Yoga

Ein Duft für die Frauengesundheit…

So langsam neigt sich der Sommer dem Spätsommer und Frühherbst zu- die ersten Blätter färben sich tatsächlich schon; die Nachttemperaturen sind kühl; der Tau glitzert morgens auf den Gräsern. Mit der ersten Morgenkühle kommen auch die Fragen nach der Frauengesundheit wieder häufiger in der Praxis auf und so liegt es nahe, dass ich hier mal wieder das „Arnika der Gebärmutter“ zum Thema nehmen… übrigens kannst Du auch hier dazu lesen: https://spiritandbalance.de/?s=g%C3%A4nsebl%C3%BCmchen

Das Gänseblümchen ist keine Pflanze, zu der es ein ätherisches Öl gibt; aber es bildet die Grundlage für ein „Frauen-Wohl-Öl“- dazu weiter unten mehr:

Bellissima- das Gänseblümchen im Spätsommer

Dieses zarte Blümchen mit den kleinen, fast unverwüstlich scheinenden Blüten ist so viel mehr als eine zarte Wiesenblume; in der traditionellen Pflanzenkunde gilt es als sanftes Frauenkraut und wird poetisch als „Arnika des Uterus“ bezeichnet. Für ein selbstgemachtes Mens-Öl lässt es sich mit einem milden Trägeröl und beruhigenden ätherischen Ölen verbinden… dazu folgt im Beitrag mehr…

Gänseblümchen- die kleine, zarte Kraft für die weiblichen Mitte

Es ist im Rasen zu finden, auf Koppeln, an Gartenrändern… Zart, ausdauernd und fast das ganze Jahr hindurch anzutreffen, trägt es eine besondere Botschaft in sich. In der Volksheilkunde wird es traditionell mit der weiblichen Mitte, der Haut und der sanften Regulation verbunden.

Nicht umsonst wird das Gänseblümchen als „Arnika des Uterus“ bezeichnet. Wie eine kleine Helferin steht es für Beruhigung, Ausgleich und die Rückkehr in die eigene Mitte.

Gerade während der Menstruation kann eine sanfte Massage guttun: Wärme, bewusste Atmung und eine achtsame Bauchmassage mit einem selbst angesetzten Gänseblümchenöl haben eine besondere Qualität für die Frauengesundheit, Dein Wohlbefinden auch in dieser Zeit 🙂 Über die zarte, wärmende Berührung erfolgt der Impuls- Ich bin da. Ich spüre mich. Ich schenke mir Zeit.

Weibliche Kraft kommt nicht oder nur selten lautstark daher, drängelnd, fordernd; genau das spiegelt das Gänseblümchen wieder. Die ruhige aber kraftvolle Fähigkeit, sich zu sammeln, weich zu werden und dem eigenen Körper zuzuhören, liegt in dieser sanften Pflanze begründet.

Dein kleines „Ritual“ für die Menszeit– meine Empfehlung:

Ziehe Dich an einen ruhigen Ort zurück; trinke eine Tasse Tee aus Frauenmantel, Gändeblümchen, Schafgarbe und Melisse(zu gleichen Teilen) und danach strecke Dich aus oder setze Dich bequem hin; verreibe ein wenig Öl in den Händen zum Erwärmen und trage dies mit ruhigen, kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn auf den Unterbauch auf. Anschließend decke diesen mit einem Leinentuch zu, darauf lege eine Wärmflasche/ ein Wärmekissen und genieße die entspannende Wärme- dabei einige Minuten bewusst in den Bauch atmen. In dieser Zeit begleiten Dich die Runen: ᛒ ᛚ ᛃ – Berkana – Laguz – Jera
Geborgenheit- Fluss- dein natürliche Rhythmus.

nach der Massage mit dem Öl 🙂 bspw. auf einer Akupressurmatte

Rezept für ein ausgleichendes Gänseblümchen-Mens-Öl- für 30 ml:

Zutaten

  • 10 g getrocknete Gänseblümchenblüten
  • 30 ml Mandelöl oder Jojobaöl
  • 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 1 Tropfen ätherisches römisches Kamillenöl
  • 1 Tropfen ätherisches Weihrauchöl
  • Braunglasfläschchen mit 30 ml Inhalt

Zubereitung

  1. Die Gänseblümchen vollständig trocken und sauber in ein kleines Schraubglas geben.
  2. Mit dem Mandel- oder Jojobaöl bedecken. Alle Pflanzenteile müssen vollständig mit Öl bedeckt sein.
  3. Das Glas verschließen und für etwa 3–4 Wochen an einem warmen, dunklen Ort ziehen lassen; einmal täglich vorsichtig schwenken.
  4. Das Öl durch ein feines Tuch oder einen anderen, feinen Filter dann abseihen.
  5. Das filtrierte Gänseblümchenöl in ein sauberes Braunglasfläschchen füllen.
  6. Lavendel, römische Kamille und Weihrauch hinzufügen und das Fläschchen sanft schwenken.
  7. Mit Herstellungsdatum beschriften und dunkel sowie kühl lagern- aber nie im Kühlschrank!

Anwendung

  • 3–6 Tropfen Öl in den Händen erwärmen.
  • Sanft im Uhrzeigersinn auf den Unterbauch oder/und den unteren Rücken massieren.
  • Anschließend kann eine angenehm warme, nicht heiße Wärmflasche aufgelegt werden.
  • Das Öl kann 1–2-mal täglich während der Menstruation angewendet werden.
  • Solltest Du die Bauchmassage nicht mögen, dann verreibe etwas vom Öl in Deine Hände und massiere Deine Hände oder auch die Füße damit gut aus- dies wäre ein kleiner „Umweg“ gegen Krämpfe oder Unwohlsein.
Tuina – auch an den Händen- kann Dir während der Mens Geborgenheit vermitteln

Für Deine Sicherheit!!!

  • Nur vollständig getrocknete Gänseblümchen verwenden, da Restfeuchtigkeit das Öl verderben lassen kann.
  • Vor der ersten Anwendung eine kleine Menge an der Innenseite des Unterarms testen.
  • Nicht auf verletzte, entzündete oder gereizte Haut auftragen.
  • Ätherische Öle niemals unverdünnt anwenden.
  • Bei Allergien gegen Korbblütler, insbesondere Kamille, Arnika oder Schafgarbe, auf das Öl verzichten oder vorher fachkundig abklären.
  • Bei Schwangerschaft darf dieses Öl NICHT eingesetzt werden!!!
  • Das Öl unterstützt wohltuend, ersetzt jedoch keine medizinische Abklärung.

Das Gänseblümchen-Mens-Öl verbindet die traditionelle Symbolik des Frauenkrauts mit einem einfachen Körperritual. Wärme, langsame Berührung und bewusste Atmung können helfen, die eigene Mitte während der Menstruation achtsam zu begleiten und Krämpfe zu lindern.

Das Gänseblümchen – eine kleine Blume mit großer Erinnerung an die Kraft der weiblichen Mitte und daran, dass Selbstfürsorge für DICH ein MUSS ist – alles Liebe

Kira

Akzeptanz praktizieren, heißt nicht…

Sei willkommen hier und mittlerweile schon im spürbaren Übergang… der August ist nicht nur der leicht spürbare Übergang in den Spätsommer/ Frühherbst sondern in diesem Jahr für mich eine besondere, mentale Herausforderung- Akzeptanz, dass die Eltern tatsächlich „ALT“ sind; dass geliebte Menschen ihren Weg alleine voran gehen- alles Ereignisse, die meine ganz persönliche Möglichkeit der Akzeptanz an Grenzen bringen. Und vielleicht geht es Dir auch so- es gibt Momente, da ist Akzeptanz ganz einfach und dann wiederum…

Akzeptanz bedeutet nicht, alles gutzuheißen. Sie bedeutet eher, den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen, ohne ihn innerlich weiter zu bekämpfen. Frieden und eine andere Sichtweise auf Dinge/Momente entsteht dort, wo wir aufhören, uns gegen das Unveränderliche zu stemmen- unsere Kraft wieder dem zuzuwenden, was in unserem Einfluss liegt.

bewegter Focus beim Qi Gong

Akzeptanz = löse den inneren Widerstand

Viele von uns verbinden Akzeptanz mit Aufgeben. Aus schamanischer Sicht ist sie jedoch kein passives Erdulden, sondern ein bewusster Schritt zurück in die eigene Kraft.

Akzeptanz heißt:

  • anzuerkennen, zu spüren, was gerade da ist
  • Gefühle wahrzunehmen, ohne von ihnen beherrscht und gelähmt zu werden
  • die Vergangenheit nicht länger verändern zu wollen
  • die Gegenwart als Ausgangspunkt zu wählen
  • zwischen dem Unveränderlichen und dem Gestaltbaren zu unterscheiden

Manchmal entsteht innerer Druck nicht allein durch eine Situation, sondern durch den ständigen Gedanken: Es sollte/dürfte nicht so sein. Dieser Widerstand bindet Energie. Wenn wir dagegen anerkennen: „So ist es im Moment“ öffnet sich ein Raum. In diesem Raum kann eine neue Entscheidung entstehen.

Annehmen heißt dabei nicht, Schmerz, Ungerechtigkeit oder Grenzverletzungen zu leugnen. Es heißt, die Realität klar und bewusst zu SEHEN. Erst aus dieser Klarheit heraus können wir handeln, Grenzen setzen, Abschied nehmen oder einen neuen Weg wählen.

Frieden beginnt im Inneren

Frieden ist nicht immer die Abwesenheit von Konflikten. Oft ist Frieden die Fähigkeit, mitten in widersprüchlichen Gefühlen bei sich zu bleiben.

Vielleicht gibt es Trauer und dennoch Dankbarkeit. Vielleicht existiert Angst, während gleichzeitig Mut wächst. Vielleicht ist eine Entscheidung noch nicht abgeschlossen, aber der innere Kampf darum darf für einen Moment ruhen.

In der schamanischen Arbeit wird Frieden nicht erzwungen. Er wird eingeladen- durch den fleißenden Atem, bewusste Körperwahrnehmung, Naturverbundenheit und kleine Rituale ist es erspürbar, dass wir mehr sind als die aktuelle Herausforderung.

Auch ein Blick zum Horizont kann Akzeptant, Focus und inneren Frieden stärken

Ein einfacher Satz fasst dies zusammen: „Ich SEHE was ist, ich erlaube mir zu fühlen; die Lösung muss nicht heute und sofort beginnen- ich bleibe in meinem Focus und entscheide in der richtigen Zeit“

Annehmen heißt, sich selbst nicht länger zu verlassen

Häufig versuchen Menschen, bestimmte Anteile von sich wegzudrängen: Wut, Erschöpfung, Unsicherheit, Bedürftigkeit oder Enttäuschung. Doch was wir innerlich ausschließen, bindet weiterhin Aufmerksamkeit.

Annehmen bedeutet, auch den eigenen verletzlichen Seiten zuzuhören. Nicht jede Emotion verlangt sofort eine Handlung. Manche Gefühle möchten zunächst nur gesehen werden ohne sie zu bewerten:

Eine hilfreiche innere Haltung lautet:

  • Ich darf müde sein, ohne meinen WERT zu verlieren.
  • Ich darf traurig sein, ohne den Frieden zu verlieren.
  • Ich darf meine Meinung ändern.
  • Ich darf Grenzen setzen und trotzdem liebevoll bleiben.
  • Ich darf meinen eigenen Weg wählen.

Akzeptanz und Selbstannahme machen nicht unbeweglich- sie schaffen einen sicheren inneren Boden, von dem aus Veränderung möglich wird.

Was verdient heute meine Energie?

Focus bedeutet nicht, alles gleichzeitig unter Kontrolle zu haben. Focus bedeutet, die eigene Aufmerksamkeit bewusst zu lenken.

In Zeiten von Reizüberflutung und emotionaler Unruhe hilft eine einfache Frage: Was ist jetzt der nächste klare Schritt aus mir selbst heraus?

oft nur ein „Augenblick“, um sich wieder zu finden

Nicht der gesamte Weg muss sichtbar sein. Oft genügt eine Handlung, die den Körper und den Geist wieder aus der Zerstreuung führt:

  • ein Glas Wasser trinken
  • einige Minuten bewusst atmen
  • einen Gedanken niederschreiben
  • einen Raum ordnen
  • eine Grenze aussprechen
  • einen Spaziergang in der Natur machen
  • eine Aufgabe beenden, bevor die nächste beginnt

Aus schamanischer Sicht ist Focus eine Form von gesammelter Lebenskraft. Wo die Aufmerksamkeit ruht, dorthin fließt auch unsere Energie- eine ähnliche Sichtweise wie in der Klosterheilkunde und der CM. Deshalb darf und MUSS der Blick immer wieder vom Außen zurück zur eigenen Mitte wandern.

Meine empfohlene Ölmischung als Begleiterin

Es sind folgende ätherische Öle : Bergamotte, Blaue Zypresse, Davana, Deutsche Kamille, Geranie, Grapefruit, Heiliges Sandelholz, Jasmin, Kaffirlimette und Koriander- die den Zustand Deiner Akzeptanz begleiten.

Die Mischung „Akzeptanz mit Fokus und Frieden“ ist als Duftbegleiterin für Annehmen, inneren Frieden und klare Ausrichtung zu verstehen:

  • Bergamotte und Grapefruit stehen symbolisch für Helligkeit, Leichtigkeit und einen neuen Blick auf die Situation.
  • heimische Kamille und Geranie verbinden sich mit Trost, emotionalem Ausgleich und sanfter Selbstzuwendung.
  • Blaue Zypresse und Heiliges Sandelholz geben dem Ritual eine ruhige, erdende und zentrierende Qualität.
  • Davana und Jasmin öffnen einen feineren Zugang zu Gefühl, Intuition und innerer Weichheit.
  • Kaffirlimette und Koriander verleihen der Mischung eine frische, bewegende Note, die den Übergang vom Festhalten zum Loslassen begleiten kann.
  • Auf 50 ml Trägeröl wie Jojoba oder fraktioniertes Kokosöl gib je einen Tropfen der aufgeführten Öle; gut mischen und dann zur Begleitung einige Tropfen auf den herzraum, die Handgelenke oder den Nacken geben. Verreibe den rest in der Handfläche und atme einige Male bewusst den Duft ein- focussiere dabei Dein Sankalpa im Kontext Akzeptanz, Focus, Frieden.

Die Öle ersetzen keine therapeutische oder medizinische Behandlung. Ihre Wirkung kann hier vor allem als „olfaktorischer Anker“ verstanden werden…ein Duft wird mit einem inneren Entschluss verbunden und erinnert später daran, wieder in die eigene Mitte zurückzukehren.

Anker…

Anwendung und Sicherheit

Ätherische Öle sollten nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen und nicht innerlich eingenommen werden. Für eine Hautanwendung braucht es ein geeignetes Trägeröl und eine individuell passende, niedrige Verdünnung; zuvor sollte ein Verträglichkeitstest an einer kleinen Hautstelle erfolgen.

Bei Zitrusölen wie Bergamotte, Grapefruit und Kaffirlimette muss je nach Gewinnungsart auf mögliche phototoxische Reaktionen geachtet werden. Nach einer Anwendung sollte direkte UV- oder Sonnenexposition vermieden werden. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Asthma, Epilepsie, empfindlicher Haut, Allergieneigung oder laufender Medikation sollte die Anwendung fachkundig abgeklärt werden. Bei der Raumbeduftung ist eine gute Belüftung sinnvoll; Kinder, Haustiere und empfindliche Personen sollten den Duft jederzeit meiden können.

Die Rückkehr zur eigenen Mitte

Akzeptanz ist ein Weg aus dem inneren Widerstand. Frieden ist die Bereitschaft, mitten im Unvollkommenen wieder zu atmen. Annehmen bedeutet, sich selbst auch dort beizustehen, wo noch keine Lösung sichtbar ist. Focus schließlich gibt den Impuls, dass nicht jede Frage sofort beantwortet werden muss.

Die Ölmischung kann diesen Prozess als „duftender Anker“ begleiten: mit frischer Öffnung, sanfter Beruhigung, emotionaler Weite und erdender Tiefe. Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich jedoch im bewussten Moment – wenn wir innehalten, wahrnehmen und entscheiden, wohin unsere Energie von nun an fließen darf.

den Blick für den Moment schärfen

Heilung beginnt nicht immer mit einem großen Umbruch, sondern in klarer Stille: „Ich kämpfe nicht länger gegen diesen Augenblick; ich nehme ihn BEWUSST wahr und verliere mich nicht“

Mit ganz viel Herzensliebe- Kira

Düfte… ätherische Öle und die Kunst der Zusammenstellung…die schamanische Sicht auf diese Naturgeschenke

Guten Morgen und Hej an Dich… während ich heute- bereits am Samstag- meinen Blog-Beitrag schreibe, sitze ich in dem gemütlichen Appartment unter dem Dach, den Blick durch’s Fenster auf den Deich und die Nordsee.

Wie versprochen widme ich mich für DICH und Dein Wohlbefinden den ätherischen Ölen- oh- was für ein spannendes Thema.

Und für heute habe ich mich vom Meer inspirieren lassen- die Nord- und Ostsee- beide verschieden, aber doch irgendwie ähnlich- Weite- Kraft- Sehnsucht- herbe Düfte…

Das Meer lässt sich nicht in eine Flasche füllen; aber dieses Gefühl von Salzluft, Wind, Klarheit und weitem Horizont kann uns über Düfte begleiten. Ich habe Dir eine Mischung kreiert, die für Dich als Impuls, als Gruß von der Küste gedacht ist-für Momente, in denen du innerlich Raum schaffen und wieder freier atmen möchtest.

Es ist…

Der Duft von Weite und Meer

Wer am Meer oder auch in den Dünen, am Deich… steht, spürt oft unmittelbar eine Veränderung; der Blick wird weiter, der Atem tiefer, Gedanken bewegen sich nicht mehr fordernd oder sprunghaft, sonder sanft wie Wellen. Aus schamanischer Sicht ist das Meer ein uraltes Bild für Übergang, Reinigung und die Kraft, sich dem Wandel anzuvertrauen.

Das Wasser trägt, löst starre Formen und zeigt zugleich eine klare Grenze- es kommt und geht in seinem eigenen Rhythmus. Die Möwe über den Wellen ist ein zusätzlicher Impuls an Wachheit, Freiheit und den Mut, der eigenen Stimme zu folgen.

Ätherische Öle können dieses Erleben nicht ersetzen. Sie können jedoch über ihren Duft einen bewussten Anker setzen und eine Pause, einen Atemzug, einen Moment von „innerer Küste“ einläuten.

Naturheilkundliche, heilpraktische Sicht auf ätherische Öle

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte, flüchtige Pflanzenextrakte. Ihr Duft wird über die Nase wahrgenommen und ist eng mit Emotionen, Erinnerungen und vegetativer Regulation verbunden. Ein angenehmer Duft kann deshalb ein persönliches Ritual für Entspannung, Orientierung und Selbstwahrnehmung unterstützen.

Typisch für Fischerhäuser- die Stockrose/Bauernrose

In der äußeren Anwendung gehören ätherische Öle immer in eine ausreichende Verdünnung. Unverdünnt auf der Haut, innerlich eingenommen-bis auf wenige Ausnahmen- oder als Ersatz für die Abklärung anhaltender Beschwerden sind sie nicht geeignet. Hautreizungen, Sensibilisierungen und phototoxische Reaktionen gehören zu den möglichen Risiken; besonders kaltgepresste Zitrusöle wie Bergamotte, Zitrone, Limette und Grapefruit brauchen bei Sonnenexposition besondere Aufmerksamkeit.

Schamanische Sicht- die Küste als Schwelle und kraftvolle Weite

Die Küste ist kein starrer, fester Ort. Sie verändert sich mit Wind, Wetter und Gezeiten- oft über Jahrhunderte- aber stetig. Genau darin liegt ihre „Medizin“; die Küsten unserer Meere geben Dir die Information, dass Stabilität relativ ist, aber auf keinen Fall bedeutet, starr zu sein oder zu werden.

Für (d)ein maritimes Dufterlebnis/ eine kraftvoll- inspirierende Mischung wähle ich drei archetypische Ebenen:

  • Wacholder steht für die nordische Küste, Schutz, Klärung und die Kraft, bei sich zu bleiben.
  • Kiefer bringt die aufrechte, windfeste Qualität der Küstenbäume: Sammlung, Ausrichtung und einen klaren inneren Rand.
  • Weihrauch verbindet Himmel und Erde, Atem und Stille. Er schenkt Tiefe, ohne die Weite zu beschweren.
  • Bergamotte bringt Licht, wie das Glitzern auf den Wellen: eine helle, zitrische Frische ohne die klassische phototoxische Problematik herkömmlicher kaltgepresster Bergamotte.
  • Eukalyptus radiata öffnet das Duftbild kühl und klar – wie ein tiefer Atemzug morgens am Meer- eventuell nach Sturm und Regen 😉
  • Strandrose steht für die Landschaft, ein ruhiges Herz, Widerstandskraft und Schönheit auf den zweiten Blick 🙂

Ölmischung „Weite des Nordens“

Diese Mischung ist so konzipiert, dass du sie in einen Diffuser/auf einen Stein oder in ein Trägeröl geben kannst. Sie duftet nach kühler Luft, harziger Küste und lichtem Wind- eine Inspiration für Weite und Vertrauen in deine eigene, innere Kraft.

