Low Carb

Gesundes und leckeres Frühstück…

ist in keiner Weise langweilig- wie man an diesen sehr süchtig machenden Pancakes sieht.

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

1. Zwei Eiklar aufschlagen, bis sie gut schaumig sind, dazu etwas Vanillepulver und Zimt nach Geschmack geben;

2. In das aufgeschäumte Eiklar kommen 15 Gramm Whey-Protein, 2-3 Esslöffel Mandelmehl, 1 Esslöffel gemahlene Haferflocken, nach Geschmack Birkenzucker und eine Messerspitze Weinsteinbackpulver;

3. Die Masse so lange aufschlagen, bis sie leicht cremig ist- sollte es zu trocken sein, dann etwas Mandel- oder Kokosdrink dazu geben;

4. Eine beschichtete Pfanne erhitzen, einen Teelöffel Ghee darin schmelzen und dann Stück für Stück die Pancake hellbraun von beiden Seiten garen lassen; zum Schluss die Apfelscheiben in der Pfanne „anschwitzen“ und damit die Pancakes belegen- etwas Ahornsirup darüber träufeln und voila- es ist angerichtet…

Zeit: 5 Minuten

Genießerzeit: ewig lange, da dieser mild-süße Geschmack einem auf der Zunge bleibt

Diese Mahlzeit ist für jeden geeignet- besonders aber natürlich für Genießer, die sich „Low Carb“ ernähren, für Sportler nach dem Training und für Diabetiker.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Wieviel Eiweiß braucht der Mensch?

In der Ernährungslehre der CM wird nicht nach den bekannten Makronährstoffen unterschieden, sondern nach dem Temperaturverhalten und der Zuordnung zum Geschmack und den Meridianen. Allerdings ist es mir Heilpraktikerin und ganzheitliche Ernährungsberaterin wichtig, dass meine Patienten in puncto Ernährung auf der Höhe sind und auch über die Makronährstoffe informiert werden- daher heute mal einige Informationen zum Eiweiß:

  • Vergessen Sie irgendwelche Diäten- Ernährungsumstellung ist das Zauberwort und Eiweiße sind dabei besonders wichtig. Sicher kennen einige von Ihnen die Sendung des NDR „die Ernährungs-Docs“- Ernährungsmediziner mit einer gesunden Einstellung zur Ernährungstherapie holen diese aus der verstaubten Ecke und verordnen- ähnlich wie bei einer Behandlung in der CM- den Patienten Ernährungsumstellungen zur Genesung.
  • Gerade in den letzten 5 Jahren hat die Forschung auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin zahlreiche neue Erkenntnisse untermauert. Wir benötigen Eiweiß, um gesund und auch einigermaßen schlank zu bleiben- als Faustformel gilt 1 Gramm Eiweiß/ Kilogramm Körpergewicht(Normalgewicht) oder man rechnet Körpergröße(der Person) hoch 2(also Körpergrößex Körpergröße) x 25(der höchste vertretbare normale BMI) und hat den  konkreten Eiweißbedarf für sich errechnet, bspw.: (1,65 x 1,65)x 25= 68,06 Gramm Eiweiß / Tag
  • Dabei ist aber zu beachten, dass das Ergebnis so aufgeteilt werden muss, das maximal 35 Gramm Eiweiß/ Mahlzeit aufgenommen werden. Alles was darüber liegt kann der Körper nicht vernünftig verwerten und ist teuer erkauftes Hüftgold 😉 – also, das T-Bone-Steak schmeckt zwar, hat aber bei einer Ernährungsumstellung nichts zu suchen
  • Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß- der Mix aus tierischen und pflanzlichen Proteinen macht es- also nicht nur Fleisch sondern in erster Linie Mandel- und/ oder Hanfprotein, Kerne(Mandeln…), Linsen, Erbsen, Bohnen und Vollkorngetreide versorgen uns mit hochwertigem Protein und… wer gesund ist und nur ein- bis zweimal Fleisch/ Woche isst, der darf auch ruhig mal ein Ei mehr nehmen. Eier werden zu unrecht als Cholesterinbomben verschrien. Ist der Fettstoffechsel in Ordnung, dann nehmen Sie ruhig ein Ei mehr. Neu entdeckt- weil in Maßen auch aus Sicht der CM gesund- habe ich Skyr pur. Der ist gerade abends oder jetzt im Sommer herrlich erfrischend und mit Blaubeeren oder selbst gekochter Roter Grütze ein echer Genuss- dazu fettarm und richtig voll mit verwertbarem Protein.
  • Wichtig auch zu wissen- nur Eiweiß ist auch nicht gut- da haben unsere Nieren ganz schön dran zu knabbern- also der Tagesbedarf an Eiweiß sollte nicht dauerhaft überschritten werden, sonst können die Nieren geschädigt werden.

