thymian

Was ist ein Dekokt?

Guten Morgen zum letzten November-Montag- unglaublich, wie die Zeit vergeht- wir sind bereits in der ersten Advent-Woche 😉 .

In den vergangenen Wochen tauchte immer wieder die Frage auf, was ein DEKOKT sei…

Ein Dekokt (Abkochung) ist eine klassische Zubereitungsform in der Chinesischen Medizin, bei der Heilpflanzen, Wurzeln und auch Mineralien in Wasser ausgekocht werden, um ihre wärmenden, bewegenden und harmonisierenden Eigenschaften noch stärker zu aktivieren.

Eine besondere Kombination ist diese:

Lorbeer, Zimt und Oregano ergeben in Kombination ein kraftvolles, aromatisches Dekokt, das den Qi-Fluss stärktKälte vertreibt und Feuchtigkeit transformiert.


Wärmendes Dekokt aus Lorbeer, Zimt und Oregano- für Verdauung, Immunsystem und innere Balance

Dieses Rezept wirkt besonders bei Kältegefühl im Bauchlangsamer VerdauungVöllegefühlleichter Erkältungoder Müdigkeit nach dem Essen. In der CM wird es eingesetzt, um die Mitte zu stärken (Milz und Magen) und Wind-Kälte aus dem Körper zu vertreiben.


Zutaten:

  • 3 Lorbeerblätter – bewegen das Qi, fördern die Verdauung, lösen Stagnation
  • 1 Stück Zimtstange (ca. 5 cm) – wärmt das Innere, stärkt das Yang, harmonisiert den Magen
  • 1 TL getrockneter Oregano – wirkt antibakteriell, transformiert Feuchtigkeit, klärt Schleim und Hitze im oberen Erwärmer
  • 500 ml Wasser

Optional:

  • 1–2 Scheiben frischer Ingwer für zusätzliche Wärme
  • 1 TL Honig (nach dem Abkühlen) zur Harmonisierung des Geschmacks

Zubereitung

  1. Wasser in einen kleinen Topf geben und alle Kräuter hinzufügen.
  2. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren.
  3. 15–20 Minuten sanft köcheln lassen, bis etwa ein Drittel der Flüssigkeit verdampft ist.
  4. Durch ein feines Sieb abseihen.
  5. Das Dekokt warm trinken – am besten morgens auf nüchternen Magen oder nach einer Mahlzeit.

TCM-Wirkung:

ZutatTCM-WirkungFunktionskreis
LorbeerBewegt Qi, löst Stagnation, wärmt die MitteMilz, Magen
Zimt (Rou Gui / Gui Zhi)Wärmt das Innere, stärkt Nieren-Yang, bewegt BlutHerz, Milz, Niere
Oregano (Ye Gan Lan)Transformiert Feuchtigkeit, klärt Hitze, wirkt antimikrobiellLunge, Magen, Milz

Diese Kombination harmonisiert das Mittlere Jiaovertreibt innere Kälte und unterstützt das Immunsystem. Sie ist besonders geeignet bei kältebedingten VerdauungsbeschwerdenAppetitlosigkeitleichter Übelkeit oder beginnender Erkältung mit Frösteln.


Anwendung

  • 1–2 Tassen täglich, über 3–5 Tage.
  • ACHTUNG! Nicht bei starker innerer HitzeFieber oder Yin-Mangel mit Hitzesymptomen(z. B. Nachtschweiß, trockener Mund) anwenden.

Dieses Dekokt ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Hausmittel aus der Perspektive der CM. Es verbindet die wärmende Kraft des Zimts, die Qi-bewegende Wirkung des Lorbeers und die reinigende Energie des Oreganos zu einer harmonischen, stärkenden Mischung für Körper und Geist.

Varianten:

  • bei Husten durch Kälte- Thymian anstatt Oregano
  • bei Fieber durch Kälte bis maximal 38,5 Grad- Holunder anstatt Oregano
  • bei Halsschmerzen durch Kälte- Salbei oder Isländisch Moos anstatt Oregano

Mit den einfachen Gewürzen- vielen dieser- kannst Du Dir bei allen Kälte-Themen relativ schnell helfen.