  • 3 Tropfen Wacholderbeere, Juniperus communis
  • 2 Tropfen Kiefer
  • 2 Tropfen Weihrauch, Boswellia carteriioder Boswellia sacra
  • 2 Tropfen Bergamotte FCF, Citrus bergamia
  • 1 Tropfen Eukalyptus radiata, Eucalyptus radiata
  • 1 Tropfen Rosa rugosa oder eine andere Rosenart

Gib die Öle in einen Diffuser mit Wasser nach Herstellerangabe. Lass den Duft zunächst für etwa 15 bis 30 Minuten in einem gut gelüfteten Raum oder auch bei leicht geöffnetem Fenster wirken.

Diese Mischung gib in ein Trägeröl- fraktioniertes Kokosöl und in eine Sprayflasche- bei Bedarf sprühe es mit zwei Sprühstößen in den Raum, lass es auf Dich wirken.

Für ein Ritual…

Setze dich für einen Moment ans offene Fenster oder stelle dich bewusst aufrecht hin. Lass die Schultern sinken und beide Füße den Boden spüren; sprühe etwas vom Duft in die Luft… lass den Duft sich „setzen“.

Eine Variante- sprühe die Mischung in eine Schale mit Meersalz und stelle diese dicht neben dich 🙂

Atme langsam ein und verlängere das Ausatmen. Stell dir vor, mit jedem Ausatmen zieht eine Welle zurück ins Meer: Druck, Enge und das, was heute nicht bei dir bleiben muss.

Denke oder sprich:“Ich stehe fest verwurzelt wie die Kiefer, der Wacholder; mein Atem ist frei mit Weihrauch, Bergamotte und Eukalyptus; die Rose macht mein Herz weit und ruhig. Die Welle trägt davon, was nicht mehr zu mir gehört und bringt Neues und Frisches zu mir.“

Drei bewusste Atemzüge können reichen- wiederhole so oft, wie es für Dich passt- ohne Druck oder Leistungsgedanken. Auch das einfache Konzentrieren auf die Atmung reicht schon; Du MUSST keine Worte finden.

Alternative als Körperöl

Für eine sehr sanfte Einreibung von Nacken, Schultern oder Brustkorb eignet sich diese verdünnte Variante.

Für 30 ml Jojoba- oder Mandelöl

  • 2 Tropfen Wacholderbeere- Wärme und Kraft
  • 2 Tropfen Kiefer- stärkt Lunge und Atem
  • 2 Tropfen Weihrauch- schmerzlindernd
  • 2 Tropfen Bergamotte FCF- erfrischt
  • 1 Tropfen Eukalyptus radiata- für den Atem
  • 1 Tropfen Rose- für Ruhe und Herz/Geist

Das entspricht einer hautverträglichen Verdünnung. Trage eine kleine Menge auf Nacken und Schultern auf und vermeide Gesicht, Schleimhäute sowie die unmittelbare Nähe der Augen. Mit einem „Roll on“-Fläschchen ist es am einfachsten.

Für DEINE Sicherheit !!!

  • Verwende ausschließlich naturreine, korrekt deklarierte ätherische Öle und halte dich an die Angaben des Herstellers.
  • Führe bei Hautanwendung vorab einen Patch-Test durch und verwende die Öle stets verdünnt.
  • Verwende für die Haut ausschließlich Bergamotte in FCF-Qualität; herkömmliche, kaltgepresste Bergamotte kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.
  • Bei Asthma, Epilepsie, Allergien, Schwangerschaft, Stillzeit, relevanter Medikation oder chronischen Erkrankungen sollte die Mischung individuell abgeklärt werden- frage mich im nächsten Termin gerne!
  • Für Babys und kleinen Kindern bis 6 Jahre ist diese Mischung NICHT geeignet!!!
  • Bei Kopfschmerz, Übelkeit, Hustenreiz, Brennen oder Hautreaktionen Anwendung sofort beenden, Raum lüften, die Haut mit Pflanzenöl abwischen und danach gut abwaschen
  • Ätherische Öle niemals einnehmen und außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufbewahren.
  • Ätherische Öle sind kein Spielzeug oder ein Nice to have- sie wirken über Haut und Sinne- sei daher achtsam.
  • Mit aller Deutlichkeit!!! Bei ätherischen Ölen reicht keine BeraterInnen-Wochenendausbildung- ja- Du darfst ätherische Öle verkaufen und ggf. Hinweise geben- halte Dich mit Heilversprechen oder Hinweisen für eine innere Anwendung zurück- dafür fehlt Dir die biochemische und medizinische Fachkompetenz! Das ist kein persönlicher Angriff oder ein in Zweifel setzen Deines Wissens.

„Weite des Nordens“ ist eine Duftmischung für klare Grenzen, einen ruhigen Atem und ein inneres Gefühl von Horizont. Wacholder, Kiefer und Weihrauch geben ihr Tiefe und Standkraft; Bergamotte FCF und Eukalyptus lassen Wind und Licht durchscheinen; Rose integriert das Herz mit der Freude und Ruhe.

Ätherische Öle – sie sind eine wunderbare Ergänzung zur bekannten schamanischen und naturheilkundlichen Praxis- die Mischung, die ich heute mit Dir geteilt habe ist Weite, die nicht nur draußen am Horizont ist; im Gegenteil-sie beginnt dort, wo du wieder bewusst atmest, den Blick richtest und einen frischen Wind im Leben spürst.

Alles Liebe und eine inspirierende Woche zum Vollmond am 29.7.2026 und dem ersten Schnitterfest des Jahres- Lughnasa/ Freysblot am 1.August 🙂 …

Kira

Die Kraft der bewegten Meditation

Sei HERZLICH WILLKOMMEN an diesem Montag und zum Thema der Reihe „Methoden in der Naturheilkunde“- bewegte Meditation. Gestern waren mein Mann und ich in Ivenack, einem Dorf in unserem schönen Vorpommern und bekannt durch die „Ivenacker Eichen“- Naturdenkmäler in Form von Bäumen, die teilweise weit über 1000 Jahre alt sind. Drei Stunden- natürlich mit Pausen- langsames, achtsames Gehen unter teilweise dichten Blattdächern, Wildpferde, Dammwild und so viele wunderbare Bäume, die mit Ihren dicken Stämmen Halt geben, Signale senden und beim Anlehnen ahnen lassen, was sie gesehen und erlebt haben. Beeindruckend die „Metusalem-Eiche“- unser vorpommerscher Yggsadril- ein Weltenbaum.

Widmen wir uns jetzt dem Thema:

Bewegte Meditation, Waldbaden und bewusste Atmung verbinden Körperarbeit mit Naturerfahrung und einer gezielten Regulation des Nervensystems. Als naturheilkundlich orientierte Begleitung können diese Varianten Stressbelastung senken, die Körperwahrnehmung vertiefen und gesundheitsförderliche Routinen im Alltag verankern. Sie ersetzen natürlich keine medizinische Diagnostik oder Behandlung, ergänzen diese jedoch sinnvoll bei stressbezogenen Beschwerden und zur Prävention– eines der wichtigsten Themen in der naturheilkundlichen Praxis- Stichwort LONGEVITY…

Bewegte Meditation: Präsenz in Bewegung finden

Bewegte Meditation bedeutet, Aufmerksamkeit und Atmung nicht im Stillstand, sondern während einer einfachen, bewusst ausgeführten Bewegung zu bündeln. Anders als beim leistungsorientierten Training geht es nicht um Tempo, Kalorienverbrauch oder perfekte Haltung. Im Mittelpunkt stehen Rhythmus, Wahrnehmung und die Verbindung zwischen Körper, Atem und Umgebung.

Yoga, Qi Gong, langsames Gehen, achtsames Dehnen oder wiederholte Handbewegungen können Formen bewegter Meditation sein. Entscheidend ist, dass die Bewegung überschaubar bleibt und sich regelmäßig wiederholt. Dadurch bekommt der Geist eine klare Aufgabe: wahrnehmen, ohne sofort bewerten oder lösen zu müssen.

Viele Menschen erleben dabei einen Wechsel vom gedanklichen Kreisen in eine körperlich spürbare Gegenwart. Die Füße auf dem Boden, der ruhig fließende Atem, die Temperatur auf der Haut und die Bewegung der Arme werden zu Ankern. Dieser Zustand unterstützt die Fähigkeit, innere Anspannung frühzeitig wahrzunehmen und den eigenen Rhythmus bewusst zu verändern oder auch anzupassen, zu regulieren

Was geschieht in unserem Nervensystem

Stress aktiviert den Sympathikus und die Ausschüttung der Hormone Cortisol, Adrenalin; jenen Anteil des vegetativen Nervensystems, der den Körper auf Leistung, „Flucht“ oder Verteidigung vorbereitet. Kurzfristig ist diese Reaktion sinnvoll. Hält sie aber täglich von morgens bis zum Abend und über längere Zeiträume an, können Schlafstörungen, Muskelverspannungen, Erschöpfung, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, Verdauungsbeschwerden… auftreten und/oder zunehmen; das hin bis zu schweren und schwersten Erkrankungen.

Langsame Bewegung, verlängerte Ausatmung und eine ruhige, bewußte Aufmerksamkeit fördern dagegen parasympathische Regulationsprozesse. Der Parasympathikus ist an Erholung, Verdauung, Regeneration und sozialer Verbundenheit beteiligt. Besonders die Aktivität des Vagusnervs spielt hier eine Rolle. Er verbindet Gehirn, Herz, Lunge und Verdauungssystem und wirkt als zentrale Kommunikationslinie zwischen körperlichem Zustand und emotionalem Erleben.

Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) wird sinnvollerweise als Marker für die Anpassungsfähigkeit des autonomen Nervensystems verwendet. Sie beschreibt die natürlichen Zeitunterschiede zwischen Herzschlägen. Eine flexible, situationsangemessene HRV wird mit einer guten Regulationsfähigkeit assoziiert. Ruhige Atemmuster, leichte Bewegung und regelmäßige Entspannungsübungen können diese Regulationsprozesse unterstützen.

Yoga als bewegte Meditation

Im Yoga wird Bewegung mit Atem und fokussierter Aufmerksamkeit verbunden. Eine Asana kann dabei weniger als Form der Bewegung betrachtet werden, die erreicht werden „muss“, sondern als Frage an Deinen/meinen/unseren Körper: Wie stabil kann ich stehen? Wo halte ich unnötig fest? Was verändert sich, wenn ich langsamer atme?

Für eine meditative Praxis eignen sich besonders einfache, wiederkehrende Bewegungen:

  • sanfte Vor- und Rückbeugen im Stand
  • Katzen-Kuh-Bewegungen im Vierfüßlerstand
  • langsame Seitneigungen
  • achtsam ausgeführte Sonnen-; Mond,- oder Berg-Grüße
  • ruhiges Schütteln/Gehen/Drehen… mit abgestimmtem Atemrhythmus
  • liegende Drehungen und langsame, sanft ausgeführte Hüftbewegungen

Eine hilfreiche Orientierung lautet: Die Bewegung bleibt „so klein“, dass der Atem ruhig und frei fließen kann. Wenn der Atem gepresst wird, der Kiefer anspannt, Unruhe/Schwindel entsteht, wird die Übung vereinfacht, langsamer ausgeführt oder beendet.

Qi Gong ist Rhythmus, Weite und innere Sammlung

Qi Gong arbeitet mit weichen, fließenden Bewegungen, aufrechter Haltung, Atemwahrnehmung und innerer Vorstellungskraft. In der Chinesischen Medizin wird dies als Pflege und Harmonisierung der Lebensenergie und Ausgleich der tragenden Kräfte Yang/Yin verstanden. Aus „moderner“ Sicht kombiniert Qi Gong leichte körperliche Aktivität mit Entspannung, Gleichgewichtstraining, Atemregulation und Achtsamkeit.

Die Bewegungen fördern häufig Mobilität in Schultern, Brustkorb, Wirbelsäule und Hüften. Gleichzeitig entsteht durch langsame Gewichtsverlagerungen, „Heben und Senken“ eine stabile Verbindung zu den Füßen und zum Boden. Dieses Erleben von Standfestigkeit kann gerade bei innerer Unruhe, Überforderung oder gedanklicher Zerstreuung regulierend wirken.

Eine einfache Qi-Gong-inspirierte Übung ist das „Sammeln und Sinken“:

  1. Stelle dich hüftbreit hin, die Knie locker, die Füße bewusst auf dem Boden.
  2. Beim Einatmen hebe die Arme langsam seitlich bis etwa auf Brusthöhe.
  3. Beim Ausatmen senke die Hände weich vor dem Körper nach unten; auch die Knie „strecken“ bzw. „senken“ sich
  4. Stelle dir vor, dass mit jeder Ausatmung Gewicht, Wärme und Aufmerksamkeit in Füße und Unterbauch sinken.
  5. Wiederhole die Bewegung sechs bis zwölf Mal in deinem eigenen Tempo.

Diese Übung braucht keine perfekte Technik. Ihre Wirkung entsteht durch Langsamkeit, Wiederholung und die Bereitschaft, den Atem nicht zu kontrollieren, sondern ihn zu spüren und die Bewegung tragen zu lassen 🙂

Alter Eichenstamm als Denkmal- bewußt konserviert, um die Weite zu verstehen 🙂

Waldbaden- es ist Natur als Regulationsraum

Waldbaden, im Japanischen Shinrin-yoku, beschreibt den bewussten Aufenthalt im Wald mit allen Sinnen. Es geht nicht um eine sportliche Wanderung und nicht um das Erreichen einer bestimmten Strecke. Waldbaden ist ein entschleunigtes Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes: Licht und Schatten wahrnehmen, Baumrinde berühren, Geräusche hören, den Duft feuchter Erde einatmen, Farben beobachten und sich Zeit lassen.

Bewußtes Wahrnehmen mit allen Sinnen- die Wildpferde in Ivenack

Die Forschung zu Aufenthalten in der Natur, bspw. im Wald oder in ursprünglichen Landschaften zeigt wiederholt Zusammenhänge mit einer Reduktion von subjektivem Stresserleben, einer Verbesserung der Stimmung und kurzfristigen Veränderungen physiologischer Stressmarker. Dazu zählen je nach Studie Blutdruck, Herzfrequenz, Cortisolwerte und Parameter der autonomen Regulation- interessant bei Zivilisationserkrankungen wie Hypertonie… Auch das Aufmerksamkeits-System profitiert von naturnahen Umgebungen: Reizarme, zugleich sanft anregende Landschaften können mentale Ermüdung, aber auch eine gewisse „Hyperaktivität“ reduzieren.

Mehrere Faktoren greifen beim Waldbaden ineinander:

  • Bewegung bei natürlichem Licht, dem Spiel von Helligkeit durch die Sonne und Schatten unterstützt den Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Naturgeräusche können als weniger belastend erlebt werden als dauerhafte, „städtische“, arbeitstechnische Geräuschkulissen.
  • Grüne „Räume“ laden zu einer weiten, nicht angestrengten Aufmerksamkeit ein.
  • Frische Luft und ein langsameres Atemtempo unterstützen das körperliche Entspannungsgefühl.
  • Der Wald schafft Abstand von digitalen Reizen, Aufgabenlisten und ständiger sozialer Erreichbarkeit.

Die ätherischen Pflanzenstoffe vieler Bäume, die sogenannten Phytonzide, werden häufig als möglicher zusätzlicher Faktor diskutiert. Untersuchungen aus Japan berichten nach Waldaufenthalten Veränderungen in Immunparametern, darunter die Aktivität natürlicher Killerzellen. Die Datenlage ist jedoch noch nicht aussagekräftig- was ja in Deutschland immer sooo wichtig ist 😉 : Dauer, Vergleichsgruppen, Bewegung, Erholung, Erwartungseffekte und allgemeine Luftqualität lassen sich nicht immer klar voneinander trennen. Für die Praxis genügt ein logischer, ganz realistischer Schluss: Regelmäßige, ruhige Zeit in grüner Umgebung ist ein plausibler, nachvollziehbarer und gut zugänglicher Baustein der Stressregulation und unterstützt Prävention und Therapie 🙂

Atmung- sie ist immer die Brücke zwischen Körper und Geist

Die Atmung läuft automatisch und kann zugleich bewusst beeinflusst werden. Genau deshalb ist sie ein wirksamer Zugang zur Selbstregulation. Sie verändert sich unter Stress oft unbemerkt: Der Atem wird flacher, schneller oder bleibt wiederholt auch kurz stehen. Das kann Anspannung in Gefäßen und Muskeln- auch im Herzen- verstärken und dem Körper signalisieren, dass immer „Wachsamkeit“ nötig ist.

Beobachte Tiere in freier Wildbahn und Dein Atem reguliert sich in Tiefe, Weite und Ruhe

Eine ruhige, nicht erzwungene Atemweise vermittelt dem Nervensystem dagegen Sicherheit. Besonders hilfreich ist eine „sanft“ verlängerte Ausatmung. Dabei wird nicht tief oder maximal ein- oder ausgeatmet; der Atem bleibt angenehm und leicht; wie im Shavasana bspw. spürst Du auch bewußt, aber leicht die Atemübergänge.

Eine einfache Grundform ist:

  • Atme entspannt etwa vier Sekunden ein;
  • Atme weich etwa sechs bis acht Sekunden aus.
  • Wiederhole dies für ein bis drei Minuten.
  • Lasse Schultern, Kiefer und Bauch beim Ausatmen bewusst los.

Das Verhältnis von Ein- zu Ausatmung kann sich individuell unterscheiden. Menschen mit Angstneigung, Atemwegserkrankungen, Schwindel oder einer Tendenz zur Hyperventilation profitieren häufig von besonders kurzen, unangestrengten Einheiten. Atemübungen sollen ein Gefühl von mehr Raum erzeugen, nicht von Kontrolle oder Druck.

Die Wirkung der verlängerten Ausatmung

Eine längere Ausatmung steht in Verbindung mit einem stärkeren parasympathischen Einfluss auf das Herz. Über Atemrhythmus, Brustkorbbewegung und den Vagusnerv entstehen natürliche Schwankungen der Herzfrequenz: Beim Einatmen steigt sie typischerweise leicht, beim Ausatmen sinkt sie wieder. Dieses Phänomen wird respiratorische Sinusarrhythmie genannt- und dies lass bitte bei „angeblicher“ Hypertonie bspw. in den Wechseljahren überprüfen- einfach über ein EKG.

Langsames Atmen im angenehmen Bereich kann die Wahrnehmung von Ruhe und körperlicher Sicherheit fördern. Es ist keine Methode, um Gefühle „wegzuatmen“. Vielmehr schafft es einen Zustand, in dem Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen weniger überwältigend wirken können.

„Konservierte Eiche“

Aus naturheilkundlicher Perspektive gehören Bewegung, Atmung, Licht, Rhythmus und Naturkontakt zu den grundlegenden Regulationsreizen des Menschen. Sie setzen nicht an einem einzelnen Symptom an, sondern stärken Fähigkeiten zur Anpassung: schlafen, verdauen, sich konzentrieren, Spannung lösen und nach Belastung wieder in Erholung finden.

In der asiatischen Heilkunde aber auch Zweigen unserer europäischen Heilkunde und im Schamanismus wird der Frühling dem Element Holz und dem freien Fluss der Energie zugeordnet. Der Wald, die aufsteigende Bewegung der Pflanzen und die Weite des Blicks können als Bilder für Beweglichkeit, Richtung und Erneuerung wirken. Langsame Drehungen, Seitneigungen und das bewusste Gehen unterstützen in dieser Sprache das „Bewegen der Energie“.

Der Sommer wird mit dem Element Feuer, dem Herzen und der Freude verbunden. Sanfte, öffnende Atembewegungen im Brustraum und ein achtsamer Aufenthalt im Licht lassen fröhliche, bewusste Lebendigkeit zu, ohne sich zu überfordern.

Diese traditionellen Bilder ersetzen natürlich keine moderne, medizinische Erklärung. Sie bieten jedoch eine einfache und sinnvolle Sprache, um innere Zustände wahrzunehmen und gesundheitsfördernde Routinen persönlich zu verankern.

M(D)eine kurze Praxis im Wald

Diese Praxis verbindet Waldbaden, Qi Gong, Yoga und bewusste Atmung. Ich wähle einen sicheren, ruhigen Weg und passe Dauer sowie Intensität an die Tagesform an- das empfehle ich Dir auch 🙂

Ankommen

Bleibe stehen. Spüre beide Füße auf dem Boden und nimm wahr, wie der Untergrund dich trägt. Schaue dich langsam um, ohne ein Ziel zu suchen. Benenne innerlich drei Dinge, die du siehst, zwei Geräusche, die du hörst, und eine Körperempfindung, die gerade präsent ist.

