anwendung– bei Hautentzündungen, Furunkel sowie chronische und akute Gelenkentzündungen, werden Pasten für Wickel und Auflagen aus gemahlenen Bockshornkleesamen hergestellt- das Bockshornkleepulver(ein bis zwei Esslöffel, je nach notwendiger Menge) mit heißem Wasser vermischen, bis eine breiartige Paste entsteht, diesen auf ein Tuch oder eine Mullbinde streichen und für 5 bis 20 Minuten auf die jeweilige Stelle auflegen, danach die Stellen gut mit abgekochtem Wasser reinigen.

Samenmehl für eine Auflage- erinnert ein bisschen an Senf 😉

Gurgellösung– gemahlene Bockshornsamen mit heißem Wasser als Aufguss zubereiten(ein Teelöffel oder ein halber mit dem Pulver)- Ziehzeit etwa 15-20 Minuten, die Samen abseihen, das Pulver abfiltern, die lauwarme Lösung intensiv für etwa 30 bis 45 Sekunden zum Gurgeln nutzen, auf jeden Fall alles ausspucken- durch das Gurgeln werden Keime gebunden, die im Magen und Darm nichts zu suchen haben- so können Halskatarrhe, Entzündungen im Mundraum, Halsentzündungen… zum Abheilen gebracht werden.

Gurgellösung mit gepulverten Samen

Für alle, die immer noch glauben, dass Kräutermedizin Humbuck ist 😉 :

  • In einer Doppelblindstudie aus dem Jahr 2001 wurde festgestellt, dass die Insulinresistenz von Diabetes mellitus Typ 2 Patienten mittels eines hydroalkoholischen Extrakts signifikant vermindert werden konnte( Gupta, A. et al. (2001) – Effect of Trigonella foenum-graecum (fenugreek) seeds on glycaemic control and insulin resistance in type 2 diabetes mellitus: a double blind placebo controlled study. In: The Jounral of the Association of Physicians in India, Vol. 49, S. 1057-1061/PUBMED- 11868855). Eine weitere klinische Studie aus dem Jahr 2008 erbrachte Hinweise darauf, dass die Saponine des Bockshornklees in Verbindung mit Sulfonylharnstoffen, einem Medikament, dass häufig bei Diabetes eingesetzt wird, den Blutzuckerspiegel außerdem signifikant senken kann( Lu, F. R. et al. (2008): Clinical observation on trigonella foenum-graecum L. total saponins in combination with sulfonylureas in the treatment of type 2 diabetes mellitus. In: Chinese Journal of Integrative Medicine, Vol. 14, S. 56-60, doi 10.1007/s11655-007-9005)
  • Für Sportler– wie alle Samen punktet Griechisch Heu mit hochwertigem Eiweiß und einem relativ hohe Eisengehalt – das fördert die Bildung von roten Blutkörperchen. Folglich werden die Zellen sehr gut mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt. Bockshornklee ist d e r „Höhenlufttrainer“ in der Kräutermedizin und kann so manchem Sportler das Höhentraining sparen- ab heute also jeden Tag 2 Gramm Pulver mit in die Ernährung einbauen!!!

Ich schätze den Bockshornkleesamen schon lange- in der Küche mixe ich gerne meine eigenen Gewürzmischungen an, die ich dann für zahlreiche Mahlzeiten im Winter nutze- allerdings tatsächlich nur im Winter und sehr maßvoll, denn ich/ wir bin/sind ja eher die „Warmblüter“ 😉

Rezept für alle- aber besonders für Sportler und stillende Mütter, aber auch für Fröstler und bei Blutarmut:

Karottensuppe mit Bockshornklee: frische Petersilie, fein gehackt, 1⁄2 TL Bockshornklee­samen- pulverisiert-, 250 g gut gereinigte Bio-Möhren, zerkleinert 4 getrocknete Aprikosen und eine Handvoll Mangostreifen, 1 TL Butter oder Ghee, 1⁄4 Liter Gemüsekraftbrühe, 1 Prise Currypulver und Galgant, 1-2 Gramm Salz, ggf. etwas gegarten Dinkel oder Reis dazu geben

Zubereitung
Die Karotten mit den Aprikosen und Mangostreifen in der Küchenmaschine zerkleinern und in einem Topf in der Butter oder Ghee kurz anschwitzen; mit der Gemüsekraftbrühe ablöschen, würze mit Curry, Galgant, Salz, Petersilie und Bockshornklee- und nun „Guten Appetit“

Möhren-Aprikosen-Mango-Suppe mit Bockshornklee

…und wieder kann ein Gewürz als Heilmittel genutzt werden- vielfältig und einfach…die Apotheke der Gewürze

Teemischung aus verschiedenen Gewürzen

Alles Liebe und gute Gesundheit wünscht Euch

Kira

Beerenfrüchte- heimisches Powerfood

Die Zeit der Beerenfrüchte ist da- und was liegt da näher, als einen kleinen Beitrag zu diesem absoluten Superfood zu schreiben. Als Kind durfte ich meiner Oma Liesbeth und Oma Alwine beim Pflücken der zahlreichen Beeren im Garten helfen- auch wenn zahlreiche Johannis-, Stachel- und Himbeeren – n a t ü r l i c h – in meinem Mund gelandet sind; und die Finger waren eingefärbt vom Saft 😉 Beide Oma’s hatten so ihre „Geheimrezepte“ für Saft, Wein und Gelee und… für diesen Beerenhonig:

  • Johannisbeeren- schwarz und rot- dazu eine Handvoll Himm- oder Blaubeeren geben; etwa insgesamt 400-600 Gramm- gut spülen und die Rispen entfernen; Saft einer Zitrone; 500 Gramm flüssigen Honig vom Imker des Vertrauens oder in Bio-Qualität aus dem Laden; dann entweder eine Msp. Vanillepulver und/oder – das ist jetzt meine Geheimwaffe und Favorit- eine Msp. Tonkabohnenabrieb;
  • Zum Zubereiten nutze ich den AndSoy(unbezahlte Werbung)- ein Küchengerät mit Multifunktion- das Programm 4 hat eine Pürier- und Temperaturfunktion mit 45 Grad…
  • alle Zutaten in den Behälter geben, kurz durchrühren, verschließen und mit dem Programm 4 die Zubereitung einfach geschehen lassen 🙂
  • Im Topf ist es etwas aufwendiger- die Beeren mit einem Teil des Honigs und den Gewürzen pürieren und auf maximal 40 Grad erhitzen; dann den Rest des Honigs dazu geben und auf kleinster Hitze für 30 Minuten unter ständigem Rühren „verbinden“ lassen.
  • Nach dem Ablauf des Zubereitungsvorganges den Beerenhonig in sterile Schraubgläser füllen, gut verschließen und auf den Kopf stellen- die Haltbarkeit ist begrenzt(nicht gekocht)- ich stelle die Gläser kalt in die Kammer bei maximal 15 Grad oder in das Gemüsefach des Kühlschranks; noch besser sind natürlich Keller oder Vorratskammer mit maximal 12 Grad/ Haltbarkeit bisher getestet-3 Monate;
  • Verwendung: Immer daran denken- es ist eine Süßigkeit 😉 – ich nutze den Beerenhonig für Dressing’s, als Topping bei Porridge und Co., nehme gerne mal einen Teelöffel davon in den schwarzen Tee oder gebe etwas davon in eine Quarkspeise, den Quarkkuchen; aber auch für eine Marinade zum guten Fleisch, auch als Grundlage für einen Fruchtsenf mit lieblicher Note ist der Beerenhonig geeignet… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Der Gegensatz zwischen den herben Beeren und dem Honig, unterstrichen von Vanille und/oder Tonkabohne, ist einfach himmlich und gibt Vielem eine individuelle Note.

Wirkung der Beeren gemäß der chinesischen Ernährungslehre:

  • Johannisbeeren-rot– Temperaturverhalten ist eher frisch-kühl, der Geschmack süß-sauer; positiv wirkend auf die Funktionskreise Niere, Leber und Dickdarm; sie wirken adstringierend z.B. bei Durchfall; bauen Yin auf, leiten Nässe;Hitze und Toxine aus, transformieren Schleim, tonisieren das Wei-Qi und das der Milz; der Saft kann gegen Reizungen des Zahnfleisches und der Zunge eingesetzt werden(einmassieren);
  • Johannisbeeren-schwarz- Temperaturverhalten ebenfalls frisch-kühl, vom Geschmack süß-sauer bis bitter, wirkt positiv auf die Funktionskreise Lunge, Niere und Leber; die Wirkung auf den Körper ist sehr umfangreich- Qi, Yin und Blut-aufbauend/ tonisierend, Hitze und Toxine eliminierend, leitet Nässe-Kälte/Nässe-Hitze(Bi-Syndrome) aus, eliminiert Wind-Hitze… wirkt durch die Inhaltsstoffe entzündungshemmend, schmerzstillend(Salicylsäure), nährend, lindernd bei Schleimhautreizungen, diuretisch, regt die Testosteron- und Androgenbildung.
  • Honig ist ein Blut- und Qi-Tonikum; die Gewürze wirken wärmend und Shen beruhigend.

Gelee, Saft und Wein kann jeder- dieser Beerenhonig ist nicht nur kulinarisch etwas Besonderes- auch als Hausmittel gegen Beschwerden wie Husten, Schwäche, Durchfall, Erschöpfung, Müdigkeit, mentaler Schwäche, Schmerzen, Schlaflosigkeit…gut geeignet- bitte sprecht mich an, wenn Ihr dazu etwas wissen möchtet- die Dosierung als Gesundheitsprodukt: 1-3x täglich ein halber Teelöffel vor den Mahlzeiten oder in Flüssigkeit einnehmen.

Bleibt gesund- alles Liebe und eine gute Zeit wünscht Euch

Kira

Bananen gesund?

Jeder von uns kennt sie- allerdings; entweder man liebt sie oder man hasst sie 😉 – die Bananen.

Mittlerweile sind sie aus unseren Gemüseabteilungen nicht mehr wegzudenken und es gibt zahlreiche Rezepte mit den gelben Früchtchen. Sportler lieben sie auf Grund des hohen Magnesiumgehaltes und letztendlich sind sie praktische Zwischenmahlzeiten- noch dazu gut verpackt 😉 mit der eigenen Schale.

Wie sieht denn die Ernährungslehre der chinesischen Medizin das gelbe Nahrungswunder?

