Yin

Mandeln… die Kraft im Kern oder doch nicht?

Hallo an Dich und liebe Grüße zum Ostermontag… gab es in Deinem Osternest auch die gesunden Kerne wie Mandeln und Cashew?

Für eine Vielzahl von uns Menschen sind diese Kerne tatsächlich gesund- maßvoll in die Ernährung integriert liefern sie wertvolle Fette, Eiweiß und eine Vielzahl von Mikronährstoffen.

ABER… was ist mit den Menschen, die darauf reagieren- und dazu kann ich Dir sowohl aus Sicht der modernen Dermatologie als auch der chinesischen Medizin folgendes berichten:

Mandeln gelten sowohl aus Sicht der Dermatologie (indirekt über Nährstoffe) als auch der Chinesischen Medizin (CM) als besonders wertvoll für die Haut. Ihre Wirkung entsteht durch eine Kombination aus entzündungshemmenden, nährenden und regulierenden Eigenschaften.

Mandeln- kleine Kraftpakete

Dermatologische Perspektive:

1. Essenzielle Fettsäuren für die Hautbarriere
Mandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega‑9. Diese stärken die Lipidbarriere der Haut, was entscheidend ist bei:

  • trockener Haut
  • Neurodermitis
  • gestörter Hautschutzfunktion

Eine stabile Hautbarriere reduziert Feuchtigkeitsverlust und schützt vor Reizstoffen.

2. Vitamin E als Antioxidans
Mandeln sind reich an Vitamin E, das:

  • freie Radikale neutralisiert
  • Hautalterung verlangsamt
  • entzündliche Prozesse (z. B. bei Akne) abschwächen kann

3. Zink und Biotin für Regeneration
Diese Mikronährstoffe unterstützen:

  • Wundheilung
  • Zellneubildung
  • Talgregulation

Dieser Fakt ist besonders relevant bei unreiner Haut oder Akne.

4. Blutzuckerregulation
Mandeln stabilisieren den Blutzucker. Schwankungen im Insulinspiegel können Akne und entzündliche Hautprobleme verstärken – Mandeln wirken hier indirekt regulierend.

Mandeldrink/ Mandelöl

Perspektive CM

Gemäß der CM werden Mandeln (insbesondere süße Mandeln, Xing Ren) folgendermaßen eingeordnet:

1. Befeuchten die Lunge → nähren die Haut
In der CM gilt: Die Lunge kontrolliert die Haut.
Mandeln:

  • befeuchten die Lunge
  • lindern Trockenheit
  • verbessern trockene, schuppige Haut

2. Nähren Yin und Säfte
Bei Hautproblemen durch „Yin-Mangel“ (z. B. trockene, empfindliche Haut, frühzeitige Falten) wirken Mandeln:

  • aufbauend
  • kühlend
  • regenerierend

3. Reduzieren innere Trockenheit und Hitze
Bei Zuständen wie:

  • entzündlicher Akne
  • geröteter Haut
  • Hitzezeichen

…können Mandeln helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

4. Unterstützen den Darm (Feuchtigkeit und Stuhlgang)
Gemäß der komplexen Sichtweise in der CM besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darm und Haut. Mandeln fördern:

  • sanfte Befeuchtung des Darms
  • bessere Ausscheidung

Das kann Hautunreinheiten positiv beeinflussen.

Mandeldrink und Beeren- Power für die Haut

Wann Mandeln besonders sinnvoll sind: bei…

  • trockener, schuppiger Haut
  • empfindlicher oder gereizter Haut
  • leichter bis moderater Akne (nicht entzündlich-exzessiv)
  • Hautalterung
  • Hautproblemen durch Stress oder Erschöpfung

Wann Vorsicht sinnvoll ist:

  • bei starker Akne mit viel „Hitze“ (entzündlich, eitrig) nur in Maßen
  • bei Nussallergien selbstverständlich vermeiden- hier spielt das Eiweiß eine besondere Rolle- mehr dazu weiter unten…
  • Bittermandeln sind nicht für den Verzehr geeignet, da sie einen hohen Anteil an Blausäure enthalten

Mandeln sind kein „Wundermittel“, aber eine der effektivsten natürlichen Ergänzungen für die Haut, weil sie gleichzeitig Barriere, Entzündungsregulation und Zellschutz unterstützen. Gemäß CM verstärken sie zusätzlich die Befeuchtung und das energetische Gleichgewicht beim Pathogen „Trockenheit“, was sie besonders bei trockenen und stressbedingten Hautproblemen wertvoll macht.

UND jetzt schauen wir uns den Aspekt Eiweißverbindung- Allergie- negative Aspekte näher an:

Botanisch sind Mandeln zwar Samen (Kerne einer Steinfrucht), aber für das Immunsystem zählt nicht die botanische Kategorie, sondern die Eiweißstruktur:

Warum Mandeln trotzdem Allergien auslösen können?

Dinkel-Mandeldrink ganz einfach selbst hergestellt

1. Allergien sind Reaktionen auf Protein-Strukturen, nicht auf „Nuss vs. Kern“
Das Immunsystem erkennt bestimmte Eiweiße als „fremd“. Mandeln enthalten eigene Allergene (z. B. Speicherproteine), die:

  • direkt eine Mandelallergie auslösen können
  • strukturelle Ähnlichkeiten zu anderen „Baumnüssen“ haben

2. „Baumnussallergie“ ist ein Sammelbegriff
In der Medizin werden Mandeln oft mit „Nüssen“ gruppiert, obwohl sie botanisch keine sind. Dazu zählen u. a.:

  • Haselnuss
  • Walnuss
  • Cashew
  • Mandel

Das liegt daran, dass sie ähnliche allergene Proteine besitzen.

3. Kreuzreaktionen sind möglich
Wer z. B. auf:

  • Birkenpollen
  • Haselnuss

reagiert, kann auch auf Mandeln reagieren (oft als ein mildes orales Allergiesyndrom wie Juckreiz im Mund…)

Einordnung aus Praxis-Sicht

  • Manche Menschen mit Nussallergie vertragen Mandeln problemlos
  • …andere reagieren gezielt auf Mandeln– nicht unbedingt bei zwei bis drei; aber dann kann die vierte schon zuviel sein…
  • wieder andere reagieren auf mehrere „Nuss“-Proteine gleichzeitig– also bspw. bei Nuss- und Kern-Mischungen

Man kann also nicht pauschal sagen, dass Mandeln „keine Nussallergie auslösen“; Mandeln sind zwar botanisch Kerne, aber allergologisch relevant wie Nüsse, weil die Immunreaktion von den enthaltenen Proteinen abhängt – nicht von der botanischen Einordnung… und genau 😉 darauf kommt’s an. Das Immunsystem „sieht“ keine Kategorien wie Kern oder Nuss, sondern nur bestimmte Proteinstrukturen. Wenn diese Strukturen denen aus klassischen Nüssen ähneln, kann es zu ähnlichen Reaktionen kommen.

Für die Praxis heißt das ganz simpel:

  • Verträglichkeit ist individuell, nicht logisch aus der Pflanzenklasse ableitbar
  • Testen (oder Allergietest) ist verlässlicher als Einordnungen
  • Viele Menschen vertragen Mandeln gut – aber eben nicht alle UND bei bestimmten Symptomen wie „Brennen auf der Zunge“, rote Zungen nach Genuss… MUSS genau hingeschaut werden!

Jetzt wird es noch einmal spannend…Wann Mandeln die Haut verbessern- hier überschneiden sich moderne Dermatologie und CM teilweise, wichten aber unterschiedlich:

Trockene, schuppige Haut (Dermatologie + CM deckungsgleich)
Mandeln wirken stark aufbauend und befeuchtend:

  • stärken die Hautbarriere (Fettsäuren)
  • reduzieren Spannungsgefühl und Rauigkeit
  • in der TCM: nähren Yin und Körpersäfte

Typische Symptom-Bilder:

  • Neurodermitis (nicht akut entzündet)
  • trockene Winterhaut
  • fahle, „ausgelaugte“ Haut

Empfindliche, reaktive Haut

  • Vitamin E wirkt beruhigend
  • weniger oxidative Reizung
  • TCM: harmonisieren Lunge → stabilere Hautoberfläche

Frühe Hautalterung / feine Linien

  • antioxidativer Schutz
  • leichte Unterstützung der Regeneration
  • CM: Substanzaufbau/Yin/Blut Xue statt „Austrocknung von innen“

Wann Mandeln neutral bis vorsichtig einzusetzen sind:

Mittelschwere bis schwere Akne; aber auch bei Mischhaut
Hier kommt es auf die Menge an:

  • kleine Mengen → stabilisieren Blutzucker, können helfen
  • große Mengen → können „zu reich“ sein

CM-Sicht:

  • leicht befeuchtend → ok, solange keine ausgeprägte „Hitze“ da ist- das sind entzündliche, rote, gelbe Akne-Pusteln…

Wann Mandeln die Haut verschlechtern:

Entzündliche Akne (rote, eitrige schmerzhafte Pickel)
Dermatologisch:

  • sehr fettreiche Ernährung verstärkt Akne verstärken

Gemäß CM:

  • Mandeln sind befeuchtend + leicht wärmend
  • bei „Hitze + Feuchtigkeit“ (typisch bei schwerer Akne) kann dies zusätzlich verstärken

Typische Zeichen:

  • große, entzündete Pickel
  • fettige Haut + Rötung
  • ggf. Verdauung träge, Völlegefühl

Seborrhoische Haut / „Ölige“ Hauttypen

  • zu viele Mandeln → können das „Schwere/Feuchte“ verstärken
  • Haut wirkt dann eher glänzend statt klar

Unklare Unreinheiten + Verdauungsthema/immer beachten:

  • Blähungen
  • weicher Stuhl
  • Müdigkeit nach dem Essen

→ Mandeln reduzieren, weil sie die „Feuchtigkeit“ im System verstärken können

Empfehlung aus der Praxis:

Gut verträglich / hilfreich:

  • 5–10 Mandeln täglich
  • ideal: einweichen, mitkochen, lange kauen
  • kombiniert mit „leichteren“ Lebensmitteln

Mandeln sind ideal bei Trockenheit, Sensibilität und Substanzmangel.
Bei entzündlicher, hitziger, fettiger oder „gestauter“ Haut sind sie – vor allem in größeren Mengen – eher kontraproduktiv.

Der Schlüssel ist weniger ob, sondern für wen und wie viel.

Mandeln- mit gegart sind sie verträglicher 🙂

Du bist Dir unsicher, ob Kerne und Nüsse für Dich geeignet sind? Vereinbare einen Beratungstermin in meiner Praxis- dann analysieren wir gemeinsam Deine Möglichkeiten 🙂 ! Solche Termine sind auch als Video-Call möglich, wenn Du weiter weg wohnst oder keine andere Möglichkeit hast.

Ich hoffe sehr, dass dieser Exkurs für Dich hilfreich war und wünsche Dir ALLES LIEBE-

Kira

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Regeneration ist mehr als Ausruhen…

Sei WILKOMMEN hier bei meinen Wochen-News…

In der letzten Woche musste ich die „Reißleine“ ziehen- die Erkenntnis, dass ich mit Ü 60 nicht mehr ganz so belastbar bin, wie mit 20 ist mir schon bewusst- schließlich arbeite ich ja nicht erst seit gestern 😉 als Heilpraktikerin, Yoga-Therapeutin und auch MindSet-Coach; aber wenn Du dann tatsächlich merkst, dass geliebte Arbeiten schwer werden, dann ist es Zeit- und so habe ich mir eine Fastenzeit und tiefe Regeneration von fünf Tagen VERORDNET 🙂

Damit Du einen kleinen Einblick bekommst, was Regeneration tatsächlich bedeutet, habe ich Dir hier das Wichtigste zusammengestellt:

Regeneration ist weit mehr als bloßes Ausruhen – sie ist ein aktiver, ganzheitlicher Prozess, der Körper, Geist und Nervensystem wieder in Balance bringt. Besonders nach Phasen des Fastens, erhöhter Belastung oder Stress braucht der Organismus gezielte Impulse, um aufzubauen, zu nähren und nachhaltig zu stärken. Aus Sicht der Naturheilkunde, Ernährung und Yoga entsteht echte Regeneration durch das Zusammenspiel von sanfter Ernährung, bewusster Bewegung und tiefer Entspannung.

Die Bedeutung von Regeneration für Körper und Nervensystem

Während des Fastens oder in intensiven Lebensphasen schaltet der Körper in einen eher katabolen Zustand – Reserven werden genutzt, Prozesse reduziert. Die Regeneration danach ist die Phase des Wiederaufbaus (Anabolismus).

Ein zentraler Schlüssel liegt im Nervensystem:

  • Der Parasympathikus (Ruhe- und Verdauungsnerv) wird aktiviert
  • Stresshormone sinken, Regenerationsprozesse steigen
  • Verdauung, Zellaufbau und Hormonbalance normalisieren sich

Yoga, Atemübungen und bewusste Ernährung unterstützen genau diesen Umschaltprozess, was ich selbst so positiv erlebt habe.

Abends am Strand von Swinemünde

Ernährung in der Regenerationsphase

Nach dem Fasten oder bei Erschöpfung sollte Nahrung leicht, nährstoffreich und gut verdaulich sein.

  • Warme, gekochte Speisen wie Gemüse, Suppen, Reis oder Kartoffeln
  • Hochwertige Fette (z. B. Leinöl, Olivenöl) für Zellregeneration
  • Sanfte Eiweißquellen zur Gewebeerneuerung
  • Bitterstoffe zur Unterstützung von Leber und Verdauung
  • Ausreichend Flüssigkeit: warmes Wasser, Kräutertees

Der Fokus liegt nicht auf Menge, sondern auf Qualität und Achtsamkeit.

Morgens warm 🙂

Yoga als regenerativer Schlüssel

Regeneratives Yoga wirkt direkt auf das Nervensystem, löst Spannungen und verbessert die Durchblutung. Langsame, bewusste Bewegungen und Atemführung fördern die Selbstheilungskräfte.

Wichtige Prinzipien:

  • Langsamkeit statt Leistung
  • Tiefe, ruhige Atmung
  • Langes Halten ohne Anstrengung
  • Bewusste Wahrnehmung
Yoga am Strand

30-minütige regenerierende Yogapraxis

Diese Sequenz ist ideal für die Aufbautage nach dem Fasten oder zur allgemeinen Regeneration.

Ankommen & Atmung (5 Minuten)

  • Bequeme Sitzhaltung oder Rückenlage
  • Eine Hand auf Bauch, eine auf Herz
  • Tiefe Bauchatmung: 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus
  • Fokus: Loslassen, Ankommen im Körper

Sanfte Mobilisation (5 Minuten)

  • Katze-Kuh (Marjariasana/Bitilasana) im Vierfüßlerstand
  • Langsame, fließende Bewegungen mit dem Atem
  • Kindhaltung (Balasana) – 1–2 Minuten verweilen

Liegende Drehung (5 Minuten)

  • Rückenlage, Knie zur Brust
  • Beide Knie geschlossen sanft zur Seite- re./li. im Wechsel- sinken lassen
  • Arme ausgebreitet, Blick optional zur Gegenseite
  • Unterstützt Verdauung und Entgiftung

Hüft- und Herzöffnung (5 Minuten)

  • Schmetterling im Liegen (Supta Baddha Konasana)
  • Optional Kissen unter den Knien
  • Tiefe Atmung in Bauch und Beckenraum

Beine an der Wand (5–7 Minuten)

  • Viparita Karani
  • Beine senkrecht an der Wand, Arme entspannt
  • Fördert Lymphfluss und Entspannung

Tiefenentspannung (Savasana) (5–8 Minuten)

  • Rückenlage, ggf. Decke über den Körper
  • Bewusstes Loslassen aller Muskelgruppen
  • Optional Body Scan oder Atembeobachtung

Ergänzende Impulse für tiefe Regeneration

  • Wärme: Bäder, Wärmflasche oder warme Kleidung; ich war in der Salzgrotte im Hotel 🙂
  • Trockenbürsten: Regeneration für die Haut; „Reinigung“; Anregung Lymphe
  • Natur: Spaziergänge ohne Leistungsdruck- wunderbar am Strand von Swinemünde morgens und am Abend
  • Krafttraining der besonderen Art- keine schweren Gewichte, sondern isometrische Übungen für den gesamten Körper, damit auch das Yang nicht zu kurz kommt 😉
  • Digital Detox: bewusste Pausen von Reizen- nur 1x täglich eine kurze Story mit Impuls auf Instagram
  • Schlaf: Priorität auf ausreichende Nachtruhe- ganz wunderbar mit Wellenrauschen im Hintergrund

Schlussendlich…

Regeneration ist eine bewusste Entscheidung für Langsamkeit, Achtsamkeit und Selbstfürsorge. In Kombination aus nährender Ernährung und sanfter Yogapraxis entsteht ein kraftvoller Raum für Heilung und Aufbau. Gerade nach dem Fasten oder anstrengenden Arbeitsphasen/ mentaler Belastung entscheidet diese Phase darüber, wie nachhaltig die positiven Effekte im Körper verankert werden.