Atemraum spüren und bewußt „aufbauen“

Lege eine Hand auf den unteren Bauch oder auf den Brustkorb. Atme ruhig ein und etwas länger aus. Wiederhole in deinem eigenen Rhythmus: Atme ein- „Ich nehme den Raum in mir wahr“; Atme aus- „Ich gebe Anspannung bewußt an den Boden ab“

Bewegte Sammlung

Stehe aufrecht und beginne mit der Qi-Gong-Bewegung „Sammeln und Sinken“- siehe oben. Hebe beim Einatmen die Arme langsam, ohne starke Spannung bis maximal auf Brusthöhe; senke sie beim Ausatmen langsam wieder ab. Bewege dich so, als würdest du durch Wasser gleiten oder ein Seidentuch leicht ausschütteln

Nach einigen Wiederholungen nimm drei langsame Hebungen der Arme vor: ein Arm hebt sich, der andere sinkt Richtung Oberschenkel. Bleibe im Atemfluss und wechsle ruhig und relativ langsam die Seite.

Achtsames Gehen

Gehe sehr langsam. Spüre beim leichten Aufsetzen zuerst die Ferse, dann die Fußsohle und schließlich die Zehen. Wenn es angenehm ist, verbinde vier Schritte mit dem Einatmen und sechs Schritte mit dem Ausatmen; finde deinen natürlichen und persönlichen Rhythmus dabei. Ich empfehle Dir sogar Barfußschuhe, um bspw. auch den Boden mit der Beschaffenheit wirken zu lassen und wahrzunehmen.

Abschluß

Bleibe stehen, lege beide Hände vor den Unterbauch. Nimm wahr, ob sich Temperatur, Atem, Gedanken oder Muskeltonus verändert haben. Beende die Praxis bewußt mit bspw. dem Gedanken „Ich bin bewußt hier, atme und nehme wahr- gehe den Weg in meinem Tempo“

Ist DAS was für DICH?

Bewegte Meditation, Waldbaden und Atemarbeit passen besonders gut zu Menschen, die sich häufig angespannt, gedanklich überladen oder von digitalen Reizen erschöpft fühlen. Sie können auch bei leichter innerer Unruhe, stressbedingten Muskelverspannungen, Schlafstörungen und einem Gefühl von Entfremdung vom eigenen Körper unterstützend sein. Auch Menschen, die bei stiller Meditation eher unruhig werden, empfehle ich das Ausprobieren der bewegten Formen der Meditation, denn der Zugang über Bewegung ist oft leichter als stille Meditation. Wer im Sitzen schnell unruhig wird, findet im Gehen, im Fließen der Arme oder in einfachen yogischen Bewegungen einen echten ANKER.

Kontraindikationen und achtsame Grenzen!!!

Bei akuten Erkrankungen, starken Schmerzen, Fieber, Schwindel, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder ausgeprägter Atemnot sollte die Praxis angepasst werden! Lass Deine Symptome auf jeden Fall auch untersuchen! Menschen mit Asthma, COPD, Panikattacken oder Hyperventilationsneigung sollten Atemübungen besonders achtsam beginnen und auf Atemanhalten oder forcierte tiefe Atemzüge verzichten- hier empfiehlt sich in der ersten Zeit eine Fachbegleitung.

Bei Trauma-Folgestörungen kann die intensive Körper- oder Atemwahrnehmung vorübergehend belastende Reaktionen auslösen. Hier eignen sich kurze, äußerlich orientierte Übungen: Blick in die Umgebung, Gehen, Benennen von Farben, Kontakt der Füße mit dem Boden und eine offene, natürliche Atmung. Traumatherapeutische Begleitung bietet dafür einen sicheren Rahmen.

Waldbaden braucht ebenfalls gute Rahmenbedingungen: sichere Wege, wettergerechte Kleidung, Zeckenschutz, ausreichend Trinkwasser und eine realistische Einschätzung der eigenen Belastbarkeit. Bewegte Meditation und Naturkontakt wirkt am stärksten, wenn er nicht zur weiteren Aufgabe wird.

Wie setze ich es im Alltag um?

Umarme Ruhe und Luft

Die Wirkung entsteht weniger durch seltene, lange Auszeiten als durch Rhythmus und regelmäßige Wiederholung. Schon zehn Minuten im Grünen- bspw. in der Pausenzeit- können ein „Ritual“ zwischen Arbeit, Alltag und freier Zeit oder dem Abend schaffen. Eine kleine Morgenpraxis am geöffneten Fenster, ein langsamer Weg durch den Park oder drei Atemminuten vor einer Mahlzeit sind echte Formen von Prävention- so einfach sie auch sein mögen.

  • Wähle feste Zeiten, etwa nach dem Aufstehen oder vor dem Abendessen.
  • Beginne mit fünf bis zehn Minuten statt mit einer langen, oft zu anspruchsvollen Zeit
  • Verbinde eine einfache Bewegung mit einer wirklich entspannenden, längeren Ausatmung.
  • Übe bevorzugt draußen, aber nutze bei Bedarf auch Balkon, Garten oder geöffnetes Fenster.
  • Beende die Praxis bewusst, damit dein Nervensystem den Übergang in den Alltag wahrnimmt.
  • Bilde immer vor der Praxis einen Vorsatz bzw. ein Sankalpa- wiederhole es vor dem Abschluss; das hilft Dir beim Verankern und „Mitnehmen“ in den Alltag 🙂

Bewegte Meditation, Waldbaden und bewusste Atmung sind keine spektakulären Methoden. Ihre Kraft liegt in der Wiederholung; im Rhythmus: Der Körper lernt, dass Anspannung nicht dauerhaft notwendig ist, der Atem darf Dich führen und leiten- mit Leichtigkeit und Tiefe; die Natur wird zu einem Ort, an dem Aufmerksamkeit, Bewegung und Erholung für Dich ganz wunderbar zusammenfinden.

Und nun genieße Deine bewußten Pausen in der Natur- hab eine angenehme Woche und denke an Deine kleinen Momente, die Dich zur Ruhe kommen lassen- alles Liebe…

Kira

Bewegung als Therapie in der Naturheilkunde…

Guten Morgen an DICH… bist Du heute auch schon aktiv gewesen? Ich habe Sommerurlaub und da ist gerade am Morgen für mich die schönste Zeit, um QiGong am Tollensesee zu praktizieren.

In meiner Praxis verfolge ich ein ganzheitliches Prinzip; d.h. ich erstelle mit den Betroffenen zusammen nicht nur den Plan für die geeigneten Behandlungen, sondern setze auch Ernährungs- und Bewegungstherapie ein- auch mit „Hausaufgaben“ 😉 für die Nachhaltig- und Ganzheitlichkeit.

“ Ein gesunder Körper entsteht aus einem gesunden Geist und umgekehrt“

Allerdings- so höre und sehe ich es auch ab und zu als Feedback- entsteht durch die Übungen nicht immer RUHE, GELASSENHEIT… schauen wir uns das Phänomen mal näher an…

Warum ist es so, dass manche Menschen nach Jahren von Yoga-, QiGong- oder TaijiYuan-Praxis ruhiger, klarer und körperlich belastbarer werden und andere fühlen sich trotz intensiver Praxis eher „mehr unter Druck“, eher wie ein Dauer-Training, das den Kopf beschäftigt, aber nicht wirklich den Zustand des Systems verändert. Der daoistische Blick darauf nennt dafür einen sehr konkreten Grund…Nicht die Übung an sich ist die Essenz, sondern wie deine Lebenskraft (Qi bzw. Prana) sich in dir organisiert und ob du das für Dich passende Umschalten“ von Anspannung zu Ausgleich findest.

Der daoistische Kern- Praxis ist „Ausrichten“, nicht „Leisten“…

Entsprechend des Daoismus geht es weniger um das perfekte Ausführen von Formen, sondern um das Zustandekommen von Harmonie; Bewegung, Atem, Aufmerksamkeit und innere Ausrichtung sollen so zusammenwirken, dass Qi/ Prana frei zirkulieren kann.

  • Im Yoga, QiGong und TaijiYuan trägt die Form nur so lange, wie sie als „Gefäß“ für diesen inneren Prozess dient.
  • Wenn du die Form zur Hauptaufgabe machst, wird die Praxis häufig zu einem Leistungs- oder Kontrollobjekt; und Kontrolle macht das Nervensystem „fest“…“eng“.

Daoistische Übungspraxis zielt daher auf:

  • Weichwerden“ (damit Qi nicht klebt)
  • Loslassen von Zwang (damit nichts blockiert)
  • Rückkehr zur Mitte (damit der Körper „selbst“ ordnen kann)
  • Richtige Atemtiefe und -qualität (damit der Rhythmus Nervensystem und Qi/Prana beruhigt)

Warum manche entspannter werden (und andere nicht); der „Sein-Modus“ fehlt…

Viele üben jahrelang im Modus „Ich muss“. Aus daoistischer Sicht ist das der häufigste Grund, warum Stress bleibt, selbst wenn die Bewegungen korrekt ausgeführt werden.

Typische Muster, die Entspannung verhindern:

  • Anspannungs-Hintergrund: Du bewegst dich, aber innen ist weiterhin „Alarm“.
  • Atem wird Leistung: Atmen wird getaktet wie ein Metronom oder zurückgehalte, anstatt ihm zu folgen.
  • Aufmerksamkeit „klebt“: Du beobachtest, kontrollierst, korrigierst permanent- bist nicht in der Lage, tatsächlich intuitiv die Übung fließen zu lassen
  • Zielorientierung ersetzt Integration: Nach der Übung fühlst du dich „fertig“, aber nicht „eingesunken“.
  • Zu viel Yang/zu wenig Yin: Zu aktiv, zu intensiv, zu wenig Regeneration; und damit „springt das System“ nie wirklich um.

Die daoistische Praxis unterscheidet deshalb nicht nur Übungen, sondern auch bzw. in erster Linie dieQualitäten:

  • Wird dein Körper während der Praxis weicher, nachgiebiger?
  • Wird dein Atem langsamer und tiefer(ohne ihn bewusst „runterzudrücken“)?
  • Wird der Geist klarer und zugleich weniger fordernd?
  • Kann nach der Übung ein Rest von Ruhe bleiben, ohne diese nachzumanövrieren?

Wenn diese Punkte fehlen, entsteht zwar Bewegungstraining—aber keine stabile innere Umschaltung.

Der eigentliche Kern im Yoga, QiGong und TaijiYuan… (trotz verschiedener Formen)…

Ob du nun Asanas praktizierst, Standmeditation im QiGong hältst oder in TaijiYuan „rollst“: Die Essenz ist erstaunlich ähnlich. Drei daoistische Achsen bilden den Kern:

1. Ausrichtung des Körpers: „Stehen, tragen, sinken“

  • Im daoistischen Bild soll der Körper nicht „hochhalten“, sondern tragen.
  • In QiGong/TaijiYuan zeigt sich das oft darin, dass du nicht nur Kraft verteilst, sondern Gewicht sinken oder steigen lässt und zwar mit ganz viel lebendiger Struktur.

Woran du erkennst, ob es wirkt: Du wirst standfester, aber nicht steifer/härter/fester.

2. Atem als innerer Lenker-Rhythmus vor Technik

Atem ist der Schalter zwischen Aktivierung und Regulation. In vielen wirksamen daoistischen Übewegen ist der Atem nicht als „Aufgabe“ zu verstehen, sondern Anker und Taktgeber.

Woran du erkennst, ob es wirkt: Der Atem wird nach innen ruhiger, das Ausatmen wird weicher/verlängert (ohne Druck).

3. Geist und Absicht/Sankalpa- von der Kontrolle zum „Fließen“

Daoistisch ist Absicht fein, subtil; nicht Druck, nicht Härte, eher ein inneres „Mitgehen“: Qi sammelt sich, fließt, ordnet.

Woran du erkennst, ob es wirkt: Du bist weniger im Gedanken-Karussell und mehr im leiblichen Empfinden/Sein 🙂

Warum „Jahre üben“ trotzdem nicht reicht…DEIN System hat eine festgefahrene, zu stark präsente Gewohnheit…

Stress bleibt oft, weil dein Nervensystem gelernt hat: „Sicherheit = Anspannung“- das sind Deine hochgezogenen Schultern bspw… Dann kann die Übung paradoxerweise als weiterer Trainingsreiz wirken und das System interpretiert es als „noch mehr müssen“; Leistung bringen… 🙁

Die passende daoistische Erklärung dahinter:

  • Wenn Qi nicht in Yin-Qualität (Weichheit, Regeneration) zurückkehrt, bleibt der Körper im Randbereich des „Alarm’s“.
  • Daher kann dann die Übung zwar Qi bewegen, aber sie bewegt es in eine Richtung, die dich nicht ind das tatsächlich Angestrebte integriert.

Das sieht man häufig an:

  • chronischer innerer Unruhe
  • „zu viel Kopf“ trotz Beweglichkeit
  • Schlaf bleibt leicht/oberflächlich
  • der Körper fühlt sich nach der Praxis nicht nach „ankommen“ an, sondern nach „durchgearbeitet“ an

Die daoistische Gegenbewegung ist daher… mehr Yin, mehr Integration, weniger Ziel und Druck

Wenn du willst, dass Deine Praxis wirklich entspannter wird, braucht es eine klare Umschaltung; dass wäre eher ein weniger „neues Schwierigkeitslevel“, sondern mehr Qualität in der Ruhe

Konkrete daoistische Prinzipien:

  • Qualität vor Quantität: lieber etwas weniger, dafür echtes Sinken und Entladen; frei nach dem Satz:“Fürchte nicht den, der 10000 Techniken beherrscht, sondern den, der eine Technik 10000 Mal geübt hat…“
  • Übe mit „Rückkehr“: Nach jeder Bewegungsphase kommt eine Integrationsphase; nachspüren; den Atem die Technik „nachwirken“ lassen
  • Atem führt: nicht Technik über Atem, sondern Atem als Basis.
  • Ende der Praxis als Schlüssel: Viele lassen die letzte Minute aus; sind schon wieder im Aufstehen, im Alltag; dabei ist gerade das Ende die Stelle, an der das System entscheidet, ob es wirklich runterfährt.

In der Praxis heißt das oft: Nach dem aktiven Teil bewusst weich/leicht/ruhig werden, den Körper schwerer werden lassen, und dem Nervensystem Zeit geben, sich „zu setzen„.

Deine Dao-Übung für den „Kerngedanken“…

Diese Übung ist keine „neue Form“, sondern ein „Prüfstein“: Passt Dein System gerade zu Deiner Praxis?

  • Setz oder stehe so, dass du den Körper/ das Gewicht sinken lassen kannst.
  • Lege eine Hand auf den Brustkorb oder Bauch.
  • Atme ein: spüre, wie der Atem kommt.
  • Atme aus: spüre, wie du „nach innen weicher“ wirst.
  • Frag innerlich in sehr einfacher Form: „Fließt Qi leichter oder wird es festgehalten?“
  • Wenn es gehalten wird: weniger Spannung einbringen und beim Ausatmen wieder mehr/tiefer sinken.

Nach 2–3 Minuten sollte dein Körper nicht „noch mehr arbeiten“, sondern mehr nachgeben.

Zum Abschluss…Die Lösung liegt im Umschalten des „Systems“…

Yoga, QiGong und TaijiYuan sind Werkzeuge. Das Ziel und gerade auch der Weg ist der Zustand, den du durch die Praxis ermöglichst: freies Fließen, weiche Regulation und Integration. Manche Menschen bekommen diese innere Umschaltung von Anfang an gut hin; andere haben jahrelang geübt, aber im Modus „leisten/kontrollieren“. Der Weg raus führt dann nicht über noch mehr Intensität, sondern über Yin, Atemrhythmus, Gewichtssinken und eine Absicht, die nicht zwingt oder erdrückt.

Wenn du deinen Übungsalltag an diesem ausrichtest, wird Entspannung nicht mehr „Belohnung“ nach schwieriger Arbeit, sondern ein natürlicher Ausdruck davon, dass Qi und Geist wieder in Balance kommen.

Alles Liebe und eine angenehme Woche wünsche ich Dir- herzlichst…

Kira

Was ist das Entscheidende- der Weg oder das Ziel“? Es ist der Weggefährte“ 😉 … und daher manchmal auch der Blick auf sich selbst

Wärme oder Kälte… das ist die Frage ;)

Wir sind im Sommer angekommen- herzlich Willkommen in der warmen Jahreszeit und natürlich ein herzliches Hallo an Dich. Fragst Du Dich öfter mal, was Du aufbringen solltest, wenn bspw. der Rücken schmerzt oder die Fingerknöchel geschwollen sind? Bei akuten Traumen wissen wir- es geht um die PECH-Regel; Pause, Hochlegen, Eis und Kompression… aber das ist längst nicht alles. In der Naturheilkunde wissen wir, dass eine zu langanhaltende Kälteanwendung das Gewebe zusätzlich schädigt oder manche Beschwerden deutlich schlimmer werden lässt.

In der Klassichen Chinesischen Medizin existiert der Körper als Landschaft, eingebettet in die Natur der Welt und wir sehen es so…

Wärme und Kälte sind in der CM und im daoistischen Körperverständnis nicht “Gegensätze”, sondern zwei Qualitäten, die gezielt eingesetzt werden, um Fluss, Regeneration und Gleichgewicht zu unterstützen. Dieser Beitrag zeigt dir beides: wie du Anwendungen in die CM/Daozhen einordnest (Tian–Di–Ren–Ying) und wie die wichtigsten physiologischen Effekte aus der Wissenschaft dahinter funktionieren.

Wärme vs. Kälte – und das “Warum” dahinter

Warum Sonne sowohl gut tut als auch stressen kann

In der Praxis unterscheiden sich Wärme- und Kälteanwendungen vor allem in drei Dingen:

  • Durchblutung & Stoffwechsel
  • Nervenreizleitung & Schmerzempfinden
  • Entzündungs- und Schwellungsdynamik

Wärme wird häufig eingesetzt, um Spannung zu lösen, Durchblutung zu fördern und Heilungsprozesse in Gang zu bringen. Kälte wird häufig eingesetzt, um Schmerz zu dämpfen, Übererregung zu reduzieren und Schwellung/Entzündungsreaktionen nach Belastung zu begrenzen.

CM/Dao- Was bedeutet “Wärme” und “Kälte” im Körper?

In CM geht es nicht nur um die Temperatur, sondern um das Syndrom/Muster:

  • Kühle / Kälte-Konstitution (inneres Kalt-Sein, stagnierte Yang-Funktion): Neigung zu Steifheit, langsameren Verdauungsprozessen, “zähem” Qi-/Blutfluss…
  • Hitze / Übererregung (inneres Hitze-Muster, oft mit schnellerem Puls, trockenerem Gefühl, Reizbarkeit oder zu viel “Aktivierung”; aber auch Leere-Hitze): neigt eher zu Spannungsaufbau, Unruhe, Reduktion von/ in der Regeneration/ Erholung.

Daozhen (Tian–Di–Ren–Ying) hilft, die Ebenen zusammenzubringen:

  • Tian: Umwelt, Klima, Rhythmus (z. B. Frühlingswinde vs. Kälteeinbruch)
  • Di: Bodenwärme/Wärme von innen (Nahrung, Schlaf, Stabilität)
  • Ren: “Regulation” im Nervensystem (Atmung, Haltung, Spannung/Entspannung)
  • Ying: die Seele/Regenerationsebene (Tiefe, Sammlung, Abschalten statt nur “abschalten müssen”)

Das ist der Kern: Wärme und Kälte wirken nicht isoliert – sie werden als  Regulationswerkzeuge verstanden, die Ren und damit Ying unterstützen.

Bei trockener Kälte geht es Deinen Gelenken gut? Dann hast Du zuviel Hitze darin 😉

Der wissenschaftlicher Hintergrund- wie Wärme & Kälte wirken

Nervensystem & Schmerz

Kälte wirkt vor allem schnell über Rezeptoren und Leitungshemmung: Temperaturreize werden an Thermorezeptoren und Schmerzbahnen gekoppelt, wodurch das Schmerzempfinden temporär sinken kann. Dazu kommt, dass Kälte die Leitgeschwindigkeit in sensorischen Fasern beeinflusst.

Wärme senkt häufig ebenfalls Schmerz, indem sie die neuronale Aktivität in Schmerzwegen moduliert und Muskeltonus senken kann. Zudem kann Wärme die mechanische “Schutzspannung” reduzieren, die bei Schmerz oft reflexartig entsteht.

Praktischer Merksatz:

  • Kälte: eher “Dämpfen/Runterregeln”
  • Wärme: eher “Entkrampfen/Aufwärmen”

Durchblutung und Gewebereaktion

Akupunktur mit Moxa zur Entlastung bei Kälte

Wärme führt typischerweise zu Vasodilatation (mehr Durchblutung), was Sauerstoff- und Nährstofftransport sowie den Abtransport von Stoffwechselprodukten unterstützen kann. Kälte begünstigt umgekehrt eine Vasokonstriktion (weniger Durchblutung) – besonders relevant bei akuter Schwellung/ bei akutem Schmerz bspw. nach einem Supinations-Trauma(„Umknicken“)

Wichtig: Diese Effekte sind zeit- und dosisabhängig. Zu lange oder zu intensiv kann umschlagen (z. B. bei Wärme in Hitze-/Entzündungsprozessen).

