Gesundheit

Gesund älter werden mit Hilfe der klassischen chinesischen Medizin

Das YangShen- die Lebensführung für ein gesundes und langes Leben ist mehr als eine Prävention von Krankheiten- es ist eine Einstellung zum Leben und zur Gesundheit- sie beginnt im Kindesalter und selbst das Gehen des letzten Weges ist davon bestimmt. Es ist so schade, dass in unserem Kulturkreis das alte Wissen dazu bei einem Großteil der Menschen wenig oder gar keine Resonanz findet. Nicht nur im asiatischen Kulturkreis gibt es diese tiefe Achtung, den Respekt vor dem Leben; auch bei uns kennen wir dies- bspw. in den überlieferten Lehren Hildegard von Bingens. Nach Studien der letzten Jahrzehnte ist mittlerweile erforscht, dass etwa 40 % der Krankheiten auf Veranlagungen und ererbte Konstitutionen zurückzuführen sind; 60% der Gesundheit beruhen jedoch auf Lebensführung und Einstellung zum Leben.

Sauer vom Geschmack+grün in der Farbe= positiv für die Leber und Gallenblase

Die Praktiken des YangShen oder auch nach den Lehren Hildegard von Bingens sind:

  • Kultivierung des Geistes und der Emotionen- zum Beispiel duch regelmäßige Meditation
  • Regulierung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme- in Achtsamkeit wann, wie, wieviel, was…
  • Balance des Körpers in Ruhe und Bewegung/Belastung-Entlastung; regelmäßige Bewegung an j e d e m Tag des Lebens
moderates Krafttraining- „…in einem gesunder Körper wohnt ein gesunder Geist…“
  • ausreichender und guter/erholsamer Schlaf- variierend von Mensch zu Mensch…
  • Achtsamkeit und Liebe/Aufmerksamkeit zu sich selbst….
  • …und Liebe zu Natur, den Lebewesen, der Kultur(Musik, Tanz, Kunst)
  • eine erfüllende und erfüllte Sexualität

Die klassische chinesische Medizin bietet dem Nutzer eine Vielzahl an Möglichkeiten, denn unsere Dysbalancen gehen nicht auf einen Mangel, sondern auf einen Überfluss und eine Vernachlässigung des Notwendigen zurück:

  • Ernährungsmedizin- Typ entsprechend als eine lebenslange Möglichkeit für eine gesunde Ernährung
  • Konstituionsakupunktur zur Stärkung der Essenz/ des JING
  • Kräutermedizin entsprechend der Konstitution
  • TuiNa
  • TaiJiChuan und QiGong oder Yoga- mit den Möglichkeiten der Meditation und Körperübungen
  • Leben im Einklang mit den Tageszeiten/ Jahreszeiten
  • Nutzen der Moderne für die Gesundheit
  • Anerkennen, dass das Altern ein physiologischer Prozess ist, der zum Leben gehört- wir entstehen aus Yin und Yang und sofort altern wir- nach der Geburt im besten Fall erst innerhalb von 70-100 Jahren

Das Entscheidende ist das Maß halten- Ausleiten oder Zuführen, Wärme oder Kälte, Bewegung oder Ruhe… und das jeweils immer zu hinterfragen, welches Ausmaß die Handlung haben muss!

Altern- nicht schrecklich, sondern der Lauf der Zeit- wie allerdings, dass haben wir wieder selbst in der Hand 🙂 – und das ist eine sehr gute Nachricht!

Alles Liebe und Shenti JianKang(gute Gesundheit)- Ihre Kira Schwarzrock

Kleines für die große Gesundheit

 

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was die einfachen Dinge für die eigene Gesundheit sein könnten? Ich täglich- und so bringe ich heute so alltägliche Gewohnheiten in’s Spiel- oder vielleicht doch nicht so alltäglich?

  • Vitamin D- immer in starker Zweisamkeit mit dem Vitamin K- wird mit der Nahrung nur in geringen Mengen aufgenommen- der beste Bildungsprozess läuft über die Haut und die Augen ab- wenn Sie täglich 15 Minuten ohne Sonnenbrille und Sonnencreme an die frische Luft gehen- es muss nicht der ganze Körper sein; Arme, Beine, Gesicht und natürlich die Augen nehmen die UVB-Strahlung auf und diese können dann die Bildung des wichtigen Vitamins für Knochen, Organe, Augen u.s.w. anregen. Im Sommer nicht fraglich, aber im Winter ist es schwierig- unser Schatten muss kürzer sein als wir, dann ist die Strahlung ausreichend- ggf. muss ab Herbst substituiert werden.
  • Gleich nach der Sonne kommt bei mir das Lächeln oder Lachen- mindestens 30x/ Tag sollte es Programm sein. Was in Kindertagen gar keine Hürde war, scheint als Erwachsener unüberwindbar. Lachen baut Stress ab- es gibt sogar Lach-Yoga; Lachen bewegt viele Muskeln- wer fröhlich durch die Welt geht, lebt länger! Lachen regt das Immunsystem an und ist förderlich bei der Heilung. Sie haben vielleicht schon etwas von den Krankenhaus-Clowns gehört?

  • Impfungen, Medikamente, Desinfektionsmittel- es gibt so viel, dass uns Hygiene und Gesundheit vorgaukelt. Sicher kann im Einzelfall(Tetanus, Kinderlähmung…) eine Impfung sinnvoll sein- aber Desinfektionsmittel zu Hause??? 🙁 Lieber mindestens 10-15 x/ Tag die Hände gründlich waschen- mit normaler Haushaltseife, einer Handbürste und für 20 Sekunden- danach ein separates Händehandtuch benutzen- Keime übertragen sich immer am schnellsten über Hautkontakt. Also- wie hat es Mama gelehrt -„Nach dem Klo und vor dem Essen- Hände waschen nicht vergessen“ 😉
  • Unser Essen- in Ruhe, ausgewogen und gründlich gekaut- dann hält es uns gesund! Je nachdem, was wir zu uns nehmen ist das Kauen maßgeblich am Verdauungsprozess beteiligt- 15 bis 35x/Bissen sollte gekaut werden- mein alter Zahnarzt hat immer gesagt:“ Kaue so oft, wie Du Zähne im Mund hast“- außerdem, wenn man lange kaut, setzt das Sättigungsgefühl frühzeitig ein und wir essen deutlich bewußter- damit lassen sich im Jahr auch einige Pölsterchen abbauen 😉
  • Das Frühstücks-, Mittags- oder Abend-Ei- ja natürlich- es ist belegt, dass Eier von glücklichen Hühnern(Bio) ob ihrer Inhaltsstoffe positiv auf den Körper wirken- auch täglich gegessen schadet es nicht. Aus Sicht der TCM bauen Eier Blut und Qi auf. Allerdings sollten Eier nur täglich auf dem Speiseplan stehen, wenn ansonsten kein Fleisch und keine Fleischprodukte gegessen werden, die Ernährung eher vegetarisch ist.

