Leber

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil III

Willkommen in der neuen Woche- so mitten im Januar. Gestern war bei uns das beste Winterwetter- Sonne, klare Luft und Frost… und trotzdem spürte ich eine leichte Wärme, als ich an unserem „Haus“-Haselbusch war. Unter der flachen Hand- aufgelegt auf dem Stamm- war es zu spüren- so ein leises Ahnen vom nahenden Frühjahr und da war auf einmal dieses Sprudeln da; meine Gedanken zum Haselstrauch und die Erinnerung, was mir zum Geist des Hasel vermittelt wurde.

Der Haselstrauch ist auch einer der heimischen, stillen Hüter alter Weisheiten. In der schamanischen Tradition Norddeutschlands gilt sein Baumgeist als Wächter der Schwelle zwischen den verschiedenen Welten – klärend, schützend und heilend. Seine Kraft wirkt sehr subtil, aber tief- besonders dort, wo innere Ordnung, Ausrichtung und Schutz gebraucht werden.

Der Baumgeist des Hasel – schamanische Bedeutung

Die Hasel steht für Erkenntnis, Intuition und energetische Klarheit. Dieser Geist hilft, Wahrheit zu erkennen, mentale Unruhe zu sammeln und die eigenen Grenzen zu stärken. Seit alten Zeiten wird Haselholz für Wünschelruten genutzt – als Zeichen ihrer Fähigkeit, Verborgenes sichtbar zu machen.

Heilwirkung und Räucherpraxis

Geräuchert wirkt Hasel ordnend und schützend; klärend für den Raum, stärkend auf das Energiefeld und öffnend für den Geist zur innere Führung. Verwendet werden getrocknete Zweige, Rinde oder Kätzchen, pur oder in Kombination mit Beifuß oder Wacholder- ideal vor der Meditation, einer schamanischer Reise, der Herstellung Deiner inneren Ordnung oder in Übergangsphasen.

Rufe und danke dem Geist des Hasel:

„Baumgeist des Hasel, danke, dass Du mich erhörst; Du Hüterin aller Schwellen webe einen Kreis des Schutzes um mich; steh mir bei mit Algiz und wahre meinen Raum; heile mit Berkano- erneuere und stärke mich; mit Laguz lass Heilung durch Körper, Herz und Seele fließen und mit Hilfe von Ansuz öffne mein inneres Hören und lass meine innere Weisheit klärend sein- ich rufe Dich in Achtung und empfange mit Dank Deine Kraft- so sei es für immer“

Die Runenzeichen der Hasel

  • ᛉ Algiz – Schutz
  • ᛒ Berkano – Heilung & Erneuerung
  • ᛚ Laguz – Fluss & Intuition
  • ᚨ Ansuz – Weisheit & Erkenntnis

Im norddeutschen Raum, in der ursprünglichen Kultur wird Hasel als Baum der Weisheit, der Wahrnehmung und der inneren Führung verstanden. Dieser Baum-Geist ist wach, subtil und durchdringend. Er hilft, Wahrheit von Täuschung zu unterscheiden und verborgene Zusammenhänge zu erkennen.

Die Hasel steht energetisch für:

  • Grenzen und Übergänge zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt
  • Schutz vor fremden Energien
  • Klärung des Geistes und Stärkung der Intuition
  • Ausrichtung auf den eigenen Seelenweg

Heilwirkung auf seelischer und energetischer Ebene

Wie oben beschrieben wirkt der Baumgeist Hasel ordnend und sammelnd. Er unterstützt Menschen, die zerstreut sind, innerlich schwanken oder sich energetisch ausgelaugt fühlen- erkennbar bspw. an der Allergie gegen Hasel.

Naturheilkundlich- mentale und schamanisch zugeschriebene Wirkungen:

  • Zentrierung bei mentaler Überforderung
  • Stärkung der eigenen energetischen Grenzen
  • Lösung von Verwirrung und innerem Nebel
  • Förderung von Klarheit bei Entscheidungen

Die Hasel hilft, den eigenen inneren Kompass neu auszurichten und die Stimme der Seele wieder hörbar zu machen.

nicht nur drei Haselnüsse für Aschenbrödel- Heilkraft im Mentalen und Körperlichen

Die zarten Haselkätzchen – pflanzliche Medizin unserer europäischen Heilkunde und die Sicht der Chinesischen Medizin darauf

In der europäischen Naturheilkunde werden Haselkätzchen seit Jahrhunderten als mildes Heilmittel eingesetzt, besonders im Übergang vom Winter zum Frühling. Sie stehen symbolisch für Bewegung, Erwachen und Entlastung.

Aus Sicht der CM lassen sich Haselkätzchen energetisch dem Holz-Element zuordnen, das eng mit Leber und Gallenblase verbunden ist. Diese Organe stehen für Fluss, Entscheidungskraft und emotionale Flexibilität.

Wirkung aus europäisch-naturheilkundlicher Sicht

Haselkätzchen wirken vor allem über ihre feinen Pflanzenstoffe wie Gerbstoffe und Flavonoide. Traditionell werden sie eingesetzt zur Unterstützung von:

  • Ausleitung und sanfter Entgiftung
  • Linderung von Heuschnupfen und allergischen Reaktionen
  • Stärkung von Schleimhäuten der Atemwege
  • Regulation des vegetativen Nervensystems
  • Unterstützung bei Frühjahrsmüdigkeit
Unterstützung der Kraft des Hasel mit Akupunktur- hier besonders an Lieque- Lunge 7, der die Funktionalität der Lunge unterstützt, aber auch Abgrenzung, Kraft und inneren Wandel

Energetische Wirkung gemäß der CM

Übertragen auf die CM-Prinzipien fördern Haselkätzchen:

  • Bewegung von Leber-Qi
  • Lösung von innerer Stagnation
  • Abbau von Wind und Feuchtigkeit
  • Harmonisierung bei Reizbarkeit, Kopfdruck und Spannungsgefühlen

Besonders geeignet sind sie bei Menschen, die im Frühling unter innerer Unruhe, allergischen Symptomen oder emotionaler Spannung leiden.

Teerezeptur mit Haselkätzchen

Zutaten

  • 1–2 Teelöffel getrocknete Haselkätzchen
  • 250 ml heißes, nicht kochendes Wasser

Zubereitung

  • Haselkätzchen mit heißem Wasser übergießen
  • Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und schluckweise trinken

Anwendung

  • 1 Tasse täglich über 2–3 Wochen
  • Ideal am Vormittag, um den energetischen Fluß des Tages zu unterstützen

Hinweis zur Anwendung

Haselkätzchen wirken mild, sollten jedoch nicht dauerhaft ohne Pause eingenommen werden. Bei bestehender Pollenallergie empfiehlt sich eine vorsichtige erste Anwendung in kleiner Menge nach Rücksprache mit der Kompetenzperson.

Zum Abschluss einige zusammenfassende Worte:

Haselkätzchen verbinden europäische Pflanzenheilkunde mit den Prinzipien der CM auf besondere Weise. Als Tee unterstützen sie Reinigung, Fluss und innere Balance und eignen sich ideal als sanfter Begleiter durch die Frühlingszeit. Sie erinnern daran, dass Heilung oft sehr klein, leise beginnt – mit Bewegung, Klarheit und frischer Energie.

Die Hasel wirkt ohne laute Bühne, aber wahrhaftig und in der Tiefe. Wer ihm/ihr lauscht, findet Klarheit, Schutz und den Weg zurück zur eigenen Mitte. Der Haselstrauch ist kein Baum der großen Gesten, sondern der einfachen und stillen Erkenntnis. In der schamanischen und naturheilkundlichen Arbeit in unseren Regionen begleitet er jene, die bereit sind, nach innen zu lauschen, Wahrheit tatsächlich und ehrlich zu erkennen und ihren Weg mit klarem Geist zu gehen. Seine Medizin wirkt subtil aber tief – und genau darin liegt die Kraft.

Hab eine gute Woche- suche und spüre den Schutz des Hasel in Deiner Umgebung- alles Liebe

Kira

Anrufunf der Baumgeister

Baumgeister- die Energie unserer heimischen Bäume Teil II

Guten Morgen- Wie fühlst Du Dich zum Beginn dieser zweiten Woche im neuen Jahr? Bist Du schon angekommen? Brauchst Du noch Zeit? Egal wie- nimm Dir Zeit, denn es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um ANKOMMEN… und dabei hilft Dir vielleicht dies zu lesen 🙂 – es geht um die Esche:

Die Esche gilt seit Jahrtausenden als Schwellenbaum zwischen den Welten und als Trägerin einer besonders klaren, aufrichtenden Kraft. In der Naturheilkunde, der Klassischen Chinesischen Medizin(CM) und im schamanischen Weltbild verkörpert ihr Baumgeist Heilung, Verbindung und innere Ordnung. Dieser Beitrag beleuchtet die Esche ganzheitlich – als Heilpflanze, energetisches Wesen und spirituelle Lehrerin.

Die Esche im mythologischen und schamanischen Verständnis

In vielen alten Kulturen wurde die Esche als Weltenbaum verehrt. Ihr Geist steht für die Verbindung von Unterwelt, Mittelwelt und Himmel. In schamanischer Wahrnehmung wirkt die Esche als Vermittlerin zwischen Bewusstseinsebenen und unterstützt Reisen in feinstoffliche Räume.

Der Baumgeist der Esche zeigt sich ruhig, klar und aufrecht. Er lehrt Standhaftigkeit ohne Starrheit und Beweglichkeit ohne Verlust der eigenen Mitte. Schamanisch arbeitende Menschen nutzen die Esche, um Orientierung zu finden, alte Gelübde zu lösen und die eigene Lebensachse neu auszurichten.

Botanische und energetische Signatur der Esche

Die Esche wächst hoch, mit einer lichten Krone und tief reichenden Wurzeln. Diese äußere Form spiegelt ihre energetische Signatur wider: Weite nach oben, Tiefe nach unten, Durchlässigkeit im Zentrum.

Energetisch lässt sich die Esche folgenden Qualitäten zuordnen:

  • Element: Luft mit starkem Erdbezug
  • Energiebewegung: aufsteigend und klärend
  • Grundqualität: Ordnung, Durchlässigkeit, Wahrhaftigkeit
  • Seelenwirkung: Stärkung der inneren Achse und der Entscheidungsfähigkeit

Die Esche in der europäischen Naturheilkunde

Erkennst Du den Geist der Esche?

In der traditionellen europäischen Pflanzenheilkunde werden Blätter, Rinde und Samen der Esche verwendet. Sie gilt als kühlend, entgiftend und bewegend.

Typische Anwendungen sind:

  • Unterstützung bei rheumatischen Beschwerden
  • Förderung der Ausleitung über Nieren und Schutz für die Gelenke
  • Begleitung bei Gicht und Stoffwechselträgheit
  • Klärung bei „innerer Hitze“ und Entzündungsneigung

Auf energetischer Ebene wirkt die Esche ordnend auf Prozesse, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, besonders wenn Stagnation und Überladung zusammenkommen.

Die Esche in der Chinesischen Medizin

Obwohl die Esche kein klassisches chinesisches Arzneimittel ist, lässt sich ihre Wirkung gut in die Denkweise der CM übersetzen. Ihre Energie wirkt auf den Leber- und Nierenfunktionskreis.

Zuordnungen im Verständnis der CM:

  • Leber: Förderung des freien Qi-Flusses, Lösung von Stagnation
  • Niere: Stärkung der aufrichtenden Lebensachse und der Essenz
  • Wind-Hitze: ausleitend und klärend

Der Baumgeist der Esche unterstützt Prozesse, bei denen alte Spannungen gelöst werden sollen, ohne die innere Stabilität zu verlieren.

Ich setze die Esche immer dann als Einzelmittel im Verständnis der CM gleichzeitig zur Akupunktur- davor oder danach- ein:

Punkt Leber 3- aus Handbuch Akupunktur von Deadman, Al-Khafaji und Baker- bei autoagressiven Prozessen wie Hitze-Bi(Rheuma mit Hitze)

Der Baumgeist der Esche als spirituelle Lehrerin

Im schamanischen Kontakt zeigt sich der Geist der Esche als klare, manchmal strenge, aber wohlwollende Meisterin. Sie fordert Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst und duldet keine Selbsttäuschung. Gleichzeitig schenkt sie Schutz und Führung, wenn Entscheidungen anstehen.

Der Eschengeist arbeitet besonders mit bzw. für Menschen, die:

  • zwischen mehreren Lebenswegen stehen
  • Verantwortung tragen oder übernehmen sollen
  • ihre innere Wahrheit klarer ausdrücken möchten
  • sich nach spiritueller Erdung sehnen

Rituale und bewusste Verbindung mit der Esche

Die Verbindung mit dem Baumgeist der Esche gelingt am besten in stiller Präsenz. Rituale dürfen schlicht sein, denn die Esche reagiert auf Klarheit, nicht auf äußeren Aufwand.

Geeignete Formen der Annäherung:

  • Anlehnen an den Stamm mit aufrechter Wirbelsäule
  • Meditative Atmung entlang der eigenen Körperachse
  • Stilles und klares Formulieren und „Sprechen“ einer inneren Frage
  • Dankgabe in Form von Wasser oder Atem

Die Esche antwortet oft nicht sofort in Bildern, sondern in einer neu gewonnenen inneren Ordnung, mit einem Rauschen; mit einem leisen Ächzen 🙂

Die Esche als Begleiterin in Zeiten des Wandels

Wenn alte Strukturen zerfallen und neue noch nicht sichtbar sind, wirkt der Baumgeist der Esche stabilisierend. Er begleitet Übergänge, ohne sie zu beschleunigen, und stärkt die Fähigkeit, Unsicherheit zu tragen.

In Wandlungsphasen schenkt die Esche:

  • innere Aufrichtung
  • Klarheit im Denken
  • Ruhe im Nervensystem
  • Vertrauen in den eigenen Weg

Die Esche verbindet Himmel und Erde im Menschen und erinnert daran, dass wahre Stärke aus Durchlässigkeit entsteht. Als Heilbaum, Lehrerin und geistige Verbündete lädt sie dazu ein, den eigenen Platz im großen Gefüge des Lebens bewusst einzunehmen.

Eingelegte Eschenrinde für einen Sud

Ein Eschensud gehört zu den klassischen, kraftvollen Zubereitungen der europäischen Naturheilkunde. Er wirkt vor allem klärend, ausleitend und ordnend auf körperlicher wie energetischer Ebene und wird traditionell bei Stagnation, innerer Hitze und Übergangsprozessen eingesetzt.

Eschensud – Klärender Heil- und Ritualsud

Der Sud kann sowohl körperlich angewendet als auch rituell genutzt werden. Verwendet werden bevorzugt Eschblätter oder junge Rinde, idealerweise aus achtsamer Wildsammlung.