Entzündung, Schwellung und Gewebereparatur

Ein kühlendes Fußbad mit Kräutern bei hitzigen Füßen

Bei Verletzungen nach Belastung (z. B. umknicken, stumpfes Trauma) kann Kälte helfen, eine frühe „Kaskade“ zu dämpfen, die zu Schwellung führt. Wärme wird eher genutzt, wenn du in Richtung Regeneration, Durchblutung und Beweglichkeit gehen willst, also nicht in der unmittelbaren Akutphase; sondern eher in der subakuten Phase.

Muskeltonus und Beweglichkeit

Wärme kann die Gewebeelastizität erhöhen und Muskelspindel-/Reflexmechanismen beeinflussen, was sich oft als “leichter bewegen” anfühlt. Kälte kann kurzfristig das Gegenteil erzeugen (mehr “steif/eng”), ist aber in manchen Schmerz- oder Überreizungszuständen trotzdem schmerzreduzierend- bspw. beim Hitze-Typ des Rheuma kann eine „Kältekammer“ langfristig Linderung schenken.

Wann welche Anwendung- CM-Muster und Timing…

Ein sehr praktikabler Ansatz ist die Kombination aus Timing (akut vs. regenerativ) und Körperqualität (kühl/verspannt vs. überhitzt/unruhig).

„Rückenspanner“- Bewegung erzeugt Wärme- daher kann eine sanfte Bewegung nach einem Auftragen einer wärmenden Salbe sehr gut sein

Wärme eignet sich bspw. bei…

  • Muskelverspannung, “Zug”-Gefühl, Steifheit
  • kalten Händen/Füßen, Gefühl von innerer Kälte
  • chronisch-reizenden Zuständen, wenn kein akuter Entzündungsschub dominiert
  • Verdauungsruhe, wenn das “Mitte”-System Unterstützung braucht (Magen/Darm mögen Wärme und Rhythmus)
Wasser- in unterschiedlichen Temperaturen bringt es Frische oder Wärme

Daozhen… Di wird gestärkt, damit Ren nachhaltig und leicht regulieren kann; Ying wieder Tiefe findet.

Kälte eignet sich bspw. bei…

  • frischen Traumen mit Schwellungsneigung
  • akuten, pochenden oder “heißen” Schmerzen- das trifft auch für den Nacken zu… Hitzegefühl=Minze; Kältegefühl=Rosmarin
  • Fällen, in denen du spürst: Übererregung, Hitze, “zu viel Aktivierung”- da hilft bspw. auch die Sitali-Atmung aus dem Yoga

Daozhen- Tian wird gedrosselt über ein klares Signal an Ren, damit Ying nicht ständig im „Alarm“ agiert.

Konkrete Anwendung: Wärme als Strategie…

Sanfte Wärmeanwendung (Mitte & Regeneration)

Wärme über Kräuter, die verräuchert werden- wohldosiert
  • Dauer: 10–20 Minuten
  • Temperatur: angenehm warm, nicht brennend
  • Fokus: Bauch/Mitte (bei Nervosystem/ Verdauungsruhe oft besonders wirksam)

Die Logik der Natur dahinter- Wärme unterstützt die Funktion von “Yang/Transformationskraft” in der Mitte und kann Qi-Fluss erleichtern.

Wärmende Suppe oder Brühe bei Kälte im Magen/Darm

Sicherheitsregeln

  • Nie direkt auf die nackte Haut, wenn es „heiß“ zugehen muss- bspw. Wärmflasche in ein Handtuch wickeln (Verbrennungsrisiko).
  • Bei Sensibilitätsstörungen: niedrig dosieren und/oder medizinisch abklären lassen!

Wärme als „Komfort“ für Muskel-/Sehnen

  • Dauer: 15–25 Minuten
  • Danach: sanfte Bewegungsroutine (leichte Mobilisation, Atmung)
  • Ziel: “Lösen und bewegen”, nicht “nur wärmen und aushalten“

Konkrete Anwendung- Kälte als Strategie…

Kälte bei akuter Verletzung/Schwellung

  • Dauer: meist 5–10 Minuten
  • Intervall: ggf. wiederholen, aber nicht in Daueranwendung überführen- super gut geeignet sind da Kälte-Rollon oder Kälte-Sticks
  • IMMER ein Tuch dazwischen!

Kälte kann “Hitze” und “Übermaß” beruhigen, besonders wenn das Gefühl eher heiß/pochen/aufgewühlt ist.

Kälte bei lokaler Schmerzübererregung

Akupunktur nach einer Verletzung beim Laufen und deutlicher Überwärmung des Sprunggelenkes

Kälte kann als “Signal” dienen, um das Nervensystem kurzfristig zu regulieren. Danach ist oft sinnvoll:

  • Schonende Lagerung
  • Leichte, sanfte aber konzentrierte Atmung
  • Beobachtung: Wird es besser oder wird es nur „steifer“; zu fest; unangenehm?

Kombinationsprinzip- Kontrast als Feinregulation im DaoZhen…

Viele Menschen profitieren von einem Wechselreiz – aber der sollte dosiert sein:

  • nach akuter Schwellung eher nicht “kontrastierend” ohne klare Indikation
  • bei chronischer Verspannung kann Kontrast angenehmer sein, wenn dein System darauf gut reagiert

Ren lernt wieder “schwingen”, statt dauerhaft in einem Modus festzuhängen.

Wissenschaftliche Einordnung- Warum Ergebnisse variieren…

Auch bei ähnlichen Diagnosen reagieren Menschen unterschiedlich, weil die Wirkung abhängig ist von:

  • Ausgangszustand (entzündlich vs. verspannungsdominiert)
  • Gewebetyp (Muskulatur vs. Sehne vs. Haut)
  • Dosis (Temperatur/Minute/Intervall)
  • Begleitfaktoren (Bewegung, Schlaf, Ernährung, Stresshormone)

Deshalb sind Wärme/Kälte in der Praxis keine festgelegten, ohne zu Hinterfragen aufgestellte Dogmen, sondern Werkzeuge im Gesamtrahmen.

Praktisch für DICH:

  1. Kurz „scannen“ (Ren): Ist es eher kühl/steif oder heiß/pochend? Eher Unruhe oder eher Druck?
  2. Entscheiden (Di & Tian):
    • kühl/steif → Wärme
    • heiß/akut/überreizt → Kälte
  3. Dosieren (Ren):  bspw. 10–20 Minuten Wärme, 5–10 Minuten Kälte (lokal), jeweils mit Ruhe bzw. leichter Bewegung…
  4. Integration (Ying): Danach 1–3 Minuten ruhiges Atmen, stilles “Ankommen” (ohne direkt weiter zu hetzen).

Sicherheit und klare Grenzen…

  • Bei akuten schweren Verletzungen, ungeklärten starken Schmerzen, Taubheit, deutlicher Bewegungseinschränkung oder anhaltender starker Schwellung: medizinische Abklärung.
  • Vorsicht bei Durchblutungsstörungen, Neuropathien, Thromboserisiko und bei sehr empfindlicher Haut- immer Rücksprache mit Deiner Kompetenzperson halten!
  • Schwangerschaft und bestimmte Erkrankungen erfordern individuelle Anpassung!

Und hier jetzt mal etwas Spirituelles in dem Kontext- das Kaiser- bzw. Kaiserinnen-Rituel 🙂

  • Hände wärmen / oder sanft kühlen(kurz, nur als Intro)
  • Einatmen: Tian kommt in mich (Regulation über Rhythmus)
  • Ausatmen: Di trägt mich oder Ying sammelt (je nach Bedarf an Wärme/Kälte)
  • 2–3 Atemzüge bleiben im Gefühl, nicht im Kopf 😉

Kurz gesagt… Wärme und Kälte als “Hilfe-Code”

Wärme und Kälte sind in der CM keine Gegenspieler in der „Macht“, sondern „Instrumente“ Wissenschaftlich passen ihre Effekte zu den typischen Beobachtungen: Kälte dämpft schneller, Wärme unterstützt Durchblutung und Entspannung. In deinem Körper wirken sie am besten, wenn du sie mit Zeit (Tian), Basis (Di), Nervensystem (Ren) und Regeneration/Tiefe (Ying) kombinierst.

Bleib gesund… und alles Liebe!

Kira

Die kleinen Moxakegel können auch mitgegeben werden zur häuslichen Anwendung nach Einweisung zur Wärmeanwendung

Power und ein „Nap“ für DEIN Immunsystem

Guten Morgen und herzlich Willkommen zur neuen Woche- lehne Dich zurück, genieße eine Tasse Tee und lass Dich inspirieren- es geht heute um die Stille im Yoga, Deine innere Balance und das WeiQi- das Immunsystem:

Gefühlt hast Du die zwanzigste Erkältung hinter Dir; irgendwie fehlt die Balance; Du stolperst ständig über jede Teppichkante 😉 ; alles fällt Dir runter… JA- Dein Immunsystem arbeitet und zwar gut- es zeigt Dir an, dass Du eine andere Form der Balance benötigst. Das Immunsystem ist in der CM(Chinesischen Medizin) viel umfangreicher zu sehen, als „nur“ kein Schnupfen zu haben- es umfasst die innere und äußere Balance, umgibt Dich wie ein Mantel- nicht schwer oder undurchlässig, sondern eher leicht und subtil UND reagiert mit Symptomen- auch Fieber- wenn es arbeitet. Daher ist es sinnvoll, es machen zu lassen und nicht gleich mit „Paracetamol“ oder gar AB dagegen zu arbeiten.

Was Du benötigst, ist keine Stärkung, Du benötigst Balance, Ruhe, Zeit, Dich um Dich selbst zu kümmern.

Da habe ich etwas ganz Wunderbares für Dich… lies selbst 🙂

Yogapraxis für den Atem, die Mitte und das Immunsystem

Diese Praxis ist ruhig, regulierend und stärkend. Sie unterstützt den Körper dabei, Stress zu senken, die Atmung zu vertiefen und die innere Mitte zu stabilisieren. Aus Sicht CM stärkt dies vor allem das Zusammenspiel von Qi, Atmung, Verdauung und Regeneration und balanciert damit Dein Immunsystem.

Einige Worte vorab- wie oben schon beschrieben: Dein Immunsystem ist genau dann stark, wenn es gegen Infekte arbeitet; Dein Körper sich damit auseinandersetzt. Allerdings- wenn Du ständig Infekte hast, dann arbeitet es nicht effektiv und nicht gezielt. Dann hilft es, genau hinzuschauen- was macht Deine Mitte; Dein Darm… und dazu darfst Du Dich mit Folgendem harmonisieren:

1. Ankommen im Sitz mit bewusster Atmung

Setze Dich bequem hin, richte die Wirbelsäule lang auf und lege die Hände locker auf Bauch oder Oberschenkel.

  • Atme 4 Sekunden ein
  • Atme 6 Sekunden aus
  • Wiederhole das für 3 bis 5 Minuten

Das verlängerte Ausatmen beruhigt das Nervensystem und unterstützt aus yogischer Sicht den Übergang in einen regenerativen Zustand- dies hilft das, das Qi zu sammeln und die Mitte zu harmonisieren.

2. Katze-Kuh im Vierfüßlerstand, im Sitzen/Fersensitz oder auch im Stand

Diese Bewegung mobilisiert die Wirbelsäule und verbindet Atem und Bewegung sanft miteinander- besonders wichtig nach Infekten, bei Schwäche…

  • Beim Einatmen: Brustbein nach vorne, Herzraum öffnen
  • Beim Ausatmen: Rücken sanft runden, Nabel leicht nach innen

Mache das 8 bis 10 Atemzüge lang.
Bleibe weich und ruhig im Atem. Nicht über die Bewegung gehen, sondern den Atem führen lassen.

Diese Asana fördert aus yogischer Sicht die Beweglichkeit des Brustkorbs, damit den Atemfluss und die Funktionalität von Lunge/Bronchien; aus CM-Sicht den freien Fluss von Qi im Brust- und Bauchraum.

3. unterstützte Kindhaltung

Komme in die Kindhaltung(mit Bolster, Decke oder Kissen) und lege Stirn(Block)und Arme(Kissen) entspannt ab- weite Knie und Schultern, abgelegte Unterarme

  • Atme ruhig und tief in den Rücken
  • Spüre, wie sich die Flanken und der untere Rücken(unteres Energiezentrum) beim Einatmen weiten
  • Bleibe 1 bis 3 Minuten in der Haltung

Die Kindhaltung wirkt beruhigend, nährend und erdend. Sie unterstützt Regeneration, Entspannung und ein Gefühl von Sicherheit. Genau dieses innere Runterfahren ist oft die beste Grundlage für ein starkes Immunsystem.

Atemfokus für die ganze Praxis

Nutze während der gesamten Sequenz diese einfache Atemtechnik:

  • Einatmen durch die Nase
  • langsam und ruhig ausatmen
  • das Ausatmen ist etwas länger als das Einatmen

Das stärkt die Selbstregulation, beruhigt das sympatische System(Stress) und unterstützt den Körper darin, Kraft zu sparen statt sie zu verlieren.

Impuls

In der CM wird das Immunsystem eng mit dem Konzept von Wei-Qi verbunden, also der schützenden Abwehrenergie. Diese wird besonders dann gut gebildet und gehalten, wenn der Körper:

  • ausreichend ruht- Ruhepausen und effektiver Schlaf
  • warm gehalten wird- angepasste Kleidung
  • regelmäßig genährt wird- nur warm essen und trinken
  • nicht dauerhaft unter Stress steht- Stressregulation über Atmung und Digital Detox

Deshalb ist diese Praxis bewusst sanft aufgebaut: nicht aktivierend, sondern stärkend.

Praktiziere im Sitzen, wenn Du sehr stark hustest oder schlecht im Liegen atmen kannst

Empfehlung

  • Am besten morgens oder am frühen Abend
  • In einer warmen, ruhigen Umgebung
  • Nach der Praxis eine Tasse warmes Wasser oder einen milden Tee trinken

Teerezeptur für das Immunsystem

Zutaten für 1 Kanne

  • 2 TL Holunderblüten
  • 2 TL Lindenblüten
  • 1 TL Zitronenmelisse
  • 1 TL Thymian
  • ein paar dünne Scheiben frischer Ingwer

Zubereitung

  • Kräuter in eine Kanne geben.
  • Mit 500 ml heißem Wasser aufgießen.
  • 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  • Abseihen und warm trinken.

Warum diese Kräuter?

  • Holunderblüten unterstützen die Begleitung bei innerer Wärme und regen sanft an
  • Lindenblüten wirken beruhigend und ausgleichend
  • Zitronenmelisse harmonisiert Nervensystem und Verdauung
  • Thymian ist klassisch stärkend für die Atemwege
  • Ingwer wärmt die Mitte und unterstützt die Verdauungskraft

Diese Mischung harmonisiert Dein Immunsystem vor allem dann, wenn Qi, Mitte und Wärme gut versorgt sind. Wenn Du Dich zusätzlich sehr unruhig fühlst gib drei bis vier Rosenknospen zur Mischung.
Dieser Tee unterstützt genau diese Qualität: sanft, wärmend, regulierend.

Anwendung

  • 1 bis 2 Tassen täglich
  • am besten warm und in Ruhe trinken
  • besonders passend in Übergangszeiten oder bei erhöhter Belastung

Hinweis: Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Fieber oder Vorerkrankungen sollte die Auswahl der Kräuter individuell geprüft werden.

UND jetzt kommen wir zu meinem absoluten Favoriten bei Erschöpfung UND Infekten…

30 Minuten Yoga Nidra für Dein Wei-Qi/ eine balanciertes ImmunsystemDAS ist mehr als „Schlaf“- DAS ist Regeneration und Balance der höchsten Qualität:

Ankommen

Lege Dich bequem auf den Rücken oder setze Dich angelehnt an eine Wand(bei erschwerter Atmung/Husten…)
Wenn Du möchtest, decke Dich warm zu.
Spüre, wie der Körper vom Boden gehalten wird.

Lass die Füße locker nach außen fallen.
Die Arme ruhen seitlich neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben oder unten.
Schließe sanft die Augen.

Nimm wahr, dass Du jetzt nichts leisten musst.
Nichts tun, nichts verändern, nichts erreichen.
Nur da sein.
Nur empfangen.

Atme ruhig durch die Nase ein und aus.
Der Atem darf weich werden.
Das Ausatmen darf länger sein als das Einatmen

Sankalpa

Forme nun innerlich einen stillen Satz.
Eine einfache, klare Absicht.

Zum Beispiel:

Ich bin geschützt und genährt.
oder
Meine Energie ist ruhig und klar.
oder
Mein Wei-Qi ist stark und stabil.

Wähle einen Satz, der sich für Dich stimmig anfühlt.
Wiederhole ihn dreimal innerlich, langsam und bewusst.

Körperreise

Lenke Deine Aufmerksamkeit nun durch den Körper.
Spüre, ohne zu bewerten.

Rechte Seite…

Rechter Daumen.
Zeigefinger.
Mittelfinger.
Ringfinger.
Kleiner Finger.
Handfläche.
Handrücken.
Rechter Unterarm.
Rechter Oberarm.
Rechte Schulter.

Linke Seite:

Linker Daumen.
Zeigefinger.
Mittelfinger.
Ringfinger.
Kleiner Finger.
Handfläche.
Handrücken.
Linker Unterarm.
Linker Oberarm.
Linke Schulter.

Beide Arme schwer und ruhig.

Spüre den Hinterkopf.
Den Scheitel.
Die Stirn.
Die Schläfen.
Die Augen.
Die Wangen.
Den Kiefer.

Löse bewusst Spannung aus dem Gesicht.
Der Raum um Augen und Mund darf weich werden.

Spüre den Hals.
Die Kehle.
Das Brustbein.
Den Herzraum

Mit jedem Ausatmen darf der Brustraum weiter werden.
Still.
Weit.
Geschützt.

Spüre den Bauch…
Die Mitte.
Den Nabelraum.
Den unteren Bauch.

Aus Sicht der CM ist die Mitte ein wichtiger Ort für Kraft, Verdauung und Stabilität.
Lass diesen Raum warm und ruhig werden.

Spüre das Becken…
Das Gesäß.
Die Oberschenkel.
Die Knie.
Die Unterschenkel.
Die Knöchel.
Die Füße.
Alle Zehen.

Der ganze Körper ruht.

Atem und Wei-Qi

Lenke nun die Aufmerksamkeit auf den Atemraum.

Stell Dir vor, dass mit jedem Einatmen frische, klare Energie aufgenommen wird.
Nicht hektisch.
Nicht stark.
Sondern sanft und gleichmäßig.

Mit jedem Ausatmen sinkt der Körper tiefer in die Unterlage.
Der Atem nährt.
Der Atem schützt.
Der Atem sammelt.

Stell Dir Wei-Qi vor wie eine sanfte, wärmende Hülle um den Körper.
Wie ein schützender Mantel aus Ruhe, Klarheit und Stabilität.

Mit jedem Atemzug wird dieser Mantel dichter, wärmer und stabiler.
Nicht eng.
Nicht fest.
Sondern lebendig und sicher.

Bildsprache für Dein Wei-Qi

Stell Dir nun vor, Du stehst an einem klaren Morgen in weichem Licht.
Die Luft ist frisch, mild und weich.
Um Deinen Körper liegt ein sanfter Schutzraum.
Wie ein warmes Feld um Dich herum.

Dieses Feld ist Wei-Qi.
Es umgibt Dich.
Es grenzt Dich ab.
Es bewahrt Deine Kraft.

Mit jeder Einatmung wird dieses Feld klarer.
Mit jeder Ausatmung wird es ruhiger.

Vertiefung

Wiederhole innerlich einige Male:

Ich bin geschützt.
Ich bin genährt.
Meine Energie ist ruhig.
Mein Wei-Qi ist stark.

Lass die Worte nachklingen, ohne sie zu erzwingen.
Wie Wellen, die sich ausbreiten und wieder zurückziehen.

Gegensätze wahrnehmen

Spüre nun bewusst den Unterschied zwischen:

  • schwer und leicht
  • warm und kühl
  • ruhig und unruhig
  • weit und eng

Wähle immer wieder die Qualität von Ruhe, Wärme und Weite.
Diese innere Wahl unterstützt Regeneration.

Stille Phase

Lass alles los.
Keine Technik.
Keine Anleitung.
Nur Ruhe.

Der Körper darf in der Stille auftanken.
Die Atmung geschieht von selbst.
Wei-Qi sammelt sich.
Die Mitte ordnet sich.

Rückkehr

Beginne, die Aufmerksamkeit wieder mehr in Deinen Stirnraum und nach außen zu bringen.
Spüre die Unterlage.
Spüre den Raum um Dich herum.
Wackle sanft mit den Fingern und Zehen.