  • Bananen gehören zu den frisch- kühlen Nahrungsmitteln, sind vom Geschmack her süß und wirken auf die Funktionskreise Milz, Magen, Gedärme und Herz.
  • Durch ihre Inhaltsstoffe wirken sie antiulcerogen, Cholesterin senkend und entgiftend – es sind unter anderem Vitamine A, B, C und K enthalten; dazu die Mineralstoffe und Spurenelemente Kalium, Magnesium, Eisen, Kalzium, Phosphor und Zink. 100 Gramm Banane liefern etwa: 22,8 Gramm Kohlenhydrate, 2,6 Gramm Ballaststoffe, 1,1 Gramm Eiweiß (Proteine) und 0,3 Gramm Fett.
  • Die Banane wirkt basisch; daher auch ihre positive Wirkung bei allen Hitze-Erkrankungen; auch bspw. bei Rheuma.
  • Bananen wirken positiv durch Serotonin, Dopamin und Noradrenalin- was ihre teils beruhigende, teils nervenstärkende Wirkung erklärt.
BananenBowel mit Avocado und Kernen

Aus Sicht der chinesischen Medizin entfaltet dieses hochwertige Nahrungsmittel folgende Wirkungen;

Qi tonisierend:

  • tonisiert Magen,-Milz- und Herz-Qi- kann bei Diarrhö, Zöliakie, Sprue, Colitis, Dickdarmentzündung (Kochbanane oder gekochte Dessertbanane), Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Konzentrationsstörungen helfen

Stuhlgang regulierend/leicht abführend

Yin tonisierend:

  • kann bei Trockenheit, Lungentrockenheit, trockenem Husten – geschnitten und zu dicker Suppe verkocht- helfen

Adstringierend:

kann bei Diarrhö und bspw. blutenden Hämorrhoiden (die teilweise gereifte Bio-Banane mit der Schale oder Kochbanane mit Schale sehr weich kochen und 2 Mal täglich mit der Schale auf leeren Magen essen) helfen

Hitze eliminierend und Toxine ausleitend:

  • wirkt Toxine eleminierend zum Beispiel bei Drogenentzug, Alkoholabusus, Geschwüren, Warzen (Bananenschale auflegen)

Hitze eliminierend und toxisches Feuer reduzierend:

  • helfend bei Magen-Hitze(Sodbennen), Magenübersäuerung, Magenschleimhautreizung, Bluthochdruck, Hypertonie

Shen beruhigend:

  • helfend bei Schlaflosigkeit, depressiver Verstimmung, Stress, nervlicher Unruhe, Nervosität

Feuchtigekeit transformierend:

  • kann bei erhöhten Cholesterinwert (Kochbanane), Ödemen, Herzerkrankungen, Kreislauferkrankungen helfen

Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend bei Rheuma/Bi-Syndrom oder auch bei Gicht

Was allerdings zu beachten ist– Bananen sind auch nur maßvoll eingesetzt für uns gesund! Beim täglichem Genuss bauen sie sehr stark Feuchtigkeit auf und können auf Grund des hohen Zuckergehaltes zu Schleim im Inneren und Äußeren führen. Daher sollten Bananen maßvoll gegessen werden- z.B. vor oder nach einer Sporteinheit oder auch als vollwertige Mahlzeit am Mittag oder Abend- für das Frühstück sind sie auf Grund ihrer kühlenden Eigenschaften nicht geeignet!

Lassen wir uns also die gelben Früchte schmecken- maßvoll aber regelmäßig!

Auf gute Gesundheit- alles Liebe!

Ihre Kira Schwarzrock

Rheuma- das Chamälion

Rheuma oder die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind sehr Vielschichtig, ebenso wie die Ursachen. Generell laufen Entzündungsprozesse im Körper ab; Schmerzen in Gelenken, Muskeln, an Sehnen und Bändern treten auf.

Zu diesen Erkrankungen zählen:

  • Arthrose
  • rheumatoide Arthritis
  • Fibromyalgie
  • Erkrankungen, die mit vordergründigen Schmerzen im Bewegungs- und Stützapparat einher gehen

In der chinesischen Medizin(Hauptsymptome) sprechen wir von:

  • Kälte- Bi- Kälte verschlimmert die Beschwerden
  • Hitze-Bi- Hitze/Wärme verschlimmert die Beschwerden
  • Hitze/Feuchtigkeit
  • Kälte/Feuchtigkeit
  • Wind/Feuchtigkeit- wandernde Schmerzen
  • Yang-Mangel der Nieren- Kältegefühl
  • Yin-Mangel der Nieren- Hitze an Hand- und Fußflächen, Sternum, starke Schwäche
  • Qi-Mangel- starke Schwäche,
  • Blockade von Xue(Blut) mit Schleim/Feuchtigkeit- deformierte und starre Gelenke
Ernährungsumstellung bei rheumatischen Erkrankungen

Rheumatische Erkrankungen gehören zu den Autoaggressionserkrankungen und müssen genau diagnostiziert werden; dabei spielt alles eine Rolle- von der Ernährung bis hin zum Schlafverhalten.

Erblich bedingt bin ich selbst Betroffene; bei mir kam es zum ersten Mal während der Wechseljahre zu Gelenk- und Muskelschmerzen; nach starker mentaler und beruflicher Belastung sogar zu einem rheumatischen Fieberschub.

Ich möchte hier nicht auf die schulmedizinischen Möglichkeiten eingehen- die naturheilkundlichen Möglichkeiten sind viel interessanter. Allerdings gehören Konsequenz und Durchhaltevermögen mit in das Boot:

  • Bin ich betroffen und möchte den Weg der Naturheilkunde gehen, dann muss ich mir im Klaren sein, dass es kein Vielleicht gibt- es gibt nur Konsequenz. Dafür kann ich aber auf chemische Präparate verzichten und erhalte meine Lebensqualität!
  • Diagnostik gemäß der chinesischen Medizin- welche Form liegt vor, gibt es außerdem noch Pathogene oder Auslöser; schulmedizinische Diagnostik ist hilfreich.
  • Fasten nach Hildegard von Bingen oder begleitetes Fasten in einer Klinik für Naturheilverfahren(zum Beispiel das Immanuel-Krankenhaus Berlin) ist nachweislich eine Möglichkeit zur Linderung- dazu ist eine umfangreiche Beratung und Begleitung nötig- auch als Einstieg in eine Ernährungsumstellung.
  • Ernährungsumstellung- basisch geprägte Ernährung gemäß der Ernährungslehre der chinesischen Medizin, die durch individuelle Planung unterstützt wird
  • Individuelles Bewegungsprogramm- Walking, Schwimmen, Yoga, Kraftsport- alles in Maßen und kontrolliert.
  • Individuelles Meditationsprogramm dient der Schmerzlinderung im Schub; aber auch der Stressminimierung.
  • Akupunktur, GuaShaFa, Moxatherapie, Kräutermedizin sind hilfreich im Schub und zur Konstitutionsbehandlung.
  • Aderlass nach Hildegard von Bingen- zweimal/Jahr – hier muss ebenfalls eine individuell- genaue Beratung stattfinden.

Erste Hilfe- für jeden geeignet, da sehr mild wirkende Kräuter genommen werden:

  • Mische zu gleichen Teilen Brennnessel, Löwenzahn, Arnika, Beinwell, Schafgarbe; setze mit etwa 10 Gramm Weidenrinde und 250 ml Wasser einen Sud an, diesen 15 Minuten sieden lassen; dann die anderen Kräuter dazu geben und noch einmal 5 Minuten sieden, abseihen und trinken
  • Firma CERES- Fraxinus excelsior Urtinktur- nimm bei Schmerzen in den Gelenken und Muskeln 5 Tropfen in Wasser – bei Linderung dann nur nach Bedarf nehmen; eine individuelle Beratung ist allerdings notwendig.
  • Bei Hitze in den Gelenken helfen Quarkwickel mit kaltem Quark- allerdings nur kurz anwenden, bis die Hitze merklich zurück geht.
Tee aus Rheumakräutern

Yoga- mit und ohne Schmerzen; Gelenkyoga und das Gelenkmudra helfen – dieses Mudra wird mit beiden Händen durchgeführt:

  • Rechte und linke Hand: vereine jeweils Daumen und Ringfinger

Üben Sie, wie Sie es brauchen oder 4 mal täglich für 15 Minuten . Bei akuter Erkrankung üben Sie es 6 Mal pro Tag für 30 Minuten.

Dieses Mudra balanciert die Energie in den Gelenken. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit ihm; zahlreiche dynamische Yoga-Übungen eignen sich auch gegen Schmerzen in den Gelenken (gesonderter Beitrag).

Eine weiter Übung ist das Körperschütteln:

  • Hüftbreiter Stand, Füße parallel
  • von den Füßen beginnend langsam und locker anfangen zu schütteln, bis der gesammte Körper locker schwingt und schüttelt- etwa zwei Minuten, dann wieder langsamer werden und an den Füßen zum Ende kommen.
  • Dabei ist der Mund leicht geöffnet und es dürfen gerne Laute entstehen 😉

Eine dritte Übung ist die Knochenmark- Reinigungs-Übung( Bone Marrow Cleansing) aus dem QiGong- diese sollte individuell erlernt werden, da sie sehr intensiv ist und starke Konzentration und Begleitung erfordert- siehe gesonderter Beitrag.

Es gibt noch zahlreiche Möglichkeiten, mit Hilfe naturheilkundlicher Verfahren dem Rheuma zu begegnen- wichtig ist dabei das Vertrauen in die eigene Kraft und die Möglichkeiten aus der Natur.

Bleiben Sie gesund- alles Liebe!

Die Esche– von Jürgen Wagner

Ein sehr alter Traum
Die Welt als ein Baum
Auf all seinen Eb’nen
Entfaltet sich Leben
Die Krone, der Himmel
In der Mitt’ das Gewimmel
Was unten geschieht –
Ist verborg’nes Gebiet

So fest, so stark und grundstabil
Da wären wir schon fast am Ziel
Wenn uns’re Welt sich könnte messen
Mit einer Esche, ihren Kräften
Doch gibt sie uns ein wenig Ahnung
Etwas Rüstzeug für die Planung:
Ernsthaft zu sein und tief gegründet
Solid’ zu wachsen, lichtverbündet.

Import aus Südamerika-

 

Die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs und stammt aus Südamerika- kommt mit vielen Sorten und Farben daher. Als diese Pflanze im Rahmen der Neuentdeckung im 16. und 17. Jahrhundert nach Europa kam, wurde diese wunderbare Nahrungsquelle zunächst verbannt- die Europäer aßen das Kraut und die Knollen roh 😉  und bekamen Bauchschmerzen und sogar Vergiftungen- die Kartoffel ist nur mit der Knolle(gegart) für den Menschen verträglich; der Saft ist ebenfalls genießbar.

Was macht sie jetzt zum Gesundheits- und Kraftfutter- ein paar Daten:

  • Aus Sicht der Ernährungslehre der CM stärkt die Kartoffel die Mitte durch ihre Wirkung auf die Meridiane Milz und Magen; indirekt dadurch auch auf die Leber; sie ist süß vom Geschmack, neutral vom Temperaturverhalten und damit für alle Typen geeignet.

