TCM

Sommerkräuter für die Gesundheit

Er ist da- der Sommer; gefühlt seit 6 Wochen 🙂 – auch wenn es am Wochenende – endlich – geregnet hat.

Wir werden uns an veränderte klimatische Bedingungen gewöhnen müssen; besonders an starke Schwankungen im Bereich der Temperaturen und Wettereinflüsse.

Das bedeutet auch, dass sich die äußeren Pathogene ändern können; ich selbst war bspw. nie wetterfühlig; seit etwa 4-5 Jahren spüre ich allerdings zwei bis drei Tage vor einem Wetterumschwung, kommenden Sturm, starkem Temperaturwechsel… einen Druck im Kopf und bin recht unruhig. Die Empfindungen können bei jedem anders sein.

Zur Hilfe können wir bspw. an heißen Tagen oder generell im Sommer die entsprechenden Kräuter nehmen:

Für die Frostbeulen unter uns 😉 :

  • Rosmarin– ein Kraut aus dem Mittelmeerraum, welches sich seit Jahren aber auch in unseren Gärten immer heimischer fühlt; bei mir wächst der Rosmarin mittlerweile zu einem beächtlichen Strauch heran und gibt jedes Jahr von Mai bis Oktober ein wunderbar warmes Aroma und im Winter Wärmendes z.B. für ein Fußbad oder einen Tee. Wirkung- stimulierend, auflösend, adstringierend/zusammenziehend, aufbauend, cholagog /galletreibend, choleretisch /lebergallefördernd, Östrogenbildung anregend (Östriol, Östrol, Östradiol, in den Ovarien gebildet- Achtung!!! Kein oder nur sehr vorsichtiger Einsatz(äußerlich) bei hormonindiziertem Krebs bei Frauen!!! Wirkt durch die Inhaltsstoffe Cineol, Campher und Borneol; Verbenon als Geruchsträger; bitter schmeckende Diterpene wie Carnosolsäure, Rosmadial; Triterpensäuren, Lamiaceen-Gerbstoffe wie Rosmarinsäure; Flavonoid…dadurch ergibt sich das Einsatzgebiet- Überanstrengung, Schwächezustände des Kreislaufes, niedriger Blutdruck, nervöse Herzbeschwerden, Rheumatische Beschwerden, Gicht, Anämie, stockende Periode, Weißfluß, kalte Füße durch echte Kälte, Migräne, Nervenentzündungen, Verdauungsschwäche – steigert Magensaftsekretion und Appetit, Oberbauchbeschwerden bei Kälte….Wirkung TCM– warm, Geschmack- aromatisch, bitter, scharf; auf die Funktionskreise Herz, Leber, Milz, Magen, Niere und Gedärme; Yang und Qi tonisierend, Qi bewegend, tonisiert das Nieren-Qi und das Qi des Mittleren Erwärmers, tonisiert das Yang, vertreibt Kälte, löst Qi-Stagnationen im Mittleren Erwärmer auf, nährt das Herz-Blut und Milz-Qi im Falle eines Mangels, nährt das Herz- und Lungen-Qi im Falle eines Mangels, regt die Gallenabsonderung an, wirkt Gallensteinen entgegen, Blut bewegend, Schleim auflösende und transformierend… Rosmarin ist ein Tausendsassa bei echter Kälte und Yang-Mangel 🙂

Für die Warmblüter unter uns 😉 :

  • Pfefferminze- ist ein kühlendes Kraut; hilft ruhiger und gelassener zu werden- und das als ein „Bastard“, der etwa um 16- hundert in Großbritannien bzw. auf den britischen Inseln aus der Krauseminze entstanden ist 🙂 – welch Glück für uns. Mittlerweile sind die vielen Arten gar nicht mehr aus den Gärten wegzudenken und alle Arten wirken mehr oder weniger kräftig mit Aroma und Inhaltsstoffen für unsere Gesundheit; Wirkung- antibakteriell, beruhigend, entzündungswidrig, keimtötend, galletreibend, krampflösend, schmerzstillend und tonisierend durch die Inhaltsstoffe ätherische Öle u.a. Menthol, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Enzyme und Valeriansäure. Daher ergeben sich zahlreiche Einsatzgebiete Appetitlosigkeit, Blähungen, Brechreiz, Durchfall, Hitze-Erkältung, Gallebeschwerden, Hitze-Grippe, Herzschwäche, Hexenschuss, Ischiasbeschwerden, Magenbeschwerden, Migräne und Kopfschmerzen, Mundgeruch, Nervenschmerzen, Nierenschwäche, Rheuma, Schlafstörungen, schlecht heilende Wunden, Dysmenorrhoe, Schnupfen, Übelkeit, Verdauungsschwäche, Wechseljahresbeschwerden… Wirkung TCM- kühl, aromatisch-scharf vom Geschmack; wirkt auf die Funktionskreise Leber, Gallenblase, Magen, Herz, Lunge, Blase, Uterus daher ist auch hier der Einsatz sehr breit gefächert; vertreibt Wind-Hitze, befreit blockiertes Leber-Qi, befreit den mittleren Erwärmer (wenn Holz die Erde attackiert), klärt den Kopf und die Augen; ist das Mittel zum Ausleiten und Eleminieren von Hitze und Hitze-Toxinen 🙂

Für die Frostbeulen- ein aromatischer Tee zum Wärmen:

  • eine Handvoll Rosmarinnadeln- gemörst + 5 Himbeeren+ einige Rosenblüten werden mit 250 ml kochendem Wasser aufgebrüht; 5-8 Minuten ziehen lassen; abseihen und trinken

Für die Warmblüter- ein aromatisches Getränk zum Klären des Kopfes:

  • eine Handvoll Pfefferminzblätter, einige Erdbeeren und zwei Schnitze Biozitrone mit Schale werden mit einem Liter abgekochten, lauwarmen Wasser in einem Getränkspender oder Krug übergossen; nach etwa einer Stunde ist ein erfrischend-klärendes Getränk fertig- auf neudeutsch heißt es Infusion-Water 😉

Ich wünsche gutes Gelingen und Genuss- alles Liebe- Kira

„Mögest du warme Worte an einem kalten Abend haben,
Vollmond in einer dunklen Nacht
und eine sanfte Straße auf dem Weg nach Hause.“

Irischer Segensspruch

Gesund älter werden mit Hilfe der klassischen chinesischen Medizin

Das YangShen- die Lebensführung für ein gesundes und langes Leben ist mehr als eine Prävention von Krankheiten- es ist eine Einstellung zum Leben und zur Gesundheit- sie beginnt im Kindesalter und selbst das Gehen des letzten Weges ist davon bestimmt. Es ist so schade, dass in unserem Kulturkreis das alte Wissen dazu bei einem Großteil der Menschen wenig oder gar keine Resonanz findet. Nicht nur im asiatischen Kulturkreis gibt es diese tiefe Achtung, den Respekt vor dem Leben; auch bei uns kennen wir dies- bspw. in den überlieferten Lehren Hildegard von Bingens. Nach Studien der letzten Jahrzehnte ist mittlerweile erforscht, dass etwa 40 % der Krankheiten auf Veranlagungen und ererbte Konstitutionen zurückzuführen sind; 60% der Gesundheit beruhen jedoch auf Lebensführung und Einstellung zum Leben.