  • Die Ballaststoffe- ab 27 Gramm für Frauen und 40 Gramm für Männer hält den Darm gesund- Ballststoffe finden sich in Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten- also warum nicht öfter zu Linsen, Bohnen und Co. greifen? Außerdem- wenn der Darm gesund ist freut sich unser Immunsystem und wir selbst sind nicht so anfällig für Stress und Belastungen.

  • Flüssigkeit- ja und am besten lauwarmes Wasser- vergessen Sie, dass Kaffee ein Durstlöscher bzw. Alltagsgetränk ist, ebensowenig wie Tee- das sind Genussmittel. Wir benötigen schlicht und einfach Wasser- zwischen 6 und 8 Gläser(200-250ml) wären optimal, um alle Körperfunktionen im Lot zu halten. Aus TCM-Sicht ist warmes Wasser stärkend für unsere Milz, aus rein physikalischen Grundsätzen hat es eine andere Oberflächenspannung und wird vom Körper sofort und besser verwertet. Lernen Sie wieder Trinken- es ist ein Irrglaube, dass es gut ist, wenig zu trinken- ebenso wie viel zu trinken(mehr als 3 Liter sind kritisch für den Mineralstoffhaushalt).

  • Unser bewegtes Leben- wo ist es hin. Überall wird gesessen, das Auto parkt direkt vor der Tür…- 10000 Schritte/ Tag sind optimal, um das Herz- Kreislauf-System gesund zu erhalten und minimieren das Risiko für Zivilisations-krankheiten. Gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß- mal ganz ehrlich, warum muss es immer das Auto sein? Ist die Post nur 10 Minuten weg von zu Hause, dann kann man das zu Fuß erledigen und im Bürogebäude sind die Treppen das beste Fitnessgerät 😉
  • Wie hoch ist Ihr Ruhepuls? 50-60/Schläge pro Minute oder doch eher die 80? Das Blut wird innerhalb einer Minute mit normal durchschnittlich 60-70 Schlägen durch den Körper gepumpt- das Herz leistet ganze Arbeit. Sollten Sie deutlich darüber liegen, ermüdet der Motor des Körpers deutlich schneller und verliert an Leistungskraft. Der Puls kann nur durch ein adäquates Training bei Laune gehalten werden- Ausdauer 2-3x/woche, Krafttraining 1-2x/Woche- damit bekommen Sie den Puls in den Griff und erhöhen somit Ihre Lebenszeit- ist der Puls höher als 80-90 Schläge/Minute kann sich das Sterberisiko verdreifachen. Mal ehrlich- was ist dagegen so ein flotter Spaziergang 3x/Woche?

  • Unser Schlaf- sehr individuell, im Alter oft nicht mehr so wichtig??? Doch- unser Körper, die Organe, jede Zelle regenerieren sich im Schlaf- zwischen 6 und 8 Stunden benötigt der Körper, um diese Höchstleistung an Generalreparatur zu schaffen. Sollten Sie an freien Tagen auch zur gleichen Zeit wach werden wie an Arbeitstagen bzw. nicht viel länger schlafen und wachen Sie immer zur selben Zeit auf, dann haben Sie genug Nachtschlaf. Fühlen Sie sich aber nicht erholt, möchten Sie immer und überall schlafen, dann wird es Zeit, die Qualität des Schlafes zu hinterfragen. Das trifft auch zu, wenn Sie nur 4-5 Stunden Nachtschlaf bekommen oder meinen zu brauchen.

Kleinigkeiten mit großer Wirkung- schauen Sie mal drauf! Vielleicht ist ja das eine oder andere noch verbesserungswürdig.

Ich wünsche gute Gesundheit!

Wurzeln…

… geben allem einen festen Stand! Auch wir benötigen unsere Wurzeln- die Nierenenergie, um gut durch das Leben zu gehen und fest „verwurzelt“ zu sein. Was bedeutet „Nierenenergie“?

Die  Lehre von Yang und Yin ist ein Rahmenkonzept, der im alten China für die Beobachtung und Analyse der materiellen Welt benutzt wurde. Die Lehre durchdringt alle Aspekte der TCM. Sie dient der Erklärung von organischen Struktur, der physiologischen Funktionen und der pathologischen Veränderungen im menschlichen Körper und gibt den Rahmen bei der klinischen Diagnosestellung, Behandlung und Prävention vor.

Die physische Form wird Yin zugeordnet, wogegen Aktivitäten oder Funktionen Yang zugerechnet werden. Die stoffliche Form ist die materielle Basis für die immateriellen Funktionen, und die Funktionen sind die bewegende Kraft für die stoffliche Form. Sie sind sich gegenseitig bedingend. In der TCM stehen die Nieren als das Zentrum für das Yin und Yang des Körpers, die „angeborene Grundlage“ oder den Ursprung des Lebens. Die Nieren speichern das Ursprüngliche, die Essenz und sind somit der Ort, an dem die Kräfte aus den Nährstoffen gespeichert werden und die physiologischen Lebensfunktionen stattfinden.

Nieren-Yin, auch genannt ursprüngliches Yin, wahres Yin oder wahre, reine Flüssigkeiten ist die Grundlage für die Yin-Flüssigkeiten des gesamten Körpers. Es befeuchtet und nährt die Organe und Gewebe.

Nieren-Yang, auch genannt ursprüngliches Yang, wahres Yang oder echtes, gesundes Feuer ist  die Grundlage für das Yang-Qi des gesamten Körpers: es wärmt und fördert die Funktionen der Organe und Gewebe.

