Kopfschmerzen

Tief im Moos versteckt…

…rot und oft nicht genug beachtet zeigt sich seit Ende September die Moosbeere; vielen auch als Cranberry bekannt. Bereits seit der Steinzeit wird die Moosbeere- Vaccinium macrocarpum – zur Heilung des Menschen verwandt und selbst Tiere nutzen im Winter die Wirkung der roten Beeren- unter dem Schnee sind sie lange haltbar. Eher in den nördlichen Gefilden unserer Mutter Erde bekannt, kennen viele von Euch sicher den Cranberrysaft als Naturmittel gegen Blasenbeschwerden- aber diese Einschränkung wird der Moosbeere in keiner Weise gerecht:

  • …vom Temperaturverhalten frisch- kühl, vom Geschmack süß-säuerlich wirkt sie auf Grund ihrer Inhaltsstoffe auf die Meridiane Nieren, Blase, Milz/Pankreas und Lunge, eliminiert Hitze und Hitze-Toxine, wirkt adstringierend und antiviral/ antibakteriell.
  • Neben Pektinen, einem geringen Anteil an Eiweiß, etwas Fett und Zucker enthalten sie einen großen Anteil an Ascorbinsäure in natürlicher Form(Vitamin C), B1, B2, B5, B6 und PP(B3 oder Nicotinsäure), auch sind sie eine wertvolle Quelle des Vitamins K1. Weiterhin sind Vitamine A, B3, und E enthalten. Auch als Lieferant für Spurenelemente- Kalium, Calzium, Phosphor, Eisen, Mangan, Molybdän, Kupfer(hohe Anteil),Jod, Magnesium, Barium, Kobalt, Nickel, Zinn, Silber, Titan, Chrom und Zink- punktet die rote Beere.

Die Anwendungen mit Moosbeeren sind sehr vielfältig:

  • Zystitis-Prophylaxe und Einsatz bei Zystitis und Reizblase- als Elixier, Saft, Tinktur oder getrocknet als Pulver/in Dragees oder Kapseln; frisch mit Honig gemischt;
  • …als Frischsaft mit Honig bei Husten und Fieber;
  • …als Frucht mit Honig zur Steigerung des Immunsystems;
  • …als Saft bei Magenverstimmung, Kopfschmerz, Hautentzündungen, während der Schwangerschaft(Versorgung mit Spurenelementen, Eisen und Vitaminen);
  • …als Saft gegen Müdigkeit/Erschöpfung und zur Aktivierung des Gehirn’s;
  • …frisch als Beeren, als Saft oder Aufguss gegen Bluthochdruck- das Kalium wirkt ausschwemmend und enlastet die Gefäße; gleichzeitig sorgt der Saft für ein gesundes Cholesterinverhältnis im Körper;
  • …als Saft oder frisch haben sie eine positiv- aktivierende Wirkung auf den Pankreas(Bauchspeicheldrüse)- noch nicht vollständig erforscht, aber hoffnungsvoll wird diese Wirkung bei Diabetes Typ 2/3 begrüsst;
  • …durch die antientzündliche und adstringierende Wirkung kann der Moosbeerensaft- nach einer Überlieferung aus der Volksmedizin der Wolgadeutschen und sibierischen Urvölker- für Umschläge bei Hauterkrankungen angewendet werden; damit lassen sich Ausschläge, Juckreiz und Ekzeme lindern.

Rezepturen:

  • Halsentzündungen/Rachenentzündungen/Angina– 0,25 l frischen Moosbeerensaft mit 1 TL hellem Honig leicht erwärmen und mit der warmen Mischung 4 bis 5-mal täglich gurgeln;
  • Fieber senken (Erwachsene)- 250 Gramm Moosbeeren-frisch- mit einem Esslöffel braunen Zucker mischen/saften lassen- alle 10-15 Minuten einen Esslöffel von der Mischung einnehmen und gut zerkauen- Anwendung bis das Fieber auf ein gesundes Maß gesunken ist; bei Kindern den Saft nutzen und mit Honig und etwas warmem Wasser verdünnt geben
  • Kopfschmerzen– 250 Gramm frische Beeren gut zerkleinern und 1:1 mit Honig ansetzen- täglich davon 1 Esslöffel einnehmen, gut einspeicheln und auch schlucken;
  • Magenverstimmung- 5 Esslöffel Moosbeeren mit 0,5 l heißem Wasser übergießen, alles etwa 10 Minuten auf kleiner Hitze köcheln, den Sud abkühlen, abseihen und 4-mal täglich 120-125 ml trinken; Achtung!!! Bei Sodbrennen oder erhöhter Magensäure, saurem Aufstoßen nicht anwenden!!!

Hauterfreuliches 🙂 🙂 aus Moosbeeren:

  • Nahrhafte Maske für winterliche Haut- Hälfte eines Eigelbes, 1 EL Moosbeerensaft und 1 TL saure Sahne mischen; Mischung für 15 Minuten auf die Gesichtshaut oder auch Hände/Füße auftragen und anschließend gut abwaschen- verstärkt wird die Wirkung durch eine wärmende Kompresse; 1 bis 3-mal in der Woche anwenden; möglichst über die gesamte Winterzeit 🙂 – die Haut dankt es

Moosbeerenelixier mit Hagebutten und Honig nach einem Rezept der Wolgadeutschen und auch bekannt aus der Klosterheilkunde:

  • Benötigt werden 500 Gramm Moosbeeren; eine Handvoll Hagebutten; 3 Esslöffel Honig, drei Gramm Zimt und eine Flasche Bio-Weißwein(halbtrocken);
  • …die Beeren und Hagebutten gut reinigen und aussammeln- mit dem Weisswein und dem Zimt in einem Topf zum Kochen bringen und so lange bei kleiner Hitze weiterköcheln, bis die Beeren/Hagebutten leicht zerdrückt werden können;
  • … dann den Sud einfach auf der Wärme stehen lassen und den Honig langsam unterrühren- nochmals kurz aufschäumen und dann durch ein Sieb gut abseihen- sofort in sterile Flaschen bzw. hohe Gläser füllen- verschließen;
  • …nach dem Abkühlen beschriften und bei oben genannten Symptomen oder zur Immunabwehr 3x tgl. ein Likörglas voll einnehmen…

…so darf Medizin gerne schmecken 😉

Durch das Verdunsten des Alkohols ist das Elixier auch für Kinder geeignet 🙂

Ich wünsche gutes Gelingen für das eine oder andere Rezept 😉 🙂 und gute Gesundheit- alles Liebe

Eure Kira

Hinweis: Die Rezepturen stammen aus der Naturheilkunde/Klostermedizin/Volksmedizin- Symptome sollten von einem Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/Heipraktikerin geprüft werden- bitte bei langanhaltenden Symptomen Fachleute konsultieren!

Guter Helfer nicht nur für Frau und Kind ist…

 

Die Küchenschelle oder Pulsatilla vulgaris/pratensis blüht jetzt in vielen Gärten oder auch auf den Wiesen. Ganz typisch sind die an Kuhschellen erinnernden Blüten und die fedrigen Fruchtstände. Mit den typischen Merkmalen zeigt dieses ausdauernde Kräutlein an,  dass es sich trotz seiner Zartheit und scheinbaren Schutzbedürftigkeit in Wirklichkeit  mutig den Einflüssen von Kälte und Stürmen aussetzen kann. Pulsatilla ist nämlich vor allem in der nördlichen Halbkugel beheimatet. Neben ihrer Schönheit besitzt sie vor allem die Durchsetzungsfähigkeit, um den Fortbestand zu sichern:

  • Die Heilpflanze ist unter die giftigen Kräuter einzustufen, weshalb sich ihre Biografie erst durch die Homöopathie erschließt. Hahnemann hat die Tugenden der Heilpflanze sehr differenziert ergründet und so die typischen Leitsymptome körperlicher und seelischer Art ermittelt. Insgesamt sind durch ihn durch Arzneimittelprüfungen und therapeutische Erfahrungen 1153 Symptome verzeichnet. Die Priorität der Anwendung betrifft das weibliche Geschlecht. Es sind Schüchternheit, leichte Kränkbarkeit und zugleich Nachgiebigkeit, die die Gemütsverfassung prägen. Es besteht die Neigung, den Kopf in den Sand zu stecken und eine Auseinandersetzung mit der Lebensrealität zu vermeiden. Pulsatilla hilft auch, wenn eine weinerliche depressive Verstimmung besteht, die sich durch Zuwendung und guten Zuspruch bessern lässt. Besonders passend ist Pulsatilla, wenn die psychische Schwäche sich im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus zeigt.
  • In der Kräuterheilkunde der chinesischen Medizin wird sie als kalt eingestuft, hat einen  bitteren Geschmack und wirkt auf die Funktionskreise Herz, Niere, Leber, Magen und Gedärm.
  • Da die Küchenschelle eine gewisse Toxizität besitzt, wird sie auch in der CM nur spagyrisch eingesetzt; in der Homöopathie ab einer Potenz D4.
  • Gemäß ihrer Inhaltsstoffe und Wirkrichtung(absenkend) wirkt sie…- positiv auf Shen(den Geist) z.B. bei Angst, Unruhe, Nervosität, Menopausensyndrom, Wechseljahresbeschwerden, Hitzewallungen, Insomnia, Unruhe, Hyperaktivität, Schock, Panikattacken, Herzerkrankungen mit starken mentalen Symptomen, Angst vor drohender Gefahr oder Krankheit; Blut bewegend bei Menstruationsstörungen unterschiedlicher Art und Genese; Qi regulierend und bewegend bei klassischer Leber-Qi-stase, Menstruationsstörungen, PMS, Kopfschmerzen, Prostataerkrankungen, Problemen der Fortpflanzungsorgane, Stagnation durch Schock oder Kraftlosigkeit; Hitze eliminierend und Toxine ausleitend z.B. bei Atemwegsentzündung, Iritis, Skleritis, Augenentzündungen, Katarakt, Glaukom, Otitis media, Magenentzündung, Darmentzündung, Uterusentzündung, Zystitis, Neuralgie, Zahn-schmerzen, Obstipation, Durchfall oder bei abwechselnd Verstopfung und Durchfall, Schmerzen allgemein, Mumps und Masern.