Hier noch eines meiner Lieblings- Frühstücksrezepte- Apfel/ oder Birnen- Zimt-Softies:

  • Sie benötigen einen Apfel oder eine Birne- es können auch Beerenfrüchte genommen werden, die sollten aber nicht zu saftig sein, 1 Ei, 25 Gramm Magerquark, 1 Messerspitze Backpulver(Weinstein), nach Geschmack Zimt, Piment und Vanille, Birkenzucker oder Honig(1 Teelöffel)- das Eiweiß aufschlagen, bis es richtig gut fest ist, dann zur Seite stellen, die restlichen Zutaten gut zusammen rühren, ganz zum Schluss die Früchte(Beeren ganz, Apfel oder Birne würfeln)  und das feste Eiweiß langsam unter rühren- das Eigelb sollte auch schön cremig geschlagen werden… dann ein Backblech mit Backpapier auslegen, von der Ei-Früchte-Masse mit einem großen Löffel „Häufchen“ auf das Backpapier geben und leicht auseinander streichen(kleine Fladen), die Backzeit bei vorgeheiztem Ofen(170 Grad) beträgt ca. 10 bis 15 Minuten— in der Zeit kann man sich fertig machen— und dann …richtig genießen:

Ich „schmore“ die Äpfel/ Birnen noch leicht in einer beschichteten Pfanne ohne Fett an- dann passt es auch gut zum Aufbau der Mitte.

 

Linsen, Bohnen & Co.

Sie führen oft ein tristes Dasein im Küchenschrank oder werden komplett vernachlässigt- die Hülsenfrüchte.

Dabei sollten Sie in unserer Ernährung einen hohen Stellenwert einnehmen. Linsen, Erbsen und Bohnen liefern bis zu 34 % pflanzliches Eiweiß und stellen eine sehr gute, gesunde und fettarme Alternative zu Fleisch- und Milchprodukten dar. In der chinesischen Ernährungstherapie und Ernährung generell werden die Hülsenfrüchte dem Erdelement und den neutral wirkenden Lebensmitteln zugeordnet. Das bedeutet eine große Einsatzvielfalt, gerade für die Therapie bestimmter Dysbalancen. Hülsenfrüchte haben reichlich Ballaststoffe, damit halten Sie den Darm gesund. Sie sättigen lange, enthalten jede Menge Vitamine des B- Komplexes, Magnesium und Lecithin- wichtig für Leistung und Konzentration. Die Bitterstoffe senken das LDL- Cholesterin, Linsen bspw. senken den Blutzucker und können auch blutdrucksenkend wirken(Sorten). Weiterhin besteht ein positiver Einfluss auf das Immunsystem und die Versorgung unseres Körpers mit dem Spurenelement Eisen.

Kombinieren wir Hülsenfrüchte mit Vollkornreis oder Sesam, erhöht sich die Eiweißverwertbarkeit und die Kombination mit bestimmten Gemüsesorten(Vitamin C haltige) sorgt für eine bessere Eisen- Verwertbarkeit.