Die Kartoffel wirkt:

  • …Qi aufbauend und tonisierend- tonisiert Milz-Qi (gekocht)
  • …Hitze ausleitend und neutralisiernd bei Magenübersäuerung, Übersäuerung des Körpers, erhöhten Harnsäurewerte(roher Saft), akuten Schmerzen, Entzündung, Verbrennung (äusserlich geriebene rohe Kartoffeln auflegen oder den Saft aufträufeln), Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür (1/2 Tasse rohen Kartoffelsaft 2-3 x täglich zwischen den Mahlzeiten), Augenrötung, bei geschwollenen Augen, Augenschmerzen (Wickel mit geriebenen rohen Kartoffeln), Bluthochdruck(roher Saft), Mumps und Ohrspeicheldrüsenentzündung (Kartoffelsaft-Essig-Kompresse)
  • …Nässe- Hitze ausleitend bei Hepatitis (roh), Abszess, Brustabszess, Furunkel, Karbunkel (Wickel mit geriebenen rohen Kartoffeln zum Herausziehen von Eiter)
  • …Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminieren (Bi-Syndrom) bei Rheuma, Arthritis (Wickel mit gekochten Kartoffeln)

Auch in der westlichen Naturheilkunde wird die Kartoffel als Heilmittel eingesetzt:

  • Sie wirkt bei Übersäuerung Säure neutralisierend und bei Sodbrennen Magensäure neutralisierend;
  • Durch die enthaltenen Vitamine A, B1,2,6, C, E und K und Mineralstoffe und Spurenelemente wie Fluorid, Kupfer, Zink, Kalium und Kobalt wirkt die Kartoffel in unterschiedlichen Aufbereitungen krampflösend, magenschonend, lindernd und entwässernd.
  • Bei folgenden Beschwerden bzw. Krankheitsbildern kann die Kartoffel eingesetzt werden: bei Kreislaufbeschwerden, Stoffwechselproblemen, Ödemen und anderen Wasseransammlungen, Darmentzündungen, bei Beschwerden im Bereich der Bauchspeicheldrüse, Magenentzündungen, Halsschmerzen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Sehnenscheidenentzündungen, Hautproblemen, Durchblutungsstörungen, Bauchschmerzen, Krämpfen, Blasenerkältung und Blasenentzündung, Augenschwellungen, Kopfschmerzen, bei Magen- und Darmkatarrhen, Geschwüren, Skorbut, Sodbrennen und bei Verstopfung.
  • Eingesetzt werden der Saft, gekochte Kartoffeln gequetscht als Umschläge oder Auflagen, in Bädern und auch Tinkturen…
  • Durch enthaltene Schleimstoffe schützt der basisch wirkende Kartoffelsaft kranke Magen- und Darmschleimhaut. Äußerlich kann Kartoffelsaft bei Verletzungen und Geschwüren angewendet werden.
  • Der beliebte Kartoffelwickel-fünf große Kartoffeln mit der Schale weichkochen, mit einer Gabel grob zerdrücken, auf einem Leinentuch bzw. Geschirrtuch verteilen, die Ränder des Tuches einschlagen und etwas auskühlen lassen. Anschließend den Wickel auf den betroffenen Körperbereich auflegen und mit einem Wollschal fixieren. Der Wickel kann dort einige Stunden bleiben. Dieser Wickel kann bei Husten, Halsschmerzen, Halserkältung, Ohrenschmerzen und Nasennebenhöhlenbeschwerden angewendet werden.
  • Kartoffel- …Gesundheits- und Sportlerfood…mit etwa 2 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm ist dieses Nahrungsmittel besonders wertvoll- das Eiweiss ist durch die Zusammensetzung der Aminosäuren besonders gut verwertbar. Die enthaltenen Ballaststoffe sorgen für eine gute Darmgesundheit und Verdauung.

Die Kartoffel ist kein Dickmacher- vorausgesetzt, sie wird als Pell- oder Ofenkartoffel zubereitet. Lässt man sie 8-24 Stunden oder noch länger ruhen, entwickelt sich resistente Stärke(siehe Artikel hier) und das macht sie auch als Darmputzer besonders wertvoll.

Da die Kartoffel allerdings zu über 60 % aus Kohlenhydraten besteht, sollten Diabetiker Typ 2 und 3 die schmackhafte Knolle n i c h t im Zusammenhang mit tierischem Eiweiß essen- dies erklärt sich aus den Stoffwechselabläufen- essen Sie als Betroffene(r) immer Gemüse dazu- das entlastet Ihre Bauchspeicheldrüse und sorgt für gute Blutwerte!

Ob jetzt als Pellkartoffel, Ofenkartoffel, Backkartoffel oder im Lagerfeuer gegart- sie ist schmackhaft und gerade als frisch geernteter Erdapfel 😉  mag ich sie sehr gerne!

Rose ohne Dornen- die…

Pfingsten stehen sie meist in voller Blüte- die Paeonien oder Pfingstrosen- eine  Homage an Heilung und den Reichtum der Natur. Pfingsten ist das Fest des Licht’s, der Fülle, der Hoffnung- die Pfingstrose bzw. die weißen/ roten Wurzeln besitzen eine starke Heilkraft:

  • ChiShao- so der chinesische Name- kommt sowohl in der freien Natur als auch in speziellen Kräuteranbaugebieten vor- das Temperaturverhalten ist leicht kühl, der Geschmack sauer und bitter;  die Wurzeln wirken auf die Funktionskreise Herz, Nieren, Leber und Milz.
  • Wirkungsweise: entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, blutdrucksenkend, gerinnungshemmend, harntreibend, senkt den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel ob ihrer Inhaltsstoffe: in den Blüten Anthocyanfarbstoffe wie Paeonin; Flavonoide, Gerbstoff; in den Wurzeln die Glykoside Paeoniflorin und Peregrinin und Gerbstoffe.

Verwendung in den Kräutermischungen:

  • …kräftigt und baut das Blut Xue auf, vertreibt Stagnationen; z.B. bei Anämie, Blutmangel, verschwommenem Sehen, gefühllosen Gliedmaßen(Hände, Füße),;
  • leitet Hitze ab und wird oft bei „unreiner“ Haut angewendet, ebenfalls bei infektiöse Krankheiten mit Exanthemen, bei Blutungen aus Mund und Nase, bei gynäkologischen Blutungen, sowie bei entzündete Augen, Hautgeschwüren und Furunkeln;
  • kühlt das Blut– die Hitze ReXue-
  • bewegt das Blut, löst Xue Stasen, wirkt schmerzstillend bei Rötungen und Schwellungen der Augen, bei Schmerzen in den Rippenbögen, bei Dysmenorrhoe, bei Amenorrhoe, bei schmerzhafte Menstruation, bei Unterleibsschmerzen, sowie bei Sturz- und Schlagverletzungen, Furunkel im Frühstadium und Abszessen;
  • leitet Leber-Feuer ab und leitet die Hitze Re aus- besonders bei Blutungsneigung, fiebrigen Erkrankungen und hohem Fieber;
  • Nach neuesten Studien und Forschungen wirkt Chi Shao durch Strychnin verursachten Krämpfen entgegen und senkt den Blutdruck.
  • wirkt Yin tonisierend bei Ohrensausen, Tinnitus, Schwindel und Migräne;
  • wirkt Qi regulierend und bewegend bei Muskelkrämpfen, Magenkrämpfen, Darmkrämpfen…

Die Pfingstrose ist nicht nur schön anzusehen und betört mit einem wunderbaren Duft-sie ist sowohl in der CM als auch westlichen Naturheilkunde ein wirkungsvolles Frauenkraut vor allem bei Mestruationsbeschwerden und Blasen- und Nierenschmerzen – siehe oben. Die Blüte wird zudem bei Haut- und Schleimhauterkrankungen verwendet, sowie bei Herzbeschwerden oder aber auch Nervosität. Die Wurzeln der Pfingstrose dienen als Hilfe bei Krämpfen jeglicher Art und bei Rheumabeschwerden. Bemerkenswert ist die breite Anwendung mit dem Schwerpunkt auf immunologischen Störungen (Entzündungen, Rheuma, Autoiummunerkrankungen, Allergien), Krämpfen, Nervenleiden und Hormonstörungen.

In der westlichen Naturheilkunde verwenden wir die Pfingstrose als homöopatisches Mittel bei Darmstörungen, Epilepsie, Gicht und Bluthochdruck- Paeonia Officinalis wirkt besonders bei Menschen, die in Begleitung zu ihren Symptomen einen Blutandrang zum Kopf hin verspüren. Kopfschmerzen und Schwindel können sich bei diesen Personen bemerkbar machen. Paeonia officinalis wird bei Hämorrhoiden mit Schmerzen und Brennen in der Afterregion, bei Analfissuren und daraus resultierender anhaltender Stuhlinkontinenz (Schließmuskelschwäche) verordnet. Starke Schmerzen während oder nach dem Stuhlgang können durch die Einnahme von Paeonia officinalis gedämpft werden. Auch bei akuter und chronischer Entzündung des Afters oder Rektums ist Paeonia die geeignete Lösung- die Potenzierung legt der behandelnde Arzt/HP fest. Paeonia sollte nicht in Eigenregie genommen werden! Allerdings kann eine Paeonia-Salbe durchaus eigenständig zur Behandlung der Analregion genommen werden. Absolut unbedenklich ist der Einsatz eines Präparates der Fa. Heel(unbezahlte Werbung)- PaeoniaComp. Fa. Heel bei Hämorrhoiden und Druckgefühle, die durch venöse Stauung entstehen, sowie bei den typischen brennenden und stechenden Schmerzen.

Auch die eigenen Garten-Pfingstrosen können ohne weitere Verarbeitung zur Heilung eingesetzt werden. 1 Teelöffel getrocknete Blüten werden mit abgekochtem, etwa 70 Grad heißem  Wasser übergossen und nach zehn Minuten ziehen als Tee getrunken- bei Menstruationsstörungen, Schmerzen in den Gelenken, Hämorrhoiden…siehe oben.

Cave! Die Pfingstrosenwurzel darf nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden!!!

Ich wünsche frohe Pfingsttage und gute Gesundheit!

 

Nordisches Gold …

 

Jetzt blüht er wieder- gelb und duftend steht der Raps in meiner Heimat auf den Feldern. Es ist schön anzusehen; leider habe ich Sorge, dass Raps zur Monokultur wird. Allerdings- in biologischer Anbauform kann aus Raps ein wertvolles und gesundes Öl gewonnen werden:

  • Rapsöl gehört in die „kalte“ Küche- kaltgepresst und in Bioqualität kann es für Salate oder kalte Speisen genutzt werden;
  • Gemäß der chinesischen Medizin und Ernährungslehre ist es neutral vom Temperaturverhalten und süß vom Geschmack- wirkt positiv auf die Meridiane Nieren und Gedärm.
  • Wie alle Pflanzenöle und Fette tonisiert Rapsöl das Yin- schützt hier vor Rachitis und Schleimhautschäden, befeuchtet bei Trockenheit und befeuchtet insbesondere den Darm bei Trockenheit dort(trockene Verstopfung).
  • Rapsöl kann eingesetzt werden bei: Auszehrung und Erschöpfung, Gewichtsverlust, trockenem Husten, trockener Haut und Verstopfung mit trockenem Stuhl
  • Auch wenn das Rapsöl nicht ein so optimales Verhältnis zwischen Omega3- und Omega6- Fettsäuren hat wie Leinöl ist seine Wirkung auf den Organismus positiv: cardioprotektiv, antioxidativ und die  Zellmembran vor oxydativem Stress schützend.
  • Rapsöl wirkt- wie oben bereits beschrieben- befeuchtend auf den Darm und macht den Stuhl gleitfähiger; allerdings transformiert es auch Hitze/Feuchtigkeit z.B. bei zu hohem Cholesterin und zu hohen Triglyzeriden, schützt vor Arteriosklerose und vorzeitiger Zellalterung; kann zur Thrombose-Prophylaxe eingesetzt werden und hat hier eine ähnliche Wirkung wie die Avocado.
  • Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Wind-Kälte/Hitze-Nässe – Ausleitung (Rheuma/Bi-Syndrom) z.B. bei rheumatischen Schmerzen, Rheuma, Gelenkschmerzen und Arthritis.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass es dabei nur um das kaltgepresste und biologisch einwandfrei hergestellte Rapsöl geht- alle anderen, minderwertigen Rapsöle zum Braten enthalten Transfette und sind hier nicht gemeint!

