WINTERtime :) …

Das Wasser-Element- die Quelle von Mut und Lebensenergie

Dem Wasserelement sind in der CM die Angst, der Mut und die Willenskraft zugeordnet. Sein Hauptorgan ist die Niere, ihr Partnerorgan die Blase. Aus der Nierenenergie entspringt die Kraft aller anderen Organe. Akupunktur, Moxa-Anwendungen und TuiNa helfen uns, über das Wasserelement Selbstbewusstsein und Willenskraft zu stärken.

Moxa und Gua-Sha zur Ausleitung von Kälte aus dem Blasen-Meridian

Wasser fließt mit seiner sanften und zugleich starken Kraft nach unten. Es speichert Nährstoffe und Temperatur. Das sind alles auch Eigenschaften, die in der Chinesischen Medizin den Nieren zugeordnet werden: Das Yin speichert die Ursprungsenergie, die von den Eltern vererbte Lebensessenz; das Yang hingegen bildet die Grundlage der Wärme und der Aktivität des ganzen Körpers.

Eine Besonderheit der Elemente-Lehre ist, dass sie unsere Körperfunktionen in Bezug zu den Naturkreisläufen setzt. Wie die Natur auch hat jedes Organ bestimmte Hochphasen mit größerer Aktivität und bestimmte Ruhephasen. Der Winter ist die Wandlungsphase des Wasserelements. Jetzt ist es lebenswichtig, die Energie zu bewahren und diese nicht durch zu starke Aktivitäten zu erschöpfen- der Natur gleich sich mehr in die Wärme oder aus der Außen-Aktivität zurückzuziehen.

In der Natur sorgen die Tiere vor, legen Vorräte an oder nehmen mehr Nahrungs-Energie auf, um Energie im Körper zu speichern und damit über den kalten, kräftezehrenden Winter zu kommen.

Wir Menschen tun gut daran, uns wie die alten Daoisten oder auch unseren heimischen Vorfahren ein Beispiel an der Natur zu nehmen. Wenn wir im Winter weiter wie im Sommer spät ins Bett gehen, früh aufstehen, und mit vielen Aktivitäten unterwegs sind, besteht die Gefahr, dass wir uns schnell verausgaben; Erschöpfung und Erkrankungen können sich einstellen.

Bei FRAU ab 40 besonders wichtig- öfter mal an Rückzug und Ruhe arbeiten

Bist Du schon jenseits Deiner Lebensmitte, ist dies besonders zu beachten – denn dann ist ein Teil unserer Essenz schon verbraucht- unweiderbringbar und dann achte besonders auf ein „gutes haushalten“

Stress und Angst gehen bei uns Menschen buchtäblich an die Nieren:

Was die Nierenenergie besonders schwächt, ist zuviel Stress, wenig Schlaf und ein unregelmäßiger Lebensstil. Auch Dauerlärm, zu leichte Kleidung, schlechte Ernährung und Drogen jeglicher Art schaden den Nieren.

Regelmäßig Alkohol? NICHT gut für DEINE Nieren-Enrgie 🙁

Neben diesen äußeren Einflüssen sind es aber vor allem bewusste oder unbewusste Ängste, die die Nieren schwächen. „Nierentypen“ fehlt es an Grundvertrauen – in den eigenen Körper, in die eigenen Fähigkeiten und in ihre Persönlichkeit. Sie haben Angst, „nicht gut genug zu sein“ und verstricken sich in ein Labyrinth aus Ansprüchen, Regeln und Verpflichtungen. Klassische Beispiele sind die mehrfach belastete Mutter, die neben ihrem Job noch Kinder und Beziehung händelt, aber auch Menschen, die mit dem Existenzminimum und gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen ringen.

    „Die drei Monde des Winters sind die Zeit der Sammlung und Bewahrung…Nun ist von Nutzen: Früh zu Bett und spät sich zu erheben,mit der Sonne aufzustehen,die Gefühle innen zu hüten und Ruhe zu bewahren.“- aus: „Die Medizin des Gelben Kaisers“ von Huang Di

Oft mischen sich Existenzängste mit dem Gefühl, den Boden zu verlieren, und dem Leben einfach nicht mehr gewachsen zu sein. Solche Momente kennen wir bestimmt alle. Klassische Nierentypen neigen aber dazu, diese tief verwurzelten Ängste mit Überaktivität und übertriebenem Ehrgeiz zu überspielen und sich dadurch noch mehr zu verausgaben. Wird dieses Muster zu lange beibehalten, kann das irgendwann zu einer totalen Erschöpfung bis hin zum Burnout und Depressionen führen.

