QiGong

Gesund älter werden mit Hilfe der klassischen chinesischen Medizin

Das YangShen- die Lebensführung für ein gesundes und langes Leben ist mehr als eine Prävention von Krankheiten- es ist eine Einstellung zum Leben und zur Gesundheit- sie beginnt im Kindesalter und selbst das Gehen des letzten Weges ist davon bestimmt. Es ist so schade, dass in unserem Kulturkreis das alte Wissen dazu bei einem Großteil der Menschen wenig oder gar keine Resonanz findet. Nicht nur im asiatischen Kulturkreis gibt es diese tiefe Achtung, den Respekt vor dem Leben; auch bei uns kennen wir dies- bspw. in den überlieferten Lehren Hildegard von Bingens. Nach Studien der letzten Jahrzehnte ist mittlerweile erforscht, dass etwa 40 % der Krankheiten auf Veranlagungen und ererbte Konstitutionen zurückzuführen sind; 60% der Gesundheit beruhen jedoch auf Lebensführung und Einstellung zum Leben.

Sauer vom Geschmack+grün in der Farbe= positiv für die Leber und Gallenblase

Die Praktiken des YangShen oder auch nach den Lehren Hildegard von Bingens sind:

  • Kultivierung des Geistes und der Emotionen- zum Beispiel duch regelmäßige Meditation
  • Regulierung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme- in Achtsamkeit wann, wie, wieviel, was…
  • Balance des Körpers in Ruhe und Bewegung/Belastung-Entlastung; regelmäßige Bewegung an j e d e m Tag des Lebens
moderates Krafttraining- „…in einem gesunder Körper wohnt ein gesunder Geist…“
  • ausreichender und guter/erholsamer Schlaf- variierend von Mensch zu Mensch…
  • Achtsamkeit und Liebe/Aufmerksamkeit zu sich selbst….
  • …und Liebe zu Natur, den Lebewesen, der Kultur(Musik, Tanz, Kunst)
  • eine erfüllende und erfüllte Sexualität

Die klassische chinesische Medizin bietet dem Nutzer eine Vielzahl an Möglichkeiten, denn unsere Dysbalancen gehen nicht auf einen Mangel, sondern auf einen Überfluss und eine Vernachlässigung des Notwendigen zurück:

  • Ernährungsmedizin- Typ entsprechend als eine lebenslange Möglichkeit für eine gesunde Ernährung
  • Konstituionsakupunktur zur Stärkung der Essenz/ des JING
  • Kräutermedizin entsprechend der Konstitution
  • TuiNa
  • TaiJiChuan und QiGong oder Yoga- mit den Möglichkeiten der Meditation und Körperübungen
  • Leben im Einklang mit den Tageszeiten/ Jahreszeiten
  • Nutzen der Moderne für die Gesundheit
  • Anerkennen, dass das Altern ein physiologischer Prozess ist, der zum Leben gehört- wir entstehen aus Yin und Yang und sofort altern wir- nach der Geburt im besten Fall erst innerhalb von 70-100 Jahren

Das Entscheidende ist das Maß halten- Ausleiten oder Zuführen, Wärme oder Kälte, Bewegung oder Ruhe… und das jeweils immer zu hinterfragen, welches Ausmaß die Handlung haben muss!

Altern- nicht schrecklich, sondern der Lauf der Zeit- wie allerdings, dass haben wir wieder selbst in der Hand 🙂 – und das ist eine sehr gute Nachricht!

Alles Liebe und Shenti JianKang(gute Gesundheit)- Ihre Kira Schwarzrock

…nimm Ihnen die Dramatik

Krisen gehören zum Leben dazu- mal stärker, mal schwächer. Die Kunst ist es, Ihnen die absolute Dramatik zu nehmen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch- Krankheiten, die das Leben bedrohen, sind keine Krise… das sind Ausnahmesituationen. Krisen sind die alltäglichen Herausforderungen- Trennungen, der Verlust des Arbeitsplatzes, kleine Unfälle ohne bleibende Schäden, die lästernden Kollegen und Kolleginnen… und noch viel mehr- das ist Leben und niemand sagt uns, dass es einfach ist.

