Körper und Nahrung

Die Nahrung, die wir aufnehmen, ist ein Spiegelbild unserer Gesundheit- das dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Interessant wird es aber, wenn der Bezug zu einzelnen Körperabschnitten betrachtet wird. In der TCM werden bestimmte Nahrungsmittel schon seit tausenden Jahren ganz gezielt eingesetzt, um bestimmte Körperbereiche und Meridiane zu tonisieren oder zu behandeln. Auch in der anthroposohischen Medizin weiß man es und schlägt damit einen Bogen aus dem Fernöstlichen zum Westlichen:

  • Pflanzliche Nahrung allgemein verhilft uns Menschen, sich dem Geistigen/Spirituellen mehr zu öffnen- wem dies also verloren gegangen ist, der darf ruhig bei gesunder Pflanzenkost gerne zugreifen.
  • Die Wurzeln, Wurzelgemüse allgemein wie Möhren, Rettich, Knollensellerie… haben ihren direkten Bezug zum Kopf, zu den Sinnesorganen- sie bringen uns in den direkten Kontakt zu Mutter Erde und unserer Außenwelt- nehmen doch die „Wurzeln“ alles auf, was das Gemüse wachsen lässt. Somit kann Frau und Mann sich wieder „erden“, wenn dieses Gefühl verloren gegangen ist, indem Wurzeln konsumiert werden. In der TCM haben die Sinnesorgane den Bezug zur Niere/Mark und Ohren; zu den Augen/Leber, zum Geschmack/Milz… alle Wurzelgemüse haben einen positiven Einfluss auf diese.
  • Blattgemüse hat eine besondere Wirkung auf den Brustraum- alle Salate, Blattkohlarten und Spinat… wirken positiv auf die Organe des Brustraumes; Gemüse mit ausgeprägten Stängeln wie Spargel und Mangold dagegen wirken sehr stark auf unsere tragenden Säule- die Wirbelsäule und versorgen uns mit Mineralstoffen. Auch hier weiß man aus der TCM, dass diese Gemüse wiederrum positiv auf die Meridiane Herz, Niere, Lunge und Dickdarm wirken- genau das, was im Brustraum(Lunge und Herz, Zwerchfell) und mit der Haut korrespondiert.
  • Gemüse mit stark ausgeprägtem Fruchtanteil/Samen/Blüte wie Rosenkohl, Brokkoli… zielen besonders gut auf den Bereich Bauch/Becken mit Stoffwechsel, Fortpflanzung und Ausgeglichenheit- hier ist es wichtig, Tendenzen zum Stau von Hitze abzubauen- Hitze im Gedärm und in den Bauchorganen sind auch aus TCM-Sicht absolut fehl am Platz, da diese zu zahlreichen Zivilisationskrankheiten führt.
  • Hülsenrfrüchte, Getreide, Samen, generell Früchte und Kürbisgemüse sind sowohl aus anthroposophischer als auch TCM-Sicht wunderbar für den Aufbau von Blut und gesunden Säften geeignet. All diese Lebensmittel speichern besonders viel Sonnenenergie und wirken dementsprechend aufbauend, wärmend und sind besonders für Frauen während und nach der Mens geeignet; aber auch bei Kinderwunsch, genereller Kälte, Yang-Mangel…
  • Tierische Lebensmittel sind Nahrungsmittel, die sehr zurückhaltend konsumiert werden sollten- sie wirken sehr schwer- zu spüren an „Schwere“, Müdigkeit, Trägheit- besonders nach der tierischen Mahlzeit. Je nach Konstitution und Temperaturverhalten(TCM) des Menschen sollten tierische Produkte gezielt und maßvoll integriert werden. Positiv ist zu bewerten, dass tierische Nahrung aufbauend wirkt und man damit fester auf dem Boden steht- allerdings fördert der Genuss eher das materielle und Man(n)/Frau sollte mit Maß an den Konsum gehen(auf jeden Fall nachhaltig und Bio).
  • Rohkost- nur Wurzelgemüse zählt im eigentlichen Sinn zu Rohkost; Früchte, Blüten… sind dem Sonnenlicht ausgesetzt und damit „sonnengereift“- Rohkost in Maßen und immer im Zusammenhang mit gegarter Nahrung zur Mahlzeit ist eine tolle Bereicherung für den Speiseplan, versorgt uns mit Vitaminen, Antioxydantien und Spurenelementen.

Essen für den eigenen Körper und die Seele- man kann es lernen, wieder erlernen und relativ leicht umsetzen- einzig der Wille dazu ist entscheidend. Folgen Sie/folgt Ihr nicht einem Modetrend, sondern spürt hinein in den eignen Körper- was möchte er, was verlangt er, wonach geht es mir gut? Dann noch eine gute Diagnostik und Man(n)/ Frau bekommt das individuelle Rezept, aus der Nahrung- mit der Nahrung- gesund zu bleiben und/oder zu werden.

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