Sauer vom Geschmack+grün in der Farbe= positiv für die Leber und Gallenblase

Die Praktiken des YangShen oder auch nach den Lehren Hildegard von Bingens sind:

  • Kultivierung des Geistes und der Emotionen- zum Beispiel duch regelmäßige Meditation
  • Regulierung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme- in Achtsamkeit wann, wie, wieviel, was…
  • Balance des Körpers in Ruhe und Bewegung/Belastung-Entlastung; regelmäßige Bewegung an j e d e m Tag des Lebens
moderates Krafttraining- „…in einem gesunder Körper wohnt ein gesunder Geist…“
  • ausreichender und guter/erholsamer Schlaf- variierend von Mensch zu Mensch…
  • Achtsamkeit und Liebe/Aufmerksamkeit zu sich selbst….
  • …und Liebe zu Natur, den Lebewesen, der Kultur(Musik, Tanz, Kunst)
  • eine erfüllende und erfüllte Sexualität

Die klassische chinesische Medizin bietet dem Nutzer eine Vielzahl an Möglichkeiten, denn unsere Dysbalancen gehen nicht auf einen Mangel, sondern auf einen Überfluss und eine Vernachlässigung des Notwendigen zurück:

  • Ernährungsmedizin- Typ entsprechend als eine lebenslange Möglichkeit für eine gesunde Ernährung
  • Konstituionsakupunktur zur Stärkung der Essenz/ des JING
  • Kräutermedizin entsprechend der Konstitution
  • TuiNa
  • TaiJiChuan und QiGong oder Yoga- mit den Möglichkeiten der Meditation und Körperübungen
  • Leben im Einklang mit den Tageszeiten/ Jahreszeiten
  • Nutzen der Moderne für die Gesundheit
  • Anerkennen, dass das Altern ein physiologischer Prozess ist, der zum Leben gehört- wir entstehen aus Yin und Yang und sofort altern wir- nach der Geburt im besten Fall erst innerhalb von 70-100 Jahren

Das Entscheidende ist das Maß halten- Ausleiten oder Zuführen, Wärme oder Kälte, Bewegung oder Ruhe… und das jeweils immer zu hinterfragen, welches Ausmaß die Handlung haben muss!

Altern- nicht schrecklich, sondern der Lauf der Zeit- wie allerdings, dass haben wir wieder selbst in der Hand 🙂 – und das ist eine sehr gute Nachricht!

Alles Liebe und Shenti JianKang(gute Gesundheit)- Ihre Kira Schwarzrock

Entspannte Leber; basisch lecker

Auch wenn wir uns noch im tiefsten Winter befinden- unser Körper benötigt bereits jetzt ab und an mal eine Entlastung für die Leber- schließlich ist die Nahrung im Winter etwas gehaltvoller und unser größtes Entgiftungsorgan soll nicht „versauern“. Was bietet sich da mehr an als das Gemüse mit dem stärksten Bezug zur Leber- die Artischocke:

  • …ist eine Gemüse aus dem Mittelmeerraum, mittlerweile seit einem Jahrhundert nicht mehr nur Luxus in der Ernährung, sondern auch Heilmittel mit goßem Potenzial.
  • Gemäß der chinesischen Ernährungslehre kühl vom Temperaturverhalten, vom Geschmack her bitter-süss, mit einer positiven Wirkung auf die Funktionskreise Leber, Gallenblase, Blase und Magen.
  • Wissenschaftlich nachgewiesen wurden cholesterinsenkende, entgiftende, Hepatozyten regenerierende, Leber regenerierende, galletreibende und choleretische Wirkungen- zusammengefasst wirkt sie antiphlogistisch, antioxidativ, appetitanregend und blutzuckersenkend.
  • Artischocken sind reich an Vitaminen B1 und C, dem Provitamin A, sowie Eisen, Calcium, Magnesium und auch Inulin(wichtig u.a. für Diabetiker).
  • Die Eigenschaften geben die Wirkungen vor- Hitze, feuchte Hitze und Toxine ausleitend, Nässe/Schleim ausleitend, Nässe/Hitze-Kälte bei Bi-Syndromen ausleitend(Rheuma), Qi regulieend und bewegend, Blut(Xue) aufbauend und auch Nahrungsstagnation auflösend- somit ein Tausendsassa für den Körper bei Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Blähungen, Cholesterinablagerungen lösend und Cholesterin senkend, Diabetes, Fettverdauung verbessernd, Gallenschwäche, Gallesteinen, Übelkeit, Leberschwäche, Leberzellen positiv stimulierend/wachsen lassend…

Die Zubereitung der Artischocke ist denkbar einfach- dafür ist sie frisch zubereitet eine Delikatesse:

  • Die frische Artischocke unter kaltem Wasser abwaschen und mit einem Handtuch abtrocknen. Den Stiel mit einem scharfen Messer kurz hinter dem Blütenansatz abschneiden. Die Schnittfläche mit Zitronensaft einreiben.  Der Zitronensaft hilft auch gegen die Verfärbung der Hände/ alternativ Einweghandschuhe anziehen 😉
  • Alle äußeren Blätter und alle Blätter, die beschädigt sind, mit den Fingern direkt am Ansatz abreißen, auch die Spitzen der restlichen Blätter abschneiden. Diese können stachelig sein und dem Genuss der Artischocke einen „stechenden“ Abbruch bescheren. Das obere Viertel des Gemüses mit einem Sägemesser abschneiden und die Artischocke anschließend sofort in die Schüssel mit Zitronenwasser legen- so bleibt die kräftig grüne Farbe erhalten. 
  • Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Eine Prise Zucker und den Rest Zitronensaft hinzugeben. Die vorbereiteten Artischocken vorsichtig hineinlegen und zusammen mit Zitronenhälften bei mittlerer Hitze 30-45 Minuten kochen. Die Artischocken sind fertig, wenn sich ein Blatt leicht herauszupfen lässt; gegarte Artischocken aus dem Topf heben und abtropfen lassen.
  • Dazu passen – natülich basisch verschiedene Gemüsesorten oder Wintersalate- aber auch Fleischgerichte; allein ist es eine wunderbare Vorspeise. Dazu passt dann ein Dip aus Avocado und Gewürzen oder auch mit Knoblauch- der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Frische Artischocken sind auch für den Tee oder zum Saft pressen geeignet

Anwendungen in der Naturheilkunde:

  • Urtinktur
  • Die Artischocke wird auch homöopathisch eingesetzt- Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli- die Wirkung ist in dieser niedrigen Potenzierung die gleiche wir bei der Heilpflanze.
  • Tee
  • Saft

Artischocken-Tee: Man nimmt 1 Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt diese mit 150 ml kochendem Wasser.
Abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Tee mit Honig süßen.
Zur Steigerung des Appetits eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse trinken.
Für die gute Verdauung direkt nach der Mahlzeit eine Tasse trinken.
Artischocken-Saft: Den Saft presst man aus frischen Blättern oder kauft ihn als fertigen Frischpflanzenpresssaft; von dem Saft trinkt man etwa 25 ml- hilft gut bei Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und steigert das Wohlbefinden.

Die Saison für dieses wunderbare Heilgemüse beginnt bald- leider gibt es sie nicht regional zu kaufen; allerdings rechtfertigt die positive Wirkung den Kauf aus einer Bio-Produktion und in den milden Regionen Deutschlands wird die Artischocke mittlerweile auch angebaut.

