TCM

Ernährungstherapie in der Naturheilkunde

Guten Morgen an Dich und danke für’s Lesen hier… heute stelle ich Dir in einem kleinen Abriss die Ernährungstherapie in der Naturheilkunde vor.

Ohne Ernährungstherapie und langfristige Ernährungsumstellung ist keine Gesundung möglich- frei nach “ Gesundheit geht nicht über die Apotheke sondern durch und mit der Küche“ 🙂

Die Therapie mit Lebensmitteln hat eine tausende Jahre alte Tradition- egal ob unsere heimischen Lebensmittel mit Überlieferungen aus den Familien(jede familie hat DAS spezielle Suppenrezept 😉 ), die Ernährung gemäß der Klosterheilkunde; Ernährung im Ayurveda und der asiatischen Heilkunde- alles hat seine Daseinsberechtigung und individuellen Ansätze.

Ich gehe für DICH näher auf die klösterliche und asiatische Ernährungstherapie ein- denn damit arbeite ich täglich; Ernährungstherapie in diesem Kontext ist eine „Küchenstrategie“, die Symptome nicht „wegdiäten“ will, sondern das Muster im Körper beeinflusst: Verdauung (Mitte), Wärme/Kälte-Balance, Nässe/Schleim, Qi- und Blutfluss, ggf. auch Hitze/Entzündungsumfeld. Wenn diese Grundmechanik stabil ist, werden viele Beschwerden deutlich weniger oder „verschwinden“; auch dann, wenn die Diagnose komplett unterschiedlich ist.

Was Ernährungstherapie grundsätzlich anders macht…

  • Die Mitte stärken (Milz/Magen-Funktion): Wenn die Mitte schwach ist, entsteht leichter „Nässe/Schleim“ und alles wird schwerer: Antrieb, Verdauung, Immunsituation, Regeneration. Ernährungstherapie setzt daher bei warm, regelmäßig, gut verdaulich und nährend an.
  • Kälte/Hitze ausbalancieren: Viele chronische Muster reagieren auf „zu kalt“, „zu roh“, „zu lange unregelmäßig“ oder auf stark reizende Kost. Naturheilkundeliche Ernährungstherapie nutzt dafür besonders häufig warme und gegarte Mahlzeiten und natürlich gezielt eingesetzte Kräuter und Gewürze.
  • Nässe transformieren statt nur zu „entziehen“: Gemäß der CM aber auch bspw. bei Hildegard von Bingen ist Nässe nicht nur Flüssigkeit, sondern auch „Trübes/Schweres“ im System: Schwellung, Müdigkeit, Benommenheit, Brain Fog, zähe Verdauung, Schleimgefühl… Transformieren heißt: erwärmen, strukturieren, regelmäßig essen, weniger schwer/fettig/schleimfördernd; je nach Person und Muster.
  • Bewegung in den „Stau“ bringen (Qi- & Blutfluss): Wenn etwas „fest sitzt“ (Schmerzen, Verspannung, Zyklus-/Stoffwechselthemen, schlechte Durchblutungsempfinden), kombiniert Ernährungstherapie häufig eine „Küche“, die nicht noch mehr bremst, sondern sanft aktiviert: passende Gewürze, bessere Essensrhythmen, ausreichend Eiweiß und „bewegende“ Zutaten.
  • Entzündungsumfeld modulieren (ohne Superdiät): Je nach Muster (z. B. mit Hitzezeichen) wird die Küche leichter, weniger süß/stark verarbeitet, mehr sanft/mild gekocht, mit passenden Kräutern/ Gewürzen und einer sauberen „Süß“-Strategie.
Pastinaken-Möhrengemüse mit Pinienkernen

Die 5 entscheidenden Hebel im Alltag

HebelZielTypische TCM-Ausrichtung in der Praxis
Warm + gekochttransformieren & entlastenSuppen, Eintöpfe, gedünstetes Gemüse, Congee/Grütze
Regelmäßigkeitweniger Stau/Schwankungenfeste Essenszeiten, nicht „durchhungern“
Mitte/Verträglichkeitbessere Verdauungmilde, gut verdauliche Kombinationen; nicht zu schwer auf einmal
Sanfte „Wärmung“Kälte-Anteile ausgleichenIngwer/Fenchel/Kreuzkümmel (je nach Verträglichkeit), eher abends warm
Ein Muster statt Standardindividuell wirkenEssen richtet sich nach Symptommuster (z. B. schwer/schleimig vs. hitzig vs. kältegetriggert)

Wie du Ernährungstherapie konkret „richtig machst“ (nicht nur Lebensmittel wählen)…

  • Muster beobachten (1–2 Wochen): Nicht nur „was“ du isst zählt, sondern auch wannwie warmwie groß die Portionwie kombiniert und wie regelmäßig. Viele Veränderungen sieht man eher in Rhythmus und Verdauung als in einzelnen Superfoods.
  • Küchenstruktur“ vor Supplements: Für den Alltag ist die Basis meist: warm und gegart, gute Proteine, Gemüse in passender Garform, gesunde Fette moderat, Zucker/Industrieprodukte zurückfahren (besonders abends und in Schubphasen).
  • Kräuter gezielt statt wild mischen:Kräuter (auch Wildkräuter) sind „aktive“ Bausteine. In der Praxis kommen sie dosiert in die Suppe/den Tee, statt täglich große Mengen in roher/nicht definierter Form(Life-Style-Produkte…)
  • Verträglichkeit ist das Qualitätskriterium: Wenn etwas die Mitte belastet (Blähungen, Völlegefühl, „schwere Verdauung“), muss die „Küche“ angepasst werden; nicht durchhalten und aushalten… Veränderung- auch in KLEIN- bringt den Durchbruch!

Beispiele für „Küchenrichtungen“ nach typischen Dysbalancen…

  • Wenn es sich eher schwer/schleimig/feucht anfühlt: mehr warm und gekocht, weniger roh, weniger zu fettig/schwer, mehr klare, leichte Brühen & Gemüse-Struktur integrieren;
  • Wenn Kälte triggert (steife, kalte Gelenke, Durchfrieren): wärmende Zubereitung (Eintopf/Suppe), weniger Kaltes, Rohes, Eis/Kaltgetränke, maßvoll Gewürze;
  • Wenn es eher hitzig/aktiv entzündet wirkt: leichter, gut gegart, weniger süß und zu stark verarbeitet(zu heiße Zubereitung durch Backofen, Grill…), Zuckerlast und große Fettmengen reduzieren; passende Kräuter/ Gewürze eher mild halten einsetzen;
  • Wenn Stagnation/„Festhalten“ dominiert: „Küche“, die den Kreislauf/die Bewegung unterstützt: ausreichend Eiweiß, regelmäßig essen, Gewürze, die „bewegen“ und etwas mehr Bewegung im Alltag.

Ein einfacher Einstieg (ohne Overload)…

  • Jeden Tag eine warme Mahlzeit: Suppe, Eintopf, Congee oder ein warm gegartes Gemüsegericht.
  • Jede Mahlzeit mit Protein-Baustein: so unterstützt du Gewebe & Regeneration (auch bei vielen „chronischen“ Mustern ein Schlüssel).
  • Abends eher mild & warm: damit die Mitte nachts nicht überfordert ist und sich ein Hitze-Kessel bildet
  • 1–2 Gewürz-/Kräuter konstant integrieren: z. B. Ingwer/Fenchel oder Ingwer/Kreuzkümmel (verträglich dosiert), statt täglich alles zu wechseln

Allgemein ist Ernährungstherapie in der Naturheilkunde vor allem „Küchenarbeit an der Steuerzentrale“ 😉 : Verdauung, Wärmebalance, Nässe/Schleim-Umfeld und Energiefluss. Wenn du warm, regelmäßig und verträglich isst und die Mahlzeiten nach deinem Muster ausrichtest, verändert sich nicht nur die Symptomlast, sondern auch deine Energie, Schlafqualität und Regenerationsfähigkeit.

Ich selbst habe erblich bedingtes Rheuma und lebe sehr gut damit: ohne „moderne“ Medikamente, mit Kräutern, die zu meinem Rheuma-Typ passen, Bewegung, Ernährung… und so zeige ich Dir an meinem Beispiel, wie Ernährungstherapie die Gesundheit beeinflusst:

Rheuma aus Sicht von CM & Ernährungstherapie

In der CM werden „rheumatische“ Beschwerden nicht als eine einzelne Krankheit verstanden, sondern als Muster. Häufige Kombi-Mechanismen sind:

  • Wind-Kälte / Wind-Nässe: Beschwerden sind wechselhaft, ziehen/kribbeln, werden durch Kälte oder feuchte Witterung verstärkt.
  • Nässe- und Schleimbelastung: Schwellungen, „Schweregefühl“, steife Gelenke, träge Beweglichkeit.
  • Stagnation: Schmerzen, die „fest sitzen“ – Bewegung bringt oft Erleichterung, aber der Körper bleibt blockiert.
  • (Sekundär) Hitze: bei stärkerer Entzündungsneigung können Rötung/Überwärmung dazukommen.

Ernährungstherapie zielt daher in der Regel auf drei Dinge:
Wärme auf- bzw. abbauenNässe/Schleim reduzierenBewegung fördern und dabei den Körper konstitutionell unterstützen(damit Entzündung nicht ständig „nachgefüttert“ wird).

Ernährungstrategie anhand einer Suppe- was diese Suppe ernährungstherapeutisch bewirkt…

Diese Suppe ist als warmes, gekochtes Gericht angelegt (statt roh/„kalt“), weil warm und gegart aus Sicht der Naturheilkunde/CM hilft, Nässe zu transformieren und „Kälte-Faktoren“ abzupuffern.

  • Ackerhornkraut (Wildpflanze): wird in der CM als regulierendes Wildkraut eingesetzt, das Nässe/„Trübes“ nicht einfach nur „wegdrückt“, sondern das System wieder in Bewegung bringen kann.
  • Brennnessel: unterstützt aus Sicht der CM die Nässe-Ausleitung und kann das „Schwere“ aus dem System nehmen.
  • Löwenzahn: wird häufig genutzt, um die Funktion von Leber/Magen-Dynamik(Verdauung & Bewegung) zu fördern.
  • Gundermann: passt als Wildkräuter-Baustein gut in „leichter öffnende“ Ernährungssysteme.
  • Möhre/Pastinake/Lauch/Kartoffel: liefern „milde Basis“ für die Mitte und machen das Gericht verträglich und sättigend.
  • Ingwer + Knoblauch (frisch und sehr zurückhaltend dosiert): wirken wärmend und unterstützen „Gegenkälte“ und Bewegungsimpuls.
  • Kurkuma (optional): ergänzt die antientzündliche Küche, ohne die Suppe „zu schwer“ zu machen.

Rezept: Antientzündliche Rheuma-Suppe mit Ackerhornkraut:

Zutaten (ca. 4 Portionen)

  • 1 EL Olivenöl oder Ghee
  • 1 Zwiebel (klein gewürfelt)
  • 1–2 Stangen Lauch (in Ringe geschnitten)
  • 1 Stück Ingwer (ca. 1–2 cm), fein gerieben
  • 1 Knoblauchzehe (optional, fein gehackt)
  • 1 Möhre (gewürfelt)
  • 1 Pastinake (gewürfelt, optional)
  • 1 Kartoffel (würfeln, macht die Suppe „milder“)
  • 800–1000 ml Gemüsebrühe (oder Wasser + Algen/Salz nach Wahl)
  • 1–2 TL Kurkuma (optional)
  • 1/2 TL Kreuzkümmel oder Fenchel (hilft, Nässe leichter zu transformieren)
  • Salz & frisch gemahlener Pfeffer

Wildkräuter (frisch oder tiefgekühlt, Menge insgesamt ca. 250–350 g):

  • Ackerhornkraut (ca. 80–120 g)
  • Brennnessel (ca. 80–120 g, blanchiert)
  • Gundermann (ca. 30–60 g, fein gehackt)
  • Löwenzahn (ca. 30–60 g, kleingeschnitten; Blätter statt viel Blüten, je nach Geschmack)

Optional zum Abrunden:

  • 1–2 TL Zitronensaft am Ende (nicht mitkochen, wenn du sehr empfindlich reagierst)
  • 1–2 EL Apfelessig ganz am Schluss (nur wenn Du ihn gut verträgst)

Zubereitung

  1. Basis ansetzen: Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Lauch 5–7 Minuten anschwitzen. Ingwer (und optional Knoblauch) 30–60 Sekunden mit anrösten.
  2. Gemüse & Gewürze: Möhre, Pastinake (optional) und Kartoffel zugeben. Kurkuma und Kreuzkümmel/Fenchel dazugeben und kurz mitrösten.
  3. Kochen: Mit Gemüsebrühe auffüllen und alles 20–25 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  4. Wildkräuter „zum richtigen Zeitpunkt“:
    • Brennnessel kurz blanchieren oder bereits blanchiert verwenden.
    • Ackerhornkraut, Gundermann und Löwenzahn erst in den letzten 5–7 Minuten einrühren, damit Aroma und Vitalität erhalten bleiben.
Ackerhornkraut- wächst da, wo anderes nicht bestehen kann
  1. Abschmecken & optional verfeinern: Mit Salz/Pfeffer abschmecken. Optional am Ende ganz wenig Zitronensaft oder Essig zugeben (nur wenn verträglich).
  2. Optional cremiger: Wenn du es mehr „wärmend und Mitte regulierend“ möchtest, kannst du einen Teil der Suppe pürieren und den Rest stückig lassen.

Anwendung:

  • 2–4x/Woche als warmes Gericht für einen Zeitraum von 1–2 Wochen testen, dabei beobachten: Werden Steifigkeit/Schweregefühl besser? Wird die Verdauung optimaler?

Konkrete Hinweise (kurz & praxisnah und für Deine Sicherheit)…

  • Wildkräuter nur sammeln, wenn die Art sicher identifiziert werden kann oder aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.
  • Bei Medikamenten oder starken Entzündungs-/Schub-Symptomen dieses Muster ergänzend betrachten (Ernährung ersetzt keine ärztliche Behandlung).

Diese Suppe arbeitet nicht „gegen“ deinen Körper, sondern mit einer naturheilkundlichen Logik: warm, gekocht, kräuterreich, mit Wildpflanzen, die das System wieder in Bewegung bringen sollen.

UND nun? Schau genau hin- integriere die Ernährungshinweise, die Du bspw. von mir bekommst, langsam und ohne Stress in Deine Mahlzeiten- beginne mit der wichtigsten Mahlzeit- der ersten des Tages zwischen 6-11 Uhr 🙂

Nimm den „Druck“ und Deinen Perfektionismus aus der Umsetzung- erinnere Dich bspw. an die Ernährung von früher- oft reichen 3-5 Zutaten für eine nährende und „heilende“ Ernährung.

Du benötigst Hilfe- dann melde Dich für einen termin gerne über das Kontaktformular; diese Termine sind auch per Video-Call möglich.

Ich wünsche Dir eine gute Woche; bleib gesund… herzlichst

Kira

Wildkräuter- einwunderbarer Ersatz für zu starke Gewürze 🙂

Trinkkuren- gar nicht altbacken…

Guten Tag an Dich an diesem Pfingstmontag; Du hast hier zu meinem Blog gefunden- dann freue Dich auf zahlreiche Berichte von der Naturheilkunde, zu Heilverfahren, meiner Arbeit und natürlich ganz viel Wissen rund um Kräuter, Traditionelle Europäische Heilkunde, Klostermedizin und Klassische Chinesische Medizin. Heute habe ich Dir dies zusammen gestellt:

Alt bewährt- gar nicht eingestaubt und heute eine sehr einfache therapeutische Anwendung in der Naturheilkunde- eine „Trink-Kur“…

Trinkkuren gehören zu den ältesten Heilverfahren und sind – gerade in Europa- eng mit der Geschichte der Bäderorte verbunden. Sie stehen für eine Zeit, in der Wasser nicht nur als Nahrungs- und Reinigungsmedium verstanden wurde, sondern als Träger von Mineralien, Temperaturreizen und beliebte Heilpraxis. Gerade in den klassischen Kurorten entwickelte sich daraus eine Kultur der „Heilquellen“, in der das Trinken von Quellwasser, das „Baden“ und das Verweilen im Ort als zusammengehörige Therapie verstanden wurden.

Ein wenig Historie zur Trinkkur

Die Idee, Wasser gezielt zu trinken, ist sehr alt. Schon in der Antike wurden Quellen aufgesucht, denen eine besondere Wirkung zugeschrieben wurde. Im Mittelalter und besonders in der Neuzeit erlangten Mineral- und Heilquellen eine zentrale Stellung. Mit der Entwicklung der europäischen Bäderkultur im 17. bis 19. Jahrhundert- bspw. in Karlsbad oder Bad Lauterbach… wurde die Trinkkur zu einem festen Bestandteil der Kurmedizin.

In vielen Bäderorten entstand eine eigene Routine:

  • morgens frisches Quellwasser trinken
  • anschließend spazieren gehen
  • danach Ruhe, leichte Kost und wiederholte Anwendungen, wie Wassertreten oder Wickel

Dieses Zusammenspiel war nicht zufällig aufgestellt worden, sondern Teil einer frühen, ganzheitlichen Sicht auf Gesundheit. Die Quelle selbst galt als heilkräftig, aber ebenso der Ort, die Luft, die Bewegung, die leichte „Kurkost“ und der geregelte Tagesrhythmus.

Der Tollensesee bei uns in MV ist bspw. zum Teil ein Quellensee; sehr klares und kühles Wasser selbst im Sommer sind bezeichnend

Bäderorte als Heilräume

Bäderorte waren historisch nicht einfach „Orte mit Wasser“, sondern komplette Heilräume. Sie vereinten:

  • Heilquelle oder Mineralquelle
  • Badekultur
  • Trinkhalle
  • Promenaden und Kurwege
  • ärztliche Begleitung
  • gesellschaftliche Ordnung und Erholung

Die Trinkhalle war dabei ein zentrales architektonisches und kulturelles Element. Noch heute kannst Du bspw. in Karlsbad- dem tschechischen Karlovy Vary- diese Architektur bewundern. Dort wurde das Wasser nicht nebenbei konsumiert, sondern bewusst, in Etappen und oft nach ärztlicher Empfehlung zu sich genommen. Das Trinken wurde ritualisiert: langsam, in bestimmter Menge, zu bestimmten Zeiten und kombiniert mit Bewegung.

Was unter „Heilquellen“ verstanden wurde

Der Begriff Heilquelle beschreibt Wasserläufe, denen aufgrund ihrer natürlichen Zusammensetzung eine therapeutische Wirkung zugeschrieben wurde. Entscheidend waren vor allem:

  • Mineralgehalt
  • Temperatur
  • Kohlensäuregehalt
  • Sulfat-, Natrium-, Calcium- oder Magnesiumanteile
  • Geruch und Geschmack

Je nach Zusammensetzung wurden die Quellen unterschiedlich eingesetzt. Manche galten als anregend für die Verdauung, andere als unterstützend bei Stoffwechsel- oder Harnwegsproblemen. In der historischen Balneologie war das Wasser nicht neutral, sondern charaktervoll: Jede Quelle hatte ihren eigenen „Arztbrief“ aus der Natur.

Die kulturelle Bedeutung der „Trinkkur“

Die Trinkkur war nie nur medizinisch, sondern auch kulturell geprägt. Der Bäderort wurde zum Ort von:

  • Heilung
  • Beobachtung
  • sozialem Austausch
  • Spaziergang und Rhythmus
  • Disziplin und Selbstfürsorge

Der Tagesablauf im Kurort strukturierte den Körper neu. Das langsame Trinken am Morgen, das Gehen an der frischen Luft und die wiederkehrenden Anwendungen sollten den Organismus ordnen und stärken. In diesem Sinn war die Trinkkur auch eine frühe Form von Regeneration durch Rhythmus.

Verbindung zur Naturheilkunde heute

In der heutigen Naturheilkunde lässt sich diese Tradition neu „lesen“. Trinkkuren mit Kräutern greifen das alte Prinzip auf, Flüssigkeit nicht nur als Menge, sondern als Träger von Wirkung, Rhythmus und Qualitätzu verstehen. Während früher die Heilquelle selbst im Mittelpunkt stand, übernehmen heute oft Kräutermischungen diese Rolle: Sie verbinden Wasser mit pflanzlicher Information und einem klaren Kurkonzept.

Das macht die Trinkkur bis heute interessant:

  • als sanfte Unterstützung
  • als ritualisierte Gesundheitsroutine
  • als Brücke zwischen historischer Heiltradition und moderner Phytotherapie

Die Geschichte der Trinkkuren ist untrennbar mit den Bäderorten und ihren Heilquellen verbunden. Aus dem Trinken mineralischer Quellwässer entstand eine ausgeprägte Kurkultur, in der Wasser, Bewegung, Luft, Ruhe und ärztliche Ordnung zusammenwirkten. Diese historische Tradition prägt bis heute die naturheilkundliche Vorstellung von Trinkkuren: nicht als schnelle Maßnahme, sondern als rhythmische, mild wirkende Form der Unterstützung von Körper und Regeneration.