Genieße diese Woche zum Übergang in den Advent und erinnere Dich an dies:

„Om Jyotith Antaratma Namaha“- „Ich ehre das Licht meines inneren SELBST“

Es ist ein Mantra für den Advent- es erinnert daran, dass wahres Licht nicht vom Außen kommt, sondern in uns selbst leuchtet. Es kann helfen, Ruhe zu finden und Vertrauen kultivieren.

Möge DEIN inneres Licht in dieser Zeit des Wandels ruhig und klar leuchten– alles Liebe

Kira

Winter-Shot

Willkommen in der zweiten Januar-Woche… der Januar ist mein Geburtsmonat und ich bin ein richtiges Winter-„Kind“- ich liebe kalte, trockene, klare Luft, Schnee, Bewegung im Schnee, Schneeglitzer in der Wintersonne und die heimeligen Abende bei Kerzenschein und Kaminfeuer 🙂

UND ich liebe meine Gesundheit- ein Rezept, welches ich unbedingt mit Dir teilen möchte, hatte ich ganz vereinfacht schon einmal auf Instagram @spirit.and.balance gepostet:

Shot mit Apfelsaft hergestellt
  1. Apfel- oder Granatapfel-Saft mit 500 ml als Grundlage; nimm sonst auch gerne den Saft Deiner Präferenz; ich nutze bspw. auch gerne Rote-Bete-Saft oder Heidelbeer-Saft;
  2. …dazu kommen ein daumendickes Stück frischer Bio-Ingwer; eine frische Bio-Zitrone gewürfelt, ein daumenlanges Stück frische Bio-Kurkumawurzel(gewürfelt), je ein Zweiglein frischer Rosmarin und Thymian(alternativ je ein halber Teelöffel getrocknet- sehr wärmend), ein Teelöffel Zimt und ein Teelöffel Honig…
  3. …alles in der Küchenmaschine auf höchster Stufe fein schreddern…
  4. … in sterile Gläschen oder Flaschen abfüllen- täglich nach dem Frühstück trinken- es reichen 80-100 ml völlig aus.
  5. Solltest Du empfindlich mit Saft und rohen Zutaten sein, dann trinke den Shot mit lauwarmem Wasser verdünnt 🙂
  6. Varianten: mit Beeren-Früchten, mit Granatapfel…

In Norwegen wurde uns dieser Shot mit Moltebeeren-Saft zubereitet- auch sehr lecker.

Abgefüllt sind die Shots etwa 3-4 Tage im Kühlschrank haltbar.

Wirkung:

Auch wenn Du Dich gesund fühlst, ist dieser Shot prima für die Prävention in der Infekt-Zeit geeignet.

Die Inhaltsstoffe wirken leicht wärmend auf die energetische Funktion von Milz und Magen; gleichen die Funktionskreise Leber und Galle aus(gegen Qi- und Blut Xue-Stase), sorgen für eine verbesserte Autophagie und wirken besonders positiv auf Deine Leberzellen :); auch halten diese den Blutzuckerspiegel stabil und wirken positiv auf das LDL-Cholesterin, für die Herzgesundheit 🙂

Bist Du von Infekten betroffen(außer bei Durchfall), dann kann dieser Shot für eine bessere Immunreaktion des Körpers sorgen 🙂 und die Ausheilung unterstützen.

Ich mag die wärmenden Shots gerne nach dem Walking oder Schneeschuhwandern- hier ein „altes“Foto vom letzten Jahr 🙂 aus Ruhpolding

Für Sportler ist das Rezept und die Einnahme besonders interessant, da es auch die Lungenfunktion unterstützt, ebenso die Sauerstoffbindung im Blut und die Erholungszeit nach dem Training.

Nutze die natürlichen Zutaten- ich wünsche Dir

GUTE GESUNDHEIT !