Das Nieren-Yin stellt den Brennstoff für die physiologischen Funktionen, wogegen das Nieren-Yang die Speicherung von Nieren-Yin fördert. Nieren-Yin und Nieren-Yang sind immer voneinander abhängig, sie bedingen sich gegenseitig, um die inneren Harmonie und gesunden Funktionen des Körpers zu bewahren. SuWen-3.Kapitel- (Buch der einfachen Fragen): Wenn sich Yin in völliger Ruhe befindet und Yang in vollkommener Weise erhalten wird, dann ist der eigene Geist in einem vollkommenen Zustand. Sind Yin und Yang voneinander getrennt, wird die eigene Lebensenergie (Qi und Essenz) nachlassen und verloren gehen“ . Treffender kann diese Harmonie nicht beschrieben werden.

Wenn das Gleichgewicht gestört ist…finden pathologische Veränderungen statt und man wird krank.

Wasserelement = Nierenbezug

Symptome des Nieren-Yin Mangels zeigen sich als/in: Reizung und Schwäche der Lumbalregion und der Knie, Benommenheit, Ohrenbeschwerden (Tinnitus, ggf. Schwerhörigkeit oder Taubheit), trockener Mund und Rachen, Wärmegefühl an den „5 Herzen“- Handinnenflächen, Fußsohlen und Sternum, spontanes Schwitzen in der Nacht und/oder am Abend, Verstopfung und Samenabgang ohne sexuelle Erregung (Spermatorrhoe). Der Puls ist schwach oder fein und schnell; die Zunge ist gerötet mit sehr wenig pelzigem oder gar keinem Belag. Nieren Yin Mangel = Symptome von Leere-Hitze- der Kochtopf, der ohne Inhalt auf der angeheizten Herdplatte steht.

Der Nieren-Yang-Mangel zeigt sich/ erscheint als: Reizung/Schmerzen und/ oder Kältegefühl in den Knien und der Lendenwirbelsäule, Kälteaversion und Kälteempfindlichkeit, kalte Gliedmaßen(komplett), Müdigkeit und Schwächegefühl, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Einnässen(Enuresis), Inkontinenz, abnehmende Libido oder in schweren Fällen Impotenz; weibliche Sterilität und generalisierte Ödeme können auch vorkommen- hier muss zu einer MP-Qi-Schwäche abgegrenzt werden. Der Puls ist fein oder fein und tief; die Zunge ist oft dicker und/oder geschwollen, feucht und kann- wenn eine MP-Qi-Schwäche dazu kommt-mit einem stärkeren, weißen Belag versehen sein. Nieren-Yang Mangel erzeugt immer Symptome einer „Yang-Schwäche/ Leere mit innerer Kälte“.

Bei einer längerfristigen Schädigung des Nieren Yin wird auch das Nieren Yang in Mitleidenschaft gezogen und einen Verbrauch von beidem zur Folge haben. Dies nennt man „Schädigung des Yin, welche das Yang beeinträchtigt“ und umgekehrt.

Üblicherweise wird in der Therapie beim Tonisieren des Yin auch immer das Yang gestärkt und umgekehrt…damit kann das Gleichgewicht hergestellt werden. Gemäss der klinischen Diagnose wird Yin und Yang in unterschiedlichen Abstufungen gestärkt. Die ganz alten Rezepturen und auch in den alten Schriften wird dieses Konzept als sehr wertvoll dargestellt- auch heute noch ist es wichtig, darauf einzugehen- trotz Überfluss haben viele Patienten eher einen Mangel im Bereich des Nieren Yin- und Yang!

Nieren-Qi und Nieren-Essenz

Aus der Historie heraus gehörte das Qi zu Yang und wurde Yang-Qi genannt. Auch heute- um die Klassiker zu bewahren-gehört das Nieren-Qi zu Yang und steht für die gesamten Funktionen der Niere. Andererseits werden die Essenz, das Blut und die Körperflüssigkeiten in der TCM allgemein Essenz genannt und dem Yin zugeordnet. Essenz ist die stoffliche Basis des Körpers, somit stellen die Nieren die physiologischer Funktionen im Ganzen.

Ganz einfach-  wenn  das gegenseitige Bedingen von Yin und Yang und deren Kausalität berücksichtigt wird, ist die Nieren-Essenz die stoffliche, physische Basis und Nieren-Qi die funktionelle Kraft- beides ist eng miteinander verbunden.

Unausgewogenheit von Nieren-Yang und Nieren-Yin ist Ursache für viele Symptome bzw. Krankheiten und bedient alle Organe und Regionen des menschlichen Körpers. Für eine genaue Diagnose muss immer zuerst festgestellt werden, ob es einen Mangel von Yin oder Yang gibt, bevor das betroffene Organ diagnostiziert wird. Das wird am Beispiel der typischen Alterserkrankungen ersichtlich, welche sich direkt in den Nieren manifestieren- im Alter(ab 45+) lassen die Essenz, das Yang und Yin der Nieren nach- daher ist es ein wichtiges Gebot:

„Stärke im Alter besonders die Wurzel, dann können sich auch alte Menschen lange eines gesunden Lebens erfreuen“

Jeder Mensch sollte sich der eigenen Verantwortung seinen Wurzeln gegenüber bewusst werden und diese stärken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Größe benötigt Zeit,…

um zu wachsen- nein- kein chinesisches Sprichwort;)- einfach nur meine Erkenntniss aus fast 10 Jahren Praxiserfahrung und natürlich mindestens 48 Jahren Leben. Kurz und knapp, da ich ja noch im Urlaub bin:

  • Alles Gute braucht seine Zeit- gesundes Leben, gutes Essen, qualitative Arbeit, Sport, Yoga und Entspannung, Liebe, Leben und auch das eine oder andere Pfündchen zuviel verlieren 😉
  • Warum? Na ganz einfach, nur auf „gutem Boden“ gedeiht Gutes und Großes- alles, was schnell da ist, ist schnell vorbei, alles was schnell produziert wird, hat oft keine Qualität- alles was schnell zubereitet wird, kommt oft aus dem Labor oder bekommt uns nicht so gut!
  • Lebt also Qualität- Quantität gibt es viel zu viel!

Ich wünsche allen eine erholsame Sommerzeit- nehmt Euch Zeit(siehe Link hier untern)!