Nimm einen tieferen Atemzug.
Bewege Hände und Füße.
Wenn es sich gut anfühlt, strecke Dich lang.

Bevor Du aufstehst, wiederhole innerlich Deinen Sankalpa-Satz noch einmal.

Ich bin geschützt und genährt.

Dann komm langsam und ruhig zurück in den Raum.

Eine kurze Info für die Begleitung:

Diese Yoga Nidra-Form unterstützt aus CM-Sicht vor allem:

  • Wei-Qi
  • Mitte und Milz-Qi
  • Regeneration
  • innere Wärme und Stabilität
  • Stressabbau und besseres Abgrenzen

Praktiziere es täglich in herausfordernden Zeiten; nach Infekten, in der Winterzeit… oder wenn Du das Gefühl hast, Du benötigst mehr Balance.

Ich wünsche Dir mit diesen Impulsen eine gute und gesunde Woche- viel Erfolg und Vergnügen beim Praktizieren- alles Liebe

Kira

🙂

Regeneration ist mehr als Ausruhen…

Sei WILKOMMEN hier bei meinen Wochen-News…

In der letzten Woche musste ich die „Reißleine“ ziehen- die Erkenntnis, dass ich mit Ü 60 nicht mehr ganz so belastbar bin, wie mit 20 ist mir schon bewusst- schließlich arbeite ich ja nicht erst seit gestern 😉 als Heilpraktikerin, Yoga-Therapeutin und auch MindSet-Coach; aber wenn Du dann tatsächlich merkst, dass geliebte Arbeiten schwer werden, dann ist es Zeit- und so habe ich mir eine Fastenzeit und tiefe Regeneration von fünf Tagen VERORDNET 🙂

Damit Du einen kleinen Einblick bekommst, was Regeneration tatsächlich bedeutet, habe ich Dir hier das Wichtigste zusammengestellt:

Regeneration ist weit mehr als bloßes Ausruhen – sie ist ein aktiver, ganzheitlicher Prozess, der Körper, Geist und Nervensystem wieder in Balance bringt. Besonders nach Phasen des Fastens, erhöhter Belastung oder Stress braucht der Organismus gezielte Impulse, um aufzubauen, zu nähren und nachhaltig zu stärken. Aus Sicht der Naturheilkunde, Ernährung und Yoga entsteht echte Regeneration durch das Zusammenspiel von sanfter Ernährung, bewusster Bewegung und tiefer Entspannung.

Die Bedeutung von Regeneration für Körper und Nervensystem

Während des Fastens oder in intensiven Lebensphasen schaltet der Körper in einen eher katabolen Zustand – Reserven werden genutzt, Prozesse reduziert. Die Regeneration danach ist die Phase des Wiederaufbaus (Anabolismus).

Ein zentraler Schlüssel liegt im Nervensystem:

  • Der Parasympathikus (Ruhe- und Verdauungsnerv) wird aktiviert
  • Stresshormone sinken, Regenerationsprozesse steigen
  • Verdauung, Zellaufbau und Hormonbalance normalisieren sich

Yoga, Atemübungen und bewusste Ernährung unterstützen genau diesen Umschaltprozess, was ich selbst so positiv erlebt habe.

Abends am Strand von Swinemünde

Ernährung in der Regenerationsphase

Nach dem Fasten oder bei Erschöpfung sollte Nahrung leicht, nährstoffreich und gut verdaulich sein.

  • Warme, gekochte Speisen wie Gemüse, Suppen, Reis oder Kartoffeln
  • Hochwertige Fette (z. B. Leinöl, Olivenöl) für Zellregeneration
  • Sanfte Eiweißquellen zur Gewebeerneuerung
  • Bitterstoffe zur Unterstützung von Leber und Verdauung
  • Ausreichend Flüssigkeit: warmes Wasser, Kräutertees

Der Fokus liegt nicht auf Menge, sondern auf Qualität und Achtsamkeit.

Morgens warm 🙂

Yoga als regenerativer Schlüssel

Regeneratives Yoga wirkt direkt auf das Nervensystem, löst Spannungen und verbessert die Durchblutung. Langsame, bewusste Bewegungen und Atemführung fördern die Selbstheilungskräfte.

Wichtige Prinzipien:

  • Langsamkeit statt Leistung
  • Tiefe, ruhige Atmung
  • Langes Halten ohne Anstrengung
  • Bewusste Wahrnehmung
Yoga am Strand

30-minütige regenerierende Yogapraxis

Diese Sequenz ist ideal für die Aufbautage nach dem Fasten oder zur allgemeinen Regeneration.

Ankommen & Atmung (5 Minuten)

  • Bequeme Sitzhaltung oder Rückenlage
  • Eine Hand auf Bauch, eine auf Herz
  • Tiefe Bauchatmung: 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus
  • Fokus: Loslassen, Ankommen im Körper

Sanfte Mobilisation (5 Minuten)

  • Katze-Kuh (Marjariasana/Bitilasana) im Vierfüßlerstand
  • Langsame, fließende Bewegungen mit dem Atem
  • Kindhaltung (Balasana) – 1–2 Minuten verweilen

Liegende Drehung (5 Minuten)

  • Rückenlage, Knie zur Brust
  • Beide Knie geschlossen sanft zur Seite- re./li. im Wechsel- sinken lassen
  • Arme ausgebreitet, Blick optional zur Gegenseite
  • Unterstützt Verdauung und Entgiftung

Hüft- und Herzöffnung (5 Minuten)

  • Schmetterling im Liegen (Supta Baddha Konasana)
  • Optional Kissen unter den Knien
  • Tiefe Atmung in Bauch und Beckenraum

Beine an der Wand (5–7 Minuten)

  • Viparita Karani
  • Beine senkrecht an der Wand, Arme entspannt
  • Fördert Lymphfluss und Entspannung

Tiefenentspannung (Savasana) (5–8 Minuten)

  • Rückenlage, ggf. Decke über den Körper
  • Bewusstes Loslassen aller Muskelgruppen
  • Optional Body Scan oder Atembeobachtung

Ergänzende Impulse für tiefe Regeneration

  • Wärme: Bäder, Wärmflasche oder warme Kleidung; ich war in der Salzgrotte im Hotel 🙂
  • Trockenbürsten: Regeneration für die Haut; „Reinigung“; Anregung Lymphe
  • Natur: Spaziergänge ohne Leistungsdruck- wunderbar am Strand von Swinemünde morgens und am Abend
  • Krafttraining der besonderen Art- keine schweren Gewichte, sondern isometrische Übungen für den gesamten Körper, damit auch das Yang nicht zu kurz kommt 😉
  • Digital Detox: bewusste Pausen von Reizen- nur 1x täglich eine kurze Story mit Impuls auf Instagram
  • Schlaf: Priorität auf ausreichende Nachtruhe- ganz wunderbar mit Wellenrauschen im Hintergrund

Schlussendlich…

Regeneration ist eine bewusste Entscheidung für Langsamkeit, Achtsamkeit und Selbstfürsorge. In Kombination aus nährender Ernährung und sanfter Yogapraxis entsteht ein kraftvoller Raum für Heilung und Aufbau. Gerade nach dem Fasten oder anstrengenden Arbeitsphasen/ mentaler Belastung entscheidet diese Phase darüber, wie nachhaltig die positiven Effekte im Körper verankert werden.

Für mich hat diese Zeit der Regeneration, die bereits am Frühlingsanfang mit einer bewussten Fastenzeit begann und der anschließenden „YinZeit“ am Strand von Swinemünde als Abschluss, einen unglaublichen, spürbaren Effekt- Kraft ist zurück, das Bewusstsein für Achtsamkeit wieder geschärft- gestärkt und mit viel Freude geht es wieder in den Alltag 🙂 und darauf bin ich wieder freudvoll gespannt.

Bleib in Deiner Kraft- alles Liebe und erholsame Osterfeiertage wünscht Dir…

Kira

Várblót- das Land erwacht…Frühlings-Tag-und Nacht-Gleiche

Ganz besonders die Landschaft rund um die Bornmühle lässt sich mit dem nordischen Übergangsritual Várblót verbinden – einem alten Opfer- und Übergangsritual vom Winter zum Frühling. Die eiszeitlich geformte Landschaft selbst wird zum heiligen Ort, an dem der Wintergeist verabschiedet und die Rückkehr des Lebens begrüßt wird.

Schamanische Legende in Verbindung mit Várblót

Als das große Eis noch über dem Land lag, war die Welt still, rauh und etwas unwirtlich. Die Hügel, die heute um die Bornmühle ruhen, waren damals die Rücken schlafender Winterriesen. Ihr Atem war Frost, ihr Schritt ließ Täler entstehen.

Doch die Menschen jener Zeit kannten den Rhythmus der Erde. Wenn die Tage langsam länger wurden und das Licht wieder stärker durch die kahlen Zweige fiel, versammelten sich die Hüter des alten Wissens auf den Höhen über dem Tal.

Dort, wo heute der Pfad zwischen den Bäumen hinabführt, entzündeten sie das erste Feuer des Jahres. Dieses Feuer gehörte dem Várblót – dem Opfer für das kommende Leben.

Die Schamanin legte Zweige, Körner und Quellwasser rund um die Flammen. Sie rief die Geister des Eises, die noch in den Hügeln schlummerten, und bat sie, sich sanft zurückzuziehen. Der Winter sollte gehen, ohne Zorn, damit die Erde wieder atmen konnte.

Man sagt, dass in jener Nacht der Wind durch die Bäume strich wie das Flüstern alter Wesen. Das Eis zog sich aus den Tälern zurück, und unter den Blättern begann das Wasser wieder zu fließen.

Seitdem trägt dieses Land die Erinnerung an das Várblót in sich. Jeder Frühling, wenn das Licht über die Felder fällt, der Boden sich erwärmt und Tag und Nacht den gleichen Zeitraum einnehmen, erwacht das alte Versprechen erneut: Selbst nach der längsten Eis- und Winterzeit kehrt das Leben zurück.

Várblót markiert symbolisch den Übergang vom Winter zum Frühling: das Loslassen der Kältezeit, das Ehren der Naturkräfte und das Einladen neuen Lebens. Für die Landschaft rund um die Bornmühle lässt sich daraus ein ruhiges Natur‑Ritual mit einer begleitenden Yogapraxis entwickeln, die Erdung, Reinigung und Aufbruch verbindet.

Adaptiertes Várblót-Ritual für unsere Heimat und Zeit

Dauer: ca. 20–30 Minuten
Ort: ein ruhiger Platz mit Blick über Tal oder Felder, idealerweise am Waldrand wie auf dem Bild.

Vorbereitung

  • Eine kleine Schale mit Wasser (Quelle oder Bach, wenn möglich)
  • Ein paar Körner oder Samen
  • Ein kleiner Zweig oder trockene Blätter
  • Eine Kerze oder kleines Feuer (wenn erlaubt)

Ritualablauf

  • Ankommen und Erdung
    Stelle dich still auf den Boden. Spüre den Boden unter den Füßen. Atme einige Male tief ein und aus. Stelle dir vor, dass unter dir noch die Kräfte der alten Eiszeit ruhen – langsam erwärmend.
  • Ruf der Himmelsrichtungen
    Drehe dich nacheinander zu den vier Richtungen.
    • Osten: Begrüße das neue Licht.
    • Süden: Lade Wärme und Wachstum ein.
    • Westen: Danke dem Wasser und dem Wandel.
    • Norden: Ehre den Wintergeist und bitte ihn, sanft zu gehen.
  • Das Várblót‑Opfer
    Lege Körner, Blumen, Früchte oder Samen auf die Erde. Sprich leise Worte des Dankes für den vergangenen Winter und bitte um Fruchtbarkeit, Klarheit und Kraft für das kommende Jahr.
  • Wassersegen
    Gieße etwas Wasser auf die Erde oder über die Samen. Das symbolisiert das Schmelzwasser der alten Gletscher und den Beginn neuen Lebens.
  • Feuer oder Licht
    Zünde die Kerze an oder lege trockene Blätter ins kleine Feuer. Stelle dir vor, wie das Licht den letzten Frost vertreibt.
  • Abschluss
    Lege die Hände auf dein Herz und auf den Boden. Bedanke dich bei Land, Bäumen und Himmel.

30‑minütige Yogapraxis zum Várblót

Diese Praxis verbindet Erdung (Winter) mit Öffnung (Frühling)- und sie ist eine wunderbare Alternative zum Ritual, wenn Du keine Möglichkeit hast, dieses in der Natur durchzuführen 🙂

1. Ankommen und Atem (5 Minuten)

  • Stehende Meditation (Tadasana)
    Füße hüftbreit, Augen geschlossen.
    Atme langsam durch die Nase ein und aus.
  • Frühlingsatem
    Tiefe Bauchatmung- stelle dir vor, der Atem fließt wie Schmelzwasser durch den Körper.
  • Erdende Sequenz – Winter würdigen und danken
  • Tiefe Hocke (Malasana) – ca. 1 Minute
    Füße etwas weiter als hüftbreit, in die Hocke sinken. Hände vor dem Herzen. Spüre die Verbindung zur Erde. Nutze den Block oder ein Kissen zur Unterstützung.
    • Kindhaltung (Balasana) – 2 Minuten
      Knie am Boden, Stirn auf der Matte oder auf den Händen. Visualisiere die ruhende Erde unter Schnee und Eis.3. Übergang – Schmelzen des Winters (10 Minuten)
    • Katze–Kuh (Marjaryasana–Bitilasana) – 2 Minuten
      Im Vierfüßlerstand den Rücken abwechselnd runden und öffnen. Stelle dir vor, wie gefrorene Landschaft wieder in Bewegung kommt.
    • Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana) – 1 Minute
      Tiefe Atemzüge, die Rückseite des Körpers verlängern.
    • Sanfter Sonnengruß (3–4 Runden) – ca. 5 Minuten
      Ablauf pro Runde:
      • Einatmen: Arme heben
      • Ausatmen: Vorbeuge
      • Einatmen: Halbe Vorbeuge
      • Ausatmen: Schritt zurück in Kriegerin 1- tiefe Vorbeuge…
      • Einatmen: Brett oder sanfte Cobra
      • Ausatmen: zurück in den Hund
      • Einatmen: nach vorne treten
      • Ausatmen: Vorbeuge
      • Einatmen: Aufrichten… alles zur anderen Seite
    • Niedriger Ausfallschritt (Anjaneyasana)– je Seite 1 Minute
      Öffne die Brust. Diese Haltung symbolisiert den ersten Durchbruch des Frühlings.4. Öffnung – Einladung des Frühlings (3–4 Minuten)
    • Krieger II (Virabhadrasana II) – je Seite 45 Sekunden
      Stabiler Stand, Blick über die vordere Hand. Stärke und neue Energie.
    • Herzöffner im Stand
      Hände hinter dem Rücken verschränken, Brust öffnen, Blick leicht nach oben.
  • Abschluss und Integration (3–5 Minuten)
    • Sitzende Meditation
      Hände auf dem Bauch oder Herzen. Spüre Wärme und Puls.
    • Kurze Visualisation
      Stelle dir vor, unter dir schmilzt das Eis der alten Zeit und Wasser beginnt zu fließen – so wie neue Möglichkeiten im kommenden Jahreskreis.
    • Abschlussgeste
      Hände zum Herzen bringen und innerlich danken: der Erde, dem Winter und dem kommenden Frühling.

Diese Kombination aus Ritual und Praxis verbindet die Kraft der eiszeitlich geformten Landschaft mit dem archetypischen Übergang des Várblót; dem Moment, in dem das Alte geehrt und das neue Leben bewusst eingeladen wird.

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Frühlingsbeginn- genußvolle Zeit und alles Liebe!

Kira

Das neue Jahr blinzelt schon

Guten Morgen in der letzten Woche des Jahres 2025- in dieser stillen Zeit der Raunächte.

Ich bin intuitiv viel in der Natur und nutze gerade jetzt zum Räuchern natürliche Materialien wie Fichte, aber auch Gewürze. Gewürze haben gerade jetzt- zum Jahreswechsel- eine so unglaublich kraftvolle Wirkung für Körper und Seele.

UND- ich teile heute mit Dir meine liebste Räuchermischung für den Übergang ins Jahr 2026; erzähle Dir etwas zur Wirkung gemäß der traditionellen europäischen und der klassischen chinesischen Medizin.

Der Jahreswechsel ist aus Sicht der Naturheilkunde ein besonders kraftvoller Übergang. Eine selbst hergestellte Gewürzräuchermischung verbindet Ritual, Duft und energetische Ausrichtung und unterstützt dabei, das alte Jahr bewusst abzuschließen und das neue Jahr 2026 klar, gestärkt und zentriert zu beginnen.

Bedeutung des Räucherns zu Silvester und Neujahr in der Naturheilkunde

Der Jahreswechsel markiert eine Phase zwischen altem Yin und neuem Yang, zwischen Ruhe und Aufbruch. Räuchern wirkt dabei wie eine energetische Reinigung und Ausrichtung.

  • Löst stagnierendes Qi, das sich im Laufe des Jahres angesammelt hat
  • Vertreibt Kälte und Feuchtigkeit, typische pathogene Faktoren des Winters
  • Stärkt das Wei-Qi, die schützende Energie des Körpers
  • Beruhigt den Shen, den Geist und die emotionale Ebene

Für 2026 liegt der Fokus besonders auf Wärme, Klarheit und innerer Stabilität; auch wichtig für Übergangszeiten, da diese energetisch als bewegter/herausfordernder empfunden werden.

Grundprinzip der Gewürzräuchermischung

Eine ausgewogene Räuchermischung folgt in der Naturheilkunde/chinesichen Medizin dem Prinzip der fünf Wandlungsphasen.

  • Holz: Bewegung, Neubeginn
  • Feuer: Freude, Herzöffnung
  • Erde: Stabilität, Zentrierung
  • Metall/Luft: Loslassen, Klarheit
  • Wasser: Ruhe, Tiefe, Regeneration

Die ausgewählten Gewürze wirken wärmend, bewegend und klärend, ohne das Yin zu erschöpfen.

Zutaten für die Silvester- und Neujahrsräucherung 2026

Alle Zutaten sollten möglichst bio, naturbelassen und ungemahlen sein.

  • Zimtstangen, 2 Stück
  • Sternanis, 3 Stück
  • Nelken, 1 Teelöffel
  • Kardamomkapseln, 1 Teelöffel
  • Getrocknete Orangenschalen, 2 Esslöffel
  • Weihrauchharz, 1 Esslöffel
  • Myrrhe, 1 Teelöffel

Wirkung der einzelnen Gewürze

GewürzThermik & GeschmackCM-Wirkung
Zimtheiß, süß-scharfErwärmt Nieren-Yang, bewegt Blut und Qi
Sternaniswarm, süß-scharfLöst Kälte, stärkt Mitte und Verdauung
Nelkenheiß, scharfVertreibt Kälte, klärt Geist
Kardamomwarm, aromatischTransformiert Feuchtigkeit, klärt Kopf
Orangenschalewarm, bitter-süßBewegt Leber-Qi, löst emotionale Stagnation
Weihrauchwarm, bitterKlärt Räume, beruhigt Shen
Myrrhewarm, bitterUnterstützt Loslassen, erdend

Herstellung der Räuchermischung

Vorbereitung

  • Zimtstangen grob zerbrechen
  • Kardamomkapseln leicht andrücken
  • Orangenschalen in kleine Stücke schneiden

Mischen

  • Alle Zutaten in einer Schale gut vermengen
  • Mischung in einem dunklen Glas mindestens 3 Tage ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden

Anwendung

  • Eine feuerfeste Schale mit Räuchersand füllen oder ein Stövchen vorbereiten
  • Räucherkohle entzünden/ ein Teelicht platzieren
  • ein Blatt Lorbeer unterlegen und dann darauf ½ bis 1 Teelöffel der Mischung auflegen
  • Fenster öffnen-lüften, dann Räume mit dem Räucherutensil langsam durchgehen, Fenster anschließend noch einmal kurz öffnen

Ritualempfehlung für Silvester und Neujahr

Für Silvester eignet sich das Räuchern zwischen 23:30 und 00:30 Uhr, um den Übergang bewusst zu markieren. Für Neujahr empfehle ich ein zweites, sanfteres Räuchern am Morgen des 1. Januars.

  • Vor dem Räuchern drei ruhige Atemzüge nehmen
  • Innerlich das Alte verabschieden
  • Eine klare Ausrichtung für 2026 formulieren

Für wen diese Mischung besonders geeignet ist

  • Menschen mit Kältegefühl, innerer Unruhe oder mentaler Erschöpfung
  • Bei emotionalem Ballast und dem Wunsch nach Neubeginn
  • Zur Stärkung in der dunklen Jahreszeit

Diese Gewürzräuchermischung wirkt nicht nur auf der sinnlichen Ebene, sondern tief im energetischen System. Sie verbindet Wärme, Klarheit und Stabilität und schafft einen kraftvollen Übergang in das Jahr 2026 – getragen von Bewusstsein, sanftem Duft, Ruhe und innerer Ausrichtung.