Zutaten

  • 1 Esslöffel getrocknete Eschenblätter
    oder
  • 1 Teelöffel fein geschnittene Eschenrinde
  • 500 ml kaltes Wasser

Zubereitung

  • Die Pflanzenteile mit dem kalten Wasser ansetzen.
  • Langsam zum Kochen bringen.
  • Blätter: 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Rinde: 15–20 Minuten sanft köcheln lassen.
  • Vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  • Abseihen und warm oder handwarm verwenden.

Wirkung auf körperlicher Ebene

Der Eschensud wirkt:

  • ausleitend über Nieren, Gelenke und Haut
  • entzündungshemmend bei innerer Hitze
  • bewegend bei Stoffwechsel- und Qi-Stagnation
  • unterstützend bei rheumatischen Beschwerden und Gichtneigung

Er fördert das „In-Fluss-Kommen“ dort, wo Prozesse festgefahren sind.

Wirkung auf energetischer und schamanischer Ebene

Energetisch stärkt der Eschensud die innere Achse und klärt das Energiefeld. Er wird genutzt zur:

  • Lösung alter energetischer Spannungen
  • Erdung bei gleichzeitiger geistiger Klarheit
  • Unterstützung in Übergangs- und Entscheidungsphasen
  • Reinigung nach intensiver innerer Arbeit

Der Geist der Esche wirkt dabei ordnend und aufrichtend.

Anwendungsmöglichkeiten und Dosierung

  • Innerliche Anwendung: als Trinkkur; möglich ist auch eine Urtinktur- in Wasser gelöst
  • Äußerliche Anwendung: als Umschlag oder Waschung
  • Rituelle Anwendung: zum Reinigen von Händen, Füßen oder Gegenständen

Für rituelle Zwecke kann der Sud vor der Anwendung kurz bewusst angerufen oder mit einem klaren inneren Anliegen verbunden werden.

  • Innerlich:
    • 1 Tasse (150–200 ml)
    • 1–2 Mal täglich
    • Kurweise über 7–14 Tage
  • Äußerlich:
    • Umschläge 1 Mal täglich
    • Waschungen nach Bedarf
  • Rituell:
    • Kleine Menge genügt, achtsam und bewusst angewendet

Der Sud eignet sich besonders für Zeiten des inneren Aufräumens und der Neuordnung.

Hinweise aus naturheilkundlicher Sicht !!

  • Nicht anwenden bei bekannter Salicylat-Unverträglichkeit
  • Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit einsetzen
  • Pausen zwischen den Kuren einhalten

Der Eschensud verbindet pflanzliche Heilkraft mit spiritueller Klarheit. Er wirkt nicht polterig, aber tief und unterstützt Menschen dabei, körperliche und energetische Lasten loszulassen und sich neu auszurichten. In seiner Wirkung spiegelt sich der Baumgeist der Esche selbst: aufrecht, klärend und verbindend zwischen den Ebenen.

Räuchermischung „Atem der Esche“

Diese Räuchermischung ist dem norddeutschen schamanischen Verständnis verpflichtet, in dem die Esche als Schwellenbaum, Ahnenvermittlerin und Hüterin der inneren Achse wirkt. Die Mischung dient der Klärung, Aufrichtung und Verbindung mit dem Baumgeist der Esche und eignet sich besonders für Übergangszeiten, Rituale der Neuordnung und Ahnenarbeit.

Sie wirkt klar, herb und erdend mit einer lichten, luftigen Spitze- ist aber bewusst schlicht gehalten, da im norddeutschen Schamanismus die Kraft aus der Wesentlichkeit und nicht mit strebender Aufmerksamkeit entsteht.

Bestandteile und Mischungsverhältnis:

  • Eschenholz oder Eschenrinde – Basis und Träger des Baumgeistes
  • Beifuß – Schwellenkraut, öffnet die Wahrnehmung
  • Wacholderbeeren oder -holz – Schutz, Klärung, Nordkraft
  • Birkenrinde – Neubeginn, Reinigung, Übergang
  • Fichtennadeln oder -harz – Erdung und Stabilisierung
  • 3 Teile Esche
  • 2 Teile Beifuß
  • 2 Teile Wacholder
  • 1 Teil Birke
  • 1 Teil Fichte

Alle Bestandteile grob mörsern, nicht pulverisieren. Die Mischung soll atmen können.

Energetische Wirkung

Diese Räucherung wirkt:

  • klärend auf Räume und Energiefelder
  • aufrichtend auf die innere Haltung
  • schützend bei Übergängen und Entscheidungen
  • verbindend zwischen Ahnenlinie, Gegenwart und innerer Führung

Der Rauch trägt die Signatur der Esche: ruhig, ordnend, zeigend und echt.

Anwendung im norddeutschen schamanischen Kontext

  • Räuchern auf glühender Holzkohle oder im Eisengefäß
  • Langsam, ohne Eile, mit offenem Fenster oder Tür
  • Rauch bewusst mit der Hand oder einer Feder lenken

Typische Anwendungen:

  • Vor schamanischer Arbeit oder Visionssuche
  • Bei Haus- oder Hofreinigung
  • Zum Abschluss eines Lebensabschnitts
  • Zur Klärung nach emotionaler oder geistiger Überlastung

Rituelle Ausrichtung

Vor dem Räuchern kurz innehalten und innerlich ausrichten. Ein klarer, einfacher Satz genügt, zum Beispiel: „Geist der Esche, ich danke Dir für Dein SEIN- richte, was aus der Ordnung gefallen ist und gib mir Klarheit“

Der Rauch wird nicht „gemacht“, sondern entsteht frei und begleitet- Pausen sind Teil des Rituals.

Dosierung

  • Räume: 1 kleiner Teelöffel der Mischung
  • Personenräucherung: ½ Teelöffel
  • Gegenstände oder Plätze: wenige Krümel genügen

Weniger ist wirksamer- so, wie unsere norddeutsche Natur- manchmal karg, aber trotzdem so reich.

Diese Räuchermischung trägt die Handschrift des Nordens: klar, rau und still. Sie wirkt nicht über Intensität, sondern über Präsenz. In Verbindung mit dem Baumgeist der Esche unterstützt sie dabei, die eigene Mitte wiederzufinden und den nächsten Schritt auf festem innerem Grund zu setzen.

Nutze die Esche für Dich… die Urtinktur Fraxinus excelsior, wenn Du keine Möglichkeit des Findens dieses kraftvollen Baumes hast- ich wünsche Dir gute Erfahrungen und Gesundheit- alles Liebe

Kira

Ein Weltenbaum- die Esche

Wichtig: Dieser Artikel ist keine Aufforderung, alleine Krankheiten zu behandeln und beinhaltet kein Heilversprechen. Suche eine Kompetenzperson Deines Vertrauens auf, wenn Du die Esche als Medizin nutzen möchtest!

Einige Fotos sind mit Hilfe von KI optimiert/ erstellt.

Yoga für die Wintersonnenwende

Guten Morgen zur vierten Adventswoche. Auch wenn der Winter bei uns erst so richtig „Fahrt“ aufnimmt, ist es gut, sich mit den Möglichkeiten der Gesundheitspflege gerade für solche Übergangszeiten, aber auch DOJO-Zeiten, zu beschäftigen.

Am 21.12.2025- dem vierten Advent- ist der Tag der Wintersonnenwende- das Sonnenkind wird wiedergeboren und da habe ich eine wunderbare Yoga-Praxis für Dich:

Diese 60‑minütige Detox‑Yogaeinheit ist darauf ausgerichtet, den Körper beim Übergang sanft zu aktivieren, das Hormonsystem zu harmonisieren und den Stoffwechsel anzuregen. Der Fokus liegt auf Leber‑ und Nierenenergie, Drehhaltungen, sanften Rückbeugen und bewusster Atmung, um stagnierte Winterenergie in fließende Kraft zu verwandeln- „DETOX“ in diesem Kontext bedeutet, die Autophagie der Zellen und insbesondere der Leber zu aktivieren 🙂


Detox-Yoga für Hormonbalance

Thema: Erneuerung, Reinigung & hormonelle Balance
Level: Mittelstufe (mit sanften Varianten für alle Level)
Hilfsmittel: Yogamatte, Block, Gurt, Decke


1. Ankommen & Atembewusstsein (10 Minuten)

Ziel: Nervensystem beruhigen, innere Reinigung einleiten

  • Sitz in Sukhasana (einfacher Schneidersitz) – Hände auf den Unterbauch legen, 5 Minuten lang tief in den Bauch atmen.
    Fokus: Verbindung zur Atmung und Wahrnehmung des hormonellen Zentrums (Solarplexus, Sakralchakra).
  • Kapalabhati (Feueratem) – 3 Runden à 30 Atemstöße, mit Pausen dazwischen.
    Wirkung: Aktiviert Stoffwechsel, reinigt die Atemwege, stimuliert Schilddrüse und Nebennieren.

2. Aufwärmen & Energiefluss (10 Minuten)

Ziel: Muskulatur aktivieren, Kreislauf anregen

  • Katzen-Kuh-Bewegung (Marjaryasana–Bitilasana) – 1–2 Minuten fließend im Atemrhythmus.
  • Dynamische Kindhaltung zu herabschauendem Hund – mehrere Male wechseln, um den Rücken zu mobilisieren.
  • Sonnengruß A (Surya Namaskar A) – 3 Runden in ruhigem, bewussten Tempo- oder „Windmühle im Ausfallschritt- rechts und links“ 50x; alternativ „Kleiner Sonnengruß“ 5 Runden in einem aktivierenden Tempo 🙂
    Fokus: Reinigung über Schweiß und Atem, Aktivierung der Drüsen.

3. Detox & Hormonbalance – Hauptsequenz (25 Minuten)

Ziel: Leber, Nieren und Schilddrüse stimulieren, hormonelle Balance fördern

  1. Drehhaltungen für Leber & Verdauung:
    • Parivrtta Utkatasana (gedrehter Stuhl) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Parivrtta Trikonasana (gedrehtes Dreieck) – 5 Atemzüge pro Seite
  1. Herzöffner & Schilddrüsenaktivierung:
    • Bhujangasana (Kobra) – 3 Runden
    • Setu Bandhasana (Schulterbrücke) – 5–8 Atemzüge
    • Matsyasana (Fisch) – 5 Atemzüge
      Wirkung: Aktiviert Schilddrüse, Thymusdrüse und Herzchakra.
  2. Beckenbalance & Nebennierenstärkung:
    • Baddha Konasana (Schmetterling) – sanftes Vorbeugen
    • Malasana (Yogahocke) – 5 Atemzüge
    • Ustrasana (Kamel) – öffnet Herz und stimuliert Nebennieren
  3. Twist & Ausleitung:
    • Ardha Matsyendrasana (halber Drehsitz) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Apanasana (Knie-zur-Brust-Pose) – zur inneren Reinigung

4. Entspannung & Integration (10 Minuten)

Ziel: Hormonelle Balance stabilisieren, Entgiftungsimpulse integrieren

  • Viparita Karani (Beine an der Wand) – 5 Minuten
    Wirkung: Entlastet Nebennieren, beruhigt das Nervensystem.
  • Savasana (Endentspannung) – 5 Minuten
    Fokus: Visualisiere, wie Frühlingsenergie durch deinen Körper fließt und jede Zelle erneuert.

5. Abschluss & Meditation (5 Minuten)

Meditation auf Erneuerung:
Sitze aufrecht, lege eine Hand auf Herz, eine auf den Unterbauch.
Atme bewusst in beide Zentren – spüre, wie Licht und Wärme in dir wachsen.
Wiederhole innerlich:

„Ich lasse Altes los und öffne mich für neue Lebenskraft.“


Wirkung der Praxis

  • Physisch: Anregung von Leber, Nieren und Verdauung; Aktivierung der Schilddrüse, Aktivierung der Autophagie
  • Energetisch: Reinigung stagnierter Winterenergie, Öffnung für das freie Fließen der neuen Energie,
  • Hormonal: Harmonisierung von Stress‑, Schilddrüsen‑ und Sexualhormonen durch bewusste Atmung, Drehungen und Rückbeugen

Diese Detox-Yogastunde unterstützt dich, Körper und Geist zu klären, hormonelle Balance zu fördern und mit Leichtigkeit in die neue (Jahres)-Zeit zu starten.

Räuchermischung „Nordlicht“ für die Wintersonnenwende und diese Woche:

Zur Wintersonnenwende, wenn die Dunkelheit ihren tiefsten Punkt erreicht und das neue Licht geboren wird, trägt eine nordische Räuchermischung die Kraft von Erneuerung, Schutz und innerem Feuer. Diese Mischung verbindet Harze, Kräuter und Wurzeln aus dem Norden, um den Übergang zwischen den Welten zu ehren und das Licht in der Seele zu entzünden.

Thema: Wiedergeburt des Lichts, Schutz, Erdung und Klarheit
Element: Feuer und Erde
Räucherart: Auf Kohle oder im Räuchergefäß mit Sand

Zutaten und Bedeutung

ZutatMengeBedeutung
Fichtenharz (Burgunderharz)2 TeileReinigend, klärt schwere Energien, öffnet den Weg zum Licht
Wacholderbeeren1 TeilSchutz, Abwehr dunkler Kräfte, stärkt Mut und Lebensgeist
Birkenrinde1 TeilSymbol für Neubeginn, Lichtbringerin des Nordens
Beifuß (Artemisia vulgaris)1 TeilÜbergangskraut, öffnet das Tor zu den Ahnen und zur inneren Schau
Mistelkraut½ TeilHeiliges Sonnenkraut, spendet Balance zwischen Licht und Schatten
Engelwurz (Angelica archangelica)½ TeilErdet und stärkt die Lebensenergie, ruft Schutzgeister
Rosmarin½ TeilKlärt den Geist, stärkt das innere Feuer
Tannennadeln (getrocknet)1 TeilDuft des Winters, reinigt und belebt den Raum

Zubereitung

  1. Zerstoße Harze und Kräuter sanft im Mörser, bis sie grob vermischt sind.
  2. Mische sie im Uhrzeigersinn, während du den Atem ruhig führst.
  3. Sprich dabei innerlich:„Aus Dunkel wird Licht, aus Nacht wird Tag.
    Ich ehre den Kreis, der sich neu entfacht.“
  4. Bewahre die Mischung in einem dunklen Glas oder Leinenbeutel auf.

Anwendung zur Wintersonnenwende

  • Zünde die Mischung in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember an.
  • Beginne im Norden deines Raumes oder Kreises und gehe im Sonnenlauf (im Uhrzeigersinn).
  • Lass den Rauch durch alle Räume ziehen, während du dich auf Dankbarkeit und Neubeginn konzentrierst.
  • Danach setze dich in Stille und spüre, wie das neue Licht in deinem Inneren erwacht.

Schamanische Bedeutung:
Diese Räucherung ruft die Geister des Nordens, die Hüter der Erde und des Winters. Sie stärkt die Verbindung zu den Ahnen, reinigt das Haus von alter Energie und öffnet das Herz für das kommende Lichtjahr.

Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche, inspirierende Stunden zur Wintersonnenwende- alles Liebe

Kira


„Wenn die Sonne ruht, ruht auch die Erde – und im stillen Rauch erwacht das neue Licht.“

Gesundheitstipp

DAS ist kein einfacher SHAKE…

Dieser Proteinshake ist speziell darauf abgestimmt, die Leberregeneration zu unterstützen und gleichzeitig eine pflanzliche Proteinquelle zu liefern. Die Kombination aus Brokkoli, Spinat, Hanfsamen und Haferkleie liefert schwefelhaltige Aminosäuren, Antioxidantien und Ballaststoffe, die die Entgiftungsleistung der Leber fördern…

UND damit herzlich Willkommen in der ersten November-Woche.


Dein Rezept- Leberregenerierender Proteinshake (1 Portion)

Zutaten

  • 150 g Brokkoli (frisch oder tiefgekühlt)
  • 150 g Blattspinat (frisch oder tiefgekühlt)
  • 30 g Haferkleie
  • 20 g geschälte Hanfsamen
  • 200 ml Wasser (oder ungesüßte Mandelmilch für cremigere Konsistenz)
  • 1 EL frische Petersilie
  • Optional: ½ Zitrone (Saft) und 1 TL natives Olivenöl extra

Zubereitung

  1. Vorbereitung:
    Wenn du tiefgekühltes Gemüse verwendest, kurz antauen lassen oder 1–2 Minuten in heißem Wasser blanchieren, um die Zellstruktur aufzulockern und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
  2. Mixen:
    Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben.
    Auf höchster Stufe 45–60 Sekunden mixen, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht.
  3. Abschmecken:
    Mit Zitronensaft und Olivenöl verfeinern – das sorgt für eine bessere Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, E, K) und unterstützt die Gallensäureproduktion.
  4. Servieren:
    Sofort trinken, um den maximalen Gehalt an Antioxidantien und Chlorophyll zu erhalten.

Ernährungsphysiologischer Nutzen

ZutatHauptwirkung auf die Leber
BrokkoliEnthält Sulforaphan, das die Aktivität von Phase-II-Entgiftungsenzymen steigert.
BlattspinatReich an Chlorophyll, das Toxine bindet und die Leberzellen schützt.
HaferkleieLiefert lösliche Ballaststoffe (Beta-Glucane), die Cholesterin binden und die Fettverarbeitung der Leber entlasten.
HanfsamenHochwertige pflanzliche Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, besonders Methionin und Cystein für die Glutathionbildung.
PetersilieUnterstützt die Harnausscheidung und hilft, Stoffwechselendprodukte auszuleiten.
Zitrone (optional)Fördert die Gallensekretion und den pH-Ausgleich im Verdauungssystem.

Nährwert (ca. pro Portion)

  • Kalorien: ~280 kcal
  • Protein: ~18 g
  • Ballaststoffe: ~10 g
  • Fett: ~10 g (davon viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)
  • Kohlenhydrate: ~20 g

Mein Spezial-Tipp:

Trinke den Shake bspw. nach einer morgendlichen Möhrensuppe- so hast Du ein vollwertiges Frühstück und die Zutaten des Shake lassen sich noch besser verdauen 🙂

Gemäß der Chinesischer Medizin:

  • ist dieser grüne Proteinshake ein sanft „entgiftendes“, Qi- und Blut-nährendes Getränk, das besonders Leber und Milz unterstützt. Er wirkt leicht kühlendreinigend und ausleitend, wodurch er ideal für Menschen mit Leber-Hitze (Fett-Leber oder „stillen Entzündungen“), innerer Stagnation oder bei Herbstblues und Frühjahrsmüdigkeit ist.

Brokkoli

  • Geschmack & Temperatur: leicht bitter, süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: leitet Hitze aus der Leber, transformiert Schleim, fördert den Qi-Fluss und unterstützt die Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: ideal bei Leber-Qi-Stagnation, Reizbarkeit oder Hautunreinheiten durch Hitze.

Blattspinat

  • Geschmack & Temperatur: süß, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Blut
  • Wirkung: nährt das Blut, befeuchtet Trockenheit, kühlt das Blut und harmonisiert die Leber.
  • TCM-Aspekt: stärkt Leber-Blut, besonders bei Müdigkeit, trockenen Augen oder Menstruationsbeschwerden.

Haferkleie

  • Geschmack & Temperatur: süß, warm
  • Wirkt auf: Milz, Herz
  • Wirkung: stärkt das Milz-Qi, beruhigt den Geist (Shen) und reguliert den Blutzucker.
  • TCM-Aspekt: balanciert die kühlenden Zutaten, um die Mitte zu schützen.

Hanfsamen (geschält)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Milz, Dickdarm
  • Wirkung: befeuchtet den Darm, nährt Yin und fördert eine sanfte Entgiftung.
  • TCM-Aspekt: harmonisiert den Verdauungstrakt, unterstützt die Ausleitung von Toxinen.

Petersilie

  • Geschmack & Temperatur: scharf, warm
  • Wirkt auf: Blase, Magen
  • Wirkung: bewegt Qi, fördert die Harnausscheidung und leitet Feuchtigkeit aus.
  • TCM-Aspekt: verhindert, dass sich zu viel Kälte oder Feuchtigkeit durch die grünen Zutaten ansammelt.

Zitrone (optional)

  • Geschmack & Temperatur: sauer, kühl
  • Wirkt auf: Leber, Magen
  • Wirkung: bewegt Leber-Qi, löst Stagnationen und klärt Hitze.
  • TCM-Aspekt: stärkt die Leberfunktion und harmonisiert den Geschmack des Shakes.

Olivenöl (optional)

  • Geschmack & Temperatur: süß, neutral
  • Wirkt auf: Leber, Magen, Dickdarm
  • Wirkung: nährt Yin, befeuchtet den Darm, unterstützt die Leber bei der Regeneration.

Energetische Gesamtwirkung

  • Temperatur: leicht kühlend
  • Geschmack: süß-bitter mit frischer Note
  • Wirkt auf: Leber, Milz, Magen, Dickdarm
  • Hauptwirkung:
    • Klärt Leber-Hitze und bewegt Leber-Qi
    • Nährt Blut und Yin
    • Unterstützt die Entgiftung über Leber und Darm
    • Harmonisiert die Mitte durch Haferkleie und Hanfsamen

Empfehlung nach CM

  • Ideal im Frühling oder bei Leber-Qi-Stagnation (z. B. Gereiztheit, Spannungsgefühl, Kopfschmerzen, Hautprobleme).
  • Wenn Du innerer KälteMilz-Qi-Schwäche mit Durchfall oder Yang-Mangel hast/spürst – füge Ingwer und weißen Pfeffer hinzu, um die Mitte zu schützen und diesen Shake ebenfalls nutzen zu können!

Zusammenfassung:
Dieser Shake kühlt, reinigt und harmonisiert die Leber, stärkt gleichzeitig Milz und Blut – ein perfekter Begleiter für sanfte Detox-Phasen und emotionale Balance, aber auch nach körperlicher Belastung 🙂

Mit den „Greens“ und allen anderen Zutaten kannst Du nicht nur Deine Leber auf Vordermann bringen; auch alle anderen Körperzellen freuen sich über diesen Autophagie- Aktivator- dieser Shake eignet sich ideal als morgendlicher Leber-Booster oder Regenerationsdrink nach körperlicher Belastung. Durch die Kombination aus schwefelhaltigen Pflanzenstoffen, Antioxidantien und pflanzlichem Eiweiß wird die Glutathionproduktion der Leber gefördert – ein zentraler Mechanismus für die Zellregeneration und Entgiftung.

Ich wünsche Dir eine gute Woche, bleib gesund und genieße Kerzenschein und ruhige Abende- alles Liebe…

Kira

Kribbeln im Gesicht oder an den Lippen- oh NEIN

… und oft sind sie so schnell da- die kleinen, juckenden und brennenden Bläschen an der Lippe oder im Gesicht 🙁

Lippenherpes ist so weit verbreitet- wie sieht es die Chinesische Medizin?

Lippenherpes (Herpes labialis) wird in der Chinesischen Medizin (CM) nicht als isolierte Viruserkrankung betrachtet, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts von Qi, Blut und den Funktionskreisen der Organe. Die Ursachen werden differenziert nach inneren und äußeren Faktoren, die das Auftreten der Bläschen begünstigen.

In der CM gilt Lippenherpes als eine Manifestation von Wind, Hitze und Feuchtigkeit, die sich an der Oberfläche des Körpers, insbesondere im Bereich der Lippen, ansiedeln. Die Lippen stehen in enger Beziehung zum Milz- und Magen-Funktionskreis, weshalb Störungen in diesen Organen häufig als Grundlage gesehen werden.

Hauptursachen nach CM:

1. Eindringen von Wind-Hitze

  • Akute Lippenbläschen mit Rötung, Brennen und Schmerzen deuten auf einen Befall durch Wind-Hitze hin.
  • Oft ausgelöst durch äußere Faktoren wie Sonne, Wind oder plötzliche Temperaturwechsel.

2. Stagnation von Leber-Qi und aufsteigende Leber-Hitze

  • Stress, Ärger oder emotionale Anspannung führen zu einer Stauung von Leber-Qi.
  • Diese Stauung wandelt sich in Hitze, die nach oben steigt und die Lippen befällt.
  • Typisch: wiederkehrende Herpes-Episoden bei Stress.

3. Milz- und Magen-Hitze

  • Ungesunde Ernährung (scharf, fettig, Alkohol, Zucker) erzeugt innere Hitze und Feuchtigkeit.
  • Diese Hitze steigt nach oben und manifestiert sich an den Lippen.

4. Schwäche von Qi und Yin

  • Häufige Rückfälle oder langanhaltende Verläufe deuten auf eine Schwäche von Milz-Qi oder Nieren-Yin hin.
  • Das Immunsystem ist geschwächt, wodurch pathogene Faktoren leichter eindringen können.

Typische Muster und Symptome:

MusterHauptsymptomeTCM-Erklärung
Wind-HitzePlötzliches Auftreten, Rötung, Brennen, FiebergefühlAkuter Befall durch äußere Hitze
Leber-HitzeStressauslöser, Reizbarkeit, rote Augen, trockener MundAufsteigende Hitze durch Leber-Qi-Stagnation
Magen-HitzeHeißhunger, Mundgeruch, Bläschen nach scharfem EssenÜberschüssige Hitze im Verdauungssystem
Qi-/Yin-MangelHäufige Rückfälle, Müdigkeit, trockene LippenSchwache Abwehrkräfte, unzureichende Kühlung

Therapieansätze in der CM:

  • Akut: Kühlende Kräuter (z. B. Lonicera, Forsythia), Ausleitung von Wind-Hitze.
  • Chronisch: Stärkung von Qi und Yin (z. B. Astragalus, Rehmannia), Regulierung von Leber und Milz.
  • Akupunkturpunkte: Dickdarm 4 (Hegu), Magen 36 (Zusanli), Leber 3 (Taichong), DuMai14 (Dazhui) – je nach Muster.
  • Lebensstil: Stressabbau, ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Übermaß an Alkohol, Zucker und scharfen Speisen.

Die CM als ganzheitlich arbeitende Medizin- sieht Lippenherpes als ein Zusammenspiel von äußeren pathogenen Faktoren (Wind-Hitze) und inneren Ungleichgewichten (Leber-Hitze, Magen-Hitze oder Qi-/Yin-Schwäche). Die Behandlung richtet sich daher nicht nur auf die akuten Bläschen, sondern auf die langfristige Harmonisierung von Körper und Geist.

Was kannst DU zu Hause tun?

Ein Kräuterdampfbad kann die Heilung von Lippenherpes unterstützen, indem es die Durchblutung fördert, die Haut beruhigt und antivirale Pflanzenstoffe direkt an die betroffene Stelle bringt. Es ersetzt keine medizinische Behandlung, kann aber eine wohltuende Ergänzung sein.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 1 EL getrocknete Melissenblätter (wirkt antiviral)
  • 1 EL getrocknete Salbeiblätter(entzündungshemmend)
  • 1 EL getrocknete Kamillenblüten(beruhigend, wundheilungsfördernd)
  • Optional: 3 Tropfen Teebaumöl oder Lavendelöl (antiviral, antiseptisch)

Zubereitung

  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Die Kräuter in eine hitzebeständige Schüssel geben.
  3. Das kochende Wasser über die Kräuter gießen.
  4. Kurz umrühren und 2 Minuten ziehen lassen.
  5. Optional die ätherischen Öle hinzufügen.

WIE?

  1. Den Kopf über die Schüssel beugen (etwa 30–40 cm Abstand).
  2. Ein Handtuch über Kopf und Schüssel legen, sodass der Dampf nicht entweicht.
  3. Die Dämpfe 5–10 Minuten einatmen und dabei die Lippenpartie direkt vom Dampf umhüllen lassen.
  4. Danach die Haut vorsichtig trocken tupfen, nicht reiben.
  5. Anwendung 1–2 Mal täglich wiederholen, bis die Bläschen abklingen.

Tipps:

  • Verwende das Dampfbad bei den ersten Anzeichen (Kribbeln, Spannungsgefühl), da es in frühen Stadien am wirksamsten ist.
  • Achte darauf, dass der Dampf nicht zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Nach dem Dampfbad kann eine Melissencreme oder ein antivirales Gel aufgetragen werden, um den Effekt zu verstärken.

Dieses Kräuterdampfbad ist eine sanfte, natürliche Methode, um Herpesbeschwerden zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Bei häufig wiederkehrenden oder sehr starken Ausbrüchen sollte jedoch unbedingt die Empfehlung/ Behandlung durch eine Kompetenzperson eingeholt werden.

In der CM gibt es zahlreiche Rezepturen, die je nach Krankheitsprofil eingesetzt werden- eine sehr häufige ist Yin Qiao San, die je nach individuellem Bild zusammen gestellt wird und u.a. Forsythiae und Lonicerae… enthält.

Lippenherpes ist keine Bagatelle- solltest Du öfter damit zu tun haben, liegt eine tiefe Dysbalanca vor, die auf jeden Fall begutachtet werden sollte- oft sind es Kleinigkeiten, die das Ausheilen unterstützen 🙂

Habe ich Dich angesprochen? Benötigst DU Unterstützung? Dann melde Dich gerne per Mail und vereinbare einen Termin in der Praxis.

Ich wünsche Dir eine gesunde Zeit- einen wunderbaren Übergang in den Oktober und sende Dir herzliche Grüße von Herzen…

Kira

auch Lavendel ist hilfreich- besonders als ätherisches Öl

Was Du über den Apfel SO noch nicht wusstest!

Herzlich Willkommen auf meinem BLOG- schön, dass DU hier bist!

Wie geht es Dir mit diesem lauen September? Greifst Du jetzt auch wieder öfter zu Äpfeln?

Äpfel gelten als sehr gesundes Obst- das trifft für eine Vielzahl von Menschen zu- aber eben nicht alle!

