Kräuterheilkunde

Grün, ja grün…

ist ein basischer Smoothie. Smoothies sind vollwertige Mahlzeiten und können im Alltag- wenn sie selbst zubereitet werden- eine gesunde Ernährung selbstverständlich unterstützen 🙂

Im Rahmen einer basischen Ernährung gibt dieses Smoothie-Rezept einen tollen Kick:

  • Saft und Schalenabrieb einer halben Bio-Zitrone, 5 Datteln, 1 grüner Apfel mit Schale(ohne Kerngehäuse und Blütenansatz), eine kleine sehr reife Banane, 250 Gramm frischer Spinat, eine Bund Kräuter, ein Teelöffel Walnussöl(Bio), abgekochtes Wasser(kühl) oder Quellwasser…
  • …das Obst und Gemüse/Kräuter säubern, etwas grob zerkleinern und dann alle Zutaten im Mixer etwa 2 Minuten auf höchster Stufe mixen.
  • Möchte ich noch mehr Wirkung für die Leber erreichen, dann kann eine Stange Staudensellerie bzw. das Blattgrün des Staudensellerie’s dazu gegeben werden.
  • Der Frischekick ist sicher und anders, als in gekauften Smoothies fehlt der tückische verarbeitete Fruchtzucker; denn in den frischen Zutaten ist nur die natürliche Süße vorhanden.
  • Die Betrachtung gemäß der chinesischen Medizin: es ist auf keinen Fall ein Frühstück, eher eine Lunch-Mahlzeit oder ein Abendessen- Ersatz; frisch mit Bezug zur Leber, leitet Hitze aus und wirkt auf die Därme. Wer ein schwaches Milz-Qi hat(Durchfall oder sehr breiiger Stuhl, viel Schwäche) sollte diesen Smoothie in einer kleineren Portionen nach einer Brühe oder Suppe als „Dessert“ zu sich nehmen.
  • Die Zutaten wirken absolut basisch- der Smoothie ist perfekt bei allen Hitze-Schmerzen(Hitze-Rheuma, Migräne, Schmerzen in den Muskeln mit Verschlimmerung durch Wärme…und hervorragend als Frühjahrskur.

Viel Freude und Genuss- gute Gesundheit und alles Liebe!

Eure Kira Schwarzrock

Faszinierende Faszien

Sie sind mittlerweile in aller Munde- es gibt zahlreiche Gerätschaften für ihre „Behandlung“- dabei sind Faszien als Defaktum in der chinesischen Medizin schon lange bekannt. Eine Therapiemethode ist das GuaShaFa- dabei werden in erster Linie Faszien behandelt. Auch wenn die alten Ärzte den Begriff nicht kannten- bekannt war, dass sich Pathogene von außen nach innen und von innen nach außen bewegen können und GuaShaFa dient unter anderem dazu, Pathogene auszuleiten. Pathogene können auch mangelnde Bewegung, Fehlhaltung…sein.

GuaShaFa bei Schulterschmerzen

Was sind denn nun Faszien?

  • Faszien sind feine bindegewebige Häute , die Muskeln, Organe, Knochen und Nerven überziehen oder verbinden, ein zusammenhängendes Netz, dass sich durch den ganzen Körper zieht. Faszien sorgen für Gleitfähigkeit, Abgrenzung, Verbindung und Formgebung im gesamten Organismus. Es sind feine, zähe bindegewebige Häute, die bei jedem Säugetier- also auch beim Menschen- die Muskeln einhüllen und es erlauben, einzelne Muskeln voneinander abzugrenzen. Ähnliches findet sich in jeder Lebensform, nehmen wir bspw. nur eine Apfelsine(Orange) oder Pampelmuse(Grapefruit) mit ihren zahlreichen Häutchen.
  • Faszien erfüllen neben der Trennung der Muskeln voneinander weitere wichtige Aufgaben. Sie werden von Lymphbahnen durchzogen und stehen in Kontakt zum vegetativen Nervensystem, zwei Punkte, die erklären, warum Beschwerden entstehen , aber auch warum therapeutische Ansätze so tiefgreifend wirken. Verspannungen verursachen einen Lymphstau mit Fibrinbildung, dadurch verkleben die Faszien und verhärten im weiteren Verlauf, der Tonus wird erhöht, die Beweglichkeit immer mehr eingeschränkt, die Schmerzstände intensiver.
  • Die Lyphmflüssigkeit wird durch die Faszien abgeleitet. Diese Flüssigkeit transportiert sowohl Abbauprodukte aus unseren Zellen, als auch wichtige Aufbaustoffe zu den Zellen. Jede Muskelbewegung unterstützt dabei den Transport der Lymphe. Faszien können durch Verspannungen und den dadurch erfolgenden Lymphstau verkleben. Das Fibrinogen liegt in den Lymphen als gelöster Stoff vor, wird aber in Kombination mit bestimmten Substanzen zu nicht mehr löslichem Fibrin. Adenosintriphosphat und anderes werden bei Muskelanspannung freigesetzt. Durch die Fibringerinnung verkleben die Faszien intensiv miteinander- Schmerzen entstehen…
  • Die menschlichen Faszien umhüllen ausnahmslos jeden Muskel, jeden Knochen, unsere Organe und selbst die Nerven. Diese Gewebe haben im Körper- ähnlich wie das Netzt der Meridiane- keinen Anfang und kein Ende- sie sind als ein Geflecht von sich überlagernden, nahtlos ineinander übergehenden, festeren Häuten zu verstehen. Faszien können im Körper hauchdünn oder auch mehrere Millimeter stark sein, zahlreiche sympathischen Nervenendigungen durchsetzen sie. Über diese wirken die Faszien auf unser vegetatives Nervensystem- wie ein Grenzläufer unseres autonomen Nervensystems(selbsttätig, wir haben keinen Einfluss).
  • Auch die Faszienspannung wird vom autonomen Nervensystem beeinflusst. Eine innere Gelassenheit senkt unsere Körperspannung. Stress dagegen kann die Grundspannung unserer Faszien steigern. Umgekehrt- stehen unsere Faszien unter Spannung, fühlen wir uns gestresst und finden keine innere Ruhe. Diese Tonuserhöhung kann zu unserem Selbst- zum Dauerzustand- werden. Somit kann eine Spirale in Gang gesetzt werden, an deren Ende oft ein unbeweglicher, grobmotorischer, oft noch relativ junger Mensch stehen kann. In der chinesischen Medizin gehören die Faszien und ihr Wirken zum Wei-Qi, dem Abwehrsystem. Somit können- bei einem gestressten Zustand von Seele und Körper- einige heftige oder ungewohnte Bewegungen ausreichen, um Muskeln zu zerren, Sehnen und Bänder zu verletzen oder Gelenke zu stauchen.
TuiNa mit Tiefenwirkung auf die Faszien im Bereich Schulter/Nacken
  • Unsere Gesamtbeweglichkeit begründet sich durch die Faszien. Psychischer Stress, Operationen, Schonhaltungen sowie Bewegungsmangel, einseitige Belastungen verkürzen und verhärten Muskeln und Faszien- im Körper erfolgt ein negativer „Umbau“. Die gut dehnbaren Elastinanteile nehmen ab und werden innerhalb der Faszie durch das zähe, kaum dehnbare Kollagen ersetzt. Der Grundtonus erhöht sich um ein Vielfaches und alles wird starr und unbeweglich. Die Folge- die Gleitfähigkeit geht verloren und fataler Weise wird damit der Bewegungsspielraum unserer Muskulatur und unserer Gelenke dauerhaft und oft auch schmerzhaft eingegrenzt. Ein bekanntes Beispiel ist die Arthrose in den Gelenken, entstanden durch fehlerhafte Züge durch verkürzte Muskeln, Sehnen und Bänder…
Rückenfaszien
  • Auch die Krafterzeugung geht über die Faszien- sie erzeugen durch Dehnspannung Kräfte und leiten diese im Körper weiter. Muskeln verstärken die Kräfte um ein Vielfaches. Es konnte im Laufe der Forschungen bewiesen werden: Je elastischer die Faszien im Körper sind, umso mehr Kräfte werden erzeugt und übertragen. Daher ist zum Beispiel ein Mobilitätstraining für Kraftspotler sehr wichtig. Faszien dienen dabei bei diesen Vorgängen als Energiespeicher. So werden beispielsweise im Fuß die bindegewebigen Bänder und Faszien gedehnt, sobald wir mit dem kompletten Körpergewicht auf dem Fuß stehen. Sofern ein gut ausgebildetetes Fußgewölbe vorhanden ist, weichen der Ballen und Ferse durch das Gewicht leicht auseinander. Das Fußgewölbe senkt sich etwas. Die zähen und trotzdem elastischen Faszien werden gedehnt. Sie speichern diese Energie und befinden sich in einer mäßigen Vospannung. Sobald wir das Körpergewicht minimal verlagern, wird die Energie freigesetzt. Der Schritt beginnt und der Fuß kann in seine ursprüngliche Form zurückweichen, bis der Prozess wieder von vorn beginnt. Dieses Prinzip der Energiespeicherung über die Faszien findet im gesamten Körper statt.
Faszienverbindung im Schulterbereich
  • Was können sie noch…Faszien formen unseren Körper und sind maßgeblich für unser Erscheinungsbild verantwortlich; sie bilden eine veränderliche grundlegende Struktur. Diese passt sich ein Leben lang den unterschiedlichen Belastungen des Körpers an. Auch wenn alles aus einem Menschen entfernt werden würde, wäre immer noch die individuelle Gestalt erkennbar; zu sehen wäre eine weiße, milchige Hülle mit vielen Einbuchtungen und Taschen, in denen unser Inneres lag. Es sind zum größten Teil die Faszien, die uns aufrecht halten. Verändern wir nun durch manuelle Manipulation während einer Behandlung- zum Beispiel duch TuiNa oder Osteopathie- die Lage der Muskeln und die Gleitfähigkeit der Faszien, ändert sich oft spontan die Form des behandelten Körperteils und dessen Beweglichkeit, Schmerzfreiheit… nimmt unter Umständen enorm zu.
Faszienbehandlung manuell
  • Alle Faszien stehen untereinander in Verbindung und übertragen Spannungen und Unbeweglichkeiten in andere Körperteile. Deshalb kann eine verkürzte oder verklebte Fuß-Faszie über die Beine einen Zug auf unseren unteren Rücken oder sogar auf die Schulter ausüben und dort für Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und Unwohlsein sorgen. Von diesem Fakt können wir profitieren- sowohl in der Behandlung als auch im Training 🙂
eine der größten Faszienverbindungen im Körper- verantwortlich für Rückenschmerzen, Hüftschmerzen…
  • Das Gute ist- Faszien lassen sich positiv manipulieren- eine spezielle Akupunktur an den Tendinomuskulären Meridianen, tiefgreifende manuelle Behandlungen wie bspw. TuiNa, Osteopathie…, aber auch GuaShaFa und individuelles Yoga können die Verklebungen lösen und somit positiv auf diese bindegewebigen Strukturen einwirken- voausgesetzt es erfolgt regelmäßig.
  • Die Tendinomuskulären Meridiane der einzelnen Funktionskreise haben einen direkten Bezug zu den Faszien- sie verlaufen eher oberflächlicher als die bekannten Hauptmeridiane. Viele Akupunkturpunkte helfen, Verklebungen und Fehlspannungen zu lösen- daher ist auch Akupunktur eine Möglichkeit der Behandlung von Faszien.

Fazit:

  • Hier und da ein paar Verspannungen verlangen nach Selbsthilfe, also ab in den nächsten Yogakurs. Auch die Behandlung mit Tennisball oder Faszienrolle kann Linderung bringen- allerdings erst nach guter Einweisung.
  • Unklare Schmerzen, langanhaltende, immer wieder kehrende Schmerzen, auf organische Ursachen abgeklärt, sind ein Fall für Spezialisten.Mit Methoden wie Akupunktur, TuiNa, manuellen Techniken z.B. nach Bowen können Verhärtungen und Verklebungen gelöst werden. Oft sind bereits nach der ersten Behandlung eine Verbesserung des Zustandes zu verspüren, im weiteren Verlauf wird auch das Immunsystem aktiviert (der Lymphstau ist ja beseitigt) und die psychisch- emotionale Verfassung hat sich stabilisiert, die Nervenzellen können wieder ungehindert arbeiten. Die ungewöhnliche Manualtherapie aus TuiNa und Bowen-Technik wirkt minimal auf den Körper ein und aktiviert die Eigenregulation, kleinste Impulse reichen aus, um Körperareale zu entspannen, den Nervendruck und damit den Schmerz, zu reduzieren.