  • Achtung!!! Pulsatilla darf n i e  in der Schwangerschaft eingesetzt werden!!! Nebenwirkungen bei Anwendung in Kräutermischungen- bei längerem Hautkontakt mit der frischen, verletzten Pflanze kann es durch das entstehende, stark haut- und schleimhautreizende Protoanemonin zu Bläschenbildung und schwer heilenden Verätzungen kommen, bei innerlicher Aufnahme des frischen Krautes sind starke Reizungen des Magendarmtraktes mit Koliken und Diarrhö sowie Reizungen der ableitenden Harnwege möglich. Daher erfolgt immer eine vorbehandlung des Krautes, bevor es in Mischungen eingesetzt wird!! Pulsatilla gehört in die Hände von Fachleuten!!!
  • Der Einsatz in der homöopatischen Behandlung ist ebenfalls sehr vielfältig: z.B. bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen, Gallenschäche, Leberschwäche, Gicht, Rheuma, Nierenschwäche,
    Blasenschwäche, Kopfschmerzen,  Migräne, Depressionen, unregelmässige Periode, Menstruationsbeschwerden,
    Nesselsucht und Ekzemen- immer getreu dem Prinzip nach Hahnemann “ Heile Gleiches mit Gleichem“

Die Kuhschelle zählt zu den geschützten Wildpflanzen und sollte in der Natur unser Auge erfreuen. Möchten Sie deren Heilwirkung nutzen, wenden Sie sich an Ihren naturheilkundlich arbeitenden Arzt bzw. an einen in Kräutermedizin/ und – oder Homöopathie ausgebildeten Heilpraktiker/ eine Heilpraktikerin.

Mit einem Gedicht von Eduard Mörike wünsche ich eine schöne Frühlingszeit – und es passt so wunderbar zu den Farben der Kuhschelle:

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
– Horch von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s
Dich hab ich vernommen!

Unruhe im Yang- dann ist…

 

…das dritte große Yang- Mittel der Schüssler Salze genau das Richtige. Magnesium phosphoricum(MP)- die Nummer 7 der Schüssler Salze- wirkt beruhigend auf das Feuerelement- es entkrampft, entspannt und beruhigt das Yang-Qi:

  • Die Verbindung Magnesium phosphoricum ist ein natürlich vorkommender Stoff in den Blutkörperchen, den Muskeln, dem Gehirn, in Rückenmark und Nerven, als auch in den Knochen und Zähnen- somit hat es auf verschiedene Funktionskreise eine hervorragende Wirkung…
  • …nämlich auf die Milz- mit den Muskeln; die Leber- mit dem Blut und die Nieren- mit den Knochen/Zähnen.
  • MP ist für einen ausgeglichenen Rhythmus der Zellen verantwortlich; ist die Bewegung der MP-Moleküle gestört, dann kommt es zu Krämpfen und/oder Schmerzen. Weiterhin regelt es die harmonische Korrespondenz und Tätigkeit aller Organe.
  • MP ist das Mittel der Wahl, damit sich das Yang-Qi ruhig, entspannt und kontrolliert ausdehnen kann. Bei allen Qi-Dysbalancen sollte es das erste Mittel der Wahl sein- bei Stress, Hektik, Unruhe und Ängsten die mit Krämpfen und Schmerzen einhergehen wirkt MP entspannend und ausgleichend auf jede Art des Qi(körperlich wie auch seelisch/geistig).
  • MP beruhigt und entspannt das unruhige Nerven-Yang-Qi bei unruhigem Yang- z.B. bei großer innerer Unruhe, Nervosität, nervösen Organbeschwerden, allen psychosomatischen Erkrankungen, Stress und Schlafstörungen unterschiedlicher Genese;
  • MP wirkt bei blockiertem und zusammengezogenem Yang-Qi- z.B. bei Schmerzen und Krämpfen, Koliken, Migräne, Schmerzen während und vor der Mens, Wind-Kälte-Krankheiten- immer dann wenn Wärme und leichter Druck lindern oder Kälte und stärkere Berührungen zur Verschlimmerung der Beschwerden führen;

Bei Kopfschmerzen, Migräne, Anspannung…

  • MP entspannt und entkrampft das Qi aller Organe und Funktionskreise- z.B. beruhigt es die Aktion von Muskeln, Nerven, Drüsen, Herz, Verdauung, Stoffwechsel, sorgt für eine gute und zügige Regeneration nach dem Sport…
  • MP findet dort Einsatz, wo der energetische Zustand im Körper kalt und zusammengezogen, mit blockiertem und unruhigen Qi, mit Wind-Kälte und/oder einer Yang-Qi-Leere vorgefunden wird- hier harmonisiert und beruhigt MP das Qi, dehnt kontrolliert aus und vertreibt Kälte auch aus den Collateralen/ den Luo und natürlich den Meridianen.

Leitsymptome für den Einsatz von MP sind:

  • Innere Unruhe, unerträgliche Schmerzen o h n e  Entzündungszeichen, ggf. Krämpfe, Blähungen, nervöse Unruhe und Erregung
  • Die Psyche des Betroffenen zeigt sich leicht erregbar, nervös, aufbrausend, hektisch, innerlich unruhig, eigensinnig, manchmal hysterisch- Erröten bei Aufregung oder Stress und ein hektisches Leben- ständiger Zeitdruck, mitunter ewiges Verspäten oder dauerhafte Hektik kennzeichnen den Bedarf an MP
  • Das Rot des MP-Typs ist sehr hell, es tritt ohne Hitze auf, findet sich vor allem neben den Nasenflügeln in Schmetterlingsform, auch als „Schamröte“ oder als „hektische Flecken“ am Hals; die Zunge ist oft leicht rötlich, sauber bis gelblich glänzend, oft nicht belegt;

Einsatzgebiete für MP in der Regelpotenz D6:

  • Kälte-Schmerz- blitzartig, einschießend, krampfend, zusammenziehend, bohrend, wechslend oder wandernd möglich- besser durch Wärme und leichten Druck/leichte Bewegung
  • Krämpfe im Kopf-, Bauch- und Beckenbereich- Krämpfe der Stimmritzen, des Kehlkopf, Schluckauf, Krämpfe während und vor der Mens, krampfartiger Husten, krampfhaftes Harnverhalten…. eine Besserung tritt immer durch Wärme und leichten Druck ein; Bauchkrämpfe können durch einen Kälte-Durchfall begleitet werden(Bauchschmerzen durch Kälte);
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verspannungen- immer Besserung durch Wärme, Bewegung oder Druck, dann ist MP das Mittel der Wahl
  • Stress, Hektik, Aufregung, Unruhe, „kommt nicht in den Tag“…- hiert entspannt MP das Yang-Qi und sorgt für eine ausgeglichene Ausbreitung des Yang-Qi
  • Wichtig für Blutdruckpatienten- langfristig senkt MP den Blutdruck, da es besonders gut die Gefäße entspannt- also kontrollieren Sie ggf. Ihre Medikation- vielleicht können die chemischen Präparate gesenkt oder ausgeschlichen werden- immer nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und/oder Heilpraktiker!!

Dosierungen und Mittel:

  • Wecktrank oder Schlafmittel- MP hilft in beiden Fällen mit 7-10 Pastillen in heißem Wasser gelöst, langsam trinken und gut einspeicheln- es ist die bekannte „heiße 7“
  • Akut: alle 30 Minuten eine Pastille lutschen ggf. je nach Zustand die „heiße7“- mit 7-20 Pastillen möglich,
  • Chonizität: 6-8x täglich 1-2 Pastillen unter der Zungezergehen lassen
  • Salbe: äußerlich auf die betroffenen Gebiete auftragen oder als Kompresse über Nacht wirken lassen

Entspannt und gelassen durch den Tag mit einer „heißen7“

Alchemilla- die wunderbare und geheimnissvolle Schwester der Rose

Ein „Blaublüter“ unter den Pflantzen ist Alchemilla vulgaris/ Frauenmantel- dieses wunderbare Kräutlein entstammt der Familie der Rosengewächse. Weder große Blüten noch stark duftend verzaubert uns der Frauenmantel ab dem Frühjahr mit glitzernden Blättern und später mit geheimnissvoll anmutenden Blüten- alles in verschiedenen Grüntönen und eine Wohltat für die Augen:

  • „Jede Frau, die es gut mit dem Organ der Schöpfungskraft meint, sollte Alchemilla-Tinktur im Hause haben und sich ihrer bedienen“- Jaap Huibers
  • Durch die Inhaltsstoffe Gerbstoff Agrimoniin, Flavonoide, Carotinoide,Chlorophyll, Phytosterine, Leukocyanidine, Salycilsäure und Silicea wirkt Frauenmantel gestagenartig, krampflösend, empfängnisfördern, entzündungswidrig, wundschlussfördernd, antirheumatisch, antimikrobiell, antibakteriell, antiviral, fungizid und blutgerinnungs-fördernd;
  • Aus Sicht der TCM ist alchemilla vulgarin kühl bis neutral, leicht bitter, trocknend, adstringierend, reinigend, wirkt leicht verdickend auf das Blut, wirkt auf die Meridiane Niere, Blase, Milz, Magen und Leber und hat damit ein ganz breites …

…Anwendungsspektrum:

  • Kühlt Leber-Feuer und senkt aufsteigendes Leber-Yang ab(Klimakterium, Menstruationsstörungen auf Grund von Hitze, Zwischenblutungen, Konjunktivitis, Bi-Syndrom, erhöhte Harnsäurewerte, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne, Gereiztheit, nervöse Unruhe)
  • Löst Leber- Blut-Stagnation auf( Koagel, Mens-Störungen, Myome, Zysten)
  • Adstringierend- stillt Blutungen(chronischer gelber Fluor vaginalis, chronische Diarrhoe, Metrorrhagie, Menorrhagie, Zahnfleischbluten, nässende Ekzeme, blutende Wunden, prophylaktisch gegen Abort, stärkt den Uterus bspw. nach der Geburt, bei Verletzungen- physisch und psychisch- im Genitalbereich jeglicher Coleur
  • Tonisiert Milz-Qi und stärkt Hebe-Qi(sämtliche Organsenkungen, stärkt Bänder und Gewebe, Erschlaffungszustände des Unterleibes)
  • Kühlt Magen-Feuer (Schmerzen, Schwellungen und Blutungen des Zahnfleisches, Mundulcera)
  • Leitet Nässe und Hitze aus dem unteren Jiao-Erwärmer- ab(leichte und unspezifische Durchfälle, Enteririts, Colitis, Zystitis besonders mit Blut im Urin, Salpingitis(Eileiter), Zervizitis(Gebärmutterhals), Endometriose, gelber Fluor vaginalis
  • Kühlt das Blut und leitet toxische Hitze aus(Hautunreinheiten- besonders bei Mädchen, Hitze-Bi-Syndrom, Furunkel, Karbunkel, Abzesse, äußere und innere Wunden- Wochenbett)
  • Wirkt diuretisch(Ödeme, Hydrops)
  • Äußerliche adstringierend, kühlend, reinigend, entzündungshemmend- in Bädern, Waschungen, Auflagen, Bedampfungen(Spezifikum im Panaritium- Nagelbett, entzündete Augen, eiternde Wunden, Geschwüre)

Durch seine basische Komponente wirkt Frauenmantel bereinigend, das Kräutlein„ vermittelt dem Organismus die Klugheit, um bei chronischen Prozessen das spezifische System optimal einzusetzen“.

