Yin

Das Yin nähren…

…und das gerade jetzt, nachdem der heiße August uns mehr als genug Trockenheit gebracht hat- sowohl im Äußeren als auch für unsere Körper.

Die Saison bietet uns gerade jetzt die Fülle der Natur und für das Nähren der Säfte(Yin) ist dieses einfache Rezept perfekt:

  • eine reife Birne, drei reife Feigen waschen/putzen; die Birne würfeln, die Feigen von der Hülle befreien und vierteln; die Früchte in ein Schälchen geben und mit einem Esslöffel Sesam und Ahornsirup toppen;
  • Diese Fruchtkombination kann als Dessert oder zur Abendmahlzeit gegessen werden.
  • Für alle, deren Qi eher schwach ist, sollten die Birnen und Feigen in etwas Butter kurz angeschwenkt werden.

Was macht die Kombination jetzt so besonders?

  • Frische Feigen sind leicht kühl vom Temperaturverhalten; süss vom Geschmack und wirken positiv auf die Funktionskreise Gedärme, Milz und Lunge. Neben B-Vitaminen und jeder Menge Spurenelementen enthalten Feigen Tryptophan und wirken zudem auch gegen ungewollte Bakterien. Sie tonisieren Yin und Qi, leiten Toxine und Hitze aus und aktivieren den Darm.
  • Birnen sind ebenfalls frisch vom Temperaturverhalten, süss- säuerlich im Geschmack und wirken auf die Funktionskreise Lunge, Gallenblase, Gedärm und Milz; durch die Inhaltsstoffe tonisieren sie Yin und Blut, leiten Hitze und Toxine aus, transformieren Schleim und bringen pathogene Feuchtigkeit aus dem Körper. Am Abend gegessen, sorgen sie für eine ruhige Nacht 😉 und senken ggf. einen erhöhten Blutdruck bspw. in den Wechseljahren.
  • Ahornsirup ist neutral vom Temperaturverhalten und süß vom Geschmack; er wirkt Yin,Qi und Blut- tonisierend und ebenfalls auf die Funktionskreise Milz, Magen, Lunge und Leber.
  • Sesam ist ein absolutes Nierentonicum- neutral im Temperaturverhalten, süss im Geschmack wirkt er auf die Funktionskreise Niere, Leber, Lunge, Herz, Milz und Gedärme; tonisiert alle Yin- Organe; wirkt Jing- bewahrend(Essenz), tonisiert Blut und Qi.

Einfach mal ausprobieren- es lohnt sich !!

Alles Liebe und gute Gesundheit – habt eine schöne und gute Woche!

Kira

Goji- Tee…

…ist ungewöhnlich und nicht wirklich bekannt in unseren Regionen.

Dieser Tee ist ein perfekter Begleiter durch den Alltag, während der Arbeit oder auch einfach so 🙂

  • Die Goji- oder Wolfsbeere wirkt antioxidativ, blutzuckersenkend, immunstimulierend und stärkend durch die Inhaltsstoffe Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, B-Vitamine, Eisen, Spurenelemente, Lutein, Zeaxanthin, Polysaccharide und Sesquiterpene.
  • Der gemeine Bocksdorn- so eine weitere Bezeichnung- lässt sich als Beere- die von August bis Oktober geerntet wird und auch in unseren Breiten als Strauch sehr gut wächst- als Nahrungs- und Heilmittel einsetzen; ich gebe die Beeren gerne in das Porridge…
  • …und trinke die Beeren als Tee aufgegossen über den Tag…
  • …sie wirken positiv auf die Meridiane Lunge, Herz, Nieren, Leber und Milz- bauen Jing, Yin, Qi und Blut auf und finden unter anderem ihren Einsatz bei Abwehrschwäche, Bluthochdruck und Augenerkrankungen;
  • …sie stimulieren ebenfalls das Wei-Qi in allen seinen Facetten.

Der Tee ist ganz einfach zuzubereiten- nimm etwa 5-8 Beeren und brühe diese mit sprudelnd-heißem Wasser auf- die Beeren kannst du im Glas belassen und nach dem Trinken aufessen 🙂 – du solltest über den Tag nicht mehr als 18 Gramm, das sind etwa 20 Beeren, zu dir nehmen- auch wenn sie als Superfood bezeichnet werden; die roten süß-sauren Früchtchen sind Medizin!

Lasst Euch den Tee schmecken- alles Liebe wünscht Euch

Kira

Kräuter; Tinkturen und Elixiere…

…altes Wissen in neuem Format; oder Kräuter und Tinkturen für die Hausapotheke- altes Wissen neu entdeckt- so das Motto unseres Workshops am heutigen Samstag:

Wir, dass sind HPin Psych. Jeanette Runge von meinselbsterleben.com und ich-HPin Kira Schwarzrock und das hier ist mein BLOG 😉

Altes Wissen um Kräuter, die heute kaum noch jemand kennt bzw. deren Wirkungsumfang nicht bekannt sind, darum geht es heute und eines dieser Kräuter ist der

Hirschzungenfarn:

Bild aus „Das große Buch der Kräuter“
  • …der gehört zur Familie der Streifenfarngewächse; diese Farne enthalten immunstimulierende Polysaccharide (Vielfachzucker, wichtige Rolle beim Speichern der Nahrung), Schleim- und Gerbstoffe zum Schutz vor mikrobieller Zersetzung und Fäulnis sowie Bioflavonoide(Antioxidanz). Die Stoffe des Hirschzungenfarns sorgen für die Beseitigung der „Freien Radikalen“, eine Art von Molekülen die vor allem bei erhöhtem Stress entstehen, Krankheiten begünstigen und den Alterungsprozess beschleunigen.
  • Vorkommen: vorwiegend in gemäßigten Zonen im östlichen Nordamerika, Ostasien und Europa – hier in gemäßigten, atlantisch geprägten Zonen, in Deutschlands wächst der Hirschzungenfarn hauptsächlich im Südwesten und dort eher in Gebirgswäldern.
  • Die mehrjährige Pflanze hat einen ganzrandigem Blattwedel und ist dadurch leicht von allen anderen europäischen Farnen zu unterscheiden, steht unter Naturschutz; Hirschzungenfarn gilt als „besonders geschützt“ nach der Bundesartenschutzverordnung. Da uns die Erhaltung der Fauna und Flora als Naturheilkundler sehr wichtig ist, wird auch dieses Kräutlein zur Verwendung in der Kräutermedizin in Gärten kultiviert 🙂

Das Hirschzungenelixier enthält außerdem noch „Langen Pfeffer“ und Ceylon-Zimtstange- beides wärmende Kräuter/Gewürze, die eine besondere Wirkung auf zartes Gewebe haben- Lunge/Leber/Milz/Drüsen- also eher auf das Yin des Körpers wirken.

Einsatz des Elixiers- Achtung! KEIN Heilversprechen- aus der Erfahrung:

  • Zitat der Meisterin Herselfe- Hildegard von Bingen: „Die Hirschzunge hilft der Leber, der Lunge und bei schmerhaften Eingeweideleiden. (…) Das Hirschzungen-Elixier hilft der Leber, reinigt die Lunge und heilt die schmerzenden Eingeweideleiden, beseitigt innere Eiterungen und Verschleimung. (…) Trinke davon oft vor und nach dem Essen.“
  • … effektiv bei Bronchitis und Diabetes, kann aber auch als Lebermittel (bei chronischem Leber-Lungen-Husten) eingesetzt werden; Unterstützunge für sämtliche Hormondrüsen (Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse), entgiftet den Magen-Darm-Trakt und kann wirksam vor/beiBurn-out-Syndrom und dem Chronic-Fatigue-Syndrom, bei Hormonmangel, Schlaflosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung durch Stress schützen. Weiterhin ist es ein traditionelle Mittel bei Eileiter-, Eierstock-, Hoden-, Prostata- und Samenleiterentzündungen, sowie Blasen-, Gallenblasen und Adnexentzündung, ist erprobt bei bei Ausfluss und Kinderwunsch.

Das Hirschzungenelixier gibt es bei verschiedenen Anbietern fertig zu kauf; wer es selbst herstellen möchte benötigt:

  • Hirschzungenpulver, Langer Pfeffer, Ceylonzimtrinde- gibt es Fertigpulver zu kaufen ;); dazu 2 Liter Weißwein(Bio) und 200 Gramm Bio-Honig oder Honig vom Imker des Vertrauens;
  • …das Hirschzungenfarnkrautpulver-60 Gramm- in 2 Liter Wein 5 Minuten köcheln, 200 Gramm (10 Esslöffel) Bienenhonig zufügen und aufschäumen, anschließend abfiltern und heiß in -sterile-Flaschen abfüllen.