Die Zubereitung und was es sonst noch zu wissen gilt:

  • Hülsenfrüchte nie roh essen! Sie enthalten Purine und im rohen Zustand auch Lektine, welche für den Darm gesundheitsschädlich sind. Diese Giftstoffe werden auch beim „Keimen“ vernichtet- Sprossen aus Hülsenfrüchten sind noch eiweißhaltiger, sollten vor dem Essen nur kurz blanchiert werden.
  • „Keimen“- ist mit unbehandelten und ungeschälten Kichererbsen, Mungo- und Sojabohnen möglich. Diese werden nur kurz gewaschen und ca. 12 Stunden in lauwarmen Wasser eingeweicht. Danach kann man sie in einem Weckglas oder einem anderen Behälter auf der Fensterbank/ im Wintergarten für 4 Tage keimen lassen. Dabei sollte das Keimgut täglich zweimal mit lauwarmen Wasser gespült/ abgetropft werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Getrocknete Hülsenfrüchte immer aus der Packung nehmen und in einem luftdichten Behälter gut verschlossen dunkel aufbewahren. Sie sind so maximal zwei Jahre haltbar.
  • Die getrockneten Erbsen, Bohnen u.s.w. sollten immer ca. 8- 12 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Hat sich die Menge verdoppelt, dann kann das Wasser abgegossen werden- dieses Wasser nie zum Garen verwenden!
  • Die Garzeiten liegen bei 45- 120 Minuten, sollten sie einen Schnellkochtopf verwenden, dann geht es deutlich schneller.
  • Gewürze und Salz immer erst nach dem Kochen dazu geben, sonst werden die Hülsenfrüchte beim Kochen nicht weich!
  • Frische Bohnen und Erbsen sind deutlich schneller gegart- da reichen schon 10 Minuten.
  • Hülsenfrüchte und Blähungen- „Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen, jede Erbse einen Knall“- 😉 – das muss nicht sein. Geben Sie etwas Fenchel, Kümmel und Anis zu Ihren Hülsenfrüchten dazu oder lassen diese ca. 2 Stunden ohne Hitze nachquellen, dann können die enthaltenen Oligosaccharide nicht mehr so stark für eine Gasbildung im Dickdarm sorgen.
  • Linsen sind generell leichter und schneller zuzubereiten- rote Linsen sind nach ca. 30 Minuten gar und alle Linsensorten kommen ohne langes Einweichen aus. von neutral bis nussig liegen die Geschmacksrichtungen und Linsen lassen sich sehr gut als Salatzutaten nutzen.
  • Zuckerschote- oh… süße… Kindheit- ab in Omas Garten und Zuckerschoten frisch vom Strauch- da bestand und besteht auch heute noch keine Gefahr- die Zuckerschoten sind eine tolle Beigabe zu Wok- Gerichten, sie sind auch roh bekömmlich, da Ihnen die ungenießbare Pergamentschicht an der Innenseite der Hülse fehlt.
  • Bohnen- Sojabohnen sind auch nach dem Garen noch knackig und sind gut für Frauen, welche den Hormonschwankungen in den Wechseljahren vorbeugen möchten. Weiße Bohnen sind sehr schmackhaft im Zusammenspiel mit Suppengrün und Majoran, Bohnenkraut& Co. als Eintopf. Freie Radikale haben mit dunklen Bohnen(Adzuki, Kidney) wenig Chancen- je dunkler die Bohne, desto besser dabei!
  • Kombinieren Sie Hülsenfrüchte mit allem, was es an Gemüse gibt, immer gut würzen und Sie erhalten wunderbare Suppen, Salate und Beilagen, die ganz einfach auch mit zur Arbeit genommen werden können(Thermoskanne).

Rezept- schwarz- weißer- Kokos-Linsen-Reis:

  • 100 Gramm Wildreis, je 20 Gramm Kokoschips und Ingwer, 2 Teelöffel Ghee(geklärte Butter), 200ml Kokosmilch, 3 Limettenblätter, 300ml Gemüsefond/ Gemüsebrühe, 1 Bund Koriandergrün, 200 Gramm weiße Linsen, 2 Teelöffel Limettensaft und Salz/Pfeffer
  • Wildreis kurz abspülen und dann ca. 55 Minuten sanft garen(200ml Wasser),
  • Nach der Hälfte der Kochzeit beginnt die „Restarbeit“, Ingwer schälen und im Ghee andünsten, mit der Brühe ablöschen, Kokosmilch dazu geben und kurz aufkochen lassen, Limettenblätter einschneiden und dazu geben,
  • Linsen mit dieser Mixtur 20 Minuten köcheln, den Reis abgießen und mit den Linsen mischen, alles mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, mit dem gehackten Koriander und den Kokoschips anrichten…. sehr, sehr lecker und… gibt Kraft und harmonisiert bei zuviel an Stress!!