Trinkkuren sind daher in der modernen Naturheilkunde ein klassisches, alltagsnahes Verfahren, um den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen und bestimmte Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozesse sanft zu begleiten. Wissenschaftlich betrachtet wirken sie nicht nicht nur als „Motor“ der Autophagie, sondern vor allem über ausreichende Hydrierung, die Zufuhr pflanzlicher Inhaltsstoffe und die gezielte Auswahl mild wirkender Drogen. Besonders interessant sind dabei bspw. LabkrautBrennnessel und Holunderblüten, weil sie zwar traditionell unterschiedlich eingesetzt werden und sich gut für eine kurartige Anwendung kombinieren lassen.

Trinkkur in der Naturheilkunde:

Eine Trinkkur bedeutet meist, über einen begrenzten Zeitraum regelmäßig Wasser, einen Kräutertee oder Auszug zu trinken. Dabei geht es um:

  • Unterstützung der Flüssigkeitszufuhr
  • Anregung der Diurese
  • Begleitung des Stoffwechsels
  • Sanfte Regulation bei innerer Hitze, Stauung; „Winter- oder Frühjahrs“müdigkeit
  • Ergänzung einer ernährungsmedizinisch sinnvollen Routine

Aus naturheilkundlicher Sicht ist entscheidend, dass eine Trinkkur mild, regelmäßig durchgeführt, aber auch zeitlich begrenzt bleibt. Kräuter mit stark harntreibender, stoffwechselaktiver oder pharmakologisch intensiver Wirkung gehören nicht unkritisch in den Alltag, sondern brauchen Indikationsbezug und Kontext.

1. Labkraut: sanfte Lymph- und Stoffwechselbegleitung

Echtes Labkraut (Galium verum) und in der Praxis oft auch verwandte Labkrautarten werden traditionell bei „Stockungen“, Lymphthemen und einem Gefühl von Schwere verwendet. Die Pflanze enthält unter anderem:

  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • Iridoide
  • Saponine in geringerem Ausmaß

Aus naturheilkundlicher Perspektive wird Labkraut geschätzt, weil es mildgut integrierbar und langsam wirkend ist. In Trinkkuren passt es besonders dann, wenn nicht ein aggressiver Effekt, sondern eine sanfte Regulation gewünscht ist. Dabei sind Kaltauszüge ebenso wirksam wie Teezubereitungen.

Für die Praxis:

  • gut geeignet für kurmäßige Mischungen
  • eher als Begleitpflanze als als starkes Einzelmittel
  • traditionell bei „Verschleimung“, „Stauung“ und leichten Lymphbeschwerden verwendet

Wissenschaftlich lässt sich die Wirkung vor allem als milde pflanzliche Modulation einodnen, nicht als spektakulärer Einzelmechanismus.

Im Sommer lassen sich Trinkkuren auch mit Obst im Wasser durchführen- bspw. Wassermelone- reich an Mineralien 🙂

2. Brennnessel: mineralstoffreich und klassisch harntreibend

Die Brennnessel (Urtica dioica) ist eine der bekanntesten Trinkkurpflanzen. Sie enthält unter anderem:

  • Mineralstoffe
  • Flavonoide
  • Kieselsäure
  • Phenolcarbonsäuren
  • weitere sekundäre Pflanzenstoffe

Traditionell wird sie vor allem zur Durchspülung der Harnwege und als stoffwechselunterstützende Pflanzeeingesetzt. Im naturheilkundlichen Kontext wird sie oft verwendet bei:

  • leichtem Wasserstau
  • Frühjahrskuren
  • allgemeiner Rekonvaleszenz
  • begleitender Ausleitung über die Niere

Die Brennnessel ist dabei nicht nur „harntreibend“, sondern auch ein Nährkraut. Gerade das macht sie für Trinkkuren attraktiv: Sie verbindet Ausscheidungsunterstützung mit einer gewissen mineralischen Dichte.

Wichtig in der Praxis:

  • nicht als Daueranwendung ohne Anlass
  • bei eingeschränkter Nierenfunktion, Herzinsuffizienz oder relevanter Medikation zurückhaltend verwenden
  • auf ausreichendes Trinken achten, damit die Kur funktional bleibt

3. Holunderblüten: Schwitzen, Atemwege, sanfte Regulation

Holunderblüten (Sambucus nigra) gehören zu den klassischen Blüten der Hausapotheke. Sie enthalten unter anderem:

  • Flavonoide
  • Schleimstoffe
  • ätherisch wirksame Begleitstoffe

Traditionell werden sie eingesetzt, um:

  • Schweißbildung zu fördern– besonders, wenn dieser natürliche Mechanismus verloren gegangen ist
  • die Atemwege zu begleiten
  • bei frischem Kältegefühl oder beginnender Erkältung unterstützend zu wirken
  • das allgemeine „Lösen“ im Körper zu fördern

In Trinkkuren bringen Holunderblüten eine wärmend-sanfte, bewegende Komponente ein. Sie passen besonders dann, wenn neben Ausscheidung auch eine gewisse Oberflächenregulation und lymphatische Entlastung gewünscht wird.

Vergleich der drei Pflanzen auf einen Blick:

PflanzeTraditioneller SchwerpunktCharakterGeeignet für Trinkkuren
LabkrautLymphe, Stauung, sanfte Regulationmild, ausgleichendsehr gut
BrennnesselHarnwege, Stoffwechsel, Mineralstoffzufuhrklar, aktivierendsehr gut
HolunderblütenSchwitzen, Atemwege, Bewegung von außen nach innensanft wärmendgut

In einer ausgewogenen Trinkkur sind diese drei Pflanzen sinnvoll miteinander verbunden:

  • Brennnessel für die Ausscheidung und Mineralstoffbegleitung
  • Labkraut für die sanfte Regulation und das Gefühl von Leichtigkeit
  • Holunderblüten für die unterstützende Wärme- und Oberflächenwirkung

So entsteht eine Mischung, die nicht zu stark, aber dennoch spürbar ist. Gerade in der Naturheilkunde ist diese Balance entscheidend: Eine gute Trinkkur soll den Organismus nicht überfordern, sondern rhythmisierend und unterstützend wirken.

Praktische Anwendung:

Für eine alltagstaugliche Trinkkur werden verwendet:

  • 1–2 Teelöffel Kräutermischung pro Tasse
  • 2–3 Tassen täglich
  • über 5–14 Tage, je nach Zielsetzung
  • möglichst warm und frisch zubereitet

Ein Beispiel für eine milde Mischung wäre:

  • 40 % Brennnessel
  • 30 % Labkraut
  • 30 % Holunderblüten

Diese Mischung ist besonders geeignet, wenn eine Kur sanfthausapothekennah und alltagstauglich bleiben soll.

Grenzen und Vorsicht!!!

Trinkkuren sind nicht für jede Situation gleich passend. Daher sollten diese Kuren auch immer mit Deiner Kompetenzperson- HPin oder Badearzt/Badeärztin abgesprochen werden.

Vorsicht ist geboten bei:

  • Herz- oder Nierenerkrankungen
  • starker Ödembildung unklarer Ursache
  • akuter Infektion mit hohem Fieber
  • Schwangerschaft und Stillzeit, je nach Pflanze und Dosierung
  • gleichzeitiger Einnahme entwässernder Medikamente

Es gilt immer: Eine Trinkkur ist kein Ersatz für eine vernünftige Diagnostik und Behandlung, sondern eine begleitende naturheilkundliche Maßnahme.

JiaoGulan- sehr gut für eine Trinkkur über das frühjahr und den Herbst- eine Tasse täglich

Kurmischung für 7–14 Tage

Mischung:

  • 40 g Brennnesselblätter
  • 30 g Labkraut
  • 30 g Holunderblüten

Anwendung

  • 1 Esslöffel der Mischung mit 250 ml heißem Wasser übergießen
  • 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen
  • 2–3 Tassen täglich frisch zubereitet trinken
  • Ideal über 7–14 Tage
  • Diesen Trank tatsächlich pur zu sich nehmen, keinen Honig oder Zucker verwenden!!!

Naturheilkundliche Einordnung:

  • Brennnessel: unterstützt die Durchspülung und bringt mineralische Begleitung
  • Labkraut: wird traditionell bei Stauung und zur sanften Regulation eingesetzt
  • Holunderblüten: ergänzen die Mischung mit einer wärmend-lösenden Komponente

Geschmack und Charakter

Die Mischung ist:

  • mild herb
  • leicht blumig
  • angenehm alltagstauglich
  • gut geeignet für eine sanfte Trinkkur im Frühjahr oder bei allgemeinem „Schweregefühl“

Diese Mischung passt besonders gut, wenn die Kur nicht zu stark, sondern sanft und regulierend wirken soll. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen, unklaren Schwellungen oder relevanter Medikation sollte eine Trinkkur individuell abgestimmt werden.

Wasser-Lebenselixier für alles in der Natur; in Norwegen bspw. kannst Du problemlos aus den Gebirgsläufen trinken; das Wasser hat eine unglaubliche Kraft dort- vor allem mental ist es zu spüren

In der Chinesischen Medizin würde man diese Mischung vor allem als mild bewegend, ausleitend und leicht kühlend einordnen. Sie passt besonders dann, wenn sich Hitze, leichte Stagnation oder Feuchtigkeit zeigen, etwa bei:

  • Schweregefühl
  • innerer Unruhe
  • leichtem „Stau“ im Körper
  • Neigung zu Ödemen
  • Frühjahrsmüdigkeit mit Trägheit

Die Mischung unterstützt aus Sicht der CM vor allem:

  • Qi-Bewegung
  • Feuchtigkeitsausleitung
  • leichte Hitze-Reduktion
  • Sanftes Harmonisieren von Leber und Niere

Wirkprofil der Kräuter gemäß CM:

PflanzeCM-ZuordnungWirkung im CM-Verständnis
Brennnesselleicht kühlend, bewegendklärt leichte Hitze, fördert Ausleitung über Urin
Labkrautausleitend, regulierendunterstützt Stauungsabbau und Flüssigkeitsbewegung
Holunderblütenleicht kühlend bis neutrallöst, öffnet und unterstützt die Oberfläche

Wann sie aus dem Blickwinkel der CM gut passt

Diese Mischung ist besonders passend bei:

  • Qi-Stagnation mit Feuchtigkeit
  • leichter Hitze im oberen oder mittleren Erwärmer
  • Schweregefühl und „verklemmter“ Dynamik
  • milder Frühjahrskur

Wann NIE anwenden:

  • ausgeprägtem Yin-Mangel mit Trockenheit
  • deutlicher Kälte im Verdauungstrakt
  • starkem Erschöpfungszustand
  • Schwangerschaft – hier Einzelfall streng prüfen!!

Trinkkuren sind ein sehr brauchbares Instrument der Naturheilkunde, wenn sie gezielt, mild und zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Als Beispiel hier: Labkraut steht für sanfte Regulation und Stauungsabbau, Brennnessel für Durchspülung und mineralische Unterstützung, Holunderblüten für die wärmende, schweißtreibende und ausgleichende Komponente. Zusammen ergeben sie eine gut verständliche und praktisch einsetzbare Phytotherapie für den Alltag.

Meine Empfehlung: Lass doch mal Deinen Mineralstoffhaushalt über das Blut bestimmen- eventuell ist eine Trinkkur auch für Dich sinnvoll- vor allem bei ständiger Müdigkeit, was auf eine Dysbalance im Leber- und Nieren-Stoffwechsel hinweist.

Trinkkuren gehören aber in die Hände des Fachpersonals- halte Rücksprache. Bei Interesse vereinbare gerne einen Termin in meiner Praxis; ggf. lässt sich der Termin auch telefonisch abhalten.

Trinktipp für den Alltag: Trinke alle Stunde ein kleines Glas Wasser und etwa eine Stunde vor den Mahlzeiten ein großes Glas- möglichst ohne Sprudel und lauwarm- dann arbeitet Dein Körper sinnvoll und „leidet“ nicht unter Trockenheit 😉

Hab eine angenehme Woche- liebe Grüße in Deinen Tag…

Kira

Trinkkur bei Migräne-Anfälligkeit bspw. u.a. mit Mutterkraut-Auszug

Schröpfen… Tradition trifft auf Wissenschaft

Sei WILKOMMEN hier auf meinem Blog- lehne Dich zurück, trink Dein morgendliches Getränk und genieße das Lesen…

Schröpfen ist eine traditionelle Behandlungsform, die seit Jahrhunderten in verschiedenen Medizinsystemen verwendet wird – unter anderem in der Chinesischen Medizin, in der europäischen Naturheilkunde, in der Klostermedizin und in der arabisch-persischen Medizin. Dabei werden mit Hilfe von Schröpfgläsern Unterdruckreize auf der Haut erzeugt. Das Ziel ist, die lokale Durchblutung anzuregen, muskuläre Spannungen zu lösen und den Körper in seiner Regulationsfähigkeit zu unterstützen.

In der naturheilkundlichen Praxis wird Schröpfen häufig bei Verspannungen, myofaszialen Beschwerden, Rückenschmerzen und einem Gefühl von „Stau“ oder „Schwere“ eingesetzt. Aus Sicht der chinesischen Medizin kann es helfen, Stagnationen zu bewegen. Wissenschaftlich betrachtet lassen sich vor allem lokale Effekte auf Haut, Muskulatur, Mikrozirkulation und Schmerzverarbeitung diskutieren.

Was ist Schröpfen?

Beim Schröpfen werden spezielle Gläser oder Silikonkappen auf die Haut gesetzt. Durch Unterdruck wird die Haut leicht angehoben, wodurch eine intensive Reizung des darunterliegenden Gewebes entsteht. Es gibt verschiedene Formen:

Schröpfkopfmassage bei Schmerzen
  • Trockenes Schröpfen: Die Gläser werden ohne Hautverletzung aufgesetzt
  • Bewegtes Schröpfen: Die Haut wird mit Öl eingerieben und das Schröpfglas über das Gewebe bewegt- s.g. Schröpfkopf-Massage
  • Blutiges Schröpfen: Nach einem kleinen Hautanriss(Nadel oder Lanzette) wird geschröpft; diese Form ist deutlich invasiver und gehört in fachkundige Hände

In der Praxis ist das trockene und bewegte Schröpfen am häufigsten, insbesondere im naturheilkundlichen und physiotherapeutischen Umfeld.

Schröpfen in der CM

In der Chinesischen Medizin wird Schröpfen als Methode verstanden, Blockaden zu lösen und den Fluss von Qi und Blut anzuregen. Besonders relevant ist es bei Mustern wie:

  • Qi-Stagnation
  • Blut-Stagnation
  • Kälte-Disharmonie
  • Feuchte-Ansammlungen
  • muskelbedingter Spannung im Rücken- und Nackenbereich

Typische Ziele sind:

  • Entlastung von Stagnation
  • Auflösung von Spannung und „Druck“
  • Förderung der lokalen Zirkulation
  • Unterstützung bei Beschwerden, die mit Kälte oder muskulärer Verhärtung zusammenhängen

Schröpfen erfolgt häufig entlang der Blasen-Meridian’s am Rücken eingesetzt, weil diese Region als besonders zugänglich für eine regulierende Behandlung des Körpers gilt; aber auch das Setzen von kleineren schröpfköpfen an den großen Gelenken oder an den großen Muskelgruppen ist verbreitet.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Studienlage zum Schröpfen ist recht „dünn“, aber es gibt Hinweise auf positive Effekte bei bestimmten Beschwerden, vor allem bei Schmerzen und muskulären Verspannungen. Diskutierte Wirkmechanismen sind:

  • Steigerung der lokalen Durchblutung
  • Beeinflussung der Schmerzrezeptoren
  • Reizsetzung auf Faszien und Muskelstrukturen
  • modulierende Effekte auf das Nervensystem
  • Veränderung der Gewebespannung

Viele Studien weisen jedoch methodische Schwächen auf, etwa kleine Teilnehmerzahlen, fehlende Verblindung oder unterschiedliche Behandlungsprotokolle. Deshalb gilt Schröpfen gemäß der modernen Medizin nicht als Ersatz für eine alleinige Therapiemethode, sondern als ergänzende Methode.

Wann kann Schröpfen sinnvoll sein?

Schröpfen wird in der Praxis häufig eingesetzt bei:

  • Nackenverspannungen
  • Schulter-Arm-Beschwerden
  • Rückenschmerzen
  • muskulären Verhärtungen
  • tension-related headaches
  • Erschöpfungszuständen mit Spannungsgefühl
  • Beschwerden nach körperlicher Überlastung

Besonders gut passt es oft dann, wenn Beschwerden als „ziehend“, „dumpf“, „druckvoll“ oder „blockiert“ erlebt werden.

Kontraindikationen…

Schröpfen ist nicht für jede Person geeignet. Vorsicht oder ein Verzicht ist sinnvoll bei:

  • akuten Hauterkrankungen
  • offenen Wunden
  • Gerinnungsstörungen
  • Einnahme stark blutverdünnender Medikamente
  • Fieber oder akuten Infekten
  • ausgeprägten Gefäßerkrankungen
  • während der Schwangerschaft im Bauch- und Lendenbereich; aber auch in der Region von wehenauslösenden Akupunkturpunkten
  • stark geschwächter Konstitution

Nach dem Schröpfen bleiben oft runde, teils dunkle Hautverfärbungen. Diese „Petechien“ sind eine gewünschte Reaktion, harmlos und verschwinden in einigen Tagen bis Wochen. Sie zeigen die Reizintensität und die Wirkung an. Gleichzeitig „eröffnen“ sich die Poren und die „Oberfläche“ in der region- daher Zugluft und Kälteeinwirkung vermeiden!!

Ablauf einer Schröpfbehandlung…

Eine typische Behandlung beginnt in meiner Praxis immer mit einem Anamnese-Gespräch über Beschwerden, Konstitution und Kontraindikationen. Danach wird die Haut vorbereitet, häufig mit etwas Öl oder einer kurzen manuellen Vorbehandlung. Anschließend werden die Schröpfgläser gesetzt oder bewegt.

Viele Menschen empfinden die Behandlung als:

  • angenehm durchwärmend
  • entlastend
  • lockernd
  • tief entspannend

Die Intensität sollte immer individuell angepasst werden. Gerade bei sensibler Haut, schwacher Konstitution oder älteren Personen gilt: weniger ist oft mehr.

Petechien nach einer Schröpfkopfmassage bei starker Stagnation

Schröpfen im ganzheitlichen Behandlungskonzept

Schröpfen entfaltet seine Stärke besonders dann, wenn es in ein Gesamtkonzept eingebettet ist. Dazu können gehören:

  • Bewegung und Dehnung
  • Wärmeanwendungen
  • Atemübungen
  • Ernährungstherapie
  • Akupressur oder Akupunktur
  • manuelle Therapie
  • Stressregulation

In der Naturheilkunde und CM ist das Ziel nie nur die lokale Symptomlinderung, sondern immer auch die Betrachtung des Gesamtbildes: Was bringt das System in Stagnation? Was braucht es, um wieder in Fluss zu kommen?

Ein kleines Fazit…

Schröpfen ist eine traditionsreiche Methode mit klarer physiologischer Reizwirkung und einem festen Platz in der naturheilkundlichen und CM-orientierten Praxis. Das Setzen von Schröpfköpfen kann bei muskulären Spannungen, Schmerzen und Stagnationszuständen eine wertvolle Unterstützung sein. Wissenschaftlich ist die Datenlage noch nicht in allen Punkten eindeutig, zeigt aber interessante Hinweise auf schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Effekte…leider wird die Forschung dazu mnicht oder nur zögerlich voran getrieben… etwas ketzerisch gesagt: „es lässt sich damit kaum Geld verdienen 😉 „

Als Heilpraktikerin und Fachtherapeutin für CM/TEM sehe ich Schröpfen als ein kraftvolles, aber differenziert einzusetzendes Verfahren: nicht als Allheilmittel, sondern als gezielten Impuls für Entlastung, Bewegung und Regulation.

Ich finde den folgenden Ausspruch sehr treffend:

„Schröpfen wirkt nicht „gegen den Körper“, sondern mit einem gezielten Reiz auf seine Selbstregulation.“

Ich danke Dir für Dein Interesse, wünsche Dir eine angenehme Woche und würde mich freuen, wenn Du sowohl meinen Blog/ meine Website als auch meinen Instagram-Account als wertvoll weiterempfiehlst- DANKE.