Dosierung:

  • erste Woche: 3 x täglich 1 Likörglas (25 ml) nach dem Essen einnehmen, danach vor und nach jedem Essen 1 Likörglas bis eine Besserung eintritt.
  • Empfehlenswert ist eine Kur über 6 Wochen.
  • Vor der Hirschzungen-Kur bietet sich eine Entgiftung des Körpers an- zum Bsp. mit einer Bärwurz-Birnen-Honig Kur(hier auf meiner Seite nachzulesen unter http://spiritandbalance.de/baerwurz-birnen-honig/).
Elixiere wurden und werden generell mit Wein hergestellt

Wenn ich das Interesse geweckt habe, besuche doch ab und zu meine Seite- dort erfährts Du immer unter „Aktuelles“ wann es wieder Workshops zu Kräutern und Tinkturen gibt- aber auch alle anderen Themen können interessant sein 🙂 und dann würde ich mich- wir uns- natürlich sehr freuen, DICH begrüßen zu dürfen.

Nun bleibt nur noch danke zu sagen an alle Teilnehmerinnen und danke an unsere Natur, die so viel Wertvolles für uns bereit hält!

Alles Liebe- Kira!

Zusatz: Alle Informationen zu diesem Thema beruhen ausschließlich auf Überlieferung und langjährigen Erfahrung. Sie vermitteln somit nur einen allgemeinen Überblick mit Hinweisen auf traditionelle Anwendungsmöglichkeiten und können keinesfalls eine Beratung durch Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/-in ersetzen. Es werden ausdrücklich k e i n e Heilversprechen gegeben!

…Fischers Fritze fischte frische Fische…

…wer kennt ihn nicht, den Zungenbrecher der Kindheit 🙂 – ich möchte Euch heute in Anlehnung an Fisch und Fischer den Plattfisch Scholle aus Sicht der chinesischen Ernährungslehre und natürlich mit einem leckeren Rezept vorstellen:

  • Frische, küchenfertige Scholle säubern und trockentupfen; etwas mit Zitronensaft säuern und mit Gewürzen wie Pfeffer, einer Prise Salz, Anis, Dill- oder einfach nach Geschmack- würzen;
  • Gemüse wie Süßkartoffeln, Zucchini und Paprika säubern, schälen und grob würfeln- mit Olivenöl und Gewürzen nach gusto marinieren- dann…
  • Schollen und Gemüse auf einem Blech/Backpapier verteilen; die Scholle mit der Haut nach unten auflegen…
  • …und ab damit bei 150 Grad Umluft/mittlere Schiene und 20-25 Minuten in den Backofen; ganz zum Schluss alles noch mit frischen Kräuteren bestreuen und etwas Olivenöl darüber geben und servieren.

Die Scholle gehört zu den Plattfischen, verfügt über leicht verdauliches Eiweiß mit hoher Bioverfügbarkeit, wenig Fett, Tryptophan, Arginin und einer Menge an Spurenelementen und Vitaminen; weiterhin wirkt Scholle:

  • Qi tonisierend bei Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit, Diarrhö, Durchfall, Übelkeit, Schwäche körperlich, Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Konzentrations-störungen und in der Rekonvaleszenz;
  • Blut tonisierend bei Leber-Blut-Mangel, allgemeinem Blutmangel mit Anämie und auch bei perniziöser Anämie
  • Inneren Wind unterdrückend bei Schwindel, Sensibilitätsstörungen, Tics, Koordinationsstörungen, Paralyse und Lähmungen;
  • Yin tonisierend bei Muskelschmerzen, Neuralgien, Trigeminusneuralgie, Multiple Sklerose, Paralyse und Lähmungen;
  • Hitze eliminierend und Toxine ausleitend bei Schwermetallbelastung, chronischen Krankheiten und unterstützend ebi der Krebstherapie

Die Scholle- platt als Fisch aber nicht platt in der Wirkung- wie wäre es also wieder mal mit Scholle 😉

Viel Erfolg beim Nachkochen und …Gute Gesundheit!

Eure Kira

Frühsommer trifft Herbst…

…wenn Erdbeeren und Birnen eine Liason eingehen. Wie können auch sagen, wenn Metall(Element)- die Herbstfrucht Birne- auf Holz(Element)- die Frühjahrsfrucht Erdbeere- trifft 😉 Vielleicht sieht dieser Fruchtsalat im ersten Moment völlig gegensätzlich aus- in der Wirkung und im Geschmack ergänzen sich beide recht gut:

  • Erdbeeren wirken thermisch frisch; haben einen süß-herb-säuerlichen Geschmack und wirken positiv auf die Meridiane Leber, Milz, Niere und Lunge…
  • Birnen sind thermisch frisch-kühl, süß-säuerlich im Geschmack und wirken positiv auf die Meridiane Lunge, Gedärm, Gallenblase und Milz…
  • …beide gehören zu den Rosengewächsen und haben generell eine positive Wirkung auf das Qi, das Blut Xue, leiten pathologische Feuchtigkeit aus, reinigen das Blut und tonisieren das Yin…
  • …das macht beide hervorragend geeignet für den Aufbau von Säften/Yin.

Diese Früchtekombination ist besonders gut für Menschen mit Leere-Hitze geeignet- die Merkmale sind Hitze an den Hand- und Fußflächen, Nachtschweiß, Trockenheitsgefühl, Erschöpfung und „Nicht-Wollen“…- aber auch für alle, die am Abend eher unruhig sind. Alle Frauen, die in die Wandeljahre gehen(etwa ab 35.-49. Lebensjahr) profitieren von der Kombination- natürlich in Maßen genossen und die Früchte müssen zwingend sehr reif sein. Auch sollte diese Speise immer erst nach einer gegarten Mahlzeit, bspw. einer leichten Suppe oder Brühe, genossen werden; damit können die hervorragenden Wirkungen besonders auf die Mitte und die Säfte viel besser vom Körper erfahren werden.

Wir können uns glücklich schätzen, dass Birnen Lagerobst sind und Erdbeeren oft bereits ab Mai reifen- in einem warmen Jahr können wir daher beide Früchte für einen guten Monat zusammen genießen; es ist gerade in dieser Übergangszeit, in der es oft schon heiße Tage gibt, eine tolle Kombination um Hitze- und Säftemangel vorzubeugen. Einzig Menschen, die eine sehr schwache Milz(Durchfall, Schwäche, vor allem sehr füher, breiiger Stuhlgang(morgens ab 4 Uhr…) sollten auf diesen „Salat“ verzichten oder ihn nur sehr maßvoll in kombination mit einem Congee konsumieren.

Einfach, lecker und gesund- viel Freude und Genuss wünscht Ihnen/Euch Kira!

Rhabarber mal anders

Passend zum Frühjahr- die dem Holzelement zugeordnete Jahreszeit- gibt es heute bei uns Rhabarber in einem Dinkelgriesauflauf.

Der Rhabarber gehört zur Familie der Knöterichgewächse [Polygonaceae] und ist eine ausdauernde Pflanze, die mit Hilfe von Rhizomen überwintert.

Als Kind habe ich es geliebt, mit meinen Cousins und Cousinen in Oma’s Garten rumzustromern und im Frühjahr jungen Rhabarber einfach unter der Pumpe abzuspülen und frisch zu essen – mit dem Wissen von heute kann ich nun auch unseren sehr guten Toilettengang danach einordnen 😉

In der Kräutermedizin verwendet man den Wurzelstock des Medizinalrhabarbers. Dieser wird getrocknet und pulverisiert und zur Stuhlregulierung oder auch bei Sodbrennen, auch zum Bsp. gegen Wechseljahresbeschwerden mit starker Hitze eingesetzt. Die chinesische Bezeichnung Da Huang heißt so viel wie „großes Gelb“. Der Name kommt von der kräftig gelben Farbe der Wurzeln und des Wurzelstocks. Traditionell wurde sowohl in der asiatischen als auch westlichen Kräutermedizin nur die Wurzel der ursprünglich aus Asien stammenden Heilpflanze hauptsächlich als Abführmittel verwendet. In China kannte man die Verwendung der Blattstiele kaum- bei uns in Europa ist die Pflanze seit ca. 150 Jahren heimisch und wird oft als Kompott eingekocht 🙂

Inhaltlich punktet Rhabarber mit einem frisch- säuerlichen Geschmack; er ist thermisch kalt, wirkt auf die Meridiane Herz, Gedärm, Magen und Leber; ist bitter vom Geschmck und wirkt adstringierend- dadurch Qi regulierend und bewegend, Hitze, Nässe und Toxine ausleitend. Inhaltlich weist er Vitamine und Spurenelemente auf; neben der Oxalsäure enthält Rhabarber vor allem Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen und die Vitamine C, A, B1, B2 und Niacin; außerdem recht hohe Anteile an Zitronen- und Apfelsäure. Die Wurzeln- nur medizinisch einsetzbar und nach Rücksprache!!!- enthalten Gerbstoffe und Anthrachinone, die bei höherer Dosierung und langer Kochzeit leicht abführend wirken, bei niedrigerer Dosierung und kürzerer Kochzeit adstringierend.

