Kräuterheilkunde

Die Kräutermedizin ist immer ein wichtiges Attribut in der östlichen Medizin. In unseren Breiten kennt man die Akupunktur, vielleicht noch das Schröpfen… Kräuter werden oft als altertümlich angesehen. Doch warum? Das Wissen um die Wirksamkeit der Pflanzen ist in Vergessenheit geraten, da mit Modern immer auch das Angebot der industriell hergestellten Pillen, Salben und Tropfen assoziiert wird.

Die Grundlage unserer modernen Medizin ist die Kräutermedizin/ Kräuterheilkunde, Hildegard von Bingen, Paracelsus und andere Vertreter der alten Medizin haben einen wichtigen Schritt für die Entwicklung getan. In China, Tibet, Japan und den anderen östlichen Ländern können die Ärzte auf teilweise 3000 Jahre alte Schriften zurück greifen.

Die Kräutermedizin kann allein oder in Kombination mit der modernen Medizin den Patienten auf seinem Weg zur Gesundung unterstützen.

Gerade in der heutigen Zeit benötigen wir einen Weg, der den Menschen nicht in Abhängigkeiten von Cholesterinsenkern und Blutdruckmittel führt, sondern das Bewußtsein für den eigenen Körper begründet und ein gesundes Leben unterstützt.

In der chinesischen Kräutermedizin spielen deshalb nicht nur medizinisch hochwirksame Kräuter eine Rolle, sondern auch Lebensmittel, die hervorragende gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen z.Bsp. Staudensellerie und Gerstengrütze. Weiterhin werden Mineralien bei Notwendigkeit den Mischungen beigefügt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Kräuter/ Lebensmittel zu konsumieren:

  • Dekokte/ Abkochungen- frische oder getrocknete Kräuter
  • Aufgüsse- frische und getrocknete Blüten / Blätter mit hohem Anteil an ätherischen Ölen
  • Arzneitrank- Kochen von pulverisierten Kräutern
  • Tinkturen- Extraktion der Kräuter durch medizinischen Alkohol
  • Pulverkonzentrate- Granulate
  • Pillen und Kapseln

In Deutschlnd unterliegt die Herstellung chinesischer Kräuterrezepturen einer strengen Kontrolle in dafür spezialisierten Apotheken. Diese „TCM-Apotheken“ greifen auf biologisch einwandfreie Rohkräuter zurück, die Mischungen werden von Fachleuten hergestellt und es wird auf einen strengen Arten- und Bestandschutz Wert gelegt.

Das bedeutet, dass in diesen Mischungen keine Tigerkrallen, Hörner von Rhinozeros oder Ähnliches zugesetzt werden!!

 

Chinesiche Heilkräuter:

  • Kräuter, die das Qi stärkenJiaogulan
  • Kräuter, die den Körper erwärmen und das Yang stärken
  • Kräuter, die Xue- das Blut- stärken und nähren
  • Kräuter, die Yin nähren
  • Kräuter, die die Mitte- Milz/Magen/ Verdauungssystem- stärken und regulieren
  • Kräuter, die Feuchtigkeit/ Schleim vertreiben und ausleiten
  • Kräuter, die adstringierend wirken
  • Kräuter, die Hitze ausleiten und entgiften
  • Kräuter, die Qi und Xue(Blut) bewegen
  • Kräuter, die Shen(Herz und Geist) beruhigen

Ich kombiniere auch gerne mit westlichen Kräutern und Urtinkturen, um ein noch größeres Wirkspektrum zur Verfügung zu haben und ggf. sehr sensible Patienten noch sanfter zu behandeln.

Westliche Kräuter- eine kleine Auswahl:

  • LöwenzahnMutterkraut
  • Brennnessel
  • Geranie
  • Schöllkraut
  • Goldrute
  • Wegwarte
  • Weide
  • Kamille
  • Mutterkraut
  • Schachtelhalm
  • Minze
  • Johanniskraut
  • Weißdorn
  • Zistrose

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Faszination Kräuter- ein natürlicher Weg um gesund zu bleiben oder gesund zu werden, ein längerer Weg, da Kräuter immer anders wirken als chemische Mittel, denn sie stellen das Gleichgewicht im Körper wieder her und unterdrücken nicht nur Symptome… und langfristig gesünder und nebenwirkungsfreier- d.h. die Nebenwirkungen sind nicht so stark bzw. überschaubar und gut zu händeln- außerdem wird ein längerer einsatz der Kräuter immer überwacht.

Bedenken Sie- Ihr körperliches Ungleichgewicht hat sich ggf. über Jahre aufgebaut, geben Sie ihm einige Wochen und Monate Zeit, um wieder gesund zu werden und ins Gleichgewicht zu kommen!

Die chinesische Medizin hat einen ganzheitlichen Ansatz. Krankheit ist das Ergebnis einer Unausgewogenheit oder Disharmonie der ganzen Person und nicht ausschließlich physischer Natur.

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Gemäß den Überlieferungen aus alten Schriften- nicht nur der alten chinesischen Ärzte- leben wir in einem bestimmten Rhythmus- die Frau im 7- Jahres- Rhythmus, der Mann im 8- Jahres- Rhythmus. Alle 7/ 8 Jahre ändert sich etwas in unserem Leben, unserem Körper oder einfach nur in unseren Einstellungen zum Alltag. Es müssen keine stark einschneidenden Erlebnisse sein, manchmal sind es nur Kleinigkeiten- aber… die wichtigsten Änderungen finden um das 14./ 16. Lebensjahr und dann wieder im Alter 35/40 bis 49/56 statt. Die Pubertät und der Eintritt in die Wechseljahre(Klimakterium) sind für den Körper sehr entscheidende Abschnitte im Leben von Frau/ Mann… ja auch bei Männern gibt es ” Wechseljahre”- wenn auch etwas anders.

Bei der Frau beginnen bereits ab dem 35. Lebensjahr die ersten Anzeichen der Umstellung des Körpers- die Haare werden dünner, die Haut regeneriert sich nicht mehr so schnell, der Schlaf wird oberflächlicher, die Menstruation kann sich bereits verändern. Hinweise und Rezepturen gebe ich hier: Klick