Ich habe dazu dieses Fallbeispiel und einige Informationen für Dich…

Im letzten Jahr stellte sich ein Patient vor- nennen wir ihn Fred(43 Jahre). „Fred“ hatte ständig Kopfschmerzen, fühlte sich oft aufgebläht und war mit sich selbst unzufrieden; O-Ton:“ Ich fühle mich wie ein Fass.“ Dabei war „Fred“ sehr sportlich, ein reger Arbeiter in seiner eigenen Firma; sehr gesundheitsorientiert…seine Vitalwerte waren unauffällig; ebenso die Haltung- keine muskulären Dysbalancen- in einer Arztpraxis hätte man ihm gesagt „Alles in Ordnung; es ist nichts zu finden; Sie sind gesund“

„Fred“ führte dann über eine Woche sehr akribisch ein Ernährungstagebuch und dabei stellte sich heraus, dass er am Abend nur ein bis zwei Äpfel aß und dann ab ca. 21:00 Uhr extremen Heißhunger auf Süßes entwickelte; er griff dann aus Vernunft eher zu Trockenobst und Nüssen- LONG Story Short…

Er erzählte mir, dass er das schon seit längerer Zeit- etwa 1,5 Jahre- so macht. Wir haben dann den Beginn seiner Kopfschmerzen und das „Aufblähen“ eingrenzen können- es begann etwa 4-5 Monate, nachdem er aus „Vernunft“ am Abend nur noch so aß.

„Fred“ reagierte auf die Äpfel so, wie einige andere Menschen auch- er bekam Heißhunger und der Körper reagierte auf den „Überschuss“ an Zucker und rohen Nüssen mit Kopfschmerzen- „Fred“ stellte seine Ernährung um und innerhalb von zwei-drei Monaten fühlte er sich wieder gut- außer er isst „nüchtern“ Äpfel.

WARUM? Äpfel sind doch so gesund… Die CM und moderne, intergrative Ernährung kann dieses Paradoxum erklären:

Ein Apfel gilt zwar als gesund, kann aber bei manchen Menschen tatsächlich Heißhunger auslösen. Das hängt vor allem mit seiner Zusammensetzung und der individuellen Reaktion des Körpers auf Zucker und Insulin zusammen.

Gründe:

  • Hoher Fruchtzuckergehalt (Fruktose & Glukose)– Äpfel- besonders die modernen Sorten- enthalten einen extrem hohen Anteil an schnell verfügbaren Zuckerarten. Diese gehen rasch ins Blut über und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen. Der Körper reagiert mit einer Insulinausschüttung, die den Zucker schnell in die Zellen transportiert. Bei empfindlichen Menschen fällt der Blutzuckerspiegel danach zügig wieder ab – das kann Heißhunger auslösen.
  • Geringer Eiweiß- und Fettgehalt– Ein Apfel liefert fast ausschließlich Kohlenhydrate, aber kaum Eiweiß oder Fett. Beides sind Nährstoffe, die länger sättigen. Deshalb hält die Sättigung nach einem Apfel oft nicht lange an.
  • Individuelle Insulinempfindlichkeit
    Menschen mit einer höheren Insulinempfindlichkeit oder einer Neigung zu Blutzuckerschwankungen (z. B. bei Insulinresistenz oder reaktiver Hypoglykämie) reagieren stärker auf den Zuckerschub – was den Heißhunger verstärkt.
  • Psychologische Komponente– Der süße Geschmack kann das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren. Bei manchen Menschen verstärkt das die Lust auf mehr Süßes oder lässt einen Heißhunger eintreten.
  • Sichtweise der CM– Rohes ist für Menschen, die eine „schwache“ Mitte haben, auf nüchternen Magen nicht gut zu verdauen. Dazu zählt insbesondere Obst, aber auch Nüsse oder frisches Brot.
  • Weitere Symptome können sein- ein kleiner Auszug: Müdigkeit, extreme Blähungen, Schwächegefühl, Zittern, Müdigkeit am Morgen, nächtliches Aufwachen zwischen 2-4 Uhr; Völle, im Labor zeigen sich dann oft auch Auffälligkeiten in den Leberwerten…

Tipps, um Heißhunger nach einem Apfel zu vermeiden:

  • Einen Apfel mit Eiweiß oder Fett kombinieren (z. B. mit Nüssen, Käse)- dies stabilisiert den Blutzuckerspiegel.
  • Sorten mit weniger Zucker und mehr Ballaststoffen wählen (z. B. Boskop, Elstar oder Krummstiel).
  • Den Apfel nicht auf nüchternen Magen essen, sondern als Teil einer Mahlzeit oder als Kompott.

Rezept für mehr Bekömmlichkeit der Äpfel:

  • 5 Äpfel (z. B. Boskop, Elstar oder Jonagold – je nach gewünschter Süße)
  • 100 ml ungesüßter Apfelsaft + Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Zimt und Kardamom, eine Prise Kubebenpfeffer
  • ½ TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
  • 50 g Nüsse und Kerne der Wahl, grob gehackt
  • Optional: 1 Esslöffel gehackte Rosinen oder Datteln (für zusätzliche Süße)

Zubereitung:

  • Äpfel vorbereiten– Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  • Kompott kochen-Die Apfelstücke mit Apfel- und Zitronensaft und den Gewürzen in einen Topf geben- zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 10–15 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.
    Je nach gewünschter Konsistenz die Äpfel mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken oder fein pürieren.
  • Nüsse hinzufügen– die gehackten Nüsse in einer kleinen Pfanne ohne Öl kurz anrösten, bis sie duften. Anschließend unter das Kompott rühren.
  • Verfeinern– wer es süßer mag, kann am Ende Rosinen oder fein gehackte Datteln untermischen.
  • Warm oder kalt genießen – pur, als Dessert oder als Topping für Porridge, Eierkuchen, Kartoffelpuffer oder Waffeln 🙂

Übersicht nach Zuckergehalt der Äpfel:

  • Zuckerarm (bis 7 g/100 g): Granny Smith, Boskop, Krummstiel,
  • Mittel (7–9 g/100 g): Elstar, Braeburn, Jonagold, Cox Orange
  • Zuckerreich (ab 10 g/100 g): Gala, Fuji, Golden Delicious

(Quelle: Fachbuch Ernährungstherapie)

Meine Empfehlung:

Durch den Fruchtzucker kannst Du bspw. in Waffeln und Eierkuchen/ Kartoffelpuffer den Industriezucker/Rohrohrzucker komplett weglassen- das unterstützt Dich in einer guten Funktionalität Deiner Verdauung und ist deutlich gesünder für den Stoffwechsel.

Buchweizenwaffeln mit Galaktose-Puder und dem Apfel-Nuss-Kompott

Solltest Du Dich in „Fred“ wiedererkennen, dann lass rohe Äpfel bzw. generell rohes Obst weg oder konsumiere es erst nach der Mahlzeit als „Dessert“-

… an diesem Beispiel zeigt sich wieder einmal- in der Ernährung gemäß der CM gibt es keine Verbote; es kommt auf eine vernünftige Kombination und den Zeitpunkt/Zustand des Lebensmittels an, welches ich konsumieren möchte, ohne dass es mich einschränkt 🙂

Ich wünsche Dir eine gute Bekömmlichkeit, bei dem, was Du essen möchtest- guck genau hin, wie es Dir in Deinem Wohlbefinden Unterstützung gibt oder eben nicht- alles Liebe!

Kira

Sonnengelb- mit dem Gruß der Sonne in den Herbst

Sei Willkommen im September- der Frühherbst grüßt hier am Tollensesee mit einem immer noch wärmenden Sonnenwetter. Es ist eine spannende Zeit- noch immer ein wenig Feuer vom Sommer und doch schon die frischen Morgende mit Feuchtigkeit auf dem Rasen… und natürlich der Ernte- bei uns haben wir gelbe Bete geerntet und diese natürlich gleich verarbeitet:

  • Gelbe Bete ist mit frischen Mohrrüben wunderbar für ein Kimchi geeignet- Rezept siehe unten.
  • Gelbe Bete ist ein perfektes Gemüse für den Backofen- einfach die Bete- in dünne Scheiben geschnitten- mit rohen, etwas dickeren Kartoffelscheiben in eine Form schichten, würzen und mit Öl beträufeln und bei 200 Grad Umluft im Backofen bissfest garen- mit frischen Tomaten servieren oder Fleisch dazu grillen- lecker!

Rezept für das Kimchi- es lässt sich wunderbar variieren – auch mit gelber Bete und Möhren entsteht ein aromatisches, leicht süß-scharfes Ferment, das voller probiotischer Kräfte steckt:

Zutaten (für ca. 1,5 Liter Glas)

  • 500 g gelbe Bete
  • 400 g Möhren
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Stück Ingwer (ca. 5 cm)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Apfel oder Birne (für leichte Süße)
  • 2 EL grobes Meersalz (ohne Rieselhilfen)
  • 2 EL Fischsauce oder Sojasauce (vegan)
  • 2–3 EL koreanisches Chilipulver (Gochugaru, nach Geschmack)
  • 1 TL Zucker oder Reissirup (optional, für die Fermentation)
  • 150 ml Wasser

Zubereitung:

  • Gemüse vorbereiten
    Gelbe Bete und Möhren schälen und in feine Stifte oder dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in 3–4 cm lange Stücke schneiden.
  • Salzen
    Das Gemüse in einer großen Schüssel mit dem Meersalz vermengen und gut durchkneten, bis Flüssigkeit austritt. 1 Stunde ziehen lassen, dabei gelegentlich wenden.
  • Paste herstellen
    Ingwer, Knoblauch, Apfel/Birne, Fischsauce/Sojasauce, Chilipulver, Zucker und Wasser in einem Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer glatten Paste verarbeiten.
  • Mischen
    Das Gemüse abgießen (die Flüssigkeit aufbewahren) und mit der Gewürzpaste gründlich vermengen, bis alles gleichmäßig überzogen ist.
  • Abfüllen
    In ein sauberes Bügel- oder Schraubglas füllen, dabei fest nach unten drücken, sodass möglichst wenig Luft eingeschlossen bleibt. Mit etwas von der aufgefangenen Salzlake auffüllen, bis das Gemüse vollständig bedeckt ist.
  • Fermentieren lassen
    Glas verschließen, aber nicht luftdicht (oder täglich kurz öffnen, um Gase entweichen zu lassen). Bei Zimmertemperatur 3–5 Tage fermentieren lassen. Je nach gewünschtem Geschmack kann die Fermentationszeit auch bis zu 2 Wochen betragen.
  • Lagern
    Sobald das Kimchi den gewünschten Säuregrad erreicht hat, im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält es mehrere Monate und entwickelt weiter an Tiefe im Aroma.

Servieren:

Dieses Kimchi passt hervorragend zu Reisgerichten, verschiedenen Gerichten in Schalen(Bowls), gebratenem Tofu oder als würzige Beilage zu Suppen. Durch die gelbe Bete erhält es eine schöne goldene Farbe und eine milde, erdige Süße, die sich perfekt mit der Schärfe des Chilis verbindet.

Mehrwert der Bete aus Sicht der Chinesischen Medizin:

  • Gelbe Bete wird in der CM ähnlich wie rote Bete betrachtet, jedoch mit etwas milderer, erdigerer und „wärmerer“ Wirkung. Sie gilt als ein Nahrungsmittel, das sowohl Qi als auch Blut stärkt und durch ihre gelbe Farbe zusätzlich dem Funktionskreis Milz/Magen zugeordnet wird.

Die Energetik:

  • Geschmack: süß
  • Thermische Wirkung: neutral bis leicht wärmend
  • Wirkrichtung: nach innen, stärkend und harmonisierend
  • Zugeordnete Funktionskreise/Energien: Milz, Magen(Erde), Leber(Holz), Herz(Feuer)
  • Blutaufbau und -stärkung: Gelbe Bete nährt das Blut, unterstützt die Leberfunktion und kann bei Blutmangel (z. B. Müdigkeit, fahle Haut, Schwindel) hilfreich sein.
  • Qi-Stärkung: Durch ihren süßen Geschmack kräftigt sie Milz und Magen, fördert die Verdauung und verbessert die Aufnahme von Nährstoffen.
  • Entgiftung und Leberunterstützung: Sie wirkt regulierend auf die Leber, harmonisiert den Qi-Fluss und kann Stagnationen lösen.
  • Feuchtigkeit transformierend: In Maßen eingesetzt, hilft sie Milz und Magen, Feuchtigkeit und Schleim zu transformieren, ohne die Organe zu sehr zu belasten.
  • Herzstärkung: Durch die blutnährende Wirkung wird auch das Herz unterstützt, was sich positiv auf Konzentration, Schlaf und innere Ruhe auswirkt.

Indikationen:

  • Blutmangel (z. B. blasse Haut, brüchige Nägel, Schwindel)
  • Milz-Qi-Schwäche (Müdigkeit, schwache Verdauung, weicher Stuhl)
  • Leber-Qi-Stagnation (innere Anspannung, Reizbarkeit, Verdauungsbeschwerden)
  • Rekonvaleszenz nach Krankheit oder Schwächezuständen- als Suppe mit Huhn oder Rindfleisch 🙂

Na- hast Du Appetit bekommen, es mal mit der gelben Bete zu versuchen?

Ich wünsche Dir gutes Gelingen- von Herzen alles Liebe!

Kira

„Auf der Wiese habe ich gelegen…“

… und ich habe kein Gras gekaut 😉 , sondern das weiße Labkraut, das Wiesenlabkraut für einen „Leichtigkeits-Tee“ gepflückt… UND damit sei herzlich eingeladen, hier wieder zu lesen.

Die Gesundheit von der Wiese, aus dem Garten… ich stelle fest, dass Sie so wunderbar greifbar ist, wenn wir es zulassen, uns einlassen.

Das weiße Wiesenlabkraut – da steckt schon das gewisse ETWAS im Namen… LAB… Laben:

  • Das Kräutlein gehört zu den ältesten und wirksamsten Heilkräutern der Wiese, wird allerdings unterschätzt, weil es kaum gekannt/ erkannt wird. Schau Dir die filigranen Blüten, Blätter, Stengel an; schau Dir an, wie es rankt und wächst- dann kannst Du die Wirkung; die Wirktiefe im Körper erkennen.

Wirkungen gemäß der Traditionellen Europäischen Heilkunde:

  • Entzündungshemmend– kann bei der Linderung von Entzündungen im Körper helfen bspw. mit Tropfen oder als Tee; bei unterschiedlichen Ödemen…
  • Harntreibend– unterstützt die Ausscheidung über die Nieren und kann bei Blasen- und Nierenproblemen eingesetzt werden; aktiviert die Autophagie bspw. mit einem Tee im Zusammenhang mit Schafgarbe, Goldrute…
  • Wundheilend– kann bei der Behandlung von Hautausschlägen und kleinen Wunden unterstützend wirken bspw. mit Waschungen aus einem Sud.
  • Beruhigend– wird zur Beruhigung bei Unruhezuständen, leichten Depressionen und Nervenstärkung eingesetzt… als Tee bspw. mit Passionsblume und Hopfen.
  • Krampflösend– kann bei Magen-Darm-Krämpfen und anderen krampfartigen Beschwerden helfen bspw. als Tropfen. 
  • Blutstillend– kann bei kleineren Blutungen unterstützend wirken z.B. als Auflagen, Kompressen.
  • Lymphe anregend– unterstützt das Lymphsystem bei der „Arbeit“ des Körpers z.B. als Tee.