Für mich hat diese Zeit der Regeneration, die bereits am Frühlingsanfang mit einer bewussten Fastenzeit begann und der anschließenden „YinZeit“ am Strand von Swinemünde als Abschluss, einen unglaublichen, spürbaren Effekt- Kraft ist zurück, das Bewusstsein für Achtsamkeit wieder geschärft- gestärkt und mit viel Freude geht es wieder in den Alltag 🙂 und darauf bin ich wieder freudvoll gespannt.

Bleib in Deiner Kraft- alles Liebe und erholsame Osterfeiertage wünscht Dir…

Kira

Zitrone trifft Fichte

Wir sind mitten in der Raunächte-Zeit… Jul-Tied… und da habe ich ein ganz wunderbares Rezept in zwei Varianten für eine besondere Verbindung mit der Natur auch auf dem Tisch 🙂

Klassisch- Variante 1:

Fichten-Zitronen-Butter verbindet heimische Wildpflanzen mit den Prinzipien der Klassischen Chinesischen Medizin und eignet sich sowohl als Genussmittel als auch zur gezielten Unterstützung von Lunge und Abwehr-Qi. Das Rezept ist einfach, alltagstauglich und ganz wunderbar über die Mahlzeiten zu integrieren :

Fichten-Zitronen-Butter

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich- ich nehme immer Süßmolke-Butter
  • 2–3 EL frische Fichtenspitzen, fein gehackt
  • 1 Bio-Zitrone, Abrieb der Schale und 1–2 TL Saft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig oder Birkenzucker (Xylit)

Zubereitung

  1. Die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem Holzlöffel cremig rühren.
  2. Die frisch gehackten Fichtenspitzen gleichmäßig unter die Butter mischen.
  3. Zitronenabrieb und Zitronensaft hinzufügen und sorgfältig einarbeiten.
  4. Mit Salz abschmecken. Optional Honig oder Birkenzucker unterrühren, um die herbe Waldnote abzurunden.
  5. Die Butter in Backpapier oder ein Glas füllen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Wie verwenden

  • Dünn auf frischem, getoastetem Sauerteig- oder Dinkelbrot
  • Zu gedämpftem Gemüse oder Ofenkartoffeln
  • Als aromatische Butter zu Fisch oder Pilzgerichten
  • In kleinen Mengen pur, z. B. morgens in einer Frühstückssuppe mit getoastetem Brot

Wirkung gemäß Chinesischer Medizin

Thermische Wirkung und Geschmack

  • Fichtenspitzen: warm, aromatisch, leicht bitter
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Diese Kombination wirkt ausgleichend, tonisierend und leicht bewegend.

Organzuordnung und energetische Effekte

  • Lunge:
    • Fichtenspitzen öffnen die Lunge, transformieren Schleim und stärken das Wei-Qi
    • Unterstützend bei Kälte-Schleim, feuchtem Husten und Rekonvaleszenz
  • Leber:
    • Die Zitrone bewegt das Leber-Qi und verhindert Stagnation
    • Hilfreich bei Spannung, Reizbarkeit und Frühjahrsmüdigkeit
  • Milz:
    • Butter nährt Yin und Blut, ohne stark zu belasten
    • In kleinen Mengen gut verträglich bei Milz-Qi-Schwäche

Gesamtwirkung

  • Stärkt das Abwehr-Qi (Wei-Qi)
  • Unterstützt die Atemwege, besonders in der kalten Jahreszeit
  • Bewegt Qi sanft, ohne auszutrocknen
  • Nährt Yin, ideal bei trockener Konstitution

Geeignet für

  • Menschen mit Kältegefühl, Infektanfälligkeit oder trockenem Husten
  • Übergangszeiten wie Frühling und Herbst
  • Erschöpfung nach Krankheit

NICHT geeignet bei

  • Ausgeprägter Hitze, Fieber oder innerer Trockenheit mit starker Hitze
  • Akutem Durchfall oder starker Milz-Schwäche mit Feuchtigkeit

Diese Fichten-Zitronen-Butter vereint regionale Naturheilkunde mit der Wirkweise in der CM und eignet sich hervorragend als funktionelles Lebensmittel mit klarer energetischer Ausrichtung. Sie wirkt am besten regelmäßig, aber in kleinen Mengen genossen.

Variante 2…

Diese Variante der Fichten-Zitronen-Butter nutzt einen selbst hergestellten Fichten‑Extrakt in Form eines starken Tees und verstärkt dadurch gezielt die CM‑Wirkung auf Lunge, Wei‑Qi und Qi‑Bewegung. Die Rezeptur ist bewusst mild dosiert, damit die Butter energetisch wirksam bleibt, ohne die Milz zu belasten.

Fichten-Zitronen-Butter mit Fichten-Extrakt (starker Tee)

Fichten-Extrakt herstellen

Zutaten

  • 2 gehäufte EL frische Fichtenspitzen
  • 200 ml Wasser

Zubereitung

  1. Fichtenspitzen grob zerkleinern und in einen kleinen Topf geben.
  2. Mit Wasser übergießen, aufkochen und 10–15 Minuten sanft köcheln lassen.
  3. Vom Herd ziehen, weitere 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  4. Abseihen und den Sud ohne Deckel und bei sehr wenig Hitze auf ca. 2–3 EL reduzieren.
  5. Vollständig abkühlen lassen.

Ergebnis ist ein hochkonzentrierter, aromatischer Fichten-Extrakt.

Fichten-Zitronen-Butter mit dem Dekokt zubereiten- ähnlich wie Variante 1

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich
  • 2–3 EL Fichten-Extrakt, vollständig abgekühlt
  • 1 Bio-Zitrone, fein abgeriebene Schale
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig

Zubereitung

  1. Weiche Butter cremig rühren, bis sie luftig wird.
  2. Den Fichten-Extrakt tröpfchenweise unterrühren, dabei ständig rühren, damit die Butter nicht gerinnt.
  3. Zitronenabrieb, Zitronensaft und Salz einarbeiten.
  4. Optional Honig hinzufügen.
  5. Die Butter in ein Glas oder Backpapier füllen und mindestens 2 Stunden kühl stellen, damit sie wieder fest wird.

Haltbarkeit

  • Im Kühlschrank: 5–7 Tage
  • Portionsweise einfrieren möglich

Wirkung nach Traditioneller Chinesischer Medizin

Thermik und Geschmack mit dem Dekokt

  • Fichten-Extrakt: warm, aromatisch, verstärkt bitter-scharf
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Das Dekokt macht die Wirkung der Fichte tiefer, klarer und stärker schleimtransformierend als bei frischen Spitzen.

Energetische Hauptwirkungen

  • Öffnet die Lunge in ihrer Funktionalität und senkt rebellierendes Lungen-Qi
  • Transformiert Schleim und Feuchtigkeit
  • Stärkt das Wei-Qi, besonders bei Kälte- und Windanfälligkeit
  • Bewegt Leber-Qi, ohne Yin zu verletzen

Organbezug

  • Lunge: Klärung, Öffnung, Stärkung
  • Milz: Butter schützt vor zu starker Austrocknung
  • Leber: Zitrone verhindert Qi-Stagnation

Besonders geeignet bei

  • Infektanfälligkeit, Frösteln
  • Feuchtem oder kaltem Husten
  • Rekonvaleszenz nach Erkältungen
  • Frühjahrsmüdigkeit mit Schleimgefühl

empfohlene Dosierung bei therapeutischem Einsatz

  • 1–2 TL täglich, vorzugsweise morgens oder mittags
  • in leicht gewärmten Speisen- niemals direkt aus dem Kühlschrank essen

Hinweis: Durch den flüssigen Extrakt wird die Butter energetisch bewegender. Bei ausgeprägter Milz-Qi-Schwäche oder Neigung zu Durchfall die Menge halbieren oder die Butter nur gelegentlich verwenden.

Diese Version verbindet eine klassische Abkochung (Dekokt) mit westlicher Küche und ist aus Sicht der CM dadurch besonders wirksam- für alle Menschen, die die Kraft der Fichte gezielt und sanft in den Alltag integrieren möchten.

Hole Dir den Duft des Waldes auf den Tisch!

Alle guten Wünsche und eine wunderbare Jul-Woche; inspirierende Raunächte und eine Zeit voller Spirit und Liebe!

Kira

Yoga für die Wintersonnenwende

Guten Morgen zur vierten Adventswoche. Auch wenn der Winter bei uns erst so richtig „Fahrt“ aufnimmt, ist es gut, sich mit den Möglichkeiten der Gesundheitspflege gerade für solche Übergangszeiten, aber auch DOJO-Zeiten, zu beschäftigen.

Am 21.12.2025- dem vierten Advent- ist der Tag der Wintersonnenwende- das Sonnenkind wird wiedergeboren und da habe ich eine wunderbare Yoga-Praxis für Dich:

Diese 60‑minütige Detox‑Yogaeinheit ist darauf ausgerichtet, den Körper beim Übergang sanft zu aktivieren, das Hormonsystem zu harmonisieren und den Stoffwechsel anzuregen. Der Fokus liegt auf Leber‑ und Nierenenergie, Drehhaltungen, sanften Rückbeugen und bewusster Atmung, um stagnierte Winterenergie in fließende Kraft zu verwandeln- „DETOX“ in diesem Kontext bedeutet, die Autophagie der Zellen und insbesondere der Leber zu aktivieren 🙂


Detox-Yoga für Hormonbalance

Thema: Erneuerung, Reinigung & hormonelle Balance
Level: Mittelstufe (mit sanften Varianten für alle Level)
Hilfsmittel: Yogamatte, Block, Gurt, Decke


1. Ankommen & Atembewusstsein (10 Minuten)

Ziel: Nervensystem beruhigen, innere Reinigung einleiten

  • Sitz in Sukhasana (einfacher Schneidersitz) – Hände auf den Unterbauch legen, 5 Minuten lang tief in den Bauch atmen.
    Fokus: Verbindung zur Atmung und Wahrnehmung des hormonellen Zentrums (Solarplexus, Sakralchakra).
  • Kapalabhati (Feueratem) – 3 Runden à 30 Atemstöße, mit Pausen dazwischen.
    Wirkung: Aktiviert Stoffwechsel, reinigt die Atemwege, stimuliert Schilddrüse und Nebennieren.

2. Aufwärmen & Energiefluss (10 Minuten)

Ziel: Muskulatur aktivieren, Kreislauf anregen

  • Katzen-Kuh-Bewegung (Marjaryasana–Bitilasana) – 1–2 Minuten fließend im Atemrhythmus.
  • Dynamische Kindhaltung zu herabschauendem Hund – mehrere Male wechseln, um den Rücken zu mobilisieren.
  • Sonnengruß A (Surya Namaskar A) – 3 Runden in ruhigem, bewussten Tempo- oder „Windmühle im Ausfallschritt- rechts und links“ 50x; alternativ „Kleiner Sonnengruß“ 5 Runden in einem aktivierenden Tempo 🙂
    Fokus: Reinigung über Schweiß und Atem, Aktivierung der Drüsen.

3. Detox & Hormonbalance – Hauptsequenz (25 Minuten)

Ziel: Leber, Nieren und Schilddrüse stimulieren, hormonelle Balance fördern

  1. Drehhaltungen für Leber & Verdauung:
    • Parivrtta Utkatasana (gedrehter Stuhl) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Parivrtta Trikonasana (gedrehtes Dreieck) – 5 Atemzüge pro Seite
  1. Herzöffner & Schilddrüsenaktivierung:
    • Bhujangasana (Kobra) – 3 Runden
    • Setu Bandhasana (Schulterbrücke) – 5–8 Atemzüge
    • Matsyasana (Fisch) – 5 Atemzüge
      Wirkung: Aktiviert Schilddrüse, Thymusdrüse und Herzchakra.
  2. Beckenbalance & Nebennierenstärkung:
    • Baddha Konasana (Schmetterling) – sanftes Vorbeugen
    • Malasana (Yogahocke) – 5 Atemzüge
    • Ustrasana (Kamel) – öffnet Herz und stimuliert Nebennieren
  3. Twist & Ausleitung:
    • Ardha Matsyendrasana (halber Drehsitz) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Apanasana (Knie-zur-Brust-Pose) – zur inneren Reinigung

4. Entspannung & Integration (10 Minuten)

Ziel: Hormonelle Balance stabilisieren, Entgiftungsimpulse integrieren

  • Viparita Karani (Beine an der Wand) – 5 Minuten
    Wirkung: Entlastet Nebennieren, beruhigt das Nervensystem.
  • Savasana (Endentspannung) – 5 Minuten
    Fokus: Visualisiere, wie Frühlingsenergie durch deinen Körper fließt und jede Zelle erneuert.

5. Abschluss & Meditation (5 Minuten)

Meditation auf Erneuerung:
Sitze aufrecht, lege eine Hand auf Herz, eine auf den Unterbauch.
Atme bewusst in beide Zentren – spüre, wie Licht und Wärme in dir wachsen.
Wiederhole innerlich:

„Ich lasse Altes los und öffne mich für neue Lebenskraft.“


Wirkung der Praxis

  • Physisch: Anregung von Leber, Nieren und Verdauung; Aktivierung der Schilddrüse, Aktivierung der Autophagie
  • Energetisch: Reinigung stagnierter Winterenergie, Öffnung für das freie Fließen der neuen Energie,
  • Hormonal: Harmonisierung von Stress‑, Schilddrüsen‑ und Sexualhormonen durch bewusste Atmung, Drehungen und Rückbeugen

Diese Detox-Yogastunde unterstützt dich, Körper und Geist zu klären, hormonelle Balance zu fördern und mit Leichtigkeit in die neue (Jahres)-Zeit zu starten.

Räuchermischung „Nordlicht“ für die Wintersonnenwende und diese Woche:

Zur Wintersonnenwende, wenn die Dunkelheit ihren tiefsten Punkt erreicht und das neue Licht geboren wird, trägt eine nordische Räuchermischung die Kraft von Erneuerung, Schutz und innerem Feuer. Diese Mischung verbindet Harze, Kräuter und Wurzeln aus dem Norden, um den Übergang zwischen den Welten zu ehren und das Licht in der Seele zu entzünden.

Thema: Wiedergeburt des Lichts, Schutz, Erdung und Klarheit
Element: Feuer und Erde
Räucherart: Auf Kohle oder im Räuchergefäß mit Sand

Zutaten und Bedeutung

ZutatMengeBedeutung
Fichtenharz (Burgunderharz)2 TeileReinigend, klärt schwere Energien, öffnet den Weg zum Licht
Wacholderbeeren1 TeilSchutz, Abwehr dunkler Kräfte, stärkt Mut und Lebensgeist
Birkenrinde1 TeilSymbol für Neubeginn, Lichtbringerin des Nordens
Beifuß (Artemisia vulgaris)1 TeilÜbergangskraut, öffnet das Tor zu den Ahnen und zur inneren Schau
Mistelkraut½ TeilHeiliges Sonnenkraut, spendet Balance zwischen Licht und Schatten
Engelwurz (Angelica archangelica)½ TeilErdet und stärkt die Lebensenergie, ruft Schutzgeister
Rosmarin½ TeilKlärt den Geist, stärkt das innere Feuer
Tannennadeln (getrocknet)1 TeilDuft des Winters, reinigt und belebt den Raum

Zubereitung

  1. Zerstoße Harze und Kräuter sanft im Mörser, bis sie grob vermischt sind.
  2. Mische sie im Uhrzeigersinn, während du den Atem ruhig führst.
  3. Sprich dabei innerlich:„Aus Dunkel wird Licht, aus Nacht wird Tag.
    Ich ehre den Kreis, der sich neu entfacht.“
  4. Bewahre die Mischung in einem dunklen Glas oder Leinenbeutel auf.

Anwendung zur Wintersonnenwende

  • Zünde die Mischung in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember an.
  • Beginne im Norden deines Raumes oder Kreises und gehe im Sonnenlauf (im Uhrzeigersinn).
  • Lass den Rauch durch alle Räume ziehen, während du dich auf Dankbarkeit und Neubeginn konzentrierst.
  • Danach setze dich in Stille und spüre, wie das neue Licht in deinem Inneren erwacht.

Schamanische Bedeutung:
Diese Räucherung ruft die Geister des Nordens, die Hüter der Erde und des Winters. Sie stärkt die Verbindung zu den Ahnen, reinigt das Haus von alter Energie und öffnet das Herz für das kommende Lichtjahr.

Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche, inspirierende Stunden zur Wintersonnenwende- alles Liebe

Kira


„Wenn die Sonne ruht, ruht auch die Erde – und im stillen Rauch erwacht das neue Licht.“

Gesundheitstipp

Etwas Leckeres zum Advent

Guten Morgen… heute mal kurz und knapp ;

Wenn du Schokolade liebst, aber auf natürliche Zutaten und gute Nährstoffe achten möchtest, wirst du diese smarten Riegel lieben. Sie sind cremig, saftig, schokoladig – und gleichzeitig darmfreundlich dank probiotischem Kokosjoghurt und weißen Bohnen.

Klingt ungewöhnlich? Schmeckt fantastisch!

Zutaten

  • 1 Becher Kokos-Joghurtalternative (ca. 400 g, probiotisch)
  • 1 Glas gekochte weiße Bohnen
  • 5 entsteinte Medjool-Datteln
  • 1 Prise Salz
  • 1 Messerspitze Vanillepulver
  • 200 g Kokosraspeln
  • 2–3 Tafeln dunkle Schokolade (mit Kokosblütenzucker gesüßt)
  • Etwas Kokosöl oder Kakaobutter für eine flüssigere Schokoladenkonsistenz

Zubereitung

  1. Kokosjoghurt, Bohnen, Datteln, Salz und Vanille im Mixer cremig pürieren.
  2. Kokosraspeln unterrühren, bis eine formbare Masse entsteht.
  3. Die Mischung in Riegelformen füllen und einfrieren.
  4. Die gefrorenen Riegel in geschmolzene Schokolade tauchen.
  5. Aushärten lassen und im Kühlschrank oder – für längere Haltbarkeit – im Gefrierfach aufbewahren.

Tipp

Die Riegel schmecken direkt aus dem Kühlschrank herrlich frisch und sind eine perfekte Alternative zu Kuchen & Co. 😉

Durch die Kombination aus Ballaststoffen, pflanzlichem Eiweiß und gesunden Fetten halten sie lange satt – ohne „schlechtes Gewissen“


Guter Kakao für das Topping

Dieses Rezept – eine süße, nährende Kombination aus Kokos, Bohnen, Datteln und dunkler Schokolade – hat insgesamt eine stärkende, befeuchtende und leicht kühlende Wirkung, die besonders bei Trockenheit oder Erschöpfung wohltuend sein kann.

Wirkung gemäß CM der Zutaten

Kokos-Joghurtalternative (probiotisch)

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Magen, Lunge
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet Trockenheit (z. B. trockene Haut, Schleimhäute), stärkt Flüssigkeiten.
  • Hinweis: In größeren Mengen kann Kokos kühlend wirken – bei Kältegefühl oder schwacher Verdauung lieber mit wärmenden Gewürzen kombinieren.

Weiße Bohnen (gekocht)

  • Thermik: neutral bis leicht kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Niere
  • Wirkung: stärken Qi und Blut, entwässern sanft, unterstützen die Mitte (Verdauung).
  • Hinweis: Durch das Kochen werden sie leichter verdaulich und harmonisieren die Milz.

Medjool-Datteln

  • Thermik: neutral
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Lunge, Herz
  • Wirkung: tonisieren Qi und Blut, beruhigen den Geist (Shen), befeuchten Trockenheit.
  • Ideal bei: Erschöpfung, Nervosität, Trockenheit oder leichtem Blutmangel.

Salz (Prise)

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: salzig
  • Wirkt auf: Niere
  • Wirkung: leitet nach unten, unterstützt die Nierenenergie, harmonisiert Süßes.
  • Hinweis: In kleiner Menge ausgleichend, in zu großer Menge schwächt es das Blut.

Vanillepulver

  • Thermik: warm
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: harmonisiert die Mitte, beruhigt den Geist, fördert Wohlgefühl.
  • Energetisch: bringt Wärme und Ausgleich in das eher kühlende Rezept.

Kokosraspeln

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Magen, Lunge
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet und stärkt Körperflüssigkeiten, unterstützt Haut und Schleimhäute.

Dunkle Schokolade (mit Kokosblütenzucker)

  • Thermik: leicht warm
  • Geschmack: bitter, süß
  • Wirkt auf: Herz, Milz
  • Wirkung: bewegt das Herz-Qi, hebt die Stimmung, stärkt das Blut leicht.
  • Kokosblütenzucker: milder für Milz und Blutzucker als raffinierter Zucker.

Kokosöl oder Kakaobutter

  • Thermik: neutral bis kühl (Kokosöl), neutral bis leicht warm (Kakaobutter)
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Lunge
  • Wirkung: befeuchtet Trockenheit, nährt Yin, gibt Geschmeidigkeit.

Gesamtwirkung des Rezepts

  • Tonisiert Milz- und Nieren-Qi
  • Nährt Yin und befeuchtet Trockenheit(besonders Haut, Lunge, Schleimhäute)
  • Beruhigt den Geist (Shen) durch süßen Geschmack und Vanille-Duft
  • Leicht kühlend, daher ideal bei innerer Hitze, Trockenheit oder nach geistiger Anstrengung
  • Nicht ideal bei: Kältegefühl, schwacher Verdauung oder Feuchtigkeit in der Mitte.
Zutaten, die über die Thermik und Elemente-Einordnung wirken 🙂

CM-Tipp zur Balance

Wenn du zu Kälte oder Verdauungsschwäche neigst, füge etwas Zimt, Kardamom oder Ingwer hinzu. Diese wärmenden Gewürze harmonisieren die Rezeptur und gleichen die kühlende Wirkung der Kokosprodukte aus.

Zusammengefasst:
Dieses Rezept ergibt ein nährendes, YIN-stärkendes „Dessert„, das Körper und Geist erdet, Trockenheit ausgleicht und sanft Energie schenkt – perfekt für ruhige, introspektive Phasen oder nach Zeiten intensiver Aktivität.

Diese Riegel sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie man gesunde Ernährung mit Genuss verbinden kann. Probiere sie und Du wirst diese Leckerei öfter herstellen– einfach, lecker und voller guter Energie- lass sie Dir schmecken!

Alles Liebe- Kira

Mit der Tradition aus Nord und Ost…

… begrüße ich Dich zur dritten November-Woche.

Ich habe es ja bereits öfter anklingen lassen- ich habe Wurzeln, die sowohl aus den östlichen Regionen Europas, als auch hier aus unserem Norden stammen. Und was liegt da näher, um ein Traditions“Getränk“ mal näher zu beleuchten:

K I S S E L

Kissel ist ein klassisches nord- und osteuropäisches Getränk, das aus Beeren, Wasser, Zucker und Stärke hergestellt wird.

Es hat eine lange, faszinierende Geschichte, die tief in der nord- und osteuropäischen Kultur verwurzelt ist. Ursprünglich war es kein Dessert, sondern ein nahrhaftes Heil- und Alltagsgericht, das Generationen überdauerte – von den Bewohnern unsere norddeutschen Regionen, den skandinavischen Bewohnern und Slawen bis in die moderne Naturheilkunde. Meine Oma- ehemalige Wolgedeutsche- hat mir oft davon erzählt, wie Kissel im Herbst als Stärkungsmittel getrunken wurde- gerade in Vorbereitung auf den Winter.

Ursprung und frühe Geschichte

Die ersten Erwähnungen von Kissel stammen aus dem 10. Jahrhundert in den Chroniken der Kiewer Rus. Damals war Kissel ein Getreidebrei, meist aus Hafer, Roggen oder Erbsen, der durch natürliche Fermentation leicht säuerlich schmeckte. Er galt als Grundnahrungsmittel, vor allem in Zeiten des Mangels, da er sättigend, einfach herzustellen und lange haltbar war.

Eine bekannte Legende erzählt, dass während einer Belagerung der Stadt Belgorod (um 997 n. Chr.) die Einwohner aus Getreidekissel und Honig einen „Wunderbrunnen“ zubereiteten, um die Feinde zu täuschen, sie hätten unerschöpfliche Vorräte. So rettete Kissel symbolisch die Stadt – und wurde zum Sinnbild für Einfallsreichtum und Lebenswillen.

Kissel ist auch ein traditionelles, leicht verdauliches Naturheilmittel. In der Naturheilkunde wird Kissel wegen seiner beruhigenden, entzündungshemmenden und regenerierenden Eigenschaften für Magen, Darm und Schleimhäute geschätzt.

Gesundheitliche Aspekte von Kissel

1. Schutz der Schleimhäute
Kissel bildet beim Verzehr eine sanfte Schutzschicht über den Schleimhäuten des Verdauungstrakts. Diese Schleimstoffe können Reizungen lindern, z. B. bei Gastritis, Reflux oder Darmentzündungen.

2. Unterstützung der Verdauung
Durch seine milde Konsistenz und leicht verdaulichen Inhaltsstoffe ist Kissel ideal bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit oder nach Magen-Darm-Infekten. Er beruhigt den Verdauungstrakt und fördert eine gesunde Darmflora.

3. Entzündungshemmende Wirkung
Je nach verwendeten Früchten (z. B. Heidelbeeren, Preiselbeeren oder Sanddorn) enthält Kissel viele Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, die Entzündungen hemmen und das Immunsystem stärken.

4. Energie- und Mineralstoffquelle
Kissel liefert durch Fruchtzucker und Stärke schnell verfügbare Energie sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Spurenelemente. Er eignet sich daher auch für Rekonvaleszenzphasen oder als sanfte Aufbaukost.

5. Glutenfreie und vegane Variante
Mit Kartoffel- oder Maisstärke zubereitet, ist Kissel glutenfrei und vegan, was ihn auch für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet macht.

Anwendung in der Naturheilkunde

  • Bei Magenbeschwerden: 1–2 Tassen täglich lauwarm trinken.
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum: leicht abgekühlt in kleinen Schlucken genießen.
  • Zur Regeneration: als sanfte Aufbaukost nach Erkrankungen oder Fastenkuren.

Kissel ist somit ein einfaches, aber wirkungsvolles Naturheilmittel, das sowohl ernährungsphysiologisch als auch therapeutisch wertvoll ist. Seine sanfte Wirkung auf Magen und Darm macht ihn zu einem idealen Bestandteil einer naturheilkundlich orientierten Ernährung.

Die Kombination bspw.aus Schlehen (Schwarzdornfrüchten) und Moosbeeren (Preiselbeeren)– besonders passend zu dieser Jahreszeit- ergibt ein angenehm herbes, fruchtig-säuerliches Aroma. Unten findest du ein vollständiges, traditionelles Rezept.

Kissel aus Schlehen und Moosbeeren

Zutaten (für ca. 4 Portionen)

  • 300 g Schlehen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 200 g Moosbeeren (Preiselbeeren oder Cranberries)
  • 1 Liter Wasser
  • 120–150 g Zucker (je nach gewünschter Süße)
  • 2–3 EL Kartoffelstärke oder Maisstärke
  • 1 TL Zitronensaft (optional, für mehr Frische)
  • 1 Prise Vanillezucker (optional)

Zubereitung

  • Beeren vorbereiten
    Schlehen und Moosbeeren waschen. Wenn Schlehen frisch sind, empfiehlt es sich, sie nach dem ersten Frost zu verwenden oder kurz einzufrieren, um die Bitterstoffe zu mildern.
  • Beeren kochen
    Wasser in einen Topf geben, die Beeren hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 10–15 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind und Saft abgeben.
  • Abseihen
    Die Masse durch ein feines Sieb oder ein Tuch passieren, um Kerne und Schalen zu entfernen. Den klaren Beerensaft auffangen.
  • Süßen
    Den Saft zurück in den Topf geben, Zucker und optional Vanillezucker hinzufügen. Kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
  • Stärke anrühren
    Stärke in etwa 100 ml kaltem Wasser glatt rühren. Dann langsam in den heißen Beerensaft einrühren, dabei ständig rühren, um Klumpen zu vermeiden.
  • Andicken
    Noch einmal kurz aufkochen, bis der Kissel leicht eindickt. Dann vom Herd nehmen und Zitronensaft hinzufügen.
  • Abkühlen lassen
    Kissel kann warm als Dessert serviert oder kalt im Kühlschrank geliert genossen werden.

Serviervorschläge

  • Warm mit Vanillesauce oder Schlagsahne.
  • Kalt mit Milch, Grießbrei oder Haferflocken.
  • In Gläser gefüllt und leicht gekühlt als erfrischendes Dessert/ Kraftbooster nach dem Sport 🙂

Dieser Schlehen-Moosbeeren-Kissel verbindet die herbe Note der Schlehen mit der fruchtigen Frische der Moosbeeren und ergibt ein wunderbar aromatisches, natürliches Dessert.

Kissel aus Schlehen und Moosbeeren ist nicht nur ein aromatisches Dessert, sondern auch ein Getränk mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Beide Beerenarten enthalten wertvolle bioaktive Stoffe, die das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel unterstützen.

Gesundheitliche Wirkung von Schlehen

1. Reich an Antioxidantien
Schlehen enthalten hohe Mengen an Polyphenolen, Flavonoiden und Anthocyanen. Diese wirken antioxidativ und schützen Zellen vor oxidativem Stress, der durch freie Radikale verursacht wird.

2. Unterstützung der Verdauung
Die leicht adstringierende Wirkung der Schlehenfrüchte kann bei Magen-Darm-Beschwerden helfen. Schlehenaufgüsse werden traditionell bei Durchfall und Reizdarm eingesetzt.

3. Immunstärkend
Durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen unterstützen Schlehen die Abwehrkräfte, besonders in der Erkältungssaison.

4. Entzündungshemmend
Die in Schlehen enthaltenen Tannine und Flavonoide wirken entzündungshemmend und können die Heilung bei Schleimhautreizungen fördern.

Gesundheitliche Wirkung von Moosbeeren (Preiselbeeren)

1. Schutz der Harnwege
Preiselbeeren enthalten Proanthocyanidine, die verhindern, dass Bakterien (insbesondere E. coli) an die Blasenwand haften. Dadurch können sie Harnwegsinfektionen vorbeugen.

2. Herz-Kreislauf-Schutz
Die antioxidativen Verbindungen in Moosbeeren können helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und die Gefäßelastizität zu verbessern.

3. Antibakterielle Wirkung
Moosbeeren hemmen das Wachstum bestimmter Bakterienarten im Mund- und Verdauungstrakt, was zur Verbesserung der Mund- und Darmgesundheit beitragen kann.

4. Unterstützung der Leberfunktion
Studien deuten darauf hin, dass Preiselbeeren die Leber vor oxidativen Schäden schützen und die Entgiftungsprozesse fördern können.

In der Chinesischen Medizin (CM) werden Lebensmittel nach ihren energetischen Eigenschaften, ihrem Temperaturverhalten und ihrem Einfluss auf die Organsysteme bewertet. Kissel aus Schlehen (Prunus spinosa) und Moosbeeren (Preiselbeeren) hat in diesem Kontext eine ausgleichende, reinigende und stärkende Wirkung, besonders auf die Leber-, Milz- und Nierenfunktionskreise.


Energetische Einordnung des Kissels

AspektWirkung in der TCM
TemperaturverhaltenKühl bis neutral
GeschmackSauer, leicht herb, süß (durch Zucker oder Stärke)
WirkrichtungZusammenziehend, klärend, befeuchtend
HauptmeridianeLeber, Milz, Niere, Blase

Wirkung der Schlehen (Prunus spinosa)

1. Stärkung der Leber und Blutregulation
Schlehen wirken leicht zusammenziehend und fördern die Leberfunktion, indem sie Leber-Qi-Stagnation lösen. Das hilft bei innerer Anspannung, Reizbarkeit oder Kopfschmerzen, die durch blockiertes Qi entstehen.

2. Klärung von Hitze und Entgiftung
Ihre kühlende und reinigende Wirkung unterstützt den Körper beim Ausleiten von „innerer Hitze“ und Toxinen, besonders bei Hautunreinheiten oder Entzündungen.

3. Unterstützung bei Durchfall und Schwäche
In kleinen Mengen stärken Schlehen die Milz und stabilisieren den unteren Erwärmer, wodurch sie bei weichem Stuhl oder leichtem Durchfall hilfreich sind.

Wirkung der Moosbeeren (Preiselbeeren)

1. Ausleitung von Feuchtigkeit und Hitze aus der Blase
Preiselbeeren werden in der TCM ähnlich wie Cranberries eingesetzt, um Feuchte-Hitze im unteren Erwärmer zu klären – typischerweise bei Blasenentzündungen oder trübem Urin.

2. Kühlende Wirkung auf Blut und Yin
Sie nähren Yin-Flüssigkeiten und kühlen das Blut, was bei innerer Hitze, leichtem Fieber oder Reizbarkeit ausgleichend wirkt.