Faszien und Schüßler:

Folgende Schüßler Salze Kombination stärkt die Faszien- Calcium phosphoricum, Nr.1- sorgt für die Elastizität, Kalium chloratum Nr.4 hemmt die Fibrinbildung, Natrium phosphoricum Nr.9 hilft die Säurebelastung zu senken und Silicea Nr.11 stärkt das Bindegewebe und sorgt auch für einen besseren Lymphfluss.

Das Thema ist spannend und noch längst nicht allumfassend geklärt. Fakt ist aber- wir haben es in der Hand, wie unsere Faszien im Körper wirken 😉 – wie immer ist kein anderer dafür verantwortlich. Wer mehr erfahren möchte: Am 1.2.2020 findet von 10-14 Uhr(inklusive Mittagessen) in meiner Praxis ein Workshop zum Thema statt- Anmeldung gerne über mein Kontaktformular auf der Webseite oder per Mobiltelefon/WhatsApp- die TeilnehmerInnen-Anzahl ist auf 8 Personen begrenzt.

Dehnung des IT-Bandes- eine der größten Faszienansammlung im Körper

…mit winterlich gefülltem Kohlrabi…

…nicht nur basisch, sondern auch gemäß der chinesischen Ernährungslehre sehr zu empfehlen, oberlecker und schmackhaft 🙂

Gestöbert und im alten Rezeptbuch als Rezept meiner Oma gefunden- sie war Wolgadeutsche, hat aber einen großen Teil ihres Lebens in Ostpreußen/Masuren zugebracht und dort natürlich auch die typischen Rezepte gekocht. Immer wieder faszinierend, wie gesund die Küche auch war- saisonal, regional und durchaus vegetarisch geprägt 😉 – viele kennen oft nur Königsberger Klopse oder Tafelspitz, eventuell noch die Masurischen Quarkplinsen- jedoch die unter der Woche und von der Landbevölkeung gegessenen Speisen bestanden in erste Linie aus Gemüse in verschiedenen Zubereitungsformen- wie eben das folgende Rezept:

Gefüllter Kohlrabi nach masurischer Art:

  • zwei mittelgroße Kohlrabi- säubern, waschen, aushöhlen, das Innere klein hacken, Kohlabi in 0,5- 0,75 Liter Gemüsebrühe ca. 15-20 Minuten sieden lassen
  • Karotte, Zwiebel, Wurzelgemüse und Kohlrabifleisch- Gemüse putzen, klein schneiden in etwas Olivenöl/Sonnenblumenkernöl andünsten, Gemüsebrühe vom Kohlrabi dazu geben, nach gusto mit Pfeffer, Kräutersalz, Hildegardgewürzen(meine Abwandlung) würzen- das Gemüse in die ausgehöhlten Kolrabi geben und noch einmal in die Pfanne setzen und im Rest der Brühe weitere 10 Minuten dünsten;
  • frische Kräuter hacken und dann vor dem Servieren über die Kohlrabi geben; dazu passen Pellkartoffeln, Rotkohl oder eine Salat aus rote Bete und einem herben Apfel mit Walnüssen
Topping- geröstete Walnüsse- sehr pikant und das gewisse Etwas

Voila- fertig ist eine vollwertige und basische Mahlzeit für das Mittag oder den Abend!

Wirkung gemäß Ernährungslehre der CM: Die Wirkung nach dem Temperaturverhalten des Kohlrabi ist neutral, Geschmack scharf, süss, bitter mit Wirkung auf die Funktionskreise Leber, Magen und Milz; positive Wirkung auf das Qi und Blut, bewegt Qi und Blut, leitet Nässe-Hitze aus, transformiert Schleim/Feuchtigkeit, leitet Toxine aus und unterdrückt inneren Wind- besonders die oberen, feinen Blätter.

Was meinen Sie/ meint Ihr- So kann das neue Jahr doch- lecker- starten- alles Liebe!

Kira

Basische Kürbissuppe…

Oh ja; die Weihnachtstage sind gegangen- der Jahreswechsel steht an und jeder fragt sich- und das jedes Jahr 😉 – warum denn immer so eine Fülle um diese Zeit entsteht. Na ja, wer weiß das schon so genau- vielleicht ist es die Ruhe, vielleicht das viele Sitzen oder die Plätzchen…

Dagegen sind mehrere „Kräutlein“ gewachsen 😉 – neben Bewegung ist es eine eher basisch- lastige Ernährung- auch zu Feiertagen; denn die Rezepte sind super lecker, sehr einfach und schnell zuzubereiten und für Jedermann geeignet. Beginnen wir doch einfach mit folgendem Plan- Tag 1:

  1. Frühstück- Bananenporridge mit Mandelmilch, Erdmandelflocken, Banane, Datteln, Walnüssen, Kaki und Apfel- etwas Honig darf sein

2. Mittagessen oder Abendessen- Kürbissuppe mit Kürbis, Zwiebel, Karotten, Petersilienwurzel, Pastinake, rote Linsen, Gemüsebrühe, Kurkuma, Galgant, Bertram und Liebstöckel- Gemüse putzen, grob schneiden, Zwiebel in Olivenöl andünsten, das Gemüse dazu geben, mit Gemüsebrühe ablöschen- 30 Minuten köcheln, pürrieren und dann nach gusto mit den Gewürzen abschmecken- easy und lecker

Viel Freude beim Kochen und Genießen- alles Liebe und bis zur nächsten Woche- einen guten Rutsch in’s neue Jahr- Kira

Der unterschätzte Wirkstoff in der Medizin…

…ist das Vitamin C. Es ist seit langem bekannt und ein Vitalstoff von enormer Wirksamkeit. Ohne dieses Vitamin können wir als Menschen nicht leben; ein Mangel führt zu schwersten Krankheiten- am bekanntesten dürfte der Skorbut sein. Diese „Seefahrerkrankheit“ machte bereits zu Zeiten von da Gama und Kolumbus von sich Reden und das war im 13.Jahrhundert. Seeleute waren es auch, genauer ein schottischer Schiffsarzt(J.Lind), die heraus fanden, dass frischer Zitronensaft die Beschwerden des Skorbut lindert- angefangen von Blutungen, bis hin zu Muskelschwund und tödlichen Herzmuskelerkrankungen; Zahnausfall und Gelenkproblemen; Siechtum und Tod. Nachdem dann James Cook im 16. JH. den Handel mit Zitrusfrüchten betrieb, seine Besatzungen diese aßen und nicht mehr erkrankten, war klar, dass es eine Bewandnis mit diesen Früchten haben muss und ab den 1920er Jahren wurden Lebensmitteln auf die „Ascorbinsäure“(Säure gegen Skorbut) untersucht- somit wissen wir heute, dass bsp. Paprika und Hagebutte, Sanddorn und auch Kohl … entsprechende Mengen an Vitamin C enthalten.

Kühlende Früchte mit Ingwer- so wird es bekömmlicher und das Vitamin C vereint sich mit der Krft des Ingwers

Wir als Menschen sind leider nicht mehr in der Lage- anders als zahlreiche Tiere- das Vitamin C selbst herzustellen- uns fehlt dazu ein entscheidendes Enzym. Daher sind wir auch mit am anfälligsten für Infektionskrankheiten- ahhhh …

Holunder- Zitronen-Getränk im Winter

Nun wird auch heute noch eine hochdosierte Vitamin C-Therapie von einigen Medizinern belächelt oder sogar als Unnötigkeit abgetan.

Allerdings belegen zahlreiche Studien, unter anderem von Dr. F.Klenner, dass eine hochdosierte Therapie mit Vitamin C Infektionen lindert oder auch zur Ausheilung bringt. In Deutschland ist diese Hochdosistherapie mit dem C-Vitamin unter anderem durch Dr. Krebs aus München erforscht worden: “ …ist der meistunterschätzte Wirkstoff der Medizin…; kein anderer Stoff verfügt über eine derart große Bandbereite an verschiedenen positiven Wirkungen auf den menschlichen Organismus…“(Dr. Krbes- Leitfaden Vitamin C-Hochdosistherapie).

Cranberrys

Was macht Vitamin C so besonders? Ein paar Fakten:

  • Entzündungshemmer und Viren- und Bakterien-Killer- hochdosiert, ggf. über Infusionen
  • Immunbooster und Helfer bei Erschöpfung(stille Entzündung)- besonders bei Fatique und EBV-Belastung(Eppstein-Barr-Infektion)
  • wichtigstes wasserlösliches Antioxdans
  • Aufbaumittel für Kollagen- wichtig bei Arthrose, Zahnfleischentzündungen, schlecht heilenden Wunden…
  • Schutzmittel für die Gefäße; besonders Arterien;
  • Vitamin C ist ein Fettstoffwechselbooster- erhöht das gute HDL-Cholesterin, senkt den Homocystein-Spiegel, senkt die schädlichen Blutfettwerte;
  • Neutralisator für Gifte, bei Schwermetallbelastungen und toxischen Belastungen;
  • Minimiert den Stresshormon-Spiegel, wirkt gegen Erschöpfung, Reizbarkeit, Schmerzempfindlichkeit und Erschöpfung der Nebenniere
  • Prävention von Krankheiten und stark unterstützende Wirkung in der Krebstherapie….

Wo finden wir Vitamin C und in welcher Form?

  • Ascorbinsäure-Pulver- nicht zu empfehlen, da es den Magen reizt und keine gute Bio-Verfügbarkeit hat
  • Natriumascorbat- Salz der Ascorbinsäure, deutlich verträglicher, aber auch künstlich und keine gute Bio-Verfügbarkeit
  • Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C intravenös oder auch intramuskulär umgehen den Verdauungstrakt, somit ist hier eine gute Verfügbarkeit gegeben
  • Liposomales Vitamin C- hat durch seinen Aufbau eine sehr starke Bio-Verfügbarkeit und ist eine absolute Innovation im Einsatz des Vitamin C- 1 Gramm entspricht in etwa der Bio-Verfügbarkeit 4 Gramm normalem Vitamin C

Soweit die „Chemie“ 😉 ; die natürlichen Vorkommen für eine sinnvolle Nahrungsaufnahme des Vitamin C kommen jetzt:

  • Hagebutten
  • Sanddorn
  • Schwarze Johannisbeere
  • Petersilie
  • rote Paprika
  • Kiwi
  • Zitrusfrüchte, heimische Beeren
  • Moosbeeren
  • Holunderbeeren
  • Kohl…
  • exotische Frucht Camu-Camu und Acerolakirsche

Was ist noch wichtig?

  • Vitamin C ist wasserlöslich; daher kommt es zu einem schnellen Abbau und einer relativ zügigen Ausscheidung über den Urin- also wohldosiert und über den Tag verteilt aufnehmen bzw. ein Depot-Präparat verwenden
  • Die individuell benötigte Menge ist schwer festzulegen- allgemein gilt eine tägliche Dosiermenge zwischen 2 und 18 Gramm für Erwachsene- erst dann ist eine gute Wirksamkeit gegeben; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hinkt da ganz schön hinterher- mit gerade einmal 95 mg/Frauen und 110mg/Männer mag zwar der Grundbedarf gedeckt sein; allerdings reicht das für einen Aspekt im Sinne der Prävention und Therapie nicht aus.
  • Für Sportler, Menschen mit schwachem Immunsystem, älteren Menschen sollten mindestens 2 Gramm täglich ein Muss sein.
  • Entscheidend für eine orale Einnahme oder Infusion sollte die entsprechende Ausgangssituation des Betroffenen sein.
  • Personen, bei den bereits Oxalsteine(Blasen/Nierensteine) oder ein Enzymdefekt im Oxalsäurestoffwechsel vorhanden sind, sollten mit der Zufuhr von Vitamin C in höheren Dosen vorsichtig sein; das trifft auch für Personen zu, die Blutgerinnungshemmer nehmen.
  • Achtung! Nicht geeignet ist eine VitaminC-Therapie oder die hochdosierte Zufuhr über die Nahrung bei Menschen mit der Hämochromatose(Eisenspeicherkrankheit_) oder Personen mit Netzhautblutungen.
  • Als Nebenwirkungen können auftreten: leicher Durchfall, Blähungen, bei Infusioen Anstieg der Körpertemperatur, eventuell Schüttelfrost, Kältegefühl und Schwindel.
Rosenkohl und heimischen Gemüse- geballte Viamin-Power

Wirkung aus Sicht der chinesischen Medizin:

  • Zitrusfrüchte wirken- da in warmen Regionen wachsend- eher kühlend auf den Körper und können das Milz-Qi schwächen; allerdings bauen sie Yin auf, eleminieren Hitze und sind somit bei Hitze-Infekten und Hitze-Erkrankungen(Bakterien) ein gutes unterstützendes Mittel
  • Heimische Vitamin C- Träger sind besser wirksam auf den Körper; obwohl alle Vitamin-C-Träger eher frisch/kühl wirken und nur im Zusammenhang mit wärmenden Gewürzen oder Nahrungsmitteln genommen werden sollten. Da Vitamin C bei der Zubereitung mit großer Hitze verloren geht, sollte auf eine schonende Garmethode zurück gegriffen werden bzw. die Lebensmittel nach einer wärmenden Suppe ehr bissfest/roh gegesssen/getrunken werden.