 

verschiedene Linsen, Bohnen und Erbsen, Gewürze

verschiedene Linsen, Bohnen und Erbsen, Gewürze

 

Also, keine Angst vor Hülsenfrüchten- nutzen Sie die Chance, sich damit gesund und eventuell auch fleischreduziert zu ernähren!

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Tag im Geist der Fünf Elemente

Bild aus " Handbuch Traditionelle chinesische Medizin" Haug Verlag
Bild aus “ Handbuch Traditionelle chinesische Medizin“ Haug Verlag

Die Ernährungsphilosophie der Asiaten richtet sich nach den „Fünf Elementen“- Holz(Frühjahr), Feuer(Sommer/Hochsommer), Erde(Spätsommer/Herbst), Metall(Herbst) und Wasser(Winter). In der westlichen Naturheilkunde wird ebenfalls das “ mit den Jahreszeiten essen“ propagiert, regional und saisonal- so ist es gesund, erzeugt keine Völle und ist einfach köstlich!

Ein Tagesplan gemäß der 5- Elemente- Lehre kann so aussehen:

  • Nach dem Aufstehen einige Sequenzen Fünf- Elemente- Qi Gong, ein Glas abgekochtes, lauwarmes Wasser, um Gifte aus dem Körper zu spülen und dann…

Frühstück: Apfel- Nuss-Schmarren mit Couscous

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  • 2 Tassen Wasser(Element Wasser), 1 Tasse Couscous(Element Holz), 1 EL. Rosinen oder Gojibeeren, 2 Äpfel, 20 Gramm Butter, 1 Prise Zimt, 2 EL. gehackte Walnüsse(Element Erde), 1 TL. Ingwer- gerieben -(Element Metall), 1 Prise Kakaopulver- echter Kakao – (Element Feuer)
  • Das Wasser erhitzen, Couscous, Rosinen und Ingwer in einer Schüssel mit dem kochenden Wasser überbrühen, alles mit den anderen Zutaten gut verrühren und 5 Minuten quellen lassen.
  • Die Äpfel waschen und entkernen, in Scheiben schneiden und mit der zerlassenen Butter in einer Pfanne kurz andünsten, mit Zimt würzen, dann die Couscousmischung und die Nüsse dazu geben- alles kurz anschwenken.
  • Honig oder Agavendicksaft sind die möglichen Süßmittel, der Kakao gibt dem Gericht “ Wärme “ und Exotic.
  • Sollten Sie morgens wenig Zeit haben, dann bereiten Sie die Couscous- Mischung am Abend vor und es müssen morgens nur noch 5 Minuten für die Äpfel investiert werden.

Ich habe- wie auf dem Bild ersichtlich-  die Äpfel durch Heidelbeeren ersetzt und die Walnüsse durch gehackte Mandeln- der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Mittag: Kürbissuppe mit Maroni

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  • 1 Zwiebel und Mixpfeffer aus der Mühle (Metall), 400 Gramm Hokkaido- Kürbis, 10 gekochte/ gebackene Maroni, 1 EL. Rapsöl, 1 El. Honig(Erde), 500ml Wasser oder frischer Gemüsefond, eine Prise Salz(Wasser), 1/2 Tl. Kurkuma(Feuer), 4 EL. Kresse(Holz)
  • Das Gemüse säubern und in grobe Würfel schneiden, das Wasser/ den Fond mit dem Kurkuma in einem Suppen- Topf erhitzen, das Gemüse dazu geben und gut 15 Minuten weich kochen. Die Maroni schälen und würfeln und mit dem Öl in einer Pfanne knusprig anbraten- den Honig dazu geben und leicht karamellisieren.
  • Die Suppe wird püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, dann in ein Schälchen oder einen Teller füllen und mit den Maroni und der Kresse anrichten.
  • Dieses Gericht ist besonders zur Stärkung der Mitte(Milz-Magen-Nieren) geeignet und wird in der Ernährungstherapie bei Herz- und Gefäßerkrankungen eingesetzt.