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Dein “ Spaziergang“ – Dein Workout

Ich habe in vorherigen Beiträgen schon öfter zitiert “ Qi muss bewegt werden, nur bei bewegtem Qi bleibt der Körper in Balance“. Was heiß das jetzt konkret- ständige Studio- Besuche, Laufen bis zum Marathon, Maschinen und Kurse?? Nein!! Nach der chinesischen Lehre soll der Körper gleichmäßig, regelmäßig und im geeigneten Maß bewegt werden. Vielleicht haben Sie in einer Reportage über China schon einmal die „Spielplätze“ für Erwachsene gesehen- Plätze mit Geräten, auf denen Ältere und Jüngere sich bewegen. Schade, dass es unsere „Trimm- Dich- Pfade“ kaum noch gibt. Aber, nur nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir können das auch mit einem einfachen Rezept erreichen- tägliches Gehen! Eine ganz einfache Methode: Gehen Sie regelmäßig in einem lockeren Tempo zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause. Das hat viele Vorteile:

  • Sie tanken vor der Arbeit frische Luft- gut für’s Gehirn und die Konzentration.
  • Sie haben schon morgens den Stoffwechsel angekurbelt und Ihr Qi beqwegt.
  • Es ist kostengünstig- nur geeignete Schuhe finden, die können auf Arbeit gewechselt werden und Sie sparen das Ticket für den Bus/ die Straßenbahn oder das Parkticket.
  • Sollten Sie auf den Nahverkehr/ das Auto angewiesen sein, dann können Sie einige Stationen/ eine Station:) vor dem Ziel aussteigen und auf der Arbeit die Treppen nutzen.
  • Sie regenerieren nach der Arbeit schneller- Sonne macht gute Laune, der Regen ist gut für die Haut, frische Luft lässt den Kopf frei werden und Sie kommen entspannt nach Hause.

Soweit, so gut… das ist eine sehr einfache Form, das Gehen zum günstigen Workout werden zu lassen. Für alle, die große Entfernungen zur Arbeit haben, da bleibt dann die Freizeit- machen Sie die bisherigen Couch- Erholungsphasen zur „bewegten“ Erholung und fangen Sie einfach an- schnappen Sie sich Freunde, die Liebste/ den Liebsten und gehen Sie in den ersten Wochen nur spazieren- mit einem moderaten Tempo, so dass Sie immer noch ein Gespräch führen können und das ca. 30- bis 45 Minuten. Da es “ kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ gibt, wäre das ein sehr simpler Anfang. Sie möchten mehr, dann geht es weiter zur Sache:

  • Gehen- auf Neu- Deutsch „Walking“- ist die einfachste und gesündeste Art des Sports. Dafür sind wir gemacht- unsere Vorfahren mussten oft Kilometer für die Nahrung wandern. Nun gut… das müssen wir nicht mehr, wir können es aber für einen normalen Blutdruck, normale Zuckerwerte, einen normalen Blutfettspiegel, für eine festere und schlankere Silhouette oder einfach nur für ein tolles Lebensgefühl machen.
  • Gehen ist günstig- ein guter Schuh und einfache Funktionskleidung, wer mehr will, gibt noch etwas Geld für Walking- Stöcker oder Laufhanteln aus und los geht es!CIMG1033
  • Die Schuhe müssen passen und… es dürfen!!! keine!!! Joggingschuhe sein. Laufen und Gehen sind im und am Schuh ein himmelweiter Unterschied- da berät Sie ein Fachhändler oder Sie fragen mich bei der nächsten Konsultation.
  • Gut „gehend“ sind einfache Trainingspläne- dreimal- fünfmal/ Woche umgesetzt haben Sie innerhalb von 4 Wochen die ersten Erfolge. Haben Sie noch kleine Kinder, dann nutzen Sie die Zeit, wenn die Youngster noch in der Kita sind oder funktionieren den Kinderwagen/ Buggy zum Fitnessgerät um- hab ich Übrigens auch gemacht, als mein jünster Sohn noch so klein war- der Buggy wurde der Widerstand beim Walking.
  • Nutzen Sie Ihre Gehstrecke, um einfache gymnastische Übungen- Schrägliegestütz, Kniebeuge mit/ ohne stärkere Äste, Bizepsübungen/ Trizepsübungen z. B. auf einem Spielplatz- mit einzubeziehen. Das hat dann einen doppelten Effekt.
  • Durch das Gehen verringern Sie vor allem das „innere“ Körperfett, also das, welches sich mit Vorliebe um die Organe lagert. Abgesehen davon, „Gehen“ macht schlanke, feste Beine, eine tolle Haut und eine feste Körperform und… das Alter tricksen wir auch noch ein wenig aus.

Nun zu einem BeispielTrainingsplan für eine 30- jährige weibliche Person ohne nennenswerte(aus schulmedizinischer Sicht) gesundheitliche Probleme:

  • Ziel(e)- immer wichtig zu formulieren und dabei realistisch bleiben- bspw.: Fit werden, Belastungen besser wegstecken, Heißhunger abbauen, eine Kleidergröße verlieren und einfach nicht mehr so müde sein!
  • Voraussetzung– keine Erkrankungen, Blutdruck und Blutwerte normal, trotzdem ist es ratsam, einen kleinen Check up machen zu lassen,
  • Zeit- nutzt die Zeit morgens vor und abends nach der Arbeit- 30- 45 Minuten pro Weg zzgl. der Dusch-/ Waschzeit
  • Ausrüstung- Rucksack für persönliche Sachen(Wechselsachen und Waschsachen können auf der Arbeit deponiert werden), günstige Funktionsbekleidung aus einem Discounter, “ Walking“ – Schuhe aus einem Fachgeschäft und kleine Laufhanteln mit 2kg Gewicht, „Sport“-Handschuhe- Kosten insgesamt ca. 130,- Euro inklusive wetterfestem Rucksack, ein Pulsmessgerät kann sein, muss aber nicht sein,