Die „heiße Zitrone“ ist ein Mythos- aber die Zitrone, der Sanddornsaft, Holundersaft… in etwa 35 Grad warmem Wasser sind durchaus gut für die Gesundheit. Die warme Suppe bildet eine gute Grundlage für das Vitamin C aus rohen Nahrungsmitteln und ist aus Sicht der chinesischen Medizin dann auch gut verträglich. Menschen mit einem schwachen Milz-Qi(Durchfälle, Schwäche, Gedunsenheit, Appetitlosigkeit) sollten eher auf Infusionen oder Spritzenkuren zurück greifen.

Vitmain C kann in richtiger Anwendung ein Supervitamin sein- entgegen aller Unkerei: Allerdings wird kein Pharmakonzern ein Interesse daran haben, Studien durchzuführen- dazu ist Vitamin C zu günstig herzustellen und bietet keine Basis für großen Profit- Ausnahmen bestätigen hier die Regel 😉

Heimisches Vitamin-C-Kraftpaket

Für Ihre persönlich beste Variante zur Anwendung vereinbaren Sie gerne einen Termin- gemeinsam finden wir den für Sie passenden Einsatz.

Alles Liebe und bleiben Sie gesund- Ihre Kira Schwarzrock

Schlaf gut- alles gut…

Gar nicht so einfach- jetzt wo an sich Rückzug angesagt ist, aber der Tag uns unter Strom stehen lässt. Termine jagen Termine- Plätzchen backen, Geschenke besorgen, Einladungen annehmen… wer da nicht „NEIN“ sagen kann oder will, wartet manchmal lange auf einen erholsamen Schlaf.

In der chinesischen Medizin unterscheiden wir die Schlaflosigkeit nach vorherschendem energetischem Niveau mit:

  • Aspekt des aufsteigenden Leber-Yangs- Ärger und Stress herrschen vor; der Kopf schmerzt, ggf. fühlt sich das Gesicht oder der gesamte Kopf heiß an, die Zungenränder sind gerötet;
  • Aspekt des Yin- Mangels- es herrscht die Hitze an den 5 Herzen- Handinnenflächen, Fußsohlen und Sternum(Brustbein) sind warm/heiß bis schwitzig- heiß, Durstgefühl, die Zunge ist trocken und etwas rissig, schmal und rot
  • Aspekt der Herz-Hitze- zuviel Feuer macht Herzhitze- die Zungenspitze ist dunkelrot, es herrschen Unruhe, Hitze und ein gewisses „Aufgedreht sein“ im Körper vor; man kann nicht still sitzen, ggf. einhergehend mit starkem Durstgefühl und Herzklopfen
  • Aspekt des Blut/Qi-Mangels- das Gesicht ist blass, frieren bestimmt den Abend, der Kopf fühlt sich leer an und man schläft vor Erschöpfung im Sessel ein, kann dann aber nicht durchschlafen,
  • Aspekt der Magenhitze- falsches Essen, Völle… führen dazu, dass das Magen-Qi nicht absteigt(Sodbrennen, Aufstoßen, Völle…) und das kann zu Schlafstörungen führen;

… das sind die wesentlichsten Aspekte; im Einzelfall entscheidet der Zungen- und Pulsbefund; leider sind auch Mischmuster möglich .

Da Schlaf zu den einfachsten und wichtigsten Quellen der körperlichen und geistigen Erholung gehört, sollte Abhilfe bei Ein- und/oder Durchschlafstörungen geschaffen werden.

Ein paar einfache, allgemeingültige Hinweise:

  • Schlafzimmer ist das Schlafzimmer- dort wird geschlafen 😉 – natürlich auch gekuschelt; allerdings in erster Linie geschlafen- d.h. Fernseher und elektronische Geräte… sind dort absolut tabu- schwierig in einer ein-Raum-Wohnung; aber dann wenigstens alles abschalten.
  • Schlafenszeiten nach dem Biorhthmus regeln und immer zur selben Zeit zu Bett gehen und aufstehen
  • Mittagspause mit Powernapping- dann ist am abend die Müdigkeit nicht so schnell da; sie halten bis um 21/21:30 Uhr durch
  • Ruhige Rituale- ein Fussbad, ein Schlaftee, leichte Literatur und abendliche frische Luft sind ganz angenehm und hilfreich
  • Stress meiden; Meditation, Termine sinnvoll planen oder verschieben/absagen, Planung und Organisation helfen ebenfalls.

Alles sollte immer individuell sein- wenn jemand einen leichten Kaffee abends trinkt und dann besser schläft, warum nicht- Kaffee in homöopatischen Dosen hilft ja auch bei Schlafstörungen(Coffea D12).

Hilfe mit Mineralstoffen:

  • Schüssler Salz Nummer 11 Silicea- allgemein- 5 Pastillen in warmem Wasser auflösen und etwa 30 Minuten vor dem Schlafen langsam trinken…

dazu kommen dann Typen- entsprechend:

  • der FröstelTyp- Schüssler Salz Nummer 7- Magnesium phosphoricum- 5 Pastillen; die Nummer 7 wärmt eher durch und ist für Qi- und Blut-Mangel-Typen geeignet
  • der HitzeTyp- Schüssler Salz Nummer 3- Ferrum phosphoricum- ebenfalls 5 Pastillen; die Nummer 3 verankert das Yang, senkt dieses ab und eleminiert Hitze- dementsprechend für die Hitze/Yin-Mangel-Typen geeignet.

Die Mineralstoffe werden etwa 3-6 Wochen eingenommen; es ist wie immer- jeder reagiert anders; der eine hat bereits nach einem Tag Erfolg, andere erst nach drei Wochen…

Kräutermischung für einen guten Schlaf

Hilfe mit Kräutern und Akupunktur:

  • Akupunktur in der akuten Phase 1-2x/Woche
  • chronische Phase- einmal/Woche für 10 Sitzungen; dann entscheidet der Zustand über die Anwendungszeiten
  • Kräuter, die zum guten Schlaf helfen sind Melisse, Pfefferminze, Frauenmantel, Lavendel, Hopfen, Baldrian, Löwenzahn… die Teemischungen sollten immer individuell sein
  • Schlaftee allgemein: mische zu gleichen Teilen Melisse, Minze, Lavendel, Hopfen und Baldrian- von der Mischung einen Esslöffel auf 300 ml Wasser geben, 8 Minuten sieden lassen, abseihen und zwei Tassen ab etwa 16 Uhr davon trinken
Auch ein guter Kakao kann helfen

Hilfe mit Yoga:

  • Yoga ist ein guter Schlafbereiter; allerdings sollten keine Sonngrüße zum Abend praktiziert werden- will damit sagen- ein ruhiger Yogastil(Yin-Yoga…) zum Abend ist generell ein Segen für einen guten und erholsamen Schlaf
bringt Dich in Ruhe

Ich wünsche allen immer einen guten und erholsamen Schlaf- bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich- alles Liebe!

Ihre Kira Schwarzrock

Schlaf, den Schmerzen, Schlaf der Kümmernis,
Fremd, nahe mit lieblichem Hauch uns,
Glückspender, komm‘ glückspendender Gott!
Auf, breite die wimperdämmernde Nacht
Über das Auge rings.
Komm‘ heilender , Gott, Komm schnell.
….Sophokles…

Fühle Dich wie ein Frühlingsmorgen

Gerade in der dunklen Jahreszeit fühlen sich viele Menschen in unseren Breiten morgens schlapp und ohne Energie- unkonzentriert und ausgelaugt.

Das passiert voe allem in sehr anstrengenden Phasen unseres Alltags; eigentlich ist Rückzug und Besinnung angesagt, doch die Zeit ab November sieht bei den meisten von uns ganz anders aus.

Auch kann ein gerade überstandener Infekt oder die Rekonvaleszenz nach einer schwere Erkrankung die Ursache dafür sein. Ebenso gestaltet sich der Wechsel zwischen Winter und Frühjahr nicht immer energiegeladen- der Serotoninspiegel ist nach der dunklen Jahreszeit häufig sehr stark abgesunken.

Abgesehen von einem Vitaminmangel an zum Beispiel D3/K2 und B12 können fehlende Mineralstoffe eine Ursache sein.

Einen Lösungsansatz bietet die Mineralstoffkur nach Dr. Schüssler:

  1. Morgens direkt nach dem Aufstehen 2-4 Tabletten der Nummer 3- Ferrum phosphoricum D12- in warmem Wasser auflösen und langsam trinken; danach ein belebendes Fußbad mit Rosmarin für 5 Minuten- dann Wechselduschen- allerdings nur die Beine bis zu den Knien kühl abbrausen. Nach dem Abtrocknen den Körper mit einer Körperbürste(Klosterbürste) gut bürsten- am Kopf beginnen und dann an den äüßeren Bereichen nach unten, den inneren Bereichen nach oben streichen.
  2. Mittags 2-4 Tabletten der Nummer 5- Kalium phosphoricum D6 oder D12-wie oben und eine kurze Luftdusche mit Atemübung.
  3. Abends 2-4 Pastillen der Nummer 7- Magnesium phosphoricum D6 oder D12 und zusätzlich nach einem kurzen Spaziergang ein beruhigendes Fußbad mit Fenchel oder einer basischen Salzlösung/Natron.

Die Kur sollte mindestens 3 bis längstens 6 Wochen durchgeführt werden; ist auch in der Schwangerschaft geeignet; dazu empfehle ich:

gesundes Essen ist nicht langweilig
  • morgens einen Individual-Tee, den ich nach einer eingehenden Beratung zusammen stelle;
  • morgendliche Gymnastik oder Yoga für 10 Minuten
  • Bewegung an der Luft- egal bei welchem Wetter
  • Überprüfung des Vitaminstatus, um eine Unterversorgung zu erkennen und ggf. entgegen zuwirken.
  • Ernährung gemäß der Saison und nach den Richtlinien der CM, Ayurveda oder Vollwertkost
  • Ruhepausen, so dass sich Belastung und Ruhe im Gleichgewicht befinden
  • Schlafenszeiten, die vor 23 Uhr beginnen und morgens immer zur selben Zeit aufhören- für Schichtarbeiter gilt- während der Nachtschicht nicht essen; Essenzeiten wie am Tag einhalten und möglichst vor dem Schlafen eine kurze Meditation einlegen 🙂

Ein allgemeines Kräuterrezept gegen den Energiemangel ist folgendes:

  • ein Teelöffel Rosmarin-frisch oder gerebelt- mit einem halben Teelöffel Ural-Süssholzwurzel und Galgantwurzel mischen- etwa 5 Minuten mit 250 ml Wasser sieden lassen und morgens trinken- das harmonisisert, gibt Energie, regt den Appetit an und sorgt für einen gesunden Blutdruck(wirkt gegen niedrigen Blutdruck).
  • Achtung! Während der Schwangerschaft und bei Bluthochdruck ist diese Kräutermischung nicht geeignet!

Ich wünsche gute Energie und alles Liebe- bleiben Sie gesund- Ihre Kira

Impfungen…

…spalten die Nation- alles nur radikal- entweder ja oder nein. Ich selbst bin k e i n e Impfgegnerin, allerdings sehr ich mir das Thema mit gebotenem Abstand und der nötigen Kritik an.Was sagt eigentlich die Klassische Chinesische Medizin und Naturheilkunde zum Thema?