Bleiben Sie gesund- alles Liebe- Ihe Kira

Haferkleie…

…kennt manch einer nur als Pferdefutter oder als Schonkost- völlig zu Unrecht 😉

Haferkleie ist ein Multifunktionstalent und hat dabei noch zahlreiche gesundheitliche Aspekte- aber dazu später.

Jetzt beginnt ja für Viele die Zeit des Backens und der Plätzchen- diese Cookies sind eine Homage an Naschen und Gesundheit:

  • 125 g weiche Butter, 75 g braunen Zucker oder alternativ 4 Dattel klein gehäckselt, 1 großes Ei- trennen-, 100 g gemahlene Mandeln, 100 g Haferkleie, 1 TL Weinsteinbackpulver, Abrieb einer Zitrone, 1 Prise Zimt, Vanille, Kardamom, Sternanis, Prise Salz für das Eiweiß, 50 g gehackte Mandeln, 2-4 EL Mandeldrink
  • Die Butter aufschlagen, dann diese und die festen Zutaten und das Eigelb miteinander vermischen und gut durchkneten; dann erst die Mandelmilch dazugeben- der Teig sollte geschmeidig, nicht zu dünn werden…
  • …dann das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen und langsam unter die Cookiemasse heben…
  • …den Backofen auf 180 Grad-Umluft- vorheizen; die Cookiemasse in Häufchen teilen und diese Häufchen etwas platt drücken; auf Backpapier/Backblech verteilen und wenn gewünscht mit Zartbitter-Schokodrops(zum Backen) belegen…
  • … die Cookies 10-15 Minuten backen, bis sie eine gold-braune Farbe bekommen, dann auskühlen lassen
  • Für die Weihnachtszeit können die Cookies auch in Zartbitter-Schokolade getaucht werden oder ein Häubchen aus Zimt-Sahne bekommen.

Nun das gesundheitliche:

  • Butter und Ei bauen das Blut auf; der braune Zucker/ die Datteln sind gut für die Schleimhäute, die Mandeln und Gewürze bauen das Milz-Qi auf…
  • … und die Haferkleie ? Die strotzt nur so von hervorragenden Inhaltsstoffen- auf 100 Gramm kommen 15 Gramm Ballaststoffe, welche hervorragend auf die Darmgesundheit wirken. Dazu hält die Kleie den Insulinspiegel niedrig- somit gehören Heisshungerattacken der Vergangenheit an. Das enthaltene Beta-Glucan senkt das gefährliche LDL-Cholesterin und damit wirkt Haferkleie wie ein Putzteufel in den Gefäßen. Weiterhin sind enthalten- Vitamine B1,2,5, Folsäure, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan und Selen. Aus Sicht der chinesischen Medizin ist Haferkleie gut für das Darm-Qi, liefert einen Beitrag zum Blutaufbau und stärkt das Qi in Milz und Magen; gleichzeitig kann sie pathogene Hitze aus Magen und Darm ausleiten, bindet feuchte Hitze und leitet diese über den Stuhl aus.
  • Übrigens- nicht nur zum Backen ist Haferkleie geeignet; sie kann gerne in das Porridge oder das Müsli gegeben werden;
  • Einfach nur in Wasser gerührt ist sie ein Heilmittel gegen Sodbrennen, bindet Giftstoffe(zum Beispiel bei Durchfall) und hilft bei stockendem Stuhl.
  • Ein Hinweis: trinken Sie ausreichend Wasser, wenn Sie Haferkleie konsumieren- die Ballaststoffe müssen ausreichend Flüssigkeit zum Quellen haben.

Was meinen Sie- sind das nicht genug Argumente, der Haferkleie auch in Ihrer Küche eine Chance zu geben?

Alles Liebe und gute Gesundheit!

Ihre Kira

Rose ohne Dornen- die…

Pfingsten stehen sie meist in voller Blüte- die Paeonien oder Pfingstrosen- eine  Homage an Heilung und den Reichtum der Natur. Pfingsten ist das Fest des Licht’s, der Fülle, der Hoffnung- die Pfingstrose bzw. die weißen/ roten Wurzeln besitzen eine starke Heilkraft:

  • ChiShao- so der chinesische Name- kommt sowohl in der freien Natur als auch in speziellen Kräuteranbaugebieten vor- das Temperaturverhalten ist leicht kühl, der Geschmack sauer und bitter;  die Wurzeln wirken auf die Funktionskreise Herz, Nieren, Leber und Milz.
  • Wirkungsweise: entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, blutdrucksenkend, gerinnungshemmend, harntreibend, senkt den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel ob ihrer Inhaltsstoffe: in den Blüten Anthocyanfarbstoffe wie Paeonin; Flavonoide, Gerbstoff; in den Wurzeln die Glykoside Paeoniflorin und Peregrinin und Gerbstoffe.

Verwendung in den Kräutermischungen:

  • …kräftigt und baut das Blut Xue auf, vertreibt Stagnationen; z.B. bei Anämie, Blutmangel, verschwommenem Sehen, gefühllosen Gliedmaßen(Hände, Füße),;
  • leitet Hitze ab und wird oft bei „unreiner“ Haut angewendet, ebenfalls bei infektiöse Krankheiten mit Exanthemen, bei Blutungen aus Mund und Nase, bei gynäkologischen Blutungen, sowie bei entzündete Augen, Hautgeschwüren und Furunkeln;
  • kühlt das Blut– die Hitze ReXue-
  • bewegt das Blut, löst Xue Stasen, wirkt schmerzstillend bei Rötungen und Schwellungen der Augen, bei Schmerzen in den Rippenbögen, bei Dysmenorrhoe, bei Amenorrhoe, bei schmerzhafte Menstruation, bei Unterleibsschmerzen, sowie bei Sturz- und Schlagverletzungen, Furunkel im Frühstadium und Abszessen;
  • leitet Leber-Feuer ab und leitet die Hitze Re aus- besonders bei Blutungsneigung, fiebrigen Erkrankungen und hohem Fieber;
  • Nach neuesten Studien und Forschungen wirkt Chi Shao durch Strychnin verursachten Krämpfen entgegen und senkt den Blutdruck.
  • wirkt Yin tonisierend bei Ohrensausen, Tinnitus, Schwindel und Migräne;
  • wirkt Qi regulierend und bewegend bei Muskelkrämpfen, Magenkrämpfen, Darmkrämpfen…

Die Pfingstrose ist nicht nur schön anzusehen und betört mit einem wunderbaren Duft-sie ist sowohl in der CM als auch westlichen Naturheilkunde ein wirkungsvolles Frauenkraut vor allem bei Mestruationsbeschwerden und Blasen- und Nierenschmerzen – siehe oben. Die Blüte wird zudem bei Haut- und Schleimhauterkrankungen verwendet, sowie bei Herzbeschwerden oder aber auch Nervosität. Die Wurzeln der Pfingstrose dienen als Hilfe bei Krämpfen jeglicher Art und bei Rheumabeschwerden. Bemerkenswert ist die breite Anwendung mit dem Schwerpunkt auf immunologischen Störungen (Entzündungen, Rheuma, Autoiummunerkrankungen, Allergien), Krämpfen, Nervenleiden und Hormonstörungen.

