Heilpilze

Der Magenschmeichler…

…in der Ernährung ist die gekochte Möhre:

  • süss im Geschmack, neutral vom Temperaturverhalten
  • positiv wirkend auf die Meridiane Milz, Magen, Därme, Leber, Lunge und Niere
  • antioxidativ, darmschleimhautpflegende Eigenschaften, Blut alkalisierend, Darmflora regulierend und Lunge reinigend …

Somit ist sie perfekt für diese Heilsuppe bei:

  • Magenschmerzen
  • Darmbeschwerden
  • Übelkeit
  • Durchfall / Verstopfung
  • Darmentzündungen
  • Schleimhautreizungen
  • positiv auf die Lunge wirkend bei Bronchitis, Lungenentzündungen und Asthma

Aber was wäre sie ohne den zweiten Bestandteil- Dinkel; vielgerühmt und das zu Recht in der Klosterheilkunde der ehrwürdigen Hildegrad von Bingen:

  • neutral im Temperaturverhalten, vom Geschmack süss und positiv auf die Funktionskreise Magen, Milz, Gedärme, Leber und Herz wirkend;
  • tonisiert er ähnlich wir die Möhre Qi und Blut; zusätzlich noch das Yin und…
  • so wie die Möhre leitet er toxische Hitze aus dem Körper

Somit sind die beiden das Dreamteam für eine Heilkost.

Zubereitung:

  • 5-6 Bio-Möhren werden mit einer Gemüsebürste geschrubbt und in grobe Stücke geschnitten;
  • in einem größeren Topf etwa 3 Liter Wasser geben, dazu kommen dann die Möhrenstücke und etwa drei Innenhände voll Dinkel wie Reis(Bio-Dinkel);
  • …nun die Gewürze dazu geben- jeweils ein Gramm gemahlen oder gemörst- Galgant, Fenchelsaat, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Senfsaat, Kardamom, Bockshornkleesaat und das Pulver vom IGELSTACHELBART – einem „Heilpilz“- diese Gewürzmischung wirkt mild-scharf und bitter; schmeichelt Magen und Darm;
  • …dann alles einmal aufkochen und bei milder Hitze weiter garen bis die Möhren und der Dinkel weich sind(etwa 20-30 Minuten)- im Schnellkochtop geht es natürlich schneller/ 5 Minuten 🙂 🙂 ;
  • …zum Abschluss alles mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern oder mit einem Pürierstab grob pürrieren und etwa ein Gramm Butter und Salz(sparsam) hinzufügen.

Vor dem Servieren kann gehackte Petersilie und ein viertel Teelöffel Liebstöckel untergerührt werden- das gibt eine schöne Frische.

Der Igelstachelbart:

  • auch Affenkopfpilz, Löwenmähne… bzw. Hericium erinaceus gehört zu den Vital- oder Heilpilzen, wächst in asiatischen, amerikanischen und auch europäischen Laubwäldern und ist in Asien ein beliebter Speisepilz.
  • Einsatz findet er in der chinesischen, japanischen bzw. allgemein asiatischen Medizin bei Magenleiden, Sodbrennen, Hitzewallungen, Speiseröhrenschleimhauterkrankungen, Morbus Crohn und anderen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Krebs im Verdauungstrakt- Magen-, Dickdarm- und Speiseröhre, auch gegen Übergewicht, Polyneuropathie, Morbus Alzheimer, Nervenerkrankungen…; er ist verdauungsfördernd, wirkt gegen Unruhe, Angstzuständen und stärkend auf das Immunsystem.
  • Die Wirkung beruht auf den Inhaltsstoffen- er ist reich an Kalium, Zink, Eisen, Germanium, Selen, Phosphor und enthält alle essentiellen Aminosäuren sowie Polysaccharide und Polypeptide.
  • Beim Sammeln fällt seine korallenartige, wirklich stark an eine Löwenmähne erinnernde Form auf; beim Kochen entwickelt er kein typisches Pilzaroma, sondern eher ein Aroma, welches an Hummer erinnert- er ist sehr schmackhaft.

Durch seine Inhaltsstoffe kann er gerade bei dieser Suppe zusätzlich für eine Linderung der oben genannten Beschwerden sorgen.

