Verstopfung

Der Herrscher des Weges …

Guten Morgen 🙂 … gehst Du wandern? Dann ist Dir vielleicht schon einmal der Breitwegerich als Heilpflanze für des „Wandesmann geplagte Füße“- so Pfarrer Kneipp- begegnet. Beide Wegericharten – ob spitz oder breit- sind Wildkräuter mit einigen Gemeinsamkeiten in der Heilwirkung. Sie werden auch als Plantago bezeichnet; dies kommt von der lateinischen Bezeichnung für die Fußsohle und die nordamerikanischen Ureinwohner nennen die Wegericharten „Fußsohlen des weißen Mannes“.

Wegeriche können sehr unterschiedlich sein. Es gibt sie sowohl als Kraut als auch in Strauchform. Allen gemein sind allerdings ihre besonderen Blätter, deren Blattadern immer parallel zueinander verlaufen anstatt, wie bei vielen Pflanzen üblich, vernetzt. Die bei uns in Deutschland bedeutendsten Arten Mittlerer Wegerich als Plantago media, Spitzwegerich als Plantago lanceolata und Breitwegerich als Plantago major lassen sich leicht daran erkennen, dass alle Blätter in einer Rosette direkt am Boden angeordnet sind.

Beide Wegericharten helfen gegen Erkrankungen der oberen Luftwege, sind hilfreich gegen Insektenstiche und bei Fußschmerzen/Blasen an den Füßen…

Spitzwegerich: antibakteriell, antiphlogistisch, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, immunstimmulierend, fördert die Interferonbildung, wirkt auf die Leber(regenerierend und schützend), reizmildernd durch die enthaltenen Schleimstoffe und schleimlösend; fördert die Wundheilung … der Einsatz reicht von Atemwegserkrankung jeglicher Coleur, Hautproblemen, leberassoziierten Erkrankungen bis hin zu Verstopfung und Wunden. Die Signatur ist bezeichnend- schau Dir die Pflanze und die Blüten genau an; so dringen die Wirkstoffe in die Zellen und födern die Gesundheit bzw. Genesung. Spitzwegerich gibt es als Säfte gegen Husten, als Pastillen aber auch als Frischpresssaft- dieser ist besonders wirkungs- und wertvoll.

Spitzwegerich in meinem Wildkräutergarten

Breitwegerich: hat ähnliche Wirkungen und Einsatzgebiete wie der Spitzwegerich; zusätzlich wirkt er besonders abschwellend. Als Wegbegleiter der Wanderer kann er gute Dienste leisten, denn wenn die Füsse schmerzen und Blasen drohen, kannst Du die breiten Blätter des Breitwegerichs pflücken, mit den Handflächen glätten und als Einlage in den Schuh legen. Die Füsse werden es danken, denn der Saft des Breitwegerichs wirkt kühlend und wundheilend.

Beide Wegericharten enthalten: Alantoin, Alkaloide, Iridoid-Glykosine; bittere Glykoside, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Salizylsäure und Schleimstoffe.

Breitwegerich auf dem Waldweg

Hildegard von Bingen, die große Heilerin ihrer Zeit, beschrieb den Wegerich als warm und trocken und empfahl ihn innerlich bei Gicht und äußerlich (geröstete Wurzeln) bei Geschwüren, (gepresster Pflanzensaft) bei Stechen, Insektenstichen und innerlich und äußerlich bei Knochenbrüchen. Er soll auch verabreichte Liebeszauber neutralisieren: „Auch wenn ein Mann oder eine Frau einen Liebeszauber gegessen oder getrunken hat, durch den er oder sie in schändlicher Liebe entbrennt, verabreichte man Wegerichsaft zu trinken, … Hernach nehme er einen starken Purgiertrank ein, um innerlich gereinigt zu werden.“

Chinesische Medizin: In der CM ist der Spitzwegerich ebenfalls hoch angesehen, da er das Lungen Yin stärkt und erhält. Mit seinen bitteren Geschmacksenergien, die die Lunge säubern, wird sogar zäher Schleim gelöst. Die Energie des salzigen Geschmacks löst ebenfalls Ablagerungen an der Lunge – somit erfährt diese eine innere und äußere Grundreinigung der Zellen. Je mehr die Lunge wieder ihre Energien ungehindert nach unten fließen lassen kann, umso besser funktioniert der Dickdarm. Lunge und Dickdarm sind aus dem embryonalen Darmrohr entstanden – daher beseht eine enge Beziehung zueinander und hat Auswirkungen auf Verstopfung und Durchfall, wenn die Funktionalität der Lunge beeinträchtigt ist.

Selbst durch Beton wächst der Breitwegerich- Zeichen für die Unverwüstlichkeit 🙂

Sie sind im Temperaturverhalten kühl, im Geschmack adstringierend-bitter und treten mit den Wirkstoffen in die Funktionskreise Lunge, Gedärme, Blase, Leber und Niere ein; eliminieren Hitze und Toxine, wirken stärkend auf das Yin der ZangFu, leiten pathologische Nässe aus und stillen Blutungen.

Sirup für Kinder: Gereinigte Spitzwegerichblätter + Honig zu gleichen Teilen schichtweise in ein Glas füllen, Honigschicht als Abschluss; gut verschließen und 12 Wochen kühl/dunkel stellen; abfiltern und abfüllen- Dosierung für Kinder ab 6.Lebensjahr: 2-5 Teelöffel/ Tag in lauwarmem Holundertee einrühren und langsam trinken lassen 🙂 ; hilfreich bei Hüsteln, Husten, zur Immunstärkung.

Deine blutreinigende Kur: Ab dem 1. Mai 1 Blatt Spitzwegerich essen, jeden Tag darauf 1 Blatt mehr essen – bis am 15. Mai mit 15 Blätter das Maximum erreicht ist; dann ab diesem Tag wird pro Tag 1 Blatt weniger essen, so dass am 30. Mai mit einem Blatt die Kur beendet ist. Lass ruhig Deine Blutwerte zu Beginn und zum Ende kontrollieren-Du wirst positiv überrascht sein 🙂 . Da die Wegericharten auf alle drei Jiao wirken und ebenfalls positiv auf Ren- und DuMai kann diese Blut-Kur auch von Menschen mit Krebswerkrankungen angewandt werden(ACHTUNG! KEIN Heilversprechen). Besonders wirkungsvoll ist diese einfache Blut-Kur, wenn Du den Wegerich am Vormittag bis 10 Uhr isst.