Abend: Omelettstreifen mit Gemüse

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  • 4 Eier, 4 El. Olivenöl, 300 Gramm Gemüse der Saison z. B. Zucchini, Staudensellerie, Paprika, Kohlrabi u.s.w.(Erde), Pfeffer aus der Mühle(Metall), 2 El. Sojasauce, 1 El. Wasser, eine Prise Salz(Wasser), Petersilie(Holz), Basilikum(Feuer)
  • Eier verquirlen, dazu die Gewürze und die Sojasauce geben und in einer Pfanne mit dem Olivenöl zu 3 Omelettes ausbacken.
  • Gemüse säubern, in Streifen schneiden und in der Pfanne mit dem Olivenöl knackig garen, mit den Gewürzen abschmecken, die Kräuter(gehackt) zum Gemüse geben, dann die Omelettes in Streifen schneiden und mit dem Gemüse vermischt heiß servieren.
  • Dieses Gericht ist auch für die „Low Carb“- Küche geeignet, das Eigelb auf eins reduzieren und Gemüse mit wenig Kohlenhydratanteil wählen(Kohlrabi, Porree, grüne Prinzeßbohnen u.s.w.)- also perfekt für Krebspatienten, für die Gewichtsreduktion und Diabetiker.

 

Alle drei Gerichte sind leicht, auch abends bekömmlich und ohne viel Aufwand zu kochen, außerdem…sehr lecker! Probieren Sie es aus- ich wünsche…

“ wei kou hao – Guten Appetit „

 

Zitronentymian gibt eine frische Note

Zitronenthymian gibt eine frische Note

 

 

 

 

Du bist, was Du isst!

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen!

Ja, genau, wir benötigen Essen und Trinken um gesund zu werden oder zu bleiben- aber wie ist es richtig?

Na, da halten Sie es doch mit dem Spruch:

“ Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Bürger und abends wie ein Bettler „

…natürlich in abgewandelter Form.

Sich richtig zu ernähren ist wirklich eine Kunst. So schwierig ist es aber auch wieder nicht, es geht nur darum, sich bewusst zu machen, was dem eigenen Körper gut tut und was ihm schadet. Seine eingefleischten Gewohnheiten zu verändern, das ist das Schwierigste, denn der Mensch ist von der Natur aus bequem und findet immer tausende Gründe, um seine Fehlgriffe zu rechtfertigen. Anderenfalls wird er aber mit unvergesslichem Gefühl der Frische, Kraft und Freude über ein hochwertiges Leben aufgrund von körperlicher und geistiger Gesundheit belohnt.

Jedes Essen wirkt unter Umständen auch als Arznei und wer seine Ernährung nicht umstellt, dem bringen auch Medikamente- ob Kräuter oder anderes- gar nichts. „Die Heilung basiert aus drei Zehntel auf Medikamenten und aus sieben Zehntel auf richtiger Ernährung“ – soweit das Reich der Mitte!
Aus qualitativer Nahrung wird dann auch qualitativer „Brennstoff“ (Energie und Blut), der für die gesunde Funktion des Organismus notwendig ist. Eine falsche Ernährung/ übermäßige Nahrungsaufnahme ist die Ursache vieler Erkrankungen.
Qualität schmeckt nicht nur besser, sondern ruft auch Wohlbefinden hervor. Fühle ich mich nach der Mahlzeit wohler als vorher?  Dann habe ich das für mich Richtige gegessen. Nicht?? Müde, Völle, schläfrig und aufgebläht nach dem Essen? Dann war das Essen zu schwer, zu fett, zu kalt, zu feucht… und nicht das Richtige oder… Sie haben schon eine Verdauung, die nicht mehr “ in Balance“ ist.