    2 kg Laufhanteln

    2 kg Laufhanteln

  • Programm– 6 Wochen, 5x täglich, Trainingspuls z. B. bei einer 30- jährigen weiblichen Person zwischen 138 und 148 Schlägen/ Minute- das Tempo immer wechselnd:
  1. Woche- tägliches mittleres Gehtempo mit leichter Schweißbildung zzgl. Dehnübungen nach dem Gehen- 1 Minute gehen mit langem Schritt, dann eine Minute mit kürzerem Schritt, eine Minute mit leicht eingezogenem Bauch gehen und diese drei Sequenzen werden immer wiederholt, bis das Ziel erreicht ist,
  2. Woche- je 2- Minuten- Sequenzen- zügiger Gang, dann langer Schritt und kürzerer Schritt im 2- Minuten-Wechsel bis zum Ziel- Dehnung und für 5 Minuten „Trippel“-Läufe auf der Stelle(30 Sekunden schnell, 30 Sekungen langsam…) mit stark angewinkelten und mitführenden Armen, festem angespannten Bauch,
  3. Woche- 2 Minuten zügiger Gang, dann eine Minute sehr schneller Gang im Wechsel bis zum Ziel- Dehnung und für fünf Minuten Hock- Streck- Sprünge – immer eine Minute diese Hock-Streck-Sprünge und 30 Sekunden auf der Stelle zügig gehen,
  4. Woche- je 2 Minuten- zügig- schneller Gang und dann 2 Minuten mit vor der Brust gekreuzten Armen zügig gehen- bis zum Ziel, dort Dehnung und 5x 30 Sekunden Schrägliegestütz an der Wand oder an einem Fensterbrett,
  5. Woche- 2 Minuten- Wechsel- zügiger Gang, gegreuzte Arme vor der Brust-Gang, schneller Gang und Gang mit angespanntem Bauch bis zum Ziel- Dehnung und die „Bergsteiger“- Übung in der Schräge an der Wand/ am Fensterbrett
  6. Woche- immer im 2 Minuten Wechsel- langer Schritt- kurzer Schritt, gekreuzte Arme und sehr schneller Gang bis zum Ziel- Dehnung und eine Kombi aus Hock- Streck- Sprung und Schrägliegestütz

Zusätzlich zum Bewegungsplan gibt es einen individuellen Ernährungsplan gemäß der chinesischen Diätetik : morgens frische Getreidebreie aus Hirse, Haferflocken, Couscous und Reis in Wasser gekocht mit etwas gegartem Obst, Gemüse und Tee, mittags leichte Suppen oder Vollkornpastagerichte, die Sie bequem in der Thermoskanne mitnehmen können und abends dann Gemüse, Fisch, Fleisch, Ei – keine Kohlenhydrate in Form von Getreide, Getreideprodukten, Nudeln, Reis, Süßigkeiten. Wichtig dabei sind die regelmäßigen Mahlzeiten und die ausreichende Menge! Dazu trinken Sie sechs kleine Gläser Wasser, ca. einen halben Liter grünen Tee und eine Spezialmischung Kräutertee(individuell). Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten müssen im Konsum eingeschränkt oder Alternativen gefunden werden.

Nach 4- 6 Wochen kann/ sollte ein weiterer Check up durchgeführt werden- das Resultat wird Sie positiv überraschen und zuversichtlich stimmen!!

Machen wir uns nichts vor! Gesundheit benötigt Bewegung, aber nur Bewegung oder nur gesundes Essen machen- wenn das das Ziel sein sollte- noch keinen dauerhaften Gewichtsverlust oder die deutlich dauerhafte Verbesserung der Gesundheit- es muss immer die Kombination von beidem sein.

Übrigens ist jetzt die ideale Zeit um mit der Bewegung im Freien anzufangen- und Sie können es mit der entsprechenden Bekleidung das ganze Jahr über praktizieren- Stark- Regen, Glatteis und Schneetreiben mal ausgenommen, aber das sind ja zum Glück die Ausnahmen. Wichtig ist nur-

M A C H E N!

Trainingspläne sollten immer individuell sein und wenn Sie längere Zeit inaktiv waren, sollte ein Check up beim Arzt(zahlt die KK ja als Vorsorge) nicht fehlen!

Möchten Sie- ja… Sie… ein „bewegtes“ Leben beginnen? Dann nur zu… ich erstelle Ihnen gerne I h r  individuelles Modell!

 

Viel Erfolg und Freude beim Gehen!

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Entgiften, Entlasten- Mit neuer Energie ins Yin des Jahres

Viele Menschen stellen sich jedes Jahr die Frage: Wie komme ich kraftvoll und gesund durch die dunklen Jahreszeiten?“

Durch alle Medien geistern Patentrezepte, kluge und weniger kluge Aussagen dazu und natürlich ein Überangebot an Ergänzungsmitteln in den Apotheken und Onlineshops.

Die Antwort- ich weiß kein Patentrezept, ich weiß aber, dass ein Leben mit der Jahreszeit, mit den „Früchten“ des Herbst und Winter und einer angemessenen Betätigung unserem Organismus Erholung und Kraft geben. Dazu benötigen wir keine Chemie und keine teuren Ergänzungsmittel!!

Wir starten in die Zeit des Yin- Metall und Wasser sind die entsprechenden Elemente, die uns die Richtung weisen. Die Erde, die Natur mit der Pflanzen- und Tierwelt zieht sich zurück- die Feldfrüchte sind eingebracht, die Ernte ist fast- bis auf das Spätherbst- und Wintergemüse- eingelagert. Und was machen wir Menschen?? Die Tageszeit wird unter Umständen mit langem Fernsehen, Computerarbeit oder was auch immer künstlich verlängert, die Geschäfte locken schon jetzt mit „Weihnachtsnaschereien“ und einem Run auf die Geschenke- oder was man dafür halten soll…

Wir als Menschen sollten es der Natur in gewissem Sinn nachmachen und uns auch zurück nehmen. Das bedeutet ja nicht gleich zurück zur Steinzeit. Nein, es heißt Besinnung, Ruhe halten, wo immer möglich und sich nicht mit Schwerem belasten. Gut beraten ist Man(n)/ Frau, wenn die Zeit des Herbst mit einer Fastenwoche/ Entgiftungswoche a la Chinesischer Medizin beginnt:

  • Fasten im Sinn der TCM und Diätetik bedeutet die Reduzierung der Nahrung auf das Wesentliche, nicht unbedingt die Reduzierung der Kalorien und auf keinen Fall nur die Einnahme von Flüssigkeiten. Ansonsten wird die Mitte geschwächt und das Fasten erreicht nur das Gegenteil, schwache Verdauung und energetische Dysbalance!
  • Wichtig ist die Zeitwahl, ausreichend Bewegung in Form von Spaziergängen an der frischen Luft und der Schlaf/ die Ruhephase am Nachmittag( maximal 1 Stunde) und in der Nacht(spätestens ab 22:30 Uhr und mindestens bis 05:00 Uhr früh).
    Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die eigene Person und der Umgang mit dem eigenen Körper. Wer durch Arbeitszeiten an der Nachmittagsruhe gehindert wird, der sollte zumindest mehrfach eine Pause von einigen Minuten einhalten und dabei frische Luft tanken!
  • Die Fastenzeit wird mit einem Entlastungswochenende eingeleitet, an dem nur Reis(Vollkorn), gedünstetes Obst und Gemüse und eventuell etwas gedünsteter Fisch gegessen wird. Gewürzt wird mit Kräutern und etwas Himalayasalz oder Meersalz und verdauungsfördernden Gewürzen(Kümmel, Beifuß, Majoran u.s.w.). Etwa 30 Minuten nach den Mahlzeiten wird ein halber Liter Fastentee(Reformhaus) getrunken. Einmal wird ein Klistier gesetzt.
  • Leberreinigung– in der „Zeit der Besinnung und Einkehr“ mindestens 5 x durchführen, ideal ist der Zeitraum zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr/ der Mittagsruhe, für Berufstätige abends vor dem Schlafen: Es werden 10 ml Sesamöl mit 2 Tropfen ätherischem Ingweröl und 1 Tropfen Patchouliöl gemischt, etwas Ölmischung zwischen den Händen verreiben und dann die rechte Flanke mit kleinen bis großen Kreisen einreiben, die zweite Hand liegt dabei auf der Körperrückseite, die Leber wird also zwischen beide Hände genommen. Nach dem Einreiben wird ein Gästehandtuch heiß- feucht auf die Lebergegend aufgelegt, darüber die eingewickelte Wärmflasche gelegt und der Rumpf fest in eine wärmende Decke eingewickelt. Das Ruhen mit dem Wickel sollte 10- 20 Minuten betragen, das Nachruhen mindestens 20 Minuten. Während der Anwendung sollte absolute Ruhe herrschen.
    Ernährung während der Fastenzeit: 3 Portionen Basmatireis(6EL) einzeln im Topf trocken anrösten, dann mit 2 EL Mungobohnen und 0,5 Liter Wasser über Nacht einweichen, am nächsten Tag jeweils eine Portion morgens, mittags, abends aufkochen und mit 1 dünnen Scheibe frischem Ingwer, 1 Msp. Kreuzkümmel, Curcuma, Meersalz oder Ursalz eine Stunde köcheln lassen. Vor dem Servieren mit frischer und gewiegter Petersilie würzen und etwas Spirulinapulver(Reformhaus oder Apotheke) dazu geben. Selbstverständlich dürfen die Portionen auch vorgekocht werden.
    Am 4. Tag erfolgt nüchtern einmal ein Abführen mit 1 El Rhizinusöl plus einer Tasse lauwarmen abgekochtem Wasser, Saft einer halben Zitrone, einer Msp. Salz und getrocknetem Ingwer, danach wird eine Reissuppe gegessen und der Fastenzyklus noch einmal wiederholt.
  • Nach dem zweiten Abführen erfolgt noch einmal eine Reismahlzeit, danach wieder zwei Tage nur Gemüse, Reis und Fisch essen.
    Nach Abschluss der Fastenzeit ist der Körper an eine ausgewogene in erster Linie teilvegetarische Nahrung zu gewöhnen.
    Während der Fastenzeit wird direkt nach dem Aufstehen abgekochtes, lauwarmes Wasser oder Ingwerwasser getrunken, welches ruhig mit etwas Honig und wenig Zitronensaft gespritzt werden darf.
  • Ingwerwasser(1 Liter Wasser mit drei Scheiben frischem Ingwer 20 Minuten köcheln, Wasser nachgießen, in die Thermoskanne füllen und über den Tag immer wieder kochendes Wasser auffüllen) wird generell über den Tag getrunken, da dies den Darm saniert und in Bewegung hält.

Bevor Sie aber voller Tatendrang mit dieser Entgiftung/ dem Fasten starten- für absolut Gesunde gibt es keine Einschränkungen- ist eine Konsultation in der Praxis angeraten. Währed dieses Termins werde ich mit Ihnen die für Sie nötigen Besonderheiten absprechen und ggf. einen Start- Check up durchführen- Blutdruckmessung, EKG, Sauerstoffsättigung u.s.w.

Bitte denken Sie daran- es geht nicht um eine Gewichtsreduktion, sondern das Einstellen von Körper und Geist auf eine Zeit der Einkehr, Besinnung und Ruhe!

Nach dem Fasten/ Entgiften ist es ratsam, sich an eine basische Ernährung zu halten, die Aufstellung der geeigneten Lebensmittel und Ihren individuellen Ernährungsplan entsprechend Ihres Musters( nach der Anamnese gemäß der chinesischen Medizin) erhalten Sie von mir.

Unterstützen Sie Ihre Entlastungszeit mit folgenden Schüssler Salzen:

  • 1.- 4. Tag: 7-11Uhr 9 Pastillen Nr. 3 in der Potenz D12, 12-15 Uhr 7 Pastillen Nr. 8 in der Potenz D6, 16-21 Uhr 9 Pastillen Nr. 6 in der Potenz D6
  • 5.-8. Tag: 7-11 Uhr 9 Pastillen Nr. 10 in der Potenz D6, 12-115 Uhr 7 Pastillen Nr. 8 in der Potenz D6, 16-21 Uhr 9 Pastillen Nr. 9 in der Potenz D6
  • 9.-13. Tag zur Regeneration: Zeiten wie oben- 9 Pastillen Nr2 in D6, 7 Pastillen Nr.8 in D6 und 9 Pastillen Nr11 in D
  • Badezusatz mit folgenden Salzen: Nr. 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 12- je Salz 5 Pastillen auf ein angenehm warmes Wannenbad, für ein Fußbad je 2-3 Pastillen nehmen

Ich wünsche Ihnen einen guten Einstieg in die Yin- Zeit des Jahres- genießen Sie Ruhe und Besinnlichkeit, Kerzenlicht und nette Gespräche, vielleicht das Kaminfeuer und… d a s L e b e n !

herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

Herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

 

 

 

Du bist, was Du isst!