Wegerich in der Küche:

Der Spitzwegerich ist wunderbar in Salaten und zur Verfeinerung von Eintöpfen geeignet. Einige frische, junge Blätter fein hacken und dann in den Salt oder über den Eintopf geben 🙂

Ein bisschen keltische Magie zum Abschluss:

Wegericharten sind beim Räuchern relativ unbekannt; in den Räuchermischungen entfalten sich ihre Eigenschaften… erdend, heilend, abwehrend, schützend und auch stärkend. Wenn wir mal durchhängen, stärkt uns sein Pflanzengeist durch ein Räucherwerk. Es wehrt jeglichen Schadzauber, wie negative Energien, von uns ab und legt ein visuelles Schutzschild um uns herum. Wegerich erdet unseren Körper und klärt unseren Geist. Die reinigende, klärende Mischung besteht aus Huflattichblüten, Spitzwegerich, Königskerzenblättern und Fichtenharz- binde Dein Räucherbündel, öffne die Fenster und Türen und gehe mit dem gezündeten Bündel durch alle Räume 🙂

Lass Dich ruhig von diesen so selbstverständlichen (UN)(WILD)Kräutern verzaubern…

Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart und bleib gesund! Alles Liebe

Kira

Papaya…das Kraftpaket aus der Natur

Guten Morgen…guten Tag… oder HALLO- schön, dass Du hier bist.

Heute geht es um den WERT der Papaya 🙂 – sie ist eine meine Lieblingsfrüchte und wird von mir ganz bewußt in Bio-Qualität gekauft.

Woher sie stammt- da streiten sich die Geister; sie wird allgemein Mittel- und Südamerika zugeordnet. Natürlich ist die in groß oder klein zu bekommende Frucht kein regionales Produkt; sie wird importiert und trotzdem empfehle ich, sie von Zeit zu Zeit zu konsumieren… dann natürlich in Bio-Qualität. Es ist ja wie immer „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“ 😉

Was macht die Papaya so besonders?

sliced papaya fruit

Sie vereint viele Eigenschaften in einer Frucht, die Du ansonsten nur mit mehreren Gemüse- oder Fruchtsorten für Deine Ernährung nutzen kannst.

Die Kerne im Inneren sind maßvoll essbar; das Fruchtfleisch unbeschreiblich köstlich und der Genuss bringt Dir sehr wertvoller Resultate:

sliced papaya fruit
  • Die CARICA papaya ist im Temperaturverhalten: das Fruchtfleisch-neutral, die Samen: warm; vom Geschmack: das Fruchtfleisch- bitter-süß; die Samen: scharf und die Wirkung erstreckt sich auf die Funktionskreise Magen, Leber, Milz und Gedärm.
  • Allgemein medizinisch wirkt die Frucht entzündungshemmend, bakteriostatisch, antioxidativ und blutverdünnend( Extrakte aus unreifer Frucht und Samen).
  • Jede Papaya enthält eine geballte Ladung an Makro- und Mikronährstoffen; Pektine, Enzyme- z.B. das Eiweiß-spaltende Papain, Flavonoide, Ballast-, Bitter- und Gerbstoffe- welche ihre besondere und wertvolle Wirkung sowohl im Magen als auch im Darm entfalten.

In der Chinesischen Medizin(CM) schätzen wir die Frucht, da sie so vielfältige Eigenschaften hat:

  • Qi tonisierend– besonders auf das Magen- und Milz-Qi bspw. bei Magensenkung, Stoffwechselschwäche, Verdauungsschwäche, Durchfall, Blähungen, Magenverstimmung, Eiweiss-Verdauungsschwäche, Fettverdauungsschwäche, Kohlehydratverdauungsschwäche, Adipositas und auch bei leichtem Übergewicht…
  • Feuchtigkeit/Schleim auflösend/transformierend– bspw. bei schlechter Wundheilung, zur Krebs-Prophylaxe, entzündeten Wunden- dafür wird äusserlich ein Brei aus Fruchtfleisch und zerstossenen Samen aufgelegt…
  • Nässe-Hitze ausleitend- bspw. bei Eiweißablagerungen und schlechter Eiweiß-Verdauung im Darm und auch generell bei Darmflora-Dysbalancen…
  • Schleim transformierend- bspw, bei Schleimablagerungen wie sie bei Krebs, gutartigen Geschwüren, Cellulite aber auch Depressionen(Kopf,Herz) bestehen…
  • Yin tonisierend– bspw. bei Säftemangel, Trockenheit, starkem Durst, Mundtrockenheit, trockenem Husten , tockener und schuppiger Haut, Schleimhautreizung, Ekzemen, Dermatose, vorzeitiger Hautalterung, aber auch bei Nervosität, Unruhe und vielen anderen Hitzezeichen…
  • Hitze eliminierend bei Yin Mangel– bspw. bei Yin-Gastritis, Magenschleimhautentzündung, Magengeschwüren, Sodbrennen, Dyspepsie, chronischer Pankreasentzündung, Zwölffingerdarmgeschwüren…
  • Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend bei bspw. Rheuma/Bi-Syndrom, allgemeinen rheumatischen Schmerzen und Arthritis…
  • Parasiten eliminierend– bspw. bei Wurmbefall und anderen Darmparasiten…
  • Blut bewegend– bspw. bei Blutgerinnungsneigung und Thrombose-Prophylaxe… ACHTUNG! Vorsicht ist bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern geboten!
  • Stuhlgang regulierend und abführend– bspw. besonders bei trockenen Verstopfungen, die durch Yin-Mangel entstehen… hier ist der Stuhl sehr trocken, sieht nach Schafsköddeln aus und wird nur schwer abgesetzt.

