Kira Schwarzrock

Was darf man denn noch essen…?

 

Gesundheitstipp 69

Gesundheitstipp 69

Aus aktuellem Anlass und ausnahmsweise gibt es an diesem Montag einen zweiten Beitrag- vielleicht nicht unbedingt ein Gesundheitsbeitrag, sondern eher eine meiner Empfehlungen für ein gutes und abwechslungsreiches Essen zum Abend. Immer wieder werde ich gefragt, wenn ich die Ernährungstherapie mit meinen PatientenInnen bespreche: “ Was darf ich denn überhaupt noch essen“. Ganz ketzerisch gesagt: „Alles was frisch zubereitet wird und wenig verarbeitet zu kaufen ist“! Auch ich stehe jeden Abend vor der gleichen Frage des gesunden Essens.

Hier mein Tipp- übrigens auch sehr gut, wenn Gäste erwartet werden:

  • Ofengemüse der Saison- aus verschiedenen Sorten Kürbis, verschiedene Sorten Mohrrüben, Pastinaken, Petersielienwurzeln, Porree, Zwiebeln, etwas Sellerieknolle, Knoblauch und Olivenöl, dazu Salz, Pfeffer, Bertram, Galgant und Quendel.
  • Das Gemüse putzen, fein würfeln, Porree und Zwiebeln in dünne Ringe schneiden(macht sich prima mit einer scharfen Küchenschere), alles in eine große Schüssel geben, den Knoblauch auspressen oder mit dem Messer zerdrücken und mit den Gewürzen unter das Gemüse mischen, alles mit Olivenöl(ca. 150ml) begießen und gut durchmengen- frei nach Jamie Oliver natürlich mit sauberen Händen, ca. 2 Stunden durchziehen lassen, wenn Zeit dazu da ist, ansonsten…
  • …die Menge auf ein Blech(Backpapier) geben und im Ofen garen, bei viel Zeit bei 100 Grad Umluft, ansonsten bei maximal 150 Grad Umluft(Olivenöl darf nicht höher erhitzt werden), garen bis das Gemüse weich wird. Während das Gemüse fast allein vor sich hin gart, können Sie sich um sich selbst kümmern, sporteln, sich mit der Familie austauschen oder, oder, oder…
  • Gewürzt wird nach Geschmack, Salz gebe ich persönlich erst immer zum Schluss am Tisch über das Gemüse.
  • Ach ja, wer jetzt wieder sagt, ach, das ist ja wieder mehr Arbeit für mich, dem sei gesagt, die Familie kann ruhig helfen. Selbst kleinen Kindern macht Gemüse putzen und würfeln Spaß, wenn man nicht unbedingt auf Maßarbeit Wert legt;), also ran an’s Gemüse…
  • Kürbis, Sellerie, Möhren und Co. haben jede Menge Beta- Carotin und andere Vitamine, Spurenelemente und andere wertvolle Inhaltsstoffe, Olivenöl liefert die notwendigen gesunden Fettsäuren und Gemüse ist so leicht gegart sehr gut verdaulich, deutlich besser als Brot, Wurst, Käse oder Fleisch.

Ich wünsche „Guten Appetit“- weitere Anregungen finden Sie auf www.knusperstuebchen.net- der für mich beste Food- Blog.

Ofengemüse mit Pinienkernen

Ofengemüse mit Pinienkernen

Portulak- Wieder entdeckt…

 

…habe ich diesen unscheinbaren aber vielseitig einsetzbaren Wintersalat beim Anlegen meines Hochbeetes. Auf der Suche nach einer winterlichen Vitaminbombe bin ich auf das Gewächs aus Kleinasien und dem Mittelmeerraum gestoßen. Der Portulak wurde schon um 800 v.Chr. in babylonischen Schriften als Heil- und Küchenpflanze erwähnt. Begeistert von seinem breitem Einsatzgebiet habe ich ihn dann schnell in meinen Hochbeetgarten aufgenommen und bereits als Salat, wie auch als Heilpflanze eingesetzt:

  • Die Postelei, wie der Portulak auch genannt wird, wirkt antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, harntreibend und tonisierend durch die Inhaltsstoffe Vitaminkomplex- Vitamine A, B-Komplex und C- , Schleimstoffe, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Alkaloide, Flavonoide, Glutaminsäure, Cumarine, Oxalsäure, Saponine, Beta-Sitosterol und Zink . Daraus lässt sich sein Einsatzgebiet ableiten:
  • …durch den herb-leicht scharfen, aber auch leicht süßlichen Geschmack wirkt er aus Sicht der CM auf die Funktionskreise Magen/Milz, Herz/Dünndarm und Lunge/Dickdarm, indirekt aber auch auf die Leber und den Nierenfunktionskreis(Nieren-Qi).
  • Einsatz findet ein Frischpresssaft oder die frischen Blätter bei Husten, Fieber, Zahnfleischentzündung, Sodbrennen, Verdauungsschwäche, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, Verstopfung, gegen Würmer, Hämorrhoiden, Skorbut bzw. Entzündungen im Mundraum, Frühjahrsmüdigkeit, Nierenschwäche, Arteriosklerose aber auch bei Nervenleiden und Kopfschmerzen.
  • Postelei enthält für eine Grünpflanze viele Omega-3-Fettsäuren. Daher kann dieser wohlschmeckende Salat Arteriosklerose vorbeugen und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfälle verhindern helfen.
sibierischer Portulak in meinem Hochbeet- winterhart und gerade blühend

sibierischer Portulak in meinem Hochbeet- winterhart und gerade blühend

  • Die Samen enthalten Proteine und essentielle Fette und können gemahlen als Zusatz im Mehl verwendet werden.
  • Der Frischpresssaft ist ein effektives Mittel bei Wurmbefall- sowohl beim Menschen, als auch beim Tier.
  • Köstlich frisch ist ein Salat mit Portulakblättern, der im Winter(winterharte Sorten) den Speiseplan bereichert und außerdem trotz des rohen Genusses den Magen und Darm nicht zu stark belastet.
  • Ich nutze den Portulak gemeinsam mit Spinat, Kresse, Kiwi und Banane für einen „grünen Smoothie“.

Geben Sie diesem wiederentdeckten Vielkönner im Garten oder in einem großen Topf ein Plätzchen an der Sonne mit ausreichend Feuchtigkeit. Die Wildform finden Sie sogar auf anspruchslosen Böden.

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Spiralen stabilisieren unseren Körper

 

Nein, keine Sorge, wir haben keine Spiralfedern im Körper…sondern Muskelgruppen, die spiralförmig miteinander und untereinander verbunden sind. Bereits vor 6 Jahren haben ich in einem Workshop zur Lizenz im Gesundheitssport das System nach Dr. Smicek kennenlernen dürfen. Es ist aus meiner Sicht neben den Bewegungskünsten aus Fernost eine der Methoden, um Schmerzen im Rücken und Dysbalancen auf Dauer und ohne Operation erfolgreich zu therapieren. Ähnlich wie bei Qi Gong und Taiji chuan geht es in erster Linie um Prävention. Ist aber “ das Kind in den Brunnen gefallen“, dann sind die Basisübungen bei regelmäßigem Training eine Möglichkeit, langwierige Spritzenkuren oder gar Operationen zu vermeiden. Aber der Reihe nach…

  • Wir Menschen und unsere Struktur sind für die Bewegung bestimmt. Durch den „zivilen Fortschritt“ sitzen wir einfach zuviel. Das führt zu Dysbalancen, die dann im schlimmsten Fall zu Schäden an der Wirbelsäule führen. Aber auch falsches Training ohne Kenntnis des Zusammenspiels der Muskeln und Strukturen führt zu Schädigungen- denken Sie daran, nicht alles ist für alle gut.
  • Starres Sitzen, falsche Sitzhaltung und ständiges Sitzen schädigt auf Dauer die Wirbelsäule, diese gerät aus dem Lot! Das Sitzen beansprucht die langen Rückenmuskeln, welche entlang der Wirbelsäule vom Kopf bis zum Becken ziehen. Der Kopf wird beim Sitzen ständig vor der Körperachse gehalten und das führt zur Dauerspannung in diesen Muskelgruppen- Schmerzen entstehen. Weiterhin erfolgt ein Dauerdruck auf die Wirbelkörper, die Zwischenwirbelscheiben können dem nicht viel entgegensetzen und somit erfolgt an diesen eine Beschädigung, was in Folge wieder Schmerzen provoziert(Migräne, Kopfschmerzen, Bandscheibenschmerzen, Schwindel, Nervenschmerzen oder „Kribbeln“ in den Gliedmaßen…). Dauerfolgen sind auch gynäkologische Störungen, Schmerzen in und an den Füßen, Knieprobleme und Beckensymptomatiken…
Verlagerung außerhalb der Körperachse beim Sitzen

Verlagerung außerhalb der Körperachse beim Sitzen mit Druck auf die Bandscheiben

  • Das Training im Stand mit Ausrichtung der Körperachse und ausholenden Armbewegungen regeneriert die Wirbelsäule, kräftigt die Muskelketten und führt so zu einem natürlichen(Muskel-)Korsett. Die oberflächlichen Muskelketten haben eine komplett andere Funktion, als die tiefen Muskeln; sie können mit ihrer Funktionalität diese lockern und richten die Kraft nach oben. Somit entsteht ein natürlicher Zug im Bereich der Bandscheiben, diese „richten“ sich auf und können regenerieren. Aus diesem Grund ist ein Training im Sitzen auf Dauer und immer als nicht positiv zu bewerten- Kettenreaktion: Sitzen im Auto/ auf dem Fahrrad…in der Arbeit…im Auto/ auf dem Fahrrad… im Fitnessstudio…..