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen!

Ja, genau, wir benötigen Essen und Trinken um gesund zu werden oder zu bleiben- aber wie ist es richtig?

Na, da halten Sie es doch mit dem Spruch:

“ Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Bürger und abends wie ein Bettler „

…natürlich in abgewandelter Form.

Sich richtig zu ernähren ist wirklich eine Kunst. So schwierig ist es aber auch wieder nicht, es geht nur darum, sich bewusst zu machen, was dem eigenen Körper gut tut und was ihm schadet. Seine eingefleischten Gewohnheiten zu verändern, das ist das Schwierigste, denn der Mensch ist von der Natur aus bequem und findet immer tausende Gründe, um seine Fehlgriffe zu rechtfertigen. Anderenfalls wird er aber mit unvergesslichem Gefühl der Frische, Kraft und Freude über ein hochwertiges Leben aufgrund von körperlicher und geistiger Gesundheit belohnt.

Jedes Essen wirkt unter Umständen auch als Arznei und wer seine Ernährung nicht umstellt, dem bringen auch Medikamente- ob Kräuter oder anderes- gar nichts. „Die Heilung basiert aus drei Zehntel auf Medikamenten und aus sieben Zehntel auf richtiger Ernährung“ – soweit das Reich der Mitte!
Aus qualitativer Nahrung wird dann auch qualitativer „Brennstoff“ (Energie und Blut), der für die gesunde Funktion des Organismus notwendig ist. Eine falsche Ernährung/ übermäßige Nahrungsaufnahme ist die Ursache vieler Erkrankungen.
Qualität schmeckt nicht nur besser, sondern ruft auch Wohlbefinden hervor. Fühle ich mich nach der Mahlzeit wohler als vorher?  Dann habe ich das für mich Richtige gegessen. Nicht?? Müde, Völle, schläfrig und aufgebläht nach dem Essen? Dann war das Essen zu schwer, zu fett, zu kalt, zu feucht… und nicht das Richtige oder… Sie haben schon eine Verdauung, die nicht mehr “ in Balance“ ist.

Für eine gesunde „Mitte“- Verdauung-  sind (nach der chinesischen Medizin) vor allem die Magen- und Milzleitbahn verantwortlich. Die Milzleitbahn ist von größter Bedeutung für die Produktion von lebenspendender Energie QI und Blut Xue, welche/welches sie dann in alle anderen Organe und Bereiche unseres Körpers transportiert. Gleichzeitig wird Überschüssiges von den Nahrungsessenzen als Reserve für schlechte Zeiten in der Nierenleitbahn „geparkt“. Bei geschwächter Milzleitbahn wiederum (z. B. infolge von falscher Ernährung) werden als Verdauungshilfe die Reserven aus der Nierenleitbahn eingesetzt, was zur allmählichen Senkung des gesamtes energetischen Potenzials des Organismus führt. Für die richtige Funktion der Milzleitbahn ist “ innere Trockenheit “ erforderlich, d. h., dass Speisen, die „Feuchtigkeit“  in den Körper einbringen, die Verdauung schwächen. Diese Speisen bilden “ einen faulen Sumpf“, in dem die richtige Funktion der Milzleitbahn wörtlich „versinkt“. In diesem Terrain gedeihen dann verschiedene Mikroben, Viren und Schimmelpilze und der Teufelskreis beginnt.
Speisen, die am meisten die Milzleitbahn schädigen, da sie übermäßige Feuchtigkeit, Kälte und Hitze in den Organismus bringen, sind:
• alle Speisen aus weißem Zucker und weißem Mehl (d. h. Süssigkeiten, Weißbrot, Kuchen)
• alle Kuhmilchprodukte (Milch, Sahne, Käse, Jogurt, Quark, Buttermilch, Butter…)
• alle gebackenen, gebratenen, gegrillten und frittierten Speisen (Fleisch, Käse, Pommes, Steak…)
• im Übermaß rohes Gemüse und Obst
• alle kalten und süßen Getränke, Eis
Dabei gilt der Grundsatz des Maßvollen, dann dürfen auch diese Nahrungsmittel konsumiert werden.

Speisen, die die Milzleitbahn stärken, da sie diese mit Energie versorgen und übermäßige Feuchtigkeit, Kälte und Hitze aus dem Organismus ausscheiden, sind:
• alle Getreidearten (Hirse, Buchweizen, Vollkornreis, Hafer, Graupen…)
• alle Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen, Soja…)
• Gewürze (Zimt, Ingwer, Koriander, Süßholz)
• alle gekochten, gedünsteten und gedämpften Speisen (Fleisch – vor allem weißes Fleisch wie Fisch, Geflügel, Gemüse – vor allem Karotten und Kürbis)
• Geflügelsuppen (besonders aus Huhn, Perlhuhn, Pute…)
• Kürbisgemüse (Zucchini, Kürbis…)
• alle Speisen mit neutralem, milden Geschmack
Halten Sie es für unmöglich, sich in Deutschland so gesund zu ernähren?  Sie brauchen nur das nächste Reformhaus, den nächsten Bauernhof- möglichst Bio-  oder ein vegetarisches Restaurant zu besuchen und Ihr Herz wird sicher über das Angebot von Biolebensmittel, von denen Sie früher nicht die leiseste Ahnung hatten, vor Freude jubeln. Ich betone erneut, dass es hier nur darum geht, sich mit dieser Thematik mehr zu befassen und sich nicht von den „Fast Food“ Essern in Ihrer Umgebung von Ihrem Ziel abbringen zu lassen. Schließlich handelt es sich nur um allgemeine Empfehlungen und um keine universale und einzig richtige Diät, alles ist individuell – was einem zusagt, muss dem anderen nicht entsprechen. Jeder muss seinen Speiseplan selbst zusammenstellen und lernen, mit einem gewissen sechsten Sinn zu ergründen, was ihm gut tut und was nicht. Dazu dienen auch diese Empfehlungen, die von unseren „alten Heilern“ Hildegard von Bingen und Co., asiatischen Ärzten und östlichen Lebensweisen über Jahrtausende hinweg erprobt und als günstig befunden wurden. Um mit Goethe zu sprechen “ Diesen faulen Pfuhl auch abzuziehen, das wäre das höchst Errungene“(Faust II)