Die medizinische Verwendung des Rhabarbers ist sehr vielfältig- zum Beispiel bei Infektionen mit hohem Fieber, Gelbsucht und Entzündungen; er wirkt antibakteriell, antimykotisch, bekämpft Parasiten, wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend, appetitfördernd, harntreibend und blutstillend. Außerdem senkt er den Blutdruck und wirkt positiv auf einen erhöhten Cholesterinspiegel. Vorsicht ist geboten während der Schwangerschaft, bei starkem Yang-Mangel und einer stark geschwächten Mitte. Daher und dann sollte bei dem folgenden Rezept der Rhabarber lieber durch Himbeeren ersetzt werden 🙂 …

Rhabarber-Dinkelgries-Auflauf nach Oma Liesbeth’s Rezept- in abgewandelter Form(bei Oma gab es immer Schlagsahne und Kuhmilchquark 😉 ):

Zutaten für 4 Personen: 2 Eigelb; 4 Eiweiß; 1 Msp.Vanillepulver, Zimt, Kardamom, 250 Gramm Bio-Schafsquark; 100 Gramm Schmand; 70 Gramm Dinkelgries; 3 EL.Rohrohrzucker; Abrieb von einer Bio-Zitrone; 1 Päckchen Weinsteinbackpulver und 250 Gramm des Hauptdarstellers Rhabarber; Ahornsirup

Zubereitung:

noch im Rohzustand 😉
  • Rhabarber säubern, klein schneiden und mit dem Saft der BioZitrone und einem Teelöffel Zucker und etwas Vanille marinieren; für zwei Stunden ziehen lassen- der Saft, der sich bildet, kann später für eine Limonade genutzt werden 😉 …
  • den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen…
  • Eier trennen; ich nutze tatsächlich auch separates Bio-Eiweiss für die 4 Eiweiss- die Eiweiss steif schlagen; Eigelb, Abrieb der Zitrone, Gewürze und Zucker schaumig aufschlagen, dann die übrigen Zutaten langsam dazu geben; zum Schluss wird das Eiweiss vorsichtig unter die Masse gehoben- dann ab damit in eine leicht gebutterte Auflaufform…
  • …den marinierten Rhabarber auf die Masse geben und gut verteilen; die Form dann auf die untere Schiene im Backofen stellen und dann den Auflauf ca. 25-35 Minute garen lassen- die Garzeit kommt auf den Backofen an; ich decke immer nach 15 Minuten Backpapier drüber.
  • Über den warmen Auflauf gebe ich einen Strahl Ahornsirup- eine milde Süße, die gut mit dem Rhabarber harmoniert.

Die Wirkung dieser süß- säuerlichen Mahlzeit zum Mittag oder auch Frühstück:

  • Durch den Dinkelgries und die Gewürze wird der an sich kühl- kalt wirkende Rhabarber harmonisiert; auch das Backen bei relativ hoher Hitze bringt Wärme in die Mahlzeit. Der Schafsquark und Schmand wirken positiv auf die Säfte, neutral im Temperaturverhalten, der Schmand zusätzlich süß- beides wirkt auf die Säfte; Eier tonisieren das Blut; die Gewürze wärmen; der Dinkelgries ist nährend und wärmend, positiv für den Energieaufbau, nährt das YIN- gut bei Stress, Konzentrationsschwäche, Nervosität und Schlafproblemen.

Somit ist diese Mahlzeit- wie alles natürlich in Maßen- eine gute Alternative für Frühstück/Mittag/Abendessen.

Nun bleibt mir nur noch „Guten Appetit“ zu wünschen- viel Freude beim Zubereiten und genussvolles Essen- immer daran denken 😉 in der chinesischen Ernährungslehre gibt es kaum Verbote- alles ist in Maßen erlaubt!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Kira!

„Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet“- F. Nietzsche

Frisches Möhren-Paprika-Curry mit…

…Granatapfelkernen- die allerdings auch weggelassen werden können 😉 .

Dieses leicht wärmende Curry ist ein schnelles Abendessen und perfekt zum Mitnehmen geeignet:

  • 5 Möhren, eine gelbe Paprika, eine kleine Zwiebel putzen und grob zerkleinern…
  • …einen Telöffel Kokosöl in einem großen Topf erhitzen, das Gemüse darin andünsten; mit 250ml Gemüsefond(selbstgekocht) und 300-500ml Kokosmilch ablöschen…
  • …dazu kommt eine große Tasse rote Linsen wie Reis, ein Teelöffel Kurkuma, eine Messerspitze GaramMasala, eine Messerspitze Knoblauch und ein Esslöffel Liebstöckel(getrocknet).
  • Das Curry für etwa 25-35 Minuten sanft köcheln lassen; im Schnellkochtopf ist es bereits nach 5-8 Minuten fertig(je nach Gebrauchsanweisung des Topfes).
  • Zum Schluss die Granatapfelkerne und frische Petersilie- gehackt- unterheben und ggf. nachsalzen- fertig 🙂

Gemäß der chinesischen Ernährungslehre hat dieses Curry eine positive Wirkung auf:

  • Qi von Milz, Magen, Lunge und Leber;
  • baut Yang auf
  • befriedet das Blut Xue
  • baut Blut Xue auf
  • nährt das Yin
  • tonisiert das Qi der Lungen

…und ist einfach nur lecker.

Mein Tipp für das Büro/ die Arbeit: Das Curry heiß in ein etwas größeres, schmales Glas mit Schraubdeckel geben( so etwa 300-500 ml), gut zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen; so ist es im Kühlschrank mindestens 14 Tage haltbar. Auf Arbeit zum Mittag einfach das Glas für 15-20 Minuten in heißes Wasser(Wasserkocher) stellen und dann genussvoll löffeln- es ist ein gesund-leichtes und stärkendes Mittagessen 🙂 , um das Sie/Euch Einige beneiden werden.

Guten Appetit und viel Erfolg beim Nachkochen- Ihre/Eure Kira Schwarzrock

Leckerer Quarkkuchen zum Sonntag…

…der auch noch zum Fühstück am nächsten Morgen genutzt werden kann- vielleicht mit einem Apfel-Nuss-Kompott.

Aber der Reihe nach; gestern habe ich überlegt, dass gerade nach Sport, Bewegung oder Arbeit gerne auch mal etwas Süsses gegessen wird- warum auch nicht? In Maßen ist ja bekanntlich alles erlaubt. Ich wollte trotzdem eine lecker- gesunde Alternative und habe ein altes Quarkkuchenrezept meiner Oma Liesbeth mal wieder abgewandelt:

  • zwei Eigelb, 50 Gramm weiche Süßmolkebutter mit 30 Gramm Rohrohrzucker, einem halben Teelöffel Vanillepulver und dem Abrieb einer Bio-Zitrone schaumig schlagen;
  • dann werden 250 Gramm Quark, 150 Gramm Edmandelmehl und ein Päckchen Weinsteinbackpulver dazu gegeben, gut verrührt und der Saft der Biozitrone ebenfalls untergerührt; den Teig zur Seite stellen;
  • die beiden Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und dann mit einem Back- oder Esslöffel vorsichtig unter den Teig heben;
  • eine Backfom- ich habe meine Lieblingsauflaufform genommen 🙂 – mit Butter einfetten, den Teig hineinfüllen und mit gehackten Mandeln bestreuen;
  • die gefüllte Form in den auf 180 Grad Umluft vorgeheizten Backofen stellen und den Kuchen in 30-45 Minuten goldgelb backen lassen- ich decke nach 15 Minuten immer Backpapier darüber, damit die Mandeln nicht zu dunkel werden.
  • Tipp: ich rühre diesen Kuchen nicht mit der Maschine sondern mit dem Schneebesen; nur das Eiweiss schlage ich mit der Maschine auf- somit bleibt das Eiweiss dann fluffig, wenn ich es mit dem Schneebesen unterhebe.

Wirkung gemäß chinesischer Ernährungslehre:

  • Quark wirkt befeuchtend und frisch, baut Säfte auf und wirkt auf die Meridiane Lunge, Gedärme, Milz und Magen – massvoll gegessen ist er gut für das Yin(falsche Hitze und Trockenheit), tonisiert das Qi und eleminiert Hitze; allerdings sollte er nicht zu oft und nicht in großen Mengen genommen werden, da Kuhmilchquark auch schlechte Feuchtigkeit aufbauen kann- besonders bei Menschen, die eine Neigung dazu haben(Schleimerkrankungen, starkes Übergewicht, geschwollene Gelenke…).