Alchemilla- Kraut getrocknet

Anwendungen sind möglich als:

  • Tee
  • Kaltauszug
  • Tropfen als Urtinktur oder in Dilutationen
  • Kräutermischungen für Waschungen, Bäder oder Dampfbäder
  • Spülungen
  • Auflagen

Frauenmantel ist für mich kein Zauberkraut in der Praxis, jedoch vermag der Einsatz tatsächlich bei Frauen einen großen Teil von Beschwerden lindern. Allerdings ist es auch für Männer einsetzbar, z.B. bei Beschwerden im Bereich der männlichen Genitalien oder bei einer zu starken Yang- Betonung.

Es stärkt den Yin-Pol, verkörpert ganz besonders stark die Wesensart des weiblichen Geburtenschoßes. Im geborgenen Grunde ihres mantelartig umhüllenden, nach oben empfangend geöffneten, weichen Blattes, bringt die Alchemistin unter den Pflanzen in rhythmischer Gebärde einen silbernen Tautropfen hervor. Alchemilla steht für die Bejahung der weiblichen Rhythmen und des Frauseins. Daher macht es zu Yang-lastige Menschen etwas weicher und kann somit deutlich zu mehr Wohlbefinden und Ausgeglichenheit beitragen.

Was mich immer wieder verblüfft, ist die besondere- auf den ersten Blick nicht wahrnehmbare- Wirkung auf Shen- den Geist und somit auf das Herz. Durch seine leicht kühlende Wirkung beruhigt es Shen und kann somit auch zu besserem Schlaf führen 🙂

“ Es ist ein anmutig Kraut, dessen Anblick sofort das Herz erfreut“- W. Pelikan

Kraftvoll…

1080p  (Einspielvideo)…gegen Erkrankungen- so bietet uns die Natur eine Reihe von Kräutern, Sträuchern und Bäumen.

Es gibt eine Anzahl von Krankheitsbildern, die in der Schulmedizin nur ganz klassisch mit Cortikoiden(Nieren- und Leber stark belastend) oder Schmerzmitteln behandelt werden- die Behandlung erfolgt symptomatisch und geht nicht zur Wurzel der Erkrankung. Besonders betroffen sind die Krankheitsbilder aus dem Rheumatischen Formenkreis- Rheuma, Gicht, Fibromyalgie, Weichteilrheuma, Gefäßerkrankungen… In der TCM kommen neben der Akupunktur und dem Schröpfen sehr viele Kräuter, Sträucher oder Teile von Bäumen zum Einsatz; hier treffen östliche und westliche Kräuterkunde aufeinander. Gerade bei Rheuma und Gicht kombiniere ich sehr gerne die östlichen und weslichen Möglichkeiten:

  • Weidenrinde- enthält Salicylsäure und wirkt schmerzlindernd. Die Weide ist das „Stehaufmännchen“ der Natur- wie man auf dem Bild gut erkennen kann- starke Wurzeln, die auch den kleinsten Pool an Nährstoffen und Wasser finden, sorgen für einen starken Austrieb nach der „Rasur“ und das Jahr für Jahr. Schier unermüdlich treibt die Weide ihr Grün; das nutzen wir bei allen Gelenkerkrankungen, bei Schmerzzuständen…sie wirkt entzündungs-h emmend,harntreibend,schmerzstillend und schweisstreibend; die Inhaltsstoffe wirken bei Erkältungen, Infekte jeglicher Art, Fieber,Rheuma und Gicht, Migräne und allgemeinen Kopfschmerzen, Clusterkopfschmerz,
    neuralgischen Schmerzen, Verhornungen, Hühneraugen und Warzen. Zum Einsatz kommen Teemischungen, die Einzeldroge(Rinde) und Tropfen. Aber Achtung- Weidenrinde sollte nur etwa 14 Tage hintereinander eingenommen werden,- fragen Sie Ihre Heilpraktikerin/ Ihren Heilpraktiker!!

  • Rhododendron- ein wunderschönes Ziergewächs mit großer Heilwirkung auf die Knochen und knöchernen Strukturen, aber auch auf die Zellen, die Gefäße… so kommt der wunderbar blühende Strauch auch zum Einsatz bei Migräne, Hypertonie, Neuralgien…und wirkt durch Diterpene – v.a. Acetylandromedol, Phenylbutanderivate – v.a. Rhododendrol, Rhododendrin und Triterpene – v.a Urolsäure, Friedelinderivate. Rhododendron-Salbe ist ein sehr hilfreiches Mittel bei Fersensporn. Grundsätzlich besteht aus naturheilkundlicher Sicht die Möglichkeit, einen Teeaufguss aus Rhododendron-Blättern herzustellen. Dieser wird bei Bluthochdruck sowie bei Arthrose, Ischiasschmerzen, Migräne sowie bei Gesichtsschmerzen eingesetzt- aber auch hier Achtung-keine Eigenmedikation, da mehr als 6 Gramm/ Tag starke Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Benommenheit und Schmerzen/Krämpfe im Magen/Darm.

  • Fichte und andere Nadelgehölze– schon Hildegard von Bingen schätzte die Tannensalbe bei rheumatischen Beschwerden und Husten/Erkältung. Sie wirken anregend, antibakteriell, beruhigend, schleimlösend,schweiss-treibend und auch tonisierend- je nach Dosierung. Einsatz finden die Nadelgehölze und da besonders die frischen Triebe und Nadeln, aber auch das Harz bei Bronchitis, Husten, Katarrh der oberen Luftwege, Keuchhusten, Asthma,
    Nasennebenhöhlenentzündungen, Rachenentzündung, Rheuma und Gicht, Durchblutungsstörungen, Muskelkater, Nervosität, nervösen Herzbeschwerden, Neuralgien und bei Schlaflosigkeit. Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl, Terpentinöl, Harz, Glykosid Picein, Gerbstoffe und Vitamin C(Tannenhonig). Übrigens: ein Fichtennadeltee ist ein schnelles Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit, besonders mit Propolis und Honig!
  • Echter Lorbeer– oder auch Laurus nobilis genannt, ist eine Heilpflanze die bei unterschiedlichen Beschwerden äußerlich und innerlich angewendet werden kann. Die Blätter der Pflanze enthalten ein Öl, welches eine starke antibakterielle Wirkung hat. Man verwendet zu Heilzwecken den Edellorbeer und darf ihn nicht mit dem Kirschlorbeer verwechseln, da dieser giftig ist. Durch seine Inhaltsstoffe wird er bei Gefäßverletzungen, eitrigen Wunden, Pilzbefall, Wurmbefall, Verkrampfungen, Magenbeschwerden, Verstopfung, Menstruations-beschwerden, Atemwegerkrankung, Bronchitis, müden Beinen, Blasenbeschwerden, Geschwüren und als Einreibung bei Gelenkbeschwerden eingesetzt. Zur Anwendung kommen Öle, Salben und Tee’s aus den Blättern.

  • Rotbuche– überall zu finden wirkt antibakteriel und schleimlösend, daher findet sie Anwendung bei Fieber, Übersäuerung des Magens, Darmbeschwerden,als Hustenstillener, bei Hauterkrankungen besonders Psoriasis, bei Rheuma und Gicht. Zur Anwednung kommen besonders die Knospen(Gemmotherapie) zur Anregung der Nieren, aber auch das Holz und die Früchte als Bäder, Fußbäder…
  • Birke– schlechthin die Pflanze in der russischen und finnischen Naturheilkunde. Sie ist eine der stärksten Bäume und ihre Wirkung kann man an ihrem Wuchs erkennen- filigrane Zweige, leider aggressive Pollen, saftige Blätter und Rinden…sie wirkt blutreinigend und harntreibend- aus meiner Sicht das beste Mittel zur Blutreinigung neben dem Hildegardschen Aderlass- daher setze ich die Birke auch ein bei allen Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises, bei Ödemen und sämtlichen Nierenproblemen, Hautprobleme, Allergien, Ekzeme, Flechten, Husten,
    Haarausfall, Schuppen, aber auch bei Durchfall und Frühjahrsmüdigkeit. Besonders effektiv ist das „Schlagen“ mit einem Birkenstrauss- junges Grün wird zu einem Bund gebunden und dann angefeuchtet(heißes Wasser) und während einem milden Saunagang oder nach einem Bad auf die noch feuchte Haut „aufgeschlagen“, das mobilisiert die Gelenke und vertreibt Stauungen aus dem Körper. Aber auch Tee’s, Urtinktur, Tropfen und das Birkenwasser wirken stark reinigend auf den Körper.

Alle aufgeführten Gehölze wirken auf die Meridiane Leber, Niere, Blase, Galle, Magen und Gedärm- bringen die Leber-Hitze aus dem Körper und belüften die Lungen- sehr wichtig bei autoaggressiven Erkrankungen wie Rheuma, Gicht, Hauterkrankungen, Allergien…

Die Natur hat alles für unsere Gesundheit- nutzen wir sie!