Rapsöl enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die humane Ernährung sehr wertvoll sind. Durch den Verzehr kann damit die Zusammensetzung des Rapsöls auf die menschliche Gesundheit einen positiven Einfluss nehmen(Studie Prof. Dr. Christian A. Barth).

Was ist noch wissenswert?

  • Rapsöl enthält ungesättigte Fettsäuren- insbesondere diese sind für den Körper von großer Bedeutung. Sie sorgen nämlich dafür, dass der LDL-Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird und beeinflussen das Herz-Kreislauf-System positiv. Sie können vom Körper nicht selbst produziert werden, sondern müssen z.B. mit gutem Rapsöl in der Nahrung zugeführt werden. Weiterhin sind im Rapsöl Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten, und zwar in einer perfekten Zusammensetzung. Hierbei ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren entscheidend. Nimmt man zu viel Omega-6-Fettsäure auf, wirkt sich dies womöglich schlecht auf den Cholesterinspiegel aus. Daher sollte das Verhältnis 2:1 (Omega-6-/Omega-3-Fettsäuren), wie es im Rapsöl vorhanden ist, betragen. Mit einem Esslöffel Rapsöl kann so der Großteil des Omega-3-Fettsäuren Gehalts gedeckt werden. Diese Menge kann bspw. unter den Quark für die Pellkartoffeln oder den Salat gegeben werden. Rapsöl enthält auch Vitamin E sowie Karotinoiden – Vitamin E ist ein äußerst wichtiger Radikalfänger, der die Zellen des Körpers vor Schäden durch diesen oxydativen Stress schützt. Karotinoide sind wichtig, da diese die Hautalterung verlangsamen und sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.
  • Einige Studien aus 2014 und 2015 belegen, dass der regelmäßige Konsum von qualitativ hochwertigem Rapsöl eine positive Wirkung auf die Leberwerte, Blutfettwerte und Entzündungswerte hat; ebenso als Prophylaxemittel gegen Krebs(Schutz vor oxydativem Stress) genutzt werden kann.

Unser heimisches Gold hat also durchaus positive Eigenschaften- wenn es entsprechend hergestellt und genutzt wird! Also- nicht nur den Blick über die quittegelben Felder genießen, sondern auch täglich etwas Rapsöl zu sich nehmen.

Keine Angst vor gesunden Fetten 😉

 

 

Guter Helfer nicht nur für Frau und Kind ist…

 

Die Küchenschelle oder Pulsatilla vulgaris/pratensis blüht jetzt in vielen Gärten oder auch auf den Wiesen. Ganz typisch sind die an Kuhschellen erinnernden Blüten und die fedrigen Fruchtstände. Mit den typischen Merkmalen zeigt dieses ausdauernde Kräutlein an,  dass es sich trotz seiner Zartheit und scheinbaren Schutzbedürftigkeit in Wirklichkeit  mutig den Einflüssen von Kälte und Stürmen aussetzen kann. Pulsatilla ist nämlich vor allem in der nördlichen Halbkugel beheimatet. Neben ihrer Schönheit besitzt sie vor allem die Durchsetzungsfähigkeit, um den Fortbestand zu sichern:

  • Die Heilpflanze ist unter die giftigen Kräuter einzustufen, weshalb sich ihre Biografie erst durch die Homöopathie erschließt. Hahnemann hat die Tugenden der Heilpflanze sehr differenziert ergründet und so die typischen Leitsymptome körperlicher und seelischer Art ermittelt. Insgesamt sind durch ihn durch Arzneimittelprüfungen und therapeutische Erfahrungen 1153 Symptome verzeichnet. Die Priorität der Anwendung betrifft das weibliche Geschlecht. Es sind Schüchternheit, leichte Kränkbarkeit und zugleich Nachgiebigkeit, die die Gemütsverfassung prägen. Es besteht die Neigung, den Kopf in den Sand zu stecken und eine Auseinandersetzung mit der Lebensrealität zu vermeiden. Pulsatilla hilft auch, wenn eine weinerliche depressive Verstimmung besteht, die sich durch Zuwendung und guten Zuspruch bessern lässt. Besonders passend ist Pulsatilla, wenn die psychische Schwäche sich im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus zeigt.
  • In der Kräuterheilkunde der chinesischen Medizin wird sie als kalt eingestuft, hat einen  bitteren Geschmack und wirkt auf die Funktionskreise Herz, Niere, Leber, Magen und Gedärm.
  • Da die Küchenschelle eine gewisse Toxizität besitzt, wird sie auch in der CM nur spagyrisch eingesetzt; in der Homöopathie ab einer Potenz D4.
  • Gemäß ihrer Inhaltsstoffe und Wirkrichtung(absenkend) wirkt sie…- positiv auf Shen(den Geist) z.B. bei Angst, Unruhe, Nervosität, Menopausensyndrom, Wechseljahresbeschwerden, Hitzewallungen, Insomnia, Unruhe, Hyperaktivität, Schock, Panikattacken, Herzerkrankungen mit starken mentalen Symptomen, Angst vor drohender Gefahr oder Krankheit; Blut bewegend bei Menstruationsstörungen unterschiedlicher Art und Genese; Qi regulierend und bewegend bei klassischer Leber-Qi-stase, Menstruationsstörungen, PMS, Kopfschmerzen, Prostataerkrankungen, Problemen der Fortpflanzungsorgane, Stagnation durch Schock oder Kraftlosigkeit; Hitze eliminierend und Toxine ausleitend z.B. bei Atemwegsentzündung, Iritis, Skleritis, Augenentzündungen, Katarakt, Glaukom, Otitis media, Magenentzündung, Darmentzündung, Uterusentzündung, Zystitis, Neuralgie, Zahn-schmerzen, Obstipation, Durchfall oder bei abwechselnd Verstopfung und Durchfall, Schmerzen allgemein, Mumps und Masern.

  • Achtung!!! Pulsatilla darf n i e  in der Schwangerschaft eingesetzt werden!!! Nebenwirkungen bei Anwendung in Kräutermischungen- bei längerem Hautkontakt mit der frischen, verletzten Pflanze kann es durch das entstehende, stark haut- und schleimhautreizende Protoanemonin zu Bläschenbildung und schwer heilenden Verätzungen kommen, bei innerlicher Aufnahme des frischen Krautes sind starke Reizungen des Magendarmtraktes mit Koliken und Diarrhö sowie Reizungen der ableitenden Harnwege möglich. Daher erfolgt immer eine vorbehandlung des Krautes, bevor es in Mischungen eingesetzt wird!! Pulsatilla gehört in die Hände von Fachleuten!!!
  • Der Einsatz in der homöopatischen Behandlung ist ebenfalls sehr vielfältig: z.B. bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen, Gallenschäche, Leberschwäche, Gicht, Rheuma, Nierenschwäche,
    Blasenschwäche, Kopfschmerzen,  Migräne, Depressionen, unregelmässige Periode, Menstruationsbeschwerden,
    Nesselsucht und Ekzemen- immer getreu dem Prinzip nach Hahnemann “ Heile Gleiches mit Gleichem“

Die Kuhschelle zählt zu den geschützten Wildpflanzen und sollte in der Natur unser Auge erfreuen. Möchten Sie deren Heilwirkung nutzen, wenden Sie sich an Ihren naturheilkundlich arbeitenden Arzt bzw. an einen in Kräutermedizin/ und – oder Homöopathie ausgebildeten Heilpraktiker/ eine Heilpraktikerin.

Mit einem Gedicht von Eduard Mörike wünsche ich eine schöne Frühlingszeit – und es passt so wunderbar zu den Farben der Kuhschelle:

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
– Horch von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s
Dich hab ich vernommen!

Die Säure des Yang wird durch…

 

…die Nummer 9 der Schüssler Salze gebunden. Natrium phosphoricum(NP) ist das Mittel der Wahl, wenn Erkrankungen durch einen Überschuss an Säure entstehen:

  • Säure ist Yang- Basen sind Yin- eines kann ohne das andere nicht existieren; beides ist wichtig für das körperliche Leben.
  • Die Yang-Phasen unseres Lebens benötigen die Säuren- denken wir nur einmal an unsere Magensäure- der Magen ist der Yang-Meridian des Erdelementes. Wenn wir diese Säure nicht hätten, könnte unsere Nahrung nicht zu Nahrungs-Qi werden.
  • „Hängt“ die Yang-Säure allerdings fest- gibt es also keinen freien Fluss mehr, dann ist NP das Mittel der Wahl und sollte auch immer zum Einsatz kommen. Es bringt den rhythmischen Austausch der Säuren mit den Basen in den Zellen wieder zum Fließen; denn übermäßig angereicherte Säuren machen aggressiv- nicht nur das Gewebe verhält sich aggressiv, auch die Seele des Betroffenen zeigt sich mit aggressivem Yang-Qi über Wutausbrüche, Unzufriedenheit, Nervosität, Ungeduld u.s.w. Auf der körperlichen Ebene neigen Menschen mit einem Säureüberschuss zu entzündlichen Yang-Qi-Erkrankungen:grünlich- gelbe, stinkende Durchfälle(nach verfaulten Eiern), saures Erbrechen, wunde Analbereiche im Kindesalter(das stärkste Yang des Lebens), schlecht heilende Wunden, Krankheiten mit gelben Absonderungen, Neigung zu akuten Erkrankungen, Entzündungen und Schmerzen, Rheuma und Gicht, gestörte Verdauung, Absonderung von Fetten über die Haut, Akne und Eiter und Drüsenschwellungen… wären solche Beispiele.
  • NP bindet die Säuren und scheidet sie aus- z. B. bei Yang-Nässe-Säuren, die sich über saures Aufstoßen, Sodbrennen, sauer riechende Ausscheidungen, Rheuma, Gicht, gelblich- grüne Absonderungen, Akne, fettende Haut und Haare, Fettverdauungsstörungen, eitrige Erkrankungen zeigt.
  • NP hilft auch auf seelischer Ebene, die Säuren auszuscheiden- z.B. bei Neigungen zu Cholerik, Ärger, Wut und eher entzündlichen Erkrankungen.
  • Der energetische Zustand charakterisiert eine Yang-Nässe, Yang-Fülle, saures und/oder aggressives Qi; NP balanciert diesen Zustand aus und harmonisiert das Feuerlement und den Säure-Basen-Stoffwechsel.

Die Leitsymptome sind:

  • saurer Zustand, der sich oft über den Urin oder die Ausscheidungen feststellen lässt- der Fülle-Esser mit viel Fleisch, Fertigprodukten, Süßigkeiten, Milchprodukten und Mehlspeisen ist oft eher betroffen;
  • unreine Haut, oft Sodbrennen,
  • sauer auf körperlicher und seelischer Ebene
  • fettige Absonderungen
  • Übertragen wir NP auf den Lebensrhythmus, dann benötigen wir es immer eher in den Yang-Phasen, also eher am Vormittag, in der Jugendzeit, immer zum Beginn der Wechselphasen(Frauen alle 7, Männer alle 8 Jahre), im Frühling und Sommer…

Anwendung:

  • NP ist die Nummer 9 der Schüssler Grundsalze und wird meistens in der Potenz D6 eingesetzt.
  • Es ist eines der wichtigsten konstitutionellen Mittel, kann aber auch bei akutem Geschehen genommen werden(Leitsymptome)- dann alle Stunde ein- zwei Pastillen- z.B. bei einem akuten Rheuma- oder Gichtanfall oder Durchfall, bei Bedarf sogar alle 15 Minuten.
  • Bei Chronizität sollte NP  6-8x täglich mit zwei Pastillen genommen werden.
  • Die Salbe ist die „Lebersalbe“ schlechthin- einfach die Salbe auf ein feucht-warmes Handtuch geben und damit einen Lebrwickel durchführen; sie wird auf die Hauterscheinungen oder auch auf die betroffenen Gelenke… aufgetragen.