Erdmandelmehl verdient eine noch genauere Betrachtung:

  • es wirkt mit süss-scharfem Geschmack und neutralem Temperaturverhalten positiv auf die Mitte(Erdelement); reguliert das Qi der Därme, es ist glutenfrei und für Weizen- und Nuss-Allergiker geeignet;
  • …der hoher Ballaststoffanteil unterstützt das Verdauungssystem, verhilft zu einem gesunden Darm  und beugt Verstopfung vor
  • Obwohl sie süß schmecken, halten sie durch ihren hohen Ballaststoffanteil die Insulinausschüttung im Zaum, deshalb sind sie auch für Diabetiker sehr gut geeignet. 
  • Ihr hoher Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren wirkt sich positiv auf unseren Cholesterinspiegel aus, die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und stärken das Herz.
  • Die enthaltenen Fette wirken sich positiv auf das Gehirn(Yin, Jing) aus; die Nerven und Konzentration werden gestärkt.
  • Der enthaltene Vitamin-E-Gehalt ist gleichzusetzen mit dem von Olivenöl- das Vit. E zählt zu den Antioxydantien: es verlangsamt Alterungsprozesse und beugt schweren Erkrankungen vor.

Alle anderen Zutaten habe ich hier auf meinem BLOG bereits erläutert- sie harmonisieren den gesamten Kuchen.

Viel Freude beim Nachbacken und Genießen! Ach ja… sollte etwas übrig bleiben, dann eignet sich der Kuchen mit einem Apfel-Nuss-Kompott auch als Frühstück 🙂

Alles Liebe wünscht Euch/Ihnen Kira!

…als Nahrung für unsere Nierenenergie…

…das liefert diese Bohnensuppe aus:

  • einer gewürfelte Zwiebel, einem Esslöffel Olivenöl, je eine Handvoll Bohnen(grün, weiß, rot, schwarz), einer großen Kartoffel- gewürfelt, einem Bund Suppengrünputzt und geschnitten, 250 ml Gemüsebrühe, Bohnenkraut, Majoran, Pfeffer, Galgant, Bertram und Quendel- die Gewürze werden nach gusto dosiert; Salz kommt erst nach dem Kochen an die Suppe, da sonst die Bohnen nicht gut garen und zuviel unverdauliche Fasern erhalten bleiben.
  • Die Zwiebeln werden im Olivenöl angeschwitzt und dann kommen alle anderen Zutaten dazu- diese werden mit der Gemüsebrühe abgelöscht, danach kommen die Gewürze und Kräuter dazu- alles bei mittlerer Hitze weich köcheln; mit dem Schnellkochtopf geht es schneller 😉
  • Die getrockneten Bohnen sollten mindestens 24 Stunden einweichen; das Wasser muss weggegossen werden; die grünen Bohnen sollten entweder frisch- Saison- oder aus dem Frost sein; aus der Konserve sind oft keine Nährstoffe mehr enthalten.
  • Bohnen sind ein absolutes Superfood für unsere Nierenenergie- sowohl Yin als auch Yang und erhalten das Jing.
  • Bohnen- gemäß der chinesischen Medizin sind sie neutral vom Temperaturverhalten, süß vom Geschmack und wirken beondes positiv auf die Funktionskreise Niere, Milz, Leber und Gedärme.
  • Ihre Wirkweise ist antioxidativ, krebsprotektiv, nährend und harntreibend; sie tonisieren Yin, Blut Xue und Qi, transformieren und leiten Feuchtigkeit aus, wirken positiv bei Stuhlproblemen.
  • Bohnen sind als Nahrungsmittel eines der ältesten Heilmittel- wenn sie richtig zubereitet werden und nicht in Fett ertrinken oder mit tierischem Eiweiß im Übermaß gegessen werden. Sie sind nicht nur bei erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes oder Stoffwechselstörungen anderer Art ein hervorragendes Lebensmittel.
  • Sportler profitieren vom hohen Eiweissanteil, der allerdings von Sorte zu Sorte schwankt; besonderen Wert haben die dunklen Bohnensorten wie Azuki oder schwarze Bohnen.
  • Sollten die Eisenwerte nicht zufriedenstellend sein, dann ist der Konsum von Bohnen und Bohnenprodukten dem Betroffenen anzuraten.

Bohnen- nicht nur als Eintopf, sondern auch als Salat oder als Beilage zu anderem Gemüse basisch und wertvoll.

Schlafen Sie schon oder wachen Sie noch?

Ein gesunder Schlaf- für jeden natürlich individuell- ist nicht nur für einen Tag voller Kraft und Ausdauer notwendig. Viele Stoffwechselvorgänge, unsere Laune, unsere Belastbarkeit und noch viel mehr hängt von einem guten, erholsamen und ausreichenden Schlaf ab.

Frühes Erwachen?

Gemäß der chinesischen Medizin ist Schlaf dem Yin zugeordnet; es ist die höchste Zeit im Yin- die Nacht- die uns zur Ruhe kommen lässt. In diesen Zeiten erholen sich bspw. die Organe/Meridiane Leber, Gallenblase, Lunge und Dickdarm; arbeiten aber trotzdem auf Hochtouren an der Erholung des gesamten Körpers. Wacht man bspw. immer zwischen 1 und 4 Uhr auf sind diese Meridiane energetisch nicht ausgeglichen(siehe Beiträge hier auf dieser Seite zur Meridianuhr).

Es gibt zahlreiche Ursachen für einen gestörten Schlaf:

  • Unpassender Wach-Schlaf-Rhythmus
  • Elektronische Geräte, die exzessiv auch am Abend genutzt werden
  • Hormonschwankungen
  • Elektronische Geräte im Schlafraum
  • spätes und zu schweres Essen am Abend
  • Schlafapnoe
  • Schichtarbeit
  • Sorgen, Nöte, psychische Beschwerden
  • Schmerzen
  • ein zu warmer Schlafraum
  • eine unpassende Matratze
  • ….

Schlafstörungen zeigen sich bspw. durch:

  • Einschlafstörungen
  • Durchschlafstörungen
  • frühes Erwachen
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Tagesschläfrigkeit
  • leichter Schlaf
  • mehrfaches Erwachen in der Nacht

Unser Immunsystem mit allen seinen Facetten ist der größte Nutznießer eines ungestörten, erholsamen Schlafs- bereits zwei bis drei Stunden zu wenig Schlaf erhöhen das Infektrisiko; wer generell zu wenig schläft hat ein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen wie KHK, Krebs, Stoffwechselstörungen…

Zum Glück bietet die Natur gesunde Helfer und auch wir können selbst etwas für einen guten Schlaf tun:

  • Nicht zu spät am Abend essen- 16-19 Uhr ist eine optimale Zeit für die letzte Mahlzeit des Tages; es kommt darauf an, ob wir früher Vogel oder eher der Nachtschwärmer sind;
  • Schlafzeit immer gleich wählen; für Schichtarbeiter ist es wichtig, dass sie auch nur drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen und in der Nacht n i c h t essen;
  • Keine schweren Gerichte- leicht gekochte Suppen, Gemüse, ein wenig Quark, etwas Fisch oder Eierspeisen können unser Magen/Darm besser verdauen; Fleisch ist sehr schwer verdaulich, ebenso Rohkost und Salat in Massen;
  • Ein wenig Sport oder ein Spaziergang zum Abend sind förderlich; zu viel Sport jedoch kann auch zuviel Yang erzeugen- das ist Typabhängig- und dann kann man schlecht schlafen;
  • Keine Computerarbeit nach 20 Uhr; möglichst auch nicht immer bis zum Schlafen am Fernseher sitzen und auch nicht davor einschlafen- blaues Licht fördert das Wachsein;
  • …den Schlafraum gut durchlüften und die Betten aufschütteln- es schläft sich leichter
  • Probleme nicht mit in’s Bett nehmen- diese lösen oder aufschreiben- dann den Zettel zerreißen; das hilft nicht immer, aber wäre eine Möglichkeit
  • Emotionen klären
  • Kräutermedizin nutzen

Ein wunderbares Rezept bei nervös bedingten Schlafstörungen/ auch bei stressigem Alltag gebe ich hier gerne mit auf den Weg:

  • je 20 Gramm Passionsblumenkraut und Hopfenzapfen; je 15 Gramm Orangenblüten und Melissenblätter miteinander mischen;
  • 2-3 Teelöffel der Mischung werden mit 250 ml kochendem Wasser übergossen; 10 Minuten ziehen lassen(zugedeckt) und dann abseihen;
  • die Kräuter können Sie für einen Leberwickel nutzen
  • eine Tasse zum Abend und eine etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen trinken

Manchmal hilft Tee trinken, manchmal benötigt man anderweitig Unterstützung:

  • Akpunktur unterstützt die Normalisierung des Wach-Schlaf-Rhythmus, reguliert Ihre Emotionen, löst Stagnationen
  • TuiNa entspannt die Muskulatur und kann so den gesunden Schlaf unterstützen
  • Schröpfen löst Verspannungen und sorgt für einen entspannten Schlaf
  • Yoga, QiGong, TaijiJuan, Entspannungsverfahren sind förderlich für die notwendige Entspannung für einen gesunden Schlaf
  • Kräutermedizin- individuell abgestimmt auf jeden persönlich- reguliert das Yang-Yin-Verhältnis im Körper, reguliert das Qi und besänftigt Shen

Sie haben Schlafprobleme? Dann vereinbaren Sie gerne einen Termin – wir finden gemeinsam Lösungsansätze- damit „Gute Nacht“ nicht nur ein Wunsch bleibt!

