Durchfall

Seit alten Zeiten bekannt- die…

 

Zahlreiche Mythen ranken sich um das Johanniskraut, welches jetzt so zahlreich blühend zu finden ist. Es ist die typiche Mittsommerpflanze- oft um den Johannistag(24.6.) herum fängt es an zu blühen. Wie kaum eine andere Pflanze ist das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, dessen Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie in den dunkleren Tagen des Winters an uns Menschen abzugeben. Zahlreiche Namen aus unterschiedlichen Regionen gibt es- von Blutkraut, über Frauenkraut, Sonnenkraut bis hin zu Teufelsfluch und Wundkraut haben sich überliefert- alle weisen auf die Heilwirkung hin.

Hypericum perforatum…:

  • …so die lateinische Bezeichnung, wirkt gemäß der chinesischen Kräuterlehre wärmend, ist eher von bitterem, sauerem und nur leicht süssem Geschmack- daher erklärt sich die Wirkweise auf die Funktionskreise Herz, Niere, Milz, Magen, Perikard, Leber und Gallenblase.
  • Durch die Inhaltsstoffe- Schleimstoffe, Flavonoide wie Tilirosid, ätherisches Öl mit Linalool, Geraniol, Cineol…, Phenolcarbonsäuren und Gerbstoffe- wirkt es antidepressiv, aufhellend, wundheilend, blutbildend, schmerzstillend (v.a. bei Nervenschmerzen), durchblutungsfördernd, stoffwechselanregend, blutreinigend, antibakteriell, krampflösend, entzündungshemmend, und adstringierend.
  • In der chinesischen Kräutermedizin setze ich es ob seiner positiven Wirkung auf Shen(Geist), Qi und Blut, auf Grund der Hitze und Nässe ausleitenden Wirkung sehr gerne in Kräutermischungen ein, die sich aus westlichen und chinesischen Kräutern zusammen setzen.
  • Eine sehr bekannte Anwendung ist die Einreibungen mit Johanniskrautöl- besonders hilfreich bei Kälte-Nässe, aber auch Hitze-Nässe-Bi-Syndrom(rheumatische Erkrankungen).
  • Das Öl ist eines der wenigen Mittel, welche direkt auf frische OP-Narben aufgetragen werden können(es eliminiert Entzündungshitze)- dadurch kommt es zu einer besseren Wundheilung und die Narbe bildet sich sauber aus. Ich selbst habe diese Anwendung nach meinen Operationen(Kaiserschnitt 3x und Schulter-OP), OP-Narbe meines Mannes im Bauchbereich erfolgreich praktiziert; allerdings muss das Öl aus biologischer Herstellung stammen und sehr rein sein!
  • Johanniskraut ist ein Frauenkraut, welches besonders positiv auf das Yin wirkt- daher gehört es in jede Frauenmischung bzgl. Zyklusstörungen mit Unruhe, Wechseljahresbeschwerden und darf auch nach der Menopause nicht fehlen.
  • Hypericum ist neben Weißdorn ebenfalls eines der Kräuter, die eine positive Wirkung auf den Blutdruck erzielen- besonders bei stressbedingter Hypertonie ist es sehr wirksam- zusätzlich zu einem moderaten Ausdauertraining, Ernährungsumstellung und dem Anti-Stress-Training kommt es in Teemischungen zum Einsatz.
  • Als eines der westlichen Heilkräuter hat es eine direkte Wirkung auf die Wanderseele HUN- diese wird wieder verankert und der Geist kommt zur Ruhe.
  • Auch bei Verletzungen ist Johanniskraut ein hervorragender Helfer- dabei kommt es ja fast immer zu Nervenverletzungen und somit ist es sowohl als Kraut als auch als Öl oder homöopatisch einsetzbar.

In der westlichen Naturheilkunde hat sich Johanniskraut bei Folgendem bewährt:

  •  bei Bronchitis Halsentzündung, Fieber,
  • bei Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche,  Magenbeschwerden, Darmentzündung, Durchfall,
    Hämorrhoiden,
  • bei Stoffwechselstörungen, Rheumatismus, Gicht,
  • bei Erkrankungen der Harnorgane, auch bei nervlichen bedingtem Bettnässen,
  • in der Frauenheilkunde bei Gebärmutterkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Endometritis,
    Zyklusunregelmässigkeiten, Wechseljahresbeschwerden,
  • bei Erkrankungen des ZNS und Nervensystems allgemein wie Depressionen, Nervosität, Schlafstörungen, Epilepsie, Migräne und allgemeinen Kopfschmerzen, Hypochondrie, Angstzustände, Neuralgien, aber auch Ischialgie und Hexenschuss,
  • bei Schmerzen und Beschwerden im Bewegungsapparat wie allgemeinen Rückenschmerzen, Muskelzerrungen, Blutergüssen, Quetschungen, Verrenkungen, Verstauchung,
  • bei Pfortaderkreislaufstörungen und Venenschwäche, die sich durch Krampfadern zeigt,
  • bei Hautproblemen-Wunden, Verbrennungen, Geschwüre, Ekzeme, Schrunden, Stich- und Schnittwunden, bei trockener Haut, Juckreiz und Narben/Narbenschmerzen/ schlecht heilenden Narben.

Einsatz findet:

  • frisches oder getrocknetes Kraut
  • Öl
  • Urtinktur und Tinkturen
  • homöopatische Dilutationen und Globulie in unterschiedlichen Potenzen
  • Kapseln
  • Außer als Tee kann man gegen Verdauungsbeschwerden auch das Johanniskrautöl innerlich einnehmen- dreimal täglich einen Teelöffel des Öls helfen z.B. bei Reizdarm und nervösem Durchfall.

A c h t u n g !!!

  • Johanniskraut macht empfindlich gegen Sonneneinstrahlung- nicht vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben.

  • Die Wirkung mancher Medikamente, vor allem immunsuppressive Medikamente wird durch Johanniskraut abgeschwächt. Auch die Wirkung von manchen AIDS-Medikamenten, Antibiotika, chemischen Antidepressiva, Herzglykoside, Gerinnungshemmer, Asthmamittel und manche Antiepileptika wird gehemmt.

  • Außerdem steht Johanniskraut im Verdacht, die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln (Pille, eventuell auch NuvaRing) herabzusetzen. Dieser Verdacht konnte zwar bisher in zahlreichen medizinischen Studien nicht bestätigt werden, aber man sollte ihn sicherheitshalber berücksichtigen.

  • Bei Veranlagung einiger Menschen- Leberdisposition- kann Johanniskraut die Leberwerte ungünstig verändern. Bei längerer Einnahme sollten daher die Leberwerte überwacht werden.

Trotz aller o.g. Achtungszeichen ist und bleibt Johanniskraut eines der wichtigsten und mächtigsten Heilmittel in der Naturheilkunde- gehört aber in die Hände des fachkundigen Naturheilarztes/- ärztin, Heilpraktikers/-praktikerin und sollte nur nach Rücksprache und mit Maß und Bedacht eingesetzt werden.

Es ist schützenswert und beschützt uns- sein wir behutsam in der Ernte und lassen dem Johanniskraut seinen Platz in der Natur!

Legenden:

Der Legende und Überlieferung nach, stand das Kraut unter dem Kreuz Jesus Christus und fing die Blutstropfen auf- daher auch Christkraut oder Blutkraut genannt. Damit begründeten die Menschen in früherer Zeit seine positive Wirkung auf das Blut und die Blutung der Frau.

Der Teufel war erbost über die Wirkung des Johanniskrautes- daher stach er mit Nadeln auf die Blätter ein. Hält man ein Blatt des „Tausendlöcherlkrautes“ gegen das Licht, dann sehen die Exkretbehälter wie kleine Löcher aus. Auch diese Signatur weist auf die positiver Wirkung bei Wunden hin.

 

 

Die gestaute Nässe- es unterstützt…

Nässe- Hitze stellt ein Syndrom in der TCM dar- die Yang-Nässe staut sich im Gewebe und macht den Einsatz des Ausscheidungsmittels der Mineralstofftherapie Natrium sulfuricum D6(NaS) notwendig- Schüssler Salz Nummer 10:

  • Im Körper gibt es zwei Arten von Flüssigkeiten- das klare Yin dient der gesunden Befeuchtung des Körpers, im verbrauchten Yang sammeln sich Stoffe, die im Rahmen des ablaufenden Stoffwechsels anfallen- bekannt auch unter dem Begriff „Schlacken“ oder Nässe-Hitze.
  • Nässe-Hitze muss ausgeschieden werden- dafür ist NaS zuständig. Kann diese Yang-Nässe nicht ausgeschieden werden, dann kommt es zu Stauungen, Schwellungen, Ödemen- das gute Yang-Feuer wird belastet und kommt häufig zum Erliegen- es wird praktisch in Nässe erstickt. Betroffene leiden ost unter Kälte, es kommt weiter zu Stauungen- NaS aktiviert das gesunde Yang-Qi der Ausscheidungsorgane.
  • Das energetische Bild zeigt sich in Yang-Leere und Nässe/Kälte, die sich zu unproduktiver Nässe-Hitze umwandeln kann(gelbliche Absonderungen); NaS wirkt dabei Nässe ausscheidend, trocknend und maßvoll wärmend, befreit das Feuer-Qi von der belastenden Nässe.
  • NaS kommt immer dann zum Einsatz wenn Yang-Nässe vorliegt- z.B. mit Hydrämie, Ödemen, nässenden Flechten oder Hautirritationen, bei Tränensäcken, bei gelblich- grünen Absonderungen, gelblichen Skleren(Augenweiß)- die Beschwerden verschlimmern sich bei feuchtem Wetter, feuchter Umgebung und Kälte- es gibt Besserung durch Trockenheit und Wärme;
  • NaS reget generell die Ausscheidungsorgane/Drüsen an- somit kann es zur Aktivierung des Stoffwechsels beitragen und fildet Einsatz bei allen Beschwerden im Bereich Leber/Galle/Pankreas, bei Hepatits, Verstopfungen, Blähungskoliken, Durchfall, Nieren- und/oder Blasenbeschwerden, Harnverhalt- aber auch unwillkürlichem Harnabgang.
  • NaS wird zur Unterstützung von Reinigungsaktionen des Körpers eingesetzt- plötzlicher Durchfall am morgen oder plötzliche-heftige Entzündungen sind typisch dafür; aber auch bei Juckreiz- ein typisches Merkmal von Yang-Nässe- kann NaS eingesetzt werden.