Für die wunderbare Frucht gibt es allerdings Kontraindikationen:

  • Vorsicht ist geboten bei Allergieneigung und Nesselfieber- absolute Kontraindikation; bei Schwangerschaft sollte der Konsum beschränkt werden, da die Papaya sehr stark das Blut-Xue bewegt und damit auch indirekt einen Einfluss auf den Uterus nimmt!

Für SportlerInnen und Yoginis/Yogis:

  • Nach der Bewegung sorgt die Papaya durch Ihre Inhaltsstoffe für eine schnellere Regeneration.
  • Da sie Blut aufbaut und Yin tonisiert, kann einer zu starken Erhitzung entgegen gewirkt werden.
  • Die Kerne sind leicht scharf- deren Inhaltsstoffe sorgen für eine erhöhte Sauerstoffaufnahme über die Lunge… scharf-Metallelement-Lunge/Dickdarm 🙂
  • Die Enzyme für die Eiweißverdauung sorgen dafür, dass DEIN Eiweiß schneller in die Muskulatur eingeschleust wird.
person holding sliced watermelon fruit

Wie sieht es aus- lässt Du die Papaya auf Deinen Speiseplan 😉

Ich auf jeden Fall und gerade jetzt im Sommer um so willkommener, damit das Yin gestützt wird 🙂

No Games- just Yin … alles Liebe wünscht Dir

Kira

Brötchen oder Küchlein…

…bei diesen Hefeteilchen kann man weder zum Frühstück nach einem Reiscongee oder zur „TeaTime“ als Küchlein nichts verkehrt machen.

Die Idee, einen Hefeteig mit Obst oder Gemüse zu kombinieren, ist nicht neu- ein tolles Rezept mit einem Kürbispüree findet Ihr zum Beispiel auf knusperstuebchen.net(unbezahlte Werbung).

Ich habe mich bewußt für herzhafte Äpfel und Birnen entschieden; und natürlich Walnüsse- die ebenfalls wunderbar zum Herbst passen.

Diese Hefeteilchen sollten von Menschen mit viel Feuchtigkeit eher maßvoll und in Verbindung mit einer Suppe oder einem Tee gegessen werden, da Hefe Feuchtigkeit produziert. Für alle, die mit Trockenheit oder Yin-Mangel zu kämpfen haben, sind die mild süßen- herzhaften Teilchen sehr gut geeignet 😉

Rezept:

  • Stelle ein Apfel-Birnen-Püree mit Galgant, Zimt und Kardamom her- einfach das Obst reinigen, Kerngehäuse entfernen und grob in Viertel schneiden- dann ab in die Auflaufform, mit je einem Gramm Gewürze bepudern und dann bei 100 Grad im Ofen weich garen; mit einer Gabel dann zu einem groben Püree stampfen.
  • In der Zeit wird der Hefeteig angesetzt- ein Päckchen Trockenhefe und 70 Gramm Kokosblütenzucker in eine Schüssel geben. 180 ml Mandel-Milch leicht erwärmen und hinzugeben-abgedeckt 10Minuten ruhen lassen; in der Zeit 500 Gramm Dinkel-Mehl mit Kardamom,60 Gramm cremig-weicher Butter und einer Prise Salz krümelig mischen. Die Hefe“milch“ und das Obst-Püree, das Ei dazugeben und alles gut verkneten. Den Teig mit etwas weicher Butter(einenTeelöffel) einreiben, mit Mehl bestäuben und abgedeckt an einem warmen- vor Zugluft geschützten- Ort 90-180 Minuten ruhen lassen.
  • Hinweise: das Ei kann mit etwa 150 Gramm Apfelmus ersetzt werden 🙂
  • Der Hefeteig sollte gut ruhe, denn nur dann ist er auch bekömmlich.
  • Nach der Ruhezeit werden die gerösteten Walnüsse darunter geknetet, der Teig nochmals gut durchgeknetet, ggf. noch etwas Mehl dazu geben- dann 12-15 Teilchen abstechen oder Formen dazu nutzen- ich hab hier eine Teilchenform genutzt und diese mit Backpapier ausgekleidet.
  • Ihr könnt auch Schnecken formen- dazu die abgesteckten Teigklumpen ausrollen, mit einer Schere in zwei bis drei Stränge schneiden und flechten 🙂 – sieht schöner aus.
  • Die Teilchen mit einer Walnuss garnieren und dann werden sie bei ca. 150-180 Grad im Backofen bei Umluft gebacken- nach 20 Minuten die Stäbchenprobe machen- oft sind sie dann schon durchgebacken 🙂

Wirkung gemäß der chinesischen Medizin:

  • Durch Obst und Nüsse, durch das Mehl und die Zutaten bauen sie Säfte/Blut auf und nähren das Yin; daher nur maßvoll essen.
  • Die Nüsse sorgen dafür, dass das Dickdarm-Qi gut arbeitet- sie befeuchten den Darm und sorgen so für eine gute Ausscheidung- daher sind sie für Menschen mit einem schwachen Milz-Qi(weichem Stuhl und/oder Durchfall) nicht oder nur in Kleinstmengen eher zum Mittag oder Nachmittag geeignet!

Viel Spaß und Freude mit diesen herb-süßen Teilchen- mal was anderes auf dem Tisch und dazu noch recht gesund!

Alles Liebe wünscht Euch- Kira –

Der Magenschmeichler…

…in der Ernährung ist die gekochte Möhre:

  • süss im Geschmack, neutral vom Temperaturverhalten
  • positiv wirkend auf die Meridiane Milz, Magen, Därme, Leber, Lunge und Niere
  • antioxidativ, darmschleimhautpflegende Eigenschaften, Blut alkalisierend, Darmflora regulierend und Lunge reinigend …

Somit ist sie perfekt für diese Heilsuppe bei:

  • Magenschmerzen
  • Darmbeschwerden
  • Übelkeit
  • Durchfall / Verstopfung
  • Darmentzündungen
  • Schleimhautreizungen
  • positiv auf die Lunge wirkend bei Bronchitis, Lungenentzündungen und Asthma

Aber was wäre sie ohne den zweiten Bestandteil- Dinkel; vielgerühmt und das zu Recht in der Klosterheilkunde der ehrwürdigen Hildegrad von Bingen:

  • neutral im Temperaturverhalten, vom Geschmack süss und positiv auf die Funktionskreise Magen, Milz, Gedärme, Leber und Herz wirkend;
  • tonisiert er ähnlich wir die Möhre Qi und Blut; zusätzlich noch das Yin und…
  • so wie die Möhre leitet er toxische Hitze aus dem Körper

Somit sind die beiden das Dreamteam für eine Heilkost.