Hier ein paar Fakten:

  • Ja, Impfungen können Leben retten- siehe Pocken, Kinderlähmung, Tetanus u.s.w.- die Vakzinierung ist eine der größten Entdeckungen bereits im 18.Jahrhundert.
  • Ja, ich bin der Überzeugung, dass in der heutigen Zeit das Impfen auch oder gerade gegen Kinderkrankheiten wichtig ist; allerdings mit Maß und Ziel- Kinder sollten absolut gesund sein; das Immunsystem muss in Form sein und Einzelimpfungen wären zu favorisieren.
  • Ich bin allerdings auch der Überzeugung, dass bestimmte Impfungen nicht oder nur sehr ausgewählt mit Risikoabwägung stattfinden sollten- Grippeimpfungen, Impfungen gegen FSME, Mumps, Röteln… – hierzu führe ich eine unabhängige Beratung durch.
  • Als Veterinärin habe ich den Wert von Impfungen selbst erlebt- einmal musste ich eine Impfung gegen Rabies/Tollwut vornehmen lassen; die Umstände waren einfach zu gefährlich, um es abzutun und es war gut so.
  • Gemäß der chinesischen und naturheilkundlichen Medizin stellen Impfungen ein Einbringen von Pathogenen in den Körper dar;
  • Egal in welcher Form- der Impfstoff erzeugt Hitze, Toxine, inneren Wind und durchdringt Leber und Blut(JueYin). Dadurch können unmittelbar im Zusammenhang mit der Impfung Reaktionen auftreten(Fieber, Schmerzen, Übelkeit, Abgeschlagenheit…) oder auch Spätfolgen(Schwellungen, Ergüsse, Muskelschmerzen, Hautschäden, Hauterkrankungen … bis hin zu sehr schweren Impfschäden(seltener).

Begleitung mit chinesischer Medizin und Naturheilkunde:

  • Ein Impfstoff wird in der Chinesischen Medizin als pathogener Faktor (pathogen = krankmachend) gesehen, der direkt in den Körper bis in tiefere Schichten gebracht wird. Dadurch wird das Qi (Lebensenergie) und Yin geschwächt.
  • Damit keine Komplikationen auftreten, sollte das Kind vor einer Impfung in einem guten Allgemeinzustand sein, d.h. es sollte keine laufende oder verstopfte Nase haben, keinen Husten, keine häufigen Infekte, keine Koliken, keinen weichen Stuhlgang oder Verstopfung haben; es sollte einen guten Appetit zeigen. Sollte eine Antibiose erfolgt sein, muss zwingend eine Darmsanierung erfolgen z.B. mit Bärwurzbirnenhonig oder geeigneten Präparaten( Beratung dazu erfolgt in der Sprechstunde)
  • Ist das Kind gesund und stark genug, kann der Körper sich selbst gegen den pathogenen Faktor wehren und Komplikationen durch die Impfung sind nicht zu befürchten- hier reicht eine allgemeine und einfache Impfbegleitung- siehe unten.
  • Bei Kleinkindern, schwächeren Kindern und Kindern, die vor der Impfung Beschwerden haben, können sich neue Symptome entwickeln oder alte Beschwerden verschlimmern bzw. chronisch werden.
  • Durch eine gute Vorbereitung sollten Impfschäden vermieden werden. Vor einer Impfung sollte zunächst der Gesundheitszustand überprüft und der Organismus gestärkt werden. Dieses kann mit der Akupunktur geschehen, die 2 – 3 mal durchgeführt wird. Zusätzlich werden für 3 Wochen Kräuter verordnet. Eine stärkende Ernährung unterstützt die Vorbereitung zusätzlich.
Immunsystem stärken mit natürlichen Mitteln/ Kräutermedizin
  • Für zwei Wochen wird nach einer Impfung behandelt-1 – 3 Tage nach der Impfung kann mit einer Akupunktur oder Shonishin begonnen werden- es erfolgt die Ausleitung des pathogenen Faktors und Stärkung des Körpers. Gleichzeitig wird eine Kräuterrezeptur verordnet, eine weitere Ausleitung der Nebenstoffe im Impfmittel erfolgt mit einem homöopatischen Komplexmittel.
  • Vor einer Masernimpfung sollte unbedingt eine Impfvorbereitung stattfinden, wenn die Geburt schwierig war, lange gedauert hat oder eine Saugglocke/Zange zu Hilfe genommen wurde. Bei der Impfvorbereitung werden mit der Akupunktur so weit wie möglich Blockaden gelöst, die durch das Geburtstrauma entstanden sind.
  • Vor einer Polioimpfung sollte die Wirbelsäule von Blockaden befreit werden und der Rücken sollte warm sein. Hierzu wird Akupunktur und evtl. Moxa angewendet.
  • Eine Vorbereitung auf die Keuchhustenimpfung ist wichtig, wenn die Lymphknoten im Hals-, Nacken- oder Leistenbereich geschwollen sind und/ oder das Kind zu Ekzemen neigt. Hierbei ist ggf. eine längere Impfvorbereitung nötig, je nach Schwere der Symptome und Krankheitsdauer.
  • Kinder sollten i m m e r ganz gesund sein; auch ein Schnupfen ist eine Kontraindikation für eine Impfung- bei Kindern ist das Immunsystem nocht nicht oder nur schwach entwickelt.
  • Kinder möglichst n u r mit Einzelkomponenten impfen.
  • Abwägen, welche Impfungen tatsächlich lebensnotwendig sind und welche nicht- Kinderkrankheiten verlaufen in heutiger Zeit deutlich aggressiver als noch vor 40/50 Jahren; das ist vor allem dem schwächeren Immunsystem geschuldet- warum, das würde hier zu weit führen; die Ursachen beginnen bei Dauergebrauch von Desinfektionsmitteln im häuslichen Umfeld und hören bei Miss- und Dauergebrauch von Medikamenten/ Antibiotika auf.
  • Zwei Wochen vor und zwei Wochen nach einer Impfung empfehle ich die Einnahme von Schüssler Salzen Nummer 2- abends;3- mittags;,4- morgens.
  • Bereits 12 Tage vor und nach einer Impfung ist eine spezielle chinesische Kräutermedizin empfohlen; diese ist sowohl für Schwangere, stillende Mütter als auch für Kinder geeignet und entspricht einer modernen, hochwirksamen Kräutermedizin.
  • Vor, während und nach Impfungen sollte auf folgende Nahrungsmittel verzichtet werden, da diese eine Unverträglichkeit forcieren können; Milchprodukte, Fleisch jeglicher Art, Wurst, Schinken, Gewürz- und Milchbildungstee, Fenchel, Steranis, Kümmel, alle anderen Gewürze minimieren.
  • Erste Hilfe: Ist Ihr Kind nach der Impfung unruhig, schreit es vermehrt und/oder hat es mäßiges Fieber (bis 38,5 °C), können folgende Schüßler-Salze helfen: zusätzlich- Dosis ggf. erhöhen-Kalium chloratum (Biochemie Nr. 4; wichtiges Entgiftungsmittel, wirkt gegen Entzündungen), Silicea (Biochemie Nr. 11; Nervenmittel, wirkt entgiftend und leitet Entzündungsprodukte aus), in der Potenzierung D6 jeweils 1- bis 2-stündlich 1 Tablette.
  • Ist die Impfstelle etwas gerötet, geschwollen und empfindlich, können Sie 3-mal täglich vorsichtig biochemische Salbe Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) auftragen (auf keinen Fall einmassieren).

Erwachsene:

  • Abwägen, ob eine Auffrischung nötig ist oder nicht.
  • Vorbereitung- siehe oben in höherer Dosierung.
  • Ernährungsumstellung
  • Immunsystem überprüfen- ggf. Darmsanierung mit Bärwurzbirnenhonig
  • Ausleitung- siehe oben.

Impfen, Vor- und Nachbereitung sollten so individuell wie der Mensch selbst sein.

Die Diskussion wird immer kontrovers geführt werden; ich denke aber, dass Radikalität niemandem nützt. Es gibt n i e schwarz oder weiß und eine Gewähr gibt es nie- Niemand kann voraussehen, wie eine Impfung und das Danach abläuft. Deshalb aber komplett gegen Impfungen zu sprechen ist ebenfalls blauäugig(meine persönliche Meinung).

Bleiben Sie gesund und immer eine gute und differenzierte Sicht auf das Thema!

Ihre Kira

Kräutermedizin ohne Alkohol

Der Schatz der alten Apotheker und Ärzte sind Oxymele- in früher Zeit hat man sehr gerne Weine oder Obstessig zur Herstellung wirksamer Kräuterextrakte genommen. Der Vorteil- auch Kinder und Menschen, die Alkohol nicht vertragen oder nehmen dürfen, können auf diese Kräutermedizin zurück greifen. Was man benötigt:

  • 1 Teil getrocknete Kräuter
  • 2 Teile Apfelessig in Bio-Qualität
  • 6 Teile Honig in Bio-Qualität
  • sterile Flaschen oder Gläser
  • Geduld und Zeit
Chrysanthemenoxymel

Die gesunden Inhaltsstoffe von Honig und Essig verbinden sich mit den heilenden Eigenschaften der Kräuter:

  • Kräuter gut trocknen, vorher reinigen; zerkleinern
  • Kräuter mit dem Essig in ein steriles Gefäß ohne Metall abfüllen und gut mischen; verschließen und etwa 4 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen; immer wieder aufschütteln und kontrollieren;
  • nach 4 Wochen die Kräuter abseihen und den Auszug mit dem 3-6-fachen Anteil flüssigen Honig mischen und sofort wieder in sterile Gefäße ohne Metallverschluss füllen;
  • Die Mixtur ist einsatzbereit und haltbar- sollte aber kühl und dunkel stehen.

Sollte eine akute Erkrankung eintreten, lässt sich ein Oxymel auch im Schnellverfahren durch die Kochmethode zubereiten:

heiße Oxymelzubereitung
  • Kräuter und Apfelessig ca. eine Stunde sanft köcheln(85-90 Grad); abseihen und auf unter 38 Grad abkühlen lassen, dann mit dem 3-6-fachen an Honig versetzen und die Einnahme der Medizin ist sofort möglich
  • Der Apfelessig verliert durch das Köcheln allerdings einen Teil seiner heilenden Eigenschaften- trotzdem erstellt man sich eine wirksame Kräutermedizin

Anwendung:

  • Einnahme pur morgens und abends mit 1-2 Teelöffel für 4-6 Wochen
  • Einnahme in Tee oder etwas basischem Saft- wie oben
  • Kinder ab einem Jahr nehmen die hälftige Dosis

Nutzen Sie die Kraft der Natur mit dieser einfachen Zubereitung!

Alles Liebe und gute Gesundheit!

Schlafen Sie schon oder wachen Sie noch?

Ein gesunder Schlaf- für jeden natürlich individuell- ist nicht nur für einen Tag voller Kraft und Ausdauer notwendig. Viele Stoffwechselvorgänge, unsere Laune, unsere Belastbarkeit und noch viel mehr hängt von einem guten, erholsamen und ausreichenden Schlaf ab.

Frühes Erwachen?

Gemäß der chinesischen Medizin ist Schlaf dem Yin zugeordnet; es ist die höchste Zeit im Yin- die Nacht- die uns zur Ruhe kommen lässt. In diesen Zeiten erholen sich bspw. die Organe/Meridiane Leber, Gallenblase, Lunge und Dickdarm; arbeiten aber trotzdem auf Hochtouren an der Erholung des gesamten Körpers. Wacht man bspw. immer zwischen 1 und 4 Uhr auf sind diese Meridiane energetisch nicht ausgeglichen(siehe Beiträge hier auf dieser Seite zur Meridianuhr).

Es gibt zahlreiche Ursachen für einen gestörten Schlaf:

  • Unpassender Wach-Schlaf-Rhythmus
  • Elektronische Geräte, die exzessiv auch am Abend genutzt werden
  • Hormonschwankungen
  • Elektronische Geräte im Schlafraum
  • spätes und zu schweres Essen am Abend
  • Schlafapnoe
  • Schichtarbeit
  • Sorgen, Nöte, psychische Beschwerden
  • Schmerzen
  • ein zu warmer Schlafraum
  • eine unpassende Matratze
  • ….