Herzlichst- Kira

Naturheilkunde mit feinen, kleinen NADELN- AKUPUNKTUR

Guten Morgen und HALLO an Dich- heute mit dem Bereich aus der Naturheilkunde, die mein persönlicher Favorit ist- der Bereich, in dem ich täglich mehrfach arbeite- der Akupunktur. Kleine Nadeln- große Wirkung…

Akupunktur ist eine der ältesten und zugleich lebendigsten Behandlungsmethoden in der asiatischen/chinesischen Medizin. Sie verbindet präzise Beobachtung des Körpers mit einem energetischen Verständnis von Gesundheit, Regeneration und innerem Gleichgewicht. Aus schamanischer Sicht berührt sie zudem etwas sehr Ursprüngliches: den Menschen nicht nur als Körper, sondern als durchlässiges Wesen zwischen Erde, Atem, Emotion, Geist und Lebenskraft.

Die Entstehung der Akupunktur

Die Wurzeln der Akupunktur reichen mehrere dreitausend Jahre zurück. Sie entstanden in einem kulturellen Umfeld, in dem Naturbeobachtung, Medizin, Philosophie und Spiritualität nicht getrennt voneinander gedacht wurden. In China und auch anderen asiatischen Ländern entwickelte sich früh die Vorstellung, dass im Körper Lebensenergie, das Qi, durch Leitbahnen, die Meridiane, fließt. Gesundheit bedeutete, dass diese Bewegung frei, harmonisch und ausreichend vorhanden ist.

Die ersten therapeutischen Techniken waren vermutlich deutlich einfacher als die heutige Akupunktur. Die ersten Anwender/Behandler nutzten spitze Steine, später Metallnadeln von enormer Dicke und Größe, um auf Schmerzen, Spannungen und Funktionsstörungen einzuwirken. Über die Jahrhunderte wurden diese Erfahrungen systematisiert, mit der Lehre von Yin und Yang, den fünf Wandlungsphasen und den Organbezügen verbunden und in klassischen, medizinischen Texten wie dem Su Wen festgehalten.

Besonders prägend war die Vorstellung, dass Beschwerden nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts im gesamten System. Akupunktur ist deshalb keine rein symptomorientierte Methode, sondern Teil einer ganzheitlichen Diagnose- und Behandlungsweise.

Wie Akupunktur wirkt

Akupunktur reguliert und balanciert den Fluss von Qi und Blut, löst Stagnationen, harmonisiert innere Prozesse und unterstützt die Selbstregulation des Organismus. Je nach Punktauswahl kann sie beruhigen, aktivieren, schmerzstillend, ausleitend oder stärkend wirken.

Moderne medizinische Erklärungsmodelle beschreiben zusätzliche Wirkmechanismen. Dazu gehören die Beeinflussung von Nervensystem, Schmerzverarbeitung, Muskeltonus, Entzündungsreaktionen und vegetativer Regulation. Viele Patientinnen und Patienten erleben Akupunktur als tief entspannend, strukturierend und klärend.

Typische Wirkbereiche sind:

  • Schmerzreduktion
  • Muskelentspannung
  • Stressregulation
  • Unterstützung bei Schlafstörungen
  • Begleitung bei funktionellen Beschwerden
  • Regulation von Verdauung, Zyklus und vegetativer Übererregung

Die Wirkung ist nicht nur lokal, sondern systemisch. Eine Nadel an einem Punkt kann eine ganz andere Region, ein Organmuster oder einen emotionalen Zustand beeinflussen.

Grenzen der Akupunktur

Akupunktur ist wirksam, aber nicht grenzenlos. Sie ersetzt keine Notfallmedizin, keine operative Versorgung und keine notwendige schulmedizinische Abklärung bei schweren oder unklaren Beschwerden.

Ihre Grenzen liegen vor allem dort, wo:

  • akute lebensbedrohliche Zustände vorliegen
  • strukturelle Schäden eine andere Behandlung erfordern
  • starke Infektionen, Blutungen oder neurologische Ausfälle abgeklärt werden müssen
  • psychische oder körperliche Krisen eine multimodale Versorgung brauchen

Auch innerhalb der asiatischen Heilkunde ist Akupunktur nicht das alleinige Mittel der Wahl. Je nach Muster braucht es zusätzlich Kräutertherapie, Ernährung, Bewegung, Moxibustion, Tuina, Lebensstilarbeit oder emotionale Stabilisierung.

Akupunktur ist besonders stark in funktionellen und regulativen Feldern. Dort, wo der Organismus noch antworten kann, kann sie sehr viel bewegen. Dort, wo Gewebe, Struktur oder Vitalität stark beeinträchtigt sind, braucht es oft ein erweitertes therapeutisches Konzept.

Akupunktur IST Energiearbeit

In der Energiearbeit wird Akupunktur oft als präzise Form der Information und Regulation verstanden. Die Nadeln setzen an Punkten an, die wie Zugänge oder Schaltstellen wirken. Über sie kann man Spannungen lösen, Energie verteilen, blockierte Bereiche öffnen und das Gesamtsystem neu ordnen.

Aus dieser Sicht ist Akupunktur nicht nur eine Technik, sondern eine Art Dialog mit dem Energiefeld des Menschen. Sie kann helfen:

  • festgehaltene Muster in Bewegung zu bringen
  • den Kontakt zum Körper wiederherzustellen
  • innere Polaritäten zu harmonisieren
  • das Nervensystem zu beruhigen
  • die Mitte zu stärken

Gerade bei Menschen, die sich „auseinandergezogen“, erschöpft oder innerlich zersplittert fühlen, kann Akupunktur wie eine Einladung sein, wieder in die eigene Ordnung zurückzufinden.

Die Schamanische Sichtweise auf Akupunktur

Schamanisch, aber auch generell in der Natur betrachtet, ist Gesundheit mehr als funktionierende Biologie. Sie bedeutet Verbundenheit: mit dem Körper, mit der Seele, mit den Ahnen, mit der Natur und mit dem eigenen inneren Rhythmus. Krankheit oder Beschwerde können als Zeichen gelesen werden, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, dass etwas verloren ging, festhielt oder nicht mehr fließen konnte.

In dieser Perspektive ist Akupunktur eine Form der feinen Rückverbindung. Die Nadeln markieren Punkte, an denen der Mensch wieder „angesprochen“ wird. Nicht grob, sondern präzise. Nicht dominant, sondern lauschend.

Schamanisch könnte man sagen:

  • Akupunktur bringt das, was fest geworden ist, wieder in Bewegung
  • sie erinnert den Körper an seine innere Weisheit
  • sie öffnet Räume, in denen Heilung geschehen kann
  • sie unterstützt die Rückkehr von Präsenz, Erdung und Ordnung

Dabei liegt die Kraft nicht allein in der Nadel, sondern in der Beziehung, in der Intention und im Raum, der gehalten wird. Wie bei schamanischer Arbeit ist auch in der Akupunktur die Qualität des Feldes entscheidend: Ruhe, Klarheit, Präsenz und Respekt für den Menschen an und mit dem gearbeitet wird.

Akupunktur ist eine jahrtausendealte Methode mit tiefen Wurzeln in der chinesischen Medizin und einem breiten Wirkfeld auf Körper, Psyche und vegetatives Nervensystem. Ihre Stärke liegt in der Regulation, nicht im schnellen Überdecken von Symptomen. Ihre Grenzen liegen dort, wo andere medizinische Verfahren notwendig sind.

Im energetischen und schamanischen Verständnis ist Akupunktur eine Kunst der feinen Korrektur: Sie unterstützt das Fließen, das Ordnen und das Wiederverbinden. Gerade darin liegt ihre besondere Tiefe.

Heilung beginnt oft dort, wo etwas wieder in Fluss kommt- und in diesem Sinne wünsche ich Dir:

„Lass es fließen!“

Herzlichst-Kira

BRÖTCHEN??? Bei dem Thema hast Du auch große Augen, weil…

… Dir mal gesagt wurde, dass Brot und Brötchen gemäß der Ernährungsprinzipien der Chinesischen Medizin und eine gesunden, modernen Ernährung generell schlecht sind??

UND damit willkommen in der neuen Woche.

Erst mal vorweg; auf Brot/ Brötchen verzichte nur, wenn diese aus schlechten Zutaten sind; also Zutaten, die für Dich nicht geeignet sind ODER Du ein massives „Feuchtigkeits“- Thema hast (dicke Zunge, Schweregefühl, Ödeme…)- und natürlich nur auf Zeit.

Ich habe da was Für Dich: ein einfaches Brötchenrezept- mit Hirse-Buchweizen-Haferflocken- Mischung, Dinkelmehl, Kefir und Weinsteinbackpulver gelingt ein schneller Teig ohne Hefe, also eher Kefir-Brötchen als ein klassische Sauerteig- oder Hefe-Brötchen.

Prinzip dieses Rezept’s:

  • Dinkelmehl gibt Struktur
  • Flockenmischung sorgt für Biss und Saftigkeit
  • Kefir bringt Feuchtigkeit und leichte Säure
  • Weinsteinbackpulver übernimmt das Aufgehen
  • Gewürze kannst du je nach Geschmack süß oder herzhaft einsetzen

Einfaches Rezept für Deine Brötchen:

Zutaten

  • 250 g Dinkelmehl
  • 100 g Flocken-Mischung
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 200–250 ml Kefir
  • 1 Prise Salz
  • Gewürze nach Wunsch

Zubereitung

  • Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitzevorheizen.
  • Mehl, Flocken, Backpulver, Salz und Gewürze mischen.
  • Kefir nach und nach zugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten.
  • Wenn der Teig zu klebrig ist, etwas mehr Flocken und Mehl zugeben.
  • Kleine Brötchen formen und auf ein Backblech setzen.
  • Nach Wunsch mit Kernen oder Flocken bestreuen.
  • 18–25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Tipps für gutes Gelingen

  • Mehr Flocken machen die Brötchen rustikaler, aber auch etwas kompakter.
  • Mehr Kefir macht den Teig weicher, dann brauchst du etwas mehr Mehl.
  • Für bessere Formstabilität den Teig 10 Minuten ruhen lassen.
  • Falls vorhanden, hilft ein Esslöffel Öl– hier ein Nuss- oder Kern-Öl für eine etwas weichere Krume.

Gewürze für die Bekömmlichkeit

  • Herzhaft und für die Bekömmlichkeit: Kümmel, Fenchel, Kräuter, Paprika
  • Mild: nur Salz
  • Süßlicher: Zimt, etwas Vanille

Diese Brötchen werden eher:

  • locker
  • saftig
  • leicht rustikal

Sie werden nicht ganz so luftig wie Hefebrötchen- aber dafür deutlich bekömmlicher.

Süppchen zum Brötchen- macht diese noch bekömmlicher

Aus Sicht der Chinesischen Medizin passen diese Brötchen gut in eine eher milde und bekömmliche Ernährung. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn du etwas Wärmendes, Sättigendes und Verträgliches suchst.

Einordnung der Zutaten

  • Dinkelmehl: gilt in der CM als eher mild, leicht nährend und für viele Menschen gut verträglich
  • Flocken: stärken die Mitte, machen satt und unterstützen Qi
  • Kefir: eher kühl bis leicht erfrischend, durch Fermentation leichter verdaulich als viele andere Milchprodukte
  • Weinsteinbackpulver: neutral, eher technischer Backbestandteil ohne eigene CM-Wirkung
  • Gewürze: können je nach Auswahl wärmend, bewegend oder beruhigend wirken

Diese Brötchen sind aus Sicht der Chinesischen Medizin besonders passend bei:

  • Qi-Schwäche der Mitte
  • Appetitlosigkeit
  • Erschöpfung mit Bedarf an einfacher, sättigender Kost
  • Dampfigem Gefühl, wenn die Zutaten nicht zu feucht oder zu süß werden

Sie sind etwas weniger geeignet bei:

  • ausgeprägter Kälte in Milz und Magen
  • starker Verschleimung, wenn zu viel Kefir verwendet wird
  • sehr schwacher Verdauung, falls die Brötchen zu schwer oder zu groß ausfallen

Optimierung/Anpassung:

Wenn du die Brötchen „freundlicher“ aus Sicht der CM machen willst, kannst du:

  • wärmende Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder etwas Anis stärker hinzufügen
  • den Kefir sparsamer einsetzen
  • die Brötchen frisch und warm essen
  • dazu einen warmen Tee trinken, zum Beispiel Fenchel- oder Ingwertee in milder Form oder eine leichte Suppe dazu essen
Gwürze sorgen für Harmonie im Brötchen

Für welche Konstitution sind sie geeignet:

Besonders passend sind sie für Menschen mit:

  • eher schwacher Mitte
  • Bedarf an sanfter Stärkung
  • Wunsch nach rustikaler, einfacher Hausmannskost
  • Tendenz zu kalter Verdauung, wenn wärmende Gewürze ergänzt werden

Für eine bessere Mitte-Verträglichkeit würde ich die Brötchen eher:

  • nicht zu süß
  • nicht zu fettig/ feucht
  • leicht gewürzt
  • warm und frisch

zubereiten.

„Guten Appetit“ und eine schöne Woche wünscht Dir

Kira

Power und ein „Nap“ für DEIN Immunsystem

Guten Morgen und herzlich Willkommen zur neuen Woche- lehne Dich zurück, genieße eine Tasse Tee und lass Dich inspirieren- es geht heute um die Stille im Yoga, Deine innere Balance und das WeiQi- das Immunsystem:

Gefühlt hast Du die zwanzigste Erkältung hinter Dir; irgendwie fehlt die Balance; Du stolperst ständig über jede Teppichkante 😉 ; alles fällt Dir runter… JA- Dein Immunsystem arbeitet und zwar gut- es zeigt Dir an, dass Du eine andere Form der Balance benötigst. Das Immunsystem ist in der CM(Chinesischen Medizin) viel umfangreicher zu sehen, als „nur“ kein Schnupfen zu haben- es umfasst die innere und äußere Balance, umgibt Dich wie ein Mantel- nicht schwer oder undurchlässig, sondern eher leicht und subtil UND reagiert mit Symptomen- auch Fieber- wenn es arbeitet. Daher ist es sinnvoll, es machen zu lassen und nicht gleich mit „Paracetamol“ oder gar AB dagegen zu arbeiten.

Was Du benötigst, ist keine Stärkung, Du benötigst Balance, Ruhe, Zeit, Dich um Dich selbst zu kümmern.

Da habe ich etwas ganz Wunderbares für Dich… lies selbst 🙂

Yogapraxis für den Atem, die Mitte und das Immunsystem

Diese Praxis ist ruhig, regulierend und stärkend. Sie unterstützt den Körper dabei, Stress zu senken, die Atmung zu vertiefen und die innere Mitte zu stabilisieren. Aus Sicht CM stärkt dies vor allem das Zusammenspiel von Qi, Atmung, Verdauung und Regeneration und balanciert damit Dein Immunsystem.

Einige Worte vorab- wie oben schon beschrieben: Dein Immunsystem ist genau dann stark, wenn es gegen Infekte arbeitet; Dein Körper sich damit auseinandersetzt. Allerdings- wenn Du ständig Infekte hast, dann arbeitet es nicht effektiv und nicht gezielt. Dann hilft es, genau hinzuschauen- was macht Deine Mitte; Dein Darm… und dazu darfst Du Dich mit Folgendem harmonisieren:

1. Ankommen im Sitz mit bewusster Atmung

Setze Dich bequem hin, richte die Wirbelsäule lang auf und lege die Hände locker auf Bauch oder Oberschenkel.

  • Atme 4 Sekunden ein
  • Atme 6 Sekunden aus
  • Wiederhole das für 3 bis 5 Minuten

Das verlängerte Ausatmen beruhigt das Nervensystem und unterstützt aus yogischer Sicht den Übergang in einen regenerativen Zustand- dies hilft das, das Qi zu sammeln und die Mitte zu harmonisieren.

2. Katze-Kuh im Vierfüßlerstand, im Sitzen/Fersensitz oder auch im Stand

Diese Bewegung mobilisiert die Wirbelsäule und verbindet Atem und Bewegung sanft miteinander- besonders wichtig nach Infekten, bei Schwäche…

  • Beim Einatmen: Brustbein nach vorne, Herzraum öffnen
  • Beim Ausatmen: Rücken sanft runden, Nabel leicht nach innen

Mache das 8 bis 10 Atemzüge lang.
Bleibe weich und ruhig im Atem. Nicht über die Bewegung gehen, sondern den Atem führen lassen.

Diese Asana fördert aus yogischer Sicht die Beweglichkeit des Brustkorbs, damit den Atemfluss und die Funktionalität von Lunge/Bronchien; aus CM-Sicht den freien Fluss von Qi im Brust- und Bauchraum.

3. unterstützte Kindhaltung

Komme in die Kindhaltung(mit Bolster, Decke oder Kissen) und lege Stirn(Block)und Arme(Kissen) entspannt ab- weite Knie und Schultern, abgelegte Unterarme

  • Atme ruhig und tief in den Rücken
  • Spüre, wie sich die Flanken und der untere Rücken(unteres Energiezentrum) beim Einatmen weiten
  • Bleibe 1 bis 3 Minuten in der Haltung

Die Kindhaltung wirkt beruhigend, nährend und erdend. Sie unterstützt Regeneration, Entspannung und ein Gefühl von Sicherheit. Genau dieses innere Runterfahren ist oft die beste Grundlage für ein starkes Immunsystem.

Atemfokus für die ganze Praxis

Nutze während der gesamten Sequenz diese einfache Atemtechnik:

  • Einatmen durch die Nase
  • langsam und ruhig ausatmen
  • das Ausatmen ist etwas länger als das Einatmen

Das stärkt die Selbstregulation, beruhigt das sympatische System(Stress) und unterstützt den Körper darin, Kraft zu sparen statt sie zu verlieren.

Impuls

In der CM wird das Immunsystem eng mit dem Konzept von Wei-Qi verbunden, also der schützenden Abwehrenergie. Diese wird besonders dann gut gebildet und gehalten, wenn der Körper:

  • ausreichend ruht- Ruhepausen und effektiver Schlaf
  • warm gehalten wird- angepasste Kleidung
  • regelmäßig genährt wird- nur warm essen und trinken
  • nicht dauerhaft unter Stress steht- Stressregulation über Atmung und Digital Detox

Deshalb ist diese Praxis bewusst sanft aufgebaut: nicht aktivierend, sondern stärkend.

Praktiziere im Sitzen, wenn Du sehr stark hustest oder schlecht im Liegen atmen kannst

Empfehlung

  • Am besten morgens oder am frühen Abend
  • In einer warmen, ruhigen Umgebung
  • Nach der Praxis eine Tasse warmes Wasser oder einen milden Tee trinken

Teerezeptur für das Immunsystem

Zutaten für 1 Kanne

  • 2 TL Holunderblüten
  • 2 TL Lindenblüten
  • 1 TL Zitronenmelisse
  • 1 TL Thymian
  • ein paar dünne Scheiben frischer Ingwer

Zubereitung

  • Kräuter in eine Kanne geben.
  • Mit 500 ml heißem Wasser aufgießen.
  • 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  • Abseihen und warm trinken.

Warum diese Kräuter?

  • Holunderblüten unterstützen die Begleitung bei innerer Wärme und regen sanft an
  • Lindenblüten wirken beruhigend und ausgleichend
  • Zitronenmelisse harmonisiert Nervensystem und Verdauung
  • Thymian ist klassisch stärkend für die Atemwege
  • Ingwer wärmt die Mitte und unterstützt die Verdauungskraft

Diese Mischung harmonisiert Dein Immunsystem vor allem dann, wenn Qi, Mitte und Wärme gut versorgt sind. Wenn Du Dich zusätzlich sehr unruhig fühlst gib drei bis vier Rosenknospen zur Mischung.
Dieser Tee unterstützt genau diese Qualität: sanft, wärmend, regulierend.

Anwendung

  • 1 bis 2 Tassen täglich
  • am besten warm und in Ruhe trinken
  • besonders passend in Übergangszeiten oder bei erhöhter Belastung

Hinweis: Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Fieber oder Vorerkrankungen sollte die Auswahl der Kräuter individuell geprüft werden.

UND jetzt kommen wir zu meinem absoluten Favoriten bei Erschöpfung UND Infekten…

30 Minuten Yoga Nidra für Dein Wei-Qi/ eine balanciertes ImmunsystemDAS ist mehr als „Schlaf“- DAS ist Regeneration und Balance der höchsten Qualität:

Ankommen

Lege Dich bequem auf den Rücken oder setze Dich angelehnt an eine Wand(bei erschwerter Atmung/Husten…)
Wenn Du möchtest, decke Dich warm zu.
Spüre, wie der Körper vom Boden gehalten wird.

Lass die Füße locker nach außen fallen.
Die Arme ruhen seitlich neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben oder unten.
Schließe sanft die Augen.

Nimm wahr, dass Du jetzt nichts leisten musst.
Nichts tun, nichts verändern, nichts erreichen.
Nur da sein.
Nur empfangen.

Atme ruhig durch die Nase ein und aus.
Der Atem darf weich werden.
Das Ausatmen darf länger sein als das Einatmen

Sankalpa

Forme nun innerlich einen stillen Satz.
Eine einfache, klare Absicht.