Extrapunkte in der Akupunktur Teil 3

Notfälle in meiner Praxis sind jetzt nicht so dramatisch, wie in der Notaufnahme im Krankenhaus- aber oft sehr schmerzhaft für die Betroffenen- da ist eine zügige Behandlung wichtig:

  • Sehr unangenehm sind Nackenschmerzen, ein „steifer Hals“- also typische Symptome, die durch Wind- Kälte eintreten- Zugluft, „Verliegen“, ruckartige Bewegungen und dann die Blockade in der Halswirbelsäule…
  • …da leistet der Extrapunkt LuoZhen(M-WE24) sehr gute Dienste- er heißt übersetzt “ Steifer Nacken“; aber selbst die chinesische Bezeichnung zeigt die Wirkweise an „Luo“- kleine Leitbahnen… „Zhen“- befreien…
  • Mit Akupunktur wird nur die betroffene Seite des „steifen Halses “ behandelt, dabei wird der Punkt sehr stark manipuliert und der Patient muss dabei den Hals bewegen- strecken, routieren und beugen- dabei werden die Bewegungen langsam und kontrolliert ausgeführt.
  • Für die Akupressur: der Punkt liegt auf dem Handrücken, in einer deutlich spürbaren Vertiefung hinter dem dritten Zeigefinger- und Mittelfingerglied- genau zwischen beiden Fingern- man könnte auch sagen, er liegt genau gegenüber des Punktes Pericard 8(Laogong)- er wird auch mit Akupressur(Daumennagel) sehr stark manipuliert und dabei der Kopf bewegt…
  • Weitere Indikationen sind Schmerzen im Bauchbereich, Durchfall und auch akuter oder chronischer kindlicher Schreck-Wind(Epilepsie, Schiefhals…)…
  • …allerdings auch Kopfschmerzen durch Wind und Schulter- und Armschmerzen, welche durch ein geschwächtes Qi und zu wenig Xue auftreten.
  • Die Eigenschaften von LuoZhen: er kräftigt das Qi und das Blut- sorgt somit für eine kräftige Halsregion
  • Besonders Kampfsportler profitieren sowohl vor als auch nach dem Wettkampf von der Akupunktur dieses Punktes- er wirkt Blockaden im Hals vor und baut diese ab.

Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und Kraft, etwas für Ihre Gesundheit zu tun- denn:

“ Verantwortlich ist man nicht nur, für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“- Laotse

Nutzhanfblätter und Ihre Wirkung

Zugegeben- Hanf hat ja für viele immer den Bezug zu Cannabis- dabei ist Hanf eine der ältesten Nutzpflanzen im europäischen Raum. Wunderbare Bekleidung, aber auch als Zutat für Tee’s und die Hanfkörner als Knabberei oder im Vogelfutter- das sind die Bereiche, aus denen ich den landwirtschaftlich angebauten Nutzhanf kenne:

  • Hanfblätter haben noch weit mehr Wirkstoffe(siehe unten)- daher hilft ein Tee daraus bei Kopf- und Zahnschmerzen, sowie bei Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Auch bei stärkeren Schmerzen, wie bei Migräne(auch mit Übelkeit) kann eine Kombination z.B. mit Zitronenmelisse Linderung bringen- wichtig ist die regelmäßige Anwendung mit 2-3 Tassen täglich.
  • Eine wesentliche Wirkung des Hanftees auf den menschlichen Körper ist , dass er das Nervensystem beruhigt. Der größte Verursache für Erkrankungen ist Stress- wird dieser abgebaut, hat das auch eine positive Wirkung auf das Immunsystem- die natürliche Abwehrkräfte des Körpers werden angeregt.
  • Eine Tasse Tee etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen verbessert wesentlich die Qualität des Schlafes. Wenn der Körper und die Seele beruhigt sind kann man im Verlauf der Schlafenszeit besser regenerieren und entspannen- der Nachtschlaf ist deutlich erholsamer.
  • Auch wenn der THC-Gehalt unter 0,5 % liegt, enthalten Hanfblätter immer noch cannaboid- ähnliche Wirkstoffe- somit können Krämpfe im Bereich des Magen- Darm- Traktes gelindert werden; der Tee kann bei Patienten mit Colitis ulzerosa oder Morbus Crohn zur deutlichen Linderung führen.
  • Die krampflösende Wirkung kann „Frau“ sich auch bei Krämpfen oder Schmerzen vor, während und nach der Regelblutung zu Nutze machen- 2-3 Tassen Tee können hilfreich sein.
  • Hanfblätter wirken auf die Funktionskreise Magen, Leber, Gallenblase und Herz durch die cannaboid- ähnlichen Wirkstoffe…

Hauptbestandteile der Blätter

  • Cannabinoide in mehr als 60 Verbindungen, darunter Tetra-Hydra-Cannabidiol (TCH)- beim Nutzhanf herausgezüchtet– und Cannabidiol (CBD)
  • ätherische Öle
  • Phenole
  • Harze
  • Flavonoide

Die Samen enthalten

  • Öl (Fettgehalt 25 bis 35 %, u.a. mit Linol-, Linolen- und Ölsäure
  • Proteine
  • Cholin
  • Trigonellin
  • Isoleucin

Die Kerne sind eine leckere Knabberei und gibt es mittlerweile in verschiedenen Zubereitungsformen zu kaufen. Der Samen ist wertvoll für die Ernährungsmedizin, da sie Linol und Linolen enthalten.

Hanf ist eine alte Kulturpflanze und zählt zu den ältesten Arzneipflanzen- unser Nutzhanf kann unbedenklich als Tee eingesetzt werden.

Ich kombiniere gerne mit Zitronenmelisse und Gojibeeren- so wirkt er entspannend, aber auch regenerierend.

„Die Ruhe der Seele ist ein herrliches Ding und die Freude an sich selbt“– J.W. Goethe

 

Ein Akupunkturpunkt mit starken Seiten…

ist der Akupunkturpunkt Lunge 10- YuJi- in der Übersetzung auch Fischbauchgrenze(auf Grund der Lage in der Mitte des Daumenballens, an der Grenze zwischen dem roten und weißen Fleisch), Region der Fische oder Zeitpunkt der Fische genannt. Was verbirgt sich hinter diesem Punkt, der bei der Nadelung durchaus zu merken sein kann:

  • Lunge 10 ist ein Bach-Punkt- sprudelnd schnell einer Quelle gleich, die zum Bach wird und somit ist der Punkt in der Lage eine enrgetische Situation rasch zu klären… so wie ein schnell dahin schießendes Wasser alles klärt…
  • Gleichzeitig entspricht er einem Feuer-Punkt, dem Bezug zum Herzen und dem Element Feuer im Lungenmeridian, spricht somit direkt die Körperseele Po an- Po, der weiße Dämon, ist die Schattenseite unserer Seele, der Anteil, der am Triebhaften hängt und Instinkte, Leidenschaften und Begierden erregt. Die Körperseele entspricht dem stofflichen Aspekt im menschlichen Dasein, sie haftet am und unterhält den Körper und kehrt im Tod zur Erde zurück, wo sie zerfällt…“
  • Das Qi der Lunge ist andieser Stelle sehr üppig vorhanden, so dass es ausgehend von diesem Punkt zu Stauungen, Hitze… kommen kann. Das Setzen der Nadel an dieser stelle wirkt wie ein Öffnen, so dass sich die Pathogene verflüchtigen, das Qi frei fließen kann und der Lungenmeridian frei wird.

Die Funktionen sind recht vielfältig:

  • korrigiert gegenläufiges Lungen-Qi,

  • klärt Lungen-Hitze,

  • harmonisiert den Magen und das Herz,

  • kühlt Blut-Hitze,

  • wirkt fiebersenkend und schweißtreibend (bei akuten lnfekten), wandelt Schleim besonders in Verbindung mit Hitze um,

  • befreit die Kehle (bei Entzündungen im Rachenraum), in der Durchstichtechnik zu oder von Dickdarm 4( HeGu) wirkt er positiv bei Migräne, Kopfschmerzen, schwerem Kopf…

  • Zitat nach dem Zhen Jiu Ju Ying: “ Krankheiten durch Alkohol, Abneigung gegen Wind und Kälte, Hitze im Inneren, gelbe Zunge, Wärme des Körpers mit Kopfschmerzen, Husten mit Brechreiz, Schweisslosigkeit bei Kälteerkrankungen, im Brustkorb und dem Rücken ist ein starker Schmerz, der daran hindert, sich zu bewegen, wanderndes Bi, Unruhe und Besorgtheit wegen Atemnot, Bauchschmerzen mit Unmöglichkeit, zu essen, Kontrakturen der Ellbogen und Schwellungen der Glieder, Trockenheit in der Kehle“

Im Übrigen steht der Fisch für freie Entfaltung, für die Befreiung von allen Zwängen, für Reichtum, harmonische Partnerschaft und eine gute Reproduktion(Potenz und Fruchtbarkeit)…

Der Lindenbaum

Nicht nur das Gedicht von Wilhelm Müller ist eine Erinnerung an die Kinderzeit- auch der Lindenblütentee, den meine Oma mir gebrüht hat, wenn ich eine Erkältung bzw. Fieber hatte, ist mir- gepaart mit ganz viel Wohlwollen und Liebe- sehr in Erinnerung geblieben. Was macht nun aber die Linde mit uns, wenn wir krank sind- einmal aus TCM-Sicht und einmal aus abendländischer Naturheilkunde:

  • Die chinesische Pharmakologie gibt die Linde- verwendet werden die Lindenblüten- in die eher kühlend- frischen Kräuter, süß-bitter, sie wirkt kühlend, leicht trocknend, lindernd, sedativ und besänftigt inneren Wind- damit…
  • wird sie zum Hauptmittel bei Erkrankungen durch Wind-Hitze in der Lunge(Hitze-Infekte), aber auch bei Herz-Feuer(Hyperaktivität, Schwindel durch Hitze im Herzen, Palpitationen, Ängsten, innerer Unruhe, Panik), Lindenblüten bewegen das Leber-Qi und besänftigen den inneren Wind mit emporloderndem Leber-Feuer z.B. bei Krämpfen, Migräne, Epilepsie, Schlaganfall…
  • wirkt sie auch bei aufsteigendem Magen-Qi, Entzündungen im Bereich Magen und Leber, sie baut Säfte auf(Nieren-Yin) und wirkt leicht diuretisch- besonders bei Nässe-Hitze im unteren Erwärmer(Steinleiden…)
  • sie wirkt auf die Meridiane Lunge, Herz als Sitz des Shen(Geist-siehe Gedicht), Leber, Milz-Pankreas und Niere
  • Aus Sicht der abendländischen Naturheilkunde kennt man den Lindenblütentee bei Halsentzündungen, allen Infekten mit hohem Fieber(senkend), aber auch die Klostermedizin hat die Lindenblüten bei Kopfschmerzen, Migräne, Entzündungen jeglicher Art, Darmerkrankungen und Sodbrennen eingesetzt, denn sie wirkt:
  • beruhigend, blutreinigend, entspannend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend und schweißtreibend durch die Inhaltsstoffe  Farnesol, Saponine, Flavonglykoside, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure und Schleimstoffe, außerdem durch ätherische Öle.