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  • Das Training auf Grundlage des von Dr. Smicek entwickelten Trainingssystems durchbricht diesen Kreis des „Dauersitzens“ und beachtet die Funktionsweise der Muskelketten. Die Übungen sind einfach zu erlernen und können bei allen Haltungsproblemen, Dysbalancen und vielen Schmerzsymptomen eingesetzt werden- schauen Sie sich einfach auf der entsprechenden Seite die Methode an- www.spiralstabilization.com– und bilden sie sich selbst Ihr Urteil.
  • Die Grundübungen können Sie bei mir in der Sprechstunde erlernen- 10 Einheiten sind nötig, um mit einer fachgerechten Korrektur dann zu Hause das Programm regelmäßig zu üben. Sie haben damit die Chance, Operationen und langwierige, oft auch schmerzhafte Behandlungen mit Nebenwirkungen(Cortison…) zu vermeiden. Es ist aber wie immer, ein ausreichendes Maß an Eigeninitiative verhilft dem Körper gesund zu werden.
Wie eine Zange werden die Wirbel bei falscher Position "zusammen gekniffen"

positive Hebelwirkung auf die Wirbelkörper

  • Einsatzbereiche sind: Fehlhaltungen, Schiefhals, Schmerzzustände in Kopf und Körper, muskuläre Dysbalancen, Dauerspannung durch Stress, Bandscheibenprobleme, Skoliosen, Haltungsschäden durch sitzende Tätigkeiten, auch bei Musikern, gynäkologische Probleme, die durch Fehlstellungen der Wirbel verursacht werden(Kombination der Dornmethode mit dem Spiralsystem), Fußfehlstellungen, Hallux valgus,…
  • Für Sportler- Freizeit- oder Leistungssportler- ist des System eine sinnvolle Ergänzung, um einseitige Belastungen auszugleichen. In Tschechien trainieren viele Profisportler aus Fußball, Handball, Gymnastik und Schwimmen mit diesen Techniken. Nach Verletzungen verkürzt sich die Regenerationszeit und Dauerschäden durch einseitige Belastungen werden vermieden.

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  • Nach bereits erfolgten Operationen lassen sich Folgeschäden vermeiden. Gerade nach Hüftoperationen erfolgt teilweise noch ein Behandlungsprogramm, welches die Körperachsen und Muskelketten kaum oder gar nicht berücksichtigt. Die Folge- Betroffene neigen beim Gehen zum Schlenderschritt oder haben eine zu starke Vorneige, der Rollator und die Gehhilfen tun ihr Übriges. Das führt weiter zu Fehlhaltungen und dann sind Folgeprobleme vorprogrammiert.
  • Ein aktives Schönheitsmittel– durch das Aktivieren und richtige Training werden die seitlichen Bauchmuskeln gestärkt. Dies führt ebenfalls zur Aufrichtung und der Körper wirkt fester und schlanker. Mal abgesehen davon wissen Sie ja bereits, dass Muskeln unsere Brennkammern sind- je mehr wir davon haben, um so besser funktioniert unsere Fettverbrennung;)

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Ich selbst trainiere 15 Minuten täglich nach meiner Sprechstunde und/oder nach dem Schwimmen/ Walking mit fünf Übungen. Ich habe keine verspannte Schultermuskulatur und Schmerzen kenne ich gar nicht- obwohl ich körperlich bei der Tuina oder chiropraktischen Behandlungen stark beansprucht bin.

Machen Sie sich selbst ein Bild- buchen Sie eine Probestunde und lassen Sie sich auf ein Training mit „positiven Folgen“ ein!

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(Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Smicek und Team) Weitere Informationen finden Sie hier: Klick

 

Spitzwegerich hat Hochsaison

Nun ist es wieder soweit… das Wetter wird unbeständiger, die ersten Herbststürme sorgen mitunter schon für die ersten Hustenattacken bzw. bronchiale Probleme. Da kommt dieses unscheibar an Wegrändern und auf Wiesen wachsende Kräutlein gerade zur rechten Zeit. Ab dem Frühjahr schießen die langen, schmalen und spitz zulaufenden Blätter aus dem Boden. Auch in Asien und Amerika gibt es Verwandte mit den gleichen Wirkbereichen. Der Spitzwegerich ist das Pflaster aus der Natur für kleine Wunden- manchmal hat man ja nicht den 1. Hilfe- Kasten parat. Aber der Reihe nach:

  • Dank seiner Inhaltsstoffe- Schleimstoffe, Saponine, Glykoside, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherisches Öl, Lab-Enzym- wirkt er antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend und schleimlösend. Für eine Wundauflage bspw. kaut man(der Betroffene) die Blätter gut durch und legt diesen Brei auf die Wunde.
  • Der Spitzwegerich hat ein breites Einsatzgebiet- nach der CM wirkt er auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Leber, Milz und Magen und agiert indirekt auf die Funktionskreise Niere und Blase. Einsatz findet er bei Adipositas, Appetitlosigkeit, Asthma, Augen-entzündungen, analem Juckreiz, Blasenschwäche, Bronchitis, Darmschleimhautentzündung,  Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Furunkel, Hämorrhoiden, Halsentzündung und Halsschmerzen, Hautabschürfungen, Insektenstiche, Erkrankungen der oberen Luftwege,  Keuchusten, Leberschwäche, Magenschleimhautentzündung, Ödeme (Wassersucht), Quetschungen,  Soor (Candida), Verstopfung, blutende Wunden, leichte Verbrennungen…
  • Einsatz findet der Spitzwegerich als Tee(Blüten und Blätter), als Tinktur, der Samen wird als Abkochung eingesetzt, aber auch als Sirup ist eine Anwendung möglich.
  • Wer dieses Kräutlein für seine Figut nutzen möchte, der mische zu gleichen Teilen:Spitzwegerich, Schachtelhalm, Melisse oder Brennnessel, Hirtentäschel und Holuderblüten, nehme einen Teelöffel mit 200ml kochendem Wasser, lass diesen Sud 10 Minuten ziehen und seihe die Kräuter dann ab. Davon drei Tassen täglich und der Körper dankt es mit einem aktiven Stoffwechsel, normalisierten Blutdruck- und Blutfettwerten. Außerdem vertreibt der Tee Heißhunger auf Süßes oder zusätzliche Naschattacken aus dem Kühlschrank 😉

Sammeln Sie die Blätter und Blüten in der noch warmen, trocknen Zeit und fädeln diese einzeln auf, an der Luft trocknen lassen. Natürlich können Sie die Rohdroge auch in der Apotheke kaufen.

Spitzwegerich auf meinem Wildrasen

Spitzwegerich auf meinem Wildrasen

Genießen Sie die Sonne und achten Sie ruhig mal ab und zu auf den Wegerich, breit wie spitz…alles Gute!

 

Prävention Herzinfarkt?