In der westlichen Naturheilkunde verwenden wir die Pfingstrose als homöopatisches Mittel bei Darmstörungen, Epilepsie, Gicht und Bluthochdruck- Paeonia Officinalis wirkt besonders bei Menschen, die in Begleitung zu ihren Symptomen einen Blutandrang zum Kopf hin verspüren. Kopfschmerzen und Schwindel können sich bei diesen Personen bemerkbar machen. Paeonia officinalis wird bei Hämorrhoiden mit Schmerzen und Brennen in der Afterregion, bei Analfissuren und daraus resultierender anhaltender Stuhlinkontinenz (Schließmuskelschwäche) verordnet. Starke Schmerzen während oder nach dem Stuhlgang können durch die Einnahme von Paeonia officinalis gedämpft werden. Auch bei akuter und chronischer Entzündung des Afters oder Rektums ist Paeonia die geeignete Lösung- die Potenzierung legt der behandelnde Arzt/HP fest. Paeonia sollte nicht in Eigenregie genommen werden! Allerdings kann eine Paeonia-Salbe durchaus eigenständig zur Behandlung der Analregion genommen werden. Absolut unbedenklich ist der Einsatz eines Präparates der Fa. Heel(unbezahlte Werbung)- PaeoniaComp. Fa. Heel bei Hämorrhoiden und Druckgefühle, die durch venöse Stauung entstehen, sowie bei den typischen brennenden und stechenden Schmerzen.

Auch die eigenen Garten-Pfingstrosen können ohne weitere Verarbeitung zur Heilung eingesetzt werden. 1 Teelöffel getrocknete Blüten werden mit abgekochtem, etwa 70 Grad heißem  Wasser übergossen und nach zehn Minuten ziehen als Tee getrunken- bei Menstruationsstörungen, Schmerzen in den Gelenken, Hämorrhoiden…siehe oben.

Cave! Die Pfingstrosenwurzel darf nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden!!!

Ich wünsche frohe Pfingsttage und gute Gesundheit!

 

Unruhe im Yang- dann ist…

 

…das dritte große Yang- Mittel der Schüssler Salze genau das Richtige. Magnesium phosphoricum(MP)- die Nummer 7 der Schüssler Salze- wirkt beruhigend auf das Feuerelement- es entkrampft, entspannt und beruhigt das Yang-Qi:

  • Die Verbindung Magnesium phosphoricum ist ein natürlich vorkommender Stoff in den Blutkörperchen, den Muskeln, dem Gehirn, in Rückenmark und Nerven, als auch in den Knochen und Zähnen- somit hat es auf verschiedene Funktionskreise eine hervorragende Wirkung…
  • …nämlich auf die Milz- mit den Muskeln; die Leber- mit dem Blut und die Nieren- mit den Knochen/Zähnen.
  • MP ist für einen ausgeglichenen Rhythmus der Zellen verantwortlich; ist die Bewegung der MP-Moleküle gestört, dann kommt es zu Krämpfen und/oder Schmerzen. Weiterhin regelt es die harmonische Korrespondenz und Tätigkeit aller Organe.
  • MP ist das Mittel der Wahl, damit sich das Yang-Qi ruhig, entspannt und kontrolliert ausdehnen kann. Bei allen Qi-Dysbalancen sollte es das erste Mittel der Wahl sein- bei Stress, Hektik, Unruhe und Ängsten die mit Krämpfen und Schmerzen einhergehen wirkt MP entspannend und ausgleichend auf jede Art des Qi(körperlich wie auch seelisch/geistig).
  • MP beruhigt und entspannt das unruhige Nerven-Yang-Qi bei unruhigem Yang- z.B. bei großer innerer Unruhe, Nervosität, nervösen Organbeschwerden, allen psychosomatischen Erkrankungen, Stress und Schlafstörungen unterschiedlicher Genese;
  • MP wirkt bei blockiertem und zusammengezogenem Yang-Qi- z.B. bei Schmerzen und Krämpfen, Koliken, Migräne, Schmerzen während und vor der Mens, Wind-Kälte-Krankheiten- immer dann wenn Wärme und leichter Druck lindern oder Kälte und stärkere Berührungen zur Verschlimmerung der Beschwerden führen;

Bei Kopfschmerzen, Migräne, Anspannung…

  • MP entspannt und entkrampft das Qi aller Organe und Funktionskreise- z.B. beruhigt es die Aktion von Muskeln, Nerven, Drüsen, Herz, Verdauung, Stoffwechsel, sorgt für eine gute und zügige Regeneration nach dem Sport…
  • MP findet dort Einsatz, wo der energetische Zustand im Körper kalt und zusammengezogen, mit blockiertem und unruhigen Qi, mit Wind-Kälte und/oder einer Yang-Qi-Leere vorgefunden wird- hier harmonisiert und beruhigt MP das Qi, dehnt kontrolliert aus und vertreibt Kälte auch aus den Collateralen/ den Luo und natürlich den Meridianen.

Leitsymptome für den Einsatz von MP sind:

  • Innere Unruhe, unerträgliche Schmerzen o h n e  Entzündungszeichen, ggf. Krämpfe, Blähungen, nervöse Unruhe und Erregung
  • Die Psyche des Betroffenen zeigt sich leicht erregbar, nervös, aufbrausend, hektisch, innerlich unruhig, eigensinnig, manchmal hysterisch- Erröten bei Aufregung oder Stress und ein hektisches Leben- ständiger Zeitdruck, mitunter ewiges Verspäten oder dauerhafte Hektik kennzeichnen den Bedarf an MP
  • Das Rot des MP-Typs ist sehr hell, es tritt ohne Hitze auf, findet sich vor allem neben den Nasenflügeln in Schmetterlingsform, auch als „Schamröte“ oder als „hektische Flecken“ am Hals; die Zunge ist oft leicht rötlich, sauber bis gelblich glänzend, oft nicht belegt;

Einsatzgebiete für MP in der Regelpotenz D6:

  • Kälte-Schmerz- blitzartig, einschießend, krampfend, zusammenziehend, bohrend, wechslend oder wandernd möglich- besser durch Wärme und leichten Druck/leichte Bewegung
  • Krämpfe im Kopf-, Bauch- und Beckenbereich- Krämpfe der Stimmritzen, des Kehlkopf, Schluckauf, Krämpfe während und vor der Mens, krampfartiger Husten, krampfhaftes Harnverhalten…. eine Besserung tritt immer durch Wärme und leichten Druck ein; Bauchkrämpfe können durch einen Kälte-Durchfall begleitet werden(Bauchschmerzen durch Kälte);
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verspannungen- immer Besserung durch Wärme, Bewegung oder Druck, dann ist MP das Mittel der Wahl
  • Stress, Hektik, Aufregung, Unruhe, „kommt nicht in den Tag“…- hiert entspannt MP das Yang-Qi und sorgt für eine ausgeglichene Ausbreitung des Yang-Qi
  • Wichtig für Blutdruckpatienten- langfristig senkt MP den Blutdruck, da es besonders gut die Gefäße entspannt- also kontrollieren Sie ggf. Ihre Medikation- vielleicht können die chemischen Präparate gesenkt oder ausgeschlichen werden- immer nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und/oder Heilpraktiker!!

Dosierungen und Mittel:

  • Wecktrank oder Schlafmittel- MP hilft in beiden Fällen mit 7-10 Pastillen in heißem Wasser gelöst, langsam trinken und gut einspeicheln- es ist die bekannte „heiße 7“
  • Akut: alle 30 Minuten eine Pastille lutschen ggf. je nach Zustand die „heiße7“- mit 7-20 Pastillen möglich,
  • Chonizität: 6-8x täglich 1-2 Pastillen unter der Zungezergehen lassen
  • Salbe: äußerlich auf die betroffenen Gebiete auftragen oder als Kompresse über Nacht wirken lassen

Entspannt und gelassen durch den Tag mit einer „heißen7“

Bach-Blüten und TCM ?