Zum Beispiel:

Ich bin geschützt und genährt.
oder
Meine Energie ist ruhig und klar.
oder
Mein Wei-Qi ist stark und stabil.

Wähle einen Satz, der sich für Dich stimmig anfühlt.
Wiederhole ihn dreimal innerlich, langsam und bewusst.

Körperreise

Lenke Deine Aufmerksamkeit nun durch den Körper.
Spüre, ohne zu bewerten.

Rechte Seite…

Rechter Daumen.
Zeigefinger.
Mittelfinger.
Ringfinger.
Kleiner Finger.
Handfläche.
Handrücken.
Rechter Unterarm.
Rechter Oberarm.
Rechte Schulter.

Linke Seite:

Linker Daumen.
Zeigefinger.
Mittelfinger.
Ringfinger.
Kleiner Finger.
Handfläche.
Handrücken.
Linker Unterarm.
Linker Oberarm.
Linke Schulter.

Beide Arme schwer und ruhig.

Spüre den Hinterkopf.
Den Scheitel.
Die Stirn.
Die Schläfen.
Die Augen.
Die Wangen.
Den Kiefer.

Löse bewusst Spannung aus dem Gesicht.
Der Raum um Augen und Mund darf weich werden.

Spüre den Hals.
Die Kehle.
Das Brustbein.
Den Herzraum

Mit jedem Ausatmen darf der Brustraum weiter werden.
Still.
Weit.
Geschützt.

Spüre den Bauch…
Die Mitte.
Den Nabelraum.
Den unteren Bauch.

Aus Sicht der CM ist die Mitte ein wichtiger Ort für Kraft, Verdauung und Stabilität.
Lass diesen Raum warm und ruhig werden.

Spüre das Becken…
Das Gesäß.
Die Oberschenkel.
Die Knie.
Die Unterschenkel.
Die Knöchel.
Die Füße.
Alle Zehen.

Der ganze Körper ruht.

Atem und Wei-Qi

Lenke nun die Aufmerksamkeit auf den Atemraum.

Stell Dir vor, dass mit jedem Einatmen frische, klare Energie aufgenommen wird.
Nicht hektisch.
Nicht stark.
Sondern sanft und gleichmäßig.

Mit jedem Ausatmen sinkt der Körper tiefer in die Unterlage.
Der Atem nährt.
Der Atem schützt.
Der Atem sammelt.

Stell Dir Wei-Qi vor wie eine sanfte, wärmende Hülle um den Körper.
Wie ein schützender Mantel aus Ruhe, Klarheit und Stabilität.

Mit jedem Atemzug wird dieser Mantel dichter, wärmer und stabiler.
Nicht eng.
Nicht fest.
Sondern lebendig und sicher.

Bildsprache für Dein Wei-Qi

Stell Dir nun vor, Du stehst an einem klaren Morgen in weichem Licht.
Die Luft ist frisch, mild und weich.
Um Deinen Körper liegt ein sanfter Schutzraum.
Wie ein warmes Feld um Dich herum.

Dieses Feld ist Wei-Qi.
Es umgibt Dich.
Es grenzt Dich ab.
Es bewahrt Deine Kraft.

Mit jeder Einatmung wird dieses Feld klarer.
Mit jeder Ausatmung wird es ruhiger.

Vertiefung

Wiederhole innerlich einige Male:

Ich bin geschützt.
Ich bin genährt.
Meine Energie ist ruhig.
Mein Wei-Qi ist stark.

Lass die Worte nachklingen, ohne sie zu erzwingen.
Wie Wellen, die sich ausbreiten und wieder zurückziehen.

Gegensätze wahrnehmen

Spüre nun bewusst den Unterschied zwischen:

  • schwer und leicht
  • warm und kühl
  • ruhig und unruhig
  • weit und eng

Wähle immer wieder die Qualität von Ruhe, Wärme und Weite.
Diese innere Wahl unterstützt Regeneration.

Stille Phase

Lass alles los.
Keine Technik.
Keine Anleitung.
Nur Ruhe.

Der Körper darf in der Stille auftanken.
Die Atmung geschieht von selbst.
Wei-Qi sammelt sich.
Die Mitte ordnet sich.

Rückkehr

Beginne, die Aufmerksamkeit wieder mehr in Deinen Stirnraum und nach außen zu bringen.
Spüre die Unterlage.
Spüre den Raum um Dich herum.
Wackle sanft mit den Fingern und Zehen.

Nimm einen tieferen Atemzug.
Bewege Hände und Füße.
Wenn es sich gut anfühlt, strecke Dich lang.

Bevor Du aufstehst, wiederhole innerlich Deinen Sankalpa-Satz noch einmal.

Ich bin geschützt und genährt.

Dann komm langsam und ruhig zurück in den Raum.

Eine kurze Info für die Begleitung:

Diese Yoga Nidra-Form unterstützt aus CM-Sicht vor allem:

  • Wei-Qi
  • Mitte und Milz-Qi
  • Regeneration
  • innere Wärme und Stabilität
  • Stressabbau und besseres Abgrenzen

Praktiziere es täglich in herausfordernden Zeiten; nach Infekten, in der Winterzeit… oder wenn Du das Gefühl hast, Du benötigst mehr Balance.

Ich wünsche Dir mit diesen Impulsen eine gute und gesunde Woche- viel Erfolg und Vergnügen beim Praktizieren- alles Liebe

Kira

🙂

Mandeln… die Kraft im Kern oder doch nicht?

Hallo an Dich und liebe Grüße zum Ostermontag… gab es in Deinem Osternest auch die gesunden Kerne wie Mandeln und Cashew?

Für eine Vielzahl von uns Menschen sind diese Kerne tatsächlich gesund- maßvoll in die Ernährung integriert liefern sie wertvolle Fette, Eiweiß und eine Vielzahl von Mikronährstoffen.

ABER… was ist mit den Menschen, die darauf reagieren- und dazu kann ich Dir sowohl aus Sicht der modernen Dermatologie als auch der chinesischen Medizin folgendes berichten:

Mandeln gelten sowohl aus Sicht der Dermatologie (indirekt über Nährstoffe) als auch der Chinesischen Medizin (CM) als besonders wertvoll für die Haut. Ihre Wirkung entsteht durch eine Kombination aus entzündungshemmenden, nährenden und regulierenden Eigenschaften.

Mandeln- kleine Kraftpakete

Dermatologische Perspektive:

1. Essenzielle Fettsäuren für die Hautbarriere
Mandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega‑9. Diese stärken die Lipidbarriere der Haut, was entscheidend ist bei:

  • trockener Haut
  • Neurodermitis
  • gestörter Hautschutzfunktion

Eine stabile Hautbarriere reduziert Feuchtigkeitsverlust und schützt vor Reizstoffen.

2. Vitamin E als Antioxidans
Mandeln sind reich an Vitamin E, das:

  • freie Radikale neutralisiert
  • Hautalterung verlangsamt
  • entzündliche Prozesse (z. B. bei Akne) abschwächen kann

3. Zink und Biotin für Regeneration
Diese Mikronährstoffe unterstützen:

  • Wundheilung
  • Zellneubildung
  • Talgregulation

Dieser Fakt ist besonders relevant bei unreiner Haut oder Akne.

4. Blutzuckerregulation
Mandeln stabilisieren den Blutzucker. Schwankungen im Insulinspiegel können Akne und entzündliche Hautprobleme verstärken – Mandeln wirken hier indirekt regulierend.

Mandeldrink/ Mandelöl

Perspektive CM

Gemäß der CM werden Mandeln (insbesondere süße Mandeln, Xing Ren) folgendermaßen eingeordnet:

1. Befeuchten die Lunge → nähren die Haut
In der CM gilt: Die Lunge kontrolliert die Haut.
Mandeln:

  • befeuchten die Lunge
  • lindern Trockenheit
  • verbessern trockene, schuppige Haut

2. Nähren Yin und Säfte
Bei Hautproblemen durch „Yin-Mangel“ (z. B. trockene, empfindliche Haut, frühzeitige Falten) wirken Mandeln:

  • aufbauend
  • kühlend
  • regenerierend

3. Reduzieren innere Trockenheit und Hitze
Bei Zuständen wie:

  • entzündlicher Akne
  • geröteter Haut
  • Hitzezeichen

…können Mandeln helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

4. Unterstützen den Darm (Feuchtigkeit und Stuhlgang)
Gemäß der komplexen Sichtweise in der CM besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darm und Haut. Mandeln fördern:

  • sanfte Befeuchtung des Darms
  • bessere Ausscheidung

Das kann Hautunreinheiten positiv beeinflussen.

Mandeldrink und Beeren- Power für die Haut

Wann Mandeln besonders sinnvoll sind: bei…

  • trockener, schuppiger Haut
  • empfindlicher oder gereizter Haut
  • leichter bis moderater Akne (nicht entzündlich-exzessiv)
  • Hautalterung
  • Hautproblemen durch Stress oder Erschöpfung

Wann Vorsicht sinnvoll ist:

  • bei starker Akne mit viel „Hitze“ (entzündlich, eitrig) nur in Maßen
  • bei Nussallergien selbstverständlich vermeiden- hier spielt das Eiweiß eine besondere Rolle- mehr dazu weiter unten…
  • Bittermandeln sind nicht für den Verzehr geeignet, da sie einen hohen Anteil an Blausäure enthalten

Mandeln sind kein „Wundermittel“, aber eine der effektivsten natürlichen Ergänzungen für die Haut, weil sie gleichzeitig Barriere, Entzündungsregulation und Zellschutz unterstützen. Gemäß CM verstärken sie zusätzlich die Befeuchtung und das energetische Gleichgewicht beim Pathogen „Trockenheit“, was sie besonders bei trockenen und stressbedingten Hautproblemen wertvoll macht.

UND jetzt schauen wir uns den Aspekt Eiweißverbindung- Allergie- negative Aspekte näher an:

Botanisch sind Mandeln zwar Samen (Kerne einer Steinfrucht), aber für das Immunsystem zählt nicht die botanische Kategorie, sondern die Eiweißstruktur:

Warum Mandeln trotzdem Allergien auslösen können?

Dinkel-Mandeldrink ganz einfach selbst hergestellt

1. Allergien sind Reaktionen auf Protein-Strukturen, nicht auf „Nuss vs. Kern“
Das Immunsystem erkennt bestimmte Eiweiße als „fremd“. Mandeln enthalten eigene Allergene (z. B. Speicherproteine), die:

  • direkt eine Mandelallergie auslösen können
  • strukturelle Ähnlichkeiten zu anderen „Baumnüssen“ haben

2. „Baumnussallergie“ ist ein Sammelbegriff
In der Medizin werden Mandeln oft mit „Nüssen“ gruppiert, obwohl sie botanisch keine sind. Dazu zählen u. a.:

  • Haselnuss
  • Walnuss
  • Cashew
  • Mandel

Das liegt daran, dass sie ähnliche allergene Proteine besitzen.

3. Kreuzreaktionen sind möglich
Wer z. B. auf:

  • Birkenpollen
  • Haselnuss

reagiert, kann auch auf Mandeln reagieren (oft als ein mildes orales Allergiesyndrom wie Juckreiz im Mund…)

Einordnung aus Praxis-Sicht

  • Manche Menschen mit Nussallergie vertragen Mandeln problemlos
  • …andere reagieren gezielt auf Mandeln– nicht unbedingt bei zwei bis drei; aber dann kann die vierte schon zuviel sein…
  • wieder andere reagieren auf mehrere „Nuss“-Proteine gleichzeitig– also bspw. bei Nuss- und Kern-Mischungen

Man kann also nicht pauschal sagen, dass Mandeln „keine Nussallergie auslösen“; Mandeln sind zwar botanisch Kerne, aber allergologisch relevant wie Nüsse, weil die Immunreaktion von den enthaltenen Proteinen abhängt – nicht von der botanischen Einordnung… und genau 😉 darauf kommt’s an. Das Immunsystem „sieht“ keine Kategorien wie Kern oder Nuss, sondern nur bestimmte Proteinstrukturen. Wenn diese Strukturen denen aus klassischen Nüssen ähneln, kann es zu ähnlichen Reaktionen kommen.

Für die Praxis heißt das ganz simpel:

  • Verträglichkeit ist individuell, nicht logisch aus der Pflanzenklasse ableitbar
  • Testen (oder Allergietest) ist verlässlicher als Einordnungen
  • Viele Menschen vertragen Mandeln gut – aber eben nicht alle UND bei bestimmten Symptomen wie „Brennen auf der Zunge“, rote Zungen nach Genuss… MUSS genau hingeschaut werden!

Jetzt wird es noch einmal spannend…Wann Mandeln die Haut verbessern- hier überschneiden sich moderne Dermatologie und CM teilweise, wichten aber unterschiedlich:

Trockene, schuppige Haut (Dermatologie + CM deckungsgleich)
Mandeln wirken stark aufbauend und befeuchtend:

  • stärken die Hautbarriere (Fettsäuren)
  • reduzieren Spannungsgefühl und Rauigkeit
  • in der TCM: nähren Yin und Körpersäfte

Typische Symptom-Bilder:

  • Neurodermitis (nicht akut entzündet)
  • trockene Winterhaut
  • fahle, „ausgelaugte“ Haut

Empfindliche, reaktive Haut

  • Vitamin E wirkt beruhigend
  • weniger oxidative Reizung
  • TCM: harmonisieren Lunge → stabilere Hautoberfläche

Frühe Hautalterung / feine Linien

  • antioxidativer Schutz
  • leichte Unterstützung der Regeneration
  • CM: Substanzaufbau/Yin/Blut Xue statt „Austrocknung von innen“

Wann Mandeln neutral bis vorsichtig einzusetzen sind:

Mittelschwere bis schwere Akne; aber auch bei Mischhaut
Hier kommt es auf die Menge an:

  • kleine Mengen → stabilisieren Blutzucker, können helfen
  • große Mengen → können „zu reich“ sein

CM-Sicht:

  • leicht befeuchtend → ok, solange keine ausgeprägte „Hitze“ da ist- das sind entzündliche, rote, gelbe Akne-Pusteln…

Wann Mandeln die Haut verschlechtern:

Entzündliche Akne (rote, eitrige schmerzhafte Pickel)
Dermatologisch:

  • sehr fettreiche Ernährung verstärkt Akne verstärken

Gemäß CM:

  • Mandeln sind befeuchtend + leicht wärmend
  • bei „Hitze + Feuchtigkeit“ (typisch bei schwerer Akne) kann dies zusätzlich verstärken

Typische Zeichen:

  • große, entzündete Pickel
  • fettige Haut + Rötung
  • ggf. Verdauung träge, Völlegefühl

Seborrhoische Haut / „Ölige“ Hauttypen

  • zu viele Mandeln → können das „Schwere/Feuchte“ verstärken
  • Haut wirkt dann eher glänzend statt klar

Unklare Unreinheiten + Verdauungsthema/immer beachten:

  • Blähungen
  • weicher Stuhl
  • Müdigkeit nach dem Essen

→ Mandeln reduzieren, weil sie die „Feuchtigkeit“ im System verstärken können

Empfehlung aus der Praxis:

Gut verträglich / hilfreich:

  • 5–10 Mandeln täglich
  • ideal: einweichen, mitkochen, lange kauen
  • kombiniert mit „leichteren“ Lebensmitteln

Mandeln sind ideal bei Trockenheit, Sensibilität und Substanzmangel.
Bei entzündlicher, hitziger, fettiger oder „gestauter“ Haut sind sie – vor allem in größeren Mengen – eher kontraproduktiv.

Der Schlüssel ist weniger ob, sondern für wen und wie viel.

Mandeln- mit gegart sind sie verträglicher 🙂

Du bist Dir unsicher, ob Kerne und Nüsse für Dich geeignet sind? Vereinbare einen Beratungstermin in meiner Praxis- dann analysieren wir gemeinsam Deine Möglichkeiten 🙂 ! Solche Termine sind auch als Video-Call möglich, wenn Du weiter weg wohnst oder keine andere Möglichkeit hast.

Ich hoffe sehr, dass dieser Exkurs für Dich hilfreich war und wünsche Dir ALLES LIEBE-

Kira

Wenn Dir dieser Beitrag oder mein Blog gefällt, dann abonniere dorch meine NEWS und/oder empfehle meinen Blog weiter- DANKE!

Warum Quinoa unbedingt auf den Tisch gehört…

Guten Morgen und willkommen im Frühling. Was liegt beim Neuanfang näher, auch mal genauer auf die Ernährung zu schauen. NEIN- ich meine keine Diäten oder extremes Fasten, sondern einfach nur mal rechts und links auf wertvolle Lebensmittel schauen, die Du vielleicht noch nicht kennst:

Quinoa- ein Pseudogetreide- gilt heute als modernes Superfood, doch aus Sicht der Chinesischer Medizin (CM) und dem Ayurveda ist vor allem seine energetische Qualität spannend. Das kleine Pseudogetreide vereint eine seltene Kombination aus hohem pflanzlichem Eiweiß, guter Verträglichkeit und nährender Wirkung. Gerade für Frauen kann Quinoa eine wertvolle Unterstützung sein – für Hormongleichgewicht, Energie und Regeneration.

Quinoa – das nährstoffreiche Kraftkorn

Quinoa stammt ursprünglich aus den Anden und gehört botanisch nicht zu den klassischen Getreiden, sondern zu den Fuchsschwanzgewächsen. In der modernen Ernährung wird es dennoch wie ein Getreide verwendet.

Seine besondere Stärke liegt im hohen Eiweißgehalt.

  • etwa 14–16 % Protein
  • enthält alle neun essenziellen Aminosäuren
  • besonders reich an Lysin, einer Aminosäure, die in vielen Getreiden fehlt
  • liefert Magnesium, Eisen, Zink und B‑Vitamine
  • von Natur aus glutenfrei

Durch diese Nährstoffdichte gilt Quinoa als hervorragende pflanzliche Proteinquelle, insbesondere für Menschen, die sich überwiegend pflanzlich ernähren.

Quinoa aus Sicht der Chinesischen Ernährungslehre

In der CM werden Lebensmittel nach ihrer thermischen Wirkung und ihrer energetischen Funktion im Körperbetrachtet.

Quinoa dabei als:

  • neutral bis leicht wärmend
  • süß im Geschmack
  • Milz- und Nieren stärkend

eingestuft.

Diese Eigenschaften haben mehrere Effekte.

Stärkung von Qi und Blut Xue

Die Kombination aus komplexen Kohlenhydraten, Mineralstoffen und Eiweiß unterstützt die Bildung von Qi (Lebensenergie) und Blut Xue. Gerade Frauen profitieren davon, da Blut in der TCM eine zentrale Rolle für:

  • Menstruation
  • Fruchtbarkeit
  • Haut und Haare
  • emotionale Stabilität

spielt.

Unterstützung der Mitte

Quinoa ist leicht verdaulich und stärkt die Milzenergie, die in der CM für Verdauung und Nährstoffaufnahme verantwortlich ist. Eine starke Mitte bedeutet:

  • stabile Energie
  • weniger Heißhunger
  • bessere Nährstoffverwertung.

Bedeutung für die Frauengesundheit

Viele Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Eisen, Eiweiß und Mineralstoffen, besonders in bestimmten Lebensphasen:

  • während der Menstruation
  • bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft
  • nach der Geburt
  • in Phasen hoher Belastung
  • in den Wechseljahren und u.U. auch danach
  • nach dem Sport.

Quinoa kann hier auf natürliche Weise unterstützen.

Stabilisierung der Energie

Der hohe Eiweißanteil sorgt für langanhaltende Sättigung und stabile Blutzuckerwerte. Das hilft besonders bei:

  • hormonell bedingten Energieeinbrüchen
  • Müdigkeit während der Menstruation
  • Stress und mentaler Belastung.

Unterstützung der Blutbildung

Durch seinen Gehalt an Eisen, Magnesium und Aminosäuren kann Quinoa die Blutbildung fördern. In der CM spricht man davon, dass nährende Lebensmittel helfen, Blut aufzubauen und zu bewegen.

Nährstoffversorgung für Haare, Haut und Hormone

Proteine sind Bausteine für:

  • Hormone
  • Enzyme
  • Haut
  • Haare
  • Muskeln.

Gerade Frauen, die wenig tierisches Eiweiß essen, profitieren von Quinoa als hochwertiger pflanzlicher Proteinquelle.

Quinoa im Ayurveda

Auch im Ayurveda wird Quinoa zunehmend verwendet, obwohl es keine traditionelle indische Pflanze ist.

Seine Eigenschaften lassen sich gut einordnen:

  • leicht verdaulich
  • nährend
  • balanciert Kapha und Vata
  • in moderaten Mengen auch für Pitta geeignet

Besonders vorteilhaft ist Quinoa für Menschen mit schwacher Verdauung oder wechselnder Energie, da es sättigt, ohne schwer im Magen zu liegen.

In Kombination mit Gewürzen wie Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel oder Koriander wird es noch besser verträglich.