Alles Liebe-

Kira

Altes Wissen Teil 3…

Ich grüße Dich aus meinem Sommerurlaub- und bin so richtig im Beeren-Fieber 😉 – die Himbeeren reifen bereits und unsere eigenen Erdbeeren sind sooo süß und schmackhaft; auch die ersten Blaubeeren reifen bereits… und da kam mir ein altes Rezept in den Sinn 🙂 – Chutney hat man es früher nicht genannt- ganz profan herzhafter Beerenaufstrich und den gab es dann auch mal zum Wildbraten:

  • 600-700 Gramm gemischtes Beerenobst reinigen, 200 ml lieblichen (Beeren)- Rotwein, drei bis fünf Gramm Apfelpektin und zwei- drei Teelöffel lieblich- scharfen Senf zum Kochen bringen, etwa 3-5 Minuten kochen und dann die Hitze runter stellen – dann mache die „Tellerprobe“…
  • … gib einen Teelöffel der Masse auf einen Teller- wird sie geschmeidig- fest ist sie genau richtig, ansonsten für mehr Festigkeit noch eine Minute weiterkochen… dann den Saft einer viertel Zitrone(oder ein Pck. Zitronensäure) unterrühren(gegen Schimmel…) und mit Pfeffer, ein wenig Salz abschmecken; nutze auch Gewürze nach Deinem Geschmack; zum Schluss etwas Zucker mit verrühren(Gelierfähigkeit)- nochmals unter Rühren leicht köcheln und…
  • … dann die Masse in ausgekochte Gläser füllen und sofort zuschrauben, auf den Kopf(Deckel) stellen und auskühlen lassen.
Das Chutney zu Burger
  • Das Chutney hält sich – wenn Du es nicht eher aufnascht 😉 – 6 Monate oder auch länger.
  • Tipp: ich gebe immer einige Blättchen Thymian dazu.- mag diesen Geschmack einfach.
Zitronenthymian- passt wunderbar ins Chutney

Es ist ein leckerer, herzhafter Aufstrich, passt zu Wildfleisch, aber auch zu herzhaftem Käse und mehr.

Gutes Gelingen und guten Appetit wünscht Dir

Kira

…sehr lecker

Winterreise mit Duft-Teil5

Guten Morgen im Jahr des Drachen- das asiatische Neujahrsfest vom Wochenende hat uns in dieses Jahr geführt. Auch wenn so langsam das Frühjahr beginnt, möchte ich mit Dir auf die letzte Reiseetappe der Winterreise mit Duft gehen. Dazu habe ich Dir gleich zwei Kräuter und ihre ätherischen Öle mitgebracht, die in keiner Hausapotheke fehlen sollten- Thymian und Salbei… und das nicht nur, weil beide Öle absolute Favoriten zur Luft-Desinfektion sind:

Thymian-Wiese im großen Topf in meinem Garten; nicht nur Gewürz, sondern auch Heilmittel besonders bei Husten
  1. Thymian– kann je nach Zubereitung und Bedarf bei Wärme und Kälte eingesetzt werden; ist aromatisch- scharf und leicht bitter; entfaltet seine Energetik besonders in den Funktionskreisen Lunge, Niere, Herz, Milz, Magen, Gedärme und Uterus; wirkt mit den ätherischen Ölen und Inhaltsstoffen auswurffördernd, hustenstillend, Krämpfe in den Bronchien lösend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, menstruationsfördernd, desinifzierend, keimtötend, antibakteriell; äusserlich als Umschläge und/Kompressen eingesetzt: durchblutungsfördernd und auch auswurffördernd; sowohl ein Kräuteraufguss als auch das Öl wirken gegen Wind-Kälte, wärmend auf das Innere, Schleim durch Kälte auflösend, Qi bewegend und Geist Shen beruhigend(siehe unten). ACHTUNG! Thymian darf innerlich in der Schwangerschaft, bei Herz-Feuer und Hyperthyreose(Schilddrüsenübefunktion) nicht angewandt werden; auch beim ätherischen Öl ist bei Herz-Feuer Vorsicht geboten!
Wilder Thymian; den habe ich auch im Garten; er hat die gleichen Eigenschaften, wie der Gartenthymian

2. Salbei– ist im Temperaturverhalten ähnlich dem Thymian; im Geschmack aromatisch-bitter-scharf und wirkt als Kraut und Öl auf die Funktionskreise Lunge, Herz, Leber, Uterus, Gallenblase, Niere und Gedärme.