Natürlich kann die Suppe auch einfach so als Frühstück, Mittag- oder Abendessen gegessen werden 😉 .

Einfach und schmackhaft- heilsam und wärmend… so darf Medizin gerne sein 🙂

Bleibt gesund- alles Liebe wünscht Euch

Kira

Guten Appetit

Dunkler Unbekannter…

 

…nein, nicht unbedingt schön und wohlschmeckend, dafür aber heilkräftig und aus dem hohen Norden/ Osten- der CHAGA- Pilz.

Der Chaga Pilz ( Inonotus obliquus) gilt als der heilkräftigste aller Heilpilze. Seine gesundheitsfördernden Wirkungen bei verschiedenen schweren Krankheiten wie Diabetes, Schuppenflechte, Magengeschwüren, Morbus Crohn und weiteren Zivilisationskrankheiten sind wissenschaftlich gut dokumentiert. Trotzdem ist der Chaga in Deutschland relativ unbekannt, ganz im Gegensatz zu Maitake, Shitake und ReiShi. Er ist wieder kein rein chinesisches „Kraut“, hat sich aber ob seines breiten Wirkspektrums einen festen Platz in Behandlungsstrategien für meine Patienten gesichert. Zahlreiche wissenschaftliche Studien aus Japan, Korea, China, Russland und den USA zeigen, dass der Chaga Pilz viele einzigartige Wirkstoffe enthält, die das menschliche Immunsystem stärken und Krankheiten zurückdrängen können. Es wurden außerordentlich positive Auswirkungen auf den gesamten menschlichen Organismus dokumentiert:

  • aktiviert das Immunsystem
  • steigert die Aktivität der körpereigenen Killerzellen
  • lässt Krebszellen schrumpfen
  • senkt erhöhte Cholesterinwerte
  • verbessert die Haut bei Hautproblemen
  • reinigt das Blut von Giftstoffen
  • senkt den erhöhten Blutdruck
  • vermindert den Blutzuckerwert bei Diabetes in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und einer geeigneten Ernährung
  • stoppt Parodontose

Dieser seltene Baumpilz wächst an den Stämmen von Birken-, Eschen und Ahornbäumen. Medizinisch bedeutsam ist nur der Chaga der auf Birken wächst. Sein Verbreitungsgebiet sind die Wälder auf der Nordhalbkugel der Erde, vor allem in Skandinavien, Sibirien, Japan und Kanada ist er zu finden. Er wird bis zu 50 cm groß und sieht wie ein unförmiger schwarzer Kloß aus. Auch in Deutschland wächst der Chaga Pilz vereinzelt in Mecklenburg- Vorpommern und im Bayrischen Wald. Die Studien zeigten jedoch, dass nur der Chaga Pilz aus sehr kalten Regionen wie Skandinavien und Sibirien die einzigartigen, gesundheitlich bedeutsamen Inhaltsstoffe in ausreichender Menge enthält, denn die gesundheitsfördernden Stoffe werden nur bei tiefen Temperaturen ausreichend gebildet.

Chaga in der Natur

Chaga in der Natur- hier an einer Birke in der Nähe von Markgrafenheide/ Landkreis Rostock

In der russischen Volksmedizin wurde der Chaga Pilz seit vielen Jahrhunderten für die Kräftigung des Immunsystems, bei Gastritis, Morbus Crohn, schweren Tumorerkrankungen, inneren Erkrankungen und für die Reinigung des Körpers von Giftstoffen verwendet. Die ersten Dokumentationen stammen aus dem 12. Jahrhundert aus Klöstern in Rußland.

Aus dem 19. Jahrhundert stammen medizinische Rezepte und Behandlungsmethoden russischer Ärzte, die ihre Krebspatienten erfolgreich mit diesem vielseitigen Heilmittel mitErfolg behandelten. Vom russischen Gesundheitsministerium wurde der Chaga Pilz im Jahr 1955  offiziell als wirksames medizinisches Mittel anerkannt und für die Anwendung in der Schulmedizin zugelassen. Der Grund für die Zulassung in der damaligen Sowjetunion war die nachweislich hohe Wirksamkeit der Inhaltsstoffe bei verschiedenen Studien bei Patienten mit Geschwüren.