3. Unterstützung der Nierenenergie
Durch ihre adstringierende Natur stabilisieren sie die Essenz (Jing) und können bei leichter Erschöpfung oder Schwäche nach Infekten stärkend wirken.

Wirkung des Kissels als Ganzes

1. Harmonisierung von Milz und Magen
Die leicht süße, weiche Konsistenz des Kissels nährt die Milz und beruhigt den Magen. Das macht ihn besonders geeignet bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl oder nach längerer Krankheit.

2. Yin-nährend und befeuchtend
Kissel befeuchtet die Schleimhäute und unterstützt Yin, was bei Trockenheit (z. B. trockener Husten, trockene Haut) wohltuend ist.

3. Klärend und entgiftend
Durch die Kombination aus Schlehen und Moosbeeren wirkt das Getränk reinigend, leitet überschüssige Hitze aus und unterstützt die Leber bei der Entgiftung.


Anwendungsempfehlung nach CM

  • Ideal bei: innerer Hitze, Reizbarkeit, Harnwegsbeschwerden, schwacher Verdauung, Trockenheit oder Erschöpfung nach Infekten.
  • Nicht empfohlen bei: starkem Kältegefühl, Durchfall durch Kälte oder Milz-Yang-Schwäche (da die Früchte leicht kühlend wirken).
  • Empfohlene Zubereitung: warm oder zimmerwarm trinken, um die Milz zu schonen.

Fazit:
Nach CM stärkt Kissel aus Schlehen und Moosbeeren das Yin, klärt Hitze, harmonisiert die Verdauung und unterstützt die Leber- und Blasenfunktion. Er ist ein sanftes, ausgleichendes Heilnahrungsmittel, das besonders in Übergangszeiten (Herbst, Frühling) das innere Gleichgewicht fördert.

Winterlandschaft rund um unser Bornmühle

Du bist inspiriert? Wie schön- dann stärke Dich doch mit einem Kissel für die kalte Jahreszeit; gerade jetzt sind die Schlehen genau richtig- nach dem ersten leichten Frost 🙂

Ich wünsche Dir eine gesunde, angenehme Woche und bis bald- alles Liebe

Kira

Frühstück nach Plan- ganz einfach

Herbstzeit… und spätestens jetzt macht es Sinn, wieder auf ein warmes Frühstück bzw. auf eine warme Morgenmahlzeit zwischen 6-11 Uhr zurückzugreifen. Ein gegartes/warmes Frühstück ist leicht verdaulich, stärkt die Funktionalität von Magen und Gedärm, aktiviert den Stoffwechsel und gleicht Dein Hormonsystem aus 🙂

Hier kommt DEIN 7-Tage-CM-Frühstücksplan, basierend auf dem Kürbis-Hirse-Porridge, aber mit abwechslungsreichen Zutaten, die alle im Herbst besonders gut tun. So bleibt es spannend, nährend und im Einklang mit der CM.

7-Tage-CM-Frühstücksplan (Herbst):

Tag 1 – Kürbis-Hirse-Porridge klassisch

  • Hirse mit Kürbis, Rosinen, Zimt und etwas Ingwer kochen(komplettes Rezept unten)
  • Mit gehackten Mandeln bestreuen.
  • Wirkung: stärkt Milz/Magen, befeuchtet Lunge, wärmt sanft.

Tag 2 – Hirse-Porridge mit Apfel & Sesam

  • Hirse mit Apfelstücken, etwas Zitronenschale und Zimt kochen.
  • Mit schwarzem Sesam bestreuen.
  • Wirkung: Apfel befeuchtet Lunge, Sesam nährt Yin und befeuchtet Trockenheit.

Tag 3 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Birne & Walnüssen

  • Hirse mit Kürbiswürfeln und Birnenstücken kochen.
  • Mit gehackten Walnüssen garnieren.
  • Wirkung: Birne befeuchtet Lunge und lindert Trockenheit, Walnüsse stärken Nieren und Gehirn.

Tag 4 – Hirse-Porridge mit Maronen & Datteln

  • Hirse mit klein geschnittenen, vorgegarten Maronen und Datteln kochen.
  • Mit etwas Zimt verfeinern.
  • Wirkung: Maronen stärken Nieren & Milz, Datteln nähren Blut und Qi.

Tag 5 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Karotten & Ingwer

  • Hirse mit Kürbis und Karottenwürfeln kochen.
  • Mit frischem Ingwer und einem Tropfen Sesamöl verfeinern.
  • Wirkung: stärkt Mitte, wärmt, unterstützt Verdauungskraft.
Maßvoll Honig 🙂

Tag 6 – Hirse-Porridge mit Birne & Mandeln

  • Hirse mit Birnenstücken kochen.
  • Mit gehackten Mandeln und etwas Honig abrunden.
  • Wirkung: befeuchtet Lunge, stärkt Qi, lindert trockenen Husten.

Tag 7 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Feigen & Zimt

  • Hirse mit Kürbiswürfeln und frischen oder getrockneten Feigen kochen.
  • Mit Zimt und Muskat würzen.
  • Wirkung: Feigen befeuchten Lunge und Darm, Zimt wärmt und bewegt Qi.
Maßvoll Quarkcreme 🙂 auf dem Porridge für extra Eiweiß

Allgemeine Tipps

  • Immer warm und frisch zubereiten – kalte Speisen schwächen die Mitte; Meal-Preap funktioniert natürlich trotzdem 😉
  • Mit der Flüssigkeitsmenge spielen, je nachdem ob du es cremig oder eher fest magst.
  • Süßen am besten nur mit Honig, Reissirup oder Trockenfrüchten – diese nähren Qi und sind CM-gerecht- Yakon-Sirup wäre die beste Wahl.
  • Gewürze wie Zimt, Ingwer oder Muskat je nach Konstitution variieren: mehr Wärme bei Kältegefühl, weniger bei innerer Hitze.

Dieser 7-Tage-Plan sorgt für Abwechslung, Balance und Stärkung von Qi und Yin im Herbst. Er unterstützt dich optimal beim Übergang in die kalte Jahreszeit.

Mit dem Basis- Porridge kannst Du alle erdenklichen Varianten ausprobieren- so einfach und das Gute- Du kannst es in größeren Mengen vorbereiten, in Schraubgläser einfüllen und so länger aufbewahren, als Basis für DEINE Varianten nutzen.

Basisrezept:

Zutaten (für 2 Portionen)

  • 80 g Hirse (wirkt stärkend auf Milz und Magen, trocknet Feuchtigkeit)
  • 200 g Hokkaido-Kürbis (wärmt, tonisiert Qi und Blut, stärkt Milz und Magen)
  • 500 ml Wasser (nach Bedarf mehr, je nach gewünschter Konsistenz)
  • 1 TL Ghee oder Sesamöl (nährt Yin, befeuchtet und unterstützt die Verdauung)
  • 1 Prise Meersalz
  • Optional:
    • 1 TL getrocknete Goji-Beeren (nährt Blut und Leber)
    • ½ TL Zimt (wärmt das Yang, harmonisiert Mitte)
    • 1 TL Honig oder Reissirup; Yakon-Sirup… (nach dem Kochen, stärkt Qi und beruhigt)

Zubereitung

  1. Hirse waschen:
    Die Hirse gründlich mit heißem Wasser abspülen, um Bitterstoffe zu entfernen.
  2. Kürbis vorbereiten:
    Den Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden (Schale kann mitgekocht werden).
  3. Kochen:
    Hirse, Kürbis und Wasser in einen Topf geben, aufkochen und dann bei kleiner Hitze ca. 25–30 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich und die Hirse cremig ist.
  4. Verfeinern:
    Ghee oder Sesamöl, Salz und ggf. Zimt oder Goji-Beeren hinzufügen; kurz umrühren und 5 Minuten nachquellen lassen.
  5. Abschmecken:
    Nach dem Kochen optional mit etwas Honig, Yakon- oder Reissirup süßen.

Wirkung nach der CM

ZutatThermische WirkungOrganzuordnungHauptwirkung
Hirseleicht kühlend bis neutralMilz, Magenstärkt Mitte, trocknet Feuchtigkeit
KürbiswarmMilz, Magenstärkt Qi, transformiert Feuchtigkeit
ZimtwarmHerz, Milz, Nierefördert Yang, bewegt Qi
Goji-BeerenneutralLeber, Nierenährt Blut und Jing
Ghee/SesamölneutralMilz, Lungebefeuchtet, harmonisiert Verdauung

Anwendungsempfehlung

  • Ideal als Frühstück oder leichtes Abendessen.
  • Besonders geeignet bei Erschöpfung, Verdauungsschwäche, kalten Händen und Füßen oder Feuchtigkeitsansammlungen.
  • Im Sommer kann das Gericht etwas dünnflüssiger und ohne Zimt zubereitet werden, um es leichter zu machen.

Das Kürbis-Hirse-Porridge stärkt die Mitte, fördert sanft die Transformation von Feuchtigkeit und bringt innere Stabilität und Wärme – eine harmonische Mahlzeit für Körper und Geist.

Solltest Du Eiweiß vermissen oder als Eiweiß-Typ mehr Eiweiß benötigen, dann gib immer ein bis zwei Esslöffel Quark, eine Hand voll Cashewkerne dazu oder bei allen Varianten fünf Esslöffel gegarte rote Linsen(relativ neutral im Geschmack). Natürlich kannst Du die herzhaften varianten auch mit Rührei oder gekochtem Ei toppen 🙂

Guten Appetit und eine gute Zeit Dir- alles Liebe

Kira

Grundporridge mit KakaoNibs, schwarzem Sesam als gebackene Variante

Herbstfrucht mit Aha-Effekt

Herzlich Willkommen zu DEINEN/ meinen Montags-News 🙂

Der September beschert uns hier am Tollensesee eine unglaubliche Ernte einer meiner liebsten Früchte- der Pflaume oder Zwetschge(wie sie auch genannt wird). Schon als Kind habe ich es geliebt, diese blauen, so saftigen Früchte direkt vom Baum zu naschen oder meiner Oma zuzusehen, wie sie das köstlichste Pflaumenmus in ihrem alten Backofen zubereitet hat- die Zeit, in der das ganze Haus nach Heimeligkeit, frischem Obst und ein bisschen Zimt und Vanille geduftet hat.

Der Herbst ist die Zeit, in der das Yin stärker beginnt zu dominieren- es ist das „kleine“ Yin- Rückzug und Reflektion beginnen; die Tage werden kürzer und das Obst, welches jetzt reift hat einen direkten Bezug zum Yin:

  • Pflaumen wirken Qi regulierend und bewegend, Hitze eliminierend, die durch Yin-Mangel verursacht wird und tonisieren Yin und Körperflüssigkeiten.
  • In der CM werden Pflaumen, insbesondere die Ume oder Share-Pflaume (fermentierte), hauptsächlich zur Stärkung des Darms, Förderung der Verdauung und Entgiftung eingesetzt. Sie helfen bei Verstopfung, Blähungen und unregelmäßigem Stuhlgang, indem sie den Darm reinigen und überschüssige Feuchtigkeit ausleiten.
  • Pflaumen stärken das Yin des Erdelements (Milz), regen den Appetit an und beruhigen ein zu starkes aufsteigendes Holz-Feuer(Leber), was sie zu einem wertvollen Mittel zur Förderung des Wohlbefindens und der Vitalität macht.
  • Darm: Pflaumen sind ein klassisches Mittel gegen Verstopfung und unregelmäßigen Stuhlgang. Sie unterstützen eine gesunde Darmfunktion und helfen, Abfallprodukte und Giftstoffe aus dem Verdauungstrakt auszuleiten. 
  • Milz: Sie fördern die Verdauung, regen einen gesunden Appetit an und lindern Beschwerden wie Blähungen und Übelkeit. 
  • Leber: Die fermentierte Pflaume hilft, überschüssige Feuchtigkeit und Toxine aus der Leber auszuleiten(unterstützt die Autophagie). Außerdem wird ihr eine beruhigende Wirkung auf das Leber-Qi zugeschrieben. 
  • Körperflüssigkeiten Yin Je: Pflaumen bauen generell Körperflüssigkeiten auf, was sie bspw. bei Diabetes jeglichen Typs und auf Grund von Yin-Mangel und trockener Verstopfung hilfreich macht.

Weitere Aspekte:

  • Entgiftung: Durch die Reinigung des Darms und seiner Zotten unterstützen Pflaumen den Körper bei der Ausscheidung von Giftstoffen und fördern so die Entgiftung. 
  • Stärkung: Sie tragen zur Verbesserung der allgemeinen Vitalität und des Wohlbefindens bei und können das Immunsystem stärken. 
  • Emotionale Balance: Die beruhigende Wirkung der Pflaume kann helfen, emotionale Spannungen zu reduzieren und den Energiefluss in Harmonie zu bringen. 

Anwendung:
Die fermentierte Pflaume ist ein leicht zu integrierendes Lebensmittel. Sie wird oft zur Unterstützung bei Reset-Kuren oder zur Entgiftung verwendet, um den Körper zu entlasten und die Darmgesundheit zu fördern. Die CM empfiehlt eine Frühjahrs- und Herbst-Kur über 12 Tage, an denen auf Wurst, hochverarbeitete LM, Zucker, Milchprodukte und Schweinefleisch komplett verzichtet wird- dazu gibt es Kräutermischungen und täglich 1-3 Ume/Share-Pflaumen und 3-5 Tassen Kräutertee zzgl. heißem Wasser.

Die Sichtweise der verehrten Hildegard von Bingen:

Hildegard von Bingen kannte und beschrieb die Pflaumensorte Zibarte, eine der ältesten bekannten Sorten. In ihren Rezepten werden auch Produkte aus der Pflaume verwendet, wie eine basische Pflaumenaschenlauge zur Haarpflege und eine Pflaumenkern-Kur zur Behandlung von Husten, die aus in Wein eingelegten Pflaumenkernen besteht(Rezept siehe unten).

Zibarte- alte Pflaumensorte

Pflaumenaschenlauge: Dieses basische Haarwasser wird aus Pflaumenholzasche hergestellt. Es diente zur Pflege der Kopfhaut, insbesondere bei Schuppen und Haarausfall. 

Pflaumenkern-Kur: Dies ist eine traditionelle Kur bei Husten- Pflaumenkerne werden geknackt, der innere Kern in Weißwein eingelegt- Täglich werden einige Kerne gegessen und eine Pflaumenkernsuppe aus gehackten Kernen, Wein und Dinkelgrieß verzehrt. 

Umstritten ist die Aussage, dass Pflaumen per se zu den „Küchengiften“ zählen; zu beobachten ist, dass zu viele rohe Pflaumen Bauchschmerzen verursachen bzw. zu Durchfall führen. Mit den Inhaltsstoffen der Pflaume, die uns heute bekannt sind, lässt sich dieses Phänomen leichter erklären, was natürlich zu Zeiten Hildegards nicht möglich war.

Inhaltsstoffe:

Pflaumen enthalten Vitamine (wie Provitamin A, B-Vitamine, C und E), Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink), Ballaststoffe (Pektin, Zellulose) und sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyane, Flavonoide). Diese Inhaltsstoffe fördern die Verdauung, stärken das Immunsystem, wirken antioxidativ und können entzündungshemmend sowie knochenstärkend sein. Außerdem enthalten Pflaumen SORBIT- ein Zuckeralkohol- welches bei empfindlichen Menschen oder bei zu hoher Verzehrmenge Blähungen und Verdauungsstörungen hervorruft- das erklärt die Einstufung als „Küchengift“.

Pflaumensuppe und Pflaumenmus nach unserem Rezept:

… 😉 die geheime Zutat
  • Etwa 20-30 Pflaumen waschen, entkernen und in einen Topf geben; dann gib eine gute Handvoll Datteln und ein bis zwei Kerne dazu;
  • … gieße alles mit frisch gepresstem Orangensaft(2 Orangen), Saft einer halben Zitrone und einem Liter Früchtetee auf; würze es mit je einem halben Teelöffel Zimt, Vanille, einem viertel Teelöffel Kardamom und einer Prise Kubebenpfeffer;
  • … kurz Aufkochen und dann bei mittlerer Hitze sanft köcheln lassen, bis die Früchte zerfallen;
  • … würze mit einem Esslöffel Rohrohrzucker nach.
  • Diese Suppe ist die Grundlage für die ostpreußische/vorpommersche/mecklenburgische Klieben-Suppe- in den kochenden Sud gib Teelöffel-weise einen Teig aus einem Ei, Dinkelmehl, Vanille und etwas Zucker(fester Teig)- sobald die Klieben oben schwimmen, sind sie verzehrfertig und die Suppe kann serviert werden 🙂
  • Für das Pflaumenmus eine Auflaufform mit entkernten Pflaumen und fünf-acht Datteln gut füllen; zwei bis drei geknackte Kerne dazu geben; alles mit Rohrohrzucker(1-2 Esslöffel) und Zimt bestreuen; mit einer Tasse Apfelsaft aufgießen und dann bei 180-200 Grad Umluft im Backofen garen- NICHT UMRÜHREN- das Mus ist fertig, wenn das Obst richtig eingekocht und musig ist. Heiß sofort in Schraubgläser füllen, auf den Kopf stellen und/oder dann noch einmal einkochen.