Zubereitung:

  • 5-6 Bio-Möhren werden mit einer Gemüsebürste geschrubbt und in grobe Stücke geschnitten;
  • in einem größeren Topf etwa 3 Liter Wasser geben, dazu kommen dann die Möhrenstücke und etwa drei Innenhände voll Dinkel wie Reis(Bio-Dinkel);
  • …nun die Gewürze dazu geben- jeweils ein Gramm gemahlen oder gemörst- Galgant, Fenchelsaat, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Senfsaat, Kardamom, Bockshornkleesaat und das Pulver vom IGELSTACHELBART – einem „Heilpilz“- diese Gewürzmischung wirkt mild-scharf und bitter; schmeichelt Magen und Darm;
  • …dann alles einmal aufkochen und bei milder Hitze weiter garen bis die Möhren und der Dinkel weich sind(etwa 20-30 Minuten)- im Schnellkochtop geht es natürlich schneller/ 5 Minuten 🙂 🙂 ;
  • …zum Abschluss alles mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern oder mit einem Pürierstab grob pürrieren und etwa ein Gramm Butter und Salz(sparsam) hinzufügen.

Vor dem Servieren kann gehackte Petersilie und ein viertel Teelöffel Liebstöckel untergerührt werden- das gibt eine schöne Frische.

Der Igelstachelbart:

  • auch Affenkopfpilz, Löwenmähne… bzw. Hericium erinaceus gehört zu den Vital- oder Heilpilzen, wächst in asiatischen, amerikanischen und auch europäischen Laubwäldern und ist in Asien ein beliebter Speisepilz.
  • Einsatz findet er in der chinesischen, japanischen bzw. allgemein asiatischen Medizin bei Magenleiden, Sodbrennen, Hitzewallungen, Speiseröhrenschleimhauterkrankungen, Morbus Crohn und anderen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Krebs im Verdauungstrakt- Magen-, Dickdarm- und Speiseröhre, auch gegen Übergewicht, Polyneuropathie, Morbus Alzheimer, Nervenerkrankungen…; er ist verdauungsfördernd, wirkt gegen Unruhe, Angstzuständen und stärkend auf das Immunsystem.
  • Die Wirkung beruht auf den Inhaltsstoffen- er ist reich an Kalium, Zink, Eisen, Germanium, Selen, Phosphor und enthält alle essentiellen Aminosäuren sowie Polysaccharide und Polypeptide.
  • Beim Sammeln fällt seine korallenartige, wirklich stark an eine Löwenmähne erinnernde Form auf; beim Kochen entwickelt er kein typisches Pilzaroma, sondern eher ein Aroma, welches an Hummer erinnert- er ist sehr schmackhaft.

Durch seine Inhaltsstoffe kann er gerade bei dieser Suppe zusätzlich für eine Linderung der oben genannten Beschwerden sorgen.

Natürlich kann die Suppe auch einfach so als Frühstück, Mittag- oder Abendessen gegessen werden 😉 .

Einfach und schmackhaft- heilsam und wärmend… so darf Medizin gerne sein 🙂

Bleibt gesund- alles Liebe wünscht Euch

Kira

Guten Appetit

Nordisches Gold …

 

Jetzt blüht er wieder- gelb und duftend steht der Raps in meiner Heimat auf den Feldern. Es ist schön anzusehen; leider habe ich Sorge, dass Raps zur Monokultur wird. Allerdings- in biologischer Anbauform kann aus Raps ein wertvolles und gesundes Öl gewonnen werden:

  • Rapsöl gehört in die „kalte“ Küche- kaltgepresst und in Bioqualität kann es für Salate oder kalte Speisen genutzt werden;
  • Gemäß der chinesischen Medizin und Ernährungslehre ist es neutral vom Temperaturverhalten und süß vom Geschmack- wirkt positiv auf die Meridiane Nieren und Gedärm.
  • Wie alle Pflanzenöle und Fette tonisiert Rapsöl das Yin- schützt hier vor Rachitis und Schleimhautschäden, befeuchtet bei Trockenheit und befeuchtet insbesondere den Darm bei Trockenheit dort(trockene Verstopfung).
  • Rapsöl kann eingesetzt werden bei: Auszehrung und Erschöpfung, Gewichtsverlust, trockenem Husten, trockener Haut und Verstopfung mit trockenem Stuhl
  • Auch wenn das Rapsöl nicht ein so optimales Verhältnis zwischen Omega3- und Omega6- Fettsäuren hat wie Leinöl ist seine Wirkung auf den Organismus positiv: cardioprotektiv, antioxidativ und die  Zellmembran vor oxydativem Stress schützend.
  • Rapsöl wirkt- wie oben bereits beschrieben- befeuchtend auf den Darm und macht den Stuhl gleitfähiger; allerdings transformiert es auch Hitze/Feuchtigkeit z.B. bei zu hohem Cholesterin und zu hohen Triglyzeriden, schützt vor Arteriosklerose und vorzeitiger Zellalterung; kann zur Thrombose-Prophylaxe eingesetzt werden und hat hier eine ähnliche Wirkung wie die Avocado.
  • Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Wind-Kälte/Hitze-Nässe – Ausleitung (Rheuma/Bi-Syndrom) z.B. bei rheumatischen Schmerzen, Rheuma, Gelenkschmerzen und Arthritis.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass es dabei nur um das kaltgepresste und biologisch einwandfrei hergestellte Rapsöl geht- alle anderen, minderwertigen Rapsöle zum Braten enthalten Transfette und sind hier nicht gemeint!

Rapsöl enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die humane Ernährung sehr wertvoll sind. Durch den Verzehr kann damit die Zusammensetzung des Rapsöls auf die menschliche Gesundheit einen positiven Einfluss nehmen(Studie Prof. Dr. Christian A. Barth).