Wirkung gemäß der Chinesischen Kräutermedizin:

  • Leber, Lunge, Galle, Blase- die Energetik dieser Funktionskreise wird unterstützt und Disharmonien ausgeglichen. 
  • Blutreinigung- wirkt bewegend und klärend auf Blut Xue und kann somit bei verschiedenen Hautproblemen und anderen Erkrankungen helfen, die mit verunreinigtem Blut in Verbindung stehen. 
  • Ausscheidung und Transformation von Schleim/Feuchtigkeit- kann bei gestörtem Lymphfluss unterschiedlicher Genese, bei Ödemen oder anderen Feuchtigkeits- und Schleim-Problemen helfend wirken.

Mein persönlicher Favorit gegen schwere Beine im heißen Sommer:

  • Mit dem Alter 😉 braucht die Funktionalität neben Yoga und Bewegung … eben auch ein MEHR an Kräutern; ich als echtes Nord- und Winter-„Kind“ habe ein Thema mit Hitze; ab 23 Grad Celsius neige ich dazu, „schwere“ Beine zu bekommen… mir hilft ein Tee aus Wiesenlabkraut, FuLing(Poria, Kokospilz) und ChenPi(getrocknete Zitrusschale)- diese Kombination sorgt für eine Harmonie im Erd- und Wasserelement und natürlich für „leichte“ Beine
Fu Ling/Kieferschwamm- starkes Mittel gegen Feuchtigkeit
Chen Pi- getrocknete Zitrus/Mandarinen-Schale- stärkt das Erdelement

Meine Empfehlung- lege Dich mal wieder auf eine Wiese und suche nach den kleinen, zarten, weißen Blüten… Wiesenlabkraut ist nicht nur ein Heilmittel- es ist auch eine Wohltat für die Augen- innerlich, wie äußerlich 🙂 … alles Liebe wünscht Dir

Kira

Innerlicher Sonnenschutz

Guten Morgen zur neuen Juli-Woche; oh- was für ein wunderbares Wetter hatten wir in unserem Schweden-Urlaub… allerdings war ich ganz froh, dass ich in den vorherigen Wochen meinen Sonnenschutz zusätzlich von innen heraus aufgebaut habe. Ja- Du liest richtig… Sonnenschutz von innen geht- wie die Gesundheit auch- über die Ernährung und heute teile ich diese Erfahrung mit Dir:

  • Ich esse seit Jahren schon ab März jeden Tag zwei Möhren und trinke je 50 ml Möhren-, Tomaten- und Rote-Bete-Saft; dazu kommen täglich zwei bis drei Esslöffel frische Kräuter und zwei Handvoll grünes Gemüse; DENN…
  • … damit kann ich einen Lichtschutzfaktor(LSF) von 4 aufbauen und benötige für 20-30 Minuten dosierte Sonneneinstrahlung keine LSF-Creme.
  • Alle roten, gelben und orangen Gemüse, aber auch grünes enthalten Beta-Carotin, eine Vorstufe des fettlöslichen Vitamin A; dies lagert sich in den Zellen ein und agiert als „Radikalfänger“, sorgt aber auch für eine „Unempfindlichkeit“ und leichte Pigmentierung.

Lebensmittel und Nährstoffe, die als Sonnenschutz von innen wirken können:

Porridge mit körnigem Frischkäse und Mandeln/Datteln- reich an Antioxidantien-Schutz von innen
  • Carotinoide– natürlichen Farbstoffe, die in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommen, können vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden und als Antioxidantien wirken; enhalten bspw. in Möhren,Tomaten, Süßkartoffeln, Aprikosen, Kürbis…- dazu müssen zwingend gute Fette aufgenommen werden, die Du in Nüssen, kaltgepressten Ölen oder auch wertvollen Milchprodukten findest
  • Lycopin– ein sehr starkes Antioxidans (fettlöslicher Pflanzenfarbstoff), das Du bspw. in Tomaten findest und dazu beitragen kann, die Haut vor Schäden durch UV-Strahlung zu schützen; unabhängig davon ist es generell ein „Schutz“ der Zellen gegen Entartung und wirkt entzündungshemmend 🙂 . Anders als bei den Vitaminen wirkt es besser, wenn die Tomaten leicht gegart werden.
  • Vitamin C– der Entzündungshemmer schlechthin und spielt auch eine positive Rolle bei der Kollagenproduktion; kann somit die Haut vor Schäden durch freie Radikale schützen, die durch UV-Strahlung entstehen. Du findest es bspw. in Hagebutten, Sanddorn, Zitrusfrüchte, Beeren, Kiwis, Paprika u.a. Gemüsen und Obst.
  • Vitamin E als weiteres fettlösliches Vitamin und wichtiges Antioxidans, das die Haut vor Zellschäden durch freie Radikale schützen kann, welches Du in Nüssen, Samen, Avocado, kaltgepressten Pflanzenölen… findest 
  • Omega-3-Fettsäuren helfen Dir, die Haut vor Entzündungen zu schützen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Sonneneinstrahlung zu erhöhen- diese hilfreichen Fettsäuren findest Du in fettreichem Fische (Lachs, Makrele), Leinsamen, Chiasamen, Walnüssen, Para-nüssen(auch noch Selen) aber auch den Ölen aus Samen und Nüssen.
  • Zink– der Allrounder zum Zellschutz und gegen Entzündungen spielt eine Rolle bei der Zellteilung und dem Schutz der Haut vor oxidativem Stress und dieses edle Spurenelement findest Du in Fleisch, Innereien, Milchprodukten, Nüssen/Samen, Vollkornprodukten und auch Legominosen(bspw. Hülsenfrüchten).
MANDELN als Kerne- reich an Radikalfängern

Für einen effektiven Schutz von „INNEN“ benötigt Dein Körper Zeit- daher fange ich spätestens im März an 😉 – etwa nach 4-6 Wochen tritt der Effekt ein und um ganz sicher zu gehen- integriere die genannten LM doch das ganze Jahr in Deinen Speiseplan. Du lebst vegetarisch/ vegan- kein Problem- nutze die breite Palette der Samen, Nüsse, Früchte, Gemüse, Legominosen, Vollkornprodukte und/oder auch Eier/ maßvoll Milchprodukte(ovo-lakto-vegetarisch).

ACHTUNG! Natürlich gehören guter Sonnenschutz und angepasste Kleidung im Sommer dazu. Für eine gute Vitamin-D-Produktion und natürlich Dein Wohlbefinden reichen 20-30 Minuten ohne Creme und Sonnenbrille in den Morgen- oder Abendstunden- ansonsten ab in den Schatten und den Strand nur mit gutem(biologischem) Schutz besuchen und auch dort Schirm und Mütze benutzen 😉

Genieße den Sommer, hab eine eine gute, gesunde, inspirierende und spannende Woche!

Herzlichst-Kira

Sonnenaufgang im Sommer am Meer

Das wahre Gesicht der Gundelrebe

Herzlich Willkommen im Juni- dem Monat mit dem längsten Tag des Jahres. UND wie schön ist es doch, dass uns ein – aus meiner Sicht- ganz besonderes Kräutlein auch im Sommer zur Seite steht- die Gundelrebe/ der Gundermann 🙂

Das blau- violett- weiß blühende, rankende Kraut ist eines unserer stärksten Kräuter, wenn es um das Immunsystem geht; gemäß der Chinesischen Kräuterlehre wirkt es sowohl wärmend als auch frisch; ist im Geschmack leicht bitter- herb und hat einen positiven energetischen Einfluss auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Nieren,Blase, Leber,Galle, Magen und Milz und… es hat sowohl einen starken Yang als auch Yin-Pol; wirkt dank der Inhaltsstoffe Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherischen Öle und Saponine entzündungshemmend, verdauungsfördernd, harntreibend, antibakteriell, antiviral, schleimlösend, hustenlindernd, schwermetallausleitend (besonders bei Blei) und kann äusserlich-auch als Blattauflage- wundheilend und entzündungshemmend wirken.

Glechoma hederacea- so der wiss. Name- ist auch als Präventiv-Mittel ganz wunderbar; einige Tropfen der Urtinktur täglich in Wasser getrunken stimulieren die Immunkompetenz Deines Körpers und Du benötigst keine teuren Life-Style-Produkte 🙂

Rezept für ein ätherischen Ölextrakt:

  • Frische Blätter im Juni-Juli sammeln, säubern (nicht waschen) und ein Schraubglas zur Hölfte mit dem frischen Kraut füllen, verschliessen und 4 Tage in die Sonne stellen. Die am Boden des Glasses gesammelte helle Flüssigkeit nach einigen Tagen vorsichtig abseihen und in ein dunkles Gefäss an einem kühlen Ort aufbewahren, zur besseren Haltbarkeit mit Alkohol (30%) mischen. Indikationen: Wunden, Hundebisse, Narben, Geschwüre andere Verletzungen.

Soweit- so gut… was aber noch interessant ist… die Signatur der Pflanze aus der traditionellen Heilkunde Europas heraus:

  • Bei der Gundelrebe geht es um Loslassen und Erneuerung, Gelassenheit und lebenerweckende Wärme.
  • Die unscheinbare, zwerghafte Gestalt der Gundelrebe trägt ein höchst lebendiges Licht- und Wärmewesen in sich. Dieses vermag die durch innere Kälte gestockten und erstarrten Prozesse wärmend zu durchdringen und neu zu beleben.
  • Sie vermittelt das lösende Vermögen, Zustände, die – bewusst oder unbewusst – festgehalten
    wurden und dadurch nicht mehr im lebendigen Prozess der fortwährenden Veränderung stehen, zu erneuern. So können seit langem erstarrte Prozesse wiederum in den Lebensfluss aufgenommen werden.
  • Glechoma hederacea beendet Winterstarre und Dunkelheit durch lösende Wärme- und Lichtkräfte und lässt so neue Lebensenergie durch die Adern fliessen.
  • Ganz wunderbar ist- Gundelrebe greift nie forcierend ein. Das Wesen der Pflanze verkörpert Gelassenheit, Geduld und innere Ruhe und das Vertrauen auf die helfenden Naturkräfte. Die Wesenskräfte dieser Heilpflanze stärken den Menschen in seinem Glauben an das Wunderbare, an das Leben selbst (Quelle CERES Heilmittel).
Gundelrebe wächst auch zwischen Steinen und auf genügsamen Böden- eine wichtige Signatur

Ich setze sehr gerne die Urtinktur ein, da diese so einfach und doch soooo wirksam ist:

  • Glechoma hederacea Urtinktur ist insbesondere bei langwierigen, hartnäckigen und zehrenden Krankheitszuständen angezeigt; bspw. bei Erkrankungen der Atmungsorgane wie Katarrh, Bronchitis, Asthma, Schnupfen, Schleimhautentzündungen, aber auch bei Nieren-Blasenbeschwerden (Reizblase) oder auch als Frühjahrs- und Stoffwechselkur; bei Stoffwechselerkrankungen.

Meine Erfahrung in der Praxis zeigt, dass entsprechend der Legende von der Gundelrebe, gerade bei verzweifelten Zuständen, bei langwierigen Erkrankungen, die so gar nicht enden wollen, Gundels Rebe ganz wunderbar wirkt.

Die Legende von der Gundelrebe:

In alter Zeit, als die Wälder noch dicht und geheimnisvoll waren, lebte in einem kleinen Dorf eine junge Frau namens Gundel. Sie war bekannt für ihre Güte und ihr Wissen um die Heilkraft der Pflanzen. Eines Tages wurde das Dorf von einer schweren Krankheit heimgesucht. Die Menschen litten, und niemand wusste Rat. Verzweifelt suchte Gundel im Wald nach einer Pflanze, die helfen könnte. Nach vielen Stunden entdeckte sie eine zarte, violett blühende Pflanze, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Als sie die Blätter berührte, flüsterte der Wind ihren Namen: „Gundelrebe, Gundermann – nimm mich mit und hilf den Deinen!“ Gundel sammelte das Kraut, bereitete daraus einen Sud und gab ihn den Kranken zu trinken. Wie durch ein Wunder wurden die Menschen gesund. Aus Dankbarkeit nannten sie die Pflanze fortan „Gundelrebe – nach der mutigen Gundel, die das Kraut fand und ihr Dorf rettete. Seither sagt man, dass die Gundelrebe(Gundermann) nicht nur Krankheiten heilt, sondern auch die Herzen der Menschen stärkt, die Gutes tun. Und wer in einer lauen Frühlingsnacht im Wald ganz genau hinhört, kann vielleicht Gundels Stimme im Wind vernehmen, wie sie den Suchenden den Weg zur Gundelrebe weist-…

UND… hoffentlich findest Du sie und DEINEN Weg ebenfalls 🙂 – alles Liebe!

Kira

Gundelrebe- und Lavendelblüten als ätherisches Öl 🙂

Weihrauch- mehr als nur Kirchenduft

Guten Morgen zur neuen Woche und ein herzliches WILLKOMMEN an Dich hier auf meinem Blog.

In der letzten Woche habe ich für die Praxisarbeit neues Weihrauchöl angesetzt; schauen wir uns das Harz- Boswelia oder Olibanum- doch mal genauer an:

  • Boswelia wird vom Weihrauchbaum gewonnen und ist unglaublich wertvoll in der Chinesischen Medizin, traditionellen europäischen und arabischen Heilkunde. Schon Seneca und Hildegard von Bingen schwörten auf das Harz.
  • Olibanum ist warm vom Temperaturverhalten, im Geschmack scharf-bitter, wirkt unter anderem adstringierend und sehr wirksam auf die Energetik der Funktionskreise Herz, Leber, Gallenblase, Lunge, Gedärme und das Haus des Blutes den Uterus.
  • Durch die ätherieschen Öle und wertvollen Schleimstoffe besteht eine schmerzstillende, menstruationsfördernde, antiseptische, keimtötende, krampflösende, fiebersenkende, beruhigende, trocknende, auswurffördernde und auch galletreibende Wirkung.