Annehmen- Fokussieren- Bewältigen- Stärker werden und manchmal- ja auch aufgeben.

Meine persönliche große Krise hatte ich im Jahr 2003- nach einer verbalen und körperlichen Gewaltbelästigung- ich will es nicht Überfall nennen- war nichts mehr so wie es war- Ängste, Vermeidungstaktiken, Schlafstörungen, Verlustangst- all das fing an, mein Leben zu beherrschen. Auf BurnOut behandelt- völlig daneben- brachte eine REHA nur kurzzeitige Besserung; erst die Therapie/ das Auseinandersetzen mit zwei Therapeuten/-Inn, der/die “ ans Eingemachte gingen “ brachte mich wieder ein ganzes Stück zu mir selbst. Auf einmal begriff ich, dass diese Straftat nur das Ende einer Reihe von Krisen war- die zahlreichen schweren und mittelschweren Sportunfälle, daraus resultierend die Aufgabe des geliebten Kampfsports, die Unzufriedenheit in der Arbeit… all das gipfelte in Unachtsamkeit, Unaufmerksamkeit, Krise. Natürlich habe ich gehadert, mich gefragt warum? Ja warum eigentlich- die Antwort erhielt ich durch das Annehmen und Fokussieren- Weil das Leben nicht berechenbar ist! Ich hatte meine Flexibilität verloren- die Verbindungen zu meinem Holzelemt und zum Erdelement waren mir abhanden gekommen- und…ich wollte es unbedingt alleine schaffen…

Und dann kam das Bewältigen- die Auseinandersetzung mit mir selbst, was ich will, was ich mir vorstelle.

…bringt Dich zu Dir zurück

QiGong und Yoga- besonders Meditation und Pranayama- halfen mir, um die Flexibilät und gleichzeitige Stabilität wieder zurück zubekommen- nicht gleich, nicht mit einem Fingerschnipsen- aber Stück Stück, Monat für Monat und ich gelangte zu der Erkenntnis: „Krisen können Chancen sein, schmerzhaft zwar, aber sie bedeuten nicht das Ende“…

Und eins noch war für mich wichtig- die Erkenntnis, dass Aufgeben durch Einsicht keine Schande ist; Dinge zu akzeptieren, die nicht änderbar sind…

Wichtig wurde für mich das Lernen- jeder hat seine persönlichen Krisen und keine ist schwerer oder leichter… die Herausforderung anzunehmen, ist eine Chance für Veränderung und Neues, vielleicht Besseres.

Manchmal steht das Leben Kopf- es kann so sanft- leicht wie ein wärmender Sommerwind sein, es kann stürmen und uns den Orkan des Herbstes mitten in’s Gesicht pusten, es kann uns aus dem Gleichgewicht bringen:

  • …lerne atmen- die Atmung kann keine schwere Krankheit heilen, aber Pranayama bringt uns zurück zum Ausgleich;

  • …lerne reden- Vertraute, Partner, (echte)Freunde- sind sie gute Zuhörer, dann hast du/haben Sie Verbündete;
  • …Eingeständnis und Akzeptanz
  • …Lernen und Orientieren
  • …Loslassen und Neubeginn

Es sind keine Patentrezepte- diese gibt es nicht- … aber manchmal reicht es, ein Stichwort zu bekommen.

Alle guten Wünsche!!