Die geheime Zutat bei Suppe und Mus ist der Kern:

Der Kern gehört ins Pflaumenmus, weil er ihm eine herbe Note, eine besondere Würze und eine tiefere Farbe verleiht, da er Gerbstoffe und Fette enthält, die das Mus unterstreichen. Es ist üblich, einen oder zwei zerstoßene Pflaumenkerne hinzuzufügen, um dem fertigen Mus eine authentische, rustikale Geschmacksnote – besonders nach etwas Bittermandel- zu geben.

In allen Gebieten Deutschlands gibt es bspw. auch die Erklärung, dass so das Mus als echtes Produkt erkannt wird- hausgemacht mit viel Liebe :). Meine Oma war da eher prakmatische- der Kern lieferte das besondere Aroma, die dunkle Farbe 😉 und so gibt es auch bei mir einen vollen Kern und einen geknackten in’s Pflaumenmus.

Pflaumen-Crumble:

  • Pflaumen in einer Auflaufform schichten(entkernt und gewaschen); grob gehackte Mandeln/Cashewkerne untermischen, mit einem Esslöffel Rohrohrzucker gemischt mit Zimt und Vanille nach Geschmack bestreuen und etwa 10 Minuten saften lassen;
  • Streusel aus 100 Gramm sehr kalter Butter, 150 Gramm Dinkelmehl, zwei Handvoll Buchweizenflocken, zwei Esslöffeln Rohrohrzucker herstellen- einfach alles grob kneten…
  • …dann die Streusel über die Pflaumen geben und bei 180 Grad Umluft backen, bis die Streusel gut Farbe annehmen und es „blubbert“
  • Crumble zum Mittag oder als Dessert/ zur Kaffeezeit am Nachmittag warm servieren und mmmhhh genießen.

Was ist denn DEIN liebstes Rezept mit Pflaumen? Oder habe ich Dich inspiriert- dann hinterlass gerne einen Kommentar 🙂 – egal, ob Du das Obst Pflaume für die Gesundheit oder den Genuss nutzt; ich finde, ohne diese herbe SÜßE wäre der Herbst ärmer.

Ich wünsche Dir eine gesunde und schöne Woche- genieße den lauen September- alles Liebe

Kira

Was Du über den Apfel SO noch nicht wusstest!

Herzlich Willkommen auf meinem BLOG- schön, dass DU hier bist!

Wie geht es Dir mit diesem lauen September? Greifst Du jetzt auch wieder öfter zu Äpfeln?

Äpfel gelten als sehr gesundes Obst- das trifft für eine Vielzahl von Menschen zu- aber eben nicht alle!

Ich habe dazu dieses Fallbeispiel und einige Informationen für Dich…

Im letzten Jahr stellte sich ein Patient vor- nennen wir ihn Fred(43 Jahre). „Fred“ hatte ständig Kopfschmerzen, fühlte sich oft aufgebläht und war mit sich selbst unzufrieden; O-Ton:“ Ich fühle mich wie ein Fass.“ Dabei war „Fred“ sehr sportlich, ein reger Arbeiter in seiner eigenen Firma; sehr gesundheitsorientiert…seine Vitalwerte waren unauffällig; ebenso die Haltung- keine muskulären Dysbalancen- in einer Arztpraxis hätte man ihm gesagt „Alles in Ordnung; es ist nichts zu finden; Sie sind gesund“

„Fred“ führte dann über eine Woche sehr akribisch ein Ernährungstagebuch und dabei stellte sich heraus, dass er am Abend nur ein bis zwei Äpfel aß und dann ab ca. 21:00 Uhr extremen Heißhunger auf Süßes entwickelte; er griff dann aus Vernunft eher zu Trockenobst und Nüssen- LONG Story Short…

Er erzählte mir, dass er das schon seit längerer Zeit- etwa 1,5 Jahre- so macht. Wir haben dann den Beginn seiner Kopfschmerzen und das „Aufblähen“ eingrenzen können- es begann etwa 4-5 Monate, nachdem er aus „Vernunft“ am Abend nur noch so aß.

„Fred“ reagierte auf die Äpfel so, wie einige andere Menschen auch- er bekam Heißhunger und der Körper reagierte auf den „Überschuss“ an Zucker und rohen Nüssen mit Kopfschmerzen- „Fred“ stellte seine Ernährung um und innerhalb von zwei-drei Monaten fühlte er sich wieder gut- außer er isst „nüchtern“ Äpfel.

WARUM? Äpfel sind doch so gesund… Die CM und moderne, intergrative Ernährung kann dieses Paradoxum erklären:

Ein Apfel gilt zwar als gesund, kann aber bei manchen Menschen tatsächlich Heißhunger auslösen. Das hängt vor allem mit seiner Zusammensetzung und der individuellen Reaktion des Körpers auf Zucker und Insulin zusammen.

Gründe:

  • Hoher Fruchtzuckergehalt (Fruktose & Glukose)– Äpfel- besonders die modernen Sorten- enthalten einen extrem hohen Anteil an schnell verfügbaren Zuckerarten. Diese gehen rasch ins Blut über und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen. Der Körper reagiert mit einer Insulinausschüttung, die den Zucker schnell in die Zellen transportiert. Bei empfindlichen Menschen fällt der Blutzuckerspiegel danach zügig wieder ab – das kann Heißhunger auslösen.
  • Geringer Eiweiß- und Fettgehalt– Ein Apfel liefert fast ausschließlich Kohlenhydrate, aber kaum Eiweiß oder Fett. Beides sind Nährstoffe, die länger sättigen. Deshalb hält die Sättigung nach einem Apfel oft nicht lange an.
  • Individuelle Insulinempfindlichkeit
    Menschen mit einer höheren Insulinempfindlichkeit oder einer Neigung zu Blutzuckerschwankungen (z. B. bei Insulinresistenz oder reaktiver Hypoglykämie) reagieren stärker auf den Zuckerschub – was den Heißhunger verstärkt.
  • Psychologische Komponente– Der süße Geschmack kann das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren. Bei manchen Menschen verstärkt das die Lust auf mehr Süßes oder lässt einen Heißhunger eintreten.
  • Sichtweise der CM– Rohes ist für Menschen, die eine „schwache“ Mitte haben, auf nüchternen Magen nicht gut zu verdauen. Dazu zählt insbesondere Obst, aber auch Nüsse oder frisches Brot.
  • Weitere Symptome können sein- ein kleiner Auszug: Müdigkeit, extreme Blähungen, Schwächegefühl, Zittern, Müdigkeit am Morgen, nächtliches Aufwachen zwischen 2-4 Uhr; Völle, im Labor zeigen sich dann oft auch Auffälligkeiten in den Leberwerten…

Tipps, um Heißhunger nach einem Apfel zu vermeiden:

  • Einen Apfel mit Eiweiß oder Fett kombinieren (z. B. mit Nüssen, Käse)- dies stabilisiert den Blutzuckerspiegel.
  • Sorten mit weniger Zucker und mehr Ballaststoffen wählen (z. B. Boskop, Elstar oder Krummstiel).
  • Den Apfel nicht auf nüchternen Magen essen, sondern als Teil einer Mahlzeit oder als Kompott.

Rezept für mehr Bekömmlichkeit der Äpfel:

  • 5 Äpfel (z. B. Boskop, Elstar oder Jonagold – je nach gewünschter Süße)
  • 100 ml ungesüßter Apfelsaft + Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Zimt und Kardamom, eine Prise Kubebenpfeffer
  • ½ TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
  • 50 g Nüsse und Kerne der Wahl, grob gehackt
  • Optional: 1 Esslöffel gehackte Rosinen oder Datteln (für zusätzliche Süße)

Zubereitung:

  • Äpfel vorbereiten– Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  • Kompott kochen-Die Apfelstücke mit Apfel- und Zitronensaft und den Gewürzen in einen Topf geben- zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 10–15 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.
    Je nach gewünschter Konsistenz die Äpfel mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken oder fein pürieren.
  • Nüsse hinzufügen– die gehackten Nüsse in einer kleinen Pfanne ohne Öl kurz anrösten, bis sie duften. Anschließend unter das Kompott rühren.
  • Verfeinern– wer es süßer mag, kann am Ende Rosinen oder fein gehackte Datteln untermischen.
  • Warm oder kalt genießen – pur, als Dessert oder als Topping für Porridge, Eierkuchen, Kartoffelpuffer oder Waffeln 🙂

Übersicht nach Zuckergehalt der Äpfel:

  • Zuckerarm (bis 7 g/100 g): Granny Smith, Boskop, Krummstiel,
  • Mittel (7–9 g/100 g): Elstar, Braeburn, Jonagold, Cox Orange
  • Zuckerreich (ab 10 g/100 g): Gala, Fuji, Golden Delicious

(Quelle: Fachbuch Ernährungstherapie)

Meine Empfehlung:

Durch den Fruchtzucker kannst Du bspw. in Waffeln und Eierkuchen/ Kartoffelpuffer den Industriezucker/Rohrohrzucker komplett weglassen- das unterstützt Dich in einer guten Funktionalität Deiner Verdauung und ist deutlich gesünder für den Stoffwechsel.

Buchweizenwaffeln mit Galaktose-Puder und dem Apfel-Nuss-Kompott

Solltest Du Dich in „Fred“ wiedererkennen, dann lass rohe Äpfel bzw. generell rohes Obst weg oder konsumiere es erst nach der Mahlzeit als „Dessert“-

… an diesem Beispiel zeigt sich wieder einmal- in der Ernährung gemäß der CM gibt es keine Verbote; es kommt auf eine vernünftige Kombination und den Zeitpunkt/Zustand des Lebensmittels an, welches ich konsumieren möchte, ohne dass es mich einschränkt 🙂

Ich wünsche Dir eine gute Bekömmlichkeit, bei dem, was Du essen möchtest- guck genau hin, wie es Dir in Deinem Wohlbefinden Unterstützung gibt oder eben nicht- alles Liebe!

Kira

Spiritualität ist kein Hokuspokus

Guten Morgen zu und in dieser energetisch so wertvollen Zeit; noch immer bringt das Lion-Gate kraftvolle Energie(Sonne-Sirius- Erde stehen in einer Linie); die Perseiden-Ströme schwirren über den August-Nachthimmel und wir befinden uns nach dem kraftvollen Störmond(Vollmond im August) schon im Übergang zum Spätsommer/Herbst- die Elemente Erde und Metall wollen gepflegt und harmonisiert werden.

Spiritualität wird oft missverstanden oder mit Aberglaube und Hokuspokus gleichgesetzt; doch sie beruht auf tiefen menschlichen Erfahrungen und kulturellen Traditionen, die seit Jahrtausenden existieren. Sie beschäftigt sich mit Sinnfragen, innerer Entwicklung und dem Streben nach Verbundenheit, was weit über oberflächliche oder irrational erscheinende Praktiken hinausgeht:

  • Erfahrungsbasierte Praxis- Spiritualität basiert auf persönlichen Erfahrungen von Bewusstsein, Achtsamkeit, innerem Frieden und Verbundenheit, die viele Menschen unabhängig von kulturellem Hintergrund nachvollziehen können. Diese Erfahrungen sind oft transformierend und haben positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen- Zahlreiche Studien zeigen, dass spirituelle Praktiken wie Meditation, Gebet oder Achtsamkeit Stress reduzieren, das Immunsystem stärken und psychische Gesundheit fördern können. Diese Effekte sind messbar und reproduzierbar, was Spiritualität als wertvollen Bestandteil menschlichen Lebens wissenschaftlich untermauert.
  • Kulturelle und historische Verankerung- Spiritualität ist in fast allen Kulturen und Religionen tief verwurzelt und hat die Entwicklung von Ethik, Kunst, Philosophie und Gemeinschaft geprägt. Sie ist kein Zufallsprodukt, sondern Teil der menschlichen Suche nach Sinn und Orientierung.
  • Unterschied zu Aberglaube- Während Hokuspokus/Aberglaube oft auf irrationalen, unbelegten Behauptungen oder magischem Denken beruht, ist Spiritualität eine bewusste Praxis der Selbstreflexion und Sinnsuche. Sie fordert kritisches Denken und persönliche Verantwortung, anstatt blinde Glaubensannahmen.
  • Förderung von Empathie und Mitgefühl- Spirituelle Wege betonen häufig Werte wie Mitgefühl, Verbundenheit und Respekt gegenüber anderen Lebewesen, was gesellschaftlich positive Auswirkungen hat und das Zusammenleben fördert.

Spiritualität ist eine ernstzunehmende Dimension menschlicher Erfahrung, die weit über oberflächliche oder magische Vorstellungen hinausgeht. Sie verbindet persönliche Entwicklung mit kulturellem Erbe und wissenschaftlicher Erkenntnis und bietet einen Rahmen, um das Leben bewusster und sinnerfüllter zu gestalten.

Für Spiritualität in DEINEM Alltag- meine persönliche Empfehlung:

  • Versteinertes Holz mit getrockneten Kräutern für ein Räucherritual– Räucherrituale sind eine wunderbare Möglichkeit, um eine Verbindung zur Natur herzustellen, die eigene Umgebung zu reinigen oder einfach nur zu entspannen. Ein besonders faszinierendes Element, das in solchen Ritualen verwendet werden kann, ist versteinertes Holz, kombiniert mit getrockneten Kräutern. Diese Kombination bietet sowohl visuelle als auch aromatische Vorteile.
  • Versteinertes Holz entsteht, wenn Bäume über Millionen von Jahren hinweg durch einen Prozess, der als Silifizierung bekannt ist, mineralisiert werden. Dabei wird das organische Material des Baumes allmählich durch Mineralien, meist Siliziumdioxid, ersetzt, während die ursprüngliche Struktur des Holzes erhalten bleibt. Das Ergebnis ist ein fossiles Stück Holz, das die Schönheit und Textur des ursprünglichen Baumes bewahrt, jedoch hart wie Stein ist.

Was kann versteinertes Holz für Dich bedeuten:

  • Erdung und Stabilität: Versteinertes Holz wird oft mit Erdung und Stabilität in Verbindung gebracht. Es kann helfen, Ruhe und Ausgeglichenheit in einen Raum zu bringen, was besonders in meditativen Praktiken nützlich ist.
  • Optische Anziehungskraft: Die einzigartigen Muster und Farben des versteinerten Holzes verleihen jedem Altar oder Ritualbereich eine faszinierende Ästhetik.
  • Symbolik der Zeit: Da versteinertes Holz Millionen von Jahren alt ist, kann es in Ritualen als Symbol für Beständigkeit und die Zyklen der Natur dienen.
  • Salbei: bekannt für seine reinigenden Eigenschaften und die Fähigkeit, negative Energien zu vertreiben.
  • Lavendel: nutzt Dir, um Entspannung und Frieden zu fördern; duftet ganz wunderbar nach „innerem Frieden“
  • Rosmarin: fördert in Dir Klarheit und geistige Wachsamkeit.
  • Thymian: unterstützt Dich mit seinen reinigenden und heilenden Eigenschaften.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Spiritualität zu zelebrieren; eine wäre eben ein Räucherritual:

  • Vorbereitung des Raumes: Sorge dafür, dass der Raum sauber und aufgeräumt ist. Öffnen die Fenster, um frische Luft hereinzulassen.
  • Altar oder Fläche einrichten: Platziere das versteinerte Holz in der Mitte Ihrer Fläche. Arrangiere die getrockneten Kräuter um das Holz herum oder in einem Räuchergefäß/Räucherstövchen.
  • Ritual beginnen: Zünde die Kerze unter den getrockneten Kräuter an/ Räucherkohle+Kräuter und lasse sie langsam vor sich hin glimmen; führe den Rauch mit einer Feder oder Deiner Hand zu den Ecken des Raumes, um die Umgebung zu reinigen.
  • Meditation oder Intention setzen: Nutze die Zeit, um zu meditieren oder eine bestimmte Intention zu setzen, sei es für Heilung, Schutz oder Dankbarkeit.

Die Kombination aus versteinertem Holz und getrockneten Kräutern kann DEIN Räucherritual bereichern und eine tiefe Verbindung zur Natur und zur eigenen Spiritualität schaffen.

Aus Sicht der Chinesischen Medizin stärken Rituale und die Pflege Deiner Spiritualität Dein Yin; die starke und kräftigende Urkraft.