Für eine gesunde „Mitte“- Verdauung-  sind (nach der chinesischen Medizin) vor allem die Magen- und Milzleitbahn verantwortlich. Die Milzleitbahn ist von größter Bedeutung für die Produktion von lebenspendender Energie QI und Blut Xue, welche/welches sie dann in alle anderen Organe und Bereiche unseres Körpers transportiert. Gleichzeitig wird Überschüssiges von den Nahrungsessenzen als Reserve für schlechte Zeiten in der Nierenleitbahn „geparkt“. Bei geschwächter Milzleitbahn wiederum (z. B. infolge von falscher Ernährung) werden als Verdauungshilfe die Reserven aus der Nierenleitbahn eingesetzt, was zur allmählichen Senkung des gesamtes energetischen Potenzials des Organismus führt. Für die richtige Funktion der Milzleitbahn ist “ innere Trockenheit “ erforderlich, d. h., dass Speisen, die „Feuchtigkeit“  in den Körper einbringen, die Verdauung schwächen. Diese Speisen bilden “ einen faulen Sumpf“, in dem die richtige Funktion der Milzleitbahn wörtlich „versinkt“. In diesem Terrain gedeihen dann verschiedene Mikroben, Viren und Schimmelpilze und der Teufelskreis beginnt.
Speisen, die am meisten die Milzleitbahn schädigen, da sie übermäßige Feuchtigkeit, Kälte und Hitze in den Organismus bringen, sind:
• alle Speisen aus weißem Zucker und weißem Mehl (d. h. Süssigkeiten, Weißbrot, Kuchen)
• alle Kuhmilchprodukte (Milch, Sahne, Käse, Jogurt, Quark, Buttermilch, Butter…)
• alle gebackenen, gebratenen, gegrillten und frittierten Speisen (Fleisch, Käse, Pommes, Steak…)
• im Übermaß rohes Gemüse und Obst
• alle kalten und süßen Getränke, Eis
Dabei gilt der Grundsatz des Maßvollen, dann dürfen auch diese Nahrungsmittel konsumiert werden.

Speisen, die die Milzleitbahn stärken, da sie diese mit Energie versorgen und übermäßige Feuchtigkeit, Kälte und Hitze aus dem Organismus ausscheiden, sind:
• alle Getreidearten (Hirse, Buchweizen, Vollkornreis, Hafer, Graupen…)
• alle Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen, Soja…)
• Gewürze (Zimt, Ingwer, Koriander, Süßholz)
• alle gekochten, gedünsteten und gedämpften Speisen (Fleisch – vor allem weißes Fleisch wie Fisch, Geflügel, Gemüse – vor allem Karotten und Kürbis)
• Geflügelsuppen (besonders aus Huhn, Perlhuhn, Pute…)
• Kürbisgemüse (Zucchini, Kürbis…)
• alle Speisen mit neutralem, milden Geschmack
Halten Sie es für unmöglich, sich in Deutschland so gesund zu ernähren?  Sie brauchen nur das nächste Reformhaus, den nächsten Bauernhof- möglichst Bio-  oder ein vegetarisches Restaurant zu besuchen und Ihr Herz wird sicher über das Angebot von Biolebensmittel, von denen Sie früher nicht die leiseste Ahnung hatten, vor Freude jubeln. Ich betone erneut, dass es hier nur darum geht, sich mit dieser Thematik mehr zu befassen und sich nicht von den „Fast Food“ Essern in Ihrer Umgebung von Ihrem Ziel abbringen zu lassen. Schließlich handelt es sich nur um allgemeine Empfehlungen und um keine universale und einzig richtige Diät, alles ist individuell – was einem zusagt, muss dem anderen nicht entsprechen. Jeder muss seinen Speiseplan selbst zusammenstellen und lernen, mit einem gewissen sechsten Sinn zu ergründen, was ihm gut tut und was nicht. Dazu dienen auch diese Empfehlungen, die von unseren „alten Heilern“ Hildegard von Bingen und Co., asiatischen Ärzten und östlichen Lebensweisen über Jahrtausende hinweg erprobt und als günstig befunden wurden. Um mit Goethe zu sprechen “ Diesen faulen Pfuhl auch abzuziehen, das wäre das höchst Errungene“(Faust II)