Was ist noch wissenswert?

  • Rapsöl enthält ungesättigte Fettsäuren- insbesondere diese sind für den Körper von großer Bedeutung. Sie sorgen nämlich dafür, dass der LDL-Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird und beeinflussen das Herz-Kreislauf-System positiv. Sie können vom Körper nicht selbst produziert werden, sondern müssen z.B. mit gutem Rapsöl in der Nahrung zugeführt werden. Weiterhin sind im Rapsöl Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten, und zwar in einer perfekten Zusammensetzung. Hierbei ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren entscheidend. Nimmt man zu viel Omega-6-Fettsäure auf, wirkt sich dies womöglich schlecht auf den Cholesterinspiegel aus. Daher sollte das Verhältnis 2:1 (Omega-6-/Omega-3-Fettsäuren), wie es im Rapsöl vorhanden ist, betragen. Mit einem Esslöffel Rapsöl kann so der Großteil des Omega-3-Fettsäuren Gehalts gedeckt werden. Diese Menge kann bspw. unter den Quark für die Pellkartoffeln oder den Salat gegeben werden. Rapsöl enthält auch Vitamin E sowie Karotinoiden – Vitamin E ist ein äußerst wichtiger Radikalfänger, der die Zellen des Körpers vor Schäden durch diesen oxydativen Stress schützt. Karotinoide sind wichtig, da diese die Hautalterung verlangsamen und sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.
  • Einige Studien aus 2014 und 2015 belegen, dass der regelmäßige Konsum von qualitativ hochwertigem Rapsöl eine positive Wirkung auf die Leberwerte, Blutfettwerte und Entzündungswerte hat; ebenso als Prophylaxemittel gegen Krebs(Schutz vor oxydativem Stress) genutzt werden kann.

Unser heimisches Gold hat also durchaus positive Eigenschaften- wenn es entsprechend hergestellt und genutzt wird! Also- nicht nur den Blick über die quittegelben Felder genießen, sondern auch täglich etwas Rapsöl zu sich nehmen.

Keine Angst vor gesunden Fetten 😉

 

 

Duftend, lecker und voller Kraft…

…kommt sie daher- eine der Südfrüchte, die trotz aller Regionalität im Sommer ruhig ab und zu einmal auf dem Speiseplan stehen darf- die Papaya oder MuGua:

  • Ein bisschen süß, ein bisschen scharf und auch bitter wirkt sie- das Fruchtfleisch- ausgleichend auf den Körper und reguliert sowohl Hitze als auch Kälte, die Samen, die essbar sind, wirken eher scharf…
  • MuGua wirkt auf die Meridiane Milz, Magen, Leber, Därme und Gallenblase und entzündungshemmend, bakteriostatisch, antioxidativ und blutverdünnend.
  • Die Papaya lässt sich bei vielfältigen Syndromen einsetzen- als Qi- Tonicum, gegen Nässe, Hitze, Schleim, als Yin- Tonicum, zur Blut- Regulation, um Blut-Stasen aufzulösen und zu verhindern, bei Stagnationen im Darm(Kerne, abführend), kann bei Parasiten im Darm eingesetzt werden und sie ist ein hervorragendes Nahrungsmittel bei Kälte-Bi-Syndromen(Rheumatische Erkrankungen).
  • Besonders Sportler und Personen, die viel tierisches Eiweiß zu sich nehmen, sollten regelmäßig Papaya essen, da diese die Eiweißschlacken im Darm beseitigt und generell bei Stoffwechselschwäche, Verdauungsschwäche, Eiweiss-verdauungsschwäche, Fettverdauungsschwäche und Kohlehydratverdauungsschwäche stimulierend wirkt.
  • Durch das Enzym Papain, zahlreiche Mineralien und Spurenelemente, eine große Anzahl an Vitaminen und Flavonoiden gehört die Papaya zu den Nahrungsmittel für eine Krebsprävention, aber auch auf den Speiseplan während einer Krebsbehandlung- sie wirkt antientzündlich und wundheilend.
  • Cave! Da die Papaya über eine absenkende Eigenschaft verfügt, sollte sie während der Schwangerschaft nicht oder nur sehr maßvoll gegessen werden!!! Auch Allergiker auf Kernobst sollten maßvoll mit dieser hilfreichen Frucht umgehen.
  • MuGua ist eine Frucht, die sehr hilfreich bei der Gewichtsregulation unterstützt- allerdings sollten Menschen mit einem eher dünnen Stuhlgang die Kerne nicht mitessen!

Südfrüchte sollten trotz aller positiven Wirkungen sehr maßvoll und möglichst nur im Sommer gegessen werden- in den Heimatländern haben sie bestimmte Funktionen(kühlend…), diese Funktion ist bei uns unter Umständen nur zu bestimmten Jahreszeiten nützlich. Übrigens…die Kerne sind eine Delikatesse- doch auch nur in Maßen. Wie man sieht, dekorieren sie wunderbar einen leckeren Sommersalat aus Papaya, gelber Melone und Heidelbeeren.

Kornblumen- blau…

…blüht es bereits in den Gärten- die Kornblumen haben ihre Hochzeit- die an den Ackerrändern folgen bald. Die Heilwirkung ist phänomenal:

  • adstringierend, antirheumatisch, appetitanregend, blutreinigend, entwässernd, entzündungshemmend, harntreibend, hustenstillend, schleimlösend und tonisierend- damit wirkt sie auf die Funktionskreise Niere, Leber, Blase, Magen, Milz und Lunge.
  • Eisatz findet das als Unkraut geächtete Pflänzchen bei Akne, Appetitlosigkeit, Augenentzündung, als Bittermittel, bei Darmbeschwerden, Fieber, Galle- und Leberbeschwerden, Genitalfluor, Gicht, Hornhautgeschwüren, Husten, Insektenstichen mit und ohne Juckreiz, bei Kopfschmerzen, Schuppen der Kopfhaut, bei Leberschwäche(Leber-Blut),
    Magenbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Mundschleimhautentzündung, Nierenschwäche, Ödemen, als Verletzungsmittel bei Quetschungen mit dem Gänseblümchen zusammen, bei Rheuma, bei Spinnenbissen, als Tonicum, bei Verdauungsstörungen mit und ohne Verstopfung und bei schlecht heilenden Wunden(z.B. bei Diabetes)- Sie sehen also, wie breit gefächert die Wirkrichtung ist. Die Pflanze an sich ist ja sehr robust und kommt- Dank an Mutter Natur- immer wieder.