Leitsymptome:

  • aufgedunsenes, schwammiges, „wässriges“ Gewebe, Verdauungsstörungen mit vielen Blähungen, ständiges Frösteln, Leber-Symptome, gelblich- grünliche Absonderungen
  • Der Lebensrhythmus bestimmt auch den Einsatz der Schüssler Salze- NaS ist ein Mittel, welches ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig als Kur eingesetzt werden sollte- bis hin zum „Yin-Alter“- ab da beginnt die Zeit, in der die Ausscheidung besonders wichtig ist, da das Yang-Feuer sich nicht mehr so gut selbstständig reinigen kann.
  • Der Mensch mit NaS-Bedarf zeigt sich oft niedergeschlagen, trübsinnig, misslaunig, reizbar; aber auch melancholisch bis depressiv aber mit Wut und Zorn “ Der NaS-Typ ist der aufgeschwemmte Kranke, der ständig „frostig“ ist“- Zitat Dr. H.G. Jaediscke

Anwendung:

  • Schüssler Salz Nummer 10 ist NaS- Regelpotenz D6
  • akut- jede halbe Stunde 1-3 Pastillen, chronisch- bis zu 8x tgl. eine bis zwei Pastillen unter der Zunge zergehen lassen oder die Tagesdosis in lauwarmem Wasser auflösen(500ml) und über den Tag trinken
  • Die D3-Dilutation/ Verdünnung hat eine stärkere Wirkung auf den Darm- ggf. bei Darmbeschwerden darauf zurück greifen;
  • Salbe: bei allen nässenden Hautirritationen mit gelblich- grünlichen Absonderungen, nässenden Flechten, aber auch Frostbeulen

Generell ist, wie auch bei allen anderen Beschwerden, die Ernährungsumstellung wichtig- am günstigsten ist naturbelassene, leicht verdauliche Bio-Kost: Besonders am Abend sollte nach 17 Uhr vom Betroffenen nicht mehr gegessen werden.Sehr wichtig ist das morgendliche Glas warmes Wasser, direkt nach dem Aufstehen getrunken!!! Ansonsten sollte alle halbe bis Stunde etwa 150ml warm getrunken werden- nie zuviel auf einmal, da das der belastete Stoffwechsel nicht verdaut; auch sollten keine Mineralwässer oder Kaltes, Säfte, Softdrinks, Kaffee, schwarzer Tee und/oder Alkohol getrunken werden.

Nun wünsche ich Ihnen/ Euch und uns ein gesegnetes, gutes und erholsames Weihnachtsfest- haben Sie Freude in der Familie, mit Freunden und genießen Sie die Zeit- R.M. Rilke meinte dazu:

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Die Säure des Yang wird durch…

 

…die Nummer 9 der Schüssler Salze gebunden. Natrium phosphoricum(NP) ist das Mittel der Wahl, wenn Erkrankungen durch einen Überschuss an Säure entstehen:

  • Säure ist Yang- Basen sind Yin- eines kann ohne das andere nicht existieren; beides ist wichtig für das körperliche Leben.
  • Die Yang-Phasen unseres Lebens benötigen die Säuren- denken wir nur einmal an unsere Magensäure- der Magen ist der Yang-Meridian des Erdelementes. Wenn wir diese Säure nicht hätten, könnte unsere Nahrung nicht zu Nahrungs-Qi werden.
  • „Hängt“ die Yang-Säure allerdings fest- gibt es also keinen freien Fluss mehr, dann ist NP das Mittel der Wahl und sollte auch immer zum Einsatz kommen. Es bringt den rhythmischen Austausch der Säuren mit den Basen in den Zellen wieder zum Fließen; denn übermäßig angereicherte Säuren machen aggressiv- nicht nur das Gewebe verhält sich aggressiv, auch die Seele des Betroffenen zeigt sich mit aggressivem Yang-Qi über Wutausbrüche, Unzufriedenheit, Nervosität, Ungeduld u.s.w. Auf der körperlichen Ebene neigen Menschen mit einem Säureüberschuss zu entzündlichen Yang-Qi-Erkrankungen:grünlich- gelbe, stinkende Durchfälle(nach verfaulten Eiern), saures Erbrechen, wunde Analbereiche im Kindesalter(das stärkste Yang des Lebens), schlecht heilende Wunden, Krankheiten mit gelben Absonderungen, Neigung zu akuten Erkrankungen, Entzündungen und Schmerzen, Rheuma und Gicht, gestörte Verdauung, Absonderung von Fetten über die Haut, Akne und Eiter und Drüsenschwellungen… wären solche Beispiele.
  • NP bindet die Säuren und scheidet sie aus- z. B. bei Yang-Nässe-Säuren, die sich über saures Aufstoßen, Sodbrennen, sauer riechende Ausscheidungen, Rheuma, Gicht, gelblich- grüne Absonderungen, Akne, fettende Haut und Haare, Fettverdauungsstörungen, eitrige Erkrankungen zeigt.
  • NP hilft auch auf seelischer Ebene, die Säuren auszuscheiden- z.B. bei Neigungen zu Cholerik, Ärger, Wut und eher entzündlichen Erkrankungen.
  • Der energetische Zustand charakterisiert eine Yang-Nässe, Yang-Fülle, saures und/oder aggressives Qi; NP balanciert diesen Zustand aus und harmonisiert das Feuerlement und den Säure-Basen-Stoffwechsel.

Die Leitsymptome sind:

  • saurer Zustand, der sich oft über den Urin oder die Ausscheidungen feststellen lässt- der Fülle-Esser mit viel Fleisch, Fertigprodukten, Süßigkeiten, Milchprodukten und Mehlspeisen ist oft eher betroffen;
  • unreine Haut, oft Sodbrennen,
  • sauer auf körperlicher und seelischer Ebene
  • fettige Absonderungen
  • Übertragen wir NP auf den Lebensrhythmus, dann benötigen wir es immer eher in den Yang-Phasen, also eher am Vormittag, in der Jugendzeit, immer zum Beginn der Wechselphasen(Frauen alle 7, Männer alle 8 Jahre), im Frühling und Sommer…

Anwendung:

  • NP ist die Nummer 9 der Schüssler Grundsalze und wird meistens in der Potenz D6 eingesetzt.
  • Es ist eines der wichtigsten konstitutionellen Mittel, kann aber auch bei akutem Geschehen genommen werden(Leitsymptome)- dann alle Stunde ein- zwei Pastillen- z.B. bei einem akuten Rheuma- oder Gichtanfall oder Durchfall, bei Bedarf sogar alle 15 Minuten.
  • Bei Chronizität sollte NP  6-8x täglich mit zwei Pastillen genommen werden.
  • Die Salbe ist die „Lebersalbe“ schlechthin- einfach die Salbe auf ein feucht-warmes Handtuch geben und damit einen Lebrwickel durchführen; sie wird auf die Hauterscheinungen oder auch auf die betroffenen Gelenke… aufgetragen.

Auch NP ist kein Allheilmittel- bei den Leitsymptomen ist es zwingend nötig die Ernährung langfristig umzustellen- Zucker, Weißmehlprodukte, Säfte, Milchprodukte, Kaffee, Fleisch und Fleischprodukte sollten möglichst 4 Wochen gar nicht und dann nur sehr selten konsumiert werden. Wichtig ist auch, dass nur leicht erwärmtes Leitungswasser getrunken wird und alle Softdrinks… verbannt werden. Durch Zucker erhält der Mensch einen fixen Säurezustand im Körper- ein Teufelskreis, der nur durch eine Ernährungsumstellung durchbrochen werden kann.

“ Der phosphorsaure Natron ist das Heilmittel für die Krankheiten, welche durch einen Überschuss an Milchsäure bedingt sind…. Damit spricht er kleine Kinder an, die mit Milch und Zucker überfüttert sind…aber auch Erwachsene, die diese Symptome aufweisen“- Zitat Dr. Schüssler

Auch wenn wir jetzt die Zeit der Süßwaren haben- im Advent und zu Weihnachten ist es natürlich besonders schwer, auf Zucker zu verzichten- achten Sie auf ein gesundes Maß- und… nehmen Sie nur die Hälfte des Zuckers im Rezept, ersetzen Sie Weizenweißmehl durch Dinkelmehl oder Mandelmehl; damit leisten Sie der Säure im Körper keinen Vorschub 😉

Bleiben Sie gesund- alles Liebe!

The holly and iyy girl- Irisches Weihnachtslied

The holly and the ivy,
When they are both full grown,
Of all the trees that are in the wood,
The holly wears the crown.

(Chorus:)
O the rising of the sun,
The running of the deer,
The playing of the merry organ,
Sweet singing in the choir
Sweet singing in the choir.