 

Viele TCM-Therapeuten können mit Bachblüten nicht viel anfangen- zu wenig Substanz?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade auf der feinstofflichen Ebene- bei besonders empfindlichen Patienten und Kindern- der Einsatz von Bachblüten eine wunderbare Ergänzung zur TuiNa oder Akupunktur ist.

Ein kurzer Exkurs:

  • Ebenso wie Kräuter können aus Blüten hergestellte Essenzen den Menschen besonders auf psychischer Ebene, im Vegetativum, besonders berühren. Das entdeckte der englische Arzt Dr. E.Bach in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.
  • Insgesamt wurden 37 Pflanzen und die Essenz Rock Water(Felswasser/ Quellwasser) von ihm mit unterschiedlichen Wirkweisen definiert und sicher kennt so mancher von Ihnen die RescueTropfen®.
  • Die Nummer 38- nach manchen Quellen auch 39- in der Reihe sind diese Rescue auch als „First Aid Remedy“ bezeichnet, welche in Stress- und Krisensituationen ihre verblüffende Wirkung entfalten- sie bestehen aus Star of Bethlehem, RockRose, CherryPlum, Clematis und Impatiens- alles Blüten, deren Essenzen auch in der TCM-Kräutermedizin bekannt sind- als „Verletzungsmittel“.
  • Die Pflanzen und die Essenz RockWater stellen die Verbindung zwischen dem materiellen und dem seelischen Gleichgewicht her- die richtige Essenz oder eine Kombination aus einigen ausgesuchten Essenzen helfen dem Betroffenen wieder Verbindung zu seinen Empfindungen, seiner Gefühlswelt und seiner positiven Denkweise aufzunehmen.
  • Bachblüten- eine Möglichkeit, die Harmonie zwischen Yin und Yang wieder herzustellen.
Essenz RockRose- das Panikmittel schlechthin in der Bachblütentherapie- in der TCM beruhigt die Rose Leber und Herz 🙂

Auf dem Beitragsbild sehen Sie Honeysuckle- Geißblatt oder auch Lonicera/ YinJinHua- hier mal eine kurze Beschreibung:

  • Der Leitsatz nach Dr. Bach ist für Honeysuckle “ Der Betroffene lebt in der Vergangenheit- früher war alles besser und schöner“…
  • Die TCM setzt Lonicera ein, um die Meridiane Lunge, Herz, Magen und Dickdarm zu regulieren, also bei zur Vertreibung von äußerer Wind- Hitze, zur Ableitung von Hitze und Feuer-Giften und zur Ableitung von feuchter Hitze im unteren Jiao bei ruhrartigen Syndromen- alles Problematiken die mit einem “ nicht trennen können“, an „Altem haften“ und auch mit einer gewissen Melancholie und Trauer zu tun haben. Allerdings wirkt Lonicera als Kraut unter Umständen bei besonders sensiblen Menschen recht stark- daher kann auch der TCM-Therapeut z.B. bei Kindern zu einer Bachblütenessenz greifen.

So lassen sich noch viele Verbindungen finden oder/und ableiten / herstellen.

Clematis- laut Bach ist man geistig abwesend, extrem verträumt und zeigt wenig Interesse für den Alltag- in der TCM nutzt man die Wurzel um die Meridiane Niere und Blase zu stimulieren- das Mark, welches unser Gehirn darstellt

Bachblütentherapie und TCM stellen keine Ausschlusskriterien dar- im Gegenteil- kombiniert zum Wohle der Patienten sehr hilfreich und wirkungsvoll.

Alle guten Wünsche- haben Sie eine gute Woche!

Unterschiede und Gemeinsamkeiten…

 

… in den Ernährungsformen des Ayurveda, Yoga und der TCM sind gar nicht so schwer zu erkennen; es gibt ganz viele Gemeinsamkeiten- alle Ernährungsformen begründen sich auf tausende von Jahren Bewährtem aus dem Großasiatischen Raum; die Unterschiede sind gar nicht so groß- sie bestehen in erster Linie in den verwendeten Lebensmitteln:

  • In der TCM- Ernährung/ Fünf- Elemente-Küche aus den Regionen Chinas, Vietnams, Korea’s, Kambodschas… u.s.w. gibt es keine Verbote- die Nahrungsmittel werden nach der energetischen Wirkung, dem Geschmack und nach den Wandlungsphasen(Elementen) unterschieden- auch Fleisch der verschiedensten Tiere steht unter gegebenen Umständen auf dem Speiseplan, ebenso andere tierische Produkte wie Eier, Meeresfrüchte, Fisch, Milch, Quark u.s.w. Die Ernährung gemäß der TCM bzw. Fünf Elemente ist keine rein vegetarische oder gar vegane Ernährung. Diese gibt es auch- aber eher als Behandlungsmethode z.B. bei einem Übermaß an Hitze oder Feuchtigkeit im Körper, immer dann, wenn es gilt, den Körper umzustimmen oder bestimmte Dysbalancen zu behandeln. Ganz zielgerichtet wird der Typ des Menschen anhand der Zunge und der Pulse festgestellt und danach die passende Ernährungsform zusammen gestellt- es wird das energetische Niveau, das Temperaturverhalten und die Symptome im Zusammenhang gesehen. Daher kommt es vor, dass ähnlich aussehende Menschen mit ähnlichen Symptomen trotzdem unterschiedliche Ernährungspläne erhalten. Die Ernährung gemäß der TCM/Fünf Elemente ist praktikabel für den Alltag, erfordert jedoch ein  Auseinandersetzen mit der Philosophie und den Nahrungsmitteln. Das Schöne- es gibt kein entweder/oder; es gibt nur ein sowohl/ als auch.

  • Die Ernährung im Ayurveda stammt aus dem indischen Raum und gehört ebenfalls zur Ganzheitsbehandlung und Gesunderhaltung des Menschen- auch hier werden die Elemente berücksichtigt- Erde, Wasser,Feuer, Luft und Raum(Äther); genauso wie die Doshas(Konstitution) des Menschen(bereits hier auf meinem Blog beschrieben); gleichzeitig kommen noch die Malas(Abfallprodukte des Stoffwechsels) zur Beachtung- die ayurvedische Ernährung kommt meines Wissens nach größtenteils ohne Fleisch aus(Ausnahme sind Kraftbrühen bei bestimmten Krankheitsbildern), beinhaltet aber bspw. tierische Produkte wie Honig und Milchprodukte; auch werden sehr scharfe Gewürze seltener benutzt- auch hier bestimmt die Konstitution des Menschen den Einsatz der Nahrungsmittel. Somit ist die Ernährung aus dem Ayurveda auch eher dem sowohl/ als auch zugeordnet; Verbote gibt es auch  nur bei starken Dysbalancen oder Krankheitsbildern.