Alles Liebe- Ihre Kira Schwarzrock

Die kleinen und großen Radieschen…

Wer kennt sie nicht- spätestens ab dem Frühjahr sind sie in den Gärten im Freiland zu ernten- die Rettiche oder Radieschen in den verschiedenen Formen, Größen und Schärfen:

  • Die Radieschen sind gemäß der Ernährungstherapie in der chinesischen Medizin leicht frisch- kühl im Temperaturverhalten, vom Geschmack scharf, süss und wirken auf die Funktionskreise Lunge und Magen; dank der enthaltenen Vitamin B9,C und K, der Elemente Kalium, Kupfer und Eisen sowie Senfölglycoside, Anthocyane, Phenole, Zimtsäuren und Indole wirken sie antientzündlich, gegen Pilze und sogar präventiv gegen bestimmte Krebszellen- die Senföle habe eine bis zu 90%ige Bioverfügbarkeit.
  • Achtung Diabetiker Typ 2 und 3– profitieren Sie von einem verstärkten Radieschen-Verzehr. So unterdrückt zum Beispiel das Sulforaphan laut neuesten Erkenntnissen eine erhöhte Zuckerproduktion in den Leberzellen und verbessert die Glukosetoleranz. Dies hat zur positiven Folge, dass der Körper auf Kohlenhydratverzehr nicht mehr so stark mit Blutzuckerschwankungen reagiert und den Zucker besser verarbeiten kann. Die gegen die typischen Diabetes-Symptome gerichtete Wirkung lässt sich laut einer Studie an der Jordan University of Science and Technology auf verschiedene Wirkmechanismen zurückzuführen: die enthaltenen Antioxidantien erhöhen zunächst die körpereigenen Abwehrmechanismen und reduzieren den oxidativen Stress- beides mindert das Diabetesrisiko. Darüber hinaus wird der Blutzuckerspiegel reguliert, indem die Glukoseaufnahme in die Zelle gefördert und gleichzeitig die Glukoseresorption im Darm gesenkt wird. Wenn dann dazu noch ausreichende, gezielte Bewegung und eine maßvoll- individuelle Ernährung kommt, dann ist Diabetes Typ 2 und 3 gut zu behandeln bzw. sogar zu eleminieren.
  • Die Heilwirkung auf einen Blick: hustenstillend, entgiftend, antibiotisch, diuretisch, appetitanregend, antiviral, galletreibend und lebergallefördernd.

Weitere Wirkung gemäß CM:

  • Schleim auflösend/transformierend- Erkältungen mit Schleimbildung, aber auch Halsschmerzen-zum Beispiel den Rettich mit Vollrohrzucker ansetzen und Saft ziehen lassen oder Saft aus 350 g Rettich; 30 g frischen Ingwer auspressen; mehrmals täglich trinken- auch einsetzbar bei Stoffwechselschlacken infolge von zuviel Fleischkonsum, Gallensteine, Nephrolithiasis, Nierensteine, Krebs-Prophylaxe und Fettleber;
  • Feuchtigkeit und Hitze ausleitend- zum Beispiel bei Gallensteinen, Nephrolithiasis, Nierensteinen (täglich 1 Esslöffel klein geschnittenen Rettich während mehreren Wochen einnehmen), Leberentzündung (roh essen, die kühlende Wirkung bringt die Hitze und Nässe aus dem Körper;)
  • Hitze eliminierend und Blut kühlend, Toxine ausleitend- zum Beispiel bei Blut im Sputum, Toxine im Körper, Blut im Stuhl u.s.w.
  • Nässe ausleitend und Diurese fördernd bei Ödemen(roh) und Wasseransammlungen,
  • Qi regulierend und bewegend- zum Beispiel bei Übelkeit und Brechreiz- senkt das Qi ab (gegart), bei verminderter Gallenproduktion roh essen,
  • Nahrungsretention auflösend- bei Verdauungsblockade (gegart), Magenschmerzen, Spannungsgefühl, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Blähungen (Rettich garen oder Rettichsaft mit in heißem Wasser aufgelöstem Kandiszucker vermischen; vor dem Schlafengehen an 3 bis 5 Abende einnehmen);
  • Yin tonisierend- vor allem in der Lunge bei Lungentrockenheit, Säftemangel (roh), begleitend zur Therapie bei Leberzirrhose
  • Qi tonisierend- bei Appetitlosigkeit, tonisiert das Wei-Qi bei Abwehrschwäche/Infektanfälligkeit/ Immunschwäche

Somit haben diese roten oder weißen, kleinen oder größeren- mild-scharfen Knollen eine so große Wirkung für unsere Gesundheit- perfekt, um ohne großen Aufwand gesund zu werden oder/und zu bleiben.

Übrigens- mein Favorit zum Mittag oder Abendessen ist tatsächlich ein Vollkorn-Dinkelbrot einfach mit Butter und Radieschen.

Guten Appetit und gute Gesundheit- alles Liebe!

Nordisches Gold …

 

Jetzt blüht er wieder- gelb und duftend steht der Raps in meiner Heimat auf den Feldern. Es ist schön anzusehen; leider habe ich Sorge, dass Raps zur Monokultur wird. Allerdings- in biologischer Anbauform kann aus Raps ein wertvolles und gesundes Öl gewonnen werden:

  • Rapsöl gehört in die „kalte“ Küche- kaltgepresst und in Bioqualität kann es für Salate oder kalte Speisen genutzt werden;
  • Gemäß der chinesischen Medizin und Ernährungslehre ist es neutral vom Temperaturverhalten und süß vom Geschmack- wirkt positiv auf die Meridiane Nieren und Gedärm.
  • Wie alle Pflanzenöle und Fette tonisiert Rapsöl das Yin- schützt hier vor Rachitis und Schleimhautschäden, befeuchtet bei Trockenheit und befeuchtet insbesondere den Darm bei Trockenheit dort(trockene Verstopfung).
  • Rapsöl kann eingesetzt werden bei: Auszehrung und Erschöpfung, Gewichtsverlust, trockenem Husten, trockener Haut und Verstopfung mit trockenem Stuhl
  • Auch wenn das Rapsöl nicht ein so optimales Verhältnis zwischen Omega3- und Omega6- Fettsäuren hat wie Leinöl ist seine Wirkung auf den Organismus positiv: cardioprotektiv, antioxidativ und die  Zellmembran vor oxydativem Stress schützend.
  • Rapsöl wirkt- wie oben bereits beschrieben- befeuchtend auf den Darm und macht den Stuhl gleitfähiger; allerdings transformiert es auch Hitze/Feuchtigkeit z.B. bei zu hohem Cholesterin und zu hohen Triglyzeriden, schützt vor Arteriosklerose und vorzeitiger Zellalterung; kann zur Thrombose-Prophylaxe eingesetzt werden und hat hier eine ähnliche Wirkung wie die Avocado.
  • Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Wind-Kälte/Hitze-Nässe – Ausleitung (Rheuma/Bi-Syndrom) z.B. bei rheumatischen Schmerzen, Rheuma, Gelenkschmerzen und Arthritis.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass es dabei nur um das kaltgepresste und biologisch einwandfrei hergestellte Rapsöl geht- alle anderen, minderwertigen Rapsöle zum Braten enthalten Transfette und sind hier nicht gemeint!

Rapsöl enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die humane Ernährung sehr wertvoll sind. Durch den Verzehr kann damit die Zusammensetzung des Rapsöls auf die menschliche Gesundheit einen positiven Einfluss nehmen(Studie Prof. Dr. Christian A. Barth).

Was ist noch wissenswert?

  • Rapsöl enthält ungesättigte Fettsäuren- insbesondere diese sind für den Körper von großer Bedeutung. Sie sorgen nämlich dafür, dass der LDL-Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird und beeinflussen das Herz-Kreislauf-System positiv. Sie können vom Körper nicht selbst produziert werden, sondern müssen z.B. mit gutem Rapsöl in der Nahrung zugeführt werden. Weiterhin sind im Rapsöl Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten, und zwar in einer perfekten Zusammensetzung. Hierbei ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren entscheidend. Nimmt man zu viel Omega-6-Fettsäure auf, wirkt sich dies womöglich schlecht auf den Cholesterinspiegel aus. Daher sollte das Verhältnis 2:1 (Omega-6-/Omega-3-Fettsäuren), wie es im Rapsöl vorhanden ist, betragen. Mit einem Esslöffel Rapsöl kann so der Großteil des Omega-3-Fettsäuren Gehalts gedeckt werden. Diese Menge kann bspw. unter den Quark für die Pellkartoffeln oder den Salat gegeben werden. Rapsöl enthält auch Vitamin E sowie Karotinoiden – Vitamin E ist ein äußerst wichtiger Radikalfänger, der die Zellen des Körpers vor Schäden durch diesen oxydativen Stress schützt. Karotinoide sind wichtig, da diese die Hautalterung verlangsamen und sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.
  • Einige Studien aus 2014 und 2015 belegen, dass der regelmäßige Konsum von qualitativ hochwertigem Rapsöl eine positive Wirkung auf die Leberwerte, Blutfettwerte und Entzündungswerte hat; ebenso als Prophylaxemittel gegen Krebs(Schutz vor oxydativem Stress) genutzt werden kann.