The holly bears a blossom
As white as lily flower
And Mary bore sweet Jesus Christ
To be our sweet Saviour

(Chorus…

The holly bears a berry
As red as any blood
And Mary bore sweet Jesus Christ
To do poor sinners good.

(Chorus…

The holly bears a prickle
As sharp as any thorn
And Mary bore sweet Jesus Christ
On Christmas day in the morn

(Chorus…

The holly bears a bark
As bitter as any gall
And Mary bore sweet Jesus Christ
For to redeem us all.

(Chorus…

The holly and the ivy,
When they are both full grown,
Of all the trees that are in the wood,
The holly wears the crown.

(Chorus…

Unruhe im Yang- dann ist…

 

…das dritte große Yang- Mittel der Schüssler Salze genau das Richtige. Magnesium phosphoricum(MP)- die Nummer 7 der Schüssler Salze- wirkt beruhigend auf das Feuerelement- es entkrampft, entspannt und beruhigt das Yang-Qi:

  • Die Verbindung Magnesium phosphoricum ist ein natürlich vorkommender Stoff in den Blutkörperchen, den Muskeln, dem Gehirn, in Rückenmark und Nerven, als auch in den Knochen und Zähnen- somit hat es auf verschiedene Funktionskreise eine hervorragende Wirkung…
  • …nämlich auf die Milz- mit den Muskeln; die Leber- mit dem Blut und die Nieren- mit den Knochen/Zähnen.
  • MP ist für einen ausgeglichenen Rhythmus der Zellen verantwortlich; ist die Bewegung der MP-Moleküle gestört, dann kommt es zu Krämpfen und/oder Schmerzen. Weiterhin regelt es die harmonische Korrespondenz und Tätigkeit aller Organe.
  • MP ist das Mittel der Wahl, damit sich das Yang-Qi ruhig, entspannt und kontrolliert ausdehnen kann. Bei allen Qi-Dysbalancen sollte es das erste Mittel der Wahl sein- bei Stress, Hektik, Unruhe und Ängsten die mit Krämpfen und Schmerzen einhergehen wirkt MP entspannend und ausgleichend auf jede Art des Qi(körperlich wie auch seelisch/geistig).
  • MP beruhigt und entspannt das unruhige Nerven-Yang-Qi bei unruhigem Yang- z.B. bei großer innerer Unruhe, Nervosität, nervösen Organbeschwerden, allen psychosomatischen Erkrankungen, Stress und Schlafstörungen unterschiedlicher Genese;
  • MP wirkt bei blockiertem und zusammengezogenem Yang-Qi- z.B. bei Schmerzen und Krämpfen, Koliken, Migräne, Schmerzen während und vor der Mens, Wind-Kälte-Krankheiten- immer dann wenn Wärme und leichter Druck lindern oder Kälte und stärkere Berührungen zur Verschlimmerung der Beschwerden führen;

Bei Kopfschmerzen, Migräne, Anspannung…

  • MP entspannt und entkrampft das Qi aller Organe und Funktionskreise- z.B. beruhigt es die Aktion von Muskeln, Nerven, Drüsen, Herz, Verdauung, Stoffwechsel, sorgt für eine gute und zügige Regeneration nach dem Sport…
  • MP findet dort Einsatz, wo der energetische Zustand im Körper kalt und zusammengezogen, mit blockiertem und unruhigen Qi, mit Wind-Kälte und/oder einer Yang-Qi-Leere vorgefunden wird- hier harmonisiert und beruhigt MP das Qi, dehnt kontrolliert aus und vertreibt Kälte auch aus den Collateralen/ den Luo und natürlich den Meridianen.

Leitsymptome für den Einsatz von MP sind:

  • Innere Unruhe, unerträgliche Schmerzen o h n e  Entzündungszeichen, ggf. Krämpfe, Blähungen, nervöse Unruhe und Erregung
  • Die Psyche des Betroffenen zeigt sich leicht erregbar, nervös, aufbrausend, hektisch, innerlich unruhig, eigensinnig, manchmal hysterisch- Erröten bei Aufregung oder Stress und ein hektisches Leben- ständiger Zeitdruck, mitunter ewiges Verspäten oder dauerhafte Hektik kennzeichnen den Bedarf an MP
  • Das Rot des MP-Typs ist sehr hell, es tritt ohne Hitze auf, findet sich vor allem neben den Nasenflügeln in Schmetterlingsform, auch als „Schamröte“ oder als „hektische Flecken“ am Hals; die Zunge ist oft leicht rötlich, sauber bis gelblich glänzend, oft nicht belegt;

Einsatzgebiete für MP in der Regelpotenz D6:

  • Kälte-Schmerz- blitzartig, einschießend, krampfend, zusammenziehend, bohrend, wechslend oder wandernd möglich- besser durch Wärme und leichten Druck/leichte Bewegung
  • Krämpfe im Kopf-, Bauch- und Beckenbereich- Krämpfe der Stimmritzen, des Kehlkopf, Schluckauf, Krämpfe während und vor der Mens, krampfartiger Husten, krampfhaftes Harnverhalten…. eine Besserung tritt immer durch Wärme und leichten Druck ein; Bauchkrämpfe können durch einen Kälte-Durchfall begleitet werden(Bauchschmerzen durch Kälte);
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verspannungen- immer Besserung durch Wärme, Bewegung oder Druck, dann ist MP das Mittel der Wahl
  • Stress, Hektik, Aufregung, Unruhe, „kommt nicht in den Tag“…- hiert entspannt MP das Yang-Qi und sorgt für eine ausgeglichene Ausbreitung des Yang-Qi
  • Wichtig für Blutdruckpatienten- langfristig senkt MP den Blutdruck, da es besonders gut die Gefäße entspannt- also kontrollieren Sie ggf. Ihre Medikation- vielleicht können die chemischen Präparate gesenkt oder ausgeschlichen werden- immer nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und/oder Heilpraktiker!!

Dosierungen und Mittel:

  • Wecktrank oder Schlafmittel- MP hilft in beiden Fällen mit 7-10 Pastillen in heißem Wasser gelöst, langsam trinken und gut einspeicheln- es ist die bekannte „heiße 7“
  • Akut: alle 30 Minuten eine Pastille lutschen ggf. je nach Zustand die „heiße7“- mit 7-20 Pastillen möglich,
  • Chonizität: 6-8x täglich 1-2 Pastillen unter der Zungezergehen lassen
  • Salbe: äußerlich auf die betroffenen Gebiete auftragen oder als Kompresse über Nacht wirken lassen

Entspannt und gelassen durch den Tag mit einer „heißen7“

Rosmarinus

Schon im Altertum wurde der Rosmarin im Mittelmerrraum als Würzkraut sehr geschätzt. Er wurde außerdem bei kultischen Handlungen als Weihkraut verwendet. Der Göttin Aphrodite geweiht, symbolisierte er die Liebe und die Schönheit. Bis heute gilt der Rosmarin zudem als Symbol für die Jungfräulichkeit.

Legenden besagen, dass die Jungfrau Maria auf ihrer Flucht nach Ägypten ihren Mantel über einem Rosmarinbusch ausbreitete. Die weißen Blüten des Strauches färbten sich zu Ehren der Jungfrau in himmlischem Blau und seitdem blüht der Rosmarin blau.

Im Mittelalter glaubte man, Rosmarin könnte böse Geister bannen. Deshalb trug die Braut oft einen Rosmarinkranz, man schmückte damit die Säuglinge, die getauft wurden, und selbst Toten gab man Rosmarin mit ins Grab. Noch heute gibt es in einigen Regionen den Brauch, am Hochzeitstag einen Rosmarinzweig in den Garten zu stecken. Bekommt der Zweig Wurzeln, sieht man das als gutes Zeichen für die Ehe an.

Ein großer Strauch- eine Zierde in jedem Garten und eine Hausapotheke in einer Pflanze vereint:

  • Durch seine Inhaltsstoffe wirkt der Rosmarin- ein aus der Mittelmeerregion stammender Strauch- auf die Meridiane Herz, Leber, Milz, Magen, Niere und Gedärme; dadurch ist dieses aromatische Kraut gegen viele Beschwerden einsetzbar.
  • Rosmarinus officinalis beinhaltet ätherisches Öle, Terpene, Thymol, Verbanol, Gerbstoff, Gerbsäure, Kampfer, Bitterstoff, Beta-Sitosterol, Flavone, Salicylate und Saponine und entfaltet damit adstringierende, anregende,  antibakterielle, entspannende, entzündungshemmende, krampflösende,  pilztötende, schmerzstillende und tonisierende Reaktionen im Körper- je nach Dosierung, als alleiniges Heilkraut oder auch in Kombination mit anderen Kräutern.
  • Einsatz findet der Tausendsassa nicht nur in der Küche bei Wildgerichten oder italienischer Küche, sondern heilend bei Atembeschwerden, Blähungen,  Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen,  Magenschwäche, Durchfall, Rheuma und Gicht, niedrigem Blutdruck,  Herzschwäche, nervöse Herzbeschwerden,  nervöse Kreislaufbeschwerden, Schwäche, Erschöpfungszuständen,  nervöser Unruhe, allgemeinen Kopfschmerzen und Migräne, Neuralgien, Ischiasreizungen und Neuralgien,  bei zu schwacher Menstruation, Wechseljahresbeschwerden, Haarausfall, hartnäckigen Hautausschläge, Ekzemen und Hämorrhoiden.
  • In der TCM kennt man Rosmarin als Yang- und Qi- Tonikum, er bewegt Qi und Blut, vertreibt Nässe, Schleim und Kälte, wird zum Eliminieren von Wind- Kälte eingesetzt, eliminiert Schleim-Kälte und transformiert Schleim- somit ist das Einsatzgebiet sehr groß- alle Erkrankungen, die auf einen Energiemangel zurückzuführen sind rechtfertigen Rosmarin; aber auch bei sehr schweren Krankheiten wie Tumoren und Sklerosen auf Grund von Schleim und Blutstasen ist er ein heilkräftiges Kraut.