Schlafstörungen zeigen sich bspw. durch:

  • Einschlafstörungen
  • Durchschlafstörungen
  • frühes Erwachen
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Tagesschläfrigkeit
  • leichter Schlaf
  • mehrfaches Erwachen in der Nacht

Unser Immunsystem mit allen seinen Facetten ist der größte Nutznießer eines ungestörten, erholsamen Schlafs- bereits zwei bis drei Stunden zu wenig Schlaf erhöhen das Infektrisiko; wer generell zu wenig schläft hat ein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen wie KHK, Krebs, Stoffwechselstörungen…

Zum Glück bietet die Natur gesunde Helfer und auch wir können selbst etwas für einen guten Schlaf tun:

  • Nicht zu spät am Abend essen- 16-19 Uhr ist eine optimale Zeit für die letzte Mahlzeit des Tages; es kommt darauf an, ob wir früher Vogel oder eher der Nachtschwärmer sind;
  • Schlafzeit immer gleich wählen; für Schichtarbeiter ist es wichtig, dass sie auch nur drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen und in der Nacht n i c h t essen;
  • Keine schweren Gerichte- leicht gekochte Suppen, Gemüse, ein wenig Quark, etwas Fisch oder Eierspeisen können unser Magen/Darm besser verdauen; Fleisch ist sehr schwer verdaulich, ebenso Rohkost und Salat in Massen;
  • Ein wenig Sport oder ein Spaziergang zum Abend sind förderlich; zu viel Sport jedoch kann auch zuviel Yang erzeugen- das ist Typabhängig- und dann kann man schlecht schlafen;
  • Keine Computerarbeit nach 20 Uhr; möglichst auch nicht immer bis zum Schlafen am Fernseher sitzen und auch nicht davor einschlafen- blaues Licht fördert das Wachsein;
  • …den Schlafraum gut durchlüften und die Betten aufschütteln- es schläft sich leichter
  • Probleme nicht mit in’s Bett nehmen- diese lösen oder aufschreiben- dann den Zettel zerreißen; das hilft nicht immer, aber wäre eine Möglichkeit
  • Emotionen klären
  • Kräutermedizin nutzen

Ein wunderbares Rezept bei nervös bedingten Schlafstörungen/ auch bei stressigem Alltag gebe ich hier gerne mit auf den Weg:

  • je 20 Gramm Passionsblumenkraut und Hopfenzapfen; je 15 Gramm Orangenblüten und Melissenblätter miteinander mischen;
  • 2-3 Teelöffel der Mischung werden mit 250 ml kochendem Wasser übergossen; 10 Minuten ziehen lassen(zugedeckt) und dann abseihen;
  • die Kräuter können Sie für einen Leberwickel nutzen
  • eine Tasse zum Abend und eine etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen trinken

Manchmal hilft Tee trinken, manchmal benötigt man anderweitig Unterstützung:

  • Akpunktur unterstützt die Normalisierung des Wach-Schlaf-Rhythmus, reguliert Ihre Emotionen, löst Stagnationen
  • TuiNa entspannt die Muskulatur und kann so den gesunden Schlaf unterstützen
  • Schröpfen löst Verspannungen und sorgt für einen entspannten Schlaf
  • Yoga, QiGong, TaijiJuan, Entspannungsverfahren sind förderlich für die notwendige Entspannung für einen gesunden Schlaf
  • Kräutermedizin- individuell abgestimmt auf jeden persönlich- reguliert das Yang-Yin-Verhältnis im Körper, reguliert das Qi und besänftigt Shen

Sie haben Schlafprobleme? Dann vereinbaren Sie gerne einen Termin – wir finden gemeinsam Lösungsansätze- damit „Gute Nacht“ nicht nur ein Wunsch bleibt!

Alles Liebe- Ihre Kira Schwarzrock

Immunsystem in der Chinesischen Medizin

Zur Zeit meint es das Wetter nicht gut mit uns. Regen, Wind und dazu Temperaturen, die im Januar gar nichts zu suchen haben, provozieren unser Immunsystem mächtig. Was macht also ein(e) Therapeut(in) für Chinesische Medizin? Mithilfe der Akupunktur und Kräutermedizin sowie den Verfahren Schröpfen, Gua sha und Tuina lässt sich das Immunsystem wunderbar regulieren, aufbauen und anregen. Es lässt sich die spezifische als auch die unspezifische zelluläre und humorale Abwehr beeinflussen.

  • CM mit ihren verschiedenen Methoden im Einzelnen oder in Kombination verbessert die Proliferation( den „Nachwuchs“) der Abwehrzellen.
  • … verbessert die Produktion von Antikörpern, Komplementfaktoren und Interferonen.
  • … entfaltet ihre Wirkung auf das Immunsystem über das Hypothalamus- Hypophysen- System. Da dieses System das autonome und endokrine System kontrolliert, weitet sich die Immunstimulanz auch darauf aus.

Neben der Akupunktur an verschiedenen Punkten, die das Immunsystem stimulieren, spielt die Moxibustion gerade in der kalten Jahreszeit eine wesentliche Rolle( siehe Methoden der CM). Eher flächige Methoden mit Moxa stärken Qi und Yang, punktuelle Anwendungen haben eine zerteilende und auflösende Wirkung. Schröpfen und Gua Sha wirken sofort stimulierend und führen oft schon während der Anwendung zur deutlichen Linderung von Beschwerden z. B. des Schnupfens oder der Atembeschwerden bei einer Erkältung.

Moxa und akupunktur an Dickdarm 4 zur Behandlung einer Erkältung mit Kälte-Nässe

Nadelmoxa an Dickdarm 4 zur Behandlung einer Erkältung mit Kälte-Nässe

Mein Favorit zur Stimulation sind jedoch die verschiedenen Kräutermischungen je nach Syndrom- Schleim, Hitze, Kälte, Wind- diese pathogenen Faktoren spielen die Hauptrolle bei Erkrankungen mit schwachem Immunsystem, dazu kommen noch Stagnation von Qi und eventuell auch Trockenheit.

Aber auch die chinesische und westlich- naturmedizinische „Hausapotheke“ kennt gute Methoden:

  • Hühnersuppe- nach altem Rezept der Oma gekocht mit einem Bio- Suppenhuhn, einem großen Bund Wurzelgemüse wie Möhre, Petersilienwurzel, Pastinake, Porree und einer Zwiebel, dazu bspw. Angelikawurzel, Ingwer und Knoblauch geben- 3 Stunden in einem großen Topf kochen, dann das Fleisch vom Knochen trennen, das verkochte Gemüse entfernen und den Sud mit frischem Gemüse und dem Fleisch noch einmal 20 Minuten köcheln- wärmt durch und vertreibt Keime!

Angelika( Bild aus Heilpflanzenpraxis Heute)

Angelika( Bild aus Heilpflanzenpraxis Heute)

  • Ingwerwasser- ein daumendickes Stück Ingwer gut waschen und mit einem Liter Wasser 15 Minuten köcheln- hilft bei allen Erkältungen.
  • Salbeitee- damit gurgeln und die Viren haben keine Chance!
  • Sollte Sie der Schnupfen erwischt haben, dann hilft folgendes Kräuterrezept: je 20 Gramm Kamillenblüten, Salbeiblätter, je 15 Gramm Eukalyptusblätter, Minzblätter und 30 Gramm Primelwurzel mischen, davon dann einen Esslöffel mit 300ml Wasser ansetzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen, abseihen und mehrfach am Tag trinken- die Kräuter wirken schleimlösend, durchblutungsfördernd und entgiftend.
  • Frische Luft!! Ein Spaziergang an frischer Luft mit mittlerem Tempo sorgt für eine bessere Sauerstoffbindung und damit kann das Spurenelement Eisen besser wirken. Allerdings sollten Sie dazu frei von Fieber sein, mit Fieber- ab 38 Grad Celsius Körpertemperatur- ist Ruhe im Bett angesagt. Dann reicht es, alle zwei Stunden stoßweise zu lüften.
  • Inhalationen mit Thymian, Fenchel und Ysop sind gut für die Schleimhäute und lindern die typischen Beschwerden einer Erkältung.
  • Ein Teelöffel Honig morgens genommen, löst Schleim, baut Energie auf und versorgt den Körper mit Eisen und Mangan.
  • Schüssler Salze Nr. 3, 4, 6 und 21 wirken bei typischen Erkältungen lindernd, die für Sie richtige Kombination kann ich nach der entsprechenden Untersauchung zusammen stellen.

Ein ganz wichtiger Faktor ist die Ruhe, wenn es Sie erwischt hat. Der Körper m u s s  sich erholen! Gönnen Sie sich ein bis drei Tage Auszeit bei einer leichten „Fastenkur“ mit Gemüsesuppe und Tee, danach bauen Sie Ihr Immunsystem mit basischen Nahrungsmittel und vielen Vitaminen aus der Nahrung wieder auf.

Prävention ist das beste Mittel- Konstitutionsakupunktur bei einem schwachen Immunsystem bringt Sie aus dem Kreislauf ewiger Erkältungen heraus, dazu kommen geeignete Kräuter und ggf. eine Darmsarnierung.

Ich wünsche Ihnen eine schnupfenfreie Zeit!

 

Brennen beim Wasser lassen- Was tun, wenn die Blase streikt?

Brennen beim Wasser lassen- ist es eine Zystitis(Blasenentzündung) oder nur eine Reizung? Viele Frauen und Männer stellen sich manchmal mehrfach im Jahr diese Frage. Gerade jetzt, zumal noch bei diesem unbeständigen und regnerischen Wetter ist die Gefahr des Eindringens von Wind und Kälte in den unteren Sanjiao- also den Bereich des Urogenitaltraktes, besonders hoch. Es beginnt oft mit einem unangenehmen Druck im Unterleib und dann stellen sich Brenngefühl beim Urinieren und Schmerzen im Unterleib ein. Der Arzt diagnostiziert anhand der Symptome eine Zystitis und oft werden dann bereits Antibiotika verordnet. Dabei muss es gar nicht dazu kommen. Ich möchte Ihnen heute einige Hinweise geben, wie Sie auch ohne Antibiotika mit diesem „unangenehmen Zeitgenossen“ klar kommen.

Erst einmal ist es wichtig zu wissen, was ich eigentlich habe:

  • Reizung– zu lange draußen gesessen, obwohl ein kühler Wind ging, zu lange im kalten Wasser gebadet… Jetzt haben Sie alle paar Minuten Harndrang und wenige Tröpfchen Urin verlassen unter Brennen Ihren Körper- das ist eine Reizung der Harnröhre und der Blase. Die chinesische Medizin diagnostiziert Wind-Kälte oder nur Kälte und richtig, Wärme lindert die Beschwerden. Meistens finden sich auch bei wiederholten Blasenreizungen keine Bakterien, das Brennen und der Drang, Wasser zu lassen, bleibt über Monate bestehen. Bei der Reizblase steht der Harndrang im Vordergrund, verursacht wird er nicht selten durch übererregbare Nervenendigungen, die die Blasenmuskulatur schon bei kleinsten Harnmengen zusammenzieht. Auch ein Östrogenmangel bzw. generell eine Hormonumstellung wie bspw. in der Schwangerschaft und den Wechseljahren sind ursächlich für eine Reizblase. Ständiger Stress, seelische Belastungen, Nervosität oder Ängste spiegeln sich bei nicht wenigen Frauen in einer Reizblase wieder.
  • Entzündung– tritt ein durch in die Harnröhre eingedrungene Keime oder im Zusammenhang mit einer Erkältung. Die Symptome ähneln denen einer Reizung, aber es kommt ein starkes Brennen, ggf. Blut im Urin und oft starke Schmerzen im Unterleib dazu. Das bedeutet in der chinesischen Medizin dann häufig feuchte Hitze im unteren Sanjiao und Stagnation von Qi. Zu der Entzündung zählt beim Nachweis von Keimen auch die „Honeymoonzystitis“, die bei Frauen mit aktivem Liebesleben auftreten kann.
  • Reizblase- ist der ständige Harndrang, oft verursacht durch Stress oder Aufregung, aber auch durch falsche Bekleidung, Vibrationen oder sogar durch die Harnsäure- siehe auch oben.