Hast Du heute Inspiration beim Lesen gefunden? Das freut mich. Finde Deine Spiritualität in eigenen Ritualen, in Affirmationen, Deiner Praxis im Yoga oder QiGong;… in der Natur- ich wünsche Dir eine wunderbare, spirituelle Woche- alles Liebe!

Kira

(Für die Fotos nutze ich eigene, die teilweise mit KI/Canva bearbeitet sind)

Schottische Tradition trifft auf asiatische Ernährungslehre

Herzlich Willkommen im August- herzlich Willkommen zur neuen Woche und mit einem unschlagbar vielseitigen und leckeren Rezept.

Kennst Du Bannock? Das ist ein leckeres Pfannenbrot, welches in der schottischen Tradition eine wichtige Rolle spielt; sehr einfach in der Herstellung und dabei so vielseitig:

  • Du benötigst 250 Gramm Mehl Deiner Wahl- traditionell wird Hafermehl genutzt; Du kannst aber entsprechend Deinem Typ(Kälte, Hitze, Mangel, Fülle…) auch andere Mehlsorten wie Gerste, Dinkel, Weizen… nutzen.
  • Das Mehl gib in eine Schüssel, krümel und ziehe etwa 30-50 Gramm Butter unter dieses; dann kommen eine Prise Salz und ein Teelöffel Weinsteinbackpulver dazu- alles gut vermengen; es entsteht ein krümliger Teig- ähnlich wie Streusel 😉 .
  • Zum Schluss gib 200-250 ml Buttermilch nach und nach zum Teig, verrühre alles langsam und lass dabei einen ebenen Teig entstehen- nicht klebrig und nicht flüssig.
  • In der Zeit hast Du eine Pfanne auf mittlere Hitze aufgeheizt; forme den Teig in mehrere, flache Fladen- etwa 1,5-2 cm dick. Deute auf jedem Fladen mit einem Löffelstiel und der Schneidenrückseite eines Messers ein Kreuz an- das wird nach dem Backen die Bruchstelle.
  • Gib den oder die Fladen in die Pfanne; bei mittlerer Hitze 10-12 Minuten backen, immer mal die Pfanne rütteln. Danach die Fladen umdrehen und weitere acht Minuten backen- der Duft verrät, dass die Bannock fertig sind 🙂
  • Alles wird ohne Deckel gebacken- bestimme den Bräunungsgrad nach Deinem Geschmack.
  • Bannocks passen zu Gemüse, Fleisch, Suppe, Kräuterquark oder Kräuter-Sauerrahm.
  • Tipp: ich würze den Teig mit fein gehackten, frischen Kräutern oder auch Gewürzen nach gusto- das macht das Bannock immer mal anders im Geschmack- und warm schmeckt es sooo unfassbar lecker.

Wie wirkt es denn jetzt gemäß der asiatischen Ernährungslehre?

  • Mehlprodukte wirken immer leicht befeuchtend- besonders gut bei Yin-Mangel(Leere-Hitze) und Trockenheit.
Gerste wirkt erfrischend-kühl
  • Die unterschiedlichen Mehle bewirken ein anderes Temperaturverhalten- Dinkel wirkt ausgleichend, Gerste und Weizen eher frisch- kühl und Hafer deutlich wärmend.
Hafer als Grundlage wirkt wärmend
  • Somit kannst Du bspw. im Winter eher Hafer nutzen; im Sommer Weizen oder Gerste.

Nutze für den Mehrwert Vollkornmehl und nimm dann etwas mehr Buttermilch.

Buttermilch:

  • Kühlend (kann Hitze reduzieren)
  • Geschmack– etwas säuerlich, was in der CM mit dem Element Holz und der Leber-Energie assoziiert wird. 
  • Funktionskreise: Lunge, Magen und Nieren werden durch Buttermilch genährt, besonders das Yin dieser Organe.
  • Wirkung– kann Hitze im Körper reduzieren, das Yin nähren und Säfte nähren. 
Buttermilch mit frischen Kräutern- unfassbar frisch und lecker im Sommer; gerade wenn Du keinen Appetit auf eine große Mahlzeit hast

Anwendungsbereiche in der CM:

  • Bei Hitze im Körper: Buttermilch kann helfen, innere Hitze zu reduzieren, wie sie beispielsweise bei Hitzewallungen oder Magen-Feuer (Sodbrennen, Magenschmerzen) auftreten kann.
  • Bei Yin-Mangel: Ein Yin-Mangel kann zu Hitzeerscheinungen und starker Trockenheit- auch z.B. nach einer Radio/Chemo-Therapi- führen. Buttermilch kann hier das Yin von Lunge, Magen und Nieren stärken und die Hitze ausgleichen.
  • Zur Erfrischung im Sommer: Aufgrund ihrer kühlenden Wirkung ist Buttermilch ein beliebtes Lebensmittel für heiße Tage.
  • Bei Verdauungsbeschwerden: Buttermilch kann bei Verdauungsbeschwerden helfen, die mit Hitze oder innerer Trockenheit einhergehen. 
  • Bei starker Kälte solltest Du keine Buttermilch trinken oder ständig verwenden bzw. wärmende Gewürze dazu geben 🙂 – in mein Bannock gebe ich z.B. immer eine Prise Chili oder Kubeben-Pfeffer.
  • Bei Durchfall und starker Schwäche ersetze die Buttermilch durch Wasser bzw. verzichte auf den Konsum von „gesäuertem“ Brot.

Probiere das Rezept- lass es Dir schmecken und vielleicht servierst Du Dir und Deinen Gästen zum nächsten Treffen BANNOCK- guten Appetit!

UND damit sage ich Tschüss- hab einen guten Start heute- alles Liebe

Kira

Innerlicher Sonnenschutz

Guten Morgen zur neuen Juli-Woche; oh- was für ein wunderbares Wetter hatten wir in unserem Schweden-Urlaub… allerdings war ich ganz froh, dass ich in den vorherigen Wochen meinen Sonnenschutz zusätzlich von innen heraus aufgebaut habe. Ja- Du liest richtig… Sonnenschutz von innen geht- wie die Gesundheit auch- über die Ernährung und heute teile ich diese Erfahrung mit Dir:

  • Ich esse seit Jahren schon ab März jeden Tag zwei Möhren und trinke je 50 ml Möhren-, Tomaten- und Rote-Bete-Saft; dazu kommen täglich zwei bis drei Esslöffel frische Kräuter und zwei Handvoll grünes Gemüse; DENN…
  • … damit kann ich einen Lichtschutzfaktor(LSF) von 4 aufbauen und benötige für 20-30 Minuten dosierte Sonneneinstrahlung keine LSF-Creme.
  • Alle roten, gelben und orangen Gemüse, aber auch grünes enthalten Beta-Carotin, eine Vorstufe des fettlöslichen Vitamin A; dies lagert sich in den Zellen ein und agiert als „Radikalfänger“, sorgt aber auch für eine „Unempfindlichkeit“ und leichte Pigmentierung.

Lebensmittel und Nährstoffe, die als Sonnenschutz von innen wirken können:

Porridge mit körnigem Frischkäse und Mandeln/Datteln- reich an Antioxidantien-Schutz von innen
  • Carotinoide– natürlichen Farbstoffe, die in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommen, können vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden und als Antioxidantien wirken; enhalten bspw. in Möhren,Tomaten, Süßkartoffeln, Aprikosen, Kürbis…- dazu müssen zwingend gute Fette aufgenommen werden, die Du in Nüssen, kaltgepressten Ölen oder auch wertvollen Milchprodukten findest
  • Lycopin– ein sehr starkes Antioxidans (fettlöslicher Pflanzenfarbstoff), das Du bspw. in Tomaten findest und dazu beitragen kann, die Haut vor Schäden durch UV-Strahlung zu schützen; unabhängig davon ist es generell ein „Schutz“ der Zellen gegen Entartung und wirkt entzündungshemmend 🙂 . Anders als bei den Vitaminen wirkt es besser, wenn die Tomaten leicht gegart werden.
  • Vitamin C– der Entzündungshemmer schlechthin und spielt auch eine positive Rolle bei der Kollagenproduktion; kann somit die Haut vor Schäden durch freie Radikale schützen, die durch UV-Strahlung entstehen. Du findest es bspw. in Hagebutten, Sanddorn, Zitrusfrüchte, Beeren, Kiwis, Paprika u.a. Gemüsen und Obst.
  • Vitamin E als weiteres fettlösliches Vitamin und wichtiges Antioxidans, das die Haut vor Zellschäden durch freie Radikale schützen kann, welches Du in Nüssen, Samen, Avocado, kaltgepressten Pflanzenölen… findest 
  • Omega-3-Fettsäuren helfen Dir, die Haut vor Entzündungen zu schützen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Sonneneinstrahlung zu erhöhen- diese hilfreichen Fettsäuren findest Du in fettreichem Fische (Lachs, Makrele), Leinsamen, Chiasamen, Walnüssen, Para-nüssen(auch noch Selen) aber auch den Ölen aus Samen und Nüssen.
  • Zink– der Allrounder zum Zellschutz und gegen Entzündungen spielt eine Rolle bei der Zellteilung und dem Schutz der Haut vor oxidativem Stress und dieses edle Spurenelement findest Du in Fleisch, Innereien, Milchprodukten, Nüssen/Samen, Vollkornprodukten und auch Legominosen(bspw. Hülsenfrüchten).
MANDELN als Kerne- reich an Radikalfängern

Für einen effektiven Schutz von „INNEN“ benötigt Dein Körper Zeit- daher fange ich spätestens im März an 😉 – etwa nach 4-6 Wochen tritt der Effekt ein und um ganz sicher zu gehen- integriere die genannten LM doch das ganze Jahr in Deinen Speiseplan. Du lebst vegetarisch/ vegan- kein Problem- nutze die breite Palette der Samen, Nüsse, Früchte, Gemüse, Legominosen, Vollkornprodukte und/oder auch Eier/ maßvoll Milchprodukte(ovo-lakto-vegetarisch).

ACHTUNG! Natürlich gehören guter Sonnenschutz und angepasste Kleidung im Sommer dazu. Für eine gute Vitamin-D-Produktion und natürlich Dein Wohlbefinden reichen 20-30 Minuten ohne Creme und Sonnenbrille in den Morgen- oder Abendstunden- ansonsten ab in den Schatten und den Strand nur mit gutem(biologischem) Schutz besuchen und auch dort Schirm und Mütze benutzen 😉

Genieße den Sommer, hab eine eine gute, gesunde, inspirierende und spannende Woche!

Herzlichst-Kira

Sonnenaufgang im Sommer am Meer

Rohmilch/ Milch aus Sicht der Chinesischen Medizin

Guten Morgen aus Schweden… ja, auch Heilpraktikerinnen benötigen mal eine Auszeit 😉 und trotzdem möchte ich Dich heute mit einigen Informationen zu dem Thema Rohmilch/Milch versorgen:

  • Generell empfehlen wir in der Ernährungsmedizin für Erwachsene, auf einen übermäßigen Milchkonsum zu verzichten. Nicht nur, dass wir keinen Labmagen haben 😉 wie die Kälbchen, sondern Milch ist tatsächlich nicht mehr notwendig für unsere Ernährung. Wir können Calzium und andere wichtige Bestandteile viel besser aus anderen Nahrungsmitteln gewinnen.
  • Milch ist sehr wertvoll, d.h. bei geschwächten Menschen und für Kinder kann ein maßvoller Konsum schon sinnvoll sein, denn…
  • … gemäß der Sichtweise der Chinesischen und traditionellen europäischen Medizin ist Milch ein Yin- bzw. Blut- Tonikum.
  • Milch hat einen süßen Geschmack, der in der CM als nährend und befeuchtend gilt. Ihre thermische Eigenschaft wird als leicht kühlend beschrieben; d.h. sie kann bei unphysiologischer Hitze regulierend wirken.
  • Milch wirkt energetisch auf die Funktionskreise Lunge, Herz, Nieren und Magen; kann hier besonders gut die Energie Qi und das Blut Xue ausbauen;
  • Milch in Maßen konsumiert und sie bei Bedarf mit wärmenden Gewürzen wie Ingwer, Kardamom oder Zimt zu kombinieren ist sogar recht hilfreich, wenn Du Dich schwach fühlst. Meine Empfehlung- weiche auf Schaf- oder Ziegenmilch aus, da diese als weniger kühlend und schleimbildend gilt.
  • Milch enthält jede Menge Eiweiß, hat eine gute Fettzusammensetzung und punktet mit Vitaminen und Spurenelementen; enthält sogar Tryptophan(positive Wirkung auf die Schlafqualität- Stichwort Golden Milk)

Rezept gegen Schwäche/ nach langer Krankheit, aber auch für Sportler nach Wettkämpfen…:

  • 500 ml Milch mit 25 g rote Datteln und 100 g Reis für 20- 30 Minuten bei niedriger Temperatur und langsam zu einem Brei kochen; langsam essen und gut einspeicheln.

Zur Rohmilch:

  • Rohmilch ist direkt nach dem Melken abgefüllte Milch und unbehandelt, d.h. weder homogenisiert noch pasteurisiert. Sie enthält alle natürlichen Inhaltsstoffe, darunter auch Mikroorganismen, sowohl nützliche, als auch potenziell krankheitserregende. Daher wird empfohlen, Rohmilch vor dem Verzehr abzukochen bzw. auf mindestens 70 Grad zu erhitzen, um mögliche Krankheitserreger abzutöten.
  • Rohmilch ist viel vollmundiger im Geschmack und enthält eben auch viele wirksame Vitamine und Spurenelemente, die durch eine Behandlung verloren gehen würden.
  • ACHTUNG! Es besteht die Gefahr einer Infektion mit: Salmonellen, Listerien, Colibakterien…- daher sollten Schwangere und empfindliche/kranke Menschen keine Rohmilch konsumieren; für Kinder ist sie bedingt zu empfehlen- aber nur nach einer Erhitzung.
  • Es gibt Studien, die belegen, dass der Verzehr von Rohmilch eine positive Wirkung auf den Verlauf von Allergien und Asthma bei Kindern hat.
  • Achte beim Kauf auf die Herkunft- Rohmilch sollte in Bioqualität gekauft werden und frage trotzdem gezielt nach dem Einsatz von Medikamenten.

Wichtig! Milch enthält immer auch einen gewissen Anteil an Hormonen- das ist einer der Gründe, warum ich vom täglichen und sehr starken Konsum von Milch abrate. Ein kleiner Schluck Milch im Kaffee oder mal die „Golden Milk“ oder der Milchreis- alles kein Problem- denn es ist wie immer „Die Dosis macht das Gift“ 😉

Zur Ethik:

  • Ich bin auch immer noch im Herzen Veterinärin und vertrete die Meinung, dass Tierwohl sehr wichtig ist. Milch gehört in erster Linie den Kälbern und ich bin strikt gegen eine extreme Ausbeutung der Tiere in konventioneller MASSEN-Tierhaltung.
  • Milch vom Bio-Hof mit Maß und Ziel ist erstrebenswert.
  • Milch wird viel zu günstig verkauft; es ist ein wertvolles Lebensmittel und sollte auch im Preis gerecht gehandelt werden.
  • Milch zu konsumieren sollte jeder Mensch für sich entscheiden, ohne andere zu bewerten; Du bist nicht automatisch ein besserer oder schlechterer Mensch, wenn Du Milch konsumierst oder eben nicht.

Soweit mein kleiner Exkurs- ich genieße jetzt meinen Milch-Kaffee in der Sonne und in einem kleinen Cafe irgendwo in Stockholm.

Hab eine wunderbare Sommerwoche und sei herzlich gegrüßt aus Schwedens Hauptstadt!

Kira

Kuchen mal anders

Herzlich Willkommen zur Mitsommer-Woche und zu diesem Rezept…

Es geht um Bananen; die gelben Früchte liefern nicht nur jede Menge Spurenelemente. Sie sind führend im Makronährstoff Kohlenhydrate, welche relativ schnell verfügbar sind. Daher sind sie unverzichtbar in der Sportler-Ernährung, bei Fahrradtouren oder einfach im Alltag.