Anwendungen:

  • Tee und Kräutermischungen für Aufgüsse/ Dekokte
  • Tinkturen
  • Salben
  • Kräutermischungen für Mahlzeiten
  • Einreibungen
  • Fußbäder

Kräuterauszug für Einreibungen

Kontraindikationen: Rosmarin darf ob seiner Wirkung auf den Uterus- Blut sehr stark bewegend- nicht während der Schwangerschaft eingesetzt werden!!!

 

Friedrich Silcher

Rosmarin und Salbeiblättlein
Schenk ich dir zum Abschiedsgruß,
Und dies sei mein letzt Gedenken,
Weil ich dich verlassen muß.

Was mich drückt, ich darf’s nicht sagen,
Muß verschweigen meine Bei’n,
Darf mein Elend niemand klagen,
Muß dabei noch fröhlich sein.

Warst mir treu so viele Jahre,
Hast mir viel zu lieb getan,
Meine Äugelein, die fließen,
Daß ich nichts mehr sagen kann.

…unser Quell für geistige und körperliche Gesundheit

Dazu trägt auch Sanddorn- der Vitamin-Booster des Nordens- bei. Sanddorn hatte als Nahrungs- und Heilpflanze bereits in der Antike eine Bedeutung. Besonders in weiten Teilen Asiens und im Mittelmeerraum werden seine Früchte als Nahrungs- und Heilpflanze seit alten Zeiten und bis heute gesammelt. Die Früchte werden frisch verzehrt oder zu vitaminreichen Säften, Sirup, Kompott, Gelee, Liköre und Weine verarbeitet. Er ist einer der wenigen Ölsträucher, der auf reinen Sandböden gedeiht. Mit seinen schmalen, silbrigen Blättern und den leuchtend orangenen Früchten sieht der Sanddorn sehr attraktiv aus und bereichert die Landschaften- schützen wir ihn, denn er ist ein kompaktes Heilmittel aus der Natur:

  • Die Inhaltsstoffe des Sanddorn sind so vielfältig(Quelle therapeutica.ch)- Vitamin C, B1,2,B12, Niacin, Pantothensäure, B6, Folsäure E, P, Provitamin A, Apfelsäure, Quercitin, Mannit, Wein- und Buttersäure, Fette- ges.FS (Myristin-, Stearin-, Palmitin-, Arachidon-), einf.unges.FS (Öl-, Palmitolein-), mehrf.unges.FS (Linolsäure, Linolensäure), Polyphenole, Symbiose mit einem Aktinomyceten, wodurch mit der Leber vergleichbare B12-Konzentrationen in der Samenschale entstehen können, biogene Amine, Mineralstoffe und Spurenelemente: Fe, Zn, Cu, Mg, K, Ca, Kobald und Phytosterine- diese geballte Kraft macht den Sanddorn zu einem heimischen Superfood und
  • …er wirkt adstringierend und tonisierend, dazu aus Sicht der TCM auf die Funktionskreise Leber, Lunge, Gedärme und  Niere.
  • In der Volksmedizin/ westlichen Naturheilkunde findet er Einsatz bei Erkältung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Darmentzündung, Vitamin-C-Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, geschwächtem Immunsystem, Gicht, Herzschwäche, Müdigkeit, Hautprobleme, Dekubitus und auch nach Bestrahlungen und bei Strahlenschäden.

Sanddorn ist weiltweit verbreitet und daher auch im asiatischen Raum bekannt- die Wirkung aus Sicht der TCM ist wie folgt:

  • Hitze eliminieren und Feuer reduzieren- bei Fieber, Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür, Gastritis, Ösophagitis, Darmentzündung, Colitis, Entzündungen allgemein, chronischen Infekten, Leber-Feuer, Reizbarkeit, Jähzorn, Wutanfälle, Migräne
  • Adstringieren- bei Jing- Verlust, Skorbut, körperlicher und geistiger Schwäche, Wachstumsstörungen, Rachitis, Zahnfleischbluten, Diarrhö, Durchfall, Sommerdiarrhö, Hyperhidrosis, Säfteverlust, vorzeitiger Alterung,
  • Hitze eliminieren und Blut kühlen- bei Blutung, geröteten und juckenden Ekzemen, begleitend zur Radiotherapie (Sanddornfruchtfleischöl), Furunkel, Karbunkel, Zahnfleischbluten,
  • Blut tonisierend- bei Leber-Blut-Mangel, Anämie, Nachtblindheit, Sehschwäche, trockener Haut, Schleimhaut-trockenheit
  • Qi tonisierend- bei geschwächtem Wei-Qi, tonisiert Herz-Qi, Abwehrschwäche, Immunschwäche, Infektanfälligkeit, Rekonvaleszenz, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Frühjahrsmüdigkeit,Untergewicht, Appetitlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Knochenwachstumsstörungen, Bindegewebeschwäche, begleitend zur Digitalis-Therapie, Herzschwäche, Kreislaufschwäche,
  • Nässe/Feuchtigkeit auflösend/transformierend- bei erhöhten Blutfettwerten(Cholesterin) und Arteriosklerose-Prophylaxe
  • Schleim auflösend und transformierend- zur Prophylaxe von augenkrankheiten(Grauer Star, Katarakt), Augen-linsentrübung, Atemwegsverschleimung, Magentumore, Speiseröhrentumore, Hauttumore, Melanome, Sarkome, Krebs und Krebsprophylaxe
  • Kontraindikationen: Bei Kälte der Mitte sollte Sanddorn mit Milz-Qi tonsierenden Nahrungsmittteln ergänzt werden.

Neben zahlreichen Rezepturen für Gelee, Liköre, Weine … schätze ich besonders das Sanddornfruchtfleischöl- es ist ein wunderbares Heilmittel bei Hautproblemen, besonders bei geschädigten Schleimhäutern- hier eine Rezeptur:

  • Entsaften Sie frische Beeren vom Sanddorn und trennen den Saft ab. Den trockenen Rückstand aus Fruchtfleisch und Samenkernen zermahlen Sie in einer Mühle zu einem Brei, geben ihn in eine Thermoskanne und übergießen die Masse im Verhältnis von 1 zu 2 (1 Teil Brei und 2 Teile Pflanzenöl) mit auf 60 °C erwärmten Bio-Pflanzenöl. Die fest verschlossene Kanne lassen Sie etwa 1 Woche stehen und sieben dann das Öl vorsichtig ab.
    Den Rückstand übergießen sie wieder mit Pflanzenöl und verwenden den zweiten Abguss als Zusatz zu Salaten, für Gesichtsmasken und Cremes.

Bei Magenerkrankungen ist diese Rezeptur hilfreich:

  • Sud aus Sanddornbeeren- Übergießen Sie 3 EL Beeren mit 0,5 Liter heißem Wasser, lassen den Aufguss aufkochen, noch für 10 Minuten unter schwacher Hitze köcheln und dann abkühlen. Vom Sud trinken Sie 2 bis 3-mal täglich 200 ml.

Bei Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren ist dieses Rezept möglich:

  • Sanddornfruchtfleischöl – 2 bis 3-mal täglich 1 TL 30 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen

Generell empfehle ich ab September die Einnahme von 100ml Frischsaft nach dem Frühstück oder gleich nüchtern verdünnt mit 200ml handwarmem Wasser- deutlich verträglicher als Zitrusfrüchte ist der heimische Sanddorn für uns besser geeignet.

Sanddornfruchtfleischöl ist ein einzigartigen Multivitamin-Präparat. Es besitzt unter anderen antibakterielle Eigenschaften, fördert die Epithelisierung des Gewebes, heilt gut Wunden, wie oben bereits beschrieben auch Verletzungen der Schleimhäute, der Haut und lindert den Schmerz. Dieses Öl von rötlich-oranger Farbe, seinem charakteristischen Geruch und Geschmack, ist reich an Karotin und Carotinoide, Vitamin E und Vitamin F, die den Stoffwechsel der Haut regeln, sowie Sterole, Mineralstoffe und Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Silber, Silizium, Mangan, Kobalt, Nickel, Vanadium, etc.), sowie Glyceride der Oel-, Linol-, Palmitin-und Stearinsäure. Auch das Öl- bereits oben genannt- kann innerlich und äußerlich angewandt werden.

“ Warum in die Ferne schweifen- sieh das Gute ist so nah…“- heimisches Superfood ist saisonal, reginonal und viel besser verträglich, als importierte- auch für die Nachhaltigkeit!

Gute Gesundheit!