 

Ja, bitte!!! Wie jedes Jahr habe ich auch in diesem September an der Fortbildung für die Herzsport- Lizenz teilgenommen. Auch wenn ich selbst keine Herzsportgruppe betreue, ist es immer wieder spannend, neue Impulse für „meine“ Patienten zu bekommen. Sie wissen ja bereits, dass Bewegungstherapie immer zum Behandlungskonzept gehört. Wie ist es nun mit der Geißel der Moderne, dem Herzinfarkt. Gibt es eine Prävention, gibt es Alternativen zur Chemie. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Ich habe großen Respekt vor der Intensivmedizin und auch in meiner Praxis gibt es einen Defibrilator, ich beherrsche die Notfallhilfe – selbstverständlich. Aber ich denke einfach, dass wir einen anderen, natürlichen Ansatz benötigen. Denn immer mehr Medikamente sind nicht gut für den Stoffwechsel, das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Was spricht dafür, auch andere Wege zu gehen:

  • Alle modernen Medikamente haben Nebenwirkungen- mehr oder weniger- Blutdruckmittel greifen in den Fettstoffwechsel ein, erhöhen teilweise den Cholesteringehalt- schwupps gibt es das nächste Medikament.
  • Warum wurden etwa Mitte der 90er Jahre die Blutdruckgrenzen gesenkt?`Bis dahin galten Obergrenzen bis 160/90- 100, je nach Alter. Manch älterer Mensch benötigt einfach einen höheren Blutdruck(140/80- 150/90), um überhaupt in die Gänge zu kommen. Wenn sonst alles in Ordnung ist und dieser Betroffene sehr agil durch den Alltag geht, sich bewegt und seinem Befinden entsprechend die Ernährung gestaltet ist doch alles gut!
  • Warum werden probate, relativ nebenwirkungsarme Mittel wie Strophantin gar nicht mehr eingesetzt? Strophantin ist ein im Körper gebildetes Hormon aus der Nebennierenrinde- ist also im Körper natürlich vorkommend. Aber auch in der pflanzlichen Natur gibt es dieses- in Schlingpflanzen, die vor allem in Südamerika vorkommen. Mehr dazu können Sie unter chemie.de(Herzglykoside) lesen. Strophantin ist herzwirksam, sowohl als Mittel zur Prävention als auch als Notfallmittel. Heilpraktiker dürfen dieses hochwirksame Mittel nicht mehr verordnen, es unterliegt der ärztlichen Verschreibungspflicht. Leider gibt es nur noch wenige Ärzte, die sich die Zeit nehmen, den Patienten über diese Möglichkeit aufzuklären und den Einsatz von Strophantinpräparaten individuell zu prüfen(siehe auch Sendung des NDR „Die herzkranke Gesellschaft“).
  • Generell werden alle natürlich vorkommenden Mittel vom Körper besser verarbeitet, als wenn Sie als chemisch- künstlicher Baustein eingeschleust werden. Natürliche Quellen sind weiterhin: Fingerhutgewächse, Adonisröschen, Maiglöckchen, Tragant, Meerzwiebel, Bischofskraut und eben Strophantusgewächse… auch der Einsatz von Arnicapräparaten und Weißdorn hat bekannterweise einen positiven Effekt auf die Herzgesundheit!
  • Das Zusammenspiel aller Präventionsmöglichkeiten- Bewegung, Ernährung, positives Stressmanagment und der Einsatz von geeigneten pflanzlichen Präparaten- kann einem Herzinfarkt vorbeugen und ggf. einen Reinfarkt verhindern. Schließlich steht der Infarkt am Ende eine Kette von Stoffwechselstörungen- Sauerstoffunterversorgung- schlechtem Zellstoffwechsel, in folge dessen eine Verengung von Gefäßen und dann…Infarkt, trotz möglicher Kollateralen(Umgehungskreisläufe bei Gefäßverengungen).
  • Individuelle Beratung ist wichtig- angefangen bei der Bewegung, über die Ernährung bis hin zu einer individuellen Medikation, erst dann kann dem Einzelnen gerecht werden.
  • Wir sind “ Bewegungstiere“- d.h. um gesund zu bleiben, m u s s  ich mich bewegen- optimal sind 2-3 x/ Woche ein individuelles Ausdauertraining und 2-3 x/ Woche das Muskeltraining- ebenfalls auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt. Dazu kommen dann in der Altersgruppe 50+ und den Risikopatienten(Disposition, metabolisches Syndrom) individuelle Übungen(Sturzprophylaxe, Balancetraining…).

In meiner Sprechstunde können Sie mich auf die Präventionsmöglichkeiten ansprechen. Bei Ernährung und Bewegung kann ich Ihnen direkt helfen, für die Kräutermedizin ebenfalls, für Strophantin sprechen Sie mit dem Kardiologen oder Hausarzt- bleiben Sie da stark! Sicher ist auch das kein Allheilmittel, aber den Einsatz zu prüfen lohnt sich immer, frei nach dem Motto: „Nur soviel wie nötig, nicht soviel wie möglich“!

Bleiben Sie gesund!

 

 

 

Bluthochdruck? Staudensellerie ist die Antwort…

 

…aber nicht nur auf Bluthochdruck. Häufig werden unsere Gemüsesorten in Bezug auf die Wirkung bei Erkrankungen unterschätzt.

„Deine Nahrung soll Deine Medizin sein und Deine Medizin soll Deine Nahrung sein“ Hippokrates(460-370 v.Chr.)

Dieser Satz hat gerade in der heutigen Zeit seine Berechtigung, unsere Nahrung ist Medizin, wenn wir sie in guter Qualität zu uns nehmen. Staudensellerie ist ein Tausendsassa, gerade bei den Zivilisationskrankheiten bzw. deren Symptomen.

Was steckt also drin in diesem grünen Strunk mit dem unverwechselbaren Geschmack?

  • Staudensellerie gehört zu den Gemüsesorten mit den wenigsten Kalorien: 100 Gramm Staudensellerie bringen es gerade einmal auf 15 Kalorien, er besteht nämlich zu 90 Prozent aus Wasser. Neben dem vielen Wasser besitzt Sellerie aber auch wichtige Vitamine und vor allem wichtige Mineralstoffe: Er ist besonders reich an Kalium, Natrium, Magnesium und Kalzium. Darüber hinaus enthält Staudensellerie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die einen positiven Effekt auf den gesamten Stoffwechsel haben. Aufgrund des hohen Kaliumgehalts ist Sellerie harntreibend und daher bei Gicht/ Rheuma hilfreich. Staudensellerie hat auch eine entspannende und beruhigende Wirkung auf Grund der zahlreichen Inhaltsstoffe(besonders Magnesium) und wirkt deshalb positiv bei zu hohem Blutdruck und senkt bei Diabetes zuverlässig den Blutzuckerspiegel.
  • Bei zu hohem Blutdruck und/ oder schlechten Blutzuckerwerten werden täglich 250 Gramm Staudensellerie mit 200ml abgekochtem, warmen Wasser püriert und über den Tag gelöffelt- Anwendung für eine Woche. Danach wird kontrolliert und ggf. die Dosierung beibehalten/ angepasst.
  • In der CM weist der aromatische scharf- bitter- süßliche Geschmack die Wirkrichtung- die Funktionskreise Leber, Milz und Feuer werden angesprochen. In der Ernährungstherapie ist dieses wunderbare Gemüse sehr wichtig, hat ein breites Einsatzgebiet.
  • Probieren Sie eine Selleriesuppe mit Karotte, Stauden- und Knollensellerie, Zwiebeln, Knoblauch und einer Mischung aus Hildegardgewürzen, dazu Liebstöckel und Kartoffeln- wie eine Gemüsebrühe gekocht und dann püriert- sehr lecker und wunderbar ausgleichend für den Säure- Basen-Haushalt.

Also, egal ob Hypertonie oder nicht, allein durch die Bitterstoffe wäre es ratsam, die grüne Staude öfter mal zu kabbern- guten Appetit!

Staudensellerie, frisch geerntet aus meinem Hochbeet

Staudensellerie, frisch geerntet aus meinem Hochbeet, wie oben zu sehen

Thymian, ein unverwechselbarer Duft…

…weht durch den Garten, wenn der Thymian blüht oder kräftig im Kraut steht. Die ausdauernde Pflanze, wieder kein rein typisch asiatisches Kraut, wächst Jahr für Jahr im Kräutergarten und duftet würzig. Im Sommer lassen sich  kleine zartrosa Blüten sehen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten und an geschützten Stellen stehen uns die Heilkräfte des Thymian auch den Winter über zur Verfügung. Wie viele andere Kräuter auch stammt der Thymian – oder Thymus vulgaris- aus der Mittelmeerregion, wurde von Mönchen im 11. Jahrhundert nach Europa gebracht und fand den Weg aus den Klostergärten in die Bauerngärten. Die Pflanzen sind relativ anspruchslos und haben eine breite Wirkweise.

  • Dank zahlreicher Inhaltsstoffe- siehe unten- wirkt Thymian anregend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schmerzstillend und schweisstreibend. Die Wirkbreite ist immer noch nicht komplett erforscht.
  • Inhaltsstoffe: ätherisches Öl- wie Thymol, Kampfer, Carvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpinen, Bitterstoff, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin, Salicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol und das Spurenelement Zink(entzündungshemmend und ein Immunstimulanz).
  • Die Einsatzgebiete reichen von den typischen Erkältungskrankheiten und Infektionen der kompletten Luftwege, Menstruationsbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Erkrankungen der Mundhöhle, Stoffwechselstörungen, Rheuma, Nierenprobleme bis hin zu Erkrankungen des Nervensystems und der Haut.
  • Neueste Forschungen und Studien belegen eine starke Wirkung bei Gürtelrose(Herpes Zoster) und einer Geißel der Menschheit- Lepra.
  • Thymian hat gemäß der chinesischen Medizin eine Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Dünndarm, Magen und Blase/ Niere.
  • Bei geschwächten Menschen kann die Tinktur zur Stärkung eingesetzt werden, in der Praxis wende ich Abkochungen, Tee’s und die Urtinktur an.
  • In der Erkälungszeit kann man mit einem Dampfbad aus Thymian, Fenchel und Isländisch-Moos dem starken Verlauf eines Infektes Einhalt gebieten. Thymian belastet die Schleimhäute nicht, ganz im Gegensatz zur Kamille- diese wirkt stark austrocknend und ist deshalb für ein Dampfbad nur bedingt geeignet.