Bananen gemäß der Chinesischen Ernährungsmedizin:

  • sind kühl/frisch im Temperaturverhalten, im Geschmack süß und wirken energetisch positiv auf die Funktionskreise Milz, Magen, Gedärme und Herz.
  • Qi- tonisierend auf Magen, Milz und Herz bspw. bei: Durchfall, Zöliakie, Sprue, Colitis, Dickdarmentzündung (Kochbanane oder gekochte Dessertbanane), Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Konzentrationsstörungen
  • Stuhlgang regulierend/abführend bei trockener Verstopfung
  • Yin tonisierend bei: Trockenheit, Lungentrockenheit, trockenem Husten (geschnitten und zu dicker Suppe verkocht)
  • Adstringierend bei: Durchfall, blutenden Hämorrhoiden (die teilweise gereifte Bio-Banane mit der Schale oder Kochbanane mit Schale sehr weich kochen und 2 Mal täglich mit der Schale auf leeren Magen essen)
  • Hitze eliminierend und Toxine ausleitend bspw. bei: Umwelttoxinen, Drogenentzug, Alkoholabusus, Geschwüren, Warzen (Bananenschale auflegen)
  • Hitze eliminierend und toxisches Feuer reduzierend bspw. bei: Magen-Hitze, Magenübersäuerung, Magenschleimhautreizung, Bluthochdruck…
  • Shen/Geist beruhigend bspw. bei Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung, Stress, nervlicher Unruhe, Nervosität(3 Schalen auskochen/ Sud trinken)
  • Nässe/Feuchtigkeit auflösend/transformierend bspw. bei: erhöhtem LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin erhöhend (Kochbanane), Ödeme, Herzerkrankungen, Kreislauferkrankungen
  • Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend (Rheuma/Bi-Syndrom) bspw. bei: rheumatischen Beschwerden der Gelenke, Muskeln, bei Gicht…

Achtung! Bananen sind sehr reich an Fruchtzucker; d.h. in Maßen konsumiert, sind sie hilfreich; mit einem glykämischen Index von 77 sind sie jedoch für Personen mit starkem Übergewicht, Diabetes… nur bedingt geeignet- hier bitte bei Eurer Kompetenzperson nachfragen!

Bananen in diesem Rezept sind ein wunderbarer Ersatz für Industriezucker und so auch für Nicht-Bananenliebhaber zugänglich:

  • drei sehr reife Bananen von der Schale befreien und fein zerdrücken
  • 2 große Eier kräftig darunter schlagen; es entsteht eine sehr sämige Masse
  • gib 150- 200 Gramm Dinkelmehl 812 dazu, ebenso einen Teelöffel Weinstein-Backpulver und verrühre alles zu einem glatten Teig…
  • … dann gib noch Abrieb einer Bio-Zitrone und einen Teelöffel Vanille-Extrakt flüssig dazu…
  • …den Teig in eine gefettete Form geben, etwas Granola Deiner Wahl mittig darauf streuen und eindrücken…
  • … dies dann bei 185 Grad Umluft ca. 20-30 Minuten backen.
  • Abwandlung: Nüsse und Kerne unter den Teig geben oder mit Nüssen bestreuen

Dieser Kuchen/ dieses „Brot“ ist nicht sehr süß, eignet sich auch als Frühmahlzeit für den Kohlenhydrattyp und kann sehr gut ins Büro mitgenommen werden.

UND… er passt ganz wundebar auf den Tisch zu jeder Mitsommer-Party 🙂

Ich wünsche Dir eine sommerlich- schöne Woche; genieße Deinen MITSOMMER und bleib gesund!

Herzlichst-Kira

Mitsommer…

Finde DEIN inneres Kabinett

Es ist Pfingsten- ein heiliges Fest der gläubigen Christenheit; für mich die schönsten freien Tage seither- ich liebe Pfingsten wegen der schönen Pfingstrosen, aber auch wegen der wunderbaren Erinnerungen. Als Kind erinnere ich die Fahrten zu den Großeltern oder auf den Campingplatz- oh Wunder, es war IMMER schönes Wetter; ich erinnere Sonne und Strand oder Wanderungen über die Wiesen und „Feldbegehung“ mit Opa. Irgendwie bleibt dieses und öfter in vergangenen Jahren und auch noch heute finde ich Ruhe in diesem Bild der wogenden Roggenhalme, gespickt mit rotem Mohn und blauen Kornblumen; aber auch der riesigen Pfingstrosenblüten in Oma’s Bauerngarten 🙂

Pfingsten beschert uns zwar einige arbeitsfreie Tage, aber sind sie deswegen ruhig? Findest Du in arbeitsfreien Tagen tatsächlich Ruhe?

NEIN!? Da habe ich etwas für Dich…

Räuchermischung für Ruhe und Genuss:

  • Mische Rosenblüten, Melisse, Orangenblüten, Salbei zu gleichen Teilen und gib etwas gemörsten Weihrauch dazu…
  • gib die Mischung auf Dein Stövchen und genieße den Duft während Du folgende Übung praktizierst…

Dein Kabinett der Ruhe:

  • Setz dich bequem hin, die Füße auf dem Boden, die Schultern locker; richte Deine Aufmerksamkeit nach innen, in Deinen Stirnraum.
  • Atme ruhig ein und aus; zentriere Deinen Geist.
  • Stell dir vor, du öffnest eine Tür – tief in Dir; zu einem geheimnisvollen Kabinett in Dir.
  • Wie sieht dieses aus? Ist es still, hell, weit? Wie fühlt es sich an, dort zu SEIN?
  • Wer und wie bist du dort, wenn nichts Dein SEIN dort beeinflusst?
  • Bleib einige Zeit in dieser Vorstellung; solange Du magst und Dich gut fühlst damit. Spür, was sie mit dir macht.
  • Hole Dich mit tiefer Bauchatmung zurück in das Äußere, wohl wissend, dass Du dieses Kabinett jederzeit wieder finden kannst und darfst.

Trinke nach dieser Aufmerksamkeitsübung einen Tee aus Melisse und Rosenblüten; vielleicht auch noch mit ein Paar Kornblumenblüten- dieser gibt Dir ein wohliges, ruhiges Gefühl und die Übung hallt noch lange nach 🙂

Genieße den Tag und finde Dein persönliches Kabinett- alles Liebe!

Kira

Focus… was Du nutzen kannst

Guten Morgen zur neuen Woche und herzlich Willkommen hier zu meinen News; heute mit Empfehlungen aus meiner Praxisarbeit. Wie Du mit Sicherheit schon mitbekommen hast, bin ich Kompetenztherapeutin u.a. für Klassische Chinesische Medizin… Yoga- und QiGong-Therapie.

Mein Hauptaugenmerk liegt darauf, Hilfesuchende so zu unterstützen, dass Sie nach einiger Zeit der Begleitung durch „Handwerkszeug“ selber in der Lage sind, sich zu unterstützen, Schmerzen zu lindern oder einfach Hilfe im Alltaggeschäft zu erhalten- egal, ob Akupressur, Atmung oder so wie heute „Für mehr Focus“ bei unterschiedlichen, geistigen Arbeiten:

  • bei Schreibarbeiten
  • im Büro
  • beim Schreiben von Beiträgen…
  • beim Lernen
  1. Akupressur– sehr hilfreich, um bspw. mentale Blockaden zu lösen, zum Beispiel an den Punkten Shen Men im Ohr(Linkshänder links; Rechtshänder rechts), HeGu an beiden Händen, YinTang oder „Drittes Auge“ im Bereich zwischen den Brauen, ShenTing kurz nach dem Haaransatz oberhalb YinTang oder auch BaiHui als Scheitelpunkt des Schädels. Alle Punkte siehst Du in der Abfolge auf den Abbildungen. Nutze jeweils Daumen oder Zeigefinger, um einen leichten Druck auf die Punkte auszuüben; halte den Druck 30 bis 60 Sekunden; wiederhole dies mehrfach am Tagen oder zu besonders herausfordernden Zeiten. Beginne am BaiHui und beende an HeGu(beide Hände) an der rechten Seite 🙂
Abbildung aus Akupunkturatlas

2. Für mehr Focus oder wenn Du viel „Denkarbeit“ vor Dir hast, praktiziere Yoga- Atme und nutze Mudras, die Handhaltungen; Atme ganz bewusst 4:4- die Nasenatmung sollte weich sein und visualisiere dabei Dein Ziel; dazu kannst Du zusätzlich die Mudras nutzen, um den Energiefluss bewusst zu aktivieren; setze das GYAN-Mudra ein, um Dein Wissen abzurufen oder zu vertiefen; das PRANA-Mudra aktiviert die Lebensenergie Qi/Prana und Du kannst damit Deine geistige Leistung steigern; nutze das Dhyana-Mudra vor starker geistiger Arbeit, um den Geist zu beruhigen, die Konzentration zu vertiefen und bspw. Sorgen/Ängste loszulassen. Für die Arbeit mit Atem und Mudra nutze einen bequemen Sitz, platziere die Hände im Mudra auf Deinem Schoß und halte diese für 5-15 Minuten; Dein Atem sorgt dabei für eine entspannte Sitzhaltung. Du kannst Dich auch gerne anlehnen, wenn Du den freien Sitz nicht so gut halten kannst.

Verbinde händisches Yoga mit dem Atem für mehr Focus 🙂

3. Nutze die Kraft der Steine nach Hildegard von Bingen und Kräutermischungen zum Räuchern…eine ganz wunderbare Räuchermischung besteht aus Ringelblumen, Wacholderbeeren, Fichtenharz, Bernstein, Birkenblätter, Rosmarin, Minze und Zitronenmelisse- alle Kräuter und Harze wirken „Geist erweiternd“, vitalisierend und gleichzeitig bringen sie Ruhe und senken ein zu starkes Yang ab; Steine sind die Essenz der Erde- nutze sie zur Auflösung energetischer Blockaden- roten Jaspis für die Ruhe im Herzen, Amethyst für geistige Klarheit(reduziert Ablenkung; auch perfekt bei ADHS), Rosenquarz um Anspannung/Angst zu lösen und das emotionale Gleichgewicht zu stabilisieren, den wunderbar gelb leuchtenden Citrin für Selbstvertrauen, Klarheit und positive Denkprozesse, Bergkristall für übergeordnete Prozesse- bspw. für Verknüpfungen im Denken. Solltest Du keine Möglichkeit haben, Dir Heilsteine zu besorgen, dann nutze den heimischen Feuerstein- dieser erdet Dich und gibt Energie und Zuversicht 🙂

Feuersteine gibt es in einer Farbvielfalt- schwarz/weiß bspw. steht für Wasser-Himmel; rot für Ruhe im Herzen, gelb für den Solar Plexus…

Lass Dich einfach inspirieren- nutze das, was Dich anspricht und probiere die Methode regelmäßig- nutze aber in erster Linie Dein eigenes Potential, welches in Dir verankert ist!

Alles Liebe und eine gute, focussierte Woche wünscht Dir

Kiras

Rituale helfen beim Focussieren

Willkommen im Wonnemonat Mai

Guten Morgen und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Dir- jetzt im Mai morgens schon deutlich hell, oft mit Sonne und natürlich herrlich warme Tage.

Damit es Dir nicht zu heiß wird 😉 habe ich heute ein wunderbares Rezept für Dich:

  • Grün ist der Schlüssel für Frische. WARUM? Grünes Gemüse und grüne Kräuter wirken meistens frisch und senken ein zu starkes Yang nach unten ab.
  • Du benötigst: den Saft einer Zitrone, eine kleine Salatgurke, etwa 150 Gramm Wassermelone mit Schale, frische Minze und eine handvoll medizinische Chrysanthemenblüten oder Kamillenblüten; dazu nimm einen grünen Tee(250 ml), der nur maximal eine Minute Ziehzeit hatte oder einen Teelöffel Matcha-Pulver/ 200 ml Wasser…optional mit Kiwi, Spinat…dazu(siehe Foto)…
  • … gib alle Zutaten in einen Mixer, gut aufmischen, ggf. etwas Honig dazu geben, die festen Substanzen abseihen und dann langsam genießen.

Wirkung:

  • Wassermelone und Gurke sind mit die „kältesten“ Lebensmittel und daher bei Hitze wirksamer als Eiswürfel oder geeiste Speisen/ Getränke.
  • Gleichzeitig leiten sie die Hitze vom Kopf über den Urin aus und sorgen so für einen „kühlen“ Kopf, klare Augen und eine angenehme Frische im Körper.
  • Alle Zutaten versorgen Dich mit Spurenelementen und sorgen für einen super Zellstoffwechsel; das Getränk wirkt basisch und versorgt Dich elektrolytisch.
  • Alle Zutaten stecken voller Antioxydantien und beugen der Zellalterung vor.
  • Du kannst diesen Smoothie auch bei Allergien im Kopfbereich(Augen, Nase, Haut) einsetzen; aber auch bei Fieber, eitrigem Schnupfen und Halsschmerzen- sozusagen bei allen Erkrankungen, die auf Wind-Hitze zurückzuführen sind(Kaltes lindert, Heißes macht alles schlimmer).
Aber bitte mit Kernen 😉

Steckbrief Wassermelone:

  • führt Flüssigkeit zu, gehört zum Element Erde, ist im Geschmack süß, wirkt von der Temperatur her kalt/kühl;
  • kühlt Hitze, toxische Hitze, leitet nach unten aus, wirkt harntreibend; aktiviert energetisch die Funktionskreise: Herz, Leber, Blase, Niere und Gedärme
  • enthält die Spurenelemente: Kalium, Eisen, Mangan und Magnesium; die Vitamine: B3, B6, Folsäure, C, Karotinoide (Provit.A) und Lycopin
  • ist ein TOP-Yin-Tonicum gegen Yin-Hitze und baut Säfte auf
  • Schale der Wassermelone: wirkt mehr ausleitend; bitter und noch stärker auf Leber und Herz-Energetik; ansonsten ähnlich wie die Frucht; enthält noch mehr an Spurenelementen

Was besonders interessant ist:

  • Die kühlende Eigenschaft der Wassermelone kann auch eine beruhigende Wirkung auf den Geist haben und hilft, Reizbarkeit oder Nervosität zu lindern, die durch übermäßige Hitze entstehen können.
So ein kleines Stück reicht völlig für dieses Rezept

ACHTUNG:

  • Obwohl die Wassermelone viele gesundheitliche Vorteile bietet, gibt es auch einige Vorsichtsmaßnahmen, die in der CM berücksichtigt werden. Menschen mit einer sogenannten „kalten Konstitution“ oder diejenigen, die häufig unter Kälteempfindlichkeit, Durchfall oder Magenbeschwerden leiden, sollten den Verzehr von Wassermelone einschränken, da die kühlende Wirkung die Symptome verschlimmern könnte.
Letztes Jahr im Garten 🙂

Die Kerne:

Die Kerne der Wassermelone sind sehr gesund und haben viele wertvolle Nährstoffe. Sie werden in vielen Kulturen als nahrhafter Snack geschätzt. Einige der gesundheitlichen Vorteile von Wassermelonenkernen sind:

  • Reich an Nährstoffen: Eisen, Zink, Magnesium, Proteine, B-Vitamine
  • Gesunde Fettsäuren
  • Antioxidantien
  • Ballaststoffe
  • Die Kerne können roh mit der Wassermelone gegessen werden, aber sie müssen gut gekaut und nicht als Ganzes geschluckt werden. Sie sind allerdings manchmal schwer zu kauen und zu verdauen. Eine beliebte Methode, um die Nährstoffe zu nutzen, ist das Rösten der Kerne. Geröstete Wassermelonenkernen haben einen nussigen Geschmack und können als Snack, auf Salaten oder in Müslis verwendet werden.
  • Vermahle die Kerne zu einem feinen Pulver und füge dies zu in Smoothies oder Backrezepten, um von den Nährstoffen zu profitieren. Das Pulver kannst Du auch in Joghurt, Haferflocken oder als Zutat in Proteinshakes verwenden.

Meine Empfehlung: Achte unbedingt auf die Qualität der Zutaten bei der Verwendung in dieser Form- es sollte zumindest Bio-Qualität sein; bei den Chrysanthemenblüten empfehle ich sogar Apotheken-Qualität.

Soweit mein kleiner Exkurs und die Empfehlung – ich wünsche Dir eine schöne, inspirierende, sonnige und einfach fantastisch- gesunde Woche- alles Liebe…

Kira

Die Vogelmiere passt auch gut in den Smoothie 🙂

Lass das Feuer sanft lodern…ein bisschen Spiritualität und Magie zu Beltaine

… in dieser Woche zu Beltaine- sei gegrüßt zu dieser Woche voller Inspiration, Magie, Lebensfreude und Leidenschaft.

Rituale zu Beltaine

Ja- es ist eine besondere Energie, die uns in dieser Woche begegnet. Der Neumond von gestern(Sonntag) hat die kraftvolle Energie der Erde, die einen bsonderen Einfluss auf die Feuer zu Beltaine (Walpurgisnacht); es ist die Zeit, in der wir das aufkeimende Leben in und um uns würdigen und mit Freude und Hingabe an Mutter Erde und Vater Himmel zurückgeben.