Gelb und wunderschön leuchtend…

…so kommt das Gänsefingerkraut bzw. der Gänsefingerbusch in diesen Wochen daher. Ein ausdauernder Blühstrauch, bzw. ein kräftiger Wurzelstock, der nicht nur Augen und Seele ob seiner zarten Schönheit erfreut. Potentilla anserinae ist der lateinische Name und die Wirkung ist vielfältig:

  • Auch das Gänsefingerkraut gehört zu den Rosengewächsen und ist somit wieder ein wunderbares Frauenkraut.
  • Auf Grund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe in Form von Bitterstoffen, Gerbstoffen, Gerbsäure, Flavonoide, Harzbitterstoffe, Glykoside,  und rampflösende Stoffe(werden gerade in Studien untersucht) wirkt Anserine- so ein anderer Name- adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entspannend, entzündungshemmend, harntreibend und krampflösend.
  • Das Einsatzgebiet des Krautes- bekannt ist bei uns nur die Verwendung des Krauts- reicht von Asthma, über Atemwegserkrankungen(Keuchhusten), Magen- Darm- Erkrankungen, Angina pectoris bis hin zu Blutungen, Hämorrhoiden, Mesntruationsbeschwerden und Hauterkrankungen(Akne, Furunkel, Wunden…).
  • Aus Sicht der TCM wirkt „Fingerkraut“ auf die Meridiane Herz, Leber, Lunge, Dickdarm, Magen und den Uterus; wirkt trocknend bei feuchter Kälte als auch feuchter Hitze, entzündungshemmend, klärt toxische Hitze, speziell bei feuchter Hitze in der Haut, tonisiert die Milz und den Magen, hebt das Qi, wirkt adstringierend, krampflösend und  schmerzstillend.
  • Die Hauptwirkung des Gänsefingerkrautes ist das Lösen von Krampfzuständen, vor allem im Bereich der glatten Muskulatur, also bei allen unwillkürlich arbeitenden Muskeln, wie Verdauungsorgane, Gebärmutter usw. Daher kann man es überall dort einsetzen, wo sich etwas verkrampft, beispielsweise Darmkrämpfe, Periodenkrämpfe, aber auch Wadenkrämpfe und krampfartiger Husten. Auch verkrampfte Blutgefässe entkrampfen sich durch Gänsefingerkraut, daher auch der Einsatz bei Mischungen bei Angina pectoris.
  • Einsatz findet das Kräutlein als Tee, Tinktur oder Frischpresssaft innerlich und äußerlich; äußerlich für Waschungen und Bäder oder Kompressen. Als Sitzbad kann man es gegen Ausfluss bei Frauen einsetzen.
  • In der Volksheilkunde hat sich das Kauen der Wurzel gegen Zahnfleischentzündungen bewährt.
  • Auch in der Klosterheilkunde ist das „Maukenkraut „- ein bekannter Name aus der Volksheilkunde- sehr beliebt: Der Einsatz „lindert übermässige Hitze des Blutes und der Gelbgalle“. Der Name „Maukenkraut“ kommt aus seinem Einsatz gegen Hufkrankheiten in der Tierheilkunde, es wurde aber auch gegen Koliken der Wiederkäuer und zur Fruchtbarkeitssteigerung bei Bullen(Stieren) benutzt.
  • Einsatz in der Küche: Die Blätter können zusammen mit anderem Wildgemüse gekocht werden. Auch die Wurzel kann man als Gemüse kochen.
  • Nebenwirkungen: Beschwerden bei Reizmagen können verstärkt werden.

Gänsefingerkraut ist in allen gut sortierten Apotheken zu bekommen, natürlich kann man es auch selbst sammeln und trocknen. Auf jeden Fall erfreuen die gelben Blüten von Mai bis September und die Kulturpflanzen dienen als niedrige Beet- oder Heckenpflanze.

 

Nutzhanfblätter und Ihre Wirkung

Zugegeben- Hanf hat ja für viele immer den Bezug zu Cannabis- dabei ist Hanf eine der ältesten Nutzpflanzen im europäischen Raum. Wunderbare Bekleidung, aber auch als Zutat für Tee’s und die Hanfkörner als Knabberei oder im Vogelfutter- das sind die Bereiche, aus denen ich den landwirtschaftlich angebauten Nutzhanf kenne:

  • Hanfblätter haben noch weit mehr Wirkstoffe(siehe unten)- daher hilft ein Tee daraus bei Kopf- und Zahnschmerzen, sowie bei Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Auch bei stärkeren Schmerzen, wie bei Migräne(auch mit Übelkeit) kann eine Kombination z.B. mit Zitronenmelisse Linderung bringen- wichtig ist die regelmäßige Anwendung mit 2-3 Tassen täglich.
  • Eine wesentliche Wirkung des Hanftees auf den menschlichen Körper ist , dass er das Nervensystem beruhigt. Der größte Verursache für Erkrankungen ist Stress- wird dieser abgebaut, hat das auch eine positive Wirkung auf das Immunsystem- die natürliche Abwehrkräfte des Körpers werden angeregt.
  • Eine Tasse Tee etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen verbessert wesentlich die Qualität des Schlafes. Wenn der Körper und die Seele beruhigt sind kann man im Verlauf der Schlafenszeit besser regenerieren und entspannen- der Nachtschlaf ist deutlich erholsamer.
  • Auch wenn der THC-Gehalt unter 0,5 % liegt, enthalten Hanfblätter immer noch cannaboid- ähnliche Wirkstoffe- somit können Krämpfe im Bereich des Magen- Darm- Traktes gelindert werden; der Tee kann bei Patienten mit Colitis ulzerosa oder Morbus Crohn zur deutlichen Linderung führen.
  • Die krampflösende Wirkung kann „Frau“ sich auch bei Krämpfen oder Schmerzen vor, während und nach der Regelblutung zu Nutze machen- 2-3 Tassen Tee können hilfreich sein.
  • Hanfblätter wirken auf die Funktionskreise Magen, Leber, Gallenblase und Herz durch die cannaboid- ähnlichen Wirkstoffe…

Hauptbestandteile der Blätter

  • Cannabinoide in mehr als 60 Verbindungen, darunter Tetra-Hydra-Cannabidiol (TCH)- beim Nutzhanf herausgezüchtet– und Cannabidiol (CBD)
  • ätherische Öle
  • Phenole
  • Harze
  • Flavonoide

Die Samen enthalten

  • Öl (Fettgehalt 25 bis 35 %, u.a. mit Linol-, Linolen- und Ölsäure
  • Proteine
  • Cholin
  • Trigonellin
  • Isoleucin

Die Kerne sind eine leckere Knabberei und gibt es mittlerweile in verschiedenen Zubereitungsformen zu kaufen. Der Samen ist wertvoll für die Ernährungsmedizin, da sie Linol und Linolen enthalten.

Hanf ist eine alte Kulturpflanze und zählt zu den ältesten Arzneipflanzen- unser Nutzhanf kann unbedenklich als Tee eingesetzt werden.

Ich kombiniere gerne mit Zitronenmelisse und Gojibeeren- so wirkt er entspannend, aber auch regenerierend.

„Die Ruhe der Seele ist ein herrliches Ding und die Freude an sich selbt“– J.W. Goethe

 

Der Lindenbaum

Nicht nur das Gedicht von Wilhelm Müller ist eine Erinnerung an die Kinderzeit- auch der Lindenblütentee, den meine Oma mir gebrüht hat, wenn ich eine Erkältung bzw. Fieber hatte, ist mir- gepaart mit ganz viel Wohlwollen und Liebe- sehr in Erinnerung geblieben. Was macht nun aber die Linde mit uns, wenn wir krank sind- einmal aus TCM-Sicht und einmal aus abendländischer Naturheilkunde:

  • Die chinesische Pharmakologie gibt die Linde- verwendet werden die Lindenblüten- in die eher kühlend- frischen Kräuter, süß-bitter, sie wirkt kühlend, leicht trocknend, lindernd, sedativ und besänftigt inneren Wind- damit…
  • wird sie zum Hauptmittel bei Erkrankungen durch Wind-Hitze in der Lunge(Hitze-Infekte), aber auch bei Herz-Feuer(Hyperaktivität, Schwindel durch Hitze im Herzen, Palpitationen, Ängsten, innerer Unruhe, Panik), Lindenblüten bewegen das Leber-Qi und besänftigen den inneren Wind mit emporloderndem Leber-Feuer z.B. bei Krämpfen, Migräne, Epilepsie, Schlaganfall…
  • wirkt sie auch bei aufsteigendem Magen-Qi, Entzündungen im Bereich Magen und Leber, sie baut Säfte auf(Nieren-Yin) und wirkt leicht diuretisch- besonders bei Nässe-Hitze im unteren Erwärmer(Steinleiden…)
  • sie wirkt auf die Meridiane Lunge, Herz als Sitz des Shen(Geist-siehe Gedicht), Leber, Milz-Pankreas und Niere
  • Aus Sicht der abendländischen Naturheilkunde kennt man den Lindenblütentee bei Halsentzündungen, allen Infekten mit hohem Fieber(senkend), aber auch die Klostermedizin hat die Lindenblüten bei Kopfschmerzen, Migräne, Entzündungen jeglicher Art, Darmerkrankungen und Sodbrennen eingesetzt, denn sie wirkt:
  • beruhigend, blutreinigend, entspannend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend und schweißtreibend durch die Inhaltsstoffe  Farnesol, Saponine, Flavonglykoside, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure und Schleimstoffe, außerdem durch ätherische Öle.

Ich setze die Lindenblüten in Teemischungen ein- sowohl in westlichen als auch in Kombination mit chinesischen Kräutern, auch als Urtinktur ist ein Einsatz möglich…

„Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immerfort.

Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
»Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh

Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!“- von Wilhelm Müller

Erdbeerblätter und was…

…man damit anfangen kann:

  • Erdbeeren gehören zu den Rosengewächsen und haben somit dieser Familie entsprechend auch ihre Heilwirkung- nicht nur als köstliches Obst von Juni bis in den November(Monatserdbeeren) beglücken sie uns, sondern auch getrocknet und dort besonders auch die Blätter wirken sie…
  • …adstringierend, schmerzlindernd, blutreinigend und harntreibend durch die Inhaltsstoffe Gerbstoffe, Flavonoide, Salycilsäure, Zimtsäure und Kaffeesäure
  • Die Früchte und Blätter wirken auf die Funktionskreise Blase, Niere, Leber(Kopfschmerzen, Migräne auf Grund LeberYang/Leber-Hitze) und Gedärm und werden bei Blasen- und Nierenproblemen, bei Gicht und Rheuma, zur Ausleitung von Hitze im unteren Erwärmer und gegen Leber-Hitze eingesetzt, gleichzeitig wirken Früchte und Blätter aber auch Leber-Blut(Xue) aufbauend, aber auch gegen Durchfälle auf Grund von Hitze.
  • Zur Verwendung als Adstringens 1 g (etwa 1 Teelöffel) fein geschnittene Erdbeerblätter mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 bis 10 Minuten durch ein Teesieb geben- bei leichtem Durchfall mehrmals täglich eine Tasse trinken, weiterhin können Erdbeerblätter in Tee’s gemischt werden, die bei Nieren,- Blasen- und Leberproblemen helfen.
  • Sie lassen sich besonders gut mit Lavendelblüten und anderen Blüten-Drogen mischen.
  • Erdbeerblätter sind ein idealer Schwarztee- Ersatz- einen Teelöffel an Kraut 1-3 Minuten ziehen lassen, dann entfalten sie eine ähnliche Wirkung.
  • Achtung– bei Allergieneigung gegen Erdbeeren sind auch die Blätter tabu!!

Nutzen Sie nicht nur die Früchte, geben Sie den Blättern gerade im Winter eine Chance, Ihnen zu helfen ;)!!

Hirse, Hirse, Hirse….

…. Was werden Sie jetzt sagen- ja… Hirse ist zur jetzigen Jahreszeit und im Winter das perfekte Frühstücks- Nahrungsmittel:

  • …sie ist süß- salzig, trocknend, wirkt antifungal, begünstigt den Wachstum von Haaren, wie auch die Kräftigung der Nägel und Zähne,
  • wirkt auf die Funktionskreise, Milz, Magen, Lunge und Niere und verstärkt die Kommunikation zwischen Leber, Milz und Nieren- ausgleichend und entspannend, wie wärmend(gesunde Wärme für die Mitte) und trotzdem entgiftend und ausleitend,
  • wirkt durch die Inhaltsstoffe Vitamin B, Fluor, Eisen, Magnesium, Kupfer, Mangan, Kieselsäure besonders wertvoll und ist glutenfrei- was den Unverträglichkeit- Geplagten freuen wird…

Gemäß der Ernährungslehre in der chinesischen Medizin hat Hirse folgende Wirkungen:

  • Qi tonisierend bei Bindegewebeschwäche, Muskelschwäche, Sehnenschwäche, Neurasthenie, Nervenschwäche, Appetitlosigkeit, tonisiert das Nieren-Qi und wirkt als Medizin bei Diabetes mellitus, Fehlgeburtneigung, Diarrhö, Durchfall (Hirse rösten und kochen), Zahnen der Kinder (Hirsekissen), Zahnzerfall, Zahnschmelzrückgang und Osteoporose
  • Nässe/Feuchtigkeit auflösend/transformierend bei Pilzerkrankungen besonders bei Befall mit Candida albicans(Heißhunger auf Süßes, schmieriger Stuhl, Blähungen…)
  • Blut tonisierend z. B. bei Milchbildungsmangel nach Entbindungen, brüchigen Nägeln, Haarausfall, und Augentrockenheit,
  • Qi regulierend und bewegend bei gegenläufiges Magen-Qi, Brechreiz, Erbrechen, Übelkeit am Morgen (Hirsesuppe oder Congee), PMS
  • Schleim auflösend/transformierend bei Husten oder Schnupfen mit viel Schleim, zur Arteriosklerose-Prophylaxe und auch zur Krebs-Prophylaxe
  • Hitze eliminierend und Toxine ausleitend z. B. bei Gastritis, Magenschleimhautentzündung, Darminfekten, Lebensmittelvergiftung, akuter Übelkeit(Hirsetee und Hirsekissen), Diarrhö,

Hirsebrei zum Frühstück- gekocht aus Hirse, Quinoa-Reis-Drink, gestifteten Mandeln und Blaubeeren

Geben Sie diesem „alten“ Lebensmittel eine Chance- Sie werden es nicht bereuen!

Gelbe Blüten…

und ein saftig- grünes Kraut zeichnen die Narzissen aus. Sie gehört zu den ersten Blumen, die im Frühling ihre Blüten öffnen. Früher war die gelbe Narzisse in Deutschland an vielen Standorten zu finden, mittlerweile ist sie in Ihrer Wildform fast ausgestorben und daher an bekannten Standorten streng geschützt.

Die Narzisse ist eine alte Heilpflanze- bereits Hippokrates setzte sie ein und im 19. Jahrhundert wurde sie in das Heilpflanzenbuch aufgenommen, wird heute aber ob ihrer Giftigkeit nur noch als Homöopatisches Mittel eingesetzt:

  • Früher wurde die gelbe Narzisse bei Durchfall und gegen Krämpfe verwendet. Aufgrund der hohen Toxizität dieser Pflanze in allen Teilen ist von einer Verwendung als Rohdroge in der Naturheilkunde dringend abzuraten.
  • Sie enthält als Wirkstoffe das Alkaloid Narcissin, viele ätherische Öle, Quercetin, Carotine, rückfettende Öle und Wachs- die Alkaloide wirden sehr giftig- daher meiden Weidetiere die  Narzisse.
  • In der Homöopathie wird die Narzisse gegen Bronchitis, Schnupfen und Durchfall eingesetzt, findet aber auch Anwendung bei Asthma, Pertussis, Migräne und Stirnkopfschmerz sowie unter Umständen bei Epilepsie- immer mit dem gebotenen Maß an Verantwortung zum Nutzen der Patienten!
  • Sie wirkt krampflösend und sedativ und einsetzbar sind Potenzen der weißen Narzisse von D12 bis C200- aber V O R S I C H T !! bitte nicht selbst behandeln- es muss immer eine Rücksprache mit einem naturheilkundlich ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker erfolgen!!

Erfreuen wir uns im Garten und in der wilden Natur an den quittegelben Blüten- schließlich kündigen sie vom Frühling- der seit dem 1.3. zumindest meterologisch Einzug hält.

Petit-Narzisse in meiner Frühlingspflanzschale

Süße Früchtchen Nummer vier, rot oder schwarz und unheimlich sauer…

…sorgen sie trotzdem für ein Lächeln- die Johannisbeeren machen das Quartet der heilkräftigen Sommerbeeren komplett- heilsam alleine durch den geringen Anteil an Fruchzucker und somit prima als Früchte bei Stoffwechselerkrankungen geeignet:

  • Die Johannisbeeren gibt es in rot und schwarz- beide Sorten sind reich an Vitamin C, Gerbstoffen, Flavonoiden und Spurenelementen und beide wirken auf die Funktionskreise Milz/Magen und Leber.
  • Obwohl die Johannisbeere auch schon zu den ganz altbekannten Früchten zählt, ist sie relativ unerforscht- aber dank alter Schriften sind die Heilkräfte bei Migräne, Frauenleiden, Blasenleiden, Durchfall,  Erkältungskrankheiten,  Halsentzündungen und Vitamin-C-Mangel bekannt.
  • Die Blätter und Früchte werden zu Tees oder Tinkturen verarbeitet- oft im Zusammenhang mit anderen Kräutern oder ergeben eine herb- süße Mahlzeit mit Crepes, im Haferporrede oder…;) im Crumble- s. Beiträge vorher…
  • Johannisbeeren sind einfach zu pflanzen und gehörten zumindest früher in jeden Bauerngarten- wurden für den Winter eingeweckt oder getrocknet, aber auch der Wein daraus ist seeehhhhhhr lecker- wie ich als Teenager bei meiner geliebten Oma Lisbeth erfahren durfte- natülich haben meine Cousine und ich heimlich genascht- wir dachten es wäre Most und konnten uns gar nicht erklären, warum wir auf einmal seeehhhhr müde wurden 🙂

 

Die Superfrüchte des Sommers auf einen Streich

Die Superfrüchte des Sommers auf einen Streich

Süße Früchtchen Nummer drei, dunkel und geheimnisvoll…

leuchten die Brombeeren in einem kräftigen schwarz-blau im grünen Strauch und sind ein Hochgenuss der süß- herben Sommerfrüchte:

  • dank Ihrer Inhaltsstoffe Ätherisches Öl, Gerbstoff, Pektin, Bernsteinsäure, Apfelsäure, Oxalsäure, Milchsäure, Salicylsäure, Vitamin C   wirken sie adstringierend, blutreinigend, blutstillend, schmerzlindernd, harntreibend, schleimlösend und tonisierend- auf die Funktionskreise Leber, Lunge, Blase und auf Jing- die Essenz- sie stellen quasi die Königin der Beeren in unserer westlichen Hemisphäre dar,
  • Ihren Einsatz findet die Brombeere als Saft, Tinktur, Tee und Pulver bei Mandelentzündung, Fieber, Mundschleimhautentzündung, Durchfall, Magen- und Darmkatarrh, Sodbrennen, Blasenentzündung, Diabetes,
    Wassersucht (Wurzelbehandlung der Nieren in der CM, dabei werden die Wurzeln des Brombeerstrauches genommen), Weissfluss, Wunden, Flechten, Ekzeme, Hautausschläge und -unreinheiten.
  • Ähnlich wie bei der Himbeere darf auch der Brombeerblättertee oder die Tinktur nicht während der Schwangerschaft genommen werden- auch hier zeigt sich die große Wirkung- der Tee oder die Tinktur ist wehenfördernd und erleichtert die Geburt.