Ich wünsche Dir von Herzen einen guten Übergang in das Jahr 2026 und sende Dir liebe Grüße

Kira

Yoga für die Wintersonnenwende

Guten Morgen zur vierten Adventswoche. Auch wenn der Winter bei uns erst so richtig „Fahrt“ aufnimmt, ist es gut, sich mit den Möglichkeiten der Gesundheitspflege gerade für solche Übergangszeiten, aber auch DOJO-Zeiten, zu beschäftigen.

Am 21.12.2025- dem vierten Advent- ist der Tag der Wintersonnenwende- das Sonnenkind wird wiedergeboren und da habe ich eine wunderbare Yoga-Praxis für Dich:

Diese 60‑minütige Detox‑Yogaeinheit ist darauf ausgerichtet, den Körper beim Übergang sanft zu aktivieren, das Hormonsystem zu harmonisieren und den Stoffwechsel anzuregen. Der Fokus liegt auf Leber‑ und Nierenenergie, Drehhaltungen, sanften Rückbeugen und bewusster Atmung, um stagnierte Winterenergie in fließende Kraft zu verwandeln- „DETOX“ in diesem Kontext bedeutet, die Autophagie der Zellen und insbesondere der Leber zu aktivieren 🙂


Detox-Yoga für Hormonbalance

Thema: Erneuerung, Reinigung & hormonelle Balance
Level: Mittelstufe (mit sanften Varianten für alle Level)
Hilfsmittel: Yogamatte, Block, Gurt, Decke


1. Ankommen & Atembewusstsein (10 Minuten)

Ziel: Nervensystem beruhigen, innere Reinigung einleiten

  • Sitz in Sukhasana (einfacher Schneidersitz) – Hände auf den Unterbauch legen, 5 Minuten lang tief in den Bauch atmen.
    Fokus: Verbindung zur Atmung und Wahrnehmung des hormonellen Zentrums (Solarplexus, Sakralchakra).
  • Kapalabhati (Feueratem) – 3 Runden à 30 Atemstöße, mit Pausen dazwischen.
    Wirkung: Aktiviert Stoffwechsel, reinigt die Atemwege, stimuliert Schilddrüse und Nebennieren.

2. Aufwärmen & Energiefluss (10 Minuten)

Ziel: Muskulatur aktivieren, Kreislauf anregen

  • Katzen-Kuh-Bewegung (Marjaryasana–Bitilasana) – 1–2 Minuten fließend im Atemrhythmus.
  • Dynamische Kindhaltung zu herabschauendem Hund – mehrere Male wechseln, um den Rücken zu mobilisieren.
  • Sonnengruß A (Surya Namaskar A) – 3 Runden in ruhigem, bewussten Tempo- oder „Windmühle im Ausfallschritt- rechts und links“ 50x; alternativ „Kleiner Sonnengruß“ 5 Runden in einem aktivierenden Tempo 🙂
    Fokus: Reinigung über Schweiß und Atem, Aktivierung der Drüsen.

3. Detox & Hormonbalance – Hauptsequenz (25 Minuten)

Ziel: Leber, Nieren und Schilddrüse stimulieren, hormonelle Balance fördern

  1. Drehhaltungen für Leber & Verdauung:
    • Parivrtta Utkatasana (gedrehter Stuhl) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Parivrtta Trikonasana (gedrehtes Dreieck) – 5 Atemzüge pro Seite
  1. Herzöffner & Schilddrüsenaktivierung:
    • Bhujangasana (Kobra) – 3 Runden
    • Setu Bandhasana (Schulterbrücke) – 5–8 Atemzüge
    • Matsyasana (Fisch) – 5 Atemzüge
      Wirkung: Aktiviert Schilddrüse, Thymusdrüse und Herzchakra.
  2. Beckenbalance & Nebennierenstärkung:
    • Baddha Konasana (Schmetterling) – sanftes Vorbeugen
    • Malasana (Yogahocke) – 5 Atemzüge
    • Ustrasana (Kamel) – öffnet Herz und stimuliert Nebennieren
  3. Twist & Ausleitung:
    • Ardha Matsyendrasana (halber Drehsitz) – 5 Atemzüge pro Seite
    • Apanasana (Knie-zur-Brust-Pose) – zur inneren Reinigung

4. Entspannung & Integration (10 Minuten)

Ziel: Hormonelle Balance stabilisieren, Entgiftungsimpulse integrieren

  • Viparita Karani (Beine an der Wand) – 5 Minuten
    Wirkung: Entlastet Nebennieren, beruhigt das Nervensystem.
  • Savasana (Endentspannung) – 5 Minuten
    Fokus: Visualisiere, wie Frühlingsenergie durch deinen Körper fließt und jede Zelle erneuert.

5. Abschluss & Meditation (5 Minuten)

Meditation auf Erneuerung:
Sitze aufrecht, lege eine Hand auf Herz, eine auf den Unterbauch.
Atme bewusst in beide Zentren – spüre, wie Licht und Wärme in dir wachsen.
Wiederhole innerlich:

„Ich lasse Altes los und öffne mich für neue Lebenskraft.“


Wirkung der Praxis

  • Physisch: Anregung von Leber, Nieren und Verdauung; Aktivierung der Schilddrüse, Aktivierung der Autophagie
  • Energetisch: Reinigung stagnierter Winterenergie, Öffnung für das freie Fließen der neuen Energie,
  • Hormonal: Harmonisierung von Stress‑, Schilddrüsen‑ und Sexualhormonen durch bewusste Atmung, Drehungen und Rückbeugen

Diese Detox-Yogastunde unterstützt dich, Körper und Geist zu klären, hormonelle Balance zu fördern und mit Leichtigkeit in die neue (Jahres)-Zeit zu starten.

Räuchermischung „Nordlicht“ für die Wintersonnenwende und diese Woche:

Zur Wintersonnenwende, wenn die Dunkelheit ihren tiefsten Punkt erreicht und das neue Licht geboren wird, trägt eine nordische Räuchermischung die Kraft von Erneuerung, Schutz und innerem Feuer. Diese Mischung verbindet Harze, Kräuter und Wurzeln aus dem Norden, um den Übergang zwischen den Welten zu ehren und das Licht in der Seele zu entzünden.

Thema: Wiedergeburt des Lichts, Schutz, Erdung und Klarheit
Element: Feuer und Erde
Räucherart: Auf Kohle oder im Räuchergefäß mit Sand

Zutaten und Bedeutung

ZutatMengeBedeutung
Fichtenharz (Burgunderharz)2 TeileReinigend, klärt schwere Energien, öffnet den Weg zum Licht
Wacholderbeeren1 TeilSchutz, Abwehr dunkler Kräfte, stärkt Mut und Lebensgeist
Birkenrinde1 TeilSymbol für Neubeginn, Lichtbringerin des Nordens
Beifuß (Artemisia vulgaris)1 TeilÜbergangskraut, öffnet das Tor zu den Ahnen und zur inneren Schau
Mistelkraut½ TeilHeiliges Sonnenkraut, spendet Balance zwischen Licht und Schatten
Engelwurz (Angelica archangelica)½ TeilErdet und stärkt die Lebensenergie, ruft Schutzgeister
Rosmarin½ TeilKlärt den Geist, stärkt das innere Feuer
Tannennadeln (getrocknet)1 TeilDuft des Winters, reinigt und belebt den Raum

Zubereitung

  1. Zerstoße Harze und Kräuter sanft im Mörser, bis sie grob vermischt sind.
  2. Mische sie im Uhrzeigersinn, während du den Atem ruhig führst.
  3. Sprich dabei innerlich:„Aus Dunkel wird Licht, aus Nacht wird Tag.
    Ich ehre den Kreis, der sich neu entfacht.“
  4. Bewahre die Mischung in einem dunklen Glas oder Leinenbeutel auf.

Anwendung zur Wintersonnenwende

  • Zünde die Mischung in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember an.
  • Beginne im Norden deines Raumes oder Kreises und gehe im Sonnenlauf (im Uhrzeigersinn).
  • Lass den Rauch durch alle Räume ziehen, während du dich auf Dankbarkeit und Neubeginn konzentrierst.
  • Danach setze dich in Stille und spüre, wie das neue Licht in deinem Inneren erwacht.

Schamanische Bedeutung:
Diese Räucherung ruft die Geister des Nordens, die Hüter der Erde und des Winters. Sie stärkt die Verbindung zu den Ahnen, reinigt das Haus von alter Energie und öffnet das Herz für das kommende Lichtjahr.

Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche, inspirierende Stunden zur Wintersonnenwende- alles Liebe

Kira


„Wenn die Sonne ruht, ruht auch die Erde – und im stillen Rauch erwacht das neue Licht.“

Gesundheitstipp

Was gefragt wurde…

…in unzähligen Mails und persönlichen Nachrichten: Kann in der Chinesischen Medizin mit Akupunktur und Kräutermedizin Dopamin gepusht werden?

UND damit WILLKOMMEN in dieser Novemberwoche so kurz nach dem fulminanten Vollmond 🙂

Gerade in der dunklen Jahreszeit geht es etwa 20% der Menschen bei uns in den nördlicheren Regionen Deutschlands mental nicht so gut- Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Trägheit… machen sich breit, obwohl Betroffene aktiv und fröhlich die Tage verbringen möchten- es liegt also nicht am Wollen, sondern mehr am Können und dies ist ganz eng mit dem JING verbunden. Dann schauen wir uns doch das DOPAMIN mal näher an 😉

Dopamin steht sinnbildlich für Lebensfreude, Motivation und inneren Antrieb.
In der CM werden diese Qualitäten vor allem durch das Leber-Qi, das Herz-Shen und ein ausgewogenes Verhältnis von Qi, Blut und Essenz (Jing) reguliert.

Akupunktur bspw. an den Punkten des äußeren Blasenmeridians stimulieren Dopamin

Energetische Zuordnung

Westlicher AspektTCM-EntsprechungBeschreibung
DopaminBewegung und Fluss des Leber-QiMotivation, Kreativität, Entscheidungsfreude
Belohnung & FreudeHerz-ShenEmotionale Offenheit, Begeisterung, Lebenslust
Antrieb & EnergieQi und Nieren-JingWillenskraft, Ausdauer, Vitalität
Regulation & BalanceMilz-QiStabilität, Konzentration, klare Gedanken

Wenn Dopamin „niedrig“ ist – CM-Betrachtung

Ein Mangel an Dopamin äußert sich oft als:

  • Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Gefühl von innerer Leere oder Gleichgültigkeit

In der CM entspricht das meist einer Kombination aus:

  • Leber-Qi-Stagnation → Frustration, Reizbarkeit, Blockaden
  • Milz-Qi-Schwäche → Energiemangel, Grübeln, Erschöpfung
  • Herz-Blut- oder Shen-Schwäche → Freudlosigkeit, Schlafprobleme
  • Nieren-Essenz-Mangel → Willensschwäche, Burnout, tiefe Erschöpfung

Wenn Dopamin „zu hoch“ ist – CM-Betrachtung

Bewegungsdrang, ohne das Ruhe eintritt 🙁

Ein Übermaß an Dopamin (z. B. durch ständige Reizüberflutung, Social Media, Zucker, Koffein) kann sich zeigen als:

  • Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit, Hyperaktivität
  • Übermäßige Stimulation des Geistes

Energetisch entspricht das:

  • Leber-Yang-Aufstieg
  • Herz-Feuer
  • Yin-Mangel mit innerer Hitze

Harmonisierung des „Dopamin-Flusses“ nach CM

herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

1. Ernährung

  • Qi-stärkend: Hirse, Hafer, Süßkartoffeln, Datteln, Karotten
  • Leber-Qi bewegend: Zitrusfrüchte, Minze, grünes Gemüse, kleine Mengen Essig
  • Blut- und Shen-nährend: Beeren, rote Datteln, Walnüsse, Sesam, Kakao (in Maßen)

2. Kräuter & Tees

  • Leber-Qi regulierend: Chai Hu (Bupleurum), Xiang Fu (Cyperus)
  • Shen beruhigend: Suan Zao Ren (Ziziphus), He Huan Pi (Albizia)
  • Qi stärkend: Ren Shen (Ginseng), Huang Qi (Astragalus)

3. Lebensstil & Emotionen

  • Bewegung in der Natur → fördert Leber-Qi-Fluss
  • Meditation, Atemübungen → beruhigen Herz-Shen
  • Kreative Tätigkeiten → nähren Leber und Herz
  • Regelmäßiger Schlaf → regeneriert Nieren-Jing
  • Präventive bzw. regelmäßige Akupunktur

Kurz gesagt: Dopamin entspricht in der CM dem freien Fluss von Leber-Qi, der Klarheit des Herz-Shen und der Stärke von Qi und Jing.
Ein harmonischer Dopaminspiegel bedeutet also:

  • freies, lebendiges Qi
  • zentrierte Mitte
  • ruhigen, klaren Geist

Wenn diese Ebenen im Gleichgewicht sind, entsteht das, was die CM als innere Freude und Lebenslust bezeichnet – die natürliche Entfaltung des Shen.

Während Akupunktur über feine Impulse das Nervensystem harmonisiert, können westliche Heilpflanzen denselben Weg von innen heraus unterstützen – sanft, kraftvoll und tiefgreifend.

Pflanzen, aus West und Ost, die dein Dopamin zum Tanzen bringen

  • Rhodiola rosea (Rosenwurz)- der Energiebooster aus dem Norden – hilft dir, Stress zu transformieren und neue Lebenskraft zu spüren.
  • Mucuna pruriens (Juckbohne)- reich an natürlichem L-Dopa, der Vorstufe von Dopamin – schenkt Fokus, Motivation und Lebensfreude.
  • Ginkgo biloba- fördert die Durchblutung des Gehirns, klärt den Geist und schützt deine Nervenzellen.
  • Panax ginseng- ein uraltes Adaptogen, das Energie, Vitalität und mentale Stärke in Einklang bringt.
  • Bacopa monnieri (Brahmi)- der Pflanzenfreund für dein Nervensystem – beruhigt, stärkt und schärft den Geist.
  • Curcuma longa (Kurkuma)- die „Goldene Wurzel der Sonne“ – wirkt entzündungshemmend und hebt die Stimmung von innen heraus.
  • Hypericum perforatum (Johanniskraut)- Licht in Pflanzenform – bringt Balance, wenn die Seele nach Wärme und Klarheit ruft.

Kurz gesagt:
Diese Pflanzen sind wie kleine Anker für dein Nervensystem – sie erinnern dich daran, dass Heilung immer von innen beginnt. Ob als Tee, Tinktur oder Extrakt: Sie schenken deinem Körper das, was er braucht, um wieder in seine natürliche Schwingung zu kommen.

Kombiniert mit Akupunktur entsteht daraus eine kraftvolle Symphonie aus Tradition, Natur und Neurobiologie – für mehr Leichtigkeit, Fokus und Lebensfreude.

Ich wünsche Dir mit diesem Exkurs einen freudvollen Start in die neue Woche- bleib gesund und achtsam- alles Liebe

Kira

PS: Wenn Dir dieser Beitrag oder auch generell mein Blog mit den zahlreichen Artikeln gefällt, dann abonniere den Newsletter für montags oder empfehle meinen Blog weiter- Danke dafür und Herzensgrüße!

Es ist die Woche von Samhain

Guten Morgen zu dieser magischen Woche im Oktober, so kurz nach Neumond. Egal, ob Du Samhain oder Allerheiligen im Kalender stehen hast- es ist die Zeit, in der sich der Jahreskreis so langsam dem Ende bzw. dem neuen Anfang nähert 🙂

Der goldene Oktober bringt uns noch einmal eine Ernte der letzten Wildfrüchte, aber auch der späten Äpfel, des letztenSommer- und Herbst- Gemüses und natürlich SAMHAIN:

Samhain ist eines der ältesten keltischen Feste (übrigens auch unsere Vorfahren; die Waldvölker in Europa)und markiert den Übergang vom Sommer zum Winter. Es gilt als Ursprung vieler Bräuche, die heute mit Halloween verbunden sind. Die Legenden rund um Samhain erzählen von der dünnen Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten, die in dieser Nacht durchlässig wird.

Ursprung und Bedeutung

Samhain (ausgesprochen „Sow-in“) wurde von den alten Kelten um den 31. Oktober gefeiert. Es war das Ende des Erntejahres und der Beginn der dunklen Jahreszeit. In dieser Nacht glaubte man, dass die Geister der Ahnen zur Erde zurückkehren, um ihre Familien zu besuchen oder auch Schabernack/Unheil anzurichten.

Mythische Gestalten und Legenden

1. Die Anderswelt (Tír na nÓg)
In der keltischen Mythologie öffnet sich an Samhain das Tor zur Anderswelt – dem Reich der Feen, Geister und Götter. Menschen konnten in dieser Nacht in das Feenreich gelangen, liefen jedoch Gefahr, nie wieder zurückzukehren.

2. Der Gott Dagda und die Morrígan
Eine bekannte Legende erzählt, dass der mächtige Gott Dagda an Samhain die Kriegsgöttin Morrígan traf. Ihr Bund symbolisierte den Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt – zentrale Themen des Festes.

3. Die Geisterlichter (Vorläufer der Kürbislaternen)
Um sich vor umherziehenden Geistern zu schützen, stellten die Menschen Lichter in ausgehöhlte Rüben vor ihre Häuser. Diese sollten böse Seelen abschrecken und gute Geister willkommen heißen. Diese Tradition entwickelte sich später zu den bekannten Kürbislaternen von Halloween.

Rituale und Bräuche

  • Feuerfeste: Große Feuer wurden entzündet, um die Sonne zu ehren und Schutz für den Winter zu erbitten.
  • Opfergaben: Speisen und Getränke wurden den Ahnen dargebracht, um sie zu ehren.
  • Orakel und Weissagungen: Samhain galt als ideale Zeit für Prophezeiungen, da die Grenzen zwischen den Welten verschwammen.

Einfluss auf Halloween

Mit der Christianisierung Europas wurde Samhain in „Allerheiligen“ (1. November) und „Allerseelen“ (2. November) umgewandelt. Der Vorabend, „All Hallows’ Eve“, wurde schließlich zu „Halloween“. Viele Bräuche – Verkleidungen, Lichter und das Gedenken an die Toten – stammen direkt aus den alten Samhain-Traditionen.

Samhain bleibt bis heute ein Symbol für Wandel, Erinnerung und den ewigen Kreislauf von Leben und Tod – ein Fest, das die Dunkelheit nicht fürchtet, sondern als Teil des Lebenszyklus ehrt.

Ich habe für Dich eine inspirierende Yogapraxis; ein kleines Ritual- das Apfel-Ritual zu Samhain und dazu lass ich folgende Räuchermischung ihre Wirkung entfalten:

Räuchermischung: Apfelblüte, Rosenblüte, weißer Salbei, Wacholder, Schafgarbe und Frauenmantel; dazu Harz von Fichte und Zeder

Yogapraxis zu Samhain:

Eine Yogapraxis zu Samhain verbindet Bewegung, Atem und Achtsamkeit mit der Energie des Übergangs, der Stille und des Loslassens. Diese Zeit – zwischen Ernte und Winter – lädt dazu ein, nach innen zu kehren, Altes zu verabschieden und Raum für Neues zu schaffen.

Intention der Praxis

Samhain steht für Transformation, Innenschau und Verbindung mit den Ahnen. Eine Yogapraxis zu diesem Fest sollte erdend, beruhigend und introspektiv sein. Der Fokus liegt weniger auf körperlicher Leistung, sondern auf Bewusstsein, Atem und innerer Stille.

1. Erdung und Ankommen

Ziel: Verbindung mit der Erde und dem eigenen Körper.

  • Beginne im Sukhasana (einfacher Sitz).
  • Lege die Hände auf das Herz oder auf die Erde.
  • Atme tief durch die Nase ein und aus, spüre den Boden unter dir.
  • Visualisiere, wie du mit jedem Atemzug Wurzeln in die Erde schlägst.

Atemübung: Nadi Shodhana(Wechselatmung) zur inneren Balance und Klärung.

2. Fluss des Loslassens

Ziel: Spannung lösen und den natürlichen Zyklus des Loslassens unterstützen.

  • Uttanasana (Vorwärtsbeuge im Stehen) – symbolisiert das Verneigen vor der Dunkelheit und das Abgeben von Ballast.
  • Malasana (Yogahocke) – öffnet die Hüften, Sitz der Emotionen und des Loslassens.
  • Balasana (Kindhaltung) – Rückzug, Hingabe und Geborgenheit.

Tipp: Bewege dich langsam und intuitiv, im Rhythmus deines Atems.

3. Herzöffnung und Ahnenverbindung

Ziel: Dankbarkeit und Verbindung mit der eigenen Herkunft.

  • Anahatasana (Herzöffner auf Knien) – öffnet den Brustraum und schafft Raum für Mitgefühl.
  • Setu Bandhasana (Schulterbrücke) – stärkt das Herz und symbolisiert die Brücke zwischen Welten.
  • Lege dich anschließend in Supta Baddha Konasana (liegende Schmetterlingshaltung) und stelle dir vor, du sendest Licht und Dankbarkeit an deine Ahnen.