Auch NP ist kein Allheilmittel- bei den Leitsymptomen ist es zwingend nötig die Ernährung langfristig umzustellen- Zucker, Weißmehlprodukte, Säfte, Milchprodukte, Kaffee, Fleisch und Fleischprodukte sollten möglichst 4 Wochen gar nicht und dann nur sehr selten konsumiert werden. Wichtig ist auch, dass nur leicht erwärmtes Leitungswasser getrunken wird und alle Softdrinks… verbannt werden. Durch Zucker erhält der Mensch einen fixen Säurezustand im Körper- ein Teufelskreis, der nur durch eine Ernährungsumstellung durchbrochen werden kann.

“ Der phosphorsaure Natron ist das Heilmittel für die Krankheiten, welche durch einen Überschuss an Milchsäure bedingt sind…. Damit spricht er kleine Kinder an, die mit Milch und Zucker überfüttert sind…aber auch Erwachsene, die diese Symptome aufweisen“- Zitat Dr. Schüssler

Auch wenn wir jetzt die Zeit der Süßwaren haben- im Advent und zu Weihnachten ist es natürlich besonders schwer, auf Zucker zu verzichten- achten Sie auf ein gesundes Maß- und… nehmen Sie nur die Hälfte des Zuckers im Rezept, ersetzen Sie Weizenweißmehl durch Dinkelmehl oder Mandelmehl; damit leisten Sie der Säure im Körper keinen Vorschub 😉

Bleiben Sie gesund- alles Liebe!

The holly and iyy girl- Irisches Weihnachtslied

The holly and the ivy,
When they are both full grown,
Of all the trees that are in the wood,
The holly wears the crown.

(Chorus:)
O the rising of the sun,
The running of the deer,
The playing of the merry organ,
Sweet singing in the choir
Sweet singing in the choir.

The holly bears a blossom
As white as lily flower
And Mary bore sweet Jesus Christ
To be our sweet Saviour

(Chorus…

The holly bears a berry
As red as any blood
And Mary bore sweet Jesus Christ
To do poor sinners good.

(Chorus…

The holly bears a prickle
As sharp as any thorn
And Mary bore sweet Jesus Christ
On Christmas day in the morn

(Chorus…

The holly bears a bark
As bitter as any gall
And Mary bore sweet Jesus Christ
For to redeem us all.

(Chorus…

The holly and the ivy,
When they are both full grown,
Of all the trees that are in the wood,
The holly wears the crown.

(Chorus…

Nachtschattengewächs Stechapfel

Der Stechapfel ist eines der giftigsten Nachtschattengewächse in der Natur:

  • Seine Hauptinhaltsstoffe sind Alkaloide- Hyoscyamin, Atropin und Scopolamin , welche für die beruhigende, hustenstillende, krampflösende und schmerzstillende Wirkung verantwortlich zeichnen.
  • Durch die Giftigkeit hat er seinen Einsatz in der Naturmedizin als Rohdroge komplett verloren, wird aber als Homöopatisches Mittel oder in spagyrischer Form weiterhin verwendet…
  • Die Rohdroge wurde als Tee oder Kompresse früher bei Keuchhusten, Krampfhusten, Nervosität, bei Neuralgien und gegen Rheuma (äußerlich) eingesetzt, heute finden die Homöopatischen Mittel in der Potenz D4- D6 Anwendung bei Augenentzündungen, Infektionskrankheiten, Keuchhusten, Krampfhusten, Nervosität und bei Neuralgien-der Einsatz sollte aber immer einem versierten Homöopathen oder Heilpraktiker(Homöopathie) obliegen! Ein wesentliches Merkmal für den Einsatz ist die Verschlechterung des Befindens bei Alleinsein, Hitze und Sonne sowie Regen und Wind, Dunkelheit und Schlaf, vor allem für langen Schlaf, aber auch für Schlafmangel, durch Wasser, Zahnung, glänzende Gegenstände oder Schlucken und Berührung sowie Impfung und im Herbst. Eine bestehende Unruhe kann durch Süßigkeiten und ein bekanntes Asthma oder Infekte können durch Milch verschlechtert werden.
  • Datura stramonium- so der wissenschaftliche Name- hat aus TCM-Sicht seine Hauptwirkung auf den Leber-Funktionskreis; er unterdrückt inneren Leber-Wind z.B. bei Schmerzen, Krämpfen, Krampfhusten, Asthma, Keuchen, Infekt mit Fieber, Neuralgien, Nierenkoliken, Augenentzündungen und psychische Erkrankungen.
  • Cave! Wegen der toxischen Eigenschaft wird Datura stramonium nur in verarbeiteter Form, z.B. spagyrisch, verabreicht. Bei Glaukom, Glaukomverdacht, paralytischem Ileus, Pylorusstenose, Prostatavergrösserung, Tachykarden Arrhythmien und akutem Lungenödem darf er nicht eingesetzt werden!!!
  • Zubereitung- für die  spagyrische Aufbereitung werden die Blätter verwendet; 5-7 Tropfen 30 Minuten vor oder nach der Mahlzeit mit Wasser einnehmen.

Die Magie des Stechapfels- da die Pflanze aus Süd- und Mittelamerika kommt, haben die Indianerstämme, in erster Linie die Azteken, Datura Stramonium als Ritualpflanze genutzt. Auch Schamanen in den Verbreitungsgebieten kennen ihn als Rauschmittel für Rituale und Tänze. In den 60er- und 70er Jahren war seine „Einnahme“ bei den Flower Power- Hippies als Rauschmittel beliebt.

Wir kennen ihn auch als Engelstrompete- so schmückt er unsere Gärten und erfreut das Auge.

Alchemilla- die wunderbare und geheimnissvolle Schwester der Rose

Ein „Blaublüter“ unter den Pflantzen ist Alchemilla vulgaris/ Frauenmantel- dieses wunderbare Kräutlein entstammt der Familie der Rosengewächse. Weder große Blüten noch stark duftend verzaubert uns der Frauenmantel ab dem Frühjahr mit glitzernden Blättern und später mit geheimnissvoll anmutenden Blüten- alles in verschiedenen Grüntönen und eine Wohltat für die Augen:

  • „Jede Frau, die es gut mit dem Organ der Schöpfungskraft meint, sollte Alchemilla-Tinktur im Hause haben und sich ihrer bedienen“- Jaap Huibers
  • Durch die Inhaltsstoffe Gerbstoff Agrimoniin, Flavonoide, Carotinoide,Chlorophyll, Phytosterine, Leukocyanidine, Salycilsäure und Silicea wirkt Frauenmantel gestagenartig, krampflösend, empfängnisfördern, entzündungswidrig, wundschlussfördernd, antirheumatisch, antimikrobiell, antibakteriell, antiviral, fungizid und blutgerinnungs-fördernd;
  • Aus Sicht der TCM ist alchemilla vulgarin kühl bis neutral, leicht bitter, trocknend, adstringierend, reinigend, wirkt leicht verdickend auf das Blut, wirkt auf die Meridiane Niere, Blase, Milz, Magen und Leber und hat damit ein ganz breites …

…Anwendungsspektrum:

  • Kühlt Leber-Feuer und senkt aufsteigendes Leber-Yang ab(Klimakterium, Menstruationsstörungen auf Grund von Hitze, Zwischenblutungen, Konjunktivitis, Bi-Syndrom, erhöhte Harnsäurewerte, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne, Gereiztheit, nervöse Unruhe)
  • Löst Leber- Blut-Stagnation auf( Koagel, Mens-Störungen, Myome, Zysten)
  • Adstringierend- stillt Blutungen(chronischer gelber Fluor vaginalis, chronische Diarrhoe, Metrorrhagie, Menorrhagie, Zahnfleischbluten, nässende Ekzeme, blutende Wunden, prophylaktisch gegen Abort, stärkt den Uterus bspw. nach der Geburt, bei Verletzungen- physisch und psychisch- im Genitalbereich jeglicher Coleur
  • Tonisiert Milz-Qi und stärkt Hebe-Qi(sämtliche Organsenkungen, stärkt Bänder und Gewebe, Erschlaffungszustände des Unterleibes)
  • Kühlt Magen-Feuer (Schmerzen, Schwellungen und Blutungen des Zahnfleisches, Mundulcera)
  • Leitet Nässe und Hitze aus dem unteren Jiao-Erwärmer- ab(leichte und unspezifische Durchfälle, Enteririts, Colitis, Zystitis besonders mit Blut im Urin, Salpingitis(Eileiter), Zervizitis(Gebärmutterhals), Endometriose, gelber Fluor vaginalis
  • Kühlt das Blut und leitet toxische Hitze aus(Hautunreinheiten- besonders bei Mädchen, Hitze-Bi-Syndrom, Furunkel, Karbunkel, Abzesse, äußere und innere Wunden- Wochenbett)
  • Wirkt diuretisch(Ödeme, Hydrops)
  • Äußerliche adstringierend, kühlend, reinigend, entzündungshemmend- in Bädern, Waschungen, Auflagen, Bedampfungen(Spezifikum im Panaritium- Nagelbett, entzündete Augen, eiternde Wunden, Geschwüre)

Durch seine basische Komponente wirkt Frauenmantel bereinigend, das Kräutlein„ vermittelt dem Organismus die Klugheit, um bei chronischen Prozessen das spezifische System optimal einzusetzen“.

Alchemilla- Kraut getrocknet

Anwendungen sind möglich als:

  • Tee
  • Kaltauszug
  • Tropfen als Urtinktur oder in Dilutationen
  • Kräutermischungen für Waschungen, Bäder oder Dampfbäder
  • Spülungen
  • Auflagen

Frauenmantel ist für mich kein Zauberkraut in der Praxis, jedoch vermag der Einsatz tatsächlich bei Frauen einen großen Teil von Beschwerden lindern. Allerdings ist es auch für Männer einsetzbar, z.B. bei Beschwerden im Bereich der männlichen Genitalien oder bei einer zu starken Yang- Betonung.

Es stärkt den Yin-Pol, verkörpert ganz besonders stark die Wesensart des weiblichen Geburtenschoßes. Im geborgenen Grunde ihres mantelartig umhüllenden, nach oben empfangend geöffneten, weichen Blattes, bringt die Alchemistin unter den Pflanzen in rhythmischer Gebärde einen silbernen Tautropfen hervor. Alchemilla steht für die Bejahung der weiblichen Rhythmen und des Frauseins. Daher macht es zu Yang-lastige Menschen etwas weicher und kann somit deutlich zu mehr Wohlbefinden und Ausgeglichenheit beitragen.