Warum sind nun soviele Frauen betroffen und Männer eher weniger. Das liegt an der Anatomie der Frau- die Harnröhre der Frau ist recht kurz und liegt „frei“ in der Vagina. Dadurch können Bakterien sehr leicht eindringen. Oft sind es Darmbakterien, die physiologisch im und am Körper vorhanden sind, aber in der Harnröhre und Blase nichts zu suchen haben, dort die Symptome verursachen. Sie können durch sexuelle Praktiken, durch eine falsche Intimhygiene und andere Gegebenheiten in den Bereich gelangen.

Meine Tipps gegen:

  • Reizungen– Trinken, trinken, trinken und zwar einen Tee aus Bärentraube, Quecke und Schafgarbe (aus der Apotheke) zu gleichen Teilen, geben 3 TL auf 1 l heißes Wasser, lassen den Tee 10 min ziehen und trinken stündlich einen Becher. Vermeiden Sie Stress oder die Auslöser „Ihrer“ Reizblase und halten Sie sich warm. Für Sie ist Verreisen unerträglich, weil Ihre Harnröhre bereits auf leichte Vibrationen, z. B. bei der Reise im Auto oder der Bahn „gereizt“ reagiert? Nehmen Sie ein weiches Sitzkissen mit und beginnen Sie bereits Tage vor der Fahrt mit einem ausgiebigen Trinkprogramm, um den Harnsäuregehalt Ihres Urins gering zu halten. Trinken Sie auch während der Reise viel, mischen Sie vor dem Start 1 TL Natron unter die Flüssigkeit. Auch Brennnesselurtinktur oder Kapuzinerkresseurtinktur helfen bei einer Reizblase. yoga und Beckenbodentraining runden das Behandlung- und/oder Präventionsprogramm ab.
  • Entzündungen– Trinken, trinken….In der CM setze ich als Ernährungstherapie viel Gemüse und Getreide ein: Neben Fenchel, Gurke, Mais, Mungbohnen, Rettich, Staudensellerie und Tomate eignen sich Amaranth, Gerste, Hafer und Hirse. Die Teemischung wird anhand der Zungendiagnose zusammen gestellt. Aber auch hier greife ich gerne zu Verordnungen mit Brennnessel und Kapuzinerkresse zurück.
  • Bei allen Blasenbeschwerden können Sie Homöopatika anwenden- bei schneidenden Schmerzen und starkem Harndrang eignen sich Cantharis oder Aconitum D6; haben Sie stechende Schmerzen, die sich durch Wärme verschlimmern, dann wenden Sie Apis D6 an. Werden die Beschwerden durch Kälte ausgelöst und sind Sie kälteempfindlich, ist Sarsaparilla D6 das Richtige; treten die Schmerzen plötzlich auf und haben Sie eher ein Hitzegefühl und ein gerötetes Gesicht eignet sich Belladonna D6, verspüren Sie zusätzlich heftigen Harndrang hilft Dulcamara D6. Capsicum D6 nehmen Sie bei ständig andauernden Harndrang, wobei kein Urin absetzbar ist. Es sind bei allen Mitteln jeweils 3-5 mal täglich 3- 5 Globulie einzunehmen.
  • Schutz auf lange Zeit- schützen Sie Ihre Blase vor Keimen, in dem Sie Tees oder Getränke zu sich nehmen, deren Inhaltsstoffe keimhemmend wirken; trinken Sie genügend und sorgen Sie so für eine ausreichende Harnmenge. Eine mehrwöchige Kur(3-4Wochen) hat sich bewährt: 3-mal täglich trinken Sie einen Tee aus 40 g Goldrutenkraut und Bärentraubenblätter, 50 g Brennnesselkraut und Löwenzahnwurzel, . 1 TL der Mischung mit 250 ml Wasser sanft 10 min köcheln lassen, abseihen und langsam trinken, dazu immer ein Glas lauwarmes Wasser zusätzlich trinken. Ebenfalls bewährt hat sich eine 4 Wochen Kur mit Kapuzinerkresseurtinktur oder Meerrettichpräparaten. Cranberrys helfen ebenfalls sehr gut, um den Zustand der Blase und der Harnröhre zu stabilisieren.
  • Wichtig ist, dass sie immer abklären lassen, was Sie haben. Kommt Fieber dazu, kann es eine ernste Erkrankung sein, besonders wenn Sie auch Schmerzen um die Nierengegend feststellen. Mit einer Nierenentzündung oder Nierenbeckenentzündung ist nicht zu spaßen, da muss der Fachmann/ die Fachfrau ran und erst dann sollte Antibiose als Therapiemöglichkeit in Betracht gezogen werden, begleitend dazu aber Akupunktur, Kräutermedizin/ Homöopathie und Ernährungstherapie.

Die Kräuter, die bereits oben aufgeführt wurden und auch Kürbiskerne, Birkenblätter, die chinesischen Kräuter Bian Xu, Chuan mu tang, Du huang, Ju hua und viele andere werden von mir in Rezepturen gegen Blasenreizung oder Blasenentzündung eingesetzt. Dazu kommen Akupunktur und Ernährungstherapie, die bei akuten Beschwerden umgehend Linderung verschaffen. Wichtig ist bei allen immer wieder auftretenden Blasenbeschwerden eine Ordnungstherapie und die Selbstreflektion zu den genauen Umständen.

Aus Sicht der chinesischen Medizin gibt es vielfältige Muster, die zu einer „empfindlichen“ Blase führen:

  • Die Zunge ist rot mit einem gelblichen Belag- vor allem im hinteren Beriech der Zunge- dann liegt Hitze im unteren Erwärmer vor, die klassische Entzündung- Kräuter, Akupunktur, Diätetik und Ruhe sorgen für eine Linderung und Heilung. Dabei werden starke Kräuter eingesetzt, die wie ein Antibiotikum wirken, ohne den Körper zu schädigen.
  • Die Zunge ist blass und hat einen weißen Belag- dann liegt Feuchtigkeit im Zusammenhang mit Kälte vor- eine klassische Erkältung mit Blasenbeschwerden. Auch dabei setze ich Kräuter ein, arbeite aber mehr mit Moxa und öffne die Oberfläche, um die Pathogene abzuleiten.
  • Die Zunge hat kaum Auffälligkeit, nur die Unterzungenvenen sind gestaut, dann handelt es sich um eine Blutstagnation. Dies kann sich über Schmerzen äußern und tritt oft nach dem Geschlechtsverkehr oder einer stärkeren Reizung des Unterleibes(starke Erschütterungen beim Fahrrad fahren oder bei anderen Sportarten) auf- keine Entzündung, es ist eine Reizung der Harnröhre, die zu schmerzhaften Verkrampfungen beim Wasser lassen und im Genitalbereich führen kann. Hier helfen entspannende Kräuterbäder, Kräutermischung, die Blut bewegen und die Akupunktur, welche oft schon direkt nach dem Setzen der Nadeln die Linderung bringt.

Die Aufzählung lässt sich noch weiter fortführen. Jede Diagnose erfordert unterschiedliche Methoden oder die unterschiedliche Wichtung der möglichen Methoden.

Meine Empfehlung an Sie : Lassen Sie ggf. abklären, ob eine echte Entzündung vorliegt, aber nehmen Sie nicht gleich Antibiotika. Es ist wichtig, dass wir mit dieser starken und hilfreichen Medizin sorgsam umgehen, denn jede Medizin verliert an Wirkung, wenn sie ständig als Allheilmittel eingesetzt wird. Achten Sie auf eine gute „Blasenhygiene“- die Blase immer vollständig entleeren, ggf. auch präventiv Kräuter einnehmen und wie oben bereits beschrieben Kuranwendungen durchführen. Absolvieren sie regelmäßig Übungen für den Beckenboden, das stärkt die Muskulatur und hilft gegen Organsenkungen im Unterleib.

 

Kapuzinerkresse( Bild aus " Die Kräuterbibel"

Kapuzinerkresse( Bild aus “ Die Kräuterbibel“)

Hypertonie- Krankheit oder Symptom?

Die Hypertonie- ein zu hoher Blutdruck– wird häufig als Volkskrankheit der neuen Zeit bezeichnet. Was ist “ er “ denn jetzt- Krankheit oder Symptom?

Aus Sicht der „Schulmedizin“ wird die Hypertonie als Krankheit angesehen- eigene Medikamente- ketzerisch gesagt natürlich mit den entsprechenden Nebenwirkungen, häufig noch gleich ’ne Wassertablette und der Cholesterinsenker dazu- voila und fertig ist der “ chronisch kranke Patient“. Bitte verstehen sie mich nicht falsch, Hypertonie ist sehr ernst zu nehmen…. aber nicht als Krankheit, sondern als Symptom einer sehr ernst zunehmenden tieferliegenden Dysbalance.

Schulmedizinische Betrachtung: ... gehört die Hypertonie zu den primär essenziellen, idiopathischen Erkrankungen, also zu jenen Erkrankungen, bei denen die Ursache des Entstehens (außer 5 % der Hypertonie, die in seltenen Fällen sekundär durch eine Geschwulst, Stenosen der Blutgefäße, hormonelle Instabilität hervorgerufen wird) unbekannt- für die Schulmedizin–  ist. Daher entspricht auch die Behandlung aus schulmedizinischer Sicht dieser Gegebenheit, ist somit symptomatisch und bedeutet “ lebenslänglich“- siehe oben beschrieben. Lediglich 10 % der Patienten werden kausal (d.h. nach der Ursache) behandelt. Der optimale Blutdruck sollte bei Erwachsenen im Bereich von 120/80 mm Hg bis maximal 140/90 mmHg liegen. Wie alles beim Menschen ist auch die Ursache der Hypertonie individuell und relativ, abhängig vom Alter, von der körperlichen Verfassung und dem Charakter des Patienten. Die Grenze für das Monitoring des Blutdruckes ist der Wert 130/85, die Grenze für die Behandlung oft schon der Wert 140/90- 160/90 als Grenzwerte lt. WHO.
Der Blutdruck besteht aus zwei Komponenten – der höhere gemessene Wert entspricht dem Druck des Herzens (Systole), welches das Blut verdrängt, der niedrigere gemessene Wert entspricht der Elastizität der Blutgefäße (Diastole), die das Blut unter Druck in das Herz zurückführt. Der Blutkreislauf ist von weiteren physiologischen Faktoren abhängig:

  • von der Größe der Herzkontraktion, der „Pumpe“, wobei bei der Herzinsuffizienz das Volumen an gefördertem Blut geringer ist,
    Therapie: Kardiotonika (herzstärkende Mittel) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin der Insuffizenz von Blut- XUE – entsprechen,

Weißdorn stärkt das Herz und reguliert

Weißdorn stärkt das Herz und reguliert sanft ohne Chemie

  • von der Elastizität der Blutgefäße (die Elastizität der Blutgefäße nimmt mit zunehmendem Alter ab)- Therapie ist häufig der Einsatz von Betablocker oder Antihypertensiva (ACE, ARB) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin dem unkontrollierten Anstieg des Leber-Yang GAN YANG SHI, des inneren Windes NEI FENG und des Leber-Feuers GAN HUO entsprechen,
  • vom Widerstand der Blutgefäße im Körper,  Therapie dabei häufig die Anwendung von Alphablocker, Kalziumblocker – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin dem Schleim TAN entsprechen,
  • von der Blutmenge im Organismus, denn je mehr Blut, desto mehr Wasser wird im Körper zurückbehalten, die schulmedizinische Therapie erfolgt mit Diuretika (harntreibende Mitteln „Wassertablette“) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin dem Mangel an  Nieren YANG  entsprechen,
  • von der Dichte des Blutes, Therapie erfolgt dabei mit Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin einer Blut- Stagnation entsprechen.

Wie betrachtet die chinesische Medizin die Hypertonie- wie oben schon beschrieben als Symptom einer tiefen Dysbalance!