Anwendungen:

  • Umschläge, Bäder, Gesichtswasser…

    Kompressen mit dem Tee helfen bei geschwollenen Augen, Tee-Bäder helfen bei Hauterkrankungen und juckender Haut, tägliche Fußbäder helfen gegen Ödeme- dazu mit zwei Handvoll Frischblüten einen Tee/Sud kochen..
    Ein Tee mit 3 Esslöffeln auf 250 ml Wasser kann als Gesichtswasser bei unreiner oder gereizter Haut eingesetzt werden.

  • Blüten in Wein aufgekochen und abseihen- hilft gegen Fieber, regt die inneren Organe an und eignet sich zur Mundspülung- das Rezept ist nach Hildegard von Bingen- günstig ist ein Weißwein, der nur schäumend gekocht wird.
  • Blüten-Frischbrei- die frischen Blüten werden zu einem Brei zerquetscht oder zerkaut, dieser Brei kann zur Heilung von Wunden und Geschwüren aufgetragen werden, sehr nützlich, wenn man unterwegs ist und keine anderen Heilmittel zur Verfügung hat…
  • Blüten-Saft und -Brei- der frischer saftiger Brei aus der Kornblume wird äußerlich gegen Schuppen und Kopfgrind eingesetzt, man kann auch ein Kopfwasser ansetzen..
  • Tinktur– die Kornblume ist Teil einer Tinktur aus blauen Blüten zur Konzentrationsstärkung und Vitalisierung- es sind unter anderem auch Lavendel, Storchenschnabel und andere Blüten enthalten..
  • Augentropfen– 1 Esslöffel in 250 ml Wasser geben 5-10 Minuten kochen, anschliessend noch 30 Minuten ziehen lassen und abfiltern- hilft gegen entzündete Augen. Bei der eigenen Herstellung muss absolute Sterilität eingehalten werden, da es ansonsten zu Reinfektionen oder erweiterter Keimbelastung kommen kann- greifen Sie auf Fertigprodukte zurück.

Kornblume in Knospe

Sehr lecker- ein Salat mit frischen Blüten!

  • Tee gegen Nervenreizung und Juckreiz:je 20 Gramm Sternanis, Ehrenpreis, Johanniskraut, 15 Gramm Kamillenblüten, je 10 Gramm Hauhechelwurzel und Passionsblumenkraut + 5 Gramm Kornblumenblüten- den Sternanis mörsern, dann alles gut vermischen; 1,5 Esslöffel der Mischung mit 300ml Wasser 10 Minuten sieden lassen(n i c h t kochen!!), abseihen und trinken- der Tee beruhigt gereizte Nerven, beruhigt die Haut und stärkt die Haut an sich- verschiedene Krankheiten können Juckreiz hervorrufen, beispielsweise Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaria) oder Altersjuckreiz. Auch manche innerliche Erkrankungen haben Juckreiz als Symptom, zum Beispiel Leberschäden, Nierenkrankheiten, Arzneimittelunverträglichkeiten und …..

Die Kornblume- herrlich blühend, als Unkraut verteufelt und so hilfreich bei Alltagsbeschwerden.

Holunderzeit…

ist die Zeit der roten Finger, aber auch die Zeit der Vorsorge für die Erkältungszeit, denn….

Holunder ist eines der ältesten Erkältungs- und Fiebermittel in Europa und wirkt:

  • …mit seinen Inhaltsstoffen, den Glycosiden, ätherischen Ölen, Flavonoide, Cholin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure und natürlich ganz viel Vitamin C bei einer sehr großen Anzahl von Beschwerden…
  • …bei Abwehrschwäche, Allergien, Atemwegserkrankungen, Koronaren Herzerkrankungen, Hauterkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Gelenkerkrankungen, Hauterkrankungen, Hämorrhoiden, Rückenerkrankungen, hohem Fieber, Blasen- und Nierenerkrankungen, Pilzerkrankungen, nervalen Erkrankungen, Erschöpfung… die Liste ließe sich noch beliebig fortführen- alleine bei ca. 60 Beschwerdebildern wird auf Holunder- Sambucus nigra- verwiesen.
  • Holunder ist kein Allheilmittel, aber eines der größten westlichen Naturheilmittel und wird als Tee, Saft, Wein oder Urtinktur eingesetzt.
  • Holunder allgemein: Bei Erkältungskrankheiten und Fieber kann man die Holunderblüten als Tee trinken und sich danach zum Schwitzen ins Bett legen. Zur Stärkung des Immunsystems eignet sich ebenfalls ein Holunderblüten-Tee.Durch die harntreibenden und blutreinigenden Wirkung ist Holunderblüten-Tee auch bei Krankheiten wie z.B. Rheuma und Hautunreinheiten geeignet bzw. die entgiftenden Eigenschaften der Holunderblüten unterstützen Kuren für die Stoffwechselaktivierung, die Gewichtsabnahme und Entgiftung.
  • Die Beeren enthalten sehr viel Vitamin-C, als Saft getrunken sind sie geeignet die Abwehrkräfte im Winter zu steigern, so dass es gar nicht erst zu Erkältungen kommt. Bei Verstopfung und schwerem Stuhl wirkt der Saft auch leicht abführend.

reifer Holunder an der Erdbeerhofstraße hinter Mönchhagen

reifer Holunder an der Erdbeerhofstraße hinter Mönchhagen

  • Eine stärkere abführende Wirkung weisen Blätter und Rinde auf. Diese sind jedoch leicht giftig, so dass das Anmischen eines Tee’s mit diesen Bestandteilen in die Hände des Fachmanns/ der Fachfrau gehören!! Die Blätter haben auch eine heilende Wirkung bei Hauterkrankungen und werden für Kompressen verwendet oder man kann sie als Salbe gegen Quetschungen, Verstauchungen und Hautwunden einsetzen.
  • Der Saft- mit lauwarmem Wasser gemischt- senkt zu hohes Fieber, heißer Holundersaft wärmt nach einem kalten Wintertag sehr gut durch.
  • Gemäß der CM hat Holunder eine Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Leber, Dickdarm, Blase und Niere und das Herz.
  • Ich setze in erster Linie die Urtinktur bzw. einen Mix aus Brennnessel und weiteren Kräutern ein, z.B. bei Allergien, Hitze im Darm mit Verstopfung und stark riechendem Stuhl, bei Hauterkrankungen – das Wirkspektrum ist sehr vielfältig.