Ich habe viele verschiedene Sorten des Thymian in meinem Garten, sowohl im Freiland als auch in Kübeln und ich greife sehr gerne auch in der Küche auf dieses aromatische Kraut zurück. Bei Geflügel darf die Würze des Thymians nicht fehlen.

Zitronenthymian

Zitronenthymian in meinem Thymiankörbchen an der Hauswand

 

Tropaeolum majus oder…

 

die Kapuzinerkresse blüht bis in den späten Herbst hinein als robuste Rankenpflanze in vielen Gärten. Sie erfreut uns mit gelben bis teilweise tief dunkelroten Blüten und kann bei feucht- durchlässigen Böden auch schon mal zur „Plage“ werden. Als Küchenkraut sind alle Pflanzenteile, außer die Wurzel, zu verwenden, die Blätter, Blüten und Samen lassen sich wunderbar in Salaten verarbeiten. Aber der Reihe nach:

  • Der wissenschaftliche Name ist Tropaeolum majus, die Pflanze enthält die Wirkstoffe Vitamin C und Senfölglykoside. Dadurch wirkt dieser “ Einwanderer“ aus Mittelamerika anregend, antibiotisch, blutreinigend, pilztötend und schleimlösend.
  • Durch die Wirkweise- in der chinesischen Medizin wirkt sie vor allem auf die Funktionskreise Lunge, Leber und Milz- wird die Pflanze in unterschiedlicher Zubereitung bei Erkältungen, Bronchitis, Grippale Infekten, Halsentzündung, Verstopfung, Infektion der Harnwege und bei ausbleibender oder verzögerter Menstruation eingesetzt. Bei schwachem Immunssystem ist eine Präventivkur mit diesem auch im Schatten wachsenden Kräutlein hervorragend wirksam.
  • Medizinisch setze ich die Urtinktur ein- Lichtdurchdringung des Feuchten und Dunklen-so wird die Kapuzinerkresse in der Welt der Urtinkturen beschrieben. Mykosen(Pilzinfektionen) sind ein verbreitetes und schwerwiegendes Gesundheitsproblem unserer Zeit, welches mit schulmedizinischen Antimykotika nicht dauerhaft gelöst werden kann. Auch in der Naturheilkunde als ganzheiliche Medizin können sie nur durch die kombinierte Anwendung von mehreren Heilmitteln und Therapien sowie einer strengen Diät eingedämmt werden. Die CM beschreibt Pilzinfektionen als Hauptproblem der Milz mit Schleim und häufig auch Hitze(gelblicher, stark riechender Ausfluss bspw.).
    Tropaeolum majus ist durch ihre Charakteristik dabei sehr hilfreich. Die Erklärung: Pilze benötigen für ihr Wachstum neben den richtigen Nährstoffen geeignete Umweltbedingungen. So finden wir Pilze bevorzugt an dunklen, feuchten Stellen, an Orten also, die ungenügend mit Licht und Wärme durchdrungen sind. In Analogie dazu benötigen auch die inneren Mykosen neben den Nährstoffen, die aus falscher Ernährung (zu hoher Zuckerkonsum, zuviel an Hitze erzeugenden Nahrungsmitteln) stammen, ein geeignetes Milieu. Physiologisch wird das Milieu durch den pH-Wert und die Elektrolytzusammensetzung von Blut und anderen Körperflüssigkeiten bestimmt. Energetisch betrachtet deutet das Auftreten von Mykosen darauf hin, dass die Körperflüssigkeiten zu wenig von Licht- und den geeigneten Wärmekräften durchdrungen werden können. Die Kapuzinerkresse führt Licht- und Wärmekräfte in das “ Dunkel des Stoffwechsels“ ein und schafft auf diese Weise die Voraussetzungen für eine Änderung des Milieus, die Pflanze lässt die Pilze förmlich „austrocknen“. Aber nicht nur bei Pilzen wirkt dieses „Durchdringen“, sondern auch bei ausbleibender Menstruation oder Menstruationsstörungen- insebesondere, wenn die betroffene Frau häufig unter Pilzinfektionen leidet oder ständig innerlich friert, setze ich diesen „Lichtbringer“ ein.
  • Von der Kapuzinerkresse kann man sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und sogar die Samen(als Kapern) lassen sich einlegen. Alle Pflanzenteile haben einen leicht scharf- würzigen Geschmack, der ein wenig an die auch bekannte Gartenkresse erinnert. Die beiden Pflanzenarten sind jedoch nicht miteinander verwandt. Die farbenfrohen, schönen Blüten machen sich gut als Zierde in Salaten. Die Blüten mit ihrem milden Geschmack sind auch für Süßspeisen geeignet. Die Blätter werden kleingehackt in Salaten, Kräuterquark, Eierspeisen, auf Kartoffeln, in Kräuterbutter und, und, und….eingesetzt.

Die wunderbar blühende Pflanze kann auf dem Balkon und in jeder Gartenecke gezogen werden. Probieren Sie es aus und freuen Sie sich an diesem ausdauernden Blüher!

Kapuzinerkresse in meinem Garten unter einer Weide

Kapuzinerkresse in meinem Garten unter einer Weide

Koriander – ein wahrlicher Wundertäter

 

… beim Essen und in der Heilkunde. Coriandrum sativum ist auch wieder kein typisch chinesisches Heilkraut, ist aber im asiatischen Raum sehr gebräuchlich. Nach Europa kam das meistens als Kückenkraut bekannte grüne Helferkraut für die Verdauung und den Darm über die Mittelmeerländer.

Seine Heilwirkung :

  • …entfaltet sich vor allem durch die ätherischen Öle Linalol, Geraniol, Pinen, Limonen, Terpinen, Borneol, aber auch durch die  Petroselinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure, seine Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarine, Sitosterin und Kaffeesäurerderivate.
  • …zielt besonders auf Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Magen-Darm-Entzündung, Magenkrämpfe, Magenschwäche, Mundgeruch, Reizdarm, Reizmagen, Verstopfung und Völlegefühl, aber Koriander kann auf Grund seiner wirkstoffe auch bei Husten und Menstruationsschmerzen eingesetzt werden.
  • Koriander wirkt antibakteriell, appetitfördernd, carminativ, fungizid, krampflösend, milchbildend- wichtig für stillende Mütter- und verdauungsfördernd.
  • Ein Tee aus:je 25 Gramm Kümmel-, Fenchel-, Anis- und Koriandersamen wirkt gegen Blähungen und Verdauungsprobleme.
  • Koriander steht auch als Urtinktur zur Verfügung- mit der Wirkweise wie oben bereits geschrieben.
  • In der Küche könne die Früchte wie auch das frische Kraut verwendet werden, nicht umsonst heißt Koriander auch arabische oder asiatische Petersilie.

Wenn ich in Hamburg zur Weiterbildung bin, dann gehe ich gerne in ein persisches Lokal in der Nähe des S-Bahnhofes Berliner Tor, dort gibt es vor dem Essen immer eine gemischte Frischkräuterplatte u.a. mit Koriander. Ich liebe das Essen dort und dank des tollen Kochs und der Kräuterplatte ist es sehr bekömmlich.

Probieren Sie Koriander auch mal in der Küche und bei Verdauungsbeschwerden nutzen Sie ruhig den oben beschriebenen Tee!

langer Koriander- wie der bekannte Koriander zu verwenden, sehr intensiv

langer Koriander- wie der bekannte Koriander zu verwenden, sehr intensiv

 

Das Gänseblümchen

…blüht meistens schüchtern im Gras und hat dabei eine wunderbare und intensive Wirkung in der Kräutermedizin und bei Natursalaten. Natürlich ist Bellis perennis- so der lateinische Name- keine Heilpflanze aus der chinesischen Medizin. Ich nutze die Heilkraft vor allem bei Kindern und sehr sensiblen, stillen Menschen und finde es wunderbar, dass dieses von Kindern so geliebte Blümchen uns das ganze Jahr(bei milden Wintern) zur Verfügung steht. Wie so oft verwendet die moderne Phytotherapie das Gänseblümchen nicht.