Einsatz gemäß der Chinesischen Heilkunde:

  1. Blut bewegend bei: Dysmenorrhö, Palpitationen, äusserlich als Auflage bei: Verletzungen, Wunden, Hämatomen, Kälte-Bi(Kälte-Rheuma), Hautblutung, Geschwür, Furunkel, Verhärtung, Schwellungen
  2. Hitze eliminierend und Toxine ausleitend bei: Gastritis mit Erbrechen, Magenschleimhautentzündung, Abszess- durchbruchfördernd-, Karbunkel- und Furunkel-Reifung
  3. Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend (Rheuma/Bi-Syndrom) bei: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  4. Qi regulierend und bewegend bei: Verschlossenheit, Geschlagenheit, Unruhe, Konzentrations-störungen (Räucherung), Obstipation, Verstopfung, Tumor-Prophylaxe, Krebstherapie-Begleitung
  5. Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend bei: Durchfall, Darmblutung, Hämaturie-Blut im Urin, Enteritis-Darmentzündung, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Darmmykosen, Lungenerkrankungen wie bspw. Husten, Bronchitis, Asthma bronchiale, Laryngitis, Pharyngitis, Psoriasis, Schuppenflechte, Morbus Basedow, Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion- bei vielen chronisch verlaufenden Erkrankungen

Weihrauch ist wunderbar in Mischungen für den Bereich Schmerz- und Sporttherapie; bspw. fördert er nach dem Training die Regeneration; Verletzungen heilen deutlich besser aus!

ACHTUNG!!– Kontraindiziert ist Boswelia während der Schwangerschaft, da er sehr stark Blut bewegt und dadurch Wehen auslösen kann.

Zubereitungen:

  • Öl ansetzen- einfach eine Hand voll Knollen in ein Trägeröl geben bspw. Jojoba- oder franktioniertes Kokosöl, 4 Wochen stehen lassen, gut schütteln und dann für Einreibungen nutzen
  • Tinktur– 10-Weihrauchknollen in med. Alkohol oder 60%en einlegen; 1/3 Harz und 2/3 Alkohol, 6 Wochen stehen lassen; dann 30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.
  • Einfaches Weihrauchwasser- zwei-drei Knollen abends in Wasser einlegen und am nächsten Tag ist Dein Weihrauch-Trank fertig 🙂

Ein befreiendes Ritual für Körper und Geist:

  • Weihrauch, der Harz des Weihrauchbaumes mit dem Namen Boswellia, wird seit Jahrtausenden von Jahren für rituelle und religiöse Zeremonien eingesetzt. Sein markanter Duft wirkt intensiv reinigend – innerlich wie äußerlich. So befreit er nicht nur von negativen Gedanken und Gefühlen, wirkt beruhigend und fördert einen erholsamen Schlaf, sondern klärt auch Räume nach Streit und unerfreulichen Besuchen.
  • Mische Fichtennadeln, Weihrauch, weißen Salbei und Holunder zu gleichen Teilen- verräuchere diese Mischung auf einem Stövchen- Du spürst sofort eine prickelnd-frische und gereinigte Atmosphäre.
  • Nutze diese Räuchermischung auch für ein Räucher-Sitzbad- einfach das Stövchen in einer Schale in die Toiletten-Schüssel stellen und dann darüber setzen- den Rauch etwa 10 Minuten aufnehmen- sehr gut bei Beschwerden im unteren Körper (Mann und Frau gleichermaßen).

Weihrauch ist noch so viel mehr- nutze ihn für Deine persönliche Zentrierung, Reinigung- gerade auch als therapeutisch wirkender Mensch; und natürlich einfach für Dein Wohlbefinden 🙂

Alles Liebe und eine gute Zeit wünscht Dir

Kira

Willkommen im Wonnemonat Mai

Guten Morgen und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Dir- jetzt im Mai morgens schon deutlich hell, oft mit Sonne und natürlich herrlich warme Tage.

Damit es Dir nicht zu heiß wird 😉 habe ich heute ein wunderbares Rezept für Dich:

  • Grün ist der Schlüssel für Frische. WARUM? Grünes Gemüse und grüne Kräuter wirken meistens frisch und senken ein zu starkes Yang nach unten ab.
  • Du benötigst: den Saft einer Zitrone, eine kleine Salatgurke, etwa 150 Gramm Wassermelone mit Schale, frische Minze und eine handvoll medizinische Chrysanthemenblüten oder Kamillenblüten; dazu nimm einen grünen Tee(250 ml), der nur maximal eine Minute Ziehzeit hatte oder einen Teelöffel Matcha-Pulver/ 200 ml Wasser…optional mit Kiwi, Spinat…dazu(siehe Foto)…
  • … gib alle Zutaten in einen Mixer, gut aufmischen, ggf. etwas Honig dazu geben, die festen Substanzen abseihen und dann langsam genießen.

Wirkung:

  • Wassermelone und Gurke sind mit die „kältesten“ Lebensmittel und daher bei Hitze wirksamer als Eiswürfel oder geeiste Speisen/ Getränke.
  • Gleichzeitig leiten sie die Hitze vom Kopf über den Urin aus und sorgen so für einen „kühlen“ Kopf, klare Augen und eine angenehme Frische im Körper.
  • Alle Zutaten versorgen Dich mit Spurenelementen und sorgen für einen super Zellstoffwechsel; das Getränk wirkt basisch und versorgt Dich elektrolytisch.
  • Alle Zutaten stecken voller Antioxydantien und beugen der Zellalterung vor.
  • Du kannst diesen Smoothie auch bei Allergien im Kopfbereich(Augen, Nase, Haut) einsetzen; aber auch bei Fieber, eitrigem Schnupfen und Halsschmerzen- sozusagen bei allen Erkrankungen, die auf Wind-Hitze zurückzuführen sind(Kaltes lindert, Heißes macht alles schlimmer).
Aber bitte mit Kernen 😉

Steckbrief Wassermelone:

  • führt Flüssigkeit zu, gehört zum Element Erde, ist im Geschmack süß, wirkt von der Temperatur her kalt/kühl;
  • kühlt Hitze, toxische Hitze, leitet nach unten aus, wirkt harntreibend; aktiviert energetisch die Funktionskreise: Herz, Leber, Blase, Niere und Gedärme
  • enthält die Spurenelemente: Kalium, Eisen, Mangan und Magnesium; die Vitamine: B3, B6, Folsäure, C, Karotinoide (Provit.A) und Lycopin
  • ist ein TOP-Yin-Tonicum gegen Yin-Hitze und baut Säfte auf
  • Schale der Wassermelone: wirkt mehr ausleitend; bitter und noch stärker auf Leber und Herz-Energetik; ansonsten ähnlich wie die Frucht; enthält noch mehr an Spurenelementen

Was besonders interessant ist:

  • Die kühlende Eigenschaft der Wassermelone kann auch eine beruhigende Wirkung auf den Geist haben und hilft, Reizbarkeit oder Nervosität zu lindern, die durch übermäßige Hitze entstehen können.
So ein kleines Stück reicht völlig für dieses Rezept

ACHTUNG:

  • Obwohl die Wassermelone viele gesundheitliche Vorteile bietet, gibt es auch einige Vorsichtsmaßnahmen, die in der CM berücksichtigt werden. Menschen mit einer sogenannten „kalten Konstitution“ oder diejenigen, die häufig unter Kälteempfindlichkeit, Durchfall oder Magenbeschwerden leiden, sollten den Verzehr von Wassermelone einschränken, da die kühlende Wirkung die Symptome verschlimmern könnte.
Letztes Jahr im Garten 🙂

Die Kerne:

Die Kerne der Wassermelone sind sehr gesund und haben viele wertvolle Nährstoffe. Sie werden in vielen Kulturen als nahrhafter Snack geschätzt. Einige der gesundheitlichen Vorteile von Wassermelonenkernen sind:

  • Reich an Nährstoffen: Eisen, Zink, Magnesium, Proteine, B-Vitamine
  • Gesunde Fettsäuren
  • Antioxidantien
  • Ballaststoffe
  • Die Kerne können roh mit der Wassermelone gegessen werden, aber sie müssen gut gekaut und nicht als Ganzes geschluckt werden. Sie sind allerdings manchmal schwer zu kauen und zu verdauen. Eine beliebte Methode, um die Nährstoffe zu nutzen, ist das Rösten der Kerne. Geröstete Wassermelonenkernen haben einen nussigen Geschmack und können als Snack, auf Salaten oder in Müslis verwendet werden.
  • Vermahle die Kerne zu einem feinen Pulver und füge dies zu in Smoothies oder Backrezepten, um von den Nährstoffen zu profitieren. Das Pulver kannst Du auch in Joghurt, Haferflocken oder als Zutat in Proteinshakes verwenden.

Meine Empfehlung: Achte unbedingt auf die Qualität der Zutaten bei der Verwendung in dieser Form- es sollte zumindest Bio-Qualität sein; bei den Chrysanthemenblüten empfehle ich sogar Apotheken-Qualität.

Soweit mein kleiner Exkurs und die Empfehlung – ich wünsche Dir eine schöne, inspirierende, sonnige und einfach fantastisch- gesunde Woche- alles Liebe…

Kira

Die Vogelmiere passt auch gut in den Smoothie 🙂

Zart-Blau blüht der Ehrenpreis

So kurz vor Ostern, noch mit der wunderbaren Pink-Moon-Energie im Rücken, kann ich zur Zeit aus dem Vollen schöpfen- der Ehrenpreis in seinen verschiedenen Formen blüht gerade so schön und ruft mir zu:“Pflück mich, nutze mich, verarbeite mich…“:

Persischer Ehrenpreis bei uns an der Gartenmauer 🙂
  • Ehrenpreis in allen Arten ist ein frisch- kühles Leberkraut; wirkt aber auch positiv auf Lungen-, Magen- und Milz-Energie.
  • Seine Inhaltsstoffe Bitter- und Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Iridoide, Saponine, Mannitol, Chlorogen- und Kaffeesäure sorgen für die entzündungshemmende, schleimlösende, adstringierende und beruhigende Wirkung.
  • Er ist ein perfektes Frühlingskraut, da es bspw. das zu stark aufsteigende Leber-Yang wieder im unteren Erwärmer verankert- daher nutze das Pflänzchen für Smoothies und Säfte.
  • Ehrenpreis heißt nicht umsonst „Shen-Kraut“ des Westens; durch seine Hitze- ableitende Wirkung kann er für Ruhe und Focus in Herz und Hirn sorgen.
  • Zusammengefasst- Du kannst Ehrenpreis einsetzen bei: Atemwegsbeschwerden, Asthma, Rheuma, Arthritis, Gicht, Hautproblemen, Kleine Wunden, Jucken, Magenverstimmung, Verdauungsprobleme, zur Blutreinigung, Blasenentzündung und nervösen Zuständen.
  • Nimm frisches Kraut oder getrocknetes für Aufgüsse, Tee’s, Kompressen, Oxymel, Auszüge und Tropfen.

Ein bisschen Magie:

  • Mit dem Räuchern von Ehrenpreis kannst Du leichter eine Verbindung zu den Naturgeistern herstellen.
  • Die Räucherung sollte immer im Freien stattfinden- das fördert die verbindung zur Natur 🙂
  • Der Ehrenpreis soll den Geist öffnen und die Fähigkeit fördern, die eigenen Gefühle klarer zu sehen.
  • Die trügerischen Illusionen können weichen, der Mut, auch einmal Nein zu sagen, wird gestärkt.
  • Mit dem Echten Ehrenpreis tritt man schwachen Augenblicken im Leben entgegen. Die Räucherung schützt vor Flüchen und schlechter Energie anderer Menschen.
  • Mische den Echten Ehrenpreis für die Räucherung gerne mit Wermut oder Myrrhe für noch mehr Klarheit und Kraft gegen Widrigkeiten 🙂

Keine Sorge- wenn Du keinen „Echten Ehrenpreis“ findest- alle Arten haben die gleichen Eigenschaften in etwas veränderter Form; dosiere die Wildarten einfach ein wenig stärker… Ehrenpreis ist sehr mild wirkend 🙂

Geh doch mal ganz aufmerksam über den Rasen- die bläulichen, hell-blauen Blüten sind dann nicht zu übersehen- nutze dies als kleine Achtsamkeitsübung im Alltag.

Alles Liebe und eine schöne Vorbereitung für die anstehenden Ostertage wünscht Dir

Kira

Das Frühjahr und mit ihm das dritte kaiserliche Kräutlein

Herzlich Willkommen zum letzten Tag im März; oh- was für eine Woche liegt hinter mir, hinter meinem Mann und mir 🙂 … Heute ist nicht nur der letzte Tag im März 2025 sondern auch sein letzter Arbeitstag und ab morgen ist ganz viel Zeit für La Familia; Fahrrad fahren, Sport, Angeln…Unglaubliche, nicht immer einfache 48 Arbeitsjahre, sind vollendet… und natürlich auch mit Unterstützung des einen oder anderen Kräutleins 😉 – unter anderem mit diesem:

Giersch bei uns im Garten
  • Giersch– im Garten absolut unbeliebt-, haben die jungen Triebe und Blätter im Wildkräutersalat oder in „grünen“ Gemüsegerichten eine so wichtige Daseinsberechtigung. Wie viele andere Wildkräuter birgt der Giersch eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralien und trägt zur Entgiftung des Körpers bei.
  • Der Doldenblütler ist der Regent des Blutes; punktet mit Vitamin C und A; Bor, Titan, Silicea, Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Kupfer, Eisen und Proteinen, ist also auch für Sporttreibende sehr interessant.
  • Die Mineralien im Giersch neutralisieren die Harnsäure und können so nicht nur Gicht, sondern auch Gelenkschmerzen mildern; Girsch unterstützt die natürliche „Blutwäsche“
  • Das „Mit drei x drei, bist du beim Giersch dabei“- Kraut erinnert mit seinem Geschmack an den der Karotte und der Geruch zerriebener Blätter an Petersilie. Seine getrockneten Blätter kannst Du als Petersilienersatz nutzen; ihr Aroma passt gut zu Gemüsegerichten, Aufläufen und Suppen. In der Tradition des Gründonnerstag gehört Giersch in die Neun-Kräuter-Suppe 🙂
  • Der Giersch wirkt auf die Funktionskreise Leber, Magen und Blase; soll die Verdauung und den Appetit anregen, sowie den Blutfluss stillen. Dank der harntreibenden und entzündungshemmenden Wirkung ist ein Tee und/oder Sitzbad mit Giersch auch bei Blasenentzündungen und Hämorrhoiden geeignet.
Grüne Suppe mit neun Kräutern zu Gründonnerstag; u.a. mit Giersch 🙂

Giersch-Auflagen/Wickel:

  • zwei Hände voll Giersch werden mit ein wenig Wasser abgekocht, 10 Minuten ziehen lassen und dann als Wickel auf „knotig“ veränderte Gelenke geben- etwa 10 Minuten belassen; immer leicht warm halten bzw. so erneuern, dass die Wickel immer angenehm warm bleiben bei Kälte-Bi oder leicht frisch bei Hitze-Bi.