4. Meditation und Reflexion

Ziel: Innere Einkehr und Bewusstwerdung.

  • Setze dich in Stille und richte den Fokus auf den Atem.
  • Stelle dir vor, du sitzt am Feuer – Symbol der Samhain-Nacht.
  • Frage dich: Was darf ich loslassen? Was darf neu entstehen?

Optional: Führe ein kurzes Journaling nach der Meditation durch.

5. Abschluss – Savasana

Ziel: Integration und Ruhe.

  • Lege dich in Savasana (Totenstellung).
  • Lass den Atem frei fließen.
  • Spüre die Dunkelheit als nährenden Raum der Erneuerung.

Zusätzliches zur Vertiefung

  • Kerzenritual: Zünde eine Kerze an für das, was du loslässt, und eine zweite für das, was du willkommen heißt.
  • Räucherung: Mit Beifuß, Salbei oder Myrrhe zur energetischen Reinigung.
  • Dankbarkeitsritual: Schreibe drei Dinge auf, die du aus dem vergangenen Jahr mit Dankbarkeit verabschiedest.

Deine Samhain-Yogapraxis ist eine Einladung, sich den natürlichen Rhythmen des Lebens hinzugeben – Dunkelheit nicht als Ende, sondern als fruchtbaren Boden für Neubeginn zu erfahren.

Apfel-Ritual der Dankbarkeit und Ehre:

Zeitpunkt:
Am besten bei Sonnenuntergang an einem klaren Herbsttag, wenn die Erntezeit zu Ende geht.

Du brauchst:

  • Einen schönen roten Apfel
  • Eine Kerze (am besten in Gold, Rot oder Grün)
  • Eine kleine Schale Wasser
  • Ein Messer oder Apfelschneider
  • Einen ruhigen Ort im Freien oder am Fenster

Ablauf

  • Ort vorbereiten
    Stelle die Kerze und die Schale mit Wasser vor dich. Atme ruhig und spüre den Herbst um dich herum – den Duft von Erde, Laub und Reife.
  • Den Apfel segnen
    Halte den Apfel in beiden Händen und sprich leise deinen Dank :„Ich danke für die Fülle dieses Jahres, für alles, was gewachsen und gereift ist.“
  • Apfel teilen
    Schneide den Apfel quer durch – so erscheint das fünfzackige Sternmuster in der Mitte, Symbol für Leben, Schutz und die fünf Elemente. Betrachte diesen Stern einen Moment lang.
  • Dank und Wunsch
    Iss eine Hälfte bewusst, als Zeichen der Dankbarkeit.
    Die andere Hälfte kannst du der Erde schenken – lege sie unter einen Baum oder ins Gras und sprich:„Was ich empfange, gebe ich zurück, damit der Kreislauf weitergeht.“
  • Abschluss
    Lösche die Kerze, gieße das Wasser an die Wurzeln eines Baumes und spüre, wie du Teil des natürlichen Kreislaufs bist.

Dieses Ritual symbolisiert Ernte, Gleichgewicht und Neubeginn – der Apfel steht hier für das Herz des Lebens, das sich im Jahreslauf immer wieder erneuert.

Mit diesen Inspirationen wünsche ich Dir eine wundervolle Woche- genieße diese letzte Oktoberwoche und den Übergang in die wunderbare Kerzenzeit/ mystische Zeit des November- alles Liebe

Kira

„Failte romhat go Samhain na n-ancestors“

Die Fünf Seelen in Dir

Guten Morgen und willkommen in der letzten Augustwoche- oh, wie wunderbar ist doch diese Spätsommerzeit mit der Fülle und Reife der Früchte. Selbst der Holunder nimmt seine reife- schwarz/rote Färbung schon an- ein sicheres Zeichen, dass wir bereits im Herbst ankommen und mit ihm im Metallelement 🙂 … aber was so interessant war- Eure Rückmeldungen zum letzten Blog-Beitrag und der immer wieder aufkeimenden Frage: „Wieso gibt es fünf Seelen“.

5 Seelen in der klassischen Darstellung(Foto:KI- bearbeitet)

In der Chinesischen Medizin sprechen wir von den „fünf Seelen“ oder den „Fünf Geistwesen; den fünf verschiedenen Aspekten von SHEN; die jeweils auch den fünf YIN-Aspekten der Elemente zugeordnet sind. Diese „Geistwesen“ sind nicht unabhängig voneinander, sondern stehen in enger Wechselbeziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig.

bringt Dich in Ruhe

Die fünf Geistwesen und ihre Zuordnungen:

  • HUN Wanderseele: ist dem Element Holz zugeordnet, beheimatet in der Leber. Der Hun ist verantwortlich für Kreativität, Visionen, Pläne und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. 
  • SHEN als Geist/Bewusstsein: ist dem Element Feuer zugeordnet, beheimatet im Herzen. Der Shen ist der Sitz des Bewusstseins, der Intelligenz, der Emotionen und der Erinnerungen. 
  • YI-Intellekt/Denken: ist dem Element Erde zugeordnet, beheimatet in der Milz. Der Yi ist verantwortlich für Denken, Konzentration und das Erinnerungsvermögen. 
  • PO- Körperseele/Reflexe: ist dem Element Metall zugeordnet, beheimatet in der Lunge. Der Po ist zuständig für körperliche Reflexe, Instinkte und die Verbindung zum Körper. 
  • ZhiLebens-/Willenskraft: ist dem Element Wasser zugeordnet, beheimatet in der Niere. Der Zhi ist verantwortlich für den Willen, die Entschlossenheit und die Lebenskraft. 

Aus Sicht der CM, aber auch der Gedankenwelt des Buddhismus, betrachten wir die fünf Geistwesen als untrennbar mit dem Körper und der Gesundheit verbunden. Eine Disharmonie eines Geistwesens kann sich sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene äußern. So kann z.B. eine Störung des Hun (Leber/Holzelement) zu Unruhe, Reizbarkeit oder Schlafstörungen führen, während eine Störung des Shen (Herz/Feuer) sich in Stimmungsschwankungen oder Angstzuständen zeigen kann. Die Behandlung von psychischen Problemen in der CM zielt darauf ab, die Harmonie zwischen den fünf Geistwesen wiederherzustellen und den freien Fluss der Energie zu gewährleisten- noch viel mehr aber, die Beziehungen des Betroffenen in Erkenntnis zu bringen.

Akupunktur an den Shen-Punkten des Rücken

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Gespräche mit Focus auf behutsame Analyse der Beziehungen im Innen und Außen
  • Akupunktur und Kräutermedizin zur Harmonisiserung
  • Akupunktur und Kräuztermedizin zur Kräftigung der eignen Potentiale
  • Übungen zur Harmonisierung

Entscheidend ist für die Harmonisierung, dass DU selbst tatsächlich willst- wie immer; UND DAS IST IMMER „schmerzhaft“- weil es mit ERKENNEN, LOSLASSEN und noch so viel mehr einher geht.

Was ich Dir dazu anbieten kann und Dir meine begleitende und Raum gebende Hand reiche:

  • Gespräche auf Augenhöhe
  • Kräutermedizin
  • Beziehungsanalyse für Innen und Außen
  • Akupunktur bei akuten Störungen(Schlaf, Panik, Schmerzen…) und Gua Sha Fa
  • Akupunktur zur Harmonisisrung(SHEN-Akupunktur) und Gua Sha Fa
  • Bewegungstherapie
  • Chakren-Harmonisierung
  • Meditation
  • Zeremonien(Kakao-Z.; Räucher-Z….)
Auch ein guter Kakao kann helfen, Dich in Harmonie zu bringen

Ach und… es gibt zwar Workshop’s bei mir- zum Lernen und Raum geben; aber es wird ganz bewusst

KEINE Frauen- oder Männer-Kreise geben– nach meiner Ansicht/ aus meiner Erfahrung ist es wertvoller, den Menschen erst einmal alleine zu begleiten und JA- auch wenn sich DAS für Dich nicht gleicht erschließt- eine Kakao-Zeremonie für ein bestimmtes Ziel des Einzelnen bspw. benötigt RAUM für das Individuum, das DU nun einmal bist 🙂

Mit diesem kleinen Exkurs fällt es Dir vielleicht leichter, den Einstieg zu finden und selbst Einiges zu erkennen- ich wünsche Dir einen wunderbaren Übergang in den Herbst und damit in das Metall-Element- alles Liebe!

Kira

5 Seelen mit Bezug zu den 5 Elementen (Foto: KI bearbeitet)

Spiritualität ist kein Hokuspokus

Guten Morgen zu und in dieser energetisch so wertvollen Zeit; noch immer bringt das Lion-Gate kraftvolle Energie(Sonne-Sirius- Erde stehen in einer Linie); die Perseiden-Ströme schwirren über den August-Nachthimmel und wir befinden uns nach dem kraftvollen Störmond(Vollmond im August) schon im Übergang zum Spätsommer/Herbst- die Elemente Erde und Metall wollen gepflegt und harmonisiert werden.

Spiritualität wird oft missverstanden oder mit Aberglaube und Hokuspokus gleichgesetzt; doch sie beruht auf tiefen menschlichen Erfahrungen und kulturellen Traditionen, die seit Jahrtausenden existieren. Sie beschäftigt sich mit Sinnfragen, innerer Entwicklung und dem Streben nach Verbundenheit, was weit über oberflächliche oder irrational erscheinende Praktiken hinausgeht:

  • Erfahrungsbasierte Praxis- Spiritualität basiert auf persönlichen Erfahrungen von Bewusstsein, Achtsamkeit, innerem Frieden und Verbundenheit, die viele Menschen unabhängig von kulturellem Hintergrund nachvollziehen können. Diese Erfahrungen sind oft transformierend und haben positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen- Zahlreiche Studien zeigen, dass spirituelle Praktiken wie Meditation, Gebet oder Achtsamkeit Stress reduzieren, das Immunsystem stärken und psychische Gesundheit fördern können. Diese Effekte sind messbar und reproduzierbar, was Spiritualität als wertvollen Bestandteil menschlichen Lebens wissenschaftlich untermauert.
  • Kulturelle und historische Verankerung- Spiritualität ist in fast allen Kulturen und Religionen tief verwurzelt und hat die Entwicklung von Ethik, Kunst, Philosophie und Gemeinschaft geprägt. Sie ist kein Zufallsprodukt, sondern Teil der menschlichen Suche nach Sinn und Orientierung.
  • Unterschied zu Aberglaube- Während Hokuspokus/Aberglaube oft auf irrationalen, unbelegten Behauptungen oder magischem Denken beruht, ist Spiritualität eine bewusste Praxis der Selbstreflexion und Sinnsuche. Sie fordert kritisches Denken und persönliche Verantwortung, anstatt blinde Glaubensannahmen.
  • Förderung von Empathie und Mitgefühl- Spirituelle Wege betonen häufig Werte wie Mitgefühl, Verbundenheit und Respekt gegenüber anderen Lebewesen, was gesellschaftlich positive Auswirkungen hat und das Zusammenleben fördert.

Spiritualität ist eine ernstzunehmende Dimension menschlicher Erfahrung, die weit über oberflächliche oder magische Vorstellungen hinausgeht. Sie verbindet persönliche Entwicklung mit kulturellem Erbe und wissenschaftlicher Erkenntnis und bietet einen Rahmen, um das Leben bewusster und sinnerfüllter zu gestalten.

Für Spiritualität in DEINEM Alltag- meine persönliche Empfehlung:

  • Versteinertes Holz mit getrockneten Kräutern für ein Räucherritual– Räucherrituale sind eine wunderbare Möglichkeit, um eine Verbindung zur Natur herzustellen, die eigene Umgebung zu reinigen oder einfach nur zu entspannen. Ein besonders faszinierendes Element, das in solchen Ritualen verwendet werden kann, ist versteinertes Holz, kombiniert mit getrockneten Kräutern. Diese Kombination bietet sowohl visuelle als auch aromatische Vorteile.
  • Versteinertes Holz entsteht, wenn Bäume über Millionen von Jahren hinweg durch einen Prozess, der als Silifizierung bekannt ist, mineralisiert werden. Dabei wird das organische Material des Baumes allmählich durch Mineralien, meist Siliziumdioxid, ersetzt, während die ursprüngliche Struktur des Holzes erhalten bleibt. Das Ergebnis ist ein fossiles Stück Holz, das die Schönheit und Textur des ursprünglichen Baumes bewahrt, jedoch hart wie Stein ist.

Was kann versteinertes Holz für Dich bedeuten:

  • Erdung und Stabilität: Versteinertes Holz wird oft mit Erdung und Stabilität in Verbindung gebracht. Es kann helfen, Ruhe und Ausgeglichenheit in einen Raum zu bringen, was besonders in meditativen Praktiken nützlich ist.
  • Optische Anziehungskraft: Die einzigartigen Muster und Farben des versteinerten Holzes verleihen jedem Altar oder Ritualbereich eine faszinierende Ästhetik.
  • Symbolik der Zeit: Da versteinertes Holz Millionen von Jahren alt ist, kann es in Ritualen als Symbol für Beständigkeit und die Zyklen der Natur dienen.
  • Salbei: bekannt für seine reinigenden Eigenschaften und die Fähigkeit, negative Energien zu vertreiben.
  • Lavendel: nutzt Dir, um Entspannung und Frieden zu fördern; duftet ganz wunderbar nach „innerem Frieden“
  • Rosmarin: fördert in Dir Klarheit und geistige Wachsamkeit.
  • Thymian: unterstützt Dich mit seinen reinigenden und heilenden Eigenschaften.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Spiritualität zu zelebrieren; eine wäre eben ein Räucherritual:

  • Vorbereitung des Raumes: Sorge dafür, dass der Raum sauber und aufgeräumt ist. Öffnen die Fenster, um frische Luft hereinzulassen.
  • Altar oder Fläche einrichten: Platziere das versteinerte Holz in der Mitte Ihrer Fläche. Arrangiere die getrockneten Kräuter um das Holz herum oder in einem Räuchergefäß/Räucherstövchen.
  • Ritual beginnen: Zünde die Kerze unter den getrockneten Kräuter an/ Räucherkohle+Kräuter und lasse sie langsam vor sich hin glimmen; führe den Rauch mit einer Feder oder Deiner Hand zu den Ecken des Raumes, um die Umgebung zu reinigen.
  • Meditation oder Intention setzen: Nutze die Zeit, um zu meditieren oder eine bestimmte Intention zu setzen, sei es für Heilung, Schutz oder Dankbarkeit.

Die Kombination aus versteinertem Holz und getrockneten Kräutern kann DEIN Räucherritual bereichern und eine tiefe Verbindung zur Natur und zur eigenen Spiritualität schaffen.

Aus Sicht der Chinesischen Medizin stärken Rituale und die Pflege Deiner Spiritualität Dein Yin; die starke und kräftigende Urkraft.

Hast Du heute Inspiration beim Lesen gefunden? Das freut mich. Finde Deine Spiritualität in eigenen Ritualen, in Affirmationen, Deiner Praxis im Yoga oder QiGong;… in der Natur- ich wünsche Dir eine wunderbare, spirituelle Woche- alles Liebe!

Kira

(Für die Fotos nutze ich eigene, die teilweise mit KI/Canva bearbeitet sind)

Weihrauch- mehr als nur Kirchenduft

Guten Morgen zur neuen Woche und ein herzliches WILLKOMMEN an Dich hier auf meinem Blog.

In der letzten Woche habe ich für die Praxisarbeit neues Weihrauchöl angesetzt; schauen wir uns das Harz- Boswelia oder Olibanum- doch mal genauer an:

  • Boswelia wird vom Weihrauchbaum gewonnen und ist unglaublich wertvoll in der Chinesischen Medizin, traditionellen europäischen und arabischen Heilkunde. Schon Seneca und Hildegard von Bingen schwörten auf das Harz.
  • Olibanum ist warm vom Temperaturverhalten, im Geschmack scharf-bitter, wirkt unter anderem adstringierend und sehr wirksam auf die Energetik der Funktionskreise Herz, Leber, Gallenblase, Lunge, Gedärme und das Haus des Blutes den Uterus.
  • Durch die ätherieschen Öle und wertvollen Schleimstoffe besteht eine schmerzstillende, menstruationsfördernde, antiseptische, keimtötende, krampflösende, fiebersenkende, beruhigende, trocknende, auswurffördernde und auch galletreibende Wirkung.

Einsatz gemäß der Chinesischen Heilkunde:

  1. Blut bewegend bei: Dysmenorrhö, Palpitationen, äusserlich als Auflage bei: Verletzungen, Wunden, Hämatomen, Kälte-Bi(Kälte-Rheuma), Hautblutung, Geschwür, Furunkel, Verhärtung, Schwellungen
  2. Hitze eliminierend und Toxine ausleitend bei: Gastritis mit Erbrechen, Magenschleimhautentzündung, Abszess- durchbruchfördernd-, Karbunkel- und Furunkel-Reifung
  3. Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminierend (Rheuma/Bi-Syndrom) bei: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  4. Qi regulierend und bewegend bei: Verschlossenheit, Geschlagenheit, Unruhe, Konzentrations-störungen (Räucherung), Obstipation, Verstopfung, Tumor-Prophylaxe, Krebstherapie-Begleitung
  5. Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend bei: Durchfall, Darmblutung, Hämaturie-Blut im Urin, Enteritis-Darmentzündung, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Darmmykosen, Lungenerkrankungen wie bspw. Husten, Bronchitis, Asthma bronchiale, Laryngitis, Pharyngitis, Psoriasis, Schuppenflechte, Morbus Basedow, Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion- bei vielen chronisch verlaufenden Erkrankungen

Weihrauch ist wunderbar in Mischungen für den Bereich Schmerz- und Sporttherapie; bspw. fördert er nach dem Training die Regeneration; Verletzungen heilen deutlich besser aus!

ACHTUNG!!– Kontraindiziert ist Boswelia während der Schwangerschaft, da er sehr stark Blut bewegt und dadurch Wehen auslösen kann.

Zubereitungen:

  • Öl ansetzen- einfach eine Hand voll Knollen in ein Trägeröl geben bspw. Jojoba- oder franktioniertes Kokosöl, 4 Wochen stehen lassen, gut schütteln und dann für Einreibungen nutzen
  • Tinktur– 10-Weihrauchknollen in med. Alkohol oder 60%en einlegen; 1/3 Harz und 2/3 Alkohol, 6 Wochen stehen lassen; dann 30 Tropfen 3 x tgl. mit Wasser 1-½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.
  • Einfaches Weihrauchwasser- zwei-drei Knollen abends in Wasser einlegen und am nächsten Tag ist Dein Weihrauch-Trank fertig 🙂

Ein befreiendes Ritual für Körper und Geist:

  • Weihrauch, der Harz des Weihrauchbaumes mit dem Namen Boswellia, wird seit Jahrtausenden von Jahren für rituelle und religiöse Zeremonien eingesetzt. Sein markanter Duft wirkt intensiv reinigend – innerlich wie äußerlich. So befreit er nicht nur von negativen Gedanken und Gefühlen, wirkt beruhigend und fördert einen erholsamen Schlaf, sondern klärt auch Räume nach Streit und unerfreulichen Besuchen.
  • Mische Fichtennadeln, Weihrauch, weißen Salbei und Holunder zu gleichen Teilen- verräuchere diese Mischung auf einem Stövchen- Du spürst sofort eine prickelnd-frische und gereinigte Atmosphäre.
  • Nutze diese Räuchermischung auch für ein Räucher-Sitzbad- einfach das Stövchen in einer Schale in die Toiletten-Schüssel stellen und dann darüber setzen- den Rauch etwa 10 Minuten aufnehmen- sehr gut bei Beschwerden im unteren Körper (Mann und Frau gleichermaßen).

Weihrauch ist noch so viel mehr- nutze ihn für Deine persönliche Zentrierung, Reinigung- gerade auch als therapeutisch wirkender Mensch; und natürlich einfach für Dein Wohlbefinden 🙂

Alles Liebe und eine gute Zeit wünscht Dir

Kira

Focus… was Du nutzen kannst

Guten Morgen zur neuen Woche und herzlich Willkommen hier zu meinen News; heute mit Empfehlungen aus meiner Praxisarbeit. Wie Du mit Sicherheit schon mitbekommen hast, bin ich Kompetenztherapeutin u.a. für Klassische Chinesische Medizin… Yoga- und QiGong-Therapie.