Zubereitung für bessere Verträglichkeit

Sowohl die CM als auch die Ayurveda-Ernährung legen großen Wert auf die Zubereitung von Lebensmitteln.

Bei Quinoa empfiehlt sich:

  • vor dem Kochen gründlich waschen, um gg. Schadstoffe zu entfernen
  • kurz anrösten, um Aroma und Bekömmlichkeit zu verbessern
  • mit Gewürzen und warmen Speisenkombinieren.

Ein einfaches Verhältnis beim Kochen:

  • 1 Teil Quinoa
  • 2 Teile Wasser
  • etwa 12–15 Minuten köcheln lassen

Meine Inspiration für eine nährende Frauen‑Bowl:

Eine besonders ausgleichende Kombination für Frauen ist:

  • warm gekochter Quinoa
  • gedünstetes grünes Gemüse (z. B. Brokkoli oder Mangold)
  • Ofengemüse wie Süßkartoffel
  • etwas Sesam oder Kürbiskerne
  • Dressing aus Tahini, Zitronensaft und Olivenöl

Diese Mischung liefert:

  • pflanzliches Eiweiß
  • Eisen und Mineralstoffe
  • gesunde Fette
  • stabilisierende Energie.

Und der Konsenz:

Quinoa verbindet moderne Ernährungswissenschaft mit traditionellen Gesundheitslehren. Durch seinen hohen Eiweißgehalt, seine Mineralstoffe und seine gute Bekömmlichkeit ist er besonders wertvoll für Frauen.

Aus Sicht von CM und Ayurveda stärkt Quinoa die Lebensenergie, unterstützt die Blutbildung und nährt den Körper nachhaltig. Regelmäßig in warme, ausgewogene Mahlzeiten integriert, kann dieses kleine Korn einen großen Beitrag zu Energie, hormoneller Balance und allgemeinem Wohlbefinden leisten.

UND… Quinoa ist ein absoluter Gamechanger für Sporttreibende.

Bei uns zu Haue steht Quinoa regelmäßig auf dem Tisch; ich gebe immer zwei Esslöffel mit in jeden Eintop oder die Suppe; es ist ein sättigendes Frühstück oder leichtes Abendessen- probiere es unbedingt aus!(im Bio-Laden kaufen für die unbedenkliche Qualität 🙂 )

Ich wünsche Dir eine angenehme und schöne erste Frühlingswoche- bkeib gesund!

Herzlichst-Kira

Hirsebrei zum Frühstück- gekocht aus Hirse, Quinoa + Reis-Drink, gestifteten Mandeln und Blaubeeren

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil X

Hallo an Dich- in dieser Woche- in dieser kurzen Zeit vor der Frühlings- Tag-und Nachtgleiche. Während ich diese Zeilen schreibe, steht die Sonne tief über dem Tollensesee. Der Horizont leuchtet orange-rot, der Himmel hat ein subtiles BLAU und die Vögel zwitschern leiser im Wald und in den Hecken. Und wieder stelle ich fest, dass sie diesen großen Rhythmus des Lebens doch so viel besser kennen als wir… den Rhythmus von Vergehen und Neubeginn… von Rückzug und Aufbruch.

Dieses Wochenende war wiede mal ein großes Geschenk an Zeit… ein paar Tage innehalten.. dem Körper zuhören… und manchmal erkennen, welche „Züge“ im eigenen Leben gerade sinnvoll und wichtig sind… einer wahr dieser wunderbare Workshop zum 8.März- dem Weltfrauentag- nicht laut mit Sekt und Singen, sondern angefüllt mit tatsächlich nährenden Begegnungen für Körper, Geist und Seele.

UND… mit der bewußten Entscheidung, Dich einzuladen- einzuladen, dieser jetzt letzten Reise durch die Baumgeister zu folgen und zwar zum WACHOLDER:

Natürlich ist der Wacholder nicht ein typischer Baum, eher so ein DAZWISCHEN, so wertvoll, dass Du die „Knie beugen“ darfst…

Mein kleiner Wacholder 🙂

Der Wacholder (Juniperus communis) gehört zu den ältesten Heil‑ und Ritualpflanzen Europas. In schamanischen Traditionen kennen wir ihn als starken Schutz- und Reinigungsbaum, während er in der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM)und der Klassischen Chinesischen Medizin (CM) vor allem mit Verdauungskraft, Wärme und der Bewegung stagnierender Energie verbunden wird. Sein aromatischer Duft, seine Beeren und sein Rauch werden seit Jahrtausenden genutzt, um Körper, Geist und Räume zu klären.

Der Baumgeist des Wacholders im Schamanismus

Der Wacholder wird als Hüter der Schwelle und Reiniger der Energiefelder betrachtet.

  • Sein Rauch wurde traditionell zum Ausräuchern von Häusern, Ställen und Heilräumen verwendet.
  • In schamanischen Ritualen symbolisiert er Schutz, Klarheit und geistige Reinigung.
  • Der Baumgeist des Wacholders gilt als Wächter gegen fremde Energien und als Begleiter auf spirituellen Reisen.
  • Seine nadelige Struktur steht für Wachsamkeit und klare Grenzen.
Wacholder-Räuchern in der norddeutschen Heidelandschaft- mit KI bearbeitet

Runen und Wacholder

Energetisch wird der Wacholder häufig mit der Rune Algiz (ᛉ) verbunden.

Rune ᛉ – Algiz

  • Bedeutung: Schutz, Verbindung zum Höheren
  • Symbolik: Geweih oder erhobene Arme zum Himmel
  • Energie: Schutzschild, spirituelle Wachsamkeit

Algiz steht für Schutz des Energiefeldes und spirituelle Ausrichtung, ähnlich wie der Wacholder, der in vielen Kulturen als Schutzpflanze am Haus gepflanzt wurde.

Alles verwendbar- Holz, Nadeln, Beeren

Wirkung in der Traditionellen Europäischen Medizin

In der europäischen Kräuterheilkunde ist Wacholder eine klassische wärmende und reinigende Heilpflanze.

  • fördert Verdauung und Stoffwechsel
  • wirkt harntreibend und entschlackend
  • unterstützt Leber, Nieren und Blase
  • regt die Durchblutung an
  • wird traditionell bei Völlegefühl, Rheuma und Müdigkeit eingesetzt

Seine Beeren enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe und Harze, die stark anregend auf die Verdauungsorgane wirken.

Wirkung im Kontext der CM

Energetisch lässt sich Wacholder gut in das System der CM integrieren…

Energetische Qualität

  • Temperatur: warm bis heiß
  • Geschmack: scharf, aromatisch, leicht bitter
  • Wirkrichtung: bewegend und trocknend

Zuordnung der Organe

  • Milz und Magen – stärkt die Verdauung und transformiert Feuchtigkeit
  • Niere und Blase – bewegt Wasser und unterstützt die Ausscheidung
  • Leber – löst stagnierendes Qi

Der Wacholder bewegt stagnierendes Qi und Feuchtigkeit, zwei häufige Ursachen für Schweregefühl, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, rheumatische Beschwerden…

Norddeutsches Gesundheitsrezept: Wacholder‑Heide‑Trunk

Wacholder und Weihrauch- unschlagbar mit Honig

In unseren norddeutschen Regionen wurde Wacholder traditionell in Getränken und Speisen genutzt, besonders in den heimischen Heide‑ und Küstenlandschaften.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 1 TL zerdrückte Wacholderbeeren
  • 1 kleines Stück frischer Ingwer
  • 1 TL Heidehonig
  • etwas Zitronenschale

Zubereitung

  • Wasser aufkochen.
  • Wacholderbeeren und Ingwer hinzufügen.
  • 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Abseihen und mit Heidehonig und Zitronenschale verfeinern.

Dieses Getränk wird nach schweren Mahlzeiten oder im Frühjahr getrunken, um den Stoffwechsel anzuregen und den Körper zu klären. Bei Kälte in den Gelenken ist dieser Trank ebenfalls sinnvoll 🙂

Interpretation des Rezepts -CM

ZutatEnergetische Wirkung in der CM
Wacholderbewegt Qi, trocknet Feuchtigkeit
Ingwerwärmt Milz und Magen
Honigharmonisiert und stärkt Qi
Zitronebewegt Leber‑Qi

Die Kombination stärkt besonders die Mitte (Milz und Magen), fördert die Verdauung und bewegt stagnierende Energie. Dadurch kann sich der Shen, der Geist des Herzens, klarer entfalten.

Was bleibt- die Essenz für den Alltag

Der Wacholder verbindet Schutz, Reinigung und Vitalität. Schamanisch klärt er Energiefelder und schützt Räume, während TEM und CM seine wärmende und bewegende Kraft für Verdauung und Stoffwechsel schätzen. Als Ritualpflanze und Heilgewürz gibt er Dir die Erinnerung, dass echte Gesundheit erst beginnt, wenn Blockaden gelöst und Lebensenergie wieder in Bewegung gebracht werden.

Pflanze einen Wacholder- er bleibt in deinem Leben und selbst im Topf- klein bleibend- spürst Du seine Kraft, seine Energie, seine reinigende Wirkung- alles Liebe und am Freitag dann voller Freude in die letzte Woche vor der Frühlings-Tag-und Nacht-Gleiche!

Kira

Der Wacholder reinigt den Weg, damit Geist und Herz klar sehen können.“

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil IX

Herzlich Willkommen im März- und welch sonniger Beginn.

Sonne im März am Strand von Trassenheide/Usedom

Vor knapp einer Woche noch Schnee und Eis und jetzt können wir schon sagen „…Vom Eise befreit…“

Und so zeigen sich, dank der schon ordentlich wärmenden Märzsonne, bereits die ersten kleinen Knospen an unseren heimischen Bäumen, die Schneeglöckchen und Märzbecher.

Ein ganz wunderbarer Baum findet sich recht häufig in unserer Heimat- die Kiefer:

Die Kiefer ist in der europäischen wie auch in der asiatischen Heiltradition ein kraftvoller Baumgeist, der für Reinigung, Standhaftigkeit und Regeneration steht. In der Verbindung von CM (Chinesischer Medizin)TEM (Traditioneller Europäischer Medizin)Runenmagie und schamanischer Pflanzenarbeit offenbart sie sich als Brücke zwischen Himmel und Erde – ein Symbol für Lebensenergie (Qi), Schutz und geistige Klarheit.

Die Kiefer – Baumgeist und Symbolik

Die Kiefer (Pinus sylvestris) gilt als Baum des Nordens, tief verwurzelt im Boden/häufig im Sand und doch aufstrebend zum Licht. Ihr Geist wird in der schamanischen Arbeit als Hüterin der Klarheit und Reinigung wahrgenommen. Sie hilft, alte Energien loszulassen, stärkt die Lungenkraft und öffnet den Geist für Inspiration.

Energetische Zuordnungen:

  • Element: Holz (nach CM) und Luft/Feuer (nach TEM)
  • Organe (CM): Lunge, Leber, Herz
  • Emotion: Trauer und Wut transformierend in Mut und Lebensfreude
  • Runische Entsprechung: Eihwaz (Verbindung zwischen Leben und Tod, Schutz, Transformation)

Wirkung aus Sicht verschiedener Heiltraditionen

TraditionWirkung der Kiefer
CMWärmend, Qi-bewegend, Schleim transformierend, öffnet die Lungen, löst Stagnationen, stärkt Abwehrenergie (Wei Qi)
TEMDesinfizierend, auswurffördernd, durchblutungssteigernd, reinigend für Atemwege und Haut
Schamanische SichtReinigend auf energetischer Ebene, bringt Klarheit, stärkt den inneren Schutzkreis, verbindet mit Ahnenkraft
Runische ArbeitMit Eihwaz oder Algizkombiniert: Schutzritual, Erdung, innere Stärke

Ein wunderbares norddeutsches Rezept: Kiefernnadel-Oxymel zur Gesunderhaltung

Ein traditionelles Hausmittel aus Norddeutschland, das die Kraft der Kiefer mit Honig und Apfelessig verbindet – ideal zur Stärkung der Lunge, des Immunsystems und zur Reinigung des Qi.

Zutaten:

  • 2 Handvoll frische junge Kiefernnadeln (im Frühjahr gesammelt)
  • 250 ml roher Honig
  • 250 ml naturtrüber Apfelessig

Zubereitung:

  1. Nadeln fein schneiden oder leicht anquetschen, um die ätherischen Öle freizusetzen.
  2. In ein Glas geben und mit Honig und Apfelessig übergießen.
  3. Gut verschließen und 3 Wochen an einem dunklen, warmen Ort ziehen lassen.
  4. Abseihen und in dunkle Flaschen füllen.

Anwendung:
Täglich 1–2 Teelöffel pur oder in warmem Wasser einnehmen, besonders in der kalten Jahreszeit oder bei beginnenden Erkältungen.

Kiefern rund um die Bornmühle

Interpretation des Rezept’s im Kontext CM

In der CM wirkt dieses Oxymel:

  • Lungen-Qi stärkend – durch die harzigen ätherischen Öle der Kiefer
  • Feuchtigkeit transformierend – Apfelessig bewegt stagnierendes Qi
  • Milde Yang-Tonisierung – Honig nährt das Yin, während die Kiefer Wärme und Bewegung bringt

Diese Kombination harmonisiert Yin und Yang, stärkt die Abwehrenergie (Wei Qi) und reinigt die Leitbahnen von Schleim und stagnierender Energie. Besonders geeignet bei FrühjahrsmüdigkeitAtemwegsbeschwerden und emotionaler Schwere.

Schamanische Anwendung

In der schamanischen Praxis kann man während der Zubereitung die Rune Eihwaz in das Glas ritzen oder visualisieren, um die transformierende Kraft der Kiefer zu aktivieren. Beim Einnehmen des Oxymels kann ein kurzer Atemzug mit der Intention:“ Ich atme Klarheit und Lebenskraft – der Geist der Kiefer reinigt mich.“ gesprochen werden.

Die Kiefer vereint in sich die Stärke des Nordens, die Weisheit der Erde und die Leichtigkeit des Atems. In der Verbindung von CM, TEM und schamanischer Arbeit wird sie zu einer tiefen Lehrerin für Reinigung, Schutz und innere Balance.

Vertiefende Bedeutung der Runen für die Arbeit mit der Kiefer

RuneNameBedeutungBezug zur Kiefer
EihwazAchse zwischen Leben und Tod, Schutz, TransformationEntspricht dem Stamm der Kiefer – aufrecht, tief verwurzelt, verbindet Himmel und Erde. Unterstützt beim Loslassen alter Energien und dem Aufbau innerer Stärke.
AlgizSchutz, Verbindung zu höheren Kräften, spirituelle FührungWie die Äste der Kiefer, die sich zum Himmel öffnen. Aktiviert Schutzfelder und stärkt das Wei Qi(Abwehrenergie) auf energetischer Ebene.
ThurisazReinigung, Abwehr, DurchbruchEntspricht der reinigenden, harzigen Kraft der Kiefer. Unterstützt bei der Auflösung stagnierender Energien und beim energetischen „Durchatmen“.
UruzUrkraft, Lebenskraft, körperliche StärkeSymbol für die vitale Energie, die durch die Kiefer fließt. Fördert Regeneration und Erdung.

Anwendung in der Praxis

1. Runenritual für Kiefer-Oxymel

  • Zeichne die Rune Eihwaz oder Algiz mit einem Holzstab oder Messer in das Glas oder auf ein Stück Rinde, das du daneben legst.
  • Sprich dabei eine Intention, z. B.:„Möge der Geist der Kiefer mich reinigen, schützen und stärken. Eihwaz – ich stehe fest zwischen Himmel und Erde.“
  • Lass die Rune während der Reifezeit des Oxymels am Gefäß, um die energetische Schwingung zu halten.

2. Räucherung und Meditation

  • Kiefernharz oder Nadeln räuchern, während du die Rune Thurisazvisualisierst, um Räume oder Energiefelder zu klären.
  • In Meditation kann Uruz als Symbol über dem Herzraum vorgestellt werden, um Lebensenergie und Mut zu aktivieren.

Verbindung zur Chinesischen Medizin

In der CM korrespondieren diese Runen mit bestimmten Funktionskreisen:

RuneCM-EntsprechungWirkung
EihwazLeber und NierenStabilisiert das Wurzel-Yang, fördert Entgiftung und Wandlungsprozesse
AlgizLungeStärkt das Wei Qi, schützt vor äußeren Pathogenen
ThurisazDickdarmUnterstützt die Ausleitung von Feuchtigkeit und Schleim
UruzMilzTonisiert Qi und Blut, stärkt körperliche Vitalität

Die Kombination von Kiefer und Runenarbeit vereint die Heilkräfte der Natur mit den archetypischen Energien der nordischen Weisheit. So entsteht eine tiefe, ganzheitliche Praxis, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt – verwurzelt in der Erde, offen zum Himmel.

Und somit wünsche ich Dir für Diese Zeit Anfang März die Kraft der Kiefer- für die Klarheit in Lunge und Geist- alles Liebe…

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil VIII

Was für eine Disablot-Zeit- der Übergang in’s Frühjahr und tatsächlich beginnt in einer Woche bereits der März… „Wenn im Märzen der Bauer die Rösslein…“ 🙂

Bei uns sind die Temeperaturunterschiede von tiefen minus 12 Grad bis mittlerweile plus 10 Grad innerhalb einer Woche so stark, dass wir für unser Immunsystem schon ein paar Hausmittel benötigen- vor allem dann, wenn Dein Körper mit Schmerzen auf diesen Wechsel reagiert.

Kannst Du es erkennen 🙂 ?

Der Baumgeist der Weide (Salix) ist der Baum der Mondkräfte, des Wassers und der inneren Wandlung; bringt uns bei diesen Herausforderungen weiter.

Als Heilpraktikerin und schamanisch Praktizierende begegne ich ihr achtsam als Hüterin zwischen Schmerz und Heilung, zwischen Loslassen und Neubeginn. Sie steht oft in der Nähe oder am Wasser, biegsam und doch tief verwurzelt – ein Sinnbild für Regeneration nach Belastung, für Trauerarbeit und für die Kühlung überschießender Hitze.

Der Baumgeist der Weide

Die Weide trägt eine weiblich‑lunare Qualität. Ihr Geist wirkt:

  • kühlend und schmerzlindernd
  • bewegend bei innerer Stagnation
  • reinigend auf emotionaler Ebene
  • lösend bei festgehaltenem Kummer
  • klärend bei innerer Hitze

Schamanisch steht sie für das Element Wasser, für das Fließen von Gefühlen und für die Fähigkeit, sich zu beugen ohne zu brechen. Ihre Rinde enthält Salicin – eine natürliche Vorstufe der Salicylsäure – wodurch sich ihre traditionelle Anwendung bei Schmerz und Fieber erklärt.

Passende Runen zur Weide

Die energetische Signatur der Weide korrespondiert besonders mit folgenden Runen:

RuneNameBedeutungBezug zur Weide
LaguzWasser, Intuition, FlussElement Wasser, emotionale Reinigung
BerkanaWeiblichkeit, NeubeginnRegeneration, Heilung nach Krankheit
IsaEis, KonzentrationKühlung von Fieber und Entzündung
KenazTransformierendes FeuerWandlung von Hitze in Bewusstsein

Ritualempfehlung: Laguz und Berkana gemeinsam zeichnen bei Themen wie fiebrige Infekte nach emotionaler Belastung.

Erkennst Du die Baumgeister dieser alten Weide? Alte Weide in Bornmühle -Nähe Tollensesee

UND da habe ich nachfolgend zwei Rezepte aus meinen persönlichen Aufzeichnungen, die ich sehr gerne mit Dir teile… 🙂

Kopfweide am Wanderweg zwischen Häschendorf und Mönchhagen

Kräutermischung mit Weide gegen zwei Fieberarten

In der naturheilkundlichen Betrachtung unterscheiden wir energetisch zwischen:

  • Heißem, entzündlichem Fieber mit Rötung, Durst, Unruhe
  • Wechsel- oder „Kältefieber“ mit Frösteln, Gliederschmerz, Kopf- und Nackenspannung

Die Mischungen sind jeweils als Tee gedacht.