Es gibt mehrere Voraussetzungen, um ein Ungleichgewicht im Körper zu entwickeln, welches sich durch Hypertonie äußern kann- hier die Fakten dazu

1. VERERBBARKEIT

Kein Mensch entsteht plötzlich aus sich selbst,  sondern er ist das Ergebnis und „Essenzprodukt“ der Generationen in seiner Familie, die mit ihrer Lebensweise eine Grundlage und Veranlagungen für das mögliche Entstehen von Krankheit oder Gesundheit geschaffen haben. Bei dem Symptom Hypertonie wird die Vererbung sowohl körperlich als auch mental wirksam. Sofern unserer Vorfahren untersetzt, dick oder hoch emotional, zornig und cholerisch waren, können diese vererbten Voraussetzungen ein Grund sein. Wer also auf solche Ahnen zurückblickt, der sollte sich allem enthalten, was eine Hypertonie hervorrufen kann. Was “ das Fass zum Überlaufen bringen kann“ sind übermäßige oder negative Emotionen: Angst, Gereiztheit, innere Unruhe, unterdrückte Wut und Zorn, oder im Gegenteil unkontrollierte und häufige Wut- und Zornausbrüche – dies alles schadet dem Organismus und entfacht ein Feuer, welches oft nur noch schwer zu kontrollieren ist.

2. Lebenshygiene/ Lebensführung

Regelmäßige tagtägliche Gewohnheiten wie Bewegung, Schlaf und Arbeit verleihen unserem Körper Ordnung. Sie entwickeln sich ab der Kindheit bei entsprechender sozialer Kompetenz der Eltern, sind tief verwurzelt. Werden diese Gewohnheiten abgelegt- gefährdet ist das „Mittelalter“ also alle um die 40 bis 50, dann kann dies zur Hypertonie führen.
Sport sollten wir jeden Tag möglichst zur gleichen Zeit absolvieren, wobei die Bewegung angemessen sein sollte, mit allmählicher Erhöhung der Dosis. Sofern wir unregelmäßig „sporteln“, z.B. nur  zweimal wöchentlich, ist dies aus Sicht der chinesischen Medizin nicht gut, da es zu einer Beeinträchtigung des Blutkreislaufes und zu einer Verletzung (Schwächung) des Jing- der Essenz- kommt- das führt unter Umständen zu einer Hypertonie. Gar keine Bewegung oder exessive Bewegung- beides ist schlecht, der Körper wird über- oder unterfordert und auch dieses Missverhältniss kann eine Hypertonie zur Folge haben.
Schlaf, der unzureichend (kurz) und nicht intensiv (oberflächlich mit zwischenzeitlichem Aufwachen) ist, führt mit der Zeit zur Schwächung des Jing- der Essenz, was wiederum zur Hypertonie führt.
Übermäßige körperliche oder geistige Arbeit ruft Ermüdungs- und Überarbeitungsymptome hervor, die das Blut Xue und die Energie Qi( besonders von Milz und Leber) schwächen und allmählich eine Hypertonie bewirken.

3. EMOTIONEN

Extreme Emotionen- wie alles Extreme- können eine Hypertonie hervorrufen. Jegliche Emotionen, ob positive oder negative, wenn sie übermäßig oder lange andauernd sind, führen in ihrer Konsequenz zu einem so genannten Herzfeuer und / oder zum unkotrollieren Ansteigen des Yang,  die Konsequenz- Hypertonie! Die Emotionen sind bei einer Hypertonie ein sehr ernst zu nehmender Faktor, teilweise stärker im Einfluss als die Ernährung.
Stress beim Essen- auch wenn dieses noch so gesund ist- ist einer der Gründe beim Entstehen von Hypertonie und Ärger, der ständig geschluckt wird, ist Stress für den Körper, Trauer, die nicht verarbeitet wird, ist Stress für den Körper…
Die Veranlagung zur Hypertonie haben Menschen, die meist folgende Eigenschaften und Verhaltensmuster besitzen:

  • anspruchsvolle und extreme Perfektionisten, die nicht in der Lage sind, über den Dingen zu stehen (sich über etwas hinweg zu setzen),
  • ohne Empathie, egoistische, eifersüchtige, engstirnige, unnachgiebige, nicht anpassungsfähige, lediglich ihren eigenen Standpunkt durchsetzende,
  • trotzige, wetteifernde, mutige, riskierende, neidische, unzugängliche, intolerante, geltungsbedürftige, zugeknöpfte, alles auf sich beziehende,
  • sich „abschottende“ und in sich eingeschlossene,
  • wütende, zornige, cholerische, aggressive,
  • unangemessen freudige, ängstliche, gestresste, frustrierte,
  • ihre Möglichkeiten überschätzende, irreal denkende, nach Ruhm, Erfolg, Macht und Geld strebende Menschen,
  • ferner Menschen mit übersteigertem Ego, Workoholiker,
  • affektierte Menschen und jene, die etwas tun, wozu ihnen die Voraussetzungen fehlen…

Alle diese Emotionen und Charaktere sind zwar Yang-Merkmale, ihnen fehlen aber die Mittel zur Verwirklichung- das Yin. Und je größer das Yin-Defizit, desto größer das Ungleichgewicht zwischen dem vorhandenen Yang und dem fehlenden Yin- Konsequenz Hypertonie!
Die wichtigsten Emotionen sind Zorn/ Wut, übermäßige Freude und unangemessene Sorge!
Hypertonie aus emotioneller Belastung entsteht durch stetige und langanhaltende Schwächung der Energie Qi, dadurch steigt Qi als Yang zu stark nach oben(Yang-Emotion wie Freude und Zorn) oder Qi sinkt zu stark nach unten (Emotionen wie Trauer, Angst und Sorgen).

4. ERNÄHRUNG

Bei der Hypertonie sind folgende Fakten entscheidend:

  • Art der Zubereitung – jedes Lebensmittel, das mit zuviel Hitze/Feuer(stark braten, grillen, pökeln…) zubereitet wird, ruft im Organismus toxische Hitze  hervor, die eine Hypertonie bewirken kann. Auch Gerichte aus der Mikrowelle wirken wie ein Zuviel an Moxa, diese sollten ausreichend abgekühlt werden, am besten gar keine Mikrowelle verwenden. Hypertoniker sollten nur sanfte Garmethoden verwenden- Dünsten, sanftes Kochen und Braten.
  • Geschmack – eine Nahrung, die stark gewürzt, scharf, salzig, schnell zubereitet ist („Fast food“), mit starker Hitze, von markantem Geschmack – dies alles führt zur Entwicklung der inneren Hitze RE und später zur Entstehung der Hypertonie.
  • Fette – der übermäßige Konsum tierischer Fette schwächt die Milz und fördert das Entstehen des Schleims TAN, der sich in den Blutgefäße absetzt- der Durchmesser verengt sich und dadurch steigt der Druck- einfache Physik! Die chinesische Medizin bevorzugt zwar Butter/ Ghee, aber nur in Maßen, ansonsten sind natürliche Öle in der Ernährungslehre der CM ebenfalls enthalten(Nussöle, Kernöle …). Synthetischen Fette in Margarinen… sind unserem Körper natürlich fremd, unser Organismus kann diese nur sehr schwer und unter großem Kraftaufwand (Erschöpfung des Milz-Qi) abbauen bzw. verdauen. Denken Sie an Schmieröle oder Schmierfette der Industrie… so in etwa reagiert unser Körper auf künstliche hergestellte Margarine!
  • Alkohol– hat stets Yang-Charakter und bringt Hitze RE in den Organismus, die später Hypertonie hervorrufen kann. Der “ seelig machende Trank“ zerstreut die Energie Qi, insbesondere in Verbindung mit Emotionen. Immer noch glauben viele, dass sich der Mensch nach dem Trinken eines Gläschens „entspannt“.alkohol ist zwar ein Yang- Stimulanz, aber so wie ein „Gegenbrand“ ein Buschfeuer zum Ersticken bringt zerstreut „Teufel Alkohol“ noch mehr Yang und führt zu ein „Yang- Verlust“. Damit fehlt uns das Yang, welches wir zum körperlichen Gleichgewicht benötigen und dieser Verlust kann in Kombination mit exessiven Emotionen zu Hypertonie und auch zu Depressionen führen!
  • Regelmäßigkeit– unregelmäßige Ernährung, übermäßige oder häufige Nahrungsaufnahme schwächen die Milz, die dann nicht genügend Energie Qi und Blut XUE produzieren kann. Ein Mangel an Blut XUE XU führt zum Anstieg des Leber-Yang GAN YANG SHI was langfristig zum Entstehen des inneren Windes NEI FENG(Schlaganfall, bekannte schwere Erkrankungen) führt. Das Herz muss aufgrund des geschwächten Blutes schneller arbeiten, wird dadurch überlastet und… Konsequenz Hypertonie!
  • zu starke Gerüche-  Reinigungsmittel, langfristige Arbeit mit Chemikalien, jedoch auch eine Chemotherapie bewirken das entstehen von Blut- Hitze RE DU- Entstehung von schweren Erkrankungen wie Krebs und… Hypertonie!
  • Allgemein wird bei der Hypertonie empfohlen, stimulierende Substanzen wie schwarzer Kaffee, Alkohol, gewürzte Gerichte, fettes Fleisch, Hähnchen, Wildhase, Lammfleisch, Wildbret, Salz und Gewürze einzuschränken. Geeignete Lebensmittel sind viele Gemüsesorten wie Aubergine, Sellerie, Tomaten, Knoblauch, Getreide, Reis, gekochtes helles Fleisch oder Rindfleisch, Fisch und unter Umständen auch maßvoll Quark, Buttermilch und Meeresfrüchte. Als Getränke empfehlen sich Jiaogulantee, grüner Tee mit Chrysanthemen und milde Teesorten( siehe Beitrag über Tee).
5. Das Liebesleben- oft ein Tabuthema

Eine ausgelebte natürliche Sexualität, die der physischen Konstitution, der Essenz der Nieren, dem Alter, der Jahreszeit und der Ernährung entspricht, ist der Gesundheit förderlich und verletzt nicht die Nieren- Energie und Essenz. Schädigend ist auch wieder der Exzess! Alles was maßlos praktiziert wird und dann auch noch im Zusammenhang mit einem zuviel an Sexualität, ja dann … wird für Hypertonie gesorgt ! Sex ist Yang, der natürlich zu einem Rückgang des Yin führt- ein Zuviel schädigt Yin und damit den Ausgleich- Hypertonie! Man sollte der Quelle (Essenz JING) stets eine bestimmte Zeit zur Regeneration lassen, damit sie sich wieder mit klarem Wasser (Yin) füllen kann, sonst „versiegt die Quelle“!
Was ist „übermäßiger Sex“?
Sexuelle Aktivität, die nicht mit dem Orgasmus abschließt- so die asiatische Sicht-, schwächt nicht die Essenz der Nieren. Normale sexuelle Aktivität schwächt die Nierenessenz nicht , wenn die Erholung und Erneuerung der Essenz der Nieren erfolgt(siehe auch „Der Weg der Kaiserin“ von Li und Krautwald). Was normale oder übermäßige sexuelle Aktivität ist, ist individuell unterschiedlich. Was für einen Menschen mit schwacher Konstitution übermäßig ist, kann für einen Menschen mit normaler Konstitution gesundheitsförderlich sein…
Eine übermäßige sexuelle Aktivität erkennen sie an: Anzeichen von Ermüdung, Schwindel, unscharfem Sehen, Rückenschmerzen, „schwache Knie“ und häufiges Urinieren nach dem Sex. Da Sex sehr stark „konsumiert“, also den Körper schwächen kann, sollte bei Energie Qi und Blut Xue- Mangel sowie bei der Insuffizienz der Essenz Jing die sexuelle Aktivität vermindert oder auch für einige Zeit eingeschränkt werden. aber keine Angst- Kuscheln ist erwünscht!  Auch die Jahreszeiten spielen eine Rolle- Yang ist der Sommer, yin ist der Winter- entscheiden Sie selbt… Impotenz bei Männern oder z. B. eine vorzeitige Entbindung bei schwangeren Frauen kann die Folge einer übermäßigen sexuellen Aktivität sein und H y p e r t o n i e  als Folge verstärkt diese Symptome noch.

Eine gesunde sexuelle Kraft entspricht ebenfalls einer gesunden und starken Nierenenergie. Die Schwäche im Nieren- Yang führt zu einem Rückgang der sexuellen Lust mit der Unfähigkeit, den Sex zu genießen und den Orgasmus zu erreichen. Die Schwächung des Nieren-Yin hat in schweren Fällen das Entstehen des leeren Feuers HUO XU zur Folge. Ein solcher Mensch kann lebendige erotische Träume haben, die zum nächtlichen Samenerguss bei Männern oder im Orgasmus bei Frauen führen.