Brombeeren sind bereits als beliebte Kulturpflanze bekannt- mittlerweile auch ohne Dornen und sogar auf dem Balkon haltbar- liebend gerne nutze ich auch die Brombeeren für den sommerlichen Crumble:

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Süße Früchtchen Nummer zwei, in hellrot…

…sind die Himbeeren- Sommerfrüchte , die wie die Heidelbeere in Wild- oder Kulturform genießerische und heilkräftige Fähigkeiten entfaltet:

  • wirkt entzündungshemmend, schweisstreibend und positiv auf das Immunsystem, antioxidativ und blutreinigend/ blutaufbauend durch die Inhaltsstoffe Gerbstoffe, Vitamin C, Provitamin A und Vitamin B, Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Folsäure und Flavonoide und kann dadurch auch präventiv gegen Zivilisationskrankheiten und Autoaggressionskrankheiten eingesetzt werden,
  • gemäß der CM wirken Himberren und die Blätter auf die Funktionskreise Leber, Lunge und Milz- Ihre Extrakte werden z. Bsp. bei zu starker Monatsblutung oder nach der Geburt eingesetzt,
  • Tee aus Himbeerblättern zzgl. anderer Kräuter und auch die Früchte wirken bei Halsentzündung, Durchfall, Magenentzündung, Darmentzündung, hämorrhoidalen Blutungen, Zahnfleischentzündung, Verstopfung, Rheumatischen Erkrankungen, Skorbut(in Entwicklungsländern und bei starkem Vitamin C-Mangel, z.B. bei Krebserkrankungen und unter der Chemotherapie) und bei gynäkologischen Themen- u.a. erleichtert ein Tee die Geburt und fördert die Wehen- deshalb darf der Tee oder Tees, die Himbeeren/ Himbeerblätter enthalten, nicht während der Schwangerschaft getrunken werden!!!
  • Die Himbeere gehört zu den Rosengewächsen und ist mittlerweile eine wunderbare Kulturfrucht- man muss nicht mehr auf die Wildformen zurück greifen- je nach Züchtung sind die Inhaltsstoffe unterschiedlich- jedoch decken 150 Gramm Himbeeren einen großen Teil der Tagesbedarfes an oben genannten Inhaltsstoffen.

Auch mit Himbeeren lässt sich ein Crumble- Frühstück zaubern- siehe Beitrag Heidelbeere:

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Küchenkräuter in der CM

Unsere Küchenkräuter sind so vielseitig und helfen oft bei den kleinen Zipperlein des Alltags- gewusst wie!

Die beliebten Küchenkräuter sind und wirken wie folgt:

Basilikum

  • leicht scharf und bitter, leicht erwärmend, auch als Kompresse auf den Bauch zu legen
  • entspannt das Leber- Qi und sorgt für einen freien Fluss – gut bei innerer Anspannung, Stimmungsschwankungen, Frust,Menstruationsschmerzen, Kopfschmerzen und leichter Migräne, Empfindlichkeit bei Wetterwechsel
  • wirkt auf den Lungenfunktionskreis, Schleim trocknend
  • wirkt auf den Dickdarmfunktionskreis- lindert Blähungen

Dill

  • bitter und leicht sauer, leicht warm
  • fördert die Durchblutung- Funktionskreise(FK) Herz, Milz und Dünndarm
  • wirkt appetitanregend- FK Magen und Milz
  • FK und Organ Dünndarm- und Dickdarm- gegen Völle und Blähungen

Kresse- alle Sorten

  • frisch- kühl(Brunnenkresse) bis leicht warm(andere Arten), leicht scharf bis scharf und wirkt somit auf die FK Lunge und Dickdarm, Leber und Galle
  • löst Bluthitze und kühlt diese besonders bei Erkrankungen in Bezug auf die FK Lunge(Haut) und Dickdarm(Darmerkrankungen)
  • löst gestautes Leber- Qi

Minze

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  • kalt, leicht scharf- bis scharf(Marokkanische Minze)
  • stärkt die FK Lunge, Magen und Leber
  • löst gestautes Leber- Qi und hilft bei gegenläufigem Magen- Qi
  • hilft bei Hitze im Inneren und besonders bei starker Yang- Hitze(Sommer)

Petersilie

  • leicht warm, sauer, leicht scharf
  • stärkt speziell den FK Niere/ Blase, aber sollte von stillenden Müttern gemieden werden(verhindert Milchfluss)
  • harntreibend- Samen sind eine erste Hilfe bei Harnwegsinfekten und Wasseransammlungen im Körper- leitet Hitze aus dem unteren Sanjiao aus
  • wirkt gegen Völle, Blähungen und bei gestörter Fettverdauung

Rosmarin

  • warm bis heiß, bitter, leicht scharf
  • hilft bei innerer Kälte und Erschöpfung durch Qi-, Yang-Mangel und Kältezuständen(weißer Belag- helle Zunge)
  • unterstützt die FK Niere, Blase, Leber, Herz und unterstützt den Uterus als Haus des Blutes, denn…
  • …er wirkt durchblutungsfördernd und krampflösend, damit auch stärkend auf die Libido- Vorsicht bei Hypertonie!
  • ist ein Stärkungsmittel bei Herz-Qi-, Herz-Blut-Mangel(Hypotonie)- schon Hildegard von Bingen hat Rosmarinwein als Stärkungsmittel eingesetzt(die Klostermedizin hat viele Parallelen zur CM)

Salbei

  • leicht kühlend, bitter, scharf
  • stärkt die FK Lunge, Magen und Niere- ist das SOS-Mittel bei Halsschmerzen und Angina- wirkt desinfizierend
  • stärkt das Wei-Qi und Qi, da Salbei Schwitzen und besonders Nachtschweiß verhindert, aber Stillende sollten Salbei wieder meiden, da er Xue und/oder Qi zurück hält und damit auch die Muttermilch

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Schnittlauch und andere Laucharten

  • leicht wärmend bis heiß(je nach Sorte) und scharf
  • wirkt auf die FK Niere und Lunge- auch wieder hilfreich bei Kältesymptomen
  • gut bei Erkältungskrankheiten (im Anfangsstadium, solange einem noch kalt ist)
  • eine leichte Lauch- Rettich-Suppe stärkt das Wei-Qi: Lauchzwiebeln und weißen Rettich in einem Fond aus Gemüsebrühe oder Fleischbrühe 10 Minuten leicht garen- diese Suppe bei Erkältung oder als Frühstückssuppe mit etwas Reis essen
  • Lauch sollte bei Hitzezuständen gar nicht gegessen werden

Gesundheitstipp#2

Thymian

  • leicht bis stark wärmend(je nach Sorte), bitter, scharf- wirkt auf die FK Lunge, Dickdarm, Milz und Niere, auch als Kompresse auf die Brust zu legen…
  • hilft bei Feuchtigkeit und Kälte- ein Symptom kann ein dünner Durchfall ohne Geruch sein oder Appetitlosigkeit…
  • Husten mit viel Sekret- dann trinken Sie Thymiantee + Schüssler Salz Nr. 11(3x tgl. 2-3 Pastillen)…
  • stärkt das Wei- Qi und harmonisiert das kleine Becken, wirkt durchblutungsfördernd und hebt die Libido
Zitronenthymian

Zitronenthymian in der Sonne in meinem Garten

Setzen Sie die Kräuter frisch oder getrocknet(stärker wirkend und trocken besonders auf die FK Milz, Magen und Dünn-(Dickdarm) oft in der Küche ein oder auch als Hausmittel gegen Erkrankungen. Sie sind auch auf der Fensterbank oder auf dem Balkon leicht zu ziehen. Ich habe bspw. immer einen großen Topf Basilikum in der Küche- in eine Schale gestellt, Wasser regelmäßig von unten nachfüllen, dann gedeiht er über Monate und ist immer frisch.

Wenn der Darm murrt…

…dann fühlt sich „Mensch“ nicht wohl. Ähnlich wie bei den Hauterkrankungen nehmen Darmprobleme zu. Betrachten wir unseren Darm mal aus östlicher Sicht:

  • Das Gedärm als Organ ist im mittleren und unteren Sanjiao angesiedelt- die zugeordneten Meridiane sind Dünndarm, Dickdarm, Milz/ Magen und Leber/ Gallenblase. Wenn es zu Störungen in den Meridianen kommt, dann reagiert auch unser Darm.
  • Auch in der CM ist der Darm in erster Linie für die Verwertung, Trennung und Ausscheidung verantwortlich, reguliert aber auch die körpereigene Abwehr und reagiert sensibel auf Störungen im Sympatikus(Stressoren).
  • Die Störungen aus Sicht der CM beruhen auf den Pathogenen Feuchtigkeit und/oder Hitze, können durch eine Stagnation des Leber- Qi und des Nahrungs- Qi entstehen.
  • Stressoren für den Darm sind ungeeignete Nahrung, einseitige Nahrung, Hungern, ständiger Stress und Ärger, unterdrückter Zorn, Medikamenteneinnahme und Antibiotika.