Was ist jetzt so interessant am Chaga:

Er hat eine stark reinigende Wirkung auf den menschlichen Körper. Im Laufe einer Kur werden vermehrt Toxine ausgeschieden und der Organismus gestärkt. Entzündungen werden zurückgedrängt und schädliche Bakterien oder auch Parasiten vernichtet. In Japan, genauer auf der Insel Hokkaido wird der Pils als Tee zubereitet bei Magenschmerzen und Entzündungen eingesetzt. In russischen Apotheken werden seit 60 Jahren wässrige Auszüge hergestellt, da in wässrigen Auszügen(sehr lange gekocht) die Wirkweise sehr stark ist.

Teezubereitung aus Chaga- Pulver

Teezubereitung aus Chaga- Pulver

Mehrere unabhängige Studien kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass dieser seltene Heilpilz sehr positive Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem hat und die Immunität stark steigert, seit ca. 15 Jahren laufen Studien, welche sich mit der antikarzinogenen Wirkung beschäftigen. Dabei wurde ermittelt, dass die enthaltene Betulinsäure in der Tat das Tumorwachstum aufhalten kann. Das gilt ganz besonders für  Tumore im Magendarmtrakt und in der Speiseröhre. Für Krebspatienten ist der Chaga eine große Hilfe um die Schmerzen zu lindern und den Appetit wieder aufleben zu lassen. Allerdings ist er kein alleiniges Therapiemittel bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen.

Das Immunsystem wird durch ein weites Spektrum an sekundären Pflanzenstoffen gestärkt, diese helfen Bakterien und Viren abzuwehren. Die bioaktiven Stoffe in anderen stärkenden Mitteln, wie Weintrauben u.s.w., sind  dabei meist Polyphenole und Phenole. Im Chaga Pilz ist es das Zusammenspiel von Triterpenen, Polysaccariden, der Betulinsäure und dem seltenen Germanium- diese bilden einen einzigartigen, stark wirksamen Cocktail gegen viele degenerative Krankheiten und zur Stärkung. Der wild wachsende Chaga beinhaltet eine der  kräftigsten antioxidativen Stoffe. Dies haben Untersuchungen der Brunswick Laboratories(USA) ergeben,  Mit einem ORAC-Wert von 52452 Einheiten wirkt der Chaga Pilz dreimal stärker als der bekannte Heilpilz Maitake (15977)

Inhaltsstoffe sind:

  • Mineralstoffe wie Kalium, Natrium und Mangan, außerdem geringe Mengen von Calcium, Silizium, Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer, Germanium
  • Flavonoide wie  Apigenin, Naringenin und Quercetin
  • Polysaccharide β-Glykane und Heteroglykane
  • Gerbstoffe wie Tannine und Lectine
  • organischer Säuren wie Essig-, Butter- und Oxalsäure
  • Phenolderivate wie Vanillinsäure, Pyrogallol, Brenzcatechin, para- Benzoesäure und Syringasäure

Aus Sicht der chinesischen Medizin wirkt der Chaga auf die Funktionskreise Magen/Milz, Dickdarm/Lunge und Leber/Gallenblase- er stabilisert die Mitte, wirkt ausgleichend auf das Leber-Yang und hält das Immunsystem ausbalanciert.

Der Einsatz zur Behandlung ist relativ einfach, es gibt den Heilpilz als Pulver zu kaufen: ich lege die tägliche Dosis für die Patienten fest, diese beträgt zwischen 3 und 8 Gramm täglich, das Pulver wird mit abgekochtem, heißen- nicht kochenden!!- Wasser aufgelöst, ca. 2 Minuten rührend mit einem Holzspatel, Keramiklöffel oder „Teepinsel“ weiter „zum Tee verarbeitet“ und dann dieses Dekokt getrunken. Möglich ist auch die Anwendung des wässrigen Auszugs.

Auch beim Chaga ist es wie mit allen anderen „Kräutern“- er ist kein Allheilmittel allein, aber sinnvoll eingesetzt, kann er unterstützend auf die Gesundung wirken.

 

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