Ich setze die Lindenblüten in Teemischungen ein- sowohl in westlichen als auch in Kombination mit chinesischen Kräutern, auch als Urtinktur ist ein Einsatz möglich…

„Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immerfort.

Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
»Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh

Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!“- von Wilhelm Müller

Erdbeerblätter und was…

…man damit anfangen kann:

  • Erdbeeren gehören zu den Rosengewächsen und haben somit dieser Familie entsprechend auch ihre Heilwirkung- nicht nur als köstliches Obst von Juni bis in den November(Monatserdbeeren) beglücken sie uns, sondern auch getrocknet und dort besonders auch die Blätter wirken sie…
  • …adstringierend, schmerzlindernd, blutreinigend und harntreibend durch die Inhaltsstoffe Gerbstoffe, Flavonoide, Salycilsäure, Zimtsäure und Kaffeesäure
  • Die Früchte und Blätter wirken auf die Funktionskreise Blase, Niere, Leber(Kopfschmerzen, Migräne auf Grund LeberYang/Leber-Hitze) und Gedärm und werden bei Blasen- und Nierenproblemen, bei Gicht und Rheuma, zur Ausleitung von Hitze im unteren Erwärmer und gegen Leber-Hitze eingesetzt, gleichzeitig wirken Früchte und Blätter aber auch Leber-Blut(Xue) aufbauend, aber auch gegen Durchfälle auf Grund von Hitze.
  • Zur Verwendung als Adstringens 1 g (etwa 1 Teelöffel) fein geschnittene Erdbeerblätter mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 bis 10 Minuten durch ein Teesieb geben- bei leichtem Durchfall mehrmals täglich eine Tasse trinken, weiterhin können Erdbeerblätter in Tee’s gemischt werden, die bei Nieren,- Blasen- und Leberproblemen helfen.
  • Sie lassen sich besonders gut mit Lavendelblüten und anderen Blüten-Drogen mischen.
  • Erdbeerblätter sind ein idealer Schwarztee- Ersatz- einen Teelöffel an Kraut 1-3 Minuten ziehen lassen, dann entfalten sie eine ähnliche Wirkung.
  • Achtung– bei Allergieneigung gegen Erdbeeren sind auch die Blätter tabu!!

Nutzen Sie nicht nur die Früchte, geben Sie den Blättern gerade im Winter eine Chance, Ihnen zu helfen ;)!!

Die Unvergleichliche…

…ist Tulsi- das indische Basilikum und bei uns als Zimmerpflanze und als Gewürz sehr einfach zu ziehen. Es ist bei den Hindus die heiligste aller Pflanzen, nicht ohne Grund:

  • Tulsi wirkt beruhigend und entspannend, immunsystemstärkend, verdauungsfördernd, antiseptisch, blähtreibend, krampflösend, schlaffördernd, wärmend und nicht zuletzt auch wurmtreibend durch die Inhaltsstoffe ätherische Öle- Eugenol, Flavanoide, Gerbstoffe, Kaffeesäure, Kampfer, Methylchavicol und Pinen.
  • Seinen Einsatz findet diese aromatische Basilikumart in der Phytotherapie als Tonikum, zur Stärkung des Immunsystem und zur Regulation der Verdauung, aber auch bei Angina, als pflanzliches Antibiotikum, bei Arthritis, Asthma, Bronchitis, Grippe, Hautkrankheiten, Halsschmerzen und Heiserkeit, bei und gegen Insektenstiche, Kehlkopfentzündung, Koliken, Kopfschmerzen und Migräne, gegen Krämpfe, Mundschleimhautentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Rheuma, Schmerzen jeglicher Art- besonders bei Kälteschmerzen und Unterleibschmerzen während der Mens, gegen Stress, als Tonikum bei Überanstrengung.
  • Wir haben aber ob der Inhaltsstoffe Kontraindikationen und Nebenwirkungen: Schwangerschaft, Stillzeit, Kleinkinder und ein Dauergebrauch führt zu Müdigkeit und kann die Leber stark belasten.
  • Gemäß der CM wirkt es auf die Meridiane Magen/ Milz, Lunge/ Dickdarm und Leber/ Gallenblase- eine gute Wirkung zeigt es auch bei Dysbalancen in den Meridianen Herz/ Dünndarm durch die ausgleichend- beruhigende Wirkung.
  • Verwendung finden die frischen Blätter in der Nahrung- Achtung! nicht mitkochen!, die Samen als abkochung bei Hautkrankheiten, das Öl und der Frischsaft zur abwehr von Insekten bzw. nach Insektenstichen- übrigens Zecken mögen den Duft gar nicht- und als Tee kann man Tulsi gegen Mundschleimhauterkrankungen und bei Rachenbeschwerden einsetzen.
  • Zum Gebrauch bei schwerwiegenderen Erkrankungen empfehle ich immer die Konsultation zur Bestimmung des Dysharmoniemusters- gerade wenn es im Migräne oder andere Schmerzen geht.
  • Tulsi ist sicher ein sehr gutes Heilkraut, wenn Sie diese Sorte nicht zur Hand haben, tut es auch unser Küchenbasilikum als Notfallmittel 😉

Im Garten besticht Tulsi durch ein wunderbares Grün und tolle Blütendolden- es verbreitet einen aromatischen Geruch und lässt sich wunderbar im Kräuterbeet ziehen oder als Zimmerpflanze zur Würze über den Winter bringen.

November- jetzt nur nicht sauer werden

 

Gesundheitstipp 70

Gesundheitstipp 68

Sauer macht krank- harmonisieren Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt!
Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung oder Stress sind Gründe dafür, dass das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers und damit die Voraussetzung für Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude gestört ist. Übersäuerung kann für die unterschiedlichsten Beschwerden verantwortlich sein. Die richtige Ernährung ist die erste und wichtigste Maßnahme, um einen gestörten Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot zu bringen. Darüber hinaus trägt ausreichend Bewegung dazu bei, Säureschlacken im Bindegewebe zu mobilisieren und wieder auszuscheiden. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, nicht „sauer“ zu werden! Damit können Sie auch dem Novemberblues den Kampf ansagen.

Umweltgifte und Schlacken unseres eigenen Körpers lassen den Stoffwechsel und die Entgiftungsorgane auf Hochtouren laufen… und das täglich! Sind diese überlastet oder stehen zu wenige Mineralstoffe (basische) zur Verfügung, kommt es zur Ablagerung der Schlacken im Bindegewebe- die Faszien verkleben. Das „Erlebnis“ Krankheit ist oft eine Reaktion des Körpers, diese sauren Stoffe wieder los zuwerden. Ist der Körper voll mit Schlacken und kann er diese nicht mehr abbauen, dann kommt es zur Schädigung in den tieferen Schichten, chronische Erkrankungen sind das Fazit.
Übersäuerung als Krankheitsursache?  Heilpraktiker und ganzheitlich arbeitende Ärzte wurden oft nur belächelt, im schlimmsten Fall verhöhnt, wenn diese Diagnose gestellt wurde. In den letzten 5 Jahren haben aber messbare Ergebnisse und Studien zu mehr Akzeptanz geführt, auch in Reportagen- bspw. im NDR(„Die Ernährungs- Doc’s“) wurde über dieses Thema diskutiert.  Die Beschwerden reichen von diffusen Befindlichkeitsstörungen, über Allergien bis hin zu schweren Erkrankungen wie Infarkten, Apoplex und Krebs. Eine der Ursachen ist der moderne Lebensstil mit Fertigprodukten, stark verarbeiteten Lebensmitteln- Chemielabor statt Bio-, mangelnde Bewegung und Stressoren.  Damit wird der Organismus mit Säuren geradezu überschwemmt . Unser Körper hat aber nur begrenzte Ressourcen, um die Säuren wieder abzubauen.
Der Mensch ist von Natur aus basisch. Der  pH-Wert des Blutes liegt zwischen 7,35 und 7,45 – schon geringe Abweichungen davon führen zu Störungen , bei stärkeren Abweichungen zu schweren Erkrankungen und sogar zum Tod. Die Körperstrukturen und dessen Flüssigkeiten haben einen bestimmten pH-Wert, was für ein gesundes Gleichgewicht untereinander sorgt. Dieses wird durch die Ernährung, Bewegung, Stress, Medikamente… beeinflusst. Kommt es auf lange Sicht zu einer Überforderung dieses Komplexes, dann sind Erkrankungen vorprogrammiert.Erste Anzeichen einer Übersäuerung sind bspw.:  Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Leistungsschwäche, Schlafstörungen oder auch Hypertonie.

Wie ist es nun mit der mentalen Belastung?
„Schlägt uns etwas auf den Magen“ oder müssen wir „etwas erst verdauen“, dann ist immer der Betroffene unser größter Immunkomplex- der Verdauungstrakt. Alle Emotionen, Stress jeglicher Art fordern dieses komplexe System. Dann kommt dazu, dass die Mahlzeiten häufig nur noch „Nebensache“ sind- in Ruhe essen oder achtsam essen ist für viele Menschen ein Fremdwort geworden. Natürliche Nahrung- frisch zubereitet mit allen wichtigen Bestandteilen- ist für viele aktuelle oder zukünftige Patienten mit einem großen Fragezeichen verbunden. Ganz häufig höre ich in der Sprechstunde: “ Das dauert zu lange, ist zu teuer oder gar „Ich kann nicht kochen“??? Auch ständiger Stress und negative Emotionen gehören zu typischen Gründen für eine Störung des Säure-Basen-Haushaltes.

4x basische Nahrung und 1x saure Nahrung- da ist nichts dagegen einzuwenden. Dieses Verhältnis entspricht in etwa dem Säure-Basen-Verhältnis in einem gesunden Körper. Man muss also gar nicht so streng mit sich sein, um wieder in den basischen Bereich zu kommen und seinen Körper zu erholen.

Säuren im Körper werden durch Fleisch, Fastfood, Weißmehl, Zucker, Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke, Süßigkeiten, stark verarbeitetes Brot und Genußmittel (Alkohol, Nikotin)gebildet.