Erschöpfungsbild- Augenringe, Müdigkeit…

Anzeichen einer Schwäche im Wasserelement

Spätestens in dieser Phase des Jahres zeigen sich körperliche Symptome: Bei einem Nieren Yang-Mangel sind dies typischerweise kalte Hände und Füße, zu häufiges Wasserlassen, Kälte und Schmerzen im unteren Rücken. Menschen mit einem Nieren Yin-Mangel klagen meist über Erschöpfung und extreme Müdigkeit, Schlaf- und Denkstörungen, Tinnitus, Potenzstörungen… sie haben häufig schlechte Zähne und weiche Knochen sowie Haarausfall/ frühes Ergrauen.

Auch chronische Nierenkrankheiten können sich entwickeln. Schwächen in der Niere können sich in einer Blasenschwäche bis Inkontinenz äußern. Die Blase hat die Aufgabe, die verbrauchten Flüssigkeiten des Körpers auszuscheiden. Sie verwaltet die täglich benötigte Basisenergie. Ist davon zu wenig vorhanden, kann dies zu Rückenschmerzen führen, denn schließlich verläuft der Blasenmeridian am Rücken. Auch mit unserer Anpassungsfähigkeit und der Willenskraft steht die Blase in Verbindung – also auch im übertragenen Sinn mit der Frage, ob wir für uns „gerade stehen“ ohne starr zu sein.

Empfehlungen zur Selbsthilfe

Patienten mit Nierenschwäche empfehle ich einen regelmäßigen Tagesablauf mit ausgewogenen Aktivitäts- und Ruhephasen. Auch ein erholsamer Schlaf, eine Ruhe gebende Mittagspause und lange gekochte Suppen mit speziellen Kräutern, maßvoll Fleisch und Wurzel-Gemüsesorten stärken die Nieren. Besonders im Winter sind abendliche warme Fußbäder mit einer zerkleinerten Ingwerknolle und Moxa-Wolle (circa 15 Minuten bei 40 Grad Celsius) zu empfehlen. Bei Rückenschmerzen, denen eine Nierenschwäche zugrunde liegt, kann neben Akupunktur mit aufgesetztem Moxa und Akupressur auch eine spezielle direkte Wärmebehandlung des Blasenmeridians mit Moxakraut helfen. In der Klassischen Chinesischen Medizin werden die Symptome und die Ursachen dahinter immer gleichzeitig mitbehandelt- besonders bei chronischen Zuständen eher die weiter entfernten Körperlandschaften z.B. tonisierend akupunktiert…

Nadel-Moxa

Besonders bei Kindern ist es wichtig, von Beginn an viel Grundvertrauen und Geborgenheit mitzugeben, damit sich Angstmuster gar nicht erst so entwickeln können.

Menschen mit einer starken Nierenenergie handeln aus ihrer inneren Kraft und sind im Selbstvertrauen. Sie haben einen starken Willen und lassen sich nicht von Herausforderungen abschrecken. Gleichzeitig übernehmen sie Verantwortung für sich und andere, ohne sich zu überfordern.

Ernährung:

  • warme, gegarte Nahrung mit Suppen, Eintöpfen, maßvoll Fleisch für Wärme, Wurzelgenüse
  • Nüsse, Kerne und Winterfrüchte wie Hagebutte und Wacholderbeeren
  • winterliche Kräuter, die wärmend wirken- bspw. Fichtennadel-Tee mit Kubebenpfeffer oder Ingwer
  • schwarzer Sesam, Brennnesselsamen aktivieren besonders
  • schwarze oder rote Hülsenfrüchte
  • Kompotte; maßvoll süße Nahrung wie Datteln, Trockenfrüchte
wärmendes Kürbis-Mandel-Porridge mit Zimt

Sport:

  • maßvoll, nicht so stark erschöpfend- leichtes Jogging und Spaziergänge
  • Yoga, Pilates, leichte Low-Impact-Aerobic
  • leichtes Krafttraining
  • … wichtig- nicht zu stark Schwitzen; über den Schweiß verliert der Körper zuviel Energie
  • Meditation und Rituale zum Abschluss Deiner Bewegungen- für Manifestation und Stärke
der BAUM im Yoga- stärkt besonders die Wurzel-Energie- Deine Nieren 🙂

Es ist so ein bisschen wir immer- alles mit Maß, dann erreichst Du Dein Ziel- gesund und auch gestärkt aus dem Winter zu kommen 🙂

Alles Liebe und eine gute Winterzeit wünscht Dir…

Kira

Ski-Lanflauf oder Schneeschuh-Wandern- sanfte Bewegung für den Winter

 

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