Spagyrik…die sehr praktikable Form der Kräuter-Heilkunde

Hallo an DICH und sei WILLKOMMEN im Mai. Ich starte heute mit einer neuen, kleinen Serie hier auf meinem Blog- in den nächsten Wochen- wie immer am Montag- erfährst Du Neues oder Bekanntes zu Methoden in der Naturheilkunde aus einer anderen Sichtweise.

In der ursprünglichen Naturheilkunde, so wie ich sie praktiziere, ging es NIE NUR um Symptome, sondern dem Menschen die Gesundheit in erster Linie zu erhalten und im Falle einer Erkrankung erst die Symptome zu lindern, die Heilung anzukurbeln und dann an die Wurzel des Übels heranzugehen.

Dabei gibt es für den Einsatz der Kräuterheilkunde verschiedene Möglichkeiten; eine ist die Form der Spagyrik:

Spagyrik ist eine besondere Art, Pflanzen nicht nur als Kräuterextrakt, sondern in ihrer ganzen geordneten Wirkweise zu betrachten. In der spagyrischen Aufbereitung werden Pflanze, Mineralisches und der feine, ausgleichende Anteil in ein harmonisches Mittel überführt, das traditionell für körperliche und seelische Themen genutzt wird.

Im Alltag ist Spagyrik besonders praktisch, weil sie einfach anzuwendengut dosierbar und oft sehr alltagstauglich ist. Tropfen oder ein Pump-Spray lassen sich leicht in den Tagesablauf integrieren, ohne dass man aufwendige Tees, Tinkturen oder Zubereitungen braucht. Gerade für Menschen, die Kräuter sanft und regelmäßig nutzen möchten, ist das ein großer Vorteil. Damit ist diese Form eine Brücke zwischen klassischer Pflanzenkunde und moderner, unkomplizierter Anwendung. Sie eignet sich gut, wenn man Kräuter nicht nur punktuell, sondern als kleine tägliche Begleitung einsetzen möchte- individuell, klar strukturiert, handlich und einfach in der Praxis.

Einzelkräuter für eine spagyrische Mischung- Foto mit Hilfe von KI bearbeitet

Im Folgenden findest Du eine praxisnahe, genaue Spagyrik-Mischung zur Unterstützung bei Anspannung, die sich besonders im oberen Körperbereich durch einseitige Belastung, Stress, Trauer oder auch Wut manifestiert( Schulter-Starre, wie „erfroren“, kann Gefühle nicht zeigen, ist „hart“ zu sich selbst, Schmerzen im oberen Rücken…). Sie ist aus den unten aufgeführten Pflanzen zusammengesetzt. Ich halte die Mischung bewusst harmonisierend und nicht zu „scharf“, weil mehrere kräftige Wirkprinzipien kombiniert werden: Schafgarbe, Wacholder, Johanniskraut, Angelika und Teufelskralle sind alle wirksam und sollten in einer Einzeldosierung klar austariert werden.

Der Inhalt

auf 50-ml-Mischung:

  • Schafgarbe – 20 %
  • Wacholderbeeren – 15 %
  • Lavendel – 15 %
  • Johanniskraut – 20 %
  • Angelikawurzel – 10 %
  • Spitzwegerich – 10 %
  • Teufelskralle – 10 %

Einordnung der Mischung

  • Schafgarbe: regulierend, krampflösend, ausgleichend auf Verdauung und Zyklus.
  • Wacholderbeeren: bewegend, ausleitend, stark wärmend; in der Mischung nur moderat dosiert.
  • Lavendel: beruhigend, spannungslösend, nervlich ausgleichend.
  • Johanniskraut: nervenstärkend, stimmungsaufhellend, regulierend bei Spannung und innerer Unruhe.
  • Angelikawurzel: wärmend, aufbauend, bewegend für „Verdauung“- mental wie körperlich- und umwandelnd bei innerer Kälte.
  • Spitzwegerich: mild, schützend, schleimhautberuhigend.
  • Teufelskralle: klassisch für Bewegungsapparat, Schmerzen, Steifigkeit und entzündliche Reizzustände.
Kraftvoll in der Wirkung; Foto mit KI bearbeitet

Wie erfolgt die Einnahme einer Spagyrik?

  • 10 Tropfen 3-mal täglich in lauwarmem Wasser- langsam trinken und einspeicheln
  • bei Bedarf zusätzlich 10 Tropfen abends
  • am besten vor dem Essen oder zwischen den Mahlzeiten
  • als Testphase zunächst 5–7 Tage, dann Wirkung und Verträglichkeit beurteilen lassen
  • als Spray werden 1-3x zwei Sprühstöße unter die Zunge gegeben, langsam einspeicheln

Diese Mischung muss zwingend angepasst werden…

  • Bei empfindlichem Magen: Wacholder und Angelika reduzieren
  • Bei starker Nervosität oder Schlafproblemen: Lavendel erhöhen
  • Bei deutlicher Schmerzsymptomatik am Bewegungsapparat: Teufelskralle etwas stärker wichten
  • Bei trockenen Schleimhäuten: Spitzwegerich leicht erhöhen
  • Bei sehr warmer, gereizter Konstitution: Johanniskraut und Angelika eher vorsichtig dosieren

Wichtige fachliche Hinweise

  • Johanniskraut kann mit vielen Medikamenten interagieren, vor allem mit hormonellen Präparaten, Antikoagulanzien, Immunsuppressiva, Antidepressiva und weiteren Arzneien- daher immer Rücksprache halten
  • Wacholderbeeren sind bei Nierenerkrankungen, Schwangerschaft und starker Reizung der Harnwege nicht geeignet.
  • Teufelskralle wird bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren vorsichtig eingesetzt oder ersetzt
  • Achtung! Dieser Beitrag enthält kein Heilversprechen und ich verweise eindrücklich auf eine Rücksprache mit Deiner Kompetenzperson!
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Frage doch mal bei Deine(r)m AnsprechpartnerIN gezielt nach- Spagyrik lässt sich wunderbar auch in der Arbeitszeit oder im Urlaub anwenden 😉 – da gibt es dann keine „Ausreden“ mehr ; ;

Alles Liebe und eine sonnige Zeit wüncht Dir von herzen

Kira

Auch Nadelgehölze finden in der Fachrichtung Spagyrik ihre Anwendung 🙂

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