1. Mischung bei „heißem“ Fieber (entzündlich, trocken)

Ziel: Hitze klären, Entzündung senken, Flüssigkeiten bewahren

Rezeptur (Teemischung)

  • 30 g Weidenrinde
  • 25 g Mädesüß
  • 20 g Holunderblüten
  • 15 g Lindenblüten
  • 10 g Pfefferminze

Zubereitung

  • 1 EL Mischung mit 250 ml heißem Wasser übergießen
  • 10–15 Minuten ziehen lassen
  • 3–4 Tassen täglich

Wirkprinzip

  • Weide und Mädesüß: salicylathaltig, antipyretisch
  • Holunder und Linde: schweißtreibend
  • Pfefferminze: kühlend, klärend

2. Mischung bei „Kältefieber“ (Frösteln, Gliederschmerz)

Ziel: Oberfläche öffnen, Wärme mobilisieren, Schmerz lindern

Rezeptur (Teemischung)

  • 25 g Weidenrinde
  • 25 g Ingwerwurzel
  • 20 g Holunderblüten
  • 15 g Schafgarbe
  • 15 g Thymian

Zubereitung

  • 1 EL Mischung 5 Minuten sanft köcheln
  • Danach 10 Minuten ziehen lassen
  • 2–3 Tassen täglich heiß trinken

Wirkprinzip

  • Weide: schmerzlindernd
  • Ingwer: wärmend, zirkulationsfördernd
  • Holunder: schweißtreibend
  • Schafgarbe: regulierend
  • Thymian: antimikrobiell
Dekokt mit Weidenrinde bei rheumatischen Beschwerden

Wirkungsweise gemäß Klassischer Chinesischer Medizin (CM)

In der chinesischen Medizin entspricht die Weide energetisch dem Geschmack bitter und kühl. Sie wirkt vor allem auf:

  • Leber-Meridian
  • Herz-Meridian
  • teilweise Blasen-Meridian

Bei heißem Fieber- Pathogen: Wind-Hitze

Wirkung:

  • Klärt Hitze
  • Kühlt das Blut
  • Senkt aufsteigendes Leber-Yang
  • Lindert Schmerz durch Entspannung stagnierender Qi-Hitze

Energetisch: Ableitung von überschüssigem Yang.

Bei Kältefieber- Pathogen: Wind-Kälte mit nachfolgender Stagnation

Hier dient Weide nicht primär zur Kühlung, sondern zur Schmerzlinderung bei blockiertem Qi, während wärmende Kräuter das Yang mobilisieren.

Energetisch:

  • Bewegt blockiertes Qi
  • Löst Meridianspannung
  • Unterstützt die Öffnung der Oberfläche

Spirituell‑energetische Essenz

Diese Weide ist für mich eine große Inspiration 🙂

Die Weide wirkt auf drei Ebenen:

  • Körper: Schmerz und Fieber regulierend
  • Seele: Trauer lösend
  • Geist: Flexibilität und Anpassung stärkend

Sie erinnert daran, dass Heilung nicht im Widerstand entsteht, sondern im bewussten Mitfließen.

Die Weide ist damit ein Brückenbaum – zwischen Hitze und Kühle, zwischen Schmerz und Erkenntnis, zwischen Festhalten und Loslassen. In der Verbindung von Pflanzenheilkunde, Runenarbeit und energetischem Verständnis entsteht ein ganzheitlicher Zugang, der Körper und Seele gleichermaßen einbezieht.

Die Weide nimmt die Hitze des Körpers auf wie das Ufer das Hochwasser – und gibt dem System Ruhe zurück.“

In diesem Sinn wünsche ich Dir einen wunderbaren, gesunden und kraftvollen Übergang in den März.

Alles Liebe- Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume VII

Herzlich Willkommen zum Tag so kurz vor Neumond und dem Übergang in das Yang-Feuer-Pferd-Jahr am 17.2.2026. Zu solch einer energetisch kraftvollen Zeit liegt es nahe, sich mit einem unserer stärksten heimischen Bäume zu beschäftigen- der Eiche:

Die Eiche ist nicht zart oder still- sie ist mächtig, kraftvoll und sehr präsent. Sie ist eine kraftvolle Hüterin- eine, die bleibt, wenn Stürme kommen. In der schamanischen Wahrnehmung trägt sie die Frequenz von Standhaftigkeit, Schutz und besonders geerdeter Energie. Mehr noch- wer sich mit der Eiche verbindet, tritt in ein Feld von Kraft, Klarheit, innerer Autorität und uralter Weisheit.

Eiche-Symbol von Kraft und Energie(Foto mit KI bearbeitet)

Die spirituelle Signatur der Eiche

Die Eiche steht für:

  • Erdung und Verwurzelung
  • Schutz und Abgrenzung
  • Integrität und innere Stärke
  • Verbindung zwischen Himmel und Erde
  • Ahnenkraft

Ihr mächtiger Stamm symbolisiert Stabilität, ihre tiefen Wurzeln reichen in das Unsichtbare, ihre Krone öffnet sich dem Licht. In vielen europäischen Traditionen galt sie als heiliger Baum – ein Ort der Orakel, der Schwüre und der Kraftübertragung.

Eiche im Winter am Tollensesee- Foto mit KI bearbeitet

Energetisch wirkt sie auf das Wurzelchakra und stärkt die Fähigkeit, im eigenen Feld zu bleiben.

Die Eiche und die Runen

In der nordischen Symbolik wird die Eiche besonders mit folgenden Runen verbunden:

RuneBedeutungVerbindung zur Eiche
UruzUrkraft, LebensenergieVerkörpert rohe, natürliche Stärke und körperliche Vitalität
ThurisazSchutz, Abwehr, GrenzsetzungEntspricht der schützenden, wehrhaften Qualität der Eiche
AlgizSchutz, höhere FührungWie die Krone der Eiche: Verbindung zwischen Erde und Himmel
EihwazWeltenachse, TransformationSymbolisiert den Baum als Brücke zwischen den Ebenen

Für eine schamanische Praxis kannst du eine dieser Runen auf ein kleines Stück Eichenholz ritzen und es als Schutzamulett tragen.

Die Runen sind nicht nur abstrakte Symbole – sie sind lebendige Kraftzeichen. Wenn du mit der Eiche arbeitest, kannst du bestimmte Runenzeichen bewusst einsetzen, um ihre Qualität zu verstärken. Hier findest du die passenden Zeichen in ihrer klassischen Form (Älteres Futhark).

Uruz ᚢ- Urkraft – unbearbeitete Lebensenergie

ᚢ Diese Rune steht für ursprüngliche Stärke, körperliche Vitalität und natürliche Autorität.
In Verbindung mit der Eiche verkörpert sie den kraftvollen Stamm – standfest, unbeirrbar, lebendig.

Thurisaz ᚦ- Schutz – Abwehr – klare Grenze

ᚦ Thurisaz ist die Rune der wehrhaften Kraft. Sie schützt dein energetisches Feld und hilft dir, klare Grenzen zu setzen.
Wie die raue Rinde der Eiche wirkt sie abschirmend und stabilisierend.

Algiz ᛉ- Schutz – Anbindung an höhere Führung

ᛉ Algiz erinnert in ihrer Form an ein Geweih oder einen Baum mit ausgebreiteter Krone.
Sie verbindet dich mit dem Schutz aus der geistigen Welt – wie die Eiche, die Himmel und Erde verbindet.

Eihwaz ᛇ- Weltenachse – Transformation – innere Stabilität

ᛇ Eihwaz symbolisiert den Weltenbaum, die Achse zwischen den Ebenen.
Sie steht für tiefe spirituelle Kraft, Übergänge und innere Unerschütterlichkeit.

Anwendungsmöglichkeiten für deine Praxis

  • Zeichne eine Rune auf ein Stück Eichenholz
  • Male sie mit Naturfarbe oder ritze sie achtsam ein
  • Lege sie während der Meditation auf dein Wurzelchakra
  • Nutze sie im Räucherritual als Kraftanker

Runen wirken durch Bewusstsein, Wiederholung und Intention- die Eiche gibt ihnen Substanz.

Die Eiche in der westlichen Heilkunde

In der europäischen Pflanzenheilkunde wird vor allem die Eichenrinde verwendet. Sie enthält viele Gerbstoffe, die stark zusammenziehend wirken.

Traditionelle Anwendungen:

  • Unterstützung bei Hautirritationen
  • Stärkende Sitzbäder
  • Gurgellösungen für Mund und Rachen
  • Kräftigung bei feuchter, entzündlicher Symptomatik
Es gibt mehrere Eichenarten- hier eine Stileiche

Energetisch entspricht die zusammenziehende Wirkung dem Prinzip der Sammlung: Energie wird gebündelt, Zerstreuung gestoppt.

Die Eiche wirkt strukturierend – körperlich wie seelisch.

Die Eiche in der Chinesischen Medizin

In der Chinesischen Medizin lässt sich die Eiche dem Element Holz zuordnen. Dieses Element steht für:

  • Wachstum
  • Entschlossenheit
  • Vision
  • Leber- und Gallenblasenenergie

Wenn das Holz‑Element geschwächt ist, zeigen sich:

  • Reizbarkeit
  • Frustration
  • Energetische Stagnation

Die Eichenkraft wirkt hier wie ein aufrechter Stamm: Sie fördert Standhaftigkeit ohne Härte und unterstützt eine klare Ausrichtung. Symbolisch stärkt sie das aufrechte Qi – die Fähigkeit, den eigenen Weg entschlossen zu gehen.

Räucherpraxis mit Eiche

Das Räuchern mit Eiche – meist mit kleinen Rindenstücken oder getrocknetem Holz – ist eine kraftvolle Schutz‑ und Erdungszeremonie.

Wirkung des Eichenrauchs:

  • Raumklärung
  • Stärkung des persönlichen Feldes
  • Unterstützung bei Übergangsritualen
  • Verbindung zu Ahnen

Schamanisches Räucherritual

Du brauchst:

  • Getrocknete Eichenrinde oder kleine Holzstücke
  • Räucherkohle oder Stövchen
  • Eine feuerfeste Schale
  • Optional: Beifuß oder Wacholder zur Ergänzung

Ablauf:

  • Entzünde die Kohle und lege etwas Eichenrinde darauf.
  • Stelle dich bewusst aufrecht hin.
  • Führe den Rauch von den Füßen über deinen Körper bis zur Krone.
  • Visualisiere starke Wurzeln, die tief in die Erde wachsen.
  • Sprich innerlich: „Ich stehe in meiner Kraft.“

Der Rauch der Eiche ist herb, klar und direkt- genau darin liegt seine Medizin.

Die Botschaft der Eiche

Die Eiche lehrt nicht Flexibilität um jeden Preis. Sie lehrt Verwurzelung. Sie zeigt, dass wahre Stärke aus Tiefe entsteht – nicht aus schreiender Präsenz.

Wenn du dich verloren fühlst, lehne dich an eine Eiche. Wenn du Klarheit brauchst, setze dich unter ihre Krone. Wenn du Schutz suchst, arbeite mit ihrem Holz.

Die Eiche lehrt- Stärke ist nicht immer nur Kampf- Stärke besticht durch Standhaftigkeit, zu gegebener Zeit Flexibilität und Wurzeln in die Tiefe.

Da der Winter die Zeit der Rinden ist, nutze doch ein wenig Eichenrinde, um morgen in das Jahr des Yang-Feuer-Pferdes zu starten.

Eiche- der „Baum“ im Yoga

Alles Liebe und eine kraftvolle Woche wünscht Dir

Kira

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil VI

Oh- wie ich diese Disting-Tied liebe- so ein bisschen noch heimilig bei Kerzenlicht und doch schon die leise Ahnung vom Frühjahr UND das neue Jahr des Yang-Feuer-Pferdes sendet schon ein bisschen seine Energie.

Was liegt da näher, sich auch in dieser Woche wieder mit den Baumgeistern, die jetzt noch schlafen, aber bald Ihre sprudelnde Kraft zeigen, zu beschäftigen- diesmal betrachten wir den GEIST des AHORN:

Der Ahorn trägt eine sanfte, ordnende Kraft in sich. Als Baumgeist steht er für Ausgleich, innere Klarheit und das harmonische Fließen von Lebensenergie. In schamanischer wie auch in der Chinesischen Medizin wirkt Ahorn subtil, sehr tief und ordnend– besonders im Frühling, wenn Knospen und aufsteigende Kräfte den Neubeginn verkörpern.

Der Baumgeist des Ahorns

Der Ahorngeist wird als vermittelnd und ausgleichend wahrgenommen. Er hilft dabei, innere Gegensätze zu versöhnen und Entscheidungen aus dem Herzen heraus zu treffen. In schamanischer Arbeit unterstützt Ahorn bei geistiger Überforderung, innerer Zerrissenheit und in- so wie jetzt-Übergangsphasen:

  • Verbindung zu Herz und Geist
  • Förderung von Klarheit, Milde- besonders zu sich selbst- und innerer Ordnung
  • Begleiter bei Neubeginn, Richtungswechsel und seelischer Reinigung

Heilwirkung aus naturheilkundlicher Sicht/CM:

In der CM werden junge Ahornteile den Holz‑Element‑Qualitäten zugeordnet und wirken besonders auf Leber und Gallenblase.

  • Geschmack: mild, leicht süß
  • Thermik: kühlend bis neutral
  • Wirkung: Qi bewegend, leicht entgiftend, harmonisierend

Ahornknospen unterstützen das freie Fließen des Leber‑Qi, lindern innere Hitze aus Stagnation und wirken sanft klärend auf Emotionen wie Ärger oder innere Unruhe. Energetisch helfen sie, alte Spannungen loszulassen und neue Lebenskraft aufzunehmen. Im frühen Frühjahr sind die kleinen Knospen besonders wertvoll, nicht nur für ein Mazerat sond auch als Frischkost- nebenbei egsagt mit ganz viel Eiweiß. UND so habe ich dieses Rezept für Dich…

Salat aus frischen Ahornknospen

Frühlingsrezept mit Leber‑Qi‑harmonisierender Wirkung

Wirkung gemäß CM:

  • bewegt Leber‑Qi
  • klärt aufgestaute Hitze
  • stärkt die Frühlingsenergie des Holz‑Elements

Zutaten

  • 1 Handvoll frische, junge Ahornknospen
  • 1 kleine Handvoll Feldsalat oder junge Löwenzahnblätter
  • 1-2 frische Pellkartoffeln- ohne Schale, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 TL kaltgepresstes Sesam‑ oder Hanföl
  • 1 TL Apfelessig oder milder Reisessig
  • 1 Prise Salz
  • optional: einige Blüten (Gänseblümchen, Löwenzahn…)
Ahornknospen geben Energie und enthalten viel Eiweiß

Zubereitung

  • Ahornknospen frisch sammeln, nur von unbelasteten Bäumen, und kurz mit kaltem Wasser abspülen.
  • Knospen vorsichtig öffnen oder ganz belassen und mit dem Grün mischen; gepellte Kartoffeln in Scheiben dazu geben…
  • Öl, Essig und Salz verrühren und behutsam unterheben.
  • mit den gezupften Blüten garnieren und bewusst, langsam genießen.

Iss diesen Salat idealerweise im Frühling oder bei Neumond. Vor dem Essen einen Moment innehalten und innerlich um Klarheit, Leichtigkeit und Erneuerung bitten. Der Ahorngeist wirkt besonders, wenn du ihm Aufmerksamkeit schenkst.

Zum Abschluss…der Ahorn ist ein stiller Heiler: Er bringt Ordnung ins Innere, löst Stagnation und unterstützt dich dabei, mit klarem Herzen und ruhigem Geist in neue Zyklen zu gehen.

Mein Tipp: Bevor Du die Knospen oder auch andere Baumteile nimmst, lege eine Hand an den Stamm, danke ich Gedanken und nimm nur wenig- hier ist weniger MEHR 🙂

Alles Liebe und eine gute Woche wünscht Dir

Kira

Das neue Jahr blinzelt schon

Guten Morgen in der letzten Woche des Jahres 2025- in dieser stillen Zeit der Raunächte.

Ich bin intuitiv viel in der Natur und nutze gerade jetzt zum Räuchern natürliche Materialien wie Fichte, aber auch Gewürze. Gewürze haben gerade jetzt- zum Jahreswechsel- eine so unglaublich kraftvolle Wirkung für Körper und Seele.

UND- ich teile heute mit Dir meine liebste Räuchermischung für den Übergang ins Jahr 2026; erzähle Dir etwas zur Wirkung gemäß der traditionellen europäischen und der klassischen chinesischen Medizin.

Der Jahreswechsel ist aus Sicht der Naturheilkunde ein besonders kraftvoller Übergang. Eine selbst hergestellte Gewürzräuchermischung verbindet Ritual, Duft und energetische Ausrichtung und unterstützt dabei, das alte Jahr bewusst abzuschließen und das neue Jahr 2026 klar, gestärkt und zentriert zu beginnen.

Bedeutung des Räucherns zu Silvester und Neujahr in der Naturheilkunde

Der Jahreswechsel markiert eine Phase zwischen altem Yin und neuem Yang, zwischen Ruhe und Aufbruch. Räuchern wirkt dabei wie eine energetische Reinigung und Ausrichtung.

  • Löst stagnierendes Qi, das sich im Laufe des Jahres angesammelt hat
  • Vertreibt Kälte und Feuchtigkeit, typische pathogene Faktoren des Winters
  • Stärkt das Wei-Qi, die schützende Energie des Körpers
  • Beruhigt den Shen, den Geist und die emotionale Ebene

Für 2026 liegt der Fokus besonders auf Wärme, Klarheit und innerer Stabilität; auch wichtig für Übergangszeiten, da diese energetisch als bewegter/herausfordernder empfunden werden.

Grundprinzip der Gewürzräuchermischung

Eine ausgewogene Räuchermischung folgt in der Naturheilkunde/chinesichen Medizin dem Prinzip der fünf Wandlungsphasen.

  • Holz: Bewegung, Neubeginn
  • Feuer: Freude, Herzöffnung
  • Erde: Stabilität, Zentrierung
  • Metall/Luft: Loslassen, Klarheit
  • Wasser: Ruhe, Tiefe, Regeneration

Die ausgewählten Gewürze wirken wärmend, bewegend und klärend, ohne das Yin zu erschöpfen.

Zutaten für die Silvester- und Neujahrsräucherung 2026

Alle Zutaten sollten möglichst bio, naturbelassen und ungemahlen sein.

  • Zimtstangen, 2 Stück
  • Sternanis, 3 Stück
  • Nelken, 1 Teelöffel
  • Kardamomkapseln, 1 Teelöffel
  • Getrocknete Orangenschalen, 2 Esslöffel
  • Weihrauchharz, 1 Esslöffel
  • Myrrhe, 1 Teelöffel

Wirkung der einzelnen Gewürze

GewürzThermik & GeschmackCM-Wirkung
Zimtheiß, süß-scharfErwärmt Nieren-Yang, bewegt Blut und Qi
Sternaniswarm, süß-scharfLöst Kälte, stärkt Mitte und Verdauung
Nelkenheiß, scharfVertreibt Kälte, klärt Geist
Kardamomwarm, aromatischTransformiert Feuchtigkeit, klärt Kopf
Orangenschalewarm, bitter-süßBewegt Leber-Qi, löst emotionale Stagnation
Weihrauchwarm, bitterKlärt Räume, beruhigt Shen
Myrrhewarm, bitterUnterstützt Loslassen, erdend

Herstellung der Räuchermischung

Vorbereitung

  • Zimtstangen grob zerbrechen
  • Kardamomkapseln leicht andrücken
  • Orangenschalen in kleine Stücke schneiden

Mischen

  • Alle Zutaten in einer Schale gut vermengen
  • Mischung in einem dunklen Glas mindestens 3 Tage ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden

Anwendung

  • Eine feuerfeste Schale mit Räuchersand füllen oder ein Stövchen vorbereiten
  • Räucherkohle entzünden/ ein Teelicht platzieren
  • ein Blatt Lorbeer unterlegen und dann darauf ½ bis 1 Teelöffel der Mischung auflegen
  • Fenster öffnen-lüften, dann Räume mit dem Räucherutensil langsam durchgehen, Fenster anschließend noch einmal kurz öffnen

Ritualempfehlung für Silvester und Neujahr

Für Silvester eignet sich das Räuchern zwischen 23:30 und 00:30 Uhr, um den Übergang bewusst zu markieren. Für Neujahr empfehle ich ein zweites, sanfteres Räuchern am Morgen des 1. Januars.

  • Vor dem Räuchern drei ruhige Atemzüge nehmen
  • Innerlich das Alte verabschieden
  • Eine klare Ausrichtung für 2026 formulieren

Für wen diese Mischung besonders geeignet ist

  • Menschen mit Kältegefühl, innerer Unruhe oder mentaler Erschöpfung
  • Bei emotionalem Ballast und dem Wunsch nach Neubeginn
  • Zur Stärkung in der dunklen Jahreszeit

Diese Gewürzräuchermischung wirkt nicht nur auf der sinnlichen Ebene, sondern tief im energetischen System. Sie verbindet Wärme, Klarheit und Stabilität und schafft einen kraftvollen Übergang in das Jahr 2026 – getragen von Bewusstsein, sanftem Duft, Ruhe und innerer Ausrichtung.