Was mich immer wieder verblüfft, ist die besondere- auf den ersten Blick nicht wahrnehmbare- Wirkung auf Shen- den Geist und somit auf das Herz. Durch seine leicht kühlende Wirkung beruhigt es Shen und kann somit auch zu besserem Schlaf führen 🙂

“ Es ist ein anmutig Kraut, dessen Anblick sofort das Herz erfreut“- W. Pelikan

Wolken ziehen auf und…

 

können uns zuerst den Tag vermiesen- aber wir lassen es nicht zu. Wolken stehen symbolisch für Stress, Schmerzen, Zyklusbeschwerden- eben alles, was unser Qi und Blut stauen lässt.

Hilfe zur Selbsthilfe ist da angesagt, schließlich ist eine Tablette auch keine Lösung und manchmal ist einfach keine Zeit, zur Akupunktur zugehen:

  • Alle Akupunkturpunkte auf den Abbildungen können bei verschiedenen Beschwerden während des weiblichen Zyklus mit Druck, Reiben oder Zwicken behandelt werden.
  • Die abgebildeten Punkte MP6 und Niere 1 sollten während der Schwangerschaft nur nach Rücksprache benutzt werden.
  • Alle Akupunkturpunkte minimieren Stress und Kopfschmerzen, können sowohl von Frauen als auch Männern benutzt werden.
  • Die Punkte helfen bei folgenden Beschwerden: Stress, Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Aufregung, Überforderung, Schlafstörungen, Rheumatische Beschwerden, Ödeme, Schweregefühl, Erkältung mit Schmerzen, Zyklusbeschwerden, PMS, Unruhe, Hitzewallungen, Wechseljahresbeschwerden, Harnwegsinfekten- fragen Sie bei Unsicherheit nach, ich erkläre Ihnen den Einsatz gerne.
  • Jeder der Punkte sollte mindestens 20x gedrückt oder geknetet werden, es wird immer beidseitig behandelt(rechts/links), bei Kopfschmerzen beginnen Sie am Besten mit dem Fuß und enden auch dort(d.h. Niere 1 kann ruhig 2x behandelt werden). Bei einseitiger Migräne arbeiten Sie nur auf der kontralateralen Seite.
  • Üben Sie den Druck leicht aber konsequent aus- viel hilft nicht immer viel. Wenn Sie starke Hitze an sich bemerken, dann kann der Druck stärker eingesetzt werden.
  • Trinken Sie zusätzlich morgens immer ein Glas Wasser(30-40 Grad warm) mit dem Saft einer Zitrone; nur während der Mens-Blutung nicht; da führt Zitrone zu Kälte und lässt den Uterus verkrampfen.
  • Verzichten Sie bei PMS und Beschwerden während der Mens auf alle kalte, schleimbildende und sehr hitzige Nahrung: Brot, Zitrusfrüchte, Milchprodukte, rotes Fleisch, Öle, denaturierte und Fertignahrung, Eis, TK-Ware.

Selbsthilfe kann uns den Alltag erleichtern- hier die Punkte in Abbildung:

Essen gegen den Schmerz

 

Nun hatte es mich wieder erwischt- die Hitze der letzten Wochen wirkte als Trigger, dann kam ein bisschen Lernstress bzgl. meiner Abschlussprüfung zur Yoga-Lehrerin/ Yoga-Therapeutin dazu und schwups meldete sich mein Rheuma.

Essen gegen den Schmerz- neben zahlreichen Hilfsmitteln der Kräutermedizin und Akupunktur half eine konsequente Einhaltung der Ernährungstherapie(selbst auferlegt) mit Nahrungsmitteln, die Hitze und Feuchtigkeit ausleiten, die Nieren stärken, die Leber entlasten und somit Schmerzen lindern:

  • Obst- Melone, Aprikose, Blaubeeren, Himbeeren, Pitahaya- diese Früchte leiten Feuchtigkeit aus, eliminieren Hitze, bauen das Blut auf, bewegen Blut und wirken dadurch schmerzstillend. Gleichzeitig bewahren sie das Qi, welches ja durch ununterbrochene Schmerzen geschädigt werden kann. Neben einem Reiscongee(Feuchtig ausleiten, Qi bewahrend) kann so ein Obstcocktail ein hilfreiches Frühstück sein.
  • Die Cashewkerne und/oder Walnüsse haben eine überragende Wirkung auf Shen- wirken leicht sedierend durch ihre „Wind“ beruhigende Wirkung und haben ebenfalls eine positive Wirkung auf Qi, Xue und Yin- die Wirkung auf die Meridiane Leber, Herz, Lunge, Milz und Gedärme ist gerade bei rheumatischen Schmerzen nicht zu unterschätzen- einfach je eine Portion(Handinnenfläche) auf das Obst geben.
  • Salat aus Blattspinat, Feldsalat, Retticharten und Melone- die Kombination wirkt auf die Essenz Jing, tonisiert das Blut, eliminiert Hitze und Feuchtigkeit- gerade Spinat wirkt sehr stark entzündungshemmend mit seinen Inhaltsstoffen(Betacarotin, Vitamine B2, C und E, Folsäure, Eisen, Magnesium, Jod, Mangan, Saponine, Kalium (630mg) Flavonoide) und regt die Bildung der roten Blutkörperchen im Rückenmark an. Auch Feldsalat hat ähnliche Eigenschaften. Die Retticharten(Radieschen, weißer Rettich) sind scharf- süss und wirken auf die Funktionskreise Lunge und Magen, dadurch indirekt auch auf das Blut, Yin und Qi- sie eliminieren Hitze, transformieren Schleim und wirken teilweise gut tonisierend. Die Melone im Salat hat eine kühlende Wirkung, welche sofort heißen, schmerzenden Gelenken Linderung von innen bringt.

  • Grüner Spargel- gehört zu den süß- bitteren Gemüsearten und wirkt auf die Funktionskreise Leber, Niere und Gedärme mit seinen Feuchtigkeit ausleitenden, Nässe/Schleim transformierenden, Blut tonisierenden und Verdauung regulierenden Eigenschaften- eine sehr gute Reinigungskur gerade bei rheumatischen Schmerzen.
  • Champigons- das Beste bei rheumatischen Schmerzen, da diese und Pilze im Allgemeinen sehr gut Toxina aus dem Blut ausleiten… sie sind süß vom Geschmack und wirken auf die Funktionskreise Milz, Magen, Lunge und Gedärme. Mit den Inhaltsstoffen Eiweiße, Ballaststoffe, kaum Fett und Kohlenhydrate, B-Vitamine, Vit.K, Pro-Vit.D, Vitamin E, C, Folsäure, Mineralstoffe und Spurenelemente- Kalium, Kalcium, Phosphor, Eisen, Kupfer und Salycilsäure sind die Champigons Champion in der Ernährungstherapie bei Schmerzen und Entzündungen der Gelenke! Zusätzlich tonisieren sie Yin(wichtig für Knochen und Gelenke), wirken positiv auf das Blut und Qi und transformieren Schleim.

  • Der Blumenkohl- wirkt mit seinem süß- scharfen Gesschmack auf die Funktionskreise Lunge, Magen, Milz und Gedärme. Seine positiven Eigenschaften- antiviral, antibiotisch, anticancerogen und harntreibend- sorgen dafür, dass auch er einen festen Platz im Speiseplan bei rheumatischen Schmerzen haben sollte… nicht nur, dass Blumenkohl auch wieder Feuchtigkeit und Hitze ausleitet und die Eigenschaften der oben genannten Lebensmittel verstärkt bzw. auch aufweist, er aktiviert und tonisiert das Wei-Qi. Das Wei-Qi ist für unsere Abwehr zuständig- nicht nur gegen Virne und Bakterien… sondern auch gegen Stress. Es macht uns stabil und wer stabil ist, den triggert Stress nicht zu stark. Es schützt unseren Körper vor äusseren krank machenden Faktoren, indem es Haut und Muskeln beschützt und das Eindringen von Faktoren verhindert. Wenn die Schutzfunktion des Qi stark genug ist, können die pathogenen (krankmachenden) Energien nicht in den Körper eindringen und man bleibt gesund. De Facto sollte Blumenkohl auf keinem Speiseplan fehlen!!!

Es gibt noch viel mehr Lebensmittel, die sich positiv bei rheumatischen Beschwerden auswirken- gerade für Frauen jenseits der 42- der Zeitpunkt, an dem laut TCM die Wandeljahre beginnen- sind rheumatische Schmerzen bei entsprechender Disposition(Familiendisposition) nicht ungewöhnlich. Mit entsprechender Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung und kleinen Veränderungen im Alltag kann „Frau“ und „Man(n)“ diesen sehr gut begegnen, ohne gleich chemische Medikamente zu nehmen.

Kräuterkraft gegen Schmerzen…

 

…so kann Beinwell bzw. Symphytum eingesetzt werden. In der Rüganer Boddenlandschaft wächst Beinwell ganz unbehelligt, aber auch in anderen Landschaftsbereichen kann man ihn finden- das alte Heilkraut von Paracelsus und Hildegard von Bingen bei Verletzungen der Knochen:

  • Symphytum gehört zu den bitter- süßen Kräutern und wirkt auf die Funktionskreise Lunge, Magen und Niere. Alle diese Meridiane haben mehr oder weniger den Bezug zur Struktur und somit zu den Gelenken, Knochen und Muskeln.
  • Beinwell hat hervorragende Eigenschaften- es wirkt entzündungshemmend, wundheilend, kallusbildungsfördernd, schleimhautreizungsmildernd, schleimlösend, auswurffördernd, anregend, zusammenziehend, es fördert die Zellneubildung, weiterhin wirkt es abschwellend, wundreinigend, lokal reizlindernd und schmerzstillend. Aber Achtung! Durch die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide kann ein zu langer Einsatz und/oder eine Überdosierung die Leber schädigen. Daher sollte Beinwell nicht vom Laien innerlich eingesetzt werden!
  • Aus Sicht der TCM tonisiert Symphytum das Yin- alle Yin- Erkrankungen in den oben genannten Funktionskreisen können sehr gut auf Beinwell ansprechen, besonders im Bereich Lungenerkrankungen, Erkrankungen der Haut, bei Knochenbrüchen oder anderen Erkrankungen der Knochen(Osteoporose…). auch bei Yin- bedingten Magengeschwüren ist Symphytum in Kräuterrezepturen enthalten.
  • Weiterhin wirkt es Schleim und Hitze auflösend z.B. bei Lungenschleim, Husten und Asthma und auch bei einem rauhen Gefühl im Hals(Hitze bzw. Yin schädigt die Schleimhäute) kann Beinwell gute Dienste leisten.
  • Beinwell ist ein absolut wichtiges Kraut, wenn der Körper durch Yin- Hitze erkrankt… Symphytum eliminiert diese Hitze und kann z.B. bei subfebriler Temperatur infolge Yin-Mangels, Fieber, Entzündungen, Halsentzündungen, Laryngitis, Bronchitis und auch Tuberkulose(Behandlungsvorbehalt!!! beachten) sehr gut die Kräutermischungen in ihrer Wirkung verstärken.
  • Homöopathie: Der Schwerpunkt dieses eher kleinen Mittels wird in der Unterstützung von Heilungsvorgängen gesehen, besonders wenn Verletzungen mit Beteiligung von Knochen und Gelenken vorliegen. Zu den wichtigsten bewährten Indikationen zählen Knochenbrüche, Verletzungen von Sehnen und der Knochenhaut, Geschwüre des Magens und des Zwölfingerdarms sowie Nervenschmerzen. Es ist ein hervorragendes Notfallmittel- das charakteristische Leitsymptom ist der stechende Schmerz an der verletzten Stelle/ Wunde. Dieser Schmerz kann auch bestehen bleiben, wenn die Wunde schon abgeheilt ist oder der schmerzende Körperteil schon entfernt wurde- Phantomschmerz. Für die Hausapotheke empfehlen sich Potenzen von D6 bis D12- 3x tgl. 3-5 Globulie.