Xiao Huan Gong- das QiGong der kleinen Verjüngung…

 

…so nennt man die Übung “ Der schwimmende Drache“:

  • Das Qigong des schwimmenden Drachen erzeugt eine innere Leichtigkeit, Lebendigkeit und Vitalität. Xiao Huan Gong – das Qigong der kleinen Verjüngung – war zu alten Zeiten daoistisches Qigong für die Kaiser. Der Zellstoffwechsel wird angeregt- die Zellen „verjüngen“ sich, es entgiftet den Körper und die Nieren, stärkt die Sexualkraft und wirkt positiv auf den Stoffwechsel, die inneren Organe und kann bei der Gewichtsreduktion helfen. Besonders für Männer ist dieses Qigong ein echtes Highlight- da es so ganz anders als andere daoistische Übungen ist!
  • Das Besondere für Frauen- es wirkt sehr harmonisierend bei Unterleibs- und Menstruationsbeschwerden. Bei einem Kinderwunschwunsch wird dieses Qigong gerne gewählt, da die Übungen den Unterleib wärmen und harmonisieren.
  • Generell kann „Der schwimmende Drache“ aber auch bei Beschwerden im Verlauf aller Meridiane eingesetzt werden- die Übung hat eine tiefe Wirkung auf alle Funktionskreise und kann bei Schmerzen, in den Wechseljahren, bei Bewegungseinschränkungen… sehr gut helfen…
  • …regt die Hormonproduktion an(körpereigene Schmerz- und Sexualhormone), erzeugt eine innere Lebendigkeit und Vitalität, formt eine schöne Figur, baut Muskulatur auf, schafft Beweglichkeit – vor allem in der Wirbelsäule, stärkt die Sexualenergie und wärmt den Unterleib, baut eine leichte und subtile Yangenergie auf, ohne dass das Yang zu stark nach oben strebt.
  • Qigong des „Schwimmenden Drachen“ bringt nicht nur Schwung und Freude beim Training, sondern lockert und stärkt auch ganz sanft die Rückenmuskulatur. Die Wirbelsäule wird geschmeidig und in alle Richtungen beweglicher.
  • Die Übung wirkt sehr entspannend und gleichzeitig auch vitalisierend. Dieses Qigong ist eine weiche, schlängelnde Bewegung. Sie imitiert den sagenumwobenen chinesischen Drachen, Symbol für Macht, Stärke, Kaisertum und Vitalität. In der Bewegung wird der Drache imitiert, wie er durch das Meer schwimmt oder am Himmel mit einer Leichtigkeit fliegt. Er bewegt sich dabei in großzügigen und weichen Bwegungen und visualisiert eine Perle, die geschmeidig an seinem langen Körper entlang gleitet.
  • Der schwimmende Drache ist eine wichtige daoistischen Übung, die aus der Überlieferung heraus in Klöstern als erste Übung ausgeführt wurde, damit die Mönche von Anfang an gesund und fit wurden-…
  • …Qigong ist eine ganzheitliche Praxis der Körper- und Geistesübungen.Dabei wird die Funktion des Geistes als die höhere Instanz gesehen. Es istgenerell sehr wichtig, dass der Körper fit ist, bevor verstärkt auf der Ebene des Geistes gearbeitet wird. Daher sind Übungen zu Beginn zu bevorzugen, die den Körper in Ordnung bringen kann. Der schwimmende Drache ist solch eine Basisübung des Qigong, welche an unserer Achse- der Wirbelsäule- ansetzt. Neben der Wirbelsäule verlaufen die Blasenmeridiane mit den Zustimmungspunkten zu den ZangFu(den inneren Organen)- die Übung stimuliert durch schlängelnde Bewegung der Wirbelsäule diese Punkte und wirkt so ausgleichend auf den gesamten Körper- insbesondere bei Schmerz- und Entzündungszuständen(Migräne, Rückenschmerzen, Arthrotische Veränderungen…).

Die Bilder( Quelle: Bian Zhizong-Daoistische Übungen zur Gesundheitsvorsorge und Unterlagen QiGong-Ausbildung)zeigen die Reihenfolge der Schwingungen an:

Auch wenn die TCM weiß, dass es eine vollkommene Gesundheit nicht gibt- „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ schrieb der Philosoph Artur Schopenhauer- mit dieser kleinen Übung können Sie Ihrer/ könnt Ihr Eurer ausgewogenen Gesundheit ein kleines Stückchen näher kommen.

 

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