Basen erreichen wir mit: Gemüse, Obst, bestimmte Fleischsorten, bestimmte Öle, bestimmte Getreide(Aufstellung bekommen Sie bei mir in der Praxis), Salaten…

Gesunde Ernährung hat gar nichts mit Verzicht, nur Rohkost oder „Ökonahrung“ zu tun. Es geht um ein Wiederentdecken von gesunden Gewohnheiten und natürlichen Lebensmitteln- „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Bürger und abends wie ein Bettler“

Auf in die basische Ernährung:

  • Verzichten Sie auf Fertigprodukte und lesen Sie die Zutatenliste der Lebensmittel, die fertig gekauft werden. Alles was an erster und zweiter Stelle steht, ist am meisten enthalten, das sind oft schlechte Fette und Zucker.
  • Weniger Süßigkeiten: Süßigkeiten bestehen aus Zucker und Fetten. Schoki & Co. bauen sich direkt in Fettdepots um und fluten den Körper förmlich mit Säure. Trinken Sie lieber einen selbstgekochten Kakao mit Kardamom oder naschen selbst hergestellte Sesam-Honig-Riegel.
  • Mäßigen Sie sich im Wurst und Fleischkonsum. Bei meinen Großeltern und auch noch lange Zeit zu Hause gab es nur am Sonntag Fleisch. In unserer Familie setzen wir dieses Prinzip fort, es gibt nur an den Sonntagen, wenn gewünscht Fleischgerichte, ansonsten greifen wir im Alltag auf Gemüse und Fisch zurück.
  • Essen Sie drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag- eine Portion entspricht Ihrer Innenhand . Die Inhaltsstoffe in Gemüse und Obst sind besonders wertvoll, weil basisch, fettfrei und mit lebenswichtigen Vitalstoffen für Stoffwechsel und Verdauung.
  • Wenn denn Getreide oder Brot gegessen wird, dann in der Vollkornvariante und Bio! Nur im vollen Korn ist alles enthalten, was den Körper basisch werden lässt, auch wenn Getreide direkt nicht basisch wirkt, sondern als „Guter Säurebilder“ eingestuft wird. Besonders wertvoll ist der Ur- Dinkel bzw. Dinkel nach Dr. Hertzka, dieser ist unverändert und ursprünglich und auch für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet.
  • Trinken Sie ausreichend- der Körper benötigt zwischen 1,5 und 2 Liter Flüssigkeit/ Tag, um ein gesundes Milleu zu erreichen. Ist es heiß, treiben Sie Sport oder absolvieren eine Entgiftung, dann sollten es 2,5 bis 4 Liter/ je nach Belastung sein. Der Durst ist ein schlechter Ratgeber, sind wir durstig, ist die Zelle schon sauer 🙁 Ach ja, das beste Getränk ist einfaches Wasser ohne Schnickschnack- lauwarm, so wird es von den Zellen am besten verstoffwechselt. Einfach zu merken ist die Menge 6- 8 Gläser Wasser/ Tag  😉

Und wie sieht die Chinesische Medizin das Thema “ Sauer“? Na ganz einfach, Schlacken sind Toxine, die unseren Körper vergiften, Schleim erzeugen und damit das wichtige Zirkulieren- das TONG- der Energie blockieren- die Symptome wie oben sind gleich, werden aber oft viel eher richtig eingeordnet, dann Zunge und Puls täuschen einen guten TCM-Therapeuten nicht. Die Behandlung wird entsprechend abgestimmt nur dann… muss der Patient auch Einiges selbst machen. Ach ja, die Kräuterrezepturen leiten Toxine aus- Symptome, dass die „Bösewichte“ unseren Körper verlassen sind möglicherweise provoziertes Schwitzen, starkes Urinieren auch mit verändertem Geruch, stärkerer Stuhlgang mit verändertem Geruch bis hin zu mgl. Durchfällen- die aber unter Kontrolle bleiben. Aber die Rezepturen werden immer wieder angepasst und somit besteht nicht die Gefahr des Energieverlustes.

Werden Sie nicht sauer!

“ Deine Nahrung sei Deine Medizin“….-  frei nach Hippokrates

Gesundheitstipp Nr. 9

Ignorieren Sie nicht…

In meinem heutigen Gesundheitsbeitrag geht es um Aufklärung- Aufklärung zu Symptomen, die unter Umständen eine tiefsitzende Erkrankung ankündigen, bei der die moderne Medizin den Vorrang hat und mit der CM begleitend behandelt werden kann.

Medizinische bzw. heilpraktische Hilfe und ggf. notärztliche Hilfe ist angeraten bei folgenden Symptomen/ wenn:

  1. … Sie plötzlich nicht mehr richtig sprechen, sehen oder sich bewegen können- Lähmungen der Gliedmaßen, plötzlich verminderte oder eingeschränkte Sehkraft, herabhängende Mundwinkel oder extreme plötzliche Müdigkeit und Sprachstörungen sind ggf. Symptome eines Schlaganfalls und dann zählt jede Sekunde!! Bei diesen Symptomen- so kurz sie auch anhalten mögen- muss sofort der Notarzt über 112 verständigt werden. Bei einem Schlaganfall- in der CM sprechen wir vom inneren Wind, englisch ja auch „wind-stroke“- wird Nervengewebe zerstört. Eine zeitnahe Behandlung kann die Schädigung der Nervenzellen eingrenzen, die Kräutermedizin und Akupunktur kann begleitend eingesetzt werden. In der Nachbehandlung kann mit Qi Gong und Tuina sehr erfolgreich gearbeitet werden, denn auch Nervenzellen können regenerieren bzw. Umgehungskreisläufe bilden.
  2. …Schmerzen in die Brust(links) oder in den linken Arm einschießen, die bis unter das Brustbein oder die Schulterblätter ausstrahlen, dazu Angstgefühle, Übelkeit, Atemnot oder Schweißausbrüche kommen oder diese auch allein auftreten- dann rufen Sie sofort den Notarzt oder lassen diesen rufen- dahinter verbirgt sich möglicherweise ein Angina pectoris- Anfall oder ein Herzinfarkt- auch hier zählen die Sekunden. Der Herzmuskel, welcher dann nicht mehr ausreichend durchblutet wird, kann in bestimmten Arealen regelrecht „Absterben“ und das gilt es zu verhindern!
  3. …Sie rapide an Gewicht verlieren und ohne das Sie Ihre Lebensgewohnheiten geändert haben( mehr Bewegung, Ernährungs-umstellung)- es können verschiedene Erkrankungen die Ursache sein, wie Diabetes Mellitus, Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse, Tumore…
  4. …plötzlich einschießende Schmerzen im Kopf Sie lähmen oder starke Wesensveränderungen bewirken- der Verdacht auf Blutungen im Gehirn liegt nahe bzw. ein schnell wachsender Tumor kann ebenfalls eine Ursache sein. Bei Schmerzen, die länger als 24 Stunden anhalten bzw. ständig wieder zurück kommen, ist die Konsultation und Abklärung immer angeraten.
  5. …Entzündungszeichen- die Klassiker wie Rötung, Schwellung, Schmerz, Überwärmung und eingeschränkte Funktion oder ggf. Fieber und Nachtschweiß- gar nicht abklingen wollen. Dazu zählt auch ein Husten, der längere Zeit anhält oder eine lang anhaltende Heiserkeit mit Schluckbeschwerden. Hier ist es wichtig, eine Lungenentzündung oder andere schwere bakterielle Infektionen auszuschließen.
  6. … sich nach der Menopause vaginale Blutungen einstellen oder Sie Knoten oder Verhärtungen in der Brust tasten. Hier sollte eine Tumorerkrankung ausgeschlossen werden. Alle Veränderungen der Brust- Einziehungen, Austritt von Flüssigkeit, Jucken, Schmerz- sind Warnsignale, welche auf eine Erkrankung hinweisen können. Brusterkrankungen treffen Frauen jeden Alters, aber auch der Mann kann von Erkrankungen des Brustkörpers betroffen sein.
  7. … sich Stuhl oder Urin stark und über einen längeren Zeitraum verändern. Die Ursachen dafür sind so vielfältig, dass eine genaue Untersuchung stattfinden muss.
  8. … Völle oder andere starke Verdauungsbeschwerden bis hin zu absoluter Appetitlosigkeit festzustellen sind und diese Symptome ebenfalls längere Zeit( ab drei Tage) anhalten.

Diese Aufzählung ist nur ein kleiner Auszug von Symptomen, hinter denen sich eine dramatische Erkrankung verbergen kann. Scheuen Sie sich nicht, den Notarzt zu rufen! Bestehen Sie ggf. auf eine Überweisung zu einem Facharzt.

Im Sinne von Konfuzius “ Sorge dich nicht um die Ernte, sondern um die richtige Bestellung deiner Felder.“ wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben eine gute Gesundheit!

Die Tage vor den Tagen

Fühlen Sie sich vor der Periode matt, unausgeglichen oder verspüren Sie Druck/ Schmerzen in der Brust oder im Unterleib- dann sind Sie ggf. vom PMS, dem Prämenstruellen Syndrom, betroffen.

Als PMS werden gesundheitliche Beschwerden vor der Periode bezeichnet. Die moderne Medizin bezeichnet die Summe der Beschwerden nicht als eine Krankheit, das Syndrom beeinflusst jedoch erheblich die Gesundheit der Frau sowie ihr ganzes Umfeld. Die westliche Medizin misst diesem Zustand und seinen Beschwerden keine große Bedeutung bei und bagatellisiert dies häufig. Diese Einstellung ist falsch. Die Frau und ihre Gesundheit/ das Hormonsystem ist wie ein leicht zerbrechliches Tongefäß und als solches sollte sie immer behandelt werden. Das sehr anspruchsvolle Leben der heutigen Frau, beeinflusst vom hektischen modernen Lebensstil und der stressigen, schnelllebigen Zeit wirkt sich zusammen mit anderen Faktoren auf den gesundheitlichen Zustand und somit auch auf die Menstruation aus. Alle psychischen und physiologischen Abläufe im Körper einer Frau hängen während der gesamten fruchtbaren Lebenszeit eng mit der Periode zusammen. Eine gesunde Menstruation, d. h. eine Menstruation die regelmäßig (nach 26-29 Tagen) einsetzt, nicht schmerzhaft ist, etwa 5 Tage dauert, und bei der keine Schmierblutungen und Ausflüsse sowie keine Symptome vorher auftreten, ist für die Funktionalität und das Wohlbefinden/ die Gesundheit von grundlegender Bedeutung. Das prämenstruelle Syndrom ist an sich keine Krankheit, sondern ein Komplex von Symptomen, die zwar einzeln nicht so schwerwiegend sind, aber in ihrer komplexen Auswirkung eine ganze Reihe an Krankheiten verursachen können. In den asiatischen Ländern werden diese Symptome deshalb auch mit der nötigen Wertung bedacht und konsequent behandelt, damit es nicht zu tiefgreifenden Erkrankungen kommt.