Die asiatische Ernährungsweise wünscht keine Askese, verbietet und bevorzugst nichts. Es werden Empfehlungen gegeben, die im Einklang mit der Natur, dem Wandel der Jahreszeiten und zur Gesundheit des Menschen dienen. Es ist- manch einer von Ihnen wird sich noch erinnern- das, was/wie die Großeltern noch gegessen haben:

Morgens:

Die wichtigste Tageszeit für die Milzleitbahn und daher auch fürs Essen. Man sollte iMMER frühstücken, möglichst zum gleichen Zeitpunkt und in Ruhe. Morgens empfiehlt es sich immer warm zu essen, am besten ein Hirsebrei (ggf. gekochte Getreideflocken oder Polenta) mit Zimt und gedämpftem Obst (ggf. Rosinen oder Kompott), evtl. mit Gemüse, frischen Kräutern und Pilzen, und zwar in Wasser gekocht und davor 3x mit Wasser überbrüht (200 g Hirse). Diese sättigt sehr gut ohne Völle zu verursachen und ist ein Diätprodukt, welches die Milz stärkt und die im Organismus gespeicherte Feuchtigkeit austrocknet. Man fühlt sich danach leicht und voller Energie und begegnet mit Freude den Erlebnissen des neuen Tags. Innerhalb von wenigen Tagen verschwindet die dringende Lust auf Süßes und nach einigen Wochen können Sie Übergewicht- so vorhanden – abbauen! Als Frühstücksgetränk eignet sich ein Tee aus Perlgraupen(Yi yi Ren) oder Kräutern. Fleischliebhaber können auch eine Geflügelsuppe mit Gemüse oder Hirse und Knäckebrot ohne Hefe (Wasa) zu sich nehmen.
Mittag:

Nach dem sättigenden Frühstück werden Sie am Mittag keinen so großen Hunger haben, deshalb empfiehlt sich z. B. ein leichtes Gemüsesandwich oder ein Gemüse-Risotto aus Vollkornreis oder gedünstetes Fleisch mit Gemüse und Karotten.
Abend:

Möglichst zu regelmäßigen Uhrzeiten (am besten etwa um 18.00 Uhr), z. B. eine Hand voll Vollkornnudeln ohne Ei mit Gemüse und Pilzen oder Tofu und gönnen Sie sich ein wenig natürliche Süße für eine gute ruhige Nacht , wie z. B. getrocknete nicht geschwefelte Rosinen, Aprikosen, Feigen, Kokosscheibchen u. ä. Es sollten nur wenig und gute Kohlenhydrate genommen werden, damit die Verdauung nicht zu stark belastet wird, wer möchte, kann ganz darauf verzichten.
Während des ganzen Tages sollte (je nach Durstgefühl) schwacher grüner Tee z. B. LUNG JING  getrunken werden, der Schadstoffe aus dem Organismus ausspült, wodurch eine Übersäuerung gemindert wird. Die Übersäuerung ist Folge von schlechter Verdauung oder falscher Ernährung (siehe oben) und schafft alle Voraussetzungen für die Entstehung des bereits erwähnten „Sumpfes“.
Die Nahrung sollte mäßig, abwechslungsreich und regelmäßig sein. Man sollte so gut essen, dass es einem dabei auch gut geht. Essen sollte immer ein Genuss und Erlebnis sein und Freude bringen. Gourmet und kulinarischen Entdeckungen schließen gesundes Essen nicht aus- im Gegenteil!

Bei Dysbalancen gehört die Ernährungstherapie in meiner Praxis zum Behandlungskonzept- individuell, adaptiert und umsetzbar.

Im September dürfen Sie sich auf einen spannenden Beitrag zum „Fasten“ aus asiatische Sicht freuen.

Alles Liebe und genießen Sie gesunde Kost!

Tee im Sommer?

 

Genau! Sie haben richtig gelesen! Im Sommer gibt es nichts Besseres als Tee, um der momentanen Hitze zu begegnen.

Natürlich nicht irgendeinen Tee- schwarzer Tee wäre kontraproduktiv und würde noch mehr Yang in den Körper bringen.

Wunderbar ist der japanische Matcha- ein grüner Tee, der mit einem Bambusbesen aufgeschlagen wird und trotz der erfrischenden Wirkung Energie gibt- aber sanft und nicht aufputschend.

Für die heißen Tage empfehle ich grünen Tee oder Kräutertee:

Farbe oder SorteBeispieleGeschmackKoffeinWirkung
Weißer TeeSow Meesehr mildkeineserfrischend
Grüner TeeJasminblumig- mildsehr wenigerfrischend - kühlend
Lung chingzartwenigerfrischend
KräuterteeMeishan der Firma DMCmild - blumigsehr wenigerfrischend - entgiftend
Orangenminzeblumig- frischkeineserfrischend- verdauungsfördernd
Chrysanthemenblumig- mildkeineserfrischend- Hitze kühlend und ausleitend
Maishaareerdig- mildkeinesHitze ausleitend
Himbeerblätter/ Brombeerblätter mit Rosenblütenblumig- fruchtigkeinesleicht kühlend
Grünen Tee mit frischem Wasser- noch leicht sprudelnd – aufgießen, 2-4 Minuten ziehen lassen,
Blütentees mit ca. 60 Grad- 70 Grad heißem Wasser ansetzen, 5 Minuten ziehen lassen und
Kräutertees mit kochendem Wasser überbrühen- 10-15 Minuten – ziehen lassen, abseihen und dann….
genießen- hhmm… die Hitze hat dann nur noch wenig Chancen Ihr Gleichgewicht zu stören.
Trinken Sie ruhig bis zu einen Liter Tee am Tag. Übrigens…Sie dürfen die Portion Tee ruhig öfter aufgießen, um so mehr können Sie die Radikalfänger und positiven Wirkstoffe aufnehmen.

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