  • Die yogische Ernährung– auch hier sprechen wir erst von Gesundheit, wenn der Mensch ausgeglichen im Wohlbefinden ist. Yoga unterteilt die Nahrung anhand ihrer Eigenschaften in drei Arten: Tamas (Trägheit), Rajas (Unruhe) und Sattva (Leichtigkeit). In dieser Ernährungsform werden ebenfals keine definierten Empfehlungen gegeben, welche Menge an Proteinen, Vitaminen und Kohlenhydraten der Mensch benötigt. Denn kein Organismus gleicht dem anderen. Wir alle unterliegen saisonalen und klimatischen Schwankungen und gehen verschiedenen Beschäftigungen nach. Sprich, die Bedürfnisse ändern sich ständig. Wenn man Yoga praktiziert, verfeinert sich das Körpergespür- mit der Zeit wird man dann „automatisch“ sattvige Lebensmittel bevorzugen. Trinken steht bei der yogischen Ernährung sehr im Focus- bis zu 3 Liter am Tag, vorzugsweise Wasser und Kräutertees sind empfohlen. Die Nahrungsmittel sollten einfach, naturbelassen und frisch sein, auch das Fasten an einem Tag in der Woche oder über den halben Tag(„Intervallfasten“ ähnlich) wird empfohlen. Durch die „Ahimsa“- die Gewaltlosigkeit-wird eine fleischlose und tierproduktlose Ernährung empfohlen; trotzdem ist die yogische Ernährung nährstoffreicher, ballaststoffreicher und dabei oft kalorienärmer als andere Ernährungsformen- es werden bspw. viele Hülsenfrüchte benutzt und in verschiedensten Formen verwendet(siehe Beitrag zu Hülsenfrüchte hier). Die yogische Ernährung ist vegan/ vegetarisch mit Früchten, Gemüse, Nüssen und Kernen, Kräutern, Legominosen, Getreide, Gewürzen, Tee und Wasser.

Letztendlich ist es immer unsere Entscheidung, wie und mit welchen Nahrungsmitteln wir uns ernähren- auch unsere gesunde Vollwertkost hat seine Vorteile, ebenso die Ernährung nach der Klostermedizin/ nach Hildegard von Bingen- manchmal ist es auch der Mix aus allem, der ein gutes und gesundes Essen heutzutage möglich und spannend macht. Sind wir krank- maßvoll und nur wenige Lebensmittel benutzen; sind wir gesund- maßvoll und ausgewogen essen; oft ist es der Körper, der den richtigen Weg aufzeigt und manchmal lohnt sich der Gang zum ganzheitlichen Ernährungsberater wenn man selbst nicht weiter weiß.

Mein kleiner Exkurs ist nur ein kleiner Überblick- für eine detaillierte Betrachtungsweise muss man tief in die Materie eintauchen, Fachbücher lesen oder eben eine Beratung in Anspruch nehmen 🙂

Bleibt/Bleiben Sie gesund!

 

Was keiner haben möchte…

…ist ein schmerzender, steifer Nacken- egal ob bei einer Erkältung, nach Zugluft oder einem längeren Flug…

Sollte es doch einmal passiert sein, dann helfen natürlich die Hausmittel und ggf. eine Spritze vom Arzt- aber das dauert!

Was das ganze an der Wurzel packt und zudem noch recht schnell Linderung bringen kann, ist Akupunktur, gepaart mit Moxa und Kräutermedizin, Taping + Bewegungstherapie:

  • Wind und Kälte dringen durch die oberen Schichten in den Körper ein und lassen die Muskeln krampfhaft zusammenziehen- das ist als Bewegungseinschränkung zu merken; der Schmerz entsteht durch Stagnation von Xue- Wind und Kälte lassen Xue stagnieren(Blut kann nicht frei fließen)…
  • Die Akupunktur an Dünndarm 3 habe ich schon einmal beschrieben, generell helfen aber sehr gut die Akupunktur bzw. noch besser die Moxibustion an einem Extrapunkt an der Hand- L u o Z h e n- “ steifer Nacken“ und kleine Moxakegel im Verlauf der betroffenen Region + GuaShaFa
  • LuoZhen kräftigt das Qi und lässt es freier fließen, das trifft auch auf Xue(Blut) zu- und das vor allem in der Halsregion
  • Wichtig bei der Behandlung ist- es wird nur einseitig(Schmerzseite) genadelt mit starker Stimulierung/ gemoxt und der Patient bewegt seinen Nacken/Hals während der Behandlung langsam und kontrolliert in alle Richtungen- ganz bewusst drehen und wenden, vor und zurück- erst danach wird die Halsregion akupunktiert/ gemoxt und weiter behandelt. durch die Bewegung wird die Ausleitung der pathogenen Faktoren unterstützt.
  • Danach erfolgen entweder GuaShaFa oder Taping- hängt vom Schweregrad ab, der Patient bekommt eine Kräutermedizin, die regional und überregional wirkt und einige Übungen.
  • Diese Behandlung wird ggf. dreimal wiederholt an den folgenden Tagen, bei sofortiger Besserung reicht oft die Kräutermedizin + Bewegung und eine zweite Behandlung kann auch nach einer Woche erfolgen.
  • Achtung!!! Wichtig ist, dass Wind und Kälte zuverlässig ausgeleitet werden, ansonsten kann es zu chronischen Zuständen kommen(Dauerschmerz, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen….)

Die kleinen Moxakegel können auch mitgegeben werden zur häuslichen Anwendung nach Einweisung

“ Wind und Kälte sind die Feinde, die am schnellsten und hartnäckigsten die Burg(den Körper) bedrängen“- geben Sie diesen unangenehmen Gesellen keine Chance 😉

Schröpfkopfmassage bei Schmerzen durch Wind-Kälte

Akupunktur an GB20- FengChi, um Wind auszuleiten

Wurzeln…

… geben allem einen festen Stand! Auch wir benötigen unsere Wurzeln- die Nierenenergie, um gut durch das Leben zu gehen und fest „verwurzelt“ zu sein. Was bedeutet „Nierenenergie“?

Die  Lehre von Yang und Yin ist ein Rahmenkonzept, der im alten China für die Beobachtung und Analyse der materiellen Welt benutzt wurde. Die Lehre durchdringt alle Aspekte der TCM. Sie dient der Erklärung von organischen Struktur, der physiologischen Funktionen und der pathologischen Veränderungen im menschlichen Körper und gibt den Rahmen bei der klinischen Diagnosestellung, Behandlung und Prävention vor.

Die physische Form wird Yin zugeordnet, wogegen Aktivitäten oder Funktionen Yang zugerechnet werden. Die stoffliche Form ist die materielle Basis für die immateriellen Funktionen, und die Funktionen sind die bewegende Kraft für die stoffliche Form. Sie sind sich gegenseitig bedingend. In der TCM stehen die Nieren als das Zentrum für das Yin und Yang des Körpers, die „angeborene Grundlage“ oder den Ursprung des Lebens. Die Nieren speichern das Ursprüngliche, die Essenz und sind somit der Ort, an dem die Kräfte aus den Nährstoffen gespeichert werden und die physiologischen Lebensfunktionen stattfinden.

Nieren-Yin, auch genannt ursprüngliches Yin, wahres Yin oder wahre, reine Flüssigkeiten ist die Grundlage für die Yin-Flüssigkeiten des gesamten Körpers. Es befeuchtet und nährt die Organe und Gewebe.

Nieren-Yang, auch genannt ursprüngliches Yang, wahres Yang oder echtes, gesundes Feuer ist  die Grundlage für das Yang-Qi des gesamten Körpers: es wärmt und fördert die Funktionen der Organe und Gewebe.

