hildegard von bingen

Gut für Herz und Nieren…

Man muss nicht immer gleich am Herzen erkrankt sein, wenn sich dieses zentrale Organ in unserem Körper meldet. Als Sitz des Geistes gemäß der chinesischen Medizin werden Gefühle, Stimmungen und Einflüsse besonders stark wahrgenommen und oft erfolgt postwendend eine Reaktion- und sei es nur Herzklopfen.

Der Kräuterhonigwein ist bei psychischen und echten Herzleiden bereits seit den Zeiten Hildegard’s von Bingen ein Heilmittel- der Name ist Programm. Petersilie und naturbelassener Bienenhonig bewirken in bestimmter Reihenfolge kombiniert und zusammen gebracht eine wunderbare Wirkung auf das Herz, den Geist und die Mitte- er ist ein bewährtes Herz-Basismittel.

Hildegard herself schrieb dazu: „Wer im Herzen oder in der Milz oder in der Seite Schmerzen leidet, der trinke ihn oft und es heilt ihn.“

Schauen wir uns den Kräutertrank doch einmal näher an:
Die Petersilie ist nicht nur in der Küche bekannt, sondern sie ist auch ein Heilkraut. Durch den hohen Vitamin C Gehalt wirkt sie immunstimulierend und ist belebend gegen Müdigkeit. Auch Verdauungsvorgänge und Harndrang werden angekurbelt. Bei Frauen fördert sie eine beschwerdefreie Menstruation. Nach Hildegard ist der Honig-Wein eines der besten natürlichen Mittel um die Lebenskraft zu stärken, auch die chinesische Medizin kennt sie als Tonikum für das Qi. Herzglykoside ist ein Schlüsselwort- Hildegard-Forscher vermuten, dass durch die fachgerechte Zubereitung des Petersilien-Tranks wirksame Herzglykoside entstehen, welche das Herz kräftigen. Die Wirkung ist in vielen Fällen sofort spürbar bzw. macht sich spätestens im Laufe einer Kur bemerkbar- bspw. beim Sport, beim Spazierengehen oder Treppensteigen, durch erholsameren Schlaf und Ausgeglichenheit.


Anwendung gemäß der Empfehlungen der heiligen Hildegard und neuesten Forschungen:

  • begleitend zur schulmedizinischen Therapie bei Herzschmerzen, zur Rehabilitation nach Infarkt, Herzklappenfehler,
  • möglich als Einzelmittel und naturheilkundliches Heilmittel bei Altersherz, zur Blutdruckregulation, bei Müdigkeit, Seitenschmerzen, zur Entgiftung, zur Entsäuerung des Herzmuskels, bei Ödemen, zur Förderung von Schlaf und Regeneration, wirkt kräftigend und ausgleichend auf Herz- und Kreislauf, Milz stärkend, Verdauung fördernd und entwässernd.
  • Gemäß der chinesischen Medizin wirkt der Petersilientrank auf die Meridiane Herz, Milz, Nieren, Magen, Uterus, Gedärm und Leber; durch die leicht frische- aromatisch- leicht scharfe Nuance werden Qi und Blut, Yang und Säfte positiv beeinflusst, Nässe und Hitze ausgeleitet und auch die Gelenke als Kinder der Leber profitieren bei rheumatischen Beschwerden.
  • Wirkung der Petersilie allgemein: harntreibend, blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wurmabtötend, menstruationsfördernd (speziell die Samen), schleimlösend, Östrogenbildung anregend (Östriol, Östrol, Östradiol, in den Ovarien gebildet), ablösend, eröffnend;
  • Honig: entgiftend, Gifte neutralisierend, Leber harmonisierend, wirkt auf die Meridiane Milz, Lunge, Magen, Gedärme und Leber;
  • Weisswein: kühlend, Säfte bewahrend, Qi bewegend, entspannend, in kleinen Mengen hilfreich beiHitze mit viel Schwitzen und innerer Unruhe; Kontraindikationen ist pathogene Feuchtigkeit z.B. bei Ödemen und Übergewicht;
  • Weissweinessig: Blut bewegend, entgiftend, Hitze eliminierend, adstringierend, Hitze ausleitend, Nässe ausleitend, Toxine ausleitend und Nahrungsstagnation auflösend;
  • Cave! Dieser Trank und auch Petersilie düfen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden!!!