Schulmedizinisch kommen verschiedene Diagnosen in Betracht- Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Colitis Ulzerosa… Am Beispiel des Reizdarm möchte ich Ihnen die Thematik näher bringen:

Reizdarmsyndrom- eine häufige Diagnose- äußert sich mit: Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Probleme bei der Stuhlentleerung mit Durchfall und/oder Verstopfung, dauerhafter Stuhldrang (vor allem morgens) – also in unserem Königreich der Mitte ist etwas faul. In der Vergangenheit ist das IBS (Irritation Bowel Syndrome) in der CM nicht beschrieben worden, da diese Krankheit unbekannt war.  Erst seit Mitte der 1970er Jahr gab es zahlreiche Forschungen zu dem Thema. Dies hängt mit dem heutigen- modernen- Lebensstil zusammen, der wirklich sehr schnell – im wahrsten Sinn des Wortes- ist. Da “ liegt der Hase im Pfeffer“- ursächlich gibt es mehrere Faktoren- eine Ursache ist das Ungleichgewicht zwischen übermäßiger Arbeit und ungenügender Erholung. Dazu kommen unregelmäßiges Essen oder  das Essen im Laufen, mit einem Handy am Ohr, am PC oder am Fernseher, wir essen viel und/oder spät abends, gehen oft ohne Frühstück aus dem Haus… Regelmäßigkeit in der Nahrung, gemäß den Grundsätzen einer gesunden und schonenden Ernährung ist der erste Schlüssel zur Gesundung- ohne diesen Schlüssel ist eine Behandlung nur erschwert oder gar nicht möglich! Wenn wir diese Regelmäßigkeit und das gesunde Maß nicht einhalten, sind wir selbst daran schuld, wenn unser Darm verrückt spielt.

Eine weitere, sehr wichtige Ursache ist die Qualität des Essens – viele von uns haben es immer noch nicht begriffen- 80% unserer angebotenen Lebensmittel gehören auf den (Sonder)-Müll- mal ganz drastisch ausgedrückt. Fertignahrung, industriell verarbeitet Nahrung, Fertigmischungen, all die ganzen E’s und Farbstoffe/ Aromen dienen nur dem Profit und schädigen uns auf Dauer. Dazu kommt das Zubereiten- frittiert, pasteurisiert, chemisch behandelt, emulgiert, aromatisiert, gefärbt, aus verschiedenen genetisch behandelten Getreidesorten usw. hergestellt solche Nahrung macht krank- die Zunahme an Allergien, Darmerkrankungen, Unverträglichkeiten u.s.w. beweist es. Auch eine übermäßige Einnahme von Antibiotika, Hormonen und Antidepressiva trägt dazu bei, dass das Ungleichgewicht der Darmbakterien, eine Dysbiose, verursacht wird.  Der dritte Faktor ist die stressige Lebensweise- im Organismus ist das Nervensystem in das zentrale (Gehirn und Rückenmark), periphere (quergestreifte Muskeln) und autonome System verteilt, die glatte Muskulatur, also die inneren Organe, wird/ werden vom autonomen NS beherrscht.  Das autonome Nervensystem ist in den Sympathikus und Parasympathikus unterteilt.  Der Sympathikus ist „Yang“ und für die Aktion/ Entscheidung (Kampf oder Flucht) verantwortlich, während der Parasympathikus „Yin“ ist und für Erholung und Essen verantwortlich zeichnet.  eine Katze, wenn sie eine Maus gejagt hat, frisst und ruht sich dann aus –  sie verdaut in Ruhe- nehmen wir uns ein Beispiel!

Die Syndrome aus Sicht der CM sind:

  • Leber greift den Magen, die Milz und den Dickdarm an- Gan Qi Fan Wei-Pi-Da Changes herrscht ein Ungleichgewicht zwischen einer überdominanten Leber, welche den Magen, die Milz und den Dickdarm beeinträchtigt, Symptome sind- Angst Gereiztheit, Schmerzen in der Leiste, Blähungen und Völle, Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, gefühlsmäßig eine ungenügende Entleerung, stiftartiger Stuhl, sehr häufiges Gähnen, unregelmäßige Menstruation
  • Mangel an Milz Qi mit daraus folgender Stagnation von Milz- Qi QiPi QiXu- geht oft einher mit Feuchtigkeit Qi Zhi und Tan(Schleim)die Leber wird- siehe oben- übermächtig, in deren Folge stagniert Qi, oft ist die stagnation eine Folge von Mangel an Qi- der Mangel ist so stark, dass Qi nicht mehr frei fließen kann, Symptome sind- Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen und Bauchschmerzen, die nach der Mahlzeit stärker werden
  • Mangel an Milz Qi mit sehr starker Feuchtigkeit/ Schleim- PiQi Xu und Shi/ Tandie Ursachen liegen in erster Linie in einer Fehl/Falsch- Ernährung begründet- siehe Einleitung-Symptome sind- Müdigkeit, Völle und Blähungen, klebriges Gefühl im Mund, weicher Stuhl bis Durchfall ggf. mit Schleimauflagerungen
  • Hitze und/oder Feuchtigkeit-Shi ReUrsachen siehe Einleitung- Symptome sind- Völle, Sodbrennen, Müdigkeit, Blähungen, sehr starker Appetit auf Süßes, wechselnde Stuhlkonsistenz von Durchfall bis Verstopfung mit klebrigem, stark riechenden Stuhl
  • Stagnation der Nahrung Ji ShiUrsachen sind übermäßige und schwer verdauliche Nahrung, übermäßiger Alkohol- oder Genussmittel- Konsum, Rauche, Essen unter Stress und Stressessen(siehe Artikel Stressesser), Symptome sind- Völle und Blähungen, gedehnter und gespannter Bauch, Aufstoßen, Schmerzen im Darm und im Magen, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall, übelriechender Stuhl
  • Magen und Leber- Yin-Mangel-Wan Gan Yin Xuheiße Nahrung, Genussmittel als ständiges Nahrungsmittel, Trockenheit, Stress, Symptome sind- Dürregefühl im Mund, trockener Stuhlgang und Verstopfung, Durst, Müdigkeit, rötliche Wangen mitHitzegefühl, Hitze an Händen und Füßen, Nachtschweiß am Sternum und am Bauch

Soweit die Syndrome aus Sicht der CM- Sie sehen also, es sind sehr vielfältige Diagnosen zum Thema Reizdarm möglich. Die Therapie sieht wie folgt aus:

  • Pathogene Faktoren ausleiten- Akupunktur, Kräutermedizin, Ernährungsumstellung und Ernährungstherapie, ggf. Darmaufbau mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Orthomolekularmedizin
  • Die Schwächen aufheben und die Milz stärken- Ernährungstherapie und Kräutermedizin
  • Den Körper in Balance bringen- Erhaltungsernährung(langfristige Ernährungsumstellung) auf eine leicht verdauliche Vollwerternährung, Stressmanagement, Kräutermedizin, Bewegungstherapie
  • Mein Tipp: beginnen Sie nach einer ausführlichen Anamnese und Ernährungsberatung bereits selbst- ein halber Teelöffel gemörster Kümmel, etwas Kurkuma und Fencheltee morgens nach dem warmen Frühstück schützt den Magen und reguliert natürlich den Darm

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Das Reizdarmsyndrom lässt sich auch mit der CM nicht einfach behandeln, es benötigt mindestens 3 Monate, bis der Körper anfängt, sich zu regulieren- aber die Chancen sind gut, wenn Sie als Betroffene(r) mitarbeiten.

Wir leben in einer modernen Zeit- müssen wir deshalb zwangsläufig moderne Erkrankungen bekommen?

Mit Kräutern und einer gesunden Ernährung zurück zum gesunden Darm

Mit Kräutern und einer gesunden Ernährung zurück zum gesunden Darm

 

Koriander – ein wahrlicher Wundertäter

 

… beim Essen und in der Heilkunde. Coriandrum sativum ist auch wieder kein typisch chinesisches Heilkraut, ist aber im asiatischen Raum sehr gebräuchlich. Nach Europa kam das meistens als Kückenkraut bekannte grüne Helferkraut für die Verdauung und den Darm über die Mittelmeerländer.

Seine Heilwirkung :

  • …entfaltet sich vor allem durch die ätherischen Öle Linalol, Geraniol, Pinen, Limonen, Terpinen, Borneol, aber auch durch die  Petroselinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure, seine Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarine, Sitosterin und Kaffeesäurerderivate.
  • …zielt besonders auf Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Magen-Darm-Entzündung, Magenkrämpfe, Magenschwäche, Mundgeruch, Reizdarm, Reizmagen, Verstopfung und Völlegefühl, aber Koriander kann auf Grund seiner wirkstoffe auch bei Husten und Menstruationsschmerzen eingesetzt werden.
  • Koriander wirkt antibakteriell, appetitfördernd, carminativ, fungizid, krampflösend, milchbildend- wichtig für stillende Mütter- und verdauungsfördernd.
  • Ein Tee aus:je 25 Gramm Kümmel-, Fenchel-, Anis- und Koriandersamen wirkt gegen Blähungen und Verdauungsprobleme.
  • Koriander steht auch als Urtinktur zur Verfügung- mit der Wirkweise wie oben bereits geschrieben.
  • In der Küche könne die Früchte wie auch das frische Kraut verwendet werden, nicht umsonst heißt Koriander auch arabische oder asiatische Petersilie.

Wenn ich in Hamburg zur Weiterbildung bin, dann gehe ich gerne in ein persisches Lokal in der Nähe des S-Bahnhofes Berliner Tor, dort gibt es vor dem Essen immer eine gemischte Frischkräuterplatte u.a. mit Koriander. Ich liebe das Essen dort und dank des tollen Kochs und der Kräuterplatte ist es sehr bekömmlich.

Probieren Sie Koriander auch mal in der Küche und bei Verdauungsbeschwerden nutzen Sie ruhig den oben beschriebenen Tee!

langer Koriander- wie der bekannte Koriander zu verwenden, sehr intensiv

langer Koriander- wie der bekannte Koriander zu verwenden, sehr intensiv

 

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