  • Das Wesen des Gänseblümchens ist auf die Bewahrung einer kindlichen Unschuld und Reinheit gerichtet.  So scheu und verletzlich es auch ist, kann es große Kräfte freisetzen, um die Übergriffe auf seine seelische und körperliche Unversehrtheit zu heilen. Als „Maßliebchen“kommt zum Ausdruck, dass es in der Liebe Maß hält, dass heißt, es dosiert die Leidenschaftlichkeit des Liebesverlangens, es dämpft übermäßiges Verlangen. Das Gänseblümchen ist eine wunderbare Hilfe bei allen seelischen und körperlichen Verletzungen, die durch ungestüme Gewaltanwendung entstanden ist.
  • Das Maßliebchen wirkt blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampfstillend und schmerzstillend, seine Wirkkraft kommt von den Inhaltsstoffen- Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Anthoxanthin, Flavonoide, Fumarsäure, Schleim und Inulin.
  • Einsatz finden die Extrakte, Tees und Urtinkturen bei Husten, Erkältungen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Darmentzündung, Gicht, Rheumatismus, Stoffwechselschwäche, Wassersucht, Ödeme, Nierensteine, Blasensteine, Menstruationsbeschwerden, Weissfluss, Hautkrankheiten, Hautausschlägen, unreiner Haut und bei Wunden.
  • Als Küchenkraut können Sie Bellis in Salaten verwenden und im Frühjahr einem Reinigungstee beimischen.

Lassen Sie dem Maßliebchen in Ihrem Rasen seinen Platz- schauen Sie es an und lassen Sie sich von der guten Laune anstecken!

“ Wer sanft auftritt, kommt weit. „- Konfuzius

Bellissima- das Gänseblümchen im Spätsommer

Bellissima- das Gänseblümchen im Spätsommer

 

Der Bambus

Bambus spielt in der CM als Bestandteil von Kräuterrezepturen eine große Rolle. Nicht nur der Panda benötigt Bambus zum Leben, auch für uns Menschen kann er unter Umständen lebensnotwendig werden:

  • Bambus gehört zu den eher kühlen Kräutern und hat einen süßen Geschmack, dadurch wirkt er positiv auf die Funktionskreise Magen, Lunge und Gallenblase.
  • Er klärt Hitze und transformiert heißen Schleim, klärt Hitze und geröstet in Ingwer stoppt er Erbrechen. Weiterhin wird er in Rezepturen eingesetzt, die das Blut kühlen, Blutungen stoppen und beruhigend auf den Fetus in der Schwangerschaft wirken.
  • Eingesetzt werden darf Bambus auf keinen Fall, wenn die Diagnose zu Erbrechen, Durchfall oder Husten Kälte heißt(Frieren, typische Kältezeichen wie Kälteempfindlichkeit, die Symptome bessern sich bei Wärme oder weißer Zungenbelag).
  • Bambus findet Verwendung bei Erkrankungen des Magens, der Lunge, bei Blutungen unterschiedlicher Genese.
  • Bambussprossen enthalten beispielsweise extrem viel Kieselsäure, das hat auch die westliche Medizin mittlerweile erkannt, nur deutlich später als die asiatische Medizin und deren Vertreter. Kieselsäure ist förderlich für das  Wachstum von Haaren, Haut und Knochen.
  • Da die Lunge ihren Bezug zur Emotion Trauer hat, wird Bambus in der chinesischen Kräutermedizin auch bei psychosomatischen Erkrankungen, aber auch zur Linderung von  Depressionen und Nervosität eingesetzt. In der ayurvedischen Medizin in Indien kennt man die blutstillende Wirkung von Bambusextrakten und ihre Wirkung gegen  Asthma und Lepra. Bambus wird verwendet, um die Menstruation anzuregen und die Mitte(Milz/Magen) zu stärken.
  • Aus den Blättern der Pflanze und den Stengeln werden Flavonoide gewonnen die als Antioxidantien auch in der Kosmetik zur Anwendung kommen. Bambuskampfer (Bambuszucker, Tabachir), der sich in der Pflanze bildet, wird schon lange in der CM genutzt.

Die moderne Pharmakologie wäre gut beraten, die Wirkung dieser ausdauernden und voller Kraft steckende Pflanze zu erforschen! Die Naturheilkunde weiß um die positive Wirkung schon seit mehr als 3000 Jahre!

Bambus im Hochsommer

Bambus im Hochsommer

Wohlgemut(h)…

…blüht Borretsch in meinem Garten. Diese alte Heilpflanze ist wieder nicht typisch chinesisch, aber ich nehme sie sehr gerne in verschiedene Kräutermischungen mit auf, welche auf den Lungenfunktionskreis wirken sollen.

Viele Kräuter haben einen eigenen, typischen und unverwechselbaren Geschmack. Das macht die Unterscheidung leicht, doch es gibt ein Kraut, das würde man mit geschlossenen Augen für ein Gemüse halten: Borretsch- auch Gurkenkraut genannt. Charakteristisch ist der ausgeprägte Geschmack nach frischen grünen Gurken. Man kann dieses zart blau blühende Kraut wunderbar für Salate, Gurkenspeisen, Eiergerichte, Backwaren, Quarkspeisen und Kräuterbutter verwenden. In der Naturheilkunde reicht das Einsatzgebiet:

  • … in alle Bereiche, die einen Bezug zum Funktionskreis Lunge haben- also alle Erkrankungen der Bronchien, der oberen Luftwege, der Lunge, aber auch der Haut. Borretsch wird im Zusammenhang mit anderen Kräutern als schleimlösender Heiltee angeboten. Geringe Dosen und hausübliche Verwendung stellen kein Probleme dar. Häufiger dient das alte Heilkraut der Behandlung von Hautbeschwerden. Das Kraut bzw. vielmehr die Samen werden als Zutat in Cremes verwendet. Aufgrund der spezifischen Ölsäurezusammensetzung gilt Borretschöl als probates Mittel gegen Hautkrankheiten wie Neurodermitis, trockene Haut oder Schuppen. Das Samenöl enthält reichlich Omega-6-Fettsäuren und Gamma-Linolensäure. Es wirkt entzündungshemmend, juckreizmindernd und immunstimulierend und ist daher vor allem zur alternativen Therapie von Neurodermitis begleitend einsetzbar. Gutes Borretschöl enthält keine Pyrrolizidinalkaloide mehr. Pures Borretschsamenöl ist jedoch nicht immer leicht zu erhalten. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sollten das Öl generell meiden oder die Nutzung mit einem Arzt oder Heilpraktiker absprechen. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollten kein Borretschöl und keine großen Mengen an Borretsch eingenommen werden!
  • Borretsch darf aber nur vorsichtig eingesetzt werden, da die Pyrrolizidinalalkaloiden die Leber bei Überdosierung schädigen können. Aus diesem Grund sollte Borago officincalis als Heilkraut auch nur vom Arzt oder Heilpraktiker verordnet werden. Weitere Inhaltsstoffe sind Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, ätherische Öle, Saponin und Gamma-Linolensäure.
  • Übrigens- Borretsch ist ein wertvoller Helfer im Garten. Weil er mit kaum einer sonstigen (Gemüse)-Gartenpflanzen verwandt ist, eignet er sich hervorragend zur Gründüngung. Seine ausgedehnten, weit verzweigten Wurzeln hinterlassen einen feinkrümeligen guten Boden. Die Blüten werden von Hummeln und Bienen gern besucht und sorgen für einen schmackhaften Honig.

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Chrysanthemen

…waren früher immer Geburtstagsblumen, bevor ich deren Heilwirkung erlernt habe. Gemeint ist natürlich die Wirkung der Chrysanthemenblüte- Chrysanthemi flos oder Ju Hua.

Diese Blüten bilden gerade jetzt im Sommer einen wunderbar mild schmeckenden, kühlenden Tee mit entgiftender Wirkung. Hier das Wesentliche zu einer sehr vielfältigen Blume:

  • Mittlerweile werden bereits zehn Arten in der Kräutermedizin, als Lebensmittel oder Tee verwendet.
  • Die Blüten werden in voller Blüte im Herbst geernet und dann über schwachem Feuer getrocknet.
  • Chrysanthemen haben in der chinesischen Medizin eine Wirkung auf die Funktionskreise Lunge und Leber, sind scharf- kühl- bitter im Geschmack und wirken kühlend- dementsprechend Wind- Hitze zerstreuend, Leber beruhigend, Kopf und Augen klärend, Hitze kühlend und entgiftend.
  • Das Einsatzgebiet reicht von Augenentzündungen bis zu hitzebedingten Zysten, besonders wirkungsvoll sind die Blüten als Tee bei allen juckenden Beschwerden in Verbindung z. B. mit Lonicera- Blüten oder auch Pfingstrosenwurzel.
  • Die Inhaltsstoffe Chrysanthenon, Borneol und Campher, Adenin, Cholin und Stachydin sorgen für ein breites Einsatzgebiet…
  • … mit antipyretischer, entzündungshemmender, antiseptischer Wirkung- besonders auf Staphylococcus aureus und Escherichia coli. Sie wirken positiv auf die koronare Durchblutung und senken die Permeabilität der Kapillaren.
  • Chrysanthemen haben keine unerwünschten Wirkungen oder Kontraindikationen.

Für einen Tee an besonders heißen Tagen nehmen Sie einen Esslöffel getrocknete Chrysanthemenblüten- oder wenn Sie die medizinische Chrysantheme im Garten haben, dann die frischen Blüten- und übergießen diese mit ca. 80 Grad warmen, abgekochten Wasser- 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und genießen.