Das Rezept:

  • 10 Stängel Biopetersilie (glatt)
  • 1l Weißwein
  • 1 EL Weinessig
  • 100 gr. Honig

Wein und Weinessig in einen großen Topf geben. Die Petersilie waschen und grob- mit Hingabe und viel Herzensgüte- zerkleinern. Petersilie mit Wein und Essig 5 Minuten aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, Honig hinzugeben und bei geschlossenem Deckel eine Stunde ziehen lassen. Alles nochmal kurz erhitzen, abseihen und heiß in eine Flasche(vorher gut ausgekocht) abfüllen – fertig ist der Herzwein. So zubereitet ist er mehrere Monate haltbar.

Dosierung: 3x täglich ein Likörglas vor jeder Mahlzeit langsam trinken, gut einspeicheln.

Sehr zum Wohl und zur Gesundheit- alles Liebe!

Chili vegetarisch…

…na zugegeben, erst einmal war ich auch im Zweifel, ob dieses Gericht in die Klosterernährung passt. Dann aber, bei der Vorlesungsvorbereitung habe ich mir die Zutaten angesehen und festgestellt, dass es alles Lebensmittel sind, die auch Hildegard von Bingen sehr geschätzt hat bzw. heute- in der modernen Klosterernährung- eine Rolle spielen:

  • Das Rezept ist denkbar einfach- eine rote Zwiebel und einen Esslöffel Tomatenmark in etwas Kokosöl anschwitzen, dazu kommt Tofu(Bio) als Hackfleischersatz(gibt es als Bioprodukt im Kühlregal, oft bei Salaten u.s.w.)- das ganze gut anrösten lassen(nicht anbrennen 😉 )- dann nach und nach fein geschrubbte Biomöhren, Petersilienwurzel, Pastinake und Maronen(vorgegart) geben(alles gewürfelt) und zum Schluß ein bis zwei Dosen(Gläser) rote Bohnen geben, dann mit Gemüsebrühe ablöschen bzw. auffüllen, dazu kommen die typischen Hildegardgewürze Galgant, Quendel, Bertram, Bohnenkraut, Majoran und Kubebenpfeffer- modern gebe ich eine Msp. Currypaste(Bio) dazu- dann das Ganze köcheln lassen oder schneller zubereitet ist es im Schnellkochtopf(Druck entstehen lassen und dann bei geringer Hitze 8 Minuten weiter garen, danach den Herd abschalten und nachgaren lassen).

Maronen

  • Zweiter Bestandteil ist Dinkel- wie Reis gekocht- ich koche den Dinkel in etwas Gemüsefond bzw. Gemüsebrühe, man kann aber auch einfach Salzwasser nehmen.
  • Die Wirkung: es wärmt, na klar… wertvoll durch die Maronen, übrigens in der Klosterküche und bei der heiligen Hildegard, eines der wichtigsten Nahrungsmittel für den Menschen(siehe Beitrag auf meiner Seite). Alle anderen Zutaten sind ähnlich einzuorden(Berichte dazu hier auf meiner Seite), ebenso die Kräuter…
  • …aber was machen wir mit dem Tofu- der kam ja in der Zeit der heiligen Hildegard gar nicht vor? Er gehört in die moderne Klosterküche bzw. auch Herr Strehlow beschreibt ihn in seinem Buch über die Ernährungstherapie nach Hildegard von Bingen: Tofu liefert gesundes Eiweiß, wirkt kühler als Fleisch und ist „daher auch für alle Menschen mit Hitze und schwarzer Galle geeignet“- in der TCM wirkt Tofu ebenfalls kühl, gehört zu den eher süßen Lebensmitteln und wirkt auf die Funktionskreise Magen, Milz, Lunge, Niere und die Gedärme. Er hat ein breites Wirkspektrum- eleminiert Hitze und Feuchtigkeit, leitet Toxine aus, baut Yin und Qi auf, bewegt, kühlt und nährt das Blut, löst Nässe und Schleim auf und eleminiert Kälte-Nässe(Rheuma, Bi-Syndrom). Tofu ist ein wichtiges therapeutisches Lebensmittel bei schlechten Blutwerten(Cholesterin) und bei allen Hitze-Erkrankungen auf Grund von Magen-Hitze und deren Folgen. Er sollte trotzdem maßvoll- sowohl aus Sicht der Klosterküche/Klostermedizin als auch der TCM- eingesetzt werden.

IMG_4168(Video zum Chili vom Kurs)

Dieses Gericht kann ob seiner Leichtigkeit zum Mittag und auch am Abend gegessen werden, probieren Sie es aus- es ist sehr lecker, wenn auch nicht gewohnt scharf wie ein mexikanisches Chili. Übrigens können auch Dinkeltortilla damit gefüllt werden oder Sie nehmen Dinkelnudeln oder Dinkelvollkornbrot als Beilage- guten Appetit!

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