Wie erkennt “ Frau“ nun aber, ob ein PMS vorliegt? Es gibt zwei Arten von Beschwerden – psychische und physische. Zu den typischen psychischen Symptomen gehören schneller Stimmungswechsel, Gereiztheit, Weinerlichkeit, Melancholie bis hin zu depressiven Verstimmungen, oder auch erhöhte Arbeitsaktivitäten, Wortkargheit oder Redseligkeit … –  oft sagt dann der Partner schon “ Ah, es ist wieder soweit, Du bekommst Deine Periode „. Zu den physischen Symptomen zählen Schmerzen und Vergrößerungen der Brüste, Druck auf der Brust, Kloß im Hals, häufiges Seufzen oder Gähnen, aufgeblähter und vergrößerter Bauch, Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, geschwollene Beine oder ein geschwollenes Gesicht , Akne oder Ekzeme, übermäßige Lust auf Süßes, Eierstockzysten(zyklische Zysten), Bindegewebe-Verhärtungen in den Brüsten, Kopfschmerzen, leichter Ausfluss…

In der chinesischen Medizin wird das PMS wie folgt gesehen:

Bei der Menstruation spielen diese drei Meridianen eine entscheidende Rolle: die Nierenleitbahn, die Leberleitbahn und die Milzleitbahn. Für die Beschwerden sind im Wesentlichen die Leberleitbahn und die Milzleitbahn verantwortlich. Die Milzleitbahn „produziert“ das Blut und die Leberleitbahn übernimmt die Rolle eines “ Reservoirs“. Dieses stellen wir uns als ein Gefäß vor, das sich bei einer gesunden Frau- optimal – 27 Tage lang füllt, um dann am 28. Tag – dem Eintritt der Blutung- überzulaufen. “ Die Blutung einer Frau sei wie ein leichter Sommerregen“- sagen die Klassiker. Jede psychische Belastung wird gleichzeitig zuerst in die Leberleitbahn geleitet. Im Prinzip ist es egal, ob es sich um unterdrückte und zurückgehaltene oder aggressive Emotionen handelt – alle führen am Ende zu einem langsamen Fluß  von Blut und Energie(Qi) in der Leberleitbahn bis hin zur Blockade/ Stagnation. Der blockierte Fluß von Blut und Qi im Lebermeridian unterdrückt dann den Funktionsfluß des Milzmeridians, welcher dadurch nicht mehr genug Energie und Blut produziert. So entsteht ein Teufelskreis. Die Beschwerden- mental wie auch physisch- sind die Folge von Stagnation in der Leber aufgrund von Blut- und Energieblockade. Ursächlich stehen dafür:

  1. Emotionen – ob schwache, aber dafür häufig auftretende, oder starke in Form von nicht verarbeiteten Ängsten, Sorgen oder Zorn,
  2. „schwaches“ Blut in der Leber – sinnbildlich wie eine Quelle oder ein Brunnen mit wenig Wasser, welches keine Kraft mehr zum Fließen hat und damit den Brunnen oder die Quelle zum Versiegen bringt oder aus diesen einen „Tümpel“ macht- eine Stagnation entsteht.

„Was tun“ sprach schon Zeus?

Die Blockade von Energie und Blut im Lebermeridian ist mit einem „Schnüren der Körpermitte“ zu vergleichen. Wie bei einem Korsett entsteht von der Taille nach oben ein Überschuss und nach unten ein Mangel oder „innere Hitze“ in der oberen Körperhälfte und ein Kältezustand in den unteren Gliedmaßen… Dieser Zustand wird in der modernen Medizin gar nicht klassifiziert und damit auch nicht behandelt. Patientinnen mit fortgeschrittenen Beschwerden enden dann beim Psychologen oder Psychiater, losgelöst vom Ganzen betrachtet und im schlimmsten Fall mit Antidepressiva behandelt.

In der CM wird das PMS recht erfolgreich behandelt, es dauert nur seine Zeit- Patient und Behandler müssen sich Zeit nehmen! Anhand eines Beispiels lässt sich das Vorgehen gut erklären- der berühmte Globus hystericus (subjektives Gefühl eines „Kloß im Hals“ oder dauerhaftes zusammenziehendes Gefühl auf der Brust, das sich vor allem beim Stress verstärkt- alles ohne organische Ursache) ist aus der Sicht der CM absolut logisch zu erklären. Es geht um eine bestehende Blockade von Energie und Blut in der Leberleitbahn, zu der durch emotionalen Stress eine weitere Energie- und Blutblockade kommt. Ähnlich sind auch alle anderen Symptome beim PMS erklärbar – vor der Menstruation entsteht eine physiologische Blut- und Energieblockade in der Leberleitbahn (das Blutreservoir wirkt vor allem 3-5 Tage vor der Menstruationsblutung wie ein Druckkochtopf). Wenn diese natürliche Blockade auf einen bereits pathologisch blockierten Bereich  stößt (ob emotional oder infolge von Blutmangel), dann führt es zu den bekannten Beschwerden. Durch die Blockade, die früher oder später in innere Hitze umgewandelt wird, wird auch der Geist(Shen, das Herz) unruhig, gereizt und launenhaft, die innere Hitze drängt ggf. nach Außen (Akne, Ekzeme, gerötete und sensible Haut). Ähnlich deutet auch Seufzen, Gähnen und häufiges tiefes Durchatmen darauf hin, dass der Organismus „mechanisch“ versucht die Blockade von Qi im Brustbereich zu lösen. Diese führt nicht selten zu Kopf- oder Brustschmerzen, denn gemäß der CM ist jeder Schmerz wie “ Hunger des Gewebes und der Schrei nach freiem Qi „zu sehen. Daher wird das Hauptaugenmerk bei der Behandlung diese Beschwerden auf das Lösen der Blockade und die Harmonisierung/ das Ausbalancieren der Meridiane ausgerichtet. Das ist eine sehr feine und anspruchsvolle Arbeit- Akupunktur, Kräutermedizin, Tuina/ Shiatsu und Qi gong stehen mir/ uns zur Verfügung.

Diese Beschwerden sind sehr ernst zu nehmen, die Ursache muss genau ergründet werden, denn…

…aus der Sicht der CM besteht das Risiko darin, dass jede Blockade später auch physische Auswirkungen haben kann – “ der Brunnen/ die Quelle ist verstopft“ und kann sich in Form einer Zyste oder eines Geschwulst, z. Bsp. eines Myoms „stauen“… ein Teufelskreis aus Sorge, Angst, körperlichen Beschwerden entsteht und führt immer wieder zu einer Verstärkung der Beschwerden oder zu wirklich schlimmen Ekrankungen. Deshalb… wehret den Anfängen. Dazu wird die Blockade des Leber- Qi gelöst und die Leberleitbahn und damit auch die Emotionen “ freigeschaufelt“,  damit wird die Milz gestärkt und das Blut genährt und in Fluß gebracht .

Zur Unterstützung der Akupunktur- eine Woche vor der Menstruation und zur Zeit des Eisprungs durchgeführt- gibt es drei Kräutermischungen, welche direkt auf das Blut und Qi des Lebermeridains zielen, die Milz ernähren und den Shen(Geist) beruhigen. Auch mit westlichen Kräutern/ Urtinkturen lässt sich dabei gut arbeiten. Und… Frau sollte sich bewegen, denn Bewegung fördert den freien Fluß von Qi und Blut- mit einfachen Übungen aus dem Yoga und Qi Gong lassen sich die PMS- Symptome lindern und in der Endkonsequenz im Zusammenhang mit Akupunktur und Kräutern können diese auch ganz verschwinden.

Lesen Sie dazu “ Der Weg der Kaiserin“- ein wunderbares Buch für Frau und Mann!

Das Gewitter im Kopf…

Schmerzen… schon morgens brummt der Kopf oder bei Stress will unser Denkorgan schier zerspringen, das Licht ist zu hell, die Augen schmerzen oder der Magen rebelliert zusätzlich… Diagnose chronischer Kopfschmerz, Cluster-Kopfschmerz oder Migräne und nun???

Betrachten wir uns dieses Thema einmal genauer aus Sicht der Ganzheitlichkeit!

Kopfschmerzen– sind eher Befindlichkeitsstörungen und werden als episodische- „normale“ Kopschmerzen bezeichnet. Sie treten nicht ständig auf, sind häufig die Ursache von zuwenig Flüssigkeit, Überarbeitung, zuviel Alkohol:), zuwenig Schlaf…. Diese lassen sich relativ leicht korrigieren, z. Bsp. mit dem Trank“ heiße 7″- 12 Pastillen des Schüssler Salzes Nr.7 in 200ml heißem Wasser aufgelöst-, frischer Luft und leichter Bewegung. Hilfreich ist auch eine Akupressur auf dem Akupunkturpunkt HeGu(Di4), NeiGuan-Pericard 6 und/oder TaiChong-Leber 3. Diese “ episodischen “ Kopfschmerzen speichert der Körper nicht im „Schmerzgedächtnis“, welches bei anderen Schmerzarten des Kopfes sehr ausgeprägt ist.