Da jetzt der Sommer zurück ist, genießen Sie den Tee nicht nur zum Kühlen, sondern auch zum Entgiften, bspw. nach einer Mahlzeit mit Meeresfrüchten- Meeresfrüchte können die Leber angreifen- gerade Austern, Schrimps u.s.w.. Deshalb empfehle ich nach so einer Mahlzeit einen Tee aus Chrysanthemenblüten und Ingwer , damit die Leber keinen Schaden nimmt.

Genießen Sie den Hochsommer und handeln Sie ruhig frei nach einer chinesischen Volksweisheit:

“ Lege Dir jeden Tag für Deine Sorgen eine halbe Stunde zurück und… in dieser Zeit mache ein Schläfchen!“

 

 

Je länger, je lieber…

ist nur als Heilpflanze positiv- das Geißblatt- Lonicera caprifolium, Honeysuckle oder Jin Yin Hua(Blüten)- Lonicera japonicae flos.

Die Pflanze ist in Europa, Asien und Südamerika verbreitet. Das echte Geißblatt gedeiht auf feuchten Kalkböden und erfreut uns gerade jetzt mit nach Honig duftenden Blüten- und …:

  • … wirkt schweiß- und harntreibend, hat im Rahmen der chinesischen Kräutermedizin eine  Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Magen und Herz- wirkt Hitze kühlend, entgiftend und Hitze zerstreuend.
  • … enthält Alkaloide, Saponine und Glykoside- darf aber auf keinen Fall in Eigenregie eingesetzt werden. In der chinesischen Kräutermedizin findet das Geißblatt(die Blüten) den Einsatz in:
  • … Rezepturen bei Erkältungen mit starker Hitze, bei Halsentzündungen mit starker Hitze, bei allen Yang- Hauterkrankungen und Hautgeschwüren vom Yang- Typus und auch bei blutigen Durchfallerkrankungen- die Blüten haben ein breites Spektrum an antibiotischen Substanzen.
  • In der Bachblütentherapie steht Honeysuckle in Verbindung mit der Wandlungsfähigkeit. Menschen im negativen Honeysuckle-Zustand hängen an der Vergangenheit und haben kaum Interesse an der Gegenwart- die deutsche Bezeichnung ist eben auch passend „Je länger, je lieber“.Durch das Festhalten an der Vergangenheit fällt es den betroffenen Menschen auch schwer, sich zu wandeln und ihr aktuelles Leben zu meistern. Mit Nostalgie und Sehnsucht wird verklärt, was früher war, ohne an die unerfreulichen Seiten der Vergangenheit zu denken.  In besonderem Maße ist Geißblatt eine Bachblüte für ältere Menschen , denn im Alter leben viele Menschen mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Das ist heutzutage sehr verständlich, denn die Weisheit des Alters gilt kaum noch etwas, alles soll immer nur frisch und jugendlich sein. Daher fühlen sich ältere Menschen in der Gegenwart oft nicht wohl und flüchten sich in ihre Vergangenheit. Der Bachblütenextrakt wirkt aber auch bei Heimweh und Situationen, in denen man verpassten Gelegenheiten nachtrauert, für die Trauer um verstorbene Menschen oder den Verlust des Partners. Im positiven Zustand- auf die Wirkung von Geißblatt bezogen- hat man einen lebendigen Kontakt zur Vergangenheit, lebt aber aktiv in der Gegenwart, kann aus seiner Erfahrung lernen und das Gelernte auf die aktuelle Situation übertragen.

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Denken Sie öfter an diese positiven Wirkungen, wenn Sie im Garten diese stark rankende Pflanze bewundern!

„Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.“- buddhistische Weisheit

Die Gefahr lauert…

…im Gebüsch, am Wegesrand, im Farn des Waldes- die Zecken, wahre Überlebenskünstler der Natur und auf dem Vormarsch- infiziert mit einem der hinterhältigsten Keime unserer Zeit- den Borellien. Der Entdecker der Borrelliose- Spirochäte Willi Burgdorfer 2001:“ Wir wissen, dass die Lyme- Borrelliose Antibiotika widerstehen kann. Zu sagen, jemand sei geheilt, weil er eine bestimmte Menge Antibiotika erhalten habe, ist Unsinn.“ Generell sind eine Vielzahl von Mikroben, die ja ein Vielfaches  an Evolution als der Mensch hinter sich haben, sehr hoch entwickelt, sie widerstehen allen erdenklichen Maßnahmen der Bekämpfung der Moderne oder entwickeln sich zu aggressiven Keimen- siehe MRSA. Es gibt weltweit ca. 300 bekannte Borrellienstämme, hoch spezialisiert und im Labor nicht nachzüchtbar. Diese Meister der Tarnung können sich bspw. innerhalb von Minuten verkapseln, um auf für sie bessere Verhältnisse “ zu warten“. Borrellien spielen im „Wirt“ Versteck- sie produzieren Stoffwechselprodukte, die den Betroffenen “ manipulieren“. Sie sind sehr beweglich, benötigen kaum Sauerstoff und können auch die Hirnschranke in kurzer Zeit überwinden. Spirochäten sind in der Lage Kälte bis zu minus 50 Grad zu ertragen und antibiotische Stoffe sehr zügig aus ihrem Organismus auszuscheiden. Bei Hitze allerdings( ab ca. 44 Grad) geben Sie auf.

Zecken sind auf dem Vormarsch- selbst in Regionen Norddeutschlands- Mecklenburg- Vorpommern, Schleswig- Holstein und der nördliche Teil von Brandenburg waren noch vor ein paar Jahrzehnten verschont, heute sind auch diese Regionen teilweise Hochburgen von Zecken. Zecken übertragen die Erreger der FSME( Impfung möglich, individuelle Beratung dazu wichtig) und eben Borrellien.

Antibiose reicht also nicht aus- hat diese Therapie bisher überhaupt ausgereicht? Es geht nur wieder Hand in Hand- Naturheilkunde und Schulmedizin gemeinsam! Sie kennen es ja: ein einzelner Stock kann leicht zerbrochen werden, ein Bündel Stöcker jedoch nicht- nur gemeinsam geht es vorwärts!

Es gibt wie immer keine Standardrezepte- der individuelle Zustand des Patienten im Einzelnen ist ausschlaggebend. Es gibt naturheilkundlich mehrere Ansätze:

  • Einsatz von Komplexmitteln aus pflanzlichen Stoffen- individuell abgestimmt, Einsatz von spagyrischen oder homöopatischen Mitteln, chinesische Kräuterrezepturen zur Ausleitung der „Hitzetoxine“…,
  • Behandlung mit dem Extrakt der Karden- Wurzel,
  • Spitzwegerichextrakte haben eine bakteriostatische Wirkung und Fördern die Wundheilung,
  • Prävention- Vorbeugen, ist besser als heilen- mit einer speziellen ätherischen Ölmischung lässt sich eine “ abschrenkende“ s.g. Repellenwirkung erreichen- Inhalt sind u.a. Zedernöl, Lemongrasöl, Geranielöl… oder auch die einmalige Einnahme von Ledum C200 kann die Möglichkeit eines Zeckenbisses und den Befall mit Zecken vermindern,
  • Schulmedizinische Prävention- die Impfung- hier sollte sich jeder individuell beraten lassen und abwägen, ob für ihn eine Impfung in Frage kommt. Die Impfung kann gegen FSME schützen, aber nicht gegen den Zeckenbiss oder die Borrelieninfektion.

Generell solltenSie den Körper am Abend nach Zecken absuchen, wenn Sie in Wald und Flur unterwegs waren, besonders die Beugen und auch den Kopf, die Leisten und Zwischenräume der Zehen und Finger. Finden Sie eins der kleinen“Biester“, dann benutzen Sie eine Zeckenzange oder ziehen die Zecke vorsichtig heraus. Beträufeln Sie das „Tierchen“ nicht mit Öl oder gehen grob damit um, dass wirkt als Stressor und die Zecke sondert den Speichel ab- damit kommen mehr Keime ins „Bissgebiet“ und eine Infektion ist wahrscheinlicher.

Gehen Sie sofort zum Arzt oder Heilpraktiker, wenn sich ein roter Kreis oder die s.g. Wanderröte um das Bissgebiet zeigt. Gehen Sie auch zum Arzt oder Heilpraktiker, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob alles in Ordnung ist oder Sie die Zecke ggf. nicht vollständig entfernt haben.

Dieser Exkurs soll aufklären und keine Panik verbreiten- es ist wie immer, Aufmerksamkeit dient unserem Schutz, aber den allumfassenden Schutz gibt es nicht.

Achten Sie auf sich und genießen Sie den Sommer!