Das Nieren-Yin stellt den Brennstoff für die physiologischen Funktionen, wogegen das Nieren-Yang die Speicherung von Nieren-Yin fördert. Nieren-Yin und Nieren-Yang sind immer voneinander abhängig, sie bedingen sich gegenseitig, um die inneren Harmonie und gesunden Funktionen des Körpers zu bewahren. SuWen-3.Kapitel- (Buch der einfachen Fragen): Wenn sich Yin in völliger Ruhe befindet und Yang in vollkommener Weise erhalten wird, dann ist der eigene Geist in einem vollkommenen Zustand. Sind Yin und Yang voneinander getrennt, wird die eigene Lebensenergie (Qi und Essenz) nachlassen und verloren gehen“ . Treffender kann diese Harmonie nicht beschrieben werden.

Wenn das Gleichgewicht gestört ist…finden pathologische Veränderungen statt und man wird krank.

Wasserelement = Nierenbezug

Symptome des Nieren-Yin Mangels zeigen sich als/in: Reizung und Schwäche der Lumbalregion und der Knie, Benommenheit, Ohrenbeschwerden (Tinnitus, ggf. Schwerhörigkeit oder Taubheit), trockener Mund und Rachen, Wärmegefühl an den „5 Herzen“- Handinnenflächen, Fußsohlen und Sternum, spontanes Schwitzen in der Nacht und/oder am Abend, Verstopfung und Samenabgang ohne sexuelle Erregung (Spermatorrhoe). Der Puls ist schwach oder fein und schnell; die Zunge ist gerötet mit sehr wenig pelzigem oder gar keinem Belag. Nieren Yin Mangel = Symptome von Leere-Hitze- der Kochtopf, der ohne Inhalt auf der angeheizten Herdplatte steht.

Der Nieren-Yang-Mangel zeigt sich/ erscheint als: Reizung/Schmerzen und/ oder Kältegefühl in den Knien und der Lendenwirbelsäule, Kälteaversion und Kälteempfindlichkeit, kalte Gliedmaßen(komplett), Müdigkeit und Schwächegefühl, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Einnässen(Enuresis), Inkontinenz, abnehmende Libido oder in schweren Fällen Impotenz; weibliche Sterilität und generalisierte Ödeme können auch vorkommen- hier muss zu einer MP-Qi-Schwäche abgegrenzt werden. Der Puls ist fein oder fein und tief; die Zunge ist oft dicker und/oder geschwollen, feucht und kann- wenn eine MP-Qi-Schwäche dazu kommt-mit einem stärkeren, weißen Belag versehen sein. Nieren-Yang Mangel erzeugt immer Symptome einer „Yang-Schwäche/ Leere mit innerer Kälte“.

Bei einer längerfristigen Schädigung des Nieren Yin wird auch das Nieren Yang in Mitleidenschaft gezogen und einen Verbrauch von beidem zur Folge haben. Dies nennt man „Schädigung des Yin, welche das Yang beeinträchtigt“ und umgekehrt.

Üblicherweise wird in der Therapie beim Tonisieren des Yin auch immer das Yang gestärkt und umgekehrt…damit kann das Gleichgewicht hergestellt werden. Gemäss der klinischen Diagnose wird Yin und Yang in unterschiedlichen Abstufungen gestärkt. Die ganz alten Rezepturen und auch in den alten Schriften wird dieses Konzept als sehr wertvoll dargestellt- auch heute noch ist es wichtig, darauf einzugehen- trotz Überfluss haben viele Patienten eher einen Mangel im Bereich des Nieren Yin- und Yang!

Nieren-Qi und Nieren-Essenz

Aus der Historie heraus gehörte das Qi zu Yang und wurde Yang-Qi genannt. Auch heute- um die Klassiker zu bewahren-gehört das Nieren-Qi zu Yang und steht für die gesamten Funktionen der Niere. Andererseits werden die Essenz, das Blut und die Körperflüssigkeiten in der TCM allgemein Essenz genannt und dem Yin zugeordnet. Essenz ist die stoffliche Basis des Körpers, somit stellen die Nieren die physiologischer Funktionen im Ganzen.

Ganz einfach-  wenn  das gegenseitige Bedingen von Yin und Yang und deren Kausalität berücksichtigt wird, ist die Nieren-Essenz die stoffliche, physische Basis und Nieren-Qi die funktionelle Kraft- beides ist eng miteinander verbunden.

Unausgewogenheit von Nieren-Yang und Nieren-Yin ist Ursache für viele Symptome bzw. Krankheiten und bedient alle Organe und Regionen des menschlichen Körpers. Für eine genaue Diagnose muss immer zuerst festgestellt werden, ob es einen Mangel von Yin oder Yang gibt, bevor das betroffene Organ diagnostiziert wird. Das wird am Beispiel der typischen Alterserkrankungen ersichtlich, welche sich direkt in den Nieren manifestieren- im Alter(ab 45+) lassen die Essenz, das Yang und Yin der Nieren nach- daher ist es ein wichtiges Gebot:

„Stärke im Alter besonders die Wurzel, dann können sich auch alte Menschen lange eines gesunden Lebens erfreuen“

Jeder Mensch sollte sich der eigenen Verantwortung seinen Wurzeln gegenüber bewusst werden und diese stärken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Qi, Shen und Jing…

Häufig habe ich in den letzten Monaten die Anfrage bekommen, ob ich nicht einmal etwas über die Begriffe in der Chinesischen Medizin schreiben könnte. Voila!

Die chinesische Medizin ist für uns Europäer mit einem Zauber behaftet… die Begriffe klingen ungewohnt und mystisch. Sie erklären jedoch deutlich besser, was uns Menschen ausmacht- nämlich Seele(Geist- Shen) und das Körperliche im Zusammenhang. Die Betrachtung des Menschen in seiner Ganzheitlichkeit macht die asiatischen Medizinformen so außerordentlich erfolgreich- “ Wollen wir PatientInnen als menschliche Individuen, deren Einzigartigkeit in der Beschaffenheit ihrer Seele beruht, gerecht werden, so gilt es, der Versuchung standartisierter Behandlungsstrategien zu widerstehen!“- meine Maxime bei der Behandlung!

Was bedeuten denn nun Qi, Jing, Shen und die vielen anderen Begriffe in der CM?