Greifen Sie ruhig beim Besuch des nächsten Bauernmarktes zu- mittlerweile gibt es die Säfte in guter Qualität und man spart sich die blau- schwarz- rot verfärbten Hände- die Farbe hält- so meine Erfahrung- ewig 😉

Wenn der Darm murrt…

…dann fühlt sich „Mensch“ nicht wohl. Ähnlich wie bei den Hauterkrankungen nehmen Darmprobleme zu. Betrachten wir unseren Darm mal aus östlicher Sicht:

  • Das Gedärm als Organ ist im mittleren und unteren Sanjiao angesiedelt- die zugeordneten Meridiane sind Dünndarm, Dickdarm, Milz/ Magen und Leber/ Gallenblase. Wenn es zu Störungen in den Meridianen kommt, dann reagiert auch unser Darm.
  • Auch in der CM ist der Darm in erster Linie für die Verwertung, Trennung und Ausscheidung verantwortlich, reguliert aber auch die körpereigene Abwehr und reagiert sensibel auf Störungen im Sympatikus(Stressoren).
  • Die Störungen aus Sicht der CM beruhen auf den Pathogenen Feuchtigkeit und/oder Hitze, können durch eine Stagnation des Leber- Qi und des Nahrungs- Qi entstehen.
  • Stressoren für den Darm sind ungeeignete Nahrung, einseitige Nahrung, Hungern, ständiger Stress und Ärger, unterdrückter Zorn, Medikamenteneinnahme und Antibiotika.

Schulmedizinisch kommen verschiedene Diagnosen in Betracht- Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Colitis Ulzerosa… Am Beispiel des Reizdarm möchte ich Ihnen die Thematik näher bringen:

Reizdarmsyndrom- eine häufige Diagnose- äußert sich mit: Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Probleme bei der Stuhlentleerung mit Durchfall und/oder Verstopfung, dauerhafter Stuhldrang (vor allem morgens) – also in unserem Königreich der Mitte ist etwas faul. In der Vergangenheit ist das IBS (Irritation Bowel Syndrome) in der CM nicht beschrieben worden, da diese Krankheit unbekannt war.  Erst seit Mitte der 1970er Jahr gab es zahlreiche Forschungen zu dem Thema. Dies hängt mit dem heutigen- modernen- Lebensstil zusammen, der wirklich sehr schnell – im wahrsten Sinn des Wortes- ist. Da “ liegt der Hase im Pfeffer“- ursächlich gibt es mehrere Faktoren- eine Ursache ist das Ungleichgewicht zwischen übermäßiger Arbeit und ungenügender Erholung. Dazu kommen unregelmäßiges Essen oder  das Essen im Laufen, mit einem Handy am Ohr, am PC oder am Fernseher, wir essen viel und/oder spät abends, gehen oft ohne Frühstück aus dem Haus… Regelmäßigkeit in der Nahrung, gemäß den Grundsätzen einer gesunden und schonenden Ernährung ist der erste Schlüssel zur Gesundung- ohne diesen Schlüssel ist eine Behandlung nur erschwert oder gar nicht möglich! Wenn wir diese Regelmäßigkeit und das gesunde Maß nicht einhalten, sind wir selbst daran schuld, wenn unser Darm verrückt spielt.

Eine weitere, sehr wichtige Ursache ist die Qualität des Essens – viele von uns haben es immer noch nicht begriffen- 80% unserer angebotenen Lebensmittel gehören auf den (Sonder)-Müll- mal ganz drastisch ausgedrückt. Fertignahrung, industriell verarbeitet Nahrung, Fertigmischungen, all die ganzen E’s und Farbstoffe/ Aromen dienen nur dem Profit und schädigen uns auf Dauer. Dazu kommt das Zubereiten- frittiert, pasteurisiert, chemisch behandelt, emulgiert, aromatisiert, gefärbt, aus verschiedenen genetisch behandelten Getreidesorten usw. hergestellt solche Nahrung macht krank- die Zunahme an Allergien, Darmerkrankungen, Unverträglichkeiten u.s.w. beweist es. Auch eine übermäßige Einnahme von Antibiotika, Hormonen und Antidepressiva trägt dazu bei, dass das Ungleichgewicht der Darmbakterien, eine Dysbiose, verursacht wird.  Der dritte Faktor ist die stressige Lebensweise- im Organismus ist das Nervensystem in das zentrale (Gehirn und Rückenmark), periphere (quergestreifte Muskeln) und autonome System verteilt, die glatte Muskulatur, also die inneren Organe, wird/ werden vom autonomen NS beherrscht.  Das autonome Nervensystem ist in den Sympathikus und Parasympathikus unterteilt.  Der Sympathikus ist „Yang“ und für die Aktion/ Entscheidung (Kampf oder Flucht) verantwortlich, während der Parasympathikus „Yin“ ist und für Erholung und Essen verantwortlich zeichnet.  eine Katze, wenn sie eine Maus gejagt hat, frisst und ruht sich dann aus –  sie verdaut in Ruhe- nehmen wir uns ein Beispiel!