Die asiatische Ernährungsweise wünscht keine Askese, verbietet und bevorzugst nichts. Es werden Empfehlungen gegeben, die im Einklang mit der Natur, dem Wandel der Jahreszeiten und zur Gesundheit des Menschen dienen. Es ist- manch einer von Ihnen wird sich noch erinnern- das, was/wie die Großeltern noch gegessen haben:

Morgens:

Die wichtigste Tageszeit für die Milzleitbahn und daher auch fürs Essen. Man sollte iMMER frühstücken, möglichst zum gleichen Zeitpunkt und in Ruhe. Morgens empfiehlt es sich immer warm zu essen, am besten ein Hirsebrei (ggf. gekochte Getreideflocken oder Polenta) mit Zimt und gedämpftem Obst (ggf. Rosinen oder Kompott), evtl. mit Gemüse, frischen Kräutern und Pilzen, und zwar in Wasser gekocht und davor 3x mit Wasser überbrüht (200 g Hirse). Diese sättigt sehr gut ohne Völle zu verursachen und ist ein Diätprodukt, welches die Milz stärkt und die im Organismus gespeicherte Feuchtigkeit austrocknet. Man fühlt sich danach leicht und voller Energie und begegnet mit Freude den Erlebnissen des neuen Tags. Innerhalb von wenigen Tagen verschwindet die dringende Lust auf Süßes und nach einigen Wochen können Sie Übergewicht- so vorhanden – abbauen! Als Frühstücksgetränk eignet sich ein Tee aus Perlgraupen(Yi yi Ren) oder Kräutern. Fleischliebhaber können auch eine Geflügelsuppe mit Gemüse oder Hirse und Knäckebrot ohne Hefe (Wasa) zu sich nehmen.
Mittag:

Nach dem sättigenden Frühstück werden Sie am Mittag keinen so großen Hunger haben, deshalb empfiehlt sich z. B. ein leichtes Gemüsesandwich oder ein Gemüse-Risotto aus Vollkornreis oder gedünstetes Fleisch mit Gemüse und Karotten.
Abend:

Möglichst zu regelmäßigen Uhrzeiten (am besten etwa um 18.00 Uhr), z. B. eine Hand voll Vollkornnudeln ohne Ei mit Gemüse und Pilzen oder Tofu und gönnen Sie sich ein wenig natürliche Süße für eine gute ruhige Nacht , wie z. B. getrocknete nicht geschwefelte Rosinen, Aprikosen, Feigen, Kokosscheibchen u. ä. Es sollten nur wenig und gute Kohlenhydrate genommen werden, damit die Verdauung nicht zu stark belastet wird, wer möchte, kann ganz darauf verzichten.
Während des ganzen Tages sollte (je nach Durstgefühl) schwacher grüner Tee z. B. LUNG JING  getrunken werden, der Schadstoffe aus dem Organismus ausspült, wodurch eine Übersäuerung gemindert wird. Die Übersäuerung ist Folge von schlechter Verdauung oder falscher Ernährung (siehe oben) und schafft alle Voraussetzungen für die Entstehung des bereits erwähnten „Sumpfes“.
Die Nahrung sollte mäßig, abwechslungsreich und regelmäßig sein. Man sollte so gut essen, dass es einem dabei auch gut geht. Essen sollte immer ein Genuss und Erlebnis sein und Freude bringen. Gourmet und kulinarischen Entdeckungen schließen gesundes Essen nicht aus- im Gegenteil!

Bei Dysbalancen gehört die Ernährungstherapie in meiner Praxis zum Behandlungskonzept- individuell, adaptiert und umsetzbar.

Im September dürfen Sie sich auf einen spannenden Beitrag zum „Fasten“ aus asiatische Sicht freuen.

Alles Liebe und genießen Sie gesunde Kost!

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