Achtung! Wegen der toxischen Eigenschaft sollte Symphytum officinale in prozessierter oder behandelter Form (Spagyrik oder mit entgiftenden Kräutern)verabreicht werden. Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Vielleicht entdecken sie beim nächsten Spaziegang dieses blau- lila- weiß blühende Kräutlein und erinnern sich an seine Hilfskraft!

 

Kraftvoll…

1080p  (Einspielvideo)…gegen Erkrankungen- so bietet uns die Natur eine Reihe von Kräutern, Sträuchern und Bäumen.

Es gibt eine Anzahl von Krankheitsbildern, die in der Schulmedizin nur ganz klassisch mit Cortikoiden(Nieren- und Leber stark belastend) oder Schmerzmitteln behandelt werden- die Behandlung erfolgt symptomatisch und geht nicht zur Wurzel der Erkrankung. Besonders betroffen sind die Krankheitsbilder aus dem Rheumatischen Formenkreis- Rheuma, Gicht, Fibromyalgie, Weichteilrheuma, Gefäßerkrankungen… In der TCM kommen neben der Akupunktur und dem Schröpfen sehr viele Kräuter, Sträucher oder Teile von Bäumen zum Einsatz; hier treffen östliche und westliche Kräuterkunde aufeinander. Gerade bei Rheuma und Gicht kombiniere ich sehr gerne die östlichen und weslichen Möglichkeiten:

  • Weidenrinde- enthält Salicylsäure und wirkt schmerzlindernd. Die Weide ist das „Stehaufmännchen“ der Natur- wie man auf dem Bild gut erkennen kann- starke Wurzeln, die auch den kleinsten Pool an Nährstoffen und Wasser finden, sorgen für einen starken Austrieb nach der „Rasur“ und das Jahr für Jahr. Schier unermüdlich treibt die Weide ihr Grün; das nutzen wir bei allen Gelenkerkrankungen, bei Schmerzzuständen…sie wirkt entzündungs-h emmend,harntreibend,schmerzstillend und schweisstreibend; die Inhaltsstoffe wirken bei Erkältungen, Infekte jeglicher Art, Fieber,Rheuma und Gicht, Migräne und allgemeinen Kopfschmerzen, Clusterkopfschmerz,
    neuralgischen Schmerzen, Verhornungen, Hühneraugen und Warzen. Zum Einsatz kommen Teemischungen, die Einzeldroge(Rinde) und Tropfen. Aber Achtung- Weidenrinde sollte nur etwa 14 Tage hintereinander eingenommen werden,- fragen Sie Ihre Heilpraktikerin/ Ihren Heilpraktiker!!

  • Rhododendron- ein wunderschönes Ziergewächs mit großer Heilwirkung auf die Knochen und knöchernen Strukturen, aber auch auf die Zellen, die Gefäße… so kommt der wunderbar blühende Strauch auch zum Einsatz bei Migräne, Hypertonie, Neuralgien…und wirkt durch Diterpene – v.a. Acetylandromedol, Phenylbutanderivate – v.a. Rhododendrol, Rhododendrin und Triterpene – v.a Urolsäure, Friedelinderivate. Rhododendron-Salbe ist ein sehr hilfreiches Mittel bei Fersensporn. Grundsätzlich besteht aus naturheilkundlicher Sicht die Möglichkeit, einen Teeaufguss aus Rhododendron-Blättern herzustellen. Dieser wird bei Bluthochdruck sowie bei Arthrose, Ischiasschmerzen, Migräne sowie bei Gesichtsschmerzen eingesetzt- aber auch hier Achtung-keine Eigenmedikation, da mehr als 6 Gramm/ Tag starke Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Benommenheit und Schmerzen/Krämpfe im Magen/Darm.

  • Fichte und andere Nadelgehölze– schon Hildegard von Bingen schätzte die Tannensalbe bei rheumatischen Beschwerden und Husten/Erkältung. Sie wirken anregend, antibakteriell, beruhigend, schleimlösend,schweiss-treibend und auch tonisierend- je nach Dosierung. Einsatz finden die Nadelgehölze und da besonders die frischen Triebe und Nadeln, aber auch das Harz bei Bronchitis, Husten, Katarrh der oberen Luftwege, Keuchhusten, Asthma,
    Nasennebenhöhlenentzündungen, Rachenentzündung, Rheuma und Gicht, Durchblutungsstörungen, Muskelkater, Nervosität, nervösen Herzbeschwerden, Neuralgien und bei Schlaflosigkeit. Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl, Terpentinöl, Harz, Glykosid Picein, Gerbstoffe und Vitamin C(Tannenhonig). Übrigens: ein Fichtennadeltee ist ein schnelles Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit, besonders mit Propolis und Honig!
  • Echter Lorbeer– oder auch Laurus nobilis genannt, ist eine Heilpflanze die bei unterschiedlichen Beschwerden äußerlich und innerlich angewendet werden kann. Die Blätter der Pflanze enthalten ein Öl, welches eine starke antibakterielle Wirkung hat. Man verwendet zu Heilzwecken den Edellorbeer und darf ihn nicht mit dem Kirschlorbeer verwechseln, da dieser giftig ist. Durch seine Inhaltsstoffe wird er bei Gefäßverletzungen, eitrigen Wunden, Pilzbefall, Wurmbefall, Verkrampfungen, Magenbeschwerden, Verstopfung, Menstruations-beschwerden, Atemwegerkrankung, Bronchitis, müden Beinen, Blasenbeschwerden, Geschwüren und als Einreibung bei Gelenkbeschwerden eingesetzt. Zur Anwendung kommen Öle, Salben und Tee’s aus den Blättern.

  • Rotbuche– überall zu finden wirkt antibakteriel und schleimlösend, daher findet sie Anwendung bei Fieber, Übersäuerung des Magens, Darmbeschwerden,als Hustenstillener, bei Hauterkrankungen besonders Psoriasis, bei Rheuma und Gicht. Zur Anwednung kommen besonders die Knospen(Gemmotherapie) zur Anregung der Nieren, aber auch das Holz und die Früchte als Bäder, Fußbäder…
  • Birke– schlechthin die Pflanze in der russischen und finnischen Naturheilkunde. Sie ist eine der stärksten Bäume und ihre Wirkung kann man an ihrem Wuchs erkennen- filigrane Zweige, leider aggressive Pollen, saftige Blätter und Rinden…sie wirkt blutreinigend und harntreibend- aus meiner Sicht das beste Mittel zur Blutreinigung neben dem Hildegardschen Aderlass- daher setze ich die Birke auch ein bei allen Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises, bei Ödemen und sämtlichen Nierenproblemen, Hautprobleme, Allergien, Ekzeme, Flechten, Husten,
    Haarausfall, Schuppen, aber auch bei Durchfall und Frühjahrsmüdigkeit. Besonders effektiv ist das „Schlagen“ mit einem Birkenstrauss- junges Grün wird zu einem Bund gebunden und dann angefeuchtet(heißes Wasser) und während einem milden Saunagang oder nach einem Bad auf die noch feuchte Haut „aufgeschlagen“, das mobilisiert die Gelenke und vertreibt Stauungen aus dem Körper. Aber auch Tee’s, Urtinktur, Tropfen und das Birkenwasser wirken stark reinigend auf den Körper.

Alle aufgeführten Gehölze wirken auf die Meridiane Leber, Niere, Blase, Galle, Magen und Gedärm- bringen die Leber-Hitze aus dem Körper und belüften die Lungen- sehr wichtig bei autoaggressiven Erkrankungen wie Rheuma, Gicht, Hauterkrankungen, Allergien…

Die Natur hat alles für unsere Gesundheit- nutzen wir sie!

Rote Versuchung im Winter…

…sind die Kirschen, die ich im Sommer eingeweckt bzw. zu Kirschgrütze eingekocht habe. Es ist ein Highlight im trüben nordischen Winterwetter, mit einem roten Tupfer im Frühstück in den Tag zu starten. Außerdem sind Kirschen aus Sicht der chinesischen Medizin mit zahlreichen Segnungen für den Körper ausgestattet:

  • Die Kirsche wird vom Geschmack her süss bis leicht sauer- je nach Sorte- und vom Temperaturverhalten wärmend eingeordnet.
  • Aus dieser Einordnung ergibt sich die positive Wirkung auf die Funktionskreise Milz, Leber und Niere.

Das Wirkspektrum aller Kirschsorten ist sehr vielfältig:

  • Die Haupteigenschaft- die Kirschen tonisieren das Blut, besonders Leber-und Herz-Blut, somit kann der Einsatz von Kirschen in der Ernährungstherapie positiv bei Anämie, Taubheitsgefühl der Extremitäten, Schwindel, Schlaflosigkeit, Palpitationen, Herzklopfen, Mundtrockenheit, Zungentrockenheit und bei trockerner Haut sein.
  • Gegen trockene Haut bzw. generell bei Leber- und Herz-Blut-Mangel könnte das nachfolgende Rezept positiv wirken: 40 Gramm getrocknete Kirschen in 1 Liter Rotwein ansetzen- nach täglichem Schütteln ist nach einer Woche der Stärkungswein fertig- morgens täglich ein Likörglas einnehmen…
  • Kirschen transformieren Schleim und lösen Feuchtigkeit auf- leiten diese aus dem Körper aus- sie wirken einer Übersäuerung des Körpers entgegen, wirken Blut reinigend und können erhöhte Cholesterinwert senken;
  • Kirschen sind ein besonderes Therapeutikum bei Rheuma und Gicht- leiten also Wind-Kälte und Nässe-Hitze(Bi-Syndrom) aus: bei Gicht, Rheuma, Arthritis, Muskelschwäche, Sehnenschwäche, Knochenschwäche, Hüftschmerzen, Knieschmerzen, Gliederschwäche mit Bewegungseinschränkung, Taubheit, Paralyse und auch bei Lähmung der Extremitäten kann folgende Rezeptur Linderung verschaffen: 250 g Kirschen in 1 Liter klarem Branntwein 1-2 Wochen einlegen- täglich 1/2 Tasse auf 3 Portionen verteilt einnehmen;
  • Kirschen tonisieren das Qi- besondersLeber-, Milz- und Nieren-Qi- d.h. sie wirken bei Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung und bei vorzeitiger Ejakulation;
  • Bei Harnwegsentzündung wirken eher die Stiele- ein Tee aus Kirschenstielen kennt man auch in der Klostermedizin/ Medizin nach Hildegard von Bingen, bei einem ständig kalten unterer Rücken hilft ein angewärmtes Kirschkernsäckchen 😉 und täglich ein wenig Kirschenkompott
  • Achtung! Frische Kirschen und kaltes Wasser können unter Umständen sehr starke Blähungen und Koliken auslösen!