Kulinarik mit Giersch:

Smoothie mit Sellerie, Giersch und grünem Apfel- reinigt das Blut
  • Limonade- Giersch und andere, wohlschmeckende Kräuter aus dem Garten- eine Hand voll- mit zwei Litern Wasser etwa 4 Stunden kühl stehen lassen/ oder über Nacht; dann abseihen und mit 100 ml Apfelsaft oder einem Esslöffel Honig mischen; kühl genießen
  • Aufstrich zu frischem Roggenbrot oder Pellkartoffeln– 125 g Butter, 1 EL Olivenöl, 1/4 TL Salz; 1 Knoblauchzehe oder alternativ gehackten, frischen Bärlauch, 1 kleine Zwiebel, 1/2 Teelöffel Zitronensaft, 15 junge Gierschspitzen, 1 TL Brennnesselsamen, Kräuter-Blüten zum Garnieren… Butter mit Olivenöl und Salz zerdrücken, mit Knoblauchzehe und Zi­tronensaft schaumig rühren; den Giersch sehr fein hacken und mit der fein gehackten Zwiebel unter den Aufstrich mengen; in Schalen geben und zum Servieren mit Blüten von Borretsch, Gänseblümchen, Taubnessel, Ringelblumen, Veil­chen, Klee und gerne auch mit Brennnesselsamen und/oder schwarzem Sesam verzieren.
Blüten des Giersch- gut zum Verzieren und zum Backen in herzhaftem Gebäck/Flammkuchen

Ein bisschen Magie:

Giersch nimmt in der spirituellen Praxis eine recht bedeutende Rolle ein. Seine Fähigkeit, aus dem kleinsten Wurzelstück/Rhizom wieder und wieder zu sprießen, steht symbolisch für eine unglaublich starke Lebenskraft und Ausdauer. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem Sinnbild für Erneuerung und Regeneration, selbst unter widrigen Umständen. Er vermittelt uns die Botschaft, dass aus Widrigkeiten neues Wachstum entstehen kann. In der Tradition der Heiler und Schamanen wird Giersch mit seinen Schutz- und Reinigungs-Eigenschaften ebenfalls sehr geschätzt. Er soll den Geist von negativen Energien befreien und geistige Klarheit fördern. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem wertvollen Bestandteil in Ritualen, die darauf abzielen, spirituelle Blockaden zu lösen und eine tiefere Verbindung zur Natur zu schaffen.

GIERSCH- solltest Du ihn im Garten haben, dann nutze das frische Kraut, bevor Du ihn manuell entfernst- immer schön das aufgelockerte Erdreich aussammeln, damit das feine Rhizom nicht zur starken Verbreitung des Giersch führt 😉 ABER gib ihm als Wildkraut eine Chance, Dich in Deiner Gesundheit zu unterstützen 🙂 ; nutze ihn auch als eine Pflanze voller spiritueller Kraft und Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung.

Alles Liebe für diesen Tag, diese erste Aprilwoche und herzliche Grüße zu Dir-

Kira

Blut-Frische-Tee mit Giersch, anderen Wildkräutern des Frühlings und Rosenblüten 🙂

Das zweite kaiserliche Kräutlein im Frühjahr

Willkommen zur letzten Märzwoche und wie schnell schreitet das Frühjahr voran- die Schneeglöckchen und Märzbecher haben schon ihre hohe Zeit gehabt; bald sind die Blüten des Löwenzahn zu sehen- das zweite der kaiserlichen Kräuter und der absolute Regent für und über die Leber im körperlichen und mentalen Sinn:

  • Löwenzahn enthält jede Menge Bitterstoffe und ist von der Wurzel bis zur Blüte verwendbar.
  • Der Korbblütler- Achtung Allergiker/-innen– zeigt jetzt schon ein sehr kräftiges Blatt; wirkt verdauungsfördernd, harntreibend und regt den Fluss der Galle an. Auch zur unterstützenden Begleittherapie von Rheuma(Bi-Syndrom) wird er von Betroffenen geschätzt. Aus Sicht der Chinesischen Medizin gehört Taraxacum officinalis sowohl zu den Kräutern, die Fülle ausleiten als auch zu denjenigen die Leere tonisieren. Im Handel sind neben der getrockneten Pflanze Presssäfte, Tinkturen und Extrakte erhältlich.
  • Ein Rezept gegen Fatique findest Du in meinem Beitrag hier: http://spiritandbalance.de/sommer-loewenzahn/

Flexibilität ist eine wichtige Eigenschaft, die der Wandlungsphase Holz zugerechnet wird:

  • Der Löwenzahn ist nicht nur eine ausgesprochen vitale, sondern auch eine sehr anpassungsfähige Pflanze. Trotzdem ist er in der Lage, die notwendige Spannung so zu halten, dass seine Blütenstängel aufrecht stehen und die Wurzeln fest verankert sind. Ist die Holz-Energie des Menschen aus Sicht der chinesischen Medizin ausgewogen, halten sich Spannung und Flexibilität die Waage. So lassen sich im Leben Visionen verwirklichen, diese aber auch immer an Veränderungen der äußeren Umstände oder neue Erkenntnisse anpassen. Festgefahrene Ideen und „Starrsinn“ dagegen können Ärger verursachen. Der zu den Frühlingsboten gehörende Löwenzahn, der nach Kälte, Erstarrung und Dunkelheit mit großer Lebenskraft die Wiesen schmückt, kann eine aus dem Gleichgewicht geratene Wandlungsphase Holz wieder harmonisieren. Er gilt daher in der chinesischen Medizin als klassische Leberpflanze. Die Leber ist dem Yin der Wandlungsphase Holz zugeordnet.
  • Das Frühlingskräutlein entwässert, daher sollte immer zusätzlich reichlich Wasser getrunken werden.

WAS ZU BEACHTEN IST:

  • Löwenzahn und Wasser- damit wird die Wirkung von entsprechender Arzneistoffen wie ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika verstärkt. Auch Antidiabetika wirken stärker, so dass es zu einer Unterzuckerung kommen kann. Kontrolliere daher regelmäßigregelmäßig den Blutzuckerspiegel und führen ggf. Traubenzucker mit , damit Du dahingehend schnell reagieren kannst- auch darf unter der Anwendung „Löwenzahn“ die Medikation gerne nach Absprache verringert oder ausgesetzt werden- besprich dies mit dem Facharzt!

Wende Löwenzahnblatt in der Küche an- wunderbar für Kräutermischungen im Salat oder für einen Wildkräuteraufstrich ist das Blatt; aus den Blüten lässt sich ein kraftspendender Sirup herstellen.

Smoothie-Rezept:

  • je eine Innenhand voll Blattspinat und Löwenzahnblatt
  • eine Kiwi und ein Teelöffel Honig
  • Saft einer halben Zitrone, Ingwer gerieben
  • 100 ml Apfelsaft und 100ml rote Bete-Saft
  • alles im Mixer vermischen und gut durchmixen
  • trinke den Smoothie nach dem Frühstück oder Lunch- Du trinkst Vitalität pur, versorgst Dich mit Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen; erhälst eine positive Wirkung auf die Gefäße, den Pfortaderkreislauf, das Herz…

Löwenzahntee trinke maßvoll- je eine Tasse am Vormittag und gegen 17 Uhr 🙂

Ein bisschen Magie- ein bisschen Legende:

  • Räuchern mit Löwenzahn wandelt negative Gedanken und Affirmationen ins Positive- in der Räucherkunde sieht man das Gelbköpfchen als beschützend, herbeirufend und auch weissagend an; als mächtigen Pflanzengeist. Begleitend zum räucherritual sollte davor ein Tee aus Löwenzahnwurzeln getrunken werden, aber auch um eine Herbeirufung von Naturgeistern zu unterstützen. Das Verräuchern bringt auch gute Energie, wenn wir eine grosse Begebenheit vorhaben oder etwas Glück dafür gebrauchen. Wusstest Du, dass das Verräuchern von Löwenzahn(alle Teile getrocknet) auch Missgunst fernhält 🙂 ? Eine umfassende Räuchermischung kannst Du aus Löwenzahn, Wermuth, Eisen- und Johanniskraut herstellen- da kommen neben Resilienz noch Ausgleich, Standhaftigkeit, Durchhaltevermögen und Energie dazu 🙂

Seit dem Mittelalter wurden die oberirdischen Teile des Löwenzahns und seine Wurzel nicht nur als Heilpflanze sondern auch als Schönheitswasser gepriesen, das Sommersprossen aufhellen sollte. Nicht immer erfolgte die Anwendung als Tee. So sollte etwa ein Amulett mit sieben am 24. August (Sankt Bartholomäus Tag) ausgegrabenen Löwenzahnwurzeln vor Augenerkrankungen schützen. Mädchen nutzten Pusteblumen dagegen, um einen Blick in die Zukunft zu werfen: Hatten sie die Samen weggeblasen, gab die Anzahl der verbliebenen Samen an, wie viele Jahre bis zu ihrer Eheschließung noch vergehen würden. Ein weißer Blütenboden bedeutet zudem, dass sie in den Himmel kommen würden, ein dunkeler, prophezeite die Hölle. Zum Glück gibt es immer viele Pusteblumen, so dass man das Orakel erneut befragen kann, wenn man mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist 😉

Vielleicht gehst Du ja demnächst ein wenig gnädiger mit dem „Unkraut“ Löwenzahn um und nutzt „ihn“ als das, was er ist- der Kaiser der Leber und unserer Gesundheit.

Alles Liebe und eine wunderbare Woche für Dich!

Kira

Vier große Heiler der Natur…

…schenken uns in diesem Monat bereits ihr Grün… und damit herzlich Willkommen in der dritten Märzwoche.

Wie fühlst Du Dich? Hast Du am Wochenende auch die Kraft der Natur durch Vollmond und so viel sprießendes Grün erfahren? Oder plagst Du Dich eher mit einer Allergie?… mit Frühjahrsmüdigkeit?

Da habe ich gute Nachrichten für Dich- jetzt sind die vier großen Heiler aus der Natur verfügbar 🙂 und diese stelle ich Dir in den nächsten Wochen-News vor:

  1. Brennnessel- die große Heilerin für den gesamten Körper

Die frischen Triebe der Brennnessel aktivieren die Nieren- und Lymphtätigkeit; helfen gegen alles, was in irgendeiner Weise mit Juckreiz zu tun hat- also auch bspw. bei Allergien/Heuschnupfen. Brennnesseln haben einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Eisen und Vitamine, vor allem an Vitamin C. In der Chinesischen Medizin gehört die Brennnessel deshalb zu den Blut-Tonics. Medizinisch werden die Brennnesselblätter (Urticae folium), das Kraut (Urticae herba) und die Wurzel (Urticae radix) sowie die Samen (Urticae semen) genutzt. Sie können als Tee, Extrakt oder Tinktur verwendet werden.

Was diese große Heilerin besonders wertvoll macht- sie kann bei Erschöpfung, Burn out, Haarausfall oder auch gegen Osteoporose eingesetzt werden- die Samen bspw. sind ein wunderbares Mittel bei Fatique jeglicher Genese.

Tradtionelle wurde der feurige Schmerz, den die Brennnessel verursacht, mit Aggression in Verbindung gebracht. Heute ist Aggression vor allem negativ besetzt, da der Fokus auf ihrem zerstörerischen Potential liegt. Doch jeder Mensch benötigt eine gesunde Portion Aggression oder Wut im Leben, damit er sein Leben gestalten und Dinge verändern kann. Ärger/Wut zeigen jedermann erst einmal , dass etwas, so wie es gerade vorhanden ist, nicht passt. Sie können die Antriebskraft für Veränderungen, aber in ihrer übersteigerten Form auch zerstörerisch wirken. Ärger, Wut und Aggression gehören in der chinesischen Medizin zur Wandlungsphase Holz. Eine ausgewogene Holz-Energie respektiert die Grenzen des anderen und findet einen kreativen Weg, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne anderen zu schaden. Diese Energie- so wie wir sie gerade jetzt im Frühjahr finden- ist ausgewogen flexibel und trotzdem zielstrebig wie ein zarter Sproß, der sich an allen Hindernissen vorbei schlängelt. Aggression in ihrem Übermaß entsteht oft, weil Menschen diese Veränderungen nicht angehen(können). Hier wirkt die Brennnessel mit der ihr eignen „Aggression“ unter Umständen unterstützend, das Alte loszulassen und somit Raum für Neues zu schaffen. Ferner kann sie eine fehlgeleitete Aggression wie Allergien korrigieren.

Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden bei Überdosierung; extreme Reaktion auf der Haut; die Inhaltsstoffe der Brennnessel können die Wirkung von Gerinnungshemmern beeinträchtigen und die Wirkung von entwässernd wirkenden Arzneistoffen wie ACE-Hemmern, Sartanen und Diuretika verstärken. Kontraindikationen: Brennnessel darf nicht bei Herz- oder Nierenschwäche und damit einhergehenden Ödemen sowie bei akuter Arthritis mit Schwellung, Rötung und Fieber eingesetzt werden!

Einsatz/Präparate: Tee, Urtiktur, Dilutationen mit anderen Kräutern, Frischkraut als Provokationsmittel(nur nach Absprache durch Kompetenzperson), Samen in der Ernährungstherapie; Frischpresssaft…

Im Garten: Brennnessel ist eine Zeigepflanze für Stickstoff; eine Jauche wird gegen Schädlinge eingesetzt; sie bereitet den „Platz“ für Schmetterlinge 🙂

Magie/Räuchern: löst energetische Stagnation und stellt den natürlichen Fluss wieder her; klärt und zeigt Blockaden direkt an

Solltest Du keine Möglichkeit haben, die Brennnessel sauber zu ernten, dann nutze den Frischpresssaft der Fa. Schoenenberger: 1-3x tgl. ein Esslöffel in Wasser für eine Woche als Kur; im Anschluss dann mit den anderen drei großen Heilern arbeiten 🙂

Brennnessel-Brokkoli-Suppe

Junge Triebe der Brennnessel lassen sich sehr gut in der Küche für eine „Grüne Suppe“ oder einen Smoothie verwenden.

Mit einem Gedicht beschließe ich diesen Beitrag… teile ihn gerne, wenn es Dir gefallen hat- alles Liebe- Kira

Brennnessel, verkanntes Kräutlein von Dr. Heinrich Hoffmann
Brennessel, verkanntes Kräutlein, Dich muß ich preisen,
Dein herrlich Grün in bester Form baut Eisen,
Kalk, Kali, Phosphor, alle hohen Werte,
entsprießend aus dem Schoß der Mutter Erde,
Nach ihnen nur brauchst Du Dich hinzubücken,
Die Sprossen für des Leibes Wohl zu pflücken,
Als Saft, Gemüse oder Tee sie zu genießen,
Das, was umsonst gedeiht in Wald, auf Pfad und Wiesen,
Selbst in noch dürft´ger Großstadt nahe Dir am Wegesrande,
Nimms hin, was rein und unverfälscht die gütige Natur
Dir heilsam liebend schenkt auf ihrer Segensspur!

Wenn im Märzen…

der Bauer die Rösslein einspannt. Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand. Er pflüget den Boden, er egget und sät und rührt seine Hände früh morgens und spät... Kennt Ihr dieses alte Volkslied noch?

