Superfood

Was ist dran….

…am neuen „Super“- Food, an den ganzen neuen Lifestyle- Produkten, die unsere Regale in den Biomärkten erobern. Sie wissen ja, dass zu meiner Therapie auch immer die Ernährungsberatung/ Ernährungstherapie gehört. Somit bin ich ständig mit Fragen zu Chia, Acerola, Spirulina & Co. konfrontiert. Schauen wir uns mal an, ob nicht auch unsere heimischen Varianten das Gleiche können- hier eine kleine Auswahl im Vergleich:

  1. Leinsamen oder Chiasamen- Zugegeben, Leinsamen hört sich nicht so hip an, aber letztendlich ist es unserem Körper egal, woher er Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Spurenelemente bekommt- nur in guter Qualität sollte es sein und natürlich gut verdaulich. Beide Produkte haben den gleichen Anteil an den wichtigen Omega-3-Fettsäuren, haben ähnlich viel pflanzliches Eiweiß zu bieten( Leinsamen sogar 25 Gramm/pro 100 Gramm) und auch der Anteil an Spurenelementen und Ballaststoffen ist fast identisch- nur…Leinsamen ist viel bekömmlicher. Bei Chiasamen darf man die Tagesdosis von 20- 25 Gramm nicht überschreiten, weil es sonst zu einer zu starken Entwässerung des Darminhaltes kommt- die Folge Verstopfung. Ein weiterer Vorteil von Leinsamen- der Preis, man zahlt nur ca. 3,50 Euro bis 4 Euro/ kg bei der Chiasaat sind es satte 25,00 Euro bis 30,00 Euro/ kg.
Leinpflanze blühend bei meiner Mama im Garten

Leinpflanze blühend bei meiner Mama im Garten

  1. Brokkoli oder Moringa- da haben wir wieder eine tolle exotische Pflanze und zugegeben, sie hat es in sich. Jedoch ist Brokkoli unser heimischen Gemüse und man kann ihn das ganze Jahr über frisch bekommen. Beide beinhalten neben anderen die Vitamine A, B2, C, E und K, aber Brokkoli liefert dafür noch mehr an Kalzium, Eisen und Kalium. Damit muss auch der Himalaya- Exot nicht unbedingt besser sein und schon gar nicht teuer eingekauft werden- Brokkoli ist vielseitig einsetzbar und einfacher(günstiger) zu bekommen.
  2. Rote Bete und Maca- Maca ist die Wurzel eines Kressegewächses aus den Anden, Rote Bete ist unsere heimische Superknolle, vor allem im Winter- beide sind reich an Folsäure, B-Vitaminen- wirken leistungssteigernd und auf die Konzentration. Allerdings ist es auch so, wie bei den anderen Lifestylprodukten- Maca ist deutlich teurer, Rote Bete hingegen bekommt man immer frisch und günstig- selbst in Bioqualität. Zudem sollte man bei Maca vorsichtg sein- die Wurzel beinhaltet pflanzliche Sterole, ähnlich dem Hormon Testosteron mit allen seinen Wirkungen- somit ist Maca nicht für alle Menschen gleich geeignet- denn durch die pflanzlichen Sterole kommt es zu einem Eingriff in den körperlichen Hormonhaushalt, welches auch erhebliche Nebenwirkungen haben kann(Steroidwirkung!). Greifen Sie lieber zur Roten Bete oder deren Saft- ein Likörglas morgens nach dem Frühstück ist ausreichend für eine gute Zufuhr an Folsäure und wichtigen Vitaminen und… Eisen!
  3. Sanddorn oder Acerola- der Sanddorn ist nun mal die orange Perle des Nordens- er hat zwar im Vergleich zur Acerola nur ca. 850 Milligramm/ 100 Gramm an Vitamin C- das ist aber immer noch höher, als unser Tagesbedarf. Sie wissen ja sicher, dass ein Zuviel an Vitamin C vom Körper ausgeschieden wird, also, warum sollte man dann teuer mehr zu sich nehmen, als man benötigt? Ansonsten ähneln sich beide sehr im Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Die Acerola empfehle ich aber allen, die Krampfadern oder Venenprobleme habe, denn das Flavonoid Rutin wirkt positiv auf die Venen. Also, wenn Sie Probleme mit den Venen haben, dann nehmen Sie Acerolasaft, ansonsten tut es der Sanddornsaft in gleicher Weise für unser Immunsystem und die Augen 😉

    gepufftes Amarant, Chiasamen und ein Mix aus Acerola- und Moringapulver

    gepufftes Amarant, Chiasamen und ein Mix aus Acerola- und Moringapulver

  4. Heidelbeere oder Gojibeere- Die Goji gehört zu den Arzneipflanzen in der CM, aber sie ist natürlich auch ein Lebensmittel. Mittlerweile kann man sie getrocknet auch auf den Frischmärkten kaufen und sie wächst ja auch in unseren Gärten. Aber was soll der Hype darum? Nun gut, sie liefert Antioxydantien, ca. 16 Gramm Eiweiß, alle B-Vitamine und auch die wichtigen Vitamine A, C und E und Eisen sowieso, aber sie hat zuviel Zucker- Fruchtzucker, der bspw. für das viszerale Fett zuständig ist. Aus diesem Grund ist es für Menschen, die besonders auf den Zuckergehalt in der Nahrung achten müssen, eine bessere Wahl, wenn sie zur Heidelbeere greifen. Diese hat kaum Fruchtzucker, dafür aber auch alle anderen Inhaltsstoffe, die in der Goji zu finden sind. Die Wirkungen sind bei beiden Früchten gleich- positiv auf Augen und Gehirn, auf die Leber und den Stoffwechsel- dank der wertvollen Inhaltsstoffe- nur auch hier macht der Preis den Unterschied- Goji’s kosten ca. 20,00 Euro bis 30,00 Euro/ Kilo und die Heidelbeeren bekommt man selbst außerhalb der Saison für ca. 10,00 Euro- 15,00 Euro/ Kilo.

Das ist nur ein kleiner Exkurs gewesen- greifen Sie ruhig zu unseren heimischen Alternativen, das schont Ihren Geldbeutel und unsere Umwelt. Fragen Sie mich ruhig beim nächsten Termin, wenn Sie von einem „Superfood“ gehört oder gelesen haben, ich denke, ich finde für Sie die bessere oder günstigere Alternative!

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