Hallo an Dich und sei WILKOMMEN – in der neuen Woche und hier auf meinem Blog. In der zweiten Urlaubswoche war ich mal wieder auf Rügen und habe mir die Kreidefelsen im Nationalpark angesehen. So wunderbar, dass dies jetzt über einen SkyWalk möglich ist; aber auch ein wenig Wehmut, weil sie nicht mehr so sind, wie in meiner Kinderzeit. Dieser Besuch hat mich inspiriert, Dir Kreide und Heilerde als Anwendungen in der Naturheilkunde vorzustellen:
Heilerde und Heilkreide sind zwei klassische Helfer aus der Naturapotheke: Heilerde wird meist als „innerer“ Verdauungs- und Regulationsbegleiter genutzt, während Heilkreide vor allem dort eingesetzt wird, wo es um „Entlasten und Binden“ geht. In diesem Beitrag bekommst Du von mir sowohl eine schamanische, als auch naturheilkundliche Orientierung dazu, wie beides genutzt werden kann- auch für Dich zu Hause 🙂
Heilerde und Heilkreide …
Heilerde (meist Tonmineralien aus speziellen Lagerstätten) wirkt über ihre Bindekräfte und ihre Fähigkeit, den Darm/ die Verdauung zu „beruhigen“ und überschüssige Stoffe zu binden. Sie wird häufig bei Magen-Darm-Beschwerden und bei „Reiz“-Phasen verwendet.
Heilkreide wird fast ausschließlich äußerlich eingesetzt, wirkt besonders als Auflage und dann über die Haut; es gibt auch die Möglichkeit der innerlichen Anwendung, die aber in die Hände der Kompetenzperson gehört
Schamanisch betrachtet geht es dabei um etwas sehr Ursprüngliches: binden, sammeln, sortieren. Als wäre dein innerer Raum plötzlich aufgeräumt; Dein inneres und äußeres System darf sich neu ausrichten.
Wann Heilerde sinnvoll ist
Typische Anwendungen bei:
- Magen-Darm-„Themen“ durch Fehlernährung/ falsche Ernährung/LM-„Vergiftungen“
- Durchfall-/Reizphasen (unterstützend, nicht als alleinige Therapie bei schweren Verläufen)
- Blähungen/ „Bauch-Völle“
- „Aufräumen“ nach Ernährungs- oder Belastungsphasen
- Haut-Themen
Wann Heilkreide sinnvoll ist
Typische Anwendungsmöglichkeiten sind…
- Haut-Themen jeglicher Art
- Sodbrennen/ „Sauer“-gefühl ( akute Entlastung)
- Reizungen im Oberbauch- sowohl innerlich als auch äußerlich
- …wenn etwas „schnell“ gebunden werden soll- bspw. bei Akne
Heilerde (innerlich):
Grundregel: kleine Menge starten, nur ausgewiesene Heilerde „Innerlich“
- 30 Minuten vor der Mahlzeit oder 1–2 Stunden Abstand zu Mahlzeiten und auf jeden Fall im Abstand zu Medikamenten (s.u.)
- Zubereitung: Pulver in Wasser einrühren – gut ist lauwarmes Wasser; verträglicher und löst die Heilerde besser
Für eine genaue Dosierung halte dich am besten an die Herstellerangaben oder ein therapeutisches Dosierschema, weil Heilerde je nach Mineralzusammensetzung und Produkt variiert.
Anwendung Heilkreide (innerlich):
Auch hier gilt alles wie oben
- Als Auflage im Gesicht oder auf dem Körper etwas „cremiger“ anrühren und dünn auf die Haut auftragen; einwirken lassen; mit lauwarmem Wasser abspülen
Achtung bei innerlicher Anwendung!!! Wenn du zu viel auf einmal nimmst, kann der Effekt kippen- Verstopfung ist eine Nebenwirkung!
Schamanisches Mini-Ritual „Binden & Ordnen“ … nimm Dir zwei Minuten Zeit für Dich:
- Setz dich bequem hin. Hand auf den Bauch oder in Richtung Solarplexus.
- Atme einmal tief ein und aus.
- Sag innerlich (oder flüsternd):
„Ich sammle, was heute zu viel ist. Ich lasse das, was ist, ausheilen.“ - Dann nimm deine Heilerde/ Heilkreide nach Plan ein.