Unser heimisches Gold hat also durchaus positive Eigenschaften- wenn es entsprechend hergestellt und genutzt wird! Also- nicht nur den Blick über die quittegelben Felder genießen, sondern auch täglich etwas Rapsöl zu sich nehmen.

Keine Angst vor gesunden Fetten 😉

 

 

Das Klare vom Trüben trennen…

Schüssler Salz Nummer 8- Natrium chloratum(Nacl) gehört zu den großen vier Yin-Mitteln in der Mineralstofftherapie und reguliert unter anderem das Wasserlement gemäß der TCM:

  • Wasser ist Yin- Feuer Yang; die zusammenziehende Bewegung des Yin und die ausdehnende Wirkung des Yang regulieren die natürliche Bewässerung im Organismus. Bei einer Störung im Nacl Haushalt können die Zellen das notwendige Klare nicht mehr aufnehmen und sich dadurch nicht mehr reguliert ausdehnen- alle Zellen bleiben dann im kalten Yin-Zustand fixiert.
  • Nacl- reguliert die natürliche Bewässerung, schaltet Yang ein und bewahrt/schafft eine klare und gesunde Yin-Nässe;
  • Nacl- bei Yin-Trockenheit notwendig zum klaren Bewässern- gekennzeichnet durch ein gestörtes Durstverhalten(zuviel, zuwenig), trockenen Mund und trockene Haut, aufgesprungene Lippen, ggf. Verstopfung;
  • Nacl- bei unregulierter Yin-Nässe trocknend wirkend- gekennzeichnet durch gestörtes Durstverhalten, Tränenfluss, Speichelfluss, Wassererbrechen, wässrigen Durchfall, ätzenden Schweiß, nächtliches Schwitzen, Schwellungen der Hände, Füße und des Gesichtes- oft kommt es zusätzlich zu Absonderungen von klarem, durchsichtigen Wasser und Schleim(oftmals ätzend, beißend) und salzigem Mundgeschmack; die Beschwerden verschlimmern sich durch feuchte Umgebung, Kälte und Nässe
  • Nacl- immer dann, wenn der Kälte-Typ aktiviert, Yin-Kälte aufgelöst und Yang-Wärme aktiviert werden soll- bei frostig kalten Händen/Füßen, einem Kältegefühl entlang der Wirbelsäule, Blutmangel, Mattigkeit, Schläfrigkeit, Schwäche und damit verbundenen rheumatischen Beschwerden;
  • Der energetische Zustand beschreibt ein Zusammenziehen, nass oder trocken und eine Fülle an ungewollter Yin-Nässe; die enrgetische Wirkung von Nacl ist befeuchtend und trocknend, wärmend, ausdehnend, belebend, das Yang-Feuer positiv belebend, es ist eines der wichtigsten Mittel, um Kälte auszutreiben(neben Silicea und CaP)

Nacl-Hauptanwendungen bei:

  • Hydrämie- Wasseransammlungen, wo sie nicht hingehören
  • Mattigkeit/Schläfrigkeit/Neigung zum Weinen und zur Melancholie
  • zu wässrige Schleimhäute
  • zu trockene Schleimhäute
  • bei großer Kälte im Körper
  • Blutschwäche
  • Einschlafen von Händen und Füßen
  • Hauterkrankungen- besonders mit Yin-Nässe
  • Yin-Schmerzen- d.h. Schmerzen mit Tränenfluss, viel Speichel, rinnender Nase, Durststörungen, Verstopfung und ggf. trockenen Augen
  • Durchfall- wässrig-schmleimig
  • Insektenstiche, Quaddeln, Heuschnupfen
  • Magenerkrankungen mit zuviel Magenschleim und zuwenig Magensäure-Sodbrennen mit Megenentzündungen und Schleimerbrechen + Stuhlverstopfung
  • echte Erkältungen und alle Kälte-Erkrankungen gemäß der TCM, d.h. weißer Zungenbelag, große Kälte, Unvermögen zu fiebern- immer dann wenn Wärme und Trockenheit lindert sind die großen Kältemittel zu nehmen: Nacl, Maph,Kacl
  • Gelenkmittel bei Kälte

Leitsymptome und Lebensrhythmus:

  • Kälte
  • Energiemangel
  • wässrig
  • trocken
  • Salzverlangen
  • Nacl ist das Mittel für die Endphasen im Lebensrhythmus- Winter/Kälte- immer getreu dem TCM-Prinzip : Wenn Yang den Höhepunkt überschritten hat, wird es zum Yin- hat Yin den Höhepunkt überschritten, wird es zum Yang…
  • Nacl löst Kältezustände und Winter auf, schafft ein gesundes, warmes und ausreichend feuchtes Yang-Klima- somit ist es ein Mittel in allen Lebensbereichen
  • Die Psyche des vom Mangel an Nacl Gekennzeichneten zeigt sich weinerlich und mit wenig Lebensenergie; schlecht gelaunt, ständig missgestimmt und Trost verschlimmert den Zustand- “ Es ist das Mittel für den bleichsüchtig- blutarmen Rheumatiker“ lt. Dr. Jaedicke; Angst ist die starke Emotion bei Nacl-Mangel- Angst und Kälte sind große Feinde des gesunden Lebens!

Anwendung:

  • Als Schüssler Salz Nummer 8 in der Regelpotenz D6
  • akt und chronisch
  • auch nach Kummer, Schreck und Todesnachricht
  • akut- alle 30 Minuten eine Pastille
  • chronisch-6-8x tgl. eine bis zwei Patillen
  • Salbe oder wässrige Lösungen bei nässenden Ekzemen, Gürtelrose, sprödenfingernägeln, Fließschnupfen, Brandwunden, Insektenstichen, Bläschen, dunklen Augenrändern, Gelenkergüssen, ätzendem Schweiß…

Anmerkungen:

  • Alles mit Maß- jeder Mensch hat einen individuellen Bedarf an Flüssigkeit und Wasser- ist der Urin wasserklar haben wir zuviel, ist er konzentriert dann zuwenig
  • Sparsam mit Salz umgehen- die Nahrung an sich ist salzig genug; wer viel würzt benötigt mehr Flüssigkeit!

„Das Salz ist etwas Gutes. Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt Salz in euch, und haltet Frieden untereinander (Jesus im Markusevangelium Mk 9,50)“

und

„Das Prinzip aller Dinge ist Wasser; aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück“- Th.v.Milet

Achten wir beides- in diesem Sinn wünsche ich eine gute Woche!

 

Kräuterkraft gegen Schmerzen…

 

…so kann Beinwell bzw. Symphytum eingesetzt werden. In der Rüganer Boddenlandschaft wächst Beinwell ganz unbehelligt, aber auch in anderen Landschaftsbereichen kann man ihn finden- das alte Heilkraut von Paracelsus und Hildegard von Bingen bei Verletzungen der Knochen:

  • Symphytum gehört zu den bitter- süßen Kräutern und wirkt auf die Funktionskreise Lunge, Magen und Niere. Alle diese Meridiane haben mehr oder weniger den Bezug zur Struktur und somit zu den Gelenken, Knochen und Muskeln.
  • Beinwell hat hervorragende Eigenschaften- es wirkt entzündungshemmend, wundheilend, kallusbildungsfördernd, schleimhautreizungsmildernd, schleimlösend, auswurffördernd, anregend, zusammenziehend, es fördert die Zellneubildung, weiterhin wirkt es abschwellend, wundreinigend, lokal reizlindernd und schmerzstillend. Aber Achtung! Durch die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide kann ein zu langer Einsatz und/oder eine Überdosierung die Leber schädigen. Daher sollte Beinwell nicht vom Laien innerlich eingesetzt werden!
  • Aus Sicht der TCM tonisiert Symphytum das Yin- alle Yin- Erkrankungen in den oben genannten Funktionskreisen können sehr gut auf Beinwell ansprechen, besonders im Bereich Lungenerkrankungen, Erkrankungen der Haut, bei Knochenbrüchen oder anderen Erkrankungen der Knochen(Osteoporose…). auch bei Yin- bedingten Magengeschwüren ist Symphytum in Kräuterrezepturen enthalten.
  • Weiterhin wirkt es Schleim und Hitze auflösend z.B. bei Lungenschleim, Husten und Asthma und auch bei einem rauhen Gefühl im Hals(Hitze bzw. Yin schädigt die Schleimhäute) kann Beinwell gute Dienste leisten.
  • Beinwell ist ein absolut wichtiges Kraut, wenn der Körper durch Yin- Hitze erkrankt… Symphytum eliminiert diese Hitze und kann z.B. bei subfebriler Temperatur infolge Yin-Mangels, Fieber, Entzündungen, Halsentzündungen, Laryngitis, Bronchitis und auch Tuberkulose(Behandlungsvorbehalt!!! beachten) sehr gut die Kräutermischungen in ihrer Wirkung verstärken.
  • Homöopathie: Der Schwerpunkt dieses eher kleinen Mittels wird in der Unterstützung von Heilungsvorgängen gesehen, besonders wenn Verletzungen mit Beteiligung von Knochen und Gelenken vorliegen. Zu den wichtigsten bewährten Indikationen zählen Knochenbrüche, Verletzungen von Sehnen und der Knochenhaut, Geschwüre des Magens und des Zwölfingerdarms sowie Nervenschmerzen. Es ist ein hervorragendes Notfallmittel- das charakteristische Leitsymptom ist der stechende Schmerz an der verletzten Stelle/ Wunde. Dieser Schmerz kann auch bestehen bleiben, wenn die Wunde schon abgeheilt ist oder der schmerzende Körperteil schon entfernt wurde- Phantomschmerz. Für die Hausapotheke empfehlen sich Potenzen von D6 bis D12- 3x tgl. 3-5 Globulie.