 

Urlaubszeit- Bewegungszeit

Wir haben Sommerzeit und Urlaubszeit …was also tun in der schönsten Freizeit des Jahres. Sie wissen es ja bereits- Bewegung hält das Qi- unsere Lebensenergie- im Flow und deshalb kommen hier meine besten Bewegungstipps:

  • In keiner Zeit ist der innere Schweinehund oder Drachen der Bequemlichkeit größer, als im Urlaub- tricksen Sie ihn aus und sporteln/ bewegen Sie sich moderat- lange Spaziergänge am Strand oder Wandern in den Bergen am früheren Morgen oder späteren Abend- da ist es nicht zu heiß und Sie können sogar die Sonnenauf- und Sonnenuntergänge genießen. Die Dauer liegt bei 30 Minuten bis….., die Belastung – Sie sollten sich danach leicht geschafft fühlen. Die Pulsuhr- falls Sie eine haben- darf 120 bis 128 Schläge/ Minute anzeigen.
  • Schwimmen Sie! Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen erzählen, dass das Schwimmen am Morgen oder Abend wirklich toll in die Sommerzeit aber auch in den Winter passt- dann natürlich im Inndoorpool oder in der Schwimmhalle. Bei uns gibt es in der Nähe einen tollen Zeltplatz, der im Sommer zzgl. zum Spa-Bad auch einen toll gepflegten Outdoorpool(20 Meter-Becken) betreibt und dort fahre ich jeden Morgen zum Schwimmen- das Bahnen ziehen ist dort entspannter und einfacher als in der Ostsee und mit 23 Grad Wassertemperatur für den Schwimmsport bestens geeignet. Schwimmen Sie abwechselnd im Brust-, Rücken-, Kraulstil und das 30 Minuten, da haben Sie Ausdauer- und Krafttraining vereint, den gesamten Körper trainiert und vermeiden nebenbei die ungeliebten Reaktionen des Körpers auf Grillpartys und Eis. Nach den 30 Minuten dann noch 15 Minuten Aquagymnastik oder Pooljogging, danach können Sie den Tag richtig genießen oder die Arbeit fällt sehr viel leichter. Achten Sie beim Schwimmen aber immer auf den richtigen Schwimmstil- der Kopf muss nun mal in’s Wasser- sonst wird der Nacken zu stark belastet und die Muskulatur schmerzt.
  • Probieren Sie Federball(Badminton), Volleyball oder Frisbee am Strand- ca. 30 bis 45 Minuten und Sie trainieren wieder den gesamten Körper zzgl. Koordination. Auch das Indiaka oder Strandfussball mit den Kindern bringt Bewegung und Spass ins Urlaubsleben.
  • Sie sind der absolute Lauffreak- dann laufen Sie barfuss am Strand! Die Füße danken es Ihnen und gleichzeitig trainieren Sie durch den Widerstand des Sandes deutlich stärker. Dabei meine ich sowohl das Jogging als auch Walking- beides im Sand durchgeführt stärkt die Fußmuskulatur besonders intensiv, wirkt aber auch deutlich stärker auf die gesamte Körpermuskulatur. Bauen Sie kleine Übungen, wie Liegestütze, Kniebeuge oder die „Kleine Laufschule“ in das morgendliche oder abendliche „Laufen“ ein- diese „Pausen“ lockern auf und trainieren gezielt die Schwachpunkte unseres Körpers- aber alles bitte moderat und am Morgen oder Abend.
  • Inlinern Sie mal- ggf. hilft ein Anfängerkurs. Damit trainieren Sie Ihre Ausdauer( ab 30 Minuten) und vor allem Ihre Koordination- da ist es völlig egal, wie alt Sie sind. Wer schreibt denn vor, wie jung oder wie alt Man(n)/ Frau für Funsport sein darf???
  • Stand- up- Paddling- auf die Bretter – fertig- los- hat fast etwas Meditatives, trainiert aber den gesamten Körper und das Gleichgewicht und macht Spaß. Anfängerkurse gibt es mit Sicherheit auch in der Nähe Ihres Urlaubsortes!
  • Trainieren Sie mit Sonnenschutz, Sonnenbrille(außer beim Schwimmen) und mit Funktionssportkleidung! Auch sollte der Pulsmesser zum Einsatz kommen, um die richtige- gesunde- Belastung zu kontrollieren.

Probieren Sie auch mal etwas Neues aus- was auch immer in der Nähe angeboten wird- Sie werden merken, es macht einfach Spass, sich zu bewegen und nicht nur zum Abkühlen in’s Wasser zu gehen oder den Körper in der Sonne liegend zu „brutzeln“- ach ja, bei Bewegung bräunt der Körper gleichmäßiger und schneller- noch ein Vorteil von Bewegung im Urlaub!

Erholen Sie sich gut!

Vergessenes Wissen- die Karde…

ist eine Pflanze, die in vielen Jahren stark in Vergessenheit geraten ist. Seit sich die Zecken wieder ausbreiten, tritt auch diese als Unkraut verpönte wieder in Erscheinung- bedingt durch ihre sehr gute Wirkung bei Zeckenbissen mit anschließender Borrelieninfektion. Diese distelartige Pflanze kommt ursprünglich aus der Mittelmeerregion und hat auf Grund der relativ harten Blüte beim Kämmen(Karden) der Wolle vor dem Spinnen seinen Einsatz gefunden. Die Karde:

wilde Karde in Mönchhagen

wilde Karde bei Mönchhagen

  • … ist ein Kardengewächs, keine Distel und auch bekannt unter den Namen Katzenkopf oder Kardätschendistel.
  • … wirkt antibakteriell, blutreinigend, harntreibend und schweisstreibend. Durch die Wirkweise ergibt sich…
  • … der Einsatz der Wurzel bei Borrelieninfektion, zur Stärkung des Immunsystems, bei Magen- und Verdauungsschwäche, bei Gallenschwäche, in der Therapie bei Rheuma, Gicht und Ödemen, bei Kopfschmerzen, Hautkrankheiten, Furunkel, zur Behandlung von Sommersprossen und Warzen, bei wunden Fingern.
  • … wirkt durch Scabiosid, Iridoide und Saponine, die vor allem in der Wurzel vorhanden sind. Aus diesem Grund ist der Wirkteil auch die Wurzel.
  • … wird als Tinktur oder Tee eingesetzt, innerlich und äußerlich angewandt.

Besonders interessant und als wichtiges Heilmittel wirkt diese herb- schöne Pflanze begleitend zur Therapie bei der Infektion mit Borrelien- sie hat eine starke antibakterielle Wirkung und reinigt hervorragend das Blut.

Im Garten ist sie eine für mich wunderbar anzusehende Pflanze, die auch auf steinigen oder eher nährstoffarmen Böden wächst und somit auch „karge“ Ecken im Garten verschönt.

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„Sich selbst erkennen ist von Wert“

… ist eine fernöstliche Weisheit mit ganz aktuellem Bezug. Selbsterkenntnis- einer der ersten Schritte, um zu gesunden bzw. gesund zu bleiben.

Ich frage mich ganz oft, gerade wenn eine Therapie sehr lange dauert oder trotz aller Überprüfungen der Therapieansätze nicht greift, warum ? Im Gespräch mit den betroffenen Patienten/ Patientinnen ergibt sich häufig, dass die Sichtweise auf und das kritische Hinterfragen des eigenen Verhaltens gar nicht oder nur sporadisch existiert. Formulierungen wie : Ich werde es versuchen…“, „…wenn ich Zeit dafür finde“, „…es ging nicht, ich hatte Urlaub“… und ähnliche mehr weisen immer darauf hin, dass der Wunsch nach der Wunderpille größer ist, als das eigene Engagement. Sicher gibt es immer Zeiten, wo das Umsetzen der Ernährungsumstellung/ Ernährungstherapie, das Zubereiten der Kräutermedizin oder die Übungen zur Genesung schwerer ist, als am Wochenende oder in der Freizeit…Und natürlich sind wir als Menschen so eingestellt, dass, wenn es uns besser geht, wir schnell vergessen oder meinen, bestimmte Dinge nicht mehr tun zu müssen. Dann aber kann es sehr schnell passieren, dass unser Gleichgewicht wieder kippt.

Natürlich kann es sein, dass die chinesische Medizin nicht jedermanns Sache ist. Darum geht es auch nicht. Es geht um die schon so alte Erkenntnis, das Gesundheit immer auch Veränderung bedeutet- da ist es egal, ob ich Hilfe bei und mit der CM, der Homöopathie, der Osteopathie, dem Yoga… suche.

Gesundheit- das ist die Einstellung und der Wille zur Veränderung, um gesund zu bleiben oder zu werden. Es ist völlig natürlich, dass jeder Mensch Sorge und Angst vor Veränderungen hat. Hey, aber das Leben ist Veränderung. Jeder Tag ist neu, jeden Tag verändern wir uns- was ein natürlicher Ablauf ist, kann doch an sich keine Angst verursachen. Warum also, wenn es um das höchste Gut geht, was wir Menschen haben.