Holen wir uns ein bisschen Wärme in das Grau- im Sommer also nicht nur Kirschen naschen, sondern auch fleißig einkochen- dann hat man länger was davon.

Kieferduft nicht nur im Winter

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von Ihnen noch an die Kinderzeit, wenn aus der Badewanne ein intensiver Duft nach Wald und Kiefernadeln strömte- oder Sie nehmen heute noch bei Erkältungen ein Bad mit einem Badezusatz, der diesen intensiven Duft verströmt. Die Kiefer gehört zu den ältesten Heilmitteln der Welt- schließlich gibt es sie ja auch schon einige Milliarden Jahre 😉 …

  • Die Kiefer wirkt durch ihre ätherischen Öle( Camphen, Fenchol, Pinene, Sabinene, Terpene, Terpineol)antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, schleimlösend und schmerzstillend, auf seelischer Ebene sowohl anregend als auch entspannend und entfaltet die Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Gedärm, Leber und Niere.
  • Das Einsatzgebiet für einen Tee oder das ätherische Öl sind sämtliche Infekte der oberen Luftwege- auch bei Bronchitis und Asthma-, bei Blutungen und Blutergüssen, bei Hautproblemen, Harnwegsinfektionen, Muskelschmerzen, Gicht und Rheuma.
  • Die heilenden und nervenstärkenden Eigenschaften der Triebe kommen in Auszügen zum Inhalieren, für Tee, als Badezusatz und als Tinktur zum Einsatz. Man kann selbst im Frühjahr die frischen, jungen Triebe ernten, diese sollten aber gründlich gereinigt werden.
  • Der Tee: Besonders bekömmlich wird der Tee mit Honig oder Agavensirup. Mit antibakteriellen, schweißtreibenden, beruhigenden und erfrischenden Eigenschaften hilft das heiß-aromatische Getränk bei Erkältung mit Husten oder auch bei Asthma, außerdem ist er mit seinem Vitamin-C-Gehalt bei Frühjahrsmüdigkeit hilfreich. Für eine Tasse Tee benötigt man: 3 ganze Triebe oder 1 TL kleingeschnittene Nadeln 150 ml Wasser – die Ästchen werden mit den Spitzen nach unten in die Tasse gesteckt und mit heißem Wasser aufgegossen. Alternativ die geschnittenen Nadelstückchen übergießen. Nach fünf Minuten die Triebe bzw. Nadeln entfernen.
  • Die schleimlösenden ätherischen Öle der Fichte und Kiefer eignen sich hervorragend zum Inhalieren bei Bronchitis, Stirnhöhlenentzündung und verstopfter Nase- für ein ätherisches Salz(Meersalz) werden 250 g frische Zweigspitzen kleingeschnitten und schichtweise mit 500 g Meersalz oder Himalajasalz in ein Schraubglas gegeben. Das Gefäß mit einem Deckel verschließen und durchschütteln- je länger es steht(immer wieder aufschütteln), um so intensiver wird das Salz. Für eine 20-minütige Inhalation werden 2-3 TL Nadelsalz mit ein paar Tropfen Olivenöl mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen- nehmen Sie alt hergebracht eine Schüssel+Handtuch über dem Kopf oder ein modernes Inhalationsgefäß.
  • Auch Badezusätze gegen Rheuma, Muskelschmerzen oder Gicht lassen sich aus den Nadeln bzw. Trieben herstellen…

Nutzen Sie die Kiefer/Fichte für Ihre Gesundheit und nicht nur zum Abdecken der Pflanzen- übrigens hier lässt sich ein guter Zusammenhang erkennen- die Pflanzen werden schützend umhüllt- das macht das ätherische Öl der Kiefer auch mit uns! Übrigens gibt es bei verschiedenen Anbietern noch Tannenhoniglutschbonbons- nach alten Rezepten hergestellt- hilfreich bei Husten und Erkältung.

Alles Liebe und bleiben Sie gesund!

Sellerie- wunderbare Knolle…

…, ein herrliches Wintergemüse und Heilmittel in einem.

Über den Staudensellerie habe ich ja schon berichtet, was macht jetzt aber die Knolle so wichtig für uns:

  1. Sellerie gehört- es sei denn, man ist Allergiker- auf jeden Fall in die Küche als Würze oder Gemüse zu Eintöpfen, als Salat mit Äpfeln gemischt oder als „Schnitzel“ gebraten- schmackhaft und versehen mit einer geballten Ladung Furocumarine, Limonen, Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium), Sesquiterpenen (β-Selinen, Humulen), Vitamin B1, B2, B12, C und E- unerlässlich für unsere Versorgung besonders im Winter.
  2. Sellerie wirkt blutreinigend, harntreibend, kreislaufstärkend, menstruationsfördernd sowie nervenstärkend und findet daher auf folgenden Gebieten Anwendung: Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Blähungen, Bronchitis, Mastitis, Hypertonie, Krämpfe im Brustbereich, Diabetes, Fettsucht, Frühjahrsmüdigkeit, Gicht und Rheuma, Hauterkrankungen, Husten und Katarrhe der oberen Luftwege, Magenschwäche, Milchstau, Ödemem und Aszitis
  3. Selleriesaft ist ein Begleiter während der Fastenkuren oder auch einfach nur an einem Entlastungstag, um die Nierenfunktion anzuregen und damit eine Entgiftung anzustreben, er ist ein kleines „Figurwunder“- die Knolle wie auch der Staudensellerie enthalten viel Wasser und somit kaum Kalorien(15/ 100 Gramm)- damit füllen Sie schmackhaft jeden Teller oder peppen ohne große Belastung jedes Gericht auf.
  4. Aus Sicht der chinesischen Medizin findet Sellerie vor allem in Rezepturen gegen Hypertonie seinen Einsatz, aber auch als Einzelkomponente(Tee) kann er gegen Hypertonie und Übersäuerung eingesetzt werden: eine Handvoll Sellerie würfeln und mit einem Liter Wasser 5 Minuten sieden lassen, abseihen und über den Tag trinken, die Wirkungen sind aber noch vielfältiger: Sellerie wirkt befeuchtend, nährend, leicht kühlend, leicht wärmend und leitet zu starke Schärfe aus, wirkt auf die Meridiane Leber, Milz und Magen und indirekt auf die Nieren…hier kommt ein grober Überblick…

Sellerietee

1. Hitze eliminierend und Feuer reduzierend bei:

Leber-Hitze, Augenentzündung, schmerzhaftem Urinieren, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Gesichtsrötung, heißem Kopf , Schwindel, geröteter Zunge, Reizbarkeit, Unruhe, Aphten, Magen-Hitze, Gastritis, Heisshunger (zu jeder Mahlzeit und zwischendurch rohen (Stangen)Sellerie essen)

1a. Hitze eliminierend und Blut kühlend bei:

Hämaturie, Blut im Urin, trübem Urin, verfrühter Menstruationsblutung, Blutung, Akne, Psoriasis,Neurodermitis, Diabetes mellitus ((Stangen)Selleriesaft mit etwas Zitronensaft 2 bis 4 Tassen täglich)

1b. Hitze eliminierend und Nässe trocknend bei:

Entzündung, Gicht, Rheuma, Arthritis, Nervenentzündung (Stangensellerie und Knollenselleriesaft 2 bis 4 Tassen täglich), Strangurie, Harndrang schmerzhaft, Dysurie, erschwertem oder schmerzhaftem Urinieren, Ausfluss

2. Qi regulieren und bewegen bei:

Aufstoßen, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen- senkt das rebellierende Qi

3. Qi tonisierend für:

Magen-Qi und Milz-Qi bei Appetitlosigkeit, erhöhtem Blutzuckerspiegel, Hyperglykämie, Diabetes mellitus

4. Inneren Wind unterdrückend:

z. B. bei Schwindel

5. Wind-Hitze eliminierend:

z.b. bei fiebrigen Erkältungen oder geröteten und juckenden Augen

6. Nässe ausleiten und Diurese fördern bei:

bei Ödeme, zur Nephrolithiasis-Prophylaxe, Nierenstein-Prophylaxe und bei erhöhten Harnsäurewerten,

Nutzen Sie also den nächsten Einkauf und geben Sie der „hässlichen“ aber schmackhaft- helfenden Knolle ein Chance!

Die Unvergleichliche…

…ist Tulsi- das indische Basilikum und bei uns als Zimmerpflanze und als Gewürz sehr einfach zu ziehen. Es ist bei den Hindus die heiligste aller Pflanzen, nicht ohne Grund:

  • Tulsi wirkt beruhigend und entspannend, immunsystemstärkend, verdauungsfördernd, antiseptisch, blähtreibend, krampflösend, schlaffördernd, wärmend und nicht zuletzt auch wurmtreibend durch die Inhaltsstoffe ätherische Öle- Eugenol, Flavanoide, Gerbstoffe, Kaffeesäure, Kampfer, Methylchavicol und Pinen.
  • Seinen Einsatz findet diese aromatische Basilikumart in der Phytotherapie als Tonikum, zur Stärkung des Immunsystem und zur Regulation der Verdauung, aber auch bei Angina, als pflanzliches Antibiotikum, bei Arthritis, Asthma, Bronchitis, Grippe, Hautkrankheiten, Halsschmerzen und Heiserkeit, bei und gegen Insektenstiche, Kehlkopfentzündung, Koliken, Kopfschmerzen und Migräne, gegen Krämpfe, Mundschleimhautentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Rheuma, Schmerzen jeglicher Art- besonders bei Kälteschmerzen und Unterleibschmerzen während der Mens, gegen Stress, als Tonikum bei Überanstrengung.
  • Wir haben aber ob der Inhaltsstoffe Kontraindikationen und Nebenwirkungen: Schwangerschaft, Stillzeit, Kleinkinder und ein Dauergebrauch führt zu Müdigkeit und kann die Leber stark belasten.
  • Gemäß der CM wirkt es auf die Meridiane Magen/ Milz, Lunge/ Dickdarm und Leber/ Gallenblase- eine gute Wirkung zeigt es auch bei Dysbalancen in den Meridianen Herz/ Dünndarm durch die ausgleichend- beruhigende Wirkung.
  • Verwendung finden die frischen Blätter in der Nahrung- Achtung! nicht mitkochen!, die Samen als abkochung bei Hautkrankheiten, das Öl und der Frischsaft zur abwehr von Insekten bzw. nach Insektenstichen- übrigens Zecken mögen den Duft gar nicht- und als Tee kann man Tulsi gegen Mundschleimhauterkrankungen und bei Rachenbeschwerden einsetzen.
  • Zum Gebrauch bei schwerwiegenderen Erkrankungen empfehle ich immer die Konsultation zur Bestimmung des Dysharmoniemusters- gerade wenn es im Migräne oder andere Schmerzen geht.
  • Tulsi ist sicher ein sehr gutes Heilkraut, wenn Sie diese Sorte nicht zur Hand haben, tut es auch unser Küchenbasilikum als Notfallmittel 😉

Im Garten besticht Tulsi durch ein wunderbares Grün und tolle Blütendolden- es verbreitet einen aromatischen Geruch und lässt sich wunderbar im Kräuterbeet ziehen oder als Zimmerpflanze zur Würze über den Winter bringen.

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