Beltaine und Neumond- die zwei Seiten – Yin und Yang. Der Neumond lädt ein, bodenständig und erdend in uns zu gehen und klare Absichten zu setzen. Beltaine jedoch ist lodernd, fordernd, das Leben in seiner ganzen Fülle umarmend… mit allen Freuden, Leidenschaften und der besonderen Magie. Es ist der Übergang vom Ruhigen zur Bewegung, vom Setzen von Zielen zum mutigen Feiern des neuen Lebens.

Es ist der Weg auf eine wundervolle Reise – eine Reise von innen, von der Ruhe hin zu einem kraftvollen, lebendigen Ausdruck unserer Wünsche und Träume in die Außenwelt.

BELTAINE- das ist das keltische Jahresfest des kommenden Sommers; die Walpurgisnacht ist dem gleich-in vielen Regionen Europas so tief verwurzelt- es wird der Beginn des Sommerhalbjahres gewürdigt. Es ist ein Schwellenfest, ählich wie Samhain (sechs Monate später) liegt es zwischen den Welten; und diese Zwischenräume sind nicht nur Mythen oder Glauben – sondern überliefertes Wissen. Schätzen wir es!
Die Schleier zur Anderswelt sind zu Beltaine durchlässiger– vielleicht spürst Du es an Deinen Gedanken und Gefühlen- ich bspw. spüre deutlich mehr die Kraft, die vom Wissen um die Natur von meinen Großeltern ausgeht- die Worte klingen deutlicher, das Wissen ist präsenter… so, als wenn sie bei mir wären.
Es ist wie mit den Rauhnächten- der winterliche Pol zu Beltaine- wir sind auch jetzt in eine Zeit besonderer Sensibilität und innerer Klarheit.

Während die Rauhnächte uns in die Tiefe und Stille führen, lädt uns Beltane ein, in die Fülle zu gehen:
BE-JA-end zum Leben und zur Lebenskraft.
BE-JA-end zu Lust, Liebe und dem eigenen Leuchten.

In alten Überlieferungen heißt es: „Wer in der Nacht zu Beltane wach bleibt, kann in die Anderswelt blicken, verborgene Dinge sehen und tiefere Wahrheiten erkennen. Wer tanzt, ruft die Kräfte des Lebens.
Wer liebt, weckt das heilige Feuer in sich und gibt dies weiter.“

Die Feuer von Beltaine wurden entzündet, um zu schützen, zu segnen, zu wandeln. Die Menschen tanzten über und durch die Feuer hindurch – Tiere und Felder wurden mit Korn, Honig und Milch gesegnet.
Es war eine Nacht, in der sich Himmel und Erde berührten- und dies tun sie immer noch 🙂

Ein bisschen Magie zu Beltaine:

  • Räuchern: Rosen- und Jasminblüten für Deine starke Weiblichkeit, leuchtender Mohn als Symbol des Feuers, Orangenschalen, stärkendes Kiefernharz als Symbol der Erde; Apfelblüten für die Fruchtbarkeit, schützender Frauenmantel, Hirtentäschel für ein starkes Bewusstsein- Du kannst ein frisches Räucherbündel binden und dem Beltaine-Feuer mit Deinem „Feuer“-Wunsch übergeben; oder Du hast getrocknete Kräuter und räucherst auf einem Stövchen, gehst damit Durch Dein Zuhause, den garten, Deinen Wohnbereich und lässt mit dem Rauch Deine Wünsche, Deinen Segen mit aufsteigen
  • Praktiziere erdenden und herzöffnenden Yoga mit dem Segen von Edelsteinen für Dein Beltane-Feuer: Granat für Mut, Sinnlichkeit, Tiefe; Rosenquarz für Liebe, Vertrauen, Herzenswärme und Karneol für Lebensfreude, Kreativität und deine ureigene Kraft.

Walpurgisnacht und Beltaine sind zwei Seiten derselben Schwelle- das keltische Fest der Fruchtbarkeit und Lebenskraft – und der wilde Rausch, das Loslassen, das ekstatische Sich-Verlieren- beides führt in die Freiheit Deiner Seele; in die Lust am Leben, in die eigene magische Kraft.

Noch ein wenig Kräuterwissen um Beltaine:

  • Hirteltäschel- Frauenkraut für die innere, bewußte Weiblichkeit und der Blutbewahrer
  • Rose- die Angslöserin und Freudenbringerin
  • Schafgarbe- die sanfte Heilerin der Frauen
  • Frauenmantel- das Ausgleichende und Stärkende für Dein Yin
  • Gänseblümchen- Schmerzlindernde Sonne
  • Kamille- die sanfte Seele
  • Gänsefingerkraut- das entspannende für die Seele und das Haus des Blutes(Uterus)
  • Melisse- die Ruhe des Geistes und des Herzens
Gänsefingerkraut

Ich wünsche Dir eine Woche voller Freude, Herzenswärme, Energie, Lebensfreude, Sinnlichkeit und einen wunderbaren Übergang zur Sonnenzeit, zum Frühsommer, dem Wonnemonat Mai- ein wunderbares Beltaine- Herzensgrüße zu Dir und alles Liebe

Kira

Das vierte kaiserliche Kräutlein

Herzlich Willkommen in dieser ganz besondere Zeit des Jahres.
Irgendwie riecht die Luft morgens anders, das Licht wird weicher und farbenfroher. Ich trinke meinen MoonBrew morgens bereits auf der Terasse, noch mit dickem Pulli, aber laufe schon wieder Barfuß über unseren Waldrasen- Moos und frisches, junges Gras unter meinen Füßen 🙂 … denn wir sind bereits rausgezogen aus der Stadt, rein in unser Naturrefugium- ähnlich wie beim Osterspaziergang :“…

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht….“


Mit und bei diesem leisen, jedoch so kraftvollen Neubeginn greife ich gerne und immer auf das vierte kaiserliche Kräutlein zurück- die VOGELMIERE:

  • Dieses, oft so verachtete, Kräutlein ist die sanfte Helferin gegen Entzündungen, die Frühjahrsmüdigkeit, für Deine Gefäße, den Hormonhaushalt(Schilddrüse)…
  • Neben Vitamin C enthält sie Kalium, Eisen, Kieselsäure, Flavonoide, Saponine, Vitamin A und die B-Reihe, Magnesium, Selen und Phosphor.
  • Durch die Inhaltsstoffe wirkt das kleine, weißblühende Kraut schleimlösend und hustenstillend, verdauungsfördernd, harntreibend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, abführend und leicht frisch-kühlend; aus Sicht der Chinesischen Medizin energetisch auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Herz, Leber, Nieren und auch den Uterus; somit Hitze ausleitend, Blut aufbauend, aktivierend bei Adipositas, löst Hitze aus der Hautschicht(Akne, Rosacea…) und…
  • Stellaria media- Weißsternchen oder Mittelsternchen- ist ein ganz wunderbares YIN-Tonicum.

Möglichkeiten der Anwendung:

  • als Tee– zwei Handvoll des frischen Kraut’s mit 250 ml 70 Grad heißem Wasser übergießen, 6-8 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.
  • Frisches Kraut als Salat oder gehackt als Kräuter-Streu 😉 auf Brot oder Ei nutzen
  • Oxymel– mit dem Mixer Apfelessig, Honig, frisches Kraut und etwas frisch gepressten Möhrensaft gut aufmixen, abseihen und mit Wasser verdünnt täglich trinken; möglich ist es auch, ein Oxymel aus allen vier kaiserlichen Kräutern anzusetzen und dann täglich trinken- dazu das Oxymel mit je einem Drittel Kraut, Apfelessig und Honig ansetzen- 4 Wochen ruhen lassen(zwischendurch aufschütteln) und danach ist dieses Oxymel auch täglich trinkbar(in Wasser)- Dosis bei beiden: 1-3 Esslöffel täglich.
  • Vogelmieren-Balsam: der zusätzlich zum Kräuterauszug mit Bienenwachs und Olivenöl hergestellt wird(z.B. bei: https://www.kleine-abtei.de/abtei-severin-leinauer-vogelmierenbalsam/a-1/?ReferrerID=7&ReferrerID=7&gad_source=1&gclid=CjwKCAjwzMi_BhACEiwAX4YZULUNWCw_Bp697JH6xUltNXE_OaPu2UoztiWV9ojYnzVA5t6CwlvO4xoCRoMQAvD_BwE ) – dieser wird bei Hautkrankheiten eingesetzt und hilft Deiner Haut, sich zu regenerieren bei Neurodermitis, Furunkel, schuppiger Haut, Akne, Pusteln…
  • Vogelmieren-Sitzbad: gegen Fissuren, Hämorrhoiden, Entzündungen im Analbereich/der Geschlechtsteile(bei Männern als Tauchbad)
  • Smoothie: Kiwi und Traubensaft mit Vogelmiere gut aufmixen- nach dem Frühstück oder der Mittagssuppe trinken- Booster für eine strahlende Haut und viel Nachmittags-Energie 🙂

Ein bisschen Magie:

Die Vogelmiere ist sehr wuchsfroh und dadurch zeigt sie ihre Signatur; ihre Wirkstoffe dringen tief in den Körper ein und wirken gesundheitsfördernd. Weise Frauen haben sie daher immer schon für die Gesundung genutzt, aber auch für Wettervorhersagen und als Räuchermittel für stärkeres Durchhaltevermögen, Hartnäckigkeit und Selbstvertrauen. Vogelmiere hilft, unter widrigen Umständen den Mut zu bewahren, der Lebensaufgabe zu folgen. Sie ist eine Heilpflanze zur Verjüngung.

Eine Legende besagt, dass einst ein junges Mädchen, welches wie ein Sternchen leuchtete, von einem dunklen Magier begehrt wurde. Durch die Zurückweisung wurde er so ärgerlich, dass er das Mädchen in ein kleines, grünes, unscheinbares Kraut verwandelte. Aber die Jugend des Mädchens setzte sich durch und so erstrahlt das Blütensternchen der Vogelmiere bereits in milden Wintern und gibt uns das Zeichen für schönes Wetter: Die Blüten öffnen sich am Morgen gegen 9 Uhr nur, wenn es gutes Wetter gibt…. Den Magier zerfraß der Neid, das Sternenmädchen aber blieb uns erhalten 🙂

Ich habe eine kleine Vogelmieren-Ecke in meinem Garten; dort darf sie sich ausbreiten 😉

Vogelmiere ist auch ein bisschen ein Erinnern daran, dass das Leben immer wieder aufersteht – auch für und in uns. Gerade dann, wenn es fast vergessen wurde.

Lass es Dir gut gehen- alles Liebe sendet Dir

Kira

Das zweite kaiserliche Kräutlein im Frühjahr

Willkommen zur letzten Märzwoche und wie schnell schreitet das Frühjahr voran- die Schneeglöckchen und Märzbecher haben schon ihre hohe Zeit gehabt; bald sind die Blüten des Löwenzahn zu sehen- das zweite der kaiserlichen Kräuter und der absolute Regent für und über die Leber im körperlichen und mentalen Sinn:

  • Löwenzahn enthält jede Menge Bitterstoffe und ist von der Wurzel bis zur Blüte verwendbar.
  • Der Korbblütler- Achtung Allergiker/-innen– zeigt jetzt schon ein sehr kräftiges Blatt; wirkt verdauungsfördernd, harntreibend und regt den Fluss der Galle an. Auch zur unterstützenden Begleittherapie von Rheuma(Bi-Syndrom) wird er von Betroffenen geschätzt. Aus Sicht der Chinesischen Medizin gehört Taraxacum officinalis sowohl zu den Kräutern, die Fülle ausleiten als auch zu denjenigen die Leere tonisieren. Im Handel sind neben der getrockneten Pflanze Presssäfte, Tinkturen und Extrakte erhältlich.
  • Ein Rezept gegen Fatique findest Du in meinem Beitrag hier: http://spiritandbalance.de/sommer-loewenzahn/

Flexibilität ist eine wichtige Eigenschaft, die der Wandlungsphase Holz zugerechnet wird:

  • Der Löwenzahn ist nicht nur eine ausgesprochen vitale, sondern auch eine sehr anpassungsfähige Pflanze. Trotzdem ist er in der Lage, die notwendige Spannung so zu halten, dass seine Blütenstängel aufrecht stehen und die Wurzeln fest verankert sind. Ist die Holz-Energie des Menschen aus Sicht der chinesischen Medizin ausgewogen, halten sich Spannung und Flexibilität die Waage. So lassen sich im Leben Visionen verwirklichen, diese aber auch immer an Veränderungen der äußeren Umstände oder neue Erkenntnisse anpassen. Festgefahrene Ideen und „Starrsinn“ dagegen können Ärger verursachen. Der zu den Frühlingsboten gehörende Löwenzahn, der nach Kälte, Erstarrung und Dunkelheit mit großer Lebenskraft die Wiesen schmückt, kann eine aus dem Gleichgewicht geratene Wandlungsphase Holz wieder harmonisieren. Er gilt daher in der chinesischen Medizin als klassische Leberpflanze. Die Leber ist dem Yin der Wandlungsphase Holz zugeordnet.
  • Das Frühlingskräutlein entwässert, daher sollte immer zusätzlich reichlich Wasser getrunken werden.

WAS ZU BEACHTEN IST:

  • Löwenzahn und Wasser- damit wird die Wirkung von entsprechender Arzneistoffen wie ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika verstärkt. Auch Antidiabetika wirken stärker, so dass es zu einer Unterzuckerung kommen kann. Kontrolliere daher regelmäßigregelmäßig den Blutzuckerspiegel und führen ggf. Traubenzucker mit , damit Du dahingehend schnell reagieren kannst- auch darf unter der Anwendung „Löwenzahn“ die Medikation gerne nach Absprache verringert oder ausgesetzt werden- besprich dies mit dem Facharzt!

Wende Löwenzahnblatt in der Küche an- wunderbar für Kräutermischungen im Salat oder für einen Wildkräuteraufstrich ist das Blatt; aus den Blüten lässt sich ein kraftspendender Sirup herstellen.

Smoothie-Rezept:

  • je eine Innenhand voll Blattspinat und Löwenzahnblatt
  • eine Kiwi und ein Teelöffel Honig
  • Saft einer halben Zitrone, Ingwer gerieben
  • 100 ml Apfelsaft und 100ml rote Bete-Saft
  • alles im Mixer vermischen und gut durchmixen
  • trinke den Smoothie nach dem Frühstück oder Lunch- Du trinkst Vitalität pur, versorgst Dich mit Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen; erhälst eine positive Wirkung auf die Gefäße, den Pfortaderkreislauf, das Herz…

Löwenzahntee trinke maßvoll- je eine Tasse am Vormittag und gegen 17 Uhr 🙂

Ein bisschen Magie- ein bisschen Legende:

  • Räuchern mit Löwenzahn wandelt negative Gedanken und Affirmationen ins Positive- in der Räucherkunde sieht man das Gelbköpfchen als beschützend, herbeirufend und auch weissagend an; als mächtigen Pflanzengeist. Begleitend zum räucherritual sollte davor ein Tee aus Löwenzahnwurzeln getrunken werden, aber auch um eine Herbeirufung von Naturgeistern zu unterstützen. Das Verräuchern bringt auch gute Energie, wenn wir eine grosse Begebenheit vorhaben oder etwas Glück dafür gebrauchen. Wusstest Du, dass das Verräuchern von Löwenzahn(alle Teile getrocknet) auch Missgunst fernhält 🙂 ? Eine umfassende Räuchermischung kannst Du aus Löwenzahn, Wermuth, Eisen- und Johanniskraut herstellen- da kommen neben Resilienz noch Ausgleich, Standhaftigkeit, Durchhaltevermögen und Energie dazu 🙂

Seit dem Mittelalter wurden die oberirdischen Teile des Löwenzahns und seine Wurzel nicht nur als Heilpflanze sondern auch als Schönheitswasser gepriesen, das Sommersprossen aufhellen sollte. Nicht immer erfolgte die Anwendung als Tee. So sollte etwa ein Amulett mit sieben am 24. August (Sankt Bartholomäus Tag) ausgegrabenen Löwenzahnwurzeln vor Augenerkrankungen schützen. Mädchen nutzten Pusteblumen dagegen, um einen Blick in die Zukunft zu werfen: Hatten sie die Samen weggeblasen, gab die Anzahl der verbliebenen Samen an, wie viele Jahre bis zu ihrer Eheschließung noch vergehen würden. Ein weißer Blütenboden bedeutet zudem, dass sie in den Himmel kommen würden, ein dunkeler, prophezeite die Hölle. Zum Glück gibt es immer viele Pusteblumen, so dass man das Orakel erneut befragen kann, wenn man mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist 😉

Vielleicht gehst Du ja demnächst ein wenig gnädiger mit dem „Unkraut“ Löwenzahn um und nutzt „ihn“ als das, was er ist- der Kaiser der Leber und unserer Gesundheit.

Alles Liebe und eine wunderbare Woche für Dich!

Kira

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