Daran dachte ich in der vergangenen, lichterfüllten, sonnendurchwärmten Woche und ich sende Dir sonnige Grüße auch in diesen – DEINEN- Montag 🙂

Es ist, als wenn nach dem langen Winter alles ans Licht springt; die ersten Wildkräuter recken das zarte Grün in die Sonne und rufen uns zu:“Nutze mich, achtsam, voller Dankbarkeit und Respekt, aber nutze mich für Deine Kraft und neue Energie“… und da bin ich auf jeden Fall dabei:

  • mit einem Kräutertee aus Brennnessel- die große Heilerin; Löwenzahn- der Leber-König; Giersch- der Blut-König und natürlich Vogelmiere- die Bewahrerin und sanfte Heilerin- zu je gleichen Teilen- insgesamt eine Innenhand voll- das frische Kraut reinigen, mit 300 ml 70 Grad heißem Wasser aufgießen; 8 Minuten ziehen lassen und dann in Ruhe riechen, schmecken, wirken lassen.

Es ist, als wenn diese Mischung nicht nur die Energie fließen lässt, sondern auch den Geist klärt und Dein ganzes SEIN beseelt 🙂 Du kannst die Kräuter natürlich auch einzeln nutzen- ich bspw. liebe Brennnesseltee 🙂

Räuchern für Klarheit, Licht und neues Leben:

  • Mit frischem Salbei, Beifuß und Wacholder kannst Du stagnierende Winterenergien vertreiben und Platz für Neues schaffen. Binde Dir dazu ein frisches Räucherbündel recht straff und zelebriere das Räuchern bei geöffnetem Fenster und lade dabei in Gedanken Frische, Energie und Gesundheit in Dein zu Hause ein oder…
  • … formuliere dabei das Mantra Na-Ma-Shi-Va-Ya… damit nimmst Du Erde-Feuer-Himmel-Wasser und Luft in Deine Gedanken voller Dankbarkeit auf 🙂
  • Ganz wunderbar- ich nutze es selbst- ist das Mantra „Om Shri Rama Rama Rameti“ zur Rückgewinnung von Energie, Inspiration und Freude. Es unterstützt Dich, um Energie wiederzugewinnen, die durch viel Sprechen, Lehren und uneigennütziges Dienen verloren ging.

Altes gehen lassen- Neues säen… like „Bauer im März“:

  • Schreibe auf einen oder mehrere Zettel ein Wort des Dankes, des Wunsches, etwas, was gehen darf, etwas, was in Deinem neuen Jahr nicht mehr benötigt wird oder was Dein Leben geistig bereichern darf…
  • … und dann nimm die Zettel und Samenkörner von Kräutern, Blumen… und…
  • … bereite einen guten Boden mit etwas Erde, Kompost oder Bio-Erde…
  • … ziehe Pflanzrillen und stecke Zettel und Korn/Körner in diesen bereiteten Boden…
  • …pflege dies wöchentlich…
  • …wenn die Zeit gekommen ist, ernte bewusst und dankbar; wenn Deine Pflanzen gewachsen sind und die ersten Blätter oder Blüten tragen, nimm Dir einen Moment Zeit für die Ernte. Schneide oder pflücke achtsam und danke für ihre Kraft- Erinnere Dich daran, dass auch Dein Wunsch in dieser kraftvollen, unsichtbaren Welt gewachsen ist – vielleicht schon greifbar nah; nutze die geernteten Pflanzen für einen Tee, ein Räucherwerk oder ein kleines Kräuterkissen, um die Energie Deines Wunsches/Deiner „Befreiung“ weiter durch dieses Jahr und Dein Leben zu tragen.

Vertraue und wissealles, was Du säst – in der Erde und in Deinem Herzen – wird in seiner Zeit erblühen und zu Dir kommen!

Das Ritual der „Zettel“ habe ich im letzten Jahr zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche praktiziert und dabei Frühblüher-Zwiebeln gelegt… nun freue ich mich zu den Krokussen 🙂

Bereite Deinen Boden gut vor- ich wünsche Dir eine lichtdurchflutete, inspirierende und frühlingshafte zweite Märzwoche- alles Liebe…

Kira

unsere Tollensesee-Schwäne rund um die Bornmühle 🙂

Was braucht ein gutes Hummus?

Guten Morgen zu diesem- zumindest bei uns in Neubrandenburg- recht frisch- kalten Montag! Wie bist Du in den Tag gestartet? Mit einem herzhaften Frühstück? Bei uns gab es Omelette mit Pilzen, Spinat und Avocado-Hummus.

Was ist Hummus?

Hummus stammt ursprünglich aus der arabischen Küche; ist aber schon seit Jahren in der veganen und vegetrarischen Küche adaptiert- es ist ein Aufstrich, der zu vielen Speisen sehr passend ist und auch bspw. zu einem Grillabend ganz wunderbar passt.

Grundrezept für diesen Aufstrich oder Dip:

  • 400 Gramm weich gekochte Kichererbsen( alternativ aus der Dose)
  • ein bis zwei EL Zitronen-Oliven-Öl
  • Abrieb einer Zitrone
  • ein Hauch Knoblauch
  • drei EL Tahin(Sesampaste)
  • ein halber TL gemahlener Kreuzkümmel
  • ein bis zwei Prisen Salz
  • ein TL geschmolzene Butter
  • edelsüßes Paprikapulver
  • mein Tipp: ich nehme Rosenharissa zum Würzen; das gibt einen wunderbaren Geschmack
  • alles- bis auf Butter und Paprika- gut miteinander vermischen, ggf. leicht pürieren und dann anrichten- eine kleine Mulde eindrücken und darin die geschmolzene Butter- vorher mit Paprika verrühren- geben…fertig 😉
  • Solltest Du kein Tahin haben, dann prüriere geschälten Sesam mit und nimm etwas mehr Olivenöl

Für die Variante „Avocado“ gib eine gut reife Avocado dazu- ansonsten wie beschrieben 🙂

Du kannst das Grundrezept nach Deinem Gusto abwandeln; ich nehme auch gerne mal gegarte Möhren oder gegarte rote Bete dazu, besonders, wenn Gemüse übrig bleibt.

Hummus passt u.a. zu:

  • Brot
  • Fleisch
  • Gemüse
  • Omelette
  • herzhafte Waffeln
  • Ofengemüse
  • Salat zum Mittag

Wirkung gemäß der Chinesischen Ernährungsmedizin:

  • tonisiert Qi und Jing
  • tonisiert Blut(mit Avocado und rote Bete)
  • aktiviert den Darm und leitet Feuchtigkeit aus, transformiert Nässe, neutralisiert zuviel Hitze- besonders Yin-Hitze
  • Hummus mit seinen Kichererbsen aktiviert das Element Erde, stabilisiert unsere Mitte und darf ruhig täglich in maßvollen Portionen gegessen werden 🙂

Meine Empfehlung: Streue etwas schwarzen Sesam über Dein Hummus, dann erhälst Du noch mehr Wärme und Energie.

Hummus als sämige Grundlage für ein Curry

Na- auf den Geschmack gekommen… dann probiere es aus.

Ich wünsche Dir eine gute, inspirierende und erfolgreiche Woche!

Herzlichst- Kira

„Lass Raum für Anpassung und sei sanft zu Dir, wenn Du einmal vom Weg abkommen solltest“

Säfte für Funktionalität, Energie und Wohlbefinden Teil 2…

Hallo und Willkommen im Jahr der Schlange- genauer der Holz-Yin-Schlange…und da habe ich drei wunderbar passende Säfte für Dich; denn:

  • im Jahr der Schlange stehen die Pathogene Hitze und Feuchtigkeit/Schleim unserem Wohlbefinden entgegen;
  • im Jahr der Schlange findet viel Bewegung statt und damit diese Bewegung nicht nur in eine Richtung erfolgt- somit dann zu Stagnation führt- ist es günstig, direkt nach den Mahlzeiten diese drei Gemüsesäfte zu trinken… natürlich frischgepresst oder das Gemüse als kleiner Smoothie.

Rezept 1 besonders geeignet für morgens oder am Abend:

  • … besteht aus 2 Möhren, 1 Knolle rote Bete, 2 Stängel Staudensellerie und einer Handvoll frischen Löwenzahnblättern;
  • … alle Zutaten reinigen und dann pressen; den Saft am Vormittag und Nachmittag trinken
  • … reguliert das Yang im Bereich des oberen Erwärmers; besonders bei Hypertonie und Hitzegefühl im oberen Körperbereich; gleichzeitigt helfen die Zutaten, die Augen zu beruhigen und die Autophagie der Leber-Zellen anzuregen 🙂

Rezept 2 besonders gut geeignet für mittags oder den Nachmittag:

  • Du benötigst 200 Kirschen aus dem Frost; dazu kommen ein milder Apfel und der Saft einer Limette und einer halben Zitrone; je eine Prise Chili, Kardamom und ein Teelöffel Honig
  • Die leichte Schärfe der Gewürze sorgt für einen leicht gewärmten Magen- positiv für die Verdauung; die Kirschen wärmen und bewegen unser Blut Xue; Apfel, Limette und Zitrone sorgen für eine basische Grundlage- dieser Saft ist besonders gut für die „Reinigung“ des Blutes.

Rezept 3 besonders gut geeignet für den frühen Abend:

  • 4 Möhren, eine rote Paprika, frische Petersilie und ein Stängel Staudensellerie werden gepresst; trinke diesen Saft öfter nach einem Arbeitstag, der besonders die Augen strapaziert hat, aber auch, wenn Du öfter ins Gedankenkarussell steigst oder auch eher zum Abend/ zur Nacht arbeitest und Dein Blutdruck/ Deine Stresshormone einfach nicht abzusenken sind.
  • Fördere die Wirkung, indem Du bspw. über den Tag zwei bis drei Tassen Tee aus Chrysanthemen und GoJiZi trinkst 🙂

Allgemein: Alle Säfte unterstützen Deinen Stoffwechsel in verschiedene Richtungen; im Übrigen helfen sie auch gegen Heißhunger und Snacken, da die Gemüsesorten Bitterstoffe enthalten. Dein Insulin stabilisiert sich und ist wieder in der Lage, seinem Schlüssel-Schloß-Prinzip zu folgen. Wenn Du der „HITZE-TYP“ bist, wird diese reguliert; bist Du erschöpft, bekommst Du einen Frische-Kick.

Na- Appetit auf frische Säfte bekommen? Nutze die Kraft unserer Gemüsesorten doch auch für Deine Gesundheit!

Freue Dich auf eine produktive Woche voller Inspirationen- ich wünsche Dir dies von Herzen…

Kira

die „norddeutsche Palme“ – Grünkohl- perfekt für Säfte für viel Energie

Säfte für Energie, Funktionalität und Wohlbefinden…Teil 1

Hallo an Dich zur neuen Woche- hast Du heute schon für Dich einen passenden Saft entdeckt und vielleicht sogar frisch gepresst?

Säfte sind ja oft in aller Munde, besonders jetzt, wo viele Menschen meinen, über Kuren Gewicht verlieren zu können. Keine Sorge- es geht um keine Kur; es geht darum, Säfte- auch aus Sicht der Ernährungstherapie- gut in die individuelle Ernährung zu integrieren.

Sanddornsaft- der heimische Vitamin C- Booster 🙂

In meiner kleinen Reihe über Säfte geht es in erster Linie um Gemüsesäfte, die bspw. Heißblüter(rote Zunge, eher immer warm, Unruhe…) unter Euch auch als leichte Mahlzeit oder Suppengrundlage mittags verwenden können.

Geeignete Gemüsesorten sind:

  • Rote Bete
  • Staudensellerie
  • Wildkräuter/Petersilie der Saison
  • Feldsalat
  • Blattspinat
  • Rettich
  • Grünkohl
  • Möhren
  • Gurke
  • Paprika
  • Tomate

Obst:

  • Apfel
  • Birne
  • Zitrone
  • Limette
  • Saisonale Beeren

Kräuter:

  • Ingwer oder Galgant
  • Chili
  • Pfeffer
  • Kurkuma
  • Zitronenschale
  • Honig

Solltest Du keinen Entsafter haben, dann bereite Dir aus dem Gemüse/Obst einen Smoothie zu und teile die Menge so auf, dass Du nach jeder Mahlzeit eine Portion zu Dir nimmst.

  1. Staudensellerie-, Apfel-, Gurken-Saft mit Brennnessel
  • Tagesmenge- 3 Gurken, 1 mittlerer grüner Apfel und 3 Stangen Staudensellerie mit einer Handvoll junger Brennnesselblätter werden gepresst- den Saft dann morgens, mittags, abends nach der Mahlzeit trinken.
  • Presse den Saft nach Möglichkeit immer frisch oder bewahre ihn gut verschlossen im Kühlschrank(Gemüsefach) auf.
  • Aus Sicht der Chinesischen Ernährungsmedizin leitet diese Rezeptur Hitze aus, wirkt frisch- kühl, entlastet die Funktionskreise Leber, Gallenblase, Gedärm; bewegt das Qi und aktiviert die Funktionalität der Nieren.

2. Apfel- Möhren- Spinat- Saft mit Zitrone und Ingwer

  • 2 Äpfel, 5 Möhren, zwei Handvoll Blattspinat und ein daumenlanges Stück Ingwer werden gepresst, dann den Saft einer Zitrone dazu geben und mit etwas Kurkuma und Honig verfeinern.
  • Diese Rezeptur wirkt positiv auf die Funktionskreise Magen, Milz, Gedärm und Leber, wirkt positiv auf das Qi der Funktionskreise, aktiviert die Funktion der Augen; wirkt mild entzündungshemmend und wärmend.
Gemüsesorten für Säfte

3. Tomaten-, Paprika-, Gurken-Saft:

  • 3 Tomaten, eine Paprika, eine halbe Gurke pressen; dann mit Gewürzen Deiner Wahl abschmecken.
  • Dieser Saft wirkt erfrischend, Qi und Blut bewegend; aktiviert die Funktionskreise Leber, Gallenblase, Gedärm und Herz.
Paprika- nicht nur als Gemüse aus dem Ofen gut; auch als Saftzutat perfekt

ACHTUNG- Keine Säfte bei:

  • Solltest Du eher ein Kaltblut sein, ständig fröstelig oder kalte Gliedmaßen haben, dann trinke Deinen Saft nur Mittags und zwar nach einer wärmenden Mahlzeit!
  • Verzichte auf Saft, wenn Du Verdauungsstörungen hast oder sehr weichen Stuhl!

Lass Dich von diesen ersten Rezepten inspirieren; Du kannst natürlich auch die Mengen anpassen und nur morgens und abends Deinen Saft trinken- sei gespannt, mit welchen positiven Wirkungen Du rechnen darfst. UND… freue Dich auf die neuen Rezepte in der nächsten Woche 🙂

Alles Liebe wünscht Dir

Kira

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