Ich wünsche Dir von Herzen einen guten Übergang in das Jahr 2026 und sende Dir liebe Grüße

Kira

Zitrone trifft Fichte

Wir sind mitten in der Raunächte-Zeit… Jul-Tied… und da habe ich ein ganz wunderbares Rezept in zwei Varianten für eine besondere Verbindung mit der Natur auch auf dem Tisch 🙂

Klassisch- Variante 1:

Fichten-Zitronen-Butter verbindet heimische Wildpflanzen mit den Prinzipien der Klassischen Chinesischen Medizin und eignet sich sowohl als Genussmittel als auch zur gezielten Unterstützung von Lunge und Abwehr-Qi. Das Rezept ist einfach, alltagstauglich und ganz wunderbar über die Mahlzeiten zu integrieren :

Fichten-Zitronen-Butter

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich- ich nehme immer Süßmolke-Butter
  • 2–3 EL frische Fichtenspitzen, fein gehackt
  • 1 Bio-Zitrone, Abrieb der Schale und 1–2 TL Saft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig oder Birkenzucker (Xylit)

Zubereitung

  1. Die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem Holzlöffel cremig rühren.
  2. Die frisch gehackten Fichtenspitzen gleichmäßig unter die Butter mischen.
  3. Zitronenabrieb und Zitronensaft hinzufügen und sorgfältig einarbeiten.
  4. Mit Salz abschmecken. Optional Honig oder Birkenzucker unterrühren, um die herbe Waldnote abzurunden.
  5. Die Butter in Backpapier oder ein Glas füllen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Wie verwenden

  • Dünn auf frischem, getoastetem Sauerteig- oder Dinkelbrot
  • Zu gedämpftem Gemüse oder Ofenkartoffeln
  • Als aromatische Butter zu Fisch oder Pilzgerichten
  • In kleinen Mengen pur, z. B. morgens in einer Frühstückssuppe mit getoastetem Brot

Wirkung gemäß Chinesischer Medizin

Thermische Wirkung und Geschmack

  • Fichtenspitzen: warm, aromatisch, leicht bitter
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Diese Kombination wirkt ausgleichend, tonisierend und leicht bewegend.

Organzuordnung und energetische Effekte

  • Lunge:
    • Fichtenspitzen öffnen die Lunge, transformieren Schleim und stärken das Wei-Qi
    • Unterstützend bei Kälte-Schleim, feuchtem Husten und Rekonvaleszenz
  • Leber:
    • Die Zitrone bewegt das Leber-Qi und verhindert Stagnation
    • Hilfreich bei Spannung, Reizbarkeit und Frühjahrsmüdigkeit
  • Milz:
    • Butter nährt Yin und Blut, ohne stark zu belasten
    • In kleinen Mengen gut verträglich bei Milz-Qi-Schwäche

Gesamtwirkung

  • Stärkt das Abwehr-Qi (Wei-Qi)
  • Unterstützt die Atemwege, besonders in der kalten Jahreszeit
  • Bewegt Qi sanft, ohne auszutrocknen
  • Nährt Yin, ideal bei trockener Konstitution

Geeignet für

  • Menschen mit Kältegefühl, Infektanfälligkeit oder trockenem Husten
  • Übergangszeiten wie Frühling und Herbst
  • Erschöpfung nach Krankheit

NICHT geeignet bei

  • Ausgeprägter Hitze, Fieber oder innerer Trockenheit mit starker Hitze
  • Akutem Durchfall oder starker Milz-Schwäche mit Feuchtigkeit

Diese Fichten-Zitronen-Butter vereint regionale Naturheilkunde mit der Wirkweise in der CM und eignet sich hervorragend als funktionelles Lebensmittel mit klarer energetischer Ausrichtung. Sie wirkt am besten regelmäßig, aber in kleinen Mengen genossen.

Variante 2…

Diese Variante der Fichten-Zitronen-Butter nutzt einen selbst hergestellten Fichten‑Extrakt in Form eines starken Tees und verstärkt dadurch gezielt die CM‑Wirkung auf Lunge, Wei‑Qi und Qi‑Bewegung. Die Rezeptur ist bewusst mild dosiert, damit die Butter energetisch wirksam bleibt, ohne die Milz zu belasten.

Fichten-Zitronen-Butter mit Fichten-Extrakt (starker Tee)

Fichten-Extrakt herstellen

Zutaten

  • 2 gehäufte EL frische Fichtenspitzen
  • 200 ml Wasser

Zubereitung

  1. Fichtenspitzen grob zerkleinern und in einen kleinen Topf geben.
  2. Mit Wasser übergießen, aufkochen und 10–15 Minuten sanft köcheln lassen.
  3. Vom Herd ziehen, weitere 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  4. Abseihen und den Sud ohne Deckel und bei sehr wenig Hitze auf ca. 2–3 EL reduzieren.
  5. Vollständig abkühlen lassen.

Ergebnis ist ein hochkonzentrierter, aromatischer Fichten-Extrakt.

Fichten-Zitronen-Butter mit dem Dekokt zubereiten- ähnlich wie Variante 1

Zutaten

  • 250 g Bio-Butter, weich
  • 2–3 EL Fichten-Extrakt, vollständig abgekühlt
  • 1 Bio-Zitrone, fein abgeriebene Schale
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Optional: 1 TL Honig

Zubereitung

  1. Weiche Butter cremig rühren, bis sie luftig wird.
  2. Den Fichten-Extrakt tröpfchenweise unterrühren, dabei ständig rühren, damit die Butter nicht gerinnt.
  3. Zitronenabrieb, Zitronensaft und Salz einarbeiten.
  4. Optional Honig hinzufügen.
  5. Die Butter in ein Glas oder Backpapier füllen und mindestens 2 Stunden kühl stellen, damit sie wieder fest wird.

Haltbarkeit

  • Im Kühlschrank: 5–7 Tage
  • Portionsweise einfrieren möglich

Wirkung nach Traditioneller Chinesischer Medizin

Thermik und Geschmack mit dem Dekokt

  • Fichten-Extrakt: warm, aromatisch, verstärkt bitter-scharf
  • Zitrone: kühlend, sauer
  • Butter: neutral bis leicht warm, süß

Das Dekokt macht die Wirkung der Fichte tiefer, klarer und stärker schleimtransformierend als bei frischen Spitzen.

Energetische Hauptwirkungen

  • Öffnet die Lunge in ihrer Funktionalität und senkt rebellierendes Lungen-Qi
  • Transformiert Schleim und Feuchtigkeit
  • Stärkt das Wei-Qi, besonders bei Kälte- und Windanfälligkeit
  • Bewegt Leber-Qi, ohne Yin zu verletzen

Organbezug

  • Lunge: Klärung, Öffnung, Stärkung
  • Milz: Butter schützt vor zu starker Austrocknung
  • Leber: Zitrone verhindert Qi-Stagnation

Besonders geeignet bei

  • Infektanfälligkeit, Frösteln
  • Feuchtem oder kaltem Husten
  • Rekonvaleszenz nach Erkältungen
  • Frühjahrsmüdigkeit mit Schleimgefühl

empfohlene Dosierung bei therapeutischem Einsatz

  • 1–2 TL täglich, vorzugsweise morgens oder mittags
  • in leicht gewärmten Speisen- niemals direkt aus dem Kühlschrank essen

Hinweis: Durch den flüssigen Extrakt wird die Butter energetisch bewegender. Bei ausgeprägter Milz-Qi-Schwäche oder Neigung zu Durchfall die Menge halbieren oder die Butter nur gelegentlich verwenden.

Diese Version verbindet eine klassische Abkochung (Dekokt) mit westlicher Küche und ist aus Sicht der CM dadurch besonders wirksam- für alle Menschen, die die Kraft der Fichte gezielt und sanft in den Alltag integrieren möchten.

Hole Dir den Duft des Waldes auf den Tisch!

Alle guten Wünsche und eine wunderbare Jul-Woche; inspirierende Raunächte und eine Zeit voller Spirit und Liebe!

Kira

Bald wechseln wieder die Jahre- ein Rück- und Ausblick

In dieser dritten Advents-Woche widme ich mich einem Rück- und Ausblick- komm- ich nehme Dich mit!

Kräutermischung für ein Räucherritual vorbereiten- Lorbeerblatt, Rosmarin, Wacholder, Fichtennadeln und Fichtenharz 🙂

Im schamanischen und energetischen Verständnis werden die Jahre nicht nur nach Kalenderdaten, sondern nach kosmischen Qualitäten, Elementen und archetypischen Kräften betrachtet. Das Jahr 2025 (Yin-Holz-Schlange) und 2026 (Yang-Feuer-Pferd) stehen dabei für sehr unterschiedliche Schwingungen – das eine tief, intuitiv und transformativ, das andere expansiv, dynamisch und freiheitsliebend.


Überblick der Energien

JahrTierkreiszeichenPolaritätHauptelementSchamanische QualitätGrundthema
2025Yin-SchlangeYin (empfangend, innerlich)Feuer (verfeinert, spirituell)Wandlung, Intuition, HeilungInnere Transformation und Erkenntnis
2026PferdYang (aktiv, ausdehnend)Feuer (dynamisch, kreativ)Bewegung, Freiheit, AusdruckUmsetzung, Expansion, Selbstverwirklichung

Schamanische Deutung 2025 – Jahr der Yin-Schlange

Das Jahr 2025 wird als Zeit der inneren Alchemie gesehen. Die Schlange ist im Schamanismus ein Symbol der Häutung, Heilung und spirituellen Erneuerung.

Energiequalität:

  • Tiefgehende Prozesse, Rückzug und Introspektion
  • Loslassen alter Häute (alte Identitäten, Glaubensmuster, Beziehungen)
  • Erhöhte Intuition, Traumarbeit, Visionen
  • Spirituelle Heilung durch Schattenarbeit und Körperbewusstsein

Schamanische Empfehlung:

  • Rituale der Reinigung (z. B. Räucherungen, Schwitzhütten, Wasserzeremonien)
  • Arbeit mit Schlangenenergie: Transformation durch Akzeptanz und Hingabe
  • Zeit für Meditation, Rückzug, Heilpflanzenarbeit und Seelenrückholung

Ziel:
Innere Klarheit und energetische Erneuerung, bevor ein neuer Zyklus der äußeren Aktivität beginnt.


Schamanische Deutung 2026 – Jahr des Pferdes

Nach der introspektiven Phase der Schlange folgt 2026 das Jahr des Pferdes, das im schamanischen Sinn die Kraft des Aufbruchs, der Freiheit und der Bewegung bringt.

Energiequalität:

  • Expansion, Reisen, kreative Projekte
  • Ausdruck der eigenen Wahrheit und Lebensfreude
  • Mut, Selbstvertrauen und Durchsetzungskraft
  • Gefahr von Überhitzung oder Überforderung, wenn die Energie nicht geerdet wird

Schamanische Empfehlung:

  • Erdungsrituale (Trommelreisen, Tanz, Naturverbindung)
  • Arbeit mit Pferdegeistern oder Krafttieren zur Stärkung der Willenskraft
  • Projekte, die im Schlangenjahr vorbereitet wurden, kannst Du nun aktiv umsetzen.

Ziel:
Selbstbestimmtes Handeln, Bewegung in Beruf, Beziehungen und spirituellem Wachstum.


Vergleich der Schwingungen

Aspekt2025 – Yin-Schlange2026 – Pferd
Richtung der EnergieNach innen (Reflexion, Heilung)Nach außen (Aktion, Expansion)
ElementVerfeinertes Feuer (spirituell)Brennendes Feuer (kreativ, aktiv)
Schamanische ArbeitInnere Transformation, SchattenarbeitManifestation, Ausdruck, Bewegung
Körperlicher FokusNervensystem, Haut, Kundalini-EnergieHerz, Kreislauf, Vitalität
Spirituelles ThemaHäutung, Loslassen, WeisheitFreiheit, Mut, Selbstverwirklichung
„Folge dem Ruf des Raben, reite das Feuer des neuen Jahres- das Yang-Feuer-Pferd trägt Dich mit Mut, Klarheit und kraftvoll-feuriger Lebenskraft“

Zusammenfassung

Das Jahr 2025 (Yin-Schlange) ist ein spirituell-introspektives Jahr, das zur Heilung, Transformation und inneren Klarheit führt. Es verlangt Geduld, Achtsamkeit und Vertrauen in den Prozess der Wandlung.

Das Jahr 2026 (Pferd) bringt dann die äußere Entfaltung: Energie, Bewegung und Umsetzung der im Vorjahr gewonnenen Erkenntnisse. Es ist ein Jahr der Selbstbefreiung, Kreativität und Tatkraft.

Gemeinsam bilden sie einen Zyklus von innerer Alchemie (2025) und äußerer Manifestation (2026) – ein Übergang von der Tiefe zur Weite, vom Stillstand in die Bewegung.

Gemäß der Chinesischen Medizin und dem chinesischen Kalenderzyklus ist das Jahr 2026 das Jahr des Yang-Feuer-Pferdes (丙午, Bǐng Wǔ).


Einordnung im chinesischen 60-Jahres-Zyklus

In der chinesischen Zeitrechnung wird jedes Jahr durch die Kombination aus

  • einem der zehn Himmelsstämme(Yin/Yang + Element) und
  • einem der zwölf Erdzweige(Tierkreiszeichen)
    bestimmt.

Diese Kombination wiederholt sich alle 60 Jahre.

JahrHimmelsstammPolarität & ElementTierkreiszeichenGesamteinfluss
2025Yǐ Sì (乙巳)Yin-HolzSchlangeYin-Holz-Schlange
2026Bǐng Wǔ (丙午)Yang-FeuerPferdYang-Feuer-Pferd
Mach 2026 zu Deinem Jahr!

Bedeutung des Yang-Feuer-Pferdes (2026)

Das Yang-Feuer-Pferd steht für leidenschaftliche, expansive und dynamische Energie.
In der CM wird Feuer mit Herz, Kreislauf, Geist (Shen) und Freude assoziiert.

Energetische Qualitäten 2026:

  • Yang: aktiv, nach außen gerichtet, kraftvoll
  • Feuer: Begeisterung, Inspiration, Ausdruck, aber auch Gefahr von Überhitzung
  • Pferd: Bewegung, Freiheit, Unabhängigkeit

Deutung CM:

  • Stärkung des Herz-Feuers → gute Zeit für Herzensprojekte, Kreativität und soziale Verbindungen
  • Achte auf Balance: Übermäßiges Feuer kann Unruhe, Schlafstörungen oder Herz-Qi-Stagnation verursachen
  • frisch- leicht kühlende Ernährung, Meditation und Yin-Ausgleich sind hilfreich

Zusammenfassung

  • 2026 = Jahr des Yang-Feuer-Pferdes (丙午)
  • Polarität: Yang
  • Element: Feuer
  • CM-Thema: Herzenergie, Freude, Bewegung, Ausdruck
  • Herausforderung: Balance zwischen Begeisterung und Überhitzung

Das Jahr 2026 bringt also eine kraftvolle, expansive Yang-Feuer-Schwingung, die nach außen strebt – ideal für Wachstum, mutige Schritte und leidenschaftliche Projekte, aber mit der Notwendigkeit, das innere Gleichgewicht zu bewahren… und bedenke- die Energie des vorangegangenen Jahres wirkt immer noch mindestens bis Ende Februar nach- und das ist gut so 🙂

Zelebriere die dritte Advent-Woche mit Zeit für Dich; vielleicht bereitest Du die Raunächte vor oder beginnst mit Plätzchen-Backen und Geschenke-Verpacken 🙂 – ich wünsche Dir eine wunderbare Zeit-

herzlichst- Kira

Etwas Leckeres zum Advent

Guten Morgen… heute mal kurz und knapp ;

Wenn du Schokolade liebst, aber auf natürliche Zutaten und gute Nährstoffe achten möchtest, wirst du diese smarten Riegel lieben. Sie sind cremig, saftig, schokoladig – und gleichzeitig darmfreundlich dank probiotischem Kokosjoghurt und weißen Bohnen.

Klingt ungewöhnlich? Schmeckt fantastisch!

Zutaten

  • 1 Becher Kokos-Joghurtalternative (ca. 400 g, probiotisch)
  • 1 Glas gekochte weiße Bohnen
  • 5 entsteinte Medjool-Datteln
  • 1 Prise Salz
  • 1 Messerspitze Vanillepulver
  • 200 g Kokosraspeln
  • 2–3 Tafeln dunkle Schokolade (mit Kokosblütenzucker gesüßt)
  • Etwas Kokosöl oder Kakaobutter für eine flüssigere Schokoladenkonsistenz

Zubereitung

  1. Kokosjoghurt, Bohnen, Datteln, Salz und Vanille im Mixer cremig pürieren.
  2. Kokosraspeln unterrühren, bis eine formbare Masse entsteht.
  3. Die Mischung in Riegelformen füllen und einfrieren.
  4. Die gefrorenen Riegel in geschmolzene Schokolade tauchen.
  5. Aushärten lassen und im Kühlschrank oder – für längere Haltbarkeit – im Gefrierfach aufbewahren.

Tipp

Die Riegel schmecken direkt aus dem Kühlschrank herrlich frisch und sind eine perfekte Alternative zu Kuchen & Co. 😉

Durch die Kombination aus Ballaststoffen, pflanzlichem Eiweiß und gesunden Fetten halten sie lange satt – ohne „schlechtes Gewissen“


Guter Kakao für das Topping

Dieses Rezept – eine süße, nährende Kombination aus Kokos, Bohnen, Datteln und dunkler Schokolade – hat insgesamt eine stärkende, befeuchtende und leicht kühlende Wirkung, die besonders bei Trockenheit oder Erschöpfung wohltuend sein kann.

Wirkung gemäß CM der Zutaten

Kokos-Joghurtalternative (probiotisch)

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Magen, Lunge
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet Trockenheit (z. B. trockene Haut, Schleimhäute), stärkt Flüssigkeiten.
  • Hinweis: In größeren Mengen kann Kokos kühlend wirken – bei Kältegefühl oder schwacher Verdauung lieber mit wärmenden Gewürzen kombinieren.

Weiße Bohnen (gekocht)

  • Thermik: neutral bis leicht kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Niere
  • Wirkung: stärken Qi und Blut, entwässern sanft, unterstützen die Mitte (Verdauung).
  • Hinweis: Durch das Kochen werden sie leichter verdaulich und harmonisieren die Milz.

Medjool-Datteln

  • Thermik: neutral
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Lunge, Herz
  • Wirkung: tonisieren Qi und Blut, beruhigen den Geist (Shen), befeuchten Trockenheit.
  • Ideal bei: Erschöpfung, Nervosität, Trockenheit oder leichtem Blutmangel.

Salz (Prise)

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: salzig
  • Wirkt auf: Niere
  • Wirkung: leitet nach unten, unterstützt die Nierenenergie, harmonisiert Süßes.
  • Hinweis: In kleiner Menge ausgleichend, in zu großer Menge schwächt es das Blut.

Vanillepulver

  • Thermik: warm
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: harmonisiert die Mitte, beruhigt den Geist, fördert Wohlgefühl.
  • Energetisch: bringt Wärme und Ausgleich in das eher kühlende Rezept.

Kokosraspeln

  • Thermik: kühl
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Magen, Lunge
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet und stärkt Körperflüssigkeiten, unterstützt Haut und Schleimhäute.

Dunkle Schokolade (mit Kokosblütenzucker)

  • Thermik: leicht warm
  • Geschmack: bitter, süß
  • Wirkt auf: Herz, Milz
  • Wirkung: bewegt das Herz-Qi, hebt die Stimmung, stärkt das Blut leicht.
  • Kokosblütenzucker: milder für Milz und Blutzucker als raffinierter Zucker.

Kokosöl oder Kakaobutter

  • Thermik: neutral bis kühl (Kokosöl), neutral bis leicht warm (Kakaobutter)
  • Geschmack: süß
  • Wirkt auf: Milz, Lunge
  • Wirkung: befeuchtet Trockenheit, nährt Yin, gibt Geschmeidigkeit.

Gesamtwirkung des Rezepts

  • Tonisiert Milz- und Nieren-Qi
  • Nährt Yin und befeuchtet Trockenheit(besonders Haut, Lunge, Schleimhäute)
  • Beruhigt den Geist (Shen) durch süßen Geschmack und Vanille-Duft
  • Leicht kühlend, daher ideal bei innerer Hitze, Trockenheit oder nach geistiger Anstrengung
  • Nicht ideal bei: Kältegefühl, schwacher Verdauung oder Feuchtigkeit in der Mitte.
Zutaten, die über die Thermik und Elemente-Einordnung wirken 🙂

CM-Tipp zur Balance

Wenn du zu Kälte oder Verdauungsschwäche neigst, füge etwas Zimt, Kardamom oder Ingwer hinzu. Diese wärmenden Gewürze harmonisieren die Rezeptur und gleichen die kühlende Wirkung der Kokosprodukte aus.

Zusammengefasst:
Dieses Rezept ergibt ein nährendes, YIN-stärkendes „Dessert„, das Körper und Geist erdet, Trockenheit ausgleicht und sanft Energie schenkt – perfekt für ruhige, introspektive Phasen oder nach Zeiten intensiver Aktivität.

Diese Riegel sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie man gesunde Ernährung mit Genuss verbinden kann. Probiere sie und Du wirst diese Leckerei öfter herstellen– einfach, lecker und voller guter Energie- lass sie Dir schmecken!