  1. Es liegt an der klaren Formulierung des oder der Ziele! Was will ich wirklich? Sind die anderen „Schuld“, ist etwas anderes „schuld“ an dem, was ich erlebe oder an meiner Erkrankung oder an meinem nicht gesund werden? Sicher gibt es schwere Erkrankungen und eine Disposition, bei der diese Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann. Aber eindeutig wird es bei den alltäglichen, eher harmloseren Beschwerden/ Befindlichkeitsstörungen. Warum bin ich nur immer erkältet? Muss mein Rücken immer schmerzen? Warum habe ich ständig Kopfweh bei der kleinsten Anstrengung? Warum vertrage ich bestimmte Lebensmittel nicht mehr?…. Die Reihe der Fragen ließe sich beliebig fortführen, ja warum?
  2. Es liegt an meiner eigenen Lebenshygiene- ich nenne es einmal so. Bin ich bereit, auf die “ Errungenschaften“ der Lebensmittelindustrie zu verzichten/ den Konsum einzuschränken- Labornahrung, Süßigkeiten, Fertigprodukte, ein zuviel an Genussmitteln…? Bin ich bereit, mich jeden Tag 30 bis 45 Minuten zu bewegen? Schalte ich die neuen Medien, den Fernseher oder mein Telefon auch einmal am Tag ab oder benutze diese gar nicht? Lache ich jeden Tag? Bekomme ich ausreichend Schlaf?
  3. Es liegt daran, wie ich mit mir umgehe. Wertschätze ich, was ich erreicht habe, wertschätze ich mich mit dem nötigen Respekt? Nur mit dem Respekt mir selbst gegenüber, kann ich gesunden bzw. gesund bleiben!

Machmal höre ich dann “ Ja , Sie, Sie haben leicht reden, ich muss arbeiten…habe die Kinder… komme erst spät nach Hause…“- Auch ich muss mich jeden Tag meinem „Drachen“ stellen- dem Drachen der Bequemlichkeit- das bedeutet Gymnastik, 20 Minuten Crosstrainer oder Schwimmen am frühen Morgen, der 12 Minuten- Schnellschritt vom Parkplatz am Mühlendamm zur Praxis und nach der Sprechstunde wieder zurück, das wärmende Reiscongee am Morgen, Gemüse schnippeln am Abend…und dann denke ich an…

eine Weisheit, die  besagt “ Ich kann, weil ich will, was ich muß“- in diesem Sinn- Können Sie, weil Sie es wollen, was sich ändern muss!

 

 

“ Nur wer die Rose liebt…“

…so sang einmal die Gruppe Renft…. und wirklich, auch in der chinesischen Kräutermedizin und als Hausmittel wird die Rose als wichtiges Heilkraut angesehen.

Der Steckbrief:

  • Die medizinische Rose- Rosa centifolia, Rosa gallica oder Qiángwéi- wirkt adstringierend, blutreinigend, blutstillend und nervenstärkend durch die Inhaltsstoffe Gerbsäure, Geraniol und Saponine. Sie blüht auch in unseren Gärten- zauberhaft von Juni bis in den Herbst. Heilkräftig sind die Blütenblätte- sie werden im Juni und August geerntet. Die Blütenblätter der Rose werden gesammelt, wenn sie gerade frisch aufgeblüht sind und im Schatten zügig getrocknet. Möglich ist es auch, die Knospen der Rosenblüten zu ernten und zu trocknen. Im Herbst dann bilden sich die leuchtend roten Hagebutten, welche sehr viel Vitamin C enthalten. Aus China wurde von Konfuzius schon etwa 500 Jahre v. Chr. von königlichen Rosengärten berichtet, diese wahrhaft königliche Pflanze stammt ja aus Kleinasien und kam über Persien nach Europa und die westliche Welt.
  • In der CM verwenden wir das Rosenöl und die Rosenblätter- das Öl wirkt entspannend, z. B. für einen Wickel zur Förderung des Schlafs bei Schlafstörungen, die Blätter wirken ebenfalls beruhigend, krampflösend und Blut reinigend.
  • Die Rose findet Anwendungen in Rezepturen bei Heuschnupfen, Lungenschwäche, Mundentzündungen, Verdauungsbeschwerden, Lebererkrankungen und Schwäche der Leberfunktion, Herzbeschwerden und daraus resultierenden Shen- Störungen, Ohnmacht, Schwindel, Kopfschmerzen, Melancholie, Schmerzen von Auge, Ohr und Zähnen, gynäkologischen Beschwerden, leichten Verbrennungen, schwer heilenden Wunden und auch bei Erysipel.
  • Rosentee wirkt sehr entspannend- nicht nur bei Menstruationsbeschwerden, sondern auch zum Schlafen und bei Stress.
  • Noch etwas kulinarisches- Rosenblätter können wunderbar für Süßspeisen zum Einsatz kommen oder stellen Sie ein Rosensorbet selbst her.

Als Abschluss gebe ich Ihnen heute den wunderbaren Liedtext mit auf den Weg- geschrieben von Klaus Demmler, gespielt von der Gruppe Renft:

“ Wer die Rose ehrt, wer die Rose ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Dorn
Der zur Rose noch dazu gehört
Noch so lang, so lang man sie bedroht

Einmal wirft sie ihn ab…

Wer die Liebe, wer die Liebe ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Haß
Der zur Liebe noch dazu gehört
Noch so lang, noch so lang man sie bedroht

Einmal wirft sie ihn ab…

Das wird sein, wenn’s sein wird
Und Mensch ehrt den Menschen“

Hiobstränen- Perlgraupen…

… sind aus Rezepturen gegen Feuchtigkeit und Schleim nicht wegzudenken.

Der Steckbrief für Yi Yi Ren- Hiobstränen oder Coix lacrima semen:

  • stärkt den Milz- Funktionskreis und scheidet Feuchtigkeit aus,
  • transformiert und eleminiert Schleim, beseitigt Blockierungen durch den Schleim,
  • kühlt die Hitze ab und scheidet heiße Toxine aus,
  • verstärkt die Energie Qi der Nieren und der Lunge
  • Die Samen enthalten einen hohen Anteil an Betakarotin, Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Phosphor, Vitamin- B-Komplex und Zink… und dies in der am besten resorbierbaren Form- nämlich natürlich-, weiterhin 10 % Wasser, 52 % Stärke, ungefähr 18 % Protein und 7 % Fett, aber k e i n  Gluten!

Yi yi Ren „reinigt“ den Organismus von Ablagerungen, die durch eine Mangelernährung oder schlechte Ernährung entstehen. Anwendung finden die kleinen , unscheinbaren Graupen bei: Gicht, Gallenblasen- und Nierensteine und -grieß, Angina Pectoris, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, metabolische Syndrome (Bluthochdruck + Fettleibigkeit + Herzkrankheiten + Cholesterin + Arteriosklerose), Zöliakie, chronischen Darmerkrankungen… Sie wirken „aufweichend“ und werden daher auch bei „Verklumpungen wie Zysten, Myome, Kropf, Fibromen, verschiedene Geschwulstarten, und Ödemen eingesetzt, sie lösen Sehnenspannung und Krämpfe in den Gliedmaßen, und senken das „schlechte“ LDL- Cholesterin. Weiterhin:

  • …geben sie Stärke für den Magen und die Milz, leiten überflüssiges Wasser aus dem Organismus ab und wirken harntreibend,
  • …stärken sie die Lunge, vor allem bei Erkrankungen im Bereich der oberen Atemwege und der Lunge selbst(Husten, Bronchitis…),
  • …sie haben günstige Auswirkungen auf die Haut, die zart und geschmeidig wird/ bleibt und wirken positiv bei der Behandlung von Warzen, Muttermalen, Ekzemen und Hautentzündungen (Psoriasis, Akne, Erysipel, Unterschenkelgeschwüre usw.),
  • Ein Sud aus Hiobs-Tränengras wird als sehr heilkräftig für schwerkranke Patienten angesehen, da es zuverlässige Wirkungen bei Magen- und Darmschwäche hat, es beendet und verhindert Durchfälle (auch chronische), bindet Toxine aus dem Stoffwechsel und fördert die Leberfunktion.
  • Coixenolid hat lt. neuesten Studien(Japan, China, USA) kanzerostatische Wirkungen, yi yi Ren ist hervorragend zur begleitenden Therapie bei allen Krebserkrankungen geeignet.

Hiobstränen finden auch in der Küche Anwendung- im Eintopf, als Beilage oder einfach nur in Kombination mit Mandarinenschalen-granulat(Chen Pi) und zermahlen als morgendliches Getränk zum Start in den Tag.

Hiobstränen(Yi Yi Ren) getrocknet und zerkleinert, gemahlen und in einer chinesischen Kräuterrezeptur

Hiobstränen(Yi Yi Ren) getrocknet und zerkleinert, gemahlen und in einer chinesischen Kräuterrezeptur

Stärken Sie Ihre Mitte mit diesem wunderbaren Lebens- und Heilkraut!

 

 

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