- Hast Du Hautthemen, dann lege eine Hand- links- auf die Lungenzone und rechts auf den Unterbauch
Dieses Ritual hilft, das „Tun“ im Körper zu verankern: Du gibst deinem System das Signal Sortieren statt Kämpfen.
Wichtig!!!
Heilerde und Heilkreide können Wirkstoffe im Darm binden. Deshalb gilt immer:
- Medikamente mit Abstand einnehmen(Herstellerangaben beachten; häufig mehrere Stunden Abstand je nach Präparat).
- Wenn du schwanger bist, stillst, chronische Darmerkrankungen hast oder regelmäßig Medikamente nimmst: vorher ärztlich/therapeutisch abklären.
- Bei anhaltendem Durchfall, Blut im Stuhl, starken Schmerzen, Fieber, Austrocknungszeichen: medizinische Abklärung statt Selbstbehandlung.
Begleitung mit Ernährung und Trinken
Während der Behandlungs-Phase:
- eher mildes Essen (leicht verdaulich)
- genug trinken (Wasser/ ungesüßter Tee), damit dein Körper ausreichend Flüssigkeit halten kann
- Zucker, Alkohol und „Trigger“-Lebensmittel gar nicht konsumieren
Wann du die Anwendung beendest
- Sobald die akute Phase abklingt
- oder nach einem kurzen, klar begrenzten- therapeutisch festgelegten- Zeitraum
- KEINE „Dauer-Einnahme“, sondern als gezielte Unterstützung
Heilerde und Heilkreide sind in der Naturheilpraxis vor allem eine regulierende Unterstützung für die Verdauung und die Haut. Schamanisch gesehen wirken beide wie ein inneres „Aufräumen“: Du bittest dein System, das Überflüssige zu sammeln und dem Heilsamen Platz zu machen.
Eine Legende aus der Region:
Zwischen Wald und Wasser, dort wo die Kreidefelsen auf Rügen weiß im Morgenlicht stehen, sagt man: Nicht nur das Land hat Geschichten…und wenn die Welt zu viel von dir will, dann schickt dir diese Insel etwas Weißes, das ordnet und reguliert…
Die Legende von der weißen Helferin
Früher, als die Fischer noch vor der Sonne aufs Meer hinausfuhren und die Wege im Winter knirschten wie altes Holz, lebte eine Frau am Rand des Waldes, dort wo das Meer an die Küste spült. Ihr Name wurde nicht laut durch die Dörfer getragen- man nannte sie schlicht die Weise, die zuhört.
Eines Tages kam ein Streit in die Häuser; nicht mit Worten, sondern mit Unruhe. In manchen Nächten wachte die ganze Familie auf, als hätte man ein Feuer unter die Rippen gelegt. Der Magen wurde schwer, gierig nach Erleichterung, doch jedes „ dat wat schon“ half nicht.
Da ging die Frau zur See, dorthin, wo das Wasser die steile Küste küsst. Sie kniete nieder, legte beide Hände an die Erde und sprach:
„Wenn es innen zu Völle neigt, dann bring mir eine Hilfe, die nicht hart wirkt, sondern eine, die bindet und Ruhe schafft.“
Am nächsten Morgen fand sie am Ufer etwas, das aussah wie Mondlicht, zerfallen zu feinem Staub. Weiß wie Schnee und doch erdig, wie ein Stück Heimat. Sie brachte es heim, verrührte es mit warmem Wasser und gab der Familie kleine Portionen. Kein Wunder mit Trommeln und Pfeifen, sondern „nur“ eine spürbare Entlastung. Nach und nach wurde aus dem Brennen ein leichtes Ziehen und aus diesem wurde Ruhe.
Seitdem erzählen die Alten: Die Heilkreide sei ein Geschenk des Küstenbodens, um das Übervolle im Inneren zu binden und es dann wieder loszulassen, wenn es nicht mehr gebraucht wird oder einfach stört.
Wer auf Rügen die Kreide sieht, der darf gerne verstehen:
- nicht alles muss immer hart „weggearbeitet“ werden
- manchmal darf etwas „gebunden“ werden, damit sich Körper und auch Seele neu sortieren können
- Hilfe kann einfach sein und genau darin liegt ihre Kraft.
Heilkreide bekommst Du auf Rügen fast überall zu kaufen; Heilerde gibt es in sehr guter Qualität in unseren Drogeriemärkten- halte Rücksprache, wenn Du Dir unsicher bist.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche; sei achtsam bei der Wärme und bleib gesund- alles Liebe
Kira



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