Achtung! Wegen der toxischen Eigenschaft sollte Symphytum officinale in prozessierter oder behandelter Form (Spagyrik oder mit entgiftenden Kräutern)verabreicht werden. Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Vielleicht entdecken sie beim nächsten Spaziegang dieses blau- lila- weiß blühende Kräutlein und erinnern sich an seine Hilfskraft!

 

Das Yin stärken

Unser Yin- das Tiefe, Verborgene, Weibliche- in dieser hektischen Zeit manchmal sehr schwer zu finden. Möglichkeiten bieten da Sequenzen aus dem Yoga:

  • Durch besondere Atem- und Haltetechniken- das Sinken in den Atem und die Asana- gelangt der Körper stärker in Ruhe.
  • Der Atem trägt uns in die Technik hinein- der Körper folgt dem Atem. Dadurch werden Spannungen gelöst und die Erholung und Regeneration kann viel schneller erfolgen als sonst üblich.
  • Es geht generell beim Yoga nicht um Akrobatik oder schneller, weiter , höher- sondern um das Erkennen des im Moment individuell Machbaren.
  • Über Yin- Sequenzen, d.h. es sind Techniken die in der möglichen Endposition besonders lange gehalten und mit der Atmung vertieft werden, lassen sich Spannungen lösen, Verklebungen lösen und der Stoffwechsel lässt ein Ausschleusen von Giftstoffen zu.
  • Dadurch kann gerade am Abend ein positives Gefühl erreicht werden, welches dann zu Ruhe und Ausgeglichenheit führt- besserer Schlaf, tieferer Schlaf, erholsamer Schlaf sind bereits nach einigen Übungstagen bemerkbar.

Mögliche Asanas sind:

  • Der Drehsitz in verschiedenen- immer für den Jeweiligen machbaren- Positionen,
  • die Taube- besonders die liegende Taube dehnt verspannte Muskeln, die aufrechte Taube sorgt für die Öffnung des Brustkorbes und befreit Herz und Lunge, gleichzeitig baut diese Position Spannungen im Nervensystem ab,
  • der Schmetterling befreit die Meridiane Leber und Gallenblase…,
  • der Fisch dehnt die Bauchmeridiane und sorgt für eine positive Stimulanz der Schilddrüse- Hormonausgleich zur Stärkung des Yin- Pols im Körper,
  • die Rückenlage mit beiden Knien zum Bauch befreit von innerem Wind(Unruhe, Magengrummeln) und das Vegetativum,
  • die tiefe Vorbeuge ist ein Ritual des Loslassens, Dankens und Abschließens mit dem Tagesgeschehen,
  • das Kind lässt Dankbarkeit, Demut und Ruhe einkehren.

Achten Sie, wenn Sie Ihre Yogapraxis am Abend ausführen darauf, dass alle Asanas ruhig und mit langem Ausatmen durchgeführt werden.

Schließen Sie Ihre Yogapraxis mit der Luna-Atmung(ohne Verharren im Atem), welche besonders die Yin-Seite stimuliert und den Körper etwas kühlt und beruhigt.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Liebe trägt uns durch Raum und Zeit- nimm die Liebe mit zu dem, was Du tust oder zum Ort, wohin Du gehst!

Alte Rezepte…

…neu aufgelegt- man kann Hausmannskost so abwandeln, dass diese gesund wird und sehr schmackhaft bleibt- ohne die Extraportion Fett oder sonstige „Schlechtigkeiten“ 😉

Eins dieser alten Rezepte ist von meiner Oma- Roulade mit Rotkohl… da meine Oma auch eine Gesundköchin war, habe ich das Rezept einfach übernommen, denn auch bei ihr gab es diese schmackhafte Mittagsmahlzeit ohne Kartoffeln oder Klöße und ohne Sahne…:

  • Die Rouladen kommen vom Handwerksfleischer oder noch besser direkt vom Bauernhof, der Bio-Fleisch verkauft; sie werden etwas mit den Händen geklopft, das macht das Fleisch zart und aufnahmefähig für die Gewürze. Dann werden die Rouladen mit Senf bestrichen, darauf kommt je eine Scheibe magerer Schinken und eine Gewürzgurke, dann wird gerollt und die Enden mit einem Zahnstocher festgesteckt, ggf. auch die Seiten. Ich teile sehr große Rouladen immer durch, das lässt sich einfacher zubereiten.
  • In einer Pfanne einen Esslöffel Ghee einschmelzen und die Rouladen scharf anbraten(von allen Seiten), herausnehmen und zur Seite stellen, dann Tomatenmark(Teelöffel), Zwiebel, etwas Knoblauch und gewürfeltes Suppengemüse in dem Ghee ebenfalls anbraten, mit einem Schuss Rotwein ablöschen und das Ganze in den gewässerten Römertopf geben. Die Rouladen kommen auf das Gemüse, den Deckel aufsetzen und dann…
  • …ab in den vorgeheizten Ofen und bei 90 bis 100 Grad garen(etwa 3 bis 4 Stunden). Das Niedriggaren hat den Vorteil, dass das Fleisch sehr zart wird und das Gemüse durch das sanfte Garen seine Inhaltsstoffe behält.
  • Ich würze die Rouladen mit je einer Prise Galgant, Bertram, Quendel, weißem Pfeffer und Salz, das Gemüse mit Bertrammischpulver.
  • In der Zeit kann der Rotkohl wir bekannt vorbereitet werden und dann kann zum Mittag serviert werden- wie auf dem Beitragsbild zu sehen.
  • Angerichtet wird mit Rotkohl und dem Suppengemüse, welches einen außergewöhnlich guten Geschmack durch das Fleisch erhält.

Der Gesundeffekt für diese Wintermahlzeit:

  • Das gute Fleisch ist vom Geschmack her süßlich, baut das Blut(Xue), Qi und Yin auf, wirkt auf die Meridiane Milz, Magen und Niere.
  • Es hat so wertvolle Inhaltsstoffe(Quelle therapeutika.ch): Protein ,Arginin, Tryptophan , Fett 5-8%, Mineralien und Spurenelemente: K, Fe, Zn, Vitamine: B1, B2, Niacin, Vit.B6, Vit.B12, Pantothensäure, Biotin und ist damit ein sehr wertvolles Nahrungsmittel- in Maßen gegessen!
  • Ganz besonders baut es schwache Menschen und Personen mit Qi-Mangel auf, wenn es in einer Kraftbrühe zubereitet wird.

Versuchen Sie es einmal- Sie werden merken- die Kartoffeln fehlen nicht ein bisschen! Guten Appetit!