Das Entstehen und die Entwicklung der Hypertonie kann allmählich (Mangel- Zustände wie Yin-Mangel oder Essenz-Mangel)) oder schnell (bei Überschuss- Zuständen wie aufsteigendem Leber-Yang GAN YANG SHI) geschehen:

  • 1. Etappe– ist ohne jedwede Symptome, lediglich der diastolische Druck (d.h. der zweite, niedrigere Zahlenwert) ist auf 90 erhöht, sei es zeitweilig oder ständig. Er hat gewöhnlichen einen Bezug zur Vererbbarkeit – siehe oben.
  • 2. Etappe– verläuft bereits mit beginnenden Symptomen, die allmählich auch bei normalem Blutdruck in Erscheinung treten: Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Ohrenpfeifen, schwankender Blutdruck, insbesondere nach dem Essen liegt der diastolische Druck zwischen 90 – 100.
  • 3. Etappe– tritt voll auch durch die sonstigen Symptome in Erscheinung, wie Schlaflosigkeit, Unruhe, Kribbeln und Prickeln der Gliedmaße, gerötetes Gesicht und dauerhaft hoher diastolischer Druck auf 120 – 130. Dieser Zustand kann in einem schnellen Prozess oder in den Gehirnschlag „umkippen“.
    Die schnelle Entwicklung verläuft innerhalb mehrerer Monate und die Symptome zeigen sich binnen 1 Jahres. Betroffen sind her jüngere Jahrgänge und der Zustand hängt mit der Vererbbarkeit und einer falschen Lebensweise zusammen. Der diastolische Druck liegt dauerhaft zwischen 120 und bis zu 140, wobei die Schuld überwiegend das steigende Leber-Jang GAN YANG SHI und der innere Wind NEI FENG tragen. Es treten die Symptome in Erscheinung, wie heftige und beißende Kopfschmerzen, Sehstörungen mit Schwindelanfällen, mitunter der Gehirnschlag mit einer Desorientierung, Ohnmacht, Sprachstörungen und Lähmung des halben Körpers. Gemäß der chinesischen Medizin kann das Kribbeln einer Körperhälfte, insbesondere der linken, oberen, die Vorankündigung des inneren Windes NEI FENG sein, der, sofern er nicht richtig behandelt wird, binnen 3 Jahren gerade mit diesen Anzeichen oder mit einem Gehirnschlag in Erscheinung treten kann.

Nach der chinesischen Medizin sind für das Entstehen der Hypertonie vier Hauptfaktoren verantwortlich:
1. innerer Wind NEI FENG mit zwei Formen(Mangel an blut, Yin und Yang und zweitens Übermaß an Yang und Feuer)
2. Feuer HUO
3. Schleim TAN
4. Blockade des Blutes YU XUE

Was unterscheidet nun die „schulmedizinische“ Behandlung von der Behandlung nach den Regeln der chinesischen Medizin bei Hypertonie?

Da Lachen gesund ist, ich möchte ich ein lustiges Beispiel aus dem Leben nehmen:
Stellen wir uns die Hypertonie als Patienten in einer zu weiten Hose vor: der Bund- ein elastischer Gummibund in einer gerne genommenen Jerseyhose- ist das Blutgefäß, der Patient das, was durch das Gefäß hindurchfließt. Mit den Jahren kommen hier und da ein Pfündchen mehr auf die Rippen, der Patient wir kräftiger und bekommt einen Bauch. Die „westliche“- „Schul- Medizin“ lockert den Hosenbund mit  Medikamenten – Betablocker und Vasodilatatoren – Arzneien zur Erweiterung der Gefäße (dehnen das Bündchen) und mit den allbekannten „Wassertabletten“ – um so das Volumen des Bauches zu verringern. Der Druck wird „natürlich“zeitweise geregelt. Natürlicher wäre aber die Gewichtsreduktion durch Ernährungsumstellung und Sport und somit die Beseitigung der Ursache. Diese „Reduktion“ besteht gemäß der chinesischen Medizin in der Verringerung des erhöhten Yang, das auf die Gefäße ( unser Bündchen) drückt. Nach einer bestimmten Zeit wirken die teuren Medikamente nicht mehr, da sich der elastische Bund mit der Zeit immer mehr dehnt. Die Hose rutscht und damit unser „Patient“ nicht „barhosig“ durch die Gegend läuft bekommt er was? Hosenträger oder einen Gürtel! Das sind die Dreierkombinationen weiterer westlicher Medikamente. Unser „Schulmediziner“ hat wenig Zeit, ständig die volle Praxis und die Krankenkassen mit ihren Katalogen… und…unser Patient ist ein leidenschaftlicher Esser und eher ein Couchpotato, er passt eigentlich bereits nach kurzer Zeit nicht mehr in seine Hose.  Diese schnürt ihn ein, was der stärker werdenden Fülle in den Blutgefäßen (Blutstagnation) entspricht. Nun kann jedoch der Hosenbund nicht mehr gedehnt werden, Reißen wäre die Konsequenz und auch die Hosenträger/ der Gürtel halten die Hose nicht mehr und nun…. werden Medikamente und Methoden verwendet, die eine Ansammlung der Blutplättchen verhindern- Antikoagulantien und Bypässe, was dem Einsetzen eines Keils oder das Ersetzen des Gummibandes durch ein längeres entsprechen würde, damit alles wieder hinein passt???
Die viele Fülle führt aber unter Umständen vorher zum Zerreißen- eine solche Situation wäre der Schlaganfall: beim Reißen der Hose handelt es sich um einen schwachen Apolplex, bei welchem noch eine Gesundung möglich wäre- wir setzen einen Flicken auf die Hose, aber beim Reißen des Gummis sind die Folgen unumkehrbar – Lähmungen, Sprachstörungen, Behinderungen anderer Art oder der Tod. Hypertonie führt schulmedizinisch zu vielen Medikamenten, aber auch in eine Sackgasse- Apoplexie! „Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht“- “ Der Gummi wird so lange gedehnt, bis er reißt“!
Manchmal möchten wir alte Hosen gerne gegen neue, größere tauschen, leider ist dieses Ware nicht auf Lager- ausverkauft! Die Gesundheit ist keine Hose im Shop – wir haben nur eine und so sollten wir auch mit ihr umgehen!
Patienten mit Hypertonie kommen zu mir in die Praxis bzw. gelangen zu alternativen Methoden erst nach einer gewissen Zeit! Sie sind  von den vielen( oft bis zu 8 Medikamente) westlichen Arzneien „geheilt“ sind und die Hosenbunde sind sehr stark ausgeleiert. Die Behandlung umfasst:

  • Klärung der Ursache- eventuell auch einer orthopädischen(Halswirbelsäule und Spannungszustände im Schulter-Nacken- Bereich)
  • Ernährungsumstellung- langfristig und effizient, individuell und praktikabel
  • Kräutermedizin- angepasst und unter Umständen langfristig

Arnika wird bei bereits vorhandenen Beschwerden eingesetzt

Arnika wird bei bereits vorhandenen Beschwerden eingesetzt

  • Bewegungstherapie und Entspannungstraining mit Qi Gong, Meditation, Ausdauertraining…
  • Akupunktur zur Feinregulierung
  • Ordnungstherapie- “ Bringe Dein Leben ins Reine- erkenne Deine Schwachstellen“

Das wichtigste dabei ist das Gespräch und der Patient muss wirklich wollen!

Das war jetzt kein Feldzug gegen die modernen Medikamente, es soll nur ein Anregung zum Nachdenken sein und vielleicht sprechen Sie Ihren Hausarzt das nächste Mal- beim nächsten Rezept:)- auf Alternativen an oder suchen sich selbst Alternativen- natürlich mit der gebotenen Vorsicht und Kontrolle!

In diesem Sinn- achten Sie auf Ihren „Hosenbund“ 🙂

Allergie im Sommer

Die Nase läuft, die Augen sind rot und Sie fühlen sich matt?

Nicht immer ist es eine Erkältung, im Sommer haben Allergien auf Pollen, die Hitze oder bestimmt Obstsorten Hochkonjunktur.

Allergie aus Sicht der chinesischen Medizin ist eine Schwäche des Wei Qi und wird durch krankmachende Faktoren wie Wind, Hitze und Feuchtigkeit , Giftstoffe oder ein Mangel an Blut- Xue – ausgelöst.

Wind-                              die Nase fängt plötzlich an zu laufen oder die Augen jucken

Hitze-                              rote Augen, stark reizendes/ brennendes Nasensekret

Feuchtigkeit-                 starkes Sekret oder Durchfall nach bestimmten Nahrungsmitteln

Blutmangel-                  Allergiesymptome mit starker Müdigkeit/ Antriebslosigkeit

Was tun? Ich arbeite mit einem Drei- Stufen- Programm.

Schädliche Substanzen werden erkannt und ausgeleitet/ gemieden(Ernährungstherapie), der Körpe wird entgiftet und dann wird der Mangel/ die Dysbalance beseitigt.

Bei akuten Beschwerden helfen ein bis fünf Akupunktursitzungen sehr gut, damit wird das Immunsystem aktiviert und Ihre Abwehr- chinesisch Wei Qi – gestärkt. Gleichzeitig wird geschröpft und/oder mit Gua sha Fa gearbeitet.

Dazu verabreiche ich Urtinkturen entsprechend Ihrer Konstitution oder eine immer wieder modifiziert Kräutermedizin und Sie bekommen einen speziellen Diätplan als Ernährungstherapie.

Was können Sie selbst tun?

  • Brennnesseltee trinken
  • Schüssler Salze Nr. 3, 4 und 21- über den Tag verteilt je Salz 4-6 Pastillen auf der Zunge zergehen lassen,
  • Ernährung minimieren, d.h. Gerste. Reis,  Gemüse, etwas Obst, wenig Fisch, kein Fleisch und vor allem kein Brot, abgepackte Lebensmittel und Weißmehlprodukten essen. Ideal sind leicht gekochte Suppen.
  • Versprühen Sie abends abgekochtes Wasser im Schlafraum und lüften Sie morgens.
  • Abends kurz duschen und die Haare gut spülen.

Ach ja… greifen Sie nur zu chemischen Mitteln, wenn es sich um Notfälle handelt(Asthma). Die Naturheilkunde bietet vielfältige Möglichkeiten, die ohne die zahlreichen Nebenwirkungen(Müdigkeit, Schleimhautreizungen, Übelkeit, Abhängigkeiten) auskommen und das Übel an der Wurzel packen.

 

 

 

Tee im Sommer?

 

Genau! Sie haben richtig gelesen! Im Sommer gibt es nichts Besseres als Tee, um der momentanen Hitze zu begegnen.

Natürlich nicht irgendeinen Tee- schwarzer Tee wäre kontraproduktiv und würde noch mehr Yang in den Körper bringen.

Wunderbar ist der japanische Matcha- ein grüner Tee, der mit einem Bambusbesen aufgeschlagen wird und trotz der erfrischenden Wirkung Energie gibt- aber sanft und nicht aufputschend.

Für die heißen Tage empfehle ich grünen Tee oder Kräutertee:

Farbe oder SorteBeispieleGeschmackKoffeinWirkung
Weißer TeeSow Meesehr mildkeineserfrischend
Grüner TeeJasminblumig- mildsehr wenigerfrischend - kühlend
Lung chingzartwenigerfrischend
KräuterteeMeishan der Firma DMCmild - blumigsehr wenigerfrischend - entgiftend
Orangenminzeblumig- frischkeineserfrischend- verdauungsfördernd
Chrysanthemenblumig- mildkeineserfrischend- Hitze kühlend und ausleitend
Maishaareerdig- mildkeinesHitze ausleitend
Himbeerblätter/ Brombeerblätter mit Rosenblütenblumig- fruchtigkeinesleicht kühlend
Grünen Tee mit frischem Wasser- noch leicht sprudelnd – aufgießen, 2-4 Minuten ziehen lassen,
Blütentees mit ca. 60 Grad- 70 Grad heißem Wasser ansetzen, 5 Minuten ziehen lassen und
Kräutertees mit kochendem Wasser überbrühen- 10-15 Minuten – ziehen lassen, abseihen und dann….
genießen- hhmm… die Hitze hat dann nur noch wenig Chancen Ihr Gleichgewicht zu stören.
Trinken Sie ruhig bis zu einen Liter Tee am Tag. Übrigens…Sie dürfen die Portion Tee ruhig öfter aufgießen, um so mehr können Sie die Radikalfänger und positiven Wirkstoffe aufnehmen.

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