Alles Liebe- Kira

Was gefragt wurde…

…in unzähligen Mails und persönlichen Nachrichten: Kann in der Chinesischen Medizin mit Akupunktur und Kräutermedizin Dopamin gepusht werden?

UND damit WILLKOMMEN in dieser Novemberwoche so kurz nach dem fulminanten Vollmond 🙂

Gerade in der dunklen Jahreszeit geht es etwa 20% der Menschen bei uns in den nördlicheren Regionen Deutschlands mental nicht so gut- Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Trägheit… machen sich breit, obwohl Betroffene aktiv und fröhlich die Tage verbringen möchten- es liegt also nicht am Wollen, sondern mehr am Können und dies ist ganz eng mit dem JING verbunden. Dann schauen wir uns doch das DOPAMIN mal näher an 😉

Dopamin steht sinnbildlich für Lebensfreude, Motivation und inneren Antrieb.
In der CM werden diese Qualitäten vor allem durch das Leber-Qi, das Herz-Shen und ein ausgewogenes Verhältnis von Qi, Blut und Essenz (Jing) reguliert.

Akupunktur bspw. an den Punkten des äußeren Blasenmeridians stimulieren Dopamin

Energetische Zuordnung

Westlicher AspektTCM-EntsprechungBeschreibung
DopaminBewegung und Fluss des Leber-QiMotivation, Kreativität, Entscheidungsfreude
Belohnung & FreudeHerz-ShenEmotionale Offenheit, Begeisterung, Lebenslust
Antrieb & EnergieQi und Nieren-JingWillenskraft, Ausdauer, Vitalität
Regulation & BalanceMilz-QiStabilität, Konzentration, klare Gedanken

Wenn Dopamin „niedrig“ ist – CM-Betrachtung

Ein Mangel an Dopamin äußert sich oft als:

  • Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Gefühl von innerer Leere oder Gleichgültigkeit

In der CM entspricht das meist einer Kombination aus:

  • Leber-Qi-Stagnation → Frustration, Reizbarkeit, Blockaden
  • Milz-Qi-Schwäche → Energiemangel, Grübeln, Erschöpfung
  • Herz-Blut- oder Shen-Schwäche → Freudlosigkeit, Schlafprobleme
  • Nieren-Essenz-Mangel → Willensschwäche, Burnout, tiefe Erschöpfung

Wenn Dopamin „zu hoch“ ist – CM-Betrachtung

Bewegungsdrang, ohne das Ruhe eintritt 🙁

Ein Übermaß an Dopamin (z. B. durch ständige Reizüberflutung, Social Media, Zucker, Koffein) kann sich zeigen als:

  • Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit, Hyperaktivität
  • Übermäßige Stimulation des Geistes

Energetisch entspricht das:

  • Leber-Yang-Aufstieg
  • Herz-Feuer
  • Yin-Mangel mit innerer Hitze

Harmonisierung des „Dopamin-Flusses“ nach CM

herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

1. Ernährung

  • Qi-stärkend: Hirse, Hafer, Süßkartoffeln, Datteln, Karotten
  • Leber-Qi bewegend: Zitrusfrüchte, Minze, grünes Gemüse, kleine Mengen Essig
  • Blut- und Shen-nährend: Beeren, rote Datteln, Walnüsse, Sesam, Kakao (in Maßen)

2. Kräuter & Tees

  • Leber-Qi regulierend: Chai Hu (Bupleurum), Xiang Fu (Cyperus)
  • Shen beruhigend: Suan Zao Ren (Ziziphus), He Huan Pi (Albizia)
  • Qi stärkend: Ren Shen (Ginseng), Huang Qi (Astragalus)

3. Lebensstil & Emotionen

  • Bewegung in der Natur → fördert Leber-Qi-Fluss
  • Meditation, Atemübungen → beruhigen Herz-Shen
  • Kreative Tätigkeiten → nähren Leber und Herz
  • Regelmäßiger Schlaf → regeneriert Nieren-Jing
  • Präventive bzw. regelmäßige Akupunktur

Kurz gesagt: Dopamin entspricht in der CM dem freien Fluss von Leber-Qi, der Klarheit des Herz-Shen und der Stärke von Qi und Jing.
Ein harmonischer Dopaminspiegel bedeutet also:

  • freies, lebendiges Qi
  • zentrierte Mitte
  • ruhigen, klaren Geist

Wenn diese Ebenen im Gleichgewicht sind, entsteht das, was die CM als innere Freude und Lebenslust bezeichnet – die natürliche Entfaltung des Shen.

Während Akupunktur über feine Impulse das Nervensystem harmonisiert, können westliche Heilpflanzen denselben Weg von innen heraus unterstützen – sanft, kraftvoll und tiefgreifend.

Pflanzen, aus West und Ost, die dein Dopamin zum Tanzen bringen

  • Rhodiola rosea (Rosenwurz)- der Energiebooster aus dem Norden – hilft dir, Stress zu transformieren und neue Lebenskraft zu spüren.
  • Mucuna pruriens (Juckbohne)- reich an natürlichem L-Dopa, der Vorstufe von Dopamin – schenkt Fokus, Motivation und Lebensfreude.
  • Ginkgo biloba- fördert die Durchblutung des Gehirns, klärt den Geist und schützt deine Nervenzellen.
  • Panax ginseng- ein uraltes Adaptogen, das Energie, Vitalität und mentale Stärke in Einklang bringt.
  • Bacopa monnieri (Brahmi)- der Pflanzenfreund für dein Nervensystem – beruhigt, stärkt und schärft den Geist.
  • Curcuma longa (Kurkuma)- die „Goldene Wurzel der Sonne“ – wirkt entzündungshemmend und hebt die Stimmung von innen heraus.
  • Hypericum perforatum (Johanniskraut)- Licht in Pflanzenform – bringt Balance, wenn die Seele nach Wärme und Klarheit ruft.

Kurz gesagt:
Diese Pflanzen sind wie kleine Anker für dein Nervensystem – sie erinnern dich daran, dass Heilung immer von innen beginnt. Ob als Tee, Tinktur oder Extrakt: Sie schenken deinem Körper das, was er braucht, um wieder in seine natürliche Schwingung zu kommen.

Kombiniert mit Akupunktur entsteht daraus eine kraftvolle Symphonie aus Tradition, Natur und Neurobiologie – für mehr Leichtigkeit, Fokus und Lebensfreude.

Ich wünsche Dir mit diesem Exkurs einen freudvollen Start in die neue Woche- bleib gesund und achtsam- alles Liebe

Kira

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DAS ist kein einfacher SHAKE…

Dieser Proteinshake ist speziell darauf abgestimmt, die Leberregeneration zu unterstützen und gleichzeitig eine pflanzliche Proteinquelle zu liefern. Die Kombination aus Brokkoli, Spinat, Hanfsamen und Haferkleie liefert schwefelhaltige Aminosäuren, Antioxidantien und Ballaststoffe, die die Entgiftungsleistung der Leber fördern…

UND damit herzlich Willkommen in der ersten November-Woche.


Dein Rezept- Leberregenerierender Proteinshake (1 Portion)

Zutaten

  • 150 g Brokkoli (frisch oder tiefgekühlt)
  • 150 g Blattspinat (frisch oder tiefgekühlt)
  • 30 g Haferkleie
  • 20 g geschälte Hanfsamen
  • 200 ml Wasser (oder ungesüßte Mandelmilch für cremigere Konsistenz)
  • 1 EL frische Petersilie
  • Optional: ½ Zitrone (Saft) und 1 TL natives Olivenöl extra

Zubereitung

  1. Vorbereitung:
    Wenn du tiefgekühltes Gemüse verwendest, kurz antauen lassen oder 1–2 Minuten in heißem Wasser blanchieren, um die Zellstruktur aufzulockern und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
  2. Mixen:
    Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben.
    Auf höchster Stufe 45–60 Sekunden mixen, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht.
  3. Abschmecken:
    Mit Zitronensaft und Olivenöl verfeinern – das sorgt für eine bessere Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, E, K) und unterstützt die Gallensäureproduktion.
  4. Servieren:
    Sofort trinken, um den maximalen Gehalt an Antioxidantien und Chlorophyll zu erhalten.

Ernährungsphysiologischer Nutzen

ZutatHauptwirkung auf die Leber
BrokkoliEnthält Sulforaphan, das die Aktivität von Phase-II-Entgiftungsenzymen steigert.
BlattspinatReich an Chlorophyll, das Toxine bindet und die Leberzellen schützt.
HaferkleieLiefert lösliche Ballaststoffe (Beta-Glucane), die Cholesterin binden und die Fettverarbeitung der Leber entlasten.
HanfsamenHochwertige pflanzliche Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, besonders Methionin und Cystein für die Glutathionbildung.
PetersilieUnterstützt die Harnausscheidung und hilft, Stoffwechselendprodukte auszuleiten.
Zitrone (optional)Fördert die Gallensekretion und den pH-Ausgleich im Verdauungssystem.

Nährwert (ca. pro Portion)

  • Kalorien: ~280 kcal
  • Protein: ~18 g
  • Ballaststoffe: ~10 g
  • Fett: ~10 g (davon viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)
  • Kohlenhydrate: ~20 g

Mein Spezial-Tipp:

Trinke den Shake bspw. nach einer morgendlichen Möhrensuppe- so hast Du ein vollwertiges Frühstück und die Zutaten des Shake lassen sich noch besser verdauen 🙂

Gemäß der Chinesischer Medizin:

  • ist dieser grüne Proteinshake ein sanft „entgiftendes“, Qi- und Blut-nährendes Getränk, das besonders Leber und Milz unterstützt. Er wirkt leicht kühlendreinigend und ausleitend, wodurch er ideal für Menschen mit Leber-Hitze (Fett-Leber oder „stillen Entzündungen“), innerer Stagnation oder bei Herbstblues und Frühjahrsmüdigkeit ist.

Brokkoli

  • Geschmack & Temperatur: leicht bitter, süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: leitet Hitze aus der Leber, transformiert Schleim, fördert den Qi-Fluss und unterstützt die Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: ideal bei Leber-Qi-Stagnation, Reizbarkeit oder Hautunreinheiten durch Hitze.

Blattspinat

  • Geschmack & Temperatur: süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Blut
  • Wirkung: nährt das Blut, befeuchtet Trockenheit, kühlt das Blut und harmonisiert die Leber.
  • TCM-Aspekt: stärkt Leber-Blut, besonders bei Müdigkeit, trockenen Augen oder Menstruationsbeschwerden.

Haferkleie

  • Geschmack & Temperatur: süß, warm
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: stärkt das Milz-Qi, beruhigt den Geist (Shen) und reguliert den Blutzucker.
  • TCM-Aspekt: balanciert die kühlenden Zutaten, um die Mitte zu schützen.

Hanfsamen (geschält)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Milz, Dickdarm
  • Wirkung: befeuchtet den Darm, nährt Yin und fördert eine sanfte Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: harmonisiert den Verdauungstrakt, unterstützt die Ausleitung von Toxinen.

Petersilie

  • Geschmack & Temperatur: scharf, warm
  • Wirkt auf: Blase, Magen
  • Wirkung: bewegt Qi, fördert die Harnausscheidung und leitet Feuchtigkeit aus.
  • TCM-Aspekt: verhindert, dass sich zu viel Kälte oder Feuchtigkeit durch die grünen Zutaten ansammelt.

Zitrone (optional)

  • Geschmack & Temperatur: sauer, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: bewegt Leber-Qi, löst Stagnationen und klärt Hitze.
  • TCM-Aspekt: stärkt die Leberfunktion und harmonisiert den Geschmack des Shakes.

Olivenöl (optional)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Leber, Magen, Dickdarm
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet den Darm, unterstützt die Leber bei der Regeneration.

Energetische Gesamtwirkung

  • Temperatur: leicht kühlend
  • Geschmack: süß-bitter mit frischer Note
  • Wirkt auf: Leber, Milz, Magen, Dickdarm
  • Hauptwirkung:
    • Klärt Leber-Hitze und bewegt Leber-Qi
    • Nährt Blut und Yin
    • Unterstützt die Entgiftung über Leber und Darm
    • Harmonisiert die Mitte durch Haferkleie und Hanfsamen

Empfehlung nach CM

  • Ideal im Frühling oder bei Leber-Qi-Stagnation (z. B. Gereiztheit, Spannungsgefühl, Kopfschmerzen, Hautprobleme).
  • Wenn Du innerer KälteMilz-Qi-Schwäche mit Durchfall oder Yang-Mangel hast/spürst – füge Ingwer und weißen Pfeffer hinzu, um die Mitte zu schützen und diesen Shake ebenfalls nutzen zu können!

Zusammenfassung:
Dieser Shake kühlt, reinigt und harmonisiert die Leber, stärkt gleichzeitig Milz und Blut – ein perfekter Begleiter für sanfte Detox-Phasen und emotionale Balance, aber auch nach körperlicher Belastung 🙂

Mit den „Greens“ und allen anderen Zutaten kannst Du nicht nur Deine Leber auf Vordermann bringen; auch alle anderen Körperzellen freuen sich über diesen Autophagie- Aktivator- dieser Shake eignet sich ideal als morgendlicher Leber-Booster oder Regenerationsdrink nach körperlicher Belastung. Durch die Kombination aus schwefelhaltigen Pflanzenstoffen, Antioxidantien und pflanzlichem Eiweiß wird die Glutathionproduktion der Leber gefördert – ein zentraler Mechanismus für die Zellregeneration und Entgiftung.

Ich wünsche Dir eine gute Woche, bleib gesund und genieße Kerzenschein und ruhige Abende- alles Liebe…

Kira

Frühstück nach Plan- ganz einfach

Herbstzeit… und spätestens jetzt macht es Sinn, wieder auf ein warmes Frühstück bzw. auf eine warme Morgenmahlzeit zwischen 6-11 Uhr zurückzugreifen. Ein gegartes/warmes Frühstück ist leicht verdaulich, stärkt die Funktionalität von Magen und Gedärm, aktiviert den Stoffwechsel und gleicht Dein Hormonsystem aus 🙂

Hier kommt DEIN 7-Tage-CM-Frühstücksplan, basierend auf dem Kürbis-Hirse-Porridge, aber mit abwechslungsreichen Zutaten, die alle im Herbst besonders gut tun. So bleibt es spannend, nährend und im Einklang mit der CM.

7-Tage-CM-Frühstücksplan (Herbst):

Tag 1 – Kürbis-Hirse-Porridge klassisch

  • Hirse mit Kürbis, Rosinen, Zimt und etwas Ingwer kochen(komplettes Rezept unten)
  • Mit gehackten Mandeln bestreuen.
  • Wirkung: stärkt Milz/Magen, befeuchtet Lunge, wärmt sanft.

Tag 2 – Hirse-Porridge mit Apfel & Sesam

  • Hirse mit Apfelstücken, etwas Zitronenschale und Zimt kochen.
  • Mit schwarzem Sesam bestreuen.
  • Wirkung: Apfel befeuchtet Lunge, Sesam nährt Yin und befeuchtet Trockenheit.

Tag 3 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Birne & Walnüssen

  • Hirse mit Kürbiswürfeln und Birnenstücken kochen.
  • Mit gehackten Walnüssen garnieren.
  • Wirkung: Birne befeuchtet Lunge und lindert Trockenheit, Walnüsse stärken Nieren und Gehirn.

Tag 4 – Hirse-Porridge mit Maronen & Datteln

  • Hirse mit klein geschnittenen, vorgegarten Maronen und Datteln kochen.
  • Mit etwas Zimt verfeinern.
  • Wirkung: Maronen stärken Nieren & Milz, Datteln nähren Blut und Qi.

Tag 5 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Karotten & Ingwer

  • Hirse mit Kürbis und Karottenwürfeln kochen.
  • Mit frischem Ingwer und einem Tropfen Sesamöl verfeinern.
  • Wirkung: stärkt Mitte, wärmt, unterstützt Verdauungskraft.
Maßvoll Honig 🙂

Tag 6 – Hirse-Porridge mit Birne & Mandeln

  • Hirse mit Birnenstücken kochen.
  • Mit gehackten Mandeln und etwas Honig abrunden.
  • Wirkung: befeuchtet Lunge, stärkt Qi, lindert trockenen Husten.

Tag 7 – Kürbis-Hirse-Porridge mit Feigen & Zimt

  • Hirse mit Kürbiswürfeln und frischen oder getrockneten Feigen kochen.
  • Mit Zimt und Muskat würzen.
  • Wirkung: Feigen befeuchten Lunge und Darm, Zimt wärmt und bewegt Qi.
Maßvoll Quarkcreme 🙂 auf dem Porridge für extra Eiweiß

Allgemeine Tipps

  • Immer warm und frisch zubereiten – kalte Speisen schwächen die Mitte; Meal-Preap funktioniert natürlich trotzdem 😉
  • Mit der Flüssigkeitsmenge spielen, je nachdem ob du es cremig oder eher fest magst.
  • Süßen am besten nur mit Honig, Reissirup oder Trockenfrüchten – diese nähren Qi und sind CM-gerecht- Yakon-Sirup wäre die beste Wahl.
  • Gewürze wie Zimt, Ingwer oder Muskat je nach Konstitution variieren: mehr Wärme bei Kältegefühl, weniger bei innerer Hitze.

Dieser 7-Tage-Plan sorgt für Abwechslung, Balance und Stärkung von Qi und Yin im Herbst. Er unterstützt dich optimal beim Übergang in die kalte Jahreszeit.

Mit dem Basis- Porridge kannst Du alle erdenklichen Varianten ausprobieren- so einfach und das Gute- Du kannst es in größeren Mengen vorbereiten, in Schraubgläser einfüllen und so länger aufbewahren, als Basis für DEINE Varianten nutzen.

Basisrezept:

Zutaten (für 2 Portionen)

  • 80 g Hirse (wirkt stärkend auf Milz und Magen, trocknet Feuchtigkeit)
  • 200 g Hokkaido-Kürbis (wärmt, tonisiert Qi und Blut, stärkt Milz und Magen)
  • 500 ml Wasser (nach Bedarf mehr, je nach gewünschter Konsistenz)
  • 1 TL Ghee oder Sesamöl (nährt Yin, befeuchtet und unterstützt die Verdauung)
  • 1 Prise Meersalz
  • Optional:
    • 1 TL getrocknete Goji-Beeren (nährt Blut und Leber)
    • ½ TL Zimt (wärmt das Yang, harmonisiert Mitte)
    • 1 TL Honig oder Reissirup; Yakon-Sirup… (nach dem Kochen, stärkt Qi und beruhigt)

Zubereitung

  1. Hirse waschen:
    Die Hirse gründlich mit heißem Wasser abspülen, um Bitterstoffe zu entfernen.
  2. Kürbis vorbereiten:
    Den Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden (Schale kann mitgekocht werden).
  3. Kochen:
    Hirse, Kürbis und Wasser in einen Topf geben, aufkochen und dann bei kleiner Hitze ca. 25–30 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich und die Hirse cremig ist.
  4. Verfeinern:
    Ghee oder Sesamöl, Salz und ggf. Zimt oder Goji-Beeren hinzufügen; kurz umrühren und 5 Minuten nachquellen lassen.
  5. Abschmecken:
    Nach dem Kochen optional mit etwas Honig, Yakon- oder Reissirup süßen.

Wirkung nach der CM

ZutatThermische WirkungOrganzuordnungHauptwirkung
Hirseleicht kühlend bis neutralMilz, Magenstärkt Mitte, trocknet Feuchtigkeit
KürbiswarmMilz, Magenstärkt Qi, transformiert Feuchtigkeit
ZimtwarmHerz, Milz, Nierefördert Yang, bewegt Qi
Goji-BeerenneutralLeber, Nierenährt Blut und Jing
Ghee/SesamölneutralMilz, Lungebefeuchtet, harmonisiert Verdauung

Anwendungsempfehlung

  • Ideal als Frühstück oder leichtes Abendessen.
  • Besonders geeignet bei Erschöpfung, Verdauungsschwäche, kalten Händen und Füßen oder Feuchtigkeitsansammlungen.
  • Im Sommer kann das Gericht etwas dünnflüssiger und ohne Zimt zubereitet werden, um es leichter zu machen.

Das Kürbis-Hirse-Porridge stärkt die Mitte, fördert sanft die Transformation von Feuchtigkeit und bringt innere Stabilität und Wärme – eine harmonische Mahlzeit für Körper und Geist.

Solltest Du Eiweiß vermissen oder als Eiweiß-Typ mehr Eiweiß benötigen, dann gib immer ein bis zwei Esslöffel Quark, eine Hand voll Cashewkerne dazu oder bei allen Varianten fünf Esslöffel gegarte rote Linsen(relativ neutral im Geschmack). Natürlich kannst Du die herzhaften varianten auch mit Rührei oder gekochtem Ei toppen 🙂

Guten Appetit und eine gute Zeit Dir- alles Liebe

Kira

Grundporridge mit KakaoNibs, schwarzem Sesam als gebackene Variante
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