Mein Hauptaugenmerk liegt darauf, Hilfesuchende so zu unterstützen, dass Sie nach einiger Zeit der Begleitung durch „Handwerkszeug“ selber in der Lage sind, sich zu unterstützen, Schmerzen zu lindern oder einfach Hilfe im Alltaggeschäft zu erhalten- egal, ob Akupressur, Atmung oder so wie heute „Für mehr Focus“ bei unterschiedlichen, geistigen Arbeiten:

  • bei Schreibarbeiten
  • im Büro
  • beim Schreiben von Beiträgen…
  • beim Lernen
  1. Akupressur– sehr hilfreich, um bspw. mentale Blockaden zu lösen, zum Beispiel an den Punkten Shen Men im Ohr(Linkshänder links; Rechtshänder rechts), HeGu an beiden Händen, YinTang oder „Drittes Auge“ im Bereich zwischen den Brauen, ShenTing kurz nach dem Haaransatz oberhalb YinTang oder auch BaiHui als Scheitelpunkt des Schädels. Alle Punkte siehst Du in der Abfolge auf den Abbildungen. Nutze jeweils Daumen oder Zeigefinger, um einen leichten Druck auf die Punkte auszuüben; halte den Druck 30 bis 60 Sekunden; wiederhole dies mehrfach am Tagen oder zu besonders herausfordernden Zeiten. Beginne am BaiHui und beende an HeGu(beide Hände) an der rechten Seite 🙂
Abbildung aus Akupunkturatlas

2. Für mehr Focus oder wenn Du viel „Denkarbeit“ vor Dir hast, praktiziere Yoga- Atme und nutze Mudras, die Handhaltungen; Atme ganz bewusst 4:4- die Nasenatmung sollte weich sein und visualisiere dabei Dein Ziel; dazu kannst Du zusätzlich die Mudras nutzen, um den Energiefluss bewusst zu aktivieren; setze das GYAN-Mudra ein, um Dein Wissen abzurufen oder zu vertiefen; das PRANA-Mudra aktiviert die Lebensenergie Qi/Prana und Du kannst damit Deine geistige Leistung steigern; nutze das Dhyana-Mudra vor starker geistiger Arbeit, um den Geist zu beruhigen, die Konzentration zu vertiefen und bspw. Sorgen/Ängste loszulassen. Für die Arbeit mit Atem und Mudra nutze einen bequemen Sitz, platziere die Hände im Mudra auf Deinem Schoß und halte diese für 5-15 Minuten; Dein Atem sorgt dabei für eine entspannte Sitzhaltung. Du kannst Dich auch gerne anlehnen, wenn Du den freien Sitz nicht so gut halten kannst.

Verbinde händisches Yoga mit dem Atem für mehr Focus 🙂

3. Nutze die Kraft der Steine nach Hildegard von Bingen und Kräutermischungen zum Räuchern…eine ganz wunderbare Räuchermischung besteht aus Ringelblumen, Wacholderbeeren, Fichtenharz, Bernstein, Birkenblätter, Rosmarin, Minze und Zitronenmelisse- alle Kräuter und Harze wirken „Geist erweiternd“, vitalisierend und gleichzeitig bringen sie Ruhe und senken ein zu starkes Yang ab; Steine sind die Essenz der Erde- nutze sie zur Auflösung energetischer Blockaden- roten Jaspis für die Ruhe im Herzen, Amethyst für geistige Klarheit(reduziert Ablenkung; auch perfekt bei ADHS), Rosenquarz um Anspannung/Angst zu lösen und das emotionale Gleichgewicht zu stabilisieren, den wunderbar gelb leuchtenden Citrin für Selbstvertrauen, Klarheit und positive Denkprozesse, Bergkristall für übergeordnete Prozesse- bspw. für Verknüpfungen im Denken. Solltest Du keine Möglichkeit haben, Dir Heilsteine zu besorgen, dann nutze den heimischen Feuerstein- dieser erdet Dich und gibt Energie und Zuversicht 🙂

Feuersteine gibt es in einer Farbvielfalt- schwarz/weiß bspw. steht für Wasser-Himmel; rot für Ruhe im Herzen, gelb für den Solar Plexus…

Lass Dich einfach inspirieren- nutze das, was Dich anspricht und probiere die Methode regelmäßig- nutze aber in erster Linie Dein eigenes Potential, welches in Dir verankert ist!

Alles Liebe und eine gute, focussierte Woche wünscht Dir

Kiras

Rituale helfen beim Focussieren

Wenn im Märzen…

der Bauer die Rösslein einspannt. Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand. Er pflüget den Boden, er egget und sät und rührt seine Hände früh morgens und spät... Kennt Ihr dieses alte Volkslied noch?

Daran dachte ich in der vergangenen, lichterfüllten, sonnendurchwärmten Woche und ich sende Dir sonnige Grüße auch in diesen – DEINEN- Montag 🙂

Es ist, als wenn nach dem langen Winter alles ans Licht springt; die ersten Wildkräuter recken das zarte Grün in die Sonne und rufen uns zu:“Nutze mich, achtsam, voller Dankbarkeit und Respekt, aber nutze mich für Deine Kraft und neue Energie“… und da bin ich auf jeden Fall dabei:

  • mit einem Kräutertee aus Brennnessel- die große Heilerin; Löwenzahn- der Leber-König; Giersch- der Blut-König und natürlich Vogelmiere- die Bewahrerin und sanfte Heilerin- zu je gleichen Teilen- insgesamt eine Innenhand voll- das frische Kraut reinigen, mit 300 ml 70 Grad heißem Wasser aufgießen; 8 Minuten ziehen lassen und dann in Ruhe riechen, schmecken, wirken lassen.

Es ist, als wenn diese Mischung nicht nur die Energie fließen lässt, sondern auch den Geist klärt und Dein ganzes SEIN beseelt 🙂 Du kannst die Kräuter natürlich auch einzeln nutzen- ich bspw. liebe Brennnesseltee 🙂

Räuchern für Klarheit, Licht und neues Leben:

  • Mit frischem Salbei, Beifuß und Wacholder kannst Du stagnierende Winterenergien vertreiben und Platz für Neues schaffen. Binde Dir dazu ein frisches Räucherbündel recht straff und zelebriere das Räuchern bei geöffnetem Fenster und lade dabei in Gedanken Frische, Energie und Gesundheit in Dein zu Hause ein oder…
  • … formuliere dabei das Mantra Na-Ma-Shi-Va-Ya… damit nimmst Du Erde-Feuer-Himmel-Wasser und Luft in Deine Gedanken voller Dankbarkeit auf 🙂
  • Ganz wunderbar- ich nutze es selbst- ist das Mantra „Om Shri Rama Rama Rameti“ zur Rückgewinnung von Energie, Inspiration und Freude. Es unterstützt Dich, um Energie wiederzugewinnen, die durch viel Sprechen, Lehren und uneigennütziges Dienen verloren ging.

Altes gehen lassen- Neues säen… like „Bauer im März“:

  • Schreibe auf einen oder mehrere Zettel ein Wort des Dankes, des Wunsches, etwas, was gehen darf, etwas, was in Deinem neuen Jahr nicht mehr benötigt wird oder was Dein Leben geistig bereichern darf…
  • … und dann nimm die Zettel und Samenkörner von Kräutern, Blumen… und…
  • … bereite einen guten Boden mit etwas Erde, Kompost oder Bio-Erde…
  • … ziehe Pflanzrillen und stecke Zettel und Korn/Körner in diesen bereiteten Boden…
  • …pflege dies wöchentlich…
  • …wenn die Zeit gekommen ist, ernte bewusst und dankbar; wenn Deine Pflanzen gewachsen sind und die ersten Blätter oder Blüten tragen, nimm Dir einen Moment Zeit für die Ernte. Schneide oder pflücke achtsam und danke für ihre Kraft- Erinnere Dich daran, dass auch Dein Wunsch in dieser kraftvollen, unsichtbaren Welt gewachsen ist – vielleicht schon greifbar nah; nutze die geernteten Pflanzen für einen Tee, ein Räucherwerk oder ein kleines Kräuterkissen, um die Energie Deines Wunsches/Deiner „Befreiung“ weiter durch dieses Jahr und Dein Leben zu tragen.

Vertraue und wissealles, was Du säst – in der Erde und in Deinem Herzen – wird in seiner Zeit erblühen und zu Dir kommen!

Das Ritual der „Zettel“ habe ich im letzten Jahr zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche praktiziert und dabei Frühblüher-Zwiebeln gelegt… nun freue ich mich zu den Krokussen 🙂

Bereite Deinen Boden gut vor- ich wünsche Dir eine lichtdurchflutete, inspirierende und frühlingshafte zweite Märzwoche- alles Liebe…

Kira

unsere Tollensesee-Schwäne rund um die Bornmühle 🙂

RESET…

Guten Morgen- heute sende ich Dir Grüße aus meiner Woche WINTERURLAUB… mein Abschluss des Winters; meine Zeit, zur Besinnung zu kommen; meine Zeit, um zu reflektieren.

Während ich mit meinen Schneeschuhen weiter durch den Winter gehe, lockt mich schon in Gedanken

und an geschützten, sonnigen Ecken der Frühling mit den ersten Schneeglöckchen, mehr und mehr das Sonnenlicht und der Gesang der Vögel. Mein Herz wird weit und ich spüre eine leichte Sehnsucht, endlich „richtig“ im neuen Jahr anzukommen.

Wie steht es mit Deinen Visionen, Zielen und Gedanken für das Jahr 2025- sind sie noch präsent? ODER sind sie in den Wirren des Alltags verschwunden?

Ich bin ehrlich- ich präge k e i n e Vorsätze; allerdings lasse ich mir viel Zeit zum Reflektieren von der Zeit der Rauhnächte bis in den Februar; diese kurze Urlaubszeit im Februar; mansche Jahre auch schon Ende Januar oder erst zu Ende Februar 😉 , nutze ich dann für meine Visionen, Pläne, Zielefür die grobe Struktur des neuen Jahres.

Ich habe damit meinen Weg über die Jahre gefunden, um diese dann auch tatsächlich über das Jahr umzusetzen- so ganz ohne Druck und oft im Verborgenen. Ich freue mich dann auf die überraschten Gesichter, wenn etwas als Projekt startet oder bspw. der Raum umgestaltet ist, in dem ich meine Yogakurse, Workshop’s oder Pilates anbiete. Freude erfüllt mich auch, wenn private Projekte gut gelingen.

Wusstest Du, dass 70%-80 % aller Menschen mit überambitionierten Vorsätzen in das neue Jahr starten und oft schon Ende Januar oder im Februar keine Kraft, mentale Energie oder Zeit finden, diese tatsächlich umzusetzen und durchzuhalten ?

Wusstest Du, dass die Formulierung Deine Ziele und Visionen entscheidend dafür ist, wie Du sie umsetzen und durchhalten kannst? Formuliere immer ohne Druck, POSITIV und nicht allgemein, sondern KONKRET;

Beispiel: Du möchtest nicht mehr „Snacken“ … Dann formuliere nicht:“Ich will nicht mehr snacken“… sondern:“Ich esse mich zu den Hauptmahlzeiten satt mit allen Sinnen; dann benötige ich keine Snacks oder Süßigkeiten“ … so in etwa.

Ich stand heute in dieser unglaublich schönen Wintersonne und lade Dich mit dem Licht des Frühlings ein, einen Moment innezuhalten. Reflektiere über Deine Visionen, Ziele, Pläne- egal, ob es sich um persönliche, berufliche oder spirituelle handelt – ist es vielleicht nötig, sie umzuformulieren, um sie für Dich greif- und erfüllbarer zu machen?

Vielleicht aber ist es auch für Dich hilfreich, Deine Vorsätze in kleinere Etappen aufzuteilen und regelmäßig zu überprüfen, was funktioniert und was nicht. Schenke Dir damit etwas mehr Leichtigkeit und gehe achtsamer mit Dir und Deinen Ressourcen um 🙂

Was hälst Du davon, wenn Du immer wieder Deine Energie unterstützt, indem Du bspw. ausreichend angereichertes Wasser trinkst?

  • Die Steine gelber Jaspis, Bergkristall, Mookait, Apatit und Labradorit geben Deinem Wasser die besondere Qualität für Ausdauer, Fokus, Dynamik und Begeisterung.
    Diese wunderbaren Steine sind nicht nur pure Kraftpakete, sie helfen Dir auch zwischen Illusion und Realität zu unterscheiden; bringen Klarheit und Erkenntnis in Deine Entwicklungsprozesse. Verantwortung kann sich in Freude wandeln; Zusammenhänge werden klarer, das Erkennen bringt Verständnis und Kraft; Fokus auf die eignen Visionen und Ziele gibt das nötige Durchhaltevermögen, um sie zu erreichen 🙂
Wermut als Frischkraut
  • Natürlich kannst Du die Visionen auch mit Deinen Kräutern zum Räuchern unterstützen: Rose, Kornblume, Orange, Zitrone, Holunder, Salbei, Bernstein, Schafgarbe, Ysop, Angelika und Beifuß sorgen für Klarheit und die Kraft für neue Wege.

Ich und vielleicht auch DU- stehend an der Schwelle zum Wandel… das Jahr der Holz-Yin-Schlange für eine Zeit des Wachstums und der Erneuerung. Nutze die Kraft dieser Energetik, um nicht nur Deine Visionen und Ziele zu überdenken- nähre Deine Inspiration und Hoffnung.

Möge dieses Schreiten in die Zeit der Schlange für Dich eine Zeit des Glanzes und des Wachsens sein. „Träume können in den Himmel wachsen“

Nun sende ich Dir nochmals herzliche Grüße aus der Bergwelt voller Schnee, Glitzer, Sonne und Ruhe- bleib gesund, hab eine wunderbar- erfüllte Woche… alles Liebe

Kira

„Lass Raum für Anpassungen und sei sanft mit Dir selbst, wenn Du einmal vom Weg abkommst“

Das Jahr der Holz-Schlange beginnt

Heute ist nach dem asiatischen Mondkalender Jahreswechsel. Das herausfordernde, stürmische Jahr des Drachen geht über in das Jahr der Holz- Yin-Schlange. Von heute an bis zum 17.02.2026 wird das Tierzeichen der Schlange Einfluss auf uns nehmen 😉

Das Element Holz steht für Vitalität und Wachstum. Das Holz-Drachen Jahr war geprägt von überdurchschnittlicher Dynamik, die packend und mitreißend war. Ein Jahr voller Veränderungen und Neues- teilweise sehr fordernd bis überfordernd; auch mit viel Außenwirkung. Nicht nur ich hatte das Empfinden, dass das Jahr wie ein ICE 😉 gerast ist und das Gefühl entstehen konnte, kaum mithalten zu können.

2025 wird etwas anders sein– auch das Holz-Schlange Jahr verkörpert die Eigenschaften des Holz-Elements, allerdings geht es aber mehr um Innenschau, der Einfluss geht mehr in das Innere. Die „Schlange“ ist in der Mehrheit positiv zu betrachten; steht sie doch für Heilung und Transformation; für Weisheit, Mütterlichkeit, Selbstfürsorge und Versorgung im allgemeinen.

Da die Schlange das Erdelement verkörpert, wird in Kombination mit dem Holzelement die Dynamik, die Beziehungen zwischen Holz und Erde in diesem Jahr eine besondere Rolle spielen. Diese ambivalente Dynamik zwischen den beiden Elemente macht das Holz-Schlange Jahr vor allem intensiv für unser Inneres- es wird sich viel bewegen, jedoch nicht unbedingt im Außen. Das Augenmerk richtet sich vor allem darauf, das Innere aufzuräumen; sich auf das Wesentliche zu besinnen und besonders gut zu reflektieren.

Stell Dir gerne die Frage:“Wer bin ich tatsächlich?“… Was von dem, was ich nach außen verkörpere, entspricht mir wirklich? Was stellt meine eigenen Essenz dar? Lebe ich mit meinem TUN tatsächlich die Werte, für die ich stehe- lebe ich mit und in meinen Werten?

Gesundheit im Jahr der Schlange bedeutet vor allem, auf die Bewegung zu achten, auf den gleichmäßigen Fluss- dem alles innenwohnenden Prinzip von Yang und Yin.

Überall, wo Bewegung ist, kann es allerdings immer wieder zu Stagnationen kommen. Ein gesundes Holz-Element sorgt für den freien Fluss von Qi. Wichtig wird es, die Holzenergie im Inneren zu nutzen; eben zu lernen, Kreativität, Selbstfürsorge, Bewegung, das Erarbeiten und Planen neuer Projekte und Umstrukturierung für sich tatsächlich wahrzunehmen und dann umzusetzen. Da STAGNATION auch zu HITZE führen kann, dies wiederum eine Schleimproblematik forciert, ist es um so wesentlicher, das Bewußtsein klar zu halten.

Die eigene Essenz zu erkennen erfordert einen „klaren Blick“- die Herausforderungen des Holz-Schlange Jahres können sich also stark in Hitze und Schleimthematiken, aber auch in psychischen Erkrankungen und Burn out niederschlagen- immer dann, wenn wir es nicht schaffen unsere Energien gut zu lenken.

Energetisch und beruflich– verausgabe Dich nicht, konzentriere Dich auf das Wesentliche, präge einen guten Focus und räume Dir genug Ruhe und Schlaf ein, gib Dingen den Raum, die Dich tatsächlich glücklich machen und als „Energie- Geber“ im Alltag dienen.

Lebensmittel für ein gutes und gesundes Schlangen-Jahr:

(Pseudo-)Getreide:

  • Gerste– wirkt Mitte stärkend, blutaufbauend und kühlend, kann also besonders auch bei Hitze eingesetzt werden- wunderbar für Meal-Prep geeignet;
  • Reis und Hirse– Klassiker zur Stärkung der Mitte…Hirse wird besonders bei Feuchtigkeit, Ödemen und Schleim eingesetzt; Reis wirkt ebenfalls wunderbar bei Hitze, Feuchtigkeit und Blut-Toxinen; Vollkornreis ist ebenfalls perfekt als Beilage und für Meal-Prep geeignet; als Congee stellt Reis eine einfache Kraft- und Entlastungssuppe dar.
  • Buchweizen– kraftvoll und dabei nicht belastend; auch in Mehlform hervorragend für das Schlange-Jahr

Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte für das Schlangenjahr:

  • Blut aufbauend: u.a. Spinat, Babyspinat, grünes Blattgemüse, rote Rübe, Chlorella-Alge, Sprossen und Keimlinge, Datteln, Feigen, Longan, Gojibeeren und rote Früchte…
  • Feuchtigkeit transformierend: Pilze, Algen, Mungbohne, schwarze Bohnen, Adzuki-Bohnen;
  • Yang absenkend und sanft ausleitend: Sellerie, Brokkoli, Rucola, Kohlsprossen, Radicchio, Chicoree, Artischocken, Oliven, Spargel, Aubergine, Miso-Suppe
  • Säfte aus 200 Gramm Gemüse täglich um die Mittagszeit bspw. aus Karotten und rote Bete+ Blattspinat

Kräuter für das Schlangen- Jahr:

Chrysanthemenblüten

Wie auch im Holz-Drachen Jahr muss die überbordende Holz- Energie besänftigt werden, der Fluss von Yang und Yin in Gang gehalten und unser Herz besonders klar und frei geführt werden. Kräuter wie…

Melisse, Passionsblume, Ringelblume, Rosenblüte und Pfefferminze wirken besonders gut, wenn das Yang zu stark nach oben steigt; Hopfen und Baldrian eignen sich in erster Linie für den Abend, um das Herz zu beruhigen und für einen erholsamen Schlaf zu sorgen.

Chrysanthemenblüten sind besonders aufsteigendem Leber-Yang zu empfehlen- Hypertonie bspw. ist da ein Symptom. Immer, wenn Du erst sehr spät von der Arbeit lassen kannst und sehr viel vor dem Bildschrim sitzt, profitierst Du besonders von Chrysanthemen- da habe ich ein Rezept für Dich:

GoJi-Beeren

Tee für ein wunderbares Augenlicht- nimm 3 Fingerprisen von Chrysanthemenblüten und 8 GoJi-Beeren; gieße diese mit etwa 70 Grad heißem Wasser(0,4 Liter) auf, lass alles etwa 5 Minuten ziehen und genieße dann diesen leicht absenkend und trotzdem stärkenden Tee.

Bewegung im Jahr der Schlange:

  • morgens etwa 5-10 Minuten QiGong oder Yoga und den Körper ausgiebig schütteln
  • Spaziergänge um die Mittagszeit oder auch Pilates
  • abends Yin-Yoga und Meditation

Zu Vermeiden ist im Schlangen-Jahr:

  • Überarbeitung und ein schlechter Umgang mit Stress; zuviel an diesem (Stress erzeugt innere Hitze)
  • Schlafmangel
  • zu viele Energieräuber und zu wenig Energiebringer im Alltag
  • große Mengen koffeinhaltigen Getränken
  • zu viel an Zucker
  • hochprozentigen Alkohol
  • Nahrungsmangel und Exzess; auch exzessiven Sport- dieser sollte sich im angenehmen Rahmen befinden und der Körper muss genügend Zeit zur Erholung haben.
QiGong

Lass es im Jahr der Schlange ruhig angehen- mit Bedacht, Focus und Geduld. Stärke Deine Flexibilität und Deine Mitte- sich der ureigenen Natur klar werden und das kleine, feine Feuer im Inneren nähren, ohne zu sehr aufzulodern und auszubrennen- das wird die Herausforderung für DEIN Schlangen-Jahr 2025.

Ich wünsche Dir ein gutes Jahr der Holz-Yin-Schlange- alles Liebe!

Kira

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