Die Syndrome aus Sicht der CM sind:

  • Leber greift den Magen, die Milz und den Dickdarm an- Gan Qi Fan Wei-Pi-Da Changes herrscht ein Ungleichgewicht zwischen einer überdominanten Leber, welche den Magen, die Milz und den Dickdarm beeinträchtigt, Symptome sind- Angst Gereiztheit, Schmerzen in der Leiste, Blähungen und Völle, Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, gefühlsmäßig eine ungenügende Entleerung, stiftartiger Stuhl, sehr häufiges Gähnen, unregelmäßige Menstruation
  • Mangel an Milz Qi mit daraus folgender Stagnation von Milz- Qi QiPi QiXu- geht oft einher mit Feuchtigkeit Qi Zhi und Tan(Schleim)die Leber wird- siehe oben- übermächtig, in deren Folge stagniert Qi, oft ist die stagnation eine Folge von Mangel an Qi- der Mangel ist so stark, dass Qi nicht mehr frei fließen kann, Symptome sind- Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen und Bauchschmerzen, die nach der Mahlzeit stärker werden
  • Mangel an Milz Qi mit sehr starker Feuchtigkeit/ Schleim- PiQi Xu und Shi/ Tandie Ursachen liegen in erster Linie in einer Fehl/Falsch- Ernährung begründet- siehe Einleitung-Symptome sind- Müdigkeit, Völle und Blähungen, klebriges Gefühl im Mund, weicher Stuhl bis Durchfall ggf. mit Schleimauflagerungen
  • Hitze und/oder Feuchtigkeit-Shi ReUrsachen siehe Einleitung- Symptome sind- Völle, Sodbrennen, Müdigkeit, Blähungen, sehr starker Appetit auf Süßes, wechselnde Stuhlkonsistenz von Durchfall bis Verstopfung mit klebrigem, stark riechenden Stuhl
  • Stagnation der Nahrung Ji ShiUrsachen sind übermäßige und schwer verdauliche Nahrung, übermäßiger Alkohol- oder Genussmittel- Konsum, Rauche, Essen unter Stress und Stressessen(siehe Artikel Stressesser), Symptome sind- Völle und Blähungen, gedehnter und gespannter Bauch, Aufstoßen, Schmerzen im Darm und im Magen, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall, übelriechender Stuhl
  • Magen und Leber- Yin-Mangel-Wan Gan Yin Xuheiße Nahrung, Genussmittel als ständiges Nahrungsmittel, Trockenheit, Stress, Symptome sind- Dürregefühl im Mund, trockener Stuhlgang und Verstopfung, Durst, Müdigkeit, rötliche Wangen mitHitzegefühl, Hitze an Händen und Füßen, Nachtschweiß am Sternum und am Bauch

Soweit die Syndrome aus Sicht der CM- Sie sehen also, es sind sehr vielfältige Diagnosen zum Thema Reizdarm möglich. Die Therapie sieht wie folgt aus:

  • Pathogene Faktoren ausleiten- Akupunktur, Kräutermedizin, Ernährungsumstellung und Ernährungstherapie, ggf. Darmaufbau mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Orthomolekularmedizin
  • Die Schwächen aufheben und die Milz stärken- Ernährungstherapie und Kräutermedizin
  • Den Körper in Balance bringen- Erhaltungsernährung(langfristige Ernährungsumstellung) auf eine leicht verdauliche Vollwerternährung, Stressmanagement, Kräutermedizin, Bewegungstherapie
  • Mein Tipp: beginnen Sie nach einer ausführlichen Anamnese und Ernährungsberatung bereits selbst- ein halber Teelöffel gemörster Kümmel, etwas Kurkuma und Fencheltee morgens nach dem warmen Frühstück schützt den Magen und reguliert natürlich den Darm

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Das Reizdarmsyndrom lässt sich auch mit der CM nicht einfach behandeln, es benötigt mindestens 3 Monate, bis der Körper anfängt, sich zu regulieren- aber die Chancen sind gut, wenn Sie als Betroffene(r) mitarbeiten.

Wir leben in einer modernen Zeit- müssen wir deshalb zwangsläufig moderne Erkrankungen bekommen?

Mit Kräutern und einer gesunden Ernährung zurück zum gesunden Darm

Mit Kräutern und einer gesunden Ernährung zurück zum gesunden Darm

 

Koriander – ein wahrlicher Wundertäter

 

… beim Essen und in der Heilkunde. Coriandrum sativum ist auch wieder kein typisch chinesisches Heilkraut, ist aber im asiatischen Raum sehr gebräuchlich. Nach Europa kam das meistens als Kückenkraut bekannte grüne Helferkraut für die Verdauung und den Darm über die Mittelmeerländer.

Seine Heilwirkung :

  • …entfaltet sich vor allem durch die ätherischen Öle Linalol, Geraniol, Pinen, Limonen, Terpinen, Borneol, aber auch durch die  Petroselinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure, seine Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarine, Sitosterin und Kaffeesäurerderivate.
  • …zielt besonders auf Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Magen-Darm-Entzündung, Magenkrämpfe, Magenschwäche, Mundgeruch, Reizdarm, Reizmagen, Verstopfung und Völlegefühl, aber Koriander kann auf Grund seiner wirkstoffe auch bei Husten und Menstruationsschmerzen eingesetzt werden.
  • Koriander wirkt antibakteriell, appetitfördernd, carminativ, fungizid, krampflösend, milchbildend- wichtig für stillende Mütter- und verdauungsfördernd.
  • Ein Tee aus:je 25 Gramm Kümmel-, Fenchel-, Anis- und Koriandersamen wirkt gegen Blähungen und Verdauungsprobleme.
  • Koriander steht auch als Urtinktur zur Verfügung- mit der Wirkweise wie oben bereits geschrieben.
  • In der Küche könne die Früchte wie auch das frische Kraut verwendet werden, nicht umsonst heißt Koriander auch arabische oder asiatische Petersilie.

Wenn ich in Hamburg zur Weiterbildung bin, dann gehe ich gerne in ein persisches Lokal in der Nähe des S-Bahnhofes Berliner Tor, dort gibt es vor dem Essen immer eine gemischte Frischkräuterplatte u.a. mit Koriander. Ich liebe das Essen dort und dank des tollen Kochs und der Kräuterplatte ist es sehr bekömmlich.

Probieren Sie Koriander auch mal in der Küche und bei Verdauungsbeschwerden nutzen Sie ruhig den oben beschriebenen Tee!

langer Koriander- wie der bekannte Koriander zu verwenden, sehr intensiv

langer Koriander- wie der bekannte Koriander zu verwenden, sehr intensiv

 

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