Spannungskopfschmerzen- diese Schmerzen des Kopfes entstehen durch eine komplette Anspannung der Muskulatur im Körper, besonders im Bereich der Schultern. Die Ursachen sind vielfältig- Muskelhartspann durch eine falsche Haltung und ungenügende Bewegung, Fehlstellungen der Wirbelsäule- oft ausgehend von Becken-Fehlstellungen-, Stress, Angst, Konflikte und Überforderung sind Auslöser. Bei dieser Form hat sich ein eigenständiges Störungsbild aufgebaut und das „schmerzgedächtnis“ ist sehr ausgeprägt- d.h., komme „ich“ als Betroffener/ Betroffene in ähnliche Situationen, dann reagiert mein Körper/ Kopf mit Schmerz. Diese Schmerzen fühlen sich an, als wenn der Kopf eingespannt in einer Zwinge steckt, unter Umständen besteht eine leichte Benommenheit und sie „kriechen“ oft vom Nacken zum Kopf herauf. Begleiterscheinungen können Schlafstörungen und eine schmerzhafte Verspannung der Muskulatur sein. Die Lebensqualität ist erheblich eingeschränkt, denn die Angst vor diesem Schmerz prägt sich sehr schnell aus. Gegenmaßnahmen müssen unbedingt ergriffen werden- Aufzählung folgt…

Migräne- “ das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht“ sagte mir eine Patientin, die seit ihrem 10. Lebensjahr an Migräne litt. Der Schmerz ist pochend, pulsierend, stechend, geht einher mit Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit bis Erbrechen, kann auch „nur“ einseitig auftreten und setzt den kompletten Körper lahm- denn Migräne “ kündigt ihren unliebsamen Besuch an“- manche Patienten sprechen von einer „Aura“, auch Konzentrationsabfall, Heißhunger auf Süßes, leichte depressive Verstimmungen oder eine deutliche Reizbarkeit gehen einer Attacke voraus- “ die Galle kocht über“, „die Laus läuft über die Leber“- damit hat der Therapeut/ die Therapeutin für chinesische Medizin den Ansatz zur Behandlung, um die Ursache und die Auslöser zu bekämpfen- mit dem Patienten gemeinsam…

Clusterkopfschmerz- ist die eher seltene Form und sehr schwierig zu diagnostizieren. Die Betroffenen empfinden oft einen scharfen, unerträglichen Schmerz, oft messerscharf, so als wenn die Augen angestochen werden oder der Augapfel glühend heiß durchbohrt wird. Stress verstärkt diese Art des Schmerzes sicher, aber ursächlich ist eine Entzündung des venösen Systems hinter den Augen.

„Schmerzmittel- Kopfschmerz“– ein Schmerz, der durch eine regelmäßige, auch präventive Einnahme von Schmerzmitteln entsteht- entstanden durch ein Abhängigkeitsverhältnis zum Schmerzmittel. Die Furcht vor dem Schmerz ist so groß, dass die Betroffenen die Mittel präventiv nehmen, dadurch aber verschiebt sich die „Schmerztoleranzschwelle“- ein Teufelskreis ist entstanden. Die Symptome ähneln denen der anderen Kopfschmerzarten und können sich abwechseln.

Sekundär- oder Begleitkopfschmerz– entsteht als Begleiterscheinung anderer Symptome/ Krankheiten/ Syndrome wie Hypertonie, Verletzungen, Durchblutungsstörungen oder auch bei Infekten. Die Ursachen sind sehr vielfältig- dementsprechend gibt es auch sehr unterschiedliche Symptome.

Generell muss – wie alle anderen Symptome auch- der Kopfschmerz und seine Ursache(n) abgeklärt werden. Unsere Zeit bringt Stress, Überlastung und ständige Reizüberflutung mit sich. Auch Hormonumstellungen sollten berücksichtigt werden.

Die chinesische Medizin sieht den Kopfschmerz als ein Symptom einer tiefliegenden Dysbalance der Meridiane an- hauptsächlich beteiligt sind der Lebermeridian(Stress, Zorn, Wut, Ärger, Blutmangel), der Lungenmeridian(Trauer, Verletzung), der Magenmeridian(…ich kann alles schlecht verdauen…, falsche Ernährung, …mir schlägt alles auf den Magen…), der Nierenmeridian(…mir fehlt die Energie). Yang und Yin, Qi, Xue(Blut) und Shen(Herz und Geist) sind aus der Balance und müssen reguliert werden. Das Verblüffende und Effektive im Bereich der Naturheilkunde/ hier der chinesischen Medizin ist, dass Sie als Betroffene/ Betroffener viel selbst tun können, um sich selbst zu helfen. Sie müssen sich in kein Abhängigkeitsverhältnis bzgl. Medikamenten begeben.

Ursachen aus chinesischer Sicht:

  1. Leber-Qi- Stagnation(lang aufgestauter Zorn, Ärger, Frust)
  2. gegenläufiges Magen- Qi(falsche Nahrungsmittel)
  3. Lungen-Qi- Blockaden in Kombination mit Leber- Qi- Stagnation(Trauer, Zorn, Wut)
  4. Herz- Dysbalancen in Kombination mit Leber- Qi- Stagnationen(Überlastung und Stress)
  5. unkontrolliert aufsteigendes Yang( z. B. in den Wechseljahren)
  6. Blut- Hitze
  7. Schleim bzw. Feuchtigkeit

Diese Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur eine kleine Anzahl der Ursachen benennen, nämlich die, welche sehr häufig zu finden sind

Maßnahmen gegen den Kopfschmerz- egal welcher Bezeichnung sind:

  1. Ursachenforschung und Verhaltensanalyse- eine Art Supervision und Selbstreflektion- Protokolle dazu bekommen Sie bei mir,
  2. Ernährungsumstellung- viele Nahrungsmittel können auf Grund der Verarbeitung und der Inhaltsstoffe zum Auslöser werden- die Ernährungstherapie wird von mir individuell erstellt ggf. ausgetestet. Das trifft auch für den Mangel an bestimmten Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen zu- Selen z. Bsp. fehlt häufig, ebenso Mangan und Zink. Ernähren Sie sich vorwiegend von Gemüse, Obst, Vollkorngetreide wie Hirse, Buchweizen oder Dinkel, essen Sie nur wenig Fleisch(Bio)- Fleischwaren und Milchprodukte, meiden Sie abends schweres Essen und/oder Kohlenhydrate und trinken Sie täglich 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit wie abgekochtes Wasser(lauwarm), grünen Tee oder einen sehr dünnen Chrysanthementee(vor alles bei Hitzegefühl). Yang- Tonica wie Kaffee, Alkohol , schwarzer Tee, Genussmittel, weißer Zucker und Weißmehl/ Weißmehlprodukte sollten Sie gar nicht oder nur sehr selten zu sich nehmen. Wir haben so eine breite Vielfalt von guten Nahrungsmitteln zur Verfügung, dass wir auf die “ bösen“ Sachen gut verzichten können. Die Gesundung meines Körpers beginnt mit einer gesunden, angepassten Ernährung!!!
  3. Entspannungstraining mit Bewegungstherapie(Qi Gong oder Yoga), Meditation und Atemtherapie bringen den Körper weiter und helfen bei Schmerzzuständen. Sicher helfen auch Autogenes Training und Autovisualisierung.
  4. Um Spannungen im Körper abzubauen hilft ein sehr gutes Trainingskonzept- das Spiralstabilisierungstraining nach Dr. Smicek. Dieses Bewegungstraining aktiviert und entspannt die zusammenspielenden Muskelketten und sorgt damit dafür, dass bspw. für Kopfschmerzen verantwortliche Fehlstellungen der Wirbelsäule aktiv behoben werden( zu erfragen bei mir in der Praxis und als Einzelstunde möglich).
  5. Kräutermedizin, welche immer wieder angepasst wird und manchmal nur für drei Tage genommen werden muss, hilft dem Körper, seine Selbstregularien wieder in Kraft zu setzen und führen dem Körper notwendige Stoffe zu. Diese Medizin ist keine Standardrezeptur, sondern wird von mir typgerecht zusammen gestellt und immer an den aktuellen Befund angepasst.

    Mutterkraut- hilft sehr gut bei Kopfschmerzen und Migräne

    Mutterkraut- hilft sehr gut bei Kopfschmerzen und Migräne

  6. Akupunktur als Soforthilfe und zur Regulation von akuten Zuständen, aber auch den langfristigen Ausgleich. Die Akupunktur kann man hierbei als „Feintuning“ ansehen, welche das Pünktchen auf dem „i“ darstellt.

    Akupunktur in Verbindung mit Moxa bei "Feuchtigkeitskopfschmerz"

    Akupunktur in Verbindung mit Moxa bei „Feuchtigkeitskopfschmerz“- hier am Fernpunkt HeGu(Dickdarm4)

Natürlich benötigt die Naturheilkunde immer Zeit, um die Ursachen auszuräumen, so, als wenn Sie einen guten Apfelbaum retten möchten- die Wurzel muss behandelt werden, dann sind auch irgendwann die Zweige wieder gesund und tragen nach einer reichen Blüte schmackhafte Früchte. Nehmen Sie sich die Zeit, um wieder zu gesunden und gehen Sie ehrlich mit sich selbst um- denn nur in uns selbst ruht die Kraft zur Gesundung. Medikamente sind häufig ein schneller Rettungsanker, aber auch der beste Anker kann verloren gehen. Übrigens- es ist immer einfach zu sagen“Das hat bei mir nicht geholfen“- Selbstreflektion! Habe i c h  alles getan, damit es mir besser geht?

Noch einige Worte zu unseren Gedanken und der Energie(Qi):

Unsere Gedanken besitzen eine große Macht- „die Gedanken lenken Qi“- dessen sind wir uns oft nicht bewußt. Die Kraft der Gedanken werden bei Schmerzpatienten durch diese häufig gegen sich selbst gerichtet, so paradox wie es sich liest. Das Talmud sagt dazu:

“ Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“

Ein Gedanke ist eigenständig, entsteht durch Wille und Vorstellungskraft. Das bringt ein unvorstellbares Leistungspotenzial hervor, welches uns in die Lage versetzen kann, wirklich alles zu erreichen- auch Schmerzen mit Hilfe der Selbstheilungskräfte zu mildern bzw. auszumerzen!

Sollten Sie Fragen zum Thema haben, dann kann ich Ihnen das Buch “ Kopfschmerzen und Migräne ganzheitlich selbst behandeln“ von Frank Seefelder empfehlen.Es ist verständlich und nachvollziehbar geschrieben. Selbstverständlich dürfen Sie mir auch eine E-Mail schreiben oder dazu ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Mit einer wirklich weisen Aussage von F.C. Oetinger(Theologe) möchte ich diese kurze Abhandlung schließen:

“ Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Kommen Sie ins Reine mit sich, finden Sie eine für Sie gute Gelassenheit, mit unserer Zeit umzugehen und finden Sie den für Sie richtigen Weg zur Gesundung oder zum “ Gesund bleiben „

Kopfschmerzen2

 

 

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