Orange- Gelb- Sauer und süß…

…kommen sie daher- die Physalis. Eine exotische Frucht- auch Inka-Beere, Goldbeere oder peruanische Kirsche- mit großer Heilwirkung:

  • Die Physalis stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet, ist aber mittlerweile auch in Asien beheimatet- demzufolge wirken sie gemäß TCM frisch- kühlend und können so sehr gut gegen Hitze- Symptome eingesetzt werden.
  • Sie gehören in die Kategorie des Holzelemente- bauen mit Ihrer Wirkung Säfte auf, stärken das Yin, halten die Organe an ihrem Platz, wirken teilweise adstringierend(zusammenziehend) – durch die Zugehörigkeit zum „Holz“- Leber- und Gallenblasen-Meridiane, wirkt Physalis besonders gut bei Diabetes Typ II.
  • Die kleinen Samen im inneren wirken gegen Verstopfung- leicht abführend und schleusen so auch Toxine aus dem Körper- vor allem Hitze-Toxine, die sich im Darm befinden.
  • Die süß- sauren, auch leicht bitteren Früchtchen stecken voll mit Vitaminen wie Beta-Carotin, Vitamin C aber auch Thianin, Niacin, Phosphor und pflanzlichem Eiweiß(16%).
  • Durch die Inhaltsstoffe begründet sich das Einsatzspektrum- Sportler-Superfood, Einsatz bei allen Erkrankungen, die in der TCM in irgend einem Zusammenhang mit der Leber zu sehen sind und allgemein bei Rheuma, Diabetes, Darmstörungen, Abwehrschwäche, Problemen mit den Knochen und Zähnen(Phosphor) und sie stimulieren das Zellwachstum/ wirken antioxidativ.
  • Dank des hohen Anteils an spezifischem Pektin senken die frechen Früchtchen den Blutzuckerspiegel und wirken positiv auf den Cholesterinspiegel.
  • Die Bioflavonoide verhindern Plaques in den Gefäßen, verbessern die geschmeidige Festigkeit der Gefäße, sie sorgen für eine bessere Sauerstoffbindung und wirken sehr stark auf das Wei-Qi(Immunsystem, natürliches Antihistaminikum).
  • Die zwei wesentlichen essentiellen Fettsäuren Linol- und Ölsäure sind maßgeblich, um eine Insulinresistenz zu vermeiden und schützen vor Oxidationen der Fette- dazu kommt noch, dass der glykämische Index sehr niedrig ist- 100 Gramm enthalten mal gerade 53 kcal und das sind gesundheitsfördernde Ballaststoffe.
  • 30 Gramm decken 45 % des Tagesbedarfes an Vit.A, weiterhin haben wir Vit. B1,2,6,, Vit. C und zahlreiche Spurenelemente.

Gerade jetzt gibt es die gelb- orangen- in einer kleinen Lampionhülle verpackten- kugligen Früchte. Sie passen sehr gut zum Abendessen(siehe Bild mit Frittata+ Avocado+Kräuter)- roh oder getrocknet sind sie schmackhaft und sie stoppen Heißhungerattacken ;)- auch als Smoothie-Frucht ist Physalis sehr gut geeignet!

 

Quark macht stark…

…und Quark alleine macht krumme Beine- den Spruch habe ich früher oft spaßig von meinem Opa gehört- der mochte nämlich keinen Quark 😉

Aber Quark ist in Maßen gegessen ein sehr gutes Nahrungsmittel- hier ein paar TCM-Fakten:

  • Geschmack- sauer bis etwas süßlich mit Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Därme, Milz und Magen,
  • Quark wirkt Yin tonisierend, besonders auf das Lungen-Yin…, eleminiert Hitze und Toxine(Akne, Gelenkentzündungen…), senkt aufsteigendes Feuer ab(Fieber), tonisiert tatsächlich auch das Milz-Qi und leitet Yin-Hitze ab(Hitze, die durch Yin-Mangel entsteht wie bei Gastritis, Sodbrennen…),
  • Wechseljahre- Frauen aufgepasst– Quark kann die Hitzewallungen eindämmen- aber nur abends essen!!!
  • Aber Achtung! Quark sollte maßvoll und eher zum Abend gegessen werden, da er wie alle Kuhmilchprodukte schleimbildend wirkt und unter Umständen zuviel Feuchtigkeit in den Körper bringt- besonders morgens, wenn unser Vedauungsfeuer noch nicht „angezündet“ wurde, wirkt Quark wie grünes Holz im Lagerfeuer 😉
  • 100 Gramm- enthalten(Quelle therapeutike.ch): Eiweiss (12,5g), AminoSäure Lysin, Tryptophan / Fett (5,1g); davon: Palmitin- + Stearinsäure (39%), Cholesterin (0,3%), Ölsäure (24%), Linolsäure (2,1%), Linolensäure (0,6%), Rest (ca.38%) / Kohlenhydrate (2,7), davon: Lactose (2,7g); Milchsäure (740mg) / Mineralien (0,8g), Calcium (85mg), Phosphor (165mg), Magnesium (11mg) (Ca:P = 1:2,3 eher ungünstig) (Ca:Mg=10:1) / Vitamine B.2 (270µg), Biotin (6µg),B.12 (o,8µg) Frischkäse (pro 100g): (P.R./1/2001) Wasser (79,3g) / Eiweiss (13,7g) / Fett (1,93g), davon ges.FS (1,22g), Cholesterin (8,4g) / KH (3,63g) / Mineralien: Ca (68,5mg, ca )%TB), P (151mg, ca.18%TB), MG (6mg, ca.2%TB), (Ca:P = 1:2,.. eher ungünstig) (Ca:Mg = 11:1), Na (406mg, ca.18%TB) / Vitamine: Vit.B.2 (185µg, ca.11%TB), Niacin (2,69mg, ca. 15%TB), Folsäure (13,1µg, ca.7%TB), Vit.B.12 (0,721µg, ca.40%TB)- also auch ein heimisches Superfood- besonders gut nach dem Sport, um eine ausreichende Eiweißzufuhr zu sichern.
  • Mein persönliches Lieblingsrezept zum Abend: Quark(100 Gramm) mit einem selbstgekochten Apfel- Birnen-Mango-Püree verrühren(alle Früchte wirken ebenfalls auf die Säfte, einfach nur zwei Äpfel, eine Birne und eine halbe Mango würfeln, mit etwas Orangensaft aufkochen lassen und dann köcheln, bis die Früchte zerdrückt werden können- so entsteht ein mäßig süsses Püree) und mit einem Teelöffel Ahornsirup toppen- der Ahornsirup wirkt Qi und Blut tonisierend und ebenfalls positiv auf das Yin(demnächst mehr dazu hier). Übrigens ist dieses Rezept auch sehr gut nach dem Sport- man muss keine teuren Shakes kaufen 😉

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Herbstzeit- Birnen und das Yin

Birnen sind das absolute Herbstobst- süß, herb, säuerlich…alle Geschmacksrichtungen sind vertreten- ich selbst bevorzuge alte Birnensorten, da diese nicht „hochgezüchtet“ und noch deutlich verträglicher sind.

Birnen lassen sich vielfältig als Nahrung- siehe mein Rezept für einen Birnen-Mandel-Crumble- und Heilmittel einsetzen:

  • Sie sind leicht frisch bis kühlend, süß- herb säuerlich und wirken auf die Meridiane Lunge, Gedärme, Gallenblase, Milz.
  • Gemäß der Ernährungstherapie in der CM wirken sie Yin tonisierend, Hitze eliminierend, die durch Yin-Mangel verursacht wird(z.B. bei Unruhe, Schlaflosigkeit/Schlafstörungen, Nervosität, Fieber), Leber-Blut tonisierend( z.b. bei Anämie- ganze Dörrbirnen in Rotwein), Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend, Schleim auflösend und transformierend( bspw. bei Schleim Hitze Birnensaft mit Zitronensaft mischen täglich 200 – 700 ml trinken), Stuhlgang regulierend/abführend, Nässe ausleitend und Diurese fördernd- ein hervorragendes Mittel bei Hypertonie im Zusammenhang mit Ödemen… und Nässe/Feuchtigkeit auflösend, transformierend und ausscheidend- Birnen können die Harnsäurewerte normalisieren.

Weitere Bestandteile im Crumble sind Vollkorn-Haferflocken, Erdmandeln(gemahlen), gestiftete Mandeln, Sonnenblumenkerne und Butter(1,5 Esslöffel, weich), dazu Vanille, Zimt, Kardamom(je eine Messerspitze voll)- die Birnen werden gewürfelt(mit Schale), in eine hitzebeständige Form gegeben, die Butter mit den Zutaten verkneten(es sollte gut krümelig sein) und dann über die Birnen krümeln- ab in den Backofen bei 180 Grad- bis es köstlich duftet und alles leicht cross und bräunlich wird.

  • Hafer ist wärmend- tonisierend für das Milz-Qi und die Nerven(Nieren-Jing), stärkt die Mitte, Mandeln stärken Qi und Leberblut, tonisieren Yin und transformieren Feuchtigkeit, Edmandeln sind süß-scharf und sorgen für eine gute Darmgesundheit, Sonnenblumenkerne wirken ähnlich den Mandeln, zusätzlich noch Blut bewegend und gegen Parasiten(Madenwürmer, 250 Gramm abends vor dem Schlafen nehmen), Butter wirkt auf die Funktionskreise Milz, Lunge, Niere, Leber, Gedärme, ist süss und baut Qi, Blut und Yin auf, die Gewürze wirken leicht wärmend und entspannend, aus westlicher Sicht stabiliseren sie den Blutzucker.

Das Video ist hier:  IMG_3666

Dieses Frühstück ist vor allem für Frauen ab 35+ super geeignet, da es das Yin- Defizit ausgleicht und Blut aufbaut.

Probieren Sie es aus- auch am Nachmittag oder Abend gut zu genießen!

 

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