  • Qi– die Lebensenergie, das was uns umgibt, was in uns ist- unser Motor zum Leben. stagniert Qi entstehen Schmerzen, Überlastungssymptome, Überforderung bis hin zu schweren Krankheiten,
  • Jing– die Essenz des Lebens, das was uns erst entstehen lässt-  die Flamme im Kamin ist Yang , das Holz  Yin , die Wärme, die der Kamin abstrahlt ist die Energie Qi und das Licht des wunderbaren Kaminfeuers ist dann die pure Essenz Jing . Die Dauer des wärmenden Feuers- auch des entstehenden Lichts als Vergleich zu Jing-  ist sowohl von der Kraft der lodernd brennenden Flamme, als auch von der Menge und Qualität des Holzes abhängig. Die Essenz Jing wird von dem Energiepotential des Nierenmeridians beeinflusst und hat seinen Ursprung in dem, was uns unsere Eltern (Yang- Vater, yin- Mutter) bei der Zeugung mitgeben. Die Essenz beeinflusst unter anderem die Knochen, die geistige und körperliche Entwicklung, unsere Sexualität und Fortpflanzungsfähigkeit, den Zustand der Ohren, Haare, das Zahnfleisches ….
  • Shen– der Geist oder die konstellierende Kraft- hat seinen Bezug in der chinesischen Medizin zum Herz(Meridian). Die zentrale Bedeutung des Herzens ist seine Funktion, den Geist zu beherbergen und zu bewahren. Wie ein weiser Kaiser  garantiert es für schöpferische Kraft und klare Einsicht, um seinen „Staat“ (alle weiteren Meridiane/ Organe) in Harmonie und positivem Wirken zu unterstützen. „Wer seinen Geist nährt, stirbt nicht.“ (Laotse) ist ein Satz, der nur dann nachvollziehbar wird, wenn man dieses Verständnis des Geistes im Daoismus sehen und erkennen kann. Shen steht auch für Kreativiät, Inspiration, Verstand, Bewusstsein, Empathie, Genialität, Optimismus und lässt sich nur dadurch erreichen, dass sich das Herz durchlässig ohne Einwirken des Egos, auf die Welt, sein Gegenüber und sich selbst, einstellen kann. Ein „offener“ Mensch, ist in der Lage sich auf Geschehnisse einzustellen und einzuslassen, ohne auf den Lauf der Dinge absichtsvoll einwirken zu wollen. Wir Menschen in unserer Gesellschaft neigen dazu Ist- Zustände in Soll-Zustände verwandeln zu wollen. Das Maß dazu ist unsere subjektive Wahrnehmung- „Verbesserungen“, „Optimierungen“ vornehmen zu müssen. Wir stecken Energie hinein, unser Herzblut fließt, wir kämpfen und straucheln, wir verbrennen uns förmlich, um unsere Vorstellungen umzusetzen. Am Ende steht die Diagnose „burn out“. Das Feuer – das Element unseres Herzens-  hat versucht, über ein starkes „Brennen“ einen Zustand herbei zu führen, den wir uns als das Optimum vorgestellt haben. Am Ende empfinden wir uns als leer, auf der Suche nach dem Sinn im Leben, ohne Selbstvertrauen, ängstlich, erschöpft. Die Augen spielen dabei eine wichtige Rolle, zeigen sie doch durch ihr Strahlen oder durch ihren zielgerichteten Blick den Zustand des Geistes, seine Abwesenheit oder Anteilnahme, durch die Größe der Pupille  Angst oder Furchtlosigkeit an. Augen können Vertrauen oder das Gegenteil schaffen, ihre Größe verleitet uns zu Behutsamkeit oder zu Argwohn. Der psychischer Bezug des Herzens: Liebe, soziale Kompetenz, Kommunikation, Ausstrahlung, Bewusstsein, Optimismus.
  • Yang- alles kraftvolle, nach oben strebende, helle, teilweise aber auch aggressiv und schnell verlaufende an Erkrankungen, warme bis heiße an Energie, die Sonnenseite des Berges, das was uns Bewegung verleiht und uns antreibt…
  • Yin– alles ruhende, kühlende, absinkende, dunkle, teilweise sehr kalte, langsam und chronisch verlaufende, schwer machende an Energie, die Schattenseite des Berges, das, was uns Struktur gibt…
  • Blut auf chinesisch Xue-  ist unser Kraftstoff, das was unseren Körper antreibt, ein Mangel führt zu Blässe, Sehschwäche, ausbleibender Menstruation, Konzentrationsstörungen…, ein Stau von Blut entspricht dem Verschluss eines „Abflussrohres“- es kommt zu Schmerzen, die sich am ganzen Körper einstellen können, zu Schmerzen in der Brust als Vorboten eines Herzinfarktes, zu Menstruationsschmerzen, zu einem Hämatom- „blauen Fleck“…
  • Kälte– Erkältung, kalte Zustände, pathogener Faktor z. B. beim Ischias oder einem Schnupfen, bei Menstruationsbeschwerden oder Muskelschmerzen…
  • Hitze– Mandelentzündung oder Hitzezustände, pathogener Faktor z. B. bei Infektionen mit hohem Fieber, Heuschnupfen oder brennendem Harn- Blasenentzündungen, Wechseljahresbeschwerden oder brennenden Füßen…
  • Feuchtigkeit/Schleim– pathogener Faktor, Schweregefühl, Ausfluss, Trägheit, Lustlosigkeit, Cellulite und Übergewicht, Ödeme…
  • Trockenheit– pathogener Faktor, Verlust von Speichel, trockene Schleimhäute, trockene Augen, trockene Därme- Verstopfung, …
  • äußerer Wind– pathogener Faktor, Zugluft, Muskelschmerzen, Kopfschmerz, Bindehautentzündung…
  • innerer Wind– pathogener Faktor, entsteht durch Stress, chronische Erkrankungen, äußert sich z. B. als Schlaganfall, Zittern, Sprachstörungen…
  • Bluthitze oder Toxine– Neurodermitis, chronische Darmerkrankungen…
  • San jiao– die drei Feuerstätten im Körper- die Einteilung des Körpers in drei Abschnitte- es sind physiologische Aktivitäten, welche alle Organe betreffen und welche die Sicherung des Blutes Xue, der Energie Qi und der Körperflüssigkeiten für die Muskeln, die Haut und für die Organe, ferner die Verdauung, die Absorption und das Ausscheiden der Nahrung durch den Magen, die Milz und durch die Därme, ebenso wie das Ausscheiden und die Regulierung der Körperflüssigkeiten durch die Nieren und durch die Harnblase– nach dem „Gelben Kaiser“ sind die Sanjiao “ die Wege der Ernährung- sie sind der Anfang allen Qi“- ein Bild erklärt es recht einfach- der Kochtopf über einem Feuer, aus dem die reine Essenz als Dampf aufsteigt:

 

Die drei Sanjiao

die drei Sanjiao

Pathogene Faktoren sind all die, welche von außen oder von innen den Körper außer Balance bringen und zur Erkrankung führen. Da man in der früheren Zeit- also vor mehr als 4000 Jahren- noch keine Bakterien, Viren oder Keime kannte, haben die Schamanen und Heiler der asiatischen Heilkunst die krankmachenden Faktoren mit den Witterungerscheinungen verglichen und Ihnen diese Namen gegeben: Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Trockenheit.  Diese Pathogene können auch in Kombination auftreten und so entstehen dann die Bezeichnungen in der TCM- Diagnose: „innerer Wind“, „feuchte Hitze“…

Wir und unser Umgebendes besitzen Schätze- gemäß der chinesischen Medizin ist das Funktionieren von Körper und Geist das Ergebnis vom Zusammenwirken bestimmter Lebenssubstanzen, die drei Schätze genannt- wie oben bereits beschrieben. Es handelt sich um die Energie QI, den Geist SHEN und die Essenz JING:

Tian- der Himmel hat drei Schätze: die Sonne, den Mond und die Sterne,
Nitü- die Erde birgt drei Schätze: das Wasser, das Feuer und das Erdreich(lässt wachsen),
Renshi- der Mensch lebt dank seiner drei Schätze: Energie QI- Milz und Magen/ die menschliche Ebene, Essenz JING- Nieren/ die Erdebene und Geist SHEN- das Herz als Kaiser/ die himmlische Ebene.

Gehen wir mit den drei Schätzen sorgsam um, dann leben wir in Gesundheit und mit gesundem Geist!

unsere Schätze aus der Erde und dem Wasser- für unsere drei Schätze Shen, Qi und Jing

Unsere Schätze aus der Erde und dem Wasser- für unsere drei Schätze Shen, Qi und Jing

 

 

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