Salbei- selbst ausgesät durch die Mutterpflanze;

Mit seinen Inhaltsstoffen Bitterstoffe und den ätherischen Ölen erstreckt sich die Wirkung auf: verdauungsfördernd, blähungs- und gärungswidrig, Schweissbildung hemmend, stimulierend, krampflösend, beruhigend, antimikrobiell, desinifzierend und keimtötend, entzündungshemmend, wundheilend, zusammenziehend, durchfallhemmend, milchflusshemmend, galletreibend, lebergallefördernd, Östrogenbildung anregend (Östriol, Östrol, Östradiol, welche in den Ovarien gebildet werden), Progesteronbildung anregend und Insulinbildung anregend. Salbei wirkt sowohl gegen Wind-Kälte als auch gegen Wind-Hitze; bewegt und stimuliert Qi, löst Hitze-Schleim auf und der wesentliche Unterschied zum Thymian ist der, dass Salvia Yin-Hitze eleminiert- Salbei ist eines der wichtigsten Frauenkräuter- sowohl als Kraut als auch als Öl! ACHTUNG! Da Salvia verstärkt auf den Uterus wirkt(bei Geburtsstillstand…), darf er während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht innerlich eingesetzt werden!!! Geschätzt wird die zusammenziehende Wirkung, weil dadurch unproduktives Schwitzen, welches das Qi schwächt, eingedämmt wird- daher sollte Salbei zu beginn einer echten Wind-Kälte-Infektion nicht getrunken werden, sondern nur verdampft, inhaliert oder zum Gurgeln genutzt werden. Das ätherische Öl des Salbei’s entfaltet alle oben genannten Eigenschaften, wirkt aber zusätzlich noch sehr belebend bei Erschöpfung und Müdigkeit- bspw. bei Winterblues 🙂

Salbei-Mutterpflanze, die dem Winter ordentlich getrotzt hat

Thymian zur Beruhigung von Geist Shen bei Angst, Alpträumen, Nervosität, Schlaflosigkeit, geistiger Erschöpfung Depressionen und/oder Melancholie:

  • Nimm 5 Tropfen Thymianöl und mische diese mit 3 Tropfen Rosenöl und 1 Tropfen Zitrusöl- reibe diese Mischung- ggf. nochmals mit Jojobaöl verdünnt- auf die Handgelenke und gib einen Tropfen der Mischung auf das Brustbein und das dritte Auge- inhaliere tief und führe eine kurze Atemlenkung durch
  • Du kannst diese Mischung auch mit 5 Tropfen zur Inhalation nutzen- einfach mit heißem Wasser in einer Schüssel aufgießen und im Raum stehen lassen 🙂

Das reine Thymianöl kannst Du zur Steigerung Deiner Konzentration und Gedächtnisleistung einsetzen; aber auch als Begleiter während Deiner Yoga- und Meditationspraxis- es fördert Dein Durchhaltevermögen!

Oxymel-Ansatz mit Thymian und Salbei; Hagebutten

Einsatzgebiete beider Kräuter und der ätherischen Öle:

  • Erkältungen mit Kälte
  • Grippale Infekte mit Kälte und Hitze
  • Grippe als Hitze-Erkrankungen… Salbei zum Gurgeln und Thymian gegen Husten
  • Schlafstörungen
  • Frauengesundheit
  • Inhalationen
  • bei Unruhe

Beide Kräuter und die Öle empfehle ich ebenfalls für die Hausapotheke; selbst der getrocknete Thymian( wirkt dann eher wärmend) reicht aus, um bspw. einen Tee gegen Husten zuzubereiten.

Salbei und Thymian sind übrigens eine wunderbare Grundlage für ein Oxymel zur Prävention; besonders wenn Du zu verschleimten Bronchien neigst.

Meine kleine Winterreise mit Duft geht zu Ende- danke, dass Du mitgekommen bist!

Ich wünsche Dir gute Gesundheit und vielleicht hast Du ja Deine Hausapotheke ein wenig aufgestockt 😉 !

Alles Liebe…

Kira

Duftexplosion im Februar 🙂
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